Russland: Regierungsrücktritt nach Putin-Rede

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16-01-20 11:23:00,

Umbesetzungen in der russischen Machtspitze kommen erfahrungsgemäß überraschend. So auch gestern. Die russische Regierung unter Dmitri Medwedew trat zurück. Die Regierung war wegen ihrer Sparpolitik, einem hohen Leitzins und einer Mehrwertsteuererhöhung unbeliebt. Doch der Rücktritt des gesamten Kabinetts kam völlig überraschend. Wladimir Putin hatte zuvor zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Armen, kinderreichen Familien, zur Verbesserung von Bildung und Gesundheit gefordert. Die neoliberal ausgerichtete Regierung hatte abgewirtschaftet. Von Ulrich Heyden, Moskau.

Am späten Mittwochnachmittag ernannte Wladimir Putin einen bisher fast unbekannten Spitzenbeamten zum geschäftsführenden Ministerpräsidenten. Es handelt sich um den bisherigen Leiter der russischen Steuerbehörde, Michail Mischustin. Beobachter in Moskau munkeln, nun beginne der „Transit“. „Transit“ nennt man in Russland die Übergabe der Macht von Wladimir Putin an einen Nachfolger. Putins Amtszeit endet 2024. Dass Mischustin als Nachfolger von Putin aufgebaut werden soll, ist möglich. Vielleicht ist er aber auch nur ein Übergangs-Premier.

Der neue Ministerpräsident leitete zehn Jahre die Steuerbehörde

Mischustin ist 53 Jahre alt. Er ist Absolvent des Moskauer Instituts für Werkzeugmaschinen und seit 1998 im Staatsdienst. 2007 wurde er Leiter für Wirtschaftssonderzonen. Seit 2010 leitet Mischustin die russische Steuerbehörde. Er gilt als Modernisierer. Er stellte die Steuerverwaltung auf digitale Verarbeitung um, führte die „elektronische Unterschrift“ und ein neues Verfahren zur steuerlichen Erfassung von Klein-Unternehmern ein.

Kampf gegen Armut und Bevölkerungsrückgang

Der gestrige Tag, der sicher in die Geschichtsbücher eingehen wird, begann ohne Überraschungen. Wladimir Putin hielt in der „Manege“, einer Halle nicht weit vom Kreml, seine alljährliche Rede (hier auf Englisch) zur „Lage der Nation“. Im ersten Teil der Rede schlug der Kreml-Chef zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung von Familien mit Kindern vor. Nach der Stabilisierung der Bevölkerungszahl vor einigen Jahren ist diese Zahl jetzt wieder rückläufig. Das hängt mit den 1990er Jahren unter Präsident Boris Jelzin zusammen, als es wegen der katastrophalen Wirtschaftslage nur Wenige wagten, Kinder in die Welt zu setzen.

Putin forderte in seiner Rede außerdem Maßnahmen gegen die die Armut und zur Verbesserung von Bildung und Gesundheitsversorgung. Das war erwartet worden und nicht verwunderlich. Denn die Bevölkerung musste in den letzten sechs Jahren Einkommensminderungen hinnehmen. Ein großer Teil der Bevölkerung hat ein Einkommen von nur 300 bis 400 Euro. 80 Prozent der Familien mit niedrigem Einkommen seien Familien mit Kindern, stellte der Kreml-Chef in seiner Rede fest.

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Wie in Russland über die Iran-Krise berichtet wird | Anti-Spiegel

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13-01-20 12:22:00,

Die Iran-Krise und das abgeschossene ukrainische Flugzeug waren ebenfalls Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ und es ist ausgesprochen interessant, wie anders die Dinge in Russland gesehen werden.

In Deutschland waren die Medien von der Eskalation zwar sichtlich schockiert, aber nichts desto trotz blieb für sie der Iran der Böse und die USA waren die Guten, auch wenn sie es waren, die die Welt an den Rand eines wirklich gefährlichen Krieges getrieben haben. In Russland wird das anders gesehen und daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wie ist die Welt an den Rand des Unmöglichen gekommen?

Der Iran schießt ballistische Raketen auf US-Luftwaffenstützpunkte. Es ist wie im Film, aber es ist kein Film. Am Jahrestag des Beginns der Islamischen Revolution sind Explosionen auf amerikanischen Stützpunkten im Irak zu hören. Es schien, als ob Trumps Schuss in Bagdad einen großen Krieg ausgelöst hätte.

Der große Krieg hat bisher nicht stattgefunden, aber es ist trotzdem eine große Tragödie geschehen. Das iranische Militär hat unabsichtlich ein ziviles Flugzeug mit Passagieren an Bord abgeschossen. Der Flug Teheran-Kiew der International Airlines der Ukraine wurde durch Raketen der iranischen Luftverteidigung zerstört. Das Flugzeug stürzte 15 Kilometer nördlich des internationalen Flughafens von Teheran ab und alle 176 Menschen an Bord wurden getötet.

Die iranische Regierung brauchte nur sehr wenig Zeit, um die Verantwortung für die Katastrophe zu übernehmen. Das ist erstaunlich, wenn wir uns an ähnliche Tragödien erinnern, bei denen die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und die Ukraine irrtümlicherweise zivile Flugzeuge abgeschossen haben.

„Wir entschuldigen uns für diese Tragödie. Wir trauern mit den Familien der Opfer. Es ist, als hätten wir unsere eigenen Lieben verloren. All dies ist die Folge der feindlichen und subversiven Aktionen Amerikas in der Region. In dieser Nacht bereiteten wir uns auf einen umfassenden militärischen Konflikt vor. Feindliche Kampfflugzeuge, die vor kurzem in die Region geflogen wurden, waren am Himmel und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kampfflugzeug oder ein Marschflugkörper in unserem Luftraum auftauchte, war extrem hoch“, sagte Amir Ali Hajizadeh, Kommandeur der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden.

Teheran ist bereit, Entschädigungen an die Angehörigen der Opfer der Katastrophe zu zahlen, die meisten der Toten sind Bürger der Islamischen Republik, und die Trümmer und die Blackboxen des Flugzeugs werden an Boeing-Spezialisten übergeben.

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Wie Russland die Sprachen, Gebräuche und Traditionen seiner nationalen Minderheiten schützt | Anti-Spiegel

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23-12-19 04:54:00,

Russland ist Vielvölkerstaat, der sich sehr für die vielen Volksgruppen und den Erhalt ihrer Sprachen und Bräuche einsetzt. Dazu gehören auch regionale Fernseh- und Radioprogramme in über 50 Sprachen.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ darüber berichtet, wie selbst kleine Volksgruppen Sendungen in ihren Muttersprachen schauen und hören können. Russland als Staat umfasst fast 200 Volksgruppen und beherbergt alle Weltreligionen. Weder unter den Zaren, noch unter der Sowjetunion sind ethnische Gruppen verschwunden. Dass jeder nach seiner Tradition leben kann, ist in Russland immer üblich gewesen. Auch die Kommunisten haben – sicherlich auch aus Propagandagründen – ihre Zeitungen in allen regionalen Sprachen herausgegeben, anstatt zu versuchen, die Volksgruppen zu assimilieren.

Das gilt auch für das heutige Russland, das große Anstrengungen unternimmt, all die kleinen Völker zu erhalten und zu fördern. Es gibt in Russland über 50 regionale Amtssprachen, in denen auch Schulunterricht stattfindet. In Russland funktioniert „multi-kulti“ ganz selbstverständlich, was man auch an der offiziellen Bezeichnung Russlands sehen kann. Was in Deutschland als „Russsiche Föderation“ übersetzt wird, ist eigentlich eine falsche Übersetzung. Es müsste „Russländische Föderation“ heißen, was bedeutet, dass alle Völker ihre Identität haben, aber sich zu Russland zugehörig fühlen. Und so ist es keineswegs ungewöhnlich, dass sich gerade auch in den fernen russischen Regionen die Menschen zum Beispiel als Dagestaner fühlen, aber echte „russländische“ Patrioten sind.

Über die Bemühungen Russlands im Umgang mit seinen vielen nationalen Minderheiten habe ich schon mal einen – wie ich finde – sehr interessanten Artikel am Beispiel der deutschen Minderheit in Sibirien geschrieben, den Sie hier finden. Übrigens gilt das auch für die Krim, wo – seit die Krim wieder zu Russland gehört – nun russisch, ukrainisch und krim-tatarisch offizielle Amtssprachen sind und auch wieder an den Schulen unterrichtet werden, während die Ukraine gerade mit Sprachgesetzen die Benutzung der Sprachen ihrer Minderheiten verbietet und Schulunterricht demnächst nur noch auf ukrainisch stattfindet.

Nun aber zu dem Beitrag des russischen Fernsehen vom Sonntag.

Beginn der Übersetzung:

Bei Putins großer Pressekonferenz versuchten viele, die Aufmerksamkeit des Präsidenten zu erregen, zum Beispiel, indem sie in ihren nationalen Trachten abgereist sind. Und da gibt es viel zu sehen. Es gibt 190 Nationalitäten in Russland, die fast 300 Sprachen sprechen.

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Wie in Russland über den Dopingskandal berichtet wird | Anti-Spiegel

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17-12-19 03:53:00,

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ noch einmal über den Doping-Skandal berichtet. Da mich immer wieder Leser fragen, wie in Russland darüber berichtet wird, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Russland für vier Jahre von der Teilnahme an großen internationalen Wettbewerben, einschließlich der nächsten beiden Olympischen Spiele, im Sommer in Tokio und in China im Winter 2022, suspendiert. Wenn russische Athleten individuell ihre „Reinheit“ beweisen, dürfen sie an Wettkämpfen teilnehmen, aber unter neutraler Flagge. Auch das Abspielen der russischen Nationalhymne wird verboten. Große internationale Wettbewerbe innerhalb Russlands sollen in andere Länder verlegt werden. Die Entscheidung tritt 21 Tage nach der Annahme in Kraft treten. Russland hat jedoch das Recht, das WADA-Urteil vorher vor dem Schiedsgericht für Sport (CAS) anzufechten.

Die politischen Motive hinter der WADA-Entscheidung sind unbestreitbar. Die Geschichte der Diskriminierung russischer Athleten gibt es seit mehreren Jahren. Und in der Regel treffen alle internationalen Sportgremien Entscheidungen, die nicht zugunsten der Russen sind. Infolgedessen nahmen viele unserer Athleten, nicht an den letzten Olympischen Winterspielen im koreanischen Pyeongchang teil, obwohl sie nicht in Dopingskandale verwickelt waren.

Alle 17 Personen waren einstimmig gegen Russland. Wir sprechen mit Francesco Ricci Bitti: Wenn er eine Stimme im Exekutivkomitee gehabt hätte, dann hätte es eine Stimme für Russland gegeben.

„Es gibt eine Chance für die russische Athleten. Das ist wichtig“, sagte Francesco Ricci Bitti, Mitglied des WADA-Exekutivkomitees.

„Waren alle objektiv oder gab es auch viel Politik bei dieser Entscheidung?“

„Natürlich gibt es da Politik. Sport ist heute sehr wichtig, also geht es nicht ohne Politik“, sagte Ricci.

„Aber haben Sie versucht, Ihre Kollegen zu überzeugen?“

„Ich habe mit allen gesprochen. Aber die Entscheidung ist, wie sie ist. Aber es gibt Schiedsverfahren. Russland sollte beim CAS Klage einreichen.“

WADA-Vizepräsidentin Linda Helleland läuft selbst zu den Reportern, sie war nicht eingeladen, auf der Pressekonferenz zu sprechen, und ich wollte aber allen sagen, wie enttäuscht sie war. Sie zitterte fast vor Ärger. Helleland forderte eine Entschuldigung auf staatlicher Ebene und eine vollständige Disqualifikation Russlands und aller Athleten, egal wie makellos ihr Ruf ist.

