Kommentar in russischen Medien: Am Ende ist sowieso Russland Schuld am “Ukraine-Skandal” | Anti-Spiegel

kommentar-in-russischen-medien:-am-ende-ist-sowieso-russland-schuld-am-“ukraine-skandal”-|-anti-spiegel

08-11-19 08:09:00,

Der „Ukraine-Skandal“ und das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beherrschen die Schlagzeilen. Die Meinung der deutschen Medien ist bekannt, aber wie wird eigentlich in Russland darüber gedacht?

Ich habe ausführlich über den „Ukraine-Skandal“ berichtet und die deutschen Medien erzählen uns jeden Tag, dass Trump angeblich schuldig ist und unter großem Druck steht. Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass die deutschen Medien dabei allerdings großzügig alles verschweigen, was nicht in dieses Narrativ passt. Was wir aber noch kaum gesehen haben, sind russische analytische Einschätzungen dazu. Und so eine habe ich unter der Überschrift „Der Grund für das Impeachment ist die Ukraine, aber Russland ist am Ende Schuld“ als Gastkommentar in der russischen Nachrichtenagentur TASS gefunden und für all jene übersetzt, die sich dafür interessieren, wie in Russland über die Show in Washington gedacht wird.

Beginn der Übersetzung:

Es ist schwer zu sagen, ob die Versuche der amerikanischen Demokraten, den republikanischen Präsidenten Donald Trump von der Macht zu entfernen, erfolgreich sein werden. Es ist möglich, dass das vom US-Repräsentantenhaus eingeleitete Amtsenthebungsverfahren die gegenteilige Wirkung haben und den Demokraten selbst schaden wird, weil in dem Verfahren für die Demokraten unangenehme Tatsachen und Umstände auftauchen werden.

Auf jeden Fall zeichnen die Aussagen, die während der geschlossenen Anhörungen zu Stande gekommen sind, ein eher abstoßendes Bild von dem, was in den USA politisch hinter den Kulissen vor sich geht. Gleichzeitig erscheinen die Vertreter der ehemaligen und der gegenwärtigen ukrainischen Regierung, die in die innenpolitischen Kämpfe in der USA verwickelt sind, in einem schlechten Licht.

Doch wie auch immer es enden mag, am Ende wird Russland für alles verantwortlich gemacht werden.

Das Mariechen

Politische Gegner werfen Trump vor, während eines Telefonats mit Selensky im Juli versucht zu haben, den ukrainischen Präsidenten unter Druck zu setzen, gegen den Sohn des ehemaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden zu ermitteln, der bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen als Trumps wahrscheinlichster Rivale gilt. Mit anderen Worten, Trump beabsichtigte, einen ausländischen Staatsmann zu benutzen, um den wichtigsten politischen Rivalen auszuschalten.

Dieses Telefonat war der Grund für die Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens gegen den Chef der amerikanischen Regierung. US-Beamte und Diplomaten, die auf die eine oder andere Weise mit der Ukraine in Verbindung stehen, wurden zu nicht öffentlichen Anhörungen im Repräsentantenhaus vorgeladen.

 » Lees verder

Nato lehnt russischen Vorschlag für ein Moratorium gegen neue Atomraketen in Europa ab | Anti-Spiegel

nato-lehnt-russischen-vorschlag-fur-ein-moratorium-gegen-neue-atomraketen-in-europa-ab-|-anti-spiegel

21-10-19 08:21:00,

Derzeit gibt es vieles, was wir in der deutschen Presse nicht finden. Russland hat der Nato vorgeschlagen, unter gegenseitiger Kontrolle auf die Stationierung von atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa zu verzichten. Die Stellvertreterin von Nato-Generalsekretär Stoltenberg hat mitgeteilt, darüber zu sprechen sein „sinnlos“.

