The Wolff of Wall Street: Negativzinsen | KenFM.de

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29-11-19 10:35:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Negativzinsen“.

Zinsen haben eine lange Geschichte. Sie sind zwischen 2.000 und 3.000 vor Christus eingeführt worden, und zwar als Naturalzins – weit bevor das Geld in Form erster Münzen entstand.

Das Prinzip des Zinses ist einfach: Wer mehr besitzt als er selbst benötigt, kann dieses Mehr gegen einen Aufschlag verleihen. Zinsen beruhen also auf einer materiellen Ungleichheit zwischen dem, der etwas besitzt, und dem, der etwas benötigt. Kein Wunder also, dass die Besitzenden dafür gesorgt haben, dass das Prinzip des Zinses auch nach der Einführung des Geldes beibehalten wurde – so lange jedenfalls, bis es in unserer Zeit auf den Kopf gestellt wurde.

Wir leben nämlich in einer Epoche, in der in einigen Ländern zum ersten Mal seit mehreren tausend Jahren Negativ- oder Minuszinsen verlangt werden. Das heißt: Wer Geld verleiht, erhält nicht mehr zurück als er verliehen hat, sondern weniger.

Das klingt absurd, denn es stellt unser gesamtes Geld- und Finanzsystem auf den Kopf. Deshalb die Frage: Wie konnte es dazu kommen?

Der Schlüssel zur Antwort liegt in der Entwicklung des globalen Finanzsystems in den vergangenen fünfzig Jahren: Die Deregulierung – die fortschreitende Abschaffung von Einschränkungen im Finanzsektor – hat dazu geführt, dass die Finanzindustrie um ein Vielfaches größer geworden ist als die Realwirtschaft.

Da das gesamte System kreditgetrieben ist und auf Wachstum basiert, müssen aber sowohl die Menge produzierter Güter als auch die Geldmenge ständig zunehmen. Produziert wird aber nur in der Realwirtschaft, während im Finanzsektor nichts anderes passiert als dass Geld den Besitzer wechselt.

Das heißt: Hier entsteht ein kontinuierlich zunehmendes Missverhältnis, das irgendwie ausgeglichen werden muss. Genau diese Aufgabe haben seit der Krise von 2007/08 die Zentralbanken übernommen. Sie schaffen immer neues Geld und vergeben es zu immer niedrigeren Zinssätzen an die Finanzindustrie.

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5G, Smart Street Lights, Face Recognition, and Doorbell Cameras, Oh My! – Activist Post

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28-11-19 05:29:00,

By The Conscious Resistance

Derrick Broze breaks down a series of stories relating to surveillance.

Source:
San Diego Smart Street Lights Draw Criticism From Activists

Why You’re in a Police Lineup, Right Now | NYT Opinion

U.S. Lawmakers Demand Amazon Disclose How Ring Stores Data

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The Wolff of Wall Street: Deutsche Wirtschaftswunder | KenFM.de

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22-11-19 10:12:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Deutsche Wirtschaftswunder“.

Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg lag Deutschland in Trümmern. Die Hälfte der Wohnfläche war zerbombt, die Infrastruktur weitgehend zerstört. 1947 wurden nur noch 35 Prozent der Industriegüter und 50 Prozent der Nahrungsmittel von 1938 produziert.

1949 wurde das Land zudem in zwei Teile geteilt: Die Sowjetunion ließ in der von ihr besetzten Zone die planwirtschaftlich organisierte DDR gründen, während die Siegermächte USA, Großbritannien und Frankreich in ihren Zonen die auf der Marktwirtschaft basierende BRD errichten ließen.

Der Niedergang ging zunächst in beiden Teilen weiter, vor allem durch die Demontage, also den Abbau deutscher Industrieanlagen zwecks Wiederaufbau in den Ländern der Siegermächte. In der BRD wurden bis 1951 von den westlichen Siegermächten etwas mehr als 650 Anlagen demontiert, in der DDR von der Sowjetunion bis 1952 etwa 3.400, rund 30% der industriellen Kapazität von 1944.

Dann aber kam es in der BRD zu einem unerwarteten Wirtschaftsaufschwung, der etwa ein Vierteljahrhundert anhalten sollte und in den Fünfziger und Sechziger Jahren als „Wirtschaftswunder“ gefeiert wurde.

Dieses Wirtschaftswunder wird häufig mit dem Namen Ludwig Erhard verknüpft – dem damaligen ersten Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, der auch gern als „Vater der sozialen Marktwirtschaft“ bezeichnet wird.

Tatsächlich aber verdankt der Wirtschaftsaufschwung von damals seine Existenz vor allem einem Phänomen: Dem Krieg – oder besser gesagt: den Kriegen. Es waren nämlich zwei Kriege, die entscheidend zum Deutschen Wirtschaftswunder beigetragen haben: der Zweite Weltkrieg von 1939 – 1945 und der Koreakrieg von 1950 – 1953.

Die gewaltigen Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und die Demontage von Industriebetrieben hatten Deutschland ja einerseits schwer geschadet, der Wirtschaft andererseits aber auch eine ganz neue Perspektive eröffnet, nämlich die des Wiederaufbaus. Den allerdings konnte Deutschland nicht allein bewerkstelligen, weil dazu das Geld fehlte.

Das aber hatte ein anderes Land: Die USA,

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The Wolff of Wall Street: Helikoptergeld | KenFM.de

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15-11-19 11:00:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Helikoptergeld“.

2007/08 haben verschiedene Regierungen das globale Finanzsystem mit Hilfe von Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet. Da ihre Mittel aber bald erschöpft waren, sind anschließend die Zentralbanken eingesprungen, um das System in Gang zu halten. Zu diesem Zweck haben sie riesige Geldmengen aus dem Nichts geschaffen und sie zu immer niedrigeren Zinssätzen vergeben.

Wie wir alle in der Schule gelernt haben, hätte eine solche Ausdehnung der Geldmenge doch eigentlich zu einer Inflation führen müssen. Die aber ist trotz der massiven Geldschöpfung ausgeblieben. Wieso? Aus folgendem Grund:

Das frisch geschaffene Geld ist nicht in die produzierende Wirtschaft, sondern fast ausschließlich in den Finanzsektor geflossen, wo es tatsächlich zu einer Inflation geführt hat – und zwar an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten. Dort aber bezeichnet man das Phänomen der Preisexplosion nicht als Inflation, sondern als „Blase“.

Im Alltag dagegen ist nur eine geringe Inflation angekommen. Das liegt vor allem daran, dass die arbeitenden Menschen von den riesigen Geldmengen so gut wie nichts gesehen haben – im Gegenteil: Ihre Kaufkraft hat wegen der Austeritäts- oder Sparpolitik entweder stagniert oder ist sogar zurückgegangen – mit der Folge, dass die Industrie keine nennenswerten Preiserhöhungen vornehmen und daher keine Inflation in Gang setzen konnte.

Das aber bereitet der Finanzindustrie große Sorgen. Warum?

Unser Wirtschafts- und Finanzsystem ist kreditgetrieben. Der globale Schuldenberg ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter angewachsen und hat inzwischen ein historisches Rekordniveau erreicht. Diese Schulden müssen ständig bedient werden – und genau da hilft die Inflation:

Sie treibt nämlich das allgemeine Preis-Niveau in die Höhe, während die Schulden unverändert bleiben, so dass sie relativ gesehen – abnehmen. Das Gegenteil dieses Prozesses wäre eine Deflation. In ihr sinkt das allgemeine Preisniveau, so dass die Schulden – relativ gesehen – zunehmen.

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The Wolff of Wall Street: Staatsanleihen | KenFM.de

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08-11-19 08:15:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Staatsanleihen“.

Staaten brauchen, um zu funktionieren, Geld. Um es aufzutreiben, können sie von ihren Bürgern Steuern einfordern, Gebühren auf staatliche Dienstleistungen erheben oder Zölle auf importierte Waren kassieren.

Sie können aber auch Kredite aufnehmen oder Wertpapiere wie zum Beispiel Anleihen ausgeben und sich auf diese Weise Geld leihen. Eine Staatsanleihe ist im Grunde nichts anderes als ein Stück Papier, für das der Staat sich einen Käufer sucht und mit dem er einen Preis, einen Zinssatz und eine Laufzeit vereinbart.

Der Geldgeber wird damit zum Gläubiger des Staates. Er überlässt ihm einen bestimmten Betrag, erhält über die festgelegte Laufzeit Zinsen und bekommt, wenn alles gut geht, am Ende sein Geld zurück. Als Gläubiger traten früher in der Hauptsache institutionelle Anleger wie Banken und Versicherungen auf. Später kamen Investmentfonds und Hedgefonds hinzu.

