Fernsehansprache von Putin zum Coronavirus: Welche Maßnahmen die russische Regierung ergreift | Anti-Spiegel

fernsehansprache-von-putin-zum-coronavirus:-welche-masnahmen-die-russische-regierung-ergreift-|-anti-spiegel

25-03-20 07:48:00,

Präsident Putin hat sich in einer Fernsehansprache an das russische Volk gewandt und die Maßnahmen erläutert, die Russland nun treffen wird, um die Corona-Epidemie zu verlangsamen.

Das russische Fernsehen berichtet ausführlich über die Lage in Europa. Viele Länder, wie zum Beispiel Italien, Frankreich und Spanien haben strenge Ausgangssperren verhängt. Andere haben – wie Deutschland – zumindest starke Einschränkungen beschlossen. Die meisten Grenzen in Europa sind geschlossen. Die Bilder aus Krankenhäusern in Norditalien und Madrid sind schockierend, in Madrid wurde gerade ein Eishockeystadion zur Leichenhalle umfunktioniert. Indien hat das ganze Land mit über einer Milliarde Menschen unter eine dreiwöchige Quarantäne gestellt und eine strenge Ausgangssperre verhängt. In Indien gibt es offiziell zwar nur etwa 600 Corona-Fälle, aber die Dunkelziffer ist sehr hoch, weil es in Indien kaum Tests gibt. In der Tschechei hat der stellvertretende Gesundheitsminister in einem Interview gesagt, dass das Land seine Grenzen noch bis zu zwei Jahre für Ausländer geschlossen halten könnte, um eine „zweite und dritte Welle“ der Coronainfektionen zu verhindern.

Aus russischer Sicht sind all diese Meldungen surreal. In Russland geht das Leben noch immer weitgehend seinen gewohnten Gang. Zwar sind Theater geschlossen, Konzerte und Sportveranstaltungen abgesagt und Versammlungen von mehr als 50 Menschen verboten, aber ansonsten merkt man in Russland im Alltag kaum etwas von dem Virus. Russland hat bei weit fast 200.000 durchgeführten Tests nur knapp 650 Infektionen. Das liegt in erster Linie daran, dass Russland sehr schnell reagiert und unter anderem seine Grenzen geschlossen hat. Aus dem Ausland heimkehrende Russen (Russland hat in den letzten zehn Tagen mit Sonderflügen über 40.000 Russen aus dem Ausland nach Hause geholt) müssen zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Aber nun steigt die Zahl der Infizierten auch in Russland immer schneller. Waren es gestern noch unter 500, sind es heute schon über 650. Zur Erinnerung: Als Deutschland Anfang März diese Zahl an Infizierten hatte, gab es noch praktisch keine Maßnahmen der deutschen Regierung. Übrigens hat Russland heute auch die ersten zwei Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet, was vor allem Frau Bota von der „Zeit“ ärgern dürfte, die behauptet hat, Russland vertusche Todesfälle durch das Virus. Wieder eine Lüge weniger, die sie über Russland erzählen kann.

Heute hat Präsident Putin sich in einer Fernsehansprache an die Russen gewandt und die Maßnahmen verkündet,

 » Lees verder

Putin im O-Ton über die russische Opposition | Anti-Spiegel

putin-im-o-ton-uber-die-russische-opposition-|-anti-spiegel

23-03-20 11:41:00,

In dem Interview, dass Putin der TASS zum 20 jährigen Jubiläum seiner ersten Amtszeit gegeben hat, hat der Journalist Putin sehr intensiv nach der russischen Opposition befragt.

Das Interview war leider sehr schwierig zu übersetzen, weil der Interviewer Putin ständig ins Wort gefallen ist. Wenn man es sich anschaut, ist es besser verständlich, als in schriftlicher Form, schriftlich ist es etwas mühsam zu lesen. Ich habe schon einige Teile des mehrere Stunden langen Interviews übersetzt. Putins Aussagen zu den Wirtschaftssanktionen finden Sie hier, seine Aussagen über Chodorkowski und Oligarchen generell finden Sie hier, seine Einschätzung des Verhältnisses zur Ukraine finden Sie hier, seine Aussagen über Staatskapitalismus finden Sie hier und Putins Antworten auf die Frage, ob er nach 2024 weiterhin Präsident bleiben will, finden Sie hier.

In diesem letzten Teil des Interviews, den ich übersetze, ging es um die russische Opposition. Es gibt in Russland die sogenannte „systemische“ Opposition, die in der Duma vertreten ist und der oft vorgeworfen wird, nur eine Scheinoppisition zu sein, und die nicht-systemische Opposition, wie zum Beispiel Navalny, der in der westlichen Presse so gefeiert wird.

Wie holperig das Interview zu lesen ist, wird bei diesem Teil besonders deutlich. Der Interviewer der TASS ist Putin immer wieder ins Wort gefallen und Putin hatte Schwierigkeiten, einen Gedanken zu Ende zu bringen. Nach einigem Überlegen habe ich mich trotzdem entschieden, auch diesen Teil zu veröffentlichen, weil ich Putins Aussagen, die er am Ende auch mal zu Ende ausführen konnte, in meinen Augen sehr interessant sind. Um nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu werden, ich hätte etwas weggelassen, habe ich auch die umständlich zu lesenden Teile übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Sie haben der Opposition das Kompliment gemacht, dass sie gebraucht wird, auch die nicht-systemische…

Wladimir Putin: Das ist kein Kompliment, es ist meine Überzeugung. Das meine ich ganz ehrlich.

Vandenko: Unsere Opposition ist, objektiv gesehen, nun ja, was wir Opposition nennen, die sind handzahm, fressen Ihnen aus der Hand.

Wladimir Putin: Nun, das stimmt nicht. Wenn…

Vandenko: Die sogenannte systemische Opposition.

Wladimir Putin: Nun, wir haben vier Parteien im Parlament. Und die haben oft eine ganz andere Sicht der Dinge.

 » Lees verder

Putin im O-Ton zu der Frage, ob er nach 2024 weiterhin Präsident bleiben will | Anti-Spiegel

putin-im-o-ton-zu-der-frage,-ob-er-nach-2024-weiterhin-prasident-bleiben-will-|-anti-spiegel

21-03-20 09:09:00,

Will Putin ewig ab der Macht bleiben? Die Frage, die die Medien auf der ganzen Welt interessiert, wurde ihm auch bei dem großen TASS-Interview zum 20. Jahrestag seiner ersten Amtszeit gestellt.

Ich habe schon einige Teile des sehr langen Interviews übersetzt. Putins Aussagen zu den Wirtschaftssanktionen finden Sie hier, seine Aussagen über Chodorkowski und Oligarchen generell finden Sie hier, seine Einschätzung des Verhältnisses zur Ukraine finden Sie hier und seine Aussagen über Staatskapitalismus finden Sie hier.

Heute geht es nun um die Frage, ob Putin nach 2014 weiter Präsident bleiben will. Auch diesen Teil des Interviews habe ich übersetzt. Meine Einschätzung zu der Frage finden Sie hier und ich habe das Gefühl, dass meine dieses Interview meine Interpretation bestätigt: Putin will sich nicht in die Karten schauen lassen und er will vor allem vier Jahre andauernde Machtkämpfe um die Nachfolge unterbinden, die das Land lähmen würden.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Kommen wir dazu, was uns 2024 erwartet. Bleiben Sie uns für immer erhalten?

Wladimir Putin: Wenn Sie wollen. Wollen Sie das?

Vandenko: Ich persönlich?

Wladimir Putin: Die Frage ist, in welcher Eigenschaft?

Vandenko: Das meine ich. Und in welcher Eigenschaft sehen Sie sich selbst?

Wladimir Putin: Ich weiß es nicht, wir werden sehen.

Vandenko: Lassen Sie uns darüber nachdenken.

Wladimir Putin: Bis dahin ist noch viel Zeit.

Vandenko: Von hier aus ist es schlecht zu sehen. Von dort oben, wo Sie sind, ist es wahrscheinlich besser zu sehen. Was ist da oben? Welche Horizonte eröffnen sich dort?

Wladimir Putin: Nein, überhaupt nicht. Wissen Sie, von wo es zu sehen ist? Man sieht es an der Stimmung der Menschen, an ihren Wünschen.

Vandenko: Aber die, die man Eliten nennt, sind nervös, der Wechsel macht sie nervös. Die brauchen Planungssicherheit.

Wladimir Putin: Ich verstehe. Das verstehe ich. Die Eliten, ja, die können nervös sein.

Vandenko: Gefällt Ihnen das?

Wladimir Putin: Nein. Das ist schlecht. Das ist wirklich schlecht, es bedeutet Ungleichgewicht. Das ist mir bewusst. Ich bin mir dessen bewusst. Aber trotzdem geht die Macht immer noch vom Volk aus.

 » Lees verder

Putin im O-Ton über die Rolle der Oligarchen im heutigen Russland und über “Staatskapitalismus” | Anti-Spiegel

putin-im-o-ton-uber-die-rolle-der-oligarchen-im-heutigen-russland-und-uber-“staatskapitalismus”-|-anti-spiegel

17-03-20 09:39:00,

In dem Interview, das Putin der TASS zum 20 Jahrestag seiner ersten Präsidentschaft gegeben hat, ging es auch um die Rolle der Oligarchen im heutigen Russland und um die Frage, ob es in Russland zu viele staatliche Unternehmen gibt.

Vor allem die Frage der staatlichen Unternehmen fand ich interessant, denn Russland wird vom Westen immer wieder vorgeworfen, dass der russische Staat eine zu große Rolle in der Wirtschaft spielt. Im Westen gilt die Privatisierung von staatlichem Eigentum als das Rezept der Wahl, in Russland hingegen nicht. Die Antworten Putin auf die Fragen dazu fand ich interessant, daher habe ich sie übersetzt, so wie ich auch schon andere Teile des Interviews über Russlands Verhältnis zur Ukraine, über Chodorkowski und die Wirtschaftssanktionen übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Staatskapitalismus.

Wladimir Putin: Ja.

Vandenko: Warum sind die heutigen Wirtschaftskapitäne besser als die Oligarchen der 90er Jahre? Weil Sie sie kennen und ihnen vertrauen?

Wladimir Putin: Ich kannte jeden, und ich kenne sie. Der Unterschied ist…

Vandenko: …dass Sie damals nicht Präsident waren.

Wladimir Putin: Nun, ich war Regierungschef und wurde im Jahr 2000 Präsident.

Vandenko: Ja.

Wladimir Putin: Ich kannte sie alle.

Vandenko: Und…

Wladimir Putin: … Und ich habe mit allen zusammengearbeitet.

Vandenko: Und…

Wladimir Putin: Nein, es geht nicht darum, jemanden in die Ecke zu drängen, es gibt etwas…

Vandenko: Aber so war es…

Wladimir Putin: Das ist nicht der Punkt. Wissen Sie, worum es ging? Man darf ihnen nicht erlauben, das Land zu regieren oder politische Entscheidungen zu beeinflussen. Es ist klar, dass damals und heute alle nach Wegen suchen, Lobbyismus zu machen und für ihre Interessen zu werben. Der Unterschied zwischen den 2000er Jahren, nun ja, oder zwischen den 90er Jahren und jetzt, besteht darin, dass sie die Entscheidungen des Staates bei innenpolitischen, wirtschaftlichen und sogar außenpolitischen Angelegenheiten direkt beeinflusst haben. Und Sicherheitspolitik ist wichtig. Die Chefs der heutigen Unternehmen genießen ein solches Privileg nicht.

