Raus aus der Panik!

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28-03-20 09:26:00,

Gustave Le Bon hat in seiner bekannten „Psychologie der Massen“ geschrieben, „übermäßige Beeinflußbarkeit“ sei ein „allgemeiner Charakterzug“ der Massen, „woraus sich die blitzschnelle Gerichtetheit der Gefühle in einem bestimmten Sinne erklärt“.

Die Masse befinde sich

„meistens in einem Zustand gespannter Erwartung, der die Beeinflussung begünstigt. Die erste klar zum Ausdruck gebrachte Beeinflussung teilt sich durch Übertragung augenblicklich allen Gehirnen mit und gibt sogleich die Gefühlsrichtung an. Bei allen Beeinflußten drängt die fixe Idee danach, sich in eine Tat umzuformen. Ob es sich darum handelt, einen Palast in Brand zu stecken oder sich zu opfern, die Masse ist mit der gleichen Leichtigkeit dazu bereit. Alles hängt von der Art des Anreizes ab, nicht mehr, wie beim alleinstehenden einzelnen, von den Beziehungen zwischen der eingegebenen Tat und dem Maß der Vernunft, das sich ihrer Verwirklichung widersetzen kann. So muß die Masse, die stets an den Grenzen des Unbewußten umherirrt, allen Einflüssen unterworfen ist, von der Heftigkeit ihrer Gefühle erregt wird, welche allen Wesen eigen ist, die sich nicht auf die Vernunft berufen können, alles kritischen Geistes bar, von einer übermäßigen Leichtgläubigkeit sein. Nichts erscheint ihr unwahrscheinlich, und das darf man nicht vergessen, wenn man begreifen will, wie leicht die unwahrscheinlichsten Legenden und Berichte zustande kommen und sich verbreiten“ (1).

Le Bon hatte nicht nur manche rassistische und sexistische, sondern auch elitäre Auffassung: Er verachtete „die Massen“, über die er da schrieb. Seine Behauptung, dass größere Gruppen von Menschen so und nicht anders funktionieren, ist nachweislich falsch.

Das haben unter anderem Hunderttausende von DDR-Bürgerinnen und -Bürgern am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz im wahrsten Sinne des Wortes demonstriert.

Und es gibt, insbesondere herausgearbeitet von den Psychoanalytikern Erich Fromm und Wilhelm Reich, sozialwissenschaftlich begründete Widerlegungen der oben zitierten Betrachtungsweise, auf die ich vielfach an anderen Orten eingegangen bin.

Für Menschen im Zustand der Panik trifft allerdings manches von dem zu, was Le Bon 1895 an Verhaltensweisen beschrieben hatte.

Klar ist: Einer Panik geht ein intensives Gefahrensignal voraus.

Im günstigen Fall würde das jedoch beim Einzelnen den Versuch auslösen, Quelle und Größe der signalisierten Gefahr realistisch abzuschätzen. Wenn das gegenwärtig bezüglich der „Corona“-Epidemie nicht geschieht, obwohl es doch möglich ist, dürfte es dafür zwei hauptsächliche Gründe geben.

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„Die Panik und das Leid machen fassungslos“

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25-03-20 09:37:00,

„Was wir jetzt erleben ist unverhältnismäßig und richtet großen Schaden an“, sagt der Lungenarzt und Epidemiologe Wolfgang Wodarg. Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete kritisiert die offiziellen Maßnahmen, die verhindern sollen, dass sich der neue Virus Sars-Cov-2 weiter ausbreitet. „Der Schaden durch die Maßnahmen ist mit Sicherheit größer als der Schaden, den eine Grippewelle anrichtet, wie wir sie jetzt beobachten.“

Wodarg hat das in einem Interview mit dem Online-Magazin „Rubikon“ gesagt, das am Montag veröffentlicht wurde. Er ist nach eigenen Angaben Internist, Lungenspezialist, Sozialmediziner, Arzt für Hygiene und Umweltmedizin und war langjähriger Leiter eines Gesundheitsamtes. Zugleich hat er politische Erfahrungen gesammelt: Von 1994 bis 2009 als Bundestagsabgeordneter für die SPD. Dort war er Sprecher der Enquetekommission Ethik und Recht der modernen Medizin.

