Wie jetzt? Russland leistet den USA humanitäre Hilfe | Anti-Spiegel

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01-04-20 05:36:00,

In den letzten Tagen gab es ein mediales Hin und Her darüber, ob Russland den USA Hilfe gegen das Coronavirus leistet, oder nicht. Abgesehen davon, dass das für sich genommen schon eine interessante Meldung ist, ist auch die Chronologie interessant.

Dass Russland anderen Ländern beim Kampf gegen das Coronavirus hilft, ist für die westlichen Politiker und Medien nur schwer zu verkraften. Anstatt sich über die russische Hilfe zu freuen, wird Russland Propaganda vorgeworfen. Das ist umso abstruser, weil die westlichen Länder bisher weder einander, noch anderen Ländern derzeit nennenswerte Hilfe leisten. Jeder ist sich selbst der Nächste und hält seine Hilfsmittel zusammen, anstatt den besonders notleidenden Ländern zu helfen. Es mag verständlich sein, dass jedes Land zuerst an sich selbst denkt, aber das ist kein Grund, anderen Ländern ihre Hilfe auch noch zum Vorwurf zu machen.

Im Gegensatz dazu hat US-Präsident Trump Russland am Dienstag öffentlich für geleistete Hilfe gedankt:

„Russland hat uns eine sehr, sehr große Menge an Dingen geschickt, medizinische Ausrüstung.“

Interessant dabei war, dass der Kreml auf Nachfrage mitgeteilt hat, er wisse gar nichts von geleisteter Hilfe an die USA.

Erst einen Tag später wurde gemeldet, dass tatsächlich ein russisches Transportflugzeug mit medizinischem Gerät und Schutzmasken aus Russland auf dem Weg in die USA ist.

Die westlichen Politiker und Medien werfen Russland vor, es schlachte solche Hilfslieferungen propagandistisch aus. Die Ironie dabei ist, dass es in Russland kaum Meldungen über die russische Hilfe für die USA gibt. Dem russischen Fernsehen war das keinen eigenen Beitrag wert, in einem anderen Zusammenhang wurde lediglich eine Äußerung von Kremlsprecher Peskow gezeigt, in der er in einem Nebensatz sagte: „Präsident Putin sieht die Coronakrise als Gefahr für die ganze Welt an und daher werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten jedem Land helfen, das Hilfe benötigt.“

Anstatt der russischen „Propaganda-Medien“ berichten die deutschen „Qualitätsmedien“ über die russische Hilfe für die USA. Machen die jetzt etwa pro-russische Propaganda?

Verkehrte Welt…

Übrigens, da ich in Russland lebe und natürlich auch mit Menschen hier rede: In Russland sind die Geschäfte noch immer voll, es gibt sogar Klopapier in Hülle und Fülle. Was hingegen kaum zu bekommen ist, sind Desinfektionsmittel und Schutzmasken.

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“Liebesgrüße aus Russland”: Wie das russische Fernsehen über die Hilfe für Italien berichtet | Anti-Spiegel

“liebesgruse-aus-russland”:-wie-das-russische-fernsehen-uber-die-hilfe-fur-italien-berichtet-|-anti-spiegel

30-03-20 08:03:00,

Die russische Hilfe für Italien wurde in Brüssel und westlichen Medien kritisiert. Da ich darüber schon berichtet habe, halte ich es für interessant, wie das russische Fernsehen selbst darüber berichtet.

Die Kritik deutscher „Qualitätsmedien“ an der Hilfe für Italien, die China, Kuba und Russland leisten, nachdem die EU-„Partner“ Italiens Hilferufe ungehört haben verhallen lassen, ist ziemlich peinlich und ich habe darüber bereits geschrieben, die Details finden Sie hier. Daher will ich mir eine lange Einleitung sparen und übersetze den Beitrag des russischen Fernsehens vom Sonntag aus der Sendung „Nachrichten der Woche“ zu dem Thema.

Beginn der Übersetzung:

Nach einer telefonischen Vereinbarung zwischen den Führern Russlands und Italiens, Putin und Conte, begann das russische Militär mit der Desinfektion des am stärksten kontaminierten Gebietes in Italien, der 120.000 Einwohner Stadt Bergamo in der Lombardei. Das Coronavirus ist hier verbreiteter, als irgendwo sonst auf dem Planeten. Und auch seine Gefährlichkeit ist hier größer, als anderswo, weil die Sterblichkeitsrate in Bergamo durch das Coronavirus 6 Prozent beträgt, während sie in anderen Regionen der Welt, einschließlich China, niedriger ist.

Spezialisten des russischen Verteidigungsministeriums sind mit modernen Hochleistungsgeräten ausgestattet, sie sind gut geschützt, obwohl sie natürlich viel riskieren. Der Sänger Pupo zeigte die Dankbarkeit der Italiener. Zuerst hielt er eine Ansprache auf Russisch und begleitete sich danach selbst am Klavier, als er das beliebte russische Lied „Jest tolko mig“ sang. (Anm. d. Übers.: Eine sehr populäre und gefühlvolle Ballade, die Pupo in dem Beitrag übrigens fast akzentfrei gesungen hat)

Und so drücken gewöhnliche Italiener ihre Gefühle für Russland aus. Ein Bewohner des Piemont, Federico Cane, nimmt die EU-Flagge vom Ständer vor seinem Geschäft, rollt das blaue Sternenbanner in Ruhe ein, legt es irgendwo in einen Schrank und stellt stattdessen die russische Trikolore auf. Man versteht die Geste ohne Worte.

Aus Italien berichtet unsere Korrespondentin.

Es ist Samstag. Kein einziges Auto ist auf der Straße. Erst am Ende der dritten Quarantänewoche hat Italien endlich verstanden, was Quarantäne bedeutet.

Ein weiterer Kontrollposten. Wir holen unsere Papiere hervor. Zuerst wurden die Italiener höflich gebeten, das hat nicht funktioniert. Jetzt gibt es keine Toleranz mehr: Jeder wird angehalten. Selbst unsere Presseausweise reichen nicht mehr aus. Auf dem Formular das Kästchen mit dem Wort „Arbeit“ anzukreuzen,

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Corona in Russland: Moskauer Spiegel-Korrespondentin verbreitet wieder Falschmeldungen | Anti-Spiegel

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26-03-20 03:49:00,

Wenn die Moskau-Korrespondentin des Spiegel, Christina Hebel, Artikel schreibt, sind Un- und Halbwahrheiten (um das Wort „Lügen“ zu vermeiden) garantiert. So auch heute wieder, wenn Frau Hebel über angebliche Zensur in Russland wegen des Coronavirus berichtet.

Frau Hebel durfte mal wieder ein Machwerk schreiben und ich war zunächst sehr überrascht. Die Überschrift „Corona-Pandemie – Putin ist hart, Corona ist härter“ ließ einiges erwarten, aber zumindest die erste Hälfte des Artikels berichtete dann doch weitgehend sachlich korrekt über die Fernsehansprache Putins von gestern und über die Maßnahmen der Regierung. Logisch, ein paar verbale Seitenhiebe gegen Putin und Russland waren dabei, aber das ist ja nichts besonderes.

Aber wer Frau Hebel kennt, der weiß, dass sie ohne Lügen nicht auskommen kann. Das geht so weit, dass sie auch schon mal ganz offen und für jeden leicht nachprüfbar lügt und nachdem ich das nachgewiesen habe, hat der Spiegel den Artikel klammheimlich umgeschrieben und die gröbsten Lügen entfernt. Die Details dazu finden Sie hier.

Und so schreibt Frau Hebel in der zweiten Hälfte des Artikels dann auch von Behauptungen, in Russland würden die Zahlen der Corona-Infizierten gefälscht. Als Quelle gibt sie Partner von Navalny an. Die liefern zwar keine Belege für ihre Behauptungen, aber sie machen eine Menge Wind in russischen sozialen Netzwerken. Übrigens: Sie tun das, ohne dafür bestraft zu werden, obwohl doch angeblich in Russland eine strenge Zensur herrscht. Das nur als Denkanstoß am Rande.

Allerdings hat Russland – wie viele andere Länder auch – beschlossen, dass offensichtliche Falschmeldungen über das Coronavirus bestraft werden sollen, um Panik durch Falschmeldungen zu vermeiden Frau Hebel schrieb dazu:

„Danach könnte das Verbreiten von vermeintlichen Falschnachrichten unter das Strafrecht fallen. Bisher wird die Verbreitung von „Fake News“ bzw. von Informationen, die die russischen Behörden als solche einstufen, als Ordnungsstrafe geahndet.“

Man beachte: Die angebliche Zensur in Russland, von der wir immer so viel in Deutschland hören, besteht darin, dass offensichtliche Falschmeldungen bestenfalls als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Also mit einem Bußgeld, wie bei Falschparken. Wobei ich ehrlich gesagt keine Fälle kenne, in denen das angewendet wurde. Sollte jemand dazu Informationen mit Quellen haben, nehme ich die gerne an und werde berichten.

Nun also können Falschmeldungen über Corona in Russland als Straftaten verfolgt werden.

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Coronavirus in Russland: Aktuelle Lage und welche Maßnahmen die russische Regierung ergreift | Anti-Spiegel

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23-03-20 09:49:00,

Während die Corona-Epidemie in Europa außer Kontrolle geraten ist, steht Russland mit bisher knapp über 300 Infizierten noch vergleichsweise sehr gut da. Daher lohnt sich ein Blick darauf, wie Russland gegen die Epidemie kämpft und welche Maßnahmen eingeleitet werden.

Die Sendung des russischen Fernsehens „Nachrichten der Woche“ hatte auch an diesem Sonntag vor allem ein Thema: Corona. Der erste Beitrag dazu behandelte die Situation in Russland und die Maßnahmen, die die Regierung zur Bekämpfung der Epidemie und zur Unterstützung von Menschen und Wirtschaft eingeleitet hat. Auch Russland hat Milliardenprogramme gestartet, allerdings hat Russland allein in seinem „Wohlfahrtsfond“ Reserven von über 100 Milliarden Euro und muss sich für die Maßnahmen nicht verschulden, es hat genug Rücklagen.

Ich habe die den Beitrag des russischen Fernsehens über die Lage in Russland übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Heute gibt es auf der Welt nur ein Thema: das Coronavirus. Russland hat diese Gefahr bisher durch präventives und rechtzeitiges Handeln der Behörden hinausgezögert. Die globale Pandemie breitet sich im Vergleich zu China und Europa bei uns mit Verzögerung aus. Wir haben noch keinen einzigen Todesfall durch das Coronavirus und die Zahl Infizierten geht nicht in die Tausende, sondern in die Hunderte. Am 21. März waren es 306 Fälle. In den letzten 24 Stunden wurde bei 53 Menschen das Virus entdeckt. Alle sind in Behandlung. Die Heilung geht nicht schnell, aber die Ärzte retten Menschen. 16 Menschen sind schon wieder gesund.

Jedenfalls hat Russland Zeit gewonnen und damit die Möglichkeit, das Problem besser zu untersuchen, sich vorzubereiten und zu sehen, welche der in- und ausländischen Erfahrungen in unserem Land am effektivsten sein können. Ein weiteres wichtiges Detail: Russen bringen das Coronavirus immer noch vor allem aus dem Ausland mit nach Hause.

Trotzdem sollte die Bedrohung nicht unterschätzt werden. In allen Regionen des Landes wurden präventive Maßnahmen ergriffen, unabhängig davon, ob es dort Fälle gibt. Die wichtigsten sind strenge Quarantänemaßnahmen, Desinfektion und Körperhygiene. Das wird helfen, das Worst-Case-Szenario zu verhindern.

Außerdem sollte man auf zuverlässige Informationen der russischen Behörden hören. Alle Statistiken sind auf dem Portal стопкоронавирус.рф (übersetzt: stopcoronavirus) abrufbar.

