Een serie ijzersterke argumenten tegen de uitrol van 5G

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23-05-19 06:58:00,

Vergadering Raadscommissie  Kunst Diversiteit en Democratisering op 15 mei 2019

Catherine van Ommeren maakte op 15 mei gebruik van haar inspraakrecht en zet voor de Amsterdamse Raad (de commissie die over ICT gaat) in drie minuten met krachtige argumenten uiteen waarom de uitrol van 5G gestopt en de normering van 2-, 3- en 4G herzien moet worden.

Bron: Facebook-groep Stop 5G

Transcript van deze toespraak:

Geachte commissieleden,

Er zijn zorgen over straling. Internationaal hebben Genève, Brussel, Florence, 26 staten in de VS en vier kantons in zwitserland 5G geweigerd.

Amsterdam verwijst naar nationaal beleid en nationaal beleid verwijst naar internationale afspraken.

Juist die internationale afspraken hebben Florence en Brussel ertoe gebracht 5G te weigeren. Florence stelt de ICNIRP ter discussie.

Brussel wijst de normering van de ICNIRP af. De Nederlandse stralingslimiet is tien maal ruimer dan de Brusselse norm en is daarmee de hoogste ter wereld.

Waarop is de normering van de ICNIRP gebaseerd?

Een plastic kop met zout water is gedurende korte tijd bestraald, de thermische opwarming gemeten.

De biologische effecten, (celstructuren, celwijzigingen) zijn niet waar te nemen op plastic. Terwijl zeer lichte straling lekkage van de bloed-hersenbarrière veroorzaakt.
De mogelijkheden van lichte straling om medicijnen in de hersenen te krijgen worden als veelbelovend beschouwd
Onbedoelde lekkage door blootstelling aan straling heeft hersengerelateerde klachten als gevolg.

Hoe beoordeelt onze nationale overheid stralingsonderzoek?
In het meest recente onderzoek van Nederland en Zwitserland (2006) werden 128 mensen gedurende korte tijd blootgesteld aan lichte 3G straling. elf personen verlieten voortijdig het onderzoek, drie werden ernstig onwel. Conclusie van de toenmalig staatsecretaris: straling is geheel veilig, ook op de lange termijn.

Met deze normering en een dergelijke beoordeling van onderzoek wordt de uitvoerig volop ingezet. Gezondheid worst nergens genoemd.

De verzekeringsmaatschappijen erkennen stralingsklachten en dekken ze niet. Honderden artsen in België en Oostenrijk wijzen op de stralingsziekten uit hun praktijk.

Nederland heeft het over “klachten van onbekende oorsprong.” De huisarts weet in 50 procent van de klachten niet wat de oorzaak is.

Het Verwey-Jonker Instituut stelt dat eenderde van de Nederlanders chronisch ziek is,

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Serie zur Novemberrevolution ­– Teil 3

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07-12-18 08:32:00,

Vorbemerkung: Wir bringen auf den NachDenkSeiten in drei Teilen einen ausführlichen Text von Winfried Wolf zur Novemberrevolution, zur Bayerischen Räterepublik und zur aktuellen Debatte über diese Ereignisse. Der erste TeilSerie zur Novemberrevolution – Teil 1” hatte drei Ereignisse, die zum Verständnis der Revolution wichtig sind, zum Thema. In Teil 2Serie zur Novemberrevolution – Teil 2“ wurden drei Phasen der Revolution untersucht.

Der hier wiedergegebene Teil 3 geht ein auf die Bayerische Räterepublik, die hierzulande meist besonders verzerrt dargestellt wird.

Im Zeitraum 8.November 1918 bis 2. Mai 1919 standen in dieser noch stark landwirtschaftlich geprägten Region ebenfalls die Räte – und zwar Arbeiterräte und Bauernräte – und damit die Forderungen nach direkter Demokratie im Zentrum. Im Folgenden werden vier Gründe für das Scheitern der Revolution genannt: (1) die fehlende organische Führung bzw. die Zersplitterung der linken Kräfte, (2) die fehlende Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes der Rätedemokratie, (3) das Doppelspiel der SPD-Führung und deren enge Zusammenarbeit mit rechten Kräfte und (4) schließlich die unvorstellbare Brutalität, mit der Freikorps und Reichswehr gegen die Räte und gegen die Zivilbevölkerung vorgingen.

