Pipeline No, NATO No. Trump bittet zum Austritt aus der NATO | KenFM.de

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27-12-19 07:20:00,

Von Uli Gellermann.

Mit gewohnter Brutalität macht Donald Trump in diesen Tagen die Interessen der USA klar: Deutschland solle gefälligst das Nord Stream 2-Projekt stoppen und lässt ein US-Gesetz vom Stapel, dass er „Zum Schutz von Europas Energiesicherheit“ nennt. Auch politisch wenig Gebildete wissen, dass es um den Absatz der US-Fracking-Industrie geht und um die Konkurrenz der USA zu Russland und gegen die nationale Souveränität der Deutschen. Vor allem aber geht es um den dicken NATO-Knüppel: Denn es werden Schiffe des NATO-Partners USA sein, die im Zweifelsfall die maritime Verlegung der Pipeline verhindern. Spätestens jetzt wäre der NATO-Vertrag von den Deutschen zu kündigen, zumindestens wäre dieser Schritt in die nächsten Verhandlungen einzubringen.

Immerhin tapfer äußert sich Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken, und fordert Gegenmaßnahmen. Der Schritt der USA sei ein „völlig inakzeptabler Vorgang und ein Tiefpunkt in den transatlantischen Beziehungen“. Er erwarte, dass die Bundesregierung „diesen Wirtschaftskrieg“ nicht unbeantwortet lasse und Gegensanktionen auf den Weg bringe. Das Wort NATO kommt bei Bartsch nicht vor. Und so bleibt sein Protest eher eine Geste.

Sogar die SPD in Auflösung findet ziemlich klare Worte: Der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich bezeichnet die Sanktionen als Eingriff in die energiepolitische Souveränität der Europäischen Union. Sie belasteten das transatlantische Verhältnis. „Die EU und Deutschland sind für Trump offenbar keine verbündeten Partner, sondern tributpflichtige Vasallen“, sagt er und bereitet den Weihnachtsurlaub vor. Von der NATO ist nicht die Rede.

Den GRÜNEN fällt mit ihrem außenpolitischen Sprecher, Omid Nouripour, ein einerseits andererseits ein: „Genauso, wie ich Nord Stream falsch finde, finde ich die Freiheit Deutschlands, seine Geschäfte frei wählen zu dürfen, nicht verhandelbar.“ Nach dem grünen Einmarsch an der Seite der NATO in die Republik Jugoslawien war vom Fischer-Clan nun wirklich kein Ton zur NATO zu erwarten. Tatsächlich aber findet die Freiheit des deutschen Geschäfts seine Grenzen in den Geschäften der USA.

Aber, so könnte man denken, die sich national und oppositionell gebärdende AfD, die könnte doch jetzt den Kampf um die nationale Souveränität aufnehmen. Doch die AfD bietet in diesen Tagen nationaler Not auf ihrer aktuellen Website nur Schlapphüte an: „Donald Trumps Politik ist berechenbar – Trumps Zugehen auf Russland ist aus deutscher Sicht zu begrüßen“,

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Tagesdosis 17.12.2019 – Pipeline to Hell | KenFM.de

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17-12-19 03:47:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Das US Parlament hat beschlossen, Sanktionen gegen die Firmen zu verhängen, die am Bau der Pipeline Nordstream 2 beteiligt sind. Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung von Präsident Trump. Wie seine Entscheidung ausfallen wird, ist klar. Washington masst sich an, darüber entscheiden zu können, von wem Deutschland seine Energie beziehen soll. Es mache sich durch die Pipeline von Russland abhängig, was die übergriffig fürsorgliche USA verhindern wolle. Dass sie nebenbei auch ein Geschäftsinteresse an dieser Entscheidung hat, schließlich will sie sicherstellen, dass die Deutschen teures Fracking-Gas aus den USA beziehen, wird in der Entscheidung nicht erwähnt.

