Die verschwundene Revolution

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12-11-19 11:58:00,

Wenn ich heute beispielsweise Richard David Precht in einer Talkshow sehe, wenn er erklärt, was an unserem Bildungssystem falsch ist, bekomme ich eine Art Déjà-vu. Vor allem denke ich: Hätten sie „uns“ damals bloß machen lassen!

„Wir“ haben 1989 sehr ähnlich über das Bildungssystem diskutiert. Dabei haben wir uns nicht lange an ausführlicher Kritik aufgehalten, sondern vor allem gemeinsam darüber nachgedacht, was man besser machen könnte.

„Wir“ — das waren die Aktivisten einer „Arbeitsgruppe Volksbildung“ in Leipzig, die mehr oder weniger lose mit dem Neuen Forum verbunden war und sich gegründet hatte, um Bildungskonzepte für die Zukunft in einer demokratisierten DDR zu entwickeln.

Das Neue Forum, zur Erinnerung oder zur Information für die Jüngeren, war eine politische Oppositionsbewegung, die sich nach dem tschechoslowakischen Vorbild „Obcanske Forum“ (Bürgerforum) in der DDR gegründet hatte, um eine wählbare Alternative zur alles beherrschenden SED zu werden. Wir gingen jeden Montag auf die Straße, um gemeinsam mit anderen Demonstranten freie Wahlen und die Zulassung des Neuen Forums zu fordern, natürlich auch mehr Reisefreiheit und generell echte Demokratie.

Wir hatten die Vorstellung, wenn das Neue Forum einmal als Partei anerkannt würde, dann müsste es große Chancen haben, bei den ersten wirklich freien Wahlen in der DDR gegen die SED zu gewinnen und dann wäre es endlich so weit: Wir könnten die politischen Greise in der Regierung, die mit ihrem Parteiapparat jede vernünftige Entwicklung im Land massiv erschwerten, endlich ablösen und die DDR zu einer modernen demokratischen Gesellschaft umwandeln.

Und darauf wollten wir vorbereitet sein. Es gab noch weitere Arbeitsgruppen, für Wirtschaft oder für Umweltschutz. Ich engagierte mich in der für Bildung. Wir kamen alle aus der Praxis, als Lehrer, Erzieher, Psychologen berichteten von unserem Alltag, büffelten pädagogische Theorien, diskutierten über die Vermeidbarkeit von Strafen, über den Sinn und Unsinn von Zensuren, über die beste Verbindung von Theorie und Praxis. Wir waren uns einig gegen das Auswendig-Lernen und hatten ein Modell entwickelt, das sich Nachbarschaftsschule nannte und so konsequent wie möglich Lernen mit praktischer Erfahrung (zum Beispiel in der unmittelbaren Umgebung) verbinden wollte.

„Wir haben wirklich geglaubt, wir könnten die Volksbildungspläne der Zukunft gestalten“, sagte neulich ein Mitstreiter von damals zu mir, als ich ihn nach dreißig Jahren am Stand eines Kinderbuchprojektes wiedertraf. Er hatte Tränen in den Augen und lachte.

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Die gekaufe Revolution

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09-11-19 09:57:00,

Die Umstände der Einheit sind Schnee von gestern. Mit Folgen bis heute. Um die damaligen Abläufe haben sich vereinfachende Legenden gebildet, die das Verständnis nach wie vor belasten. Es herrscht ein konservatives Narrativ vor, wonach es für den gegangenen Weg keine Alternativen gab. Dieses einst von Margaret Thatcher geprägte Tina-Prinzip gehört zu den Glaubensbekenntnissen, die den Anforderungen an eine moderne, lebenswerte Welt am wenigsten gerecht werden. Schon weil wir weiterhin ständig an Scheidewegen stehen, sollte aus Gründen des nachholenden Dazulernens daran erinnert werden, welche Weichen damals falsch gestellt wurden.

Verfestigt hat sich ein wohl beabsichtigtes Bild, wonach gleich nach dem sogenannten Mauerfall die Massen zu schneller Einheit drängten, verbunden mit dem Wunsch nach bedingungsloser Übernahme der westlichen Ordnung. Derart seien die bedachtsam zögernden Bonner Politiker nur so zur Tempoeinheit getrieben worden. Doch schon zwei Tage nach Maueröffnung gab Kanzler Kohl vor der Bundespressekonferenz die Marschrichtung vor: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Deutschen die Einheit ihrer Nation wollen.“ Obwohl Ende November 1989 die meisten DDR-Bürger die Erfahrung hinter sich hatten, wie es ist, mit Begrüßungsgeld durch westliche Konsumtempel zu schreiten, entschieden sich 86 Prozent für „den Weg eines besseren, reformierten Sozialismus“, nur fünf Prozent wollten einen „kapitalistischen Weg“, neun Prozent einen „anderen Weg“ (1).

Rückblickend ist es eher erstaunlich, dass die Menschen der Minderheit von Oppositionellen, Theologen und Bürgerrechtlern mit ihren Angeboten einer grundlegenden Erneuerung für eine kurze Zeit die Regie überließen. Als der damalige Vorsitzende der Ost-CDU Lothar de Maizière zehn Tage nach Öffnung der Mauer der Bild am Sonntag ein Interview gab, konnte er sich sicher sein, mit seiner Meinung nicht allein zu stehen:

„Ich halte Sozialismus für eine der schönsten Visionen des menschlichen Denkens. (…) Wenn Sie glauben, dass die Forderung nach Demokratie zugleich die Forderung nach Abschaffung des Sozialismus beinhaltet, dann müssen Sie zur Kenntnis nehmen, dass wir unterschiedlicher Auffassung sind.“

Die Einheit sei nicht „Thema der Stunde“, sondern beträfe „Überlegungen, die vielleicht unsere Kinder und Enkel anstellen können“. Was weder de Maizière noch sonst jemand im Osten wusste: Drei Tage nach diesen Überlegungen legte das Direktoriumsmitglied der Bundesbank, Claus Köhler, auf einer internen Sitzung des Zentralbankrates ein Konzept für eine Währungsunion vor. Noch gab es Bedenken. Aber der keine Kosten scheuende Plan zum Aufkauf der Revolution war geboren.

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“Die revolutionäre Kraft des Fühlens” – Lesung von Maria Sanchez bei den Buchkomplizen | KenFM.de

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07-11-19 07:41:00,

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Maria Sanchez ist Therapeutin und Gründerin der Bewegungen „Sehnsucht und Hunger“ und „Essential Core“. Auf der Frankfurter Buchmesse liest sie aus Ihrem Buch „Die revolutionäre Kraft des Fühlens“ und setzt sich mit den Ursachen unserer Verhaltensweisen auseinander, die unser gesellschaftliches Zusammenleben oft auch in destruktiven Zügen formen.

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Veröffentlicht am: 7. November 2019

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Tagesdosis 3.10.2019 – Revolution und Krieg | KenFM.de

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03-10-19 03:25:00,

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oder „Der fortschreitende Zerfall der menschlichen und demokratischen Werte“

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Am heutigen 3. Oktober 2019 jährt sich die Deutsche Einheit zum 29. Mal. Die wirklich großen Reden werden kommendes Jahr zu hören sein. Kann dieses Land mit seinen gesamtdeutschen Bürgern aktuell zufrieden zurückblicken?

Deutschland ist hinsichtlich einer dahingehenden Betrachtung, einer meist emotional geführten Diskussion zerrissener, gespaltener denn je. Sehr schmal betrachtet, wurde vieles angepackt, bewältigt, in die Wege geleitet. Nun sollte aber bei solchen Routine-Jubiläen auch nie außer Acht gelassen werden, was in den letzten knapp dreißig Jahren demontiert, eingerissen und zerstört wurde. Welche Chancen verpasst wurden. Der berüchtigte Blickwinkel bedient auch hier die persönliche Meinung, den subjektiven Blick.

Zum Tag der Deutschen Einheit sieht, vielleicht spürt, ein vermeintlich wichtiger Repräsentant, das sogenanntes Gewissen unseres Landes, Frank-Walter Steinmeier, Zitat: Risse in der Gesellschaft. Der Deutschlandfunk ließ gestern wissen, er, Steinmeier, sei persönlich gegen Ost-West-Vergleiche. Zudem vermeide er auch das Aufrechnen regionaler Unterschiede (1).

Zitat des Bundespräsidenten: Der Ton zwischen Arm und Reich, Jung und Alt, Stadt und Land habe sich verändert. Es komme darauf an, die Auseinandersetzung weiter zu führen, aber mit einer Sprache, die nicht sofort abgleite ins Schwarz-Weiße, in die Beschimpfung oder Hass (1).

Rührend, nicht wahr. Auch der schleswig-holsteinische Regierungschef Günther mahnte im SWR, es sei eine gemeinsame Anstrengung nötig, damit kein großer Riss zwischen Ost und West entstehe (2). Risse, wohin man hört. Nun könnte man an diesem Feiertag recht zügig und in größerer Zahl Gründe benennen, warum, anscheinend für viele Politiker, auch Bürger irritierend, sich der Ton speziell in den letzten Jahren „verändert habe“. Dass es Risse quer durch die Gesellschaft gibt, ja auch von Ost nach West. Laut einer Umfrage finden 80 Prozent der Ostdeutschen, dass ihre Leistungen vom Westen seit der Wiedervereinigung nicht ausreichend gewürdigt worden sind. 70 Prozent seien zudem unglücklich darüber, dass zu wenig „auf die Meinung der Menschen in Ostdeutschland“ Rücksicht genommen werde, heißt es in einer repräsentativen Studie im Auftrag der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ (2).

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5G and the Wireless Revolution: When Progress Becomes a Death Sentence – Global Research

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22-09-19 07:33:00,

“Without any 5G, without any expansion of 4G, without putting any radar units in cars, all of these things are being planned for us, I believe we’ll be going…our reproduction will crash essentially to zero within probably about 2-3 years….5G, it could be months…

“The regulatory agencies around the world have been corrupted by the industry and are serving the goals of the industry, and are not serving the goals of the people that they’re supposed to be protecting.”

