Das russische Außenministerium über US-Sanktionen und die Lage in Venezuela und auf Kuba | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-us-sanktionen-und-die-lage-in-venezuela-und-auf-kuba-|-anti-spiegel

19-10-19 09:12:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums in ihrer Pressekonferenz wieder über die Lage in Venezuela und auf Kuba gesprochen.

Das russische Außenministerium nennt die Probleme beim Namen, die im Westen mit den wolkigen Worten „wirtschaftliche Krise“ umschrieben werden. Die Ursache sind in erster Linie die US-Sanktionen, die diese Länder schwer treffen und sogar die Lieferung von Medikamenten behindern und so unnötig nicht nur Leid erzeugen, sondern auch Menschen töten.

Da dieser Aspekt in den westlichen Medien immer verschwiegen wird, habe ich diese offiziellen Erklärungen des russischen Außenministeriums zu Venezuela und Kuba in einem Artikel zusammengefasst und übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wir sehen einen leichten Rückgang der Intensität der innervenezolanischen Konfrontation. Die Verhandlungen werden im Rahmen des im September zwischen der bolivarischen Regierung und der konstruktiven Opposition eingeleiteten Runden Tisches des nationalen Dialogs fortgesetzt. Es werden Schlüsselfragen für die weitere Entwicklung des Landes erörtert, wie die Wahlreform, die Entwicklung von Vorschlägen zur Überwindung der Wirtschaftskrise, die Regulierung der Migrationsströme und andere nicht weniger drängende Themen. Wir sehen dies als einen Versuch der verantwortlichen politischen Kräfte Venezuelas, die sich um die Zukunft ihres Landes sorgen, damit zu beginnen, die vielen Probleme zu lösen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Parteien dieses Dialogformat für andere Interessierte offen halten. Andere politische Parteien können ihm jederzeit nach Belieben beitreten.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Veränderungen bedauern wir den anhaltenden Wunsch der amerikanischen Partner, auf die Rolle des „russischen Faktors“ in Venezuela abzulenken. Offensichtlich können die Vereinigten Staaten nicht akzeptieren, dass einige lateinamerikanische Länder weiterhin ihre eigenen Positionen verteidigen, um eine unabhängige Innen- und Außenpolitik zu verfolgen, und das sogar angesichts beispielloser Sanktionen, die sie erdrücken.

Der Grund für die neuen anti-russischen Äußerungen war der Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Borisov, in Venezuela. Der Leiter des U.S. Southern Command, Admiral Foller, hat an die Unzufriedenheit des Pentagons mit der Tatsache erinnert, dass Russland seine Interessen in der westlichen Hemisphäre verteidigt. Wieder hören wir Spekulationen über die angeblichen „Hunderte russischer Truppen“ und „bedeutende Waffen“ in Venezuela, die durch Erinnerungen an Besuche russischer strategischer Bomber, die „mit Atomwaffen ausgestattet sein können“, angeheizt werden. Das erinnert zunehmend an die direkte anti-russische und anti-lateinamerikanische Propaganda, die bestimmte Kräfte in Washington betreiben.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über Proteste in Hongkong, Moskau und im Westen | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-proteste-in-hongkong,-moskau-und-im-westen-|-anti-spiegel

15-10-19 08:38:00,

Am Sonntag ist das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ ausführlich auf die Proteste in Hongkong, die Proteste im Sommer in Moskau und auf Proteste im Westen eingegangen.

Die Sendung widmete dem Thema zwei lange Beträge, die direkt nach einander liefen. Zunächst ging es um die aktuellen Proteste in Hongkong und die Hintergründe. Danach wurde im zweiten Beitrag noch einmal auf die Proteste eingegangen, die es im Sommer in Moskau gegeben hat und auch auf die Folgen. Noch einmal wurde gezeigt, wer und wofür am Ende tatsächlich Haftstrafen bekommen hat. Aber auch hier war es sehr interessant, zu sehen, wer die Organisatoren der Proteste waren und was sie nun nach dem Aktionen von Moskau machen. Und auch ein kurzer Vergleich zu der Art und Weise, wie die Polizei in Hongkong, Moskau und im Westen mit Demonstranten umgeht, wurde gezogen. Daher habe ich die beiden Berichte übersetzt und in einem einzigen Artikel veröffentlicht.

Beginn der Übersetzung:

Im chinesischen Hongkong warfen Demonstranten einen Molotowcocktail in eine U-Bahn-Station. Verletzt wurde niemand, aber der Bahnhof ist schwer beschädigt. Zuvor hatte die Hongkonger U-Bahn ihre Arbeit wegen der Unruhen eingestellt. Die Unruhen dauern noch an, aber es ist interessant, dass US-Präsident Trump einen Rückgang der Proteste auf den Straßen von Hongkong angekündigt hat, indem er sie mit den Fortschritten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China verknüpft hat.

Das können Sie verstehen, wie Sie möchten. Haben die Amerikaner die Proteste in Hongkong im Rahmen ihres Handelskrieges mit China angestachelt? So klingt es bei Trump zumindest: „Wir haben das Problem Hongkong mit der chinesischen Delegation diskutiert und ich denke, es wird sich von selbst lösen. Ich denke, dass dieses Abkommen mit China für die Menschen in Hongkong großartig ist, aus Sicht dessen, was dort vor sich geht. Ich denke, es ist ein positiver Faktor für Hongkong. Ich habe die Situation in Hongkong verfolgt. Jetzt sehe ich viel weniger Demonstranten“ sagte Trump.

So einfach ist das. Die Amerikaner waren wirklich in Hongkong engagiert. In China wurde das untersucht und sogar die Namen der wichtigsten Organisatoren sind bekannt. In der Tradition des lokalen politischen Vokabulars ist es eine Viererbande aus Hongkong. Der Kopf der Bande ist der Medienmagnat Jimmy Lai, Besitzer der oppositionellen Zeitung Pingo Jibao.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über die gescheiterte Truppen-Entflechtung in der Ukraine | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-gescheiterte-truppen-entflechtung-in-der-ukraine-|-anti-spiegel

14-10-19 09:04:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag auch um die Situation in der Ukraine und um das mögliche Treffen im Normandie-Format.

Das russische Fernsehen hat mit seiner Prognose, wie sich die Woche in der Ukraine entwickeln würde, weitgehend recht behalten. Da ich darüber auch letzte Woche schon berichtet habe, will ich auch über die „Fortsetzung“ der Geschichte berichten und habe den aktuellen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt. Der Bericht bestand eigentlich aus zwei Berichten, zuerst kam eine Zusammenfassung der Ereignisse der Woche aus dem Studio und danach ein Bericht des Korrespondenten im Donbass. Ich habe sie hier in einen Artikel „gepackt“.

Beginn der Übersetzung:

Am Morgen des 10. Oktober begann der Präsident der Ukraine, Wladimir Selensky, einen Marathon mit Antworten auf Fragen von Journalisten. In einem großen Restaurant wurden alle auf eine Warteliste aufgenommen, immer zehn Leute setzten sich an den Tisch des Präsidenten und redeten im Durchschnitt eine halbe Stunde mit ihm. Dann kamen die nächsten dran. Zwischendurch gab es nur kleine Pausen. Und so ging es fast 14 Stunden.

Danach schrieb er, dass er 500 Fragen beantwortet habe. Russische Journalisten waren nicht zugelassen. Das wichtigste Ergebnis ist, dass dies ein Weltrekord für die Dauer eines Gesprächs eines Staatschefs mit der Presse ist. Und ein Paradebeispiel dafür, wenn ein Mensch nicht tut, was er sollte, sondern was er kann. In diesem Fall stellte sich heraus, dass er Meister im Reden war. Er war charmant und offen, aber gleichzeitig inhaltslos.

So sahen zum Beispiel die typischen Formulierungen über die Beendigung des Krieges im Donbass aus: Ich will, aber ich weiß nicht, wie, und ich werde es auch nicht sagen.

„Wie wir dem Einhalt gebieten werden? Darüber werden wir später sprechen, welche Pläne es gibt, wie wir das tun können. Aber mein wichtigstes Ziel, meine wichtigste Linie, ist – ich bin so ein Mensch – ich will diesen Krieg beenden. Und ich denke, das ist meine Mission in diesen fünf Jahren“ sagte Selensky.

Haben Sie irgendwas verstanden? Was wird Selensky also tun? Und so ging es den ganzen Tag. Inhaltslos. In Wirklichkeit zeigte er seine Unfähigkeit, die Prozesse in seinem Land zu steuern und selbst als Oberbefehlshaber verliert er schnell an Autorität,

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über den türkischen Angriff auf die syrischen Kurden berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-den-turkischen-angriff-auf-die-syrischen-kurden-berichtet-|-anti-spiegel

11-10-19 07:01:00,

Was die deutschen Medien über den türkischen Angriff auf die Kurden in Syrien berichten, ist bekannt, man kann den Berichten in diesen Tagen ja kaum entkommen. Daher zeige ich hier, wie das russische Fernsehen darüber berichtet.

Über die Hintergründe des Konfliktes und wie ich die Interessen der Beteiligten einschätze, habe ich schon in den letzten Tagen genug geschrieben. Der türkische Angriff läuft nun und am Donnerstag gab es dazu einen Bericht in den 20-Uhr-Nachrichten im russischen Fernsehen, der die russische Perspektive gut aufgezeigt hat. Der Bericht war von dem Kriegsreporter des russischen Fernsehens, der schon seit Jahren aus Syrien berichtet und dessen Berichte ich als sehr kompetent ansehe, da fast alles, was ich von ihm zuerst gehört habe, sich später bestätigt hat.

Daher habe ich diesen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit dem irakischen Präsidenten über die türkische Militäroperation in Syrien gesprochen. In dem Telefonat betonten die Seiten, dass sowohl Moskau als auch Bagdad bereit sind, alles zu tun, um die Lage zu stabilisieren und einen Dialog zwischen Damaskus und Ankara zu ermöglichen. Aber schon vor diesem Gespräch machte Lawrow deutlich, dass die Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei durch das Vorgehen der Vereinigten Staaten untergraben würden. Die Amerikaner versuchen, die kurdische Karte zu spielen und haben alle Versuche verhindert, den Konflikt friedlich zu lösen. Die türkische Armee setzt ihre Offensive tief in syrisches Gebiet fort.

Die türkische Militäroperation in Syrien läuft seit mehr als einem Tag. Und bisher gab es keine Überraschungen. Das Militär führt Schläge gegen kurdische Milizen aus und die Zivilisten fliehen aus dem Kriegsgebiet. Die Kurden sagen, sie werden sich heftig verteidigen. Aber das sind eher Zaubersprüche für die eigenen Kräfte.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Kurden in der Lage sein werden, sich effektiv gegen die türkischen Streitkräfte zu verteidigen, die von syrischen Oppositionsgruppen unterstützt werden. Und die Führer der kurdischen Milizen haben das selbst de facto eingestanden. Die Aufrufe, Ankara an den Verhandlungstisch zu zwingen, sind lauter, als die Reden der politischen Agitatoren.

„Anstatt uns im Stich zu lassen und der Türkei zu erlauben, uns anzugreifen, fordern wir US-Präsident Donald Trump auf, seinen Teil dazu beizutragen und eine politische Lösung für diesen Konflikt zu finden“ rät die Vertreterin der syrischen Bewegung „Syrische Demokratische Kräfte“,

 » Lees verder

“Ukraine-Skandal”: Wie und was das russische Fernsehen darüber berichtet | Anti-Spiegel

“ukraine-skandal”:-wie-und-was-das-russische-fernsehen-daruber-berichtet-|-anti-spiegel

07-10-19 01:35:00,

Der sogenannte „Ukraine-Skandal“ war am Sonntag auch Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ und das russische Fernsehen berichtet völlig anders darüber, als die deutschen Medien.

Da in Deutschland Trump als der große Buhmann in dem „Ukraine-Skandal“ hingestellt wird, der in Wahrheit ein Skandal der Demokraten um Korruption und Vetternwirtschaft ist, ist es um so interessanter, sich anzuschauen, wie in anderen Ländern über die Geschichte berichtet wird. Daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Lange war die Lage in den Staaten rund um Trump nicht so angespannt, wie jetzt. Das geht so weit, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von einem Putschversuch spricht. Das heißt, wenn die USA einen Staatsstreich im Ausland durchführen, ist es in Ordnung, bei sich zu Hause finden sie es aus irgendeinem Grund nicht so gut.