Seit 2015 hat sich das Bild in der Eurozone entscheidend geändert. Seitdem gibt es einen neuen Anleger, der sehr hohe Beträge in Staatsanleihen investiert hat: die Europäische Zentralbank EZB. Sie hat von März 2015 bis Ende 2018 für rund 2,1 Billionen Euro Staatsanleihen von Ländern der Eurozone gekauft.

Da ihr die Finanzierung von Staaten offiziell untersagt ist, hat sie zu einem einfachen Trick gegriffen: Sie hat den Staaten die Anleihen nicht direkt – also auf dem sogenannten „Primärmarkt“ – abgekauft, sondern sie von Finanzinstituten – also auf dem sogenannten „Sekundärmarkt“ – erworben.

Für Banken und Fonds war das ein lukratives Geschäft, denn sie wussten bereits beim Kauf der Staatsanleihen, dass die Zentralbank sie ihnen anschließend abkaufen und ihnen darauf auch noch eine Provision zahlen würde.

Als offiziellen Grund für diese Käufe hat die EZB angegeben, sie habe eine Deflation abwenden, eine etwa zweiprozentige Inflation erzeugen und die Wirtschaft ankurbeln wollen.

Der Löwenanteil der gewaltigen Summen,

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The Wolff of Wall Street: Investmentbanking | KenFM.de

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25-10-19 09:46:00,

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Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Investmentbanking“.

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Veröffentlicht am: 25. Oktober 2019

Anzahl Kommentare: 2 Kommentare

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The Wolff of Wall Street: Europäische Union | KenFM.de

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18-10-19 08:16:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Europäische Union“.

Die Europäische Union und ihre Vorgängerorganisationen galten jahrzehntelang als Garant für Sicherheit und Wohlstand in Europa.

Seit einigen Jahren aber erleben wir einen immer stärkeren Zersetzungsprozess der EU, der sich unter anderem im Brexit oder in den separatistischen Bewegungen in Spanien, Belgien, Italien und Großbritannien äußert. Und in Brüssel hat sich eine riesige Bürokratie aus Karrieristen etabliert, die eine größere Nähe zu Industrie- und Finanzlobbyisten aufweist als zum Rest der europäischen Bevölkerung.

Was sind die Gründe für diese Entwicklung? Weshalb haben sich Anspruch und Wirklichkeit so weit voneinander entfernt? Werfen wir dazu einen Blick auf die Geschichte der EU vor dem Hintergrund der globalen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte.

1957 haben Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. 1967 wurde die EWG um mehrere Länder erweitert und in „Europäische Gemeinschaft“, kurz EG, umbenannt.

Sowohl die Gründung als auch die Erweiterung fanden mit der Zustimmung der USA statt, die die Welt damals militärisch, politisch und wirtschaftlich dominierten und im Zusammenrücken Westeuropas die Errichtung eines Bollwerks gegen ihren globalen Gegenspieler, die Sowjetunion, sahen.

Diese weltpolitische Konstellation ging allerdings mit dem Fall der Sowjetunion und der deutschen Wiedervereinigung zu Beginn der Neunziger Jahre zu Ende. Als 1993 die EU gegründet wurde, beobachteten die USA die Entwicklung mit Sicherheit sehr viel kritischer als zuvor.

Durch die Wiedervereinigung war nämlich Deutschland, in zwei Weltkriegen der große Gegenspieler der USA, zur wirtschaftlich und politisch stärksten Kraft in der EU aufgestiegen und konnte von nun an erheblichen Einfluss auf ihre weitere Entwicklung nehmen.

Der erste große Meilenstein der deutschen Dominanz in der EU war die Einführung des Euros. Da die DM damals sehr gefragt war und deshalb unter hohem Aufwertungsdruck stand,

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The Wolff of Wall Street: Weltwirtschaftskrise 1929 | KenFM.de

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11-10-19 06:46:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Weltwirtschaftskrise 1929“.

Am Ende des 1. Weltkrieges gab es einen ganz großen Gewinner: Die Banken der Wall Street, die an die verschiedenen Kriegsparteien zahllose Kredite vergeben hatten.

Zwar waren die größten Schuldner – Großbritannien, Frankreich und Italien – nach Kriegsende zunächst nicht in der Lage, diese Schulden zurückzuzahlen, doch da half die US-Regierung nach: Sie sorgte 1919 im Versailler Vertrag dafür, dass Deutschland zu sogenannten „Reparationszahlungen“ verpflichtet wurde.

Offiziell dienten diese Gelder der Wiedergutmachung. Tatsächlich aber flossen sie über London, Paris und Rom zur Begleichung der jeweiligen Kriegsschulden wieder in die Wall Street. Und da Deutschland wegen dieser Reparationszahlungen das Geld für den Wiederaufbau fehlte, flossen sie gleich weiter – als Kredite nach Deutschland.

Auf diese Weise entstand ein Schuldenkreislauf, der die amerikanischen Großbanken immer mächtiger machte. Da zugleich die US-Industrie und die US-Landwirtschaft ihre Produktivität auf Grund der Rationalisierung und der Einführung der Massenproduktion erheblich steigern konnten, kam es zu einem enormen Wirtschaftsboom, der als „Die Goldenen Zwanziger Jahre“ in die Geschichte eingegangen ist.

Auch diesen Boom nutzten die US-Banken für sich, indem sie eine wahre Kreditschwemme entfachten und unter anderem das bis dahin unbekannte Prinzip der Ratenzahlung einführten. Die so angeheizte Nachfrage trieb die Aktienkurse der großen Konzerne in die Höhe, so dass außer den professionellen Investoren auch Millionen von Kleinanlegern zu spekulieren begannen.

Auch hier erkannten die Banken ihre Chance und entwickelten das Prinzip des „Hebelns“. Beim Aktienkauf zum Beispiel mussten Anleger nur noch einen Teil des Kaufpreises für eine Aktie aufbringen – den Rest erhielten sie als Kredit von der Bank.

Wie verführerisch das war, zeigt ein konkretes Beispiel: Kaufte ein Anleger eine Aktie für $ 100, konnte er einen Kredit über $ 90 aufnehmen und musste nur die restlichen $ 10 selbst aufbringen.

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The Wolff of Wall Street: ESM | KenFM.de

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04-10-19 12:20:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „ESM“.

Die Eurozone ist ein Konstrukt, das es so in der Geschichte noch nicht gegeben hat: 19 souveräne Länder mit über 330 Millionen Einwohnern verfügen über ein und dieselbe Währung. Wie problematisch das ist, zeigte sich ab 2010 im Zuge der Eurokrise.

Als damals mehrere wirtschaftlich schwächere Euroländer in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, wurde schnell klar, dass man keines von ihnen einfach zusammenbrechen lassen oder in eine nationale Währung entlassen konnte. Das nämlich hätte das Vertrauen von Investoren in den Euro so stark erschüttert, dass die gesamte Währungsunion gefährdet gewesen wäre. Also blieb damals nur eine Möglichkeit: Die betroffenen Länder mussten gestützt werden.

Zu diesem Zweck gründete die EU zwei Finanzinstitutionen – 2010 die Europäische Finanz-Stabilisierungs-Fazilität EFSF und 2012 den Europäischen Finanz-Stabilisierungs-Mechanismus EFSM, zusammen Euro-Rettungsschirm genannt. Da schon bald klar wurde, dass die Finanzkraft beider Einrichtungen nicht zur Lösung der immer größer werdenden Probleme ausreichte, wurde 2013 der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM gegründet, in dem die beiden anderen Organisationen aufgingen.

Beim ESM handelt es sich zunächst einmal um eine Bank, die ihren Sitz in Luxemburg hat. Ihre Eigentümer sind die Euroländer, die – je nach Wirtschaftskraft – Anteile am Stammkapital des ESM in Höhe von insgesamt 700 Milliarden Euro gezeichnet haben. 80 Milliarden davon haben sie eingezahlt, für die restlichen 620 Milliarden haben sie Garantien übernommen.

Der ESM benutzt sein Stammkapital aber nicht, um Kredite zu vergeben, sondern hält es in der Hinterhand, um so zu günstigen Konditionen Kredite an den Finanzmärkten aufzunehmen, die dann zu etwas ungünstigeren Konditionen an die Zielländer weitergeleitet werden, wobei die Zinsgewinne in den Kassen der Garantieländer landen.

Bevor Geld fließt, ist allerdings eine Bewertung durch die Europäische Zentralbank vorgeschrieben. Sie muss prüfen, ob tatsächlich eine Gefahr für die Finanzstabilität der Eurozone besteht und wie viel Geld das Land tatsächlich benötigt.

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The Wolff of Wall Street: Trennbankensystem | KenFM.de

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27-09-19 10:48:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Trennbankensystem“.

