IS und Coronavirus: Das russische Außenministerium über Lage in Syrien | Anti-Spiegel

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28-03-20 04:55:00,

Auf der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums am Freitagabend wurde wieder über die Lage in Syrien berichtet. Abgesehen von den Kampfhandlungen wies die Sprecherin, Maria Sacharova, auch auf die Gefahren durch das Coronavirus in Syrien hin.

Das russische Außenministerium schloss sich der Forderung des UNO-Generalsekretärs an, die westlichen Sanktionen im Kampf gegen das Coronavirus zumindest auszusetzen. Ich habe die offizielle russische Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Generell bewerten wir die Lage in Syrien als stabil.

In Idlib wird die am 6. März vereinbarte Waffenruhe eingehalten. Es gibt nicht mehr als 2-3 Vorfälle pro Tag auf jeder Seite. Wir arbeiten weiterhin mit den türkischen Partnern zusammen, um den so genannten „Sicherheitskorridor“ entlang der Autobahn M-4 zu schaffen, damit dort der Verkehr wieder aufgenommen werden kann. Am 23. März wurde die zweite gemeinsame russisch-türkische Patrouille des Autobahnabschnitts erfolgreich durchgeführt.

Gleichzeitig ist anzumerken, dass die radikalen Gruppen, die sich im Bereich der M-4 befinden, die Arbeit des russischen und türkischen Militärs in jeder Hinsicht behindern, indem sie Zwischenfälle provozieren, Schutt auf die Straße schaffen oder die Fahrbahndecke zerstören. All dies ist eine weitere Bestätigung der Tatsache, dass in Idlib nicht gemäßigte Oppositionelle herrschen, wie in einigen westlichen Hauptstädten behauptet wird, sondern echte Terroristen, deren Mittel Gewalt und Blutvergießen sind. Eine weitere Bestätigung dafür ist die Festsetzung von Mitarbeitern des Syrischen Roten Halbmondes in den Städten Idlib und Arich durch Militante am 14. März. Die Mitarbeiter wurden ausgeplündert und eingesperrt. Die Koordinatoren der humanitären Hilfe der Vereinten Nationen verurteilten die Vorfälle und bezeichneten die Aktionen als inakzeptable Verletzung des humanitären Völkerrechts. Wir schließen uns ihrer Forderung nach einem ungehinderten humanitären Zugang zu Zivilisten in der Deeskalationszone von Idlib an, die de facto als Geiseln terroristischer Willkür gehalten wurden.

In dieser Hinsicht erwarten wir, dass die türkischen Partner ihre Bemühungen fortsetzen werden, gemäßigte Kräfte von den Extremisten zu trennen und Maßnahmen zu ergreifen, um letztere zu neutralisieren. Gleichzeitig sollte betont werden, dass die Umbenennung von Gruppen, sozusagen eine „Umetikettierung“, keine Änderung ihrer terroristischen Natur bedeutet. Es sollten keine Illusionen darüber bestehen, dass es sich um international als solche anerkannte Terroristen handelt, egal, ob sie sich Al-Qaida, Jabhat al-Nusra oder Hay’at Tahrir al-Sham nennen.

Am östlichen Ufer des Euphrat, in Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der syrischen Regierung stehen,

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Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA: Coronakrise oder Coronadepression? | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:43:00,

Auch an diesem Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ den unvermeidlichen Blick über den großen Teich geworfen und über die politischen Spielchen in den USA berichtet. Und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens darüber – wie immer – übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Es ist verdächtig, dass Präsident Trump das Coronavirus allzu obsessiv als „chinesisch“ bezeichnet. So will er auf der einen Seite China beleidigen und auf der anderen Seite verbirgt er wahrscheinlich etwas. Jedenfalls ist seine Besessenheit in den Staaten aufgefallen, obwohl es dort viele andere Themen gibt.

New York ist das Zentrum der Coronavirus-Epidemie in den Vereinigten Staaten. Fast 8.000 bestätigte Fälle. Auf dem normalerweise überfüllten Times Square sind kaum Touristen. Heute Abend ist er völlig leer. Der Gouverneur des Staates hat die größte Stadt Amerikas de facto unter Quarantäne gestellt. Ab 20 Uhr am 22. März darf man das Haus nur mit gutem Grund verlassen. Die Ladenbesitzer bereiten sich auf das Schlimmste vor und verbarrikadieren ihre Schaufenster.

Nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Restaurants, die Lebensmittel liefern oder zum Mitnehmen zubereiten, wie Filip Bozzo‘, dürfen noch arbeiten. In der aktuellen Situation dürfte ihm nicht einmal helfen, dass er den New Yorker Bürgermeisters kennt, wie das Foto zeigt.

„Es ist sehr schwer für die Leute, die für uns arbeiten. Wir versuchen, sie normal zu bezahlen, aber die Menschen leben von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und da sich diese Krankheit ausbreitet, haben alle Angst, was als nächstes passieren wird“, sagte Gastronom Bozzo.

Anrufe gibt es in Anthony Marmos Büro in letzter Zeit immer weniger. Als Arbeitsvermittler lebt er nur noch von der Nachfrage nach Krankenschwestern. Bei allen anderen Berufen ist nichts mehr. 2.250.000 Amerikaner wurden laut Goldman Sachs in der vergangenen Woche arbeitslos. Und das ist erst der Anfang.

„Vielleicht wird es etwa 30-40 Prozent Arbeitslosigkeit geben, was verheerend für die Wirtschaft sein würde. Wenn sich die Situation mit dem Virus verschlimmert, wird die Wirtschaft ihre Aktivitäten einschränken müssen und daher wird die Arbeitslosigkeit noch höher werden“, ist sich Marmo sicher.

Den Vorgängen wurde bereits der Namen „Coronacrisis“ gegeben. Dass eine Rezession bevorsteht, sagte Forscher Gerald Celente schon seit drei Jahren. Jüngsten Daten zufolge befindet sich ein Drittel der Weltwirtschaft bereits in einer Krise. Ihr Wachstum wird am Ende des Jahres bestenfalls unter 0,5 Prozent liegen.

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Das russische Verfassungsgericht macht den Weg für die geplante Verfassungsreform frei | Anti-Spiegel

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23-03-20 11:26:00,

Die geplante Verfassungsreform in Russland hat die vorletzte Hürde passiert und wird im April den Menschen in Russland zur Abstimmung vorgelegt.

Am 16. März hat das Verfassungsgericht in Russland die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen als verfassungskonform bestätigt. Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ ausführlich darüber berichtet auch aus der Entscheidung des Gerichts zitiert. Diesen Beitrag des russischen Fernsehens habe ich ausnahmsweise nicht übersetzt, weil er zum großen Teil aus ausgesprochen schwer zu lesenden, juristischen Zitaten bestand. Daher fasse ich diese Ereignisse in meinen eigenen Worten zusammen.

Kaum verwundern dürfte, dass das Verfassungsgericht die sozialen Komponenten der Reform durch gewunken hat. Nach der Verfassungsreform wird die Regierung laut Verfassung gezwungen sein, die Renten und Sozialleistungen jedes zu „indexieren“, also sie anzuheben und zwar mindestens um die Inflationsrate. Die Betonung liegt bei dieser russischen Definition der „Indexierung“ auf „mindestens“.

Auch die Definition der Ehe als Bund zwischen Mann und Frau, die nun in die russische Verfassung aufgenommen werden soll, ist nicht umstritten in Russland. Russland fördert Familien mit Kindern sehr stark und es ist in Russland Konsens, dass eine Ehe nur eine Gemeinschaft von Mann und Frau sein kann, aus der Kinder hervorgehen können.

Umstrittener ist schon der Passus, der Gott in die Verfassung aufnimmt. Vor allem die Atheisten stören sich daran, nicht die Anhänger anderer Religionen, als dem Christentum. Aber das Verfassungsgericht hat erklärt, dass die Aufnahme des Gottesbegriffes in die Verfassung nur ein Hinweis auf die wichtige Rolle der Religonen in der Geschichte Russlands und seiner Entstehung als Staat ist und keinerlei Einschränkungen macht, an welchen Gott eine Glaubensgemeinschaft glaubt. Auch eine Verpflichtung, sich zu einem Gott zu bekennen, geht aus dem neuen Artikel nicht hervor, sondern es bleibt im Gegenteil die Bestimmung aus der Verfassung, dass Russland ein säkularer Staat ist, davon unberührt.

Auch die Aufnahme der Formulierung von Russisch als Sprache des staatsbildenden Volkes wurde vom Verfassungsgericht genehmigt. Das Verfassungsgericht wies auf die unbestreitbare Tatsache hin, dass die Russen das größte und eben auch staatsbildende Volk in dem Vielvölkerstaat seien, es hat aber auch betont, dass die vielen Bestimmungen, die allen Völkern Russlands gleiche Rechte und den Schutz ihrer Kultur, Sprache, Religion, Gebräuche und so weiter garantieren, davon nicht berührt werden. Das dürfte in der Praxis auch niemand befürchtet haben,

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„Warum der russische Sender RT Deutsch für Deutschlands demokratische Willensbildung wichtig ist“. Hier das Video mit der Einführung des Chefredakteurs Rodionov zum Pleisweiler Gespräch

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21-03-20 02:23:00,

Heute hätten wir uns zum 32. Pleisweiler Gespräch getroffen – mit einem brisanten Thema. Wir konnten dieses Vorhaben wegen der Pandemie nicht realisieren. Und auch die abgespeckte Form im kleinen Kreis war nicht möglich. Da das Thema aber wichtig ist, wie wir insbesondere an der trotz Corona Virus anschwellenden Russland-Hetze in vielen unserer Medien sehen können, haben wir eine Hilfslösung gefunden: 1. Ivan Rodionov hat, was er in Pleisweiler-Oberhofen sagen wollte, kurz gefasst in die Kamera gesprochen. 2. Die NachDenkSeiten laden ihre Leser und insbesondere jene, die sich zum Pleisweiler Gespräch schon angemeldet hatten, ein, Fragen zu stellen. Bitte an diese E-Mail-Adresse [email protected] mit Stichwort „RT Deutsch“ 3. Ivan Rodionov wird auf möglichst viele Fragen antworten. Albrecht Müller

Es steht zu erwarten, dass dies eine interessante Diskussionsreihe wird. Dass das Thema so brisant ist, folgt auch aus der zuvor erwähnten anwachsenden Aggression gegenüber der Heimat von RT Deutsch, gegenüber Russland. Wir werden auch darüber weiter berichten.

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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Das russische Außenministerium über die engen Kontakte der US-Regierung zu den Weißhelmen | Anti-Spiegel

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21-03-20 09:15:00,

Das russische Außenministerium hat auf aktuelle Kontakte der US-Regierung mit den Weißhelmen hingewiesen. Anscheinend ist es den USA nicht recht, dass die Kämpfe im Nordosten Syriens eingestellt wurden.

Die Situation in Syrien ist hochbrisant, die deutschen Medien haben — bevor Corona alles überschattet hat — auch ausführlich berichtet. Da man in Deutschland jedoch nur eine Seite hört, habe ich ein Interview mit dem syrischen Präsidenten Assad übersetzt, das Sie hier finden. Das russische Außenministerium hat nun auch über die aktuelle Lage berichtet. Vor allem über sehr intensive Kontakte von hochrangigen US-Regierungsvertretern mit den Weißhelmen. Ich habe die russische Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wir haben Sie regelmäßig über die Lage in Syrien informiert. Heute behandeln wir das Thema nur kurz. Aber es gibt Ereignisse, über die wir berichten müssen.