Die Geschichte geht auf den INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces, Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) aus dem Jahr 1987 zurück, der das Verbot von landgestützten atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen regelte. Der Hintergrund war die Stationierung der sowjetischen SS-20-Raketen in der DDR in den 1970er Jahren, mit denen ganz Westeuropa innerhalb weniger Minuten erreicht werden konnte. Der Westen reagierte mit dem NATO-Doppelbeschluss und der Stationierung der amerikanischen Pershing-Raketen. In Verhandlungen wurde dann erreicht, dass beide Seiten komplett auf derartige landgestützte Raketen verzichteten und diese vernichtet wurden.

Der INF-Vertrag war vor allem für Europa extrem wichtig, weil Kurz- und Mittelstreckenraketen keine Gefahr für die USA darstellen, die weit genug entfernt sind, wohl aber für die europäischen Länder. Denn diese Raketen erreichen ihre Ziele innerhalb von Minuten und es gibt praktisch keine Vorwarnzeit. Auch ein Atomkrieg „aus Versehen“ ist damit real, denn ein falsch interpretiertes Signal kann zum Abschuss der eigenen Raketen führen, weil man keine Zeit hat, um etwas zu überprüfen, man hat nur Sekunden für eine Reaktion.

Diesen für Europa extrem wichtigen Vertrag haben die USA im Februar gekündigt und im August ist er daher, trotz aller russischen Proteste, ausgelaufen. Die USA warfen den Russen vor, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen, um damit ihre eigene Kündigung zu rechtfertigen. Das Problem ist, dass die USA zwar behauptet haben, Russland habe mit bestimmten Raketen gegen den Vertrag verstoßen, aber nie Beweise vorgelegt haben. Nicht einmal den Russen, obwohl die monatelang um Vorlage der „Beweise“ gebeten haben, damit man wenigstens dazu Stellung nehmen kann. Es gab aber nichts als unbelegte Vorwürfe aus den USA.

Umgekehrt haben die USA jedoch unbestritten schon lange gegen den INF-Vertrag verstoßen. Nur ein Beispiel ist die US-Raketenabwehr in Europa mit Startrampen vom Typ MK-41 (Aegis). Solche Startrampen, die Tomahawk-Raketen abfeuern können, an Land aufzustellen, war ein klarer Vertragsverstoß. Besonders dreist war dabei, dass die USA behauptet haben, die MK-41 könne an Land keine Tomahawk-Raketen abfeuern. Aber kaum war der Vertrag im August ausgelaufen, haben die USA sich selbst der Lüge überführt,

 » Lees verder

Artikel des russischen Außenministers über die Zukunft der internationalen Beziehungen | Anti-Spiegel

artikel-des-russischen-ausenministers-uber-die-zukunft-der-internationalen-beziehungen-|-anti-spiegel

22-09-19 07:13:00,

Vor der UNO-Vollversammlung, die in den nächsten Tagen stattfinden wird, hat der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Artikel die russische Sicht auf die internationale Politik geschildert.

Der Artikel, der in einer russischen Zeitung erschienen und vom russischen Außenministerium veröffentlicht worden ist, trägt den Titel „Die Welt am Scheideweg und das System der internationalen Beziehungen der Zukunft“ und zeigt die russische Version einer gerechten Weltordnung auf. Wenig verwunderlich, dass Lawrow den Westen in dem Artikel scharf kritisiert. Das gibt einen Vorgeschmack auf die Debatte der UNO-Vollversammlung und ich halte den Artikel für eine Pflichtlektüre, für jeden politisch interessierten Menschen, denn egal, welche Position man in geopolitischen Fragen vertritt, man sollte auch die Position der anderen kennen. Daher habe ich den Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In diesen Tagen wird eine weitere, die 74. Sitzung der UN-Vollversammlung, und damit traditionell die internationale politische Saison eröffnet.

Die Sitzung beginnt vor dem Hintergrund eines tief symbolischen, historischen Moments. Im nächsten Jahr werden wir große und zusammenhängende Jubiläen feiern: den 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, dem Zweiten Weltkrieg, und die Gründung der Vereinten Nationen. Indem man die geistlich-sittliche Bedeutung dieser Daten begreift, sollte man sich auch an den epochalen politischen Sinn des Sieges im grausamsten Krieg in der ganzen Geschichte der Menschheit erinnern.