Wodarg war außerdem stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Vorsitzender des dortigen Unterausschusses für Gesundheit.

Der Experte hat für Aufsehen gesorgt, weil er sich deutlich kritisch zu den offiziellen Erklärungen und Reaktionen zum Corona-Virus Sars-Cov-2 und der durch diesen ausgelösten Krankheit Covid-19 geäußert hat. In einem unter anderem am 7. März im Online-Magazin „Multipolar“ veröffentlichten Beitrag forderte er: „Panikmacher isolieren“. Wodarg stellte dort fest: „Dem Corona-Hype liegt keine außergewöhnliche medizinische Gefahr zugrunde. Er verursacht aber eine erhebliche Schädigung unserer Freiheits- und Persönlichkeitsrechte durch leichtfertige und unberechtigte Quarantänemaßnahmen und Verbotsregelungen.“

Zudem stellte er fest: „Alle Institutionen, die uns jetzt wieder zur Vorsicht alarmieren, haben uns schon mehrfach im Stich gelassen und versagt. Viel zu oft sind sie institutionell durch Sekundärinteressen aus Wirtschaft und/oder Politik korrumpiert.“

Bei jeder Grippe-Welle würden „auch immer sieben bis 15 Prozent der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) auf das Konto von Corona-Viren gehen“, so Wodarg. Und: „Es sterben bei den allwinterlichen Infektionswellen auch immer etwa einer von je tausend Erkrankten. Durch selektive Anwendung von Nachweisverfahren – zum Beispiel nur in Kliniken und medizinischen Ambulanzen – lässt sich diese Rate natürlich leicht in beängstigende Höhe treiben, denn jenen, die dort Hilfe brauchen, geht es meistens schlechter als jenen, die sich zu Hause auskurieren.“

Wodarg meint: „Die Horrormeldungen aus Wuhan waren etwas, worauf Virologen in aller Welt auf der Lauer liegen.“ Und weiter: „Sogleich wurden die in den Kühlschränken vorhandenen Virusstämme gescannt und mit den gemeldeten Neulingen aus Wuhan fieberhaft verglichen. Ein Labor an der Charité gewann das Wettrennen bei der WHO und durfte seine Inhouse-Teste [interne Teste – Anm.

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Panik wegen Corona-Epidemie – It´s the economy, stupid! | Anti-Spiegel

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04-03-20 07:00:00,

Die Pandemie des Coronavirus ist nicht mehr aufzuhalten. Die Zahlen der weltweit Infizierten ist zwar noch gering, aber sie wächst exponentiell und die Ausbreitung des Virus ist außer Kontrolle.

Einleitend will ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich den Coronavirus für nicht sehr gefährlich halte. Die bekannten Zahlen sprechen von einer Todesrate von zwei bis drei Prozent. Für die Betroffenen und ihre Hinterbliebenen ist das natürlich schrecklich, aber es ist eben trotzdem keine Gefahr für die Menschheit. Gefährlich ist das Virus jedoch für ältere Menschen und für Menschen mit Vorerkrankungen zum Beispiel des Herz-Kreislaufsystems. Da kann die Todesrate auf 15 Prozent steigen. Aber das bedeutet auch, dass 85 Prozent die Erkrankung überleben. Die aktuellen Zahlen habe ich hier zusammengestellt.

Die Verbreitung ist nicht aufzuhalten

Die Verbreitung des Virus zu verhindern ist praktisch unmöglich. Das hat zwei Gründe: Erstens ist die Inkubationszeit, also die Zeit in, der man zwar infiziert und ansteckend ist, aber noch keine Symptome hat, mit bis zu 14 Tagen recht lang. Man kann den Virus also bis zu 14 Tage lang in seiner Umgebung verbreiten, bevor man krank wird. Zweitens bemerken viele Kranke gar nicht, dass sie den Coronavirus haben. Bei 80 Prozent verläuft die Krankheit unauffällig, man hat Schnupfen und ein Kratzen im Hals, vielleicht noch leicht erhöhte Temperatur. Das bedeutet, dass viele die Erkrankung gar nicht bemerken und sogar weiterhin zur Arbeit gehen, denn wer lässt sich wegen Schnupfen krank schreiben?

