Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela und Bolivien | Anti-Spiegel

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30-11-19 07:23:00,

Die Situation in Südamerika ist und bleibt angespannt, aber es gibt Hoffnungsschimmer.

Das russische Außenministerium hat am Donnerstag in einer Erklärung die Entwicklungen in Venezuela und Bolivien kommentiert. Da diese Ereignisse in den deutschen Medien derzeit keine so große Rolle mehr spielen – das gilt vor allem für Venezuela – habe ich die Erklärungen des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In Venezuela wurden Fortschritte beim Runden Tisch des nationalen Dialogs erzielt, den Meinungsumfragen zufolge die Mehrheit der Bevölkerung des Landes unterstützt. Dieses Format bringt greifbare Ergebnisse. Der Prozess der Erneuerung des Nationalen Wahlrates wurde eingeleitet, was für die Vorbereitung demokratischer Wahlen zum nationalen Parlament und die Rückkehr zum politischen Kampf auf der Grundlage der Verfassung von entscheidender Bedeutung ist.

Vor diesem Hintergrund erscheinen die gescheiterten Versuche der radikalen Opposition, neue Demonstrationen zu provozieren, lächerlich. Im Mittelpunkt steht dabei die Ernüchterung im regierungsfeindlichen Teil der Bevölkerung resultierend aus der konfrontativen Linie von Guaido, der in fast einem Jahr seiner Quasi-Präsidentschaft keine Ergebnisse erzielt hat. Im Gegenteil, der im September dieses Jahres eingeleitete Dialogprozess zwischen der bolivarischen Regierung und der gemäßigten Opposition scheint vielen Anti-Chavisten eine echte Alternative auf dem Weg zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen zu sein.

Gleichzeitig sehen wir aktive Unterstützung von Radikalen für die Idee, den Druck von außen auf die venezolanische Regierung sowie auf die Regierungsstrukturen, -organe und -behörden anderer Länder in der Region zu erhöhen. Washingtons Beitrag der unveränderten Fortsetzung der Sanktionspolitik gegen Caracas zeigt sich in neuen Äußerungen Washingtoner Beamter. Insbesondere sprechen wir über die Erklärung des Sonderbeauftragten des US-Außenministeriums für Venezuela, Elliot Abrams. Es scheint, dass das US-Außenministerium, das eigentlich „per Definition“ diplomatische Lösungen für internationale Probleme suchen soll, zunehmend auf den Stil der „Antidiplomatie“ fixiert ist. Zumindest im Falle Venezuelas.

Die jüngste Veröffentlichung eines Telefongesprächs zwischen dem kolumbianischen Botschafter in den Vereinigten Staaten und dem neuen Außenminister seines Landes in den amerikanischen Medien hat gezeigt, wie weit hergeholt die Vorwände für diese regelmäßigen Kampagnen sind. Sie können diese Materialien lesen, alles ist im Internet zu finden. Für das, was im Zentrum der anti-venezolanischen Politik von Maduros Gegnern steht, gibt es nur ein Wort: „Fake“. Alle Politik, Gedanken und Ideologie in Bezug auf den Sturz des „Regimes“,

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Atomabkommen mit Iran: Das russische Außenministerium über bevorstehende Konsulationen | Anti-Spiegel

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29-11-19 02:48:00,

Das Atomabkommen mit dem Iran ist seit drei Wochen weitgehend aus den deutschen Medien verschwunden, dabei wird es im Dezember bei UNO und im Rahmen der Vertragsstaaten des Abkommens zu Treffen kommen, die weitere, unschöne Weichenstellungen einleiten könnten.

Ich habe am 14. November über den Stand der Dinge und die unberechtigten Vorwürfe des Westens gegen den Iran berichtet. Zur Erinnerung: Die USA haben das Atomabkommen 2018 gebrochen und die EU weigert sich seit dem, ihre übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Sie hätte laut Abkommen den Handel und den Zahlungsverkehr mit dem Iran aufrecht erhalten und sogar garantieren müssen. Das tut sie jedoch aus Gehorsam gegenüber den USA nicht, auch wenn europäische Politiker vor der Presse stets beschwören, das Abkommen retten zu wollen. Die Details zu dem Atomabkommen finden Sie hier.

Der Iran hat nach dem Vertragsbruch der USA das Recht, Teile des Abkommen – oder sogar das gesamte Abkommen – auszusetzen. So steht es in Artikel 26 des Abkommens.

Das hat er nicht getan, aber er fordert die EU immer wieder auf, endlich ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen. Sie tut jedoch das Gegenteil, der deutsche Außenminister Heiko Maas hat Anfang November sogar mit europäischen Sanktionen gedroht. Daher dürften die Konsultationen der Vertragsstaaten, die Turnusgemäß im Dezember stattfinden, sehr interessant und kontrovers werden.

Das russische Außenministerium hat über den aktuellen Stand und über die bevorstehenden Konsultationen berichtet. Ich habe die Erklärung des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 6. Dezember wird eine Sitzung der Gemeinsamen Kommission des JCPOA (iranisches Atomabkommen) auf der Ebene der stellvertretenden Außenminister stattfinden.

Solche Treffen finden regelmäßig einmal im Quartal statt. Die Hauptziele sind die Schaffung von Bedingungen für die systematische Umsetzung des JCPOA unter Berücksichtigung der von den teilnehmenden Ländern eingegangenen Verpflichtungen und der zuverlässige Schutz der vereinbarten Projekte vor externen Angriffen, insbesondere durch die Vereinigten Staaten. Wir freuen uns auf ein produktives Gespräch über alle Aspekte der Umsetzung des Abkommens, das die umfassendste internationale Unterstützung und zusätzliche Anstrengungen aller JCPOA-Länder benötigt, um lebensfähig und nachhaltig aufrecht erhalten zu bleiben.

Der nächste Bericht des Generalsekretärs der UNO über die Umsetzung der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates soll ebenfalls am 12. Dezember in New York vorgelegt werden. Wir erinnern daran,

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Russische Kühe sollen dank VR-Brillen mehr Milch geben

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27-11-19 05:23:00,

Panorama

15:09 27.11.2019(aktualisiert 15:38 27.11.2019)

Zum Kurzlink

Russische Kühe sollen in Zukunft mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen (VR) und digitalen Bildern von grünen saftigen Wiesen mehr Milch geben. Im kalten russischen Winter könnten die Tiere simulierte Weideflächen sehen und so besser entspannen.

Dadurch könnte die Milchproduktion angekurbelt werden, teilte das Landwirtschaftsministerium des Gebiets Moskau mit. So sollten „noch nie da gewesene Ergebnisse erzielt werden“. Ein Prototyp der Brillen werde bereits an einem Bauernhof nahe der russischen Hauptstadt getestet.

Wirklichkeit nach Maß

Mit VR-Brillen kann man in virtuelle Realitäten eintauchen. Sie werden sowohl für Computerspiele als auch in anderen Branchen genutzt. So üben zum Beispiel Polizisten oder Feuerwehrleute mit dieser Technik Einsätze bei Notfällen und Terrorangriffen.

Russlands Agrartechnik (Symbolbild)

©
Sputnik / Vitaliy Timkiv

Die Brillen seien speziell an die Kopfform der Kühe angepasst, hieß es aus Moskau. Den Tieren sollen Schattierungen in Rot, Grün und Blau gezeigt werden. Erste Tests zeigten bereits Erfolge. Die Kühe spürten weniger Angst, und die Herde sei insgesamt friedlicher. Eine groß angelegte Studie soll dies weiter untersuchen. 

Emotionaler Zustand der Kühe

Einige russische Betriebe setzen nach Angaben des Ministeriums bereits auf klassische Musik, um die Milchproduktion bei Kühen anzuregen. Umweltbedingungen zeitigen erhebliche Auswirkungen auf das Wohlergehen des Milchviehs: Das hatten schon Forscher der niederländische Universität Wageningen und des schottischen Rural College festgestellt. Denn die Gesundheit der Kühe würde dadurch beeinflußt und damit auch die Qualität und Quantität der erzeugten Milch. Erfahrungsberichte von Landwirten, die bereits verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Tierschutzes wie der Tiergesundheit getroffen hatten, zeigten, dass die Erlebnisse der Kühe sowie deren emotionaler Zustand positive Auswirkungen auf die Milcherträge hätten, so das Landwirtschaftsministerium.

Sanktionen und Russische Landwirtschaft

Russland investiert seit einigen Jahren stärker in die heimische Milchindustrie, weil seit den Sanktionen auf diverse EU-Lebensmittel das Angebot von Milchprodukten mit lokaler Produktion aufgefangen werden soll. Das Land solle durch neue innovative Methoden auf dem internationalen Markt mithalten können, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Die Einführung moderner Technologien in der Milchproduktion ist derzeit Thema des VI. Internationalen Forums für landwirtschaftliche Milcherzeugnisse im russischen Krasnogorsk.

ba/dpa

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Das russische Fernsehen über die Hintergründe des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump | Anti-Spiegel

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25-11-19 09:05:00,

Während die deutschen Medien ununterbrochen über das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump berichten, lassen sie die Hintergründe immer weg. Das ist in Russland anders, das russische Fernsehen hat sie am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ beleuchtet.

Es ist inzwischen schon Tradition, dass das russische Fernsehen im wöchentlichen Nachrichtenrückblick die Situation in den USA seziert. An diesem Sonntag hat das russische Fernsehen etwas getan, was die deutschen Medien tunlichst vermeiden: Es hat einen Blick auf die Gründe für das Impeachment-Verfahren gegen Trump geworfen. Und man fragt sich, warum die deutschen Medien ihren Lesern und Zuschauern diese Hintergründe hartnäckig verschweigen. Daher habe ich die Sicht des russischen Fernsehens auf den politischen Zirkus in den USA übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die erste Phase der großen politischen Show, der Amtsenthebung von Präsident Trump, ist in den Vereinigten Staaten zu Ende gegangen. Die Demokraten werfen dem Staatschef Amtsmissbrauch vor und versuchen zu beweisen, dass Trump vom ukrainischen Präsidenten Selensky eine Untersuchung gegen den ehemaligen US-Vizepräsidenten Joseph Biden und seinen Sohn Hunter im Gegenzug für militärische Hilfe gefordert hat.

Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses hat 12 Zeugen angehört. Der Bericht wird dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses übergeben, wo entschieden wird, ob genügend Informationen gesammelt wurden, um eine formelle Anschuldigung gegen Trump zu erheben. Er hat die Demokraten bereits als „lächerlich“ bezeichnet und erklärt, dass er bereit sei, das Amtsenthebungsverfahren fortzusetzen.

Aber die wichtigste Frage, nämlich was der Sohn des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden eigentlich in der Ukraine gemacht hat, ist irgendwie in den Hintergrund geraten. Zu leidenschaftlich sind alle mit der Zerstörung des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten beschäftigt.

Die Amtsenthebungsanhörungen durch Abgeordnete der demokratischen Partei ist zu einer Show geworden. Fast 14 Millionen Zuschauer sahen die Übertragungen. Danach rief ein in Washington ansässiger Fernsehzuschauer, Donald Trump, im Programm Fox-Friends an.

„Vergesst nicht, die Ukraine hat mich gehasst, sie waren im Wahlkampf gegen mich, sie wollten, dass Hillary Clinton gewinnt. Und als ich gewonnen habe, fingen sie plötzlich an, mich so gut zu behandeln“, sagte Trump.

Trump sprach fast 40 Minuten lang mit dem Studio. Er berichtete auch über die laufenden Ermittlungen gegen FBI-Agenten, die seine Mitarbeiter im Wahlkampf überwacht haben und über die Korruption in der Ukraine.

„Dort herrscht Korruption von unglaublichem Ausmaß.