Die Zerschlagung des Faschismus 1945 war von grundlegender Bedeutung für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte. Es wurden Bedingungen für die Bildung der Nachkriegsordnung geschaffen, deren tragende Konstruktion die UN-Charta war, bis heute die Grundlage des Völkerrechts. Das UN-zentrische System bleibt auch heute stabil, verfügt über ein großes Festigkeitspotential. Das ist eine Art „Sicherungsnetz“, das eine friedliche Entwicklung der Menschheit unter Bedingungen der – in vielerlei Hinsicht natürlichen – Nichtübereinstimmung von Interessen und des Wettbewerbs zwischen den führenden Mächten garantiert. Bis heute ist die in den Kriegsjahren gewonnene Erfahrung der Kooperation der Staaten mit verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Systemen ohne ideologische Barrieren wichtig.

Bedauerlich ist, dass diese offensichtlichen Wahrheiten bewusst verschwiegen, von einigen einflussreichen Kräften im Westen auch ignoriert werden. Zudem sind jene aktiver geworden, die sich den Sieg im Zweiten Weltkrieg aneignen, die Rolle der Sowjetunion bei der Zerschlagung des Faschismus aus der Erinnerung löschen, die heldenhafte Rolle der Roten Armee bei der Befreiung der Welt vom Faschismus in Vergessenheit geraten lassen und sich nicht an die vielen Millionen sowjetischen zivilen Opfer des Krieges erinnern wollen.

 » Lees verder

Kommentar im russischen Fernsehen: Was zeichnet eine Demokratie aus? | Anti-Spiegel

kommentar-im-russischen-fernsehen:-was-zeichnet-eine-demokratie-aus?-|-anti-spiegel

09-09-19 03:21:00,

Zu den Wahlen in Russland und in Moskau gab es in der Sendung „Nachrichten der Woche“ einen Beitrag, zu dem auch ein Kommentar gehört, mich nachdenklich gemacht hat.

Den kompletten Beitrag, in den der Kommentar vorkam, zu übersetzen, macht wenig Sinn, denn es ging darin um den Stand der Auszählungen am Sonntagabend, in Deutschland würde man von Hochrechnungen sprechen. Da in Russland jedoch jedes kleine Ergebnis, das bei der Wahlkommission ankommt, sofort online veröffentlicht wird, gibt es in Russland keine Hochrechnungen. In Russland kann man die ganze Zeit sehen, wie viel Prozent der Stimmen ausgezählt sind und wie das aktuelle Zwischenergebnis lautet. Die Zahlen werden minütlich aktualisiert.

Nach diesem Zwischenstand der Auszählungen kam jedoch noch ein Kommentar über das Wesen der Demokratie, der daran anknüpfte, dass Putin nach der Stimmabgabe gefragt wurde, ob denn auch genug Kandidaten zur Wahl gestanden haben. An diese Frage schloss der Kommentar an, den ich hier übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Ich möchte auf die Frage unseres Korrespondenten Kolesnikow zurückkommen, der Wladimir Putin im Wahllokal gefragt hat: „Standen genug Kandidaten zur Auswahl?“ Er fragte nach der Wahlmöglichkeit, aber Putin antwortete weiter gefasst. Parteien gäbe es in einigen Ländern 30 oder auch 100. Die Zahl selbst habe keine Aussagekraft. Es geht um die Qualität.

Und wirklich. In Russland beispielsweise gibt es 55 registrierte Parteien. Davon sind vier im Parlament vertreten. Das ist ungefähr der Durchschnitt auch in anderen Länder. Es gibt auch fast fünfzig Parteien in den Vereinigten Staaten, aber es gibt nur zwei Fraktionen im Kongress, Demokraten und Republikaner. In Frankreich gibt es mehr als 40 Parteien. 8 von ihnen sind im Parlament. Etwa fünfzig Parteien gibt es in Italien.

