US-Dollar und Gold: Bärenmarkt voraus? | www.konjunktion.info

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14-01-20 09:11:00,

US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / JESHOOTS-com; Pixabay LicenseUS-Dollar - Bildquelle: Pixabay / JESHOOTS-com; Pixabay License

US-Dollar – Bildquelle: Pixabay / JESHOOTS-com; Pixabay License

Der Preis von Gold hat in den letzten Tagen in Euro gerechnet einen Rekordstand erreicht. Und auch in Yen gerechnet stand der Goldpreis so hoch wie zuletzt vor 40 Jahren. Gold ist in den letzten 49 Monaten um 55% gestiegen. In dieser Zeit haben wir die Straffungspolitik der Federal Reserve erlebt, eine niedrige Inflation in den Industrieländern und massiv überbewertete, durch Aktienrückkäufe befeuerte Aktienmärkte. Zudem stieg in diesen gut vier Jahren der US-Dollar auf ein Allzeithoch, während fast alle anderen Rohstoffe nicht an dieser Rally partizipierten.

Dass der Preis von Gold in dieser Zeit von 1.053 US-Dollar auf 1.610 US-Dollar gestiegen ist, ist mehr als bemerkenswert, da es durchaus eine gewisse Skepsis der Marktteilnehmer (und dazu gehören natürlich auch die Notenbanken) gibt, ob des Wirtschaftssystems und seiner Resilienz. In den 1970ern, als sich Gold um den Faktor 24 vervielfachte (von 35 US-Dollar auf 850 US-Dollar nach dem einseitigen Vertragsbruch der USA, der immer beschönigend als Aufhebung des Goldstandards deklariert wird), zog die Inflation rasant an. In den 2000ern, als der Goldpreis von 250 US-Dollar auf 1.915 US-Dollar explodierte, wurden die Zinssätze nach unten gefahren, China boomte, der Ölpreis stieg von 10 US-Dollar auf 150 US-Dollar das Barrel und die Märkte in den Industriestaaten bewegten sich mehr oder weniger über 8 Jahre nur seitwärts.

Daher ist der aktuell steigende Goldpreis sehr ungewöhnlich. Auch weil parallel die Indices hoch stehen (z.B. der S&P 500 mit dem höchsten Stand seit 2013).

Renditen und Arbeitslosenquote - Bildquelle: ZerohedgeRenditen und Arbeitslosenquote - Bildquelle: Zerohedge

Renditen und Arbeitslosenquote – Bildquelle: Zerohedge

Wie die obige Grafik zeigt, sind in den vergangenen Jahren die Renditen der US-Papiere parallel zur Arbeitslosenquote bzw. Lohnsteigerung gefallen. Demographie und Produktivitätssteigerungen haben dabei ihren Anteil, aber historisch gesehen sind solche Ausprägungen immer Warnhinweise für eine Rezession. Die derzeitige Entwicklung der steiler werdenden Renditekurve gilt Ökonomen gemeinhin als Warnsignal, da die Renditekurve als der zuverlässigste Rezessionsindikator gilt.

In den vergangenen Tagen erreichte der Dow Jones ein Allzeithoch von über 29.000 Punkten. Etwa 55% der US-Amerikaner (oder 181 Millionen Menschen) sind NICHT im Aktienmarkt investiert. Für Deutschland sind diese Zahlen sogar noch weit schlechter. Das bedeutet, dass andere wohlhabender werden müssen und es für diese 55% immer schwieriger wird, Aktien zu einem für sie erschwinglichen Preis zu kaufen.

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