Wir haben auf die Intensivierung der Kontakte amerikanischer Politiker mit der in Syrien operierenden, pseudo-humanitären Organisation Weißhelme hingewiesen. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, denn diese Kontakte führen in der Regel zu großen Problemen in der Region in Form von Provokationen und provokativen Aktionen. Am 17. März empfing der Führer dieser Struktur, Saleh, den stellvertretenden US-Außenminister Bigan. Und das trotz der Beschränkungen, die das US-Außenministerium für Kontakte mit Ausländern im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus beschlossen hat, und am 11. März bekam der wichtigste „Weißhelm“ eine Bühne im US-Senat. Am 3. März trafen sich der US-Sonderbeauftragte für Syrien, Jeffrey, und der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Kraft, mit Vertretern dieser Struktur an der türkisch-syrischen Grenze. Das ergab eine hübsche PR-Kampagne.

Diese Treffen fanden vor dem Hintergrund einer weiteren unverantwortlichen anti-russischen Medienkampagne statt, die von Washington im Zusammenhang mit der Situation in der Deeskalationszone Idlib gestartet wurde. Ich möchte Sie daran erinnern, dass das Gebiet von Terroristen von Hay’at Tahrir al-Sham kontrolliert wird. Auffallend ist, dass die Weißhelme, die sich ausschließlich als humanitäre Organisation positionieren, wieder einmal im Zentrum westlicher Informationsmanipulationen stehen, die darauf abzielen, die Realität in Idlib zu verzerren. Ihr Hauptziel ist es, die Anti-Terror-Bemühungen der syrischen Regierung zu diskreditieren und Damaskus und seine Verbündeten für die humanitäre Lage im Nordwesten des Landes verantwortlich zu machen.

Es scheint, dass die Idee einer möglichen Umsetzung des russisch-türkischen Abkommens in Washington eine solche Irritation hervorruft, dass sie bereit sind,

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Das russische Fernsehen fragt: Was haben geheime US-Bio-Labors mit dem Coronavirus zu tun? | Anti-Spiegel

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20-03-20 08:20:00,

Im russischen Fernsehen gab es einen Beitrag, der im deutschen Fernsehen undenkbar wäre. Daher habe ich ihn übersetzt.

Im Ein-Mann-Betrieb kann ich nicht jede interessante Meldung bringen, die finde. Solche Meldungen lege ich ab und verwende sie irgendwann später, wenn es zu einem Hintergrundbericht passt. Ein Thema, das in Deutschland kaum bekannt ist, über das aber immer wieder in Russland berichtet wird, sind geheime Bio-Labore der USA im Ausland. Das bekannteste davon ist das Lugar-Center in der Nähe von Tiflis.

Über die russischen Vorwürfe, die USA würden dort (und in anderen Labors außerhalb der USA) biologische Kampfstoffe entwickeln und testen, gab es 2018 auch mal Berichte in Deutschland. Bei n-tv konnte man lesen:

„Russland hat den USA heimliche Forschungen zu biologischen Waffen in einem georgischen Labor vorgeworfen. Die US-Armee entwickle im nahe der georgischen Hauptstadt Tiflis gelegenen Richard-Lugar-Zentrum potenzielle Kampfmittel wie Anthrax oder von Insekten übertragene Krankheiten, sagte Igor Kirillow, Leiter von Russlands Abwehreinheit gegen atomare, biologische und chemische Waffen. Damit verstoße Washington „höchstwahrscheinlich“ gegen internationale Verträge. (…) Georgische Angestellte haben demnach keinen Zutritt zu den Labors. Biologen der US-Armee dagegen verfügten über diplomatische Immunität. Kirillow bezog sich bei seinen Vorwürfen auf Material, das von dem ehemaligen georgischen Geheimdienstchef Igor Giorgadse stamme.“

Natürlich haben die USA das dementiert. Also nicht die Existenz des Labors, wohl aber, dass sie dort Kampfstoffe entwickeln. Interessant waren, wie so oft, die Details:

„Die USA wiesen die Anschuldigungen umgehend zurück. In dem Zentrum würden Menschen vor „biologischen Gefahren“ geschützt, sagte Pentagon-Sprecher Eric Pahon.“

Das Pentagon ist das US-Verteidigungsministerium. Wenn das aber keine militärische Anlage ist und die russischen Vorwürfe Unsinn sind, wieso äußert sich dann das Pentagon zu den Aktivitäten in dem Labor?

Solche geheimen US-Labors gibt es in vielen Ländern. Offiziell wollen die USA erforschen, wie verschiedene Ethnien auf Krankheiten reagieren, um die Krankheiten besser behandeln zu können. Das ist löblich, aber da es diese Labors seit ca. 15 Jahren gibt, hätten die USA ja mal ein paar Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen können. Zumal es ja angeblich keine militärischen Forschungen sind, sondern der Behandlung von Krankheiten dienen.

Warum ausgerechnet das Pentagon und nicht etwas das Gesundheitsministerium oder eine Universität an so etwas forscht, ist die nächste Frage, die sich stellt.

Heute hat das russische Fernsehen wieder über die Labors berichtet und auch über eine offizielle Erklärung des chinesischen Außenministeriums über die Herkunft des Coronavirus.

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Coronavirus: Wie das russische Fernsehen über die Situation in Europa berichtet | Anti-Spiegel

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09-03-20 10:31:00,

Das Coronavirus hat die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag dominiert. Auch ein Bericht aus Europa wurde gesendet und es ist interessant, wie in einem Land darüber berichtet wird, das (noch) von der Epidemie verschont geblieben ist.

Nachdem ich schon den Bericht über die Situation in Russland übersetzt habe, kommt hier die Übersetzung des Beitrages des russischen Fernsehens über die Lage in Europa.

Beginn der Übersetzung:

Das Coronavirus nimmt bemerkenswerten Einfluss auf die Weltpolitik, die Wirtschaft und sogar den Sport. Die Tourismusbranche auf der ganzen Welt rechnet mit Milliardenschweren Verlusten. In Italien, in dem wegen der Krankheit Panik herrscht, werden große Sportwettkämpfe massenhaft abgesagt. Sogar die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Japan auf den Herbst oder die Möglichkeit, die Wettbewerbe ohne Zuschauer durchzuführen, werden ernsthaft diskutiert.

Der italienische Ministerpräsident unterzeichnete ein Dekret, das die Ein- und Ausreise für 15 Provinzen im Norden des Landes vom 8. März bis zum 3. April verbietet. Die Lombardei, Modena, Parma, Piacenza, Venedig, Padua, Treviso, Asti und Novarra werden Beschränkungen unterworfen. Ausnahmen werden nur aus gut dokumentierten, arbeits- oder familiären Gründen gemacht. Allerdings dürfen Bewohner in diese Provinzen zurückkehren, wenn sie es wünschen. Mehr als 15 Millionen Menschen leben in Norditalien.

Die Filmindustrie erleidet enorme Verluste. Aus Angst, sich anzustecken, gehen die Menschen in vielen Ländern nicht mehr ins Kino. Es wurde bekannt, dass die Premiere des neuen James-Bond-Films vom Frühjahr auf Ende Herbst verschoben wird.

Wichtige internationale Treffen und Foren werden ebenfalls abgesagt. Der indische Premierminister Narendra Modi hat beschlossen, nicht zum „Indien-EU“-Gipfel nach Brüssel zu fahren. Russland hat das für Ende März geplante Wirtschaftsforum in Krasnojarsk verschoben. Das Wirtschaftsforum im Juni in St. Petersburg wurde abgesagt und der Juni-Gipfel Russlands mit der islamischen Welt in Kasan wird verschoben. Banken, Ölgesellschaften und Smartphone-Hersteller erleiden weltweit Verluste. Das neue Coronavirus verändert den Planeten.

China sieht bisher technologisch am stärksten mobilisiert aus und die Chinesen, für die die Gesellschaft über dem Individuum steht, sind eher auf diese kollektive Isolierung vorbereitet. In Europa ist das Hauptproblem Italien und Schengen scheint eher ein erschwerender Faktor zu sein.

Aus Europa berichtet unsere Korrespondentin.

Zwei Meter sind genau vier Schritte. Den dritten Tag bringt man den Italienern bei, Abstand zu halten. Bei der Post warten die Menschen auf der Straße,

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Wie das russische Fernsehen über die Lage an der griechisch-türkischen Grenze berichtet | Anti-Spiegel

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09-03-20 10:02:00,

Es läuft ein Propaganda-Krieg zwischen Griechenland und der Türkei. Was wirklich an der Grenze passiert, ist kaum sicher festzustellen, da die Berichte sich stark unterscheiden. Daher möchte ich auch zeigen, wie in Russland über die neue Flüchtlingskrise berichtet wird.

Die Situation an der griechisch-türkischen Grenze ist chaotisch. Damit die von Erdogan an die Grenze geschickten Flüchtlinge nicht umdrehen und in die Türkei zurückkehren, hat die Türkei selbst 1.000 Mann einer Spezialeinheit an die Grenze geschickt, um ihre Rückkehr zu verhindern.

Aber auch Griechenland greift zu harten Maßnahmen. Nachdem Griechenland das Asylrecht kurzerhand außer Kraft gesetzt hat, wurde angekündigt, jeden Migranten, der nach dem 1. März eingereist ist, abzuschieben. Außerdem will Griechenland die Asylverfahren beschleunigen und gleichzeitig allen, die Asyl bekommen haben keinerlei Unterstützung mehr bezahlen.

Obwohl diese Maßnahmen über alles hinausgehen, was die Kritiker der „Willkommenskultur“ 2015 gefordert haben, gibt es heute keinerlei Kritik von Politik und Medien an dem griechischen Vorgehen. Das ist vor allem deshalb interessant, weil man 2015 für wesentlich weniger drastische Forderungen als „Nazi“ bezeichnet werden konnte. Über die Frage, wie es sein kann, dass das, was 2015 „Nazi“ war, heute von niemandem kritisiert wird, habe ich hier eine Einschätzung geschrieben.

Die deutschen Medienberichte sind allgemein bekannt. Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens aus der Sendung „Nachrichten der Woche“ vom Donnerstag übersetzt. Der „neutrale“ Blick von außen auf die Geschehnisse ist durchaus interessant. Übrigens dürfte der Beitrag des russischen Fernsehens mit meiner Übersetzung auch ohne Russischkenntnisse verständlich sein. Und die Bilder sprechen auch eine deutliche Sprache.

Beginn der Übersetzung:

An der türkisch-griechischen Grenze herrscht Chaos. Ende Februar kündigte die Türkei gegenüber der Europäischen Union an, Flüchtlinge nicht mehr zurückzuhalten und öffnete die Grenze. Zehntausende Menschen strömten nach Griechenland, überquerten den Fluss, den Stacheldraht und andere Grenzbarrieren.