Über die Maßnahmen in Russland berichtet Alexei Petrov.

Die Welt gewöhnt sich an das Leben unter den neuen Bedingungen. Die tägliche Daten über die Ausbreitung der Infektion sind wie Frontberichte.

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“Liebesgrüße aus Russland” – Moskau schickt 9 Flugzeuge mit dringend benötigten Hilfsgütern nach Italien | Anti-Spiegel

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22-03-20 04:10:00,

Russland schickt neun Flugzeuge mit Ärzten, medizinischem Gerät und Desinfektionseinheiten nach Italien. Während im „Werte-Westen“ jedes Land für sich kämpft und Italien allein gelassen wird, helfen ausgerechnet und Russland und China.

Am Samstagabend haben der russische Präsident Putin und der italienische Premierminister Conte telefoniert. Der Kreml berichtete, die beiden hätten die Situation in Italien und den Kampf gegen das Coronavirus besprochen. Putin sprach Conte sein Mitgefühl aus und bot an, Hilfe zu schicken. Conte nahm das dankbar an. Sie einigten sich darauf, dass Russland Spezialisten, mobile LKW zur Desinfizierung von Fahrzeugen und Gelände, sowie medizinisches Gerät schicken werde.

Schon heute ist das erste von neun Flugzeugen der russischen Luftwaffe nach Italien gestartet. Es wird auf einer Luftwaffenbasis 30 Kilometer von Rom entfernt landen. Insgesamt will Russland neun Transportflugzeuge vom Typ IL-76 nach Italien schicken. Es werden 100 Spezialisten geschickt, darunter auch erfahrene Seuchenexperten, die in Afrika Erfahrung beim Kampf gegen Ebola gesammelt haben.

Kremlsprecher Peskow teilte mit:

„Die Entscheidung, der italienischen Republik zu helfen, hat Putin in erster Linie aus humanitären Beweggründen getroffen.“

Italien ist das am schwersten vom Coronavirus betroffene Land der Welt. Bei der Zahl der Infizierten wird es in den nächsten Tagen China übertreffen, bei den Todesopfern steht Italien bereits an erster Stelle in der Welt. Conte hat heute beschlossen, alle Produktionsbetriebe im Land still zu legen, die nicht zur unmittelbaren Versorgung der Italiener mit Lebensnotwendigem nötig sind.

Die europäischen Länder schotten sich voneinander ab und verweigern einander praktische Hilfe. So hat Deutschland die Hilferufe aus Nachbarländern ignoriert und den Export von Schutzmasken, Medikamenten und so weiter genehmigungspflichtig gemacht. Auch wenn diese Maßnahme inzwischen wieder gekippt wurde, zeigt sie anschaulich, was die angebliche europäische oder auch westliche Solidarität wert ist. Wenn es zum Schwur kommt, ist sich jeder selbst der Nächste.

Ganz anders reagieren China und Russland. China hat schon vor einer Woche Spezialisten aus Wuhan nach Italien geschickt und hilft auch mit Videokonferenzen, bei denen erfahrene chinesische Ärzte ihren italienischen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite zur Seite stehen.

China hat in der Nacht rund 100 Tonnen dringend benötigte medizinische Hilfe für den Kampf gegen das Coronavirus in die Tschechei geschickt.

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Wie man in Russland auf europäischen Maßnahmen gegen das Coronavirus blickt | Anti-Spiegel

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21-03-20 11:34:00,

Das russische Fernsehen hat mit sichtbarem Kopfschütteln über die Maßnahmen berichtet, die in Europa gegen das Coronavirus beschlossen werden. Ohne weitere Vorworte habe ich den „Blick von außen“ auf die Situation in der EU übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Mehr als 3.400 Menschen sind in Europa gestorben, mehr als in Asien und Amerika. Die finanziellen Verluste durch das COVID-19 Coronavirus sind ein anderes Thema. Spanien und Italien fordern von Brüssel fast eine Miiliarde an Unterstützung, Frankreich sagt die Filmfestspiele von Cannes ab und die deutsche Bundesliga hat den Fans ehrlich mitgeteilt: In einer solchen Situation darf vor 2021 niemand mehr ins Stadion.

Symbolisch war vor diesem Hintergrund die Entscheidung des Vatikans, allen ihre Sünden zu vergeben, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Und die Sünden werden nicht nur ihnen vergeben, sondern auch allen, die den Kranken helfen.

Fürst Albert II. von Monaco, 62 Jahre alt, ist das erste Staatsoberhaupt, das sich mit Coronavirus angesteckt hat. Seine Hoheit wird unter Aufsicht seiner Privatärzten unter Quarantäne gestellt und es geht ihm gut. Aber jetzt müssen sich alle testen lassen, die in den letzten neun Tagen in seiner Gesellschaft waren, einschließlich des britischen Thronfolgers Prinz Charles.

111.000 Menschen: Die Gesamtzahl der Cornafälle in Europa übersteigt die Zahl der Fälle in China schon um 30.000.

„Wir stehen erst am Anfang der Krise. Wir haben außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um diese erste Welle zu mildern, aber wir sind gerade erst mit dem Virus ins Rennen gegangen“, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron.

Italien, Bergamo, die Hauptbrutstätte der Pandemie. Die Intensivstation des örtlichen Krankenhauses ist mit Patienten mit Lungenentzündung überfüllt. Im Flur warten Menschen auf Beatmungsgeräte. Wer braucht es am Dringendsten? Es geht um Leben und Tod und Ärzte irren sich manchmal. In ganz Norditalien ein ähnliches Bild. Es gibt einen Mangel an Medizintechnik und Schutzmasken, jetzt nähen Nonnen die Masken. Mobile Krankenhäuser werden eingesetzt und Schiffe werden in Krankenhäuser umgewandelt. Italiens Gesundheitssystem geht in die Knie, aber Virologen aus China, die gekommen sind, um zu helfen, sind überrascht von den Maßnahmen, oder besser von der Untätigkeit einiger lokaler Behörden.

„Ich glaube, dass es in Mailand, einer Stadt, die so vom Coronavirus betroffen ist, keine strengen Quarantänemaßnahmen gibt. Der öffentliche Nahverkehr arbeitet immer noch,

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Vergleich Deutschland und Russland: Warum es in Russland bisher so wenig Corona-Fälle gibt | Anti-Spiegel

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17-03-20 10:00:00,

Russland ist das bisher vom Coronavirus am wenigsten betroffene Land der Welt. Die EU-Länder sind heute die heftigsten getroffenen Länder der Welt. Was hat Russland richtig gemacht und was hat die EU falsch gemacht?

Vorweg sei gesagt, dass sich die Situation natürlich noch ändern kann. In Russland gibt es bisher – im Verhältnis zur Bevölkerung – die wenigsten Infizierten auf der Welt, die EU hingegen belegt einen Spitzenplatz. Da ist die Frage berechtigt, was Russland besser gemacht hat, als die EU.

Die Antwort ist einfach: Russland am schnellsten auf die aufziehende Gefahr reagiert. Trotz der betont freundschaftlichen Beziehungen zu China hat Russland als erstes Land die Grenze zu China komplett geschlossen. Das war bereits am 30. Januar. Damals hatte China gerade erst die Quarantänemaßnahmen beschlossen.

Russland hat im Fernen Osten eine lange Grenze mit China und normalerweise einen sehr regen Grenzverkehr. Die wirtschaftlichen Verbindungen sind dort eng und die Maßnahmen war keineswegs populär. Aber Russland hatte es damit geschafft, dass aus China nur zwei Infizierte ins Land gekommen waren und die waren sofort in Kliniken unter Quarantäne gestellt worden.

Russland hat auch auf den Ausbruch in Europa am schnellsten reagiert und schon ab dem 6. März angefangen, alle Einreisenden aus gefährdeten Ländern der EU zwangsweise nach der Einreise nach Russland unter Quarantäne zu stellen. Zur Erinnerung: Am 6. März war es in Europa noch recht ruhig im Vergleich zu jetzt. In Deutschland gab es ca. 400 Infizierte. Heute, elf Tage später, sind es fast 9.000.

Russland hat also diese Entwicklungen kommen sehen und sehr schnell reagiert. Ob das einen unkontrollierten Ausbruch in Russland verhindern kann, werden wir sehen. Aktuell gibt es in Russland 114 Infizierte, davon sind 5 bereits geheilt, aber es wurden 116.061 Tests gemacht.

Die allermeisten der Infizierten haben die Krankheit aus dem Ausland, vor allem aus Italien, nach Russland gebracht. Allerdings gab es in den letzten Tagen auch die ersten Fälle, in denen sich Menschen bereits in Russland angesteckt haben. Russland isoliert diese Menschen sofort und auch ihre drei „Kontaktkreise“. Das bedeutet, dass alle in Quarantäne müssen, die mit dem Infizierten Kontakt hatten (1. Kontaktkreis). Außerdem müssen alle in Quarantäne, die mit dem 1. Kontaktkreis in Kontakt waren (2. Kontaktkreis) und Sie ahnen es schon: Auch alle, die mit dem 2.

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Leserbriefe zu „‚Russland ist schuld!‘ am neuen Flüchtlingsstrom – ein weiterer Beleg dafür, dass die totale Manipulation möglich ist“

leserbriefe-zu-„‚russland-ist-schuld!‘-am-neuen-fluchtlingsstrom-–-ein-weiterer-beleg-dafur,-dass-die-totale-manipulation-moglich-ist“

16-03-20 12:12:00,

Die dramatischen Entwicklungen des Krieges in Syrien und dessen verfälschte mediale Darstellung war Thema des Artikels „‚Russland ist schuld!‘ am neuen Flüchtlingsstrom – ein weiterer Beleg dafür, dass die totale Manipulation möglich ist“. Wie stark dies auch die Leser der NachDenkSeiten beschäftigt, lässt sich an der folgenden Auswahl von Leserbriefen ermessen. Zusammengestellt von Lutz Hausstein.

1. Leserbrief

Hallo Herr Müller, liebes NDS-Team,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit. Die Nachdenkseiten sind für mich seit langem die wichtigste Informationsquelle, wenn es um politische Nachrichten und deren Einordnung geht.

Nun zum Thema:

Der besagte Artikel von Matthias Koch war – in gekürzter Version – auch als Leitartikel in der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ) erschienen und auch mir übel aufgestoßen. Das passierte mir als langjährigem Abonnenten der HAZ allerdings nicht zu ersten Mal.

Schon zu seinen Zeiten als Chefredakteur der HAZ fiel mir Herr Koch in seinen Artikeln als vehementer Verfechter der herrschenden, neoliberalen Verhältnisse sowie als glühender Fan von Angela Merkel auf. So kann ich mich an einen Leitartikel entsinnen – leider weiß ich den Zusammenhang nicht mehr – in dem er allen Ernstes Frau Merkel als Kanzlerin das Recht zubilligte, “ihr” Volk in wichtigen Fragen nicht oder falsch zu informieren. Da fragt man sich dann schon, welches Demokratieverständnis bei Herrn Koch vorherrscht. Immerhin ist er als Chefredakteur des RND ein führender Vertreter der journalistischen Klasse.

Nachdem ich mich lange jeden Morgen über die unions-lastige HAZ mit ihrer Schwarz-Weiß-Malerei und meist einseitigen Berichterstattung geärgert hatte (leider gibt es im Raum Hannover kaum vernünftige Alternativen, wenn man auch über Regionalnachrichten informiert werden möchte), habe ich vor einigen Jahren meinen Satire-Blog “Die Politglosse” aus der Taufe gehoben. Dort verarbeite ich unregelmäßig in mehr oder weniger ironisch-sarkastischer, manchmal auch klamaukiger Weise meinen Frust über die allgemeine Lage und die Berichterstattung in der HAZ und anderen Medien, betreibe quasi eine Art “schriftliches Politkabarett”. Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre Leserschaft mittels der Veröffentlich dieses Leserbriefes darauf hinzuweisen: politglosse.de. Eventuell ist das für Einige eine willkommene Ergänzung oder Abwechslung zu der notwendigerweise ja ernsthaften aufklärerischen Berichterstattung, wie die Nachdenkseiten sie so hervorragend betreiben.

