Tagesdosis 21.8.2019 – Happy Birthday Skolstrejk för Klimatet | KenFM.de

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21-08-19 02:32:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Am 20. August ist Greta Thunberg zum ersten Mal für mehr Klimaschutz der Schule ferngeblieben und hat dadurch für mehr Klimaschutz protestiert. Herzlichen Glückwunsch dafür!

Als ich im Alter der heutigen Jugend war, wurde allerorten darüber berichtet, dass der Wald aussterben wird, dass die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, das FCKW, die Ozonschicht des Planeten immer weiter auffressen wird, dass durch den Grundwasserverbrauch Wasserknappheit droht, dass uns eine neue Eiszeit bevorstünde und dass der Golfstrom umkippen wird. Das war vor über 35 Jahren. 

Die Tagesschau ließ gestern durch Johanna Wahl einen Artikel schreiben, eine Erfolgsgeschichte – mit offenem Ende: Ein Jahr Klimaproteste, der den Weg der jungen Greta Thunberg Revue passieren ließ. Greta Thunberg ist davon überzeugt, dass dieser ganze Planet untergehen wird, dass wir einen noch nie da gewesenen Klimawandel erleben werden, wenn wir nicht auf das Emittieren des CO2 verzichten würden. Ihre Bewegung, die Fridays-for-Future-Bewegung hat hierzulande zu gut 600 Gruppen geführt, die für ein besseres Klima und eine bessere Zukunft regelmäßig auf die Straßen gehen, um dafür zu demonstrieren. 

Mittlerweile befürworten Politiker, Zeitschriften, Wissenschaftler und ein großer Teil der Gesellschaft diese Bewegung und sie sind vehement dazu entschlossen, freiwillig dafür zu zahlen. Die CO2-Steuer soll kommen und wird kommen. Böse Zungen trennen den Zufall dieser in die hunderte von Milliarden Euros sprudelnden Gelder von der Bewegung und meinen, diese Steuer soll dafür missbraucht werden, die Militärausgaben zu erhöhen, damit der Forderung des US-Präsidenten Trump an Deutschlands Rüstungsausgaben Folge geleistet wird. Man schwänzt seit gut einem Jahr die Schule oder streikt für den Klimaschutz. Eine ganze Generation ist vom Untergang des Planeten infiziert worden. Und so schreibt die Autorin auf Tagesschau.de das alles zur Erfolgsgeschichte einer ganzen Generation Greta um, die bis zum Papst vorgedrungen ist, einer Ehrendoktorwürde und einer Friedensnobelpreis-Nominierung. Beeindruckend, möchte man meinen, denn die Zeitschriften und Fernsehanstalten schreiben diese einjährige Bilanz Gretas einem Alleingang zu. Wer schon einmal in Bewegungen engagiert war, die sich dem Wohl und Wehe der Menschheit widmeten, der weiß aus eigener Erfahrung, dass das gar nicht sein kann.

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Tagesdosis 20.8.2019 – „Das ist ein gutes Zeichen“ – Deutsche Soldaten fahren bald kostenlos mit der Deutschen Bahn | KenFM.de

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20-08-19 10:56:00,

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Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben“, heißt es sprichwörtlich. Geht es nach der deutschen Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kann man ab Januar 2020 als Reisender der Deutschen Bahn vermehrt Bundeswehrsoldaten als Reisegenossen erleben, denn diese werden in Zukunft kostenlos im Fern- und Regionalverkehr fahren dürfen. „Die Bundeswehr wird damit sichtbarer in unserer Gesellschaft. Das ist ein gutes Zeichen“, findet Kramp-Karrenbauer. Das kann man auch anders sehen – und sich lieber an die Gründung der UNO 1945 und damit an die Schrecken und Leiden zweier Weltkriege erinnern. 

Jetzt nochmal ganz von vorne: Seit wann ist es ein gutes Zeichen, wenn deutsche Soldaten in der Gesellschaft sichtbarer sind? Wie kommt es, dass keiner die Begeisterung von Kramp-Karrenbauer gebremst und sie blitzartig beispielsweise auf die Gründung der UNO am 26. Juni 1945 aufmerksam gemacht hat? War da kein Freund zugegen, der die Verteidigungsministerin mal vertrauensvoll auf die Seite hätte nehmen und ihr ins Ohr flüstern können: „Haben Sie vergessen, Frau Kramp-Karrenbauer: Die Sache mit den zwei Weltkriegen, und das mit dem Krieg von deutschem Boden ausgehend, und so weiter. Da kommt es vielleicht nicht gut, die Präsenz von Soldaten in der Gesellschaft zu preisen.“ 

„Nie wieder Krieg!“ war die prägende Parole vom „Friedensbund der Kriegsteilnehmer“, der 1919 von deutschen Soldaten gegründet wurde und der eine Friedenserziehung in den Schulen einführen und die Armeen auflösen wollte (1). Das wäre ja vielleicht ein Leistungsausweis gewesen, der diese Soldaten zur freien Fahrt in der Deutschen Bahn berechtigt hätte. 