So eine Woche haben die Griechen in den letzten viereinhalb Jahren nicht mehr erlebt. Erdogan musste nur sagen, die Grenze sei offen, und schon verwandelte sich der Grenzübergang Castaene-Edirne in ein Schlachtfeld mit 13.000 Flüchtlingen gegen 2.000 griechische Grenzschutzbeamten.

Die Polizisten stehen mit Helmen, Schilden und Gasmasken in einer Reihe.

Janis Karagejis lebt seit 86 Jahren hier am Rande Europas. Er kennt seine Nachbarn seit vier Generationen und will keine neuen haben.

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Das russische Außenministerium über die Lage in Bolivien und anti-russische Propaganda | Anti-Spiegel

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06-03-20 08:21:00,

Bolivien ist aus den Nachrichten verschwunden, dabei bleibt die Lage in dem Land nach dem Staatsstreich vom November und vor den Wahlen im Mai brisant. Darauf hat das russische Außenministerium nun wieder hingewiesen.

Vor einigen Tagen haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology in einer Studie Zweifel an der These geäußert, dass der damalige bolivianische Präsident Morales bei den Wahlen im Oktober tatsächlich Wahlfälschung betrieben hat. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten konnte in ihrem Bericht die These des Wahlbetruges nicht verfestigen.

Nachdem die „Qualitätsmedien“ in Deutschland im November Bolivien und die angebliche Wahlfälschung auf den Titelseiten hatten, berichten sie über diese neuen Entwicklungen „überraschenderweise“ nicht. Lediglich RT-Deutsch hat ausführlich darüber berichtet. Über die Hintergründe des Putsches in Bolivien, der schon im November klar als solcher zu erkennen war, habe ich seinerzeit eine ausführliche Analyse geschrieben, die Sie hier finden können.

Am Freitag hat auch das russische Außenministerium das Thema in einer offiziellen Erklärung aufgegriffen, denn in Bolivien werden die gleichen plumpen Mittel genutzt, wie in den USA und in Europa, nämlich an allem und jedem kurzerhand Russland die Schuld zu geben. Daher habe ich die offizielle Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in Bolivien bleibt im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen, die am 3. Mai anstehen, schwierig. Wir sehen einen offenen und in einigen Fällen verdeckten Kampf zwischen verschiedenen politischen Kräften, bei dem es in erster Linie um die Registrierung von Kandidaten geht.

Vor diesem Hintergrund berichteten eine Reihe von internationalen Medien, dass es für die Ereignisse, die die innenpolitische Instabilität in Bolivien eingeleitet haben, tatsächlich keine legitimen Gründe gab, das gilt auch für die angeblichen massiven Verstöße und Fälschungen und bei den Wahlen vom 20. Oktober 2019. Mit anderen Worten, wenn wir die Artikel und Veröffentlichungen zusammenfassen, die in den letzten Tagen erschienen sind, trug das, was im letzten Herbst geschah, die Züge eines Staatsstreichs. Dazu möchte ich sagen: Guten Morgen! Wo waren Sie alle im Oktober 2019? Warum hat es so lange gedauert, die Fakten zu melden oder zumindest aufzulisten, die schon damals offensichtlich waren?

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass es sich wahrscheinlich in dem Sinne um eine positive Dynamik handelt,

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Russische Einschätzung: Das Coronavirus schwarzer Schwan für die Weltwirtschaft | Anti-Spiegel

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03-03-20 05:51:00,

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft beherrschen immer mehr die Schlagzeilen. Da die russische Wirtschaft anders strukturiert ist, als zum Beispiel die deutsche, wird in Russland durchaus anders über die Gefahren und die Gründe der nun aufkommenden wirtschaftlichen Probleme berichtet.

In der TASS hat dazu ein Experte eine Einschätzung geschrieben. Nach seiner Meinung war die Krise durchaus vorhersehbar und das Coronavirus war nur der Tropfen, der das Fass zu überlaufen gebracht. Übrigens ist das – wie ich immer wieder geschrieben habe – auch meine Meinung. Dazu finden Sie zum Beispiel hier und hier Einschätzungen von mir, die sich sehr mit dem decken, was auch der Experte in der TASS geschrieben hat: Die Krise kommt nicht unerwartet.

Die Einschätzung in der TASS kommt von Michail Khanov, dem Chef von Algo-Kapital. Das ist in Deutschland kaum jemandem ein Begriff, dabei ist dieser russischer Investmentfond von der Barcleys Bank 2018 in die Liste der Top-10 der weltweit besten Fonds aufgenommen worden. Für wirtschaftlich interessierte Menschen ist die Lektüre seiner Analyse interessant, da er in wichtigen Details zu anderen Schlüssen kommt, als ich sie in westlichen Medien in der Regel finde. Daher habe ich die in der TASS veröffentlichte Einschätzung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der unerwartete Ausbruch des asiatischen Coronavirus ist Anfang 2020 zu einem wichtigen Nachrichtenthema geworden. Die bisher unbekannte Infektion wurde über Nacht zu einem globalen Problem. Die Nachrichten zu diesem Thema sind nicht so sehr medizinischer Natur, denn dieses Ereignis hat bereits sichtbare wirtschaftliche Schocks auf globaler Ebene verursacht, die sich in den nächsten Quartalen zeigen und entwickeln werden.

Man muss vorausschicken, dass das Virus 2019-nCoV eine weniger gefährliche Krankheit ist, ähnlich wie die bekannte Influenza oder Tuberkulose. Zumindest die Sterblichkeit durch diese bisher unbekannte Krankheit ist niedriger als bei diesen Krankheiten. (Anm. d.Übers.: Da bin ich durchaus anderer Meinung, wie ich hier aufgezeigt habe, aber es gibt noch keine endgültigen Zahlen zur Gefährlichkeit des Coronavirus)

Der unvorhersehbare „schwarze Schwan“

Der praktisch orientierte Investor und Spekulant interessiert sich jedoch mehr nicht für medizinische Feinheiten, sondern für die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft. Zweifellos erleben wir ein sehr lehrreiches, sozioökonomisches Phänomen, das bereits starke Auswirkungen auf die Rohstoff- und Aktienmärkte hatte.

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Russische Medien: “Was ist los mit Erdogan?” | Anti-Spiegel

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02-03-20 01:21:00,

Natürlich war die Verschärfung der Lage in Syrien am Sonntag auch Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass Putin und Erdogan sich am 5. März in Moskau treffen werden. Vor diesem Hintergrund ist es interessant, wie das russische Fernsehen über die Eskalation in Syrien berichtet. Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt. Besonders interessant ist dabei der Bericht des russischen Korrespondenten in Syrien, da westliche Medien keine Journalisten in Syrien haben und es daher auch keine Berichte aus Syrien, sondern nur über Syrien gibt. Der Bericht des Korrespondenten dürfte mit meiner Übersetzung auch ohne Russischkenntnisse verständlich sein.

Beginn der Übersetzung:

Schlechte Nachrichten aus der syrischen Provinz Idlib. „Nachrichten der Woche“ hat bereits berichtet, dass die Türkei dort ein massives Kontingent ihrer Truppen zusammengezogen hat, angeblich um ihre Beobachtungsposten zu schützen. Aber die Beobachtungsposten der Türkei sind nicht bedroht, ihre Koordinaten sind bekannt und die syrische Armee und die russischen Streitkräfte umgehen sie. Gemäß der getroffenen Vereinbarungen sollte kein türkisches Militär in Idlib sein.

Das wurde bei der Sitzung des russischen Sicherheitsrates am Freitag, die übrigens von Präsident Putin unmittelbar nach einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan abgehalten wurde, unterstrichen. Erdogan hat Putin selbst angerufen. In dem Gespräch wurde betont, wie wichtig es ist, die Koordinierung zwischen den Militärs beider Länder zu verbessern.

Und das alles, weil am Vortag 30 oder 33 Soldaten der türkischen Armee in Idlib durch syrische Luftangriffe ums Leben gekommen sind. Solche Verluste hatte Erdogan in Syrien schon lange nicht mehr. Im Namen Russlands drückte Sergej Lawrow sein Beileid aus. Gleichzeitig erklärte Lawrow, dass das türkische Militär seine Koordinaten unter Missachtung der Abkommen nicht mitgeteilt habe. Aber es ist nur das halbe Problem. Schlimmer ist, dass die Opfer mit Terroristen Schulter an Schulter gekämpft haben.

„In den mitgeteilten Koordinaten waren die Orte, an denen das türkische Militär, das in den Reihen terroristischer Gruppen gekämpft hat, nicht enthalten. Wir haben unsere syrischen Kollegen gebeten, eine Pause in den Kämpfen einzulegen und alles getan, um die sichere Evakuierung der Verwundeten und den Abtransport der Leichen der toten türkischen Soldaten auf türkisches Territorium zu gewährleisten“, sagte der russische Außenminister.

So sieht es aus.

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Das russische Fernsehen über MeToo und Weinstein: “Wie unter Stalin” | Anti-Spiegel

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01-03-20 11:14:00,

Das Urteil im Weinstein-Prozess hat Schlagzeilen gemacht, auch in Russland. Aber in Russland ist der Blick auf den Fall Weinstein und die MeToo-Debatte ein völlig anderer, als in Deutschland.

Das russische Fernsehen hat immer wieder über den Fall Weinstein und auch über MeToo und Gender berichtet und ich habe die Berichte übersetzt, um aufzuzeigen, dass es zu diesen Themen auch andere Meinungen auf der Welt gibt, als sie die westlichen Medien propagieren. Ich habe auch schon die These aufgestellt, dass die medialen Vorverurteilungen, die mit solchen Kampagnen einhergehen meiner Meinung nach den Rechtsstaat untergraben und diese These zur Diskussion gestellt.

Am Sonntag hat sich nun das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ erneut mit dem Fall Weinstein und der MeToo-Debatte beschäftigt. Da man in Russland auf diese Themen völlig anders schaut, als im Westen, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 24. Februar wurde der amerikanische Filmproduzent Harvey Weinstein nach dem Schuldspruch der Jury in Haft genommen. Das Urteil wird am 11. März verkündet. Eine Woche nach dem Urteil wird Weinstein 68 Jahre alt. Das scheint kein hohes Alter zu sein, aber nach den Anklagen, derer Weinstein für schuldig befunden wurde, drohen ihm bis zu 25 Jahre Gefängnis plus weitere vier Jahre auf Bewährung.

Der Prozess lief ab, wie die Schauprozesse unter Stalin und es war so, als würde der Prozess von Stalins Staatsanwalt Andrej Vyshinsky geleitet. Schließlich ist im heutigen Amerika alles genau so abgelaufen, wie in unserer lange vergangenen Geschichte. Zwei Damen haben Weinstein beschuldigt, aber es gab keinen einzigen Beweis für das Verbrechen und keine Zeugen, es wurde rein gar nichts vorgelegt. Die Jury sollte den Damen einfach glauben.