Vandenko: Versuchen sie es denn?

Wladimir Putin: Ja, eigentlich nicht mehr. Sie erkannten, dass es unmöglich ist und mischen sich nicht mehr ein.

Vandenko: Haben Sie es ihnen erklärt?

 » Lees verder

Putin im O-Ton über die Wirtschaftssanktionen und ihre Folgen | Anti-Spiegel

putin-im-o-ton-uber-die-wirtschaftssanktionen-und-ihre-folgen-|-anti-spiegel

17-03-20 11:34:00,

Anlässlich des 20. Jubiläums von Putins Amtsantritt hat der russische Präsident der TASS ein langes Interview gegeben, von dem ich Teile übersetze. Dieses Mal geht es um die Wirtschaftssanktionen.

Ich habe aus dem Interview schon Fragen zur Wirtschaft und zu Chodorkowski und auch über das russische Verhältnis zur Ukraine übersetzt. Heute übersetze ich einen dritten Teil des Interviews, in dem es um die Wirtschaftssanktionen und ihre Folgen geht.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Wir sind wegen der Ukraine sanktioniert worden.

Wladimir Putin: Drauf gespuckt auf diese Sanktionen. (Anm. d. Übers.: „Drauf gespuckt“ ist im Russischen ein umgangssprachlicher, aber nicht unanständiger Ausdruck, den man auf Deutsch mit „völlig egal“, oder auch mit „scheiß drauf“, oder noch anderen sinngemäßen Formulierungen übersetzen kann.) Nach verschiedenen Schätzungen haben wir etwa 50 Milliarden verloren, aber wir haben den gleichen Betrag auch an anderer Stelle verdient.

Vandenko: Das ist nicht wenig.

Wladimir Putin: Es ist eine Menge, aber die Sanktionen haben uns gezwungen, unsere Gehirne einzuschalten. Wir haben ziemlich viel Geld für die so genannte Importsubstitution ausgegeben und begonnen, solche Produkte und Technologien herzustellen, die wir vorher nicht hatten, oder die wir mal hatten, aber dann vergessen und verloren haben. Und das kommt uns zugute, es diversifiziert unsere Wirtschaft. Tatsächlich hat es uns geholfen, unser Schlüsselproblem zu lösen. (Anm. d. Übers.: Der Westen hat Russland immer vorgeworfen, dass seine Wirtschaft zu stark von Öl und Gas abhängig ist. Ironie des Schicksals ist es, dass ausgerechnet die westlichen Wirtschaftssanktionen der Impuls waren, den Russland brauchte, um diese Abhängigkeit abzubauen und andere Industrien zu entwickeln.)

Vandenko: Aber die Gegensanktionen wurden wahrgenommen, wissen Sie… wie eine Bombardierung von Woronesch (Anm. d. Übers.: Stadt in Russland, die Formulierung könnte also übersetzt werden mit „sich selbst ins Knie geschossen“)

Anm. d. Übers.: Die Gegensanktionen hat Russland 2014 als Reaktion auf die Sanktionen des Westens verhängt und zum Beispiel den Import von Lebensmitteln aus der EU verboten. Das war eine in Russland ausgesprochen unpopuläre Sache, denn die Russen haben zum Beispiel europäische Käse geliebt und ich erinnere mich an die Diskussionen im Freundeskreis 2014, als alle sich beschwert haben, dass es keinen Schimmel- oder Parmesankäse mehr zu kaufen gab.

 » Lees verder

Putin Unleashes Strategic Hell On The US

putin-unleashes-strategic-hell-on-the-us

16-03-20 12:00:00,

Authored by Tom Luongo via The Strategic Culture Foundation,

I am an avid board game player. I’m not much for the classics like chess or go, preferring the more modern ones. But, regardless, as a person who appreciates the delicate balance between strategy and tactics, I have to say I am impressed with Russian President Vladimir Putin’s sense of timing.

Because if there was ever a moment where Putin and Russia could inflict maximum pain on the United States via its Achilles’ heel, the financial markets and its unquenchable thirst for debt, it was this month just as the coronavirus was reaching its shores.

Like I said, I’m a huge game player and I especially love games where there is a delicate balance between player power that has to be maintained while it’s not one’s turn. Attacks have to be thwarted just enough to stop the person from advancing but not so much that they can’t help you defend on the next player’s turn.

All of that in the service of keeping the game alive until you find the perfect moment to punch through and achieve victory. Having watched Putin play this game for the past eight years, I firmly believe there is no one in a position of power today who has a firmer grasp of this than him.

And I do believe this move to break OPEC+ and then watch Mohammed bin Salman break OPEC was Putin’s big judo-style reversal move. And by doing so in less than a week he has completely shut down the U.S. financial system.

On Friday March 6th, Russia told OPEC no. By Wednesday the 11th The Federal Reserve had already doubled its daily interventions into the repo markets to keep bank liquidity high.

By noon on the 12th the Fed announced $1.5 trillion in new repo facilities including three-month repo contracts. At one point during trading that day the entire U.S. Treasury market went bidless. There was no one out there making an offer for the most liquid, sought-after financial assets in the world.

Why? Prices were so high, no one wanted them.

Not only did we get a massive expansion of the repo interventions by the Fed,

 » Lees verder

Putin im O-Ton über die Entwicklung der russischen Wirtschaft und über Chodorkowski | Anti-Spiegel

putin-im-o-ton-uber-die-entwicklung-der-russischen-wirtschaft-und-uber-chodorkowski-|-anti-spiegel

12-03-20 02:52:00,

Putin hat sich in einem Interview über die wirtschaftliche Entwicklung Russlands und auch über den ehemaligen Oligarchen Chodorkowski geäußert.

Putin hat der TASS aus Anlass des 20. Jahrestages seines ersten Wahlsieges als Präsident ein langes Interview gegeben, das 20 Tage lang Stück für Stück veröffentlicht wurde. Putins Aussagen zur Ukraine aus dem Interview habe ich vor einigen Tagen schon übersetzt.

Leider fällt der Reporter der TASS Putin so oft ins Wort, dass das Interview nur schwer schriftlich darstellbar ist und Putin kaum Gelegenheit hat, ausführliche Gedanken zu äußern. Daher habe ich von dem Interview nur sehr wenig übersetzt. Aber diesen Teil über die russische Wirtschaft und auch über Chodorkowski fand ich so interessant, dass ich diesen Teil übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Die Wirtschaft könnte dem Land helfen.

Wladimir Putin: Was meinen Sie?

Vandenko: Nun, wenn sie sich aktiv am Leben des Landes beteiligt. Wenn es Investitionen gibt, dann wird die Wirtschaft dementsprechend wachsen.

Wladimir Putin: Ich könnte jetzt der Wirtschaft an allem die Schuld geben und sagen, dass sie sich unverantwortlich verhält. Aber so ist es nicht. Insgesamt hat sich die russische Wirtschaft in den letzten zehn Jahren dramatisch verändert. Das bedeutet, dass der Staat die Bedingungen für Investitionen schaffen muss. Das ist mal ganz sicher. Wir müssen bessere Bedingungen für die Regulierung der Inflation schaffen. Nun, hier tun wir auch einiges, schließlich haben wir im Ranking der Weltbank „Doing Business“ soweit ich weiß bereits 28. Platz erreicht, wir sind weit vorgerückt. (Anm. d. Übers.: Vor Putins Amtsantritt stand Russland auf Platz 123 der Liste) Das zeigt, dass sich die Anstrengungen des Staates auszahlen und ein positives Ergebnis bringen. Die Zahl der Investitionen nimmt zu. In den frühen 2000er Jahren lagen die Investitionen in Dollar bei einer Milliarde Dollar pro Jahr. Dann wurden es Dutzende Milliarden. Wir haben jetzt mehr als 540 Milliarden Direktinvestitionen.

Vandenko: Wissen Sie, es scheint, dass Sie Geschäftsleute per Definition als Gauner sehen.

Wladimir Putin: Nun, wissen Sie, dafür gibt es bestimmte Gründe. Ja, ich sage es zurückhaltend. Was sind die Gründe? Erstens haben alle so genannten kleinen Unternehmen in allen Nullerjahren nur Handel betrieben. Fast alle.

Vandenko: Aber nicht nur bei uns…

Wladimir Putin: Nein,

 » Lees verder

Vladimir Putin – Speech at State Duma plenary session – Amendments to Constitution | The Vineyard of the Saker

vladimir-putin-–-speech-at-state-duma-plenary-session-–-amendments-to-constitution-|-the-vineyard-of-the-saker

11-03-20 07:52:00,

Vladimir Putin took part in a plenary session of the State Duma on amendments to the Russian Federation Constitution.

March 10, 2020

Transcript

State Duma Speaker Vyacheslav Volodin: Colleagues,

Let us get down to work. Mr President, the LDPR faction is the most active here. Colleagues, please register. Please turn on the registration mode. Please note that registration is on. Please show us the results of the registration. There are 428 deputies present and 22 are absent. We have a quorum.

I give the floor to President of the Russian Federation Vladimir Putin.

President of Russia Vladimir Putin: Mr Volodin, State Duma deputies,

Mr Speaker informed me about the discussion that took place here during the second reading of amendments to the Constitution.

Considering the fact that the discussion was of a fundamental nature and that it was my initiative, as you know, to have a broad discussion on the possible amendments to the main law of Russia, I found it necessary to speak out here, at the State Duma, without delay on the most important proposals voiced here today, and I informed the Speaker about this.

Colleagues, but I would like to begin by thanking the members of the working group, State Duma deputies and Federation Council members, who participated directly and very intensely in developing amendments to the Constitution.

Let me repeat, these amendments are long overdue; they are necessary and, I believe, will be useful for Russia, for society and for our people, because they are aimed at strengthening our sovereignty, our traditions and our values – the foundation of our life; at expanding and specifying social guarantees, which means fully developing the social character of our country, and, in general, creating conditions for the confident, progressive and evolutionary development of Russia in the long historical term.

I agree with the previous speakers: the world is indeed changing. And not just because of the rapid, explosive in fact, development of technology, but literally of all spheres of life. These changes are cardinal and, I would say, irreversible. We can see how difficult the situation in the global policy, security and the global economy is. We are also battling the coronavirus now,

 » Lees verder

Der Coup: Bleibt Putin bis 2036 im Amt? | Anti-Spiegel

der-coup:-bleibt-putin-bis-2036-im-amt?-|-anti-spiegel

11-03-20 08:32:00,

Putin hat den Weg frei gemacht, auch nach 2024 wieder als Präsident antreten zu können. Ob er das tun wird, ist nicht sicher, aber die Option hat er sich am Dienstag geschaffen.