Man könnte den Virus nur aufhalten, wenn man alle Menschen gleichzeitig testet und dann alle Infizierten isoliert. Das ist aber unmöglich, daher lässt sich die Verbreitung kaum verhindern. Das war im Grunde schon seit Wochen klar und nun hat es auch die deutsche Politik eingesehen. Der Gesundheitsminister hat heute verkündet, dass in Deutschland eine Epidemie herrscht. Und wenn man die Zahlen anderer Länder anschaut, ist klar, dass es sich nicht nur um eine auf ein Land begrenzte Epidemie ist, sondern eine Pandemie, die die ganze Welt betreffen wird. Das zeigt die Kurve der weltweiten Infektionen (ohne China) deutlich.

In China ist die Lage inzwischen einigermaßen unter Kontrolle und die Quarantänemaßnahmen werden langsam zurückgefahren. Dafür fordert China nun die im Ausland lebenden Chinesen auf, ihre Heimat vorläufig nicht zu besuchen, weil China einen „Re-Import“ des Virus verhindern will.

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Panik im Silicon Valley: Trump leitet Ermittlungen gegen Tech-Giganten ein

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04-06-19 09:53:00,

US-Präsident Donald Trump mit Amazon-Chef Jeff Bezos, Google-Gründer Larry Page, Facebook-COO Sheryl Sandberg und Vizepräsident Mike Pence. (Foto: AFP)

US-Präsident Donald Trump mit Amazon-Chef Jeff Bezos, Google-Gründer Larry Page, Facebook-COO Sheryl Sandberg und Vizepräsident Mike Pence. (Foto: AFP)

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Internet-Zensur: Die Panik der Meinungsmacher – www.NachDenkSeiten.de

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15-11-18 03:15:00,

15. November 2018 um 14:30 Uhr | Verantwortlich:

Internet-Zensur: Die Panik der Meinungsmacher

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Erosion der Demokratie, Medienkonzentration Vermachtung der Medien, Strategien der Meinungsmache

Mehrere europäische Länder planen neue Eingriffe und Zensur: Die kritische Kommunikation im Internet wird aktuell von diversen Seiten angegriffen. Damit wird an zahlreiche Zensurmaßnahmen der jüngeren Vergangenheit angeschlossen. Ziel der Vorstöße ist nicht die Kriegspropaganda großer Medienkonzerne, sondern die Kritik alternativer Medien. Zwar wird offiziell „rechte Hass-Sprache“ als Adressat definiert, aber der Zensur-Aktionismus kann jeden treffen. Er ist einerseits bedrohlich, andererseits illustriert er die Verunsicherung der Meinungsmacher. Von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Die freie Meinungsäußerung im Internet wird durch aktuelle europäische Vorhaben von diversen Seiten bedroht: So fordert die Regierung Österreichs ein “digitales Vermummungsverbot” und ein Netz-Durchsetzungs-Gesetz (NetzDG) nach deutschem Vorbild. Außerdem muss laut jüngsten Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das „Internet reguliert werden, um frei zu bleiben“. In Deutschland wirkt bereits das NetzDG und es drohen im Rahmen einer Urheberrechts-Reform Uploadfilter, also eine theoretisch mögliche prophylaktische Zensur, wie die NachDenkSeiten hier befürchten.

Man muss die Maßnahmen gegen einen freien Austausch im Internet mittlerweile in einer Liste erfassen – denn die neuen Vorstöße folgen auf eine ganze Reihe von Zensur-Vorhaben der jüngeren Vergangenheit: So sind auf EU-Ebene nicht nur die bereits erwähnten Upload-Filter im Gespräch. Die EU möchte ab 2020 auch den Verbraucherschutz für die Zensur nutzen. Dann werden laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP, behördliche Zugangssperren für Internetseiten möglich sein. Denn ein neues Regelwerk der EU ermächtigt laut FDP künftig sogar Institutionen wie das Eisenbahn-Bundesamt, den Zugang zu Webseiten komplett zu blockieren.

