„Seht her, da spricht ja ein warmes Herz“ – Rezension eines ungewöhnlichen Buches über unsere Wirtschaft

02-07-20 11:07:00,

In den letzten Wochen konnte man öfters die Transformationsforscherin Maja Göpel im Fernsehen sehen. Einem größeren Publikum dürfte sie auch durch ihr Buch „Unsere Welt neu denken. Eine Einladung“ bekannt sein. Denn das Buch ist ein Bestseller. Und für viele Ökonomen eine Provokation. Udo Brandes hat es für die NachDenkSeiten gelesen und findet, dass es ein gelungenes Aufklärungsbuch ist, am Schluss aber doch Schwächen zeigt. Die Redaktion kann Göpels Kritik am Wirtschaftswachstum so nicht teilen. Dazu mehr am Ende des Textes der Rezension.

Zunächst einmal eine Vorbemerkung, warum ich Maja Göpels Buch bemerkenswert finde und der Meinung bin, dass sie damit ein Vorbild für Wissenschaftler sein sollte: Ihr Buch ist nicht nur allgemeinverständlich geschrieben, sondern auch sehr lebendig und in einem kurzweiligen Erzählton. Es macht Spaß, das Buch zu lesen. Und das für ein Buch über Politik und Ökonomie hinzukriegen, dazu gehört schon was. Und es ist besonders auffallend, weil unter Universitätsakademikern eigentlich das Gegenteil der Normalfall ist: Autoren, die so lebendig schreiben, dass selbst amtliche Bekanntmachungen dagegen eine spannende Lektüre sind. Allerdings, das muss man auch anfügen, wäre ihr Text ein noch viel größerer Lesegenuss, wenn sie dessen stilistische Qualität nicht durch konsequentes Gendern eingetrübt hätte. Aber offenbar kann man heutzutage in der akademischen Welt nicht ohne eine Vergewaltigung der deutschen Sprache auch nur einen Fuß auf den Boden kriegen.

Die Kurzweiligkeit ihres Textes erreicht Maja Göpel nicht zuletzt deshalb, weil sie den Mut hat, auch von sich zu erzählen und sich als Mensch zu zeigen. So berichtet sie zum Beispiel, wie sich in ihrem Studium ein Professor in einer Vorlesung über sie lustig machte, weil sie im Zusammenhang mit gängigen ökonomischen Theorien eine nur allzu berechtigte Frage gestellt hatte:

„Ich erinnere mich, wie in einer dieser Vorlesungen ein Professor erklärte, dass Arbeiter*innen immer dorthin reisen werden, wo sie den höchsten Lohn bekommen, auch wenn das bedeute, dass sie in ein anderes Land umziehen müssen. Als ich mich meldete und fragte, ab wie viel Armut vor Ort und Lohnunterschied Menschen denn ihre Familien verlassen würden und wie es sein kann, dass für einen solchen Aufwand aufseiten der Arbeiter*innen keinerlei Kosten in dem Modell auflaufen würden, wurde es plötzlich still im Hörsaal.

Der Professor sah seinen Assistenten an, und die Student*innen starrten mich an.

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Covid-19: CDC spricht in einem neuen Papier von einer Gesamtsterblichkeitsrate von 0,26% | www.konjunktion.info

29-05-20 08:44:00,

Laborproben - Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay LicenseLaborproben - Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay License

Laborproben – Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay License

Nach wie vor kommt die Hochleistungspresse ihrem eigenen Anspruch der Ausgewogenheit, Fairness und Offenheit im Kontext von Covid-19 in keinster weise nach. Nach wie vor werden nur selektive Stimmen präsentiert und die Regierungslinie bis auf das Jota genau über die Äther gejagt. Vielmehr wird die indoktrinierende Propaganda von Maskenpflicht, Abstandsregeln und Impfungen täglich aufrecht erhalten, obwohl die offiziellen Daten von RKI, CDC und anderen eine eindeutig andere Sprache sprechen.