– Martin L. Pall, PhD (from this week’s interview.)

LISTEN TO THE SHOW

Click to download the audio (MP3 format)

Increasing dependence on wireless communication has become a facet of modern civilization, and communities around the planet are finding themselves having to adapt to this reality of life in the 21st century.

In the past nearly four decades we have seen the mobile phone advance to the point where the internet is able to access and download from the internet. Now we are poised to embrace the next generation of wireless communications which promises to allow for technological marvels breaching the farthest boundaries of the human imagination.

A powerful new infrastructure of satellites and antennas radiating digital signals in the millimeter frequency range will allow for the prospect of driver-less cars, surgeries that can be conducted at a distance, ‘smart cities’ and the ‘Internet Of Things.’ [1]

Scientists, doctors and environmental organizations have all lent their signatures and their support to an international appeal to stop the fifth generation of wireless technology known as 5G. The appeal references over 10,000 peer-reviewed scientific studies which spell out the harmful effects of this radio frequency radiation on humans, animals and plants. Efforts to alert regulatory authorities have generally fallen on deaf ears. [2]

In this week’s episode of the Global Research News Hour radio program, we pick up on a previous show theme by probing what is actually known about the health hazards of wireless, and examining government resistance to restricting its use.

In our first half hour, we hear from Frank Clegg, the head of Canadians for Safe Technology, about the difficulties he has experienced trying to get Health Canada and Canada’s elected representatives to pay attention to the documented health threats associated with existing and cutting edge wireless technology.

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Die revolutionäre Reparatur der Wachstums-Wirtschaft

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10-09-19 09:36:00,

Autoren Siemoneit (links) und Richters: «Leistungsloses Einkommen untergräbt Marktwirtschaft»
© Werkstatt Zukunft

Autoren Siemoneit (links) und Richters: «Leistungsloses Einkommen untergräbt Marktwirtschaft»

Hanspeter Guggenbühl / 10. Sep 2019 –

Leistungsprinzip statt Ressourcen-Plünderung: Nach diesem Prinzip wollen zwei Physiker die «Marktwirtschaft reparieren».

Wie befreien wir die (angebliche freie) Marktwirtschaft vom Wachstumszwang? Oder: Wie kann eine Wirtschaft ohne Wachstum funktionieren? Diese Fragen stellen sich seit Jahren einige Ökonomen, Politikerinnen und Freiheitsliebende, doch sie sind eine Minderheit. Denn für die grosse Mehrheit der Leute aus Wirtschaft und Politik – vom Freisinn über die SP bis hin zum technokratie-gläubigen Flügel der Grünen – ist das Wachstum der Wirtschaft eine unerlässliche Bedingung, um Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten, die Armut zu überwinden, die Renten und den Staatshaushalt zu finanzieren. Oder mit den Worten von Margaret Thatcher selig: «There is no alternative».

Gefragt wird allenfalls, wie sich dieses alternativlose Wachstum natur- und sozialverträglich gestalten liesse. Die Erfahrung zeigt: Bisher klappte es nicht. Denn trotz Wirtschaftswachstum wuchs die Schere zwischen Reich und Arm weiter – wenn auch auf höherem Niveau. Und mit dem Wachstum nahm die Ausbeutung von nicht nachwachsendem Naturkapital weiter zu, ebenso der Ausstoss von Treibhausgasen, die das Klima aufheizen.

Aus diesem Grund haben die verbliebenen WachstumskritikerInnen das Feld noch nicht geräumt. Unter ihnen lassen sich, grob gesagt, drei Gruppen unterscheiden: Erstens ökologisch orientierte Ökonomen, unter ihnen etwa Mathias Binswanger, die relativ ratlos zum Schluss kommen, die kapitalistische Markt- und Geldwirtschaft unterliege einem systemischen Wachstumszwang (Infosperber berichtete hier und hier darüber). Zweitens einige revolutionär gesinnte Linke, die finden, der Kapitalismus habe keine Probleme, sondern er sei das eigentliche Problem, und die folglich eine – wie auch immer geartete – Systemveränderung fordern.

«Marktwirtschaft reparieren»

Hier widmen wir uns einer dritten Gruppe, vertreten durch die Physiker Oliver Richters und Andreas Siemoneit. Sie meinen, eine natur- und menschengerechte Marktordnung lasse sich innerhalb der freien Marktwirtschaft verwirklichen. Ihr Rezept publizierten die beiden im Fachbuch unter dem Titel «Marktwirtschaft reparieren». (oekom-Verlag, 2019), in dem sie sich zum liberalen Leistungsprinzip bekennen – mehr darüber später.

Um den Konflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Naturausbeutung aufzulösen, bleiben gemäss Richters/Siemoneit «nur zwei Optionen», nämlich: «Wirtschaftswachstum ökologisch nachhaltig zu gestalten oder Nichtwachstum sozioökonomisch stabil zu machen.» Dazu blicken sie ebenfalls zurück und stellen fest: «Die erste Option – grünes Wachstum – scheitert trotz enormer Anstrengungen seit mehreren Jahrzehnten vor allem am Thema Rohstoffeffizienz (…) Die zweite Option – Nichtwachstum oder sogar Schrumpfung – erscheint den meisten Menschen in politischer Hinsicht als völlig unrealistisch,

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The Digital Revolution was a Disastrous Mistake – PaulCraigRoberts.org

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02-07-19 01:05:00,

Copyright .© Paul Craig Roberts 2019.- Please contact us for information on syndication rights.

This site offers factual information and viewpoints that might be useful in arriving at an understanding of the events of our time. We believe that the information comes from reliable sources, but cannot guarantee the information to be free of mistakes and incorrect interpretations. IPE has no official position on any issue and does not necessarily endorse the statements of any contributor.

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US “Color Revolution” Struggles in Hong Kong | New Eastern Outlook

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26-06-19 09:02:00,

NV53452

The Western media has been boasting over recent protests in Hong Kong. Western headlines have claimed the protests have “rattled” Beijing’s leadership.

The protests have been organized to obstruct Hong Kong’s elected government from moving forward with an extradition bill. The bill would further integrate Hong Kong’s legal system with that of mainland China’s, allowing suspects to be sent to the mainland, Taiwan, or Macau to face justice for crimes committed anywhere in Chinese territory.

The protests oppose the extradition bill as a wider means of opposing Hong Kong’s continued reintegration with China – arguing that the “One Country, Two Systems” terms imposed by the British upon Hong Kong’s return under Chinese sovereignty in 1997 must be upheld.

Uprooting the Last Vestiges of British Imperialism 

The story of Hong Kong is one of territory violently seized by the British Empire from China in 1841, being controlled as a colony for nearly 150 years, and begrudgingly handed over to China in 1997.

The “One Country, Two Systems” conditions imposed by the British were a means of returning Hong Kong to China in theory, but in practice maintaining Hong Kong as an enduring outpost of Western influence within Chinese territory.  The West’s economic and military power in 1997 left Beijing little choice but to agree to the terms.

Today, the Anglo-American international order is fading with China now the second largest economy on Earth and poised to overtake the US at any time. With economic and military power now on China’s side, it has incrementally uprooted the vestiges of British colonial influence in Hong Kong – the extradition bill being the latest example of this unfolding process.

Beijing has reclaimed Hong Kong through economic and political means. Projects like the recently completed Hong Kong high-speed rail link and the Hong Kong–Zhuhai–Macao Bridge have helped increase the number of mainlanders – laborers, visitors, and entrepreneurs – travelling to, living in, and doing business with Hong Kong. With them come mainland values, culture, and politics.

Hong Kong’s elected government is now composed of a majority of openly pro-Beijing parties and politicians. They regularly and easily defeat Hong Kong’s so-called “pan-democratic” and “independence” parties during elections.

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The 5G Revolution: Millions of “Human Guinea Pigs” in Big Telecom’s Global Experiment – Global Research

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12-05-19 11:59:00,

The fifth generation of mobile communications networks has begun encroaching on our public space over the course of the last decade. On April 3, Verizon flipped the switch in the US cities of Chicago and Minneapolis, making the telecom company the first carrier in the world to make the 5G network accessible to properly equipped devices. As many as 30 other U.S. cities will get access to Verizon’s Ultra Wideband network in 2019. The service is being embraced through various other providers to other countries, including Canada, over the course of the next year. [2][3]

The big pitch is that the networks dramatically increase the speed of wireless communications. Not only will this innovation improve download speeds of high definition video, it will allow for virtually instantaneous connections between gadgets, thereby allowing for everything from virtual reality game-playing in real time, to driver-less cars with much better reaction times than humans (thereby reducing the likelihood of traffic fatalities) to surgeons in far-away communities able to conduct delicate surgeries using robotic mechanisms. [4]

Intriguing as these technological novelties may be, they do come with a significant downside. A multitude of peer-reviewed scientific studies have pointed to the negative health impacts associated with the microwave radiation used in existing wireless networks. These include childhood cancer and behavioural effects, brain tumours, neurological effects including memory and cognitive deficits, male infertility effects, neuropsychiatric effects including depression, Electromagnetic Hypersensitivity, DNA damage, and malignant melanoma.

Remarkably, regulatory agencies like the US based Food and Drug Administration and the Federal Communications Commission consider the risks of this technology to be within tolerable levels. To quote the FDA:

“According to current data, the FDA believes that the weight of scientific evidence does not show an association between exposure to radiofrequency from cell phones and adverse health outcomes. Still, there is consensus that additional research is warranted to address gaps in knowledge, such as the effects of cell phone use over the long-term and on pediatric populations.”[5]

Scientists, environmental groups, doctors and concerned citizens have warned that the 5G roll-out constitutes “an experiment on humanity and the environment” and that it should be considered a crime under international law.

Citizen groups in the United States are responding and have dubbed Wednesday May 15th a National Day of Action.

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Green Revolution: Washington State To Allow Composting Of Human Beings

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04-05-19 08:55:00,

Authored by Simon Black via SovereignMan.com,

Each Friday we highlight a number of important, and often bizarre stories from around the world that my team and I are closely following:

1. Washington State will allow human body composting

It doesn’t get much greener than this.