Vielen Dank für Ihre gute Arbeit, und weiter so!

Herzliche Grüße

Frank Drotschmann

2.

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Coronavirus: Wie ist die Lage in Russland und wie wird in Russland berichtet? | Anti-Spiegel

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16-03-20 12:48:00,

Während das Coronavirus Deutschland mehr und mehr lahmlegt, geht das Leben in Russland bisher weitgehend normal weiter. Hier werde ich über eigene Eindrücke aus Russland berichten und einen Beitrag des russischen Fernsehens über Russlands Maßnahmen gegen die Pandemie übersetzen.

Sicherlich gibt es auch bei Russen und in sozialen Netzwerken Panik wegen des Coronavirus. Aber in meinem eigenen Bekanntenkreis wird die Geschichte mit Humor genommen. Auch Hamsterkäufe gibt es in Russland nicht, alle Supermärkte sind gefüllt wie eh und je. Lediglich Desinfektionsmittel und Schutzmasken sind kaum noch zu bekommen.

Als wir uns am Wochenende mit Freunden getroffen haben (eine alte Freundin war nach zwei Jahren mal wieder in Petersburg und so traf sich eine „alte Clique“ im Pub), war eines der Themen natürlich Corona. Aber es wurden in erster Linie Witze gemacht. In Russland wurden praktisch alle Flüge ins Ausland eingestellt, das Land trennt sich von der mit Corona infizierten Welt ab. Und so war einer der Witze des Abends die „Verschwörungstheorie“, dass die Krim der wahre Urheber des Coronavirus sein muss. Schließlich wird der Tourismus auf der Krim dieses Jahr blühen, wenn die Russen nicht mehr nach Ägypten, in die Türkei oder nach Griechenland an den Strand fliegen können.

Aber wenn man es ernsthaft betrachtet, dann bemerkt man in Russland nur, dass die Flüge ins Ausland eingestellt worden sind. Ansonsten ist noch alles wie immer. Die Menschen sind auf den Straßen, in den Kneipen, in den Museen, die Geschäfte sehen aus, wie immer und Videos über leere Regale in Europa werden mit ungläubigem Staunen auf WhatsApp und anderen sozialen Medien geteilt.

Und tatsächlich hat Russland bei der Bekämpfung des Virus bisher sehr viel richtig gemacht. Als erstes Land hatte Russland die Grenze zu China geschlossen und schon seit fast zwei Wochen müssen Einreisende aus europäischen „Corona-Ländern“ wie Deutschland automatisch nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohen bis zu fünf Jahre Haft. Und die Vorschriften sind einfach: Man darf die Wohnung 14 Tage nicht verlassen, unter keinen Umständen. Wer einen Arzt braucht, der ruft an und der Arzt macht einen Hausbesuch. Lebensmittel können beim Lieferservice bestellt werden, bezahlt wird online.

Diese kompromisslosen Maßnahmen haben dazu geführt, dass es in Russland (Stand Montag mittag) 63 Corona-Infizierte gibt und fast alle haben die Infektion aus dem Ausland mitgebracht.

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Russland fordert bei der OSZE die Freilassung von Julian Assange | Anti-Spiegel

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13-03-20 07:18:00,

Russland hat bei der OSZE den Fall von Julian Assange thematisiert. Es ist bezeichnend, dass es ausgerechnet Russland ist, dass sich für die Rechte des Journalisten einsetzt, der laut UNO in London gefoltert wird.

Ich habe erst gestern über den Selbstmordversuch von Chelsey Manning berichtet. Heute wurde bekannt, dass das Gericht sie aus den Haft entlassen hat. Außerdem hat Russland den Fall von Assange bei der OSZE eingebracht. Darüber hat das russische Außenministerium berichtet. Ich habe die Erklärung des russischen Außenministeriums übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Fall von Julian Assange wurde beim Ständigen Rat der OSZE behandelt. Am 7. März sprach die russische Delegation proaktiv die Frage des anhaltenden politischen Vorgehens gegen den Gründer von Wikileaks an. Noch einmal, es geht um den Ständigen Rates der OSZE.

Wir haben unsere Kritik an der Verfolgung des Journalisten und der Verletzung seiner Rechte zum Ausdruck gebracht. Ich denke, dass diese Formulierung noch zu harmlos ist, denn wir sprechen über Folter, die einem Menschen, einen Journalisten und Publizisten angetan wird, desseb Gesundheitszustand inzwischen bedenklich ist. Das ist nicht nur Verfolgung oder eine Verletzung seiner Rechte. Es geht um Verbrechen gegen einen Menschen, die wir „live“ beobachten und die für ihn tödlich enden können.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass sowohl Reporter ohne Grenzen, als auch der UN-Sonderberichterstatter für Folter Nils Meltzer harsche und deutliche Kritik geäußert haben. Der OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit Desir und der Kommissar des Europarats für Menschenrechte Mijatovich riefen ebenfalls dazu auf, den Gefangenen nicht an die Vereinigten Staaten auszuliefern. Sie betonten, dass ihm in den Vereinigten Staaten eine unverhältnismäßige Gefängnisstrafe, wenn nicht gar die Todesstrafe droht.

Während der Sitzung des Rates stellte Russland erneut fest, dass es unzulässig ist, dem Publizisten eine angemessene medizinische Versorgung – was ihn das Leben kosten kann – und eine ungehinderte Kommunikation mit seinen Anwälten zu verweigern.

Das Vereinigte Königreich und die USA vertreten jedoch eine andere Position. Ihrer Meinung nach hat der „Fall Assange“ nichts mit Meinungs- und Pressefreiheit zu tun, denn die Verbreitung von Verschlusssachen hätte „das Leben vieler Menschen gefährdet“.

Das heißt, London und Washington werfen dem Journalisten de facto vor, die Wahrheit zu verbreiten gefährde Menschenleben. Gleichzeitig möchte ich daran erinnern, dass die militärische Aggression des Westens gegen den Irak,

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Russland: Vorauseilende Stabilisierung

russland:-vorauseilende-stabilisierung

11-03-20 09:17:00,

Russland: Vorauseilende Stabilisierung

Kai-Ehlers-Russland-Voelkergemeinschaft-Vielvoelkerstruktur-Voelkerleben-Voelkerordnung-Kritisches-Netzwerk-bi-uni-polare-Weltordnung-Vielvoelkerorganismus-Vielvoelkerstaat

Noch hat sich die Erregung nicht gelegt, die Russlands Debatte um eine Verfassungsreform in den letzten Wochen hervorrief, da folgt mit dem jüngsten Beschluss der Staatsduma, Wladimir Putin eine weitere Amtszeit zu ermöglichen, schon die nächste Überraschung. Sie lässt fast alles bisher dazu Geschriebene zu Makulatur werden.

wladimir_russia_putin_moskau_moscow_druschba_kritisches_netzwerk_wladimirowitsch_feindbild_kremlin_vladimir_russophobie_russland_krim_crimea_sanktionen_assad_syrien_ukraine.jpg Der Vorgang ist bemerkenswert: Nicht eine verlängerte Amtszeit des Präsidenten, wie in den Wochen zuvor diskutiert, wurde beschlossen. Auch nicht die Einrichtung eines Verfassungsrates, an dessen Spitze Putin einen in seinen Vollmachten beschränkten zukünftigen Präsidenten aus dem Hintergrund leiten könnte. Es reichte ein schlichter Beschluss der Duma, mit Annahme der reformierten Verfassung zugleich eine neue Zählung der Amtszeiten auch für den Präsidenten beginnen zu lassen. Im Ergebnis kann Putin, dessen Amtszeiten nach alter Verfassung 2024 auslaufen würden, sich nunmehr um eine neue Amtszeit von 2024 bis 2030 und danach noch einmal von 2030 bis 2036 bewerben. Er wäre dann 84 Jahre alt.

Putins Begründung für den Schritt, die er vor der Duma abgab: Die Einrichtung einer Doppelherrschaft eines in seiner Macht beschnittenen Präsidenten und eines nebengeordneten Verfassungsrates könne gefährlich für die Verfassungsstabilität des Landes werden. Andererseits brauche das Land angesichts seiner immer noch bestehenden Verwundbarkeit, angesichts bedrohlicher sozialer und wirtschaftlicher Verwerfungen wie aktuell der Ölkrise oder der Herausforderung durch die Corona-Pandemie oder auch gegenüber Interventionsversuchen von außen heute noch eine Person, welche Stabilität und Kontinuität garantiere, bis diese Phase überwunden werde. Später könne sich das ändern. Es handele sich um eine Ausnahmeregelung, die nicht zur Regel werden solle.  

Diese Argumente leuchteten der Duma offensichtlich so unmittelbar ein, dass die von Putin vorgeschlagene Änderung sofort mit großer Mehrheit (380 zu 43) Stimmen beschlossen wurde, nur gemildert durch die Aufforderung Putins, den Beschluss noch durch das Verfassungsgericht bestätigen zu lassen.

► Ein Coup? . . . .  Was war das jetzt alles?

Der Coup eines Autokraten, der nicht von der Macht lassen kann? Die Selbstentmächtigung eines scheindemokratischen Parlamentes? Der endgültige Abschied Russlands aus der westlichen liberalen Weltordnung?

Solche Fragen darf man stellen. Eindeutige Antworten darauf gibt es nicht. Klar ist nur: der Schritt verrät Russlands, nicht nur Putins Ängste vor dem Verlust der mühsam erkämpften Stabilität, die eintreten könnte, wenn Putin in den Jahren, die bis zu seinem turnusmäßigen Abgang 2004 noch bevorstehen,

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Wie Russland die Einigung zwischen den USA und den Taliban einschätzt | Anti-Spiegel

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10-03-20 08:11:00,

Die USA und die Taliban haben ein Abkommen über einen Truppenabzug aus Afghanistan unterzeichnet. Wie wird das in Russland aufgenommen?

Ich habe über das Abkommen schon berichtet, als es unterzeichnet wurde, daher will ich das an dieser Stelle nicht alles wiederholen. Deshalb nur in Kürze: Es wurde vereinbart, dass die USA und die Nato innerhalb von 14 Monaten abziehen, dass die Taliban mit der afghanischen Regierung Friedensverhandlungen aufnehmen und dass die Taliban die Kriegshandlungen einstellen. Ansonsten würde die USA aus dem Abkommen wieder aussteigen.

Das müssten die USA eigentlich dann jetzt tun, denn die Taliban haben weiterhin Angriffe durchgeführt, die so schwer waren, dass die USA mit Luftangriffen antworten mussten. Und das praktisch gleichzeitig, während das Weiße Haus gemeldet hat, Trump habe mit „dem Führer der Taliban“ telefoniert. Die neue Harmonie zwischen Trump und „dem Mullah“, mit dem er telefoniert hat, geht so weit, dass Trump mitgeteilt hat, die USA und die Taliban hätten die gleichen Interessen in Afghanistan: Ein Ende der Gewalt. Auch der Spiegel hat über diese Vorgänge berichtet.