Die New York Times schrieb in einem Artikel über die Verhandlung: „Der Fall Weinstein stellte sich als ungewöhnlich riskant für die Staatsanwaltschaft des Countys heraus. Die Vorwürfe der Frauen wurden weder durch medizinische Untersuchungen, noch durch kriminaltechnische Beweise gestützt. In diesem Prozess ging es um den Versuch, zu beweisen, dass sie die Wahrheit sagen.“

Zeitgleich wurde – in bester Tradition von Stalins politischen Prozessen – in der Presse eine rabiate Kampagne gestartet, um das Oscar-prämierte Opfer zu verteufeln und ihn in ein ekelhaftes, lüsternes Tier zu verwandeln,

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Wie das russische Fernsehen über die heutige Eskalation in Syrien berichtet | Anti-Spiegel

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28-02-20 08:04:00,

Da die Entwicklungen in Syrien heute auch in Deutschland die Schlagzeilen beherrschen, will ich als Kontrastprogramm aufzeigen, wie in Russland darüber berichtet wird, denn ich bin der Meinung, man sollte immer beide Sichtweisen kennen, um sich ein Bild zu machen.

Im Gegensatz zu den deutschen Medien hat das russische Fernsehen einen Korrespondenten im Kriegsgebiet und ich schon früher Berichte von ihm übersetzt. Auch heute hat das russische Fernsehen seinen Bericht über die aktuelle Eskalation in Idlib ausgestrahlt, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

„In den letzten Wochen hat das türkische Militär heimlich nicht nur die so genannte gemäßigte bewaffnete Opposition unterstützt, sondern auch die Militanten der internationalen Terrorgruppe Hay’at Tahrir al-Sham, dem Ableger von Al-Qaida in Syrien. Das türkische Militär handelte im Interesse dieser Militanten, teilte Geheimdienstinformationen mit ihnen und fungierte als eine Art Schutzschild für Hay’at Tahrir al-Sham, obwohl die Organisation auch in der Türkei als Terrororganisation eingestuft wird.“

So hat Evgeny Poddubny, der einzige russische Journalist, der in der Region arbeitet, die unerwartete Eskalation des Konflikts in der syrischen Provinz Idlib, kommentiert.

Am Vortag hatten die Militanten einen massiven Angriff auf Regierungstruppen durchgeführt, der von türkischer Artillerie und elektronischen Störsendern unterstützt wurde. Nach Angaben des Militärs zogen sich die Terroristen, sobald die Situation für sie schwierig wurde, in die Gebiete der türkischen Beobachtsungsposten zurück, die auf syrischem Boden in der Provinz Idlib Immunität genießen. „Das heißt, auf diese Beobachtsungsposten, die offiziell von türkischer Seite besetzt sind, darf nicht geschossen werden“, erklärte Poddubny.

Rund um den Ort Seraqib gehen die heftigen Kämpfe weiter. Das Militär erklärte, wie wichtig diese Gegend ist: „Seraqib ist ein Verkehrsknotenpunkt, der an der Kreuzung von zwei Autobahnen liegt, der M4 von Latakia nach Aleppo und der M5 von Damaskus nach Aleppo. Die Militanten versuchen aktiv, die Verteidigung des syrischen Militärs in diese Richtung zu durchbrechen. Dabei hat die türkische Armee ihre Zurückhaltung aufgegeben und unterstützt die Radikalen offen mit Artillerie. Das türkische Militär agiert in den Reihen der Militanten, worüber die russische Seite natürlich nicht informiert wird. Der Tod von 33 türkischen Soldaten wurde von Ankara bestätigt. Niemand wusste, dass sie in den Reihen der angreifenden Militanten von Hay’at Tahrir al-Sham waren.

„Nach Angaben des syrischen Militärgeheimdienstes sind im Gebiet der Deeskalationszonen von Idlib türkische Spezialeinheiten im Einsatz.

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Die russische Karte und ein weiterer Milliardär – Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA | Anti-Spiegel

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25-02-20 07:38:00,

Wie immer hat das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ wieder einen Rückblick auf die innenpolitischen Spielchen in den USA gebracht, den ich traditionell übersetze.

In Russland scheinen sich die politischen Kommentatoren auf einen Wahlkampf zwischen Trump und Sanders zu freuen. Das dürfte der Super-Gau für die westlichen Medien werden, denn Trump ist ohnehin ihr Buhmann, aber Sanders gilt mit seinen sozialen Ansichten ebenfalls als Bösewicht. Er bekam nur so lange gute Presse, wie er keine Chance auf den Sieg in den Vorwahlen hatte. Auch die demokratische Partei in den USA will Sanders nicht, vor vier Jahren wurde seine Kampagne von der Partei sogar zu Gunsten von Clinton sabotiert.

Aber was sollen die westlichen Medien tun, wenn ihnen beide Präsidentschaftskandidaten nicht gefallen? Gegen Sanders wird nun auch schon eine angebliche russische Unterstützung ins Spiel gebracht und obwohl es dafür mal wieder keinerlei Belege gibt, greifen die deutschen „Qualitätsmedien“ das Thema sofort auf. Aber man darf gespannt sein, wen Russland angeblich unterstützen wird, wenn der Kampf Trump gegen Sanders heißt. Schließlich kann es für westliche Medien keine Wahl mehr geben, bei der nicht eine russische Einmischung zumindest unterstellt wird.

Diesen Ton der schadenfrohen Vorfreude kann man in dem

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Korrespondentenbericht: Das russische Fernsehen über die Eskalation in Syrien | Anti-Spiegel

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25-02-20 01:16:00,

Die Eskalation zwischen der Türkei und Russland in Syrien geht weiter. In Russland wurde ein Korrespondentenbericht aus der Kriegsregion Idlib gezeigt.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ ausführlich über die Lage in Syrien berichtet. In einem ersten Beitrag wurde aus dem Studio über die Situation berichtet, der zweite Beitrag war ein Korrespondentenbericht aus Syrien.

Der Korrespondentenbericht ist sehenswert (zumal es keine westlichen Korrespondentenberichte aus Syrien gibt) und ich denke, er ist mit meiner Übersetzung auch ohne Russischkenntnisse verständlich. Daher habe ich beide Beiträge des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung des ersten Beitrages:

Die Situation in der syrischen Provinz Idlib, in der eine international vereinbarte Deeskalationszone eingerichtet wurde, in die Terroristen beispielsweise aus Aleppo gebracht wurden, ist ernst. Für sie waren die Busse nach Idlib die einzige Möglichkeit, ihre Haut zu retten. Die andere Möglichkeit war die komplette Zerstörung der syrischen Großstadt bei einer Eroberung.

Das war Ende 2016, also vor etwas mehr als drei Jahren. Natürlich war allen klar, dass Idlib kein neues Pseudo-Kalifat sein darf und dass die Lösung eine vorübergehende sein sollte. Früher oder später muss ganz Syrien von diesem Greuel gereinigt werden. Deshalb wurde eineinhalb Jahre nach der Befreiung von Aleppo – im September 2018 – eine Militäroperation gegen die Terroristen angekündigt, die Idlib und Syrien nicht verlassen wollten. Es ist eine groß angelegte Operation, weil es Zehntausende von Terroristen in Idlib gibt. Als die Journalisten den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu dann kurz vorher direkt fragten, ob diese Militäroperation nicht stattfinden werde, antwortete Shoigu trocken: „Ja“. Das war der 17. September 2018. (Anm. d. Übers.: Damals wurde die Operation im letzten Moment nach Verhandlungen zwischen Russland und der Türkei abgesagt)

Aber wer konnte die Operation absagen? Unerwartet taten das die Präsidenten Russlands und der Türkei, Putin und Erdogan, bei einem Treffen in Sotschi. Um die heutige Situation zu verstehen, ist es wichtig, sich an dieses Abkommen zu erinnern. Statt Krieg beschlossen sie, schwere Waffen an der Grenze zwischen den Terroristen und den Stellungen der syrischen Armee abzuziehen. Ein aktiver Befürworter dieser Entscheidung, wir erinnern uns an den Teheraner Dreiergipfel, war Erdogan. Der Gipfel in Teheran fand zehn Tage vor dem Treffen in Sotschi statt.

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Das russische Außenministerium über die Anhörung zu Fälschungsvorwürfen von Whistleblowern gegen die OPCW | Anti-Spiegel

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24-02-20 06:59:00,

Bei der OPCW gab es eine Anhörung über die Vorwürfe von Whistleblowern über Fälschungen von Berichten über angebliche Angriffe mit Chemiewaffen in Syrien. Das Ergebnis war ernüchternd.

Mehrere Whistleblower haben unabhängig voneinander schwere Vorwürfe gegen die OPCW – die Organsiation zur Überwachung der Chemiewaffenkonvention – erhoben. Die deutschen „Qualitätsmedien“ haben darüber jedoch nicht berichtet. Konkret geht es um den angeblichen Chlorgas-Angriff in der syrischen Stadt Douma im April 2018, der als Vorwand für massive Raketenangriffe des Westens gegen Syrien gedient hat.

Da die Vertragsstaaten der Chemiewaffenkonvention Aufklärung fordern, gab es eine Sitzung bei der OPCW, zu der jedoch keine Medien zugelassen waren. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, hat am 20. Februar dazu eine offizielle Erklärung Russlands abgegeben, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Wie Sie wissen, haben wir am 7. Februar auf der offiziellen Website des russischen Außenministeriums einen Kommentar zur OPCW-Unterrichtung über die Frage der Offenlegung vertraulicher Informationen bei der Erstellung des Berichts der Sondermission der Organisation über den Chlorgasvorfall vom 7. April 2018 in der syrischen Stadt Douma veröffentlicht. Darüber hinaus möchte ich dieses Thema noch einmal mit neuen Aspekten ansprechen.

Das Format der Veranstaltung selbst war merkwürdig, denn der Generaldirektor des Technischen Sekretariats Arias Gonzalez hat über die Begründetheit der Angelegenheit nur eine 15 minütige Erklärung abgegeben. Danach durften die Vertragsstaaten der Chemiewaffenkonvention Fragen stellen – und es gab es viele Fragen – aber sie durften nur schriftlich gestellt werden, obwohl die nötigen Teilnehmer für eine Diskussion anwesend waren. Es wurde nicht einmal der Anschein erweckt, dass man zum Dialog bereit sei.

Ich möchte dazu sagen, dass die Veranstaltung dem entsprechenden Thema gewidmet und in einem Format angekündigt wurde, das Gespräche beinhaltet.

Wie die Führung des technischen Sekretariats ihre Ansichten und Einschätzungen in Bezug auf diese absolut skandalöse Situation präsentiert hat, ganz zu schweigen von der Weigerung, Medienvertretern und NGOs die Teilnahme an dem Briefing zu gestatten, ist wirklich erstaunlich. Und wir sehen dies auf einer Veranstaltung einer spezialisierten, internationalen Organisation, die 2013 den Friedensnobelpreis erhalten hat, weil sie mit Hilfe von Russland, China, den Vereinigten Staaten, Norwegen, Dänemark und einer Reihe anderer Länder eine groß angelegte internationale Operation zur Zerstörung chemischer Waffen aus Syrien in Großbritannien, Finnland und Deutschland,

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Wie das russische Fernsehen über Political Correctness und ihre Folgen berichtet | Anti-Spiegel

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17-02-20 05:18:00,

Das russische Fernsehen hat mal wieder über die Blüten berichtet, die die Political Correctness treibt. Dieses Mal ging es um die USA, das Mutterland dieser Erscheinung.

