Der “Fall Strache”: Das russische Fernsehen über die politische Kultur in Österreich und der EU | Anti-Spiegel

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03-06-19 02:34:00,

Der „Fall Strache“ war am Sonntag noch einmal Thema in der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“. Das russische Fernsehen stellte alle bekannten Fakten zusammen und stellte auch moralische Fragen: Sollte der politische Kampf geführt werden, indem man eine Falle mit Drogen, Alkohol und versteckten Kameras stellt? Was bedeutet das für die politische Kultur in Österreich und Europa? Sind solche Methoden überhaupt demokratisch? Der Beitrag des russischen Fernsehens macht nachdenklich, daher habe ich ihn übersetzt.

Zu dem Thema gab es in der Sendung unmittelbar danach noch einen zweiten Bericht, in dem eine Korrespondentin die Villa auf Ibiza besucht hat und auch auf die Folgen des „Falls Strache“ auf die Europawahl eingegangen ist. Da diese beiden Berichte thematisch zusammenhängen, habe ich auch den zweiten Beitrag übersetzt und beide in einem Artikel zusammengefasst.

Beginn der Übersetzung:

Der grandiose Skandal um den bereits ehemaligen österreichischen Vizekanzler Strache ist bereits zwei Wochen alt. Und er wird in die politische Geschichte Europas eingehen als Beginn der Nutzung neuer Technologien zur Beseitigung von Politikern und zur Umgestaltung der politischen Landschaft durch Methoden, die bisher nicht genutzt wurden, weil sie als unmoralisch galten. Es geht nicht um die Entwicklung der Demokratie. Das ist eine ganz andere Richtung.

Am 17. Mai veröffentlichten die deutschen Zeitungen Spiegel und Süddeutsche Zeitung ein Video, auf dem der österreichische Vizekanzler Strache in Begleitung einer Blondine und seines Assistenten am Tisch sitzt, der voll ist mit Flaschen hochprozentigen Alkohols. Das alles findet in den Räumlichkeiten einer Villa auf der Disco-Insel Ibiza statt. Heimlich gefilmt, aber professionell, wie in Hollywood. Auch der Ton ist hervorragend, es wurde mit mehreren Mikrofonen und mehreren Kameras aufgenommen. Strache redet über den Verkauf einer großen österreichischen Zeitung und mögliche Hilfe bei der Beschaffung von Regierungsaufrägen. Offensichtlich ist er betrunken. Und es heißt, die junge Gesprächspartnerin wäre die Nichte des russischen Oligarchen Makarov. Das ist schon eine brisante Mischung.

Der österreichische Präsident van der Bellen verlas einen epischen Text: „Das sind beschämende Bilder. Niemand sollte sich für Österreich schämen. Ich muss klar sagen: Wir sind nicht so, Österreich ist nicht so „.

„Wir sind nicht so“ ist etwas, das man sich merken muss. Darf ich fragen: Wie sind sie denn? Das ist bei den Folgen der Ereignisse wichtig zu verstehen.

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“Fall Strache”: Überwachgungs-Experte schätzt Kosten der Operation auf 1 Mio. $ | Anti-Spiegel

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24-05-19 04:30:00,

Im „Fall Strache“ gab es heute neue Meldungen, die jedoch ihren Weg bisher nicht in die deutschen Medien gefunden haben. Der Grund wird klar, wenn man sie sich anschaut.

Zunächst berichtete die russische TASS von einem Interview mit einem Privatdetektiv, der auf Überwachungsoperationen spezialisiert ist. Seiner Meinung gingen die Kosten der „Operation Strache“ leicht in die Millionen Dollar. Er erklärte, dass eine solche Operation Monate der Vorbereitung braucht und vor allem Spezialisten, die nicht billig sind:

„Um die nötigen Antworten (von Strache) zu bekommen, muss man die richtigen Fragen stellen. Man muss ein Gespräch in die gewünschte Richtung lenken können. Das benötigt Vorbereitung und Erfahrung. Das beweist, dass dies die Arbeit von Profis war. (…) Das ist ein arbeitsintensiver Prozess. Für die Vorbereitung braucht man Monate. Dabei darf Geld keine Rolle spielen.“

Als teuerste Komponenten der Operation nannte der Detektiv nicht die eingesetzt Überwachungstechnik oder die Spesen für Reisen, Miete der Villa usw., sondern die Honorare für die Organisatoren und die professionellen Lockvögel.

Bei solchen Kosten stellt sich zwangsläufig die Frage, wer ein so großes Interesse daran haben kann, ein solches Video zu produzieren, nur um es dann auf Vorrat zwei Jahre in den Schrank zu legen. Einfache politische Intrigen oder Scherzbolde fallen definitiv aus. Vielmehr deutet auch diese Meldung auf Geheimdienste hin, wie ja auch schon mehrere ehemalige Geheimdienst-Chefs in der Presse gesagt haben.

