Angriff auf die Seele | Von Andreas Heyer | KenFM.de

angriff-auf-die-seele-|-von-andreas-heyer-|-kenfm.de

24-08-20 07:54:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Studien in mehreren Ländern geben Hinweise auf Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung.

Ein Standpunkt von Andreas Heyer.

Eine neue Umfrage des US-amerikanischen Center for Disease Control zeigt einen hohen Anteil von konkreten Suizidgedanken besonders bei der jungen Generation während des Corona-Lockdowns auf. Ebenso weisen Befragungen in mehreren Ländern darauf hin, dass Angststörungen und Depressionsneigungen in der Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen haben. Noch immer betrachten sich die Verantwortlichen jedoch als Schützer der Bevölkerungsgesundheit.

In den USA führte das zum Center for Disease Control (CDC) dazugehörige National Center for Health Statistics (NCHS) zusammen mit dem US-Statistikamt ab 23. April 2020 für 90 Tage Befragungen zur Erfassung der psychischen „Folgen der Coronavirus-Pandemie“ in der US-Bevölkerung durch. Das NCHS ermittelte in ihren repräsentativen Befragungen eine Verdreifachung des Auftretens ängstlicher und depressiver Symptome im Vergleich zum Vorjahr.

Während für das 2. Quartal 2019 in den regelmäßigen Haushaltsbefragungen der Behörde ein Auftreten von 11 Prozent ängstlicher und depressiver Symptome in der Bevölkerung ermittelt wurden, traten diese im 2. Quartal 2020 in der vergleichbaren Befragung bei circa 35 Prozent der Teilnehmer auf. Mit einem Anteil von circa 50 Prozent war die Häufung der Symptome besonders bei der jungen Bevölkerung zwischen 18 und 29 Jahren stark ausgeprägt.

In einer weiteren Untersuchung des CDC im Rahmen der „Morbidity and Mortality Weekly Reports“ wurde vom 24. bis 30. Juni 2020 eine repräsentative Befragung von 5.412 erwachsenen US-Bürgern zur psychischen Gesundheit während der Maßnahmen zur Covid-19-Bekämpfung durchgeführt. Während 31 Prozent der Befragten angaben, ängstliche oder depressive Symptome zu erleben, gaben 11 Prozent der Befragten an, in den vergangenen 30 Tagen ernsthaft einen Suizid erwogen zu haben. Mit 26 Prozent war insbesondere bei 18- bis 24-Jährigen der Anteil mit ernsthaften Suizidgedanken hoch.

Eine weitere, besonders von psychischen Symptomen betroffene Gruppe umfasste das Viertel der Stichprobe, das unentgeltlich hilfsbedürftige Menschen — zum Beispiel Angehörige oder Freunde — pflegte: 56 Prozent berichteten über ängstliche oder depressive Symptome und 31 Prozent von ernsthaften Suizidgedanken.

Von den Befragten gaben 13 Prozent an,

 » Lees verder

Generalangriff auf die Seele

generalangriff-auf-die-seele

21-08-20 10:12:00,

In den USA führte das zum Center for Disease Control (CDC) dazugehörige National Center for Health Statistics (NCHS) zusammen mit dem US-Statistikamt ab 23. April 2020 für 90 Tage Befragungen zur Erfassung der psychischen „Folgen der Coronavirus-Pandemie“ in der US-Bevölkerung durch. Das NCHS ermittelte in ihren repräsentativen Befragungen eine Verdreifachung des Auftretens ängstlicher und depressiver Symptome im Vergleich zum Vorjahr.

Während für das 2. Quartal 2019 in den regelmäßigen Haushaltsbefragungen der Behörde ein Auftreten von 11 Prozent ängstlicher und depressiver Symptome in der Bevölkerung ermittelt wurden, traten diese im 2. Quartal 2020 in der vergleichbaren Befragung bei circa 35 Prozent der Teilnehmer auf. Mit einem Anteil von circa 50 Prozent war die Häufung der Symptome besonders bei der jungen Bevölkerung zwischen 18 und 29 Jahren stark ausgeprägt.

In einer weiteren Untersuchung des CDC im Rahmen der „Morbidity and Mortality Weekly Reports“ wurde vom 24. bis 30. Juni 2020 eine repräsentative Befragung von 5.412 erwachsenen US-Bürgern zur psychischen Gesundheit während der Maßnahmen zur Covid-19-Bekämpfung durchgeführt. Während 31 Prozent der Befragten angaben, ängstliche oder depressive Symptome zu erleben, gaben 11 Prozent der Befragten an, in den vergangenen 30 Tagen ernsthaft einen Suizid erwogen zu haben. Mit 26 Prozent war insbesondere bei 18- bis 24-Jährigen der Anteil mit ernsthaften Suizidgedanken hoch.

Eine weitere, besonders von psychischen Symptomen betroffene Gruppe umfasste das Viertel der Stichprobe, das unentgeltlich hilfsbedürftige Menschen — zum Beispiel Angehörige oder Freunde — pflegte: 56 Prozent berichteten über ängstliche oder depressive Symptome und 31 Prozent von ernsthaften Suizidgedanken.

