Der autoritäre Planet

30-05-20 11:51:00,

Flo Osrainik: Herr Mausfeld, wir leben nicht nur in irren und wirren, sondern auch in brisanten und gefährlichen Zeiten. Da wird ein Kampf gegen die Überbringer der Wahrheit geführt — am Journalisten Julian Assange soll ein Exempel statuiert werden. Man verfolgt und bestraft also Menschen, die Verbrechen aufdecken und lässt die Verbrecher laufen. Bürger werden massenhaft überwacht, eine Handvoll Männer besitzt mehr als die halbe Weltbevölkerung, Zivilisten werden außergerichtlich von Drohnen ermordet, das Völkerrecht interessiert ohnehin längst keinen mehr, Armeen werden wieder aufgerüstet, Feindbilder willkürlich aufgebaut, die Messer lautstark gewetzt, der Planet systematisch zugemüllt und die Masse bleibt scheinbar fern(seh)gesteuert bei Fußball, Seifenopern und Dschungelcamp zu Chips und Bier vor der Glotze hängen. Man kann die Menschen offensichtlich mit Lügen in Kriege verwickeln, deren Folgen weitere Kriege, Tod und Elend sind, und alle bleiben so lange ruhig, bis die Opfer anklopfen. Dann taucht eine jugendliche Klimaaktivistin, noch ein Kind, in den Medien auf und weist auf ein bekanntes Problem hin, das alle betrifft. In kürzester Zeit gab es eine weltweite Bewegung der Empörung plus Gegenbewegung. Ähnlich verhält es sich nun in der Corona-Krise, die all das auch noch schnell vergessen macht. Grundsätzlich gefragt: Was läuft auf diesem Planeten schief?

Rainer Mausfeld: Wenn Sie in Dimensionen unseres Planeten denken, wird die Antwort natürlich anders ausfallen, als wenn Sie in Dimensionen unserer Epoche, also der vergangenen Jahrzehnte denken. Auf beiden Ebenen lässt sich die Frage, was schief läuft, zumindest auf sehr abstrakter Ebene klar beantworten.

Beginnen wir mit der Vogelperspektive auf uns selbst, also auf unsere evolutionsbiologische Beschaffenheit als Gattung „Mensch“. Der Mensch weist gegenüber allen anderen Lebewesen eine evolutionäre Besonderheit auf, die für seine Zivilisationsentwicklung gewaltige Konsequenzen hat. Einige unserer höheren kognitiven Befähigungen konnten sich nämlich in der Evolutionsgeschichte nur dadurch entwickeln, dass sie von einer rigiden Instinktbindung befreit wurden. Das bedeutet, dass die damit verbundenen psychischen Funktionskreisläufe nicht mehr gleichsam mechanisch und starr ablaufen, sondern viele Freiheitsgrade haben, aus denen sich im Gefüge der vielen psychischen Komponenten unseres Geistes fast beliebig viele Kombinationsmöglichkeiten ergeben.

Diese besondere Art von mentaler Architektur, die Noam Chomsky in das Zentrum seiner Arbeiten zur Sprache gestellt hat, ist die Basis menschlicher Kreativität in Sprache, Musik, Kunst, Spiel und in vielen anderen Bereichen. Die Kehrseite dieser evolutionären Errungenschaft einer Befreiung von rigider Instinktbindung ist jedoch, dass auch die destruktiven Kapazitäten des Menschen nicht mehr,

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Midnight on Planet Lockdown: Dylan strikes again

28-03-20 04:43:00,

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Midnight on Planet Lockdown: Dylan Strikes Again

Like a shot ricocheting at Heaven’s Door, Bob Dylan has released a masterpiece dissecting JFK’s assassination

Dallas. Texas. Location of the scene where John Kennedy was assassinated during an official journey.
1963
United States
National archives. Washington


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    What spectacular timing. Like a shot ricocheting at Heaven’s Door as a virus pandemic rages and Planet Lockdown is the new normal, Bob Dylan has produced a stunning 17-minute masterpiece dissecting the November 22, 1963, assassination of JFK – releasing it at midnight US Eastern Standard Time on Thursday.

    For baby boomers, not to mention obsessive Dylanologists, this is the ultimate sucker punch. Countless eyes will be plunged into swimming pools revisiting all the memories swirling around “the day they blew out the brains of the king / Thousands were watching, no one saw a thing.” But that’s not all: the Dylanmobile takes us on a magical mystery tour of the 60s and 70s, complete with the Beatles, the Age of Aquarius and the Who’s “Tommy.”

    If there’s any cultural artifact capable of sending a powerful jolt across a discombobulated America trying to come to grips with a dystopic Desolation Row, this is it, the work of America’s undisputed, true Exceptionalist. The times, they are-a-changin’. Oh, yes, they are.

    There are so many nuggets in Dylan’s lyrics they would be worthy of a treatise, tracking the vortex of music, literature, film references and interlocking Americana.

    This is essentially an incantatory mantra set to piano, sparse percussion and violin. We have two narrators: a dying Kennedy (“Ridin’ in the backseat next to my wife / Headin’ straight on in to the afterlife / I’m leanin’ to the left, got my head in her lap / Oh Lord, I’ve been led into some kind of a trap”) and Dylan himself.