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir in ARD, ZDF, SZ, FAZ und Co. nichts über den neuesten Bericht des Centers for Disease Control and Prevention (CDC; Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention) lesen/hören. Das Ron Paul Institute for Peace and Prosperity schreibt dazu:

Das CDC hat gerade einen Bericht herausgebracht, das das Narrativ der politischen Klasse in den Grundfesten erschüttern müsste, ab er wird jedoch in den großen Stapel wichtiger Daten und Informationen über den Virus eingehen, der nicht öffentlich bekannt wird. Zum ersten Mal hat das CDC versucht, eine reale Schätzung der Gesamtsterblichkeitsrate für COVID-19 vorzunehmen, und unter ihrem wahrscheinlichsten Szenario liegt die Zahl bei 0,26 Prozent.

Bis jetzt wurden wir verspottet, weil wir dachten, die Sterblichkeitsrate sei so niedrig, im Gegensatz zu der Schätzung der Weltgesundheitsorganisation von 3,4 Prozent, die dazu beigetragen hat, die Panik und die Ausgangssperren voranzutreiben. Jetzt stimmt das CDC der niedrigeren Rate in Wort und Schrift zu.

Außerdem könnten wir letztendlich feststellen, dass der IFR sogar noch niedriger ist, da zahlreiche Studien und echte Zählungen begrenzter Populationen einen viel höheren Prozentsatz asymptomatischer Fälle gezeigt haben. Eine einfache Anpassung auf eine asymptomatische Rate von 50 Prozent würde ihre Todesrate auf 0,2 Prozent senken – genau die Todesrate, die Dr. John Ionnidis von der Stanford University projiziert hat.

Noch wichtiger ist, wie ich bereits erwähnt habe, dass die Gesamtsterblichkeitsrate bedeutungslos ist, weil die Zahlen so einseitig sind. Angesichts der Tatsache, dass mindestens die Hälfte der Todesfälle in Pflegeheimen zu verzeichnen war,

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Kaum jemand spricht über die Finanzierung der Corona-Folgen

12-05-20 09:44:00,

Urs P. Gasche / 12. Mai 2020 –

Milliarden werden aus dem Hut gezaubert. Wer sie zurückzahlen soll, bleibt offen. Eine Mikrosteuer wollen weder Linke noch Grüne.

«An den Kosten werden wir noch Jahre zu kauen haben», erklärte Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, in der «Sonntags-Zeitung» vom 10. Mai. Und Finanzminister Ueli Maurer klagte in der NZZ vom 29. April: «Mir ist es nicht mehr wohl in meiner Haut.» Schon jetzt sei klar, dass «wir Steuern und Lohnbeiträge … erhöhen müssen, um die Sozialwerke zu sichern». Und «ab 2022 könnte ein grösseres Sparpaket zum Thema werden».

Sparen wird das mehrheitlich bürgerliche Parlament kaum bei den Milliarden für neue Kampfflugzeuge. Im Vordergrund stehen vielmehr ein höheres Rentenalter und ein Abbau von Sozialleistungen. Die Entwicklungshilfe wird wieder in Frage gestellt und ein Abbau von Umwelt- und Klimaauflagen gefordert werden.

SP schlägt höhere Steuern für Reiche und für Erben von mehr als zehn Millionen vor

Linke und Grüne unterstützen die grosszügigen finanziellen Hilfen für die Wirtschaft. Wegen der Milliardenausgaben und des Lockdowns «steuern wir auf eine katastrophale Situation zu», meinte zwar SP-Präsident Christian Levrat. Doch er würde allen Einwohnern noch zusätzlich je 200 Franken auszahlen lassen, «um die Gastronomie und den Tourismus zu unterstützen», erklärte Levrat im Tages-Anzeiger vom 24. April.

Zur Finanzierung des Milliarden-Mannas schlägt Levrat höhere Steuern für Einkommen von über 300’000 Franken, eine höhere Bundessteuer sowie eine Erbschaftssteuer auf Geerbtes von über zehn Millionen vor – «nur so lange», schränkt er ein, «bis wir wieder finanziell auf sicherem Boden sind». Man kann gespannt sein, wie Levrat für diese Vorschläge im Parlament eine Mehrheit zimmern will.

Die ganze Finanzbranche dagegen will der SP-Chef offensichtlich ungeschoren lassen, obwohl die Banken zu den Corona-Gewinnern gehören. UBS, Credit Suisse und grosse Kantonalbanken wiesen von Januar bis Ende März hohe Gewinne aus. Die Nationalbank subventioniert die Finanzbranche mit künstlich tiefen Zinsen und gewährt ihnen «eine Reihe von regulatorischen Erleichterungen», wie Nationalbank-Präsident Jordan erklärte. Das spottbillige Geld nutzen Grossbanken auch für kurzfristig lukrative Spekulationsgeschäfte mit Derivaten und dergleichen.