Der amerikanische Fernsehsender Fox berichtete, dass ein ungenannter amerikanischer Geheimdienstoffizier ein Telefongespräch von zwei Präsidenten, den Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Ukraine, abgehört hat. Und dann gab er es nicht an seine Vorgesetzten weiter, sondern an Adam Schiff, den Leiter des Geheimdienstausschusses im Kongress.

Schiff ist ein Demokrat, also ein eindeutiger politischer Gegner Trumps. Die Demokraten sind nur damit beschäftigt, den republikanischen Präsidenten zu jagen und ihm regelrecht die Hände zu binden. Gerade erst wurde das Thema der Beziehungen zu Russland geschlossen, da tauchte schon die Ukraine auf, deren Präsident von Trump angeblich bedrängt wurde, Schmutz über den Sohn seines Hauptrivalen bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr, Joseph Biden, zu liefern.

Trump hat, wie wir uns erinnern, sofort eine Abschrift seines Gesprächs veröffentlicht. Als da nichts anstößiges drin war, begannen alle zu behaupten, es sei nicht komplett veröffentlicht worden und er hätte ganz anders mit Selensky gesprochen. Und auch die Transkripte der Gespräche mit Putin müssten jetzt veröffentlicht werden. Putin hat nichts dagegen.

„Ich arbeite nicht mein ganzes Leben in der Eigenschaft, in der ich heute bin, und mein altes Leben hat mich gelehrt, dass jedes Gespräch veröffentlicht werden kann und davon gehe ich immer aus.“ sagte der russische Präsident.

Aber das ist Putins eigene Meinung. Aber wenn es zur Regel wird, Transkripte der Verhandlungen von Staatsoberhäuptern jederzeit zu veröffentlichen, wird dies die Diplomatie als solche und die Möglichkeit der vertrauensvollen Kommunikation zwischen Staatsoberhäuptern zerstören.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über die Auswüchse der Political Correctnes im Westen | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-auswuchse-der-political-correctnes-im-westen-|-anti-spiegel

07-10-19 11:57:00,

In Russland gibt es das Phänomen der Political Correctness nicht. Daher zeigt das russische Fernsehen immer wieder ungläubig, welche absurden Höhepunkte diese neue Mode im Westen erreichen kann.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Niederlande berichtet, wo nun sogar Bilder großer Künstler kurzerhand umbenannt wurden, weil die alten Namen der Bilder nicht mehr politisch korrekt sind. Ich dachte, dass der Höhepunkt dieses Unsinns in Deutschland erreicht worden wäre, als man angefangen hat, Kinderbücher wie Pippi Langstrumpf und andere politisch korrekt umzuschreiben.

Ich lebe in Russland und bin bei jedem Besuch in Deutschland immer wieder überrascht, was man alles nicht mehr sagen darf. Als ich Deutschland vor 20 Jahren verlassen habe, gab es noch solche Szenen in Vorabendsendungen des ZDF, was heute undenkbar wäre.

Unser Lehrer Doktor Specht – Zum Thema »Political Correctness«


Dieses Video auf YouTube ansehen

Daher ist die schrittweise Veränderung der Sprache, die in den letzten 20 Jahren in Deutschland stattgefunden hat, an mir vorbeigegangen. Wenn ich in Deutschland bin, finde ich daher zielsicher jeden sprachlichen Fettnapf, in den man treten kann. Aber darum fällt es mir auch so deutlich auf, weil ich die 20 Jahre eben nicht täglich damit gelebt habe, wie ein Ausdruck nach dem anderen der politischen Korrektheit zum Opfer gefallen ist.

Daher denke ich, dass es für Deutsche interessant ist, wie man in Russland auf die Auswüchse der Political Correctness blickt und habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wenn wir über kulturelle Prozesse in Europa sprechen, gibt es in der Tat spannende Geschichten. „Unversöhnlicher Liberalismus“ scheint ein Widerspruch in sich zu sein, aber es gibt jetzt ein solches kulturelles Phänomen im Westen.

Es gab mehr als dreitausend Meister, das Goldene Zeitalter war die Blütezeit der niederländischen Kunst: Rembrandt, Frans Hals, Jan Vermeer oder Peter Claes. Ihr Spiel mit Licht und Schatten, ihr Realismus, der Sturm der Emotionen und die verborgenen Bedeutungen in den Bildern des Alltags sind einmalig und unvergleichbar.

„Es war eine Zeit, in der nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Architektur und in der Wissenschaft viele außergewöhnliche Dinge passierten, es gab sogar Meinungsfreiheit. Menschen aus aller Welt kamen nach Holland,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die Lage in Syrien | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-lage-in-syrien-|-anti-spiegel

06-10-19 10:28:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums über die Lage in Syrien gesprochen.

Da die Lage in Syrien medial derzeit in den Hintergrund gerückt, ist, habe ich angekündigt, diese russischen offiziellen Statements regelmäßig zu übersetzen, so wie ich es auch mit den Statements zu Venezuela tue.

Beginn der Übersetzung:

Wir bewerten die Lage in Syrien als stabil. Spannungen bestehen nach wie vor in Gebieten außerhalb der Kontrolle der syrischen Regierung um Idlib und im Nordosten. Aus der Deeskalationszone von Idlib beschießen Terroristen trotz des seit dem 31. August einseitig von Regierungstruppen verhängten „Regimes des Schweigens“ weiterhin täglich Stellungen der syrischen Armee und Wohngebiete. Insgesamt hat die Zahl der Angriffe zugenommen: 823 Angriffe wurden im August registriert, im September 972.

Im Nordosten des Landes bleibt die Situation schwierig, wo einerseits der Widerstand der arabischen Bevölkerung gegen lokale kurdische Verwaltungen wächst und andererseits sogenannte „schlafende Zellen“ des IS wachsen. Im September verübten Terroristen 20 Anschläge, bei denen 40 Menschen getötet und 27 kurdische Kämpfer verletzt wurden.

Alarmierende Nachrichten kommt aus dem Flüchtlingslager Rukban im Süden des Landes in der Zone der illegal von den USA besetzten Gebieten. Vom 26. bis 28. September wurden zusätzliche humanitäre Hilfsgüter dorthin geliefert. Gleichzeitig war vorgesehen, dass Zivilisten das Lager verlassen, in der ersten Phase etwa 2.500. Am 29. September wurden jedoch nur 336 Menschen in die von den syrischen Behörden kontrollierten Gebiete evakuiert. Den Flüchtlingen zufolge untersagten die Kämpfer der illegalen bewaffneten Gruppe „Magavir al-Saura“ unter Androhung der Todesstrafe Zivilisten die Ausreise aus Rukban. Die Syrer, denen es gelungen war, herauszukommen, wurden gezwungen, den Militanten große Summen für ihre Freilassung zu zahlen. Es stellte sich auch heraus, dass die meisten Hilfskonvois, die in das Lager gebracht wurden, in die Hände von Magavir al-Saura gefallen waren. Wir bestätigen, dass die Hauptursache für die schwierige Lage in Rukban die illegale amerikanische Besetzung und Washingtons systematisches Versagen als Besatzungsmacht ist, seine Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht in Bezug auf den Schutz und die Sicherheit der Zivilbevölkerung in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu gewährleisten.

Gleichzeitig kam es in einem anderen Lager, Al-Hol, ebenfalls in den illegal von den USA besetzten Gebieten, zu Ausschreitungen, an denen Familienmitglieder ausländischer terroristischer Kämpfer beteiligt waren. Kurdische Sicherheitskräfte setzten Schusswaffen ein, es gab Tote und Verletzte.

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-lage-in-venezuela-|-anti-spiegel

05-10-19 08:15:00,

Am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums wieder über die Lage in Venezuela gesprochen.

Das russische Außenministerium äußert sich regelmäßig über die Entwicklungen in dem Land. Da die deutschen Medien darüber derzeit gar nicht berichten, habe ich vor zwei Wochen angekündigt, diese offiziellen russischen Äußerungen zu übersetzen, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Beginn der Übersetzung:

Rund um Venezuela häufen sich immer wieder alarmierende Entwicklungen.

Wie Sie wissen, war die Situation dort Gegenstand von Gesprächen des Außenministers der Russischen Föderation, Lawrow, mit seinen lateinamerikanischen Amtskollegen aus Kolumbien, Chile, Ecuador, Mexiko, Kuba, mit dem Premierminister von St. Vincent und Grenada und dem amtierenden Vizepräsidenten von Venezuela selbst in New York. In Moskau haben gerade politische Konsultationen mit der Führung des argentinischen Außenministeriums stattgefunden. Wir sind besorgt über die Versuche, der Situation eine neue Qualität zu geben: sie soll künstlich in den Kontext der regionalen Anti-Terror-Bemühungen „gepresst“ werden. Das ähnelt in der Tat einem Szenario, das schmerzhaft an Syrien erinnert, einschließlich der phasenweisen Senkung der Schwelle zur Anwendung von Gewalt.

Unsere Botschaft ist deutlich: Russland ist ausschließlich – ich betone: ausschließlich – für eine friedliche, politische Lösung in diesem Land auf der Grundlage des Völkerrechts und der nationalen Gesetzgebung, ohne destruktive Einmischung von außen. Die Venezolaner selbst müssen im Dialog zwischen den verschiedenen politischen Kräften eine Lösung finden.

In diesem Zusammenhang sind die positiven Nachrichten aus Venezuela ermutigend. Der am 16. September zwischen der bolivarischen Regierung und der konstruktiven Opposition gestartete, so genannte „Runde Tisch des nationalen Dialogs“, nimmt Fahrt auf. Radikale Gegner scheuen leider keine Mühen, dieses Format zu diskreditieren, aber es beginnt, konkrete Ergebnisse zu liefern. Die Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden, die die Ermittlungen gegen 28 Oppositionelle beendet hat, erwägt, die Haftbedingungen für weitere 200 Menschen zulockern, sofern sie keine ernsthaften Verbrechen begangen haben. Nach einer langen Pause kehrten die Abgeordneten der regierungsfreundlichen Koalition in die Nationalversammlung zurück. Angesichts der Pause im Oslo-Prozess könnte dieses Ereignis ein Prolog zur Normalisierung des politischen Prozesses sein.

Neben der Einleitung eines nationalen Dialogs gibt es weitere Belege für die Kompromissbereitschaft der Regierung. Zum Beispiel die Unterzeichnung eines Memorandums mit dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte am 23. September. Wir nehmen die Bereitschaft von Caracas zur Kenntnis, trotz des beispiellosen Drucks von außen auf die Verbesserung der nationalen Menschenrechtsmechanismen hin zu arbeiten.

 » Lees verder

“Ukraine-Skandal”: Das russische Fernsehen über die Geschäfte von Joe Bidens Sohn in der Ukraine | Anti-Spiegel

“ukraine-skandal”:-das-russische-fernsehen-uber-die-geschafte-von-joe-bidens-sohn-in-der-ukraine-|-anti-spiegel

30-09-19 01:45:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen über die Geschäfte und Verstrickungen der Familie Biden in der Ukraine und die damit verbundenen Korruptionsskandale berichtet. Ein solcher Bericht wäre im deutschen Fernsehen undenkbar.

Das russische Fernsehen hat über die bekannten, aber von westlichen Medien verheimlichten Verwicklungen von Joe und Hunter Biden in die Ukraine berichtet. Diese Dinge sind längst bekannt, ich selbst habe darüber schon vor längerer Zeit berichtet. Die Medien in Deutschland verheimlichen diese Hintergründe jedoch, denn sie könnten erklären, warum und nach welchen Informationen Trump in der Ukraine sucht. Da diese Dinge sowohl in Russland, als auch in der Ukraine allgemein bekannt sind, würde es auch erklären, warum Trump gar keinen Druck auf Selensky ausüben musste. Selensky hat ein eigenes, innenpolitisches Interesse, diese Dinge, in die die vorherige ukrainische Regierung unter Poroschenko verwickelt war, aufzuklären.

Da es interessant ist, wie in Russland über diese Sache berichtet wird, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Details über die Aktivitäten der Familie Biden in der Ukraine. Der Ältere ist Joseph, Trumps Hauptrivale bei den US-Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr. Deshalb sind ihre ukrainischen Interessen so kitzelig für die Familie. Wir erinnern uns: Selensky hat Trump versprochen, die unter Poroschenko geschlossene Untersuchung in der Sache wieder aufzunehmen.

