„Die baltischen Staaten sind willfährige Erfüllungsgehilfen der Amerikaner“ – so Harald Ferbar in einem Zwischenruf für die NachDenkSeiten

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09-10-19 02:09:00,

Die Hauptbotschaft dieses Beitrags steht im Widerspruch zu allem, was uns normalerweise über die Haltung und Politik der baltischen Staaten erzählt wird. Ich hatte den Autor um seine Einschätzung gebeten, weil es wichtig ist, die Politik und die öffentlichen Äußerungen der baltischen Staaten differenziert einschätzen zu können. Möglicherweise entscheiden sie nämlich darüber, ob es in Europa friedlich zugeht oder ob wir in den nächsten kriegerischen und für viele tödlichen Konflikt stolpern. Zur Person des Autors und zur Genesis dieses Beitrags noch eine Anmerkung. Albrecht Müller.

Harald Ferbar rief mich – es muss 2006 oder 2007 gewesen sein – an, weil er gerade mein Buch „Machtwahn“ gelesen hatte. Er machte darauf aufmerksam, dass er meine Beschreibung zur politischen Korruption um einige weitere Fälle ergänzen könnte. Er informierte darüber, dass er politisch anders gestrickt sei als ich, er sei in der Jungen Union Baden-Württembergs groß geworden und gehöre zu einer Art Nachwuchskader der CDU. In diesem Kontext war er beruflich auch in den neuen Bundesländern tätig. Er äußerte seine Empörung darüber, dass dort bei den Banken im Zweifel immer die Tendenz bestand, Betriebe eingehen zu lassen, statt sie zu retten. Schon diese Kritik fand ich sympathisch, trotz sonstiger Meinungsunterschiede.

Der Autor des folgenden Textes ist ausgebildeter Bankkaufmann, er lebt seit 15 Jahren in Lettland, ist mit einer Lettin verheiratet und hat zwei Kinder.

Harald Ferbar:

Es ist an der Zeit mit dem Märchen aufzuräumen, die baltischen Staaten im allgemeinen und Lettland im besonderen seien durch Rußland bedroht, man fürchte eine Art von Okkupation oder Einmarsch, um das Baltikum Rußland anschließen zu können.

Nichts, aber auch gar nichts davon entspricht der Wirklichkeit. Natürlich versuchen lettische Medien mit tatkräftiger Unterstützung amerikanischer Medienmogule jenes Szenario aufrecht zu erhalten, nicht ohne Erfolg. Obwohl die Bevölkerung persönlich keine Bedrohung empfindet, wird allgemein ein Unbehagen zum Ausdruck gebracht. Die Propaganda der Amerikaner wirkt, der böse Iwan existiert.

Der ehemalige Bürgermeister der lettischen Hauptstadt Riga, Nils Ušakovs, ist ein Russe. Über 50 % der Einwohner Rigas sind Russen. Der Anteil der Russen in Lettland beträgt rund 40 %.

Gerne sollten die Leser der NachDenkSeiten einmal aufgeklärt werden, was in Lettland so abläuft. Das lettische Parlament wählte offensichtlich einen Staatspräsidenten, der stets zuvor zu einer Art “Casting” in geheimer Mission nach Washington reisen muß,

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Afrikanische Staaten wollen Uno zur Erklärung von Klimanotstand anregen

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23-09-19 11:37:00,

Politik

22:50 22.09.2019(aktualisiert 23:06 22.09.2019)

Zum Kurzlink

Die afrikanischen Länder wollen die Vereinten Nationen dazu aufrufen, einen globalen Klimanotstand auszurufen. Ihren Appell werden sie am kommenden Montag auf dem Klimagipfel in New York erörtern.

Die Erklärung, die mit Unterstützung afrikanischer Umweltschutz-Unterhändler verfasst wurde, soll voraussichtlich auch die Rechtsverbindlichkeit der Klimaschutzpläne einzelner Länder fordern. Dies würde sicherzustellen, dass die Ziele des Pariser Übereinkommens von 2015 zur Begrenzung der globalen Erwärmung erreicht werden.

Klimastreik in New York am 20. September 2019

©
REUTERS / Shannon Stapleton

Die afrikanischen Regierungen werden wahrscheinlich auch mehr internationale Finanzmittel beanspruchen, um ihre Pläne zur Eindämmung von Treibhausgasen umzusetzen und ihre Bevölkerung bei der Anpassung an extremeres Wetter und den steigenden Meeresspiegel zu unterstützen.

Insbesondere suchen die Staaten nach finanziellen Möglichkeiten, um die Überwachung und Vorhersage von Wetter- und saisonalen Klimatrends zu verbessern, da Überschwemmungen, Stürme und Dürren auf den gesamten Kontinent verheerend wirken.

Naturkatastrophen auf dem Kontinent

Kenia und Somalia leiden in diesem Jahr unter einer starken Dürre. Das kenianische Landwirtschaftsministerium hatte eine Nahrungsmittelkrise ausgerufen, da die Maisernte voraussichtlich um etwa ein Viertel geringer ausfallen wird.

