Schweres Geschütz

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01-08-20 09:06:00,

Der Krebs ist da. Seine Scheren erfassen den Körper der Betroffenen und zerfressen ihn von innen heraus. Den aggressiven Killerzellen und bösartigen Tumoren, die sich heimtückischen Monstern gleich in uns breitmachen, stehen, ganz in Weiß, Heerscharen von Spezialisten gegenüber. In geschlossenen Reihen kämpfen sie mit allen Mitteln gegen die Invasion des Feindes. Sie vergiften und bestrahlen den hinterhältigen Angreifer und schneiden das Entartete heraus.

So erinnern die heute gegen Krebs eingesetzten Kampfmittel auf makabre Weise an ihre Ursprünge im kriegserschütterten 20. Jahrhundert: Die Chemotherapie ist ein Derivat des Senfgases, das in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs zum Einsatz kam, und die Zerstörungskraft radioaktiver Strahlung wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs in Japan zur Genüge bewiesen.

Damals kam der Feind von außen. Heute, so wird gesagt, sitzt das Entartete in uns. Bei der Behandlung wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen. Alles wird zerstört. Nicht nur den „bösen“, sondern auch den „guten“ Zellen wird der Garaus gemacht. Man hofft, dass nur die guten die Schlacht überleben werden. Viele Patienten bleiben dabei auf der Strecke. Am Ende weiß man nicht mehr, woran die Behandelten eigentlich gestorben sind: an der Krankheit selbst oder an den Nebenwirkungen der Behandlungen.

Von Heilung wird selten gesprochen. Diejenigen, die stark genug sind zu überleben, sind in Remission. Viele von ihnen leiden ein Leben lang an den Langzeitwirkungen und an der Angst vor einem Rückfall. Mit gutem Grund: Die Behandlungen selbst sind hoch krebserregend. Denn bei der Chemotherapie werden nicht im eigentlichen Sinne Medikamente verabreicht, sondern Zellgifte, die unser Erbgut und unser Immunsystem dauerhaft schädigen können.

Als ich mich für das klassische Krebsprotokoll entschied, waren mir die möglichen langfristigen Auswirkungen der Behandlungen nicht klar. Ich wurde nicht darüber informiert. Statistisch gesehen, so sagte man mir, lagen meine Überlebenschancen bei 90 Prozent. Das stimmte mich zuversichtlich. Die Information, dass es sich um die Chancen für die nächsten fünf Jahre handelte, wurde nicht mitgeliefert. Niemand klärte mich über mögliche Folgeerscheinungen wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Rheumatismen, Gedächtnisstörungen oder das wachsende Risiko für Osteoporose auf. In einem kurzen Gespräch wurde entschieden, wie es mit mir weitergehen sollte. „Jeder Mensch ist anders“, wurde mir erklärt, als man mir ein für Millionen Menschen konzipiertes Protokoll verschrieb. Man weiß nicht, wie der Organismus reagieren wird. Es gibt keine Garantie,

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Tagesdosis 23.9.2019 – Schweres Beben im US-Finanzsystem: Die FED muss eingreifen | KenFM.de

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23-09-19 10:00:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

In einem wichtigen Teilbereich des US-Finanzsystems ist es in der vergangenen Woche zu heftigen Turbulenzen gekommen. Zum ersten Mal seit 2008 musste die amerikanische Zentralbank Federal Reserve am sogenannten Repo-Markt eingreifen – und das an vier aufeinanderfolgenden Tagen in einem Umfang von insgesamt 278,2 Milliarden Dollar.

Der Repo-Markt ist ein Teil des US-Anleihenmarktes, auf dem sich US-Banken und Hedgefonds mit frischem Geld versorgen. Repo steht für Repurchase Operation, zu deutsch: Rückkaufgeschäft. Finanzinstitute, die für Transaktionen Geld brauchen, leihen es sich nicht einfach, sondern verkaufen über Nacht Wertpapiere, insbesondere US-Staatsanleihen, um diese am folgenden Tag wieder zurückzukaufen. 

Der US-Repo-Markt bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 2,2 Billionen Dollar und hat seit den letzten Turbulenzen im Rahmen der Weltfinanzkrise weitgehend reibungslos funktioniert. Wer US-Staatsanleihen hielt und frisches Geld brauchte, konnte es sich durch einen befristeten Verkauf über Nacht besorgen. Umgekehrt konnten die Institute, die über genügend Geld (im Fachjargon „Liquidität“ genannt) verfügten, durch einen befristeten Aufkauf von Staatsanleihen Zinsen kassieren. 

In der vergangenen Woche ist dieser Handel abrupt und selbst für viele Insider überraschend ins Stocken geraten, weil die Nachfrage nach Staatsanleihen zu gering war.

Da das zu erheblichen Folgen im Anleihenhandel und bei der Kreditvergabe, vor allem im Interbankenhandel, geführt hätte, griff die FED ein und versorgte das System ab Dienstag mit „Liquidität“. Das heißt: Sie trat selbst als Käufer auf und sorgte so für eine Senkung der vorübergehend in die Höhe geschossenen Zinsen sowie einen weitgehend reibungslosen Ablauf der Transaktionen.

Weil die Probleme nach dem ersten Eingriff am Dienstag weiter bestanden, sah sich die FED gezwungen, den Handel auch an den drei folgenden Tagen mit jeweils 75 Milliarden Dollar zu stützen. 

Auffällig war die Reaktion der Mainstream-Medien: Während über die ersten beiden Eingriffe der FED noch recht ausführlich berichtet wurde, wurden der dritte und vierte nur noch am Rande erwähnt.

Außer den Medien versuchten auch die Großbanken, die Ereignisse herunterzuspielen. Sie verwiesen darauf, dass es sich um ein technisch bedingtes, kurzfristiges Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage handle,

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