Es passiert etwas in Deutschland | Von Anselm Lenz und Batseba N‘Diaye | KenFM.de

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05-08-20 03:50:00,

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Aus Berlin ging ein Zeichen der Liebe und des Friedens in die Welt: Am 1. August versammelten sich nach unterschiedlichen Schätzungen, über den Tag verteilt an die 1 Million Menschen in der Bundeshauptstadt gegen das Corona-Regime. Der »Sommer der Demokratie« hat begonnen, die Menschen in Deutschland verständigen sich neu

Ein Rückblick von Anselm Lenz und Batseba N‘Diaye (Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand).

Es war die größte bekannte Demonstration in der deutschen Geschichte. Der Zug der Demokratiebewegung, unter dem Motto »Das Ende der Pandemie«, begann planmäßig um 11 Uhr am Brandenburger Tor und zog vier Stunden bei strahlendem Sonnenschein durch Berlin, um schließlich die Hauptkundgebung auf der prall gefüllten Straße des 17. Juni abzuhalten, auf der hunderttausende Menschen klar erkennbar waren. Es sind Bilder, die seither um die Welt gehen.

»Freie Presse für freie Menschen«, forderten die Berliner wie am 4. November 1989, als sich etwa eine Million versammelt hatten. Erinnerungen an die Demonstration zur Beendigung des Vietnam-Krieges wurden angesichts der vielen Friedenstauben und Regenbogenfahnen wach. Am 4. November 1969 hatten sich 250.000 Menschen in der US-amerikanischen Bundeshauptstadt Washington versammelt. Bilder von der Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten 1983 kamen einem in den Sinn. 2015 gingen Menschen aus ganz Deutschland gegen das Sozialdumping-Programm TTIP auf die Straße, das daraufhin fallengelassen werden musste. Die letzte politische Großkundgebung in Berlin war 2018 die Unteilbar-Demonstration, die offiziell ca. 250.000 Teilnehmer hatte.

Am Samstag waren auch die Landesfahnen aller Nationen des Planeten zu sehen. Ein Zeichen der Liebe und des Friedens ging aus Berlin in die ganze Welt. Präsentiert wurden häufig auch Fahnen der Länder Schweden und Belorussland, wo es praktisch keine Restriktionen gegen Corona gibt, ohne dass dies negative Folgen hätte.

Neue Demokratiebewegung

Die neue Demokratiebewegung in Deutschland moniert, dass unter dem Notstandsregime sämtliche Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden, darunter die Versammlungsfreiheit, die Freiheit der Wissenschaft, eine funktionale Pressefreiheit und das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper. »Warum trampelt Ihr auf unseren Grundrechten herum?«, fragten Teilnehmer auf ihren Transparenten der von den Demokratiebewegungen Querdenken aus Stuttgart und Nicht ohne uns!

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Arno Luik: „Was passiert mit den Reisenden, die im Unglücksfall aus den Zügen fliehen wollen, deren Türen sich aber nicht öffnen lassen?“

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31-12-19 04:09:00,

Die Verantwortlichen bei der Bahn investieren Milliarden im Ausland, während das Geld dringend hierzulande benötigt wird. Was hat es mit den Auslandsinvestitionen des Unternehmens auf sich? „Weltmachtfantasien“ der langjährigen Bahnchefs hätten regelrecht dazu geführt, dass die Bahn ausgeplündert worden sei, sagt der Bahn-Experte und Beststeller-Autor Arno Luik im NachDenkSeiten-Interview: „Das ist keine Polemik. Dass die Deutsche Bahn heute so jämmerlich daherrumpelt, sich in einem Zustand befindet, der für eine Wirtschafsnation peinlich ist, hängt sehr konkret mit diesen Auslandseinsätzen der Bahn zusammen.“ Ein Interview über eine Bahn, die laut Luik unter ihren Führungskräften, den vorhandenen Strukturen genauso wie unter der Politik leidet. Von Marcus Klöckner

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Herr Luik, die Probleme bei der Bahn scheinen kein Ende zu nehmen. Vor ein paar Tagen wurde in der ARD-Sendung plusminus darüber berichtet, dass seit 2015 auf der Strecke zwischen Stuttgart und Heidelberg „mehrere Signale“ gestört gewesen seien. Wie kann das sein?

