Der Supergau

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09-09-20 08:39:00,

„Nach uns vorliegenden Berichten greift die Polizei die Veranstaltung an der Siegessäule massiv an, es gibt nicht nur Gewalt, sondern auch Verletzte; Videoübertragungen werden unterdrückt, das Gelände ist weiträumig abgesperrt, die Leute sind eingekesselt, Krankenwagen sollen angefragt sein — ansonsten ist es wie im Irakkrieg: Absolute Nachrichtensperre, absolute Rechtsbrüche der Herrschenden, medial existiert die Sache gar nicht, keine Zeugen, keine Berichte, nichts, hat alles nie stattgefunden“ (1).

Was auf dem Spiel steht, ist nicht wenig. Klein wird der Raum für uns Menschen. Ja, wir Indianer (Frauen und Männer) hätten ihn durchaus gerne kleiner gemacht. Damit andere mehr davon hätten: die Eisbären, die Orang-Utans, Auerhühner, Bäume, Blumen. Aber es ist die Vorstellung, es sind unsere Ideen, unsere Träume, die Fantasien — die werden geschnitten. Eng wird es. Und schnell geht das. Zunächst in kleinen Schritten, fast unmerklich, dann größere Sperrungen, nun der große Ruck. Der Mensch, wie er gewesen, seine Gesänge, seine Gedichte, seine Dummheiten: alles weg. Da, wo er war, ist eine Kunststoffhülse, angeschlossen ans Gerät.

„Die Polizei hat den Zug in Höhe Friedrichstraße eingekesselt und in alle Richtungen abgesperrt. Es staut sich immer mehr, die Menschen werden gedrängt. Die Polizei ist in Kampfmontur und will jetzt mit aller Härte Maskenzwang und Abstand rechtswidrig durchsetzen — aufgrund einer Lage, die sie absichtsvoll SELBST herbeigeführt hat. Das ist vorsätzlicher Verfassungsbruch.“

Wer die Vision noch abwenden möchte, der darf sich vielleicht nicht allzu sehr in der Frage verlieren, ob man denen, die das herbeiführen, sagen darf, dass sie Faschisten seien. Zeigt man auf, dass der Faschismus wieder gilt und dass diese Geltung gebunden ist an die Duldung, so wird man mit einiger Wahrscheinlichkeit die vor den Kopf stoßen, die an seiner Geltung beteiligt sind. Also bestimmt alle, die den Faschismus schön- oder ins Gegenteil reden, indem sie kurzerhand ein Anti vorhängen. Auch die, die ihn historisch weit wegschieben. Ja, im besten Fall kann man sie vor den Kopf stoßen, im besten Fall.

Das Telekom-Portal zum Beispiel: ein klassisches Einpeitschmedium mit allen Merkmalen eines solchen. Von der sedativen Zerstreuung bis zur Militanz. Es operiert inmitten der Gesellschaft, unbehelligt vom Verfassungsschutz. Und es ist ein Beispiel unter vielen. Das Unkraut, das Ungeziefer hat andere Namen. Die Asozialen, die Gefährder, die Unsolidarischen. Und mit dem Leugner ist die religiöse Überformung vollzogen,

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Planetarer Supergau | KenFM.de

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23-10-19 09:17:00,

Der Homo sapiens sapiens erweist sich als evolutionäre Fehlentwicklung.

Von Ullrich Mies.

Wie so vieles läuft auch die klimapolitische Debatte in diesem Lande vollkommen aus dem Ruder. Dem Urteil, ob der Klimawandel anthropogen bedingt ist beziehungsweise in welchem Maße er vom Menschen gemacht sein könnte, liegt in der öffentlichen Auseinandersetzung zumeist kein profundes Wissen zugrunde. Man hat ganz einfach eine Meinung, man liebt oder hasst Greta, man hat sich einer Führungsfigur, einer Gruppe oder Sekte angeschlossen. Danach wird wohlfeil gepöbelt, ausgelacht, verächtlich gemacht und aus selbst geschaufelten Schützengräben das Feuer eröffnet: Der Vernunfttod geht dem Demokratietod voraus. Und in Deutschland sind „wir“ da schon sehr weit gekommen. Vor allem jedoch ist das grenzenlose Wachstumsdenken in Zeiten des weltumspannenden marktradikalen Kapitalismus die Folge des eigenen Hirntodes im Wachkoma.

Der Schimpanse steht dem homo sapiens sapiens genetisch am nächsten. Beide gehören zur Ordnung der Primaten, Unterordnung Trockennasenaffen. Unsere nahen Verwandten scheißen sich zwar jede Nacht das in den Bäumen gemachte Nest voll, bauen sich jedoch dann klugerweise für die kommende ein neues. 

Homo sapiens sapiens ist da wesentlich gründlicher. Im Laufe des sogenannten Zivilisationsprozesses ist er dazu übergegangen, nicht nur die Äste abzusägen, auf denen er ehemals saß, sondern sogleich die Bäume und mit ihnen ganze Wälder. Auch hat er bereits vor Jahrtausenden zahllose Arten als pure Fleischlieferanten angesehen und ausgerottet. (1)

All dies ist dem grotesken Aberglauben geschuldet, der Mensch als „Krone der Schöpfung“ stünde außerhalb der Natur, könne sie dank seiner ausgefeilten Technologien beherrschen und dürfe sich selbst zum Schöpfer erheben. Nur zu dumm, dass homo sapiens sapiens auf dem Weg seiner Verwandlung zum homo oeconomicus den eigenen Planeten zugemüllt, vergiftet, die Mitwelt malträtiert oder gleich ganz vernichtet hat und damit noch weiter fortfährt. Vor allem glaubt er in seiner Hybris, er könne diese Handlungsweise endlos fortsetzen, ohne die verdiente Rechnung präsentiert zu bekommen. Sie ist jedoch unausweichlich, kommt mit zeitlichem Verzug, dafür aber umso „nachhaltiger“. Eines ist zudem absolut sicher: Diese Rechnung wird gnadenlos, immens hoch und vor allem irreversibel ausfallen. Viele Menschen zahlen diese bereits heute jenseits schuldhafter Verstrickung unverdienterweise mit ihrem Tod. 

Der selbsternannte „Edelprimat“ auf der Höhe seiner „Schaffenskraft“ 

  • vermehrt sich im Übermaß,

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