Die private Altersvorsorge mit Aktien führt zu einer Blase an den Aktienmärkten

18-02-21 03:51:00,

Wieder einmal werden in der Politik Stimmen laut, eine „gesetzliche Aktienrente“ als weitere Säule der Altersvorsorge in Deutschland zu etablieren. Dass eine solche Teilprivatisierung der Altersvorsorge den Bürgern mehr Nach- als Vorteile bringt und im schlimmsten Fall zu herben Verlusten bei den Versorgungsansprüchen im Alter führen kann, haben die NachDenkSeiten seit ihrer Gründung mehrfach ausführlich dokumentiert. Die private Altersvorsorge über Aktien birgt jedoch auch systemimmanente Risiken, über die kaum gesprochen wird. Wenn jeden Monat Teile des Einkommens – und dies weltweit – in die Aktienmärkte fließen, führt dies zu einem langfristigen Nachfrageüberschuss an den Börsen. Folge: Die Aktienkurse gehen stetig nach oben und entfernen sich immer mehr von einer gesunden Bewertung. Man kann dies auch als gigantische Blase bezeichnen und Blasen neigen dazu, zu platzen. Irgendwann. Und dann stehen die Rentner mit leeren Händen da und die Volkswirtschaft stürzt in eine Krise. Von Jens Berger.

In der nackten Theorie klingt das System einer zusätzlichen Altersvorsorge über Aktien ja durchaus attraktiv. Ein Teil des Gehaltes fließt steuerfrei als Rentenbeitrag in einen staatlich zugelassenen Aktienfonds. Der gewinnt Jahr für Jahr an Wert und wenn der Versicherte das Rentenalter erreicht hat, verkauft der Fondsbetreiber Monat für Monat die Anteile dieses Aktienfonds und zahlt sie dem Versicherten als Altersrente aus. Solange die Kurse stetig steigen, scheint dies – oberflächlich betrachtet – ein gutes Geschäft zu sein. Für den Versicherten selbst stellt sich der Unterschied zum gesetzlichen Umlageverfahren folgendermaßen dar: Die Ansprüche aus der normalen gesetzlichen Rente steigen – wenn man einmal die komplizierten Rentenformeln vereinfacht – ungefähr in dem Maße, in dem die Einkommen der Beitragszahler steigen. Wenn die sozialversicherungspflichtigen Einkommen also über den gesamten Betrachtungshorizont um 2% pro Jahr steigen, würde die gesetzliche Rente die gleiche „Rendite“ abwerfen wie ein Fonds mit einer Rendite oder Verzinsung von 2%. Das ist natürlich grob vereinfacht, da der Finanzsektor selbstverständlich an diesen Modellen verdienen will und das auch nicht zu knapp tut. Wenn man also die jährlichen Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge, Vermittlungsgebühren etc. mit einkalkuliert, fließt bei den privaten Modellen je nach Anbieter und Produkt ein nennenswerter Teil der erzielten Rendite an den Finanzsektor ab. Über den Daumen gepeilt müsste also eine „gesetzliche Aktienrente“ daher rund 4% Bruttorendite erzielen, um am Ende die gleiche Nettorendite für den Versicherten zu erwirtschaften wie die gesetzliche Rente bei einer unterstellten Lohnsteigerung von 2% pro Jahr.

 » Lees verder

NO, They Are Not Private Companies – Activist Post

21-01-21 11:28:00,

By The Conscious Resistance

Derrick Broze breaks down the fallacies surrounding the argument that Big Tech is made up of private companies and thus their censorship is protected and not the same as government censorship.

Do you know the true origins of FB and Google? Find out in this report…

From TCR Live #123: The Divided States of Delusion – Is There Hope?

Become an Activist Post Patron for just $1 per month at Patreon.

Sources:

Also See: The Big Tech Exodus Has Begun — Join Us! (Updated)

Become a Patron!

Subscribe to Activist Post for truth, peace, and freedom news. Send resources to the front lines of peace and freedom HERE! Follow us on Telegram, SoMee, HIVE, Parler, Flote, Minds, MeWe, Twitter and Gab.