Diese Ungeheuerlichkeit ist Ausdruck des allgemeinen Zerfalls der Bahn, ihrer Verlotterung. Jahrelang hat dort die Bahn Züge fahren lassen, obwohl die Strecke zwischen Bretten und Maulbronn-West nicht betriebssicher war, im Klartext: lebensgefährlich.  Seit 2016 ist der obersten Prüfbehörde der Bahn, dem EBA, bekannt, dass diese vielbefahrene Strecke nicht betriebssicher ist! Das EBA mahnt die Bahn. Die Bahn reagiert nicht. Das EBA hätte den gefährlichen Streckenabschnitt sofort, wie es im Amtsdeutsch heißt, „behördlich sperren“ müssen.

Was das EBA aber nicht getan hat.

Nein, weil es sich nicht getraut hat, eine Ungeheuerlichkeit. Das EBA ist gegenüber dem Verkehrsministerium weisungsgebunden, und deshalb brauchen die Prüfer Mut, wenn sie zum Schutz der Reisenden wirklich  – was ihre Aufgabe wäre! – eingreifen, ein Mut, der oft fehlt. Sie haben regelrecht Angst, zu weit zu gehen.

Und so bekommt die Bahn jetzt noch eine Frist bis Ende des Jahres.

Tja. Dass es nicht zu einem Unfall kam wie in Bad Aibling, wo vor drei Jahren bei einem Zugzusammenstoß zwölf Menschen starben – das ist, sagte mir kürzlich ein Bahnbeamter „purer Zufall“. Man nehme, so der erzürnte Eisenbahner, „mit so einem Verhalten Tote billigend in Kauf!“ Bei dieser Bahn herrschen Zustände,

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Ölpreis: Was passiert, wenn es zu einem offenen Konflikt mit dem Iran kommt? | www.konjunktion.info

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17-09-19 07:02:00,

Zapfsäule - Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay LicenseZapfsäule - Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay License

Zapfsäule – Bildquelle: Pixabay / IADE-Michoko; Pixabay License

Nach dem Angriff auf die saudische Ölinfrastruktur ist der Preis für das schwarze Gold stark angestiegen. Das Wall Street Journal bezeichnet den Angriff gar als “the Big One” und der US-Präsident Donald Trump lässt “durchblicken”, dass ein militärischer Vergeltungsschlag wahrscheinlich ist. Natürlich steht dabei der Iran im Fokus der Anschuldigungen und natürlich schießt sich auch die kriegstreibende Hochleistungspresse auf Teheran an – ohne dass beide Seiten irgendwelche Beweise vorlegen können.

Dabei ist es vollkommen klar, dass ein militärisches Vorgehen gegen den Iran zu einem größeren Krieg im Mittleren Osten führen wird. Ein Schock für die globale Wirtschaft. Denn mit der Straße von Hormus hat Teheran das Pfund schlechthin in der Hand dem weltweiten Ölhandel nicht nur massive Nadelstiche zu verpassen.

Ein markant steigender Ölpreis aufgrund eines militärischen Konflikts wird dazu führen, dass die Inflation massiv ansteigen wird. Denn neben dem Transport werden auch die “Ölanteile” in den jeweiligen Produkten teurer werden. Letztlich gibt es so gut wie kein Gut, dass nicht in irgendeiner Form Öl als Bestandteil/Transportmittel benötigt. Zudem wird ein höherer Ölpreis dazu führen – der im Übrigen noch auf eine fallenden Nachfrage treffen und somit noch abgefedert wird -, dass die Wirtschaft in sich verlangsamt werden wird. Etwas, was wir auch kurz vor der Krise 2008 sehen konnten. Sollte sich ein Krieg im Mittleren Osten zudem über einen längeren Zeitraum hinziehen, könnte es zu einer Stagflation führen, bei der die Preise steigen und gleichzeitig die Wirtschaftsaktivitäten wegbrechen. Das Horrorszenario schlechthin für die Ökonomen und Politiker. Ein solches Phänomen fand letztmals in den 1970ern statt und vielleicht kann sich noch der eine oder andere an autofreie Sonntage und Schlangen an den Tankstellen erinnern.