Und ausgesprochen vielfältig ist die politische Palette in China. Neben der Kommunistischen Partei gibt es acht weitere Parteien im Parlament, sowie die Parteien aus Hongkong und Macau. Kirgisistan ist noch vielfältiger. Es gibt dort zweihundert politische Parteien. Das ist eine große Auswahl. Aber Indien stellt alle in den Schatten. Es gibt etwa zweitausend registrierte politische Parteien in Indien.

Was sagt das aus? Dass Kirgisistans Demokratie besser ist, als Frankreichs Demokratie? Und Indiens Demokratie ist besser als die in Kirgisistan? Nein, ich glaube nicht. Vielfalt ist natürlich wichtig, aber für sich genommen ist sie kein Indikator für die Qualität des politischen Systems und den Schutz der Menschen in einem Staat.

 » Lees verder

Der Erfolg der russischen Diplomatie im Nahen Osten, von Thierry Meyssan

der-erfolg-der-russischen-diplomatie-im-nahen-osten,-von-thierry-meyssan

21-08-19 09:03:00,

Die politischen Änderungen, die den Nahen Osten seit zwei Monaten verwandeln, sind nicht das Ergebnis der Vernichtung der Protagonisten, sondern die Entwicklung der iranischen, türkischen und emiratischen Standpunkte. Dort, wo die militärische Macht der USA gescheitert ist, war die russische diplomatische Feinheit erfolgreich. Mit der Verweigerung, zu den Verbrechen der Einen und der Anderen Stellung zu nehmen, gelingt es Moskau die Region langsam zu befrieden.

JPEG - 32.1 kB
Seit fünf Jahre intensiviert Russland seine Bemühungen, das Völkerrecht im Nahen Osten wiederherzustellen. Es stützte sich vor allem auf den Iran und die Türkei, obwohl es deren Denkweise nicht teilt. Die ersten Ergebnisse dieser geduldigen diplomatischen Übung lassen neue Trennungslinien innerhalb mehrerer Konflikte Gestalt annehmen.

Neue Kräfteverhältnisse und ein neues Gleichgewicht richten sich im Niltal, in der Levante und auf der arabischen Halbinsel unauffällig ein. Die Situation im Persischen Golf hat sich stattdessen festgefahren. Diese umfangreiche und koordinierte Änderung betrifft verschiedene Konflikte, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Sie ist das Ergebnis der geduldigen und diskreten russischen Diplomatie [1] und, in manchen Fällen, des relativen guten Willens der USA.

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten will Russland seine Weltanschauung anderen nicht aufdrängen. Es geht stattdessen von der Kultur seiner Gesprächspartner aus, die es dann im Kontakt durch kleine Anstöße ändert.

Rückgang der kurdischen Dschihadisten und Söldner in Syrien

Alles hat am 3. Juli begonnen: einer der fünf Gründer der PKK, Cemil Bayik, schrieb einen Gastbeitrag in der Washington Post, indem er die Türkei auffordert, Verhandlungen zur Aufhebung der Isolationshaft seines berühmtesten Gefangenen, Abdullah Öcalan [2], zu beginnen. Die Gefängnisbesuche des Führers der kurdischen Separatisten der Türkei, die seit vier Jahren verboten waren, wurden plötzlich wieder erlaubt.

Zur gleichen Zeit wurden die Kämpfe in der durch Al-Qaida im Norden von Syrien besetzten Zone, der Provinz Idlib, wieder aufgenommen. Dieses islamische Emirat hat keine zentrale Regierung, sondern eine Vielzahl von Distrikten, die verschiedenen kämpfenden Gruppen zugeteilt sind. Die Bevölkerung wird von europäischen “NGOs” ernährt, die mit den Geheimdiensten dieser Länder arbeiten und die Anwesenheit der türkischen Armee hält die Dschihadisten davon ab, zu versuchen, den Rest Syriens zu erobern. Da diese Situation nicht eingestanden werden kann, wird das islamische Emirat Idlib von der NATO-hörigen Presse als ein friedlicher Unterschlupf für die “moderaten Gegner der Assad-Diktatur”