Niemand manipuliert wie die Medienkonzerne

Zudem wurde kürzlich von Facebook und anderen Internetfirmen der EU-Verhaltenskodex gegen Fake News unterzeichnet. Das Problem mit dieser zahnlosen Selbstverpflichtung: Weite Teile der Formulierung zielen offensichtlich auf „russische Manipulationen“ und solche durch alternative Medien. Diese Manipulationen sollen hier nicht ausgeschlossen werden, aber sie haben – selbst wenn die unbelegten Anschuldigungen stimmen sollten – erheblich weniger Einfluss auf die Meinungsbildung als die großen westlichen Medienkonzerne.

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Panik auf der Titanic

Panik auf der Titanic

04-07-18 06:24:00,

Der Feind ist Russland – und Russland muss der Feind bleiben.

Die WELT, für die schon das Treffen von Trump/Kim eine „unerhörte Verlobung” war (1), ist bei der Aussicht auf das Gipfeltreffen Trump/Putin geradezu in Panik geraten und warnt vor einem „Worst-Case-Szenario für Europa”:

„Das Albtraum-Szenario wäre ein Deal zwischen Washington und Moskau über die Köpfe der Europäer hinweg” (2).

Die Welt steht auf dem Kopf. Ausgerechnet so ein „verrückter“ US-Präsident hat die verrückte Idee und will persönlich prüfen, ob Russland nicht doch Freund sein könnte.

Die NATO stehe vor einer „existentiellen Krise“ warnt die London Times (3). „Es droht Gefahr!”, schreien die europäischen NATO-Büttel.

Ausgerechnet deren Chef droht das Feindbild Russland zu zertrumpeln, das man in jahrelanger transatlantischer Vertrautheit mit seinen Vorgängern gebastelt hat.

Gleichzeitig fordert der Chef, endlich die 2014 eingegangene Verpflichtung zur Erhöhung der Militärausgaben einzulösen, um die Lasten in der NATO gerechter zu verteilen.

Jetzt aber mal ehrlich: Hat der nicht Recht? Warum sollen die USA eigentlich mehr für die „Verteidigung” der europäischen Verbündeten gegen die „russische Gefahr” zahlen als diese selbst? Der Russe sitzt doch schließlich vor deren Haustür.

Es heißt, der Chef verliere die Geduld vor allem mit dem deutschen Büttel. Der versucht nämlich, die geforderte Gesamterhöhung des Mitgliedsbeitrags im Verein noch etwas hinauszuschieben. Warum so umständlich? Die NATO ist doch kein Zwangsverein. Austritt genügt und spart viel Geld.

Wie war es doch bequem, von den USA als Frontstaat gegen die bösen Kommunisten aufgepäppelt zu werden und sich unter ihrem preiswerten Schirm zur stärksten europäischen Wirtschaftsmacht und zum Exportweltmeister zu mausern.

Und jetzt? Die Bundeswehr, na ja, die gibt’s wohl nicht her – und die Schaffung einer EU-Armee ist wohl etwas schwer. Da ist es doch besser weiter im Windschatten des US Militärs zu segeln, um die eigenen wirtschaftlichen und strategischen Interessen durchzusetzen. Die NATO als Garant für den Zugang zu den Rohstoffen und der eigenen wirtschaftlichen Expansion. Und der Feind Russland als Garant für den Fortbestand der NATO.

Der Feind muss bleiben! Das Mantra von den Angriffsabsichten der Sowjetunion beziehungsweise Russlands muss aufrechterhalten werden, obwohl doch „alle Fakten auf dem Tisch liegen, die diese Behauptung als geradezu absurd entlarven” (4).

Internationale Entspannung stört das so penetrant gepflegte Feindbild.

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