Der Wolf im Schafspelz

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26-04-19 09:34:00,

Bevor wir uns die finanzielle Struktur des neuen Magazins „Die Republik“ einmal näher anschauen, möchten wir zunächst den Mann betrachten, der schon mehrfach dadurch aufgefallen ist, vermeintliche Verschwörungstheoretiker zu enttarnen. Professor Michael Butter gibt sich als Aufklärer, als einer der die Tricks der „miesen Kartenspieler“ durchschaut hat und im „vermeintlichen“ Auftrag der Öffentlichkeit vor ihnen warnt. Er tut dies allerdings nur dann, wenn er in einem gesicherten Rahmen ohne die Möglichkeit einer Kritik an ihm selbst auftreten kann. In einem dbate-Interview auf YouTube (1) sagte Butter:

„Das Internet ist natürlich auf dem Prinzip von Verschwörungstheorien aufgebaut.“

Wie bitte, Herr Professor? Weil’s so schön klingt noch einmal: „Das Internet ist natürlich auf dem Prinzip von Verschwörungstheorien aufgebaut.“ Aha, das Internet würde es also ohne Verschwörungstheoretiker beziehungsweise -theorien gar nicht geben, also ist das Internet selbst eine einzige Verschwörungstheorie?

Oder meint Butter vielleicht: Wenn sich diejenigen artikulieren, die nicht in Amt und Würden sind, nicht zwingend über Macht und Einfluss verfügen, dann ist das immer dumm und falsch? So klingt der Satz nämlich.

„Verschwörungstheoretiker gehen davon aus, dass alles miteinander verbunden ist und das ist natürlich genau das Prinzip, nachdem das Internet funktioniert“, so Butter weiter.

Dazu hätte ich als Autor dieses Artikels eine kurze, sehr präzise investigative Frage an den Herrn Professor: „Hä?“ Betrachten wir die Welt also immer nur in kleinen Scheibchen! Nie hängen Ereignisse miteinander zusammen, Herr Professor? Wer dies anders sieht, ist per se ein „Verschwörungstheoretiker“?

Der YouTube-Zuschauer Jörg Fechner beschreibt seine Eindrücke so:

„Sehr gut bezahlte Marionette des amerikanischen Exzeptionalismus…. es gibt keine Machtinteressen auf dieser Welt, Herr Butter? Eventuell könnte Nachhilfe bei einem RICHTIGEN Professor helfen… Professor Dr. RAINER MAUSFELD“ (2).

Und auch in einem anderen Gespräch auf higgs.ch wird Michael Butter nicht präziser (3). Dort postuliert er souverän: „Hätte man die Anschläge von 9/11 inszeniert, wären sie perfekter.“ Der Friedensaktivist Bodo Schickentanz kommentierte diese Aussage unter seinem Synonym Mainz FreeTV direkt unter dem YouTube-Video mit den Worten:

„Zwei Irrgläubige (Anm. d. Red.: Moderator und Professor Butter) bestätigen sich gegenseitig in ihrem Irrglauben und glauben dadurch noch fester an ihren Irrglauben. Man könnte es auch Selbstbefriedigung vor einem Publikum von Unwissenden nennen, die deswegen auch nicht merken,

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Wölfe im Schafspelz

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22-01-19 10:06:00,

Seit vielen Jahren arbeiten meist unbezahlte Helfer mit großer Überzeugung, Enthusiasmus und Hingabe daran, Menschenrechte überall in der Welt zu verteidigen. Aber wie wir bereits gesehen haben, sind diese Aktivisten, die einen großen Teil ihrer Zeit, wenn nicht ihr gesamtes Leben, dieser Arbeit opfern, nicht unabhängig. Vielmehr unterstehen sie der Kontrolle von Organisationen, die riesige Mengen an Finanzmitteln verwalten und immer klarere Zeichen von Zusammenarbeit mit Kreisen zeigen, zu denen sie eigentlich einen kritischen Abstand halten sollten.

Zunächst einmal gibt es da die Beobachtung, dass die Finanzierung der Organisationen immer stärker professionalisiert wurde, wobei in zahlreichen Fällen Regierungen und politische Parteien, oftmals über Stiftungen oder auch staatliche Stellen, große Summen an Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zahlen.

Die meisten NGOs sind nicht demokratisch organisiert. In der Regel hat jenes Mitglied den größten Einfluss, das sich als der beste „Fund Raiser“, also der beste Geldbeschaffer, erweist. So greift eins ins andere. Und die Spendensammlung bei hilfsbereiten Menschen trifft immer öfter auf Skepsis.

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung wächst die Zahl der NGOs ständig weiter (1). Dabei widerspricht die Bundesregierung sich selbst auf ihrer eigenen Webseite. Denn sie schreibt dort einerseits:

„Auch wenn NGOs keiner politischen Partei zuzuordnen sind und sie für sich in Anspruch nehmen, allgemeine Gesellschaftsinteressen zu vertreten (…)“.