„Ich bin nicht zufrieden. Ich wollte eine vollständige Disqualifizierung erreichen, ohne das Recht,

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Russland und Syrien berichten von geplantem Giftgasangriff im Süden Idlibs

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13-12-19 03:04:00,

Retten nur in von HTS kontrollierten Gebieten. Bild: Weißhelme

Beschuldigt werden wieder einmal die Weißhelme, die mit HTS-Kämpfern zusammenarbeiten sollen. Bahnt sich in Idlib etwas an?

Es ist ein altes Thema. Was machen die Weißhelme? Sind sie einfach eine Hilfsorganisation, die allerdings nur in wenigen Gebieten in Syrien Menschen hilft? Oder sind sie eine vom Westen finanzierte Organisation, die eng mit islamistischen Milizen wie der früheren al-Qaida-Gruppe HTS kooperiert und nur in den von dieser kontrollierten Gebieten tätig ist? Der Verdacht ist, dass der Westen die Weißhelme finanziert, um weiter Einfluss auf die Anti-Assad-“Rebellen” zu haben, die mittlerweile weitgehend Dschihadisten sind.

Ob die Weißhelme, die derzeit nur in der “Rebellenhochburg” Idlib zu finden sind, auch Vorfälle wie Giftgasangriffe inszenieren, ist ein offenes Thema. Wenn man sich die Meldungen, Fotos und Videos der Weißhelme in den vom HTS kontrollierten Idlib anschaut, werden hier nur Zivilisten, allen voran Kinder, von syrischen oder russischen Angriffen zum Opfer gemacht.

Seltsamerweise gibt es nur wenige Männer, die “gerettet” werden, und nie tauchen bewaffnete Kämpfer auf. Es gibt auch keine Erklärung dafür, warum die Weißhelme nur in von Dschihadisten kontrollierten Gebieten tätig sind und nicht beispielsweise in denen, die von Kurden oder von der Assad-Regierung kontrolliert werden. Sie sollen auch an der Seite türkischer Streitkräfte und deren Milizen nach Afrin gekommen sein. Ob sie noch dort sind, ist unklar.

Sollten sie eine wirklich neutrale Organisation sein, wofür sie sich ausgeben, ist das schon ziemlich verdächtig. Es werden auch nur russische und syrische Angriffe berichtet, was die Dschihadisten machen, bleibt hingegen ausgeblendet. Gleichwohl werben die Weißhelme so für sich und gegen die Bösen, was eigentlich das Misstrauen verstärken wollte, wenn keine Belege für Tatsachenbehauptungen geboten werden:

You only see what the media shows you. If you want to know the truth, you have to see the whole picture. Russia and regime are killing civilians in #Syria and trying to hide their crimes by covering up the truth. Be our voice to the world.

Die russische Regierung sieht in den Weißhelmen jedenfalls eine vom Westen finanzierte Organisation, die gegen Russland und die Assad-Regierung arbeitet und beispielsweise den angeblichen Giftgasangriff in Douma (Duma) inszeniert haben soll. Aussagen von Whistleblowern und Kritik an der Untersuchung der OPCW legen nahe,

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Wie in Russland über den Doping-Skandal und die Strafe gegen Russland berichtet wird | Anti-Spiegel

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09-12-19 09:48:00,

Die Entscheidung der Weltdoping Agentur (WADA), Russland wegen Doping-Vorwürfen für vier Jahre von allen sportlichen Wettbewerben auszuschließen, macht Schlagzeilen in Deutschland. Aber wie wird über das Thema in Russland berichtet?

Ungewöhnlich viele Leser haben mir heute geschrieben und gefragt, wie in Russland über die Entscheidung der WADA berichtet wird. Ich habe daher beschlossen, den Beitrag aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens von Montag zu übersetzen, damit Sie sich ein ungefiltertes Bild machen können.

Beginn der Übersetzung:

Das WADA-Exekutivkomitee, das heute in Lausanne zusammengetreten ist, hat beschlossen, unser Land für vier Jahre von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen auszuschließen. Unsere Athleten dürfen nicht unter der Nationalflagge und mit der Nationalhymne auftreten, darüber hinaus wird Russland das Recht, internationale Meisterschaften auszurichten genommen. Nur saubere Athleten dürfen unter neutraler Flagge an Wettkämpfen teilnehmen. Unser Land hat drei Wochen Zeit, Berufung einzulegen. Gleichzeitig haben WADA-Vertreter bereits erklärt, dass die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020 und das in Russland geplante Champions-League-Finale nicht unter die neuen Beschränkungen fallen. Der Internationale Verband wird über andere große Wettbewerbe, wie die Eishockey-Weltmeisterschaft, die 2023 in Russland angesetzt sind, entscheiden. Und der Präsident des Eishockeyverbandes hat bereits erklärt, dass er ein Gegner von kollektiver Bestrafung ist.

Die Entscheidung ist hart und wurde erwartet, aber ihre „Autoren“ haben die Sitzung enttäuscht verlassen, weil sie ihnen nicht hart genug erscheint. WADA-Vizepräsidentin Linda Helleland weinte fast vor Ärger – sie wünschte sich eine vollständige Disqualifikation sowohl Russlands, als auch russischer Athleten, auch unter neutraler Flagge.

Das Dokument, für das das WADA-Exekutivkomitee gestimmt hat, wiederholt die Empfehlungen des Compliance-Komitees vom November: Russland als Land ist von der Teilnahme an großen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen und darf auch vier Jahre lang keine internationalen Wettbewerbe zu Hause ausrichten.

Russische Athleten ohne Doping-Geschichte in ihrer Vergangenheit werden zu Wettkämpfen zugelassen, aber die Zulassungsrichtlinien und die Preisverleihungen sollen sein, wie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang – so sauber und so neutral wie möglich.

Francesco Ricci Bitti war der Einzige, der versuchte, seine Kollegen bis zuletzt zu überzeugen. Jetzt überzeugt er Russland, die Entscheidung in allen möglichen Instanzen anzufechten.

„Es gibt eine Chance für russische Athleten und das ist wichtig!“ sagte er unserer Korrespondentin.

„Waren alle objektiv oder spielte Politik bei dieser Entscheidung eine Rolle?“

„Natürlich gibt es dabei Politik.

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In Russland gibt es Hoffnung – trotz allem

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07-12-19 10:05:00,

Demonstration in Moskau 2011: Seither ist die russische Zivilgesellschaft stärker geworden.

Roman Berger / 07. Dez 2019 –

In den westlichen Medien sind Schlagzeilen über Russland überwiegend negativ. Wer genauer hinschaut, erhält ein anderes Bild.

Zum Beispiel Roman Junemann. Ich treffe den erst 24-Jährigen Politiker in einem Café im Zentrum von Moskau. Im vergangenen September ist Junemann als einer von fünf unabhängigen Kandidaten für das Moskauer Stadtparlament mit wenigen Stimmen unterlegen. „Ich bin noch jung und überzeugt, Russland langfristig verändern zu können.“ So erklärt der junge Politiker, warum er trotz allem weiter machen will. Schliesslich war der 1995 geborene Junemann noch ein Teenager von 16 Jahren, als im Winter 2011/2012 Hunderttausende in Moskau und St. Petersburg für ein freies Russland demonstrierten.

„Der Spielplatz im Hof“

Junemann lebt im Süden Moskaus, im Stadtteil Tschertanowo mit rund 200‘000 Einwohnern. Hier habe er erfahren, dass die russische Bevölkerung genug von „Ideologien, Parteien und Missionen“ habe. „Was die Bevölkerung wirklich beschäftigt, sind Alltagsprobleme, zum Beispiel der Kinderspielplatz im Hof oder die öffentlichen Schulen mit den schlecht bezahlten Lehrern.“ Von diesen Problemen habe er im Wahlkampf erfahren, als er bei den Wählern Werbung von Tür zu Tür gemacht habe. Für eine Mehrheit der WählerInnen finde Politik fernab in Büros statt, wo Bürokraten rasch viel Geld machen wollen. Das sei auch ein Grund dafür, weshalb so wenige wählen gehen würden.

Der mehrsprachige Junemann arbeitet in einer grossen internationalen Beratungsfirma und verdient, für russische Verhältnisse, ziemlich gut. Bei der Finanzierung seiner Wahlkämpfe sei er deshalb von grossen Sponsoren unabhängig und erfahre dabei, was die Einwohner wirklich beschäftige.

Abwarten und Wegschauen gilt nicht mehr

Was an Roman Junemann so fasziniert, ist seine charismatische, in die Zukunft blickende Haltung. Sie vereint viele der meist jungen Menschen rund um die Welt: in den USA, im Nahen Osten, in Chile oder Hongkong. Sie haben alle das Vertrauen in ihre jeweilige Regierung verloren, halten die Machthaber für korrupt, autoritär und besetzen den öffentlichen Raum – meistens friedlich. Und sie benützen modernste Technologien, die viele der Proteste überhaupt ermöglicht und verstärkt hatten. Abwarten und Wegschauen gilt nicht mehr.

Die russische Politologin Tatjana Voroschejkina ist etwa zwei Generationen älter als Roman Junemann. Im persönlichen Gespräch und in einer Analyse1 versucht sie zu erklären,

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Wie Russland die Aussichten der Weltwirtschaft einschätzt | Anti-Spiegel

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02-12-19 04:23:00,

Während im Westen die Sorge vor einer neuen Wirtschaftskrise wächst, ist man in Russland erstaunlich entspannt. Wie kommt das?

Russland macht sich immer unabhängiger sowohl vom Dollar und damit auch vom westlichen Finanzsystem. Obwohl das einer der Hauptgründe für die aggressive Politik der USA gegenüber Russland sein dürfte, wird in Deutschland darüber nicht berichtet.

Die Macht der USA steht und fällt mit dem Dollar. Solange der Dollar den weltweiten Handel dominiert, können die USA aufgrund der großen Nachfrage nach Dollar weiterhin ungebremst Schulden machen und damit ihren aufgeblähten Militärapparat finanzieren. Die Schulden der USA wachsen immer schneller, gerade erst haben sie die 23 Billionen-Dollar-Grenze durchbrochen. Das sind immerhin 23.000.000.000.000 Dollar Schulden. Die USA sind also de facto pleite, denn ihre Schulden wachsen immer schneller und sind völlig außer Kontrolle geraten. Aber solange der Dollar auf der Welt gefragt ist, können sie dieses Spiel spielen. Mehr Details dazu finden Sie hier.

Das ist der Grund, warum die USA gegen jedes Land vorgehen, dass seinen Handel nicht mehr in Dollar abwickeln möchte. Gaddafi zum Beispiel wollte eine afrikanische, goldgedeckte Währung einführen, damit war er zum Abschuss freigegeben. Aber im Falle von China und Russland können die USA nicht einfach die Länder bombardieren, sie sind zu stark und würden sich wehren. Also geht man gegen diese Länder mit Sanktionen vor.

Putin hat das immer wieder gesagt, wenn er 2014 von Kritikern im eigenen Land auf die Sanktionen angesprochen wurde, die mit der Wiedervereinigung mit der Krim begründet wurden. Putin hat seinen Kritikern dann entgegen gehalten, dass die Krim nicht der Grund für die Sanktionen sind, sondern nur ein Vorwand. Nach Putins Meinung wollen die USA Russland, nachdem es wieder auf die Beine gekommen ist und dem Weltmachtanspruch der USA im Wege steht, in die Knie zwingen. Wären die Ereignisse auf der Krim nicht gewesen, hätten die USA einen anderen Vorwand gefunden.

Und die folgenden Jahre gaben Putin recht. Die USA verhängen immer neue Sanktionen gegen Russland und längst geht es nicht mehr um die Krim. Die USA (er)finden ständig neue Vorwände für Sanktionen.

