Israel mal auf der Seite der Hamas

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20-03-19 10:06:00,

Gaza: Proteste am Grenzzaun zu Israel; Archivfoto (2018): Fars News Agency / CC BY 4.0

Im Gazastreifen demonstrieren Tausende gegen die Hamas-Regierung

Ein Jahr nach den ersten Protesten am Grenzzaun zu Israel wird im Gazastreifen wieder demonstriert. Doch dieses Mal, zum ersten Mal, gehen die Menschen nicht gegen Israel auf die Straße, sondern gegen die Hamas, die den dicht bevölkerten Landstrich seit 2007 regiert.

Und die dabei immer größere Probleme hat: Die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt bei um die 70 Prozent, obwohl der letzte Krieg mit Israel nun fast fünf Jahre zurück liegt, es fehlt an sauberem Trinkwasser, an regelmäßigem Strom, auch fast fünf Jahre nach dem letzten Krieg mit Israel verläuft der Wiederaufbau nur schleppend.

Es sind einige Tausend Menschen, die den Aufrufen einer bis vor kurzem nicht in Erscheinung getretenen Gruppe namens “Bewegung 14. März” im Internet folgen, und auf der Straße auf heftige Reaktionen der Hamas-Polizei und der Essedin al Kassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, treffen: Demonstranten, einheimische Menschenrechtler und Journalisten werden verprügelt und festgenommen; auch scharfe Munition wurde bereits eingesetzt.

Dennoch gehen die Demonstrationen weiter, und das ist neu: Noch nie seit 2007, egal wie schlecht die Lage auch war, sind die Menschen im Gazastreifen in nennenswerter Zahl gegen die Hamas-Regierung auf die Straße gegangen.

Die Hamas wirft der Regierung von Präsident Mahmud Abbas mit Sitz in Ramallah vor, die Proteste anzustacheln; dort weist man den Vorwurf zurück. Abbas fordert nun, die Arabische Liga, Ägypten und Katar müssten intervenieren, die Hamas dazu drängen, die Macht an die Regierung in Ramallah abgeben.

Erst vor eineinhalb Wochen war diese umgebildet worden: Im Juni 2014 hatten sich Hamas und Fatah im Zuge eines der zahlreichen Einigungsabkommens auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung geeinigt.

Die Einheitsregierung

Die Einigung selbst blieb aus, die Einheitsregierung bestand aber weiter, auf dem Papier, denn die von der Hamas ernannten stellvertretenden Minister und Staatssekretäre arbeiteten einfach wie eine Schattenregierung für Gaza.

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Nun wurde diese Regierung durch ein nur mit Funktionären der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) besetztes Kabinett ersetzt; schon Ende 2017 hatte Abbas die Einstellung der Zahlungen für Strom- und Treibstofflieferungen aus Israel verfügt,

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Die andere Seite des John McCain – www.NachDenkSeiten.de

Die andere Seite des John McCain – www.NachDenkSeiten.de

02-09-18 09:58:00,

2. September 2018 um 11:45 Uhr | Verantwortlich:

Die andere Seite des John McCain

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

John McCain

Wenn die Grabreden der politischen Aufsteiger auf John McCain als abgehoben von der Realität erscheinen, dann deshalb, weil sie die elitäre Sichtweise widerspiegeln, die die militärischen Interventionen der USA als ein Schachspiel betrachten, bei dem die Millionen Toten durch grundlose Angriffe lediglich als statistische Daten erscheinen, sagt Mike Blumenthal. Übersetzung aus dem Englischen von Josefa Zimmermann.

Als der Kalte Krieg 1985 seine Endphase trat, nahm die Journalistin Helena Cobban an einer akademischen Tagung in einem Luxushotel in der Nähe von Tucson, Arizona, teil, bei der es um die amerikanisch-sowjetischen Interaktionen im Nahen Osten ging. Während des „Gala-Dinners mit Grundsatzrede“ erfuhr sie schnell, dass das eigentliche Thema des Abends „Adoptiere einen Mudjahedin“ lautete.

“Ich erinnere mich an die Unterhaltungen mit all diesen wohlhabenden republikanischen Damen aus den Vororten von Phoenix, bei denen ich gefragt wurde: „Haben sie einen Muj adoptiert?“ erzählte mir Cobban. “Jeder hatte Geld versprochen, um ein Mitglied der afghanischen Mudjahedin im Namen des Sieges über die Kommunisten zu sponsern. Einige saßen sogar bei der Veranstaltung neben ihrem persönlichen „Muj“. ”

Der Hauptredner des Abends war laut Cobban ein tatkräftiges Neumitglied des Kongresses namens John McCain. Während des Vietnamkriegs war McCain von der nordvietnamesischen Armee gefangen genommen worden, nachdem er auf dem Weg zur Bombardierung einer zivilen Glühbirnenfabrik angeschossen worden war. Er verbrachte zwei Jahre in Einzelhaft und wurde gefoltert, was dauerhafte Lähmungen bei ihm zur Folge hatte. McCain kehrte mit einer tiefen, anhaltenden Abscheu vor seinen früheren Entführern aus dem Krieg zurück und bemerkte noch im Jahr 2000: “Ich hasse diese Schlitzaugen. Ich werde sie hassen, solange ich lebe.” Er wurde für die rassistische Bemerkung kritisiert und weigerte sich, sich zu entschuldigen. “Ich habe von meinen Gefängniswärtern gesprochen”, sagte er, “und ich werde weiterhin in einer Sprache von ihnen sprechen, die manche Leute beleidigen könnte, aber sie haben meine Freunde misshandelt und gefoltert.“

„McCains tiefsitzender Groll erklärte seine Unterstützung für die Mudjahedin und die rechtsgerichteten Contra-Todesschwadronen in Mittelamerika – für jede Stellvertretergruppe, die auf die Zerstörung kommunistischer Regierungen eingeschworen war.

McCain hatte sich so sehr der antikommunistischen Sache verschworen,

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