Außerdem gab es heute die Meldung, dass Strache gegen drei Personen Anzeige erstattet hat. Das meldet die österreichische Nachrichtenagentur APA. Dort heißt es:

„Der nach dem Auftauchen des „Ibiza-Videos“ zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen drei Personen Anzeige erstattet. In einer Erklärung gegenüber der APA bezeichnete er diese als „mögliche Mittäter“ bei der Erstellung des Materials. (…) Auf welche Straftaten sich die Anzeigen beziehen, erwähnte Strache nicht. „Alles Weitere zu klären, obliegt nun den Ermittlungsbehörden.““

Seine eigene Rolle sieht er dabei kritisch und die APA schreibt dazu:

„Der zurückgetretene FPÖ-Chef macht die „Veröffentlichung der Bruchstücke eines rechtswidrig und geheim erstellten Videomitschnitts“ für den „maximal denkbaren Schaden“ verantwortlich, auch wenn er meint: „Hieran trage natürlich auch ich eine gewisse Mitschuld.“ Zu seinen Aussagen im Video meinte Strache, dass er „Akteur einer inszenierten Gesprächssituation“ geworden sei. „In dieser habe ich Gedankenspiele artikuliert,

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Tagesdosis 24.5.2019 – Strache – Liebesgrüße aus Berlin? | KenFM.de

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24-05-19 01:16:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

‚Hund beißt Mann‚, so heisst es unter Journalisten, sei keine Nachricht. ‚Mann beißt Hund‘ hingegen schon. Nach diesem Muster funktioniert auch die Skandalträchtigkeit des Strache-Videos. Dass er der vermeintlichen lettischen Oligarchen-Nichte eine Beteiligung an der Kronen-Zeitung, dem österreichischen Bild-Äquivalent vorgeschlagen habe, um damit bei den Wahlen erfolgreicher abzuschneiden, wird in Kommentaren ein Anschlag auf die Pressefreiheit genannt, ja, sogar Landesverrat. Ein Politiker maßt sich an, Presseorgane steuern zu wollen, welch Unverschämtheit!

Dass Eigentümer von Medienkonzernen, heißen sie nun Hearst, Hugenberg, Murdoch oder Springer, Politiker machen oder vernichten, ist der Normalfall. Also keine Nachricht. Der ganze restliche Gehalt der bisher veröffentlichten Minuten ist ähnlich banal. Es finden Überlegungen statt, öffentliche Aufträge einem zu gründenden Unternehmen der Lettin zuzuschanzen. Auch hier fällt das wieder nur dadurch auf, dass die Rollen verkehrt sind; das Angebot erfolgt seitens des Politikers.

Der Normalfall verläuft anders herum, oder glaubt ernstlich irgendjemand, als die Allianz ihren Emissär bei Gabriel vorbei schickte, um die Privatisierung der Bundesautobahnen mit staatlicher Garantieverzinsung einzufordern, sei nicht von Gegenleistungen die Rede gewesen? Dieses Manöver zur Rettung der deutschen Versicherungskonzerne wird die Steuerzahler noch um beträchtliche Summen bringen, aber der eine oder andere gut dotierte Posten wird zum Ausgleich schon geschaffen werden. Nur, diese Geschäfte werden nicht vor Kameras ausgehandelt und Politiker wie Medien tun meist einfach so, als gäbe es sie nicht.

Die eigentliche Sensation des Strache-Videos beruht auf einem Tabubruch. In der europäischen Politik wird in der Regel das Privatleben der Politiker respektiert. Wer sich auf dem Münchner Oktoberfest blicken lässt, muss keine Mikrofone unter dem Biertisch fürchten, und die Kaffeekränzchen der Frau Merkel mit Friede Springer und Liz Mohn bleiben unbelauscht. Mit der Veröffentlichung des Strache-Videos haben der SPIEGEL und die Süddeutsche nun dieses ungeschriebene Verbot gebrochen; wenn man herausfinden will, wozu die ganze Affäre dient, muss man diesen Punkt im Blick behalten, denn der Damm, der dadurch gebrochen wurde, ist nicht mehr zu flicken.

Sie hätten nichts für das Video gezahlt, betonen Spiegel und Süddeutsche einhellig.

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Video-Affäre: Strache, die Medien und die vielen offenen Fragen

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20-05-19 08:17:00,

Der Vorgang um das heimliche Video mit dem österreichischen FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache erscheint höchst ambivalent: Einerseits ist hier ein problematischer Politiker über die Kontrolle der Medien gestürzt, was zu begrüßen ist. Andererseits erscheint die gesamte Umsetzung manipulierend und unseriös. Es drängen sich viele Fragen an die beteiligten Medien auf. Von Tobias Riegel

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Der Sturz des österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Politikers Heinz-Christian Strache sollte auf mehreren Ebenen betrachtet werden. Da sind zum einen die in einem heimlich aufgezeichneten Video belegten Äußerungen und Handlungen Straches – diese müssen als schockierend und geradezu abgründig bezeichnet werden: Hier demonstriert Strache nicht nur eine kaltschnäuzige Haltung, die den Staat und die Medien als Beute betrachtet. Zusätzlich spricht aus dem Vorgang eine nicht für möglich gehaltene Naivität.