Provide, Protect and Profit from what’s coming! Get a free issue of Counter Markets today.

 » Lees verder

Die private Weltpass-Behörde

01-01-21 08:03:00,

Digitale Technologiekonzerne der USA auf dem Weg zur virtuellen Passbehörde; Foto: Pikrepo / Lizenz: CC0

Geschichte wird gemacht, es geht voran. Sehr schnell. Im April hatte ich geschrieben: „Wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dass die digitalen Technologiekonzerne der USA virtuelle Passbehörde der Welt werden, die bestimmt, wer sich in welchem Radius bewegen darf” [1]. Anlass war, dass im Zuge der Einführung von Covid-Kontaktverfolgungs-Apps Apple und Google ankündigten, dass künftig alle physischen Kontakte jedes Trägers eines Android oder Apple-Smartphones erfassbar und von den USA aus auswertbar werden sollten.

Die Rockefeller Foundation hat schon 2019 (offenbar allein) die Anschubfinanzierung von 300.000 Dollar für The Commons Project bereitgestellt [2], und zwar für „die Entwicklung und Strukturierung eines neuen Organisationsmodells zur Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung von digitalen öffentlichen Infrastrukturprojekten.” (Zitate durchgehend Übersetzungen des Autors.) Erstes Projekt, das noch unterhalb des Radars flog, war CommonHealth.

Vorbereitung 2019

In der Selbstbeschreibung von CommonHealth heißt es: „CommonHealth hilft den Menschen ihre persönlichen Gesundheitsdaten zu sammeln und zu verwalten und sie mit den Gesundheitsdiensten, -organisationen und -apps zu teilen, denen sie vertrauen. CommonHealth dehnt das Modell der Gesundheitsdaten-Portabilität und Interoperabilität, das von AppleHealth entwickelt wurde, auf die 55% der Amerikaner mit Android-Geräten aus (85% global). Damit ermöglicht es breitere und gleichberechtigtere Teilnahme an Forschung, innovativen Behandlungsmodellen und der nächsten Generation von Gesundheitsdiensten” [3].

CommonHealth werde vom Commons Project „in Zusammenarbeit mit einer breiten Koalition von öffentlichen und privaten Partnern aus dem Gesundheits-Ökosystem” entwickelt und ausgerollt.

Common Health wirkte im Hintergrund. Man bekam nicht viel davon mit. Man darf wohl davon ausgehen, dass intensiv mit Apple und Google gesprochen wurde um irgendwie dahin zu kommen, dass zwischen den beiden Betriebssystemen, iOS und Android, die gespeicherten Gesundheitsdaten problemlos übermittelt und ausgelesen werden können.

Erfolge der Initiative wurden nicht öffentlich berichtet. Aber man kann den Erfolg ahnen, wenn man bedenkt, dass im Frühjahr 2020 Apple und Google ziemlich schnell übereinkamen, binnen kurzer Frist die Bluetooth-Kontaktverfolgungsfunktion in gegenseitig kompatibler Weise in die beiden Betriebssysteme einzuprogrammieren.

In die Vollen ab 2020

Im Jahr 2020 bekam The Commons Project dann weitere 500.000 Dollar von der Rockefeller Stiftung „für die Entwicklung von Instrumenten um Gesundheitsdaten und andere persönliche Daten zu verwalten, mit einem gemeinnützigen, die-Menschen-zuerst-Modell” [4] (Man beachte den Zusatz „und andere persönliche Daten”).

 » Lees verder

Private Equity Firms Use Junk Loans To Fund Dividend Payments

10-09-20 06:59:00,

Back in March, in the aftermath of the Fed’s announcement it would start buying corporate investment grade and some high-rated junk bonds, we pointed out that the bond market had torn in two, with the part of it that was explicitly backstopped by the Fed trading at (or above) par regardless of fundamentals, while “deep junk” issues tumbled as investors shied away from any fixed income issue that did not have a friendly Fed backstop. Since then this decoupling has persisted, especially for issues in the hard hit energy and retail sectors, making capital raising next to impossible for the issuer companies many of which were private equity portfolio companies. Needless to say, this made debt-funded shareholder friendly actions next to impossible.