Nach dem 1. Weltkrieg kam es zu einem kreditgetriebenen Wirtschaftsboom, der das Gesicht eines ganzen Jahrzehnts, nämlich der „Goldenen Zwanziger Jahre“ geprägt hat. Damals vergaben die Geschäftsbanken aber nicht nur massenweise Kredite, sondern spekulierten zunehmend mit Wertpapieren und gingen damit immer höhere Risiken ein.

Im Oktober 1929 kam der Boom zu einem abrupten Ende: Der Jahrhundert-Crash an der New Yorker Börse führte zur Weltwirtschaftskrise und leitete die Große Depression der 30er Jahre ein. Eine der wichtigsten Folgen dieses Crashs für die USA war die Einführung eines Trennbankensystems.

Dazu wurde ein Gesetz, nämlich der Glass-Steagall-Act, erlassen, der das amerikanische Bankwesen ab 1933 in zwei voneinander unabhängige Bereiche unterteilte: Einerseits die Geschäftsbanken, die weiterhin das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft betreiben durften und deren Kunden eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Dollar garantiert wurde, andererseits die Investmentbanken, die mit Wertpapieren handeln, Börsengänge begleiten oder Vermögen verwalten durften – das alles ohne Einlagensicherung.

Warum wurde diese Trennung vorgenommen? Aus einem einfachen Grund: Zahlreiche nichtsahnende US-Bürger hatten nach dem Crash erfahren, dass ihre Bankguthaben sich in nichts aufgelöst hatten – entweder, weil ihre Bank nicht mehr existierte oder sie – ohne das Wissen ihrer Kunden – mit deren Geld spekuliert und alles verloren hatte.

Zusammen mit der um sich greifenden Arbeitslosigkeit und der daraus resultierenden Armut erzeugte das in der US-Bevölkerung einen erheblichen Unmut, der von den damals starken Gewerkschaften und zahlreichen politischen Organisationen aufgegriffen wurde und auf den die Regierung gezwungenermaßen reagierte.

Es waren also nicht etwa intellektuelle Einsicht oder Vernunft, die zum Trennbankensystem führten, sondern der Druck der sozialen und politischen Verhältnisse. Und natürlich gefiel den Banken diese Regelung nicht, denn im Investmentbereich sind wesentlich höhere Gewinne zu erzielen als im Geschäftsbankenbereich.

Doch schon wenig später kam es zum 2.

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The Wolff of Wall Street: Mindestreserve | KenFM.de

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20-09-19 12:51:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Mindestreserve“.

Es gibt eine Erklärung des Mindestreserve-Prinzips, die in etwa folgendermaßen lautet: Banken nehmen das Geld von Einlegern und Sparern entgegen und vergeben es in der Form von Krediten an andere Kunden. Da man im Laufe der Zeit festgestellt hat, dass nicht alle Einleger und Sparer ihr Geld auf einmal zurückfordern, hat man den Banken erlaubt, mehr Geld zu verleihen als in Form von Einlagen und Sparguthaben vorhanden ist und nur eine Mindestreserve zurückzubehalten.

Eine solche Erklärung wird heute noch an vielen Schulen verbreitet, findet sich in zahlreichen Fachbüchern und sogar in den Publikationen diverser Zentralbanken. Sie hat allerdings ein Problem: Sie hat mit der Wirklichkeit des heutigen Bankwesens nichts zu tun.

Diese Wirklichkeit sieht so aus: Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, dann muss sie dazu nicht auf vorhandenes Geld zurückgreifen. Sie kann das für den Kredit notwendige Geld ganz einfach aus dem Nichts heraus schaffen. Gilt wie zum Beispiel in der Eurozone ein Mindestreservesatz von 1 Prozent, dann muss die Bank der Zentralbank nach der Ausstellung des Kredits innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes einen entsprechenden Betrag überweisen. Dieser Betrag aber entspringt nicht dem Kredit, die Bank muss ihn noch nicht einmal besitzen, sie kann ihn sich zum Beispiel von einer anderen Bank leihen.

Warum, fragt man sich dann, wird die falsche Darstellung des Mindestreserve-Prinzips noch immer verbreitet? Ein Grund dafür könnte historisches Unverständnis oder besser gesagt: historisches Halbwissen sein, denn die Erklärung ist ja vor langer Zeit einmal – zumindest in Ansätzen – zutreffend gewesen.

Werfen wir dazu einen Blick zurück in die Geschichte: Geld und Banken hat es nicht immer gegeben, sie haben einen langen Entwicklungsprozess durchgemacht. Auf einer bestimmten Stufe dieses Prozesses wurde das Papiergeld eingeführt, aus dem später die Banknoten hervorgegangen sind. Der Wert einer solchen Banknote entsprach anfänglich einer bestimmten Menge eines Edelmetalls oder dem Wert einer oder mehrerer Münzen.

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The Wolff of Wall Street: Beinahe-Crash 1998 | KenFM.de

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13-09-19 11:19:00,

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Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Beinahe-Crash 1998“.

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Veröffentlicht am: 13. September 2019

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The Wolff of Wall Street: Neue Seidenstraße | KenFM.de

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06-09-19 10:01:00,

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Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12.00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Neue Seidenstraße“.

China hat eine in der Wirtschaftsgeschichte einmalige Entwicklung hinter sich. Nach der Revolution von 1949 wurde es jahrzehntelang planwirtschaftlich organisiert. In den 80er und 90er Jahren hat die Führung des Landes eine Kursänderung vollzogen: Sie hat schrittweise die Marktwirtschaft eingeführt, den Zentralismus der Planwirtschaft aber beibehalten und so einen Turbo-Kapitalismus geschaffen, wie ihn die Welt zuvor nicht gesehen hat.

Dieses rasante Wirtschaftswachstum hat allerdings auch ein großes Problem mit sich gebracht – eine kontinuierlich zunehmende Überproduktion, die einen ständig wachsenden Nachschub an Rohstoffen und die Erschließung immer neuer Absatzmärkte erfordert.

Um sich beides langfristig zu sichern, hat China 2013 das bisher größte Wirtschaftsprojekt in der gesamten Geschichte der Menschheit begonnen – den Bau der „Neuen Seidenstraße“. Der Name geht auf die historischen Karawanenstraßen der frühen Seidenhändler zurück, deren Route vor vielen Jahrhunderten von Ostasien über Zentralasien bis in den Mittelmeerraum verlief.

Das Projekt „Neue Seidenstraße“ sieht vor, durch den Bau von Verkehrswegen, Kraftwerken, Staudämmen, Pipelines und digitalen Netzen eine Land- und Seeverbindung zwischen Asien und Europa herzustellen und so zusammen mit dem Nahen und Mittleren Osten einen riesigen interkontinentalen Wirtschaftsraum zu schaffen. Mehr als 60 Länder sollen in das Projekt einbezogen werden, das bis 2049 – zum 100. Jahrestag der chinesischen Revolution – fertig gestellt werden soll.

Zur Finanzierung der „Neuen Seidenstraße“ hat China 2013 die „Asian Infrastructure and Investment Bank“ (AIIB) und 2014 einen staatlichen Investmentfonds – den Seidenstraßenfonds – gegründet. Die Kosten des Projekts werden nach Berechnungen der Großbank Morgan Stanley allein bis 2027 $ 1,2 bis $ 1,3 Billionen betragen.

Welche Folgen hat der Bau der Seidenstraße für die betroffenen Länder, deren Bürger und vor allem – für den Rest der Welt?

Beginnen wir mit den betroffenen Ländern: Da die Infrastrukturprojekte oft sehr teuer sind und die Staatshaushalte oft überfordern,

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The Wolff of Wall Street: Schattenbanken | KenFM.de

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23-08-19 11:59:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Schattenbanken“.

Um eine Bank zu betreiben, muss man diverse Bedingungen erfüllen: Man braucht eine Banklizenz, muss sich der Bankenaufsicht unterstellen und bestimmte Regeln wie zum Beispiel die Eigenkapitalvorschriften und die Veröffentlichungsvorschriften für Banken einhalten. Dafür erhält man u.a. das Recht, Geld zu schöpfen, bekommt direkten Zugang zu dem von der Zentralbank geschöpften Geld und kann seinen Kunden gewisse staatliche Garantien wie zum Beispiel den Einlagenschutz bieten.

Um eine Schattenbank zu betreiben, braucht man keine Banklizenz, muss sich von keiner Behörde beaufsichtigen lassen und den für Banken geltenden Regeln nicht unterwerfen. Dafür erhält man zwar nicht das Recht zur Geldschöpfung, hat auch keinen Zugriff auf das von der Zentralbank geschöpfte Geld und kann seinen Geschäftspartnern keine staatlichen Garantien bieten, darf aber zum Beispiel Kredite vermitteln, sich im Investmentgeschäft engagieren, Eigenhandel betreiben und mit Derivaten spekulieren – und zwar im Schatten des Bankenwesens, also unbehelligt von Aufsicht und Regulierung.