 » Lees verder

Hack beim russischen Geheimdienst zeigt Gefahr der Überwachung

hack-beim-russischen-geheimdienst-zeigt-gefahr-der-uberwachung

23-07-19 01:05:00,

Ein Dienstleister des russischen Geheimdiensts FSB wurde gehackt. Eine Gruppe mit dem Namen 0v1ru$ bekam am Wochenende Zugriff auf 7,5 Terabyte an Projektdateien und postete das russische Äquivalent eines Trollface auf der Seite des Unternehmens.

SyTech, das betroffene UNternehmen, arbeitete offenbar an mindestens 20 geheimen Projekten, darunter Pläne zum Abschotten des russischen Internets und die De-Anonymisierung des Tor-Netzwerks. 0v1ru$ gab die erbeuteten Dokumente an die Gruppe Digital Revolution weiter, die sie auf Twitter veröffentlichte. Digital Revolution hatte im Dezember bereits Programme des FSB-Dienstleisters Kvant veröffentlicht. Die jetzt betroffene Firma SyTech wiederum war Subunternehmer von Kvant.

Ähnliche Fälle auch in den USA

Auch der amerikanischen NSA sind bereits Spionageprogramme abhanden gekommen. 2016 postete die Hackergruppe The Shadow Brokers verschiedene Programme und Exploits des Geheimdiensts und veranstaltete Auktionen für den Zugang zu weiteren erbeuteten Tools.

Nachdem die geforderte Summe von 10.000 Bitcoins (damals rund 7,8 Millionen Dollar) nicht zusammenkam, löste sich die Gruppe auf. Die anscheinend speziell auf Windows zugeschnittenen Tools wurden nicht veröffentlicht.

Ein Jahr später veröffentlichte WikiLeaks mit „Vault 7“ erneut Dokumente von NSA, CIA und den Geheimdiensten des Five-Eyes-Programms. Diese enthüllten unter anderem, dass das US-Konsulat in Frankfurt ein Knotenpunkt für das Abhören in Europa ist.

Geheimdienste sind nicht sicher

Diese Fälle zeigen: Auch Geheimdienste verlieren Daten, ob durch Hacks, Leaks von Insidern oder durch einfache Fehler. So stellte das albanische Finanzministerium 2018 unbeabsichtigt geheime Daten zu Mitarbeitern des Geheimdiensts ins Internet. Das ist alles gut und schön, solange es zu dazu führt, dass die Öffentlichkeit etwas über sonst intransparente Methoden der Geheimdienste erfährt. Aber es wird gefährlich, sobald funktionsfähige Programme und persönliche Informationen veröffentlicht werden.

Der WannaCry-Angriff 2017 basierte auf dem von The Shadow Brokers veröffentlichten EternalBlue-Exploit. Hätte die NSA diesen früher an Microsoft gemeldet, wäre er gepatcht worden, anstatt Milliarden an Dollar Schaden zu verursachen und Menschenleben zu gefährden. Aber um die Exploits weiter verwenden zu können, ging der Geheimdienst dieses Risiko ein.

Ausspionierte sind die Geschädigten

Bis heute ist nicht geklärt, wer hinter The Shadow Brokers steckt. Einer der Verdächtigen war ein Angestellter eines NSA-Dienstleisters namens Harold Martin: Er wurde am Wochenende für schuldig befunden,

 » Lees verder

Wie schnell man zum russischen Agenten wird

wie-schnell-man-zum-russischen-agenten-wird

19-05-19 06:53:00,

Kommentar: Recherche scheint überflüssig, wenn Medien “den Feind im Osten” im Visier haben

Die North-East-Antifa gehört zu den linken Gruppen in Berlin mit einer beachtlichen Kontinuität. Während viele Antifagruppen meistens nach wenigen Jahren wieder verschwinden, gibt es die NEA schon mehr als ein Jahrzehnt. Nun hat sie es gemeinsam mit einer Westberliner Antifagruppe sogar geschafft, in der New York Times erwähnt zu werden. Der Anlass war natürlich nicht die kontinuierliche “Antifa-Arbeit” der Gruppen, sondern die angebliche Unterstützung durch Russland.

