Sahra Wagenknecht im Interview: „Diese Menschen verstehen sich nicht mehr als links, weil…“

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15-05-19 11:43:00,

Die Politik ist laut Sahra Wagenknecht stark beliebig geworden, es stößt die Leute ab und führt dazu, dass sie die Demokratie nicht als Gewinn betrachten. Im Gespräch mit Journalist und Buchautor Gabor Steingart erzählte sie, welche Politiker sie besonders schätzt, was für eine Regierung sie sich wünschte und was ihre Partei gerade herausfordert.

Vor wenigen Wochen kündigte die Linken-Chefin an, im Herbst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Fraktionsvorsitzende zu kandidieren. Seither war sie für einige Zeit untergetaucht. Nun bestätigt sie, es gehe ihr deutlich besser und sie habe sich gut erholt. Wie lassen sich für sie positiver und negativer Stress unterscheiden? Wenn man Wahlkampfveranstaltungen habe, wo man sehr nette Resonanz bekomme, so Wagenknecht, das sei auch Stress, aber ein erheblicher Teil des Kräfteverschleiß aller Parteien seien interne Auseinandersetzungen. „Da gibt es Neid und Rivalität, da gibt es mehr Menschen, als es Spitzenposten gibt. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass in den einzelnen Parteien stärkere Persönlichkeiten wären, denen es zumindest auch um die Inhalte geht.“

Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (Archivbild)

©
REUTERS / Stefanie Loos

Über Peinlichkeiten, Lobbyismus und Mafias

Sie habe übrigens immer Politiker geschätzt, wo sie das Gefühl gehabt habe, da sei „wenigstens eine Überzeugung, die sind nicht zufällig in einer Partei gestolpert, in der sie dann eben ihre Karriere machen. Irgendwo sei die Politik stark beliebig geworden. Die Politikerin glaubt, dass das die Menschen abstößt und am Ende auch dazu führt, dass sie die Demokratie nicht wirklich als einen Gewinn betrachten. Schuld daran hätten verschiedene Politiker, die aber eigentlich alle das Gleiche machen würden. Dies sei eine gefährliche Entwicklung.

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‘Aufstehen’ gaat door, met Sahra Wagenknecht | Uitpers

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19-03-19 01:01:00,

Zou het de snelst uitgedoofde linkse beweging in Duitsland worden? Het midden 2018 opgestarte ‘Verzamelingsproject Opstaan’ (‘Sammlungsbewegung Aufstehen’) …

Een beweging die zich tot doel stelde de drie linkse Duitse partijen (SPD, Die Linke en Bündnis 90/Die Grünen) naar links te doen opschuiven, alsook naar elkaar toe, om finaal te komen tot een linkse regering. Om dat te realiseren wou ‘Aufstehen’ mensen uit de drie vermelde partijen maar ook van daarbuiten aantrekken om samen linkse beleidsvisies uit te werken en te promoten. Vanuit de drie vermelde partijen kwam echter kritiek op de nieuwkomer die als een extra concurrent beschouwd werd. In de media werd de eigenzinnige Wagenknecht verweten dat ze meer verdeelde dan dat ze samenbracht.

Te veel hooi op de vork …

Totale verrassing begin maart: Sahra Wagenknecht (1) kondigde aan dat ze zich terugtrok uit zowel haar leidende functies bij ‘Die Linke’ (waar ze fractieleider was) als bij ‘Aufstehen’. Ze wou er een tijd tussen uit en gaf gezondheidsredenen op. In één woord: stress. Ze had de doktersraad gekregen het een tijd kalm aan te doen.

In interviews liet ze weten ‘innerlijk opgebrand’ te zijn. “Ich war ziemlich ausgebrannt.” Niet verwonderlijk voor iemand die jarenlang volop in de media-aandacht stond. Maar ook de meningsverschillen binnen ‘Die Linke’ – met name over het Duits migratiebeleid – hadden aan haar ‘gevreten’. Medestanders verklaarden dat Wagenknecht door de intriges van de partijleiding – het duo Katja Kipping en Bernd Riexinger – tot opgave gedwongen werd.

Wagenknechts terugtreden bleef niet zonder gevolgen: ‘Die Linke’ kende in de eerste na haar opstappen afgenomen opiniepeiling, een terugval. Medestanders verklaarden ook aan stoppen te denken. ‘Aufstehen” werd in een aantal media doodverklaard.

Toegejuicht wederoptreden

Een bijeenkomst van Aufstehen in Hamburg op donderdag 14 maart weerlegde het doemdenken over de beweging. “Degenen die geloven dat Aufstehen dood is, zullen verrast zijn”, stelde Wolfgang Radtke van ‘Aufstehen-Groep Uelzen-Wendland’.

Ook Wagenknecht gaf in Hamburg ‘acte de présence’. Op het podium van de Cultuurcentrumfabriek ontving ze een staande ovatie. Ruim 800 aanhangers van de ‘verzamelingsbeweging’ kwamen er samen, schreef TAZ-correspondent Gernot Knödler. (2) Voor degenen die niet meer binnen konden, werd er buiten videoprojectie voorzien.

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Sahra Wagenknecht: „Aufstehen“ für soziale Gerechtigkeit – gegen ein zweites Chemnitz

Sahra Wagenknecht: „Aufstehen“ für soziale Gerechtigkeit – gegen ein zweites Chemnitz

14-09-18 09:20:00,

Die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat in einem ausführlichen Interview zu Motiven für die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ und wiederkehrenden Vorwürfen gegen ihre Person Stellung genommen. Sie warnt vor einem zweiten Chemnitz, sollte die Bundesregierung den derzeitigen Kurs beibehalten.