Staking his presidential run on climate change, the Governor of Washington is set to sign a bill legalizing composting of deceased humans.

An especially high percentage of the deceased in Washington are cremated, so this alternative will cut down on carbon emissions.

Instead, family members can pay around $5,500 to turn their loved ones into compost, and use the composted-remains to plant a tree.

Hell, why not throw it right into the vegetable garden. Then your loved ones become a part of you.

Friendly reminder though, soylent green is people.

Click here to read the full story.

2. Satanic Temple gets tax-exempt status

Surely a sign that the end times are nigh, the Satanic Temple has successfully gained tax exempt status like any other religion.

The thing is, they aren’t really all about worshipping Satan.

The church was founded as a bit of a joke. The group is meant to protest the meddling of government and religion.

For instance, if government functions start with a prayer, they want to open with a prayer to Satan. And if a courthouse lawn has a ten commandments statue, they want Lucifer spreading his wings right there beside it.

And now they have forced the government to recognize them as a religion, with all the tax exemptions that come with it.

Click here to read the full story.

3. Laying the groundwork for conscientious objection to taxes

Speaking of interesting tactics to avoid taxes…

Last year a man who refused to pay taxes since 1997 had his case dismissed by a federal court.

He refused to pay because some tax dollars fund abortions which he morally objects to.

But the reason his case got dismissed had nothing to do with that.

The government couldn’t prove he evaded taxes,

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Basel 3: A Revolution That Once Again No One Noticed | The Vineyard of the Saker

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08-04-19 06:09:00,

By Aleksandr Khaldey
Translated by Ollie Richardson and Angelina Siard
cross posted with https://www.stalkerzone.org/basel-3-a-revolution-that-once-again-no-one-noticed/
source: http://www.iarex.ru/articles/65626.html

Real revolutions are taking place not on squares, but in the quiet of offices, and that’s why nobody noticed the world revolution that took place on March 29th 2019. Only a small wave passed across the periphery of the information field, and the momentum faded away because the situation was described in terms unclear to the masses.

No “Freedom, equality, brotherhood”, “Motherland or death”, or “Power to Councils, peace to the people, bread to the hungry, factories to the worker, and land to the farmers” – none of these masterpieces of world populism were used. And that’s why what happened was understood in Russia by only a few people. And they made such comments that the masses either did not fully listen to them or did not read up to the end. Or they did listen to the end, but didn’t understand anything.

But they should’ve, because the world changed so cardinally that it is indeed time for Nathan Rothschild, having crumpled a hat in his hand, to climb onto an armoured Rolls-Royce [a joke referencing what Lenin did – ed], and to shout from on top of it to all the Universe: “Comrades! The world revolution, the need for which revolutionaries spoke about for a long time, came true!” [paraphrasing what Lenin said – ed] And he would be completely right. It’s just that the results of the revolution will be implemented slowly, and that’s why they are imperceptible for the population. But the effects, nevertheless, will be soon seen by absolutely everyone, up to the last cook who even doesn’t seek to learn to govern the state soon.

This revolution is called “Basel III”, and it was made by the Bank for International Settlements (BIS). Its essence is in the following: BIS runs the IMF, and this, in turn, runs the central banks of all countries. The body of such control is called BCBS – the Basel Committee on Banking Supervision. It isn’t just some worthless US State Department or Congress of American senators. It’s not a stupid Pentagon, a little Department of the Treasury, which runs around like the CIA’s servant on standby,

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MMT Is A Recipe For Revolution

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02-04-19 05:57:00,

Authored by Robert Wright via The American Institute for Economic Research,

Historian Stephen Mihm recently argued that based on his reading of the monetary system of colonial Massachusetts, modern monetary theory (MMT), which he cheekily referred to as PMT (Puritan monetary theory), “worked – up to a point.”

One can forgive him for misunderstanding America’s colonial monetary system, which was so much more complex than our current arrangements that scholars are still fighting over some basic details.

Clearly, though, America’s colonial monetary experience exposes the fallacy at the heart of MMT (which might be better called postmodern monetary theory): the best monetary policy for the government is not necessarily the best monetary policy for the economy. As Samuel Sewall noted in his diary, “I was at the making of the first Bills of Credit in the year 1690: they were not Made for want of Money, but for want of Money in the Treasury.”

While true that colonial governments controlled the money supply by directly issuing (or lendin)  and then retiring pieces of paper, their macroeconomic track record was abysmal, except when they carefully obeyed the market signals created by sterling exchange rates and the price of gold and silver in terms of paper money.

MMT in the colonial period often led to periods of ruinous inflation and, less well-understood, revolution-inducing deflation.

South Carolina and New England were the poster colonies for inflation, in part because they bore the brunt of colonial wars against their rival Spanish and French empires. Relative peace and following market signals eventually stabilized prices in South Carolina.

In New England, however, Rhode Island for decades was able to act as a “money pump” that forced inflation on other New England colonies until they abandoned MMT entirely in the early 1750s.

In New York, New Jersey, and Pennsylvania, by contrast, legislatures followed market signals and were never pressed as hard militarily as the buffers to their north and south were. They therefore did not inflate away the value of their paper moneys by issuing too much.

After the French and Indian War, however, the Middle Colonies suffered from a large deflation rooted in wartime excesses,

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Viva la Revolution!

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12-03-19 07:52:00,

Ich wundere mich, dass es niemand anders sagt, schreibt, von den Dächern ruft:

Nicht Venezuela, nicht Kuba, auch nicht Nicaragua oder der Iran brauchen dringend und unbedingt einen „Regime Change“. Es sind die USA, die Europäische Union, eigentlich der ganze Westen, die eines Regime Changes bedürfen.

Und die Lage ist dringlich.

Der Westen ist verrückt geworden — er ist sozusagen übergeschnappt, bekloppt. Und die Menschen dort haben zu viel Angst, das zu sagen oder darüber zu schreiben.

Ein Land nach dem anderen fällt, wird zerstört, bekämpft, gedemütigt, in die Armut getrieben. Ganze Kontinente werden behandelt, als würden sie von verantortungslosen Kleinkindern bewohnt, die von sadistischen Erwachsenen gejagt und diszipliniert werden, die den Rohrstock und den Gürtel schwingen und mit irrem Gesichtsausdruck brüllen: „Benimm dich! Und tu, was wir sagen, sonst setzt‘s was!“

Wäre es nicht so deprimierend, wäre es fast komisch. Es lacht aber niemand. Die Menschen zittern, schwitzen, schreien, flehen, erbrechen sich — aber kichern tun sie nicht.

Ich sehe es überall, wo ich arbeite — in Asien, Lateinamerika, Afrika und im Mittleren Osten.

Warum nur?

Weil nordamerikanische und europäische Länder gerade tatsächlich und ernstlich ihr letztes Ultimatum stellen: Entweder gehorcht Ihr uns und fallt vor uns auf die Knie oder wir werden Euch brechen und vergewaltigen. Und wenn das noch immer nicht reicht, werden wir Eure Anführer und all jene, die uns im Weg sind, töten.

Das ist nicht besonders lustig, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass dies gerade in fast allen Ländern des so genannten Lateinamerika, in vielen Staaten Afrikas und des Nahen Ostens und in verschiedenen Staaten auf dem asiatischen Kontinent genau so vor sich geht.

Und es geht alles „professionell“ vonstatten, mit großer sadistischer Kunstfertigkeit und ebensolchen Ritualen. Bisher konnte noch niemand den Regime Change-Taktiken standhalten, nicht einmal die einst mächtige Sowjetunion, auch das riesige China nicht oder das stolze und entschlossene Afghanistan.

Kuba, Venezuela, Nordkorea und Syrien sind vielleicht die einzigen Länder, die noch standhalten. Sie widersetzten sich und mobilisierten all ihre Ressourcen, um zu überleben. Und sie haben überlebt. Allerdings zu einem hohen Preis.

Die Opfer weinen ständig. Ein paar unabhängige Länder machen ihrer Empörung Luft. Bis jetzt gibt es jedoch keine große Koalition,

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The Ghosts of Revolution? The Yellow Vests Rise Up against the Totalitarian Financial Empire. – Global Research

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09-03-19 10:18:00,

Elated, with the single-mindedness of the “We” of the many, suddenly aware of its power, the crowd pours out of the narrow street in which it was crammed, to the spacious Place de la Republique while singing the Marseillaise. It is by far the most popular song among Yellow Vests.

The second most popular is the WWII partisans’ song (Chant des Partisans), though with slightly changed lyrics. Now the song calls for the “toothless”, the “illiterate”, the “slackers”, the “stubborn Gaullois”– as Macron and his servants called the people who refuse to embrace his “reforms” – to rise against the Financial Elite, sparing not tears and blood, just as the French patriots did when they fought against the Germans. Occasionally you can also hear them singing the Internationale, which, anyway, was an adaptation of the Marseillaise.

Originally the song of the French Revolution, La Marseillaise is now the official national anthem of France. It calls “les enfants (the children) de la patrie”, the “citizens” to “take up arms” and raise the “bloody banners” against “tyranny” as the “day of glory” has arrived.

The ghost of the revolution

There is a one dominant analogy which is drawn, indirectly but explicitly by all –  whether by discussing with representatives of the French establishment or by watching the Yellow Vests’ demonstrations or by listening to the slogans and songs of the protesters here in France, the analogy is strongly felt throughout the last three months during which this original movement, despite the unavoidable fatigue, continues its mobilizations, taking by storm the French rural and peri-urban areas, several provincial cities, while now it also attempts to penetrate the “Suburbs”, the forts of the French working class.

The inescapable comparison which appears in a variety of forms, be they planned or spontaneous, is the Great French Revolution of 1789.

Its ghosts seem to haunt the French and their country. Whether it is because they want to dispel its notion or draw inspiration from it, I am not sure, but in the end, this is the analogy which, one way or another, is drawn by everyone;

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Dick Cheney: Revolutionär für die Superreichen

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20-02-19 01:13:00,

Ein bemerkenswerter neuer Film porträtiert den „mächtigsten Vize-Präsidenten aller Zeiten“, Dick Cheney, als den eiskalten Zyniker, der er ist. Die wirkungsvolle und oscarnominierte Produktion „Vice – Der zweite Mann“ führt in die Abgründe der Bush-Ära zurück. Von Tobias Riegel.