Schließlich warnt Winfried Wolf vor Projekten einer neuen Militarisierung, wie sie von der deutschen Bundeskanzlerin und von dem französischen Präsidenten ausgerechnet im Zusammenhang mit dem Gedenken an das Kriegsende vor 100 Jahren propagiert wurden.

Die Bayerische Räterepublik – Bauernräte inklusive

Die deutsche Revolution 1918-1920 gab es im gesamten deutschen Reich. Reichsweit hatten sich im November 1918 (und danach meist immer wieder aufs Neue) Arbeiterräte herausgebildet, die die lokale und oft die regionale Macht übernahmen. Dies führte zu bemerkenswerten regionalen Verdichtungen des revolutionären Prozesses mit lokalen Besonderheiten und oft mit unglaublich harten Auseinandersetzungen. Im Jahr 1919 (ab Februar) und im Jahr 1920 (ab Ende März) tobte in Deutschland ein umfassender Bürgerkrieg. Als Stichpunkte zu nennen sind hier die Räterepublik Bremen, die Kämpfe um Braunschweig, im Ruhrgebiet, in Sachsen, dann erneut im Ruhrgebiet, in Thüringen, Magdeburg, Chemnitz, im Erzgebirge, im Vogtland (dort, mit der Besonderheit des Kampfs von Max Hoelz, eines neuen Robin Hood.)[1]

Im März 1919 kam es in Berlin zu einem Generalstreik mit den Forderungen nach Demokratisierung des Heeres und Sozialisierung der Wirtschaft, der von allen Arbeiterparteien beschlossen wurde.

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Serie zur Novemberrevolution – Teil 2

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04-12-18 08:54:00,

Vorbemerkung: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in Kommentaren, Rückblicken und Dokumentationen der Revolution gedacht wird, die vor 100 Jahren in Deutschland stattfand. Allerdings verfälscht die große Mehrheit dieser Beiträge das, um was es damals ging. Die tatsächlichen Errungenschaften der Revolution – Frieden, Frauenwahlrecht, demokratische Grundrechte – werden nicht ausreichend gewürdigt, und die Ziele der Revolution werden bei dieser Berichterstattung oftmals in den Hintergrund gedrängt. Wir bringen auf den NachDenkSeiten in drei Teilen einen ausführlichen Text von Winfried Wolf zur Novemberrevolution 1918.

Der erste Teil “Serie zur Novemberrevolution – Teil 1” hatte die Ereignisse, die zu dieser Revolution führten, zum Thema. Der heutige Teil 2 befasst sich mit der Revolution selbst, und Teil 3 geht ein auf die Bayerische Räterepublik, nennt vier Gründe für das Scheitern der Revolution und warnt vor einer neuen Militarisierung, wie sie von der deutschen Bundeskanzlerin und von dem französischen Präsidenten ausgerechnet im Zusammenhang mit dem Gedenken an das Kriegsende vor 100 Jahren vorgetragen wurde.

Die Revolution in Deutschland und die Debatte anlässlich des 100. Jahrestags Teil 2

Diejenigen, die akzeptieren, dass es überhaupt eine Revolution in Deutschland gab, stellen diese in der Regel als die Tat weniger dar. Teilweise als Theateraufführung oder Operette, Teilweise als Putsch. Oft als Resultat einer Kabinettspolitik. Dabei gelegentlich als völlig unnötig. So heißt es in dem aufwendigen Heft „Geo Epoche – Kollektion“ zum Thema „Die Weimarer Republik“:

„Die deutsche Revolution ist umwuchert von Mythen […] Sie war, historisch gesehen, ein verfehltes Unternehmen. Sie bricht aus, als der Umbau des autokratischen Kaiserreichs in eine parlamentarische Demokratie praktisch vollendet und das Kriegsende nur noch eine Frage von wenigen Tagen ist. […] Diese demokratische Umwälzung ist das Werk des letzten kaiserlichen Kanzlers, Prinz Max von Baden.“[1]

Andere moderne Interpreten sehen die Revolution als Ergebnis einer Politik zurückhaltend-kluger Kräfte. In diesem Sinne äußerte sich der deutsche Bundespräsidenten Walter Steinmeier, der am 100. Jahrestag der Novemberrevolution das Folgende ausführte:

„Es bleibt das große Verdienst der gemäßigten Arbeiterbewegung, dass sie – in einem Klima der Gewalt, inmitten von Not und Hunger – den Kompromiss mit den gemäßigten Kräften des Bürgertums suchte, dass sie der parlamentarischen Demokratie den Vorrang gab!“[2]

Welche eine Verdrehung fast aller Umstände!

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Serie zur Novemberrevolution – Teil 1

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01-12-18 05:35:00,

Vorbemerkung: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in Kommentaren, Rückblicken und Dokumentationen der Revolution gedacht wird, die vor 100 Jahren in Deutschland stattfand. Allerdings verfälscht die große Mehrheit dieser Beiträge das, um was es damals ging. Die tatsächlichen Errungenschaften der Revolution – Frieden, Frauenwahlrecht, demokratische Grundrechte – werden nicht ausreichend gewürdigt. Die tatsächlichen Ziele der Revolution – direkte Demokratie bzw. eine Kontrolle eines Parlamentes durch Räte, gewählt von der arbeitenden Bevölkerung, werden so gut wie nie erwähnt. Und die tatsächliche Gewalt, ausgehend von Freikorps, Reichswehr und frühen faschistischen Gruppen, mit der gegen diese berechtigten Forderungen und gegen die Arbeiterräte vorgegangen wurde, wird nicht nur verschwiegen. Meist wird die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt und behauptet, die Revolution selbst sei gewalttätig gewesen.

Wir bringen auf den NachDenkSeiten in drei Teilen einen ausführlichen Text von Winfried Wolf zur Novemberrevolution, zur Bayerischen Räterepublik und zur aktuellen Debatte über diese Ereignisse. Diesem Text lag ursprünglich ein in Kassel und Stuttgart gehaltenes Referat des Verfassers zugrunde, welches sich vor allem auf Klaus Gietinger, Der verpasste Frühling, auf Sebastian Haffner, Der Verrat und auf Richard Müller, Die Geschichte der Revolution stützt.

Der erste Teil hat drei Ereignisse zum Thema, die der Novemberrevolution vorausgingen und die zum Verständnis dieser Revolution wichtig sind: (1) die Sturzgeburt der deutschen Einheit und des Deutschen Reichs 1871, (2) der Erste Weltkrieg und (3) der 3. Oktober 1918, als inmitten des Kriegs bereits eine parlamentarische Regierung mit zwei SPD-Ministern gebildet wurde – noch zu Kaiser´s Zeiten. Und als sich die Verantwortlichen für den Ersten Weltkrieg aus dem Staub machten und damit die Steilvorlage für die „Dolchstoß-Legende“ schufen.

Novemberrevolution und Bayerische Räterepublik
Begeisternde Versuche einer direkten Demokratie und die Debatten am 100. Jahrestag

Von Winfried Wolf

In Deutschland ist das Wort „Revolution“ eher negativ besetzt. Eine „revolutio“ – eine Umwälzung; ein Zurückwälzen und ein entsprechender Prozess „revolvere“, eigentlich: „zurückdrehen“, „in einen ursprünglichen, legitimen Zustand versetzen“: das sind Fremdwörter, die man im politischen Diskurs in deutschen Landen eher mit spitzen Fingern anfasst. Wobei das vor allem für die deutsche Geschichte und für Politik in Deutschland gilt. Die Französische Revolution, die Russischen Revolutionen 1905 und (im Februar und November) 1917,

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