Zu den Schattenbanken zählen u.a. Finanzunternehmen wie Broker-Firmen, Hedgefonds, Private-Equity-Firmen (Firmen, die Unternehmen außerbörslich Eigenkapital zur Verfügung stellen) und Zweckgesellschaften – Firmen, die zur Abwicklung besonderer Geschäfte gegründet und danach wieder aufgelöst werden.

Die meisten Schattenbanken sind in Steueroasen angesiedelt und deshalb schon ihrer Struktur nach intransparent. Sie verfügen im allgemeinen über geringes Eigenkapital und greifen daher auf das Prinzip der Hebelung zurück, das heißt: Sie leihen sich das Kapital von Großinvestoren, um damit ihr Geschäftsvolumen und ihre Rendite zu steigern. Mit diesem Kapital spekulieren sie dann – weltweit über alle Landesgrenzen hinweg, ohne dass irgendjemand sie überwacht oder kontrolliert – und das mittlerweile in mehrstelliger Billionenhöhe.

Die Aktivitäten der Schattenbanken haben in den vergangenen drei Jahrzehnten explosionsartig zugenommen. Grund dafür ist die Deregulierung, also die fortschreitende Abschaffung von gesetzlichen Hindernissen im Finanzwesen. Sie hat dafür gesorgt, dass in dieser rechtlichen Grauzone ein gigantisch großer,

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The Wolff of Wall Street: Modern Monetary Theory | KenFM.de

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16-08-19 12:21:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Modern Monetary Theory“.

Die Volkswirtschaftslehre wird seit Jahrzehnten von 2 Strömungen beherrscht – dem Keynesianismus und dem Neoliberalismus. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden besteht in der Einschätzung der Rolle des Staates.

Die Keynesianer verlangen, dass der Staat in wirtschaftlichen Krisenzeiten in das Geschehen eingreift, indem er zum Beispiel den Bau von Straßen, Brücken oder öffentlichen Gebäuden finanziert. Durch solche Infrastrukturprojekte würden Arbeitsplätze geschaffen, die Beschäftigten würden dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegen und könnten außerdem durch ihren Konsum die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Die Neoliberalen dagegen verlangen, dass sich der Staat so weit wie möglich aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushält. Ihre Grundforderungen sind die Deregulierung, also die Abschaffung einengender Regelungen für den Wirtschafts- und vor allem den Finanzsektor, und eine rigorose Sparpolitik des Staates.

In jüngster Zeit hat nun eine weitere Strömung zahlreiche Anhänger gewonnen – die Modern Monetary Theory, kurz MMT. Sie vertritt die grundsätzlichen Positionen des Keynesianismus, geht aber noch einen entscheidenden Schritt weiter. Die MMT verquickt nämlich die Rolle des Staates mit der der Zentralbank.

Der MMT zufolge schafft die Zentralbank Geld, während der Staat es in Gestalt von Steuern wieder einzieht. Das wichtigste Argument der MMT-Befürworter lautet: Zwischen beiden Vorgängen muss kein Gleichgewicht bestehen, die Zentralbank kann wesentlich mehr Geld schöpfen als der Staat anschließend einzieht.

Als Beleg für die Richtigkeit ihrer Thesen verweisen die MMT-Anhänger auf das Beispiel Japan: Dort hat die Zentralbank seit der Jahrtausendwende mehr Geld ins System gepumpt als in irgendeinem anderen Land der Erde – ohne dass es zu einer nennenswerten Inflation gekommen ist.

Diese Argumentation aber hat einen Haken. Das von der Zentralbank geschaffene Geld ist nämlich – so wie in allen anderen Ländern – nie bei der arbeitenden Bevölkerung angekommen, sondern auf direktem Weg in die Taschen von Finanzspekulanten geflossen – und die haben es nicht in die Realwirtschaft gesteckt,

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The Wolff of Wall Street: Marshallplan | KenFM.de

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10-08-19 06:24:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Marshallplan“.

Der Marshall-Plan – benannt nach dem amerikanischen General und zeitweiligen US-Außenminister George C. Marshall – gilt bis heute als eines der großen Hilfsprogramme des 20. Jahrhunderts.

Der Plan wurde 1947, also zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs beschlossen und in den Jahren 1948 – 1952 umgesetzt. Offiziell diente er dazu, Europa mit amerikanischer Unterstützung wirtschaftlich wieder auf die Beine zu helfen. Daher auch der richtige Name „European Recovery Program“ – zu Deutsch: „Europäisches Wiederaufbauprogramm“.

In der Tat lagen damals viele europäische Staaten wirtschaftlich und finanziell am Boden – zum einen wegen der Schulden, die sie zur Kriegsführung aufgenommen hatten und zum anderen wegen der Schäden, die die Kämpfe hinterlassen hatten.

Die USA dagegen waren nach dem 2. Weltkrieg der größte Gläubiger der Welt, hielten die größten Goldvorräte, verfügten über die mit Abstand stärkste Wirtschaft und das mächtigste Militär. Zudem hatten sie ihre Währung, den US-Dollar, 1944 zur weltweiten Leitwährung erklären lassen und sich damit auch die globale Finanzhoheit verschafft.

Allerdings hatten die USA ein großes Problem, und das war die Überproduktion. Nach der Umstellung von der Kriegswirtschaft auf die Friedenswirtschaft stellten die amerikanischen Konzerne mehr Waren her als der heimische Markt aufnehmen konnte. Die USA brauchten deshalb neue Märkte.

Der wichtigste Markt war Europa, dessen östlicher Teil allerdings amerikanischen Waren und amerikanischem Kapital wegen der Errichtung von Planwirtschaften in Ländern wie u.a. Polen, Ungarn, Bulgarien und der DDR entzogen war. Was also tun, um sich zumindest Westeuropa zu sichern?

Die Antwort war schnell gefunden, denn die USA hatten aus zwei Weltkriegen gelernt: Die beste Art, sich in anderen Ländern Einfluss zu verschaffen, besteht in der Vergabe von Krediten. Und je dringender der Empfänger Geld braucht, umso einfacher ist es, dessen Auszahlung an Bedingungen zu knüpfen.

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The Wolff of Wall Street: Leerverkäufe | KenFM.de

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02-08-19 11:07:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Leerverkäufe“.

Wer sein Geld investiert, der will Gewinn machen. Wer zum Beispiel Aktien kauft, der setzt darauf, dass ihr Kurs steigt und er sie irgendwann zu einem höheren Preis verkaufen kann.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, von fallenden Kursen zu profitieren. Dazu muss man nur umgekehrt verfahren, die Aktie also zuerst verkaufen und dann kaufen. Das mag für Außenstehende seltsam klingen, ist aber im Finanzwesen gängige Praxis und funktioniert folgendermaßen:

Erhält ein Investor Informationen, die ihn vermuten lassen, dass sich die Geschäfte einer Aktiengesellschaft verschlechtern werden, dann kann er sich Aktien der AG leihen, sie umgehend verkaufen und abwarten, bis sich ihr Kurs tatsächlich verschlechtert. Dann kann er sie zu einem niedrigeren Preis aufkaufen, sie an den Verleiher zurückgeben – und die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis als Gewinn einstecken.

Einen solchen Vorgang bezeichnet man als einen gedeckten Leerverkauf. Im Fall eines ungedeckten Leerverkaufs würde unser Investor noch einen Schritt weitergehen und ein Aktienpaket verkaufen, das er sich nicht geliehen hat und auch gar nicht besitzt – das also zum Zeitpunkt des Verkaufs nur imaginär existiert.

In beiden Fällen – also beim gedeckten und beim ungedeckten Leerverkauf – wettet der Investor auf eine Entwicklung zum Nachteil des betroffenen Unternehmens. Da seine Rechnung aber nur dann aufgeht, wenn dessen Aktienkurs tatsächlich fällt, geht er ein Risiko ein, das im Fall des ungedeckten Leerverkaufs höher ausfällt, da er ja nach dem Kursverfall auch noch jemanden finden muss, dem er die Aktien zum Niedrigpreis abkaufen kann.

Leerverkäufe, die übrigens nicht nur – wie im eben genannten Beispiel – im Börsenhandel, sondern zum viel größeren Teil außerbörslich getätigt werden – lassen also einzelne Marktteilnehmer vom Schaden anderer profitieren und erhöhen die Risiken im System. Dabei schaffen sie keinerlei Werte, tragen aber dazu bei,

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The Wolff of Wall Street: Europäische Zentralbank (EZB) | KenFM.de

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26-07-19 11:52:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Europäische Zentralbank (EZB)“.