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Das russische Fernsehen über die Gewaltexzesse der Demonstranten in Hongkong | Anti-Spiegel

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24-11-19 08:39:00,

Das russische Fernsehen hat in der Sendung „Nachrichten der Woche“ einen Bericht aus Hongkong gebracht, der sich sehr von dem unterscheidet, was die westlichen Meiden zeigen.

Während im Westen die Gewalt der Demonstranten möglichst verschwiegen, heruntergespielt oder als Auswüchse einer kleinen Gruppe von Radikalen dargestellt wird, zeigt das russische Fernsehen das ganze Ausmaß der entfesselten Gewalt, die Hongkong erfasst hat. Da es wichtig ist, in einem Konflikt die Argumente beider Seiten zu kennen, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der US-Senat verabschiedete den „Hong Kong Human Rights and Democracy Act“. Trump hat das Dokument noch nicht unterzeichnet, aber er hat keine Wahl – er wird es unterzeichnen. Das ist kein Thema, für das der amerikanische Präsident jetzt eine zweite Front mit dem Kongress eröffnen würde.

Das künftige Gesetz sieht jährliche Berichte über die Einhaltung des Sonderstatus Hongkongs durch China sowie Sanktionen gegen Personen und Einrichtungen vor, die diesen Status verletzen.

Das erlaubt zwei Schlussfolgerungen. Die erste ist, dass die Vereinigten Staaten in der Außenpolitik zunehmend vom Kongress regiert werden, als wären sie eine parlamentarische Republik, in der der Präsident nur dekorative Funktion hat. Zweitens sind die Vereinigten Staaten, die so laut über die Unzulässigkeit äußerer Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten schreien, bereit, selbst überall unverhohlen einzugreifen.

Heute herrscht in Hongkong eine vorübergehende Waffenruhe. Es gibt Wahlen für Bezirksräte. Bisher waren drei Viertel der Sitze in der Hand der regierungsfreundlichen Parteien. Nun sind für die Opposition eine Rekordzahl von Kandidaten angetreten. Mehr als 4 Millionen Wähler werden zu den Urnen gerufen.

Aus Hongkong berichtet unser Korrespondent.

Im Wahllokal am Fuße des berühmten Victoria Peak kommen Maxine Yao und ihre Unterstützer frühzeitig an – aus Angst, wegen des aufgrund der Proteste gesperrten Cross Harbor Tunnels zu spät zu kommen. Sie brauchen Zeit, um ihre Wahlkampfunterstützung aufzubauen. Das ist hier am Wahltag nicht verboten. Und sie müssen sich vergewissern, dass es keine Provokateure gibt.

Im Programm von Maxine Yao geht es vor allem darum, das Recht auf Leben in dem Hongkong zu verteidigen, das sie kennen und das schon seit fast sechs Monaten von Radikalen zerstört wird, die sich ihr Recht mit Gewalt – mit Pflastersteinen und Knüppeln – nehmen.

Maxine und ihre Mitstreiter sind immer wieder von den Aufständischen angegriffen worden,

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Das russische Fernsehen mit einer beeindruckenden Reportage aus Bolivien | Anti-Spiegel

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24-11-19 05:41:00,

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Lage in Bolivien berichtet. Dabei ist eine ungewöhliche Reportage aus dem umkämpften Land entstanden.

In der Reportage ist der russische Korrespondent im Zentrum der Unruhen gewesen und es ist eine beeindruckende Reportage entstanden. Ich empfehle, nicht nur den von mir übersetzten Text zu lesen, die Reportage aus Bolivien ist mit meiner Übersetzung auch für Menschen verständlich, die kein Russisch verstehen und die Bilder sind in der Tat beeindruckend.

Beginn der Übersetzung:

Bolivien versinkt zunehmend im Chaos. Nach dem plötzlichen Rücktritt von Präsident Evo Morales eskalierte die Lage. Ja, die liberale Opposition hat endlich die Macht in ihren Händen und bereitet sich auf Neuwahlen vor, aber jetzt sind Anhänger des Ex-Präsidenten, der nach Mexiko geflogen ist, die meisten von ihnen Indianer, die ärmste Schicht des Landes, auf die Straße gegangen. Unter Morales sind viele der Armut entwachsen, aber jetzt fürchtet die indianische Bevölkerung Boliviens, dass die Zeiten der Gesetzlosigkeit, der Demütigungen und des Hungers zurückkehren. Die Polizei setzt derweil auf zügellose Gewalt. Viele Menschen wurden getötet.

Gasgranaten werden in die Menge geschossen. Gepanzerte Fahrzeuge rücken vor. Doch auf den Polizeiangriff gegen die Demonstranten folgt schnell eine Gegenoffensive. Die Polizei setzte Gas ein. Die Demonstranten werfen daraufhin Steine und versuchen einen Durchbruch.

Während der ganzen Woche hat Boliviens neue Regierung versucht, die Kontrolle über die Stadt Sakaba im Departamento Cochabamba zurückzugewinnen. Sie wird vollständig von Morales‘ Anhängern kontrolliert.

Ein Anwohner filmte die Ereignisse vom Dach aus mit seinem Handy, als er von einer Kugel getroffen wurde. Er war sofort tot. Demonstranten schleppen Verwundete und Tote nach Sakaba.

Hier kam es zu den größten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Alles ist ausgebrannt. Die Demonstranten werden nicht gehen, obwohl die Polizei nur 100-150 Meter entfernt ist.

In Säulen und Wänden sind in Einschusslöcher. Am Ort der Kämpfe liegen Patronenhülsen. In einem der Container sind Löcher aus großkalibrigen Waffen. (Im Beitrag hält der Reporter zum Vergleich eine 9-Millimeter-Hülse neben eines der Einschusslöcher, um zu zeigen, dass der Container von Kugeln wesentlich größeren Kalibers getroffen wurde.)

Sakaba ist nicht die einzige Rebellenbastion. Eine andere Stadt wurde auch von Evo Morales-Anhängern erobert.

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Das russische Außenministerium über das Pulverfass Südamerika | Anti-Spiegel

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23-11-19 11:25:00,

Bei der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums war die Lage in Südamerika wieder ein Thema. Die Sprecherin ging am Donnerstag auf die Entwicklungen in Venezuela und Bolivien ein.

Wie immer ist es erfrischend, wie klar und deutlich die russische Sprecherin die Dinge beim Namen nennt. Vor allem, wer sich Pressekonferenzen der deutschen Regierung angesehen hat, weiß die klaren und verständlichen Worte aus Moskau zu schätzen. Ich habe die offiziellen russischen Erklärungen zu Venezuela und Bolivien übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in Venezuela bleibt angespannt, aber es gibt auch ermutigende Momente. Kürzlich gab es öffentliche Kundgebungen der Konfliktparteien, die glücklicherweise ohne ernsthafte Zwischenfälle verlaufen sind. Wir stellten fest, dass die Zahl der oppositionellen Demonstranten deutlich zurückgegangen ist. Gleichzeitig geht der Dialog zwischen Regierung und Opposition trotz der Sanktionen und des Drucks Washingtons weiter. Wir freuen uns, dass die Region diese Bemühungen unterstützt.

Am 18. November fand im Rahmen des Montevideo-Mechanismus ein Treffen statt. Ich möchte Sie daran erinnern, dass dieses Format von Mexiko, Uruguay und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) geschaffen wurde, um eine Regelung der Krise in Venezuela zu unterstützen. In der Abschlusserklärung wird die Notwendigkeit geäußert, für die schwierige Krisensituation eine friedliche und demokratische Lösung zu finden und die Venezolaner selbst ihre Zukunft aufbauen zu lassen. Die von der Regierung und der Opposition vereinbarten Schritte sind zu begrüßen, d. h. die Wiederaufnahme der Beteiligung sozialistischer Abgeordneter an der Arbeit der Nationalversammlung, die Einstellung der Ermittlungen gegen die Opposition und der Beginn der Arbeiten zur Erneuerung der Zusammensetzung des Nationalen Wahlrats. Besonders hervorzuheben ist die kategorische Ablehnung der Aktivierung des Interamerikanischen Vertrags über gegenseitige Hilfe (Rio-Pakt), der geschaffen wurde, um Aggressionen zwischen Staaten zu verhindern und nicht um humanitäre Krisen zu lösen.

Wir schätzen den maßvollen Ansatz der Länder des Montevideo-Mechanismus, der die Grundsätze der UN-Charta und des Völkerrechts respektiert. Wir haben wiederholt gesagt, dass nur eine politische Lösung durch die Venezolaner selbst durch Dialog und ohne Vorbedingungen und ohne Einmischung von außen zu einer friedlichen Lösung führen kann.

Die verantwortliche Linie dieser Staatengruppe steht besonders im Gegensatz zur Position Washingtons, das die positiven Veränderungen, die in den Verhandlungen der venezolanischen Regierung und der Opposition stattfinden, hartnäckig ignoriert. Unter Verstoß gegen den Grundsatz der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten fordern die amerikanischen Kollegen weiterhin den Rücktritt des legitimen Präsidenten.

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Das russische Außenministerium über die Nato-Pläne zur Militarisierung des Weltraums | Anti-Spiegel

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23-11-19 10:58:00,

Die Nato hat angekündigt, den Weltraum als neues Einsatzgebiet zu betrachten. Dazu liegt nun auch eine offizielle Reaktion Russlands vor.

Ich habe darüber berichtet, dass Russland in der UNO eine Resolution eingebracht hat, die ein Wettrüsten im Weltraum vermeiden sollte. Die Staaten des Westens inklusive Deutschland und Israel haben dagegen gestimmt, während 124 der ca. 190 UNO-Mitgliedstaaten dafür gestimmt haben. Auf Nachfrage hat die Bundesregierung bei der Bundespressekonferenz dazu dann auch noch dreist gelogen.

Die Nato hat danach mitgeteilt, den Weltraum zu militarisieren, der offizielle Beschluss wird im Dezember von den Staats- und Regierungschefs getroffen werden. Nun hat Russland sich dazu offiziell geäußert. Ich habe die offizielle Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Gestern wurde bei einem Treffen der NATO-Außenminister in Brüssel angekündigt, dass der Weltraum neben Land, Luft, Wasser und Cyberspace als weiterer militärischer Einsatzbereich angesehen werden soll.

Solche Aussagen sind alarmierend. Die militärische Planung der Allianz zielt darauf ab, Instabilität auf allen Gebieten zu schaffen, mit allen sich daraus ergebenden Folgen in Form von Militarisierung und eskalierenden Spannungen. Die Allianz hat sich nun den Weltraum vorgenommen.

Wir werden genau beobachten, wie die Zusicherungen von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dabei keine Waffen im Weltraum einzusetzen, umgesetzt werden. Wir fordern die Alliierten auf, unsere Bemühungen zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum zu unterstützen. Ein Wettrüsten im Weltraum kann sich negativ auf die internationale Sicherheit und strategische Stabilität auswirken.

Wir gehen davon aus, dass die Umwandlung des Weltraums in eine Arena bewaffneter Konfrontation nicht im Sicherheitsinteresse irgendeines Landes der Welt sein kann, einschließlich der NATO-Mitgliedstaaten selbst.

Ende der Übersetzung

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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Wie das russische Fernsehen über den Tod des Gründers der Weißhelme berichtet | Anti-Spiegel

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18-11-19 08:45:00,

Das russische Fernsehen hat sich in der Sendung „Nachrichten der Woche“ mit dem mysteriosen Tod des Gründers der Weißhelme beschäftigt. Natürlich unterscheidet sich der Bericht von dem, was man in der westlichen Presse lesen kann.

Der Tod von James Le Mesurier wirft viele Fragen auf und die Weißhelme, die er gegründet hat, sind eine mehr als dubiose Organisation, die offen von westlichen Staaten, die gegen Assad gekämpft haben, mit dreistelligen Millionenbeträgen unterstützt wurde. Trotzdem wurde der westlichen Öffentlichkeit verkauft, es handele sich dabei um eine neutrale und humanitäre Organisation. Dass eine von einer Kriegspartei mit viel Geld unterstützte Organisation per se nicht neutral sein kann, ist den „Qualitätsjournalisten“ im Westen nie in den Sinn gekommen.