Viele Analysten hatten von Anfang an gesagt, dass Putin sich mit den Verfassungsänderungen, die derzeit in Russland diskutiert werden, den Weg zum Machterhalt eröffnen will. Ich selbst war da eher skeptisch, aber es sieht nun doch so aus.

Die Verfassungsänderungen, die Putin selbst im Januar angeregt hat, sehen vor, viele soziale Wohltaten in die Verfassung zu schreiben. So soll eine automatische, jährliche Rentenerhöhung in der Verfassung garantiert werden und auch der Mindestlohn soll Verfassungsrang erhalten. Außerdem geht es auch um Werte. Russland ist deutlich konservativer, als der Westen und vor dem Hintergrund der weltweiten Gender-Debatten wird Russland sich in die Verfassung schreiben, dass „die Ehe eine Verbindung von Mann und Frau ist“.

Außerdem wird die Machtbalance im Land verändert. Der Präsident tritt einige Vollmachten an das Parlament und an den Staatsrat ab, der eine Vertretung der regionalen Regierungschefs ist. Darüberhinaus soll in der russischen Verfassung nun festgelegt werden, dass ein Mensch nur zwei Mal Präsident sein kann. Bisher gilt in Russland eine Begrenzung auf zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten, danach kann man sich nach einer Pause auch zum dritten Mal zum Präsidenten wählen lassen.

In seiner Rede vor dem Parlament am Dienstag hat Putin sich zu einem Vorschlag geäußert, mit der Annahme der Verfassungsänderungen auch die bisherigen Amtszeiten von Präsidenten zu „anulieren“. Das würde bedeuten, dass die Beschränkung auf zwei Amtszeiten erst ab 2024 gelten würde, Putin sich also noch zwei Mal zur Wahl stellen könnte. Damit könnte Putin bis 2036 an der Macht bleiben.

In Russland herrscht durchaus Verunsicherung darüber, was nach Putin kommt. Zwar hat er in den großen Städten wie Moskau und St. Petersburg viele Gegner, aber seine Hochburgen sind auf dem Land. Viele Menschen erinnern sich noch an die 1990er Jahre, als im Land bittere Armut und Gesetzlosigkeit herrschten. Man kann Putin vorwerfen, was man will, aber er hat im Land Ordnung geschaffen und den Menschen einen nie dagewesenen Wohlstand gebracht. Viele sind daher verunsichert, was nach Putin kommen könnte und wünschen sich, dass Putin auch nach 2024 Präsident bleibt.

Putin hat das bisher abgelehnt.

 » Lees verder

Nach dem Treffen von Putin und Erdogan: Hält die Waffenruhe in Syrien? | Anti-Spiegel

nach-dem-treffen-von-putin-und-erdogan:-halt-die-waffenruhe-in-syrien?-|-anti-spiegel

09-03-20 10:39:00,

Nachdem sich Putin und Erdogan in Moskau auf eine Waffenruhe im syrischen Idlib geeinigt haben, hält der Waffenstillstand bisher weitgehend. Über die Lage in der syrischen Provinz Idlib hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ berichtet. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Was geschieht jetzt in Idlib und ist es möglich, die vereinbarte Waffenruhe einzuhalten?

Die Straße zwischen Damaskus nach Aleppo am Tag nach dem Moskauer Treffen zwischen Putin und Erdogan. Auf der M-4 fahren wieder Busse. Die Straße, die die beiden syrischen Großstädte verbindet, wurde inoffiziell für Zivilisten geöffnet. Das türkische Militär konnte die Kämpfer der terroristischen Gruppen zum Waffenstillstand überreden. Warum das vorher nicht geklappt hat, ist nicht klar.

Das Zentrum zur Aussöhnung der Kriegsparteien in Syrien und russische Offiziere sind an der 24-Stunden-Überwachung der Situation beteiligt, sie melden kleinere Verstöße gegen die Waffenruhe durch die Radikalen, aber sie sagen, dass die Situation insgesamt normal ist. Allerdings ist noch nicht klar, wie lange der Waffenstillstand halten wird. Nicht alle Bandenführer unterstützen den politischen Prozess. Einfache Militante sagen das offen, sie sagen, wir haben nicht vor, irgendetwas zu beachten. (Anm. d. Übers.: Im Beitrag wird ein Video gezeigt, in dem Islamisten auf Russisch die Fortsetzung des Kampfes ankündigen)

Die Radikalen bringen zusätzliche Kräfte und Waffen an die Kontaktlinie und errichten aktiv Befestigungsanlagen. Schon das widerspricht bereits den Moskauer Vereinbarung der letzten Woche.

Am 15. März soll ein Sicherheitskorridor entlang der Autobahn M-4 Latakia-Aleppo gebildet werden und am selben Tag sollen gemeinsame russisch-türkische Patrouillen beginnen. Es ist klar, dass die Terroristen des ehemaligen Ablegers von Al-Qaida dazu sechs Kilometer von der Autobahn nach Norden abziehen müssen. Und türkische Militärberater müssen die Militanten antreiben, obwohl klar ist, dass die Führer von Hay’at Tahrir al-Sham nicht begeistert von den politischen Vereinbarungen der Präsidenten Putin und Erdogan sind. Sobald bekannt wurde, dass sich die Präsidenten auf einen Waffenstillstand ab 6. März um Mitternacht geeinigt hatten, eröffneten die Radikalen aus allen Rohren das Feuer.

Seraqib ist der Ort mit den größten Aktivitäten türkischer Streitkräfte in Idlib. Russische Militärs begannen, die Autobahn in der Gegend zu patrouillieren, während am Stadtrand noch Kämpfe stattfanden. Aber türkische Berater waren nicht in der Lage,

 » Lees verder

Escobar: How Putin Saved Europe From Invasion & Erdogan From Himself

escobar:-how-putin-saved-europe-from-invasion-&-erdogan-from-himself

09-03-20 11:00:00,

Authored by Pepe Escobar via The Asia Times,

Once again it was Russia that just prevented the threatened ‘Muslim invasion’ of Europe advertised by Erdogan…

At the start of their discussion marathon in Moscow on Thursday, Russian President Vladimir Putin addressed Turkish President Recep Tayyip Erdogan with arguably the most extraordinary diplomatic gambit of the young 21st century.

Putin said:

“At the beginning of our meeting, I would like to once again express my sincere condolences over the death of your servicemen in Syria. Unfortunately, as I have already told you during our phone call, nobody, including Syrian troops, had known their whereabouts.”

This is how a true world leader tells a regional leader, to his face, to please refrain from positioning his forces as jihadi supporters – incognito, in the middle of an explosive theater of war.

The Putin-Erdogan face-to-face discussion, with only interpreters allowed in the room, lasted three hours, before another hour with the respective delegations. In the end, it all came down to Putin selling an elegant way for Erdogan to save face – in the form of, what else, yet another ceasefire in Idlib, which started at midnight on Thursday, signed in Turkish, Russian and English – “all texts having equal legal force.”

Additionally, on March 15, joint Turkish-Russian patrolling will start along the M4 highway – implying endless mutating strands of al-Qaeda in Syria won’t be allowed to retake it.

If this all looks like déjà vu, that’s because it is. Quite a few official photos of the Moscow meeting prominently feature Russian Foreign Minister Sergey Lavrov and Defense Minister Sergey Shoigu – the other two heavyweights in the room apart from both Presidents. In the wake of Putin, Lavrov and Shoigu must have read the riot act to Erdogan in no uncertain terms. That’s enough: now behave, please – or else face dire consequences.

The second Ataturk

A predictable feature of the new ceasefire is that both Moscow and Ankara – part of the Astana peace process, alongside Tehran – remain committed to maintaining the “territorial integrity and sovereignty” of Syria. Once again, there’s no guarantee that Erdogan will abide.

 » Lees verder

‘May God bless them’: Putin says Russian protest leaders free to hold marches as long as they obey laws

‘may-god-bless-them’:-putin-says-russian-protest-leaders-free-to-hold-marches-as-long-as-they-obey-laws

03-03-20 02:15:00,

There’s only one thing able to unite Russia’s notoriously divided ‘non-systemic’ opposition: hostility to Vladimir Putin and his Kremlin. Thus, they may take his faint praise for their activities with a pinch of salt.

Speaking to TASS news agency, Putin lauded the positive contribution the activists make to the life of the country. “May God bless them,” the president said. “I feel that these people are essential. After all, you do understand this is not my first day on the job. So, I believe that they are needed very much. I can tell you that they do have an impact on daily life, locally in particular, on a municipal level in major cities, and so on.”

He also noted that in any country, a certain part of society will always disagree with the government of the day. However, he advised Russian oppositionists to keep their activities within the confines of the law – otherwise, he warns, streets will burn and chaos will break out. Reiterating that “it is good that such people exist,” he mentioned there are “certain rules for everybody to adhere to, even those who like the authorities and those who do not.”

Putin also expressed his belief that history shows those who foment revolution, “as a rule, do not stay in power [for long],” with the Soviet Bolsheviks perhaps being a rare exception.

In the latest episode of the TASS project ‘20 Questions to Vladimir Putin’, the president was repeatedly confronted by the host, who tried to probe him by asking why the authorities “prefer to communicate with vocal members of society by using batons.”

Also on rt.com
Opposition activists flock to central Moscow to commemorate slain politician Nemtsov and condemn constitution amendments

“That is not true,” Putin replied, insisting that “vocal members of society” doesn’t necessarily mean “the so-called non-systemic opposition that [often] break the existing laws.”

Across Russia, there are also millions of volunteers and young proactive people who bring fresh blood into education, healthcare, and environmental protection, he argued. “They are very active in helping others…

 » Lees verder

TASS-Interview: Putin im O-Ton über das Verhältnis zu Ukraine | Anti-Spiegel

tass-interview:-putin-im-o-ton-uber-das-verhaltnis-zu-ukraine-|-anti-spiegel

22-02-20 12:09:00,

Der russische Präsident Putin hat der TASS ein über dreistündiges Interview gegeben, aus dem ich in den nächsten Tagen Passagen übersetzen werde.

Demnächst jährt sich Putins erste Wahl zum russischen Präsidenten zum 20. Mal. Aus diesem Anlass hat Putin der TASS ein langes Interview gegeben, das den Titel „20 Fragen an Wladimir Putin“ trägt. Es sind mehr als 20 Fragen, es betrifft 20 Themen und es wird nun täglich ein neuer Teil des Interviews mit einem neuen Thema veröffentlicht.

Das erste Thema war die Regierungsumbildung, die es gerade in Russland gegeben hat. Den Teil habe ich nicht übersetzt, da es dort um viele innenpolitische Akteure ging, die in Deutschland unbekannt sind. Der Erkenntnisgewinn für den deutschen Leser wäre ausgesprochen gering gewesen.

Im zweiten Teil ging es um die Ukraine. Den Teil fand ich interessant und habe ihn daher fast komplett übersetzt. Lediglich einen kurzen Teil über die von Poroschenko betriebene Kirchenspaltung habe ich weggelassen, weil das Thema in Deutschland kaum bekannt ist und die Ausführungen daher eher Verwirrung als Erkenntnisgewinn gebracht hätten.