Aber wie schaut man in Russland auf diese merkwürdige Situation, dass nach 19 Jahren Krieg plötzlich der Kriegsgegner ein netter Kerl ist, mit dem man freundliche Plaudereien am Telefon abhält? Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nchrichten der Woche“ einen Kommentar zu dem Thema gebracht, der sich mal wieder völlig anders anhört, als alles, was man in den deutschen Medien zu dem Thema lesen konnte. Daher habe ich den Kommentar des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 3. März sagte US-Präsident Donald Trump, er habe mit dem Führer der afghanischen Taliban telefoniert. Die Taliban sind seit Beginn dieses Jahrhunderts sowohl vom UN-Sicherheitsrat, als auch vom Obersten Gerichtshof Russlands offiziell als Terrororganisation anerkannt. Um die Terroristen zu bekämpfen, sind die Amerikaner 2001 in Afghanistan einmarschiert. Und jetzt greift Präsident Trump im Weißen Haus zum Telefon und sagt: „Hallo! Taliban?“

Trump machte jedoch gegenüber Reportern keine Angaben darüber, mit wem er telefoniert hat, sondern sagte nur, dass er mit dem „Führer“ gesprochen habe. Die Taliban bestätigten später ein Telefongespräch mit Mullah Baradar Akhund, dem Stellvertreter für politische Angelegenheiten.

Jedenfalls wurde das Gespräch durch das zuvor zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban unterzeichnete Abkommen ermöglicht,

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Russland: Menschenrechtler machen aus anarchistischen Terroristen harmlose “linke Aktivisten” | Anti-Spiegel

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09-03-20 10:27:00,

Vor knapp einem Monat gab es Artikel, in denen Russland Folter von linken Aktivisten vorgeworfen wurde. Verschwiegen wurde dabei, dass es sich um eine anarchistische Terrorzelle gehandelt hat. Hier sind die neuesten Entwicklungen in dem Fall.

Ich habe schon im Februar aufgezeigt, dass es sich bei den „linken Aktivisten“ keineswegs um harmlose Aktivisten gehandelt hat, sondern um eine militante, schwer bewaffnete Gruppe, die Terroranschläge geplant und ihre Aktivitäten mit Drogenhandel finanziert hat. Die Gruppe nannte sich „Netz“. Wie ich in meinem Artikel aufgezeigt habe, lassen sich alle Berichte, die von harmlosen Aktivisten sprachen und Russland Folter und Erpressung von Geständnissen vorwarfen, zu von Chodorkowski finanzierten und geleiteten Quellen zurückverfolgen.

Die Foltervorwürfe wurden auch vom entsprechenden Beauftragten der UNO untersucht und es fand sich keinerlei Bestätigung dafür. Das von Chodorkowski gegründete und finanzierte Online-Portal Meduza hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, den Fall in die Öffentlichkeit zu bringen und die Angeklagten als unschuldige und harmlose Opfer darzustellen.

Umso bemerkenswerter ist, dass Meduza nun das Gegenteil berichtet. Meduza hat ein Mitglied des „Netzes“ interviewt, das in die Ukraine geflohen ist und im Interview ganz offen zugegeben hat, dass die Gruppe einen Doppelmord begangen hat, um Zeugen zu beseitigen.

Das hat zu Streit in den Reihen derer geführt, die immer noch behaupten, die „Aktivisten“ wären unschuldige Opfer. Jetzt gehen sie gemeinsam auf Meduza los, weil sie Meduza nun für eine Art „Nestbeschmutzer“ halten.

Über all das hat das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ wieder berichtet. Die beiden Beiträge des russischen Fernsehens, vor allem die gezeigten Belege der Anklage in Form von Videos, die die Gruppe selbst erstellt hat, spricht eine deutliche Sprache und ist auch ohne Russischkenntnisse verständlich, wenn man meine Übersetzung daneben hält. Ich habe daher diese beiden Beiträge – einen Kommentar aus dem Studio und eine Reportage – übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 4. März scheint die Leiche von Jekaterina Lewtschenko im Wald bei Rjasan gefunden worden zu sein. Zuvor wurde Artem Dorofeevs Leiche in derselben Gegend gefunden. Er wurde von Mitgliedern der anarchistischen Gruppe „Netz“ auf sadistische Weise getötet. Zumindest hat Alexey Poltavets, ein Mitglied des „Netzes“, der auf der Flucht ist, den Mord gestanden und sogar von den Motiven erzählt: die Angst,

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„Russland ist schuld!“ am neuen Flüchtlingsstrom – ein weiterer Beleg dafür, dass die totale Manipulation möglich ist

„russland-ist-schuld!“-am-neuen-fluchtlingsstrom-–-ein-weiterer-beleg-dafur,-dass-die-totale-manipulation-moglich-ist

05-03-20 07:37:00,

In den letzten Tagen erschien in mehreren Medien der hier verlinkte und weiter unten wiedergegebene Artikel „Nicht Ankara, Russland ist schuld“. Verfasser ist Matthias Koch, Mitglied der Chefredaktion von RND. Nach Meinung eines NDS-Lesers ist das Volksverhetzung. Jedenfalls ist es ein übles Machwerk, aus meiner Sicht Teil eines groß angelegten Versuchs, die Verantwortung des Westens für das Elend in Syrien und im Irak, einschl. der Verantwortung für die großen Fluchtbewegungen auf andere abzuschieben. Der Westen betreibt zusammen mit einigen Golfstaaten seit 2011 einen Regimechange in Syrien. Teil der Strategie sind die Förderung islamischen Terrors und das Aushungern des syrischen Volkes mit dem Ziel, möglichst viele Menschen und insbesondere Fachleute zur Flucht zu veranlassen. Teil der Destabilisierung ist auch die völkerrechtswidrige militärische Intervention der Türkei im Nordwesten Syriens. Syrien wehrt sich mit Hilfe Russlands. Das Fazit deutscher Medien: Die Russen sind schuld! Albrecht Müller.

Es gibt nur wenige Medien in Deutschland, die versuchen, die Geschichte richtig zu erzählen. Hier ist ein solches rares Beispiel:

Kolumne : Idlib ist ein Nest von Terroristen

Der Frieden in Syrien muss gemeinsam mit Russland, der syrischen Regierung und der Verwaltungselite gesucht werden. Leicht wird das nicht. Vor allem wenn man die Hauptverantwortung weiterhin bei Wladimir Putin sucht.

3.3.2020 Von Götz Aly

Ansonsten fast überall die gleiche fälschende Agitation.

Der Artikel von Koch, RND, erschien übrigens am 3.3. in der Frankfurter Rundschau und am 4.3. in der Hamburger Morgenpost. Vermutlich auch noch in anderen Medien, die sich bei RND bedienen.

Der NDS-Leser, der uns auf den Vorgang aufmerksam macht, fragt: „Gehört so etwas nicht vor Gericht und den Presserat?“ Die Frage ist berechtigt, aber das Vorhaben ist vermutlich aussichtslos.

Ansonsten raten wir und bitten wir darum, auch mit diesem Beispiel zu belegen, wie wir von unseren Medien betrogen werden.

Zur Unterstützung Ihres Aufklärungsversuchs hier noch ergänzende Hinweise:

  1. Vielleicht erinnern Sie sich noch: syrische Flüchtlinge wurden bisher und auch bei der letzten großen Fluchtbewegung in 2015 von der Regierung Merkel bevorzugt aufgenommen. Das sollte den Braindrain und das Ausbluten Syriens fördern. Siehe dazu in den NachDenkSeiten einige einschlägige Artikel:

    28. November 2017
    Konkrete Hilfe für Kinder in Syrien

    02.

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USA/Russland: Demokraten, Dollars und Doppelmoral

usa/russland:-demokraten,-dollars-und-doppelmoral

26-02-20 09:03:00,

Führende US-Demokraten fordern aktuell neue Sanktionen gegen Russland – wegen „Wahleinmischung“. Gleichzeitig werden im kommenden US-Haushalt große Summen zur internationalen Einmischung durch die USA eingeplant. Die Betrachtung von Bernie Sanders und seiner Partei führt in ein Dilemma. Von Tobias Riegel.

Die Meinungsmache und die Doppelmoral rund um die „russischen Einmischungen“ in die US-Politik erleben dieser Tage ein neues Hoch: So fordern prominente US-Demokraten neue Sanktionen gegen Russland – wegen angeblicher Wahleinmischung. Gleichzeitig kündigt die US-Regierung an, viel Geld bereit zu stellen, um gegen „russische Desinformation“ in anderen Ländern vorzugehen – also für Einmischungen. Derweil spinnen US-Geheimdienste gemeinsam mit US-Medien immer weiter an der These von der russischen Einmischung und lancierten gerade „Infos“, die nun auch den Demokraten Bernie Sanders betreffen – kurz vor wichtigen Wahlterminen. Der Vorwurf, russisch gelenkt zu sein, kann Kandidaten in die Ecke treiben, was Sanders für fragwürdige Distanzierungen gegenüber Russland zum Anlass nahm.

Sanders und Russland: Alles Wahltaktik?

Diese Äußerungen von Sanders gemahnen an ein Risiko, das die NachDenkSeiten kürzlich in diesem Artikel näher beschrieben haben: Angesichts der mächtigen innerparteilichen Widerstände könnte es sein, dass ein isolierter US-Präsident Sanders außenpolitisch martialisch und im Sinne der parteiübergreifenden „Kriegspartei“ agiert, um sich innenpolitischen Spielraum zu verschaffen. So gerne manche Anhänger Sanders’ jüngste Sätze in Richtung Russland als Wahltaktik verbuchen möchten: Man sollte nicht ignorieren, dass sich Sanders auch vor dem Wahlkampf außenpolitisch fragwürdig geäußert hat.

Zu den aktuellen Äußerungen von Sanders zu Russland hat Albrecht Müller gerade diesen Artikel geschrieben. Andere – sich teils positiv abhebende – Statements von Sanders finden sich in dieser Rede zur Außenpolitik von 2017, vor einigen Jahren hat er laut diesem Artikel eine „NATO unter Einbeziehung Russlands“ vorgeschlagen. Problematisches ist dagegen in diesem Artikel zu lesen, in dem Sanders 2017 folgendermaßen zitiert wird:

„Das kommt mir komisch vor: Wir haben einen Präsidenten, der sich unter Autokraten und Diktatoren wohler fühlt als im Kreis der Führer demokratischer Nationen. Warum ist er so in Putin verschossen, einen Mann, der die Demokratie unterdrückt und auf der ganzen Welt Demokratien destabilisiert – auch bei uns?“

700 Millionen Dollar – „Um dem russischen Einfluss entgegenzuwirken“

Dabei reservieren die USA selber (ganz offen) viel Geld,

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In Russland wurden angeblich “linke Aktivisten” gefoltert – Wie in Russland darüber berichtet wird | Anti-Spiegel

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24-02-20 06:40:00,

Letzte Woche gab es Berichte über angebliche Folter in Russland. Am Sonntag hat das russische Fernsehen über den Fall der Gruppe „Netz“ berichtet.

Ich habe letzte Woche über Berichte geschrieben, die auch in Deutschland erschienen sind, in denen es hieß, in Russland seien harmlose linke Aktivisten gefoltert und mit erpressten Geständnissen zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Wie ich schon dargestellt habe, gibt es für die Vorwürfe keinerlei Bestätigung und die Berichte lassen sich alle zu einer einzigen Quelle zurückverfolgen. Die Details finden Sie hier.

Nun hat auch das russische Fernsehen die Berichte aufgegriffen und darüber berichtet. In der Sendung „Nachrichten der Woche“ wurde am Sonntag ausführlich über die Gruppe berichtet, die sich „Netz“ nennt und der vorgeworfen wird, in Russland Terroranschläge geplant zu haben. Der Bericht ist vor allem deshalb interessant, weil dort auch Videos der Gruppe gezeigt werden, wie sie paramilitärische Übungen mit scharfen Waffen abgehalten hat, was die Gruppe auch nicht bestreitet. Der Bericht des russischen Fernsehens ist – wenn man meine Übersetzung dazu liest – auch ohne Russischnkenntnisse verständlich.

Beginn der Übersetzung:

Das ausländische Online-Portal Meduza hat eine eigene Untersuchung des sogenannten „Netz“-Falls veröffentlicht. „Netz“ ist eine paramilitärische, anarchistische Jugendorganisation, die ihre Kämpfer für politisch motivierte, bewaffnete Angriffe ausgebildet hat. Das Gericht hat langjährige Haftstrafen verhängt.

