Das Schmierentheater

das-schmierentheater

22-11-19 08:56:00,

Bevor wir uns mit dem letzten Akt befassen, wäre es vielleicht sinnvoll, einige grundsätzliche Fakten über das Berliner Ereignis in Erinnerung zu rufen.

  1. Laut der offiziellen Darstellung soll jemand einen 40 Tonnen schweren Sattelschlepper in rasendem Tempo in die Menschenmenge auf einem Berliner Weihnachtsmarkt gefahren haben. Damit soll der Täter elf Menschen vorsätzlich umgebracht und mehr als 50 Menschen verletzt haben. Der mutmaßliche Täter sei sofort vom Tatort geflüchtet. Er soll drei Tage später nachts in einem Vorort von Mailand von zwei Polizisten erschossen worden sein. Er wird als Anis Amri, ein junger Tunesier, bezeichnet.

  2. Da der mutmaßliche Täter starb, konnte er nicht angeklagt und vor Gericht gestellt werden. Die Bundesstaatsanwaltschaft bezeichnet Amri auf ihrer Webseite als den Täter, ohne dass seine Familie oder ein Rechtsanwalt die Behauptungen der Behörde rügen könnten. Die Äußerungen der Behörde sind kein Schuldspruch, sondern eine einseitige Behauptung. Amri ist daher — solange keine Beweise das Gegenteil belegen — das unschuldige Opfer eines Totschlags. Ihn öffentlich als Mörder oder Terrorist zu bezeichnen, stellt eine Straftat — üble Nachrede — sowie eine Verletzung von Artikel 1, 2 und 13 des deutschen Pressekodex dar.

  3. Da kein Gerichtsverfahren gegen den Verdächtigen stattfand, gab es auch keine öffentliche Aufklärung der Tatumstände, wie sie üblicherweise in Strafverfahren durchgeführt wird. Die Behauptungen seitens der staatlichen Behörden zum Berliner Ereignis gelten deshalb als Staatswahrheiten. Die Behauptung der US-Regierung zu den Massenvernichtungswaffen des Iraks — die es nicht gab — ist ein bekanntes Beispiel einer Staatswahrheit.

  4. Der Bundestag als Kontrollorgan der Exekutive hätte normalerweise den Ausfall eines Gerichtsverfahrens gegen den Verdächtigen durch einen Untersuchungsausschuss ersetzen müssen. Das wurde zwar getan, aber nur teilweise. Denn der Ausschuss interessiert sich nicht für die Aufklärung der mutmaßlichen Straftat respektive was Anis Amri unterstellt wird und sich am Abend des 19. Dezember 2016 am Breitscheidplatz tatsächlich abspielte. Der Ausschuss setzt ohne Vorbehalt die Staatswahrheit über Anis Amri voraus und konzentriert sich auf angebliches Behördenversagen.

  5. Viele Fragen zu den Tatbeständen blieben bis heute unbeantwortet. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • a. Hat am 19. Dezember 2016 jemand Anis Amri in Berlin beziehungsweise am Breitscheidplatz gesehen?
  • b. Konnte ein 40 Tonnen schwerer und 16 Meter langer Lkw der Marke Scania die 50 Meter kurze Strecke durch den Weihnachtsmarkt in dieser rasenden Geschwindigkeit überhaupt befahren haben,

 » Lees verder

Netanjahus Schmierentheater – die Falken in Washington und Tel Aviv leiten die nächste Eskalationsstufe ein – www.NachDenkSeiten.de

Netanjahus Schmierentheater – die Falken in Washington und Tel Aviv leiten die nächste Eskalationsstufe ein – www.NachDenkSeiten.de

03-05-18 02:22:00,

3. Mai 2018 um 12:56 Uhr | Verantwortlich:

Netanjahus Schmierentheater – die Falken in Washington und Tel Aviv leiten die nächste Eskalationsstufe ein

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Militäreinsätze/Kriege

Zumindest in Europa kam Benjamin Netanjahus Infomercial-Show über die angeblichen Lügen der Iraner und ihr Atomprogramm nicht sonderlich gut an. Aber das wird den Chef der israelischen Rechts-Rechtsaußen-Regierung nicht sonderlich stören, geht es beim ganzen Schmierentheater doch vor allem darum, Trumps Pläne einer globalen Eskalation anzutreiben. Israelischen Insiderinformationen zufolge war die Präsentation Netanjahus zuvor zusammen mit Trump und dem neuen US-Außenminister Pompeo koordiniert wurden. Im Nahen und Mittleren Osten stehen die Zeichen auf Sturm und dieser Konflikt ist global. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

Wenn sogar ein überzeugter Transatlantiker wie Norbert Röttgen die vermeintlichen „Enthüllungen“ der Israelis als „Täuschungsmanöver“ bezeichnet, lässt dies schon tief blicken. Einzig und allein Springers WELT mit ihren neokonservativen Hardlinern Clemens Wergin und Alan Posener zeigt sich abermals derart vernagelt, dass man sich fragen muss, ob da die Unternehmensgrundsätze des Springer-Verlags mitsamt ihrer Treueschwüre zu Israel und den USA nicht überstrapaziert werden. Doch diese Kommentare sind in der Tat Ausnahmen. Das Gros der deutschen Leitartikler hat die Äußerungen des israelischen Staatschefs ungewöhnlich kritisch kommentiert und dies gilt unisono für die meisten Politiker – Ausnahmen wie Heiko Maas bestätigen die Regel.

Bibis Zirkusnummer

Die Zurückhaltung und Ablehnung hat natürlich einen guten Grund. Denn die Präsentation, die Netanjahu am Montagabend in englischer Sprache vor internationalen Medien abhielt, war derart lächerlich, dass der Mossad so langsam um seinen „guten“ Ruf fürchten muss. Der Waffenkontroll-Experte Jeffrey Lewis fasst seine Sicht der Dinge in einem Artikel für das Fachblatt „Foreign Policy“ zusammen:

„Netanjahus Zirkusnummer vom Montag, in der er ein ganzes Füllhorn von Dokumenten des iranischen Atomprogramms vor dem Jahr 2003 präsentierte, hatte ein Publikum von exakt einer Person. Es war Teil einer koordinierten Anstrengung mit dem Außenminister Mike Pompeo,

 » Lees verder