Beginn der Übersetzung:

Vandenko: Gibt es eine Chance, dass Sie mit Selensky einigen?

Wladimir Putin: Über was?

Vandenko: Über Frieden und Freundschaft.

Wladimir Putin: Die Hoffnung stirbt zuletzt, es gibt Hoffnung. Aber leider kam er aus Paris zurück und begann darüber zu sprechen, die Minsker Vereinbarungen neu zu verhandeln. Das wirft Fragen auf. Nichtsdestotrotz konnten wir uns auf den Austausch von Gefangenen einigen, wir konnten uns beim Gas einigen.

Vandenko: Ist die Tatsache, dass wir nicht mehr mit der Ukraine befreundet sind, ein Verlust für uns?

Wladimir Putin: Ja. Natürlich. Aber ich habe schon oft gesagt: Ich glaube, dass wir ein Volk sind.

Vandenko: Den Ukrainern gefällt das gar nicht.

Wladimir Putin: Ich weiß nicht, ob es ihnen gefällt oder nicht, aber wenn man sich die Realitäten anschaut, ist es so. Sehen Sie, bis zum 11., 12., 13. Jahrhundert gab es keine Unterschiede in der Sprache. Das kam erst als Folge der Poloisierung, als ein Teil der Ukrainer, die unter der Herrschaft des polnischen Staates lebten, irgendwann – ich glaube im 16. Jahrhundert – kamen die ersten sprachlichen Unterschiede auf.

 » Lees verder

Putin gelobt den Kapitalismus zu zügeln und die Souveränität zu stärken

putin-gelobt-den-kapitalismus-zu-zugeln-und-die-souveranitat-zu-starken

04-02-20 09:33:00,

Für westliche Leitmedien ist die Sache klar: Was auch immer Russlands Präsident Wladimir Putin tut, spricht oder ankündigt, ist von Übel. Entsprechend kann die von ihm angekündigte Verfassungsänderung nur seinem Machterhalt dienen. Der US-amerikanische politische Journalist Mike Whitney hält diese Sichtweise für falsch. Er hat sich die Rede genau angehört und darin viel Kluges und Bedenkenswertes gefunden.

Die Rede vor der Bundesversammlung; Putin gelobt, den Kapitalismus zu zügeln und die Souveränität zu stärken

Von Mike Whitney

Die westlichen Eliten und ihre Lakaien in den Medien verachten den russischen Präsidenten Wladimir Putin und sie machen keinen Hehl daraus. Die Gründe dafür dürften auf der Hand liegen. Putin hat den US-Ambitionen in Syrien und in der Ukraine einen Dämpfer versetzt, er hat sich Washingtons größtem strategischen Rivalen in Asien, nämlich China, angeschlossen, und ist dabei, seine wirtschaftlichen Beziehungen mit Europa zu intensivieren, was die US-Dominanz in Zentralasien langfristig bedroht. Außerdem hat Putin sein Atomwaffenarsenal auf Vordermann gebracht, was es Washington verunmöglicht, die gleiche Einschüchterungstaktik anzuwenden, die es bisher in Bezug auf andere, verletzlichere Länder anwendet.

Es ist also verständlich, dass die Medien Putin dämonisieren und als kaltblütigen „KGB-Schurken“ verunglimpfen wollen. Das stimmt natürlich nicht, aber es passt zum falschen Narrativ, dass Putin wie besessen dabei sei, aus reiner Bosheit einen heimlichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten zu führen. Jedenfalls hat die tiefsitzende Russophobie der Medien inzwischen so extreme Züge angenommen, dass sie außerstande sind, auch nur über einfache Ereignisse zu berichten, ohne vollkommen in ein Märchenland abzudriften. Das sieht man zum Beispiel an der Berichterstattung der New York Times über Putins jüngste Rede zur Lage der Nation, die er am 15. Januar hielt. Die absurde Analyse der Times zeigt, dass ihre Journalisten kein Interesse daran haben, wiederzugeben, was Putin wirklich gesagt hat, sondern ihnen jedes Mittel recht ist, ihre Leser davon zu überzeugen, dass Putin ein berechnender Tyrann ist, der von einem unersättlichen Machthunger getrieben wird. Man lese nur diesen Ausschnitt aus dem Artikel in der Times:

„Niemand weiß, was derzeit im Kreml vorgeht. Und das ist vielleicht genau der springende Punkt. Präsident Wladimir W. Putin kündigte letzte Woche Verfassungsänderungen an, die ihm neue Wege eröffnen könnten, um Russland bis zu seinem Lebensende zu regieren…“ (falsch)

„Im Kleingedruckten steht,

 » Lees verder

Gedenkveranstaltung: Putin mit Tränen in den Augen und versagender Stimme | Anti-Spiegel

gedenkveranstaltung:-putin-mit-tranen-in-den-augen-und-versagender-stimme-|-anti-spiegel

27-01-20 03:00:00,

Auf der Holocaust-Gedenkveranstaltung bekam die Welt einen Wladimir Putin zu sehen, wie man ihn bisher nicht öffentlich gesehen hat: Mit Tränen in den Augen und versagender Stimme.

Am Rande der Gedenkveranstaltung zum 75 Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde auch ein Mahnmal für die Opfer der Hungerblockade von Leningrad eröffnet. Dieses Ereignis ist in Deutschland kaum bekannt, in Russland wird es aber in einem Atemzug mit Stalingrad genannt, denn die Blockade der Stadt, die heute St. Petersburg heißt, dauerte fast drei Jahre und kostete knapp eine Million Russen das Leben.

Für Putin ist das nicht nur ein geschichtliches Ereignis, er ist in Leningrad geboren, sein Vater wurde an der dortigen Front zum Kriegsinvaliden, seine Mutter wäre beinahe zum Sterben abtransportiert worden, wenn der frisch verwundete Vater nicht vehement eingegriffen und sie irgendwie wieder aufgepäppelt hätte. Putins älterer Bruder starb bei der Blockade als Kleinkind.

Wie nahe die Geschichte der Blockade Putin gehen, konnte man bei seiner Rede zur Eröffnung der Gedenkstätte für die Leningrader Blockade sehen. Ganz am Ende, als er sich für das Mahnmal bedankte, versagte ihm die Stimme und man sieht, dass er nicht mehr weiterreden konnte und daher die Bühne schnell verlassen hat.

RT-Deutsch hat die Reden am Ende des Beitrags mit Untertiteln versehen, sodass sie auch ohne Russischkenntnisse verständlich ist.

Putin wird bei Enthüllung des Denkmals für Opfer der Leningrader Blockade in Israel emotional


Dieses Video auf YouTube ansehen

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Russland auf die Fragen der internationalen Politik blickt, dann sollten Sie sich die Beschreibung meines Buches ansehen, in dem ich Putin direkt und ungekürzt in langen Zitaten zu Wort kommen lasse. Auch über den Zweiten Weltkrieg gibt es in dem Buch ein Kapitel mit sehr interessanten Zitaten von Putin.

Krim, Syrien, Migration, Sanktionen — Was sagt Putin selbst zu den Fragen der Geopolitik?

Teile diesen Beitrag

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St.

 » Lees verder

Will Putin nach 2024 an der Macht bleiben? Das sagte er selbst in den letzten Tagen dazu | Anti-Spiegel

will-putin-nach-2024-an-der-macht-bleiben?-das-sagte-er-selbst-in-den-letzten-tagen-dazu-|-anti-spiegel

27-01-20 12:04:00,

Nachdem Putin vor knapp zwei Wochen die Verfassungsänderungen angekündigt hat, hat er sich auch schon drei Mal öffentlich dazu geäußert, ob was er nach Ablauf seiner Amtszeit vor hat. Obwohl die deutschen Medien heftig dazu spekulieren, wurde darüber nicht berichtet.

Die von Putin angekündigten Verfassungsänderungen wurden von den deutschen Medien als „Putins Operation Machterhalt“ bezeichnet und es wurde wild darüber spekuliert, wie Putin nach Ablauf seiner Amtszeit 2024 angeblich an der Macht bleiben will. Zu spekulieren ist legitim, nur wäre es doch angebracht, dann auch darüber zu berichten, wenn Putin sich selbst dazu äußert. Und genau das hat er in den letzten 10 Tagen gleich drei Mal getan.

In allen drei Fällen geschah das bei Diskussions- und Fragerunden mit russischen Bürgern, wovon Putin in den letzten zwei Wochen einige abgehalten hat. Putin stellt sich dem oft, denn er hört den Menschen gerne zu, auch wenn darüber im Westen nie berichtet wird. Dabei entstehen manchmal kritische Diskussionen mit den Menschen und manch eine Frage der Menschen war der Grund für neue Gesetze. Entgegen der Darstellungen im Westen ist die russische Zivilgesellschaft sehr aktiv und wenn Putin von Vertretern von NGOs hört, wo in der Praxis der Schuh drückt, nimmt er manche Anregung auf.

Daher war es wenig überraschend, dass er nach der Ankündigung der Verfassungsänderungen in kurzer Zeit mehrere derartiger Termine hatte und jede dieser Diskussionen dauerte mindestens anderthalb Stunden. Putin wollte wissen, wie seine Idee der Verfassungsänderungen und die neuen Sozialprogramme von den Menschen aufgenommen werden. Und so verwundert es nicht, dass er jedes Mal auch dazu befragt wurde, was denn nach Ablauf seiner Amtszeit wird.

Ich werde hier über die drei Fragen und Putins Antworten berichten. Sie geben keine endgültige Antwort auf die Frage, was 2024 passieren wird, aber jeder kann sich so zumindest ein Bild davon machen, was Putin gesagt hat und was das bedeuten kann. Da es Treffen mit Vertretern völlig unterschiedlicher Organisationen und auch Generationen waren, ist es auch interessant, was jeweils genau gefragt wurde.

Die erste Frage wurde Putin am 18. Januar in St. Petersburg bei einem Treffen mit Veteranen des Zweiten Weltkriegs gestellt. Die Veteranen sind 90 Jahre und älter, entsprechend langatmig war die Frage des Mannes. Daher berichte nur über den Teil der Frage, die Putins Amtszeit betrifft und auch nur über Putins Antwort dazu,

 » Lees verder

Warum Putin meint, dass Russland keine parlamentarische Republik sein sollte | Anti-Spiegel

warum-putin-meint,-dass-russland-keine-parlamentarische-republik-sein-sollte-|-anti-spiegel

26-01-20 10:37:00,

Putin wurde in einer Fragestunde gefragt, was er davon hält, Russland von einer Präsidialrepublik in eine parlamentarische Republik umzubauen. Seine Antwort ist eine interessante Analyse der Stärken und Schwächen verschiedener Regierungsformen, daher habe ich sie übersetzt.

Vor einigen Tagen hat sich Putin in einer kleinen russischen Stadt mit Aktivisten von zivilgesellschaftlichen NGOs getroffen, um über die von ihm in seiner Rede an die Nation angeschobenen Reformen der Familien- und Kinderförderung zu diskutieren. Solchen Diskussionen stellt Putin sich oft und sie sind immer wieder sehr interessant, denn Putin hat sichtlich Spaß daran, mit den Menschen zu diskutieren und von ihnen auch neue Denkanstöße zu bekommen. Die Ideen für manch eine Reform und manches Gesetz in Russland haben ihren Ursprung in solchen Diskussionsrunden gehabt. Leider dauerte diese interessante und stellenweise lustige Diskussion mit vielen Lachern fast zwei Stunden und ich kann sie beim besten Willen nicht komplett übersetzen.

