Quarantäneverweigerer sollen per Zwang weggesperrt werden

18-01-21 02:07:00,

Gemäß Anordnung von der Merkel-Regierung und den Länderchefs sollen sich Menschen, die laut PCR-Test mit einem Corona-Virus infiziert sind, in häusliche Quarantäne begeben. Da einige Menschen, die zwar aufgrund eines positiven PCR-Tests als Corona-infiziert angesehen werden, aber keinerlei Symptome aufweisen, sich weigern, die Quarantäne einzuhalten, planen die Regierungen der Bundesländer für solche Fälle nun harte Zwangsmaßnahmen.

Sogenannte „Quarantäneverweigerer“ sollen künftig in eigens dafür eingerichteten Unterkünften zwangseingewiesen und unter Arrest gestellt werden. Das Vorhaben erinnert an die Zwangsinternierungen  von „Staatsfeinden“ in Lager in den dunklen Jahren.

Neben hohen Bußgeldern droht bei „Missachtung“ der Quarantäne die Zwangseinweisung in zentrale Sammelstellen, Kliniken oder Jugendarrestanstalten, so Medienberichte. Dies werde schon jetzt auf Grundlage richterlicher Anweisungen in Einzelfällen praktiziert.

Dem Bericht der „Welt am Sonntag“ (WAMS) zufolge sollen in Baden-Württemberg bald zentrale Einrichtungen für „wiederholte Quarantänebrecher“ bereitstehen: „Diese Absonderungsplätze werden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert“ zitierte die WAMS einen Sprecher des baden-württembergischen Landessozialministeriums. Zwei Kliniken seien bereits dafür ausgesucht worden.

In Schleswig-Holstein sollen „Quarantänebrecher“ auf dem Geländer einer Jugendarrestanstalt untergebracht werden. Brandenburg will laut WAMS eine Zentralstelle für „Quarantänebrecher“ einrichten. Sachsen ist gerade dabei, ein „Unterbringungsobjekt“ für „hartnäckige Quarantänebrecher“ einzurichten. Dafür soll ein abgeschlossenes Krankenhaus oder eine andere „geeignete Unterkunft“ herhalten.

Auch Bayern, Berlin und Hamburg wollen gegen „Quarantänebrecher“ vorgehen und diese zwangseinweisen. Bürger, die „durch nachdrückliche Belehrung“ nicht zum Einlenken gebracht werden könnten, müsse man auf drohendes Bußgeld oder „Zwangsabsonderung“ hinweisen.

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Wer in Quarantäne muss, wird wie ein Verbrecher behandelt.

30-11-20 05:05:00,

Eine 3-köpfige Familie in Bonn wurde in Quarantäne geschickt, weil ein Mitglied der Familie positiv getestet worden ist. Die Familie erhielt am 21. November das unten wiedergegebene Schreiben. Wahrscheinlich ist es repräsentativ für die gesamte Republik. Das Schreiben ist in einer aggressiven Tonlage abgefasst. Siehe z.B. die gelb markierte Passage unter Ziffer 2. Wörtlich: „… drohe ich Ihnen das Zwangsmittel des unmittelbaren Zwangs an. Dies bedeutet für Sie, dass ich auch gegen Ihren Willen, notfalls unter Anwendung körperlicher Gewalt, sicherstelle, dass Sie den o. g. Quarantäne-Bereich nicht verlassen. Alternativ kann auch die zwangsweise Unterbringung in einer geschlossenen Quarantänestation angeordnet werden“. Und so weiter geht es in einer aggressiven Sprache. Warum schreibt die Stadt Bonn nicht: „… es tut uns leid, dass wir Sie in Quarantäne schicken müssen. Bitte halten Sie sich an die Regeln. Wir hoffen, dass daraus keine unerträglichen Belastungen entstehen und Sie nicht wirklich krank werden, jedenfalls bald wieder alle gesund sind …“. Die Aggressivität des Schreibens entspricht der allgemein üblich gewordenen Aggressivität. Albrecht Müller

Hier das Schreiben des Gesundheitsamtes der Stadt Bonn vom 21. November 2020:

(Die Telefonnummern und andere Informationen zum Absender und zum Empfänger sind unkenntlich gemacht worden)

Nachbemerkungen:

  1. Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer Dreizimmerwohnung eines größeren Mietshauses, noch dazu mit gemeinsamer Waschküche oder Trockenboden. Oder stellen sich vor, diese Familie hat ein Hund, was ja des Öfteren vorkommen soll. Die dürfen diesen dann nicht einmal nachts an der Leine ausführen. Alles unglaublich grotesk und eben aggressiv. Überall kleine Herrscher über andere Menschen.
  2. Das mithilfe eines Tests festgestellte, infizierte Mitglied der Familie hat auch jetzt, also eine gute Woche nach Verfügung der Quarantäne durch die Stadt Bonn, noch keinerlei Symptome einer Krankheit.

Titelbild: Microba Grandioza / shutterstock.com

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