Ausgerechnet die Meduza-Untersuchung hat bestätigt, dass die Linken und Anarchisten mit Drogen gehandelt haben und auch Komplizen getötet haben, weil sie befürchteten, dass sie Informationen durchsickern lassen könnten. Die Geschichte ist unheimlich. Es spielen zwei Leichen, mindestens zwei Selbstmordversuche, viel Wildheit und Ignoranz mit.

Nun versuchen Menschenrechtsaktivisten, die Ergebnisse der Ermittlungen und sogar das Urteil des Gerichts in Frage zu stellen. Doch Meduza selbst gibt im Vorgriff auf ihre Veröffentlichung zu: „Wir sind uns bewusst, dass dies ein schwerer Schlag für alle ist, die die Angeklagten in dem Fall unterstützen. Auch für ihre Freunde und Verwandten. Viele Fakten sind immer noch schwer vorstellbar, aber wir als Journalisten haben nicht das Recht, solche wichtigen Informationen zu verheimlichen.“

Was die Gerichtsverfahren betrifft, so werden sie gegen die anderen Angeklagten im Fall „Netz“ fortgesetzt. Natürlich sollte die Untersuchung gewissenhaft und fehlerfrei durchgeführt werden. Das ist eine absolute Forderung des Gesetzes und der Gesellschaft. Gleichzeitig ist es jedoch unmöglich, bewaffneten Gruppen zu erlauben,

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Homophobie in Russland? Ein Kommentar des russischen Fernsehens | Anti-Spiegel

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23-02-20 08:04:00,

In der russischen Verfassung soll im Zuge der Verfassungsänderungen auch der Begriff der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben werden. Dagegen regt sich Widerstand in der LGBT-Gemeinschaft, wie das russische Fernsehen berichtet.

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ wurde berichtet, dass Human Rights Watch gegen die Festschreibung der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau protestiert, weil das die LGBT-Gemeinschaft diskriminieren würde. Darauf ging der Moderator in einem Kommentar ein.

Putin hatte im Zuge der Beratungen über die Verfassungsänderungen gesagt, dass es – solange er Präsident ist – in Russland „Mama und Papa“ geben werde. Das ist eine Reaktion auf Vorstöße einiger westlicher Länder, diese Begriffe aus der Amtssprache zu verdrängen und durch „Elternteil Eins und Elternteil Zwei“ zu ersetzen. Dagegen regt sich Protest bei der LGBT-Gemeinschaft.

Ich habe den Kommentar des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Verfassungsänderungen, die derzeit auf Vorschlag von Präsident Putin in der Gesellschaft diskutiert werden, provozieren sogar internationale Diskussionen. So schützt beispielsweise die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, die für ihre pro-amerikanische Linie bekannt ist, die russische Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen- und Transgender Gemeinschaft, kurz LGBT. Wie sich herausstellt, ist Putins Vorschlag, das Konzept der „Ehe“ als Verbindung zwischen Männern und Frauen in die Verfassung aufzunehmen, eine Diskriminierung der LGBT-Gemeinschaft und außerdem noch homophob. Das zumindest meint Tatiana Lokshina, stellvertretende Leiterin der Abteilung Europa und Zentralasien von Human Rights Watch: „Homophobie in Russland ist ziemlich stark und wird durch die Annahme diskriminierender Gesetze und entsprechender Rhetorik in den Medien noch verstärkt“, erklärte sie.

Das Gerede über Homophobie in Russland ist eine ziemlich abgeleierte Platte. Die traditionelle orientierte Mehrheit in Russland interessiert sich einfach nicht für die Besonderheiten der LGBT-Gemeinschaft. Phobie bedeutet Angst. Über welche Art von Angst kann man sprechen, wenn einem etwas Seltsamens aggressiv aufgedrängt wird? Das ist einfach lächerlich. Der größte Teil der Menschen in unserem Land zuckt einfach mit den Schultern und versucht, ungewöhnliche Menschen nicht zu beleidigen.

Jetzt sagt Putin, solange er Präsident ist, werden die Begriffe „Papa“ und „Mama“ in Russland erhalten bleiben. Das ist eine Art persönliche Garantie Putins. Wir werden sehen, wie es weiter geht. Aber so ist es erstmal. Und auch für die Festlegung der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau in der Verfassung werden die Menschen wahrscheinlich bei der Volkabstimmung stimmen.

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Russland heisst uns willkommen

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21-02-20 05:58:00,

Christian Müller

Christian Müller / 21. Feb 2020 –

Nach Russland reisen ist einfach und soll sogar noch einfacher werden. Warum nicht gleich hinfliegen?

Es geschehen Zeichen und Wunder. Für einmal war David Nauer, Russlandkorrespondent von Radio SRF, bereit, im «Echo der Zeit» Positives zu vermelden: Ab 2021 soll die Einreise nach Russland für Touristen deutlich einfacher werden, wenn auch noch nicht ganz ohne Visum.

Was das «Echo» allerdings über die jetzigen Einreisebestimmungen sagte, war ziemlich weltfremd und deutlich negativer, als es in der Realität ist. Da wurde von «einiges an Bürokratie» gesprochen, es sei «kompliziert und zeitaufwendig» und es brauche eine «Vielzahl von Dokumenten».

Wer in den letzten Jahren in Russland war, hat hingegen etwas Anderes erlebt: Er geht zu einem Reisebüro, das für die Ausstellung von Visa für Russland spezialisiert ist, und schon braucht es keine Einladung aus Russland, wie im «Echo» behauptet wurde. Einziger kleiner Zusatzaufwand: Man muss von der Krankenkasse eine Bestätigung haben, dass sie zahlt, wenn der Reisende in Russland krank werden oder verunfallen sollte. So eine Bescheinigung ist bei der Krankenkasse per Email zu erhalten. Nix von einer «Einladung aus Moskau», nix von einer «Vielzahl von Dokumenten», nix von «Bürokratie». Dass man allerdings dem Reisebüro für die Besorgung des Visums etwas zahlen muss, ist selbstverständlich.

Nett im «Echo der Zeit» war immerhin, dass David Nauer die Schönheit vieler russischer Städte bestätigte und sogar die Freundlichkeit der Russen erwähnte, indirekt Reisen nach Russland also sogar empfahl. Beizufügen wäre, dass wegen des Wechselkurses Franken/Rubel das Reisen in Russland auch durchaus preiswert ist. Wer etwa am kommenden Wochenende nach Moskau fliegt, zahlt im neuen Hotel Novotel am Airport Scheremetjewo für ein Doppelzimmer gerade mal 82 Euros.

Die Vereinfachung der Visa-Vergabe sei, so David Nauer, für russische Verhältnisse geradezu «eine Revolution». Warum auf diese «Revolution» warten und nicht schon dieses Jahr hinfliegen?

Zur 5-Minuten-Sendung zu diesem Thema im «Echo der Zeit» hier anklicken.

Für Visa aus der Schweiz nach Russland spezialisiert sind zum Beispiel Sibiriak oder visarussland.ch

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Nachtrag vom 21.

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Gerichtsentscheid: Russland soll 50 Milliarden Entschädigung zahlen – Wie berichten die russischen Medien? | Anti-Spiegel

gerichtsentscheid:-russland-soll-50-milliarden-entschadigung-zahlen-–-wie-berichten-die-russischen-medien?-|-anti-spiegel

20-02-20 03:46:00,

In den Niederlanden ist ein Urteil gefallen, dass Russland verpflichten soll, den ehemaligen Eigentümern des Öl-Konzerns Yukos 50 Milliarden Entschädigung zu bezahlen. Was sind die Hintergründe und wie wird in Russland berichtet?

Der ehemalige Oligarch Michael Chodorkowski wurde in Russland zu einer Haftstrafe wegen Bestechung, Steuerhinterziehung, Betrug, Geldwäsche und so weiter verurteilt. Sein Öl-Konzern Yukos wurde damals in einem eilig durchgeführten Bieterverfahren zerschlagen und gelangte in der Folge wieder in den Besitz des russischen Staates. Was wie eine Räuberpistole klingt, wurde von Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt: Das Gericht wies die Beschwerden von Chodorkowski ab und bestätigte das russische Gerichtsurteil. Die Details über die Entscheidung des europäischen Gerichts finden Sie hier.

Dennoch klagen die ehemaligen Aktionäre von Yukos, also Chodorkowski und Konsorten, in den Niederlanden auf Entschädigung. Einen ersten Prozess haben sie verloren, nun hat ein Berufungsgericht ein älteres Urteil bestätigt und Russland verurteilt, die ehemaligen Aktionäre mit 50 Milliarden Dollar zu entschädigen.

Im Spiegel gab es dazu einen kurzen Artikel, der darüber berichtet hat, aber die russische Sicht stark verkürzt dargestellt hat. Offensichtlich sollen die deutschen Leser nicht alles wissen, was Russland dazu zu sagen hat. Im Spiegel stand dazu:

„Das Justizministerium in Moskau kündigte indes an, die niederländische Entscheidung anfechten zu wollen. Russland werde weiter seine „legitimen Interessen“ verteidigen, hieß es. Das Gericht in Den Haag habe die Tatsache ignoriert, dass die früheren Anteilseigner als Investoren keine guten Absichten vertreten hätten, teilte das Ministerium mit. Die Kontrolle von Anteilen am Unternehmen sei damals durch „eine Reihe illegaler Handlungen“ erlangt worden.“

Ich frage mich immer wieder, warum deutsche Medien nicht die komplette Erklärung zitieren, sondern eigene Zusammenfassungen schreiben. Die russische Erklärung lautete:

„Die Kontrolle über die Aktiva des Unternehmens wurde durch eine Reihe illegaler Aktivitäten, einschließlich Verschwörungen und Bestechung von Beamten, erlangt. Während die ehemaligen Mehrheitseigentümern Yukos geführt haben wurden massive Steuerhinterziehungen begangen, Vermögenswerte illegal ins Ausland verschoben, Geld gewaschen und andere illegale Geschäfte gemacht.“

Und es stimmt ja: Die russischen Oligarchen haben ihre Vermögen in den 1990er Jahren alle illegal auf Kosten des russischen Staates zusammengeraubt. Und sie haben praktisch keine Steuern gezahlt.

Als Putin an die Macht kam, konnte er die Privatisierungen nicht einfach rückabwickeln, denn dann hätte er auch alle ausländischen Investoren enteignen müssen,

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Wie in Russland über die Eskalation in Syrien berichtet wird | Anti-Spiegel

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17-02-20 07:27:00,

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ auch über Syrien berichtet. Im Gegensatz zu den deutschen Medien haben die Russen ein Kamerateam vor Ort.

Die Bilder aus Syrien sind interessant und der Bericht des russischen Fernsehens dürfte mit meiner Übersetzung auch ohne Russischkenntnisse verständlich sein. In jedem Fall scheint er jedoch fundierter zu sein als alles, was die deutschen Medien berichten, deren Korrespondenten nicht vor Ort sondern tausende Kilometer entfernt zum Beispiel in Kairo im Büro sitzen, anstatt sich die Lage vor Ort selbst anzuschauen. Daher habe ich den Bericht übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Situation in der syrischen Provinz Idlib ist eskaliert. Dort schießen zwei Armeen – die syrische und die türkische – aufeinander. Gleichzeitig erhalten Terroristen neue Waffen und der Friedensprozess in der Deeskalationszone ist ins Stocken geraten.