Das russische Fernsehen nimmt sich in der Sendung „Nachrichten der Woche“ die Political Correctness und ihre Auswüchse immer mal wieder vor. Und man muss sich an den Kopf fassen, wenn man sieht, was alles inzwischen damit getrieben wird. Daher gibt es hier beim Anti-Spiegel auch schon einige Artikel darüber, wie das russische Fernsehen dieses Thema sieht. Ob es um Sprachverbote geht, um den „Skandal“ der Karnevalsrede von AKK, um die Gender-Debatte oder darum, was die Political Correctness mit Kultur und Geschichte anstellt, die Beiträge des russischen Fernsehens dazu wären im Westen nicht denkbar.

Das liegt einfach daran, dass es in Russland – so unglaublich es für Menschen klingt, die Russland nicht kennen – keine Political Correctness gibt. Über dieses westliche Phänomen wird in Russland wahlweise der Kopf geschüttelt, oder gelacht.

Nun also wieder ein neues Beispiel, dieses Mal über Absurditäten in den USA. Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens vom Sonntag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

2020, das gerade angebrochene Jahr, wird das erste Jahr sein, in dem Weiße unter Amerikanern unter 18 Jahren in der Minderheit sind. Das heißt, die meisten jungen Amerikaner sind nun farbig. So entsteht eine neue Qualität der amerikanischen Nation, die vor einem Jahrzehnt auf der Grundlage der Volkszählung von 2010 vorhergesagt wurde. Es ist klar, dass die grundlegende Veränderung der Population die Prinzipien der Demokratie stark verändert, zum Beispiel in Kultur und Bildung und damit auch die Werte.

Im Vorgriff darauf schrieb der amerikanische Politiker und Publizist Patrick Buchanan 2010 in seinem Buch „Selbstmord der Supermacht“: „Was wird die „neue Grundlage“ Amerikas sein, zu welchen Idealen und Werten wird es sich bekennen? Was bedeutet es, weiß zu sein, wenn eine weiße Haut aufhören wird, ein Symbol der Zugehörigkeit zur Mehrheit zu sein? Wer trauert um das weiße Amerika?“

Hier ist die Antwort. Sie kommt von der Yale University, eine der „großen Drei“ prestigeträchtigsten Unis in den Vereinigten Staaten, ihre Geschichte reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Die Antwort lautet, dass der Kurs „Geschichte der Künste von der Renaissance bis zur Gegenwart“ abgesagt wurde.

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Wie das russische Fernsehen über das Ende des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump berichtet | Anti-Spiegel

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09-02-20 11:28:00,

Traditionell hat das russische Fernsehen auch an diesem Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ wieder einen Blick auf den Polit-Zirkus in den USA geworfen. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens wie jede Woche übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Erwartungsgemäß ist das Abenteuer der radikalen Demokraten in den Vereinigten Staaten, die Trump absetzen wollten, kläglich gescheitert. Es wurde schließlich durch eine Abstimmung im Senat beerdigt. Damit bleibt Donald Trump nicht nur im Weißen Haus, sondern konnte auch seine Chancen bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen deutlich verbessern. Die Demokraten sind sichtlich sauer. Aber während sie ihre Wunden lecken, kann Trump es sich endlich leisten, sich gegenüber Russland positiver zu verhalten, so wie er es vor seiner Wahl geplant hatte.

Er wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen. Aber sie lassen Trump nicht durchatmen. Der Senat stellte das Amtsenthebungsverfahren ein und sofort feuerte die Washington Post eine neue Bombe gegen Trump: „Wir haben erfahren, dass Donald Trump viel Geld für die Übernachtungen der Agenten des Secret Service nimmt, die ihn bewachen. Auf seinem Anwesen Mar-a-Lago werden ihnen Zimmer für 650 Dollar pro Nacht vermietet“, schreibt die Zeitung.

Die Preise sind deutlich überhöht und die Rechnung zahlt der Staat. Im Jahr 2018 erhielt die Firma „The Trump Organization“ nur für Unterkunft und Verpflegung von Bodyguards in Miami eine halbe Million Dollar. Dieser Artikel mit neuem kompromittierenden Material wurden am Tag nach der Abstimmung im Senat veröffentlicht. Doch am 6. Februar gab es auf allen Titelseiten nur eine Meldung: Trump ist freigesprochen.

„Wir sind durch die Hölle gegangen! Ich wurde zu Unrecht angeklagt, wir haben nichts falsch gemacht. Und hier ist das Ereignis. Wir wurden sehr ungerecht behandelt. Zuerst hieß es: „Russland! Russland!“ Aber das war alles Bullshit!“, sagte Trump.

Trump begann sofort, mit seinen Gegnern abzurechnen. Die Administration feuerte diejenigen, die in dem Prozess gegen den Präsidenten ausgesagt haben. Der US-Botschafter in der EU, Gordon Sondland, wurde gefeuert, der Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat, Alexander Windman, wurde vom Weißen Haus vor die Tür gesetzt.

„Er war sehr undiszipliniert, verdrehte den Inhalt meiner „perfekten“ Telefonate. Sein Vorgesetzter hat ihm eine furchtbare Beurteilung gegeben. Ihm mangelt es an Urteilsvermögen und er hat Probleme mit der Subordination. Er hat Informationen weitergegeben. Mit anderen Worten: Raus!“, sagte Trump.

Alexander Windmans Zwillingsbruder Eugene wurde ebenfalls vor die Tür gesetzt.

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Das russische Fernsehen über das Ende des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump | Anti-Spiegel

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03-02-20 12:16:00,

Wie jede Woche blickte das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ wieder auf die Höhepunkte des Polit-Zirkus in den USA.

Da ich in den letzten Monaten viel über das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump und den sogenannten „Ukraine-Skandal“ geschrieben habe, will ich hier den Beitrag des russischen Fernsehens über die aktuellen Ereignisse übersetzen. Ich selber werde nach der endgültigen Abstimmung über die Amtsenthebung am 5. Februar eine ausführliche Zusammenfassung des „Skandals“ und auch einen Ausblick auf die zu erwartende mediale Fortsetzung schreiben.

Beginn der Übersetzung:

Der US-Senat hat das endgültige Datum für die Abstimmung über Trumps Amtsenthebung festgelegt. Es ist der 5. Februar. Trump selbst hat sich wenig um das Verfahren gekümmert – die Arbeit haben seine Anwälte haben gemacht – und sich mehr um internationalen Angelegenheiten gekümmert und zwei Deals gemeldet. Der erste ist ein Handelsabkommen mit China, der eine direkte Konfrontation verschoben hat. Der zweite ist der so genannte „Jahrhundertdeal“, ein gemeinsamer Vorschlag mit Israel an Palästina über das Format seines Staates. Palästina hat den Deal vehement abgelehnt.

Die Amerikaner haben das Interesse an der Amtsenthebung verloren. Die Einschaltquoten der Übertragungen aus dem Senat sind immer weiter gesunken. Vor einer Woche sahen 11 Millionen Menschen dem Prozess zu, jetzt lockt er kaum noch 4 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Neue Gesichter sollten das Interesse wieder wecken.

„Ich habe einen Änderungsantrag eingereicht, um zusätzliche Zeugen – Mulvaney, Bolton, Duffy, Blair – zu laden und damit Dokumente des Weißen Hauses, des Verteidigungsministeriums und des Außenministeriums vorgelegt werden.“, sagte Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im Senat.

Die republikanische Mehrheit ließ nicht zu, dass noch ein paar Eimer Dreck auf den republikanischen Präsidenten gekippt wurden. Im Senat haben sie eine Mehrheit und der wichtige Änderungsantrag zur Zeugenvorladung wurde abgelehnt, wenn auch mit einer Mehrheit von nur zwei Stimmen: 49 zu 51. Die Demokraten wissen, dass dies mit ziemlicher Sicherheit das Ende des Amtsenthebungs-Epos ist.

„Wenn der Präsident ohne Zeugenbefragungen und ohne Vorlage von Dokumenten freigesprochen wird, wird dieser Freispruch keine rechtliche Wirkung haben. Amerika wird sich mit Bedauern an diesen Tag erinnern, als der Senat keine Zeugen vorladen ließ und nicht die Gelegenheit gegeben hat, dass die Wahrheit gesagt wird. Es ist eine große Tragödie“, sagte Schumer.

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“Kein Problem ist gelöst” – Wie das russische Fernsehen über den Brexit berichtet | Anti-Spiegel

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02-02-20 11:43:00,

Dreieinhalb Jahre wurde der Brexit wie ein Weltuntergang angekündigt und nun ist er vollzogen. Und siehe da: Die Welt dreht sich trotzdem weiter.

Wer sich fragt, warum der angekündigte Weltuntergang ausgeblieben ist, der muss wissen, dass der eigentliche Brexit noch gar nicht stattgefunden hat. Zwar ist Großbritannien aus der EU ausgetreten und seine Vertreter haben ihre Büros in Brüssel geräumt, aber in allen anderen Fragen geht es so weiter, als sei nichts geschehen. Bis Ende 2020 gelten in einer Übergangsfrist die bestehenden Bestimmungen weiter, als wäre London noch immer in der EU.

Nun muss Großbritannien bis Jahresende umfangreiche Verträge mit der EU aushandeln, wenn der harte Brexit nicht doch noch zum 31.12.2020 Realität werden soll. Das ist – gelinde gesagt – ambitioniert, vor allem für Nordirland weiß noch niemand richtig, wie es weitergehen soll. Wenn dort wieder eine harte Grenze eingeführt wird, droht das Wiederaufleben des Bürgerkrieges, den die meisten Menschen heute längst vergessen haben. Wenn es keine Grenze zu Irland geben soll, droht eine inner-britische Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreiches. Vor allem letzteres ist für London kaum hinnehmbar.

Denn auch ohne dieses Problem wachsen im Vereinigte Königreich die Fliehkräfte. Die Schotten wollen ein neues Referendum über ihre Unabhängigkeit und zurück in die EU, auch Wales ist nicht für den Brexit. In dieser Situation ist es schwer, irgendetwas zu prognostizieren. Daher will ich hier zeigen, wie in Russland über das Thema berichtet wird, anstatt mich an die Kristallkugel zu wagen.

Die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ hat am Sonntag ihre Sicht auf den Brexit dargelegt und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Eine laut angekündigte und nun erfolgreich umgesetzte Nachricht der internationalen Politik: Am 31. Januar um 23:00 hat das Vereinigte Königreich offiziell die Europäischen Union verlassen. Die Scheidung erfolgte dreieinhalb Jahre nach dem Referendum. Nach vielen Konsultationen und Verhandlungen in Brüssel, Streit im Parlament und sogar einer vorgezogenen Wahl hat Boris Johnson das Vereinigte Königreich auf das freie Meer geführt. Allerdings sind Schottland und Nordirland nicht glücklich über diese Freiheit und wollen unbedingt in die EU zurückkehren, auch ohne London. Niemand weiß, was als nächstes passieren wird. Es ist nur bekannt, dass Großbritannien parallele Verhandlungen an zwei Fronten beginnt. Es geht um die neuen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union.

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Die Lage in Südamerika – Das russische Außenministerium übt scharfe Kritik an der US-Politik | Anti-Spiegel

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26-01-20 11:04:00,

Das russische Außenministerium hat sich am Donnerstag in einer ausführlichen Erklärung zur Lage in Venezuela, Bolivien und auf Kuba geäußert und das Verhalten der USA in ihrem selbsternannten „Hinterhof“ scharf kritisiert.

