Schweiz im Lockdown – uncut-news.ch

17-01-21 11:18:00,

Die Schweiz geht wegen der „britischen Virusvariante“ in die Sperrung. Eine Analyse.

Die Schweizer Bundesregierung entscheidet sich ab nächster Woche für eine weitreichende Sperrung . Dies, obwohl alle Indikatoren seit November rückläufig sind und die Maßnahmen ab Mitte Dezember – wie bereits in Deutschland – keine zusätzlichen Auswirkungen hatten (siehe Grafik oben). Für die Wahrnehmung der nunmehr befugten „nicht essentieller Beziehung“ gibt es auch keine wissenschaftliche Evidenz .

Auslöser für die Regierungsentscheidung war die Entstehung der potenziell ansteckenden „britischen Virusvariante“ . Es war jedoch klar, dass die Coronavirus-Saison in den Wintermonaten ihren Höhepunkt erreichen würde. Nach Angaben der WHO ist der starke Anstieg der Infektionen im früheren „Lockdown-Modell“ Irland nicht auf die britische Variante zurückzuführen . Dies war auch in Osteuropa (Tschechische Republik, Slowenien, Ungarn usw.) nicht der Fall.

 » Lees verder

Die Schweiz im Lockdown

16-01-21 07:16:00,

Schweiz: Corona-Fallzahlen seit September (OWD)

Publiziert: 16. Januar 2020
Teilen auf: Twitter / Facebook

Die Schweiz geht aufgrund der “britischen Virusvariante” in den Lockdown. Eine Analyse.

Die Schweizer Bundesregierung entschied sich nun doch noch für einen weitgehenden Lockdown ab kommender Woche. Dies obschon alle Indikatoren bereits seit November zurückgehen und die Maßnahmen von Mitte Dezember – wie schon in Deutschland – keinen zusätzlichen Effekt hatten (siehe Grafik oben). Für die Wirksamkeit der nun geplanten Schließung “nicht essentieller Geschäfte” gibt es ebenfalls keine wissenschaftliche Evidenz – im Gegenteil.

Der Auslöser für den Regierungsentscheid war das Aufkommen der potentiell ansteckenderen “britischen Virusvariante”. Allerdings war ohnehin klar, dass die Coronaviren-Saison in den Wintermonaten ihren Höhepunkt erreichen würde. Laut WHO lässt sich etwa die starke Zunahme der Infektionen im ehemaligen “Lockdown-Vorbild” Irland nicht auf die britische Variante zurückführen. Auch in Osteuropa (Tschechien, Slowenien, Ungarn etc.) war dies nicht der Fall.

Zudem könnten Hospitalisierungen und Todesfälle durch die ambulante Frühbehandlung von Corona-Risikopatienten laut internationalen Studien um etwa 80% reduziert werden. Einer der renommiertesten Schweizer Ärzte bat die Schweizer Regierung deshalb Ende Dezember, das Thema der ambulanten Frühbehandlung unverzüglich aufzunehmen – bisher jedoch ohne Erfolg.

Die Schweizer Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Zumindest für die Grundschulen ist dieser Entscheid medizinisch richtig: Alle hochwertigen Studien zeigen, dass das Erkrankungs- und Übertragungsrisiko bei Kindern sehr gering ist und Lehrer kein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Bei Jugendlichen in und nach der Pubertät ist die Datenlage jedoch weniger eindeutig.

Zuletzt verbreiteten Schweizer Medien noch Berichte über angeblich junge Coronatote, die sich aber in allen Fällen als falsch herausstellten. Der “Impftote” von Luzern hingegen wird von Swissmedic und Medien weiterhin abgestritten, obschon eine Impfunverträglichkeit vorlag. Norwegen rät nach bereits zwei dutzend Todesfällen inzwischen offiziell von der Impfung von “gebrechlichen Personen über 80 Jahren” – also der Corona-Hauptrisikogruppe – ab (mehr dazu).

Die Schweizer Mortalitätsstatistik für 2020 zeigt folgendes Bild: Im November und Dezember lag mit 0.1% eine sehr hohe Mortalität vor, die letztmals im Januar 1970 und 1990 erreicht wurde. Die Jahresmortalität von 0.86% wurde zuletzt im Grippejahr 2000 übertroffen.

 » Lees verder

Schweiz: Wann werden endlich personelle Konsquenzen fogen – uncut-news.ch

30-12-20 10:21:00,

Am 18. Dezember hat der Bundesrat einen Teil-Lockdown verfügt. Er begründete seine Entscheidung mit der epidemiologischen Lage («besorgniserregend») und der «exponentiell» ansteigenden Zahl von Ansteckungen. Wie sich nun herausgestellt hat, wurden diese verschärften Massnahmen auf der Basis falscher Annahmen getroffen. Die ETH hat gemäss Tages-Anzeiger den R-Wert mehrmals falsch berechnet, deutlich zu hoch angesetzt und rückwirkend korrigiert.