Russland handelt aktiv sowohl auf diplomatischer als auch auf militärischer Linie, um Missverständnisse zwischen Syrien und der Türkei zu beseitigen. Erdogan rief Putin an. Der Kreml-Pressedienst sagte nach dem Gespräch: „Die Diskussion über verschiedene Aspekte der Beilegung der Syrien-Krise geht weiter, insbesondere vor dem Hintergrund der Verschärfung der Lage in der Deeskalationszone. Es wurde festgestellt, wie wichtig die vollständige Umsetzung der bestehenden russisch-türkischen Abkommen, einschließlich des Memorandums von Sotschi vom 17. September 2018, sind. Zu diesem Zweck wurden weitere Gespräche zwischen den zuständigen Ministerien vereinbart.“

Daraus wird deutlich, dass die Türken ihren Verpflichtungen nachkommen müssen. Die Situation wurde telefonisch von den Chefs der Generalstäbe Russlands und der Türkei, Valery Gerasimov und Yashar Guler, diskutiert. Putin diskutierte mit Mitgliedern des russischen Sicherheitsrates über die angespannte Lage rund um die syrische Provinz Idlib. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu wird am 17. Februar in Moskau eintreffen.

Wenn wir über die Perspektiven sprechen, wird klar, dass alle ausländischen Truppen, einschließlich der türkischen, das Territorium des souveränen Syrien verlassen werden. Was passiert derzeit in Idlib?

Aus Idlib ein Bericht unseres Korrespondenten.

Die türkische Artillerie auf syrischem Territorium handelt im Interesse von Militanten, die nicht weit von Idlib entfernt sind. Die türkische Armee unterstützt ihre Stellvertreter-Einheiten, aber wer sind diese Stellvertreter? Die sogenannte gemäßigte Opposition ist in der Deeskalationszone von Idlib aktiv. Es sind mehrere Tausend. Auch Terroristen des Ablegers von Al-Qaida sind aktiv.

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Wie in Russland über Thüringen und die Krise der CDU berichtet wird | Anti-Spiegel

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17-02-20 05:55:00,

Das politische Chaos in Deutschland nach den Ereignissen in Thüringen und nach AKK´s Rücktritt waren auch Thema in der Sendung „Nachrichten der Woche“ des russischen Fernsehens am Sonntag.

Der Blick von außen auf die deutsche Politik ist immer interessant. Der Blick von außen ist oft neutraler, weniger voreingenommen. Und der Deutschland-Korrespondent des russischen Fernsehens hat mit seiner trockenen Art, die Dinge zu analysieren, den Finger auf die Wunde des politischen Systems in Deutschland gelegt.

Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt, der manche Dinge deutlicher beim Namen nennt, als es die deutschen Medien tun.

Beginn der Übersetzung:

Deutschland ist nur einen Schritt von einer tiefen politischen Krise entfernt. Die Vorsitzende der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, die nach der Bundestagswahl 2021 Kanzlerin werden sollte, kündigte an, nicht mehr für das Kanzleramt zu kandidieren und sobald ein Nachfolger gefunden sei, werde sie aus dem Amt der Parteivorsitzenden ausscheiden. Ein schwerer Schlag, denn Angela Merkel hat alles getan, damit sie Nachfolgerin werden kann.

Kramp-Karrenbauers Rücktritt wurde von einem Skandal in Thüringen eingeleitet. Das Parlament wählte den Ministerpräsidenten des Bundeslandes. Im dritten Anlauf wurde der Vorsitzende der kleinen FDP, Thomas Kemmerich, gewählt. Er blieb nur 24 Stunden im Amt und trat dann zurück. Und das alles, weil Kanzlerin Merkel, die sich entschieden hatte, in die Kommunalwahlen einzugreifen, ihre Unzufriedenheit mit dem Abstimmungsergebnis erklärt hatte. Fakt ist, dass Kemmerich dank der Stimmen der nicht zum System gehörenden Partei „Alternative für Deutschland“ Ministerpräsident wurde. Wie schrecklich!

Doch der eigentliche Schreck ist für Merkel und die deutschen Eliten ein anderer. In Europa, in vielen Ländern, ob in Italien, Frankreich oder Spanien, befindet sich das alte Parteiensystem in einer Krise und die alten Eliten sind ratlos. Dasselbe gilt für Deutschland.

Aus den traditionellen Parteien ist die Luft raus und egal in welcher Konstellation, sie können keine Regierungen mehr bilden. Auch wenn es bisher nur regionale Regierungen betrifft, aber ohne die kollektiv Verhassten, die als „Faschisten“ bezeichnet werden, geht nichts mehr.

Natürlich ist die AfD keine faschistische Partei. Dennoch fordert der Chef der AfD in Thüringen, Björn Höcke, die Deutschen auf, sich nicht mehr von morgens bis abends für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu entschuldigen und sagt, Denkmäler für Holocaust-Opfer seien unnötig, weil sie die Deutschen beschämen.

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So reagiert Russland auf Versuche im Westen, die Geschichte des 2. Weltkriegs umzuschreiben | Anti-Spiegel

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31-01-20 11:09:00,

Im Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag gab es viele verstörende Äußerungen aus dem Westen, die anscheinend die Geschichte umschreiben wollen. Darauf hat das russische Außenministerium in einer ausführlichen Erklärung reagiert.

Ich habe in den letzten Tagen über einige Beispiele dafür berichtet. Auf der Seite der Tagesschau gab es einen Kommentar, von dem man meinen sollte, er stelle den Tiefpunkt dessen dar, was Politik und Medien im Westen von sich geben können. Aber nichts da! Es scheint einen wahren Wettbewerb zu geben, wer die Geschichte am dreistesten verfälschen kann. Dabei war die Rede des US-Vizepräsidenten auf dem Gedenktag noch fast harmlos gegen das, was aus Polen oder von der US-Botschaft in Dänemark gekommen ist. Und auch der Spiegel war sich nicht zu schade, zu behaupten, „

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Wie in Russland über das Coronavirus berichtet wird | Anti-Spiegel

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27-01-20 11:29:00,

Auch in Russland ist das Coronavirus aus China ein Thema. In der Sendung „Nachrichten der Woche“ gab es dazu zwei Beiträge.

Der eine Beitrag kam aus China, ist aber schwer zu übersetzen, wenn man nicht auch die Bilder der Reportage dazu sehen kann. Aber letztlich war es ein Bericht aus der unter Quarantäne gestellten Stadt Wuhan und darüber, wie China dort nun in nur einer Woche komplette Krankenhäuser auf der grünen Wiese baut. Interessanter war der andere Beitrag, der über die Vorsichtsmaßnahmen in Russland berichtet hat.

Da das Coronavirus die Schlagzeilen beherrscht habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das neue Coronavirus nähert sich Russland. Der erste Todesfall ereignete sich in der chinesischen Provinz Heilongjiang, die an mehrere russische Regionen im Fernen Osten grenzt. An den russischen Grenzübergängen und Flughäfen werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um potenziell Erkrankte zu identifizieren. Darüber hinaus empfahl die Verbraucherschutzbehörde den Russen, vorerst nicht nach China zu reisen. Wer bereits für Pauschalreisen oder Tickets nach China bezahlt hat, kann laut Gesetz mit Rückerstattung des vollen Preises rechnen. Was tut man in Russland, um eine Epidemie zu verhindern?

Das Labor des Gesundheitsamtes, wo das neue Coronavirus untersucht wird, darf nur mit Schutzanzügen betreten werden: Overalls, Schutzbrillen und Beatmungsgeräte. Die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, ist groß, weshalb hier maximale Sicherheitsstufe gilt.

Russische Wissenschaftler haben bereits ein sogenanntes Testsystem entwickelt, das es ermöglicht, den neuen Coronavirus zu identifizieren. Dabei handelt es sich um einen speziellen Satz chemischer Reagenzien, der dem Biomaterial des Patienten hinzugefügt wird, wie zum Beispiel ausgehusteter Schleim, und der Computer bestimmt, ob es sich um den neuen Virus handelt oder nicht.

Das Wissenschaftliche Zentrum für Virologie und Biotechnologie „Vector“ in Novosibirsk. Sobald chinesische Experten das neue Coronavirus entschlüsselt hatten, entwickelten russische Wissenschaftler Reagenzien. Jetzt kann in jedem Labor in jeder Stadt in Russland damit gearbeitet werden. Und die Zeit, bis ein Ergebnis vorliegt, ist minimal.

„Dieses System wurde entwickelt, um in sogenannter Echtzeit Ergebnisse zu liefern, das heißt, vom Beginn der Analyse bis zu den Ergebnissen dauert es 40 bis 50 Minuten.“, sagte Sergey Bodnev, Leiter des Labors für besonders gefährliche virale Infektionen des Wissenschaftlichen Zentrums für Virologie und Biotechnologie.

Bisher kann kein Wissenschaftler der Welt vollständig erklären,

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Russland: Regierungsrücktritt nach Putin-Rede

russland:-regierungsrucktritt-nach-putin-rede

16-01-20 11:23:00,

Umbesetzungen in der russischen Machtspitze kommen erfahrungsgemäß überraschend. So auch gestern. Die russische Regierung unter Dmitri Medwedew trat zurück. Die Regierung war wegen ihrer Sparpolitik, einem hohen Leitzins und einer Mehrwertsteuererhöhung unbeliebt. Doch der Rücktritt des gesamten Kabinetts kam völlig überraschend. Wladimir Putin hatte zuvor zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Armen, kinderreichen Familien, zur Verbesserung von Bildung und Gesundheit gefordert. Die neoliberal ausgerichtete Regierung hatte abgewirtschaftet. Von Ulrich Heyden, Moskau.

Am späten Mittwochnachmittag ernannte Wladimir Putin einen bisher fast unbekannten Spitzenbeamten zum geschäftsführenden Ministerpräsidenten. Es handelt sich um den bisherigen Leiter der russischen Steuerbehörde, Michail Mischustin. Beobachter in Moskau munkeln, nun beginne der „Transit“. „Transit“ nennt man in Russland die Übergabe der Macht von Wladimir Putin an einen Nachfolger. Putins Amtszeit endet 2024. Dass Mischustin als Nachfolger von Putin aufgebaut werden soll, ist möglich. Vielleicht ist er aber auch nur ein Übergangs-Premier.

Der neue Ministerpräsident leitete zehn Jahre die Steuerbehörde

Mischustin ist 53 Jahre alt. Er ist Absolvent des Moskauer Instituts für Werkzeugmaschinen und seit 1998 im Staatsdienst. 2007 wurde er Leiter für Wirtschaftssonderzonen. Seit 2010 leitet Mischustin die russische Steuerbehörde. Er gilt als Modernisierer. Er stellte die Steuerverwaltung auf digitale Verarbeitung um, führte die „elektronische Unterschrift“ und ein neues Verfahren zur steuerlichen Erfassung von Klein-Unternehmern ein.

Kampf gegen Armut und Bevölkerungsrückgang

Der gestrige Tag, der sicher in die Geschichtsbücher eingehen wird, begann ohne Überraschungen. Wladimir Putin hielt in der „Manege“, einer Halle nicht weit vom Kreml, seine alljährliche Rede (hier auf Englisch) zur „Lage der Nation“. Im ersten Teil der Rede schlug der Kreml-Chef zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung von Familien mit Kindern vor. Nach der Stabilisierung der Bevölkerungszahl vor einigen Jahren ist diese Zahl jetzt wieder rückläufig. Das hängt mit den 1990er Jahren unter Präsident Boris Jelzin zusammen, als es wegen der katastrophalen Wirtschaftslage nur Wenige wagten, Kinder in die Welt zu setzen.

Putin forderte in seiner Rede außerdem Maßnahmen gegen die die Armut und zur Verbesserung von Bildung und Gesundheitsversorgung. Das war erwartet worden und nicht verwunderlich. Denn die Bevölkerung musste in den letzten sechs Jahren Einkommensminderungen hinnehmen. Ein großer Teil der Bevölkerung hat ein Einkommen von nur 300 bis 400 Euro. 80 Prozent der Familien mit niedrigem Einkommen seien Familien mit Kindern, stellte der Kreml-Chef in seiner Rede fest.