Während jementische Houthi-Rebellen die Verantwortung für den Angriff für sich reklamieren, gehen die USA von einem Angriff durch den Iran aus:

Der US-Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte, gab an, dass der Angriff auf saudische Einrichtungen 19 Bereiche traf und dass der Startbereich west-nordwestlich der Ziele – Richtung Iran – und nicht südlich von Jemen gelegen habe.

(The U.S. official, who asked not to be named, said there were 19 points of impact in the attack on Saudi facilities and that evidence showed the launch area was west-northwest of the targets – the direction of Iran – not south from Yemen.)

Ein militärischer Gegenschlag auf den Iran trägt das Potenzial eines Dritten Weltkrieges in sich und die meisten Menschen dürften nicht einmal im Ansatz ahnen,

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Passiert gerade wirklich etwas? Das #Fake-Ereignis

Passiert gerade wirklich etwas? Das #Fake-Ereignis

20-06-18 06:39:00,


Sylvia Sasse / 19. Jun 2018 –

Fake-Ereignisse sind nicht bloss Fake-News, sie erschüttern das Verhältnis von Politik, Realität und Medien auf eine andere Weise.

Red. Sylvia Sasse, die Autorin dieses Essays, lehrt Slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und ist Mitbegründerin sowie Mitglied des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK). Sie ist Herausgeberin von «novinki» und von «Geschichte der Gegenwart».

Nach 59 Folgen House of Cards und damit nach Hunderten von Intrigen, Lügen und Desinformationskampagnen fragt die aktuelle Wahlkampfmanagerin des amerikanischen Serienpräsidentenpaars Underwood irritiert: «Passiert gerade wirklich etwas?» Sie weiss es nicht. Sie weiss nicht, ob die gemeldete Bedrohung durch einen verschwundenen LKW-Transporter, der radioaktives Material geladen hat, vom eigenen Wahlkampfteam zur Anheizung der Angst vor Terror und damit zur Siche­rung von Wählerstimmen inszeniert wurde. Oder ob es doch «echte» Terroristen sind, die den Transporter gestohlen haben? Oder ob es überhaupt nur eine Meldung, nur ein Gerücht ist.

Die Unsicherheit ist durchaus berechtigt, denn in der politischen Trickkiste der Underwoods werden nicht nur bedrohliche Ereignisse inszeniert, die Wählerstimmen sichern sollen, sondern es werden Kollegen oder kritische Journalistinnen reihenweise aus dem Weg geräumt. Diese Morde werden vom Team Underwood wahlweise als Selbstmorde oder als Unfälle vorgetäuscht. Alles, was Frank und auch Claire Underwoods Karriere gefährden könnte, wird manipuliert: umgedreht, umgewertet, weginszeniert oder hineininszeniert.

Als Kevin Spacey, der Frank Underwood darstellt, im Zuge der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016 gefragt wurde, wie eine mögliche TV-Debatte zwischen ihm als Frank Underwood und Donald Trump verlaufen würde, blieb er in seiner Rolle und antwortete: «Er [Trump] würde gar nicht hinkommen. Auf dem Weg würde es einen schrecklichen Unfall geben. Schrecklich und sehr traurig.»

Das Fake-Ereignis

Dass Fake-Ereignisse nicht bloss in Filmen vorkommen, hat Ende Mai der in Kiev vorgetäuschte Mord am russischen Schriftsteller Arkadij Babčenko auf erschreckende Weise vorgeführt: mit Maskenbildnern, echtem Blut, Einschusslöchern auf dem T-Shirt, Polizei, Ärzten, Krankenwagen, Pressemitteilung. Er hat uns daran erinnert, dass wir es nicht nur mit Fake-News, also mit der medialen Erfindung von Ereignissen, die nicht stattgefunden haben, zu tun haben können, sondern auch mit Fake-Ereignissen, also mit Ereignissen, die zwar stattfinden, aber nur so tun «als ob». Sie finden statt, aber sie sind nicht das, was sie zu sein scheinen,

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