Daher unterscheidet sich die Berichterstattung zu dem Thema in Russland massiv, von allem, was wir in Deutschland von den Medien vorgesetzt bekommen. Das ist auch der Grund, warum die diesen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Mysteriöser Tod eines ehemaligen britischen Geheimdienstoffiziers in Istanbul. Wem war Gründer der Weißhelme im Weg?

James Le Mesurier hat nie türkische Zeitungen gelesen. Obwohl er drei Jahre in Istanbul gelebt hatte, hat er die Sprache nie gelernt und sogar im Café im ersten Stock des Hauses, in dem er lebte, klopfte der dem Kellner nur auf die Schulter und bat ihn, ihm „wie gewohnt“ Kaffee ohne Zucker zu bringen. Am Montag war das Café geschlossen und türkische Zeitungen schrieben: In Istanbul wurde die Leiche eines ehemaligen britischen Spions gefunden.

Er lag anderthalb Meter von seinem Haus entfernt und wurde am Morgen von Passanten entdeckt. Seine Frau schlief zu dem Zeitpunkt tief und fest. Sie wurde von der Polizei darüber informiert, dass sie nachts zur Witwe geworden ist. Auf eine Tasse Kaffee kommt James Le Mesurier nicht mehr ins Café.

Die Polizei hat den Kellnern verboten, mit Reportern über den Mann zu sprechen. Nur der Koch des Kebab-Cafés verstößt gegen das Verbot. Er sagt, der Brite habe die östliche Küche nicht gemocht. Er hat immer Toast mit Käse für fünf türkische Lira bestellt.

„Er hat immer ein wichtiges Gesicht gemacht. Manchmal bestellte er Tee oder Toast bei uns. Er sagte Hallo. Aber wir verstanden einander nicht: Er konnte kein Türkisch,

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Das russische Außenministerium über die Fortschritte in und um Syrien | Anti-Spiegel

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15-11-19 02:25:00,

Bei der wöchentlichen Pressekonferenz des russischen Innenministeriums war, wie jedes Mal, die Lage in Syrien ein Thema. Da die Fortschritte in dem Land in Deutschland verschwiegen werden, berichte ich darüber.

Es ist schon fast Tradition, dass ich die russischen Erklärungen zum Thema Syrien übersetze, da ich es wichtig finde, bei diesem für Europa so wichtigen Konflikt auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen. Daher habe ich auch die offizielle russische Erklärung vom Donnerstag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in Syrien hat sich insgesamt stabilisiert. Wir arbeiten weiterhin daran, Spannungen in Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der Regierung stehen, abzubauen, insbesondere im Nordosten und in Idlib.

Das russisch-türkische Memorandum vom 22. Oktober wird konsequent umgesetzt. Die kurdischen Milizen wurden von der syrisch-türkischen Grenze abgezogen. Syrische Regierungstruppen sind in die befreiten Gebiete eingerückt und die gemeinsamen russisch-türkischen Patrouillen haben auf einem zehn Kilometer tiefen Grenzstreifen in den Gebieten Kamishli und Kobani begonnen. All diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, das Blutvergießen und das Leid der lokalen Bevölkerung, sowohl der Kurden als auch der Araber, zu stoppen.

In Idlib beschießen die Terroristen von Hay’at Tahrir al-Sham trotz der Waffenruhe, die die syrische Armee am 31. August mit russischer Unterstützung ausgerufen hatte, weiterhin Stellungen der Regierungstruppen und nahe gelegene Städte. Jeden Tag werden 20-30 solcher Angriffe durch die Militanten registriert. In der Deeskalationszone selbst hat die Zahl der Proteste gegen die Herrschaft der Terroristen zugenommen. Die Demonstrationen haben Orte wie Saraqib, Binish, Taftanaz, Karuma und Maaret Numan erfasst. Die Terroristen versuchen, die Demonstrationen zu stoppen, zu zerstreuen und gehen aggressiv dagegen vor.

Wir stellen fest, dass die Spannungsherde „vor Ort“ in Syrien den erfolgreichen Start des Verfassungsausschusses in Genf nicht verhindert haben. Ende Oktober und Anfang November fand die erste Tagung des Ausschusses statt, an der 150 Mitglieder teilgenommen haben. Dann begann die Redaktionskommission aus 45 Vertretern ihre Arbeit. Sie besteht aus je 15 Vertretern jeder Partei: der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft. Die Kommission erarbeitet derzeit Vorschläge für eine Verfassungsreform für Syrien. Die nächste Sitzung ist für die letzte Novemberwoche geplant. Wir betrachten die Bildung und Einberufung des Verfassungsausschusses als gemeinsame Errungenschaft aller Syrer, die endlich die Möglichkeit haben, die Zukunft ihres Landes direkt und ohne Vermittler zu diskutieren.

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Russische Propaganda

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14-11-19 12:33:00,

Wie funktioniert russische Propaganda, und was macht sie so wirkungsvoll?

Das Grundprinzip ist universell und fokusiert auf macht­re­le­vante Dis­so­n­an­zen und Dis­kre­panzen in den Ziel­ländern, kombiniert mit der positiven Dar­stel­lung der eigenen Ambitionen.

Zu den wichtigsten Techniken zählen dabei nicht »Fa­kes« – die widerlegt werden können – son­dern eine geschickte Wahl von Themen, As­pek­ten und Inter­view­part­nern. Da man selbst keinen neutralen Jour­na­lis­mus verspricht, wird er vom Publikum auch nicht erwartet.

Am wirkungsvollsten ist dieser Ansatz, wenn eine Einseitigkeit oder Unvollständigkeit der westlichen Berichterstattung nachgewiesen und dadurch das Vertrauen ins westliche Mediensystem insgesamt erschüttert werden kann – siehe Slogans und Formate wie Question More oder Der Fehlende Part.

Progressiv wirkend, ist das übergeordnete strategische Ziel dennoch die mediale Unter­stüt­zung der russischen Außenpolitik – im Frieden wie im Krieg. Am besten lässt sich dies bei wechselhaften diplomatischen Beziehungen beobachten, etwa zu Ländern wie Frankreich, Israel oder der Türkei.

Zu bedenken ist ferner, dass staatliche russische Auslandsmedien von einer Regierung finanziert werden, deren Einnahmen wesentlich auf dem Export von Erdöl, Erdgas und Waffen beruhen.

Für westliche Kritiker aus den unterschiedlichsten politischen Richtungen ist ein solches Programm – ob zur Information oder als Plattform – gleichwohl at­trak­tiv. Westliche Medien geraten hingegen in ein Dilemma: Sollen sie die russisch geförderte Kritik aufnehmen, ignorieren, oder bekämpfen?

Weiterhin unbelegt ist hingegen eine angeblich russische Wahlbeeinflussung durch Social Media oder Computerhacks. 2018 wurde eine vom US-Kongress beauftragte Beratungsfirma zudem erwischt, wie sie selbst ein »russisches Botnet« vortäuschte, um eine US-Senatswahl zu manipulieren.

Westliche Projekte zu russischer Propaganda: EU versus Dis­info (EU), DisinfoPortal (USA), FaktenFinder (Deutschland), BellingCat (England), StopFake (Ukraine)

Siehe auch: Russlands heimliche Medienzentrale in Europa (T-Online, November 2018)

Selbsttest: Russische Propaganda

Zahlreiche Menschen sind Opfer transatlantischer Propaganda. Manche sind aber auch Opfer russischer Propaganda. Gehören Sie dazu? Machen Sie den Selbsttest und finden Sie es heraus.

  1. Russland intervenierte in Syrien, weil A) Terroristen bekämpft werden mussten, B) das Christen­tum verteidigt werden musste, C) Syrien als Klientelstaat erhalten bleiben sollte.
  2. Russland baut Nord Stream II, weil A) Erdgas ökologischer ist als Kohle,

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“Joker”: Das russische Fernsehen mit einer sehr gesellschaftskritischen Rezension des Kinoerfolges | Anti-Spiegel

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13-11-19 08:51:00,

Im Kino macht der Film „Joker“ Furore. Das russische Fernsehen hat darüber eine nachdenklich machende und gesellschaftskritische Rezension gebracht.

Ich wollte diese Rezension aus der Sendung „Nachrichten der Woche“ eigentlich nicht übersetzen, weil sie nicht wirklich zu den Themen des Anti-Spiegel passt. Aber wer diese Rezension liest, findet eine sehr tiefgründige Gesellschaftskritik, die in meinen Augen doch lesenswert ist. Also habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens über den Film „Joker“ doch übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der neue Welterfolg im Kino mit einem neuen Rekordeinspielergebnis, ein amerikanischer Film, ist schwere Kost. Es geht um „Joker“ vom Regisseur und Drehbuchautor Todd Phillips, Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig. „Joker“ hat bereits 16 Oscar-Nominierungen. Ein Rekord.

Die Handlung spielt in der fiktiven Stadt Gotham, die aussieht wie New York. Der Held des Filmes ist ein psychisch kranker Schauspieler und Komiker namens Arthur Fleck. Nach dem Drehbuch ist er vielleicht nicht ohne Talent, aber sicherlich ein Künstler mit unterdurchschnittlichen Fähigkeiten. Schlecht für seinen Lebensweg sind außerdem der deutliche Mangel an Bildung, kombiniert mit einer psychischen Erkrankung.

Er ist ein Verlierer, das können wir vorwegnehmen. Er trägt Zirkus-Make-up auf und verdient sein Geld als Clown, der versucht, die Leute in New Yorker Clubs zum Lachen zu bringen, aber jedes Mal dabei scheitert.

Beim Zuschauer entsteht die gegenteilige Wirkung. Der „Joker“ ruft Empathie und Mitleid hervor. Mitleid ist der erste Schritt zur Sympathie. Und in Russland umso mehr, denn das Thema „kleiner Mann“ ist dank Gogol und Dostojewski immer ein wichtiger Teil unserer Seele. Wenn er talentiert gespielt wird, dann noch mehr.

Joaquin Phoenix spielt den sehr schwierigen Charakter sehr talentiert. Um sich an die Rolle zu gewöhnen, musste er nicht nur 24 Kilogramm abnehmen, sondern auch Dutzende Stunden Videos über das Verhalten von Menschen mit ähnlichen psychischen Behinderungen ansehen. Er spielt mitreißend. So sehr, dass wir, das Publikum, uns mit der Hauptfigur identifizieren und anfangen, sein Leben und seinen Schmerz zu leben. Das ist eine ungewöhnliche Erfahrung für uns. Zwar gab es früher schon in Literatur und Kino Charaktere mit Behinderungen, aber im „Joker“ gehen wir dank meisterhaftem Drehbuch, geschickter Regie und herausragender schauspielerischer Leistung selbst in einem psychisch kranken Menschen auf.

Zum Teil ist das heute in Mode und gilt für alle Arten von Minderheiten.

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Wie russische Korrespondenten über das Leben in Syrien berichten | Anti-Spiegel

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13-11-19 09:35:00,

Natürlich ist Syrien in den russischen Medien ein Dauerthema und auch über die Rückkehr eines friedlichen Alltagslebens dort wird in Russland nun häufig berichtet, nachdem der Krieg in den meisten Teilen Syriens beendet ist.

Da es darüber in Deutschland überhaupt keine Berichte gibt, finde ich es umso interessanter, die russischen Berichte aus Syrien selbst zu sehen. Wo noch vor kurzem Kriegsreporter berichtet haben, wird nun von einer Rückkehr eines weitgehend normalen Alltagslebens berichtet. Dieser Beitrag des russische Fernsehens zur Lage in Syrien ist, wenn man meine Übersetzung daneben legt, aufgrund der Bilder auch ohne Russischkenntnisse leicht zu verstehen. Die Bilder aus Syrien finde ich faszinierend und daher habe ich diesen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 9. November sprachen Putin und Erdogan am Telefon über Syrien, wo beide Länder Garanten für den Friedensprozess sind. Die Staatschefs betonten die Bedeutung der Koordinierung im Nordosten Syriens und bekräftigten ihr Bekenntnis zum Grundsatz der territorialen Unversehrtheit des Staates.