Da in Deutschland die Artikel über Venezuela mehr weglassen, als sie berichten, Bolivien nach dem dortigen Putsch weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden ist und über die lange vorher angekündigten neuen US-Sanktionen gegen Kuba, die in der UNO-Vollversammlung fast einstimmig verurteilt wurden, gar nicht berichtet wird, nutze ich die Gelegenheit und übersetze die offizielle Erklärung der Sprecherin des russischen Außenministeriums zu den Themen.

Beginn der Übersetzung:

In der letzten Zeit gab es viele verschiedene und bedeutende Entwicklungen in Venezuela, die die gegensätzlichen politischen Kräfte leider nicht näher an gemeinsame Kompromisslösungen gebracht haben, die für die Normalisierung der innenpolitischen Lage in diesem Land nötig sind.

Der offensichtlichen Forderung der venezolanischen Gesellschaft nach Verhandlungen zur Lösung der bestehenden akuten Widersprüche wird durch gewisse Fortschritte im Rahmen des so genannten „Runden Tisches des nationalen Dialogs“ zwischen der Regierung von Maduro und dem moderaten Teil der Opposition nachgekommen. Trotzdem stellen die radikalen Politiker, deren Popularität weiter abnimmt, ihre provokativen Aktivitäten nicht ein und fordern zusätzliche Unterstützung von ihren ausländischen Gönnern.

Der ehemalige Präsident der Nationalversammlung wollte nach der Wahl der neuen Parlamentsführung am 5. Januar den Verlust seines Amtes nicht hinnehmen und hielt eine alternative Versammlung seiner Anhänger ab, die seine Vollmachten bestätigten und dann hat er sich sogar selbst vereidigt. Die radikale Opposition hat nun nicht nur zu zwei „Präsidenten“, sondern auch zu zwei „Parlamentspräsidenten“ in der Nationalversammlung geführt, was neben einer Lähmung des gesetzgebenden Organs auch insgesamt auf die Situation im Land Einfluss hat.

Das und Washingtons Methoden der völkerrechtswidrigen Sanktionen gegen Caracas und seine Beamten verhindern die Lösung des innervenezolanischen Konflikts. Diesmal fügte das US-Finanzministerium der sogenannten „schwarzen Liste“ den neu gewählten Präsidenten der Nationalversammlung und die Abgeordneten, die ihn unterstützt haben, hinzu. Aus Washingtoner Sicht gelten Abstimmungen nur dann, wenn die Ergebnisse den USA gefallen und Guaido unterstützen, jedes andere Abstimmungsverhalten führt zu Bestrafung. Eine „beeindruckende“ Interpretation von Demokratie.

Die US-Sanktionspolitik gegen Venezuela und sein Volk, die alle denkbaren Grenzen der Kontraproduktivität und Unmenschlichkeit überschritten und sich längst vom internationalen Recht verabschiedet hat,

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Das russische Außenministerium über die Lage in Syrien und das aktuelle Video der Weißhelme | Anti-Spiegel

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25-01-20 05:02:00,

In Syrien sieht man, wie deutlich sich die Berichte im Westen von dem unterscheiden, was in anderen Teilen der Welt berichtet wird.

Das russische Außenministerium hat sich am Donnerstag wieder in einer Erklärung seiner Sprecherin zu Syrien geäußert. Da Syrien derzeit keine große Rolle in den westlichen Medien spielt und die Berichte im Westen sich stark von dem unterscheiden, was Russland berichtet, habe ich die Erklärung übersetzt, denn es ist immer wichtig, in einem Konflikt beide Seiten anzuhören.

Beginn der Übersetzung:

Insgesamt hat sich die Lage im Land deutlich stabilisiert. Das friedliche Leben kehrt nach Syrien zurück, der wirtschaftliche und soziale Bereich erholt sich. Dieser positive Trend muss beibehalten werden, insbesondere vor dem Hintergrund eines schwierigen regionalen Umfelds.

Spannungen bestehen nach wie vor in den Gebieten, die nicht von der syrischen Regierung kontrolliert werden, also in Idlib, in einigen Regionen östlich des Euphrat und in der Gegend um Al-Tanf.

In Idlib unternahmen das russische und das türkische Militär Anfang Januar einen weiteren Versuch, eine Waffenruhe zu etablieren. Die radikalen Gruppen ignorierten dies jedoch erneut und beschossen weiterhin syrische Truppen und nahe gelegene Städte. Die Zahl der Angriffe ist auf 60 Vorfälle pro Tag gestiegen. So feuerten Militante am 16. Januar Raketen auf Wohnviertel von Aleppo, wobei 7 Zivilisten getötet und 18 verletzt wurden. Die Zahl der Todesopfer unter syrischen Soldaten beträgt mehrere Dutzend. Unter diesen Bedingungen sind Regierungstruppen gezwungen, auf Terroranschläge zu reagieren und begrenzte Operationen durchzuführen, um die terroristischen Aktivitäten zu neutralisieren und die von Idlib ausgehenden Bedrohungen zu verringern.

Um den Abzug von Zivilisten aus der Deeskalationszone zu erleichtern, wurden drei humanitäre Korridore eingerichtet, die seit dem 13. Januar bereits von etwa 1.500 Menschen genutzt werden konnten. Aber leider verhindern Terroristen die Ausreise von Zivilisten und beschießen die Checkpoints. Das ist eine zusätzliche Bestätigung unserer wiederholten Position, dass das Problem von Idlib nicht gelöst werden kann, solange Terroristen, die auch vom UN-Sicherheitsrat als solche anerkannt werden, dort herrschen.

Die Situation östliche des Euphrat hat sich verbessert, was zum großen Teil der Umsetzung des russisch-türkischen Memorandums vom 22. Oktober 2019 zu verdanken ist. In den Grenzgebieten in den Gebieten Kobani und Kamishli finden regelmäßig russisch-türkische Patrouillen statt. Darüber hinaus arbeitet das russische Militär hart daran,

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Das russische Fernsehen über die bevorstehenden Senatsanhörungen gegen Trump | Anti-Spiegel

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20-01-20 01:30:00,

Wie jede Woche hat das russische Fernsehen wieder den Polit-Zirkus in den USA beobachtet, wo es natürlich wieder um das Verfahren gegen Trump ging. Dieses Mal gab es erstaunlich interessante Details, von denen ich in Deutschland nichts gehört habe.

Die Reportagen des USA-Korrespondenten des russischen Fernsehens bringen immer eine – in meinen Augen – sehr gute Zusammenfassung der Ereignisse in den USA, denn der Korrespondent greift die Berichte der US-Medien auf, über die in Deutschland oft gar nicht berichtet wird, die aber die Debatten in den USA bestimmen. Daher habe ich auch diese Woche wieder den Beitrag der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ zu den Ereignissen in den USA übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In den Vereinigten Staaten beginnt eine neue Phase des Amtsenthebungsverfahrens gegen den Präsidenten. Der Fall wurde an das Oberhaus, den Senat, übergeben. Die Chancen sind sehr gering, aber wie auf Bestellung tauchte ein neues, ukrainisches Kompromat gegen den Präsidenten auf.

Im Oberhaus des amerikanischen Kongresses wird alles so ablaufen, wie vor einem amerikanischen Gericht. Im Amtsenthebungsverfahren treten als Staatsanwälte die Demokraten aus dem Unterhaus auf, als Geschworene fungieren die Senatoren beider Parteien, den Vorsitz führt der Chef des Obersten Gerichtshofs. Trump hat endlich auch seine Anwälte benannt. Die Verteidigung des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten übernimmt derselbe Mann, der den 42. Präsidenten angeklagt hat.

Kenneth Starr ist medienerfahren und ein Superstar der amerikanischen Rechtsprechung, der jeden öffentlichen Prozess – so, wie diesen gegen Trump – aus der Perspektive der PR betrachtet.

In den Archiven wurde dieses Video gefunden. Vor zwanzig Jahren war Trump noch mit der Clinton-Familie befreundet. Trump sagte über Starr, dass „er ein Wahnsinniger und eine Katastrophe auf zwei Beinen ist“.

Ein weiterer Star des Trump-Anwaltsteams ist Alan Dershowitz. Der regelmäßige Teilnehmer eine TV-Show kann eine reiche Erfolgsbilanz vorweisen. Er verteidigte sowohl Mike Tyson, als auch den Milliardär Jeffrey Epstein. Er ist ein ehemaliger Harvard-Rechtsprofessor, der, so sagte er, bei der Wahl für Hillary gestimmt hat, aber im Senat die Verfassung verteidigen werde, nicht Trump.

Das erste, was Dershowitz und der Rest der Anwälte abwehren müssen, ist der Wunsch der Demokraten, hochrangige Zeugen in den Senat einzuladen. Trumps Gegner meinen, die könnten aus erster Hand von Trumps Verhandlungen mit Selensky erzählen, bei denen Trump Belastendes über Biden finden wollte.

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Das russische Fernsehen über den neuen Premierminister Mischustin | Anti-Spiegel

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20-01-20 10:09:00,

In Russland beherrschen innenpolitische Meldungen die Medien, in erster Linie natürlich der neue Premierminister Mischustin.

Die Sendung „Nachrichten der Woche“ hat ihm und seiner Ernennung natürlich viel Zeit gewidmet. Zwei Beiträge, einen Kommentar aus dem Studio und einen Bericht über Mischustin, habe ich hier übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Regierung in Russland wird verändert. Am 16. Januar wurde der neue Ministerpräsident Michail Mischustin von der Staatsduma ohne eine einzige Gegenstimme bestätigt und am selben Tag per Dekret von Präsident Putin ernannt. Nun gibt es Konsultationen über die Auswahl der Minister und ihrer Stellvertreter, über die Zusammensetzung des Kabinetts selbst. Das ist die wichtigste Aufgabe, denn nach der derzeitigen Verfassung ist die Regierung für die sozioökonomische Lage des Landes verantwortlich.

Die scheidende Regierung von Dmitri Medwedew bleibt auf Wunsch von Wladimir Putin noch bis zur Bildung eines neuen Kabinetts im Amt. Medwedew traf die Entscheidung zurückzutreten unmittelbar nach der jährlichen Ansprache des Präsidenten vor der Bundesversammlung. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Rede an die Nation selbst eine Fortsetzung der Rede des letzten Jahres war, in der der Präsident verlangte, dass die Regierung drei Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 erreichen sollte. Es war in der Erwartung des Wachstums, dass er letztes Jahr ein beispielloses Sozialprogramm präsentiert hat.