Wer diese These anzweifelt, sollte über folgendes Beispiel nachdenken: Die USA haben verschiedene Sanktionen wegen der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen von 2016 verhängt. Aber als der Mueller-Bericht ergeben hat,

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In Russland erlaubt: Das russische Fernsehen über das heikle Thema Leihmutterschaft | Anti-Spiegel

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02-12-19 08:52:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ geht es immer auch um inner-russische Themen, die ich meist nicht übersetze, weil sie für deutsche Leser nicht interessant und oft auch ohne Kenntnisse Russlands kaum zu verstehen sind. Aber die gesellschaftliche Diskussion in Russland über Leihmütter finde ich auch für deutsche Leser interessant.

Leihmutterschaft ist ein sehr umstrittenes Thema. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern ist sie verboten. In Russland jedoch nicht. Da nun ein prominentes russisches Ehepaar offen damit umgeht, eine Leihmutter zu engagieren, um den eigenen Kinderwunsch zu erfüllen, wurde das Thema wieder öffentlich diskutiert.

Ich fand den Bericht des russische Fernsehens darüber sehr interessant, weil er beide Seiten dieser moralischen Frage beleuchtet und auch schonungslos die Probleme benennt, die es in Russland bei dem Thema aus rechtlicher Sicht gibt. Egal, wie man zu dem Thema stehen mag, den Bericht – eigentlich zwei Berichte, ein Kommentar des Moderators und eine Reportage zum Thema – fand ich so interessant, dass ich ihn übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die Aussage der berühmten Produzentin Yana Rudkowska, dass sie und ihr Mann – er ist der zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasieger Jewgeni Plushenko – ein Kind haben wollen, das eine andere Frau zur Welt bringen soll, war eine Sensation für die Boulevard-Presse. So öffentlich hat sich bei uns bisher keine Familie dazu geäußert. Die Leihmutter wurde bereits aus vielen Kandidatinnen ausgewählt, es sind nur noch einige rechtliche Formalitäten zu lösen. Aber der Plan ist: Die Frau, die ein Kind für Rudkowska und Plushenko gebären wird, wird für eine Weile direkt im Haus des berühmten Paares leben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Rudkowska und Plushenko offiziell verheiratet sind und ihre Ehe auch kirchlich geschlossen haben. Und das war für sie keine Formalie. Immerhin nennt Yana ihren Jewgeni einen „tief religiösen Menschen“. Für uns ist das sehr wichtig, denn unser Thema ist nicht die Beziehung des Paares, sondern die ideologischen Konflikte in der Gesellschaft, die man an diesem Beispiel sehen kann.

Wir sprechen über die so genannte Leihmutterschaft, das ist moderne Medizintechnik, die es dem männlichen Samen und der weiblichen Eizelle ermöglicht, sich in einem Labor zu vereinen, in vitro, und einen menschlichen Embryo zu bilden. Im Idealfall sind Vater und Mutter bekannt, aber der auf diese Weise und unter Zustimmung aller Beteiligten entstandene Embryo,

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Die NATO braucht Russland als Feind, sonst ist sie überflüssig

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30-11-19 10:30:00,

Lesezeit: 5 min

30.11.2019 09:46

Kommenden Mittwoch findet in London die große Geburtstagsfeier der NATO statt: Die Organisation wurde vor siebzig Jahren gegründet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stört seit Tagen die Geburtstagslaune mit peinlichen Fragen: Was ist der Sinn der NATO heute, wer und wo ist der Feind, vor dem die NATO schützt?

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Die NATO braucht Russland als Feind, sonst ist sie überflüssig

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Neugierig auf Russland? World Travel Awards küren Moskau zum besten Ziel für Städtereisen weltweit | Anti-Spiegel

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29-11-19 02:42:00,

Zum Wochenende gibt es auch mal wieder gute Nachrichten. Im Gegensatz zu allem, was man in deutschen Medien lesen kann, ist Russland heute eines der besten Reiseziele der Welt für Touristen. Das haben nun wieder die World Travel Awards bestätigt.

Im Spiegel konnte man kürzlich einen Artikel finden, der Russland als unsicheres Reiseland eingestuft hat. Man bekommt den Eindruck, dass es nicht gewollt ist, das deutsche Touristen sich Russland anschauen, denn dann könnten sie ja merken, dass das Russland-Bild, das die Medien zeichnen, nicht der Wahrheit entspricht. So ist zum Beispiel die Kriminalität in Deutschland dreimal so hoch, wie in Russland. Als Tourist sollte man natürlich immer vorsichtig sein, weil Touristen überall auf der Welt Opfer von Taschendieben werden können, aber abgesehen davon ist das Kriminalitätsrisiko in Russland sehr viel geringer, als in vielen europäischen Ländern.

Davon konnten Millionen von Touristen vor allem bei der Fußball-WM 2018 mit eigenen Augen überzeugen. Die Rückmeldungen westlicher Fußballfans waren durchweg positiv, wie ich selbst vor Ort erlebt habe, wie man aber auch auf ungezählten YouTube-Videos und Blogs sehen konnte.

Von den westlichen Medien unbeachtet gewinnt Russland immer mehr internationale Preise als Reiseland. Letztes Jahr haben viele – auch kleine Provinzstädte – bei den Gästebewertungen derer, die über booking.com gebucht haben, so gut abgeschnitten, dass viele russische Städte im weltweiten Wettbewerb Plätze auf den oberen Rängen erreichten. Mich persönlich freut besonders, dass meine Wahlheimat St. Petersburg dabei im weltweiten Ranking des Guest Review Award von booking.com den dritten Platz belegt hat.

Vor wenigen Tagen wurden die Sieger der World Travel Awards verkündet. Die Preise sind die weltweit vielleicht wichtigsten Auszeichnungen im Bereich Tourismus und werden in über 80 Kategorien vergeben. Bei den Städten hat Moskau als Reiseziel dabei von allen Städten der Welt den ersten Platz belegt und im Finale Städte wie London, New York, Lissabon, St. Petersburg, Rio und Sidney auf die Plätze verwiesen. Als Reaktion hat der Moskauer Bürgermeister sich auf Instagram gefreut und mitgeteilt, dass in diesem Jahr bereits 19,5 Millionen Touristen Moskau besucht haben und zusätzlich noch 45 Millionen Tagesgäste in der Stadt waren.

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Москва действительно #лучшийгородземли! Мы взяли одну из самых престижных премий туриндустрии – World Travel Awards.

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Russland will angeblich das Internet kontrollieren – Desinformation bei Reporter ohne Grenzen und Spiegel | Anti-Spiegel

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28-11-19 10:43:00,

Wenn Christina Hebel aus Moskau für den Spiegel berichtet, ist Desinformation Programm. So auch am Donnerstag in einem Artikel über die angebliche Zensur im russischen Internet.

An dem Artikel von Frau Hebel ist so viel zu kommentieren, dass es ein kleines Buch füllen würde. Das Problem ist, dass man in einen einzigen Satz gleich mehrere Un- oder Halbwahrheiten einbauen kann und es mehrere Absätze oder gar Seiten füllen würde, so einen einzelnen Satz mit Quellen richtig zu stellen. Daher werde ich diesen Spiegel-Artikel nur in Auszügen kommentieren. Hinzu kommt, dass Frau Hebel sich auf einen 76-seitigen Bericht von Reporter ohne Grenzen beruft, der ebenfalls vor Unwahrheiten nur so strotzt. Auch darauf kann ich nur in Auszügen eingehen.

Aber noch interessanter ist, dass Frau Hebel sich in ihrem Artikel auf diesen Bericht der Reporter ohne Grenzen beruft und dabei ihren Lesern verschweigt, dass sie mit mindestens einer der Autorinnen des Berichts schon lange und eng zusammenarbeitet. Sie hat also den Bericht einer guten Bekannten und Kollegin im Spiegel über den grünen Klee gelobt, ohne den Lesern mitzuteilen, dass sie die Autorin gut kennt und mit ihr zusammen arbeitet. Ob so etwas mit journalistischer Ethik vereinbar ist, muss jeder für sich entscheiden.

Also beginnen wir mit der Verbindung zwischen Frau Hebel und den Autorinnen des Berichtes von Reporter ohne Grenzen. In dem Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Massive Eingriffe – Wie der Kreml das Internet unter seine Kontrolle bringt“ schreibt Frau Hebel:

„In einer 76-seitigem Bericht, die Reporter ohne Grenzen am Donnerstag veröffentlicht, zeichnen die Autorinnen Ulrike Gruska und Gemma Pörzgen ein umfassendes Bild davon, wie der Kreml seit sieben Jahren den virtuellen Raum systematisch zu kontrollieren versucht.“

Frau Hebel sitzt neben ihrer Tätigkeit für den Spiegel auch im Vorstand einer NGO namens n-ost, die sich ursprünglich als „Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung“ bezeichnete, heute aber allgemein gehalten über sich schreibt, dass sie „Auslandsjournalismus“ stärken wollen, indem sie „transnationale Recherchen ermöglichen“. Mit Frau Hebel sitzen in dem Vorstand diverse Journalisten, die bei anderen Mainstream-Medien wie ARD, ZDF, Stern und so weiter tätig sind oder waren. Eines der Vorstandsmitglieder wurde zwei Jahre hintereinander mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet.

Ich möchte niemandem zu nahe treten,

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Russland wirft Großbritannien Unterstützung von Terroristen vor | Anti-Spiegel

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09-11-19 09:10:00,

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat auf ihrer Pressekonferenz am Donnerstag auch über die Syrien gesprochen. Konkret ging es dabei um die Weißhelme.

Dass die Weißhelme keine humanitäre Organisation sind, sondern ein Instrument der Islamisten in Syrien, ist jedem bekannt, der auch nur ein wenig zu dem Thema recherchiert hat. Die Weißhelme werden auch ganz offiziell von westlichen Staaten finanziert und gefördert, sie sind also keineswegs eine neutrale Hilfsorganisation, sondern ein Propagandainstrument.

Dass es sich bei den Weißhelmen nicht um freundliche Ersthelfer handelt, hat der Westen im letzten Jahr selbst indirekt zugegeben. Wir erinnern uns: Letzten Sommer sind hunderte Weißhelme nach Jordanien evakuiert worden und die Medien berichteten über den bösen Assad, der diese Hilfsorganisation jagt. Was dann nicht mehr so groß berichtet wurde war, dass die Europäer Jordanien zugesagt hatten, die Weißhelme aufzunehmen, denn Jordanien hatte die Islamisten nur unter der Bedingung ins Land gelassen, dass sie von dort wieder verschwinden. Aber die Europäer haben sich dann sehr schwer getan, diese hochgefährlichen Terroristen in die EU zu lassen. Aber inzwischen sind sie angekommen und nach allem, was man hört, werden sie rund um die Uhr überwacht, damit sie ihre „humanitäre Mission“ nicht in Europa fortsetzen können.

In diesen Tagen hat Großbritannien das alles als „Desínformationskampagne aus Russland“ bezeichnet, was die Außenamtssprecherin nicht auf sich sitzen ließ. Ich habe die offizielle russische Erklärung übersetzt, weil sie eine Reihe interessanter Fakten enthält, die jeder mit ein wenig Recherche selbst überprüfen kann.

Beginn der Übersetzung:

Nun zu einem weiteren Thema, zu dem wir ständig zurückkehren müssen. Ich bin auf die Erklärung des stellvertretenden britischen Außenministers für den Nahen Osten, Marrison, aufmerksam geworden. Er behauptete, dass die Nichtregierungsorganisation „Syrische Zivilverteidigung“, besser bekannt als „Weißhelme“, das Ziel einer Desinformationskampagne der syrischen und russischen Regierungen geworden sei. Wie in der Mitteilung des Foreign Office vermerkt ist, sagte er dies am Dienstag bei einem Treffen mit dem Führer der Organisation, Saleh, bei dem die Situation im syrischen Idlib diskutiert wurde.