So heißt es in der New York Times:

Ein Beispiel: Webseiten, die offenbar für zwei deutsche antifaschistische Gruppen, Antifa West Berlin und Antifa Nord Ost, werben, teilen sich einen Server, der von Hackern der russischen Regierung genutzt wird, die das National Committee der Demokraten während der Wahlen 2016 angegriffen haben. Die Registrierungsinformationen für eine der deutschen Seiten schließt eine anonymisierte E-Mail-Adresse mit ein, die auch für die Einrichtung russischer spearphishing-Seiten verwendet wurde.

New York Times

Von den deutschen “Qualitätsmedien” ungeprüft übernommen

Diese Behauptungen wurden ungeprüft und ohne mit den Antifagruppen auch nur in Kontakt getreten zu sein, von sogenannten deutschen Qualititätsmedien wie etwa dem Deutschlandfunk, Spiegel Online, FAZ übernommen.

An dem Spiegelbericht kann deutlich gezeigt werden, wie die hegemonialen Behauptungen von der allgegenwärtigen russischen Unterwanderungsstrategie kritische Berichterstattung verhindert. Schon in der Überschrift zum Bericht, wo es heißt, dass “der Kreml nicht nur die AfD – sondern auch lokale Antifa-Gruppen” unterstütze, wird etwas behauptet, was des Beweises bedarf. Der aber wurde nicht geliefert.

Was Deutschland betrifft, zeigt sich laut “New York Times” ein ungewöhnlicher Zusammenhang: Einerseits ist die Verbindung zwischen AfD und Russland bekannt. Andererseits unterstützt Russland offenbar auch linke Kräfte, wie die amerikanischen Journalisten recherchiert haben. So würden zwei lokale Gruppen, die “Antifa West Berlin” und die “Antifa Nord Ost”, denselben Server nutzen, den auch die Hacker der russischen Regierung gebrauchen. Eine E-Mail-Adresse, mit der eine der Websites der Lokalgruppen registriert wurde, sei von russischer Seite ebenfalls eingesetzt worden, um an vertrauliche Daten zu gelangen. Bemerkenswert: Erst kürzlich riefen beide Seiten zu einer Anti-AfD-Demonstration auf.

Spiegel-Online

Nun hätte der Widerspruch,

 » Lees verder

Die chinesischen und russischen Banken machen sich vom westlichen System unabhängig

die-chinesischen-und-russischen-banken-machen-sich-vom-westlichen-system-unabhangig

04-04-19 06:04:00,

Seit fünf Jahren versuchen China und Russland ein alternatives System einzurichten, um das SWIFT- Interbank-Börsen-System zu umgehen.

Das SWIFT System (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), mit Sitz in Brüssel, wird durch die Vereinigten Staaten gesteuert.

Am 18. September 2014 empfahl das Europäische Parlament in seiner Entschließung “über die Situation in der Ukraine und den Stand der EU-Russland-Beziehungen ” (Ref: 014/2841 (RSP)), Russland vom SWIFT-System abzukoppeln. Als Reaktion darauf begann Moskau ein alternatives System für den Binnenhandel, das System SPFS (Система передачи финансовых сообщений) zu implementieren. Es begann im Dezember 2017 zu funktionieren. Mehr als 500 russische Banken sind jetzt damit schon verbunden und einige ausländische Banken werden jetzt angeschlossen werden.

Das Problem von China unterscheidet sich von dem von Russland. Es geht nicht darum, sich gegen politische Sanktionen zu schützen und ein unabhängiges Banküberweisungssystem zu schaffen, sondern Überweisungen in Yuan zu machen, obwohl diese Währung auf den Devisenmärkten nicht voll konvertierbar ist.