Die Wirbelstürme Idai und Kenneth töteten in diesem Jahr mehr als 600 Menschen in Mosambik und brachten Chaos ins Leben von über zwei Millionen Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi. Dies teilte die Hilfsorganisation World Vision mit.

Zwar bleibt es eine komplexe Aufgabe, einzelne Wetterkatastrophen dem Klimawandel zuzuschreiben, doch die Forscher warnen: Dürren und Überschwemmungen dürften häufiger und intensiver auftreten, während Stürme von wärmer werdenden Meeren angefacht werden.

msch/mt/rtr

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Wie reagieren die Staaten außerhalb der westlichen Welt auf den Vorfall im Golf von Oman? | Anti-Spiegel

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14-06-19 10:07:00,

Der gestrige Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman hat international hohe Wellen geschlagen, daher wollen wir mal einen Blick auf die internationalen Reaktionen werfen.

Die USA beschuldigen den Iran, die Tanker angegriffen zu haben, jedoch sprechen die präsentierten „Beweise“ eine andere Sprache. Das hindert aber die deutschen Medien nicht daran, die US-Meinung weitgehend nachzuplappern. Aber wie reagiert die Welt außerhalb des Einflussbereiches der westlichen Medien auf den Vorfall?

Die russischen Medien machen sich über die „Beweise“ der USA lustig, bei Expertenrunden im Fernsehen herrscht Sarkasmus vor und es wird darauf hingewiesen, dass die USA jeden Krieg der letzten hundert Jahre mit Lügen begonnen haben. Ein Experte zählte die Beispiele der Reihe nach auf und begann mit dem in Havanna von den USA gesprengten US-Kriegsschiff USS Maine, was die USA 1898 als Vorwand für den Krieg gegen Spanien nahmen. Er sprach auch über die Lusitania, ein Passagierschiff, dessen Versenkung einer der Vorwände für den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg war. Auch die in Deutschland wenig bekannte Tatsache, dass die USA von dem Angriff auf Pearl Harbour vorher wussten und ihn geschehen ließen, um einen Vorwand für den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg zu haben, zählte er auf. Dann kam er über den Vorfall im Golf von Tomkin, die Brutkastenlüge und das weiße Pulver von Colin Powell bis in unsere Tage.

Danach kam dann nur noch die rhetorische Frage, wer den USA glauben würde, wenn nun wieder ein ähnlicher Vorfall als Vorwand für einen neuen Krieg herhalten muss? In Russland glaubt der US-Version niemand, man ist sicher, dass dieser Vorfall, der den USA nützt, dem Iran aber schadet, kaum vom Iran provoziert wurde.

Derzeit findet in Bischkek das Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit statt, in der neben China, Indien, Russland und Pakistan auch die asiatischen ehemaligen Republiken der Sowjetunion organisiert sind. Der Iran hat dort Beobachterstatus, weshalb auch der iranische Präsident dort ist. Bei seinem Gespräch mit Putin hat der russische Präsident die besonderen Beziehungen zum Iran herausgestrichen, Kritik wegen der US-Vorwürfe gab es nicht, sondern Solidarität wegen des Bruchs des Atomabkommens durch die USA.

Auch der chinesische Präsident scheint den USA kein Wort zu glauben. In Bischkek sagte er heute über das chinesische Verhältnis zum Iran:

„Unabhängig von den Veränderungen der internationalen und regionalen politischen Lage ist China entschlossen,

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EU: Staaten verweigern Auskünfte über Kontakte zu Lobbyisten

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10-02-19 06:27:00,

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Die Vereinigten Staaten bereiten einen Krieg zwischen Lateinamerikanern vor, von Thierry Meyssan

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18-12-18 03:43:00,

Nach und nach rücken die Verfechter der Cebrowski-Doktrin mit ihren Schachfiguren vor. Wenn sie aufhören sollten, Kriege im Erweiterten Nahen Osten zu schüren, werden sie es also in dem Karibik Becken machen. Zu allererst plant das Pentagon die Ermordung eines gewählten Staatsoberhaupts, den Ruin seines Landes, und untergräbt die Einheit von Lateinamerika.

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In seiner Rede vor der Anti-Castro-Gemeinde im Miami Dade College, verurteilte John Bolton „Diese Troika der Tyrannei, die von Havanna bis Caracas über Managua geht, [die] immenses menschliches Leid verursacht, die eine riesige regionale Instabilität und die Entstehung einer schmutzigen Wiege des Kommunismus in der westlichen Hemisphäre schafft.”

John Bolton, der neue nationale Sicherheits-Berater der Vereinigten Staaten, hat das Pentagon-Projekt der Zerstörung der staatlichen Strukturen des Karibik-Beckens wiederbelebt.