Die USA benehmen sich erneut wie ein Schulhofschläger, der Jacke und Handy von einem Opfer einfordert. Das ist nicht neu. Neu ist: Es regt sich Widerstand in der deutschen Politik, in der Wirtschaft und in den Medien gegen diese Entscheidung. Es wird sogar über Gegenmaßnahmen nachgedacht. So etwas dürfe man sich nicht bieten lassen, heißt es. So weit, so gut. Erstaunlich ist, dass der Eindruck entsteht, es sei das erste mal, dass die USA sich so verhalten. Der Geschichts-Alzheimer der deutschen Medien setzt auch bei diesem Thema ein. Er verhindert zuverlässig eine Mustererkennung beim Publikum. Nämlich, die Realitätswahrnehmung, dass es sich bei den Beziehungen der USA zu Europa, mit Ausnahme Großbritanniens, das bald auch formal nicht mehr dazugehört, nicht etwa um Beziehungen unter Freunden handelt, sondern um eine Beziehung Herr und Diener, Hegemon und Vasallen.

Beim Öl hört die Freundschaft auf.

Der italienische Industriemanager Enrico Mattei starb 1962 sozusagen an Ölvergiftung. Mattei stürzte mit seinem Privatjet beim Landeanflug auf Mailand ab. Dass es sich um einen Flugunfall in schlechtem Wetter gehandelt habe, so die offizielle Version, glaubten nur Italiener, die sich das aus politischen Gründen unbedingt einreden mussten. Man könnte es die „Deutsche Krankheit“ nennen, von der aber auch Angehörige anderer Nationen befallen werden können. Erst Jahrzehnte später sickerte die Wahrheit durch. Anfang dieses Jahrhunderts wurde auch offiziell festgestellt, dass Mattei und 2 weitere Menschen an Bord seines kleinen Jets einem Bombenanschlag zum Opfer gefallen waren. In den exhumierten Leichen fanden sich Metallsplitter in den Knochen. 

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The Most Crucial Pipeline Of The Middle East?

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10-06-19 06:59:00,

Authored by Vanand Meliksetian for Oilprice.com,

Contemporary Middle Eastern history is strongly influenced by energy politics. Besides providing revenue for the state’s coffers, oil is also a potent geopolitical tool in the hands of resource-rich countries. Recently, officials from Lebanon, Syria and Iraq have engaged in talks to restart the dysfunctional pipeline that once connected oilfields near Kirkuk in Iraq with the coastal city of Tripoli in Lebanon. Restarting the pipeline could have long-term political, economic, and strategic consequences for the involved states and the wider region.

The original infrastructure was constructed during the 30s of the previous century when two 12-inch pipes transported oil from Kirkuk to Haifa in British mandated Palestine and Tripoli in French-mandated Lebanon. The Tripoli line was supplemented by a 30-inch pipeline in the 50s which could transport approximately 400,000 barrels/day. The Kirkuk-Tripoli pipeline was suspended by Syria during the Iraq-Iran war in an attempt to support Tehran in its struggle against Baghdad.

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Paving the way

The current political climate, which has enabled cooperation between Lebanon, Syria, and Iraq, is the consequence of one country’s foreign policy. Since the U.S. invasion of Iraq and the overthrow of Saddam Hussein, Iranian influence has grown considerably across the Middle East. Tehran’s support for proxies in neighboring countries has strongly influenced regional politics and made Saudi Arabia nervous of what it sees as “Persian encroachment”.

The Iranian support for Syria’s President Assad provided a lifeline to the regime during the country’s civil war. Tehran has invested significantly in maintaining the position of its ally in Damascus. In neighboring Iraq, the democratization process installed a Shia-dominated parliament which is supported by powerful paramilitary groups funded and organized by the Quds force, the branch of Iran’s Revolutionary Guard responsible for extraterritorial activities. Despite significant military and political gains, consolidation is required to cement the ties between Iran’s Arab partners, which would also benefit Tehran.

The art of the deal

While Iran’s participation in regional politics was necessary for creating the right environment for cooperation, Russia’s involvement has proven to be crucial. The Kremlin’s decision to participate in the Syrian civil war on the side of Assad’s forces was a pivotal moment in reestablishing control over territories essential for the Kirkuk-Tripoli pipeline to commence operations.