Interessant war jedoch die Frage eines Lehrers an Putin. Der Lehrer wollte wissen, ob es nicht besser wäre, Russland zu einer parlamentarischen Demokratie zu machen. Interessant war das auch, weil Putin bei seiner Antwort – ohne es beim Namen zu nennen – offensichtlich Deutschland als Beispiel genommen hat. Ich habe die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Ich bin auch Lehrer für Sozialwissenschaften und in der Tat diskutieren wir in der Schule auch über Ihre Verfassungsinitiativen. Sie haben vorgeschlagen, die Verantwortung der Minister gegenüber dem Parlament zu erhöhen.

Wie stehen Sie dazu, die Verantwortung der Regierung und der Minister noch mehr zu erhöhen? Ich meine, heute sind sie verantwortlich für die Wirtschaft, für den sozialen Bereich, für alles, was im Prinzip für die Menschen wichtig ist. Und Sie wiederum könnten meiner Meinung für die für die Sicherheit des Landes und die Außenpolitik verantwortlich sein. Wie stehen Sie zum Übergang Russlands in eine parlamentarischen Republik?

Wladimir Putin: Das habe ich schon gesagt.

Parlamentarische Republiken gibt es auf der Welt, diese Form der Organisation des Staates ist in vielen Ländern üblich, vor allem in europäischen Ländern, und wird effektiv angewendet, obwohl es dort auch Präsidialrepubliken gibt. Nehmen wir die Bundesrepublik Deutschland, sie ist eine parlamentarische Republik und Frankreich zum Beispiel ist eine Präsidialrepublik. Es gibt also verschiedene Formen in Europa und auf der ganzen Welt.

 » Lees verder

Putin Calls For A New System Guided By UN Charter… But Is It Possible?

putin-calls-for-a-new-system-guided-by-un-charter…-but-is-it-possible?

24-01-20 08:25:00,

Authored by Matthew Ehret via The Strategic Culture Foundation,

Anyone looking with sober eyes upon today’s world and the feeble economic and geopolitical underpinnings holding the system together must accept the fact that a new system WILL be created.

This is not an opinion, but a fact. We are moving towards eight billion lives on this globe and the means of productive powers to sustain that growing population (at least in the west) has been permitted to decay terribly over the recent half century while monetary values have grown like a hyperinflationary cancer to unimaginable proportions. Derivatives speculation alone under the deregulated “too big to fail” banking system has resulted in over $1.5 quadrillion in nominal values which have ZERO connection to the real world (GDP globally barely accounts for $80 trillion). Over the past 5 months $415 billion of QE bailouts have been released into the bankrupt banks to prevent a collapse. So, economically it’s foundation of sand.

Militarily, the west has followed the earlier Roman empire of yesteryear by overextending itself beyond capacity creating situations of global turmoil, death and unbounded resentment at the dominant Anglo American powers controlling NATO and the Military industrial complex. The recent near-war with Iran at the start of 2020 put the world on a fast track towards a nuclear war with Iran’s allies Russia and China.

Culturally, the disconnection from the traditional values that gave western civilization it’s moral fitness to survive and grow has resulted in a post-truth age now spanning over three generations (from the baby boomers to today’s young adults) who have become the most confused class of people in modern history losing all discrimination of “needs” vs “wants”, “right” vs “wrong”, “beauty” vs “ugliness” or even “male” and “female”.

Without ranting on anymore, it suffices to say that this thing is not sustainable.

So the question is not “will we get a new system?” but rather “whom will this new system serve?”

Will this new system serve an oligarchical agenda at the expense of the nations and people of the earth or will it serve the interests of the nations and people of the earth at the expense of the oligarchy?

 » Lees verder

Putin vs. Polen: Streit um die Geschichte

putin-vs.-polen:-streit-um-die-geschichte

22-01-20 08:39:00,

Über die Unfähigkeit, überkommene Geschichtsdeutungen/Narrative zu hinterfragen

Geschichtliche Vorgänge ohne Sympathie oder Antipathie objektiv zu erfassen und zu schildern ist nicht leicht, insbesondere dann, wenn die Ereignisse noch nicht lange zurückliegen und das eigene Land in ungünstiger Weise darin verwickelt ist. Patriotische Gefühle drängen dann dazu, die eigene Rolle günstiger darzustellen, als es der Wirklichkeit entspricht. Vor kurzem zeigte sich, nicht zum ersten Mal, dass die Politiker Polens besonders leicht dieser Gefahr erliegen und auch vor Geschichtsfälschungen nicht zurückschrecken. Wolfgang Effenberger stellt dazu einiges klar.

Ein Gastbeitrag von Wolfgang Effenberger

Unter dem Modewort Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung der Geschichte eines Nationalstaates oder Kulturraums zu verstehen, die die gemeinsamen Werte und Emotionen transportiert. Durch veränderte Bedingungen – zum Teil hervorgerufen durch die Veröffentlichung von bisher nicht zugänglichen Dokumenten – unterliegen diese „Erzählungen“ einem zeitlichen Wandel, der aber dank eines äußert starken Beharrungsvermögens sich nur unter Protest und sehr langsam vollzieht.

Diesen Vorgang erleben wir gerade anlässlich der Äußerungen des Russischen Präsidenten Putin zur neueren Geschichte.
Gleich dreimal hintereinander hat er die historische Rolle Polens vor dem Zweiten Weltkrieg zum Thema gemacht: auf der großen Jahrespressekonferenz am 19. Dezember 2019, bei einem Treffen der von Russland geführten Eurasischen Staatengemeinschaft am 20. Dezember 2019 und bei einer Sitzung der Spitze des russischen Verteidigungsministeriums am 24. Dezember 2019.

Putin meinte Polen daran erinnern zu müssen, dass es das Münchner Abkommen, mit dem Großbritannien, Frankreich und Italien seinerzeit akzeptierten, dass Hitlerdeutschland die nach Versailles zur Tschechoslowakei geschlagenen deutschsprachigen Sudetengebiete für sich beanspruchte, dazu genutzt habe, selbst einen Teil der Tschechoslowakei zu besetzen.1 Das kann von niemandem geleugnet werden. Nach dem Münchner Abkommen vom 30. September 1938 besetzte die deutsche Wehrmacht das Sudetengebiet, während polnische Truppen im Einvernehmen mit Berlin das polnischsprachige Teschener Land okkupierten – daraus wurde dann der polnische Landkreis Cieszyn. Dass Polen dieses Gebiet nach dem 1. September 1939 wieder abgenommen wurde, kann die völkerrechtswidrige Annexion nicht aufheben. Aus dieser deutsch-polnischen „Waffenbrüderschaft“ Anfang Oktober 1938 leitet Putin eine polnische Mitschuld am 2. Weltkrieg ab.

Damit löste er Wellen der Empörung aus. Seither liefern sich Russland und Polen einen Krieg der Worte, und Polens Premier Mateusz Morawiecki warf Putin sogar vor, in Bezug auf Polen „mehrfach gelogen“ zu haben. Reflexartig berichteten fast alle westlichen Medien darüber, dass Stalin und Hitler im September 1939 Polen unter sich aufgeteilt haben.

 » Lees verder

Putin vs. Polen: Streit um die Geschichte | KenFM.de

putin-vs-polen:-streit-um-die-geschichte-|-kenfm.de

21-01-20 12:41:00,

Über die Unfähigkeit, überkommene Geschichtsdeutungen/Narrative zu hinterfragen.

Von Wolfgang Effenberger.

Unter dem Modewort Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung der Geschichte eines Nationalstaates oder Kulturraums zu verstehen, die die gemeinsamen Werte und Emotionen transportiert. Durch veränderte Bedingungen – zum Teil hervorgerufen durch die Veröffentlichung von bisher nicht zugänglichen Dokumenten – unterliegen diese „Erzählungen“ einem zeitlichen Wandel, der aber dank eines äußert starken Beharrungsvermögens sich nur unter Protest und sehr langsam vollzieht.

Diesen Vorgang erleben wir gerade anlässlich der Äußerungen des Russischen Präsidenten Putin zur neueren Geschichte. Gleich dreimal hintereinander hat er die historische Rolle Polens vor dem Zweiten Weltkrieg zum Thema gemacht: auf der großen Jahrespressekonferenz am 19. Dezember 2019, bei einem Treffen der von Russland geführten Eurasischen Staatengemeinschaft am 20. Dezember 2019 und bei einer Sitzung der Spitze des russischen Verteidigungsministeriums am 24. Dezember 2019.

Putin meinte Polen daran erinnern zu müssen, dass es das Münchner Abkommen, mit dem Großbritannien, Frankreich und Italien seinerzeit akzeptierten, dass Hitlerdeutschland die nach Versailles zur Tschechoslowakei geschlagenen deutschsprachigen Sudetengebiete für sich beanspruchte, dazu genutzt habe, selbst einen Teil der Tschechoslowakei zu besetzen (1). Das kann von niemanden geleugnet werden. Nach dem Münchner Abkommen vom 30. September 1938 besetzte die deutsche Wehrmacht das Sudetengebiet, während polnische Truppen im Einvernehmen mit Berlin das polnischsprachige Teschener Land okkupierten – daraus wurde dann der polnische Landkreis Cieszyn. Dass Polen dieses Gebiet nach dem 1. September 1939 wieder abgenommen wurde, kann die völkerrechtswidrige Annexion nicht aufheben. Aus dieser deutsch-polnischen „Waffenbrüderschaft“ Anfang Oktober 1938 leitet Putin eine polnische Mitschuld am 2. Weltkrieg ab.

Damit löste er Wellen der Empörung aus. Seither liefern sich Russland und Polen einen Krieg der Worte, und Polens Premier Mateusz Morawiecki warf Putin sogar vor, in Bezug auf Polen „mehrfach gelogen“ zu haben. Reflexartig berichteten fast alle westlichen Medien darüber, dass Stalin und Hitler im September 1939 Polen unter sich aufgeteilt haben. So twitterte Deutschlands Botschafter in Polen, Rolf Nikel: „Die Sowjetunion hat gemeinsam mit Deutschland an der brutalen Teilung Polens teilgenommen.“(2) So schrieb z.B. die Neue Osnabrücker Zeitung am 14. Januar 2020: „Am 17. September 1939 marschierten Stalins Truppen im Baltikum und in Ostpolen ein und eroberten die Gebiete“.(3)

Der Weg in den Zweiten Weltkrieg

Am 1.

 » Lees verder

Merkel bei Putin: Wie das russische Fernsehen über den Besuch der Kanzlerin berichtet hat | Anti-Spiegel

merkel-bei-putin:-wie-das-russische-fernsehen-uber-den-besuch-der-kanzlerin-berichtet-hat-|-anti-spiegel

13-01-20 09:05:00,

Natürlich war Merkels Besuch in Moskau am Samstag auch ein Thema in den russischen Medien und der Sendung „Nachrichten der Woche“ des russischen Fernsehens.