Es ist ein Strudel aus politischer Korruption, militärischer Skrupellosigkeit und persönlichem Machthunger: Man kann die laut einem neuen Hollywood-Film von einer Gruppe um Ex-US-Vizepräsident Dick Cheney verübten Kriegsverbrechen, Rechtsbeugungen und Schmutzkampagnen gar nicht aufzählen, so viele sind es: Dazu gehören unter anderem Angriffskriege, Folter, illegale Überwachung und Finanz-Deregulierungen.

„Vice – Der zweite Mann“ von Adam McKay (ab Donnerstag im Kino) ist ein Film über diese Abgründe – und über Masken: filmische und reale. Zum einen ist die optische Verwandlung des US-Schauspielers Christian Bale in den ehemaligen US-Vize-Präsidenten Cheney atemberaubend. Zum anderen verstand es wohl kaum ein Politiker ähnlich gut, seinen zynischen und zügellosen Charakter hinter der Maske des langweiligen Verwalters zu verstecken wie eben jener Dick Cheney. McKay stellt das Motto eines anonymen Verfassers voran:

„Hütet euch vor dem schweigsamen Mann. Während andere sprechen, beobachtet er. Während andere handeln, plant er. Wenn die anderen ruhen, schlägt er zu.“

Dick Cheney: Angetreten für den internen Putsch

Dieser Rat wurde nicht beherzigt. Darum hat „niemand Cheney kommen sehen“, wie der Film feststellt. Darum konnte sich der eiskalte und begabte Taktiker bei seinem Griff nach der Macht langsam anschleichen – versteckt hinter der politisch willenlosen Handpuppe George W. Bush. So zumindest erzählt es der Film: Cheney nutzte den von ihm verachteten Bush als schwaches Vehikel und ausschließlich, um die Etagen der Macht zu erklimmen. Nach Lesart des Films nahm Cheney den ungeliebten und eher symbolischen Posten des Vizepräsidenten nur an, weil er einen Plan im Kopf hatte: die Entmachtung Bushs hinter den Kulissen und seine eigene Ermächtigung zum Schatten-Präsidenten.

Der unerfahrene und ängstliche Bush hat laut Film dieser Degradierung im Vorfeld zugestimmt. Nach der fragwürdigen und extrem knappen Wahl von 2000 kam es dann umgehend zum regierungs-internen Putsch, wie der Film schildert: Bush wurde von seinen Vertrauten getrennt und von Cheneys Leuten wie Paul Wolfowitz oder Donald Rumsfeld eingekreist.

Wie weit die Kontrolle Bushs durch die Vertrauten Cheneys ging, verdeutlicht der Umgang mit den präsidentiellen E-Mails: Sie wurden laut Film ausnahmslos von den Leuten des Vizepräsidenten mitgelesen.

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Das Dilemma der Revolutionäre

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19-01-19 10:34:00,

There is no revolution, but evolution — so verspottete einst Frank Zappa bei seinen Liveauftritten jene Zwischenrufer, denen seine hochvirtuosen Grenzgänge zwischen allen nur erdenklichen Ästhetiken der Rockmusik und der klassischen Moderne nicht „revolutionär“ genug erschienen. Die Wagner-Paraphrase war ihm stets genauso wichtig wie das Reggae-Zitat. Zudem erklärte er mehrfach öffentlich, er habe es beispielsweise immer abgelehnt, auf Einladung von Kommunisten zu spielen, weil er ein Publikum wolle, dem vor allem die Musik wichtig sei. Zappa erkannte: Revolutionen sind kein geeigneter Weg, soziale und ökonomische Ungleichheit zu verringern oder gar zu beseitigen (1). Was also tun?

Es herrscht in jüngster Zeit wahrlich kein Mangel an semantischen Refreshings politischer Systemkategorien. Man nehme exemplarisch: Liberalismus, Sozialismus, Kommunismus, Konservatismus, Demokratie. Hierzu liegen aktuell ambitionierte Versuche vor, den heißen Kern des jeweiligen Konzepts freizulegen und darüber hinaus zu fragen, inwieweit sich solche historisch kontaminierten Begriffsmonster heute noch zur adäquaten Erfassung der Weltlage eignen (2).

Es wäre, nebenbei bemerkt, äußerst anregend, zu ergründen, inwieweit sich die genannten Begriffe letztlich sogar auf das singuläre Grundproblem der Moderne zurückführen lassen: Freiheit (3). Auch die vielerorts — übrigens links wie rechts! — deutlich vernehmbare, tiefe Sehnsucht nach dem postkapitalistischen Systemreset ist im Angesicht rasant-irreversibel fortschreitender Ungleichheit nur allzu verständlich.

Doch, so zeigt uns der Stanford-Historiker Walter Scheidel in seinem jüngsten Buch: Eine friedliche Senkung der ökonomischen Ungleichheit gab es in der Geschichte der letzten drei Jahrtausende noch nie! Nur die vier apokalyptischen Reiter Krieg, Revolution, Staatszerfall und Seuchen hätten geschichtlich — jedoch immer nur episodisch — materiellen Ausgleich möglich gemacht (4).

Und Scheidel bilanziert vor dem Hintergrund dieses düsteren Befunds: Die Geschichte lehre uns zwei Dinge über die Nivellierung ökonomischer Ungleichheit: Erstens würden radikale politische Maßnahmen nur in Krisenzeiten ergriffen (5). Und zweitens:

„Politische Eingriffe stoßen zwangsläufig an Grenzen. Die Nivellierung der materiellen Ungleichgewichte in Gesellschaften wurde ein ums andere Mal von gewaltsamen Kräften angetrieben, die sich entweder der Kontrolle des Menschen entzogen oder unter den gegenwärtigen Bedingungen politisch unmöglich durchzusetzen wären. In der heutigen Welt funktioniert keiner der wirksamsten Nivellierungsmechanismen: Die vier Reiter sind von ihren Rössern gestiegen. Und kein vernünftiger Mensch kann sich wünschen, dass sie wieder aufsitzen“ (6).

Und dann folgt der eindringliche Schlussakkord des brisanten Buchs:

„In der gesamten dokumentierten Menschheitsgeschichte stellten die periodischen Kompressionen der Ungleichheit infolge von Massenmobilisierungskriegen,

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Revolution in Russland?

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08-01-19 11:25:00,

Wladimir Putin bei der Neujahrsansprache. Screenshot: Rossija 1-Video

  1. Revolution in Russland?

  2. Kommt es zu einem Aufstand?


  3. Auf einer Seite lesen

Die Erhöhung des Rentenalters hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Putins Silvester-Ansprache folgte ein Proteststurm im Internet

Lange, so schien es, hatten die Russen wirklich Angst vor Demonstrationen oder hielten sie für sinnlos. Was in der Ukraine passierte und passiert. ist für die Russen auch weiterhin abschreckend, die Verarmung der Ukraine, die Schließungen von zu Sowjetzeiten gebauten Fabriken wie den Antonow-Flugzeugwerken, die militärischen Angriffe auf die “Volksrepubliken” und die Instrumentalisierung der ukrainischen Kirchen für die Machtsicherung des Präsidenten Petro Poroschenko. Über all das wird in den russischen Medien ausführlich berichtet.

Doch ist die Kritik an der Situation in Russland dadurch verstummt? Nein. Sie nimmt immer mehr zu. Wegen der Erhöhung des Renteneintrittsalters sank die Popularität von Wladimir Putin nach einer im November 2018 durchgeführten Umfrage des Lewada-Zentrums innerhalb eines Jahres von 59 auf 39 Prozent. Parallel nahm im vergangenen Jahr die Sowjetunion-Nostalgie zu. Während 2017 58 Prozent der Russen die Auflösung der Sowjetunion bedauerten, waren es 2018 schon 66 Prozent. Putin, der sich in umstrittenen innenpolitischen Fragen sonst häufig im Hintergrund hält, trug die Argumente für die Rentenreform selbst öffentlich vor. Das wirkte fast selbstmörderisch.

Wie stark das Image des Präsidenten gelitten hat wurde an den Reaktionen auf seiner Neujahrs-Ansprache im Fernsehen deutlich. Der Fernsehkanal “Rossija 1” deaktivierte bei der Putin-Neujahrsansprache die Funktion “Kommentare”. Wegen der massiven und zum Teil sehr aggressiven Kommentaren blockierte der Fernsehkanal “Erster” die Ansprache des Präsidenten auf YouTube. Die offizielle Begründung für die Blockierung war eine angebliche Beschwerde wegen der Verletzung des Urheberrechts.

Ein Blogger, der die Rede vor der Blockierung aufgezeichnet hatte, meinte anhand der Aufzeichnung nachweisen zu können, dass es zu der Rede im “Ersten” 11.000 Likes und 64.000 Dislikes gab.

Die zahlreichen Anti-Putin-Blogger, die meist den gleichen Tonfall wie der Oppositionsführer Aleksej Navalny anschlagen, feierten bei YouTube Triumphe. Zur Neujahrsansprache des Präsidenten erschienen massenweise Videos mit ironisch-gehässigen Titeln wie “Das reale Rating”, “Großvater, geh in die Rente” (1,2 Millionen Clicks) oder “Putin schändete das Neue Jahr”

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Revolution Returns to Europe. How and Why – Global Research

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07-01-19 02:50:00,

“Your heart

is too small to holdthis many people”— lyrics to a song of the Yellow Vests addressed to Macron

“I am not a seed of Chance

I, the moulder of the new lifeI am a child of Needand a mature child of Wrath……Listen to the voice of the windsFor thousands of years!Inside my wordall humanity hurts…”Kostas Varnalis (1884-1974), The Guide (Ο Οδηγητής) (*)

On the evening of 14 July 1789, the Duke de La Rochefoucauld-Liancourt woke King Louis XVI to inform him about the storming of the Bastille.

“Why, is this a rebellion?” the King wondered.

“No Sir. It’s a revolution”, replied the Duke.