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Ever More Complex EU Gas Pipeline Geopolitics | New Eastern Outlook

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04-05-19 09:28:00,

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Israel plans to construct the world’s longest underwater gas pipeline together with Cyprus and Greece to carry Eastern Mediterranean gas on to Italy and the EU southern states. US Secretary of State Mike Pompeo has just endorsed the project. It will run smack up against a competing Turkish-Russian gas pipeline, Turk Stream, against a potential Qatari-Iran-Syria pipeline, as well as de facto undercut the Washington attempt to get more US LNG gas to the EU to reduce Russian dependency.

The project, under discussion for several years since Israel discovered major gas reserves in the offshore Leviathan Field, is known as the East Med Pipeline Project. Natural gas will flow from Leviathan via Cyprus, Crete and Greece to reach its terminal at Otranto on the southeast heel of Italy. Plans call for a pipeline of 2,100 kilometers running three kilometers deep under the Mediterranean. Cost is estimated at $7 billion with a five year construction period.

New Fault Lines

The East Med is part of a complex of new geopolitical fault lines across the entire Middle East. Notable is the fact that the Gulf Arab Emirate, UAE, has already invested $100 million in a project the Jerusalem Post calls, “a covert cornerstone underpinning the change in relationship between parts of the Arab world and the Jewish State.” This would seem to be a reference to the 2017 proposal of the US to create an “Arab NATO” with Saudi Arabia and other Gulf Arab states, backed by Israeli intelligence input, to counter the influence of Iran in the region. Little is said today about any Arab NATO, but ties between Netanyahu’s Israel and key Sunni Muslim Arab countries remain strong.

One regional player definitely not happy about the proposed Israeli East Med pipeline is Erdogan’s Turkey. When Israel first proposed East Med two years ago, Erdogan quickly turned to Russia to sign a deal to build the Gazprom’s Turk Stream to rival Israel. East Med would tie into gas fields in the Greek EU part of Cyprus. In recent months Erdogan has moved Turkey closer to Iran and especially Qatar, home to key figures in the Muslim Brotherhood, as tensions with Saudi Arabia and Israel increase. The Sunni vs Shi’ite conflict seems to take a back seat to geopolitical power and control of pipelines.

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Report: 90% Of Pipeline Blasts Draw No Financial Penalties

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27-11-18 07:42:00,

By Lorraine Chow,

Ecowatch.com

November 27, 2018

Report: 90% Of Pipeline Blasts Draw No Financial Penalties2018-11-272018-11-26https://popularresistance-uploads.s3.amazonaws.com/uploads/2017/12/popres-shorter.pngPopularResistance.Orghttps://popularresistance-uploads.s3.amazonaws.com/uploads/2018/11/screenshot-2018-11-26-at-11.20.46-pm.png200px200px

Above Photo: PG&E received a maximum sentence for the 2010 San Bruno natural gas pipeline explosion. Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

A striking report has revealed that 90 percent of the 137 interstate pipeline fires or explosions since 2010 have drawn no financial penalties for the companies responsible.

The article from E&E News reporter Mike Soraghan underscores the federal Pipelines and Hazardous Materials Safety Administration’s (PHMSA) weak authority over the fossil fuel industry for these disasters.

The government levied a mere $5.4 million in fines for the 13 pipeline explosion and fire cases in the last eight years, the analysis found.

“That’s less than one day of profits for one major pipeline company, TransCanada. It’s $2 million less than what [TransCanada CEO Russ Girling] made last year,” Soraghan explained in a tweet.

137 fires and explosions on interstate pipelines since start of 2010. $5.4 million in fines levied by feds at @PHMSA_DOT. That’s less than one day of profits for one major pipeline company, TransCanada. It’s $2M less than what co CEO made last year https://t.co/rBR8HzMRdh

— Mike Soraghan (@MikeSoraghan) November 16, 2018

One of the country’s largest natural gas pipeline accidents—the 2010 San Bruno, California pipeline explosion that resulted in eight deaths—fell under state jurisdiction rather than PHMSA. California authorities imposed a record $1.6 billion fine against Pacific Gas and Electric (PG&E).