Zuvor hatten die russische Militärpolizei und türkische Grenzschützer die dritte gemeinsame Patrouille an der syrisch-türkischen Grenze durchgeführt. Die Strecke von 105 Kilometern wurde in 4 Stunden zurückgelegt. Patrouillen werden nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft durchgeführt. Es ist symbolisch, dass russische Militärhubschrauber die Landebahn einer Militärbasis nutzen, die Ende Oktober von den Amerikanern in aller Eile aufgegeben wurde.

Bei der Flucht verstärkten die Amerikaner ihr Kontingent im Nordosten Syriens, direkt bei den Ölfeldern des Landes. Zuvor hatte Trump unverhohlen erklärt, dass er „Öl liebt“ und nun werden die US-Truppen nach seinen Worten das Öl in Syrien „beschützen“. Der russische Außenminister Sergej Lawrow scherzte daraufhin bitter und sagte, die Frage sei, vor wem die Amerikaner syrisches Öl schützen würden, bleibe offen.

Auf jeden Fall hat Donald Trump laut Associated Press die Ausweitung der Militärmission in Ölfördergebieten im Osten Syriens, von Deir Ez-zor bis Al-Hasaka, genehmigt. Das Pentagon sagt, dass die Gewinne aus Ölverkäufen an kurdische Gemeinden gehen. Das ist schwer zu glauben.

Unterdessen breitet sich in weiten Teilen Syriens ein friedliches Leben aus.

Aus Syrien berichtet unser Korrespondent.

Die Altstadt von Damaskus aus der Vogelperspektive. Das ist eine der ältesten Moscheen der Welt, die Omeyed-Moschee, hier ein nahegelegener Markt und eine orthodoxe und eine katholische Kirche.

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“Nato ist hirntot” – Das russische Fernsehen über Macrons Interview im Economist | Anti-Spiegel

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12-11-19 01:05:00,

Das Aufsehen erregende Interview Macrons mit dem Economist war am Sonntag auch noch einmal Thema in der russischen Sendung „Nachtrichten der Woche“.

Auch wenn ich über das Interview schon berichtet habe, ist die Reaktionen des russischen Kommentators darauf durchaus interessant. Daher habe ich den kurzen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das britische Magazin The Economist veröffentlichte ein Interview mit Präsident Emmanuel Macron, das auf beiden Seiten des Atlantiks für eine Flut von Kommentaren gesorgt hat. Macrons schillerndstes Zitat ist die Diagnose des Hirntods der Nato. Und Macron hat nicht nur einen impulsiven Tweet geschrieben, sondern den Briten seine Idee erklärt. Während sich die NATO und Europa um Geld und Märkte kümmern, haben sie eine gemeinsame Idee und ein gemeinsames Ziel verloren.

„Der Markt ist keine Gemeinschaft. Die Gemeinschaft ist etwas stärkeres: Sie impliziert Elemente der Solidarität, eine gewisse Einheit, die wir verloren haben, und politisches Denken“, sagte Macron.

Amerika hat Europa nur gemolken und immer mehr Geld für seine Waffen gefordert und sich ansonsten von der Alten Welt abgewendet.

„Dies ist das erste Mal, dass wir es mit einen Präsidenten der Vereinigten Staaten zu tun haben, der unsere Vorstellung von einem europäischen Projekt nicht teilt und mit einer amerikanischen Politik, die im Widerspruch zu diesem Projekt steht. Die Folgen sehen wir jetzt in Syrien: der Garant der letzten Instanz, der Schutzschild, der Europa stärker gemacht hat, hält die bisherigen Beziehungen zu Europa nicht mehr aufrecht“, sagte Macron.

Europa selbst befindet sich in einer beispiellosen Krise. „In Europa gibt es eine Spaltung zwischen dem Norden und dem Süden in wirtschaftlichen Fragen, sowie zwischen Ost und West in Migrationsfragen, was zu einem Anstieg des Populismus in ganz Europa geführt hat. Diese beiden Krisen, Wirtschaft und Migration, haben der Mittelschicht einen besonders schweren Schlag versetzt. Wenn wir nicht aufwachen, werden wir einem erheblichen Risiko ausgesetzt sein, dass wir auf lange Sicht einfach geopolitisch verschwinden oder zumindest aufhören, Herr unseres eigenen Schicksals zu sein. Davon bin ich zutiefst überzeugt“, sagte Macron.

Macron hat diese Vorstellung vom Ende der Welt für Europa schon einmal zum Ausdruck gebracht, aber jetzt ist es Macrons zunehmend anhaltendes Leitmotiv. Und vor kurzem sagte der französische Präsident, dass ein Bündnis mit Russland das rettende Element sein könnte.

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Das russische Fernsehen über die politische Schlammschlacht in den USA | Anti-Spiegel

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12-11-19 08:33:00,

Derzeit schafft es wohl keine Nachrichtensendung auf der Welt ohne einen Bericht über den politischen Zirkus in den USA. Auch das russische Fernsehen hat am Sonntag im Wochenrückblick „Nachrichten der Woche“ wieder einen Blick über den großen Teich geworfen.

Da das Narrativ im Westen feststeht, ist es immer erfrischend zu sehen, dass es außerhalb der medialem Filterblase der westlichen Medien auch noch ganz andere Ansichten gibt. Russland hat keinen Grund, Trump zu mögen. Selbst unter Obama wurden nicht so viele anti-russischen Sanktionen eingeführt, wie unter Trump. Trotzdem ist es interessant, dass bei aller Kritik, der Trump im russischen Fernsehen ausgesetzt ist, er doch eine – in meinen Augen – ausgewogene und faire Berichterstattung erhält. Daher habe ich auch diesen Beitrag des russischen Fernsehens über das Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Bis zur US-Präsidentschaftswahl bleibt weniger als ein Jahr. Am 3. November 2020 werden wir wissen, ob Trump sein Weißes Haus behalten wird. Und bis zu diesem Tag wird die gesamte politische Klasse in Amerika nur vom Kampf um die Macht fasziniert sein. Die Demokraten werden nach jedem Vorwand suchen, um Trump zu stürzen und er wird um sich schlagen und angreifen.

Jetzt läuft eine weitere Runde dieses Kampfes. Das Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten wurde im Kongress offiziell eingeleitet, weil er sich der Ukraine gegenüber nicht wie gewünscht verhalten hat. Aber Trump hat sich so erfolgreich verteidigt, dass er die Chancen von Biden, der als demokratischer Spitzenkandidat galt, verringert zu haben scheint. Dies zeigt sich zumindest daran, dass ein anderes Schwergewicht der Demokraten, Bloomberg, ins Rennen gegangen ist.

Es sind noch drei Monate bis zu den Vorwahlen und der „Granit“-Staat, wie New Hampshire genannt wird, ist für Biden noch eine Nummer zu groß. Der ehemalige Vizepräsident wird hier Umfragen zufolge von den Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren überholt. Auch ein Bürgermeister von Indiana, Pete Butidzic, ist ihm auf den Fersen.

2016 hat New Hampshire als erster Staat Donald Trump gewählt. Biden, der kam um Papiere einzureichen und eine mobile Kampagne für das Amtsenthebungsverfahren aufführen wollte, wurde von Trump-Anhängern an diesem verschneiten Tag ein heißer Empfang bereitet. Sie stürmten die Korridore der lokalen Regierung.

Das Kapitols verließen die Trumpisten als Sieger.

„Wir sind gegen ein Amtsenthebungsverfahren. Der Präsident macht alles richtig: die Mauer bauen,

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Das russische Außenministerium über die Lage in Latein- und Südamerika | Anti-Spiegel

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09-11-19 09:24:00,

Die Lage in Latein- und Südamerika, wo in vielen Ländern Unruhen und Proteste herrschen (nicht über alle wird in Deutschland berichtet) war ein Thema bei der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums.

Die Sprecherin Maria Sacharowa ist auf die Lage in Venezuela, Bolivien und Haiti eingegangen. Über die Unruhen in Haiti habe ich in Deutschland praktisch keine Berichte gefunden. Bevor wir zu der russischen Erklärung kommen, ein paar Worte zu der Lage in der Region.

In Latein- und Südamerika herrscht Unruhe, wobei die Ursachen die gleichen sind, nämlich Armut und soziale Ungerechtigkeit. Aber die Auslöser sind sehr unterschiedlich. In Venezuela erleben wir Proteste gegen eine sozialistische Regierung, die von harten US-Wirtschaftssanktionen stranguliert wird. Ich bin kein Verfechter des Sozialismus, aber ich frage mich schon, warum die USA das Land mit Sanktionen in die Knie zwingen müssen, wenn der Sozialismus das Land doch angeblich ohnehin zu Grunde richtet. Da könnten die USA doch ganz entspannt abwarten.

In Chile ist die Situation umgekehrt: Dort herrscht seit 40 Jahren der Neoliberalismus in Reinkultur, aber er hat nicht gehalten, was uns davon versprochen wird. Die Wirtschaft floriert zwar, aber die Menschen sind verarmt. Vom Wirtschaftswachstum profitieren nur sehr wenige Menschen dort.

Und zwischen diesen beiden Extremen liegen die Spannungen in der Region. Egal, ob Brasilien oder Argentinien, wo es ebenfalls brodelt, oder ob Ecuador, Bolivien oder Haiti wo es schon massive Prosteste gibt, die Region gleicht einem sozialen Pulverfass.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat sich zu der Lage in Venezuela, Bolivien und Haiti geäußert und ich habe die offizielle Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in und um Venezuela bleibt angespannt. Radikale Oppositionskräfte geben den Versuch nicht auf, die Straßenproteste aufzuheizen. Die nächsten Protestkundgebungen für ganz Venezuela sind für Mitte November geplant.

Vor diesem Hintergrund setzen die Regierung und die konstruktive Opposition ihre mühsame Arbeit im Rahmen des so genannten „Runden Tisches des nationalen Dialogs“ fort. Politische, wirtschaftliche und wahlpolitische Fragen werden diskutiert, einschließlich der Vorbereitungen für die Parlamentswahlen im nächsten Jahr. Es gibt ermutigende Anzeichen für die Beteiligung der oppositionellen Nationalversammlung an diesem Prozess. Unter Beteiligung ihrer Stellvertreter wurden Vereinbarungen über eine gemeinsame Erneuerung der Zusammensetzung des Nationalen Wahlrats getroffen. Wir betrachten dies als einen ersten wirklichen Schritt zur Überwindung der institutionellen Krise und zur gemeinsamen Suche nach einvernehmlichen Lösungen für wichtige innenpolitische Fragen im Einklang mit der Verfassung.

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Das russische Fernsehen über Nord Stream 2 und die Gefahren für die europäische Gasversorgung | Anti-Spiegel

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03-11-19 06:36:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen über die dänische Genehmigung für den Bau von Nord Stream 2 berichtet und über die europäische Gasversorgung im Allgemeinen. Merkwürdigerweise ist letzteres in den deutschen Medien kaum ein Thema, obwohl es akute Risiken gibt.

Ich habe immer wieder über die Gasversorgung für Europa berichtet. Die Probleme sind bekannt: Der Bedarf an Erdgas wächst in der EU, die Pipelines aus Russland sind am Limit, die europäische Gasförderung ist rückläufig. Die USA wollen ihr Fracking-Gas nach Europa verkaufen und sind daher gegen die neue Pipeline aus Russland, denn das Fracking-Gas ist 30 Prozent teurer, als das russische Gas und kann daher unter Marktbedingungen nicht konkurrieren.

