Angebliche Sabotage gegen Tanker im Persischen Golf – Der Konflikt mit Iran spitzt sich zu | Anti-Spiegel

13-05-19 02:33:00,

Die Lage rund um den Konflikt mit dem Iran spitzt sich im Eiltempo zu. Selbst ein Krieg scheint inzwischen denkbar.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. 2015 schlossen die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und die EU mit dem Iran das Atomabkommen. Dieses Abkommen verpflichtete den Iran, sein Atomprogramm internationalen Kontrollen zu unterstellen und erlaubte ihm nur noch die zivile Nutzung der Atomkraft. Im Gegenzug sollten die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Die internationalen Kontrolleure bescheinigen dem Iran, sich an das Abkommen zu halten. Die USA haben das Abkommen vor einem Jahr gebrochen, denn eine einseitige Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen, gibt es nicht. Da das Abkommen durch Resolution des UN-Sicherheitsrates in den Rang des Völkerrechts gehoben wurde, haben die USA nicht nur einen internationalen Vertrag gebrochen, sondern auch das Völkerrecht.

Die EU verstößt ebenfalls gegen das Abkommen, denn sie erhält den Handel mit dem Iran nicht aufrecht, sondern beugt sich dem Druck aus Washington. Außer schönen Worten, man wolle das Abkommen retten, kommt nichts aus Brüssel. Der Iran ist also in einer Situation, in der er das Abkommen einseitig erfüllt, während der Westen seinen Teil der Vereinbarung nicht umsetzt. So geht es nun schon genau ein Jahr und der Iran hat das ein ganzes Jahr lang geduldig ertragen, bevor er selbst angekündigt hat, zwei Teile des Abkommens auszusetzen.

Die Medien in Deutschland haben nun alle Hände voll zu tun, von diesem Rechtsbruch der USA und der EU abzulenken und irgendwie den Iran in ein schlechtes Licht zu rücken.

Die Hardliner in Washington um US-Außenminister Pompeo und Sicherheitsberater Bolton wollen offensichtlich einen Krieg, allerdings ist es bisher Trump, der darauf nicht anspringt. Trotzdem haben die USA eine weitere Flugzeugträgergruppe und eine Bomberstaffel an den Golf verlegt. Und sie haben verkündet, der Iran bedrohe US-Interessen in der Region. Dass die USA „ihre Interessen“ bei Bedarf auch skrupellos mit Krieg anstatt mit gleichberechtigten Verhandlungen schützen, ist bekannt. Man kann die Handlungen der USA also als Kriegsdrohungen gegen den Iran werten.

Nun weiß man aus der Vergangenheit, dass die USA einen Kriegsgrund auch gerne selbst fabrizieren, wenn es keinen gibt. Sei es der Vorfall von Tomkin, der den Vietnamkrieg ausgelöst hat und den es gar nicht gegeben hat, sei es die Brutkastenlüge beim Golfkrieg 1991,

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Sabotage des Stromversorgungsnetzes von Venezuela

12-03-19 04:52:00,

Seit mehr als 30 Stunden sind 18 der 23 venezolanischen Provinzen ohne Strom. Der Ausfall, der in Caracas begann, hat sich im ganzen Land verbreitet.

Mindestens 79 Menschen wären aufgrund dieser Panne gestorben, einschließlich Neugeborene im Krankenhaus.

Der Präsident der Nationalversammlung, Juan Guaidó, hat sofort die Macht beschuldigt, die elektrischen Anlagen verkommen haben zu lassen und öffentliche Mittel für ihre Instandhaltung gestohlen zu haben. Dann warf er Präsident Nicolas Maduro vor, Babys ermordet zu haben.

Die Behörden haben es ihrerseits nach langer Arbeit geschafft, die Ursache der Panne zu ermitteln: ein Computerangriff. Der Informationsminister Jorge Rodriguez beschuldigte den US-Senator Marco Rubio, es seit dem Beginn zu wissen, wie eine seiner Aussagen es beweisen würde.

Denn Marco Rubio zog eine Parallele zwischen diesem Minister und seinem irakischen Amtskollegen unter Präsident Saddam Hussein, Muhammad Saeed al-Sahhaf (der “Bagdad Boy)”, der ein paar Minuten vor der Zerstörung der Hauptstadt durch die U.S. Bomben und dem Sturz des Regimes noch im Fernsehen mit Stolz gesprochen hatte.

Die Sabotage ist traditionell eine der Funktionen der CIA, zuerst gegen die Sowjetunion, dann heute in allen Kriegs-Theatern (Libyen, Syrien, Venezuela, Jemen). Die Zerstörung der Elektrizitäts-Netze ist bekannt als Mittel, um die Moral des Volkes zu untergraben.

Übersetzung
Horst Frohlich

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