Die mediale „Propagandamaschine“ der US-Regierung

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12-02-20 08:51:00,

„Wir haben es mit Medien zu tun, die nicht reformierbar
sind. Sie sind ins gegebene Macht- und Herrschaftssystem
integriert.
Sie sind nicht das, was sie zu sein vorgeben. …
Nein, sie schaffen
keine umfassende Informationsgrundlage,
die uns eine
unabhängige Urteilsbildung ermöglichen würde.“
(Prof. Dr. Ulrich Teusch)

Macht und Medien sind heute weitestgehend miteinander verflochten. Die Propaganda der Herrschenden fließt ungefiltert durch die Kanäle der meisten Zeitungen, der Rundfunk- und Fernsehanstalten und prägt das Bewusstsein der Beherrschten so, wie es zur Hervorhebung bestimmter Erfolge und zur Verschleierung bestimmter Absichten und Ziele erwünscht ist.

Dabei haben die Herrschenden nicht nur die Journalisten der meisten Nachrichtenagenturen und Leitmedien in ihrem direkten oder indirekten Dienst, sondern sie beliefern auch die Medien mit vorgefertigten Informationen oder lassen mitunter eigene Agenten als Journalisten auftreten, um besonders wesentliche Leitlinien vorzugeben.

Prof. Dr. Ulrich Teusch, einer der wenigen Politikwissenschaftler, die das herrschende politische und mediale System der westlichen Welt nicht preisend stabilisieren (vgl. Von der Politik-Wissenschaft …), sondern kritisch analysieren, weist in seinem neuen Buch „Der Krieg vor dem Krieg“ auf entsprechende Propaganda-Methoden der US-Regierung hin, die auch auf das transatlantisch ausgerichtete Deutschland ihre Auswirkungen haben.

Fiktive Journalisten

Guy Sims Fitch war in den 1950er und 1960er Jahren ein angesehener und produktiver Journalist in Amerika.  „Er schrieb zahlreiche sachkundige Artikel zu ökonomischen Fragen, die in sechs verschiedene Sprachen und somit fast auf der ganzen Welt verbreitet wurden, auch in deutschen Zeitungen. Fitch war tief überzeugt von der segensreichen Wirkung privater amerikanischer Investitionen allüberall, warb für freie Märkte und den ungehinderten Zugang zu ihnen als probates Mittel zur Gestaltung der internationalen Beziehungen. – Fitch, ein liberaler Geist im Kalten Krieg. Doch Guy Sims Fitch hatte ein Problem. Er existierte gar nicht. Er war eine Erfindung der (damaligen) Uniteted States Information Agancy (USJA), also des Propagandaarms der US-Regierung.“ (Teusch S. 116 f.)
1953 gegründet, wurde sie 1999 offiziell aufgelöst, ihre Aufgaben wurden allerdings von anderen Stellen der Verwaltung übernommen.

Wie viele und welche Autoren unter dem Decknamen Guy Sims Fitch Propaganda-Artikel im Interesse der USA verfassten, so Ulrich Teusch, sei nicht bekannt, auch nicht, ob noch weitere fiktive Journalisten existierten.

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