Da viele fragen, wie in Russland über diesen Besuch Merkels bei Putin berichtet wurde, der die deutschen Nachrichten beherrscht hat, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 11. Januar traf Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem eintägigen Arbeitsbesuch in Moskau ein. Diesmal empfing Putin sie ohne Blumen, zumindest wurde darüber nichts berichtet. Die Stimmung beim Treffen war sehr geschäftsmäßig und der russische Präsident erwartete die deutsche Kanzlerin nicht wie früher am Eingang, sondern direkt im Verhandlungssaal.

Aus Aufzug nach rechts, dann geradeaus und wieder nach rechts. (Anm. d. Übers.: In dem Beitrag wurde gezeigt, wie Merkel mit ihrer Delegation durch die langen Gänge des Kreml zum Treffen ging) Die deutsche Kanzlerin geht durch die langen Korridore des Kreml zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten. Aber Angela Merkel scheint verstanden zu haben, dass dies wahrscheinlich der einzige Weg ist, um Lösungen der akutesten Krisen der Welt näher zu kommen. Den Wachsoldaten begrüßte Merkel auf Russisch. Und schließlich fand sie sich mich im repräsentativen Raum wieder.

Das letzte Mal war Angela Merkel vor fünf Jahren im Kreml, umso symbolischer ist es, dass sie dieses neue politische Jahr im Zentrum der russischen Hauptstadt eröffnet. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass Moskau und Berlin versuchen, die bilateralen Beziehungen wieder zu verbessern und ihre Bemühungen zur Lösung globaler Probleme zu koordinieren.

Gerade drohte die Situation im Iran völlig außer Kontrolle zu geraten. Dann der Krieg in Libyen. Und die Notwendigkeit, die Situation in Syrien und im Donbass zu lösen. Und die US-Sanktionen gegen die russisch-deutsche Nord Stream-2 Pipeline. Die Staats- und Regierungschefs hatten einiges zu besprechen.

„Liebe Frau Bundeskanzlerin, erlauben Sie mir, Sie im Moskauer Kreml herzlich zu begrüßen. Wir stehen in ständigem Kontakt. Wir beschäftigen uns mit zwischenstaatlichen, wirtschaftlichen, politischen und internationalen Fragen“, sagte Wladimir Putin.

„Wir haben eine ganze Liste verschiedener Themen, über die wir sprechen wollen. Ich bin mir immer sicher, dass es besser ist, miteinander zu reden, als übereinander zu reden“, sagte Merkel.

 » Lees verder

Putin’s Hour Is At Hand – PaulCraigRoberts.org

putin’s-hour-is-at-hand-–-paulcraigroberts.org

05-01-20 10:27:00,

Putin’s Hour Is At Hand

Paul Craig Roberts

Vladimir Putin is the most impressive leader on the world stage.  He survived and arose from a Russia corrupted by Washington and Israel during the Yeltsin years and reestablished Russia as a world power.  He dealt successfully with American/Israeli aggression against South Ossetia and against Ukraine, incorporating at Crimea’s request the Russian province back into Mother Russia.  He has tolerated endless insults and provocations from Washington and its empire without responding in kind.  He is conciliatory and a peacemaker from a position of strength.

He knows that the American empire based as it is on arrogance and lies is failing economically, socially, politically, and militarily.  He understands that war serves no Russian interest.  

Washington’s murder of Qasem Soleimani, a great Iranian leader, indeed, one of the rare leaders in world history, has dimmed Trump’s leadership and placed the limelight on Putin. The stage is set for Putin and Russia to assume the leadership of the world.  

Washington’s murder of Soleimani is a criminal act that could start World War 3 just as the Serbian murder of the Austrian Archduke set World War 1 in motion.  Only Putin and Russia with China’s help can stop this war that Washington has set in motion.

Putin understood that the Washington/Israeli intended destabilization of Syria was aimed at Russia.  Without warning Russia intervened, defeated the Washington financed and armed proxy forces, and restored stability to Syria. 

Defeated, Washington and Israel have decided to bypass Syria and take the attack on Russia directly to Iran.  The destabilization of Iran serves both Washington and Israel.  For Israel Iran’s demise stops support for Hezbollah, the Lebanese militia that has twice defeated Israel’s army and prevented Israel’s occupation of southern Lebanon.  For Washington Iran’s demise allows CIA-supported jihadists to bring instability into the Russian Federation.

Unless Putin submits to American and Israeli will, he has no choice but to block any Washington/Israeli attack on Iran.  

The easiest and cleanest way for Putin to do this is to announce that Iran is under Russia’s protection.  This protection should be formalized in a mutual defense treaty between Russia, China, and Iran, with perhaps India and Turkey as members.

 » Lees verder

Weil Putin teilnimmt: Polen sagt Teilnahme am Holocaust-Gedenktag in Israel ab | Anti-Spiegel

weil-putin-teilnimmt:-polen-sagt-teilnahme-am-holocaust-gedenktag-in-israel-ab-|-anti-spiegel

03-01-20 05:52:00,

Polens Regierung sieht sich von Feinden umgeben und das nimmt mittlerweile schon groteske Züge an.

Die polnische Regierung ist dafür bekannt, dass sie um sich herum viele Feinde wittert. Da ist der böse Russe im Osten und da sind die Deutschen im Westen, von denen Polen gerne eine Billion Euro an Reparationen für Kriegsschäden haben möchte. Aber auch mit anderen Nachbarn hat Polen kein einfaches Verhältnis. Mit der Ukraine eint Polen zwar die anti-russische Politik, aber die Wunden des Zweiten Weltkrieges haben auch Narben hinterlassen. Immerhin haben ukrainische Milizen während des Zweiten Weltkrieges Massenmorde an Polen verübt. Kiew denkt aber gar nicht daran, sich dafür zu entschuldigen, sondern hebt stattdessen die Anführer der nationalistischen Milizen, die sich auch der SS-Division Galizien angeschlossen haben, in den Stand von Bationalhelden.

Und nun hatte der russische Präsident Putin kurz vor Neujahr nachgelegt und aus Dokumenten aus den Archiven zitiert, aus denen hervorgeht, dass die polnische Vorkriegsregierung mit Hitlers Plänen, die Juden aus Europa nach Afrika zu vertreiben, so sehr sympathisiert hat, dass der polnische Botschafter in Berlin Hitler dafür sogar ein großes Denkmal in Warschau versprochen hat.

Am 27. Januar, dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, ist der offizielle Holocaust-Gedenktag und in Israel treffen sich zum Gedenken die Staats- und Regierungsschefs aus über 30 Ländern. Aber ausgerechnet der polnische Präsident hat seine Teilnahme abgesagt. Das ist aus zwei Gründen brisant, denn erstens lag Auschwitz in Polen und zweitens ist das Wasser auf die Mühlen derer, die Polen Antisemitismus vorwerfen.

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat seine Absage mit der Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin begründet, wie die polnische Gazeta Wyborcza schreibt. Die Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass der polnische Botschafter in Deutschland Jozef Lipski Hitler ein Denkmal in Warschau setzen wolle, wenn Hitler die Juden aus Europa nach Afrika vertreiben würde, löste in Polen extreme Empörung aus. Sogar der russische Botschafter in Warschau wurde ins polnische Außenministerium einberufen.

Laut der polnischen Zeitung sei ein weiteres Problem, dass die „Feierlichkeiten in Israel unter Beteiligung des israelischen Außenministers Katz organisiert werden“. Katz hatte früher erklärt, die Polen hätten „Antisemitismus mit der Muttermilch aufgesogen“.

Für die polnische Regierung sind solche Äußerungen ein Affront, denn sie zementieren ihre Rolle als Opfer des Krieges und wollen aus der Geschichte tilgen,

 » Lees verder

Putin versus Polen

putin-versus-polen

30-12-19 09:40:00,

Wladimir Putin: “Hitler told the Minister of Foreign Affairs, and later bluntly said to the Polish Ambassador to Germany that he had a plan to send the Jewish population to Africa, to the colonies. Imagine, in 1938, to expel Jews from Europe to Africa. Sending them to their extermination. To destruction. And here is what the Polish ambassador wrote to the Polish Foreign Minister, Mr Beck: When I heard this, he wrote, I responded (to Hitler, he means), that if this happens and this issue is resolved, we will build a beautiful monument to him (to Hitler) in Warsaw. That bastard! That anti-Semitic pig – I have no other words.” Bild: Kreml/CC BY-4.0

Geschichtsunterricht als politische Waffe

Russlands Präsident Wladimir Putin startete vor einigen Tagen eine geschichtspolitische Initiative gegen Polen – er hat dem Land eine Mitschuld am Beginn des Zweiten Weltkrieges zugewiesen.

Darauf wurde Russlands Botschafter Sergej Andrejew am Freitag zu einer Protestnote ins Außenministerium in Warschau einberufen. Die Aussagen Putins würden ein “falsches Bild der Geschehnisse‘ vermitteln und “an die Propaganda-Anweisung des stalinistischen Totalitarismus erinnern”, erklärte das Ministerium.

Putin sagte Anfang vergangener Woche vor internationalen Medienvertretern, dass der Ribbentrop-Molotow-Pakt vom August 1939 (der die Aufteilung Polens zwischen NS-Deutschland und der Sowjetunion beinhaltete) nicht zum Ausbruch des Krieges geführt habe. “Wir sind bereit, Russlands Diplomaten die historische Wahrheit so lange wie nötig zu erklären”, twitterte Vizeaußenminister Marcin Przydacz als Reaktion.

Zudem nannte der Kremlchef Jozef Lipski, den Berliner Botschafter Polens in den 30er Jahren, einen “Drecksack” und ein “antisemitisches Schwein”. Der Diplomat hatte 1938 mit Adolf Hitler eine Deportation der Juden nach Afrika diskutiert und diesem bei Gelingen ein Denkmal in Warschau versprochen. Auch wurde die polnische Annexion eines Teils der Tschechoslowakei (das Teschner Land) im Jahre 1938 erwähnt.

In Russland reagierten Politik und Medien mit Unterstützung ihres Präsidenten und mit Empörung über den Protest Polens. Der Sprecher der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, forderte Warschau auf, sich für die Äußerungen Lipskis im Nachhinein auf der “Parlaments- und Präsidentschaftsebene” zu entschuldigen.

“Ein wirklicher Feind wird Dich nie verlassen.” Dieses Bonmot des Satirikers Stanislaw J. Lec macht derzeit in Polens Öffentlichkeit die Runde.

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton über Libyen | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-uber-libyen-|-anti-spiegel

24-12-19 09:58:00,

Auf der Jahrespressekonferenz wurde Putin auch zu Libyen befragt, wo derzeit die Türkei eine größere Rolle spielen will und wo der Westen Russland ebenfalls Einflussnahme vorwirft.

Die Frage kam von einem türkischen Journalisten und ich fand Putins Antwort – vor allem die ironische Einleitung – so interessant, dass ich die Journalistenfrage und Putins Antwort komplett übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Türkischer Journalist: Vielen Dank. Anadolu Agentur, Ali Jura.