Das Online-Portal „Yahoo! Nachrichten Deutschland“ räumte Sahra Wagenknecht viel Platz ein, um die Werbetrommel für die Sammelbewegung „Aufstehen“ rühren zu können. Aber ganz so einfach wollte man es ihr dabei wohl doch nicht machen, hat es den Anschein. Immer wieder erkennt man in dem zweiteiligen Interview die inzwischen mit allen Wassern gewaschene Profi-Politikerin. Unangenehmen Fragen versucht sie auszuweichen, indem sie beispielsweise einfach das Thema wechselt – in der Hoffnung, der Interviewpartner wird nicht auf die Beantwortung seiner Frage beharren. Doch den Gefallen tut ihr der Fragende in diesem Fall nicht immer.

Umgekehrt offenbaren manche Fragen des Autoren von „Yahoo! Nachrichten“ auch eine gewisse Voreingenommenheit gegenüber der Person Sahra Wagenknecht. Dutzendfach werden stereotype Vorwürfe wiederholt, zu denen sich Wagenknecht bereits erklärt hat. Die Ereignisse von Chemnitz und die AfD machen gut die Hälfte des Interviews aus. Auch eine gewisse Grundskepsis gegenüber den Intentionen der Sammlungsbewegung ist erkennbar.

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Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung #Aufstehen startet mit mehr als 100.000 Anhängern

Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung #Aufstehen startet mit mehr als 100.000 Anhängern

04-09-18 03:58:00,

Newsticker

4.09.2018 • 11:23 Uhr

Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung #Aufstehen startet mit mehr als 100.000 Anhängern (Archivbild)

Die linke Sammlungsbewegung #Aufstehen hat zum offiziellen Start mehr als 100.000 Unterstützer registriert. Die Initiatorin Sahra Wagenknecht sagte am Dienstagmorgen bei der Vorstellung in Berlin, dass sich seit Anfang August 101.741 Menschen online angemeldet hätten. Damit seien die Erwartungen übertroffen worden, betonte die Fraktionschefin der Linken im Bundestag. “Ich bin wirklich beeindruckt, wie viele Menschen sich gemeldet haben.”

Wagenknecht nannte “eine handfeste Krise der Demokratie” in Deutschland als Hauptgrund für die Gründung ihrer Bewegung. Wenn nicht gegengesteuert werde, “dann wird dieses Land in fünf oder zehn Jahren nicht wiederzuerkennen sein”.

Mehr zum Thema – Der Tagesspiegel über RT Deutsch und #aufstehen – Ein Fall für Fielmann

Wagenknecht stellte die Sammlungsbewegung unter anderen zusammen mit dem ehemaligen Grünen-Chef Ludger Volmer und der Flensburger SPD-Oberbürgermeisterin Simone Lange vor. (dpa)

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Sahra Wagenknecht hält der Linkspartei eine Standpauke

Sahra Wagenknecht hält der Linkspartei eine Standpauke

20-06-18 07:11:00,

Bild: flickr

Sarah Wagenknecht hat den Parteitag der Linken für eine Standpauke an die eigenen Genossinnen und Genossen genutzt. Dies war ebenso notwendig wie mutig.

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von Friedrich Langberg

„Links“ und „Rechts“ sind in der politischen Realität überholte Begriffe. Sie sind zu Etiketten verkommen, hinter denen sich politisch Aktive vor allem dann verstecken, wenn sie ihre Prinzipienlosigkeit als Haltung verkaufen müssen. Die zentrale Demarkationslinie trennt heute nicht mehr in erster Line Linke von Rechten. Sie trennt Profiteure des Systems von denen, auf deren Kosten diese Profite gemacht werden. In Wahrheit geht es um „oben“ und „unten“.

Vor allem in Italien ist derzeit zu beobachten, wie fruchtbar politische Bündnisse sein können, die das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Wenn auf ideologische Scheindebatten vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte zugunsten eines höheren Zweckes verzichtet wird.

„Die Linke“ – Fraktionschefin redet ihrer Partei ins Gewissen

Sahra Wagenknecht hat den vergangenen Parteitag der Linken genutzt, um politischen Tagträumen ein Ende zu setzen. Anfangs hat sie ihre „Genossinnen und Genossen“ gleich einmal erinnert, für wen deutsche Politiker eigentlich da sein sollen. Die eigenen Leute nämlich, die Arbeiter, die Opfer von Merkles „marktkonformer Demokratie“. Diese Leute müsse man mit Respekt behandeln, nicht von oben herab.

Wagenknecht erinnerte daran, dass der inzwischen verpönte Osten einst die Hochburg ihrer eigenen Partei war. Es könne nicht angehen, dass man sich außerhalb der Universitäten nicht mehr für die Menschen interessiere. Dass Gewerkschafter und Arbeiter heute vermehrt AfD wählen, erkannte Wagenknecht durchaus als eigenes Versagen.

„Die SPD hat in den vergangenen Jahren über zehn Millionen Wähler und hunderttausende Mitglieder verloren. Und wir müssen uns doch fragen, warum so wenige von denen bei uns angekommen sind.“

Offene Grenzen nützen niemandem

Eine unter Gutmenschen ebenso beliebte Utopie ist jene der offenen Grenzen. An ein zentrales ideologisches Narrativ ihrer Zuhörer appellierend wandte sich Wagenknecht an deren logisches Denkvermögen: Wie wolle man den etwa Kapitalverkehr regulieren, wenn man gegen alle nationalstaatlichen Grenzen sei? Aber auch unter Rücksichtnahme auf heimische Arbeitskräfte erkannte sie den Leitantrag des Abends als guten Kompromiss an, denn:

„Von offenen Grenzen steht da nichts mehr,

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