Die EZB nimmt unter allen Zentralbanken der Welt eine Sonderstellung ein. Sie legt nämlich die Geldpolitik einer Währung fest, die nicht nur in einem Land offizielles Zahlungsmittel ist, sondern in insgesamt 19 Ländern – der sogenannten Eurozone. Sie ist also im Grunde Teil eines Experiments, das es so in der Geschichte des Geldes noch nicht gegeben hat.

Welche Bedeutung die EZB für das globale Finanzsystem hat, erkennt man daran, dass der Euro in der Rangliste der weltweit gehandelten Währungen hinter dem US-Dollar an zweiter Stelle steht.

Die EZB wurde 1998 – also 3 Jahre vor der Einführung des Euro – gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Seit 2015 residieren ihre etwa 2.500 Bediensteten in einem Gebäude, das eigens für sie gebaut wurde – mit Steuergeldern in Höhe von 1,3 Milliarden Euro.

Die Leitung der EZB liegt in der Hand eines Direktoriums, das nicht gewählt, sondern von den Finanz- und Wirtschaftsministern der EU-Staaten vorgeschlagen und von den amtierenden Staats- und Regierungschefs der EU eingesetzt wird. Die EZB ist also einer Kontrolle durch die Wähler entzogen.

Offiziell bestehen die wichtigsten Aufgaben der EZB in der Festlegung der Leitzinsen, der Verwaltung der Währungsreserven des Euro-Raums, der Genehmigung der Ausgabe von Banknoten, der Beobachtung der Preisentwicklung und der Kontrolle der Geldmenge und der Inflation.

Inoffiziell besteht ihre Hauptaufgabe aber seit über zehn Jahren darin, ein eigentlich totes Finanzsystem zusammen mit den übrigen Zentralbanken künstlich am Leben zu erhalten. Da nach der Weltfinanzkrise von 2007/08 die Staatshaushalte wegen der Rettung des Systems durch die Regierungen riesige Löcher aufwiesen, mussten nämlich anschließend die Zentralbanken in das Geschehen eingreifen.

Im Zuge dieser 2. Rettungsaktion hat die EZB nicht nur Unmengen an Geld aus dem Nichts geschaffen und den Leitzins bis auf Null gesenkt,

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The Wolff of Wall Street: Cum-Ex | KenFM.de

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19-07-19 10:33:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Cum-Ex“.

Wer Aktien kauft, beteiligt sich damit am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, kurz AG genannt. Entwickelt sich das Geschäft der AG positiv, dann profitiert der Aktionär doppelt: Zum einen steigt der Kurs der Aktie, sie wird also wertvoller, zum anderen erhält er einen jährlichen Anteil am Reingewinn des Unternehmens – die Dividende.

Um die Höhe dieser Dividende festzulegen, kommen die Aktionäre einmal im Jahr zu einer Hauptversammlung zusammen. Am Tag nach der Hauptversammlung, dem Dividenden-Stichtag, erfolgt dann die Ausschüttung.

Vor dieser Ausschüttung notiert die Aktie „cum dividende“ (vom lateinischen Wort cum = mit), nach der Ausschüttung „ex dividende“ (vom lateinischen Wort ex = ohne).

Bei der Ausschüttung zahlen deutsche AG’s ihren Aktionären aber nicht den Gesamtbetrag aus, sondern – nach geltendem Steuerrecht – nur 75 Prozent davon aus. Die restlichen 25 Prozent gehen als Kapitalertragssteuer direkt an das Finanzamt.

Für private Anleger ist die Sache damit erledigt. Bei institutionellen Investoren wie Fonds oder Banken ist das anders. Sie können sich die Kapitalertragsteuer wieder zurückzahlen lassen, weil Dividenden für sie steuerfrei sind. Diese Rückerstattung haben sich einige Investoren in der Vergangenheit aber nicht nur einmal, sondern zweimal, dreimal oder sogar noch häufiger auszahlen lassen, und zwar mit Hilfe des Leerverkauf-Prinzips. Zur Erläuterung: Ein Leerverkäufer verkauft etwas, das er nicht besitzt, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis zu kaufen.

Bei Cum-Ex hat das folgendermaßen funktioniert:

Ein Leerverkäufer verkaufte vor der Hauptversammlung eine Aktie mit Anspruch auf Dividende (also „cum“), beschaffte sich die Aktie aber erst nach der Hauptversammlung (also „ex“), weil sie zu diesem Zeitpunkt günstiger war, und leitete sie erst dann an den Käufer weiter.

Da sowohl der Leerverkäufer als auch der ursprüngliche Aktienbesitzer zum Zeitpunkt der Hauptversammlung, also des Wechsels von cum zu ex,

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The Wolff of Wall Street: Internationaler Währungsfonds (IWF) | KenFM.de

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05-07-19 01:53:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Internationaler Währungsfonds (IWF)“.

Beim IWF handelt es sich um die mächtigste Finanzorganisation der Welt. Ihm gehören fast alle Länder der Erde an, er verfügt über eine eigene Währung und kann in Krisensituationen das Schicksal ganzer Staaten entscheiden.

Der IWF ist nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden, hat seinen Sitz in Washington und kann keine Entscheidung ohne die Zustimmung der USA treffen, die über den größten Stimmenanteil verfügen.

Im Grunde funktioniert der IWF wie eine länderübergreifende Bank, deren Ziel es ist, das bestehende globale Finanzsystem funktionsfähig zu erhalten. Das Prinzip: Die Mitgliedsländer zahlen entsprechend ihrer Wirtschaftskraft ein, und wenn eines von ihnen in Schwierigkeiten gerät, kann es sich vom IWF einen Kredit geben lassen.

Auf den ersten Blick sieht das nach einem fairen Arrangement aus. Der Eindruck ändert sich allerdings, wenn man genauer hinsieht.

Zum einen wird das bestehende globale Finanzsystem von einer einzigen Währung, dem US-Dollar beherrscht. Die Stabilisierung des Systems durch den IWF bedeutet also auch immer eine Festigung dieser Vorherrschaft.

Zum anderen knüpft der IWF die Kredite, die er vergibt, an Bedingungen. Diese Bedingungen hat er Ende der siebziger Jahre unter dem Oberbegriff „Strukturanpassungsprogramme“ zusammengefasst. Ihre vier wichtigsten Punkte sind die Liberalisierung, die Deregulierung, die Stabilisierung und die Privatisierung.

Durch die Liberalisierung des Welthandels – also die Beseitigung von Zöllen und Tarifen und die Öffnung der Märkte für ausländische Produkte – konnten vor allem US-amerikanische, aber auch europäische Großkonzerne die Märkte von Entwicklungsländern mit ihren Waren überschwemmen und deren einheimische Produktion weitgehend zerstören.

Die Deregulierung hat dazu beigetragen, die Finanzsysteme und die Wirtschaften von Entwicklungs- und Schwellenländern für Großbanken und Hedgefonds der Industriestaaten zu öffnen und sie deren Interessen zu unterwerfen.

Durch die Stabilisierung sind zahlreiche diktatorische Regimes,

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The Wolff of Wall Street: Rating-Agenturen | KenFM.de

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28-06-19 09:36:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Rating-Agenturen“.

Der größte Teil des globalen Kapitals fließt heute nicht mehr über Investitionen in die Realwirtschaft, sondern zu Spekulationszwecken in die Finanzmärkte.

Spekulation aber birgt Risiken. Um sie einzugrenzen, muss man sie einschätzen und bewerten. Genau diese Arbeit verrichten die Rating-Agenturen. Sie tragen alle verfügbaren Informationen über Unternehmen oder auch Staaten zusammen und kategorisieren diese dann in einem Schema, das von AAA = sehr sicher bis zu D = zahlungsunfähig reicht.

Mit der Explosion des Finanzsektors in den vergangenen 30 Jahren haben der Einfluss und die Bedeutung der Rating-Agenturen gewaltig zugenommen. Das hat zu einem heftigen Konkurrenzkampf geführt, aus dem drei US-Agenturen als Sieger hervorgegangen sind: Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch. Die drei beschäftigen zusammen etwa 20.000 Mitarbeiter und beherrschen mehr als 95 Prozent des globalen Rating-Marktes.

Seit der Krise von 2007/2008 hat ihr Geschäft einen kräftigen Schub erhalten: Da die Zinsen immer weiter gesenkt wurden, ist es heute nicht mehr möglich, sein Geld einfach anzulegen, sich zurückzulehnen und die Zinszahlungen abzuwarten. Niedrig-Zinsen, Null-Zinsen und Negativ-Zinsen zwingen immer mehr Anleger in die Spekulation.

Wegen der Risiken, die das mit sich bringt, greifen vor allem institutionelle Anleger wie Pensionskassen oder Rentenfonds, die eher konservativ handeln, auf Rating-Agenturen zurück und lassen sich von ihnen beraten. Meist sichern sie das angelegte Geld auch noch über Versicherungen ab, wobei die Höhe der Prämien sich auch nach der Einstufung der jeweiligen Anlageklasse durch die Agenturen richtet.