„Die Freiwilligen der Weißhelme sind weiterhin einer Desinformationskampagne des syrischen Regimes und der russischen Regierung ausgesetzt“, behauptete Marrison. „Diese irreführenden Schritte sind ein unverhohlener Versuch, die Aufmerksamkeit von einer Flut schockierender Angriffe auf das syrische Volk abzulenken, zu denen auch der Einsatz chemischer Waffen gehörte.“ Marrison bekräftigte auch „die unerschütterliche Unterstützung des Vereinigten Königreichs für die Organisation“.

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Russland will eigenes Online-Lexikon als Ersatz für Wikipedia schaffen | Anti-Spiegel

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06-11-19 10:04:00,

Die Funktion von Wikipedia als Propaganda-Instrument ist ein weithin unterschätztes Thema in Deutschland. In Russland offenbar nicht, denn Russland will nun den Aufbau eines eigenen Online-Lexikons fördern, um die der US-Propaganda von Wikipedia ein echtes Lexikon gegenüber zustellen.

Wenn wir in Deutschland etwas über Wikipedia hören, dann ist es meistens positiv. Ein gutes Projekt sei das, demokratisch und offen. Dass das nicht so ist, stellt jeder schnell fest, der Artikel über aktuelle politische Vorgänge oder bestimmte Personen ändern will. Versuchen Sie mal, aus dem Artikel über Dr. Daniele Ganser das Wort „Verschwörungstheorie“ zu löschen. Sie werden dann die wahre „Demokratie“ von Wikipedia kennen lernen, Sie werden nämlich kommentarlos auf Lebenszeit gesperrt. Das ist nur eines von vielen Beispielen.

Möglich wird das, weil Wikipedia einen (gewollten?) Fehler im System hat. Es gibt dort nämlich keine Diskussion unter gleichberechtigten Usern, die demokratisch Entscheidungen treffen, sondern dort gibt es eine Hierarchie, in der einige wenige „Auserwählte“ bestimmen, was bei Wikipedia die Wahrheit ist. Und es gibt Artikel, die man als Normalsterblicher nicht anfassen darf, wenn man nicht augenblicklich gesperrt werden will. (Details finden Sie am Ende des Artikels)

Das ist keinesfalls ein rein deutsches Problem. Das gibt es auch in anderen Sprachen. Auf Englisch zum Beispiel beschäftigt sich eine Autorin damit, die in einem sehr langen Artikel unter dem Titel „Wikipedia – Verrottet bis zur Wurzel“ im Detail aufzeigt, wie bei Wikipedia gearbeitet wird. In Deutschland beschäftigen sich Markus Fiedler und Dirk Pohlmann in dem Projekt „Neues aus Wikihausen“ mit Wikipedia. (Details am Ende des Artikels).

Das System dahinter ist einfach: In Wikipedia werden bestimmte politische Meinungen propagiert und keine Gegenstimmen zugelassen. Dabei werden die entsprechenden Wikipedia-Artikel in die gewünschte Richtung manipuliert, anders lautende Informationen gestrichen und die Menschen, die eine gegenläufige Meinung vertreten, werden gezielt mit verleumderischen Artikeln schlecht geschrieben.

Das ist besonders inakzeptabel, weil man sich gegen einen solchen Rufmord nicht wehren kann, denn die Autoren bei der Wikipedia sind anonym, sozusagen als Heckenschützen, tätig und können auch Karrieren und Lebenswege zerstören, wenn sie jemanden einseitig schlecht schreiben. Das ist schon öfters geschehen.

Die Meinungen, die bei Wikipedia propagiert werden sind – grob zusammengefasst – folgende: Die USA und die Nato sind gut; Israel ist ganz human und wer die israelische Politik kritisiert,

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Russland erlässt Afrika 20 Milliarden Schulden – Russland-Afrika-Gipfel in Sotschi | Anti-Spiegel

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24-10-19 08:09:00,

Während im Westen immer der Eindruck erweckt wird, Russland wäre international isoliert, ist das Gegenteil der Fall. In diesen Tagen treffen sich die meisten afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Sotschi zum ersten russisch-afrikanischen Gipfel mit Präsident Putin.

Russland hat geladen und alle kommen, so kann man zusammenfassen, was gerade in Sotschi passiert. Präsident Putin hat zum ersten russisch-afrikanischen Gipfel nach Sotschi geladen und von 54 geladenen Staats- und Regierungschefs sind über 40 gekommen, die restlichen haben hochrangige Vertreter geschickt. Ein so hochrangiges Treffen hat der Westen mit den afrikanischen Ländern noch nie auf die Beine gestellt.

Während man im Westen die Legende verbreitet, Russland sei international isoliert, ist das Gegenteil der Fall. Russlands Ansehen und internationale Autorität wachsen, wie man in diesen Tagen im Nahen Osten beobachten konnte, wo unter russischer Führung der Grundstein für das Ende des Syrienkrieges gelegt wurde, ohne dass der Westen dabei eine Rolle gespielt hätte. Und sogar mit dem engsten Partner der USA am Persischen Golf, den Saudis, hat Putin hervorragende Beziehungen aufgebaut, wie man vor wenigen Tagen bei seinem Staatsbesuch dort sehen konnte.

Zum Vergleich: Als AKK in diesen Tagen parallel zur russisch-türkischen Einigung über Syrien eine UN-Mission für Syrien vorgeschlagen hat, hat Russland das nicht einmal offiziell kommentiert, so unwichtig ist Deutschland und damit auch die EU in der Region bereits. Die Politik der EU interessiert dort kaum noch jemanden. Man treibt gerne Handel mit der EU, aber politisch hat sie derzeit kaum noch internationales Gewicht.

Nun also ein großer Afrika-Gipfel in Sotschi. Was verspricht sich Russland davon?

Russland hat sich außerhalb der „westlichen Wertegemeinschaft“ konsequent einen Ruf als verlässlicher Partner aufgebaut. Russland hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es sein Wort auch unter schwierigen Bedingungen hält. Russland hat gezeigt, dass es auch kleine Länder nicht von oben herab, sondern mit Respekt behandelt und ihnen keine ideologischen oder politischen Vorgaben aufzwingen möchte. Russland akzeptiert jedes Land so, wie es ist und verzichtet komplett auf Einmischungen in innere Angelegenheiten. Und inzwischen sind immer mehr Länder bereit, eng mit Russland zusammenzuarbeiten, auch wenn der Westen mit wirtschaftlichen oder politischen Nachteilen droht. Die Drohungen des Westens verfangen in letzter Zeit immer weniger.

Russland möchte seine Handelseinfluss weiter ausbauen. Mit den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion und den Ländern der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit arbeitet Russland auf Augenhöhe zusammen und zeigt sich als Teamplayer,

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Russland ermahnt die Türkei zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen

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23-10-19 08:43:00,

Der russische Präsident Wladimir Putin empfing am 22. Oktober 2019 seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Sotschi. Die Gespräche dauerten fünf Stunden. Sie konzentrierten sich sowohl auf die bilateralen Handelsbeziehungen als auch auf die türkische Operation “Quelle des Friedens” in Syrien.

Die Lieferung des Luftverteidigungssystems S-400 erfolgte zeitnah und ohne Zwischenfälle. Der Bau des zivilen Kernkraftwerks Akkuyu und der Gaspipeline Turkish Stream verläuft weiterhin normal.

Die beiden Länder unterzeichneten eine gemeinsame Absichtserklärung [1] zur Lage in Syrien. Sie beruht einerseits auf der Achtung der territorialen Integrität Syriens und der Sicherheitsbedürfnisse der Türkei und andererseits auf dem Abkommen von Adana [2], 1998 von den Regierungen von Hafez al-Assad und Süleyman Demirel ausgehandelt.

Dieses Dokument, dessen Klauseln lange geheim gehalten wurden, ermächtigt die türkische Armee, PKK-Terroristen, die sie bombardieren, zu verfolgen, indem sie in das syrische Territorium eindringen durfte. Zu dieser Zeit hatte die Artillerie der PKK eine maximale Reichweite von 32 Kilometern, daher die Tiefe des Gebiets, das jetzt von der türkischen Armee besetzt wird. Darüber hinaus hatte die Arabische Republik Syrien die türkische Armee ermächtigt, in einer Fünf-Kilometer-Zone permanente Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Diese Bestimmungen beendeten die syrisch-türkischen Spannungen, die durch das politische Asyl für Abdullah Öcalan und die PKK erzeugt wurden.

Das russisch-türkische Memorandum bestätigt die Rechtmäßigkeit der türkischen Operation “Quelle des Friedens” in einem 32 Kilometer tiefen Grenzgebiet mit Ausnahme der Stadt Qamishli. Es sagt kein Wort über die US-Forderung, die nördliche Kommunikationsroute Teheran-Beirut zu schließen. Darüber hinaus setzt es keine Frist für den Abzug der türkischen Armee, die nun wahrscheinlich eine militärische Besetzung erzwingen wird, wie sie es in Zypern und im Irak getan hat.

Das Memorandum sagt auch nichts über die Kriegsverbrechen der syrischen turkmenischen Milizen, Hilfstruppen der türkischen Armee, oder über die Anschuldigungen von Amnesty International [3] und der Times von London [4], die die Verwendung durch die türkische Armee von weißem Phosphor anprangern.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Die Entspannung mit Russland braucht Kommunikation – Das Russische Forum in London ist ein solcher Kanal

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09-10-19 01:08:00,

Da die politischen Kanäle zwischen Russland und „dem Westen“ von Medien und Politikern weitgehend zerstört wurden, braucht es andere Wege der Kommunikation. Diese Wege sollten auch die Möglichkeiten nutzen, die kulturelle, sportliche oder geschäftliche Beziehungen zwischen Russland und EU-Ländern bieten können. Ein Beispiel für jene „alternativen“ Kommunikations-Kanäle nach Russland ist das dieser Tage in London ausgerichtete „Westminster Russia Forum“. Von Tobias Riegel.

Der offizielle Dialog zwischen Russland und zahlreichen EU-Ländern ist höchst eingeschränkt oder ganz zum Erliegen gekommen. In dieser Situation braucht es Alternativen zu diesen offiziellen Kanälen. Ein Beispiel dafür ist das dieser Tage in London ausgerichtete “Westminster Russia Forum“ (WRF), das an einer Entspannung mit Russland interessierte Politiker, Geschäftsleute, Sportler und Künstler zusammenbringen will.

Bei diesen Gesprächskanälen abseits der Politik können auch manchmal seltsame Verbindungen entstehen – so würde es nicht verwundern, wenn manchen Lesern der NachDenkSeiten einzelne der Referenten des WRF, etwa aus dem House Of Lords, möglicherweise als zu „konservativ“ erscheinen. Das wirft ein Licht auf die prinzipiellen Komplikationen in der Kommunikation zwischen Nationen: Um eine Entspannung mit Russland zu befördern, müssen auch Unterschiede ausgehalten und Gemeinsamkeiten betont werden, auch gegenüber den „Mitstreitern“. Das bedeutet keine Kritiklosigkeit, weder gegenüber Russland noch gegenüber einzelnen Referenten des WRF. Das Ziel der Entspannung mit Russland sollte aber zahlreiche Differenzen überlagern, die auf anderen Politikfeldern bestehen. Auch wenn das Westminster Russia Forum also „ideologisch“ nicht „perfekt“ sein mag: Es ist unverzichtbar.