Seit dem 8. Oktober 2015 entwickelt Peking ein System für den Transfer von Yuan ins Ausland, als Folge einer Absprache mit SWIFT: das CIPS (zunächst Cross-Border-Inter – Bank Payments System, und dann das China International Payments System).

Wie auch immer, laut der russischen Zentralbank sind das SPFS und das CIPS seit der letzten Woche miteinander verbunden.

Übersetzung
Horst Frohlich

 » Lees verder

Die Flugzeuge der russischen Luftwaffe könnten alle

die-flugzeuge-der-russischen-luftwaffe-konnten-alle

04-01-19 01:10:00,

Die Vereinigten Staaten haben eine Technik entwickelt, um Flugzeuge zu konzipieren, die sie für das Radar unsichtbar machen. Aber die Russen haben ihre Forschung nicht auf die Form des Flugzeuges konzentriert, sondern auf ihre Baustoffe. Sie könnten jetzt alle ihre Flugzeuge leicht unsichtbar machen.

JPEG - 50.7 kB

Die Vereinigten Staaten haben in die Entwicklung der Flugzeuge F-35 der 5. Generation immens viel investiert. Sie wollen 5000 Exemplare im nächsten Jahrzehnt produzieren, wovon 2400 für die US-Armee, den Rest für den Export. Das ist der Grund, warum die Vereinigten Staaten sich an keine andere Technologie auf dem Gebiet der Luftfahrt interessieren.

Der russische Ausstattungsplan der Armee sieht nur 12 “unsichtbare” (stealth) Flugzeuge Su-57 vor, während die Produktionskette offen bleibt, um dieses Flugzeug zu exportieren. Die Projekte des Jägers Mig-41, des Transportflugzeugs PAK TA und des Bombers PAK-DA, alle “unsichtbar”, wurden eingestellt. Auf der anderen Seite wurden die existierenden Bomber Tu-160 und Tu-22M3 aktualisiert. Bleibt also Russland hinter den Vereinigten Staaten zurück?

Im September 2018 stellte Instagram das Bild von einer US-amerikanischen “unsichtbaren” F-22 vor, das mit dem Infrarot-Sucher einer russischen Su-35 S über Syrien aufgenommen wurde. Der nicht “unsichtbaren” Su-35 S war es gelungen, eine Angriffsposition zu erreichen, ohne dass sie durch das Radar der F-22, noch des AWACS oder des Boden-Radars entdeckt worden war. Laut unseren Quellen hatte die Su-35 S eine experimentelle Ausstattung mit Metabaustoffen.

Das Tarn-Design der F-22, B-2 und F-35 erfolgte mittels Computer. Die Winkel zwischen den Struktur-Ebenen wurden so geplant, dass sie die Wellen eher rund um das Radar ausstrahlen, anstatt sie direkt auf die Antenne des Radar-Senders zu reflektieren. So werden diese Flugzeuge der 5. Generation für Radar erst bei kleineren Entfernungen (40 km) spürbar.

Die innovative Technologie von Metabaustoffen absorbiert stattdessen 90 % der Radarwellen und kann auf alle bestehenden Flugzeuge aufgetragen werden. Das ist der Grund, warum Russland nicht sehr an Flugzeugen der fünften Generation interessiert ist.

Die Metabaustoffe sind dreidimensionale auf speziellen elektromagnetischen Zellen basierende Strukturen, von einer Größe von 1 bis 2 Millimeter, wirksam bei Millimeter-und Zentimeter Wellenlängen, Bereich in dem die Radare der Flugzeuge und Boden-Radaranlagen funktionieren. Sie beeinflussen aber nicht die Rezeption der Funknavigations-Systeme, der konventionellen Kommunikation und der Satellitenkommunikation.

Forschungen auf diesem Gebiet fanden am Institut für theoretischen und angewandten Elektromagnetismus der Akademie der Wissenschaften Russlands statt.