Die Arbeit der Rating-Agenturen hat also für die gesamte Finanzbranche eine immense Bedeutung. Deshalb sollte man doch annehmen, dass dafür gesorgt ist, dass es sich bei ihnen um seriöse, kompetente und vor allem unabhängige Organisationen handelt. Schauen wir, um das zu überprüfen, einmal auf die vergangenen fünf Jahre und beginnen wir mit der Seriosität.

Die Rating-Agentur Fitch ist im Juli 2016 von der Europäischen Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA wegen unlauterer Geschäftspraktiken zu einer Strafzahlung von 1,4 Mio.

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The Wolff of Wall Street: Federal Reserve System | KenFM.de

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21-06-19 10:02:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Federal Reserve System“.

Beim Federal Reserve System, auch FED genannt, handelt es sich um die US-amerikanische Noten- oder Zentralbank. Sie wurde 1913 gegründet und besteht aus 12 regionalen Federal-Reserve-Banken und einer Vielzahl weiterer Mitgliedsbanken.

Das wichtigste Gremium der FED ist der Offenmarktausschuss, der über die Geld- und Währungspolitik der USA, also über das Schicksal des US-Dollars, entscheidet. Diese Entscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Welt, weil die Zentralbanken rund um den Globus zurzeit etwa 2/3 ihrer Fremdwährungsbestände in US-Dollar halten, es sich beim Dollar also um die bedeutendste Reservewährung der Welt handelt.

Das F im Wort FED steht für federal, zu deutsch: föderativ oder bundesstaatlich. Es erweckt den Eindruck, dass es sich bei der FED um eine staatliche Einrichtung handelt. Das aber entspricht nicht den Tatsachen. Die FED wurde nicht vom Staat, sondern von einer Handvoll Wall-Street-Banker unter Mithilfe einiger Politiker ins Leben gerufen. Die FED gehört auch nicht dem amerikanischen Staat, sondern mehrheitlich den Besitzern ihrer Mitgliedsbanken. Sie ist ein mit dem Staat verschmolzenes Bankenkartell in der Hand zumeist privater Eigentümer.

Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Banken begann bereits 3 Jahre vor der Gründung der FED: 1910 traf sich eine Gruppe führender Wall-Street-Banker heimlich und unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit einigen US-Spitzenpolitikern. Die Absicht der Banker war es, eine Zentralbank nach dem Vorbild der Bank of England zu schaffen und ihr vom amerikanischen Staat das Geldschöpfungsmonopol übertragen zu lassen.

Der Plan wurde ins US-Parlament eingebracht, scheiterte dort aber. Der Grund: Die Abgeordneten fürchteten die Reaktion des Volkes, das damals sehr stark gegen die Banken eingestellt war und die Gründung eines Bankenkartells wahrscheinlich nicht ohne weiteres hingenommen hätte.

Die Banker ließen sich jedoch nicht entmutigen und verfolgten ihren Plan weiter. Sie änderten ihr Konzept leicht ab und griffen dann zu einem überaus raffinierten Trick: Sie wiesen die von ihnen kontrollierten Zeitungen an,

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The Wolff of Wall Street: Steuervermeidung | KenFM.de

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14-06-19 12:58:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Steuervermeidung“.

Der Staat braucht, um zu funktionieren, Geld. Das treibt er von seinen Bürgern ein, indem er sie Steuern zahlen lässt – und zwar anteilig, so dass die, die mehr haben oder mehr einnehmen, auch mehr zahlen. Sollte man meinen…

In der realen Welt sieht das allerdings anders aus. Da zahlen die, die am meisten einnehmen, am wenigsten und die, die am meisten haben – häufig gar nichts, und das ganz legal.

Woran das liegt? Zuerst einmal an den bestehenden Gesetzen. Das Vermögensrecht sorgt dafür, dass Vermögen geringer besteuert werden als Einkommen. Das Erbrecht sorgt dafür, dass den Erben riesiger Vermögen anteilig wesentlich weniger abverlangt wird als den Erben kleiner Vermögen. Und das Stiftungsrecht bietet Reichen und Ultrareichen jede Menge Möglichkeiten, ihre Steuerlast zu reduzieren – und das nicht nur im eigenen Land.

Dann gibt es die Steuerparadiese oder Steueroasen. Dazu zählen Länder wie die Schweiz, Irland oder die Niederlande, Stadtstaaten wie Singapur oder Hongkong, Inseln wie Guernsey, die Cayman Islands oder Mauritius – um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Diese Steueroasen bieten sehr wohlhabenden Privatpersonen an, ihren Wohnsitz dorthin zu verlegen und entweder sehr geringe oder gar keine Steuern zu zahlen, und sie bieten finanzstarken Konzernen an, dort Zweigniederlassungen in Form von Briefkastenfirmen zu gründen und so Steuerzahlungen auf Gewinne in den Ländern, in denen sie erzielt werden, zu vermeiden.

Die Steueroasen helfen also, den Ländern Steuern vorzuenthalten, in denen das Geld verdient und deren Infrastruktur, deren Ressourcen und deren Arbeitskräfte dabei genutzt werden. Vor allem aber schaden sie den schwächsten Teilen der Gesellschaft, und zwar aus folgendem Grund: Der größte Posten in allen Staatshaushalten sind die Sozialausgaben, und wann immer gespart werden muss, wird bei ihnen angesetzt, und zwar bei dem Teil der Bevölkerung, von dem am wenigsten Widerstand zu erwarten ist – und das sind – die Armen,

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The Wolff of Wall Street: Kryptowährungen | KenFM.de

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07-06-19 07:07:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Kryptowährungen“.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist für uns alle seit langem eine Selbstverständlichkeit. Wir überweisen Geld, wir zahlen mit der Karte oder mit dem Handy – und das in ständig zunehmendem Ausmaß.

Seit einiger Zeit hat sich nun das Kryptogeld zu diesen bargeldlosen Zahlungs-Möglichkeiten hinzugesellt. Allerdings als Außenseiter: Die Zahlung mit Kryptogeld unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von den herkömmlichen Methoden.

Zuerst einmal wird das Kryptogeld nicht in der vorherrschenden Währung, bei uns also dem Euro, gehandelt, sondern in seiner eigenen Einheit. Beim bekanntesten Kryptogeld ist das der Bitcoin.

Beim Bitcoin und den anderen Krypto-Einheiten handelt es sich um digitale Datensätze, die eine besondere Eigenschaft aufweisen: Sie sind fälschungssicher und können vom Absender direkt an den Empfänger übermittelt werden. Damit sind wir auch schon beim wichtigsten Unterschied zwischen der Zahlung mit Kryptogeld und sämtlichen herkömmlichen bargeldlosen Zahlungsweisen:

Beim Kryptogeld sind nämlich nur 2 Parteien am Zahlungsvorgang beteiligt: Der Absender und der Empfänger. Bei allen anderen bargeldlosen Geld-Transfers ist immer noch ein Dritter im Spiel, nämlich ein Finanzdienstleister – also eine Bank, ein Kreditkarten-Konzern oder ein Bezahldienst.

Dieser Dritte ist über jeden Zahlungsvorgang informiert und kann diese Informationen natürlich auch weitergeben. Beim Kryptogeld ist das ausgeschlossen. Kryptogeld ermöglicht also etwas, das bisher dem Bargeld vorbehalten war: einen anonymen Zahlungsvorgang.

Das hat viele Kritiker des gegenwärtigen Geldsystems veranlasst, im Kryptogeld DIE demokratische Währung der Zukunft zu sehen. Das aber ist ein Trugschluss, und zwar aus folgendem Grund:

Bis vor etwa 300 Jahren hatten Banken in Europa das Recht, ihr eigenes Geld herauszugeben. Mit dem Aufkommen der Nationalstaaten wurde dieses Recht abgeschafft, es wurden nationale Währungen eingeführt.

Wie die Herkunft des Wortes besagt, handelte es sich hierbei um eine Gewährleistung. Die Bank garantierte den Besitzern von Geldnoten und Münzen bei Bedarf deren Umtausch in einen Sachwert – zum Beispiel eine bestimmte Menge eines Edelmetalls.

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The Wolff of Wall Street: Bargeldabschaffung | KenFM.de

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31-05-19 04:09:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Bargeldabschaffung“.

Geld gibt es weltweit in zwei verschiedenen Formen: Zum einen als Bargeld, also in Form von Münzen und Banknoten, und zum anderen als Buchgeld oder Giralgeld, heute fast ausschließlich in elektronischer Form.

Beide Geldformen existieren gleichberechtigt nebeneinander. Das heißt: Ob ich etwas bar kaufe oder bargeldlos zahle – also per Überweisung, mit der Kreditkarte oder über das Handy – der Betrag, den ich zahlen muss, ist immer der gleiche.