Biden hat es selbst zugegeben, hat die Erpressung gestanden. Im Januar 2018 prahlte Joseph Biden öffentlich damit, wie er Poroschenko unter Druck gesetzt hat, den Generalstaatsanwalt Schokin binnen sechs Stunden zu feuern.

„Ich sagte, Ihr bekommt die Milliarde Dollar nicht. Ich gehe Euch sechs Stunden und wenn der Staatsanwalt nicht gefeuert wird, werdet Ihr das Geld nicht bekommen. Und dieser Hurensohn wurde gefeuert“ sagte Biden.

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired


Dieses Video auf YouTube ansehen

Seine Enthüllungen sorgten im Publikum nur für zustimmendes Gelächter. Doch diese Detektivgeschichte provozierte von Anfang an Ermittlungen.

Der amerikanische Kurator Biden wurde in Kiew immer als lieber Gast begrüßt: am Flugzeug der rote Teppiche und der traditionelle Laib Brot von Mädchen in ukrainischen Trachten. Bei einem Treffen mit der politischen Elite saß Poroschenko an der Seite und Biden – anstelle von Poroschenko – am Kopfende des Tisches.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über die Proteste in Hongkong und Parallelen zum Maidan | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-proteste-in-hongkong-und-parallelen-zum-maidan-|-anti-spiegel

30-09-19 11:05:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen einen Korrespondentenbericht aus Hongkong gezeigt, der die Situation ganz anders darstellt, als sie in den deutschen Medien verbreitet wird.

Da ich es interessant finde, auch mal eine andere Meinung dazu zu lesen, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im chinesischen Hongkong gibt es schon viele Wochen Proteste. Tatsächlich haben schon alle vergessen, womit es begann. Zuerst war der Grund der Mord eines Mannes an seiner Freundin und Chinas Forderung, den Mörder auszuliefern, um ihn vor Gericht zu stellen. Hongkonger Unruhestifter waren der Ansicht, dass Peking auf diese Weise in die Freiheit in der ehemaligen britischen Kolonie eingreift und sie dann mit einer Übergangsregelung dem chinesischen Hoheitsgebiet anschließt.

Es folgten Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei. Peking machte einen Schritt zurück, aber die Unruhen liefen bereits nach dem Drehbuch des ukrainischen Maidan, mit den gleichen Technologien zur Lenkung der Massen und mit dem gleichen Hass auf die Regierung, der von den Amerikanern angeheizt wird. Es scheint, dass Amerika dort Blut und Opfer braucht, um Sanktionen gegen China zu verhängen und es damit im Zuge des Handelskrieges zu schwächen.

In Hongkong war bereits viel für dieses Szenario vorbereitet, einschließlich eines direkten Appells protestierender Jugendlicher um Hilfe an die Vereinigten Staaten. Präsident Trump seinerseits kommentierte die Ereignisse in Hongkong vom UN-Podium aus.

„Wir versuchen, unsere Beziehungen zu stabilisieren und gleichzeitig verfolgen wir die Situation in Hongkong sehr genau. Die Welt erwartet von der chinesischen Regierung, dass sie ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Vereinigten Königreich nachkommt, in dem China sich verpflichtet hat, das Rechtssystem und die demokratische Lebensweise in Hongkong zu schützen. Die Art und Weise, wie China an diese Situation herangeht, wird die Rolle Chinas in der Zukunft weitgehend bestimmen“ sagte Donald Trump.

Entschuldigung, aber wer wird in Zukunft über die Rolle Chinas bestimmen? Trump? Peking war der Meinung, das wäre zu viel.

„Wir fordern die Vereinigten Staaten nachdrücklich auf, das Völkerrecht, die Grundprinzipien der internationalen Beziehungen und Chinas Souveränität zu achten und aufzuhören, sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einzumischen und unverantwortliche Erklärungen abzugeben und stattdessen mehr für Hongkongs Wohlstand und Entwicklung zu tun.“ sagte Geng Shuang, ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Das Thema Hongkong ist für Peking im Vorfeld des bevorstehenden 70.

 » Lees verder

Der neue Kinderkreuzzug?Das russische Fernsehen über den Greta-Hype | Anti-Spiegel

der-neue-kinderkreuzzug?das-russische-fernsehen-uber-den-greta-hype-|-anti-spiegel

30-09-19 10:44:00,

Nachdem Greta in Russland lange kein Thema war, wird sie auch langsam in Russland bekannt. Allerdings gibt es keine Schulstreiks und FfF-Hüpfer, es gibt stattdessen eine sehr kritische Berichterstattung, wie man sie sich auch von den angeblich kritischen, deutschen „Qualitätsmedien“ wünschen würde.

Ich habe vor einigen Monaten darüber berichtet, dass in Russland – während in Deutschland bereits der Greta-Hype in vollem Gange war – keinerlei Medienberichte über Greta gegeben hat. Inzwischen ist das Medienphänomen Greta Thunberg aber auch für die russischen Medien unübersehbar geworden. Allerdings unterscheidet sich die Berichterstattung doch sehr von dem, was man im Westen so hört, sieht und liest.

In Russland ist den Medien klar, dass das Mädchen ausgenutzt wird, dass einige daran eine Menge Geld verdienen und dass damit natürlich auch Interessen von Lobbyisten bedient werden. Das konnte man in einem Beitrag der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag deutlich sehen, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Am 23. September verkündete Ministerpräsident Medwedew die Unterzeichnung eines Regierungsdekrets, in dem Russland sich zum Pariser Klimaabkommen bekennt. Damit wurde Russland der 187. Staat, der an diesem globalen Umweltprojekt beteiligt ist. Das Thema Umwelt ist ein großes Thema und auf internationaler Ebene kommt es deswegen aus irgendeinem Grund oft zu Streit.

Greta Thunberg ist ein 16-jähriges Mädchen aus Schweden, dessen Name inzwischen alle kennen. Sie hielt vom Podium des UN-Umweltgipfels eine panischen Rede über das drohenden Ende der Welt.

„Menschen sterben. Ganze Ökosysteme sterben. Wir stehen am Rande eines Massensterbens und Ihr diskutiert nur über Geld und erzählt Märchen über endloses Wirtschaftswachstum. Wie könnt Ihr es wagen? Ihr lasst uns im Stich. Aber junge Leute beginnen zu erkennen, dass Ihr sie verratet. Alle zukünftigen Generationen schauen auf Euch. Und wenn Ihr uns bewusst verratet, sage ich Euch: Wir werden Euch niemals vergeben. Wir werden es Euch nicht erlauben, das ungestraft zu tun“ erklärte Greta.

Sie ist Umweltaktivistin. Freitags schwänzt sie die Schule, um an dem Tag gegen die Klimaerwärmung zu kämpfen. Sie ist nicht mit dem Flugzeug zum Öko-Gipfel in New York gekommen, das verschmutzt ihr die Luft zu sehr und so segelte sie auf einer Segelyacht über den Atlantik. Die Yacht selbst wurde im Auftrag der Rothschilds gebaut, die Strecke dauerte mehrere Wochen, weil der Hilfsmotor aus Liebe zur Natur verplombt war.

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die Lage in Venezuela | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-lage-in-venezuela-|-anti-spiegel

21-09-19 09:17:00,

Venezuela dürfte wieder verstärkt in den Fokus rücken, denn während einerseits die Regierung von Maduro mit der gemäßigten Opposition, die an einer konstruktiven Lösung interessiert ist, verhandelt, werden immer mehr Details über die Kontakte des „Hoffnungsträgers“ Guaido zur kolumbianischen Drogenmafia bekannt.

Das russische Außenministerium berichtet fast jede Woche über die Situation in Venezuela und in Syrien. Da diese Konflikte aus den Schlagzeilen verschwunden waren, haben ich diese Erklärungen nicht übersetzt. Das werde ich ab sofort jedoch tun, da beide Konflikte wieder an Fahrt aufnehmen. Daher finden Sie hier die Übersetzung der offiziellen Erklärung des russischen Außenministeriums vom 20. September zur Lage in Venezuela.

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, noch etwas Hintergrundwissen: Das russische Außenministerium berichtet immer wieder davon, dass die USA zur „Lösung“ der Krise in Venezuela den „Rio-Pakt“ aktivieren wollen. Da dieser Pakt kaum jemandem in Deutschland ein Begriff sein dürfte und auch die deutschen Medien darüber nicht berichten, muss ich kurz erklären, was der Pakt bedeutet.

Der Rio-Pakt sieht sowohl die friedliche Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Staaten auf den amerikanischen Kontinenten vor, als auch eine gemeinsame Verteidigung gegen Angriffe von außen. Ähnlich wie die Nato enthält er eine Klausel, die einen Angriff auf einen Staat als Angriff auf alle Staaten ansieht. Der 1947 stellte der Pakt die zunächst finale Festschreibung der Monroe-Doktrin, die den USA die Vorherrschaft über Nord- und Südamerika sichern sollte, da. Obwohl einige Länder, darunter Venezuela im Jahre 2012, den Pakt bereits verlassen haben, drohen die USA Venezuela mit einer Invasion unter dem Vorwand des Rio-Paktes.

Das war zum Verständnis wichtig, nun folgt die Übersetzung der russischen Erklärung.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage rund um Venezuela ist aufgrund der Politik Washingtons, das in unverantwortlicher Weise die Möglichkeit einer gewaltsamen Intervention fördert, in vielerlei Hinsicht alarmierend. So hat das US-Außenministeriums in der Erklärung vom 17. September gefordert, den „Rio-Pakt“, auf den wir hier in den letzten Wochen immer wieder eingegangen sind, auf rein innenpolitische venezolanische Fragen anzuwenden. Gleichzeitig machen die Amerikaner die venezolanische Regierung für das Scheitern des Oslo-Prozesses verantwortlich. Heuchlerischere Aussage sind nicht möglich.

Der Hauptgrund für die derzeitige Verhandlungspause liegt auf der Hand: es ist die rücksichtslose Politik Washingtons. Ich möchte Sie daran erinnern, dass Maduro nach der Verhängung neuer Sanktionen am 5.

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die Lage in Syrien | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-lage-in-syrien-|-anti-spiegel

13-09-19 03:02:00,

Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz ist die Sprecherin des russischen Außenministeriums am Donnerstag auf die Situation in Syrien eingegangen. Da diese Sicht der Dinge den Narrativen der westlichen Presse komplett widerspricht, habe ich die offizielle Erklärung Russlands übersetzt, damit deutsche Leser beide Seiten kennen lernen können.

Beginn der Übersetzung:

Spannungen bestehen nach wie vor in Gebieten, die nicht unter Kontrolle der syrischen Regierung sind, also in Idlib und im Nordosten des Landes liegen.

Terroristen der Nusra-Allianz „Hay’at Tahrir al-Sham“ beschießen weiterhin syrische Regierungspositionen und greifen den russischen Luftwaffenstützpunkt Khmeimim mit Hilfe von Drohnen an, trotz der Waffenruhe, die am 31. August in Kraft getreten ist. Allein in den ersten zehn Septembertagen verübten die Militanten mehr als 300 Angriffe und am 3. September unternahmen sie einen weiteren Versuch, Khmeimim mit zwei Drohnen anzugreifen. Solche aggressiven Terroranschläge haben in nahe gelegenen Siedlungen Opfer in der Zivilbevölkerung und unter den syrischen Soldaten gefordert. Allein im vergangenen Monat wurden bei Idlib etwa 150 syrische Soldaten getötet und mehr als 470 verwundet. Bei Terroranschlägen wurden etwa 50 Zivilisten getötet und mehr als 100 weitere verletzt.

Vor diesem Hintergrund war der willkürliche US-Angriff auf einen mutmaßlichen Standort von Terroristen in der Nähe der Stadt Idlib am 31. August ein Alarmsignal. Zahlreiche Opfer und Zerstörungen wurden registriert und unter den Opfern waren auch Kinder. Darüber hinaus gefährdete die einseitige US-Militäraktion den am selben Tag in Kraft getretenen Waffenstillstand. Wir glauben, dass solche Angriffe das Problem der massiven terroristischen Präsenz in Idlib nicht lösen werden, aber sie können die Bemühungen zur Stabilisierung der Situation untergraben.

