Die Planeten-Zerstörer | KenFM.de

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29-11-19 08:03:00,

Zur Verteidigung ihrer Pfründe und Privilegien ist den herrschenden Eliten jedes Mittel recht. So flossen allein in den letzten Jahren mindestens 500 Millionen US-Dollar in Propaganda-Kampagnen zur Leugnung der globalen Erwärmung und profitgetriebenen Umweltvernichtung. Wenn die Menschheit überleben und ihren Lebensraum erhalten will, muss sie nicht nur den globalen Kriegstreibern Paroli bieten, sondern auch diesen Machenschaften einen Riegel vorschieben, erklärt Kognitionsforscher Prof. Rainer Mausfeld anlässlich der heute stattfindenden weltweiten Klimaproteste.

Exklusivabdruck aus „Die Öko-Katastrophe: Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen“.

Die herrschenden Eliten haben es geschafft: Im ganzen Land wird nur noch über Kohlendioxid und Greta Thunberg diskutiert, die wesentlichen Tatsachen und Fragen werden unterdrückt, die Bevölkerung ist gespalten und in Ablenkungsdebatten verstrickt. Tatsache ist, dass die Menschheit den einzigen Planeten, den sie hat, durch ihre profitorientierte Produktionsweise zerstört und dieser in naher Zukunft unbewohnbar sein wird. Tatsache ist, dass unter den Machteliten, Geheimdiensten und Militärs weltweit keinerlei Zweifel hieran besteht und diese sich bereits darauf vorbereiten, ihr Überleben gegen das der 99 Prozent zu verteidigen. Tatsache ist, dass der Kampf um die wenigen Tickets auf der neuen Arche längst begonnen hat und daher gilt, was Pulitzer-Preis-Träger Chris Hedges auf den Punkt brachte, als er schrieb: „Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen.“ Da die anderen Medien bei der Analyse und Aufklärung zum Thema versagen, leistet der Rubikon sie. Sein Herausgeber Jens Wernicke sprach mit dem Kognitionsforscher und Elitenkritiker Rainer Mausfeld zur Lage und zum Klima im Land.

Jens Wernicke: Herr Mausfeld, keine soziale Bewegung der vergangenen Jahre hat so viel öffentliche Aufmerksamkeit erhalten und eine solche Breitenwirkung entfaltet wie die Fridays for Future-Bewegung. Sehen Sie darin etwas, das uns Hoffnung auf wirkliche Veränderungen geben kann?

Rainer Mausfeld: Die Fridays for Future-Bewegung und andere Klimabewegungen sind notwendig, erfreulich und begrüßenswert! Es erscheint mir wichtig, das zunächst festzuhalten, weil sich das, was sich im Moment in einigen sozialen Medien gegen diese Bewegung entlädt, nur als Diskursverrohung bezeichnen lässt.

In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation, die durch eine große ideologische Homogenisierung, eine Entleerung des politischen Raumes und einen massiven Abbau mühsam errungener demokratischer Substanz gekennzeichnet ist, ist jede Form außerparlamentarischer emanzipatorischer Bewegungen zu begrüßen.

Bei dem lange verdrängten Thema einer drohenden Klimakatastrophe haben die Fridays for Future- und die Extinction Rebellion-Bewegung überhaupt erst wieder für die erforderliche mediale Aufmerksamkeit gesorgt.

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Die Planeten-Zerstörer

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08-10-19 01:36:00,

Liebe Leserinnen und Leser,

sind auch Sie inzwischen „ganz verunsichert“, was von den aktuellen Jugendbewegungen für mehr Umweltschutz zu halten ist? Ja, vielleicht sogar, ob es die globale Erwärmung überhaupt gibt?

Sollte dem so sein, habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die gute ist: Sie sind mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben alles andere als allein. Vielen geht es inzwischen so. Die schlechte Nachricht … lautet ebenso.

Denn mittels gezielter Propaganda wurde nicht nur die Tatsache der globalen Erwärmung inzwischen als „unsicher“ deklariert, sondern vor allem die dringend notwendige Debatte über die monströse Zerstörung des Lebensraumes aller „Bewohner“ dieses Planeten gezielt manipuliert. Den Propagandisten ist es gelungen, dass in den sozialen Medien statt über Umwelt vor allem darüber diskutiert wird, ob man Greta Thunberg nun lieben oder hassen soll.

Durch die gezielte Ansprache unserer Gefühle, allen voran unserer Angst, ist es den reaktionären Teilen der weltweiten Machteliten gelungen, viele Menschen in politische Paralyse zu versetzen oder sogar gegeneinander auszuspielen. Denn die Fragen, über die wir streiten, sind schlicht und ergreifend die falschen, weil irrelevant. Sie schützen die „großen Tiere“ und verschärfen das eigentliche Problem:

Unser Planet, die Erde, wird die Menschheit mit Sicherheit „überleben“ — nur wir, die Menschheit, ganz sicher nicht weitere Jahre und Jahrzehnte gravierender Umweltverschmutzung und -zerstörung.

Die emotionalen „Spins“, die uns entschluss- und handlungsunfähig machen sollen, sind eigentlich banal — in ihrer Wirkung jedoch besorgniserregend. Sie verwandeln sonst kluge, klare und aufgeklärte Menschen vielfach in verwirrte Seelen, die gar nicht mehr merken, dass ausgerechnet ihr gesunder Impuls, gegen Bevormundung und Unterdrückung aufzubegehren, sie längst zu willfährigen Werkzeugen der mörderischen Agenda der schlimmsten Bevormunder und Unterdrücker gemacht hat.

Alle reden über „die böse Greta“ oder „das Geld hinter ihr“, kaum jemand aber spricht von den viel mächtigeren Kräften, die alles tun, um weiter ungestört morden und brandschatzen, den Planeten in Schutt und Asche legen zu können, jedwede Umweltstandards zu verhindern und die Umweltbewegung zu vernichten. Um den eigenen Profit zu mehren, haben sie seit Jahrzehnten immense Gelder in Kampagnen zur Gehirnwäsche der Bevölkerung investiert, damit diese auf gar keinen Fall mitbekommt, wie bedroht ihr Leben und Überleben inzwischen de facto ist — und am Ende womöglich die richtigen Fragen zu stellen und Schuldigen zu entlarven beginnt.

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