Trotzdem besteht zwischen beiden Vorgängen ein grundlegender Unterschied: An einer Barzahlung sind nämlich nur zwei Parteien beteiligt – der Käufer und der Verkäufer. Sonst niemand.

Bei der bargeldlosen Zahlung ist das anders: Da ist außer dem Käufer und dem Verkäufer immer auch ein Dritter beteiligt, nämlich ein Finanzdienstleister – also eine Bank oder ein Kreditkarteninstitut oder ein Bezahldienst.

Dieser Dritte weiß nicht nur über alle Zahlungsvorgänge Bescheid, er kann diese Informationen auch an andere weitergeben – zum Beispiel an interessierte Unternehmen oder an staatliche Einrichtungen.

Aus diesem Grund hat das bargeldlose Zahlen in den vergangenen Jahren ganz erheblich zugenommen: IT-Industrie, Finanzdienstleister und Datenhändler haben es zu einem lukrativen Geschäftsfeld entwickelt, und auch der Staat unterstützt die Entwicklung, weil er seine Bürger anhand der Aufzeichnung ihrer Geldströme besser kontrollieren und überwachen kann.

Vor einigen Jahren hat die Zurückdrängung des Bargeldes einen neuen Schub bekommen: 2010 sind die G 20 – also die 20 wirtschaftsstärksten Länder der Welt – ein Bündnis eingegangen, das sich „Globale Partnerschaft zur finanziellen Inklusion“ nennt.

Das Wort „Inklusion“ bedeutet „Einbeziehung“. Es soll nahelegen, dass derjenige, der mit Bargeld bezahlt, ein finanziell Ausgeschlossener ist. Um diese vermeintlich Ausgeschlossenen ins System zu integrieren, wurde zur Umsetzung der G-20- Ziele 2012 die „Better Than Cash Alliance“ (auf deutsch: Besser-als-Bargeld-Allianz“) gegründet.

Dieser weitgehend unbekannten,

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The Wolff of Wall Street: Deregulierung | KenFM.de

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24-05-19 01:33:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Deregulierung“.

Es gibt im gesamten 20. Jahrhundert keinen anderen von der Politik und der Wirtschaft in Gang gesetzten Prozess, der das Leben so grundlegend und so nachhaltig verändert hat und es heute so sehr prägt wie die Deregulierung, die Mitte der siebziger Jahre begonnen hat.

Zuvor hatte die Welt den „Nachkriegsboom“ erlebt, in dem die Weltwirtschaft von 1948 an etwa ein Vierteljahrhundert lang ununterbrochen wuchs. Der größte Nutznießer dieser Entwicklung waren die Banken, die dieses Wachstum vor allem durch die Vergabe von Krediten anheizten, kräftig daran verdienten und dadurch von Jahr zu Jahr mächtiger wurden.

Als dann in den siebziger Jahren die Wirtschaft abkühlte, ging auch das Geschäft der Banken zurück. Das gefiel ihnen natürlich nicht, und deshalb nutzten sie ihre Machtstellung aus und drängten die Politik, ihnen mehr Spielraum zum Geldverdienen zu geben. Zu diesem Zweck forderten sie, die Regeln, denen sie unterlagen, zu lockern, also zu deregulieren.

Besonders aktiv waren in den siebziger und achtziger Jahren die amerikanischen und die britischen Banken, also die Wall Street und die City of London. Sie bekamen Hilfe von zwei Politikern, nämlich von US-Präsident Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher.

Die beiden räumten den Banken immer mehr rechtliche Hindernisse aus dem Weg, bis Margaret Thatcher im Oktober 1986 mit dem sogenannten „Big Bang“ – also dem „Urknall“, den Höhepunkt setzte, indem sie in der City of London unter anderem die Trennung zwischen normalen Banken und Investmentbanken aufheben ließ.

Diese Trennung war einmal eingeführt worden, um Bankkunden zu schützen. Sie verbot normalen Geschäftsbanken nämlich, mit den Einlagen ihrer Kunden zu spekulieren. Mit dieser – für die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung sehr wichtigen – Sicherheit ist es seit dem Big Bang vorbei.

Da Margaret Thatcher außerdem verfügte, dass für ausländische Banken fortan dieselben Bestimmungen wie für britische Banken gelten sollten,

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The Wolff of Wall Street: Neoliberalismus | KenFM.de

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17-05-19 11:40:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Neoliberalismus“.

Beim „Neoliberalismus“ handelt es sich um eine Strömung innerhalb der Wirtschaftswissenschaft, die vor allem auf die „Kräfte des Marktes“ setzt und die in den vergangenen 50 Jahren erheblichen Einfluss auf die Politik gewonnen hat. Am besten lässt sich der Neoliberalismus verstehen, wenn man ihn seinem Gegenspieler im bürgerlichen Lager, nämlich dem Keynesianismus, gegenüberstellt.

Der Keynesianismus, der auf den britischen Ökonomen und Politiker John Maynard Keynes zurückgeht, verlangt, dass der Staat in Zeiten wirtschaftlicher Krisen helfend in das Geschehen eingreifen solle. Regierungen sollten die Wirtschaft zum Beispiel mit Hilfe großer Infrastrukturprojekte – wie dem Bau von Straßen, Brücken oder öffentlichen Gebäuden – ankurbeln. Auf diese Weise würden Arbeitsplätze geschaffen, die Menschen könnten das verdiente Geld wieder ausgeben und so die Wirtschaft über die erhöhte Nachfrage wieder in Gang bringen.

Der Neoliberalismus dagegen, der auf den österreichischen Ökonomen Friedrich von Hayek zurückgeht, lehnt staatliche Eingriffe in die Wirtschaft rigoros ab. Er steht auf dem Standpunkt, der Markt müsse entstehende Probleme ohne Eingriffe von außen regeln. Der Neoliberalismus kritisiert die in seinen Augen zu hohen Ausgaben des Sozialstaates und die ausufernde staatliche Bürokratie. Er fordert eine Politik der Austerität, also eine Sparpolitik des Staates, und setzt auf die Deregulierung, also die Abschaffung staatlicher Vorschriften, die die Wirtschaft einengen. Außerdem verlangt er die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Liberalisierung des Welthandels, das heißt den Abbau von Handelshindernissen wie zum Beispiel Zöllen.

Der Neoliberalismus begründet seine Forderungen damit, dass der Staat seine Bürger nicht bevormunden dürfe, man auf die Initiative des Einzelnen setzen und vor allem den Wettbewerb ermutigen solle, da der ja dafür sorge, dass der Bessere sich durchsetzt und am Ende gewinnt.

Theoretisch hat das alles einen Hauch von Freiheit, Fairness und Chancengleichheit. Aber praktisch sieht das anders aus: Das erkennt man schon daran,

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Is A Wall Street Journal Writer Blaming Russia for American 5G Opposition Too? Even The Telecom Industry Admits They Have No Evidence That 5G is Safe.

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15-05-19 02:01:00,

By B.N. Frank

Many people won’t read past the title of a recent Wall Street Journal op-ed piece that seems to blame Russia for American opposition to 5G.  Regardless, The Telecom Industry gave congressional testimony in February that they cannot provide any evidence that 5G is safe.

You can’t save people from themselves.  We can’t stop American journalists and news outlets from continuing to defend the safety of 5G despite this congressional testimony and the research that proves 5G is harmful.  The New York Times announced a joint venture with Verizon for a 5G journalism lab last month before publishing their article blaming Russia for American opposition earlier this week.

For those just learning about the 5G controversy, Americans aren’t the only ones opposed to it and Americans have every right to not want it installed in their communities (see 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10).  U.S. elected officials are concerned about it too.  (see 1, 2, 3).

The Wall Street Journal actually published an investigative article in 2014 about RF radiation from cell towers and Americans’ concerns about exposure.

Over the last 48 hours, Activist Post has posted other articles about folks who are blaming Russia for American opposition to 5G.  Whatever.

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The Wolff of Wall Street: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) | KenFM.de

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10-05-19 03:21:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)“.

Als „graue Eminenz“ bezeichnet man in der Politik Personen, die im Hintergrund die Fäden ziehen, nach außen aber kaum in Erscheinung treten – deren wahre Macht der Öffentlichkeit also weitgehend verborgen bleibt.

Auch im internationalen Finanzwesen gibt es eine solche „graue Eminenz“. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Person, sondern um eine Bank, nämlich die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ. Kaum jemand weiß etwas über sie, kaum jemand kennt ihr Führungspersonal oder versteht ihre Funktion – und das, obwohl es sich bei der BIZ um eines der mächtigsten Finanzinstitute der Welt handelt.