– Gemäss aktuellen Berechnungen liegt der R-Wert bei 0,86 und damit klar unter dem kritischen Referenzwert von 1.

– Die Auslastung der Intensivstationen liegt bei 72% und dies obwohl die Anzahl gemeldeter Betten gegenüber dem Frühling um 500 auf rund 1000 reduziert wurde.

– Die Inzidenz (Woche 51) liegt mit 339 deutlich unter den 600 zum Zeitpunkt der bundesrätlichen Anhörung der Kantone (13. Dezember).

– Die Zahl der laborbestätigten Hospitalisierungen ist seit dem 5. Dezember – also noch vor dem bundesrätlichen Massnahmenpaket – kontinuierlich rückläufig.

Mit anderen Worten: Der Bundesrat hat die Restaurants sowie Sport-, Freizeit- und Kulturbetriebe geschlossen, obwohl die R-Werte und Hospitalisierungen deutlich am Sinken und die Spitalkapazitäten gewährleistet waren.

Verunsicherung und Willkür

Die vergangenen Wochen zeigen, Bundesrat Alain Berset, das BAG und die Task Force sorgen für Verwirrung und Willkür:

– Es werden Regeln erlassen und dann wieder aufgehoben.

– Es werden Schutzkonzepte verlangt und wieder für nichtig erklärt ohne nachvollziehbare, faktenbasierte Begründung.

– Der Bundesrat erlässt Handlungsmechanismen, an die er sich selber nicht hält.

Diese chaotische Corona-Politik verunsichert die Bevölkerung, die Kantone und die Unternehmen. Dabei entsteht ein enormer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Schaden.

Die linken Parteien setzen Schliessungen durch, fordern Härtefallmassnahmen und versuchen gleichzeitig, jede Lockerung zu blockieren. Sie «reparieren» also die Schäden, die sie mit ihrer Politik selber anrichten. Und das mit Milliarden Steuergeldern der Schweizer Bevölkerung.

Die SVP Schweiz fordert:

– dass der Bundesrat und allen voran Gesundheitsminister Alain Berset die Massnahmen gegen Restaurants sowie Sport-, Freizeit- und Kulturbetriebe umgehend aufhebt. Dazu auch die Einschränkungen der Öffnungszeiten im Verkauf. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der bestehenden Schutzkonzepte;

– dass der Bundesrat die Kakophonie der Task-Force beendet und selber verlässlich entscheidet und nachvollziehbar kommuniziert;

– dass der Bundesrat den Kantonen wieder Freiraum und Verantwortung überlässt;

– dass der Bundesrat systematische Grenzkontrollen mit Covid-19-Schnelltests einführt;

 » Lees verder

Schweiz noch ohne Lockdown

20-11-20 10:18:00,

Schweiz: Monatliche Mortalität in Spitzenjahren seit 1969 (Daten: BFS, Grafik: ZVG. 0.001 = 0.1% der Bev.)

Publiziert: 20. November 2020

Die Schweiz ist nun eines der letzten Länder Europas ohne Lockdown. Bis Oktober gab es noch keine Jahresübersterblichkeit, seit November steigen die Todesfälle indes wieder deutlich an und erreichen die Spitzenwerte der stärksten Grippewellen der letzten Jahrzehnte (siehe Grafik oben; 1969: Hongkong-Grippe), wiewohl in einer heute deutlich älteren Bevölkerung: das Medianalter der Schweizer Corona-Todesfälle liegt bei 86 Jahren (ca. 50% in Pflegeheimen).

Zuletzt wurde auch international viel über die Auslastung der Schweizer Intensivstationen berichtet. Fakt ist: Die zertifizierten Intensivbetten sind zu nahe 100% ausgelastet, die aktuell verfügbaren Intensivbetten zu 79%, und die maximal verfügbaren Intensivbetten zu ca. 56%.

Auslastungen zwischen 85 und 100% sind im Winter der Normalfall und Überlastungen von Schweizer Intensivstationen inklusive OP-Verschiebungen und Patienten-Verlegungen sind auch während starker Grippewellen üblich; noch 2015 kritisierte der Preisüberwacher, dass Schweizer Krankenhäuser mit durchschnittlich 80% Belegung zu tief ausgelastet seien.

