Das Spiel der Mächtigen

17-03-21 10:35:00,

Auch die Spielregeln sind ziemlich einfach: Alles, also wirklich alles ist erlaubt! Insbesondere sind die Spieler nicht an irgendwelche Verordnungen oder gar Gesetze gebunden!

Die Mächtigen können diese wunschgemäß außer Kraft setzen, sie können diplomatische Immunität einräumen und sich von lästigen Steuerzahlungen befreien. Die Reichen ihrerseits überschütten die Mächtigen mit „Geschenken der Liebe“: Das können Parteispenden, Villen, Konten in Liechtenstein und vieles mehr sein. Und nein, das ist keine Korruption!

So führt Macht zu Reichtum, Reichtum zu Macht — und mehr und immer mehr Macht und Reichtum. Also wirklich einfach, das Ganze.

Allerdings gibt es einen Haken: Es kann ja bekanntlich nicht nur Gewinner geben, Irgendjemand muss ja auch die Zeche zahlen. Und auch das ist einfach beantwortet: Es ist schlichtweg das Volk — bekannt aus „Wir sind das Volk“. Dieses Volk ist der sogenannte Gegenspieler, dem sowohl Macht als auch Geld abgenommen werden muss.

Einen besonderen Reiz bietet dann noch die „Pro“-Version des Spiels, bei dem das Volk möglichst nichts vom eigenen Verlust mitbekommen darf! Und die „Expert“-Version, bei der das Volk zwar etwas bemerkt, aber die Schuldigen in den eigenen Reihen sucht! Ich kann Ihnen sagen, das ist ein absolutes Festival für die Reichen und Mächtigen!

Sie sind neugierig geworden und wollen mehr wissen, vielleicht sogar mitspielen? Schauen wir, als welcher Spieler Sie infrage kämen. Dazu wenden wir uns nun der deutschen Version des Spieles zu.

Sie denken jetzt vielleicht daran, dass in Deutschland alle Macht vom Volke ausgeht, das Volk also einer der Mächtigen sein sollte? Nein, das sind Fake News — alle Macht in Deutschland geht von Merkel aus.

In den viel zu vielen Jahren als Kanzlerin sind alle Deutschen entweder liebe, kleine Merkels oder äußerst böse Querdenker geworden. Und das gilt in allen Bereichen, zum Beispiel Politik, Wissenschaft, Medien, Justiz und mehr. Überall ist Merkel oder die von ihr ernannten Untermerkels bei der Auswahl der Unteruntermerkels und Unterunter……..untermerkels involviert.

Gehören Sie zum Team Merkel? Dann müssen Sie nun nur noch abschätzen, auf welcher Unterstufe Sie sich befinden — und schon spielen Sie mit.

Gehören Sie nicht dazu, bleibt die Möglichkeit, über Ihren Reichtum ins Spiel einzusteigen. In diesem Fall möchte ich nicht weiter fragen, da Sie ja sicherlich anonym bleiben wollen!

Und damit kennen wir nun alle Spieler in Deutschland: Reich oder Merkel nebst Team — gegen das Volk.

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Spiel mit dem Feuer: Ukraine bietet der Nato an, den Luftraum über der Krim zu nutzen | Anti-Spiegel

10-02-21 08:06:00,

Derzeit ist eine ukrainische Regierungsdelegation aus Kiew zu Gesprächen bei der Nato in Brüssel. Was führende Nato-Vertreter und Minister der Ukraine dort vor der Presse von sich geben, muss man in Russland als Provokation oder sogar kriegerische Akte einstufen, wenn den Worten Taten folgen.

Ich habe heute bereits über die Aktivitäten der Nato an Russlands Grenzen berichtet und bin in dem Zusammenhang nebenbei auch darauf eingegangen, dass der Nato-Generalsekretär bei der Pressekonferenz mit dem ukrainischen Verteidigungsminister eine verstärkte Nato-Präsenz im Schwarzen Meer angekündigt und weiter gesagt hat, “die Türen der Nato seien offen für alle Länder, einschließlich der Ukraine.” Er begründete das mit den “aggressiven Handlungen” Russlands.

Nun gab es eine weitere Pressekonferenz, auf der der ukrainische Transportminister der Nato angeboten hat, den Luftraum über der Krim quasi nach Belieben zu nutzen. Der ukrainische Minister sagte:

“Die Ukraine verfolgt ihren gewählten Weg der Integration in die euro-atlantischen Systeme der kollektiven Sicherheit. Ein wichtiger Bereich dieser Integration ist die Beteiligung der Ukraine am NATO-Programm für den Austausch von Flugverkehrsdaten. In der heutigen Welt ist es wichtig, die Kontrolle über den zivilen Flugverkehr zu verstärken und auf Krisen im Schwarzen Meer zu reagieren (…) Unter Berücksichtigung des aktualisierten EASA-Flugsicherheitsbulletins in der Fluginformationsregion Simferopol und der Aufhebung der Beschränkungen der US-Luftfahrtbehörde für Flüge in den Luftraum von Simferopol schlagen wir vor, diesen Teil des Luftraums für NATO-Luftoperationen für den Transport von Truppen, Ausrüstung, Fracht und dergleichen zu nutzen. Wir hoffen auf die Unterstützung der NATO bei der Überwachung der Situation im Luftraum entlang der Grenze zu Russland “

Es ist bekannt, dass es unterschiedliche Ansichten über den Status der Krim gibt, aber man darf trotzdem die Realitäten nicht aus den Augen verlieren. Nichts – auch nicht die Frage der Krim – rechtfertigt das Risiko eines Dritten Weltkriegs, der als Atomkrieg das Ende der Menschheit bedeuten würde.