What is happening today in France is one of the most significant political developments on the European continent after the collapse of the Soviet Union almost thirty years ago.

It is one of the most radical, deepest and dynamic challenges to modern European capitalism in decades, both in terms of method – the direct, mass mobilisation of people, of the “masses”, their dramatic entry on to the stage of history – as well as in terms of the depth of the movement, as in its demands, which directly question the political and, implicitly but clearly, the social regime.(**). In particular, it is evenly spread throughout France, rather than being restricted to the capital.

If we wanted to find a revolutionary movement in Europe reassembling that of the Yellow Vests in terms of massiveness and depth we would probably have to look back to the period 1965-75 or, as a maximum, to 1985.

That is, we would look back to the general revolutionary strikes in France and Italy (1968-1969), the ‘Prague Spring’ (1968), the Carnation Revolution in Portugal (1974-1975), the Solidarity revolution in Poland (1979-1981) and, perhaps to a lesser extent, to the long, militant strike of British miners (1984-85).

These are all movements which, each one in its own way and despite the differences between them, have profoundly changed how we perceive the world.

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Revolutionärer Optimismus

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07-12-18 10:42:00,

Es ist eine dieser komplexen Geschichten, die so schwierig zu erzählen sind, und doch sollte man sie erzählen, man muss sie weitergeben.

Stellen Sie sich den herrlichen Mekong vor, wie er unweit von Luang Prabang, der ehemaligen Hauptstadt von Laos, entlang fließt. Der Fluss ist mächtig, gesäumt von schlammigen Uferbänken und umgeben von üppig grünen Bergen. Stellen Sie sich arme Dörfer und alte Fährverbindungen vorund kaputte Plastiksandalen an den Füßen der Einheimischen.

Dann plötzlich kann man nahe des Dorfes Phonesai einige gewaltige Betonpfeiler erblicken. Sie wachsen aus dem Wasser und von beiden Uferbänken empor, und verbinden so buchstäblich zwei Berge.

Bald werden sie eine Brücke für Hochgeschwindigkeitszüge bilden. Gebaut wird sie von China, einer Nation mit der weltweit fortschrittlichsten Technologie für Hochgeschwindigkeitszüge. Etwas weiter unten wird eine weitere Brücke entstehen, für Autos und Fußgänger.

In beide Berge werden Löcher gebohrt, vorsichtig und möglichst schonend. Hier werden zwei Tunnel hindurchführen.

Natürlich wäre es viel billiger, die Berge mit Sprengstoff zum Einsturz zu bringen. Doch Anfang dieses Jahres hat China die „Ökologische Zivilisation“ in seiner Verfassung verankert, und was es zuhause predigt, das befolgt es auch im Ausland.

Dies ist das größte Projekt in der Geschichte von Laos, und es wird oft als ingenieurtechnische Mammutaufgabe beschrieben: 154 Brücken und 76 Tunnel sowie 31 Bahnstationen. Das laotische Gelände ist sehr komplex, die Natur größtenteils noch unberührt, und so soll sie auch bleiben. Die Bahnlinie wird 414 Kilometer lang sein und die Stadt Boten an der laotisch-chinesischen Grenze mit der laotischen Hauptstadt Vientiane verbinden. Nach Schätzungen werden rund 20.000 chinesische Arbeiter am Bau mitwirken sowie mehrere Zehntausend einheimische Arbeiter.

Die Bahnlinie soll voraussichtlich 2021 betriebsbereit sein. Sie wird Laos sowohl mit China im Norden als auch mit Thailand im Süden verbinden.

China Daily berichtet:

*„Die laotische Regierung hofft darauf, dass die Fertigstellung der China-Laos-Bahnlinie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung kräftig in Schwung bringen wird. Bereits der Bau der Linie hat in vielen Gegenden entlang der Route große Veränderungen bewirkt. *

Auf der vom Unternehmen Sinohydro betreuten Baustelle (Büro 3) zwischen den Städten Luang Prabang und Vangvieng arbeiten mehr einheimische als chinesische Arbeiter. Die umliegenden Bergdörfer haben etwa 300 Einwohner, von denen Sinohydro 3 etwa 20 für die Bauarbeiten angestellt hat.

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The Next French Revolution – Is it Beginning? | Armstrong Economics

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03-12-18 11:40:00,

The austerity measures of the EU are having a profound impact in Europe. In Paris of December 1st, 2018 (right on time with our volatility models for December) there was a major civil uprising, the worst France has witnessed in recent decades. Yellow Vests have converged in Paris to protest high living costs or in other words – a TAX RIOT. Rioters ran across central Paris torching cars and buildings, looting shops, smashing windows and clashing with police. The French President, Emmanuel Macron, was in Argentina for a G20 summit and said he called an emergency meeting on Sunday when he would return. Jeanne d’Hauteserre, the mayor of Paris’ 8th district, near the Arc de Triomphe, came out and told the press: “We are in a state of insurrection, I’ve never seen anything like it.”

This has followed what was billed as a violent protest two weeks before of nationwide against fuel taxes and living costs. This tax rebellion is known as the “Yellow Vest” movement after fluorescent jackets kept in all vehicles in France. Politicians simply never learn. This is not just the youth. This is the older generations as well. Revolutions come become of taxes and corruption. The famous saying of Marie Antoinette “Let them eat cake” was the popular slogan during the French Revolution. There is no evidence that she ever actually said those words. Still, it inspired a revolution. The “cake” was not a desert, but it was a term that referred to the crust of the pâté which was left over. It certainly seems that the EU politicians are making the very same mistake. With that callous remark that was attributed to her, the Queen of France became the most hated symbol of the decadent monarchy and fueled the revolution that would cause her to (literally) lose her head several years later.

In Paris, the police fired stun grenades, tear gas and water cannon at protesters on the tourist street known as the Champs-Elysees boulevard. The police said they had arrested almost 300 people while 110 were injured, including 20 members of the security forces. As a consequence, there are now parts of the city of Paris completely void of police as there was a shortage to defend the entire city.

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Die stille Revolution der Liebe

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30-11-18 01:53:00,

Seit einigen Monaten begleitet mich die junge Schweizerin Christina von Dreien. Gerade als ich beschlossen hatte, nach mehrjährigem ständigen Rödel einmal inne zu halten und aus den Gewohnheiten des Alltags ein Stück heraus zu treten, „kamen“ ihre Bücher zu mir. Gleich nachdem ich sie gelesen hatte, kaufte ich zehn Exemplare und begann, sie zu verschenken.

Christina von Dreien hat das Zeug, „die stille Revolution der Liebe“, die als Sehnsucht in unseren Herzen tobt, auszulösen. Besser gesagt, diese Revolution ist bereits voll im Gange, und Christina von Dreien kommt gerade recht, um sie auf ihre wunder-volle Weise zu befeuern. Ich lade Sie ein, folgende Zeilen vorbehaltslos zu lesen und urteilsfrei auf sich wirken zu lassen, am besten aus dem Herzen heraus.

Jeder, der sich für den Wandel einsetzt, hat seine Spezialgebiete: die Weltpolitik, Ökologie, das Geldsystem, den militärisch-industriellen Komplex, soziale Brennpunkte, die Gesundheit, Geschichte, Bildung, Wissenschaft. Diese und viele andere wichtige Bereiche sind allesamt in Sachen Aufdecken, Hinterfragen, Auflösen und neu Denken wichtig für eine offene, friedfertige, vielschichtige, polyphone, menschliche, naturverbundene, respektvolle Koexistenz in Frieden. Und jeder hat seine ganz eigenen Fähigkeiten und Aufgaben. Wir müssen nicht alle das Gleiche denken und tun.

Selbst in der Friedensbewegung können sich aus Angst, Mangel und Abgrenzung „limiting beliefs“ einschleichen. Es geht um respektvolles Zusammenwirken und — wie Christina von Dreien betont — um die Verbindung von Mut und Weisheit. Denn Mut allein führt schnell zu Übermut und zu wenig Mut mündet in Feigheit. Weisheit allein, lässt einen nicht zur Tat schreiten.

Diese neuen Wege sind oft erst einmal unspektakulär, fein und zerbrechlich und vor allem nicht kompatibel mit dem alten Denken, das immer noch weit verbreitet ist. Es geht zum Beispiel darum, dass für wirklichen Frieden Gewalt nicht mit Gewalt beantwortet werden kann, auch nicht mit der Gewalt der „Guten“ … Und das fängt schon mit verbaler Gewalt an.

„Dynamic Peace“, so wie ihn auch Christina vermittelt, ist das Verunmöglichen von Gewalt, nicht nur Waffenstillstand. Das vergessen wir oft selbst im Alltag und merken gar nicht, dass wir uns manchmal schon Andersdenkenden gegenüber respektlos verhalten.

Um uns herum zürnt die alte Welt, bricht in sich zusammen, wir rotieren in unserem Alltag und trotz aller Hiobsbotschaften und himmelschreienden Missstände, die uns umgeben, fühle ich Großes, Schönes auf uns zukommen,

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Nach der Revolution

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01-11-18 01:30:00,

Im Viertel um den Asan-Platz in Kathmandu gibt es einen Markt. Dorthin fährt die ganze Stadt zum Einkaufen. Kleine Läden für Gemüse, Gewürze, Haushaltswaren und bunte Frauenkleider gibt es hier. Friseure und Schuhmacher bieten ihre Dienste an. In den engen Gassen gibt es uralte hinduistische und buddhistische Tempel und Statuen. In diesem Viertel geben aber nicht die Touristen den Ton an, sondern die einfachen Leute.

Abends kommt man in dem Menschenstrom rund um den Asan-Platz nur langsam voran. Motorradfahrer schlängeln sich auf ihren knatternden Maschinen durch das Gewimmel. Man möchte protestieren. Doch als ich mich umblicke, sehe ich, dass die Zweiräder Niemanden zu stören scheinen.

Eine U- oder Straßenbahn gibt es in Katmandu nicht. Es gibt nur Busse und Taxis. Das ist für eine Stadt mit fast einer Million Einwohnern erstaunlich. Aber irgendwie funktioniert alles. Und je länger ich in Kathmandu bin, desto mehr genieße ich die Ruhe, mit der die Menschen hier leben.