Außerdem läuft am 1. Januar der derzeitige Transitvertrag mit der Ukraine aus und ein neues Abkommen ist nicht in Sicht, da die Ukraine auf Zeit spielt und auf einen kalten Winter hofft. Das könnte ihre Chance sein, sich in einem neuen 10-Jahresvertrag bessere Konditionen für den Transit auszuhandeln, wenn es in der EU nach Ende des Vertrages Anfang 2020 zu Engpässen in der europäischen Gasversorgung kommen sollte.

Das ist ein altes Ritual, ich habe hier in einem ausführlichen Artikel die Chronologie der letzten 20 Jahre zusammengefasst, die aufzeigt, dass die Ukraine dieses Spiel jedes Mal bei Vertragsende gespielt hat. Nur dürfte das Spiel dieses Mal nicht aufgehen.

Das russische Fernsehen hat über die aktuellen Entwicklungen eine gute Zusammenfassung gebracht, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die lang ersehnte gute Nachricht: Die dänische Energieagentur hat endlich die Genehmigung für den Bau des Abschnitts der Nord Stream-2-Gaspipeline in ihren Hoheitsgewässern in der Ostsee erteilt. Dänemark leistete sehr viel Widerstand.

Tatsächlich ist Dänemark nichts Schreckliches passiert. Im Gegenteil, „Nord Stream-2“ wird es ermöglichen, zusätzliches Gas zu bekommen. Denn während Dänemark früher Gas verkauft hat, kauft es jetzt Gas. Es fördert immer weniger eigenes Gas. Aber die Dänen wehrten sich nur aufgrund von offenem Druck aus Amerika. Allerdings wäre es unanständig und riskant gewesen, noch mehr Zeit zu schinden.

147 Kilometer Rohrleitung durch dänische Gewässer. Fünf Wochen ununterbrochene Arbeit und „North Stream-2“ ist fertig. Stürme in der Ostsee können das ein wenig verzögern, aber Ende 2019 oder Anfang 2020 wird die Pipeline fertig sein.

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Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela | Anti-Spiegel

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02-11-19 09:24:00,

Auf ihrer Pressekonferenz hat Sprecherin des russischen Außenministeriums zur Lage in Venezuela Stellung genommen. Da dieses Thema aus den deutschen Medien praktisch verschwunden ist, habe ich diese offizielle russische Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in und um Venezuela bleibt schwierig und dynamisch. Zu den positiven Aspekten innerhalb des Landes gehört die Arbeit eines Runden Tisches des nationalen Dialogs zwischen der Regierung und dem konstruktiven Teil der Opposition. Es wurden Kommissionen zu Wahl- und Wirtschaftsfragen und zu politischen Parteien eingerichtet. Lassen Sie uns nicht auf ihre Tagesordnung eingehen, aber ich möchte auf den offenen, öffentlichen Charakter der laufenden Verhandlungen und die Bereitschaft der Parteien zur Einbeziehung anderer politischer Kräfte in Venezuela hinweisen. Unserer Meinung nach erfüllt dieses Format die wichtigsten Kriterien für eine nachhaltige Lösung des Konflikts: eine ausschließlich friedliche Beilegung durch die Bürger selbst auf der Grundlage des nationalen Rechts und des Völkerrechts, ohne destruktive Einmischung von außen. Die internationale Gemeinschaft ist nur verpflichtet, eine positive Atmosphäre rund um den Dialog zu fördern und übermäßigen Druck und unangemessene Kommentare zu unterlassen, um das erreichte Vertrauen nicht zu zerstören.

Unterdessen sind der negative Druck von außen und die Gewaltandrohungen nicht verschwunden. Offenbar fällt die Normalisierung in Venezuela nicht mit den Plänen des Hauptakteurs in dieser Richtung zusammen, den Vereinigten Staaten. Das Weiße Haus versucht immer noch, auf einer teile-und-herrsche-Basis zu arbeiten, die auf dem Konzept von Doktrinen basiert, die im 21. Jahrhundert nicht mehr verwendet werden können. Einerseits initiierten sie die Aktivierung des Interamerikanischen Vertrags über gegenseitige Hilfe und erklärten, dass sie nicht die Absicht haben, Gewalt gegen Venezuela anzuwenden, andererseits bestanden sie darauf, den Nachbarn des Landes moderne Waffentechnik zu liefern, was mit einer „Venezolanischen Bedrohung“ begründet wird. So wird es von der Führung des Southern Command der US-Streitkräfte offen erklärt.

Mit der anti-venezolanischen Haltung widerspricht sich das amerikanische Beamtentum zunehmend selbst. Kürzlich sagte US-Außenminister Pompeo, dass Chavisten „die Venezolaner zwingen, zwischen Nahrung und Freiheit zu wählen“, weil sie angeblich Lebensmittel als politische Waffe benutzen. Es ist lächerlich, das von einem hochrangigen Washingtoner Beamten zu hören. Ich denke, niemand hat vergessen, auf wessen Anweisungen hin die Milliarden an venezolanischen Geldern, die Maduros Regierung für soziale Bedürfnisse wie Medikamente und Lebensmittel ausgeben könnte, de facto enteignet wurden. Stattdessen werden die beschlagnahmten Mittel für Korruptionspläne skrupelloser Geschäftsleute aus der Opposition verwendet.

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Das russische Außenministerium wirft den USA vor, Terroristen in Syrien zu unterstützen | Anti-Spiegel

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01-11-19 08:42:00,

Bei der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums fand die Sprecherin Maria Sacharova sehr deutliche Worte für das Vorgehen der USA in Syrien und warf den USA Unterstützung von Terroristen vor.

Frau Sacharova hat über die aktuelle Situation in Syrien berichtet und Stellung zu der Entscheidung der USA genommen, den „Weißhelmen“ eine weitere millionenschwere Unterstützung zu geben. Auch die Lage der Flüchtlinge vor Ort war ein Thema. Da die russische Sicht sich vollkommen von dem unterscheidet, was die westlichen Politiker und Medien zu dem Thema sagen, habe ich die offizielle Stellungnahme Russlands zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Verfassungsausschuss wurde am 30. Oktober in Genf ins Leben gerufen. Vorausgegangen war das Treffen der Astana-Troika bestehend aus Russland, dem Iran und der Türkei. Wir betrachten seine Schaffung und den Beginn seiner Arbeit mit entscheidender Unterstützung des Astana-Formats als Errungenschaft vor allem für das syrische Volk. Gleichzeitig verstehen wir, dass der Ausschuss nicht alle angehäuften Probleme auf einen Schlag lösen wird. Aber es wird den syrischen Parteien – der Regierung und der Opposition sowie Vertretern der Zivilgesellschaft – zum ersten Mal in der jahrelangen Krise ermöglicht, an den Verhandlungstisch zu kommen, um über die Zukunft ihres Landes zu bestimmen, was angesichts der anhaltenden Spannungen in der Syrien besonders wichtig ist.

Was die Situation „am Boden“ betrifft, so beobachten wir besonders schwierige Situationen in den Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der Regierung stehen, also am östlichen Ufer des Euphrat, in der Deeskalationszone von Idlib und in der von den USA besetzten Zone um die Siedlung Al-Tanf.

Im Nordosten Syriens wurde die Lage durch die Unterzeichnung des russisch-türkischen Memorandums am 22. Oktober in Sotschi unter Kontrolle gebracht. In Übereinstimmung mit den getroffenen Vereinbarungen begann die russische Militärpolizei gemeinsame Patrouillen mit den Türken entlang der 10 Kilometer breiten Sicherheitszone an der syrisch-türkischen Grenze. Syrische Regierungstruppen wurden in ausgewiesene Gebiete der Grenze entsandt. Auch der Abzug der Syrischen Demokratischen Kräfte und der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten mit schweren Waffen 30 Kilometer von der Grenze entfernt wurde abgeschlossen.

Gleichzeitig werfen die illegalen Handlungen Washingtons viele Fragen auf. Wir kommentieren die Situation ständig zeitnah. Dazu möchte ich auch sagen, dass es bei der internationalen Gemeinschaft Fragen aufwerfen muss, wenn ein zivilisierter Staat, der sich ununterbrochen für irgendwelche demokratischen Werte und das Völkerrecht einsetzt,

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Das russische Fernsehen über den russisch-afrikanischen Gipfel | Anti-Spiegel

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28-10-19 05:38:00,

In Russland fand letzte Woche ein großer russisch-afrikanischer Gipfel statt.

Der Gipfel war vor allem deshalb interessant, weil dabei sichtbar wurde, wie unterschiedlich das russische Vorgehen im Vergleich zum westlichen Vorgehen ist. Während der Westen die Länder mit Handelsverträgen übervorteilt und sich die Bodenschätze sichert und dabei auch noch alle möglichen politischen Forderungen stellt, geht Russland ganz anders vor.

Russland ist an den Rohstoffen nicht interessiert, es hat selbst mehr als genug davon. Aber es ist daran interessiert, in den afrikanischen Ländern zu investieren und die Rohstoffe für gutes Geld zu verkaufen, um daran mit zu verdienen. Der Westen hingegen will die Rohstoffe billig möglichst bekommen.

Und da Russland auch keine ideologischen Forderungen stellt und die Länder nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrt, wie sie zu leben haben, wird Russland für Afrika ein immer interessanterer Partner.

Daher war der große russisch-afrikanische Gipfel durchaus interessant. Das russische Fernsehen hat darauf in einem Beitrag zurückgeblickt, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

In Russland und fast überall auf der Welt gibt es über den afrikanischen Kontinent viele hartnäckige Vorurteile. Und die Afrikaner selbst machen oft für Geld Show für Touristen und verstärken die Vorurteile damit noch.

Für uns besteht Afrika aus Bildern von schrecklicher Armut, Hunger und abgemagerten, halbnackten, von Fliegen bedeckten Kindern. Und dann sind da noch die blutigen Kriege zwischen Stämmen und Ländern, die Hunderttausende von Menschenleben fordern. Ein schrecklicher Ort, fast die Hölle auf Erden. Und nur wenige wagen daher einen Urlaub in Schwarzafrika.

Das sind jedoch nur Vorurteile. Das moderne Afrika ist bei weitem nicht das Afrika aus der Kolonialzeit, als westliche Länder Sklaven, Rohstoffe und Elfenbein von dort abtransportiert haben. Heute ist Afrika ein riesiger und schnell wachsender Kontinent mit etwa 1,3 Milliarden Menschen. Vor 70 Jahren lebten dort nur 230 Millionen. Die Anzahl hat sich fast versechsfacht. Und nach UN-Prognosen wird die Bevölkerung des schwarzen Kontinents bis 2050 um eine weitere Milliarde Menschen wachsen.

Wirtschaftswachstum, moderne Medizin, Medikamente und Impfungen haben zu einer steigenden Lebenserwartung in Afrika geführt. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt ca. 64 Jahre. In Ägypten und Kap Verde sind es 72 Jahre und in Marokko und Algerien fast 77 Jahre.

Afrika ist die vielversprechendste Region in Bezug auf Investitionen.

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Nach Streit mit den USA um S-400 und F-35: Türkei will russische SU-35 Kampfjets kaufen | Anti-Spiegel

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25-10-19 06:45:00,

Der Riss zwischen den USA und der Türkei dürfte sich weiter vertiefen, denn am Freitag wurde gemeldet, dass die Türkei kurz davor steht, russische Kampfflugzeuge anstatt der amerikanischen F-35 zu kaufen.

Die USA haben der Türkei unter Obama nicht erlaubt, Flugabwehrraketen von Typ Patriot zu kaufen. Die Türkei ist darauf angewiesen, dass andere Nato-Staaten ihre Patriots in der Türkei stationieren, um den Luftraum zu schützen. Früher waren das deutsche Einheiten, heute sind es spanische. Da die Türkei sich aus dieser Abhängigkeit befreien wollte, hat sie schließlich das russische System S-400 gekauft, dass nicht nur billiger, sondern auch besser ist, als die US-Patriots.