Wenn die Politik versagt: Entspannung durch Kultur und Handel

Eine zentrale Veranstaltung des WRF ist die Diskussionsrunde mit dem Thema „Europäisch-russische Beziehungen: Multilaterale Ost-West-Beziehungen in Zeiten des Wandels“. Die Teilnehmer sind der LINKEN-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, der Viscount von Waverley aus dem House Of Lords, Olga Podberezkina von der Russischen Staatsduma, Mirjam Zwingli vom WRF sowie Frank Creyelman vom flämischen Parlament.

Weitere Referenten des Forums sind unter vielen anderen Martin Hoffman vom Deutsch-Russischen Forum, der russische Handelsbotschafter in Großbritannien, Alexander Yarovoy, sowie Abgesandte zahlreicher Firmen oder Anwaltskanzleien – letztere bestreiten Diskussionsrunden mit Themen wie „Juristische Kooperationen zwischen Europa und der Russischen Föderation“ oder die „Stärkung von Banden durch Medien, Sport und Kultur“.

In den letztgenannten Themen könnte eine der Stärken des WRF liegen – in einem Ausbau der Verbindungen jenseits der großen Politik: in Form von Partnerschaften bei Business,

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Russland: Im Visier des Westens seit über 100 Jahren – Willy Wimmer zur „Heartland“-Theorie

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02-10-19 02:11:00,

Ein Aufsatz des britischen Geografen Halford John Mackinder von 1904 dient bis heute führenden westlichen Mächten als Vorlage, wie Europa und Asien unter Kontrolle zu bringen sind. Willy Wimmer beleuchtet in seinem neuen Buch dieses Strategie-Konzept kritisch. Im exklusiven Sputnik-Interview benennt er aktuelle geopolitische Folgen für Russland.

Das neue Buch von Willy Wimmer erscheint Anfang November im Westend Verlag unter dem Titel „Der Schlüssel zur Weltherrschaft: Die Heartland-Theorie mit einem Lagebericht von Willy Wimmer“. Es verbindet historisches Militär- und Strategiewissen mit aktuellen Krisenherden und Konfliktzonen dieser Erde. Denn bis heute spielt in London, Washington und der Nato-Allianz das britische „Heartland“-Strategiekonzept eine entscheidende Rolle.

Menschen beim Denkmal des Warschauer Aufstandes gegen Nazi-Okkupation in Warschau (Archiv)

©
AFP 2019 / JANEK SKARZYNSKI

1904 veröffentlichte der britische Geograf, Ökonom und Mitbegründer sowie späterer Direktor der „London School of Economics“, Halford John Mackinder, seinen geopolitischen Aufsatz „The Geographical Pivot of History“ (zu Deutsch: „Der geografische Dreh- und Angelpunkt der Geschichte“). Ein epochales Strategie-Papier, das bis heute als „Anleitung“ interpretiert werden kann, wie „Eurasien“ – also die Kontinente Europa und Asien – aus westlicher Sicht militärisch erobert und politisch beeinflusst werden können.

Wimmer erläutert vor der Veröffentlichung seines Buches im Exklusiv-Interview, wie die „Heartland“-Theorie (und -Praxis) in den letzten 100 Jahren entscheidende Weichen in der Welt- und Geopolitik gestellt hat – und weiterhin immer noch stellt.

Der britische Geograf Halford John Mackinder

Londons „No“: Vor „Heartland“ scheiterte die „Heilige Allianz“

Die Vorgeschichte beginnt im frühen 19. Jahrhundert. Damals entschied sich „Großbritannien in der Frage nach Frieden oder Krieg eindeutig“, schreibt Autor Wimmer in seinem neuen Buch. London sprach sich damals „gegen das Votum der anderen am Wiener Kongress beteiligten europäischen Staaten und für seine Kriegsoption auf dem europäischen Kontinent“ aus.

„Damit wurde der vom russischen Zaren Alexander I. und dem österreichischen Kanzler Metternich, der innenpolitisch eine harte Restauration betrieb, ausgehende Versuch, Europa durch den ständigen Ausgleich von Interessen der europäischen Großmächte in eine stabile Friedensordnung zu bringen, auf Dauer und mit katastrophalen Auswirkungen für Europa nachhaltig durch London torpediert: Die Briten verweigerten sich ausdrücklich diesen Bemühungen, fühlten sich an Abstimmungen nicht gebunden und behielten sich die Freiheit zur Kriegsführung, wann immer es ihnen passe, vor. In den Hauptstädten St. Petersburg und Wien war man der Ansicht,

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Wenn es die von Russland finanzierten Medien in Deutschland nicht gäbe, müsste man sie erfinden.

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28-09-19 11:51:00,

Jüngstes Beispiel: Fall Biden/Trump. Das von Russland finanzierte Medium RT Deutsch bringt am Abend des 27. September einen Kommentar des Chefredakteurs und darin integriert eine Äußerung des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und früheren Vizepräsidenten bei Obama, Joe Biden. Diese Äußerung zeigt, dass der frühere Vizepräsident nicht nur Opfer, sondern Täter ist. Alleine schon das folgende Zitat müsste das Amtsenthebungsverfahren gegen den amtierenden Präsidenten Trump wie ein Kartenhaus zusammenfallen lassen. Aber die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wie wir wissen. Albrecht Müller

Hier ist Bidens Äußerung verschriftet:

„Poroschenko und Jazenjuk haben sich mir gegenüber verpflichtet, gegen den Generalstaatsanwalt vorzugehen. Und sie taten es nicht. Nun kommen sie aus der Pressekonferenz heraus und ich sage ihnen: Ich gebe, ähm, wir geben euch die Milliarde Dollar nicht. Sie sagten, „Sie haben keine Befugnis dafür, Sie sind kein Präsident“. Ich sagte: ruft ihn an. Ich sage euch, ihr kriegt das Geld nicht. Ich sagte, ich reise in 6 Stunden ab. Ihr habt also 6 Stunden. Wenn der Generalstaatsanwalt bis dahin nicht gefeuert ist, gibt es kein. Geld. Dieser Hurensohn. Und er wurde gefeuert.“

In diesem Kommentar des Chefredakteurs von RT Deutsch, Ivan Rodionov, wird visuell gezeigt, wie der ehemalige Vizepräsident sich geäußert hat – bei Minute 0:58:

Meinung
Nackt unter Freunden – warum Trump Selenskij brutal vorführte

27.09.2019 • 19:54 Uhr

Schauen Sie sich das Video mit dem Kommentar an und Sie werden erkennen, wie wichtig das Medium RT Deutsch als der „Andere Part“, wie es heißt, in Deutschland ist.

Klar, dass man sich auch in deutschen Medien informieren sollte. Ich habe beim Berliner Tagesspiegel nachgeschaut und das hier gefunden:

Trump und die Ukraine-Affäre

Joe Bidens Ärger mit Hunters Geschäften

Hunter Biden arbeitete in der Ukraine, als sein Vater Obamas Vize war. Donald Trump versucht, ihm Verfehlungen nachzuweisen. Was ist da dran? 

Quelle: Tagesspiegel

In diesem Artikel wird von der oben zitierten Drohung des ehemaligen Vizepräsidenten berichtet. Dann aber wird er mit einem ausführlichen Angriff auf den damaligen Generalstaatsanwalt rausgehauen.

So sind sie, unsere deutschen Medien. Kampagnen-Medien.

Titelbild: Drop of Light/Shutterstock.com

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig,

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UNO: China und Russland legen Veto gegen Deutschland ein

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23-09-19 08:07:00,

Der Sicherheitsrat unternahm am 19. September 2019 eine Zeitreise. Die ausgetauschten Argumente entsprechen in jeder Hinsicht dem, was sie schon vor fünf Jahren auf der Genf-2-Konferenz über Syrien waren: Einerseits prangern China und Russland die militärische Unterstützung der Dschihadisten durch den Westen unter Verletzung des Völkerrechts an [1], auf der anderen Seite werfen Deutschland, Belgien und Kuwait Syrien vor, sein eigenes Volk unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung ermordet zu haben [2].

Die einzigen Dinge, die sich Hunderttausende von Toten später, geändert haben
- ist, dass die Kämpfe nicht mehr über ganz Syrien verstreut sind, sondern nur noch in einem Teil des Gouvernorats Idlib;
- und dass die Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien nicht mehr den Block der unbeugsamen Westmächte führen, sondern Deutschland und Kuwait.

Während die Vereinigten Staaten und Russland zusammenarbeiten, um eine Lösung in Syrien zu finden, ohne die Vorteile zu verlieren, die sie erworben haben, setzt die Europäische Union, angeführt von Deutschland, das Doppel-Spiel, das von Washington aufgegeben wurde, fort: Deutschland und Frankreich liefern den Dschihadisten Waffen und Hilfe und leiten ihre Truppen, und benutzen darüber hinaus Zivilisten als menschliche Schutzschilde gegen die Angriffe der syrischen arabischen Armee.

Es sei daran erinnert, dass Deutschland und Frankreich jeden Tag einen gemeinsamen Standpunkt im Sicherheitsrat erarbeiten [3]. Da Frankreich nicht den Mut hatte, sich seinen Widersprüchen zu stellen, hat es den deutschen Entschließungsentwurf nicht unterzeichnet, sondern Belgien aufgefordert, dies zu tun.

Wir haben wiederholt betont, dass Deutschland und Frankreich ihre Hilfe für die Dschihadisten, die sie zum Sturz der Arabischen Republik Syrien eingesetzt haben, aufrechterhalten haben. Seit mehreren Jahren ernähren von diesen beiden Ländern subventionierte NGOs die Bevölkerung von Idlib, da die Dschihadisten sich nicht selbst unterhalten. Diese beiden Mächte sind daher mitverantwortlich für den Bau des islamischen Emirats Idlib durch Hayat Tahrir al-Sham. Im Gegenteil, das pragmatische Washington, wenn man bedenkt, dass seine Mission gescheitert ist, löscht die Spuren seiner früheren Engagements [4].

Diese surreale Debatte kommt nun im Sicherheitsrat auf, 19 Tage nachdem die syrische arabische Armee einen einseitigen Waffenstillstand in Idlib erklärt hat.

Deshalb haben China und Russland erneut ihr Veto eingelegt.

Jeder kann hier die westlichen Lügen im sogenannten “Krieg gegen den Terror”

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„Man zwingt Russland, atomar aufzurüsten“ Willy Brandt-Sohn fordert neue Entspannungspolitik

„man-zwingt-russland,-atomar-aufzurusten“-willy-brandt-sohn-fordert-neue-entspannungspolitik

19-09-19 08:13:00,

„Vom Wahnsinn des Wettrüstens wegkommen“, forderte einst Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Was nach dem Ende des Warschauer Pakts so selbstverständlich schien, ist heute aktueller denn je. Den Friedensappell des Altkanzlers zitiert heute sein ältester Sohn, Peter Brandt, in einem neuen Buch und exklusiv im Sputnik-Interview.

Der Historiker Peter Brandt ist Mitherausgeber des Buches „Frieden! Jetzt! Überall! – Ein Aufruf“. 50 Autoren aus Politik, Wissenschaft, Journalismus, Umweltverbänden und Gewerkschaften fordern darin eine „neue Entspannungspolitik“ – u.a. mit Texten von Michail Gorbatschow, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Sahra Wagenknecht, Frank Bsirske, Jürgen Trittin, Horst Teltschik. Brandt wurde 1948 in Berlin geboren. Er ist Historiker, SPD-Mitglied und Professor im Ruhestand für Neuere und Neueste Geschichte an der Fernuniversität Hagen. Sputnik sprach mit ihm über Krieg und Frieden, die friedenspolitische Rolle der SPD sowie das aktuelle Buch.

– Herr Brandt, sie sind einer der Mitherausgeber des Buches “Frieden! Jetzt! Überall!: Ein Aufruf”. Was war ihre Intention, bei dem Projekt mitzumachen und wie dringlich ist ein derartiger Aufruf in der heutigen Zeit?