Strache-Video: Ein journalistischer Coup – Und ein Coup D´Etat

Straches Rücktritt war damit unumgänglich und der Schritt soll hier prinzipiell begrüßt werden: Inhaltlich würde man dem Politiker keine Träne nachweinen und die NachDenkSeiten distanzieren sich von den politischen Standpunkten der FPÖ. In diesem Text soll es aber um eine andere Ebene gehen (eine Übersicht über den Ablauf des Vorgang finden Sie hier). Denn so eindeutig die im Video dokumentierten Fehltritte Straches sind, für die ihn nun die gerechte Strafe des bodenlosen politischen Absturzes ereilt – so unklar erscheint die Entstehungsgeschichte des zuerst von „Spiegel“ und „Süddeutscher Zeitung“ verbreiteten Videos und so problematisch ist die Art, wie es zeitlich platziert wurde und auch, wie es nun medial betrachtet wird. Hier drängen sich zahlreiche Fragen zum Verhalten der an der Aktion direkt beteiligten und der nun berichtenden Medien auf.

Denn der Vorgang ist nicht nur ein journalistischer Coup – er ist auch ein Coup D´Etat: Wer das Video erstellt und den Zeitpunkt kurz vor einer Wahl als Termin der Veröffentlichung gewählt hat, der hat den Sturz der Koalition, politische Unruhe und einen Schlag gegen die FPÖ einkalkuliert. Mit der Tarngeschichte des Videos von der „russischen Investorin“ wird zudem scheinbar die seit Jahren an die Wand gemalte „russische Einmischung“ in westliche Demokratien belegt: Auch wenn an dem Vorgang nach aktuellem Wissensstand rein gar nichts „russisch“ ist, sondern es viel wahrscheinlicher ist,

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Fallen Kurz und Strache auf plumpes Propaganda-Video der UN hinein?

Fallen Kurz und Strache auf plumpes Propaganda-Video der UN hinein?

18-10-18 06:44:00,

HC Strache und Sebastian Kurz: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS; Hintergrund: Pixabay;

Der Kampf um die Durchsetzung des UN-Migrationspakt wird fortgeführt. Ein neues Video stellt globalistischen Wahnsinnsvertrag als Chance für uns alle dar. Doch die darin gemachten Versprechen offenbaren die wahre Natur der Globalisten und ihren Hass auf die Völker. (Video am Ende des Beitrags)

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Von Alexander Markovics

Wohlfühlpropaganda zu Fahrstuhlmusik

Zu den effektivsten Formen der Propaganda gehört es, nicht direkt zu lügen, sondern nur eine Seite der Wahrheit zu erzählen. Im neuesten UN-Propagandavideo werden dazu die menschlichen Seiten der Einwanderung dargestellt, mit denen sich jeder identitifizieren kann. Lachende Kinder und Verabschiedungsbussis werden mit der Information untermalt, dass einer von 30 Menschen Einwanderer ist. Zudem seien 48% der Einwanderer Frauen.

Kuschelpropaganda an der Realität vorbei

Diese Form der Kuschelpropaganda verschweigt dabei die harten „Kollateralschäden“ der Masseneinwanderung. Im Video wird keine einzige Vergewaltigung einheimischer Frauen in den Gastländern der Masseneinwanderung dargestellt. Ebenso wenig, wie vom Terrorismus als möglicher Folge der Masseneinwanderung. Auch der Syrer, der am Montag ein 14 jähriges Mädchen im Namen des IS anzündete war ein Einwanderer. Aber Fakten wären diesem Propagandavideo wohl abträglich.

Krieg ist Frieden! Einwanderung ist Fortschritt!

Doch die Frechheit der Einwanderungspropaganda kennt keine Grenzen. Im Sinne der orwellschen Dystopie 1984 werden Begriffe umgedeutet. Einwanderung wird ausschließlich positiv benannt. Laut den Vereinten Nationen bedeutet Einwanderung wirtschaftliche Vorteile und Fortschritt. Dass Einwanderung auch Gewalt, Identitätsverlust und den Sargnagel für die eigene dekadente Zivilisation bedeutet, wird bewusst verschwiegen.

Den Wahnsinn als Normalität verkaufen

Der Wahnsinn der Globalisierung und ihrer tödlichen Folge Masseneinwanderung wird als Normalität verkauft. Nach diesem plumpen Propagandavideo bleibt zu hoffen, dass sich die österreichische Regierung endlich darauf festlegt den Pakt nicht zu unterschreiben. Jede andere Handlung, egal ob ein Unterschreiben mit Vorbehalt oder andere „österreichische Lösungen“, wäre eine moralische und geistige Bankrotterklärung Kurzs und Straches. Denn ansonsten erwartet auch Österreich der gesichtslose Regenbogenmensch im Logo des UN-Pakts als globale Zukunftsvision.

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