Am zweiten Tag notiere ich in mein Tagebuch: „Die Leute scheint der Staub und der Lärm nicht zu stören. Sie strömen zielgerichtet irgendwohin. Auf den Bürgersteigen drängen sich die Menschen dicht an dicht. Aber sie wirken gelassen und scherzen sogar.“

In Kathmandu leben fast eine Million Menschen. Auf den mehrspurigen Straßen der Hauptstadt von Nepal herrscht dichter Verkehr. Die Stadt liegt auf 1.300 Meter Höhe zwischen grün bewachsenen Bergen in einem Talkessel. Der Smog kann nur schwer abziehen. Wegen der Staubwolken, und auch um sich vor Bakterien zu schützen, tragen viele Menschen Masken oder Tücher vor dem Mund. An die Masken, die es in einfacher, aber auch in sehr gut ausgearbeiteter Ausführung gibt, scheinen sich die Leute gewöhnt zu haben.

Bild

Das Altstadtviertel Bakhtapur, Foto: Ulrich Heyden

In der Hauptstadt von Nepal sieht man vor allem einfach gebaute, mehrstöckige Wohnhäuser aus Beton. Nur in Bakhtapur, einem am östlichen Stadtrand gelegenen Viertel, fühlt man sich in die Jahrtausende alte Geschichte des Landes zurückversetzt. Straße um Straße sieht man hinduistische Statuen und Pagoden, die sich mit ihren geschachtelten Dächern in den Himmel recken. In diesem Viertel gibt es keine Häuser aus Beton. Hier wurde mit Holz und Ziegelsteinen gebaut. Alles ist im alten Stil erhalten. Einige Gebäude, die unter dem Erdbeben 2015 gelitten haben, werden zurzeit wieder aufgebaut.

An Grünflächen herrscht im dicht bebauten Kathmandu großer Mangel.

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Europe & Risk of Revolution | Armstrong Economics

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29-10-18 10:12:00,

QUESTION: Thank you, Mr Armstrong, for your lifetime work. mindblowing as always.

I picture Europe now as Greece during the Roman Republic (before its conquest). isolated, corrupted to the core. And the US as the new Roman Republic. Will it become an empire after 2032?

Marius was the man of the people and in the end, he was defeated by Sylla (Senate if I m correct). But Marius’ idea was carried on by Cesar. Was he a socialist before the hour?

as a European, which side is the safest to pick when we will be dragged in the conflict???

thanks again!

best regards from France

ANSWER: Ironically, people may think history is just the past. The next time you watch Star Wars, look closer. It is about this very struggle of the people versus the Empire. Instead of swords, they fight with laser swords. If you look at the royal guard, they had cloaks and helmets much as the Romans were dressed. This is actually a saga that is repeated time and again throughout history. Pericles in Athens was charged and put on trial as they are trying to do with Trump. Today, we call it the Deep States. In Roman times, Caesar fought against the corrupt Senate who was the political party known as the Optimates.

You are correct, Marius lost. His coins refected the anti-establishment. You can see the female head of Italia, for which he was fighting. Caesar’s reputation has been distorted by the corrupt Optimates such as Cato and Cicero. Caesar was a man of the people, not a socialist, just an anti-establishment from the perspective of corruption. He too had to flee Rome under the dictatorship of Sulla who would have killed him much as Stalin killed anyone who might oppose him.

The aspect of Europe is the total failure to really integrate the 28 member states. It is effectively a dictatorship without accepting the responsibilities. The EU dictates what the budgets should be of each member under the pretense of maintaining the Euro. The USA does not have that structure. The Feds, nor the Federal Reserve, care about the budgets of each 50 state.

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The Electric Revolution: Move Aside Lithium, Vanadium Is the New Super-Metal for Bigger Batteries – Global Research

The Electric Revolution: Move Aside Lithium, Vanadium Is the New Super-Metal for Bigger Batteries – Global Research

12-10-18 10:56:00,

The lithium ride was a great one. Cobalt, too. All they needed was their Elon Musk moment, which came in the form of the Nevada battery gigafactory. The next Elon Musk moment won’t be about lithium at all—or even cobalt. It will be for an element that takes everything electric to its revolutionary finish line: Vanadium.

The one moment that will change everything … and that moment may be near.

Vanadium is lithium on steroids—wildly bigger and the only way forward from here. We may have already reached the peak of our electric revolution through batteries with lithium.

We need bigger batteries, preferably the size of a football field—or 20.

That’s vanadium—Element 23. The answer to our issue of scale.

“It’s no longer a technological maybe,” says Matt Rhoades, president and CEO of United Battery Metals, a Colorado vanadium explorer sitting on one of the few known sources of the next big battery metal in the entire United States.

Rhoades should know … his company is behind the discovery that hopes to put America definitively on the vanadium map. UBM’s Wray Mesa Project in Colorado has a mineral resource base estimate indicating resource of around 2.7 million pounds of vanadium—not to mention all the uranium they already know is there for additional upside.

“Vanadium is here, and lithium is scared because the $13-billion energy storage market has already found its new poster boy,” Rhoades told Oilprice.com.

China, followed by Russia and South Africa, have the largest reserves of Vanadium, which has become a strategic raw material in electric energy technology

Screenshot of Investingnews.com

The Moment of Truth

Indeed, Rhoades is an expert at timing.

The worldwide battle for vanadium is ramping up …

The Chinese have already had their Elon Musk moment …

The U.S. has none …

And vanadium was the best-performing battery metal last year, beating out even lithium and cobalt.

The truth is that it’s been a long road for vanadium to not only break into the energy storage market, but to actually become the future of the energy storage market.

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Die gekaufte Revolution

Die gekaufte Revolution

03-08-18 01:25:00,

Im Kampf um Nicaragua geht es um den US-Imperialismus
von Celina Stien-Della Croce

Stand 8. Juni in Nicaragua: 285 Tote, mehr als 1.500 Verwundete. Das Land ist gespalten. Man versucht, die Gewalt und das politische Klima drum herum zu verstehen. In den USA ist es so gut wie unmöglich, das aktuelle Narrativ zu durchschauen. Es scheint in steter Wiederholung, einer Echokammer gleich, durch die Mainstream-Medien gejagt zu werden. Diesem Narrativ zufolge ist Präsident Daniel Ortega autoritär. Er hat Renten gekürzt. Die Menschen haben protestiert. Ortega hat mit Gewalt reagiert und noch immer steigende Zahlen von Demonstranten umgebracht.

Ortega muss gehen, und die USA müssen ihn dabei unterstützen, im Namen der Demokratie. Aber die Wirklichkeit ist selten so simpel. Dieser Artikel soll keine Verteidigung von Ortegas Regierung sein. Er will auch nicht die jüngsten Todesfälle hinnehmen oder gar darüber hinwegsehen. Es ist lediglich der Versuch eines menschlichen Wesens gegenüber einem anderen, die Wände dieser Echokammer zu durchbrechen und den aktuellen Konflikt in seinem historischen Kontext darzustellen.

Die Fehlinformation – oder bestenfalls das sorgfältige „Frisieren“ von Fakten –in Bezug auf die aktuellen Proteste beginnt mit den Rentenkürzungen, die den Konflikt angeblich ausgelöst haben. Entgegen dem geltenden Narrativ stammen die Pläne zu Rentenänderungen nicht aus Ortegas Regierung. In Reaktion auf das Defizit in Nicaraguas Sozialversicherungsfonds INSS schlug der IWF (Internationaler Währungsfonds) unter anderem eine Kürzung der Rentenleistungen um 20 Prozent sowie eine Heraufsetzung des Rentenalters von 60 auf 63 (oder gar 65) Jahre vor.

Ortegas Regierung lehnte die harten Sparmaßnahmen des IWF ab und empfahl Rentenkürzungen um 5 Prozent und eine Erhöhung der INSS-Beiträge von 3,5 Prozent für Arbeitgeber und 0,75 Prozent für Arbeitnehmer. Ortegas Rentenkürzungen sind viel sanfter ausgefallen als die, die der IWF vorgeschlagen hatte, aber letzterem scheint man im Narrativ zu den Protesten keine Schuld zuzuweisen. Lassen Sie sich aber nicht täuschen: Der IWF und die neoliberale Agenda haben eine lange Tradition, politische Richtlinien zu entwerfen, durch die überall im globalen Süden Menschen wie du und ich verarmt werden und die Ungleichheit vergrößert wird. Nicaragua ist da keine Ausnahme.

Daniel Ortega ist schon lange ein Feind der USA und ihrer imperialistischen Agenda. Ortega war Teil der Sandinisten-Revolution, die 1979 die 40 Jahre währende, von den USA unterstützte Diktatur Somozas gestürzt hat.

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Die andere Revolution

Die andere Revolution

14-07-18 09:12:00,

Jesus sagte im Evangelium nach Thomas (1):

„Wenn ihr euch selbst erkennt, dann wird man euch erkennen (…) Wenn ihr aber nicht zum Verständnis eurerselbst gelangt, dann werdet ihr in Armut sein, und ihr werdet die Armut selbst sein.“

Zweitausend Jahre ist es nun her, dass Jesus die Menschen zu einer, mit der Erkenntnis ihrer eigenen Natur verbundenen, grundlegenden Änderung ihrer gesamten bisherigen Lebensweise sowie zu einer tiefgreifenden Umgestaltung ihrer gesellschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen aufrief. Ganz bewusst legte er sich dabei mit den damals herrschenden geistlichen und politischen Autoritäten an und verkündete seine große, alle Zeiten überdauernde Vision von einer völlig neuen und anderen Welt. Einer Welt des Friedens und der Gewaltlosigkeit, der Gerechtigkeit und der Liebe unter den Menschen.