– Ich habe mich in der Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre engagiert. Diese Bewegung hat dazu beigetragen, dass sich das Bewusstsein verändert hat und der Kalte Krieg sein Ende fand – der frühere Kalte Krieg. Inzwischen sind wir ja in einem neuen Kalten Krieg. Die Problematik der zunehmenden Spannung zwischen den USA und der Nato auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite, die sich entwickelnden neuen Supermächte neben den USA, wie China, die Vielzahl von Bürger- und Stellvertreterkriegen in der südlichen Hemisphäre. Das ganze internationale System ist aus dem Fugen geraten. Wir hatten zwar im alten Ost-West-Konflikt eine strukturell gefährliche Situation, die auch mehrfach am Rande des Abgleitens war – der absoluten Katastrophe. Heute haben wir aber nicht mal mehr die gewisse Kontrolle, die durch die Hegemonie der Weltmächte damals existierte. Das Ganze ist in einer gefährlichen Unordnung. Hier gilt es, das Bewusstsein zu schaffen, wie gefährlich eigentlich diese Situation inzwischen ist. Ich würde jetzt nicht so weit gehen, wie es manche machen: Experten, die sagen, es ist gefährlicher als alles, was wir in der alten Ost-West-Konfrontation erlebt haben. Aber es ist verdammt gefährlich und es wird gefährlicher. Wir müssen uns einmischen. Es ist unser Leben, das Leben unserer Kinder und Enkelkinder. Insofern finde ich,

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«Russland hat die Krim nicht annektiert»

«russland-hat-die-krim-nicht-annektiert»

16-09-19 09:12:00,

Vorbereitung der Volksabstimmung im März 2014 über ein Beitrittsgesuch an Russland © cc

Red. / 16. Sep 2019 –

Eine «Annexion» setze eine gewaltsame Aneignung gegen den Willen der Bevölkerung voraus, sagt ein Professor für Rechtsphilosophie.

Politiker und Medien wiederholen es immer wieder: Russland habe die Halbinsel Krim völkerrechtswidrig «annektiert». Die Bevölkerung der Krim habe jedoch selber entschieden, sich Russland anzuschliessen und ein entsprechendes Aufnahmegesuch gestellt, das Russland angenommen habe. Diese Rechtsauslegung vertritt Reinhard Merkel, kürzlich emeritierter Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg. Bei aller Empörung über das russische Vorgehen und den Rausschmiss ukrainischer Repräsentanten aus der Krim, so Merkel, könne nicht ernsthaft bezweifelt worden, dass das Referendum auf der Krim im Ergebnis dem authentischen Willen einer grossen Mehrheit der Krim-Bevölkerung entsprach. Die einschlägigen Vorgänge auf der Krim erfüllten daher nicht die Kriterien einer Annexion. Ob die amtlichen Ergebnisse der Abstimmung im Einzelnen korrekt waren, sei dafür ohne Belang.

Kein Zweifel besteht allerdings darüber, dass die Behörden der Krim mit der Durchführung der Volksabstimmung und dem Vollzug ihres Ergebnisses gegen die ukrainische Verfassung und damit gegen völkerrechtliche Ansprüche der Ukraine verstossen haben. Russland seinerseits habe zweifach gegen das Völkerrecht verstossen: Durch die (nötigende) Bewegung seiner Militärangehörigen ausserhalb seiner Militärbasis und durch die Anerkennung der Abspaltung mit der sofortigen Aufnahme der Krim in den eigenen Staat.

Professor Merkel hält seine Einschätzung nach wie vor für richtig, die er bereits vor fünf Jahren in der «Frankfurter Allgemeinen» veröffentlicht hatte. Deshalb stellt sie Infosperber im Folgenden zur Diskussion.

    «Es gab keine Annexion der Krim»

    Hat Russland die Krim annektiert? Nein.Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig? Nein.Waren sie also rechtens? Nein, denn sie verstiessen gegen die ukrainische Verfassung (aber das ist keine Frage des Völkerrechts).Hätte aber Russland wegen dieser Verfassungswidrigkeit den Beitritt der Krim nicht ablehnen müssen? Nein, denn die ukrainische Verfassung bindet Russland nicht.War dessen Handeln also völkerrechtsgemäss? Nein. Jedenfalls Russlands militärische Präsenz auf der Krim ausserhalb seiner Pachtgebiete dort war völkerrechtswidrig.Folgt daraus nicht, dass die von dieser Militärpräsenz erst möglich gemachte Abspaltung der Krim null und nichtig war und somit deren nachfolgender Beitritt zu Russland doch nichts anderes als eine maskierte Annexion?

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Wie Russland, Japan und Indien über Umwelt und Klima denken | Anti-Spiegel

wie-russland,-japan-und-indien-uber-umwelt-und-klima-denken-|-anti-spiegel

07-09-19 10:15:00,

Das letzte Thema bei der Podiumsdiskussion, an der die Präsidenten Russlands und der Mongolei, sowie die Premierminister von Japan, Indien und Malaysia teilgenommen haben, war die Umweltpolitik.

Da das Thema in Deutschland ja die Schlagzeilen beherrscht, habe ich gedacht, dass es interessant sein könnte, wie die Regierungen dieser Länder darüber denken und habe daher auch diesen Teil der dreistündigen Diskussion übersetzt.

Vorher noch zum Verständnis: Während der Diskussion wurde darüber gesprochen, dass Trump Putin vor einiger Zeit angerufen und sein Mitgefühl wegen der Waldbrände in Sibirien ausgesprochen hat. Wie sich herausstellte, kam dieser Anruf zu Stande, nachdem der Präsident der Mongolei bei einem Besuch in Washington es vorgeschlagen hat, weil ein paar nette Worte nichts kosten, aber für die zwischenstaatlichen Beziehungen gut sind. Darauf spielte der Moderator an, als er das Thema Umweltschutz mit seiner Frage an den mongolischen Präsidenten eingeleitet hat.

Beginn der Übersetzung:

Moderator: Unsere Sitzung dauert schon recht lange. Ich schlage vor, bevor wir sie beenden, noch zum letzten großen Thema zu kommen, das uns wirklich alle betrifft. Die Tatsache, dass der Präsident der Mongolei Donald Trump leicht davon überzeugt hat, Sie, Präsident Putin, wegen der Waldbrände in Sibiriern anzurufen, ist ein Beweis dafür.

Wie auch immer jeder von uns zu den Gründen der globalen Erwärmung stehen mag, es gibt da ja verschiedene Versionen, darum soll es jetzt nicht gehen, wir erleben aber gerade beispiellose Veränderungen des Klimas, das ist offensichtlich. Und das liegt nicht an der schnellen Kommunikation heutzutage, Nachrichten verbreiten sich so schnell, wie nie zuvor, wir erfahren alle sofort von Bränden in brasilianischen oder sibirischen Wäldern. Das Problem ist, dass wir nur zuschauen. Entschuldigen Sie das banale Beispiel, aber ich bin ein Pilzsammler und ich konnte in den letzten zwei Jahren bis zum 20. Oktober Pilze sammeln. Das gab es noch nie und das bedeutet offensichtlich nicht Gutes. Auch, wenn ich persönlich mich darüber freue, länger in der Natur Pilze sammeln zu können.

Putin: Aber Sie haben die Waldbrände nicht gelegt?

Moderator: Nein, ich sammle Pilze im Moskauer Umland.

Das Thema ist sehr komplex, aber lassen Sie uns hier trotzdem darauf eingehen. Sagen wir, für Russland ist es von Vorteil, dass der Arktische Ozean nun für Schiffe befahrbar ist und nicht mehr zugefroren ist.

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Frieden mit Russland!

frieden-mit-russland!

07-09-19 09:37:00,

Was wäre der Rubikon ohne seine Leser? Wir alle — Sie, liebe Leserin, lieber Leser, inzwischen schon ungefähr 150.000 weitere Leser und wir, die Redaktion — sind zusammen der Rubikon. Gemeinsam setzen wir uns für Frieden und eine gerechte Gesellschaft ein und erheben unsere Stimme.

Die Reaktionen auf unseren Aufruf für Frieden mit Russland bestätigen uns, dass wir viele sind, dass die Friedensbewegung stark ist und dass das Bewusstsein für die Propaganda in den Mainstream-Medien wächst.

Wir haben eine Auswahl mit Ausschnitten aus den Leserzuschriften zusammengestellt:

„Solange wir nicht begreifen, dass wir Europäer eben nicht die Guten sind, in deren Arroganz wir meinen, die ganze Welt müsse an unseren Werten und unserer Kultur genesen, wird dieses Schema des Überziehens der Welt mit Unheil nicht enden. (…) Letztendlich fängt es damit bei jedem von uns an, das ewige ‚Wir sind die Guten‘, auf das man uns von Kindheit an konditioniert hat, nicht mehr zu glauben“, Christoph S.

„Ich bin Vater dreier wundervoller Kinder. Ich bereise seit vielen Jahren Osteuropa inclusive. Russland. Ich habe nirgendwo einen Feind, aber viele wunderbare Menschen und neue Freunde gefunden. Auch meine Kinder sind mittlerweile unterwegs. Auch sie haben nur gute Erinnerungen und Freunde aus allen Ländern mitgebracht. Ich will nicht in einen Krieg gezwungen werden, nur damit perverse Marodeure aus der Finanz- und Macht-‚Elite‘, die Mordindustrie und ein paar kriegsgeile, politische Hasardeure ihre Gewaltphantasien und Habgier befriedigen können“, Thomas R.

„In Konzernmedien finde ich häufig Informationen, die auf mehr oder weniger subtile Art und Weise Angst und Hass schüren, um letztlich dem militärisch-industriellen Komplex zu neuen Aufträgen und frischen Kriegen zu verhelfen. Unsere gut behütete Wohlstandsgeneration ist damit komplett überfordert und torkelt maximal zerstreut bis schlafwandlerisch in eine immer größer werdende Wahrscheinlichkeit, dass Kriege plötzlich auch bei uns grausame Realität werden können und sich nicht mehr auf Fernsehbilder von ganz weit weg beschränken. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir einer Organisationsform abschwören, die sich inzwischen in die Lage versetzt hat, alles Leben zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort dieses blauen Planeten vernichten zu können, um sich in Folge selbst auszulöschen“, Henric D.

„Das Beschwören der Kriegsgefahr ist ein Ritual, das seit Jahren ins Leere läuft. Bei jedem größeren Konflikt hat die Linke (was immer das auch sein mag) den Dritten Weltkrieg prophezeit.

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Gen-Manipulation: Russland will Tiere und Menschen der Zukunft erschaffen

gen-manipulation:-russland-will-tiere-und-menschen-der-zukunft-erschaffen

05-09-19 10:23:00,

Lesezeit: 1 min

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03.09.2019 14:34  Aktualisiert: 03.09.2019 14:38

Russland will über diverse Bundesprogramme Tiere und Menschen der Zukunft erschaffen. Zu diesem Zweck soll massiv in die Gen-Manipulation investiert werden.

Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Gen-Manipulation: Russland will Tiere und Menschen der Zukunft erschaffen

Foto: Gregor Fischer

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G7 oder G8? Wie Russland die Diskussion über eine Wiederaufnahme Russlands in den Klub sieht | Anti-Spiegel

g7-oder-g8?-wie-russland-die-diskussion-uber-eine-wiederaufnahme-russlands-in-den-klub-sieht-|-anti-spiegel

27-08-19 07:07:00,

Während des G7-Gipfels geisterte eine Diskussion über die Wiederaufnahme Russlands in die G7 durch die Medien. Da lohnt es sich zu fragen, was sind eigentlich die G7 und will Russland in dieses Format zurückkehren?