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Wie in Russland über die Iran-Krise berichtet wird | Anti-Spiegel

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13-01-20 12:22:00,

Die Iran-Krise und das abgeschossene ukrainische Flugzeug waren ebenfalls Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ und es ist ausgesprochen interessant, wie anders die Dinge in Russland gesehen werden.

In Deutschland waren die Medien von der Eskalation zwar sichtlich schockiert, aber nichts desto trotz blieb für sie der Iran der Böse und die USA waren die Guten, auch wenn sie es waren, die die Welt an den Rand eines wirklich gefährlichen Krieges getrieben haben. In Russland wird das anders gesehen und daher habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wie ist die Welt an den Rand des Unmöglichen gekommen?

Der Iran schießt ballistische Raketen auf US-Luftwaffenstützpunkte. Es ist wie im Film, aber es ist kein Film. Am Jahrestag des Beginns der Islamischen Revolution sind Explosionen auf amerikanischen Stützpunkten im Irak zu hören. Es schien, als ob Trumps Schuss in Bagdad einen großen Krieg ausgelöst hätte.

Der große Krieg hat bisher nicht stattgefunden, aber es ist trotzdem eine große Tragödie geschehen. Das iranische Militär hat unabsichtlich ein ziviles Flugzeug mit Passagieren an Bord abgeschossen. Der Flug Teheran-Kiew der International Airlines der Ukraine wurde durch Raketen der iranischen Luftverteidigung zerstört. Das Flugzeug stürzte 15 Kilometer nördlich des internationalen Flughafens von Teheran ab und alle 176 Menschen an Bord wurden getötet.

Die iranische Regierung brauchte nur sehr wenig Zeit, um die Verantwortung für die Katastrophe zu übernehmen. Das ist erstaunlich, wenn wir uns an ähnliche Tragödien erinnern, bei denen die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und die Ukraine irrtümlicherweise zivile Flugzeuge abgeschossen haben.

„Wir entschuldigen uns für diese Tragödie. Wir trauern mit den Familien der Opfer. Es ist, als hätten wir unsere eigenen Lieben verloren. All dies ist die Folge der feindlichen und subversiven Aktionen Amerikas in der Region. In dieser Nacht bereiteten wir uns auf einen umfassenden militärischen Konflikt vor. Feindliche Kampfflugzeuge, die vor kurzem in die Region geflogen wurden, waren am Himmel und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kampfflugzeug oder ein Marschflugkörper in unserem Luftraum auftauchte, war extrem hoch“, sagte Amir Ali Hajizadeh, Kommandeur der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden.

Teheran ist bereit, Entschädigungen an die Angehörigen der Opfer der Katastrophe zu zahlen, die meisten der Toten sind Bürger der Islamischen Republik, und die Trümmer und die Blackboxen des Flugzeugs werden an Boeing-Spezialisten übergeben.

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Wie Russland die Sprachen, Gebräuche und Traditionen seiner nationalen Minderheiten schützt | Anti-Spiegel

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23-12-19 04:54:00,

Russland ist Vielvölkerstaat, der sich sehr für die vielen Volksgruppen und den Erhalt ihrer Sprachen und Bräuche einsetzt. Dazu gehören auch regionale Fernseh- und Radioprogramme in über 50 Sprachen.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ darüber berichtet, wie selbst kleine Volksgruppen Sendungen in ihren Muttersprachen schauen und hören können. Russland als Staat umfasst fast 200 Volksgruppen und beherbergt alle Weltreligionen. Weder unter den Zaren, noch unter der Sowjetunion sind ethnische Gruppen verschwunden. Dass jeder nach seiner Tradition leben kann, ist in Russland immer üblich gewesen. Auch die Kommunisten haben – sicherlich auch aus Propagandagründen – ihre Zeitungen in allen regionalen Sprachen herausgegeben, anstatt zu versuchen, die Volksgruppen zu assimilieren.

Das gilt auch für das heutige Russland, das große Anstrengungen unternimmt, all die kleinen Völker zu erhalten und zu fördern. Es gibt in Russland über 50 regionale Amtssprachen, in denen auch Schulunterricht stattfindet. In Russland funktioniert „multi-kulti“ ganz selbstverständlich, was man auch an der offiziellen Bezeichnung Russlands sehen kann. Was in Deutschland als „Russsiche Föderation“ übersetzt wird, ist eigentlich eine falsche Übersetzung. Es müsste „Russländische Föderation“ heißen, was bedeutet, dass alle Völker ihre Identität haben, aber sich zu Russland zugehörig fühlen. Und so ist es keineswegs ungewöhnlich, dass sich gerade auch in den fernen russischen Regionen die Menschen zum Beispiel als Dagestaner fühlen, aber echte „russländische“ Patrioten sind.

Über die Bemühungen Russlands im Umgang mit seinen vielen nationalen Minderheiten habe ich schon mal einen – wie ich finde – sehr interessanten Artikel am Beispiel der deutschen Minderheit in Sibirien geschrieben, den Sie hier finden. Übrigens gilt das auch für die Krim, wo – seit die Krim wieder zu Russland gehört – nun russisch, ukrainisch und krim-tatarisch offizielle Amtssprachen sind und auch wieder an den Schulen unterrichtet werden, während die Ukraine gerade mit Sprachgesetzen die Benutzung der Sprachen ihrer Minderheiten verbietet und Schulunterricht demnächst nur noch auf ukrainisch stattfindet.

Nun aber zu dem Beitrag des russischen Fernsehen vom Sonntag.

Beginn der Übersetzung:

Bei Putins großer Pressekonferenz versuchten viele, die Aufmerksamkeit des Präsidenten zu erregen, zum Beispiel, indem sie in ihren nationalen Trachten abgereist sind. Und da gibt es viel zu sehen. Es gibt 190 Nationalitäten in Russland, die fast 300 Sprachen sprechen.

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Wie in Russland über den Dopingskandal berichtet wird | Anti-Spiegel

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17-12-19 03:53:00,

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ noch einmal über den Doping-Skandal berichtet. Da mich immer wieder Leser fragen, wie in Russland darüber berichtet wird, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Russland für vier Jahre von der Teilnahme an großen internationalen Wettbewerben, einschließlich der nächsten beiden Olympischen Spiele, im Sommer in Tokio und in China im Winter 2022, suspendiert. Wenn russische Athleten individuell ihre „Reinheit“ beweisen, dürfen sie an Wettkämpfen teilnehmen, aber unter neutraler Flagge. Auch das Abspielen der russischen Nationalhymne wird verboten. Große internationale Wettbewerbe innerhalb Russlands sollen in andere Länder verlegt werden. Die Entscheidung tritt 21 Tage nach der Annahme in Kraft treten. Russland hat jedoch das Recht, das WADA-Urteil vorher vor dem Schiedsgericht für Sport (CAS) anzufechten.

Die politischen Motive hinter der WADA-Entscheidung sind unbestreitbar. Die Geschichte der Diskriminierung russischer Athleten gibt es seit mehreren Jahren. Und in der Regel treffen alle internationalen Sportgremien Entscheidungen, die nicht zugunsten der Russen sind. Infolgedessen nahmen viele unserer Athleten, nicht an den letzten Olympischen Winterspielen im koreanischen Pyeongchang teil, obwohl sie nicht in Dopingskandale verwickelt waren.

Alle 17 Personen waren einstimmig gegen Russland. Wir sprechen mit Francesco Ricci Bitti: Wenn er eine Stimme im Exekutivkomitee gehabt hätte, dann hätte es eine Stimme für Russland gegeben.

„Es gibt eine Chance für die russische Athleten. Das ist wichtig“, sagte Francesco Ricci Bitti, Mitglied des WADA-Exekutivkomitees.

„Waren alle objektiv oder gab es auch viel Politik bei dieser Entscheidung?“

„Natürlich gibt es da Politik. Sport ist heute sehr wichtig, also geht es nicht ohne Politik“, sagte Ricci.

„Aber haben Sie versucht, Ihre Kollegen zu überzeugen?“

„Ich habe mit allen gesprochen. Aber die Entscheidung ist, wie sie ist. Aber es gibt Schiedsverfahren. Russland sollte beim CAS Klage einreichen.“

WADA-Vizepräsidentin Linda Helleland läuft selbst zu den Reportern, sie war nicht eingeladen, auf der Pressekonferenz zu sprechen, und ich wollte aber allen sagen, wie enttäuscht sie war. Sie zitterte fast vor Ärger. Helleland forderte eine Entschuldigung auf staatlicher Ebene und eine vollständige Disqualifikation Russlands und aller Athleten, egal wie makellos ihr Ruf ist.

„Ich bin nicht zufrieden. Ich wollte eine vollständige Disqualifizierung erreichen, ohne das Recht,

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Russland und Syrien berichten von geplantem Giftgasangriff im Süden Idlibs

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13-12-19 03:04:00,

Retten nur in von HTS kontrollierten Gebieten. Bild: Weißhelme

Beschuldigt werden wieder einmal die Weißhelme, die mit HTS-Kämpfern zusammenarbeiten sollen. Bahnt sich in Idlib etwas an?

Es ist ein altes Thema. Was machen die Weißhelme? Sind sie einfach eine Hilfsorganisation, die allerdings nur in wenigen Gebieten in Syrien Menschen hilft? Oder sind sie eine vom Westen finanzierte Organisation, die eng mit islamistischen Milizen wie der früheren al-Qaida-Gruppe HTS kooperiert und nur in den von dieser kontrollierten Gebieten tätig ist? Der Verdacht ist, dass der Westen die Weißhelme finanziert, um weiter Einfluss auf die Anti-Assad-“Rebellen” zu haben, die mittlerweile weitgehend Dschihadisten sind.

Ob die Weißhelme, die derzeit nur in der “Rebellenhochburg” Idlib zu finden sind, auch Vorfälle wie Giftgasangriffe inszenieren, ist ein offenes Thema. Wenn man sich die Meldungen, Fotos und Videos der Weißhelme in den vom HTS kontrollierten Idlib anschaut, werden hier nur Zivilisten, allen voran Kinder, von syrischen oder russischen Angriffen zum Opfer gemacht.

Seltsamerweise gibt es nur wenige Männer, die “gerettet” werden, und nie tauchen bewaffnete Kämpfer auf. Es gibt auch keine Erklärung dafür, warum die Weißhelme nur in von Dschihadisten kontrollierten Gebieten tätig sind und nicht beispielsweise in denen, die von Kurden oder von der Assad-Regierung kontrolliert werden. Sie sollen auch an der Seite türkischer Streitkräfte und deren Milizen nach Afrin gekommen sein. Ob sie noch dort sind, ist unklar.

Sollten sie eine wirklich neutrale Organisation sein, wofür sie sich ausgeben, ist das schon ziemlich verdächtig. Es werden auch nur russische und syrische Angriffe berichtet, was die Dschihadisten machen, bleibt hingegen ausgeblendet. Gleichwohl werben die Weißhelme so für sich und gegen die Bösen, was eigentlich das Misstrauen verstärken wollte, wenn keine Belege für Tatsachenbehauptungen geboten werden:

You only see what the media shows you. If you want to know the truth, you have to see the whole picture. Russia and regime are killing civilians in #Syria and trying to hide their crimes by covering up the truth. Be our voice to the world.

Die russische Regierung sieht in den Weißhelmen jedenfalls eine vom Westen finanzierte Organisation, die gegen Russland und die Assad-Regierung arbeitet und beispielsweise den angeblichen Giftgasangriff in Douma (Duma) inszeniert haben soll. Aussagen von Whistleblowern und Kritik an der Untersuchung der OPCW legen nahe,

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Wie in Russland über den Doping-Skandal und die Strafe gegen Russland berichtet wird | Anti-Spiegel

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09-12-19 09:48:00,

Die Entscheidung der Weltdoping Agentur (WADA), Russland wegen Doping-Vorwürfen für vier Jahre von allen sportlichen Wettbewerben auszuschließen, macht Schlagzeilen in Deutschland. Aber wie wird über das Thema in Russland berichtet?