Was also verbirgt sich hinter dieser in Basel in der Schweiz angesiedelten Bank? Zunächst einmal eine sehr exklusive und elitäre Einrichtung. Die BIZ hat nämlich nur ganze 120 Kunden. Allerdings gehören zu ihnen die 60 größten Zentralbanken der Welt, darunter die der USA, Englands, Japans, Chinas und der Europäischen Union.

Die Gebäude der BIZ dürfen von der Schweizer Polizei nicht betreten werden, ihre Einlagen und Guthaben sind ebenfalls dem Zugriff der Behörden entzogen. Ihre Mitarbeiter genießen Steuerfreiheit und diplomatische Immunität. Das 18köpfige Direktorium besteht aus den Chefs der wichtigsten Zentralbanken der Welt, die alle eines gemeinsam haben: Sie werden von niemandem gewählt und sind niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig.

In Bankerkreisen wird die BIZ auch Zentralbank der Zentralbanken genannt, denn ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, die Geldpolitik der Zentralbanken zu koordinieren, das globale Finanzsystem für sie zu überwachen und das Bankwesen in ihrem Sinne zu ordnen. Einer ihrer Ausschüsse hat zum Beispiel mit Basel 1, 2 und 3 die zurzeit geltenden Eigenkapital-Regeln für Banken festgelegt.

In kritischen Situationen wie z.B. 2008 nach dem Zusammenbruch der US-Großbank Lehman Brothers oder während der Eurokrise verwandelt sich die BIZ in ein internationales Krisenzentrum,

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The Wolff of Wall Street: Weltfinanzkrise | KenFM.de

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03-05-19 04:03:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag, um 12:00 Uhr, Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Weltfinanzkrise“.

In den Jahren 2007 und 2008 hat die Welt ihre bisher größte und folgenreichste Finanzkrise erlebt. Das gesamte System stand damals kurz vor dem Aus, hat es aber trotzdem geschafft zu überleben. Deshalb stellen sich folgende Fragen:

1. Wie konnte es zu der Krise kommen?
2. Wie wurde das System gerettet?
3. Welche Folgen hat diese Rettung?

Beginnen wir mit der 1. Frage: Wie konnte es zu der Krise kommen?

Auslöser der dramatischen Entwicklungen war ein rein amerikanisches Problem, nämlich die Subprime-Hypothekenkrise. Dazu erst einmal eine Erklärung:

In der US-Mittelschicht ist es Tradition, sich in relativ jungem Alter ein Haus zu kaufen, es irgendwann mit Gewinn zu verkaufen und dann ein größeres Haus zu erwerben. Das Ganze funktioniert allerdings nur so lange, wie die Preise steigen – und das wiederum ist nur der Fall, so lange eine kontinuierliche Nachfrage nach Häusern besteht, der Markt also nicht gesättigt ist.

Genau dieses Problem aber bestand um die Jahrtausendwende: Immer weniger zahlungskräftige Menschen suchten damals nach Häusern. Deshalb haben Wohnungsmakler und Banken versucht, Kunden mit geringer Bonität – also Menschen, die den Banken die von ihnen geforderten Sicherheiten nicht bieten können – anzulocken, und zwar mit Krediten, die so gestaffelt waren, dass in der Anfangsphase kaum etwas gezahlt werden musste.

Da den Banken von Beginn an klar war, dass diese als subprime – also minderwertig -eingestuften Kredite hochriskant waren, haben sie die Schulden auf die betroffenen Häuser, also die Subprime-Hypotheken, gebündelt, mit etwas besser abgesicherten Hypotheken gemischt und als Wertpapiere in alle Welt verkauft – das Risiko also auf diese Weise weitergegeben und zu einem erheblichen Teil ins Ausland verlagert.

Als dann Anfang der Zweitausender Jahre die Hauspreise sanken und durch die Krise von 2007/2008 zahlreiche Hausbesitzer arbeitslos wurden,

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The Wolff of Wall Street: Inflation & Deflation | KenFM.de

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26-04-19 01:20:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Inflation & Deflation“.

Bei einer Inflation steigen die Preise auf breiter Front. Das führt dazu, dass die Kaufkraft sinkt, das Geld also an Wert verliert. Die Ursache hierfür verrät uns der Begriff selbst: Das Wort Inflation kommt vom lateinischen Verb inflare = aufblasen. Ausgelöst wird eine Inflation durch ein Aufblasen der Geldmenge. Zuständig für diese Geldmenge ist – die Zentralbank.

Eine Inflation ist also nichts anderes als die Folge einer Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank.

Bei einer Deflation handelt es sich um den entgegengesetzten Prozess: Hierbei fallen die Preise auf breiter Front, so dass die Kaufkraft steigt, man also für die gleiche Menge Geld mehr Waren erhält. Ursache ist in diesem Fall eine Abnahme der umlaufenden Geldmenge.

Diese Abnahme kann verschiedene Ursachen haben. Es kann an einer Überproduktion liegen, durch die das Angebot die Nachfrage übersteigt – mit der Folge, dass die Anbieter, um ihre Waren loszuwerden, die Preise senken müssen. Es kann aber auch an sinkender Kaufkraft liegen, zum Beispiel bei anhaltend hoher Arbeitslosigkeit oder bei stagnierenden oder fallenden Reallöhnen. Es kann aber auch an einer Rezession liegen, also einem deutlich Rückgang des Wirtschaftswachstums, was einerseits zu Massenentlassungen und andererseits zu vermehrtem Sparen führt, weil die Menschen aus Zukunftsangst zögern, ihr Geld auszugeben.

Das Grundproblem in unserem Wirtschaftssystem besteht darin, dass der Fortschritt der Technik und die ständige Rationalisierung der Massenproduktion die Herstellungskosten von Waren unablässig senken, wir es also mit einer tendenziellen Deflation zu tun haben. Andererseits aber ist das System kreditgetrieben und es gibt niemanden, der eine solche Deflation mehr fürchtet als diejenigen, die Schulden haben.

Warum? Bei einer Deflation sinken nicht nur die Preise, sondern auch die Einnahmen sowohl der Unternehmen als auch des Staates. Was aber nicht sinkt, ist der Schuldenstand,

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The Wolff of Wall Street: Die Deutsche Bank | KenFM.de

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19-04-19 08:03:00,

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Geld regiert die Welt. Nur, wer regiert das Geld?

Wirtschaftsjournalist Ernst Wolff erklärt jeden Freitagmittag um 12:00 Uhr Begriffe, Mechanismen und Gesetze aus der Finanzbranche, die uns täglich als alternativlos verkauft werden, aber nur Wenige verstehen. Das soll sich ändern! THE WOLFF OF WALL STREET erklärt uns heute: „Die Deutsche Bank“.

Die Deutsche Bank ist seit Jahrzehnten die größte Bank Deutschlands und zählt weltweit zu den „systemisch relevanten Finanzinstituten“. Das heißt: Ihr Zusammenbruch würde das gesamte globale Finanzsystem gefährden. Aus diesem Grund gilt sie als „too big to fail“, muss also unter allen Umständen am Leben erhalten werden.

Genau diesen Prozess erleben wir seit einigen Jahren, denn die Deutsche Bank ist aus eigener Kraft schon länger nicht mehr lebensfähig. Der ständige Wechsel im Management, der Absturz ihres Aktienkurses, die Schließung von Filialen und die Entlassung von tausenden Mitarbeitern sind dabei nur äußere Zeichen des Verfalls.

Das größte Problem der Deutschen Bank liegt in den Risiken, die sie eingegangen ist, um einen ehrgeizigen Plan zu verfolgen – nämlich zur größten Bank der Welt zu werden.

Begonnen hat diese Entwicklung mit dem Ende des Nachkriegsbooms in der Mitte der siebziger Jahre. Davor war die Deutsche Bank über mehr als ein Vierteljahrhundert zum wichtigsten Kreditgeber der deutschen Wirtschaft aufgestiegen, hatte sich mehrere hundert Aufsichtsrats- und Vorstandsposten gesichert und war dadurch zum Zentrum dessen geworden, was man damals als „Deutschland AG“ bezeichnete.

Als der Nachkriegsboom dann endete, nutzte die Deutsche Bank diese Macht auf der Suche nach neuen Möglichkeiten des Geldverdienens und drängte die Politik, ihr mehr und mehr rechtliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, also zu deregulieren.

Der Prozess begann zunächst zaghaft, nahm aber in den achtziger Jahren durch die internationale Entwicklung an Fahrt auf. 1989 nutzte die Deutsche Bank die massive Deregulierung in Großbritannien, um die Investmentbank Morgan Grenfell aufzukaufen und vor allem im Derivate-Bereich, also im Bereich der damals explodierenden Finanzwetten, aktiv zu werden.

Zehn Jahre später übernahm die Deutsche Bank das amerikanische Investmentinstitut Bankers Trust und erreichte ihr Ziel: Sie wurde zur größten Bank der Welt.

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