Although serious pipeline incidents are relatively rare—at least when you consider how much natural gas is transported every day by the country’s 3 million miles of mainline and other pipelines—it’s little solace to the people who have suffered from pipeline accidents.

Citing PHMSA data, the Washington Post reported that more than 300 people have died and 1,200 have been injured due to natural gas pipeline incidents in the last 20 years—and the nation’s aging gas distribution network further increases these risks.

7 Hospitalized After #Pipeline Explosions in #Texas https://t.co/5sq000oE4N @PipelineandGas @keystonexI @PriceofOil

— EcoWatch (@EcoWatch) August 2,

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Pipeline unter Feuer

Pipeline unter Feuer

15-06-18 10:23:00,

Die Nord-Stream-2-Pipeline ist heiß umstritten und hat zahlreiche Gegner, die ihren Bau verhindern wollen. Zwischen 1999 und 2007 hatte ich mich eingehend, vor allem im Rahmen des Kasseler Friedensratschlages, mit fossilen Energieressourcen und Pipelinepolitik im kaspischem Raum und der Ostsee befasst. Aufgrund aktueller Entwicklungen wird nun eine erneute Beurteilung und Bewertung notwendig. Aus meiner Sicht stellen sich sowohl die Nord Stream 1 als auch die geplante Nord-Stream-2-Pipeline im Wesentlichen als Ergebnis einer – politisch weithin nicht mehr gewollten – gesamteuropäischen Friedens- und Sicherheitsordnung dar, die unter Einbeziehung Russlands nach dem Ende der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer Pakts geplant war.

War die Nord-Stream-1-Pipeline durch die Ostsee anfangs noch in den Planungen der EU als wichtiges Vorhaben geführt, so geriet sie zunehmend unter politisches Dauerfeuer durch die baltischen Staaten und Polen sowie durch die Ukraine und Schweden. Sukzessive ruderte die EU-Kommission zurück und stellte sich letztlich gegen das Pipeline-Projekt. Es war dann der damalige SPD-Bundeskanzler Schröder, der das Projekt in einer seiner letzten Amtshandlungen im Interesse und mit Hilfe deutscher Energiekonzerne gegen erbitterten Widerstand auf den Weg brachte.

Inzwischen hat das politische, wirtschaftliche und militärische Vormachtstreben des Westens (EU, USA) in Osteuropa zu immer härteren Auseinandersetzungen mit Russland um Macht und Einfluss in dieser Region geführt. Unter diesen Vorzeichen ist nun ein erbitterter Streit um die Nord-Stream-2-Pipeline entbrannt. Eine Verlegung dieser Leitung über ukrainisches und polnisches Staatsgebiet beziehungsweise ein entsprechender Ausbau dort bereits verlegter Pipelines würde zum heutigen Zeitpunkt – bei den inzwischen wechselseitig zerrütteten Verhältnissen zu Russland – nicht zu einer störungsfreien und sicheren Gasversorgung führen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die USA bereits seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfolgreich daran gearbeitet haben, in Ostmitteleuropa einen „Sperrriegel“ gegen Russland aufzubauen, der bei Bedarf auch gleichzeitig zur Spaltung der EU genutzt werden kann.

Dazu wurden enge Kooperationen mit Staaten zwischen Ostsee und Schwarzem Meer geschlossen, von den baltischen Staaten über Polen bis Rumänien. Inzwischen ist die Ukraine als Speerspitze dieses Sperrriegels hinzugekommen. Willy Wimmer (CDU) machte bereits im Frühjahr 2000 – seinerzeit Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE – den damaligen SPD-Bundeskanzler Schröder auf diese Planungen aufmerksam. Kurzum, eine auf friedliches Miteinander ausgerichtete Politik ist leider seit langem Vergangenheit und, wie es aussieht, auch künftig für lange Zeit nicht in Sicht.

Vor diesem Hintergrund war bereits der Bau der Nord-Stream-1-Pipeline aus energie- und friedenspolitischen Gründen sinnvoll.

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