Das Wachstum in Russland im vergangenen Jahr betrug etwas über ein Prozent und die gleichen Zahlen hat die Regierung für die nächsten zwei Jahre geplant. Unter diesen Bedingungen, drückte Putin auf´s Gas, anstatt auf die Bremse zu treten und forderte, weitere Programme zur Unterstützung von Familien mit Kindern und damit verbundene soziale Projekte aufzulegen und zu erweitern, er bestand auf dem Drei-Prozent-Ziel bereits für das nächste Jahr. Gleichzeitig schlug Putin Verfassungsänderungen vor, deren allgemeines Konzept er wie folgt formuliert hat: „Wir müssen ein solides, zuverlässiges, unverwundbares und nach außen absolut stabiles System schaffen, das Russland die Unabhängigkeit und Souveränität garantiert. Gleichzeitig ist das System in sich selbst lebendig, flexibel, einfach und zeitnah, vor allem, aufgrund dessen, was in der Welt, um uns herum, und vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung der russischen Gesellschaft selbst geschieht. Ein System, das die Nachfolge der Machthaber und aller, die in anderen Bereichen eine hohe Stellung einnehmen, sicherstellt. Eine solche Erneuerung ist eine wesentliche Voraussetzung für die fortschreitende Entwicklung der Gesellschaft,

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Das russische Fernsehen über die Lage in Syrien | Anti-Spiegel

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31-12-19 04:31:00,

Im Westen macht Syrien derzeit nur noch Schlagzeilen, wenn es um Idlib und die Kämpfe geht, die dort stattfinden. Dass sich jedoch im restlichen Land die Lage normalisiert, wird nicht berichtet.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Lage in Syrien berichtet. Dabei ging es vor allem um die Gebiete, in denen vor kurzem noch US-Truppen das Sagen hatten und in die nun russische und syrische Verbände eingerückt sind. Der Korrespondentenbericht dürfte zusammen mit meiner Übersetzung des Berichts auch ohne Russischkenntnisse verständlich sein und die Bilder sprechen ihre eigene Sprache.

Beginn der Übersetzung:

Im vergangenen Jahr gab es in den Nachrichtensendungen weniger Berichte aus Syrien, als früher. Und das ist ein gutes Zeichen. Reste von Militanten greifen immer weniger an, die Zahl der bewaffneten Zusammenstöße ging aber um ein Vielfaches zurück.

Syrien hat sich vom Abgrund entfernt, die Gefahr, dass dort ein islamisches Kalifat entsteht, ist endlich gebannt. Baschar al-Assad, den die Amerikaner stürzen wollten, blieb Staatsoberhaupt. Syrien hat seine Souveränität und Unabhängigkeit bewahrt. Dies ist eine unangenehme Lektion für die Vereinigten Staaten. Für die Welt ist es ein Signal. Es gibt ein neues Machtzentrum, Russland. Es ist nicht mehr möglich, diese Tatsache zu ignorieren.

Im November gelang es der russischen Diplomatie und dem Militär, einen Zusammenstoß zwischen dem türkischen und syrischen Militär verhindern. Gleichzeitig flohen die Amerikaner aus Nordsyrien und lieferten ihre ausgerüsteten Stützpunkte und ihre kurdischen Verbündeten der türkischen Armee aus. Am 27. Dezember fasste der Kommandeur der russischen Truppen in Syrien, Generalleutnant Alexander Tschaiko, die Ergebnisse des Jahres zusammen.

„Das wichtigste Ereignis des Jahres war die Unterstützung der syrischen Regierung bei der Erlangung der Kontrolle über das Gebiet jenseits des Euphrat, einschließlich der Blockade der Operation „Friedensquelle“ und gemeinsame russisch-türkische Patrouillen unter Beteiligung von Einheiten der Militärpolizei, sowie erfolgreiche Luft- und Bodenpatrouillen“, sagte Tschaiko.

Die syrischen Armee kontrolliert immer mehr Gebiete. Endlich war es möglich, auch in Raqqa Fuß zu fassen, das von amerikanischen Flugzeugen in Ruinen verwandelt wurde, und den Zivilisten zu helfen, die ohne Nahrung, Trinkwasser, Medizin und medizinische Versorgung waren.

Im August wurde unser Luftwaffenstützpunkt Hmeimim von 6 Kampfdrohnen angegriffen. Alle wurden abgefangen. Einen Monat später trafen unbekannte Drohnen zwei große Raffinerien in Saudi-Arabien.

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Das russische Fernsehen über die politische Woche in den USA | Anti-Spiegel

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31-12-19 04:14:00,

Wie jede Woche durfte in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ der Blick auf den Polit-Zirkus in den USA nicht fehlen, der sich wieder mal sehr von dem unterscheidet, wie in Deutschland darüber berichtet wird. Ich habe diesen Bericht übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Amerika bereitet sich auf die Präsidentschaftswahlen vor. Die Demokraten schikanieren Trump weiterhin im Kongress und in den Medien. Das Thema Amtsenthebung bleibt aktuell. Nun hat sich das Pentagon zur Wahl zu Wort gemeldet. Die Washington Post veröffentlichte einen Artikel, in dem es heißt, dass das militärische Cyberkommando für den Fall einer Einmischung Moskaus in die US-Wahl einen Schlag gegen Russland vorbereitet. Absurd, aber nach Ansicht der Amerikaner scheint eine russische Einmischung in die Wahlen 2020 unvermeidlich.

Das Cyberkommando hat einen geheimen Bericht erstellt, den es als „National Intelligence Assessment“ bezeichnet. Es argumentiert, dass Russlands Hauptziel bei den Wahlen 2020 darin besteht, Spaltungen zu säen. „Sie versuchen ständig, die Trennlinien in unserer Gesellschaft zu vertiefen“, sagte ein hochrangiger amerikanischer Beamter der „Washington Post“.

Amerikanische Hacker-Soldaten werden sich dem Kampf anschließen: „Eine der Maßnahmen, die vom Cyberkommando entwickelt wurden, richtet sich gegen die oberste Führung und Elite des Landes, obwohl Präsident Putin persönlich wahrscheinlich nicht betroffen sein wird, weil es zu provokant wäre. Als neue Taktik werden Aktionen gegen die Leiter von Geheimdiensten, Militärkommandeure und möglicherweise einige Oligarchen gehandelt. Nachrichten, die an sie gesendet werden, werden von begrenzten Cyber-Operationen begleitet, um zu zeigen, dass die Amerikaner ein System oder Konto hacken und Schaden anrichten können. In solchen Botschaften wird es Warnungen geben, dass diese Menschen ernste Konsequenzen spüren werden, wenn die Einmischung in die Wahlen nicht gestoppt wird.“

Die Bedrohung ist ausgedacht, aber die Maßnahmen des amerikanischen Staates sind sehr konkret: Spionage und Cyberterrorismus, sowie Erpressung der russischen Führung. Bei ihnen gilt so etwas als ehrlich.

Aus Amerika berichtet unser Korrespondent.

Dieser Film auf One America News Video ist Donald Trumps bestes Neujahrsgeschenk. Nicht nur Joe Biden und sein Sohn Hunter versuchten, sich in der Ukraine zu bereichern, sagte der Journalist. Der Sohn der Sprecherin des Unterhauses, der Hauptunterstützerin der Amtsenthebung, Nancy Pelosi, war auch in den Fall verwickelt.

Archivmaterial wird in der Reportage gezeigt. 2015 ist Pelosi nicht nur an der Spitze der US-Kongressdelegation auf dem Maidan spazieren gegangen,

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Pressefreiheit in der EU: Das russische Außenministerium über die Drohungen gegen Sputnik in Estland | Anti-Spiegel

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29-12-19 04:04:00,

Bei der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums am Donnerstag war auch die Pressefreiheit ein großes Thema, nachdem in Estland die Behörden an Journalisten von Sputnik Drohbriefe verschickt haben.

Ich halte dieses Thema, über das in Deutschland gar nicht berichtet wird, für eines der vielleicht wichtigsten Themen dieser Tage. Estland geht offen gegen Sputnik vor, im September haben Banken vorübergehend abgelehnt, Zahlungen von Sputnik durchzuführen, der Vermieter von Sputnik wurde unter Druck gesetzt, den Mietvertrag zu kündigen und im Dezember haben die Mitarbeiter von Sputnik Briefe von der Polizei erhalten, dass am 1. Januar strafrechtliche Ermittlungen gegen sie eingeleitet werden, wenn sie nicht bis dahin kündigen.

Das sind Methoden, die sonst nur von Diktaturen gegen eine kritische Presse eingesetzt werden. Wer es mit Meinungs- und Pressefreiheit ernst meint, muss dagegen protestieren. Voltaire wird der Satz zugeschrieben: „Ich finde Deine Meinung unerträglich, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass Du sie sagen kannst.“ Das sollte der Maßstab sein, aber in Estland werden Journalisten mit Strafverfahren bedroht.

Das führte dazu, dass bei der Pressekonferenz der russischen Außenministeriums sowohl dessen Sprecherin Maria Sacharova, als auch viele Journalisten als Zeichen der Solidarität Sputnik-Westen angezogen haben.

Maria Sacharova begann ihre Pressekonferenz mit einer Einleitung zu dem Thema und am Ende gab es dazu auch noch eine Journalistenfrage, die ich im Anschluss an die Einleitung auch noch übersetzt habe, da die Antwort sehr tief blicken lässt.

Beginn der Übersetzung:

Wir haben beschlossen, die Initiative von Kirill Wyschinski über den Beginn einer medialen Reaktion auf das absolut unzulässige Verhalten der estnischen Behörden gegenüber den Medien, darunter Sputnik Estland, zu unterstützen.

Wir haben mehrmals gesagt, dass jede Form von Druck auf die Medien und Einschüchterung der Medien unzulässig ist, nicht nur, wenn dabei Gesetze verletzt oder Regeln der Akkreditierung gebrochen werden, sondern vor allem, wenn es unmittelbar durch politische Gründe motiviert ist. Die Behörden Estlands hören nicht auf die Erklärungen der russischen Seite oder internationalen Gemeinschaft.

Für den Schutz von Sputnik Estland setzen sich internationale Organisationen ein. Und wir finden es wichtig, an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken. Das ist ein echtes Problem für den europäischen Kontinent, wenn sich ein Staat als Anhänger der europäischen Werte bezeichnet, die in vielen internationalen Verträgen fixiert sind,

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Das russische Fernsehen über kriminelle Politiker | Anti-Spiegel

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24-12-19 09:25:00,

In den westlichen Medien lesen wir immer von der Korruption in Russland, aber nie, dass dafür auch hohe Politiker bestraft werden. Am Sonntag berichtete das russische Fernsehen über einen aktuellen Fall.

Die Korruption ist ein großes Problem in Russland und sie ist schwer zu bekämpfen. Aber sie wird bekämpft und immer wieder werden wichtige Menschen deswegen verurteilt. Nun traf es einen ehemaligen Finanzminister, der sich auf Kosten des Staatshaushaltes um 14 Milliarden Rubel (zum damaligen Kurs ca. 350 Millionen Euro) bereichert hatte.

Dass Politiker für ihre Taten, die den Steuerzahler Millionen oder sogar Milliarden kosten, auch mal bestraft würden, würde man sich auch für Deutschland wünschen, wenn man an all die Berateraffären denkt, die derzeit in Berlin Schlagzeilen machen, bei denen am Ende aber niemand hinter Gitter muss, obwohl Vetternwirtschaft und Vertuschungen offen zu sehen sind.

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat sich das russische Fernsehen diesen dreisten Fall aus Russland angeschaut und ich habe den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Ein Jahr Gefängnis für jede gestohlene Milliarde Rubel. Insgesamt 14 Jahre Haft. Das ist das Urteil des Moskauer Bezirksgerichts gegen den ehemaligen Finanzminister der Region Moskau, Alexej Kusnezow. Zuvor war die Frau des Korruptionärs, Zhanna Bullock, zu 11 Jahren Haft verurteilt worden, allerdings in Abwesenheit. Das Paar hat die kriminellen Plänen zusammen ausgeheckt, zusammen Geld aus dem staatlichen Haushalt in Offshore-Firmen gebracht, „gewaschen“ und dann zusammen ausgegeben. Dann trennten sich ihre Wege. Die hinterhältige Blondine aus einer kleinen weißrussischen Stadt schaffte es, sich von Kusnezow scheiden zu lassen, hat wieder geheiratet und führt ein luxuriöses Leben in New York.