Derzeit wird die Deeskalationszone von Idlib von etwa 50.000 gut bewaffneten und kampferprobten Terroristen kontrolliert. Sie halten de facto drei Millionen Zivilisten als Geiseln. Die Terroristen unterdrücken friedliche Demonstrationen an verschiedenen Orten wie Maaret Nouman, Ariha, Harim, K’afr Takhtarim, Salkin, Saraqib brutal, bei denen die Demonstranten von den Militanten fordern, die besetzten Gebiete zu verlassen. Die Terroristen setzen Schusswaffen ein, um Demonstrationen aufzulösen, was viele Opfer fordert.

Wir sind unsererseits davon überzeugt, dass eine langfristige Stabilisierung und Sicherheit in Idlib nur durch eine Rückkehr zur vollständigen Umsetzung des Sotschi-Memorandums vom 17. September 2018 erreicht werden kann. Dabei geht es in erster Linie um die Schaffung einer entmilitarisierten Zone entlang des inneren Umkreises der Deeskalationszone und die Neutralisierung der terroristischen Bedrohung.

 » Lees verder

Rückblick: Das russische Fernsehen über die Demos der letzten Wochen und ihre Folgen | Anti-Spiegel

ruckblick:-das-russische-fernsehen-uber-die-demos-der-letzten-wochen-und-ihre-folgen-|-anti-spiegel

09-09-19 07:07:00,

Das russische Fernsehen hat in der Sendung „Nachrichten der Woche“ noch mal über die Proteste der vergangenen Wochen berichtet.

In dem Beitrag wurden einerseits die Zahlen über Verfahren und verhängte Strafen zusammengefasst, aber auch in einem bitteren Kommentar aufgezeigt, was die Organisatoren gemacht haben, um jenen zu helfen, die für sie Haftstrafen riskiert haben: Nämlich nichts.

Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 8. September ist Wahltag und damit fällt die Entscheidung im Wahlkampf. Aber es gab parallel dazu noch etwas anderes: Straßenproteste in der Hauptstadt wegen der Wahlen zum Moskauer Stadtrat. Der ursprüngliche Grund war die Weigerung der Wahlkommission, eine Reihe von Bewerbern aufgrund der großen Zahl von Fälschungen in den Unterschriftenlisten zur Wahl zuzulassen. Nachdem die Wahlkommission sich gründlich und öffentlich live im Internet übertragen mit jedem Fall befasst hatte, zog das Thema der Nichtzulassung nicht mehr als Grund für Proteste. So verschwand das Thema der Nichtzulassung von der Bildfläche. Dann begannen illegale Aktionen gegen die angebliche Polizeibrutalität, gegen „politische Repressionen“ und zur Unterstützung der Verhafteten.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Einsätze der Polizei untersucht. Danach nannte sie deren Arbeit „hochprofessionell“ und legitim. Gerichte haben sich gewissenhaft mit den während der illegalen Aktionen Festgenommenen befasst, es wurden Zeugen gehört, Umstände geprüft und Videos ausgewertet, sowie Angeklagte und Zeugen gehört.

Strafverfahren wegen Massenunruhen gegen fünf Verdächtige wurden von den Ermittlungsbehörden eingestellt. Dabei handelt es sich um Dmitri Wassiljew, Sergej Abanitschew, Daniil Konon, Waleri Kostenok und Wladislaw Barabanow. Andere hatten weniger Glück. Wegen Gewalt gegen Polizisten haben Gerichte der Hauptstadt Angeklagte zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und dreieinhalb Jahren verurteilt. Dabei handelt es sich um Kirill Schchukov, er schlug Polizisten ins Gesicht (im Beitrag werden davon Aufnahmen gezeigt), Jewgeni Kovalenko, er warf einen großen Metallmülleiner auf einen Polizisten (auch das wird im Beitrag gezeigt). Auf schuldig plädierten zwei, die dann einen Deal mit den Ermittlungsbehörden gemacht haben: Ivan Podkopaev, er hat Polizisten Reizgas ins Gesicht gesprüht und Danil Beglets, er zog einen Polizisten an der Hand gewaltsam aus der Polizeikette.

Jetzt stehen Berufungsverfahren an, also die Möglichkeit, gegen die Urteile Berufung einzulegen. Nach dem gleichen Paragrafen, „Gewalt gegen Ordnungshüter“ wird noch gegen Nikita Tschirtsov ermittelt.

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über das Brexit-Chaos berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-das-brexit-chaos-berichtet-|-anti-spiegel

09-09-19 12:16:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat sich das russische Fernsehen mit der Schmierenkomödie des Brexit befasst. Da ich das Thema lange nicht mehr behandelt habe, habe ich diesen Beitrag übersetzt.

Ich habe aus einem einfachen Grund den Brexit als Thema ignoriert: Schon im letzten Jahr habe ich dazu einen Artikel geschrieben und ich finde (in aller Bescheidenheit), dem ist bis heute eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich habe damals die These aufgestellt, dass die EU ganz froh über das Theater ist, denn es schreckt mögliche Austrittsbefürworter in anderen Ländern wie Frankreich, Italien oder Griechenland ab. Je chaotischer der Brexit verläuft und je schmerzhafter er für Großbritannien ist, desto besser für Brüssel. Daher hat Brüssel bei den Verhandlungen keinerlei Entgegenkommen gezeigt, sondern ist nach dem Motto „Friss oder stirb“ vorgegangen.

Und daran hat sich nichts geändert.

Im April haben wir gesehen, dass die Rechnung der EU aufgegangen ist. Still und heimlich hat die schwedische EU-kritische Partei ihre Forderung nach einem Swexit aus dem Parteiprogramm gestrichen. Vor dem Hintergrund des Brexit-Chaos hätte diese Forderung wohl zu viele Wählerstimmen gekostet.

All die Peinlichkeiten, die sich Theresa May oder nun Boris Johnson leisten, werden hinter verschlossener Tür in Brüssel wahrscheinlich gefeiert und die EU-Politiker müssen sich das Lachen verkneifen, wenn sie für die Presse staatstragende Kommentare in die Mikrofone sprechen.

Am Ende wird Großbritannien entweder einen Rückzieher machen, oder ohne Abkommen austreten oder das für Großbritannien schlechte Abkommen annehmen. Egal, welche dieser Varianten am Ende eintrifft, Brüssel hat schon gewonnen. Und mehr Möglichkeiten gibt es nicht.

All die täglich neuen Meldungen aus London über neue Peinlichkeiten ändern daran gar nichts, deshalb habe ich zum Brexit nichts mehr geschrieben. In der Sache gibt es nichts Neues, es gibt nur immer neue Blamagen der Politiker in London. Aber die sind mir keine Artikel wert.

Trotzdem könnte es für deutsche Leser interessant sein, wie man aus Moskau auf das unwürdige Schauspiel blickt, daher habe ich diesen Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der britische Premierminister Boris Johnson scheint sich verschätzt und selbst überlistet zu haben. Kürzlich kam er auf die Idee, das Parlament vom 10. September bis Mitte Oktober in die Zwangspause zu entsenden, um den Gesetzgebern die Möglichkeit zu nehmen,

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über die Wahlen in Ostdeutschland und den Höhenflug der AfD berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-die-wahlen-in-ostdeutschland-und-den-hohenflug-der-afd-berichtet-|-anti-spiegel

08-09-19 07:29:00,

Die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ hat sich am Sonntag mit den Wahlen in Sachsen und Brandenburg und der politischen Lage in Deutschland beschäftigt.

Da ich es immer interessant finde, wie der Blick von außen auf den deutschen Polit-Zirkus aussieht, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt. Zumal ich finde, dass der russische Deutschland-Korrespondent oft sehr treffende Analysen und Kommentare zur Politik in Deutschland und der EU liefert.

Beginn der Übersetzung:

In der deutschen Politik gibt es Prozesse, wenn auch nicht so dramatische wie in Großbritannien, die aber auch die Lage, die Situation im Land und auf dem gesamten Kontinent radikal zu verändern können. Jetzt gilt die ganze Aufmerksamkeit den Landtagswahlen in Ostdeutschland, in den Ländern Sachsen und Brandenburg. Am 1. September wurden dort die Regionalparlamente gewählt. Das wichtigste Ergebnis ist der zweite Platz der „Alternative für Deutschland“, der äußerst rechten politischen Partei der Euroskeptiker, die sich gegen die Migrationspolitik von Angela Merkel wendet. Aber hört Berlin die Stimme des Volkes im Osten es Landes?

Andreas Kalbitz ist kein großer, aber ein athletisch aussehender Mann mittleren Alters und ehemaliger Fallschirmjäger der Bundeswehr. Man sollte nicht denken, dass so ein Mann einen Bodyguard braucht, um in Potsdam spazieren zu gehen, aber es ist so. Die liberale Presse Deutschlands bezeichnet Kalbitz als Politiker mit rechtsextremen Ansichten. Im Land Brandenburg belegte die Partei Alternative für Deutschland bei den Wahlen mit mehr als 23 Prozent den zweiten Platz.

„Wir sind nicht auf den Osten beschränkt, wir sagen nicht: Wir ´finden den Osten so gut, dass wir ihn einzäunen wollen, während das Ruhrgebiet unter der Islamisierung leidet. Das ist nicht unser Ansatz. Die „Alternative für Deutschland“ steht für die Einheit unseres Landes, wir wollen uns an der Bundespolitik beteiligen. Wir wollen kein Stück Kuchen. Wir wollen die Bäckerei“ sagte Kalbitz.

Bei den parallel stattfindenden Wahlen in Sachsen erzielte die „Alternative“ ein noch beeindruckenderes Ergebnis: fast 28 Prozent. In den letzten vier Jahren hat sich die Popularität der Partei verdreifacht. Ja, in Sachsen und Brandenburg behalten die Regierungsparteien die Macht und sie sind unendlich glücklich darüber, aber das ist die Freude eines zum Tode Verurteilten, dessen Urteil im letzten Moment auf Arbeitslager geändert wurde. Wie man weiter regieren kann, ist unklar: Die „Alternative“ hat ihnen mit den schmerzlichen Themen der Migrationskrise,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über den Jahrestag des 2. Weltkriegs und polnische Reparationsforderungen an Deutschland | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-den-jahrestag-des-2.-weltkriegs-und-polnische-reparationsforderungen-an-deutschland-|-anti-spiegel

06-09-19 09:39:00,

Der Gedenktag zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs in Warschau hat in Russland für viel Ärger und Aufregung gesorgt. Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat sich dazu bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstag ausführlich geäußert.

Zu dem Gedenktag in Warschau war Russland zum ersten Mal nicht eingeladen. Das Land, das in dem Krieg mit mehr als 25 Millionen Toten den größten Blutzoll zu zahlen hatte, musste draußen bleiben. Das alleine wäre eigentlich schon ein ausgewachsener Skandal. Aber die polnische Regierung hat den Gedenktag gleich in mehrfacher Hinsicht missbraucht.

Zum einen dadurch, Russland nicht eingeladen zu haben. Außerdem fand der Gedenktag nicht, wie üblich, in Danzig statt, weil sich die polnische Regierung in einem kleinlichen Streit mit der dortigen Stadtregierung befindet. Die polnische Regierung hat den Gedenktag für die größte Katastrophe der Menschheit komplett ihren heutigen, kurzfristigen Zielen der Tagespolitik untergeordnet.

Übrigens scheint das sogar den deutschen Medien unangenehm gewesen zu sein, die Berichterstattung war im Vergleich zu den Vorjahren sehr mager. Ich habe an dem Tag, dem 1. September, auf einen Artikel in Deutschland gewartet, an dessen Beispiel ich die ganze Absurdität der Veranstaltung in Warschau hätte aufzeigen können. Es kam keiner, die Berichterstattung beschränkte sich trotz des runden Jubiläums der Welt-Katastrophe auf ein Minimum. Auch die deutschen Medien scheinen das Fremdschämen für westliche „Bündnispartner“ noch nicht ganz verlernt zu haben.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat in ihrer Pressekonferenz sehr ausführlich darüber gesprochen und sie war ehrlich verärgert. Auch die schlimmsten Nachrichten verbreitet sie normalerweise mit einer Portion schwarzem Humor und ehrlicher Entrüstung. Aber bei diesem Teil der Pressekonferenz konnte man sehen, wie sie sich regelrecht auf die Zunge beißen musste vor Wut, das habe ich noch nie bei ihr gesehen.

Polen hat die Veranstaltung auch genutzt, um die deutschen Reparationen in Höhe von fast einer Billion Euro anzumahnen, die ihm seiner Meinung nach zustehen und auf die Polen 1953 angeblich nur deshalb verzichtet hat, weil Moskau es angeordnet hätte. Das ist kaum haltbar, aber es ist die polnische Begründung für die aktuelle Forderung, die ein polnischer Minister in seiner „Gedenkrede“ am 1. September wiederholt hat.