Russland hat wiederholt betont, dass es legitime Regierungen unterstützt, insbesondere in Syrien und anderen Ländern, in denen Krisensituationen herrschen. Auch in Libyen gibt es eine Krise. Es gibt eine legitime Regierung, die von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird. Westliche Medien behaupten, Russland unterstütze die sogenannte libysche Nationalarmee und russische Söldner würden sie unterstützen.

Wie können Sie das kommentieren? Werden Sie das mit Präsident Erdogan besprechen? Was werden Sie noch besprechen? Danke.

Wladimir Putin: Glauben Sie das, was die westlichen Medien berichten? Glauben Sie das alles? Lesen Sie doch, was die über die Türkei schreiben und Sie werden Ihre Meinung ändern.

Aber im Ernst, die Situation ist uns natürlich bekannt. Wir wissen, dass verschiedene Länder unterschiedliche Beziehungen zu beiden Konfliktparteien in Libyen unterhalten, und die Niveaus der Beziehungen sind unterschiedlich.

Wir, Russland, stehen übrigens in Kontakt mit der Regierung von Herrn Sarraj und wir stehen in Kontakt mit Marschall Haftar. Wir führen ständig einen Dialog mit unseren Partnern, auch mit den Partnern in der Türkei, in Europa und anderen Ländern. Wir verstehen, dass dies ein sehr heikles Thema ist.

Sie wissen auch, wer Libyen in diesen Zustand gebracht hat. Russland war gegen den Einsatz von Streitkräften in Libyen und die Resolution des Sicherheitsrates, die zu diesem Thema angenommen wurde, untersagte dem ehemaligen libyschen Machthaber Gaddafi übrigens, seine Flugzeuge gegen bewaffnete Oppositionskräfte einzusetzen. Stattdessen begann die westliche Koalition, ihre Luftwaffen gegen Libyen einzusetzen, was die Resolution des UN-Sicherheitsrates grob verletzt hat. All dies hat dazu geführt, dass sich das ehemals wohlhabende Land, der Lebensstandard in diesem Land hatte sich bereits einigen europäischen Ländern angenähert, jetzt im Chaos, im völligen Zusammenbruch versunken ist und dass der Bürgerkrieg nicht aufhört. Wer da nun recht hat und wer nicht, ist heute nur schwer zu sagen.

Und wir stehen, wie gesagt, sowohl mit Herrn Sarraj,

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton zum Tiergarten-Mord | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-zum-tiergarten-mord-|-anti-spiegel

23-12-19 05:41:00,

Bei der Pressekonferenz von Putin durfte der Anti-Spiegel zwar keine Frage stellen, aber der Spiegel durfte es dieses Jahr tun. Es ging um den Tiergarten-Mord.

Der Spiegel hat danach getitelt, dass Putin eine „Falschbehauptung zugegeben“ hätte. Ganz so war es meiner Meinung nach nicht. Putin hat zwar bestätigt, dass es keinen offiziellen Auslieferungsantrag aus Russland gegen den in Berlin ermordeten Selimchan Changoschwili gab, aber er hat auch erklärt, warum es keinen gab: Über geheimdienstliche Zusammenarbeit wurde Russland bereits klar gemacht, dass Deutschland einen solchen Antrag ablehnen würde. Der Spiegel berichtet sonst recht korrekt über Putins Antwort, aber die ablehnende Haltung der deutschen Seite erwähnt er nicht. Der Spiegel erwähnt nur, dass Russland in einem offiziellen Antrag keinen Sinn gesehen hätte, den Grund lässt er aber weg.

Ich habe die Frage des Spiegel und Putins Antwort übersetzt und Sie können sie selbst mit dem vergleichen, was der Spiegel geschrieben hat.

Beginn der Übersetzung:

Christian Esch: Mein Name ist Christian Esch, ich bin der Leiter des Moskauer Büros des Magazins Spiegel.

Ich habe eine Frage, die ein Problem betrifft, das für Deutschland sehr beunruhigend und ärgerlich ist: die Frage der Ermordung des georgischen Staatsbürgers tschetschenischer Nationalität Selimchan Changoschwili. Die Informationen aus Moskau und Berlin sind komplett widersprüchlich.

Deshalb wollte ich Sie zunächst fragen, was den Mörder betrifft. Die deutsche Seite sagt, sie habe keine Informationen aus Russland erhalten. Es stellt sich heraus, dass dieser Mann mit einem Mann identisch ist, der bereits in Russland im Gefängnis saß. Es sollte also Daten über diese Person geben.

Die zweite Frage betrifft das Opfer. Sie haben auf der Pressekonferenz nach dem Treffen im „Normandie-Format“ in Paris gesagt, dass die russische Seite wiederholt die Frage der Auslieferung dieser Person angesprochen hat. Der deutsche Außenminister bekräftigte kürzlich, dass es weder über das Innenministerium noch über andere Kanäle Anfragen von russischer Seite gegeben habe. Wer hat also Recht, er oder Sie?

Wladimir Putin: Sowohl er, als auch ich, weil diese Fragen immer wieder auf der Ebene der Geheimdienste diskutiert wurden. Es gab keinen offiziellen Antrag der Staatsanwaltschaft, weil unsere zuständigen Behörden es für sinnlos hielten, da sie im Grunde schon eine negative Antwort erhalten hatten.

Ich werde noch einmal daran erinnern, was ich auf der Pressekonferenz in Paris gesagt habe.

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton über die Unterdrückung der Pressefreiheit im Westen | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-uber-die-unterdruckung-der-pressefreiheit-im-westen-|-anti-spiegel

23-12-19 05:24:00,

Bei der Jahrespressekonferenz des russischen Präsidenten Putin war auch die Pressefreiheit in Europa ein Thema, wo die Arbeit russischer Medien immer mehr eingeschränkt wird.

Ich habe schon berichtet, dass Estland den Journalisten von Sputnik mit Strafverfahren droht, wenn sie nicht bis Jahresende kündigen. Das ist ein einmaliger Vorgang, über den aber in Deutschland nicht berichtet wird. Eine Journalistin hat Putin auf der Pressekonferenz dazu befragt.

Beginn der Übersetzung:

Journalistin: Guten Tag. Vor zwei Monaten wurde Sputnik-Estland einer Wirtschaftsblockade unterzogen. Banken haben unter dem Deckmantel der Sanktionen alle Transaktionen verboten, Überweisungen von „Russia Today“ auf die persönlichen Konten unserer Mitarbeiter und unserer Partner, an Steuerbehörden. Die Geheimdienste sprachen mit unserem Vermieter. Sie setzen ihn unter Druck und er muss den Mietvertrag mit uns kündigen.

Jetzt begann die Polizei vor zwei Tagen, Briefe an alle unsere Mitarbeiter zu schicken, in denen es sehr deutlich hieß: „Russia Today“ steht ihrer Meinung nach auf der Sanktionsliste und deshalb machen wir, alle Mitarbeiter, uns strafbar, wenn wir bei Sputnik arbeiten. Wir wurden gewarnt, dass wir sanktioniert werden, wenn wir nach dem 2. Januar noch für „Russia Today“ arbeiten.

Das halte ich für ein Land, das sich als demokratisch positioniert, für undenkbar. Ich bitte um Ihre Hilfe. Was kann der russische Staat für russische Journalisten tun, die gegen die Zensur im Westen kämpfen? Bitte geben Sie eine Bewertung der Maßnahmen der estnischen Behörden ab.

Wladimir Putin: Leider können wir hier wenig tun. Sie tun viel, wie ich finde. Was Sie gerade erzählt haben, darf nicht unbemerkt bleiben. Wenn ich solche Dinge höre, überraschen sie mich sehr, weil sie immer versuchen, uns alle Todsünden vorzuwerfen, einschließlich des Drucks auf unabhängige Medien, dabei tun sie selbst das, was sie uns vorwerfen. Das ist natürlich ein erstaunlicher Zynismus.

Aber leider muss ich Ihnen sagen, dass Maßnahmen auf staatlicher Ebene im Zusammenhang mit solchen Beschränkungen wirkungslos sein werden, weil es Wasser auf die Mühle derer ist, die nur unsere Länder, unsere Völker, spalten wollen und dabei sollten wir nicht helfen. Und egal wie unangenehm es auch sein mag, es ist notwendig, in den Ländern zu arbeiten, die Angst vor Ihren Informationen haben, Angst vor Ihnen haben und Angst vor der Wahrheit haben, die Sie Ihren Zuschauern und Zuhörern erzählen.

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton über die Sanktionen | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-uber-die-sanktionen-|-anti-spiegel

23-12-19 04:08:00,

Der Klassiker bei Pressekonferenzen von Putin sind Journalistenfragen zu den Sanktionen gegen Russland. Eine solche Frage durfte auch bei der Jahrespressekonferenz nicht fehlen und ich habe die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Journalist: Guten Tag, Herr Präsident! Jewgeni Gusew ist mein Name. Ich vertrete das Multimedia-Informationszentrum Izvestia und Kanal 5.

Es geht um Sanktionen und politischen Druck seitens der Europäischen Union. Gerade erst wurden mehrere russische Kanäle, darunter unser Fünfter Kanal, in Lettland verboten. Die Situation ist sehr unangenehm. Ehrlich gesagt, gibt es jetzt auch in Estland einen Konflikt und auch in anderen Ländern.

Sie wissen, dass sich die Situation in letzter Zeit nicht verbessert hat, sie hat sich nur noch verschlimmert. Wir sehen das im Verhältnis der Europäischen Union zu Russland. Glauben Sie, dass sich das zum Besseren ändern kann, zumal wir alle die Sinnlosigkeit dieser Sanktionen verstehen? Wie stark ist der Druck auf Russland und was sind die Folgen? Danke.

Wladimir Putin: Wir haben dieses Thema schon oft diskutiert. Es gibt unterschiedliche Einschätzung über die Auswirkungen dieser Sanktionen auf alle, die an diesem unangenehmen Prozess beteiligt sind. Die Europäische Union hat knapp 50 Milliarden Euro verloren. Für die Bundesrepublik hat die Weltbank meiner Erinnerung zufolge die Verluste auf 750 Millionen pro Monat oder so etwas beziffert.

Die Verluste sind groß. Es geht nicht nur um Geld und Zahlen. Es geht um Arbeitsplätze und den Verlust von Märkten, einschließlich des russischen Marktes. Andere Teilnehmer der internationalen Wirtschaftsbeziehungen kommen nun auf unseren Markt.

Im Prinzip sind wir für eine vollständige Normalisierung, zumal die Sanktionen ja effektiv nicht funktionieren. Es gibt auch Nachteile für uns, aber es gibt auch Vorteile, sie sind auch offensichtlich. Nehmen wir die Entwicklung der Landwirtschaft, was für ein Entwicklungssprung dort getan wurde: Wir haben in dem Bereich für 24 Milliarden Waren exportiert, das ist einfach unglaublich! Niemand hätte das vor ein paar Jahren geglaubt. Wir haben Kosten und riesige Summen für Importsubstitution ausgegeben. Aber was für ein Ergebnis!