Zunächst zu den G7. Zu den G7 gehören die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Japan und Kanada. Man erzählt uns immer, die G7 wären die sieben größten Industrienationen der Welt, daher wären ihr Treffen auch so wichtig, weil sie eben so großen Einfluss auf die Weltwirtschaft hätten. Schon das ist falsch, wie diese Grafik von Statista zeigt.

Tatsächlich haben die G7 zu keinem Zeitpunkt die größten Volkswirtschaften der Welt repräsentiert. Selbst 1980, als die Welt für den Westen „noch in Ordnung war“, hätte Kanada nicht in den „exklusiven“ Klub gehört, sondern Brasilien. Und heute haben sich die Gewichte so sehr verschoben, dass Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada nach ihrer Wirtschaftsleistung nichts mehr in dem Klub verloren haben. Stattdessen hätten in diesen Tagen in Biarritz China, Indien, Indonesien und Russland mit am Tisch sitzen müssen.

Vom weltweiten BIP in Höhe von ca. 127 Billionen Dollar entfallen auf die G7 gerade noch ca. 38 Billionen, das sind weniger als 30 Prozent, Tendenz weiter fallend.

Die G7 sind also in erster Linie ein antiquierter Klub aus der Zeit, als der Westen tatsächlich noch die Weltwirtschaft dominiert hat und zynisch könnte man sagen, dass die Teilnehmer aus der Zeit gefallen sind, weil sie sich immer noch jedes Jahr treffen, um irgendwelche Entscheidungen zu treffen, die aber immer weniger Länder der Welt überhaupt interessieren.

Überhaupt: Wer kann eigentlich Beispiele dafür nennen, was die G7 der Welt gebracht haben? Ich habe lange gesucht, um auch nur ein Beispiel zu finden, bei dem die G7 ein Projekt angeschoben haben, dass es ohne sie nicht gegeben hätte. Ergebnis: Fehlanzeige.

Die G7 waren stattdessen immer nur ein Klub, in dem sich die früher größten Volkswirtschaften (das galt noch für die G6 in den 1970er Jahren, bevor Kanada hinzu kam) getroffen und Wege gesucht haben, ihren wirtschaftlichen Vorsprung zu erhalten. Um nichts anderes ging es. Wie man sieht, waren diese Versuche erfolglos.

Bezeichnend waren hierzu Aussagen vom aktuellen Gipfeltreffen. Als Trump die Frage der Wiederaufnahme Russlands in den Klub aufwarf, da zitierte der britische Guardian einen ungenannten europäischen Diplomaten über die Reaktion der Runde der Regierungschefs:

„“In diesem Punkt … es wurde,

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Wie Russland auf das Deutsch-Amerikanische Verhältnis blickt | Anti-Spiegel

wie-russland-auf-das-deutsch-amerikanische-verhaltnis-blickt-|-anti-spiegel

26-08-19 10:30:00,

Es ist immer vielsagend, wie die deutsche Politik außerhalb Deutschlands gesehen wird. Man muss dem nicht zustimmen, aber es öffnet doch die Augen für einen anderen Blickwinkel. Und etwas auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zum betrachten, hat noch nie geschadet.

Ich habe schon öfters über die russische Nachrichtenagentur TASS geschrieben. Ich schätze sie sehr, weil sie – zumindest auf Russisch – immer nur die nackten Meldungen bringt, ohne diese durch suggestive Formulierungen politisch einzufärben. Und auch ihre Quellen verlinkt die TASS immer, was keineswegs selbstverständlich ist und es enorm erleichtert, eine Meldung auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Quellen zu überprüfen.

Manchmal bringt die TASS auch Gastbeiträge und Kommentare, die natürlich die Meinung des Autoren wiedergeben, aber sie sind optisch klar von den aktuellen Meldungen zu unterscheiden. Eine Vermischung von Kommentar und Nachricht, die wir in den westlichen Medien fast nur noch beobachten, findet nicht statt.

Heute hat die TASS einen solchen Kommentar gebracht und den finde ich interessant genug, um ihn ins Deutsche zu übersetzen.

Wie ich es auch bei Kommentaren in deutschen Medien mache, habe ich mir zunächst angeschaut, wer der „Experte“ ist, der uns in dem Kommentar die Welt erklärt. Und wieder fand ich einen wohltuenden Unterschied zu den deutschen Medien. Wenn in Deutschland „Experten“ erklären, wie wir die Welt zu verstehen haben, sind diese fast immer von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Sie arbeiten dort, haben dort gearbeitet oder hatten zumindest ein Stipendium von der Gesellschaft.

Diese Stiftung mit dem unschuldig klingenden Namen wurde 1962 unter Regie der CIA gegründet. Die Gründung erfolgte unter der Regie von Klaus Ritter, einem der Gründer des BND, und zwar nachdem er ein Jahr in den USA gewesen war und sich dort über die Lenkung der öffentlichen Meinung durch vom Geheimdienst kontrollierte Think Tanks mit wohlklingenden Namen informiert hat. Angespornt wurde er dabei von US-Eliten, wie dem damals aufstrebenden Henry Kissinger.

Die „Experten“ der deutschen Medien sind nichts anderes, als Nato-Propagandisten, die meist wenig Ahnung vom Thema selbst haben, aber umso mehr dafür ausgebildet wurden, die Meinung der Nato und der USA mit griffigen Formulierungen dem deutschen Publikum näher zu bringen, wie man erst vor wenigen Tagen wieder an einem besonders dreisten Beispiel sehen konnte.

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Wie in Russland über den Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes berichtet wird | Anti-Spiegel

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26-08-19 08:22:00,

In diesen Tagen jährte sich die Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes zu 80. Mal und in den deutschen Medien gab es einige Artikel, die Russland vorwarfen, die Geschichte des Paktes neu schreiben zu wollen. Ist das so?

Damit Sie sich einen eigenen Eindruck davon verschaffen können, wie in Russland über dieses Thema berichtet wird, habe ich einen Beitrag des russischen Fernsehens zu dem Jahrestag übersetzt. Das habe ich auch deshalb getan, weil ich dazu in den letzten Tagen aufgrund der deutschen Berichterstattung zu dem Thema viele Mails von Lesern bekommen habe, die mich danach gefragt haben, wie darüber in Russland berichtet wird.

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, will ich ein paar einleitende Worte zum besseren Verständnis vorausschicken, denn auf viele Aspekte des Zweiten Weltkrieges blickt man in Russland völlig anders, als im Westen und speziell in Deutschland. Das gilt vor allem für die Vorgeschichte. So heißt das „Münchener Abkommen“, bei dem die Briten und Franzosen mit Hitler über die Abtretung der Sudetengebiete von der Tschechoslowakei an Deutschland entschieden haben, in Russland „Münchener Verschwörung“. Der Grund ist, dass die Sowjetunion mit der Tschechoslowakei verbündet war und ihr Schutz versprochen hatte.

Trotzdem waren die Sowjets nicht mit am Tisch und wurden vor vollendete Tatsachen gestellt und auch eingreifen konnten sie nicht, da sie dazu eine Durchmarschgenehmigung durch Polen gebraucht hätten, die Polen aber verweigert hat. Hinzu kommt, dass, als Hitler sich Ende 1938 mit Einverständnis der Briten und Franzosen die Sudetengebiete genommen hat, auch Polen sich ein tschechisches Industriegebiet, das Teschener Gebiet, mit Einverständnis Hitlers einverleibt hat. Das findet man nicht in deutschen Geschichtsbüchern, es ist aber wahr.

Damals, also vor dem Krieg, gehörte zum „Kampf der Systeme“ auch die Theorie, dass sich Deutschland mit den Briten zusammen gegen die Sowjetunion hätte wenden können. Das war keineswegs abwegig, denn Hitler hatte von 1933 bis 1939 versucht, mit den Briten ein Bündnis zu schließen. Und 1938, nach dem Münchener Abkommen, konnte in Moskau niemand wissen, ob das Abkommen nicht auch ein Schritt in Richtung eines solchen Bündnisses war. Und nachdem auch Polen sich gemeinsam mit Deutschland einen kleinen, aber feinen Teil der Tschechoslowakei genommen hatte, konnte man in Moskau nicht wissen, ob sich Polen nicht einem möglichen deutsch-britischen Bündnis gegen die Sowjets anschließen würde.

In Moskau hatte man Angst, dass sich die „kapitalistischen Mächte“,

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Wie in Russland über die Proteste in Hong Kong berichtet wird | Anti-Spiegel

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12-08-19 07:45:00,

Da die Situation in Hong Kong die deutschen Medien beherrscht, finde ich es interessant, den deutschen Berichten einmal unkommentiert einen Bericht des russischen Fernsehens gegenüber zu stellen. Wie nicht anders zu erwarten, unterscheiden sich die russischen Berichte stark von dem, was in deutschen Medien berichtet wird.

Ich kann kein Chinesisch und habe keine Verbindungen dorthin. Daher kann ich zu den Ereignissen in Hong Kong nichts beisteuern, als ein paar allgemeine eigene Gedanken. Und ich stelle fest, dass es wieder nach dem bekannten Muster abläuft, das wir beim Maidan gesehen haben oder heute in Moskau sehen: Die westlichen Medien unterstützen die Demonstranten nach Kräften, die Demonstranten haben unbestreitbar Kontakt zum US-Konsulat vor Ort und alle Gewalt, die von den Demonstranten ausgeht, wird in Deutschland verschwiegen. Stattdessen werden Blockaden zum Beispiel des Internationalen Flughafens durch die westlichen Medien in ein positives Licht gestellt. Ich frage mich in solchen Fällen immer, wie wohl die deutschen Medien berichten würden, wenn Pegida, Attack, Montagsdemonstranten oder ähnliche Gruppen den Frankfurter Flughafen stürmen und besetzen würden.

Sie es drum, das waren nur allgemeine Gedanken meinerseits dazu. Nun übersetze ich einen Bericht des russischen Fernsehens, damit die deutschen Leser auch mal eine andere Sicht kennen lernen können, als die der deutschen Medien. Nach der Lektüre des Textes dürfte der Video-Beitrag auch ohne Russischkenntnisse einigermaßen verständlich sein.

Beginn der Übersetzung:

Die chinesischen Behörden haben damit gedroht, die an den Angriffen in Hongkong Beteiligten hart zu bestrafen. Seit zwei Monaten gibt es dort Massenunruhen. Peking wirft Washington vor, an der Organisation der Proteste beteiligt zu sein.

Alle Flüge wurden für mindestens einen Tag annulliert. Der Hong Kong International Airport, einer der größten Verkehrsknotenpunkte der Region, wurde von mehreren tausend regierungsfeindlichen Demonstranten lahmgelegt. In der Ankunftshalle dauert der Sitz-Protest schon drei Tage, in der Abflughalle wird stehend protestiert. Die Schuldigen des Transportkollaps werden jedoch höchstwahrscheinlich das Terminal in den kommenden Stunden verlassen müssen. Die Strafverfolgungsbehörden bereiten sich darauf vor, die Kontrolle über die Situation zu übernehmen.

„Wie Sie wissen, wurden alle Flüge wegen eines nicht genehmigten Protests annulliert. Dies verursacht schwere Schäden für Passagiere, Fluggesellschaften und die Wirtschaft der Metropole als Ganzes. Wir fordern die Sicherheitsdienste auf, Maßnahmen zu ergreifen und das Terminal von Demonstranten zu räumen. Zuvor werden wir Warnungen aussprechen,

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Verrat an Russland

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09-08-19 07:03:00,

In seinem Bericht zur Russland-Affäre kam Sonderermittler Robert Mueller zu dem Ergebnis, dass Donald Trump und sein Wahlkampflager während des Präsidentschaftswahlkampfs keine geheimen Absprachen mit Russland getroffen haben. Trotzdem gibt es kaum Anzeichen dafür, dass der neue Kalte Krieg mit Moskau nachlässt. Vielmehr wird er dazu genutzt, die Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands zu legitimieren — ein Schritt, der Waffenherstellern in den USA Milliardengewinne einbrachte.