Ansonsten war die Veranstaltung davon geprägt, dass das geschichtliche Ereignis der jeweiligen politischen Tagesordnung untergeordnet wurde. Da ist es geradezu kurios, dass ausgerechnet die Menschen,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die peinliche Reaktion der Bundesregierung auf US-Bombenangriffe in Syrien | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-peinliche-reaktion-der-bundesregierung-auf-us-bombenangriffe-in-syrien-|-anti-spiegel

05-09-19 07:15:00,

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat sich am Donnerstag zu den US-Luftangriffen auf Idlib in Syrien geäußert und vor allem Deutschland für seine Reaktion scharf kritisiert.

Der Westen hat Russland und Syrien mehrfach kritisiert, weil sie gegen die Terroristen in der Region Idlib vorgegangen sind. Als denn Ende August endlich wieder eine Waffenruhe vereinbart war, haben die USA die Terroristen plötzlich bombardiert. Es gab viele zivile Opfer, die genaue Zahl ist umstritten, man spricht von insgesamt über 40 Opfern.

Der Westen kritisiert Russland und Syrien für ihr Vorgehen in der Region, weil ja in Idlib angeblich demokratische und gemäßigte Rebellen sitzen. Dass es sich um die Al-Kaida handelt, wird im Westen wahlweise ignoriert oder als „russische Propaganda“ bezeichnet. Dabei ist das unbestritten, die Terrorgruppen dort sagen ja offen, wer sie sind.

Aber wenn es doch angeblich alles ganz demokratische Jungs sind, warum haben die USA sie dann bombardiert und von der Ausschaltung eines Kommandopostens der Terroristen gesprochen? Und warum haben die USA den Angriff ausgerechnet jetzt geflogen, wo es eine neue Waffenruhe gab und die Zivilisten das Gebiet über extra eingerichtete „humanitäre Korridore“ verlassen können? Haben die USA etwa gar kein Interesse daran, dass dort endlich Ruhe und Frieden einkehren?

Als die Bundesregierung auf der Bundespressekonferenz danach gefragt wurde, sprach sie davon, sie habe keine Informationen darüber. Klar, seit wann kritisiert eine deutsche Regierung die USA? Zumal die Bundeswehr mit ihren Tornados ja „Komplize“ der USA ist.

Diese überaus peinliche Reaktion der Bundesregierung, die ich am Ende des Artikels im Video verlinkt habe, war für die Sprecherin des russischen Außenministeriums wohl auch der Gipfel der Scheinheiligkeit und Verlogenheit. Jedenfalls fand sie sehr deutliche Worte in Richtung ihrer Kollegen Pressesprecher der deutschen Regierung. Ich habe diese offizielle Position Russlands dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Uns ist die Erklärung des deutschen Regierungssprechers Seibert aufgefallen, die Bundesregierung habe keine ausführlichen Informationen über den Luftangriff der US-Streitkräfte am 31. August in der Deeskalationszone in Idlib. Was bedeutet, er habe keine „ausführlichen Informationen“? Was fehlt ihm? Als Maßnahmen als Reaktion auf bestimmter Ereignisse in Salisbury ergriffen wurden, für die es keine Beweise gibt, wurde uns gesagt, dass es „ausführliche Beweise“ gibt, die aber niemand je gesehen hat. Aber als die ganze Welt Zeuge war und alle Medien über die Luftangriffe der USA auf Idlib berichtet haben und die USA auch selbst alles bestätigt haben,

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über die Gender-Debatte und ähnliche Themen berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-die-gender-debatte-und-ahnliche-themen-berichtet-|-anti-spiegel

02-09-19 05:07:00,

In der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ sprach der Moderator wieder den Themenkomplex Gender und Gleichstellung der Geschlechter an, der im Westen ganz oben auf der politischen Agenda steht.

In Russland blickt man ungläubig auf das, was im Westen bei den Themen im Westen vor sich geht. Immer wieder berichtet das russische Fernsehen über die Blüten, die westliche Debatten dabei treiben. Egal, ob beim Thema Gender, beim Thema Me-Too-Debatte, beim Thema Gleichstellung oder beim Thema Sprachverbote durch Political Correctness. All das gibt es in Russland nicht und nach solchen Berichten sprechen mich immer wieder Freunde völlig ungläubig an und fragen, ob diese Dinge im Westen tatsächlich so stattfinden, wie es in Russland berichtet wird. Was soll man nach diesem Bericht des russischen Fernsehens auf solche Fragen antworten?

Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Zu den Nachrichten aus der Welt der Kultur. Kultur ist ein Spiegelbild der Veränderung, von zivilisatorischen Verschiebungen.

In diesen Tagen finden die ältesten Filmfestspiele der Welt statt, das Venezianische Kinofestival. Wie kein anderes spiegelt es die Veränderungen kultureller Prioritäten wider. Gegründet wurde es vom faschistischen Diktator Mussolini und überlebte verschiedenste Zeiten. Zunächst wurden die Filme in Venedig mit dem Mussolini-Pokal ausgezeichnet und die besten Schauspieler und Schauspielerinnen wurden mit der Großen Goldmedaille der Nationalen Faschistischen Vereinigung für Unterhaltung ausgezeichnet. Jetzt haben sich die Zeiten geändert und der Hauptpreis ist der Goldene Löwe. Aber vor kurzem tauchte auch ein bunter Löwe auf. Es wird für die besten Leistungen bei der Förderung der LGBT-Gemeinschaft und der Queeren Kultur verliehen.

Der rote Teppich des Festivals sah jedoch recht traditionell aus. Frauen waren Frauen und Männer waren Männer. Das ist etwas Neues in unserer Zeit.

Filmstars und Models kamen so zahlreich nach Venedig, dass einige sogar hinter vorgehaltener Hand flüsterten, dass nun das italienische Venedig und nicht das französische Cannes das Zentrum des europäischen Films und das wichtigste Festival Europas wird.

Allerdings fehlte auf dem roten Teppich der große Regisseur und Gewinner aller möglichen weltweiten Filmpreise, Roman Polanski. Sein Film „J’accuse“ über den Fall Dreyfus fiel im Wettbewerb durch und Polanski selbst war beim Festival eine Persona non grata, denn vor 42 Jahren verführte er im Haus des Schauspielers Jack Nicholson ein 13-jähriges Model.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über die Demonstrationen in Moskau der letzten Wochen | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-demonstrationen-in-moskau-der-letzten-wochen-|-anti-spiegel

02-09-19 02:11:00,

Nach der Sommerpause gab es am Sonntag wieder die Sendung „Nachrichten der Woche“ im russischen Fernsehen. Auch wenn die Proteste in Moskau durch andere Ereignisse aus den deutschen Medien verdrängt wurden, sind sie in den russischen Medien immer noch ein Thema.

Die westliche Sicht auf die Demonstrationen in Moskau ist allgemein bekannt und war in den deutschen Medien allgegenwärtig. Daher finde ich es zur Meinungsbildung interessant, auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen. Daher habe ich diesen Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Bis zum Einheitlichen Wahltag in Russland bleibt noch eine Woche. Am 8. September finden in allen Regionen der Russischen Föderation Wahlen statt und in den Wahllokalen werden etwa 56 Millionen Wähler, mehr als die Hälfte der im Land gemeldeten Wähler, erwartet. (Anm. d. Übers.: Wahlen finden in Russland einmal im Jahr Anfang September statt. An dem Tag finden sowohl alle anstehenden regulären Wahlen statt, als auch zum Beispiel Nachwahlen, wenn ein Funktionsträger zurückgetreten ist oder ähnliches.)

In vier Regionen gibt es Nachwahlen von Abgeordneten der Staatsduma. In 16 Oblasten werden die Gouverneure gewählt. In weiteren 13 Regionen sind Wahlen der Abgeordneten der lokalen Parlamente (Anm. d. Übers.: Das ist vergleichbar mit den deutschen Bundesländern, Russland ist ein Bundesstaat, der aus über 80 solcher Oblaste oder Regionen besteht. Allerdings werden die Ministerpräsidenten dieser „Bundesländer“, in Russland Gouverneure genannt, direkt vom Volk und nicht vom Parlament gewählt). Ulan-Ude, Nowosibirsk und Anadyr werden die Bürgermeister ihrer regionalen Hauptstädte wählen. Weitere 22 Regionen haben Wahlen für Stadträte und kommunale Verwaltungen.

Insgesamt stehen 47.000 Sitze in Parlamenten und Regierungsämter zur Wahl. Eine ernsthafte Erneuerung mit der Möglichkeit einer breiten Palette von Optionen steht an: Kandidaten von 59 politischen Parteien sind zu den Wahlen zugelassen. Gleichzeitig ist die in Russland angewandte Technologie zur Stimmabgabe und Stimmenauszählung fast die beste der Welt und der Prozess selbst ist demokratisch, ausgereift und fair.

(Anm. d. Übers.: Diese Aussage mag für den Konsumenten westliche Medien befremdlich klingen, aber in Russland kann man zum Beispiel jedes Wahllokal live beobachten, in jedem Wahllokal streamen Webcams non-stop ins Internet, auch die Auszählung der Stimmen kann jeder Interessierte beobachten. Das ist nur ein Beispiel für Transparenz von Wahlen,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die humanitäre Katastrophe im US-besetzten Teil Syriens | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-humanitare-katastrophe-im-us-besetzten-teil-syriens-|-anti-spiegel

24-08-19 07:17:00,

Bei ihrer Pressekonferenz hat die Sprecherin des russische Außenministeriums wieder einmal eine gewichtige Stimme aus den USA zum Thema Syrien zitiert, über die in Deutschland nicht berichtet wurde. Um so interessanter daher diese offizielle russische Erklärung, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Wir haben wiederholt die Krise des analytischen Denkens der westlichen Gemeinschaft thematisiert, die meiner Meinung nach die ganze Zeit nicht einmal versucht hat, die Verantwortung der westlichen Länder für die Ursachen und Folgen der Lage im Nahen Osten und in Nordafrika öffentlich zu analysieren.

Aber es gibt Publikationen, die die Aufmerksamkeit eines breiten Publikums verdienen. Insbesondere die Aussagen von Herrn Ford, einem leitenden Forscher des Think Tanks des Middle East Institute, der in den Jahren 2011-2014 US-Botschafter in Syrien war, sind interessant. Dieser Mann kennt die Situation dort noch aus der Zeit von innen, bevor sich die bekannten Ereignisse dort entwickelten, deren Ergebnisse nun die ganze Welt betreffen. Er weiß wirklich, wovon er spricht.

Dieser ehemalige hochrangige US-Beamte berichtet über die katastrophale humanitäre Lage im Lager für Binnenflüchtlinge Rukban und betont, dass „Washington versucht, sich der Verantwortung für das, was geschieht, zu entziehen und allen, außer sich selbst, die Schuld zu geben für seine lächerliche Politik.“ In einer Debatte mit US-Offiziellen, insbesondere mit dem US-Sonderbeauftragten für Syrien, untermauert Ford unter Berufung auf internationales Recht seine These, dass „die USA, die eine moralische und rechtliche Verantwortung für den Schutz von Zivilisten im syrischen Lager Rukban“ tragen. Sie werden mir zustimmen, so etwas haben wir fast nie von offiziellen Vertretern der USA gehört.

Nach Angaben des ehemaligen US-Botschafters in Syrien sind die Vereinigten Staaten „in jeder Hinsicht eine Besatzungsmacht“ in Syrien. Soweit wir verstehen, ist dies eine echte Neuigkeit für die Vereinigten Staaten selbst, die gar nicht auf die Idee gekommen sind, dass sie tatsächlich eine Besatzungsmacht sind, und zwar nicht nur in Syrien. Darüber hinaus halten die USA eine 55 Kilometer lange Sicherheitszone um At-Tanf „de facto militärisch unter Kontrolle“ und unterdrücken alle Versuche anderer Staaten, in dieses Gebiet zu gelangen. Und wie der Amerikaner schreibt, geht es nicht um leere Drohungen, sondern um die Anwendung von militärischer Gewalt. Im Mai 2017 bombardierten die USA syrische und iranische Konvois am Stadtrand von At-Tanf und sendeten damit Moskau, Damaskus und Teheran ein symbolisches Signal,

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über den Tod von Epstein berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-den-tod-von-epstein-berichtet-|-anti-spiegel

13-08-19 10:46:00,

Das russische Fernsehen hat heute über den Fall Epstein berichtet, der – wie ich an den Leserzahlen meiner Artikel sehen kann – viele Menschen in Deutschland interessiert.