Vorschlag einer temporären Mikrosteuer auf Finanztransaktionen

Der Vorschlag einer rasch einzuführenden temporären Mikrosteuer auf allen elektronischen Geldtransfers kam Mitte April von den Initianten der Volksinitiative zur Einführung einer Mikrosteuer auf allen elektronischen Geldtransaktionen.

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Bild spricht von “unfassbarem Eklat” bei der ARD – Was ist passiert und wie berichtet das russische Fernsehen darüber? | Anti-Spiegel

22-03-20 04:17:00,

Skandal! Die ARD gratuliert dem russischen Außenminister zum Geburtstag und die Bild-Zeitung ist völlig aus dem Häuschen.

Normalerweise berichte ich nicht über das, was die Bild-Zeitung schreibt. Aber wenn die Bild es sogar in einen Artikel des russischen Fernsehens schafft, ist das einen kurzen Bericht wert. Nicht weil der Vorfall so wichtig wäre – es ist eine Bagatelle -, sondern um an dem Beispiel zu zeigen, wie die Berichterstattung in Russland ist, das ja angeblich so böse Propaganda macht.

Der Artikel der Bild war in dem Artikel des russischen Fernsehens verlinkt, ich lasse den Link stehen, Sie finden ihn also im Artikel des russischen Fernsehens, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Das Moskauer Büro der ARD gratulierte dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf seinem offiziellen Twitter-Account zu seinem 70. Geburtstag. Dabei zitierte die ARD einen Tweet, in dem die Möglichkeit erwähnt wurde, ein Album mit Fotos von Lawrow zu kaufen. Laut Bild ist eine solche „Kaufempfehlung“ vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Coronavirus-Infektion ein ungeheurer Skandal. Schließlich, ist der Journalist der Zeitung überzeugt, sei es Russland, das „anti-westliche Theorien“ über die Herkunft von COVID-19 verbreitet und damit noch mehr Kontrolle über die öffentliche Meinung erlangen wolle.

Für die Bild ist das nichts anderes als ein „Personenkult“ um Putins engsten Vertrauten. Die Zeitung zitiert den FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai, der den Schritt der ARD kritisiert und daran erinnert, dass das „nicht zum Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks passt“.

Der ARD-Pressestelle hat sich zu diesen Vorwürfen noch nicht geäußert.

Einen Tag zuvor wurde der russische Außenminister Sergej Lawrow 70 Jahre alt. Per Präsidialdekret wurde dem Minister der Titel Held der Arbeit verliehen. Der Präsident von Kasachstan, Kasim-Jomart Tokayev, verlieh dem russischen Außenminister den Orden „Barys“ Ersten Grades.

Lawrow leitet das russische Außenministerium seit 16 Jahren. Der Außenminister sagt über seinen Beruf: „Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, muss man immer Neues lernen und sich seinem Beruf und seinem Land voll hingegeben.“

Ende der Übersetzung

Hier noch der Tweet, über den die Bild sich so aufregt, dass sie von einem „unfassbaren Eklat mitten in der Corona-Krise“ spricht.

S dnjom roshdenija, Sergej Wiktorowitsch! Russlands Marathon-Außenminister Sergej Lawrow wird heute 70 Jahre alt.

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EU spricht vom „Green Deal“ – und lässt sich von Öl-Unternehmen sponsern

21-01-20 10:53:00,

Lesezeit: 2 min

21.01.2020 11:02

Kroatien hat die Ratspräsidentschaft der EU übernommen. Eine der ersten Amtshandlungen ist, heimische Unternehmen zu offiziellen Ausstattern und Sponsoren der EU zu ernennen. Die Praxis ist umstritten, hat aber eine lange Tradition in Brüssel.

EU spricht vom „Green Deal“ – und lässt sich von Öl-Unternehmen sponsern

Straßburg: Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Parlaments, Davide Sassoli (Mitte) und der kroatische Premierminister sowie EU-Ratspräsident Andrej Plenkovic geben eine Pressekonferenz zum Beginn des kroatischen Vorsitzes im EU-Rat. (Foto: dpa)

Foto: Philipp von Ditfurth

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