Des Weiteren ermöglicht er, einheimische Kritiker und alternative Medien als Agenten einer ausländischen Macht zu dämonisieren. Er dient außerdem dazu, den Verrat der Demokratischen Partei an der Arbeiterklasse und die Abhängigkeit dieser Partei von mächtigen Konzernen zu kaschieren, die Détente zwischen den beiden größten Atommächten der Welt zu diskreditieren und die Einschränkung der Bürgerrechte in den Vereinigten Staaten sowie US-Interventionen im Ausland — auch in Ländern wie Syrien und Venezuela — zu rechtfertigen.

Dieser neue Kalte Krieg begann bereits vor dem Präsidentschaftswahlkampf Donald Trumps: Er wurde vor über einem Jahrzehnt von einer Kriegsindustrie und Geheimdienstkreisen erzeugt, die erkannt hatten, dass sie durch die Verschärfung eines Konflikts mit Russland ihre Macht konsolidieren und ihre Gewinne würden steigern können — siebzig Prozent der Arbeit des US-amerikanischen Geheimdienstes wird von privaten Konzernen wie Booz Allen Hamilton erbracht, der als profitabelstes Spionageunternehmen der Welt gilt.

„Das begann lange vor Trump und Russiagate“, sagte Stephen F. Cohen, als ich ihn für meine Fernsehsendung On Contact interviewte. Cohen ist emeritierter Professor für Politik an der Princeton University, wo er Leiter des Studiengangs Russistik war, und emeritierter Professor für russische Studien und Geschichte an der New York University.

„Sie müssen sich fragen, warum Washington kein Problem damit hatte, produktive diplomatische Beziehungen mit kommunistischen Führungspersonen der Sowjetunion zu pflegen. Erinnern Sie sich an Richard Nixon und Leonid Breschnew? Es war ein Fest der Liebe. Sie sind (in der Sowjetunion) zusammen auf die Jagd gegangen. Doch dann kommt ein postsowjetischer Regierungschef — Wladimir Putin — der nicht nur kein Kommunist, sondern sogar bekennender Antikommunist ist. Washington hegt seit 2003, 2004 Hass auf ihn. Es muss doch eine Erklärung dafür geben. Warum mögen wir kommunistische Staatschefs in Russland lieber als den amtierenden antikommunistischen Regierungschef? Es ist ein Rätsel.“

„Wenn man versuchen will zu erklären, wieso das Washingtoner Establishment auf solch hasserfüllte und dämonisierende Art und Weise mit Putin umgeht,

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Hier kommen sich Krim und Russland noch näher (Krim Teil III)

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03-08-19 07:04:00,

Dieser Artikel ist nach einem Überblick und einem der Stadt Sewastopol gewidmeten Beitrag der dritte in einer mehrteiligen Serie über die Krim heute. Alle Berichte basieren auf einem dreiwöchigen Aufenthalt des Autors auf der Krim im Mai/Juni dieses Jahres mit Recherchen vor Ort (cm).

Nur wenigen in Westeuropa ist der Name Kertsch ein Begriff. Kertsch ist mit knapp 150’000 Einwohnern weniger gross als Sewastopol, hatte, im Gegensatz zu Sewastopol, nie einen politisch-staatsrechtlichen Sonderstatus und liegt am anderen Ende der Krim, am östlichsten Punkt und ist gewissermassen eine Stadt auf einer Halbinsel der Halbinsel.

Aber Kertsch ist für den politisch und geschichtlich Interessierten eine hochinteressante Stadt – aus drei Gründen:

Die Reaktion Russlands auf solche Aktionen der Ukraine war, so schnell wie überhaupt möglich vom russischen Festland eine Brücke nach Kertsch zu bauen. Sie ist mittlerweile fertiggestellt und für den freien PKW- und LKW-Verkehr offen.

Widerstand gegen die deutsche Wehrmacht bis zum Hungertod

Am 22. Juni 1941 hatten die Truppen von Hitler-Deutschland – für viele überraschend – die Sowjetunion überfallen. Bereits im November war die Wehrmacht auch daran, die Krim zu erobern, um auch im Süden ins Innere der Sowjetunion einmarschieren zu können. Es gab heftige Kämpfe insbesondere auch um die Stadt Kertsch im äussersten Osten der Krim, die schon bald eingenommen wurde.

In besonderer Erinnerung ist der Umgang der deutschen Truppen mit den dortigen Juden. Am 27. November 1941 meldete der Kommandant vor Ort an die Rückwärtigen Dienste: «Die Liquidation der Juden wird wegen der gefährdeten Ernährungslage der Stadt beschleunigt durchgeführt.» Tatsächlich wurden bereits tags darauf die Juden der Stadt angewiesen, sich am folgenden Morgen auf dem sogenannten Heumarkt zu versammeln. Von dort wurden sie in ein nahegelegenes Dorf transportiert und in einem Panzergraben kurzerhand erschossen. Etwa zweieinhalbtausend Juden aus Kertsch wurden so innerhalb weniger Stunden ermordet.

Die sowjetischen Truppen konnten allerdings auf der Halbinsel Kertsch wieder landen, die Wehrmacht musste sich kurz zurückziehen. Doch bereits im Mai 1942 wurde Kertsch im Rahmen des sogenannten Unternehmens Trappenjagd erneut erobert. Knapp 30’000 sowjetische Soldaten kamen ums Leben und über 150’000 gerieten in Gefangenschaft.

Zum Bild: Die alten Kalksteinbrüche Adschi-Muschkai bestehen aus kilometerlangen unterirdischen Gängen, oft keine zwei Meter hoch,

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Ein deutscher Insider berichtet : Überleben in Russland – über Leben in Russland

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02-08-19 07:18:00,

Berichte aus Russland sind zumeist widersprüchlich, abhängig davon, welches Medium berichtet. In den großen Medien kann man regelmäßig vom andauernden wirtschaftlichen Niedergang – nicht zuletzt durch die Sanktionen – lesen, in manch alternativem Medium erscheint es als heile Welt. Es gibt vermutlich viele unterschiedliche Wahrheiten über dieses Land, das jedoch viele Medien-Mitarbeiter, die darüber schreiben, kaum kennen, und schon gar nicht aus längerem und fundiertem eigenem Erleben. Der Autor und Journalist Thomas Röper („Anti-Spiegel“) war seit 1991 jedes Jahr mehrfach in Russland unterwegs. Seit 1998 arbeitet und lebt er im Land. Mit ihm sprach in St. Petersburg Andrea Drescher.

Wie kamen Sie nach Russland?

Das ist eine lange Geschichte, die 1991 auch damit begann, dass ich Ende 1991 in die Sowjetunion ein- und 1992 aus Russland ausgereist bin. Der Fahnenwechsel fand ja über Silvester statt. 1991 konnte man in allen Medien über die Hungersnot in Russland lesen. Gemeinsam mit Freunden startete ich während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann eine Hilfsaktion. Wir organisierten vier Container humanitärer Hilfe für Waisenhäuser und brachten diese dorthin. Daraus entwickelten sich die ersten Freundschaften. Unser Spendenkonto füllte sich immer wieder, sodass wir immer wieder Hilfsmaßnahmen durchführen konnten und mussten, es war nicht unser Geld und wir mussten es dem Zweck entsprechend verwenden. Als sich die Lage beruhigte und die Spendenbereitschaft nachließ, fuhr ich trotzdem weiter mehrfach im Jahr hinüber. Ich mag die Menschen, ihre Spontanität, Geselligkeit und Offenheit. Ganz besonders hatte und hat es mir St. Petersburg angetan. Da leben die Menschen…viel mehr als in Moskau, der Stadt, in der man arbeitet. Viele Moskauer fahren übers Wochenende nach St. Petersburg; Kultur, Nachtleben, Stadtfeste, es ist eigentlich immer sehr viel los.

Wie haben Sie die Jahre von 1992 bis 1999 unter Präsident Jelzin erlebt?

Auch wenn diese Zeit im Westen immer noch für Demokratie und Freiheit steht, waren es aus meiner Sicht Jahre der Anarchie und des Chaos. Es gab bittere Armut in der Bevölkerung. Keiner ging zur Polizei, wenn etwas passierte, denn die Polizei war korrupt und hat die Menschen noch zusätzlich ausgeraubt. Es kam vor, dass man nachts auf der Straße von Polizisten angehalten durchsucht wurde. Nach der Durchsuchung bekam man sein Portemonnaie immer leer zurück. Wir haben unser Geld immer in den Strümpfen versteckt und nur kleine Beträge im Geldbeutel behalten.

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Russland hat keine aggressiven Absichten – US-Strategiepapier erklärt die wahren Gründe der US-Politik | Anti-Spiegel

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26-06-19 09:16:00,

In den USA ist ein sehr aufschlussreiches Strategiepapier der RAND Corporation erschienen. In den USA wird sehr offen gesagt, was hierzulande als „Verschwörungstheorie“ bezeichnet wird, nämlich dass die USA Russland in die Knie zwingen wollen, obwohl Russland keinerlei aggressive Absichten hat. Daher will ich ausführlich über das Papier berichten und daraus zitieren.

Wer die Pläne der USA gegen Russland beim Namen nennt, der wird gerne als „Verschwörungstheretiker“ bezeichnet. Dabei sagen US-amerikanische Geostrategen und Think Tanks die Dinge in den USA ganz offen, nur findet sich darüber kein Wort in der deutschen Presse.

Die RAND Corporation ist ein Think Tank, der 1948 gegründet wurde und zunächst vor allem die US-Armee beraten hat. RAND spielte im Kalten Krieg eine wichtige Rolle, ist aber stark gewachsen und beeinflusst längst auch andere Politikfelder, wie Wirtschaftspolitik oder Gesundheitswesen. Die RAND Corporation dürfte zu den einflussreichsten Think Tanks in den USA gehören. Für diese Organisation haben unter anderem Donald Rumsfeld und Condoleezza Rice gearbeitet, aber auch ca. 30 Nobelpreisträger, die während ihrer Tätigkeit für RAND ihre Nobelpreise gewonnen haben.

Schon 1972 hat RAND eine Strategie erarbeitet, wie der Kalte Krieg zu gewinnen wäre. Man schlug vor, dass die USA sich von der Strategie verabschieden sollten, auf allen Gebieten gegen die Sowjetunion führend sein zu wollen und stattdessen versuchen sollten, die Initiative zu übernehmen und die Konkurrenz auf Felder zu lenken, wo die USA stärker waren und so den Kalten Krieg zu gewinnen. Ich kann nicht sicher sagen, ob Reagan den Plan kannte, aber Fakt ist, dass er genau so vorgegangen ist. Er hat die Sowjetunion auf zwei Feldern unter Druck gesetzt, nämlich einerseits ein teures Wettrüsten angefangen und gleichzeitig den Ölpreis gesenkt, sodass die Sowjetunion bei sinkenden Einnahmen immer höhere Kosten hatte. Im Ergebnis ist die Sowjetunion pleite gegangen, zerbrochen und der Kalte Krieg war für die USA gewonnen.

Man muss also verstehen, dass diese Pläne immer sehr langfristig sind. RAND hat den Plan 1972 ausgearbeitet, Reagan hat ihn ab 1980 umgesetzt und 1989 brach der Ostblock zusammen. Und damalige Beobachter konnten die Dinge gar nicht verstehen, man freute sich über niedrige Ölpreise und kam gar nicht auf die Idee, dass die USA dies mit Saudi-Arabien in Geheimgesprächen beschlossen und durchgesetzt hatten, um die Sowjetunion zu vernichten.

Heute, 30 Jahre später, weiß man das alles und Reagans Strategie ist Historikern bekannt.

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