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    Planet der Schlaffen

    02-02-19 01:32:00,

    Jede Zeit hat ihr progressives Aufgabenfeld. In den Sechzigern ging es um die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit. In den nächsten beiden Jahrzehnten kam es zur Anti-AKW-Bewegung oder man engagierte sich gegen das Waldsterben. Danach wurde es stiller, der Fortschritt schien vollbracht, das Ende der Geschichte verlesen. Es wirkte fast so, als sei da kein Auftrag mehr für einen progressiven Aufbruch auffindbar. Den Gewerkschaften brach in jener Zeit die Klientel weg, die Linken haben seither Schwierigkeiten damit, massenkompatibel anzusprechen: Ein Proletariat gibt es ja nicht mehr. Die Arbeiterklasse ist zerrissen. Zwischen Fach- und Leiharbeitern klafft eine Versorgungslücke, Arbeitnehmer von heute sind eben nicht mehr die klassische Arbeiterklasse von einst.

    Die chronische Müdigkeit, in der wir uns gesamtgesellschaftlich zu befinden scheinen, böte jedoch einen Auftrag für den progressiven Elan an. Obgleich sich so gut wie niemand mehr durch 60-Stunden-Wochen über Wasser halten muss, hat man den Eindruck, dass es zwei Ressourcen in rauen Mengen gibt: Die Müdigkeit und die Schlappheit. Sie sind zum Naturgesetz unseres modernen Gemeinwesens geworden.

    Stress, Hochfrequenzalltage, Multitasking und die strikte Taktung täglicher Verrichtungen ermüden. Eilmeldungen am laufenden Band, Breaking News, Sensationsmeldungen im Dauerticker stumpfen ab, machen uns mürbe. Die Schlappheit ist das Prinzip der Stunde, die Konstante, die jeden erfasst. Ob nun physisch als Pendler oder eher psychisch als Langzeitarbeitsloser: Gähnen ist die Präambel der Alternativlosigkeit, die man nun seit Jahren predigt. Wer einen Wechsel anstrebt, emanzipative und progressive Politik möchte, eine Abkehr vom TINA-Prinzip — „There is no alternative“ —, der muss als ersten Schritt den Kampf gegen die allseitige Müdigkeit aufnehmen.

    Es braucht einen wachen Geist, mentale Reserven, um gegen den alternativen Zeitgeist aufzustehen. Mit einem Modewort zeitgenössischer Soziologie gesagt: Resilienz, also die psychische Zähigkeit, auch noch die Kraft aufzubringen, um über die Alternativlosigkeit nachzudenken. Die Schaffung solcher Ressourcen ist die Grundvoraussetzung dafür, einen progressiven Kurs einzuleiten. Immense Zeitblöcke für Arbeit sowie An- und Abreise — nie zuvor pendelten Arbeitnehmer so viel wie heute — stehen kleinen Zeitpolstern für freizeitliche Gestaltungen gegenüber. Menschen, deren Work-Life-Balance darin besteht, diese Umstände in Einklang zu bringen, sind körperlich wie geistig keine „revolutionäre Masse“ in dem Sinne, den Status quo auch nur für einen Moment überdenken zu wollen.

    Sie stecken in der Tretmühle fest. Wenn sie gerade mal nicht treten müssen, wollen sie eher nicht mit komplizierten Themen belästigt werden.

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    Why Is Planet Earth On Fire? | Light On Conspiracies – Revealing the Agenda

    29-08-18 07:06:00,

    By

    Catherine J. Frompovich

    Fire season 2018 has taken an incredible toll on the planet, its people and wildlife, and the entire ecological infrastructure which has provided life-sustaining habitats for all forms of life.  That “balance of Nature” has been messed and mucked with by global controllers, military, science and technology creating a perfect Hegelian Dialectic – problem, reaction, solution – only their modus operandi has produced a trajectory toward the “Venus syndrome,” or possibly something worse.

    Their “problem” is creating weather, aka geoengineering or weather control mechanisms, which the average “Joe” and “Josephine” literally have no clue about other than what they hear from controlled-media news and sanitized weather ‘reports’.  There is a total government ban on discussing weather geoengineering by weather forecasters and the media.

    The “reaction” is 95% human apathy toward what we are misleadingly told about those ‘contrails’ rather than Solar Radiation Management (SRM) or weather geoengineering appearing in the skies as ‘trails’ containing chemicals and other toxins deliberately to effectuate global weather patterns.  There are hundreds of U.S. patents to that effect.  You can find them listed here.

    The controllers’ “solution” is daily manipulation of global weather patterns to the point where, in my opinion, they have lost control and, either accidentally or deliberately, ruined the hydrologic cycle [1] of Planet Earth.

    Recent 36 inches of rainfall from “Lane” on the Hawaiian Islands [2] ought to make people question what we are being told.  The township where I live in Southeast Pennsylvania in a very recent 30-day period officially registered 15.5 inches of rain, which was announced prior to a Board of Supervisors meeting.  People are starting to notice, but seemingly cannot connect the dots erringly visible above their heads on a daily basis!

    It’s insane how much controlled media misinformation and lack of factual information keep humans from knowing the “real deal,” how to take precautionary measures, but more so, to bring this insidious, deliberate, mad-man-made technological catastrophe upon Planet Earth and all her inhabitants.

    As an aside,

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