Von den Befragten gaben 13 Prozent an, den Missbrauch von Alkohol oder sonstigen Drogen zur Bewältigung des „pandemiebedingten“ Stresses begonnen oder erhöht zu haben. Bei den 18- bis 24-Jährigen traf dies bei 25 Prozent der Befragten zu, bei den Pflegenden sogar bei 33 Prozent. Dazu ergab die Analyse eines Labors für Drogentests von 500.000 Urinproben eine Zunahme positiver Testergebnisse ab Mitte März 2020 auf das nicht ärztlich-verschriebene Schmerzmittel Fentanyl, auf Kokain und Metamphetamine.

Ebenso führt das Britische Statistikamt ONS seit 2011 regelmäßige Befragungen zum psychischen Befinden der Bevölkerung durch. Während vor den Lockdown-Maßnahmen 30 Prozent der Befragten angaben, eine starke Ausprägung von Ängstlichkeit zu erleben, stieg der Wert zu Beginn des Lockdowns Anfang April auf 50 Prozent an.

 » Lees verder

Die Macht der Seele

die-macht-der-seele

29-07-20 09:56:00,

Wer bin ich? Woher komme ich, wohin gehe ich und was zum Teufel mache ich hier eigentlich? Wer von uns hat Antwort auf diese Fragen? Wer kennt sein wahres Ich, sein einzigartiges Talent und die Sehnsucht seiner Seele? Wer lässt diese Fragen zu? Überholte Romantik, weltferne Esoterik, muffige Religion. In unserer Zeit geht es um Handfestes, um Dinge, die man sehen, anpacken, entsprechend kontrollieren und nutzen kann. Es geht um Ressourcen, Systemrelevanz und Kaufkraft, um den messbaren Wert der Dinge — nicht um Geistiges, Spirituelles, Religiöses. Die Seele — das immaterielle Prinzip des Lebendigen — hat in unserer materialistischen, aufgeklärten Welt nicht mehr viel zu suchen.

Die Vorstellung, wir seien Individuen — unteilbare, über die Grenzen des Körperlichen hinaus existierende Wesen — hat sich seit langem verloren. Seit Renée Descartes (1596 bis 1650) das abendländische Denken prägte, löste sich die auf die Antike zurückgehende Vorstellung der Seele als Lebensprinzip alles Lebendigen auf. Auch die Religion verlor an Einfluss, in unserem heutigen Leben spielt sie kaum noch eine Rolle. Opium fürs Volk, Hirngespinst, Illusion, vor allem aber ein Herrschaftsinstrument, das zu Recht verurteilt wird.

Millionen metzelten die Kreuzfahrer dahin. Ganze Kontinente fielen dem Sendungsbewusstsein eifriger Gottesgesandter zum Opfer. Die katholische Kirche trägt die Verantwortung für unzählige Menschenrechtsverletzungen und die Protestanten haben es nicht viel besser gemacht. Martin Luther (1483 bis 1546) und Johannes Calvin (1509 bis 1564) waren Menschenfeinde, denen vor allem am eigenen Seelenheil gelegen war. Während sich die Katholiken immerhin ins Paradies einkaufen können, sind Protestanten auch nach einem Leben guter Taten der Verdammnis ausgeliefert, wenn es so bestimmt ist.

Im Laufe der Zeit hat sich der Glaube verloren: der Glaube an Gott, der Glaube an das Gute im Menschen, der Glaube an das Wahre, Schöne, Große. Das heutige Menschenbild zeichnet uns als raffgierige, verdorbene Egoisten, die gerade endgültig ihr Recht verwirken, auf diesem Planeten leben zu dürfen. So zumindest sehen viele von uns die anderen — sich selbst freilich nicht. Entsprechend haben wir unseren Bezug zum Religiösen verloren.

Die Fäden zwischen Irdischem und Himmlischem sind gekappt und die religio — lateinisch das Verbindende — zwischen Körper und Geist hat sich aufgelöst.

Spätestens seit Galileo Galilei (1564 bis 1642) erkannte, dass nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum unseres Universums ist, begannen sich die Beziehungen zwischen Mensch und Gott zu verschlechtern.

 » Lees verder

Schaden für die Seele

schaden-fur-die-seele

18-07-20 12:18:00,

Um Julian Assange ist es in den sogenannten Leitmedien in den vergangenen Monaten still geworden, nein, vielmehr still geblieben. Denn seitdem er mitten in London im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh sitzt und seitdem seine Auslieferung an die USA geprüft wird, bekommt man zumindest hierzulande kaum mehr als Kurzberichte zu lesen. Da kann seine Verlobte und Mutter seiner zwei kleinen Söhne an die Öffentlichkeit gehen, da können Ärzte aus der ganzen Welt alarmierte Offene Briefe schreiben, weil sie Sorge haben, Assange könnte in seiner Isolationshaft sterben, da können dutzende NGOs von der britischen Regierung seine sofortige Freilassung fordern – es wird weiterhin eisern geschwiegen. Es geht ja nur um den Fall des Mannes, der mehr oder weniger alleine die abscheulichsten Kriegsverbrechen und schmutzigsten Geheimnisse der einzig verbliebenen Großmacht ans Licht gebracht hat. Craig Murray dagegen steht seit vielen Jahren an Julian Assanges Seite. Er hat ausführlich und akkurat von den Anhörungen in London berichtet und unterzieht in seinem aktuellen Artikel die erweiterte Anklage gegen Assange einer kritischen Analyse. Übersetzung von Susanne Hofmann.