Die Symphonie des Sägewerkes lässt die Zeit in Haft schneller vergehen. Wer arbeitet, der kommt früher wieder raus. Es wird auch an Nähmaschienen gearbeitet, es gibt für niemanden Privilegien im Gefängnis. Alle eint hier eines, sie wurden verurteilt. Im Speisesaal wird angetreten. Raustreten nur nach Aufruf. Spaziergänge finden unter Bewachung statt. Kein beneidenswertes Leben im Gefängnis. Sie haben es sich nicht ausgesucht, sie wurden dazu verurteilt.

Es herrschen 12 Minuten Stille im Gerichtssaal, während der Richter das Urteil verliest. Monoton und emotionslos, um diesem Fall ein Ende zu setzen. Es ist nicht die Art von Finale, die Kusnezow sich erträumt hat. Er hatte alles: Geld, Macht und eine schöne Frau.

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Wie das russische Fernsehen über den Generalstreik in Frankreich berichtet | Anti-Spiegel

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17-12-19 08:34:00,

In Frankreich wurde wegen einer radikalen Rentenreform der Generalstreik ausgerufen und das Land ist weitgehend lahmgelegt. Sogar die Versorgung mit Benzin könnte problematisch werden, was dann auch Auswirkungen auf die Versorgung der Menschen haben könnte.

In Deutschland wird über das Thema erstaunlich wenig berichtet, wenn man seine Dimension betrachtet. Unser Nachbarland wird lahmgelegt, aber der deutsche Michel soll sich daran offensichtlich kein Beispiel nehmen. Während in Deutschland erste Politiker bereits von einer weiteren Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre sprechen, veranstalten die Franzosen einen Aufstand, weil sie zukünftig bis 64 arbeiten sollen.

Daher finde ich es besonders interessant, wie das russische Fernsehen darüber berichtet, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die russische Regierung in diesem Jahr auch eine extrem unbeliebte Rentenreform beschlossen hat, nach der die Russen demnächst bis 60 (für Frauen), beziehungsweise bis 65 (für Männer) arbeiten müssen.

Das russische Fernsehen hat in der Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag über die Situation in Frankreich berichtet und ich habe den Beitrag übersetzt, der irgendwie anders klingt, als das, was man so in Deutschland hört.

Beginn der Übersetzung:

In Frankreich geht der Generalstreik gegen die Rentenreform weiter. Das Thema betrifft alle Franzosen, denn in Zukunft werden sie länger arbeiten müssen und weniger Rente erhalten, als heutige französische Rentner.

Am 11. Dezember war es nicht Präsident Macron, sondern Premierminister Edouard Philippe, der offiziell die wichtigsten Bestimmungen der Reform vorstellte. Die Maßnahme ist unvermeidlich und bereits dringend. Wenn nichts unternommen wird, könnte das Defizit der Pensionskasse in Frankreich bis 2025 auf 17 Milliarden Euro ansteigen.

Nach den jüngsten Protesten, als 1,5 Millionen Menschen in Städten im ganzen Land auf die Straße gegangen sind, wurden einige Dinge abgeschwächt, aber insgesamt hat sich das Wesen der Reform nicht geändert.

Das Rentensystem in Frankreich wird solidarisch bleiben. Das heißt, diejenigen, die arbeiten, zahlen für diejenigen, die bereits im Ruhestand sind. Das bestehende System der Rentenleistungen und -präferenzen für jede der 42 Berufsgruppen wird vollständig abgeschafft. Es wird ein „universelles“ Rentensystem eingeführt, in dem Rentenbeiträge in Punkte umgerechnet werden. Die Branche, in der der Arbeitnehmer arbeitet, spielt keine Rolle mehr. Die Höhe der Rente hängt von der Anzahl der gesammelten Punkte ab. Wer mehr verdient, zahlt mehr und bekommt mehr. Ein neues Konzept,

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Das russische Fernsehen über den Tiergarten-Mord und die Folgen | Anti-Spiegel

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16-12-19 09:37:00,

Das russische Fernsehen hat am Sonntag ausführlich über den Tiergarten-Mord berichtet und dabei einige interessante Einzelheiten bekannt gegeben.

Der Tiergarten-Mord beschäftigt die deutschen Medien weit mehr, als die russischen. In Russland hält sich auch die Trauer in Grenzen, denn der Mann war in Russland für mehrere Terroranschläge mit Hunderten Opfern verantwortlich. Das russische Fernsehen hat dem Fall nun in der Sendung „Nachrichten der Woche“ zwei Beiträge gewidmet. Im ersten Bericht ging es um die aktuellen Entwicklungen, also den Mord in Berlin, die deutschen Vorwürfe gegen Russland und Russlands Antwort. Der zweite Bericht beschäftigte sich mit dem Opfer Selimchan Changoschwili und seiner „Karriere“.

In diesem Artikel übersetze ich den Bericht über die aktuellen Entwicklungen, den Bericht über Selimchan Changoschwili Vergangenheit finden Sie hier.

Beginn der Übersetzung:

Am 12. Dezember wurde der deutsche Botschafter vom russischen Außenministerium einbestellt. Russland hat heftig gegen die Ausweisung von zwei Mitarbeitern der russischen Botschaft in Berlin am 4. Dezember protestiert. Dem Diplomaten wurde auch mitgeteilt, dass auf der Grundlage des Grundsatzes der Gegenseitigkeit zwei Mitarbeiter der deutschen diplomatischen Vertretung in Moskau innerhalb von sieben Tagen Russland verlassen müssen.

Der Grund für die Ausweisung russischer Diplomaten war aus irgendeinem Grund die Ermordung des georgischen Bürgers Selimchan Changoschwili. Er wurde im August in Berlin erschossen. Nun sagt die deutsche Staatsanwaltschaft, dass Russland sich weigert, bei der Aufklärung dieses Verbrechens zusammenzuarbeiten und zu helfen. Darüber hinaus gibt es unbegründete Versionen über die Beteiligung russischer staatlicher Stellen an diesem Mord.

In Russland ist Changoschwili vor allem als Terrorist und Organisator blutiger Terroranschläge wie Explosionen in der Moskauer U-Bahn bekannt. In diesem Fall spielt viel Politik mit.

Unmittelbar vor dem Gipfel des Normandie-Quartetts in Paris beschloss die deutsche Regierung, auch den russisch-deutschen Konflikt auf die Tagesordnung zu setzen. Die Medien hatten im Vorfeld mitgeteilt, dass die Ermittlungen zum Mord an dem ehemaligen tschetschenischen Kommandanten Selimchan Changoschwili in Berlin an die deutsche Bundesanwaltschaft überstellt wird, die sich mit besonders wichtigen Fällen beschäftigt, und dass zwei russische Diplomaten aus dem Land ausgewiesen werden, weil Russland angeblich die Ermittlungen nicht unterstützen will.

Der politische Flüchtling Selimchan Changoschwili wurde am 23. August dieses Jahres im kleinen Thirgarten getötet. Ein Mann auf einem Fahrrad fuhr auf ihn zu und erschoss ihn mit einer Pistole: zwei Kugeln in den Kopf,

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Wie das russische Fernsehen das Treffen im Normandie-Format einschätzt | Anti-Spiegel

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15-12-19 08:53:00,

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ eine Bilanz des Normandie-Gipfels in Paris gezogen.

Da das Thema auch in Deutschland die Schlagzeilen beherrscht hat, denke ich, dass es interessant ist zu sehen, wie Russland das Treffen und die Ergebnisse einschätzt. Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt. Die Hintergründe des Minsker Abkommens, um das sich alles dreht, finden Sie hier.

Beginn der Übersetzung:

Am 9. Dezember fand in Paris im Elysee-Palast das lang erwartete Treffen im „Normandie-Format“ statt. Es gab zwei Themen: den Donbass und Gas. Es war das erste Mal seit drei Jahren, dass sich die Staats- und Regierungschefs Russlands, Frankreichs, Deutschlands und der Ukraine getroffen haben. Inzwischen hat sich Zusammensetzung der „Vier“ geändert: Für Macron und Selensky war es das erste derartige Treffen.

Einen Durchbruch hat es nicht gegeben, aber man kann vorsichtig sagen, dass der „Prozess gestartet wurde“, das heißt, es gibt Bewegung in Richtung Frieden. Das wichtigste war, dass die Unverletzlichkeit des Minsker Abkommens bestätigt und dass sogar ein kurzes Dokument unterzeichnet wurde, in dem noch einmal bekräftigt wurde:

Das Minsker Abkommen bleiben die Grundlage für die Arbeit des „Normandie-Formats“;
Bis Ende 2019 müssen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um einen vollständigen und umfassenden Waffenstillstand herbeizuführen;
Noch in diesem Jahr soll der Austausch von Gefangenen nach dem Prinzip „alle gegen alle“ erfolgen;
Bis Ende März 2020 muss sich die trilaterale Kontaktgruppe auf drei zusätzliche Orte zur Truppenentflechtung einigen;
Die trilaterale Kontaktgruppe soll eine Vereinbarung über alle rechtlichen Aspekte des Sonderstatus für die Regionen Donezk und Lugansk erarbeiten.

Und schließlich einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, sich in vier Monaten, also spätestens Mitte April, in Berlin zu treffen. Der Gipfel wird jedoch nur stattfinden, wenn Selensky sein Wort halten und die schriftlichen Vereinbarungen umsetzen wird, sonst lohnt es sich nicht, Zeit mit einem neuen Treffen zu verschwenden.

Ein weiteres Plus des Treffens in Paris war, dass Selensky Russland nicht ein einziges Mal „Aggressor“ genannt hat, was in Kiew üblich ist, und über die Krim wurde nicht gesprochen. Bei seiner Rückkehr nach Hause sagte Selensky jedoch, dass er um der Krim willen bereit sei, Putin hundertmal die Hand zu schütteln.

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Das russische Außenministerium über den “Tiergarten-Mord” | Anti-Spiegel

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14-12-19 09:55:00,

Auf der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums hat ein Journalist nach der Ausweisung zweier deutscher Diplomaten gefragt. Die Antwort der Sprecherin finden Sie hier.

Nachdem Deutschland zwei russische Diplomaten ausgewiesen hat, war klar, dass Russland genauso reagieren würde. Das hatte auch Putin bereits bei der Pressekonferenz des Normandie-Gipfels in Paris am Montag angekündigt. Inzwischen hat Moskau mitgeteilt, welche zwei deutschen Diplomaten das Land verlassen müssen.

RT-Deutsch hat die Frage des Journalisten und die Antwort von Maria Sacharova, der Sprecherin des russischen Außenministeriums, im Video komplett übersetzt.

Marija Sacharowa kommentiert Dementierung des Auslieferungsgesuches nach Tiergarten-Mord


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Zeige alle Beiträge von Anti-Spiegel

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