Doch schon die meisten seiner Zeitgenossen empfanden die damit verbundene Forderung, ihr gewohntes, an eigensüchtigen Interessen und schnellen materiellen Erfolgen ausgerichtetes Leben aufzugeben oder zu korrigieren, als eine ungeheure Zumutung und verweigerten ihm die Unterstützung. Jesus wurde verraten, verhaftet und zum Tode verurteilt. Schließlich starb er einen grauenvollen Tod am Kreuz, nachdem er von den meisten seiner Anhänger verlassen und von den an der Hinrichtung anwesenden Volksmassen öffentlich verhöhnt und verspottet worden war.

Alles andere, was danach noch mit Jesus passiert sein soll, widerspricht den Zusammenhängen und Gesetzen der Natur sowie aller bisherigen menschlichen Erfahrung und entzieht sich damit von vornherein jeglicher Überprüfbarkeit.

Die von Jesus prophezeite Errichtung einer völlig anderen, einer neuen und besseren Welt hat nicht stattgefunden – und so ist es bis heute geblieben.

Die nicht zu übersehende Gegensätzlichkeit zwischen den Grundsätzen von Jesus und der ganz anders gearteten Praxis der sich nach seinem Tod etablierenden christlichen Kirche, dieser grundlegende Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit, prägte dann auch die gesamte kulturelle Entwicklung des christlichen Abendlandes.

Immer wieder wurde sich auf Jesus berufen. Immer wieder gab man vor, in seinem Namen zu handeln. Doch nicht die für Jesus höchsten Werte wie Frieden, Gewaltlosigkeit, Menschenliebe und Solidarität, sondern das eigensüchtige Streben nach persönlichen Reichtum und die Fähigkeit über andere Menschen zu herrschen und sich diese für die eigenen Interessen nutzbar zu machen, wurden für die Kultur des christlichen Abendlandes zu wichtigen, häufig praktizierten Werten.

Auch der Narzissmus der abendländischen Kultur mit seinem verhängnisvollen Zwang sich selbst und die eigene Lebensweise ständig erhöhen und aufwerten zu müssen,

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Die nächste Revolution

Die nächste Revolution

07-07-18 06:44:00,

Im vorherigen Beitrag haben wir uns mit den Gründen der Notwendigkeit einer neuen Revolution befasst. Wir haben gesehen, dass das gegenwärtige System nicht nur den Menschen versklavt und seiner Dogmatik des Konsums und der Produktion unterwirft, sondern auch die Lebensgrundlage des Menschen, die Umwelt, fortschreitend zerstört. In gebotener Kürze habe ich dargelegt, aus welchen Gründen eine Revolution trotz all der offenkundigen Gründe bisher ausblieb. Im Folgenden werde ich nun darauf eingehen, welche Fehler alle bisherigen Revolutionsversuche begangen haben ‒ warum sie nie zu einem vollkommenen Umsturz der herrschenden Ordnung führen konnten. Hiernach werden wir zusammen ein Ausblick auf die Konditionen einer neuen Revolution wagen.

Nun ist es nicht so, dass eine Revolution etwas vollkommen Neues, etwas nie Dagewesenes darstellen würde. Die Geschichte weist im Gegenteil zahlreiche Beispiele auf. Die bekanntesten sind wohl die Französische Revolution sowie die bolschewistische Revolution in Russland. Auch nach dem zweiten Weltkrieg gab es mit der sogenannten 68er-Bewegung in den westlichen Staaten eine Strömung, die sich wohl als revolutionär bezeichnen lassen könnte, da sie sich hauptsächlich gegen verkrustete, autoritäre Strukturen und Hierarchien sowie die kriegerische Politik westlicher Staaten richtete und somit gängiges staatliches Handeln fundamental in Frage stellte. Keiner dieser revolutionären Bewegungen gelang es jedoch, das System grundlegend zu verändern. Natürlich hat die französische Revolution den feudalen Ständestaat beendet und den König entthront, ebenso wie die bolschewistische die Herrschaft der Zaren beendete.

Doch wurde dadurch nur eine mächtige Klasse durch eine andere ersetzt.

In Frankreich hat das Bürgertum nur den Adel abgelöst, um an seiner Stelle die Herrschaft über das Volk auszuüben. Es richtete eine Herrschaft des Terrors ein, um Andersdenkende zu unterdrücken und schreckte auch vor Waffengewalt gegenüber friedlichen Versammlungen nicht zurück (1, 2).

Die Bolschewisten hingegen propagierten die Diktatur des Proletariats, durch welche die Klassengesellschaft aufgelöst und die Produktionsgüter in die Hand des Volkes gelegt werden sollten. Doch wie in jeder Diktatur zeigt sich nach der Revolution ein Unwille, die Macht tatsächlich abzugeben oder auch nur zu teilen, sobald sie einmal in den eigenen Händen liegt.

Und so bildete sich eine kleine, herrschende Klasse heraus, die sich nun nicht mehr durch Adelstitel, sondern durch Waffengewalt „legitimierte“. Zwar unterstützten die Bolschewiki vor der Oktoberrevolution den Aufbau von Arbeiterräten, nach ihrer Machtergreifung wandten sie sich jedoch gegen diese.

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Die letzte Revolution

Die letzte Revolution

07-07-18 06:43:00,

Herr Dr. Lieb, was waren die Anstöße für die Studentenbewegung?

Ausgangspunkt war zunächst die Hochschule und die mit dem Übergang zur Massenuniversität einhergehende Kritik an den geplanten technokratischen Hochschulreformen, wie etwa die Einführung der Regelstudienzeit, die Zwangsexmatrikulationen, die Trennung von Grund- und Aufbaustudium mit Zwischenprüfung oder das Ordnungsrecht. Zur Eskalation beigetragen hat das bornierte Autoritätsgebaren der Hochschulleitungen, etwa das Vorschützen des Hausrechts gegen das Recht der freien Rede.

Hinter der Auflehnung gegen längst überholte, nur noch den Schein vor sich hertragenden Autoritäten – also dem „Muff der 1000 Jahre“ –, stand als Grundmotiv das Aufbegehren gegen die unbewältigte Nazi-Vergangenheit der Vätergeneration und die damalige Schlussstrichmentalität. Dieser antifaschistische Grundimpuls war übrigens für mich und viele andere auch das Motiv für den Widerstand gegen die damals anstehenden Notstandsgesetze. Darin sahen wir eine historische Parallelität zum „Notverordnungsartikel“ der Weimarer Verfassung, mit dem Hitler die Macht an sich gerissen hat. Gerade in Berlin, wo ich studierte, kam dann noch die tiefe Enttäuschung über die amerikanische „Schutzmacht“ und deren brutalen Kriegseinsatz in Vietnam hinzu.

Wie wurde aus der Studentenbewegung die außerparlamentarische Opposition APO?

Die Studentenbewegung war alles andere als eine einheitliche politische Bewegung und es war auch keineswegs so, wie das heute vielfach dargestellt wird, dass der SDS das allein tragende Element war. Der SDS hatte – hoch geschätzt – höchstens 3.000 Mitglieder und dem SDS angehörende Studenten stellten kaum irgendwo und wenn, dann nur kurz, die AStA-Vorsitzenden.

Von einer „außerparlamentarischen Opposition“ sprach man eigentlich erst nach der Schwächung der innerparlamentarischen Opposition mit der ersten Großen Koalition. Es gab innerparteiliche Oppositionsgruppen, wie etwa den Sozialdemokratischen Hochschulbund innerhalb der SPD oder den Liberalen Studentenverband bei der FDP. Es gab darüber hinaus Gruppen und Einzelpersönlichkeiten, die von den etablierten Parteien verstoßen wurden, wie etwa den SDS oder dessen Förderorganisation, den Sozialistischen Bund. Es gab linke Parteigründungsversuche und eine Vielzahl von Initiativen, etwa die „Kampagne für Abrüstung und Demokratie“, oder Diskussionsforen, wie die „Republikanischen Clubs“ oder die „Humanistische Union“.

So vielfältig die theoretischen oder weltanschaulichen Positionen auch gewesen sein mögen, Einigkeit bestand im Widerspruch und im latenten oder auch offenen Misstrauen gegenüber allem, was zum so-genannten „Establishment“ gerechnet wurde. Man vereinigte sich in der direkten Aktion zum Beispiel gegen die Notstandsgesetze oder gegen den Vietnam-Krieg oder nach dem Anschlag auf Dutschke gegen den Springer-Konzern.

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Die neue Revolution

Die neue Revolution

30-06-18 12:17:00,

Das herrschende, kapitalistische System scheint bei oberflächlicher Betrachtung stabil und seiner vorgeblichen Aufgabe, der Sicherung des Überlebens der Menschen, gerecht zu werden. Doch bei näherer Betrachtung verströmt es immer offensichtlicher den Hauch des Todes, der mit einer immer absurderen Wirtschaft, fortschreitender Umweltzerstörung und Auflösungs- sowie Dekadenzerscheinungen der Gesellschaft einhergeht. Dennoch liegt der letzte Versuch einer dramatischen Veränderung bereits 50 Jahre zurück. Eine Revolution scheint heute in weiterer Ferne zu liegen als jemals zuvor. Der Mensch scheint sich in die scheinbar alternativlosen Sachzwänge des Kapitalismus eingefügt zu haben.

Und das, obwohl sie jedem Einzelnen – seien es Rentner, die in Altersarmut Pfandflaschen sammeln müssen, Studierende in den ökonomisierten Hochschulen oder Arbeitslose – immer stärker zu Leibe rücken. Doch Revolution scheint ein Thema von Vorgestern zu sein. Eine ferne Hoffnung, an die sich allein einige realitätsferne Romantiker klammern, denen es nicht gelingt, ihr Leben innerhalb des Kapitalismus zu organisieren, die in der herrschenden Dogmatik zu den Verlierern gehören.

Dabei ist eine tiefgreifende Veränderung des herrschenden Systems dringend notwendig. Denn das System verschlingt nicht nur immer größere Teile der irdischen Ressourcen in immer wahnwitzigerem Tempo. Es greift auch in das Leben jedes Einzelnen ein, beschneidet Freiheiten und sucht nach Möglichkeiten, jeden Aspekt des menschlichen Lebens zu kommerzialisieren.