Schaden für die Seele

Die Inhaftierung von Julian Assange ist ein Katalog krassen Unrechts – mitschuldige Medien und eine indoktrinierte Bevölkerung schauen weg. In einer ganz außergewöhnlichen Wendung wird Assange jetzt auf der Grundlage einer in Großbritannien erhobenen Anklage ausgeliefert, die sich erheblich von der tatsächlichen Anklage unterscheidet, die ihm in Virginia bevorsteht, falls er ausgeliefert wird.

Die Anhörung von Assange wurde nach ihrer ersten ganzen Woche vertagt und ihre Wiederaufnahme wird seither durch das Coronavirus verzögert. In dieser ersten Woche haben sowohl die Anklage als auch die Verteidigung ihre juristischen Argumente die Anklage betreffend umrissen. Wie ich en detail einem Millionenpublikum berichtet habe, haben Assanges Anwälte die Hauptargumente der Anklage während dieser Anhörung praktisch in der Luft zerrissen.

Dieser Ausschnitt meines Berichts über die Argumentation der Verteidigung ist von besonderer Relevanz für die Geschehnisse seitdem:

Kronanwalt Mark Summers legte für die Verteidigung dar, dass die US-Anklage vollkommen von drei Anschuldigungen des Verhaltens von Assange abhängig sei:

  1. Assange half Manning, einen Hash-Schlüssel zu dekodieren, um an geheimes Material zu gelangen.

    Summers sagte, dies sei eine erwiesenermaßen falsche Anschuldigung, was die Gerichtsunterlagen des Verfahrens gegen Manning am Kriegsgericht zeigten.

  2. Assange erbat das Material von Manning

    Summers legte dar,

 » Lees verder

Die Seele sprechen lassen

die-seele-sprechen-lassen

29-01-20 12:32:00,

Vor 25 Jahren traf Carsten K. die Entscheidung, die Welt zu retten oder bei dem Versuch zu sterben. Damals wäre er fast dem Alkohol und der Drogensucht verfallen und hätte beinahe seinen Verstand verloren. Das war ein Teil seines Selbstzerstörungsprozesses.

„Mein Vater wollte mich nicht als Sohn haben. Seit meinem achten Lebensjahr wollte er nichts mehr von mir wissen. (…) Kurz zuvor hatte mir noch jemand eingeredet, dass ich ein potthässlicher, wehrloser, kleiner Scheißhaufen bin. (…) Das war schon ziemlich krass für mich alles. (…) Das hat mein ganzes Wesen destabilisiert.“

Carstens Worte erinnern mich an eine Stelle aus dem Buch von Bärbel Wardetzki über weiblichen Narzissmus, die mich auf eine gewisse Weise wachrüttelte. Sie behandelt in diesem Buch unter anderem das Gefühl der Minderwertigkeit durch Verletzungen in der Kindheit, das wohl viel mehr Menschen kennen, als wir glauben, weil nur wenige so offen darüber sprechen wie Carsten oder sich dessen noch nicht einmal bewusst sind. Das Zitat aus Wardetzkis Buch lautet:

„Unsere Gefühle können uns nicht umbringen, höchstens das, was wir gegen sie unternehmen“ (2).

Carsten beschreibt, wie er irgendwann die Worte „Es tut weh, abgelehnt tu werden“ hörte.

„Damals habe ich verstanden, dass ich etwas unterdrückt habe, das ich niemals hätte unterdrücken dürfen, nämlich meinen Schmerz. Ich habe auch mich selbst gehasst, weil ich ja der wehrlose Scheißhaufen war. Ich habe daran geglaubt. Das hat dazu geführt, dass mein Verstand daran zerbrochen ist, regelrecht, weil ich auch nicht mehr in diesem Körper sein wollte.“

So fasst Carsten zusammen:

„Man muss seine Seele einfach mal kennenlernen. Das ist ganz wichtig.“

Auch ich kenne dieses schmerzhafte, schwere Gefühl, mich wie ein kleines Häufchen Elend zu fühlen, das niemanden interessiert und das nicht wichtig ist, obwohl kein Mensch je so harte Worte mir gegenüber geäußert hatte, wie es bei Carsten der Fall ist. Auch aus mir bricht nach und nach immer wieder alter Schmerz hervor, so dass ich fürchte, innerlich daran zu zerbrechen. Auch ohne Familiendrama, einfach durch überforderte Eltern — die in unserer Leistungsgesellschaft keine Seltenheit sind —, können tiefe seelische Wunden entstehen, die unser Lebensgefühl, unsere Verbindung zu anderen Menschen und vor allem unser Verhalten als Teile dieser Gesellschaft beeinträchtigen, solange wir uns ihrer nicht bewusst werden und ihnen Ausdruck verleihen.

 » Lees verder