Der Bericht des russischen Fernsehens ist kurz und kratzt bestenfalls an der Oberfläche des Epstein-Skandals. Aber trotzdem enthält er mehr Informationen und Zusammenhänge und stellt mehr Fragen, als alle Artikel, die ich in deutschen Mainstream-Medien in den letzten Tagen dazu gesehen habe, zusammen. Das finde ich bemerkenswert genug, um den Beitrag des russischen Fernsehens, der den Titel „Nest der Perversion mit auswärtigen Partys: Was hätte der Zuhälter Epstein wem erzählen können?“ trägt, zu übersetzen.

Beginn der Übersetzung:

In den USA wird der mysteriöse Tod des Milliardärs Jeffrey Epstein diskutiert. Ein der Pädophilie beschuldigter Finanzier hat in einer Haftanstalt Selbstmord begangen. Das ist die vorläufige Version. Doch die amerikanischen Medien berichten, dass die Gefängnisbehörden kurz vor dem Vorfall die spezielle Überwachung Epsteins wegen Selbstmordgefahr einstellten und dass er die letzten Stunden vor seinem Tod unbeaufsichtigt gelassen wurde. Wer profitiert vom Tod des Milliardärs und wessen Geheimnisse wird er nun nie preisgeben?

Die letzten Aufnahmen zeigen Jeffrey Epstein als noch lebenden US-Häftling mit grauem Gesicht, als er aus der Haftanstalt in Manhattan geholt wird, um in ein Krankenhaus gebracht zu werden. Aber die Ärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Forensische Experten in New York waren noch nicht in der Lage, die Todesursache zu bestimmen, sie brauchen mehr Informationen. Die Verzögerung erhöht nur die Zahl der Theorien, von denen es auch so schon genug gibt: Epstein wurde um 6.30 Uhr erhängt aufgefunden. Es gab keine Überwachungskamera in der Zelle. Der Zellennachbar war am Vortag in eine andere Zelle verlegt worden. Darüber hinaus leisteten die Wachen zu viele Überstunden und machten entgegen den Regeln nicht alle halbe Stunde ihre Kontrollgänge.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Epstein nicht 24 Stunden am Tag beobachtet wurde, zumal er zuvor versucht hatte, Selbstmord zu begehen. Wir müssen sehen, ob es hier keinen kriminellen Hintergrund gibt“ sagte der ehemalige FBI-Sonderagent Chad Jenkins.

Eine Version lautet, dass Epstein für seine Sünden zusammengeschlagen worden sein könnte. Jedenfalls befürchtete der skandalöse Finanzier kurz vor seinem Tod ernsthaft, dass man mit ihm abrechnen könnte.

Er wusste wirklich zu viel.

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über den Handelskrieg zwischen den USA und China berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-den-handelskrieg-zwischen-den-usa-und-china-berichtet-|-anti-spiegel

12-08-19 08:14:00,

Das russische Fernsehen hat einen Bericht über den Handelskrieg zwischen den USA und China gebracht, den ich sehr interessant fand. Russland ist zwar über Entwicklungen der Handelskonflikte besorgt, kann aber, im Gegensatz zur EU, eher als Zuschauer die Dinge beobachten und sogar dabei gewinnen, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Da das Thema die deutschen Medien sehr beschäftigt, fand ich es interessant, einmal aufzuzeigen, wie in Russland darüber berichtet wird. Daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das Wort „Krieg“ wird bereits verwendet, um die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China zu beschreiben. Obwohl der IWF bestätigt hat, dass es falsch ist, Peking der Währungsmanipulation zu bezichtigen. Doch Washington macht weiter Druck. Die asiatischen Märkte brachen diese Woche ein, die US-Indizes rutschten ab und der Ölpreis fiel um 7 Prozent. Und ab dem 1. September erheben die USA Zölle von 10 Prozent auf Waren aus China in Höhe von insgesamt 300 Milliarden Dollar. Das heißt, praktisch auf alle verbleibenden chinesischen Importe. Und das ist ein Signal an die Investoren, dass der Krieg in eine heiße Phase tritt. Schließlich haben die reichsten Menschen der Welt allein an einem Tag in dieser Woche 117 Milliarden Dollar durch die Streitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und China verloren. Und China hat noch einen anderen, den wichtigsten, Trumpf im Ärmel: US-Wertpapiere im Wert von einer Billion Dollar. Sie können eine unbesiegbare Figur auf dem Schachbrett werden, dass sich schon lange in ein Minenfeld des US-chinesischen Spiels verwandelt hat.

Pekings erster Zug in der neuen, chinesisch-amerikanischen Partie, war so einfach wie der Eröffnungszug E2-E4. Erstmals seit der weltweiten Wirtschaftskrise 2008 senkte die Chinesische Staatsbank den Yuan auf unter 7 Yuan für den Dollar. Es scheint, dass dies Glück für Amerika ist: Die chinesische Wirtschaft ist ins Stocken geraten. Aber auch die Chinesen verstehen das Spiel.

Der billige Yuan ist eine Hilfe für die chinesischen Exporteure, zumindest teilweise die Verluste aus überhöhten Zöllen zu decken. Bei diesem Kurs erhöht sich der Umsatz und die Käufer sind in den USA. Trump wurde noch wütender und warf Peking Währungsmanipulation vor.

„Eine kleine Senkung des Yuan-Kurses, nur für einen Handelstag, und schon nennen Sie es eine Währungsmanipulation? Erst vor drei Monaten hat das US-Finanzministerium selbst erklärt, dass China seine Währung nicht manipuliert.

 » Lees verder

Wie das russische Fernsehen über die Proteste in Moskau berichtet | Anti-Spiegel

wie-das-russische-fernsehen-uber-die-proteste-in-moskau-berichtet-|-anti-spiegel

04-08-19 07:12:00,

In Deutschland wird gerne der Eindruck erweckt, in Russland würden die Medien nicht über Proteste berichten. Dass das das nicht stimmt, zeigte sich am Samstag wieder, als in Moskau erneut eine kleine Demonstration stattfand, die in den westlichen Medien große Schlagzeilen gemacht hat.

Zu der Demonstration sei angemerkt, dass sie genehmigt wurde, allerdings an einem anderen Ort im Zentrum von Moskau. Die Demonstranten wollten den Gartenring, eine wichtige 12-spurige Stadtautobahn rund um das Stadtzentrum, blockieren. Die Behörden fanden das nicht angemessen und schlugen eine andere Hauptstraße vor, was die Demonstranten abgelehnt haben. So kam es zwangsläufig zu den Unruhen und Verhaftungen, über die im Westen so ausführlich berichtet wird. Nur wird im Westen nicht berichtet, dass die Demonstration durchaus genehmigt war und ungestört hätte verlaufen können.

Übrigens fand in St. Petersburg, der zweitgrößten russischen Stadt, am Samstag ebenfalls eine Demo mit ca. 1.000 Teilnehmern statt, die allerdings genehmigt war und ohne Zwischenfälle verlaufen ist.

Ich habe den Bericht des russischen Fernsehens über die Ereignisse in Moskau übersetzt. Das Video dazu ist nach der Lektüre dieser Transkription auch ohne Russischkenntnisse weitgehend verständlich.

Beginn der Übersetzung:

Bei der nicht genehmigten Demonstration in Moskau wurde ein Mitarbeiter der Nationalgarde verletzt. Das geschah während der Inhaftierung eines der Demonstranten, der sich der Festnahme widersetzte. Der Gardist muss stationär behandelt werden.

Dies sind Aufnahmen von der Inhaftierung eines Teilnehmers der nicht genehmigten Kundgebung in Moskau. Ein 18-jähriger arbeitsloser Mann kam mit einem Messer und einer Tränengasdose in die Innenstadt. Er sagte, er wollte noch ein Messer kaufen. Um zu trainieren. Mit ihm war ein Freund in der Menge, der in seinem Rucksack zwei Gaspistolen und eine Tränengasdose dabei hatte.

So bereiteten sich die Aktivisten auf ihren Spaziergang in Moskau vor. Andere gingen mit Schlagstöcken spazieren. Einer der Teilnehmer kam mit vielen kleinen Kindern.

Die Polizei forderte die Demonstranten auf, sich zu zerstreuen. Als Reaktion darauf wurden die Polizisten beleidigt. Irgendwann begannen die, die sich auf dem Puschkin-Platz versammelt hatten, identische Plakate auszupacken, die offenbar in der gleichen Druckerei gedruckt worden sind.

Sobald die Demonstration offen sichtbar wurde, begannen die Festnahmen. Die Polizei musste Gewalt gegen diejenigen anwenden, die sich aggressiv verhielten. Dieser Aktivist, der zunächst Tarnkleidung getragen hat, sagte laut in sein Telefon,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über den Konflikt mit dem Iran | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-den-konflikt-mit-dem-iran-|-anti-spiegel

02-08-19 06:35:00,

Bei ihrer Pressekonferenz am Donnerstag hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums sich zur Situation rund um den Iran geäußert. Wieder einmal klingt die Beschreibung der Situation dabei völlig anders, als bei deutschen Medien oder Politikern.

Ich habe die offizielle Erklärung Russlands zum Iran übersetzt. Da ich regelmäßig über die Entwicklung des Konfliktes geschrieben habe, werde in dem Text Links mit Hintergrundinformationen setzen.

Beginn der Übersetzung:

Wir sind beunruhigt über die deutliche Zunahme des Konfliktpotenzials in der Region am Persischen Golf. Die Entwicklungen bewegen sich in der Tat in eine gefährliche Richtung und bergen die Risiken einer groß angelegten militärischen Konfrontation in sich.

Die USA verschärfen die Situation absichtlich, auch durch den Akt der Piraterie gegenüber einem iranischen Tanker bei Gibraltar, um damit die Erhöhung der US-Militärpräsenz im Persischen Golf unter dem Vorwand der „Sicherung der Freiheit der Schifffahrt“ zu rechtfertigen. Dabei werden andere Länder, auch solche, die weit von der Region entfernt liegen, in diese provokativen Abenteuer hineingezogen. Sie formieren bereits eine „Marinekoalition“. Dies ist ein beliebter Trick der letzten Jahre: sich nicht auf Basis des Völkerrechts zusammen zu finden, um Frieden und Stabilität zu erhalten, sondern stattdessen irgendwelche Koalitionen zu bilden, deren Befugnisse nicht durch das Völkerrecht definiert sind und die auf keinem legitimen Boden stehen, sondern einfach auf der Grundlage der aktuellen Interessen einer bestimmten Gruppe von Ländern handeln. Die „Marinekoalition“ soll nicht den Frieden aufrechterhalten, sondern Druck auf den Iran ausüben, leider wird die „erste Geige“ von den Vereinigten Staaten gespielt.

Wir möchten Sie daran erinnern, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vor dem einseitigen Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen stabil und ruhig verlaufen ist. Es gab keinerlei Notwendigkeit, irgendwelche Koalitionen zu bilden, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten, bevor die Amerikaner begannen, die Situation künstlich zu eskalieren.

Man bekommt das Gefühl, dass Washington nach einem Vorwand sucht, um die Situation zu eskalieren, die aggressive Rhetorik gegen den Iran fortzusetzen und in eine aktivere und heißere Phase des Konflikts einzutreten. Gleichzeitig orientieren sie sich vor allem an ihrem innenpolitischen Kalender, an der nächsten Wahl. Wir sprechen jedes Mal darüber und erklären, dass dies eine bösartige Politik ist: um Unterstützung beim Wähler zu bekommen, wird die öffentliche Meinung manipuliert, wobei skrupellos das Leben von Zivilisten in anderen Ländern sowie der eigenen Bürger riskiert wird,

 » Lees verder

Angebliche russische Einmischung in US-Wahlen: Wie der Spiegel seine Leser bewusst falsch informiert | Anti-Spiegel

angebliche-russische-einmischung-in-us-wahlen:-wie-der-spiegel-seine-leser-bewusst-falsch-informiert-|-anti-spiegel

01-08-19 04:02:00,

Ein US-Gericht hat bestätigt, dass es keine Verbindung zwischen Trump einerseits und Russland und Wikileaks andererseits gegeben hat. Die Klage der Demokraten zur „russischen Wahleinmischung 2016“ ist damit zusammengebrochen. Es ist faszinierend, wie der Spiegel von dieser einfachen Tatsache ablenken will.