Somit wären NGOs grundsätzlich apolitisch. Andererseits erklärt die Bundesregierung parteinahe politische Stiftungen zu NGOs, um dann zusätzlich zur Parteinähe, die sich aus Personal, Programm und Mittelzuwendungen ergibt, einzuräumen, dass die Finanzierung deutscher NGO-Projekte im Ausland oft durch die Bundesregierung erfolgt.

„Die Stiftungen treten in ihrer Entwicklungsarbeit als deutsche ‚Nichtregierungsorganisationen‘ (NGOs) auf. Die außen- und entwicklungspolitische Arbeit der Stiftungen wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), vom Auswärtigen Amt (AA) und zu kleineren Teilen von anderen Ressorts finanziert“ (2).

Politische Stiftungen, die angebliche „Nichtregierungsorganisationen“ sind, werden also nach eigener Aussage der Bundesregierung Deutschlands durch Bundesministerien finanziert — mal abgesehen von den sonstigen Steuergeldern, die Haupteinnahmequellen der Stiftungen sind. So viel zur Unabhängigkeit.

In Deutschland haben neben den bekannten internationalen Organisationen besonders diese parteinahen Stiftungen und die Bertelsmann-Stiftung besonderes Gewicht. Daher will ich insbesondere auf diese näher eingehen.

Wenn man nun die Frage stellt: „Wer kontrolliert die Vorsitzenden?“, liegt zumindest in diesen Fällen der Finanzierung expliziter Projekte durch die Bundesregierung die Vermutung nahe,

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Der Wolf im Schafspelz

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24-11-18 10:53:00,

Die Heuchelei der USA
von Robert Fantina

Über die unverfrorene, himmelschreiende Heuchelei der USA, die sich in vielen Bereichen deutlich äußert, kann man sich nur wundern. Man kann sie auf vielen Gebieten deutlich erkennen: Da spricht man sich für Selbstbestimmung aus, während man gleichzeitig die Unterdrückung der Palästinenser finanziert; man zitiert bei Bedarf das Völkerrecht, verletzt es jedoch gleichzeitig — wie beim Austritt der USA aus dem JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action-Atomabkommen mit dem Iran; Anmerkung der Übersetzerin) — oder man behauptet, dass „alle Menschen gleich geschaffen sind“, während US-Polizeibeamte unbewaffnete Bürger afrikanischer Abstammung niedermähen. Beispiele gibt es im Überfluss.

Die Regierungsvertreter versuchen diese Heuchelei erst gar nicht zu verbergen — sie scheinen sogar nach Gelegenheiten zu suchen, sie zur Schau zu stellen.

Die neueste Gelegenheit dazu ergab sich, als die USA eine UN-Versammlung einberief, um — wie sie sagten — die politischen Gefangenen Kubas in den Blickpunkt zu stellen. Den USA zufolge hat Kuba 130 politische Gefangene. Dies bezeichnen die USA als „eklatanten Affront“ gegen grundlegende demokratische Freiheiten. Im Laufe einiger Jahre sind 800 der politischen Gefangenen der USA im kubanischen US-Stützpunkt, Guantanamo Bay, eingesperrt worden. Im Moment befinden sich dort 55 Häftlinge. Diese Gefangenen werden oft jahrelang inhaftiert — ohne Anklage, ohne Kontakt zur Familie oder Zugang zu einem Rechtsbeistand — und sie werden gefoltert.

Einer dieser schockierenden Fälle war die Inhaftierung und Folter des kanadischen Staatsbürgers Omar Khadr, der als Fünfzehnjähriger in Afghanistan festgenommen wurde, nachdem er von US-Soldaten schwer verletzt worden war. Hierbei muss man anmerken, dass Kindersoldaten gemäß dem Völkerrecht nicht verhaftet werden dürfen. Nachdem er in Afghanistan gefoltert worden war, verbrachte er zehn Jahre in der US-Folterkammer auf Kuba — und, ja, Kanada war in diese Verbrechen verwickelt und gewährte Herrn Khadr zehn Millionen US-Dollar Schadensersatz, viel weniger, als er eigentlich hätte bekommen sollen.

Lassen Sie uns ein paar der Äußerungen ansehen, die die USA vor und während der UN-Versammlung zu Kuba gemacht haben. Was während der Versammlung gesagt wurde, ist schwer auszumachen, weil die kubanischen Diplomaten die US-amerikanischen Sprecher durch Zwischenrufe ständig unterbrochen haben.

Das erste Zitat zeigt in nur 32 Worten die für die USA so typische Heuchelei.

„Das Kubanische Regime für seine Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen und das Streben der kubanischen Bevölkerung nach einem Leben in Freiheit zu unterstützen,

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