Der Kapitalismus hat eine enorme materielle Anhebung des Lebensstandards vor allem in der westlichen Welt mit sich gebracht. In atemberaubender Geschwindigkeit brachte er stetig neue Erfindungen und Entwicklungen. So hat der medizinische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass die Menschen nicht nur immer älter werden, sondern auch seltener an Krankheiten sterben. Die Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion hat die Erträge in die Höhe schnellen lassen und wäre heute dazu in der Lage, die rasch anwachsende Weltbevölkerung zu ernähren.

Wenn die Verteilung funktionieren würde.

Doch was die Verteidiger des Kapitalismus geflissentlich verschweigen, ist, dass der Kapitalismus diesen sogenannten Fortschritt nicht nur möglich gemacht hat, sondern dass Fortschritt für ihn notwendig war und noch immer ist. Durch die Notwendigkeit des beständigen Kapitalflusses war es unabdingbar geworden, immer neue Produkte auf den Markt zu bringen und diese, notfalls mit psychischen Zwangsmitteln, in diesen zu verpressen.

Der Mensch wurde somit innerhalb des letzten Jahrhunderts auf zwei Funktionen reduziert: Einerseits diente er dem System als Ressource „Arbeitskraft“, die an der enormen Entwicklung teilnimmt,

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Friedliche Revolution

Friedliche Revolution

16-06-18 07:41:00,

Liebe Alexandra, warum ist Meditieren ein Thema für Euch? Und warum ist das relevant für andere?

In unserer schnelllebigen Zeit sehen wir einen großen Bedarf an der „Rückkehr zu sich selbst“ – eine Rückbesinnung auf die eigenen Grundwerte und vor allem auf die eigenen Bedürfnisse. Meditation ist eine jahrtausendealte Praxis, die seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt durch die hohen Anforderungen der modernen Arbeitswelt.

Allein in Deutschland ist die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Belastungsstörungen von 10,5 Millionen Tagen im Jahr 2011 auf 16,9 Millionen im Jahr 2016 gestiegen, Tendenz steigend.

Menschen, die zum Beispiel vom Burnout-Syndrom betroffen sind, fühlen sich aber nicht nur überfordert, sondern auch ihrer Vitalität und Lebensqualität beraubt. Diese Alarmzeichen unserer Gesellschaft sollten wir sehr ernst nehmen, denn wer keine Energie für ausreichende Selbstfürsorge hat, kann sich ebenso wenig für das Allgemeinwohl, die Umwelt oder seine Angehörigen einsetzen.

Studien konnten bereits nachweisen, dass Meditation stressbedingten Krankheiten entgegenwirkt. Nicht, weil sie uns stressresistenter macht, damit wir noch mehr leisten können, sondern indem sie uns beibringt, die inneren Grenzen und Bedürfnisse schneller wahrzunehmen und im Ernstfall die Stopptaste zu drücken.

Wir glauben, dass mentale und körperliche Gesundheit die wichtigste Ressource eines jeden Organismus ist und wieder zur obersten Priorität ernannt werden sollte, privat, aber auch für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Unsere Welt wird immer kriegerischer, die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt immer mehr zu. Ist der Appell „Meditiere für inneren Frieden“ da nicht eine große Gefahr – dass Menschen etwa denken könnten, mit „Ich-Optimierung“, „innerer Einkehr“ und Individualismus sozioökonomische Probleme lösen zu können, die durch Meditation allein, durch Individualismus gar nicht zu lösen sind?

Wir sind uns bewusst, dass Meditation nicht alle großen Probleme unserer Zeit lösen kann. Wichtig ist, dass jeder in erster Linie schaut, was er oder sie zu einer besseren Vision unserer Gesellschaft beitragen kann. Für manche Menschen bedeutet das, sich vegetarisch zu ernähren, seinen Lebensstil nach der Zero-Waste-Philosophie umzugestalten oder eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen in der eigenen Umgebung zu unterstützen.

Was es auch ist, die meisten Menschen würden behaupten, sie hätten keine Zeit für solche Dinge. Zeitknappheit ist ein großes Phänomen in allen Altersklassen, dabei muss man sich bewusst machen, dass wir täglich im Schnitt zwei Stunden und mehr auf Social-Media-Plattformen verbringen.

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Wagenknechts Revolution: Da kommt was auf uns zu …

Wagenknechts Revolution: Da kommt was auf uns zu …

11-06-18 02:39:00,

Sie ist die Galionsfigur der Linken. Manches Parteimitglied nennt sie Fluch und Segen zugleich. Ein Garant für Quoten in Talkshows, ein Publikumsmagnet bei Veranstaltungen, dennoch häufig unnahbar und bekannt für Alleingänge. Wie ist Sahra Wagenknechts Rückhalt in der eigenen Partei? Und welche Pläne verfolgt sie persönlich?

Was nach der Rede von Sahra Wagenknecht auf dem vergangenen Parteitag der Linken geschehen ist, lässt sich mit einem Fußball-Vergleich erklären: Nach dem sicher gewonnen geglaubten Heimspiel ging die Partie für die Fraktionschefin unerwartet in die Verlängerung. Hier sah sich Wagenknecht gleich einem ganzen Hagel von Kontern ausgesetzt.

Mehr zum Thema: Kipping zu Streit mit Wagenknecht: Niemand muss sich für eine Seite entscheiden

Mit oder gegen die Partei?

Der Vorwurf einiger Delegierter: Wagenknecht habe auf dem Parteitag zwei Tage lang geschwiegen, nur mit den anwesenden Medien gesprochen, um dann erst am Sonntag ihre Positionen vom Podium zu verkünden. Die linke Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, konnte sich kaum bremsen:

„Du zerlegst gerade dadurch, dass du seit Monaten keine Debatten zulässt, diese Partei. Du ignorierst die Position der Mehrheit dieser Partei. Und du hast jetzt wieder nachgelegt“

Der Bundestagsabgeordnete Alexander Neu konterte am Saal-Mikrofon, er könne nicht nachvollziehen, dass aus dem Berliner Landesverband Kritik an Wagenknecht laut werde und nicht über Abschiebungen aus dem von Rot-Rot-Grün regierten Berlin diskutiert werde. Diese liegen im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Beistand für Sahra

Gleich mehrere Abgeordnete der Linksfraktion des Bundestages springen der Fraktionsvorsitzenden an diesem Sonntag zur Seite. Fabio de Masi etwa erklärte, wer Wagenknecht und andere mit der AfD gleichsetze, habe „zu nah an der Wand geschaukelt“. Das linke Urgestein Diether Dehm vermeldete:

„Ich habe einen Traum, dass die Polizei eine Roma-Familie abschieben möchte, und auf der Treppe vor dem Haus sitzen Sahra Wagenknecht und Katja Kipping und verhindern es gemeinsam!“

Beendet wird die Debatte schließlich, als Katja Kipping, Bernd Riexinger, Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht gemeinsam die Bühne betreten und ankündigen, den Streit auf einer Klausurtagung von Fraktion und Vorstand zur Sprache zu bringen.

Wie groß ist Wagenknechts Rückhalt?

Die 48-Jährige steht innerhalb ihrer Fraktion keineswegs allein. Zu ihren Fürsprechern wie Dehm, Neu und de Masi werden unter anderem auch die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Andrej Hunko gezählt.

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Die innere Revolution

Die innere Revolution

16-05-18 07:42:00,

In seinem kürzlich erschienenen Buch “Manifest für Mensch und Erde – für einen Aufstand der Gewissen”, schreibt Pierre Rabhi, einer der größten revolutionären Geister im heutigen Frankreich, dass wir nichts verstanden haben, wenn unser Handeln nicht mit einem grundsätzlichen Bewusstseinswandel einhergeht. In diesem Sinne hat er die Bewegung der Colibris gegründet, wonach jeder den Beitrag zu einem besseren Zusammenleben leistet, der seinem Wesen entspricht.

Wie für alle großen Anführer friedlicher Revolutionen, von Gandhi über Martin Luther King zu Nelson Mandela, beginnt die Veränderung auch für Pierre Rabhi in unserem Denken und in unseren Herzen. Die Missstände müssen gesehen, benannt und aufgedeckt werden. Doch wirklicher, dauerhafter Wandel vollzieht sich mit dem inneren Auflösen des sich feindlich Gegenüberstehenden. Denn jede Art des Polarisierens kann immer nur dahin führen, die trennenden Abgründe noch zu vertiefen und jenen den Sieg in die Hände zu spielen, die sich an den Grabenkämpfen der Streitenden zu bereichern wissen.

Der Filmemacher Yann Arthus Bertrand sagt, es ist zu spät, um pessimistisch zu sein. Ich möchte hinzufügen: Es ist an der Zeit, Kraft aus unserer Komplementarität zu schöpfen und uns in unserer Verschiedenartigkeit zusammenzuschließen. Wir alle wünschen uns eine saubere Umwelt, Frieden mit unseren Nachbarn und freie Entfaltungsmöglichkeiten. Niemand hier will die Inszenierung von Gewaltakten im Kampf um die letzten Ressourcen des Planeten, den Polizeistaat, der sich ankündigt, und eine Medizin, die krank macht. Doch jeder versucht auf seine Weise, die Dinge in eine andere Richtung zu lenken.

Mein Beitrag als Colibri besteht darin, mich danach zu fragen, wo die Gewalt in mir ist, wo ich versuche, zu manipulieren und zu kontrollieren und wo ich mich krank mache. Seit meiner Krebserkrankung weiß ich, dass das, was mir geschieht, unweigerlich mit mir zu tun hat. In mir spielte sich etwas ab, das wohl von der Außenwelt beeinflusst wurde. Doch der Prozess der Zerstörung fand in mir statt. Und nur hier, so nahm ich es wahr, konnte er auch gelöst werden.

Die Ursachen und Lösungen unserer Probleme im Außen zu suchen, degradiert uns zu Konsumenten und ohnmächtigen Opfern des Geschehens.

Uns bleibt nichts, als anderen die Schuld für das Problem zuzuschieben und auf den Retter zu hoffen. So rechtfertigt das Trio Opfer, Schuldiger, Retter seit vielen Jahrtausenden jede Art von Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung.

Vor allem aber lenkt es uns davon ab,

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