Die USA haben darauf wütend reagiert und dem Nato-„Partner“ Sanktionen angedroht, wovon sich die Türkei aber nicht abschrecken ließ. Daraufhin haben die USA den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei gestoppt. Da die Türkei aber moderne Kampfflugzeuge haben möchte, machten schon länger Gerüchte die Runde, die Türkei könne nun stattdessen russische Flugzeuge kaufen. Es wurde spekuliert, dass es sich entweder um SU-35 oder um den neuen Jäger SU-57, der demnächst in Dienst gestellt wird, handeln könnte.

Die ersten S-400 sind inzwischen in der Türkei angekommen. Trotzdem meldet Reuters aktuell, dass die USA noch immer versuchen, die Türkei vom Kauf weiterer S-400 abzubringen.

Das dürfte jedoch kaum gelingen, die Türkei hat sich bei dem Thema bisher nicht einschüchtern lassen und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich daran etwas ändert. Im Gegenteil: Jetzt wurde gemeldet, dass die Türkei kurz davor steht, mit Russland einen Vertrag über die Lieferung von 36 Kampfflugzeugen vom Typ S-35 abzuschließen.

Ebenfalls nicht zu Erheiterung der USA dürfte beitragen, dass Russland und die Türkei den US-Dollar in ihrem zwischenstaatlichen Handel ausgeschlossen haben, damit sie nicht durch US-Sanktionen behindert werden können. Russland hat eine eigene Alternative zum internationalen Zahlungssystem SWIFT aufgebaut, dem sich türkische Banken nun anschließen werden.

Die Spannungen zwischen der Türkei und den USA – und damit die Anzahl anti-türkischer Berichte in den deutschen Medien – dürften sich also demnächst noch einmal erhöhen.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper,

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Das russische Außenministerium über US-Sanktionen und die Lage in Venezuela und auf Kuba | Anti-Spiegel

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19-10-19 09:12:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums in ihrer Pressekonferenz wieder über die Lage in Venezuela und auf Kuba gesprochen.

Das russische Außenministerium nennt die Probleme beim Namen, die im Westen mit den wolkigen Worten „wirtschaftliche Krise“ umschrieben werden. Die Ursache sind in erster Linie die US-Sanktionen, die diese Länder schwer treffen und sogar die Lieferung von Medikamenten behindern und so unnötig nicht nur Leid erzeugen, sondern auch Menschen töten.

Da dieser Aspekt in den westlichen Medien immer verschwiegen wird, habe ich diese offiziellen Erklärungen des russischen Außenministeriums zu Venezuela und Kuba in einem Artikel zusammengefasst und übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wir sehen einen leichten Rückgang der Intensität der innervenezolanischen Konfrontation. Die Verhandlungen werden im Rahmen des im September zwischen der bolivarischen Regierung und der konstruktiven Opposition eingeleiteten Runden Tisches des nationalen Dialogs fortgesetzt. Es werden Schlüsselfragen für die weitere Entwicklung des Landes erörtert, wie die Wahlreform, die Entwicklung von Vorschlägen zur Überwindung der Wirtschaftskrise, die Regulierung der Migrationsströme und andere nicht weniger drängende Themen. Wir sehen dies als einen Versuch der verantwortlichen politischen Kräfte Venezuelas, die sich um die Zukunft ihres Landes sorgen, damit zu beginnen, die vielen Probleme zu lösen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Parteien dieses Dialogformat für andere Interessierte offen halten. Andere politische Parteien können ihm jederzeit nach Belieben beitreten.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Veränderungen bedauern wir den anhaltenden Wunsch der amerikanischen Partner, auf die Rolle des „russischen Faktors“ in Venezuela abzulenken. Offensichtlich können die Vereinigten Staaten nicht akzeptieren, dass einige lateinamerikanische Länder weiterhin ihre eigenen Positionen verteidigen, um eine unabhängige Innen- und Außenpolitik zu verfolgen, und das sogar angesichts beispielloser Sanktionen, die sie erdrücken.

Der Grund für die neuen anti-russischen Äußerungen war der Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Borisov, in Venezuela. Der Leiter des U.S. Southern Command, Admiral Foller, hat an die Unzufriedenheit des Pentagons mit der Tatsache erinnert, dass Russland seine Interessen in der westlichen Hemisphäre verteidigt. Wieder hören wir Spekulationen über die angeblichen „Hunderte russischer Truppen“ und „bedeutende Waffen“ in Venezuela, die durch Erinnerungen an Besuche russischer strategischer Bomber, die „mit Atomwaffen ausgestattet sein können“, angeheizt werden. Das erinnert zunehmend an die direkte anti-russische und anti-lateinamerikanische Propaganda, die bestimmte Kräfte in Washington betreiben.

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Das russische Fernsehen über Proteste in Hongkong, Moskau und im Westen | Anti-Spiegel

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15-10-19 08:38:00,

Am Sonntag ist das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ ausführlich auf die Proteste in Hongkong, die Proteste im Sommer in Moskau und auf Proteste im Westen eingegangen.

Die Sendung widmete dem Thema zwei lange Beträge, die direkt nach einander liefen. Zunächst ging es um die aktuellen Proteste in Hongkong und die Hintergründe. Danach wurde im zweiten Beitrag noch einmal auf die Proteste eingegangen, die es im Sommer in Moskau gegeben hat und auch auf die Folgen. Noch einmal wurde gezeigt, wer und wofür am Ende tatsächlich Haftstrafen bekommen hat. Aber auch hier war es sehr interessant, zu sehen, wer die Organisatoren der Proteste waren und was sie nun nach dem Aktionen von Moskau machen. Und auch ein kurzer Vergleich zu der Art und Weise, wie die Polizei in Hongkong, Moskau und im Westen mit Demonstranten umgeht, wurde gezogen. Daher habe ich die beiden Berichte übersetzt und in einem einzigen Artikel veröffentlicht.

Beginn der Übersetzung:

Im chinesischen Hongkong warfen Demonstranten einen Molotowcocktail in eine U-Bahn-Station. Verletzt wurde niemand, aber der Bahnhof ist schwer beschädigt. Zuvor hatte die Hongkonger U-Bahn ihre Arbeit wegen der Unruhen eingestellt. Die Unruhen dauern noch an, aber es ist interessant, dass US-Präsident Trump einen Rückgang der Proteste auf den Straßen von Hongkong angekündigt hat, indem er sie mit den Fortschritten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China verknüpft hat.

Das können Sie verstehen, wie Sie möchten. Haben die Amerikaner die Proteste in Hongkong im Rahmen ihres Handelskrieges mit China angestachelt? So klingt es bei Trump zumindest: „Wir haben das Problem Hongkong mit der chinesischen Delegation diskutiert und ich denke, es wird sich von selbst lösen. Ich denke, dass dieses Abkommen mit China für die Menschen in Hongkong großartig ist, aus Sicht dessen, was dort vor sich geht. Ich denke, es ist ein positiver Faktor für Hongkong. Ich habe die Situation in Hongkong verfolgt. Jetzt sehe ich viel weniger Demonstranten“ sagte Trump.

So einfach ist das. Die Amerikaner waren wirklich in Hongkong engagiert. In China wurde das untersucht und sogar die Namen der wichtigsten Organisatoren sind bekannt. In der Tradition des lokalen politischen Vokabulars ist es eine Viererbande aus Hongkong. Der Kopf der Bande ist der Medienmagnat Jimmy Lai, Besitzer der oppositionellen Zeitung Pingo Jibao.

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Das russische Fernsehen über die gescheiterte Truppen-Entflechtung in der Ukraine | Anti-Spiegel

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14-10-19 09:04:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag auch um die Situation in der Ukraine und um das mögliche Treffen im Normandie-Format.

Das russische Fernsehen hat mit seiner Prognose, wie sich die Woche in der Ukraine entwickeln würde, weitgehend recht behalten. Da ich darüber auch letzte Woche schon berichtet habe, will ich auch über die „Fortsetzung“ der Geschichte berichten und habe den aktuellen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt. Der Bericht bestand eigentlich aus zwei Berichten, zuerst kam eine Zusammenfassung der Ereignisse der Woche aus dem Studio und danach ein Bericht des Korrespondenten im Donbass. Ich habe sie hier in einen Artikel „gepackt“.

Beginn der Übersetzung:

Am Morgen des 10. Oktober begann der Präsident der Ukraine, Wladimir Selensky, einen Marathon mit Antworten auf Fragen von Journalisten. In einem großen Restaurant wurden alle auf eine Warteliste aufgenommen, immer zehn Leute setzten sich an den Tisch des Präsidenten und redeten im Durchschnitt eine halbe Stunde mit ihm. Dann kamen die nächsten dran. Zwischendurch gab es nur kleine Pausen. Und so ging es fast 14 Stunden.

Danach schrieb er, dass er 500 Fragen beantwortet habe. Russische Journalisten waren nicht zugelassen. Das wichtigste Ergebnis ist, dass dies ein Weltrekord für die Dauer eines Gesprächs eines Staatschefs mit der Presse ist. Und ein Paradebeispiel dafür, wenn ein Mensch nicht tut, was er sollte, sondern was er kann. In diesem Fall stellte sich heraus, dass er Meister im Reden war. Er war charmant und offen, aber gleichzeitig inhaltslos.

So sahen zum Beispiel die typischen Formulierungen über die Beendigung des Krieges im Donbass aus: Ich will, aber ich weiß nicht, wie, und ich werde es auch nicht sagen.

„Wie wir dem Einhalt gebieten werden? Darüber werden wir später sprechen, welche Pläne es gibt, wie wir das tun können. Aber mein wichtigstes Ziel, meine wichtigste Linie, ist – ich bin so ein Mensch – ich will diesen Krieg beenden. Und ich denke, das ist meine Mission in diesen fünf Jahren“ sagte Selensky.

Haben Sie irgendwas verstanden? Was wird Selensky also tun? Und so ging es den ganzen Tag. Inhaltslos. In Wirklichkeit zeigte er seine Unfähigkeit, die Prozesse in seinem Land zu steuern und selbst als Oberbefehlshaber verliert er schnell an Autorität,

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Wie das russische Fernsehen über den türkischen Angriff auf die syrischen Kurden berichtet | Anti-Spiegel

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11-10-19 07:01:00,

Was die deutschen Medien über den türkischen Angriff auf die Kurden in Syrien berichten, ist bekannt, man kann den Berichten in diesen Tagen ja kaum entkommen. Daher zeige ich hier, wie das russische Fernsehen darüber berichtet.

Über die Hintergründe des Konfliktes und wie ich die Interessen der Beteiligten einschätze, habe ich schon in den letzten Tagen genug geschrieben. Der türkische Angriff läuft nun und am Donnerstag gab es dazu einen Bericht in den 20-Uhr-Nachrichten im russischen Fernsehen, der die russische Perspektive gut aufgezeigt hat. Der Bericht war von dem Kriegsreporter des russischen Fernsehens, der schon seit Jahren aus Syrien berichtet und dessen Berichte ich als sehr kompetent ansehe, da fast alles, was ich von ihm zuerst gehört habe, sich später bestätigt hat.

Daher habe ich diesen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit dem irakischen Präsidenten über die türkische Militäroperation in Syrien gesprochen. In dem Telefonat betonten die Seiten, dass sowohl Moskau als auch Bagdad bereit sind, alles zu tun, um die Lage zu stabilisieren und einen Dialog zwischen Damaskus und Ankara zu ermöglichen. Aber schon vor diesem Gespräch machte Lawrow deutlich, dass die Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei durch das Vorgehen der Vereinigten Staaten untergraben würden. Die Amerikaner versuchen, die kurdische Karte zu spielen und haben alle Versuche verhindert, den Konflikt friedlich zu lösen. Die türkische Armee setzt ihre Offensive tief in syrisches Gebiet fort.