In meinem gestrigen Artikel habe über ich über das Urteil geschrieben. Die Demokraten hatten im April 2018 eine Klage eingereicht und wollten erreichen, dass das Gericht feststellt, dass Russland und Wikileaks sich zusammen mit Trump gegen Clinton verschworen hatten. Die Klage wurde abgewiesen, weil die von den Demokraten vorgelegten Dokumente laut Gericht „fragwürdig“ bis „wertlos“ waren. Das sind die Fakten.

Und was macht der Spiegel daraus?

Der Spiegel macht daraus einen Artikel, der den Fokus darauf legt, dass die Meinungsfreiheit in den USA geschützt wäre und dass Assange nach dieser Gerichtsentscheidung bessere Chancen bei einem Prozess in den USA hätte. Schon die Überschrift beim Spiegel lenkt vom eigentlichen Thema ab: „US-Urteil – WikiLeaks durfte Mails aus Demokraten-Hack veröffentlichen

Der Spiegel beginnt dann auch gleich mit einer Feststellung, die schlicht unwahr ist:

„Gute Nachricht für Julian Assange: Ein Gericht hat eine Klage der Demokraten gegen ihn, WikiLeaks und Trumps Wahlkampfteam abgewiesen. Sie drehte sich um den E-Mail-Hack russischer Geheimdienste von 2016.“

Es war kein „E-Mail-Hack russischer Geheimdienste„.

Dafür gibt es schlicht keine Belege. WikiLeaks hat stets bestritten, dass es die Mails aus Russland bekommen hat. Das FBI durfte den Server der Demokratischen Partei gar nicht untersuchen. Stattdessen haben die Demokraten die Firma „CrowdStrike“ damit beauftragt und bezahlt, die dann die gewünschten Schlussfolgerungen über den „russischen Hack“ geschrieben hat. Bei einer Vernehmung vor dem US-Kongress sagte FBI-Direktor James Comey im März 2017:

„CrowdStrike, Madiant und ThreatConnect haben den Hack analysiert und kommen zu dem Schluss, dass er mit hoher Sicherheit das Werk von APT 28 und APT 29 war, die als russische Geheimdienste bekannt sind.“

Wir haben also die Aussage des FBI-Direktors, der nicht etwa über Erkenntnisse des FBI berichtet, sondern über die Erkenntnisse von Firmen, die von dem Geschädigten (der Demokratischen Partei) bezahlt wurden.

Zum Vergleich: Wenn ein schwerer Raub geschieht, dass sichert das FBI die Spuren und lässt das nicht etwa einen Privatdetektiv machen.

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über Verstöße der Nato gegen den Atomwaffensperrvertrag | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-verstose-der-nato-gegen-den-atomwaffensperrvertrag-|-anti-spiegel

22-07-19 03:19:00,

Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz wurde der Sprecherin des russischen Außenministeriums eine interessante Frage zu Atomwaffen in Europa gestellt. Ich habe die Frage eines Journalisten und die Antwort von Maria Sacharova übersetzt und anschließend einem Faktencheck unterzogen.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Derzeit blickt die internationale Gemeinschaft auf den Erwerb russischer S-400-Raketenabwehrsysteme durch Ankara und die Unzufriedenheit darüber in den Vereinigten Staaten und bei der NATO. Bulgarien ist gezwungen, F-16-Kampfjets aus den Vereinigten Staaten zu kaufen, die nach ihren technischen Merkmalen B61-Atombomben tragen können. Wenn die USA beschließen, ihre Ausrüstung aus Incirlik zu entfernen und sie auf eine andere Basis zu verlegen, könnte es eine nukleare Bedrohung für Europa geben?

Maria Sacharova: Leider ist die nukleare Bedrohung für Europa nie verschwunden. Sie wissen wahrscheinlich, wie viele Atomwaffen aus den USA in Europa sind, auch in Ländern, die nicht Mitglieder des „Clubs der Atommächte“ sind. Daran sollte man sich immer erinnern, obwohl einige Leute es nicht einmal wissen. Vor einigen Jahren waren die Europäer schockiert, dass auf ihrem Gebiet Atomwaffen stationiert sind. Was können wir zu dieser Bedrohung der Sicherheit sagen? Man muss von dieser Tatsache wissen und irgendwie damit leben.

Wir haben keine Informationen über Pläne in Washington, seine B61-Atombomben aus der Türkei abzuziehen und sie auf bulgarischem Boden oder anderswo in den NATO-Mitgliedstaaten zu stationieren. Von Zeit zu Zeit wurde darüber spekuliert. Aber wenn wir über Fakten sprechen, haben wir dazu keine bestätigten Informationen. Vor fast drei Jahren gab es angebliche „Hinweise“ über eine Umstationierung amerikanischer Atomwaffen aus der Türkei nach Rumänien, die jedoch dementiert wurden.

Russlands Position zur Stationierung von US-Atomwaffen in Europa ist unverändert. Alle B61-Bomben müssen in das Eigentümerland, nämlich in die Vereinigten Staaten, abtransportiert werden. Alle Infrastrukturen für US-Atombomben außerhalb der USA, die den Einsatz dieser Waffen ermöglichen, müssen ebenfalls abgebaut werden. Gleichzeitig muss natürlich auch die Praxis der „atomaren Teilhabe“ der Nato, die Elemente der nuklearen Planung und Übungen des Einsatzes von Nuklearwaffen durch nicht-atomare Staaten umfasst, beendet werden. Solche Maßnahmen stehen in direktem Widerspruch zum Atomwaffensperrvertrag, sie verstoßen gegen den ersten und zweiten Artikel des Vertrages.

Die genannte Praxis der Vereinigten Staaten bezüglich ihrer Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag ist unseren Augen inakzeptabel und unverantwortlich. Dies trägt nicht zur Deeskalation bei, sondern ist eine der größten nuklearen Gefahren,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über die Entsendung neuer US-Söldner nach Syrien | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-die-entsendung-neuer-us-soldner-nach-syrien-|-anti-spiegel

18-07-19 12:38:00,

Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums über die Erhöhung der Anzahl der US-Söldner in Syrien gesprochen.

Das Thema Syrien ist jede Woche ein Thema bei den Pressekonferenzen des russischen Außenministeriums, jedoch übersetze ich die Erklärungen dazu nur recht selten. Die gestrige kurze Erklärung fand ich jedoch interessant, weil man davon ansonsten nie etwas hört.

Wir erinnern uns: Trump hat im Dezember den Abzug der US-Truppen aus Syrien angekündigt. Passiert ist seitdem nichts. Aber anscheinend denkt man darüber nach, die US-Truppen durch „Mitarbeiter“ von privaten Militärfirmen zu ersetzen. Das tut das Pentagon gerne, wenn es um besonders illegale Operationen geht, bei denen man nicht möchte, dass US-Soldaten damit in Verbindung gebracht werden. Wir erinnern uns an die Skandale im Irak im Zusammenhang mit der Firma Blackwater, die sich heute academy nennt.

Nun erhöhen die USA die Anzahl der vom Pentagon bezahlten Söldner in Syrien. Hier ist die offizielle russische Erklärung dazu, die ich übersetzt habe. Unter der Übersetzung habe ich noch ein paar Hintergrundinformationen eingefügt.

Beginn der Übersetzung:

Den veröffentlichten Informationen zufolge erhöht das US-Militärkommando im Zusammenhang mit der geplanten Reduzierung seines Kontingents auf dem Territorium der Arabischen Republik Syrien die Zahl des Personals privater Militärunternehmen in den nördlichen und nordöstlichen Teilen des Landes.

Es wird berichtet, dass die Zahl privater Soldaten in Syrien 4.000 übersteigt. Gleichzeitig wird erklärt, dass allein in der zweiten Junihälfte 540 Personen ins Land kamen, darunter 70 Kommandeure und Ausbilder.

Die Söldner werden mit Fahrzeugen in Gruppen von 12-16 Personen transportiert.

Die Hauptaufgaben der Söldner sind die Ausbildung von Washington gegenüber loyalen Kampfeinheiten sowie der Schutz von Öl- und Gasinfrastrukturobjekten.

Dies verdient eigentlich keine besondere Aufmerksamkeit, wenn nicht es nicht ein „aber“ gäbe: die Aktivitäten der privaten Söldner werden vom Joint Command der US-Streitkräfte geführt.

Es ist bekannt, an welche „Fortschritte“ die Mitarbeiter amerikanischer privater Militärfirmen zum Beispiel im Irak gebracht haben. Das ist nur ein aktuelles Beispiel. Es ist unwahrscheinlich, dass diese amerikanischen „Glücksritter“ ihre Arbeitsweise seitdem drastisch verändert hätten.

Noch abscheulicher ist die Tatsache, dass sich die amerikanischen Söldner illegal in Syrien aufhalten, was gegen alle internationalen Normen und Vorschriften verstößt.

Ende der Übersetzung

Zum Beginn des Syrienkrieges sei gesagt,

 » Lees verder

Das russische Außenministerium über den deutschen Verfassungsschutzbericht | Anti-Spiegel

das-russische-ausenministerium-uber-den-deutschen-verfassungsschutzbericht-|-anti-spiegel

05-07-19 01:27:00,

Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums hat auf ihrer Pressekonferenz wieder die Probleme der Pressefreiheit in Deutschland thematisiert. Dabei ging sie auf den aktuellen Verfassungsschutzbericht ein, über den ich vor einigen Tagen bereits geschrieben habe.

Daher habe ich diese offizielle Erklärung des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wir sind auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht des deutschen Verfassungsschutzes aufmerksam geworden, der eine Reihe von Vorwürfen gegen Russland enthielt. Neben den Vorwürfen, dass russische Geheimdienste insbesondere in Deutschland aktiv Spionage betreiben, widmet sich ein großer Teil des Dokuments dem Einfluss der russischen Medien auf die deutsche Öffentlichkeit.

So wird beispielsweise der Nachrichtenagentur Sputnik und dem TV-Sender RT-Deutsch vorgeworfen, „Propaganda und Desinformationen zu verbreiten“. Es wird darauf hingewiesen, dass der russische Staat seine Medienpräsenz in Deutschland verstärkt. Es scheint mir, dass man im selben Bericht hätte schreiben können, wie Deutschland seine Medienpräsenz in der Welt und in Russland erhöht, wie es die Budgets seiner Medien erhöht, die vom deutschen Staat finanziert werden, aber aus irgendeinem Grund hatte der deutsche Verfassungsschutz wohl keine Zeit, darüber zu schreiben. Dem Bericht zufolge sollen russische Staatsunternehmen als unabhängige Medien getarnt sein, um ihre Zugehörigkeit zum russischen Staat zu vertuschen und die Öffentlichkeit subtil zu beeinflussen.

Der Bericht ist voll mit solch Behauptungen, die praktisch identisch sind mit der Meinung des Deutschen Journalisten-Verbandes. Das ist ein sehr interessanter Zufall. Ich denke, die Formulierungen sind die gleichen. Es ist nicht bloß ein Eindruck, sondern ein sehr hartnäckiges Gefühl, dass der Deutschen Journalisten-Verband, der ein Jahr lang die Nachrichtenagentur „Sputnik“ und „Russia Today“ angegriffen hat, das gleiche Handbuch benutzt, wie Deutschlands Verfassungsschutz.

Alle Aussagen im Bericht werden ohne Beweise oder Fakten gemacht. Alle Aussagen und Anschuldigungen sind unbegründet. Dafür sind die gemachten Schlussfolgerungen eindeutig: So wird die Reaktion der russischen Medien auf die zahlreichen Unterstellungen Londons rund um den „Fall Skripal“ als „internationale russische Kampagne“ bezeichnet. Wer hat diese Kampagne gestartet? Wer hat im britischen Parlament gesprochen? Wer versorgt die britischen Medien jeden Tag mit Indiskretionen aus britischen Behörden? Russische Medien? Vielleicht das russische Außenministerium? Vielleicht russische Geheimdienste? Natürlich nicht. Dieses Thema, diese Kampagne, ist natürlich britisch. Aber in dem deutschen Bericht wird sie aus irgendeinem Grund russisch genannt. In dieser angeblichen internationalen russischen Kampagne hätten RT-Deutsch und Sputnik laut deutschem Verfassungsschutz „die Aufmerksamkeit vom Verdacht ablenken und Zweifel säen sollen“.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über die Proteste in Georgien, die Hintergründe und die Folgen | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-proteste-in-georgien,-die-hintergrunde-und-die-folgen-|-anti-spiegel

24-06-19 07:04:00,

Die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ hat heute ausführlich über die Situation in Georgien berichtet, über die man auch in Deutschland einiges in den Medien lesen konnte.