 » Lees verder

Nato experimentiert: Neue Manöver an russischen Grenzen

Nato experimentiert: Neue Manöver an russischen Grenzen

12-10-18 10:34:00,

Politik

08:30 12.10.2018(aktualisiert 08:35 12.10.2018) Zum Kurzlink

Die Nato plant nach eigenen Angaben 20 Experimente im Rahmen der Übungen „Trident Juncture“ (TRJE18), der massivsten Manöver an den russischen Grenzen in den letzten Jahren, die vom 25. Oktober bis 7. November in Norwegen stattfinden werden.

Bei den Übungen sollen rund 50.000 Soldaten aus 30 Ländern – den Nato-Mitgliedern und ihren Partnerstaaten — eingesetzt werden.

©
Sputnik / Sergei Malgavko

„Die Übungen sollen ein Milieu schaffen, in dem bestehende und neue Möglichkeiten getestet, präzisiert und weiterentwickelt werden können. Indem sie die Experimente der Organisationen und Länder der Nato bei den Übungen TRJE18 koordiniert und integriert, bemüht sich die Nato, die bestmöglichen Ergebnisse der Experimente zu gewährleisten, ohne die Übungsaufgaben einem Risiko auszusetzen“, wird auf der Webseite des Nato-Kommandos mitgeteilt.

 » Lees verder

Die russischen Medien in Deutschland sind als Gegengewicht zur täglichen Manipulation unserer Medien dringend notwendig – www.NachDenkSeiten.de

Die russischen Medien in Deutschland sind als Gegengewicht zur täglichen Manipulation unserer Medien dringend notwendig – www.NachDenkSeiten.de

09-03-18 10:10:00,

9. März 2018 um 9:08 Uhr | Verantwortlich:

Die russischen Medien in Deutschland sind als Gegengewicht zur täglichen Manipulation durch unsere Medien dringend notwendig

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Medien und Medienanalyse, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Anfangs war ich skeptisch gegenüber RT Deutsch und den anderen von Russland finanzierten, bei uns tätigen Medien. Vor kurzem hat dann ein früherer politischer Weggefährte berichtet, er habe – anfangs skeptisch wie ich – verglichen, was “seine” deutschen Online-Medien wie Spiegel.de und Süddeutsche.de im Vergleich zu RT Deutsch bieten: Viel weniger Information, vor allem über “andere Länder wie RU und China … von Syrien ganz zu schweigen, das hatte ich nicht erwartet”. – Machen Sie selbst einen Test: Vergleichen Sie, was Sie auf den von Russland inspirierten Medien, zum Beispiel von RT Deutsch an aktueller Berichterstattung und Kommentierung lesen können, mit dem, was Ihre deutschen Medien bieten. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

Sie werden entdecken, dass die von RT Deutsch formulierte Parole über den Zweck des eigenen Programms, nämlich den „fehlenden Part“ zu bieten, gar nicht so falsch ist. Wir werden von unseren eigenen Medien einseitig informiert und das wird auch immer schlimmer.

Deshalb muss ich als anfänglicher Skeptiker feststellen: wir brauchen RT deutsch und andere russische Medien. Wir brauchen sie auch dann, wenn sie manchmal genauso wie westliche Medien Propaganda machen. Wir brauchen Sie als Beitrag für mehr Pluralität und für mehr Informationen über andere Länder.

RT Deutsch ist übrigens auf die Einseitigkeit unserer deutschen Medien gerade vor zwei Tagen selbst eingegangen, in einem Beitrag von Karin Leukefeld. So etwas würde man sich von einem deutschen Medium wünschen. Dann bräuchten wir zur Verbesserung der Pluralität der deutschen Medienlandschaft keine Hilfe von außen.

Es ist noch eine Anmerkung notwendig: Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit einem Text wie diesem hier auch Stirnrunzeln und Augenrollen auslöse. Der Feindbildaufbau gegen Russland ist schon weit gediehen und er ist über den Bereich der angestammten Kalten Krieger hinaus erfolgreich. Aber, tut mir leid, für aufgehetzte Menschen habe ich kein Verständnis mehr,

 » Lees verder