Die türkische Militäroperation in Syrien läuft seit mehr als einem Tag. Und bisher gab es keine Überraschungen. Das Militär führt Schläge gegen kurdische Milizen aus und die Zivilisten fliehen aus dem Kriegsgebiet. Die Kurden sagen, sie werden sich heftig verteidigen. Aber das sind eher Zaubersprüche für die eigenen Kräfte.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Kurden in der Lage sein werden, sich effektiv gegen die türkischen Streitkräfte zu verteidigen, die von syrischen Oppositionsgruppen unterstützt werden. Und die Führer der kurdischen Milizen haben das selbst de facto eingestanden. Die Aufrufe, Ankara an den Verhandlungstisch zu zwingen, sind lauter, als die Reden der politischen Agitatoren.

„Anstatt uns im Stich zu lassen und der Türkei zu erlauben, uns anzugreifen, fordern wir US-Präsident Donald Trump auf, seinen Teil dazu beizutragen und eine politische Lösung für diesen Konflikt zu finden“ rät die Vertreterin der syrischen Bewegung „Syrische Demokratische Kräfte“,

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“Ukraine-Skandal”: Wie und was das russische Fernsehen darüber berichtet | Anti-Spiegel

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07-10-19 01:35:00,

Der sogenannte „Ukraine-Skandal“ war am Sonntag auch Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ und das russische Fernsehen berichtet völlig anders darüber, als die deutschen Medien.

Da in Deutschland Trump als der große Buhmann in dem „Ukraine-Skandal“ hingestellt wird, der in Wahrheit ein Skandal der Demokraten um Korruption und Vetternwirtschaft ist, ist es um so interessanter, sich anzuschauen, wie in anderen Ländern über die Geschichte berichtet wird. Daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Lange war die Lage in den Staaten rund um Trump nicht so angespannt, wie jetzt. Das geht so weit, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von einem Putschversuch spricht. Das heißt, wenn die USA einen Staatsstreich im Ausland durchführen, ist es in Ordnung, bei sich zu Hause finden sie es aus irgendeinem Grund nicht so gut.

Der amerikanische Fernsehsender Fox berichtete, dass ein ungenannter amerikanischer Geheimdienstoffizier ein Telefongespräch von zwei Präsidenten, den Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Ukraine, abgehört hat. Und dann gab er es nicht an seine Vorgesetzten weiter, sondern an Adam Schiff, den Leiter des Geheimdienstausschusses im Kongress.

Schiff ist ein Demokrat, also ein eindeutiger politischer Gegner Trumps. Die Demokraten sind nur damit beschäftigt, den republikanischen Präsidenten zu jagen und ihm regelrecht die Hände zu binden. Gerade erst wurde das Thema der Beziehungen zu Russland geschlossen, da tauchte schon die Ukraine auf, deren Präsident von Trump angeblich bedrängt wurde, Schmutz über den Sohn seines Hauptrivalen bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr, Joseph Biden, zu liefern.

Trump hat, wie wir uns erinnern, sofort eine Abschrift seines Gesprächs veröffentlicht. Als da nichts anstößiges drin war, begannen alle zu behaupten, es sei nicht komplett veröffentlicht worden und er hätte ganz anders mit Selensky gesprochen. Und auch die Transkripte der Gespräche mit Putin müssten jetzt veröffentlicht werden. Putin hat nichts dagegen.

„Ich arbeite nicht mein ganzes Leben in der Eigenschaft, in der ich heute bin, und mein altes Leben hat mich gelehrt, dass jedes Gespräch veröffentlicht werden kann und davon gehe ich immer aus.“ sagte der russische Präsident.

Aber das ist Putins eigene Meinung. Aber wenn es zur Regel wird, Transkripte der Verhandlungen von Staatsoberhäuptern jederzeit zu veröffentlichen, wird dies die Diplomatie als solche und die Möglichkeit der vertrauensvollen Kommunikation zwischen Staatsoberhäuptern zerstören.

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Das russische Fernsehen über die Auswüchse der Political Correctnes im Westen | Anti-Spiegel

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07-10-19 11:57:00,

In Russland gibt es das Phänomen der Political Correctness nicht. Daher zeigt das russische Fernsehen immer wieder ungläubig, welche absurden Höhepunkte diese neue Mode im Westen erreichen kann.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Niederlande berichtet, wo nun sogar Bilder großer Künstler kurzerhand umbenannt wurden, weil die alten Namen der Bilder nicht mehr politisch korrekt sind. Ich dachte, dass der Höhepunkt dieses Unsinns in Deutschland erreicht worden wäre, als man angefangen hat, Kinderbücher wie Pippi Langstrumpf und andere politisch korrekt umzuschreiben.

Ich lebe in Russland und bin bei jedem Besuch in Deutschland immer wieder überrascht, was man alles nicht mehr sagen darf. Als ich Deutschland vor 20 Jahren verlassen habe, gab es noch solche Szenen in Vorabendsendungen des ZDF, was heute undenkbar wäre.

Unser Lehrer Doktor Specht – Zum Thema »Political Correctness«


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Daher ist die schrittweise Veränderung der Sprache, die in den letzten 20 Jahren in Deutschland stattgefunden hat, an mir vorbeigegangen. Wenn ich in Deutschland bin, finde ich daher zielsicher jeden sprachlichen Fettnapf, in den man treten kann. Aber darum fällt es mir auch so deutlich auf, weil ich die 20 Jahre eben nicht täglich damit gelebt habe, wie ein Ausdruck nach dem anderen der politischen Korrektheit zum Opfer gefallen ist.

Daher denke ich, dass es für Deutsche interessant ist, wie man in Russland auf die Auswüchse der Political Correctness blickt und habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wenn wir über kulturelle Prozesse in Europa sprechen, gibt es in der Tat spannende Geschichten. „Unversöhnlicher Liberalismus“ scheint ein Widerspruch in sich zu sein, aber es gibt jetzt ein solches kulturelles Phänomen im Westen.

Es gab mehr als dreitausend Meister, das Goldene Zeitalter war die Blütezeit der niederländischen Kunst: Rembrandt, Frans Hals, Jan Vermeer oder Peter Claes. Ihr Spiel mit Licht und Schatten, ihr Realismus, der Sturm der Emotionen und die verborgenen Bedeutungen in den Bildern des Alltags sind einmalig und unvergleichbar.

„Es war eine Zeit, in der nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Architektur und in der Wissenschaft viele außergewöhnliche Dinge passierten, es gab sogar Meinungsfreiheit. Menschen aus aller Welt kamen nach Holland,

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Das russische Außenministerium über die Lage in Syrien | Anti-Spiegel

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06-10-19 10:28:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums über die Lage in Syrien gesprochen.

Da die Lage in Syrien medial derzeit in den Hintergrund gerückt, ist, habe ich angekündigt, diese russischen offiziellen Statements regelmäßig zu übersetzen, so wie ich es auch mit den Statements zu Venezuela tue.

Beginn der Übersetzung:

Wir bewerten die Lage in Syrien als stabil. Spannungen bestehen nach wie vor in Gebieten außerhalb der Kontrolle der syrischen Regierung um Idlib und im Nordosten. Aus der Deeskalationszone von Idlib beschießen Terroristen trotz des seit dem 31. August einseitig von Regierungstruppen verhängten „Regimes des Schweigens“ weiterhin täglich Stellungen der syrischen Armee und Wohngebiete. Insgesamt hat die Zahl der Angriffe zugenommen: 823 Angriffe wurden im August registriert, im September 972.

Im Nordosten des Landes bleibt die Situation schwierig, wo einerseits der Widerstand der arabischen Bevölkerung gegen lokale kurdische Verwaltungen wächst und andererseits sogenannte „schlafende Zellen“ des IS wachsen. Im September verübten Terroristen 20 Anschläge, bei denen 40 Menschen getötet und 27 kurdische Kämpfer verletzt wurden.

Alarmierende Nachrichten kommt aus dem Flüchtlingslager Rukban im Süden des Landes in der Zone der illegal von den USA besetzten Gebieten. Vom 26. bis 28. September wurden zusätzliche humanitäre Hilfsgüter dorthin geliefert. Gleichzeitig war vorgesehen, dass Zivilisten das Lager verlassen, in der ersten Phase etwa 2.500. Am 29. September wurden jedoch nur 336 Menschen in die von den syrischen Behörden kontrollierten Gebiete evakuiert. Den Flüchtlingen zufolge untersagten die Kämpfer der illegalen bewaffneten Gruppe „Magavir al-Saura“ unter Androhung der Todesstrafe Zivilisten die Ausreise aus Rukban. Die Syrer, denen es gelungen war, herauszukommen, wurden gezwungen, den Militanten große Summen für ihre Freilassung zu zahlen. Es stellte sich auch heraus, dass die meisten Hilfskonvois, die in das Lager gebracht wurden, in die Hände von Magavir al-Saura gefallen waren. Wir bestätigen, dass die Hauptursache für die schwierige Lage in Rukban die illegale amerikanische Besetzung und Washingtons systematisches Versagen als Besatzungsmacht ist, seine Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht in Bezug auf den Schutz und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu gewährleisten.

Gleichzeitig kam es in einem anderen Lager, Al-Hol, ebenfalls in den illegal von den USA besetzten Gebieten, zu Ausschreitungen, an denen Familienmitglieder ausländischer terroristischer Kämpfer beteiligt waren. Kurdische Sicherheitskräfte setzten Schusswaffen ein, es gab Tote und Verletzte.

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Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela | Anti-Spiegel

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05-10-19 08:15:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums wieder über die Lage in Venezuela gesprochen.

Das russische Außenministerium äußert sich regelmäßig über die Entwicklungen in dem Land. Da die deutschen Medien darüber derzeit gar nicht berichten, habe ich vor zwei Wochen angekündigt, diese offiziellen russischen Äußerungen zu übersetzen, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Beginn der Übersetzung:

Rund um Venezuela häufen sich immer wieder alarmierende Entwicklungen.

Wie Sie wissen, war die Situation dort Gegenstand von Gesprächen des Außenministers der Russischen Föderation, Lawrow, mit seinen lateinamerikanischen Amtskollegen aus Kolumbien, Chile, Ecuador, Mexiko, Kuba, mit dem Premierminister von St. Vincent und Grenada und dem amtierenden Vizepräsidenten von Venezuela selbst in New York. In Moskau haben gerade politische Konsultationen mit der Führung des argentinischen Außenministeriums stattgefunden. Wir sind besorgt über die Versuche, der Situation eine neue Qualität zu geben: sie soll künstlich in den Kontext der regionalen Anti-Terror-Bemühungen „gepresst“ werden. Das ähnelt in der Tat einem Szenario, das schmerzhaft an Syrien erinnert, einschließlich der phasenweisen Senkung der Schwelle zur Anwendung von Gewalt.

Unsere Botschaft ist deutlich: Russland ist ausschließlich – ich betone: ausschließlich – für eine friedliche, politische Lösung in diesem Land auf der Grundlage des Völkerrechts und der nationalen Gesetzgebung, ohne destruktive Einmischung von außen. Die Venezolaner selbst müssen im Dialog zwischen den verschiedenen politischen Kräften eine Lösung finden.

In diesem Zusammenhang sind die positiven Nachrichten aus Venezuela ermutigend. Der am 16. September zwischen der bolivarischen Regierung und der konstruktiven Opposition gestartete, so genannte „Runde Tisch des nationalen Dialogs“, nimmt Fahrt auf. Radikale Gegner scheuen leider keine Mühen, dieses Format zu diskreditieren, aber es beginnt, konkrete Ergebnisse zu liefern. Die Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden, die die Ermittlungen gegen 28 Oppositionelle beendet hat, erwägt, die Haftbedingungen für weitere 200 Menschen zulockern, sofern sie keine ernsthaften Verbrechen begangen haben. Nach einer langen Pause kehrten die Abgeordneten der regierungsfreundlichen Koalition in die Nationalversammlung zurück. Angesichts der Pause im Oslo-Prozess könnte dieses Ereignis ein Prolog zur Normalisierung des politischen Prozesses sein.