Ungewöhnlich viele Leser haben mir heute geschrieben und gefragt, wie in Russland über die Entscheidung der WADA berichtet wird. Ich habe daher beschlossen, den Beitrag aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens von Montag zu übersetzen, damit Sie sich ein ungefiltertes Bild machen können.

Beginn der Übersetzung:

Das WADA-Exekutivkomitee, das heute in Lausanne zusammengetreten ist, hat beschlossen, unser Land für vier Jahre von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen auszuschließen. Unsere Athleten dürfen nicht unter der Nationalflagge und mit der Nationalhymne auftreten, darüber hinaus wird Russland das Recht, internationale Meisterschaften auszurichten genommen. Nur saubere Athleten dürfen unter neutraler Flagge an Wettkämpfen teilnehmen. Unser Land hat drei Wochen Zeit, Berufung einzulegen. Gleichzeitig haben WADA-Vertreter bereits erklärt, dass die Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020 und das in Russland geplante Champions-League-Finale nicht unter die neuen Beschränkungen fallen. Der Internationale Verband wird über andere große Wettbewerbe, wie die Eishockey-Weltmeisterschaft, die 2023 in Russland angesetzt sind, entscheiden. Und der Präsident des Eishockeyverbandes hat bereits erklärt, dass er ein Gegner von kollektiver Bestrafung ist.

Die Entscheidung ist hart und wurde erwartet, aber ihre „Autoren“ haben die Sitzung enttäuscht verlassen, weil sie ihnen nicht hart genug erscheint. WADA-Vizepräsidentin Linda Helleland weinte fast vor Ärger – sie wünschte sich eine vollständige Disqualifikation sowohl Russlands, als auch russischer Athleten, auch unter neutraler Flagge.

Das Dokument, für das das WADA-Exekutivkomitee gestimmt hat, wiederholt die Empfehlungen des Compliance-Komitees vom November: Russland als Land ist von der Teilnahme an großen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen und darf auch vier Jahre lang keine internationalen Wettbewerbe zu Hause ausrichten.

Russische Athleten ohne Doping-Geschichte in ihrer Vergangenheit werden zu Wettkämpfen zugelassen, aber die Zulassungsrichtlinien und die Preisverleihungen sollen sein, wie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang – so sauber und so neutral wie möglich.

Francesco Ricci Bitti war der Einzige, der versuchte, seine Kollegen bis zuletzt zu überzeugen. Jetzt überzeugt er Russland, die Entscheidung in allen möglichen Instanzen anzufechten.

„Es gibt eine Chance für russische Athleten und das ist wichtig!“ sagte er unserer Korrespondentin.

„Waren alle objektiv oder spielte Politik bei dieser Entscheidung eine Rolle?“

„Natürlich gibt es dabei Politik.

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In Russland gibt es Hoffnung – trotz allem

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07-12-19 10:05:00,

Demonstration in Moskau 2011: Seither ist die russische Zivilgesellschaft stärker geworden.

Roman Berger / 07. Dez 2019 –

In den westlichen Medien sind Schlagzeilen über Russland überwiegend negativ. Wer genauer hinschaut, erhält ein anderes Bild.

Zum Beispiel Roman Junemann. Ich treffe den erst 24-Jährigen Politiker in einem Café im Zentrum von Moskau. Im vergangenen September ist Junemann als einer von fünf unabhängigen Kandidaten für das Moskauer Stadtparlament mit wenigen Stimmen unterlegen. „Ich bin noch jung und überzeugt, Russland langfristig verändern zu können.“ So erklärt der junge Politiker, warum er trotz allem weiter machen will. Schliesslich war der 1995 geborene Junemann noch ein Teenager von 16 Jahren, als im Winter 2011/2012 Hunderttausende in Moskau und St. Petersburg für ein freies Russland demonstrierten.

„Der Spielplatz im Hof“

Junemann lebt im Süden Moskaus, im Stadtteil Tschertanowo mit rund 200‘000 Einwohnern. Hier habe er erfahren, dass die russische Bevölkerung genug von „Ideologien, Parteien und Missionen“ habe. „Was die Bevölkerung wirklich beschäftigt, sind Alltagsprobleme, zum Beispiel der Kinderspielplatz im Hof oder die öffentlichen Schulen mit den schlecht bezahlten Lehrern.“ Von diesen Problemen habe er im Wahlkampf erfahren, als er bei den Wählern Werbung von Tür zu Tür gemacht habe. Für eine Mehrheit der WählerInnen finde Politik fernab in Büros statt, wo Bürokraten rasch viel Geld machen wollen. Das sei auch ein Grund dafür, weshalb so wenige wählen gehen würden.

Der mehrsprachige Junemann arbeitet in einer grossen internationalen Beratungsfirma und verdient, für russische Verhältnisse, ziemlich gut. Bei der Finanzierung seiner Wahlkämpfe sei er deshalb von grossen Sponsoren unabhängig und erfahre dabei, was die Einwohner wirklich beschäftige.

Abwarten und Wegschauen gilt nicht mehr

Was an Roman Junemann so fasziniert, ist seine charismatische, in die Zukunft blickende Haltung. Sie vereint viele der meist jungen Menschen rund um die Welt: in den USA, im Nahen Osten, in Chile oder Hongkong. Sie haben alle das Vertrauen in ihre jeweilige Regierung verloren, halten die Machthaber für korrupt, autoritär und besetzen den öffentlichen Raum – meistens friedlich. Und sie benützen modernste Technologien, die viele der Proteste überhaupt ermöglicht und verstärkt hatten. Abwarten und Wegschauen gilt nicht mehr.

Die russische Politologin Tatjana Voroschejkina ist etwa zwei Generationen älter als Roman Junemann. Im persönlichen Gespräch und in einer Analyse1 versucht sie zu erklären,

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Wie Russland die Aussichten der Weltwirtschaft einschätzt | Anti-Spiegel

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02-12-19 04:23:00,

Während im Westen die Sorge vor einer neuen Wirtschaftskrise wächst, ist man in Russland erstaunlich entspannt. Wie kommt das?

Russland macht sich immer unabhängiger sowohl vom Dollar und damit auch vom westlichen Finanzsystem. Obwohl das einer der Hauptgründe für die aggressive Politik der USA gegenüber Russland sein dürfte, wird in Deutschland darüber nicht berichtet.

Die Macht der USA steht und fällt mit dem Dollar. Solange der Dollar den weltweiten Handel dominiert, können die USA aufgrund der großen Nachfrage nach Dollar weiterhin ungebremst Schulden machen und damit ihren aufgeblähten Militärapparat finanzieren. Die Schulden der USA wachsen immer schneller, gerade erst haben sie die 23 Billionen-Dollar-Grenze durchbrochen. Das sind immerhin 23.000.000.000.000 Dollar Schulden. Die USA sind also de facto pleite, denn ihre Schulden wachsen immer schneller und sind völlig außer Kontrolle geraten. Aber solange der Dollar auf der Welt gefragt ist, können sie dieses Spiel spielen. Mehr Details dazu finden Sie hier.

Das ist der Grund, warum die USA gegen jedes Land vorgehen, dass seinen Handel nicht mehr in Dollar abwickeln möchte. Gaddafi zum Beispiel wollte eine afrikanische, goldgedeckte Währung einführen, damit war er zum Abschuss freigegeben. Aber im Falle von China und Russland können die USA nicht einfach die Länder bombardieren, sie sind zu stark und würden sich wehren. Also geht man gegen diese Länder mit Sanktionen vor.

Putin hat das immer wieder gesagt, wenn er 2014 von Kritikern im eigenen Land auf die Sanktionen angesprochen wurde, die mit der Wiedervereinigung mit der Krim begründet wurden. Putin hat seinen Kritikern dann entgegen gehalten, dass die Krim nicht der Grund für die Sanktionen sind, sondern nur ein Vorwand. Nach Putins Meinung wollen die USA Russland, nachdem es wieder auf die Beine gekommen ist und dem Weltmachtanspruch der USA im Wege steht, in die Knie zwingen. Wären die Ereignisse auf der Krim nicht gewesen, hätten die USA einen anderen Vorwand gefunden.

Und die folgenden Jahre gaben Putin recht. Die USA verhängen immer neue Sanktionen gegen Russland und längst geht es nicht mehr um die Krim. Die USA (er)finden ständig neue Vorwände für Sanktionen.

Wer diese These anzweifelt, sollte über folgendes Beispiel nachdenken: Die USA haben verschiedene Sanktionen wegen der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen von 2016 verhängt. Aber als der Mueller-Bericht ergeben hat,

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In Russland erlaubt: Das russische Fernsehen über das heikle Thema Leihmutterschaft | Anti-Spiegel

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02-12-19 08:52:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ geht es immer auch um inner-russische Themen, die ich meist nicht übersetze, weil sie für deutsche Leser nicht interessant und oft auch ohne Kenntnisse Russlands kaum zu verstehen sind. Aber die gesellschaftliche Diskussion in Russland über Leihmütter finde ich auch für deutsche Leser interessant.

Leihmutterschaft ist ein sehr umstrittenes Thema. In Deutschland und den meisten europäischen Ländern ist sie verboten. In Russland jedoch nicht. Da nun ein prominentes russisches Ehepaar offen damit umgeht, eine Leihmutter zu engagieren, um den eigenen Kinderwunsch zu erfüllen, wurde das Thema wieder öffentlich diskutiert.

Ich fand den Bericht des russische Fernsehens darüber sehr interessant, weil er beide Seiten dieser moralischen Frage beleuchtet und auch schonungslos die Probleme benennt, die es in Russland bei dem Thema aus rechtlicher Sicht gibt. Egal, wie man zu dem Thema stehen mag, den Bericht – eigentlich zwei Berichte, ein Kommentar des Moderators und eine Reportage zum Thema – fand ich so interessant, dass ich ihn übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die Aussage der berühmten Produzentin Yana Rudkowska, dass sie und ihr Mann – er ist der zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasieger Jewgeni Plushenko – ein Kind haben wollen, das eine andere Frau zur Welt bringen soll, war eine Sensation für die Boulevard-Presse. So öffentlich hat sich bei uns bisher keine Familie dazu geäußert. Die Leihmutter wurde bereits aus vielen Kandidatinnen ausgewählt, es sind nur noch einige rechtliche Formalitäten zu lösen. Aber der Plan ist: Die Frau, die ein Kind für Rudkowska und Plushenko gebären wird, wird für eine Weile direkt im Haus des berühmten Paares leben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Rudkowska und Plushenko offiziell verheiratet sind und ihre Ehe auch kirchlich geschlossen haben. Und das war für sie keine Formalie. Immerhin nennt Yana ihren Jewgeni einen „tief religiösen Menschen“. Für uns ist das sehr wichtig, denn unser Thema ist nicht die Beziehung des Paares, sondern die ideologischen Konflikte in der Gesellschaft, die man an diesem Beispiel sehen kann.

Wir sprechen über die so genannte Leihmutterschaft, das ist moderne Medizintechnik, die es dem männlichen Samen und der weiblichen Eizelle ermöglicht, sich in einem Labor zu vereinen, in vitro, und einen menschlichen Embryo zu bilden. Im Idealfall sind Vater und Mutter bekannt, aber der auf diese Weise und unter Zustimmung aller Beteiligten entstandene Embryo,

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Die NATO braucht Russland als Feind, sonst ist sie überflüssig

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30-11-19 10:30:00,

Lesezeit: 5 min

30.11.2019 09:46

Kommenden Mittwoch findet in London die große Geburtstagsfeier der NATO statt: Die Organisation wurde vor siebzig Jahren gegründet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stört seit Tagen die Geburtstagslaune mit peinlichen Fragen: Was ist der Sinn der NATO heute, wer und wo ist der Feind, vor dem die NATO schützt?

avtor

Die NATO braucht Russland als Feind, sonst ist sie überflüssig

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