Wie reagieren die Staaten außerhalb der westlichen Welt auf den Vorfall im Golf von Oman? | Anti-Spiegel

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14-06-19 10:07:00,

Der gestrige Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman hat international hohe Wellen geschlagen, daher wollen wir mal einen Blick auf die internationalen Reaktionen werfen.

Die USA beschuldigen den Iran, die Tanker angegriffen zu haben, jedoch sprechen die präsentierten „Beweise“ eine andere Sprache. Das hindert aber die deutschen Medien nicht daran, die US-Meinung weitgehend nachzuplappern. Aber wie reagiert die Welt außerhalb des Einflussbereiches der westlichen Medien auf den Vorfall?

Die russischen Medien machen sich über die „Beweise“ der USA lustig, bei Expertenrunden im Fernsehen herrscht Sarkasmus vor und es wird darauf hingewiesen, dass die USA jeden Krieg der letzten hundert Jahre mit Lügen begonnen haben. Ein Experte zählte die Beispiele der Reihe nach auf und begann mit dem in Havanna von den USA gesprengten US-Kriegsschiff USS Maine, was die USA 1898 als Vorwand für den Krieg gegen Spanien nahmen. Er sprach auch über die Lusitania, ein Passagierschiff, dessen Versenkung einer der Vorwände für den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg war. Auch die in Deutschland wenig bekannte Tatsache, dass die USA von dem Angriff auf Pearl Harbour vorher wussten und ihn geschehen ließen, um einen Vorwand für den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg zu haben, zählte er auf. Dann kam er über den Vorfall im Golf von Tomkin, die Brutkastenlüge und das weiße Pulver von Colin Powell bis in unsere Tage.

Danach kam dann nur noch die rhetorische Frage, wer den USA glauben würde, wenn nun wieder ein ähnlicher Vorfall als Vorwand für einen neuen Krieg herhalten muss? In Russland glaubt der US-Version niemand, man ist sicher, dass dieser Vorfall, der den USA nützt, dem Iran aber schadet, kaum vom Iran provoziert wurde.

Derzeit findet in Bischkek das Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit statt, in der neben China, Indien, Russland und Pakistan auch die asiatischen ehemaligen Republiken der Sowjetunion organisiert sind. Der Iran hat dort Beobachterstatus, weshalb auch der iranische Präsident dort ist. Bei seinem Gespräch mit Putin hat der russische Präsident die besonderen Beziehungen zum Iran herausgestrichen, Kritik wegen der US-Vorwürfe gab es nicht, sondern Solidarität wegen des Bruchs des Atomabkommens durch die USA.

Auch der chinesische Präsident scheint den USA kein Wort zu glauben. In Bischkek sagte er heute über das chinesische Verhältnis zum Iran:

„Unabhängig von den Veränderungen der internationalen und regionalen politischen Lage ist China entschlossen,

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