Selbst wenn man im Westen und vor allem der Ukraine der Meinung ist, die Krim gehöre immer noch zur Ukraine, würde es wohl wirklich zum Krieg führen, wenn morgen Nato-Flugzeuge ohne Absprache mit Russland über der Krim herumfliegen würden.

Dass die Verantwortlichen in Kiew mit ihren Aussagen immer wieder beweisen, wie wild sie auf einen Krieg sind, ist nichts Neues. Bleibt zu hoffen, dass der Realitätssinn zumindest in der Chefetage der Nato nicht verloren gegangen ist und dass irgendjemand dem Ukrainer beim Kaffee einfach mal sagt: “Sorry,

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Das Spiel mit der Angst

09-09-20 08:26:00,

Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte indes, dass ein Lockdown eine gute Chance wäre, endlich mit Corona abzuschließen. Der Mann spricht als Vertreter der Großindustrie; Kleinunternehmer halten so einen Schritt sicher nicht aus. Die Politik nimmt das zur Kenntnis, erklärt, sie würde alles tun, um einen solchen Schritt abzuwenden. Dabei ist eigentlich davon auszugehen, dass ein solcher Lockdown nicht droht. Dennoch nährt man das Schreckgespenst. Das ist politisches Kalkül.

Weiß denn keiner mehr, warum dieser erste Lockdown ausgerufen wurde? So lange ist das alles noch gar nicht her. Die digitale Demenz scheint jedoch unerbittlich. Mal auf die Sprünge geholfen: Es hatte etwas mit den Krankenhäusern zu tun — insbesondere mit den Bildern aus Norditalien, speziell aus Bergamo.

So ein Szenario wollte man verhindern, die Kliniken sollten nicht wie dort überfüllt, die Intensivstationen nicht überlaufen sein. Die Triage war das Thema des Moments, die ärztliche Selektion für begrenzte medizinische Mittel, die unter Umständen Wirklichkeit werden könnte: Das sollte bitte nicht notwendig werden.

Man präsentierte den Bürgern eine Grafik, die so gut wie überall zu sichten war. Eine Kurve zeigte an, dass in den nächsten Wochen Millionen von Menschen am Virus erkranken könnten. Etwa 20 Prozent würden einen Krankenhausbehandlung brauchen. Das sei aber bereits zu viel, das Gesundheitssystem stehe dann vor einem Kollaps. Deswegen wurde diese Grafik in den Medien auch gerne animiert gezeigt. Dort erklärte man, was ein Lockdown bewirken könnte, indem diese Kurve abgeflacht, die drohende Situation entzerrt wurde.

Das Brachliegen des öffentlichen Lebens war also nicht einfach nur eine Maßnahme zur Ausrottung des Virus, wie wir das einige Monate später gerne verklären: Es war an die Gesundheitsversorgung gekoppelt. Der Lockdown sollte sicherstellen, dass Ärzte und Pflegekräfte nicht verheizt werden, zumal sie selbst auch erkranken würden — und er sollte garantieren, dass jeder Bürger adäquat versorgt werden kann. So weit die Theorie …

Dass es dann anders kam, wissen wir ja. Die Prognose war zu düster. Andere Prognosen wurden als Ausdruck falschen Optimismus‘ verworfen. Dennoch war jener Lockdown ein Schritt, der ein klares Ziel definierte: eben die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Warum zum Henker kommt das Thema jetzt aber alle naselang aufs Tapet? Die einen fürchten sich davor, die anderen hoffen auf eine weitere Ruhephase — und wieder ganz andere glauben ernstlich,

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Das Spiel um die Macht

13-03-20 07:09:00,

Die Einstimmung auf die Konferenz übernahm der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Eröffnungsrede. Nach kurzer Klage über die „zunehmend destruktive Dynamik der Weltpolitik“, die durch die „Konkurrenz der großen Mächte“ entstehe, ging er ohne Umschweife zur Kritik dieser Mächte als den Verursachern der von ihm beklagten Entwicklung über — Russland, China, USA.

Von Europa und Deutschland war dabei eher als Opfer die Rede, das in Zukunft besser auf sich aufpassen müsse, um nicht aus dem Spielplan zu fallen.

Dabei, versicherte der Präsident, gehe es nicht um Resignation, auch nicht um Zynismus. Es gehe um eine „mentale Anpassung an die neue Wirklichkeit“ — „in aller Demut“, wie er im Verlauf der Rede versicherte, da auch Europa, einschließlich Deutschlands, seine eigenen Regeln erst wiederfinden müsse (1).