Zum Beispiel gab es noch nie eine Produktion für Hubschraubermotoren in Russland. Jetzt gibt es Fabriken, auch und vor allem in St. Petersburg. Wir hatten keine Produktion von Motoren für Schiffe in Russland. (Anm. d. Übers.: Diese Motoren hat Russland früher aus der Ukraine bezogen,

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Laut Putin ist die Weltherrschaft der USA Geschichte | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-laut-putin-ist-die-weltherrschaft-der-usa-geschichte-|-anti-spiegel

22-12-19 08:11:00,

Bei der Jahrespressekonferenz wurde Putin auch zu den Beziehungen zu China befragt. Seine Antwort war kurz, aber vielsagend, denn für Putin ist die unipolare Welt Geschichte.

Das ist eine wichtige Aussage von Putin, die er so deutlich noch nicht getroffen hat. Er hat sich seit Jahren gegen die unipolare Welt, also gegen die konkurrenzlose Vormachtstellung der USA, ausgesprochen und deren Ende prophezeit. Nun hat Putin gesagt, dass diese Epoche zu Ende ist, seiner Meinung nach gibt es keine unipolare Welt mehr.

Ich habe als Einleitung zu der Frage und Putins Antwort einen kleinen Dialog übersetzt, der ein wenig von der Atmosphäre der Pressekonferenz vermittelt. Eigentlich sucht der Kremlsprecher Peskow aus, welche Journalisten Fragen stellen dürfen. Aber immer wieder greift Putin in den Prozess ein und sucht sich selbst Journalisten für die Fragen aus. So auch bei dieser Frage, als Putin dem chinesischen Korrespondenten die Möglichkeit gegeben hat, eine Frage zu stellen, obwohl Peskow gerade jemand anderem das Wort erteilen wollte.

Beginn der Übersetzung:

Kremlsprecher Peskow: Ich sehe unsere größte staatliche Zeitung, die Rossijskaja Gazeta. Geben Sie ihm bitte das Mikrophon. Stehen Sie auf, um gesehen zu werden. Warten Sie, wo sind Sie? Ich habe die Rossijskaja Gazeta irgendwo gesehen.

Wladimir Putin: Solange er jemanden aussucht…

Peskow: Warten Sie. Los geht´s.

Wladimir Putin: Lassen Sie uns, bis er jemanden gefunden hat, CCTV hören. Bitte, ja Sie.

Sun Yao: Guten Tag Herr Präsident. Ich Korrespondent von CCTV, einem Medienkonzern aus China. Ich habe zwei Fragen.

Die erste Frage betrifft die chinesisch-russischen Beziehungen. In diesem Jahr jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen unseren Ländern zum 70. Mal. Wir können sagen, dass unsere bilateralen Beziehungen bereits in eine neue Ära eingetreten sind. Und ich habe folgende Frage: Welche Ergebnisse der Partnerschaft sehen Sie als die wichtigsten an und welches Potenzial der Zusammenarbeit sehen Sie in Zukunft zwischen unseren Ländern?

Und dann ist da noch die internationale Situation. Jetzt ist die internationale Lage voller Unsicherheit und Instabilität. Es ist offensichtlich, dass einige Länder eine Politik der unipolaren Welt und des Protektionismus verfolgen, die Grundlagen des Völkerrechts und des Freihandels untergraben und China und Russland sind Anhänger einer multipolaren Welt. Was denken Sie, welche Maßnahmen Chinas und Russlands könnten die Prinzipien des Systems des multipolaren Friedens und des Freihandels unterstützen und wie kann wirksam auf die externen Herausforderungen reagiert werden?

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton über die USA, die Ukraine, die EU, Sanktionen und Abrüstung | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-uber-die-usa,-die-ukraine,-die-eu,-sanktionen-und-abrustung-|-anti-spiegel

21-12-19 09:35:00,

Bei Putins Jahrespressekonferenz ging es natürlich nicht ohne Fragen zum Verhältnis von Russland zum Westen, speziell zu den USA, und zu neuen US-Sanktionen.

Da Putin hierzu eine klare Linie hat, die die regelmäßigen Leser des Anti-Spiegel bereits kennen, gab es bei dieser Frage für all jene, die Putins Aussagen zu den Themen kennen, keine wirklich neuen Antworten. Aber es ist immer interessant, auf die Nuancen zu schauen. Daher habe ich die Frage und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Journalist: Herr Präsident, vor zwei Tagen wurden im US-Kongress Gesetzesentwürfe über Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Und zwar mit einer solchen Mehrheit, dass es für Präsident Trump sehr schwierig wäre, sein Veto einzulegen.

Und wie Sie wahrscheinlich wissen, hat das Repräsentantenhaus gestern ein Amtsenthebungsverfahren beschlossen. In diesem Kontext muss Trunp Entscheidungen über die Außenpolitik im Allgemeinen und insbesondere natürlich in Bezug auf Russland treffen.

Welche Möglichkeiten haben Sie und Russland in dieser Situation, den Dialog mit den Vereinigten Staaten bis zum Ende der Trump-Präsidentschaft aufrechtzuerhalten oder zu stärken? Was können Sie für die strategische Stabilität und insbesondere für die Verlängerung des NEW-START-Vertrags über offensive, strategische Atomwaffen tun?

Wladimir Putin: Was die Verlängerung unseres Dialogs bis zum Ende der Trump-Präsidentschaft angeht, so klingt es, als ob Sie der Meinung sind, dass sie bald endet. Ich bin mir da gar nicht so sicher. Das Amtsenthebungsverfahren muss noch den Senat passieren, wo die Republikaner, soweit ich weiß, die Mehrheit haben, und es ist unwahrscheinlich, dass sie den Vertreter ihrer Partei aus Gründen von der Macht entfernen werden, die meiner Meinung nach, absolut weit hergeholt sind.

Das ist nur eine Fortsetzung des innenpolitischen Kampfes und die Partei, die die Wahl verloren hat, die Demokratische Partei, will ihre Ergebnisse nun auf andere Weise, mit anderen Mitteln, erreichen. Zuerst wurde Trump wegen Absprachen mit Russland beschuldigt, dann stellte sich heraus, dass es keine Absprachen gab und dass diese Vorwürfe deshalb nicht Grundlage für ein Amtsenthebungsverfahren sein können. Jetzt haben sie sich den Druck auf die Ukraine einfallen lassen. Ich weiß nicht, worum es da geht… Aber das müssen die Kongressabgeordneten wissen.

Was die Entscheidungen betrifft, die im Verhältnis zu Russland getroffen werden. Sie werden auch von Menschen getroffen, die praktisch keine Verantwortung für diese Entscheidungen tragen.

 » Lees verder

Jahrespressekonferenz: Putin im O-Ton über den Klimawandel | Anti-Spiegel

jahrespressekonferenz:-putin-im-o-ton-uber-den-klimawandel-|-anti-spiegel

21-12-19 09:29:00,

Auf der Jahrespressekonferenz des russischen Präsidenten Putin ging es gleich in der ersten Frage um das Thema Klimawandel. Die Antwort Putins dürfte für viele in Deutschland überraschend gewesen sein.

Dass der Mensch der Verursacher des Klimawandels ist, wird in Deutschland von Medien und Politik als Fakt dargestellt, bei dem die Wissenschaftler demnach einer Meinung sind. Das ist bei weitem nicht so, wie ich immer wieder beobachte, wenn ich nicht-deutsche Medien oder gar Podiumsdiskussionen von Wissenschaftlern zu dem Thema verfolge. Ich bin kein Naturwissenschaftler und kann nicht beurteilen, wie groß der Einfluss von CO2 und vor allem des vom Menschen ausgestoßenen CO2 ist, aber was ich sicher sagen kann ist, dass es die viel beschworene Einigkeit der Klimaforscher bei dem Thema nicht gibt. Dazu hat sich Putin auch bei seiner Pressekonferenz wieder einmal geäußert.

Daher habe ich die Frage des Journalisten und Putins Antwort übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Guten Tag, Herr Präsident! Mein Name ist Valery Sanfirov von Radio Mayak.

Heute habe ich mir die Wettervorhersage angehört und da wurde gesagt, dass es bis Ende Dezember keinen Schnee geben wird. Da habe ich mich sofort gefragt, vor welcher Kulisse Sie Ihre Neujahrsansprache aufzeichnen werden. (Anm. d. Übers.: Die Neujahrsansprache des russischen Präsidenten findet jedes Mal vor einer anderen Kulisse statt. Immer irgendwo auf dem Gelände des Kreml, aber eben immer in einer weihnachtlichen Winterlandschaft und in Russland wird derzeit mit viel Humor diskutiert, wie das dieses Jahr aussehen wird, denn in Westrussland ist es derzeit ungewöhnlich warm für einen Dezember und von Schnee ist weit und breit nichts zu sehen)

Aber ich wollte nicht nach dem Weihnachtsbaum fragen, ich wollte nach dem Klimawandel fragen. Alle reden darüber, aber niemand scheint zu wissen, was man dagegen tun kann. Wie hoch ist das Risiko, was ist Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema? Welchen Schaden können diese Klimaveränderungen in Russland anrichten?

Und noch etwas. In diesem Jahr ist Russland, wenn ich mich nicht irre, dem Pariser Abkommen beigetreten und demnach soll unser Land den Ausstoß schädlicher Emissionen um 25-30 Prozent senken.

Aber auf der VTB-Konferenz „Russia is calling!“ sagten Sie vor kurzem, dass die Reduzierung in dem Zeitraum bis zu 60 Prozent betragen würde. Ich frage mich,

 » Lees verder

LIVE: Putin holds annual press conference in Moscow | The Vineyard of the Saker

live:-putin-holds-annual-press-conference-in-moscow-|-the-vineyard-of-the-saker

19-12-19 06:47:00,

(1) Leave the name field empty if you want to post as Anonymous. It’s preferable that you choose a name so it becomes clear who said what. E-mail address is not mandatory either. The website automatically checks for spam. Please refer to our moderation policies for more details. We check to make sure that no comment is mistakenly marked as spam. This takes time and effort, so please be patient until your comment appears. Thanks.

(2) 10 replies to a comment are the maximum.

(3) Here are formating examples which you can use in your writing:

bold text results in bold text

italic text results in italic text

(You can also combine two formating tags with each other, for example to get bold-italic text.)

emphasized text results in emphasized text

strong text results in strong text

a quote text results in a quote text (quotation marks are added automatically)

a phrase or a block of text that needs to be cited results in:
a phrase or a block of text that needs to be cited

a heavier version of quoting a block of text…

results in:

a heavier version of quoting a block of text that can span several lines. Use these possibilities appropriately. They are meant to help you create and follow the discussions in a better way. They can assist in grasping the content value of a comment more quickly.

and last but not least:

Name of your link results in Name of your link

(4) No need to use this special character in between paragraphs:
 
You do not need it anymore. Just write as you like and your paragraphs will be separated.
The “Live Preview” appears automatically when you start typing below the text area and it will show you how your comment will look like before you send it.

(5) If you now think that this is too confusing then just ignore the code above and write as you like.

 » Lees verder