Ich habe bisher nichts darüber geschrieben, weil die deutschen Medienberichte über die Proteste in Georgien durchaus weitgehend identisch mit dem waren, was auch in Russland berichtet wurde. Da Georgien für Russland ein wichtiger, wenn auch derzeit schwieriger Nachbar ist, viele Georgier in Russland leben und viele Russen Georgien als Tourismus-Ziel entdeckt haben, ist das Thema in Russland jedoch viel präsenter in den Medien und es werden mehr Details berichtet, als in Deutschland. Ich selbst kenne viele Russen, die in den letzten Jahren Georgien besucht haben und alle waren begeistert. Von anti-russischen Ressentiments hat niemand etwas mitbekommen, im Gegenteil, alle haben die georgische Gastfreundlichkeit gelobt.

Trotzdem kam es nun plötzlich zu – offensichtlich von langer Hand vorbereiteten – anti-russischen Protesten. Dass das keine spontanen Proteste waren, kann man schon an den aufwändigen Plakaten der Demonstranten erkennen, die kaum innerhalb von einer Stunde spontan erstellt wurden. Offensichtlich haben dort Kräfte bei der Vorbereitung ihre Hände im Spiel gehabt, die den politischen Keil, der die Länder trennt, auch zwischen die Menschen der Länder treiben wollen.

Das russische Fernsehen brachte heute zwei Berichte, zunächst den Kommentar im Studio und dann einen kurzen Bericht aus Georgien. Ich habe beide hier nacheinander übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die hässliche Geschichte in Georgien ist wie eine Illustration der Besonderheiten der politischen Kultur im Land.

Erster Juni: Ein wütender Mob stürmt das Parlament. Spezialkräfte treiben die Menschen zurück. Tränengas, Gummigeschosse und Hunderte von Verletzten, darunter Journalisten und ein Drittel sind Polizisten.

Etwas Ähnliches geschieht auch im Parlament selbst. Radikale stürmen die Bühne und stören das jährliche Treffen der Interparlamentarischen Versammlung der Orthodoxie. Vorsitzender ist Sergej Gawrilow, Mitglied der russischen Staatsduma. Am Ende werden ausländische Kollegen und Abgeordnete aus Georgien ausgewiesen und ihr Hotel mit Eiern beworfen. Erst am späten Abend kommentiert die georgische Präsidentin Surabischwili die Unruhen und beschuldigt Russland der Spaltung des Landes. Meiner Meinung nach sind das unverantwortliche Worte und es ist auch unverantwortlich gegenüber Georgien selbst.

„Russland ist unser Feind und Besatzer. Die von ihm geführte fünfte Kolonne ist heute möglicherweise gefährlicher, als eine offene Aggression.

 » Lees verder

Die russische Regierung diskutiert die Einführung der Vier-Tage-Arbeitswoche | Anti-Spiegel

die-russische-regierung-diskutiert-die-einfuhrung-der-vier-tage-arbeitswoche-|-anti-spiegel

11-06-19 11:41:00,

In Russland wird diskutiert, ob die Fünf-Tage-Woche noch aktuell ist oder ob es Sinn macht, eine Vier-Tage-Woche einzuführen.

Der russische Premierminister Medwedew hat heute auf einer internationalen Konferenz über Arbeit gesagt, dass er nicht ausschließt, dass in Zukunft eine Vier-Tage-Woche Grundlage des sozialen Models wird. Seiner Meinung nach sollte das Wachstum der Produktivität nicht zu Arbeitsplatzabbau, sondern zu einer Reduzierung der Arbeitszeit führen.

Als Beispiel führte Medwedew Henry Ford an, der die Wochenarbeitszeit seinerzeit von 48 auf 40 Stunden reduziert hat und damit einen starken Anstieg der Produktivität seiner Arbeiter erreicht hat. Aber er nannte auch ein aktuelles Beispiel. Eine Firma in Neuseeland hat die Vier-Tage-Woche bei voller Bezahlung des zusätzlichen freien Tages eingeführt, was dazu geführt hat, dass die Produktivität pro Arbeitsstunde um 20 Prozent gestiegen ist. Außerdem leiden die Mitarbeiter seltener unter Stress.

Medwedew sagte weiter:

„Das ist natürlich alles noch nicht vollständig durchdacht und uns steht noch eine ernsthafte Diskussion bevor, aber das sind sehr wichtige Ergebnisse.“

Die stellvertretende russische Premierministerin Tatjana Golikova sagte dazu, dass vor allem die Frage der Gehälter bei einem Übergang zur Vier-Tage-Woche diskutiert werden muss. Sie zitierte Organisationen, die fordern, dass dabei die Gehälter nicht gekürzt werden dürfen und sie fügte hinzu, dass eine solche Reform viele Gesetzesänderungen in der Arbeitsgesetzgebung erfordert:

„Dass muss man genau analysieren, aber wir arbeiten daran.“

Ich glaube zwar nicht, dass das in Russland bald Realität wird, aber Russland ist in einigen Dingen sehr kreativ. So gilt zum Beispiel in Russland, dass ein Feiertag, der auf das Wochenende fällt, nicht „verloren geht“. Fällt ein Feiertag zum Beispiel auf einen Samstag, wird entweder der Freitag oder der Montag von der Regierung zum landesweit arbeitsfreien Tag erklärt. Flexibel sind die Russen auch, wenn ein Feiertag zum Beispiel auf einen Dienstag fällt, dann wird der vorherige Samstag zum Arbeitstag und der Montag zum freien Tag erklärt, sodass die Menschen trotzdem ein langes Wochenende mit Brückentag haben. Und vor Feiertagen ist auch die Arbeitszeit gesetzlich geregelt: der Arbeitstag vor einem Feiertag ist eine Stunde kürzer, als an normalen Tagen.

Und zwischen Sylvester und dem orthodoxen Weihnachten ist Anfang Januar ganz Russland „geschlossen“: In diesem Jahr waren die Tage vom 30. Dezember bis zum 8.

 » Lees verder

Der “Fall Strache”: Das russische Fernsehen über die politische Kultur in Österreich und der EU | Anti-Spiegel

der-“fall-strache”:-das-russische-fernsehen-uber-die-politische-kultur-in-osterreich-und-der-eu-|-anti-spiegel

03-06-19 02:34:00,

Der „Fall Strache“ war am Sonntag noch einmal Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“. Das russische Fernsehen stellte alle bekannten Fakten zusammen und stellte auch moralische Fragen: Sollte der politische Kampf geführt werden, indem man eine Falle mit Drogen, Alkohol und versteckten Kameras stellt? Was bedeutet das für die politische Kultur in Österreich und Europa? Sind solche Methoden überhaupt demokratisch? Der Beitrag des russischen Fernsehens macht nachdenklich, daher habe ich ihn übersetzt.

Zu dem Thema gab es in der Sendung unmittelbar danach noch einen zweiten Bericht, in dem eine Korrespondentin die Villa auf Ibiza besucht hat und auch auf die Folgen des „Falls Strache“ auf die Europawahl eingegangen ist. Da diese beiden Berichte thematisch zusammenhängen, habe ich auch den zweiten Beitrag übersetzt und beide in einem Artikel zusammengefasst.

Beginn der Übersetzung:

Der grandiose Skandal um den bereits ehemaligen österreichischen Vizekanzler Strache ist bereits zwei Wochen alt. Und er wird in die politische Geschichte Europas eingehen als Beginn der Nutzung neuer Technologien zur Beseitigung von Politikern und zur Umgestaltung der politischen Landschaft durch Methoden, die bisher nicht genutzt wurden, weil sie als unmoralisch galten. Es geht nicht um die Entwicklung der Demokratie. Das ist eine ganz andere Richtung.

Am 17. Mai veröffentlichten die deutschen Zeitungen Spiegel und Süddeutsche Zeitung ein Video, auf dem der österreichische Vizekanzler Strache in Begleitung einer Blondine und seines Assistenten am Tisch sitzt, der voll ist mit Flaschen hochprozentigen Alkohols. Das alles findet in den Räumlichkeiten einer Villa auf der Disco-Insel Ibiza statt. Heimlich gefilmt, aber professionell, wie in Hollywood. Auch der Ton ist hervorragend, es wurde mit mehreren Mikrofonen und mehreren Kameras aufgenommen. Strache redet über den Verkauf einer großen österreichischen Zeitung und mögliche Hilfe bei der Beschaffung von Regierungsaufrägen. Offensichtlich ist er betrunken. Und es heißt, die junge Gesprächspartnerin wäre die Nichte des russischen Oligarchen Makarov. Das ist schon eine brisante Mischung.

Der österreichische Präsident van der Bellen verlas einen epischen Text: „Das sind beschämende Bilder. Niemand sollte sich für Österreich schämen. Ich muss klar sagen: Wir sind nicht so, Österreich ist nicht so „.

„Wir sind nicht so“ ist etwas, das man sich merken muss. Darf ich fragen: Wie sind sie denn? Das ist bei den Folgen der Ereignisse wichtig zu verstehen.

 » Lees verder

Das russische Fernsehen über den US-Streit mit Huawei und die langfristigen Konsequenzen | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-den-us-streit-mit-huawei-und-die-langfristigen-konsequenzen-|-anti-spiegel

28-05-19 06:59:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen am Sonntag wieder über den Handelsstreit der USA mit Huawei berichtet. Und wieder zeigt die Analyse der Russen ganz andere Ergebnisse, als man sie in den deutschen Medien findet. Vor allem der Blick auf die Folgen ist interessant und über die erfolgreichen Aktivitäten von Russland und China, sich von US-dominierten Technologien und Zahlungssystemen unabhängig zu machen, wird in Deutschland gar nicht berichtet. Daher habe ich den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

„Nachrichten der Woche“ hat bereits letzte Woche berichtet, dass Präsident Trump wegen der Angst vor der chinesischen digitalen Technik und der chinesischen Ausrüstung des neuen 5G-Netzes den Ausnahmezustand in den USA verhängt hat. Daraufhin stellte das US-Handelsministerium den chinesischen Digitalriesen Huawei und weitere 70 seiner Tochtergesellschaften auf eine schwarze Liste. Das hatte Folgen.

Das US-Unternehmen Google weigerte sich, weiter mit Huawei zu kooperieren und verkündete, dass Huawei auf seinen Smartphone das mobile Betriebssystem Android, Eigentum von Google, nicht mehr installieren darf. Auch darf Huawei nicht mehr Smartphones mit dem vorinstallierten Google-Play austüsten, wo 2,5 Millionen Apps aller Art zu haben sind, darunter Email, Maps, YouTube und andere heute unverzichtbare Dienste.

Darüber hinaus kündigten mehrere amerikanische Hersteller und Anbieter von Computerchips für Smartphones von Huawei die Einstellung der Zusammenarbeit mit den Chinesen an. Das sind zum Beispiel Intell und Qualcomm. Und die amerikanische Firma Microsoft hat Huawei-Laptops mit Windows-Betriebssystem aus ihren Online-Shops entfernt.

Für die Firmen, sei es Google, Intell oder Microsoft, bedeutet das den Verlust eines Riesenmarktes. Immerhin ist Huawei das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt und beim Verkauf von Smartphones hat es Apple schon überholt und ist dem Marktführer Samsung bereits auf den Fersen. Aber Befehl ist Befehl und der Wille des US-Präsidenten muss ausgeführt werden.

Das US-Handelsministerium kündigte jedoch später die Aufschiebung aller Einschränkungen für Huawei bis zum 19. August an. Aber im Grunde hat sich nichts geändert. In drei Monaten sollen Smartphones von Huawei ohne Betriebssystem-Updates zu Ziegelsteinen verkommen. Wenig Zeit für Verhandlungen und die Suche nach Lösungen, ob gemeinsame oder individuelle.

Auf jeden Fall macht das, was passiert ist, jedem klar, dass die Amerikaner nach Lust und Laune jeden, seien es Unternehmen oder sogar ganze Länder, von ihren Systemen und Technologien abschneiden können.

 » Lees verder