Propaganda: Ausschreibung der NATO

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22-10-20 07:50:00,

Die Organisation des Nordatlantikvertrags veröffentlicht eine Ausschreibung an alle NGO‘s, Universitäten, öffentlichen oder privaten Think-Tanks in ihren Mitgliedstaaten.

Es geht offiziell darum, Werkzeuge zu schaffen, die die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber “feindlicher” Desinformation (“russischer” verstehe man) erhöhen. Das Problem ist jedoch, dass man, um die Propaganda zu bekämpfen, alle Propaganda bekämpfen muss, einschließlich der Propaganda der NATO.

In der Praxis wird es also nur darum gehen, Werkzeuge zu schaffen, um die Reaktionen auf die Propaganda der NATO zu diskreditieren: zum Beispiel in Bezug auf den Flug MH17, die Vergiftung von Sergei Skripal oder die von Alexei Nawalny.

Seit der Antike ist bekannt, dass Propaganda umso überzeugender ist, als sie nicht auf gegensätzliche Argumente stößt. Seit einem Jahrhundert haben sich die Fachleute gefragt, wie man eine Situation schaffen könnte, in der es nur noch einen einzigen Informationskanal gibt. Manche haben gesagt, dass man die Botschaft, die man verbreiten wollte, bis zur Erstickung des Widerspruchs wiederholen müsse; andere, dass man die Teilnehmer an der Debatte auswählen sollte. Die NATO versucht in der Zeit der sozialen Netzwerke einen dritten Weg: einen Konsens zu schaffen, der die Botschaft vermittelt und die intellektuellen Fähigkeiten jener, die dagegen sind, zu diskreditieren.

Übersetzung
Horst Frohlich
beigefügte Dokumente
Call for proposals

Nato, October 15, 2020

(PDF – 470.5 kB)
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Propaganda: NATO calls for bids

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22-10-20 07:48:00,

The North Atlantic Treaty Organization is soliciting bids from NGOs, universities, public and private think-tanks in all its member states.

The official purpose is to develop tools that increase the resilience of populations to “enemy” (read “Russian”) disinformation. But the problem is that in order to fight against propaganda, it is necessary to target all propaganda, including NATO’s.

In practice, therefore, the tools will only serve to discredit reactions to NATO propaganda: for example in the context of flight MH17, the poisoning of Sergei Skripal or that of Alexey Navalny.

It is known since ancient times that propaganda is all the more convincing when it does not run up against contrary arguments. For a century, scholars have wondered how to bring about a situation where only one channel of information would be available. Some postulated that the message to be conveyed should be relentlessly repeated until all dissent is stifled; others argued in favour of selecting those who take part in the debates. In this age of social networks NATO is adopting a third approach: to build a consensus that relays the message and belittle the intellectual capacities of those who challange it.

Attached documents
Call for Proposals

NATO, October 15, 2020

(PDF – 470.5 kb)
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Meinungsfreiheit vs. Propaganda – Beispielhafter Vergleich zwischen Russland und Deutschland | Anti-Spiegel

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09-09-20 08:15:00,

Wir lernen in deutschen Medien jeden Tag, dass in Russland strenge Zensur, Propaganda und Unterdrückung von Meinungsfreiheit herrscht. Aber wie ist das tatsächlich, wo kommen Kritiker zu Wort? Wo werden ihre Aussagen verfälscht oder unterdrückt?

Wir können diese Frage derzeit sehr anschaulich an aktuellen Entwicklungen vergleichen. In Weißrussland sehen wir massive Proteste gegen die Regierung und in Deutschland auch. In Berlin zum Beispiel waren mehr Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf den Straßen, als in Minsk gegen Lukaschenko protestieren. Sicher, die Zahlen kann man diskutieren und offiziell waren es am 29. August in Berlin nur 38.000, während nach westlichen Angaben bis zu 100.000 in Minsk demonstriert haben. Aber Luftbilder sagen mehr als Worte, umso interessanter ist es, dass sie leider nicht in den Medien gezeigt werden. Hier habe ich ein Bild, dass die Demo vom 29. August in Berlin zeigt (und übrigens sehr anschaulich zeigt, worauf die deutschen Medien ihren Fokus gehalten haben, aber das ist ein anderes Thema).

Zu Minsk habe ich keine solchen Bilder gefunden, sollte jemand ein derartiges Bild haben, werde ich es als Vergleich hier gerne veröffentlichen.

Aber egal, wo es mehr Demonstranten gab, Fakt ist, dass es sowohl in Berlin, als auch in Minsk derzeit massive Anti-Regierungsproteste gibt. Da lohnt sich doch mal ein Vergleich, wie die Medien damit umgehen. Man muss sich dazu fragen, kommen in den betroffenen Ländern die Regierungskritiker zu Wort? Und vor allem: Wird ihre Kritik auch tatsächlich ungekürzt gezeigt?