Yet half a year later, private equity firms have found a loophole: instead of selling junk bonds for which there is still little demand, they are instructing portfolio companies to sell secured loans and use the proceeds to fund sponsor dividends in what Bloomberg called a new round of “aggressive deals.”

Taking advantage of thin supply in the deep junk space, five deals are currently being marketed fund shareholder dividends, accounting for half of this week’s volume, and the most in a week since 2017, according to Bloomberg data. Sponsors are taking advantage of rising loan prices in the secondary market despite continued weeks of outflows.

Of course, with corporate leverage already at record highs, private equity firms are merely piling on even more debt onto their portfolio companies as yield-starved creditors look for sound investments.

Some examples:

  • Snack maker Shearer’s Foods debt to EBITDA will rise above 7x after a $985 million first-lien loan rated B- is used by the company’s PE investor, Ontario Teachers’ Pension Plan, to recoup most of its initial investment in the business.

  • TPG-owned cable provider RCN Grande Wave will see its leverage rise to a similar level, S&P said, after borrowing $1.19 billion in term loans and $2.25 billion in bonds. Some of those are rated CCC+.

For those wondering if the new loans continue the tradition of issuing covenant-lite debt, Bloomberg has the answer: “in some cases, sponsors are also asking investors to loosen a key protection that allows the debt to stay in place even if the company is sold to another firm.

 » Lees verder

Indien will private Investitionen in alle Wirtschaftssektoren erlauben

17-05-20 09:14:00,

Wirtschaft

14:52 17.05.2020(aktualisiert 14:53 17.05.2020)

Zum Kurzlink

Die indische Regierung wird laut der Finanzministerin des Landes, Nirmala Sitaraman, Privatunternehmen erlauben, in alle Wirtschaftssektoren zu investieren –  darunter auch in diejenigen, die vorher nur staatlichen Unternehmen vorbehalten waren.

„Das neue Programm ‚Selbständiges Indien’ wird sich auf die neue Politik der Unternehmen des staatlichen Sektors stützen. In strategischen Sektoren wird mindestens ein Unternehmen unter staatlicher Kontrolle bleiben, der private Sektor wird aber auch zugelassen“, sagte die Finanzministerin am Sonntag.

Nach Informationen des Pressedienstes der indischen Regierung werden alle Unternehmen des öffentlichen Sektors in den anderen (nicht strategischen) Sektoren privatisiert.

Der indische Premierminister Narendra Modi hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die Behörden des Landes 20 Billionen Rupien (ca. 265 Milliarden US-Dollar) zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise bereitstellen würden.

Zuvor hatte Sitamaran von Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, Nichtbanken- und Mikrofinanzorganisationen sowie der Arbeitnehmer, Armen, Immobilien und Landwirtschaft gesprochen.

Treibt Corona-Krise den Aufstieg Indiens voran?

Manche glauben, dass Indien nach der Corona-Pandemie zum neuen „Glückspilz“ aufsteigen könne. Dieser Auffassung ist beispielsweise der Leiter des inzwischen einflussreichen Nationalen Instituts für die Transformation Indiens, Rajiv Kumar. Dabei scheinen seine Überlegungen durchaus logisch zu sein.

Erstens kämpft  Indien Kumar zufolge sehr effizient gegen die Covid-19-Pandemie, wobei es die Aktivitäten von 18 Prozent der Bevölkerung auf Eis gelegt – dafür aber die höchste Einschätzung von internationalen Experten in Oxford bekommen hat.

Zweitens habe sich China gerade nach 2009 als größte „Produktionsstätte“ der Welt etabliert, indem es globale Liefernetze eingerichtet habe, und Indien könnte ähnlich zum globalen Spitzenreiter im Dienstleistungsbereich aufsteigen, so Kumar weiter.

Drittens verfügen die Inder über eine einmalige Ressource: Sie sprechen Englisch und sind verhältnismäßig jung (die Zahl der jungen Menschen wird auf 700 Millionen geschätzt). Weitere Dutzende Millionen Inder (jung, englischsprachig, ausgebildet) leben in anderen Ländern.
sm/gs

 » Lees verder