Der wohl größte Fehler der Schweiz ist das weiterhin fehlende Konzept für Prophylaxe und Frühbehandlung durch Hausärzte, mit dem Hospitalisierungen und Todesfälle selbst in Hochrisikogruppen laut internationalen Studien massiv reduziert werden können. Das bisher wirksamste Medikament, Ivermectin, ist für Schweizer Ärzte offiziell nicht einmal erhältlich, obschon es als Antiparasitikum auf der WHO-Liste der essentiellen Medikamente steht.

Bei gesunden Menschen im Schul- und Arbeitsalter verläuft Covid-19 im Allgemeinen mild bis moderat, aber auch hier sind langwierige Lungenentzündungen sowie erhebliche post-virale Müdigkeit in circa 5 bis 10% der Fälle möglich und keinesfalls zu unterschätzen.

Die Corona-Neuinfektionen scheinen in den meisten Schweizer Kantonen in den letzten zwei Wochen leicht rückgängig zu sein. Die Coronavirus-Saison dauert indes noch bis März/April, weshalb langfristige und praxistaugliche Strategien essentiell sind. Ab einer Antikörper-Verbreitung von 20 bis 30% ist mit einer deutlichen Verlangsamung der Epidemie zu rechnen. Die Deutschschweiz lag im Sommer bei circa 5%, die Westschweiz bei circa 12%.

Siehe auch: Fakten zu Covid-19 und Schweiz: Mortalität im historischen Vergleich

 » Lees verder

Schweiz: Pestizide sind überall – auch in Bio-Betrieben

13-11-20 10:49:00,

In der Schweiz sind auch biologisch bewirtschaftete Betriebe von Pestiziden belastet

Tobias Tscherrig / 13. Nov 2020 –

Greenpeace stellte bei Analysen auf Bio-Höfen zahlreiche Pestizid-Rückstände fest. Grund dafür ist die Verfrachtung durch die Luft.

Seit langem gibt es Hinweise darauf, dass sich umwelt- und gesundheitsschädliche Ackergifte auch über grössere Entfernungen hinweg vom ursprünglichen Einsatzort verbreiten. Pestizide legen auf dem Luftweg kilometerlange Strecken zurück, ihre Rückstände sind überall zu finden – so zum Beispiel auch in Naturreservaten oder in eigentlich biologisch geführten Landwirtschaftsbetrieben. Also auch dort, wo sie definitiv nichts zu suchen haben.

Ein Problem, das nicht nur die Schweiz betrifft. Trotz all der Hinweise gibt es aber kaum umfassende staatliche Untersuchungen, die das Problem analysieren. Weder in Deutschland noch in der Schweiz existiert ein permanentes, landesweites und digitales Monitoring, das die Verwendung und Luftverbreitung von Pestiziden überwacht und analysiert.

Also haben mehrere Umweltverbände die Sache selbst in die Hand genommen: In Deutschland gaben das «Umweltinstitut München» und das «Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft» die «bisher umfassendste Studie zur Pestizidbelastung der Luft» in Auftrag, in der Schweiz legte «Greenpeace» kürzlich die Analyse «Pestizide in der Schweizer Luft» vor.

Die Ergebnisse gleichen sich und sind besorgniserregend: Demnach verbreiten sich Pestizide viel stärker mit der Luft, als bisher gedacht. Selbst bei biologischen Betrieben, wo die Gifte nicht ausgebracht werden, fand «Greenpeace» eine Mehrfachbelastung von insgesamt 25 Pestiziden, die durch die Luft verfrachtet wurden und die teilweise als sehr giftig für den Menschen gelten und für die Umwelt problematisch sind.

Mehrfachbelastung an allen Standorten

Um zu messen, wie sich Pestizide in der Schweiz mit der Luft verteilen und wie stark sie von ihrem eigentlichen Austragungsort per Luftweg abdriften, liessen «Greenpeace» und das «Umweltinstitut München» zwischen Mai und November 2019 bei jeweils einem biologischen Betrieb im Wallis, in der Nordwestschweiz, im Mittelland und in der Ostschweiz Passiv-Sammler aufstellen, auf denen Pestizid-Rückstände haften bleiben. Pro Standort und Messzeitraum konnten so insgesamt 213 Pestizidwirkstoffe und Metaboliten analysiert werden – und das bei biologisch bewirtschafteten Betrieben, die die nachgewiesenen Produkte nicht nutzen.

Wie «Greenpeace» mitteilt, werden die genauen Standorte, an denen die Messungen stattfanden, in «Absprache mit den Landwirten nicht öffentlich kommuniziert.»

An allen Standorten sei «sowohl im Sommer als auch im Herbst eine mehrfache Belastung mit Pestiziden» festgestellt worden.

 » Lees verder