In Deutschland ist die Antwort jedem bekannt: In Deutschland wird über die Regierungskritiker berichtet. Die Medien belegen sie mit bösen Worten („Verschwörungsideologen“, „Rechtsextreme“, ganz aktuell sogar „Antisemiten“ und noch vieles mehr). Aber im deutschen Fernsehen oder auch in anderen Mainstream-Medien werden sie nie komplett zitiert. Ihre Aussagen – mögen sie sinnvoll sein oder nicht – werden nicht im Original gezeigt. Wenn etwas gezeigt wird, dann sind es aus dem Zusammenhang gerissene Äußerung von Demonstranten, aber nie kommen die Veranstalter der Proteste zu Wort und schon gar nicht in voller Länge.

Aber wie steht es damit in Weißrussland oder Russland? Dazu gibt es ein aktuelles Beispiel, denn es gibt ja die angebliche Siegerin bei den Präsentschaftswahlen in Weißrussland, Swetlana Tichanowskaja. Die wendet sich derzeit ständig mit Videoansprachen an die Öffentlichkeit, so wie es auch die Corona-Kritiker in Deutschland tun.

Im Unterschied zu Deutschland werden in Russland und Weißrussland aber solche Ansprachen in allen Medien (auch den staatlichen) komplett veröffentlicht.

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Twitter und Propaganda im Fall Navalny | Anti-Spiegel

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06-09-20 06:42:00,

Ich habe eine kuriose Entdeckung gemacht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Es ist eine sehr kurze, aber in meinen Augen interessante und erhellende Entdeckung.

Dass die Internetkonzerne Propagandisten sind, ist nicht neu und ich habe oft darüber berichtet. Aber nun fand ich auf Twitter etwas, das zeigt, wie weit das inzwischen geht. Ich habe gestern auf Twitter meinen Artikel „Fall Navalny: Bundesregierung bestätigt (ungewollt) die russischen Erklärungen“ veröffentlicht. Darauf gab es zwei Kommentare, die von Twitter so gezeigt werden.

Wie man sieht, warnt Twitter davor, den Anhang anzuschauen, den der zweite Kommentator gepostet hat. Da fragt man sich doch, vor welcher Gefahr die Twitter-User geschützt werden sollen. Wenn man es anklickt, erscheint folgendes.

Schon ein Interview in der „Welt“, in dem Gregor Gysi die Vergiftung von Navalny nicht Putin, sondern den Nord-Stream-2-Gegnern anlastet, ist für Twitter etwas, was die User besser nicht erfahren sollen.

Das lässt tief blicken…

Wenn Sie sich für mehr Beispiele von Propaganda im Westen interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen Buches lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2019 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Mein neues Buch kommt – Wer möchte ein von mir handsigniertes Exemplar haben?
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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Zeige alle Beiträge von Anti-Spiegel

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Western War Propaganda Still Aims at Syria | New Eastern Outlook

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26-08-20 03:04:00,

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While US regime change in Syria appears to be a terminal failure, various propaganda ploys used to sell the war continue in the hopes that – at the very least – such ploys can be polished and improved upon when and where the US turns its attention next.

One of these ploys includes an ongoing “trial” in Germany against Syrians accused of war crimes.

Al Jazeera in an article titled, “World’s first Syria torture trial opens in Germany,” would claim:

The world’s first trial of a senior member of the Syrian military for war crimes got under way in Germany on Thursday, despite ongoing restrictions due to the COVID-19 pandemic.  

The accused – Anwar Raslan, a former colonel in the Syrian military, and co-defendant Eyad al-Gharib, who allegedly worked under Raslan, had been living in Germany as refugees and were arrested in February last year.

Al Jazeera would add:

“The trial will provide an overall picture of the crimes committed by the Syrian government,” Wolfgang Kaleck, a lawyer whose Berlin-based organisation, the European Center for Constitutional and Human Rights, will represent 16 witnesses – Syrian survivors of torture and former detainees – said in a statement before the trial.

The article also notes that:

Germany is using a legal principle called universal jurisdiction to trial Raslan and al-Gharib.

This allows German prosecutors to work on war crimes cases, whether they have a close connection to Germany or not.

Universal jurisdiction could result in an alternative means for the international community to bring war criminals to account.

Abusing universal jurisdiction for war propaganda would be a valuable tool in the hands of the United States and its Western allies who find themselves increasingly unable to find approval and support for various wars of aggression, interventions, and regime change campaigns within the halls of international organizations like the United Nations.

It should be noted that Al Jazeera is owned and operated by the Qatari government – one of several governments directly involved in the aiding and arming of US-backed militants attempting to overthrow the Syrian government.

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