Die größten US-Rüstungskonzerne werden mehrheitlich von Frauen geführt

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03-01-19 10:51:00,

Heather Wilson, Ministerion für Luftfahrt. Bild: Dod

Auch im Pentagon rücken Frauen nach oben, aber es finden keine grundlegende Veränderungen der Rüstungs- und Wirtschaftspolitik statt

Gerne wird gesagt, dass die männliche Vorherrschaft die Kultur und Wirtschaft prägt. Würden mehr Frauen an die Spitze der Gesellschaft rücken, würden sich diese ändern, beispielsweise weniger aggressiv werden. Ein Artikel in Politico, natürlich von einem Mann, lässt daran Zweifel entstehen. Die hätte man schon angesichts von Frauen wie Angela Merkel haben können, die als Regierungschefinnen auch faktisch keine andere Politik machen, auch wenn sie sich vielleicht im Stil unterscheiden.

David Brown ist aufgefallen, wie er in Politico schreibt, dass in den USA mittlerweile im “militärisch-industriellen Komplex” die Frauen das Sagen haben. Erstmals sei die “Verteidigungshierarchie” nicht mehr von Männern beherrscht. Das betreffe nicht nur die Rüstungskonzerne, sondern auch das Pentagon, wo Frauen an den Hebeln sitzen, wenn es um Rüstungsbeschaffung geht.

An der Spitze von vier der fünf größten US-Rüstungskonzerne stehen seit 1. Januar Frauen. Kathy Warden ist seit dem neuen Jahr Chefin von Northrop Grumman, Marillyn Hewson schon seit 2013 von Lockheed Martin, Phebe Novakovic, ebenfalls seit 2013, von General Dynamics und Leanne Caret seit 2016 von Boeing Defense, Space & Security. Nicht nur in der Wirtschaft, auch im Pentagon besetzen Frauen – wahrscheinlich trotz Trump – entscheidende Posten. Ellen Lord ist seit 2017 Staatssekretärin für Beschaffung, Heather Wilson ist Luftwaffenministerin, Lisa Gordon-Hagerty ist seit 2018 Leiterin der National Nuclear Security Administration, also der für Atomwaffen zuständigen Behörde, oder Andrea Thompson Staatssekretärin für Waffenkontrolle und internationale Sicherheit.

Brown schreibt, es sei eine Trendwende für eine bislang von Männern beherrschte Bastion, Frauen würden nun an die Macht kommen, nachdem Ministerien und Privatwirtschaft zunehmend “Verdienst über Machotum” stellen würden. Das müsste aber dann eigentlich zur Folge haben, dass Frauen die Militärpolitik und die Rüstungskonzerne irgendwie weg von der männlichen Logik bringen würden. Davon ist aber nichts zu bemerken. Die Rüstungskonzerne sind wie ehedem bestrebt, mehr und tödlichere Waffen herzustellen und zu verkaufen, auch an Macho-Staaten wie Saudi-Arabien, das Pentagon lebt davon, dass Konflikte beschworen werden, weswegen aufgerüstet werden muss.

Marillyn Hewson, Chefin von Lockheed Martin, sagte, der Aufstieg der Frauen sei auch ein Ergebnis davon, dass Frauen “die kleine Stimme im Kopf unterdrücken,

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