Diese Rede Steinmeiers mag manche/r als mutig empfunden haben. Tatsächlich ging er ja gleich zu Beginn seiner Ansprache forsch in die Kritik der drei „großen Mächte“. Aber Anpassung an die Wirklichkeit? War es das? Und noch dazu „in aller Demut“? Was bietet Steinmeier als Wirklichkeit an? Wem gilt seine Demut? Betrachten wir zunächst wörtlich, was er vorbrachte, um Missverständnisse zu vermeiden.

In drei gleich langen Absätzen, erkennbar darauf bedacht, eine Gleichbehandlung der Genannten zu suggerieren, bot Steinmeier zum Eingang der Rede folgende Kritiken an:

• Russland:

„Russland, ob zu Recht oder zu Unrecht gekränkt und entfremdet, hat nicht nur ohne Rücksicht auf das Völkerrecht die Krim annektiert. Es hat militärische Gewalt und die gewaltsame Verschiebung von Grenzen auf dem europäischen Kontinent wieder zum Mittel der Politik gemacht. Unsicherheit und Unberechenbarkeit, Konfrontation und Verlust von Vertrauen sind die Folge.“

• China:

„China ist im Zuge seines eindrucksvollen Aufstiegs auch in internationalen Institutionen ein wichtiger Akteur geworden, unverzichtbar für den Schutz globaler öffentlicher Güter. Zugleich akzeptiert es das Völkerrecht nur selektiv, wo es den eigenen Interessen nicht zuwiderläuft. Sein Vorgehen im Südchinesischen Meer verstört die Nachbarn in der Region. Sein Vorgehen gegen Minderheiten im eignen Land verstört uns alle.“

• USA:

„Und unser engster Verbündeter: Die Vereinigten Staaten von Amerika erteilen unter der jetzigen Regierung selbst der Idee einer internationalen Gemeinschaft eine Absage. Ein jedes Land soll selbst sehen, wo es bleibt, und seine eigenen Interessen über die aller anderen stellen.

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Spiel mit dem Feuer

09-02-20 09:39:00,

Die Erde brennt. Australien, Afrika, Amazonien, Indonesien, Kalifornien … selbst die Arktis steht in Flammen. Viele Feuer sind außer Kontrolle geraten und nicht aufzuhalten. Vor allem sind sie, darüber sind wir uns inzwischen einig, zu einem großen Teil menschengemacht. Manchen regen sie zu apokalyptischen Phantasien an. Hat der Mensch so sehr mit dem Feuer gespielt, dass er ihm nun selbst zum Opfer fällt? Ist die Menschheit am Abgrund angelangt? Geschieht es uns im Grunde ganz recht?

Es schleicht sich der Gedanke an eine Art planetarischer Ökodiktatur ein, damit wenigstens ein paar von uns überleben. Von einer halben Milliarde ist auf den Georgia Guidestones die Rede. Einem kleinen Teil der Menschheit soll gewährt werden, zu leben, während der Rest von Gewalt, Überschwemmungen, Hunger, Durst, Umweltgiften, chemischen und biologischen Waffen und zunehmender Strahlenbelastung dahingerafft wird.

Das „amerikanische Stonehenge“ wurde zu Beginn der 80er Jahre von einer kleinen Gruppe loyaler, gottgläubiger Amerikaner finanziert. Es kann als Kompass, Kalender und Uhr genutzt werden und Katastrophen überstehen. In acht modernen und vier altertümlichen Sprachen stehen dort zehn Richtlinien in den Granit gehauen, Geboten gleich, die mit der Aufforderung beginnen: „Maintain Humanity under 500.000.000“ — also die Menschheit unter 500.000.000 zu halten. Was mit den restlichen sieben Milliarden passieren soll, steht da nicht. Unklar ist auch, wer sich hinter den edlen Spendern verbirgt und wie es sein kann, dass überhaupt ein Monument errichtet werden darf, das ein indirekter Aufruf zur Ausrottung des größten Teils der Menschheit ist.

Doch anstatt über Dinge zu fabulieren, die so ungeheuerlich sind, dass sie nur als Verschwörungstheorien abgetan werden können, will ich meinen Blick vom Ende zum Beginn unserer Zivilisation schweifen lassen. Nach der griechischen Mythologie, der Wiege unserer Gesellschaft, vermählte sich Gaïa, die dem Chaos entstiegene Erde, mit Uranos, dem Himmel. Aus ihrer Verbindung gingen zahlreiche Nachkommen hervor. Da Uranos alle seine Kinder hasste, stiftete Gaïa ihren jüngsten Sohn dazu an, den Vater zu töten. Kronos — Saturn in der römischen Mythologie — entmannte den mächtigen Uranos und trieb es dann mit seinen eigenen Kindern noch schlimmer, indem er sie auffraß. Nur Zeus entkam dem Morden, indem er seinerseits den Vater tötete. Seitdem herrscht er über den Olymp.

Aus den zärtlichen Familienbanden der Götter und Titanen geht schließlich der Mensch hervor. Gaïa erschafft Adamas, den „grauen Stahl“, und Zeus erweckt Pandora zum Leben,

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