Neben der Einleitung eines nationalen Dialogs gibt es weitere Belege für die Kompromissbereitschaft der Regierung. Zum Beispiel die Unterzeichnung eines Memorandums mit dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte am 23. September. Wir nehmen die Bereitschaft von Caracas zur Kenntnis, trotz des beispiellosen Drucks von außen auf die Verbesserung der nationalen Menschenrechtsmechanismen hin zu arbeiten.

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“Ukraine-Skandal”: Das russische Fernsehen über die Geschäfte von Joe Bidens Sohn in der Ukraine | Anti-Spiegel

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30-09-19 01:45:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen über die Geschäfte und Verstrickungen der Familie Biden in der Ukraine und die damit verbundenen Korruptionsskandale berichtet. Ein solcher Bericht wäre im deutschen Fernsehen undenkbar.

Das russische Fernsehen hat über die bekannten, aber von westlichen Medien verheimlichten Verwicklungen von Joe und Hunter Biden in die Ukraine berichtet. Diese Dinge sind längst bekannt, ich selbst habe darüber schon vor längerer Zeit berichtet. Die Medien in Deutschland verheimlichen diese Hintergründe jedoch, denn sie könnten erklären, warum und nach welchen Informationen Trump in der Ukraine sucht. Da diese Dinge sowohl in Russland, als auch in der Ukraine allgemein bekannt sind, würde es auch erklären, warum Trump gar keinen Druck auf Selensky ausüben musste. Selensky hat ein eigenes, innenpolitisches Interesse, diese Dinge, in die die vorherige ukrainische Regierung unter Poroschenko verwickelt war, aufzuklären.

Da es interessant ist, wie in Russland über diese Sache berichtet wird, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Details über die Aktivitäten der Familie Biden in der Ukraine. Der Ältere ist Joseph, Trumps Hauptrivale bei den US-Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Deshalb sind ihre ukrainischen Interessen so kitzelig für die Familie. Wir erinnern uns: Selensky hat Trump versprochen, die unter Poroschenko geschlossene Untersuchung in der Sache wieder aufzunehmen.

Biden hat es selbst zugegeben, hat die Erpressung gestanden. Im Januar 2018 prahlte Joseph Biden öffentlich damit, wie er Poroschenko unter Druck gesetzt hat, den Generalstaatsanwalt Schokin binnen sechs Stunden zu feuern.

„Ich sagte, Ihr bekommt die Milliarde Dollar nicht. Ich gehe Euch sechs Stunden und wenn der Staatsanwalt nicht gefeuert wird, werdet Ihr das Geld nicht bekommen. Und dieser Hurensohn wurde gefeuert“ sagte Biden.

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired


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Seine Enthüllungen sorgten im Publikum nur für zustimmendes Gelächter. Doch diese Detektivgeschichte provozierte von Anfang an Ermittlungen.

Der amerikanische Kurator Biden wurde in Kiew immer als lieber Gast begrüßt: am Flugzeug der rote Teppiche und der traditionelle Laib Brot von Mädchen in ukrainischen Trachten. Bei einem Treffen mit der politischen Elite saß Poroschenko an der Seite und Biden – anstelle von Poroschenko – am Kopfende des Tisches.

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Das russische Fernsehen über die Proteste in Hongkong und Parallelen zum Maidan | Anti-Spiegel

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30-09-19 11:05:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen einen Korrespondentenbericht aus Hongkong gezeigt, der die Situation ganz anders darstellt, als sie in den deutschen Medien verbreitet wird.

Da ich es interessant finde, auch mal eine andere Meinung dazu zu lesen, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im chinesischen Hongkong gibt es schon viele Wochen Proteste. Tatsächlich haben schon alle vergessen, womit es begann. Zuerst war der Grund der Mord eines Mannes an seiner Freundin und Chinas Forderung, den Mörder auszuliefern, um ihn vor Gericht zu stellen. Hongkonger Unruhestifter waren der Ansicht, dass Peking auf diese Weise in die Freiheit in der ehemaligen britischen Kolonie eingreift und sie dann mit einer Übergangsregelung dem chinesischen Hoheitsgebiet anschließt.

Es folgten Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei. Peking machte einen Schritt zurück, aber die Unruhen liefen bereits nach dem Drehbuch des ukrainischen Maidan, mit den gleichen Technologien zur Lenkung der Massen und mit dem gleichen Hass auf die Regierung, der von den Amerikanern angeheizt wird. Es scheint, dass Amerika dort Blut und Opfer braucht, um Sanktionen gegen China zu verhängen und es damit im Zuge des Handelskrieges zu schwächen.

In Hongkong war bereits viel für dieses Szenario vorbereitet, einschließlich eines direkten Appells protestierender Jugendlicher um Hilfe an die Vereinigten Staaten. Präsident Trump seinerseits kommentierte die Ereignisse in Hongkong vom UN-Podium aus.

„Wir versuchen, unsere Beziehungen zu stabilisieren und gleichzeitig verfolgen wir die Situation in Hongkong sehr genau. Die Welt erwartet von der chinesischen Regierung, dass sie ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Vereinigten Königreich nachkommt, in dem China sich verpflichtet hat, das Rechtssystem und die demokratische Lebensweise in Hongkong zu schützen. Die Art und Weise, wie China an diese Situation herangeht, wird die Rolle Chinas in der Zukunft weitgehend bestimmen“ sagte Donald Trump.

Entschuldigung, aber wer wird in Zukunft über die Rolle Chinas bestimmen? Trump? Peking war der Meinung, das wäre zu viel.

„Wir fordern die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, das Völkerrecht, die Grundprinzipien der internationalen Beziehungen und Chinas Souveränität zu achten und aufzuhören, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen und unverantwortliche Erklärungen abzugeben und stattdessen mehr für Hongkongs Wohlstand und Entwicklung zu tun.“ sagte Geng Shuang, ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Das Thema Hongkong ist für Peking im Vorfeld des bevorstehenden 70.

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Der neue Kinderkreuzzug?Das russische Fernsehen über den Greta-Hype | Anti-Spiegel

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30-09-19 10:44:00,

Nachdem Greta in Russland lange kein Thema war, wird sie auch langsam in Russland bekannt. Allerdings gibt es keine Schulstreiks und FfF-Hüpfer, es gibt stattdessen eine sehr kritische Berichterstattung, wie man sie sich auch von den angeblich kritischen, deutschen „Qualitätsmedien“ wünschen würde.

Ich habe vor einigen Monaten darüber berichtet, dass in Russland – während in Deutschland bereits der Greta-Hype in vollem Gange war – keinerlei Medienberichte über Greta gegeben hat. Inzwischen ist das Medienphänomen Greta Thunberg aber auch für die russischen Medien unübersehbar geworden. Allerdings unterscheidet sich die Berichterstattung doch sehr von dem, was man im Westen so hört, sieht und liest.

In Russland ist den Medien klar, dass das Mädchen ausgenutzt wird, dass einige daran eine Menge Geld verdienen und dass damit natürlich auch Interessen von Lobbyisten bedient werden. Das konnte man in einem Beitrag der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag deutlich sehen, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Am 23. September verkündete Ministerpräsident Medwedew die Unterzeichnung eines Regierungsdekrets, in dem Russland sich zum Pariser Klimaabkommen bekennt. Damit wurde Russland der 187. Staat, der an diesem globalen Umweltprojekt beteiligt ist. Das Thema Umwelt ist ein großes Thema und auf internationaler Ebene kommt es deswegen aus irgendeinem Grund oft zu Streit.

Greta Thunberg ist ein 16-jähriges Mädchen aus Schweden, dessen Name inzwischen alle kennen. Sie hielt vom Podium des UN-Umweltgipfels eine panischen Rede über das drohenden Ende der Welt.

„Menschen sterben. Ganze Ökosysteme sterben. Wir stehen am Rande eines Massensterbens und Ihr diskutiert nur über Geld und erzählt Märchen über endloses Wirtschaftswachstum. Wie könnt Ihr es wagen? Ihr lasst uns im Stich. Aber junge Leute beginnen zu erkennen, dass Ihr sie verratet. Alle zukünftigen Generationen schauen auf Euch. Und wenn Ihr uns bewusst verratet, sage ich Euch: Wir werden Euch niemals vergeben. Wir werden es Euch nicht erlauben, das ungestraft zu tun“ erklärte Greta.

Sie ist Umweltaktivistin. Freitags schwänzt sie die Schule, um an dem Tag gegen die Klimaerwärmung zu kämpfen. Sie ist nicht mit dem Flugzeug zum Öko-Gipfel in New York gekommen, das verschmutzt ihr die Luft zu sehr und so segelte sie auf einer Segelyacht über den Atlantik. Die Yacht selbst wurde im Auftrag der Rothschilds gebaut, die Strecke dauerte mehrere Wochen, weil der Hilfsmotor aus Liebe zur Natur verplombt war.

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Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-lage-in-venezuela-|-anti-spiegel

21-09-19 09:17:00,

Venezuela dürfte wieder verstärkt in den Fokus rücken, denn während einerseits die Regierung von Maduro mit der gemäßigten Opposition, die an einer konstruktiven Lösung interessiert ist, verhandelt, werden immer mehr Details über die Kontakte des „Hoffnungsträgers“ Guaido zur kolumbianischen Drogenmafia bekannt.

Das russische Außenministerium berichtet fast jede Woche über die Situation in Venezuela und in Syrien. Da diese Konflikte aus den Schlagzeilen verschwunden waren, haben ich diese Erklärungen nicht übersetzt. Das werde ich ab sofort jedoch tun, da beide Konflikte wieder an Fahrt aufnehmen. Daher finden Sie hier die Übersetzung der offiziellen Erklärung des russischen Außenministeriums vom 20. September zur Lage in Venezuela.

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, noch etwas Hintergrundwissen: Das russische Außenministerium berichtet immer wieder davon, dass die USA zur „Lösung“ der Krise in Venezuela den „Rio-Pakt“ aktivieren wollen. Da dieser Pakt kaum jemandem in Deutschland ein Begriff sein dürfte und auch die deutschen Medien darüber nicht berichten, muss ich kurz erklären, was der Pakt bedeutet.

Der Rio-Pakt sieht sowohl die friedliche Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Staaten auf den amerikanischen Kontinenten vor, als auch eine gemeinsame Verteidigung gegen Angriffe von außen. Ähnlich wie die Nato enthält er eine Klausel, die einen Angriff auf einen Staat als Angriff auf alle Staaten ansieht. Der 1947 stellte der Pakt die zunächst finale Festschreibung der Monroe-Doktrin, die den USA die Vorherrschaft über Nord- und Südamerika sichern sollte, da. Obwohl einige Länder, darunter Venezuela im Jahre 2012, den Pakt bereits verlassen haben, drohen die USA Venezuela mit einer Invasion unter dem Vorwand des Rio-Paktes.

Das war zum Verständnis wichtig, nun folgt die Übersetzung der russischen Erklärung.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage rund um Venezuela ist aufgrund der Politik Washingtons, das in unverantwortlicher Weise die Möglichkeit einer gewaltsamen Intervention fördert, in vielerlei Hinsicht alarmierend. So hat das US-Außenministeriums in der Erklärung vom 17. September gefordert, den „Rio-Pakt“, auf den wir hier in den letzten Wochen immer wieder eingegangen sind, auf rein innenpolitische venezolanische Fragen anzuwenden. Gleichzeitig machen die Amerikaner die venezolanische Regierung für das Scheitern des Oslo-Prozesses verantwortlich. Heuchlerischere Aussage sind nicht möglich.

Der Hauptgrund für die derzeitige Verhandlungspause liegt auf der Hand: es ist die rücksichtslose Politik Washingtons. Ich möchte Sie daran erinnern, dass Maduro nach der Verhängung neuer Sanktionen am 5.

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