Man erinnert sich, dass im Gefolge der Anschläge vom 11. September der damalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ein Büro der Transformation der Streitkräfte (Office of Force Transformation) geschaffen und Admiral Arthur Cebrowski zum Leiter ernannt hatte. Seine Aufgabe war es, die US-Armee für ihre neue Mission in der Ära der Globalisierung der Finanzmärkte zu trainieren. Es ging darum, die militärische Kultur zu ändern, um die staatlichen Strukturen der Regionen, die nicht mit der Weltwirtschaft verbunden sind, zu zerstören. Der erste Teil dieses Plans war, den “Erweiterten Nahen Osten” zu zerschlagen. Der zweite Schritt sollte das Gleiche im “Karibik-Becken” anrichten. Der Plan sollte 20 Küsten- und Inselstaaten zerstören, mit Ausnahme von Kolumbien, Mexiko und so weit wie möglich der britischen, US-amerikanischen, französischen und niederländischen Territorien.

Bei seinem Amtsantritt im Weißen Haus hatte sich Präsident Donald Trump gegen den Cebrowski Plan gewandt. Aber zwei Jahre später war es ihm lediglich gelungen, dem Pentagon und der NATO zu untersagen, den von ihnen benutzten terroristischen Gruppen einen Staat (das «Kalifat“) anzuvertrauen, aber nicht gelungen, den Verzicht auf die Manipulation des Terrorismus durchzusetzen. Was den „Erweiterten Nahen Osten“ betrifft, hat er es geschafft, die Spannung zu verringern, aber die Kriege gehen mit niedriger Intensität weiter. In Bezug auf das Karibik-Becken hat er das Pentagon gezügelt, und ihm verboten, direkte militärische Operationen zu starten.

Im Mai letzten Jahres offenbarte Stella Calloni eine Notiz von Admiral Kurt Tidd, Oberbefehlshaber des SouthCom, in der er die gegen Venezuela angewandten Mittel aufzeigt [1]. Eine zweite Intervention wird gleichzeitig in Nicaragua und eine dritte,

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G20-Staaten fordern globale Besteuerung von Kryptowährungen

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03-12-18 04:37:00,

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Wenn man Staaten bestrafen will, sagt man, dass sie

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27-11-18 11:36:00,

Die neuen einseitigen Sanktionen der USA gegen den Iran, Russland und Syrien kommen noch zu den für diese drei Staaten bestehenden Sanktionen hinzu. Zusammen stellen sie jetzt das härteste Embargo der Geschichte dar. Die Art und Weise, wie sie organisiert sind, ist laut der Charta der Vereinten Nationen illegal: es sind Kriegswaffen, geplant um zu töten.

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Der Verteidigungsminister James Mattis erhält Beifall von dem Finanzminister Steven Mnuchin.

Bei seiner Reise nach Moskau am 8. November hatte Botschafter James Jeffrey die Aufgabe, die Besorgnis der USA über den Ausbau des persischen Einflusses in der arabischen Welt (Saudi Arabien, Bahrain, Irak, Libanon, Syrien, Jemen) zu erklären. Washington besteht nun darauf, diese Frage in einem geostrategischen Sinn zu stellen, und nicht mehr auf religiöser Basis (Schiiten/Sunniten), obwohl Teheran seine nationale Verteidigung mit arabischen schiitischen Außenposten organisiert.

Moskau hat sich dann vorgestellt, für Teheran eine Lockerung der einseitigen US-Sanktionen durch dessen militärischen Rückzug aus Syrien aushandeln zu können. Präsident Wladimir Putin hat seinen Vorschlag nicht nur seinem amerikanischen Amtskollegen, sondern auch gegenüber dem israelischen Premierminister bestätigt, als sie sich in Paris anlässlich der Hundertjahrfeier des Endes des ersten Weltkrieges am 11. November trafen.

Er versuchte den Westen davon zu überzeugen, dass eine ausschließliche russische Präsenz in Syrien dem iranisch-russischen Tandem vorzuziehen sei. Er konnte allerdings nicht versichern, dass der Iran genügend Einfluss bei der Hisbollah habe – wie Washington und Tel Aviv es behaupten, – um ihr zu befehlen, sich ebenfalls zurückzuziehen.

Washingtons einzige Reaktion darauf war, elf Tage später, die Ankündigung des elften einseitigen Sanktionspakets gegen Russland seit Anfang August. Dieses Vorgehen wird von einer lächerlichen Rhetorik begleitet, laut der Russland und der Iran gemeinsam einen umfassenden Deal organisiert hätten, um Präsident Assad an der Macht zu halten und den persischen Einfluss in der arabischen Welt zu erweitern.

Diese Rhetorik, die man schon aufgegeben glaubte, stellt drei Staaten (die Russische Föderation, die syrische arabische Republik und die islamische Republik Iran) als Maschinen im Dienste dreier Männer (Baschar Al-Assad, Ali Khamenei und Vladimir Poutine) dar, fest zusammengehalten durch den gleichen Hass ihrer jeweiligen Völker. Diese Rhetorik unterschlägt die massive Unterstützung der Bevölkerung, die sie genießen, während die Vereinigten Staaten zutiefst zerrissen sind.

Übergehen wir einfach die alberne Behauptung, wonach Russland Persien bei der Eroberung der arabischen Welt helfen würde.

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