Doch was ist ungefähr hundert Jahre später der Leistungsausweis dafür, dass Soldaten kostenlos Bahn fahren dürfen und das auch noch ein Grund zum Feiern sein soll? Für was soll das ein gutes Zeichen sein?

Frau Kramp-Karrenbauer wurde von niemandem in oben beschriebener Weise auf die Seite genommen, bevor sie am 17. August 2019 „Grünes Licht“ (2) für olivgrün in der Deutschen Bahn gegeben hat. Es gab vielmehr jemanden,

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Tagesdosis 19.8.2019 – Hongkong: Die Finanzelite weist der Politik den Weg | KenFM.de

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19-08-19 07:02:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Seitdem China auf Grund seiner Wirtschaftskraft zur zweitgrößten Weltmacht aufgestiegen ist, lassen die USA nichts unversucht, um ihren schärfsten Konkurrenten wirtschaftlich, finanziell oder politisch zu schwächen. 

Aus diesem Grund haben die US-Medien und die politische Führung der USA die immer wieder aufflammenden Proteste in Hongkong in den vergangenen Jahren und Monaten zum „Kampf für die Demokratie“ erklärt und nach Kräften ideell – und möglicherweise auch materiell – unterstützt.

Letzte Woche hat Präsident Trump, der die Gangart gegen China durch die Erhebung von Strafzöllen in den letzten Monaten erheblich verschärft hat, jedoch plötzlich einen vollkommen anderen Ton angeschlagen. 

Am 15. August schrieb er auf Twitter: „Wenn Präsident Xi direkt und persönlich mit den Demonstranten zusammentreffen würde, gäbe es ein glückliches und aufgeklärtes Ende des Hongkong-Problems. Daran habe ich keinen Zweifel!“ 

In einem zweiten Tweet nannte Trump Xi einen „großen Führer, der sehr viel Respekt vor seinem Volk habe“ und bot ihm im Konflikt um Hongkong sogar ein persönliches Treffen an.

Gleichzeitig distanzierten sich die US-Medien immer deutlicher von den Demonstranten und legten den Schwerpunkt ihrer Berichterstattung darauf, dass die Proteste in Gewalt umschlagen und die öffentliche Ordnung in Hongkong gefährden würden. 

Die Folgen dieser Wendung zeigten sich schnell: Wenige Stunden nach Trumps Tweets und den medial verbreiteten Bildern vermeintlicher Gewalttäter legten die Aktienkurse internationaler Großbanken, die in den Tagen zuvor stark nachgegeben und teilweise historische Tiefstände erreicht hatten, wieder zu. 

Kein Wunder: Investoren haben aus Sorge um die Entwicklung seit Jahresbeginn etwa 500 Milliarden Dollar aus Hongkong abgezogen, der Häusermarkt ist um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Durch den neuen Kurs der US-Regierung kann die Finanzelite nun davon ausgehen, dass die Regierung Trump ab sofort alles dafür tun wird, ihr den nach New York und London drittwichtigsten Finanzplatz der Welt auch gegen den Widerstand der Bevölkerung und in Zusammenarbeit mit Widersacher China zu erhalten. 

Auch bei Chinas Führung dürfte Trumps neuer Kurs auf Wohlwollen stoßen. Die Regierung in Beijing ist ebenfalls an dem Erhalt des Finanz- und Handelsplatzes Hongkong interessiert,

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Tagesdosis 17.8.2019 – Woodstock und die Staatsterroristen | KenFM.de

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17-08-19 08:43:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Woodstock, Woodstock überall. Nach Fünfzig Jahren wittern so manche spießige Geschichtsrevisionisten die Chance, alles rund um die 1968er Generation endgültig in die Schmuddelecke zu zerren. Oder am liebsten ganz aus dem kollektiven Gedächtnis zu tilgen.

Da ging ja alles drunter und drüber, heißt es jetzt. Das sei eine einzige Katastrophe gewesen. Und diese Müllberge! Heuchler, diese Hippies! Die heilige Greta vom Thumb-Berg hätte denen aber die Leviten gelesen! Ja, sogar frauenverachtend seien sie gewesen, jene Blumenkinder. Fehlt nur noch, dass die Woodstock-Besucher als antiamerikanisch und vielleicht gar auch noch als antisemitisch eingestuft werden. Auf der nach oben hin offenen Verblödungsskala ist einfach alles möglich.

Und der Kopf der englischen Sauf- und Raufcombo The Who, Pete Townshend, der mit dem gitarrenverbrauchenden Rotorschlagarm für die derben Akkorde, findet in der Frankfurter Rundschau, dass alles an Woodstock schlicht Scheiße war. Stimmt. Er und seine Holzfällerkollegen von The Who haben tatsächlich in Woodstock ein Konzert gegeben. Und da kam auch Politaktivist Abbie Hoffmann von der Yippie-Partei auf die Bühne, und wollte während des Konzertes auf das skandalöse Horrorurteil gegen den Vorsitzenden der White Panther Partei, John Sinclair (zehn Jahre verschärften Knast für zwei Joints), aufmerksam machen. Rambo Townshend hat Abbie einfach vermöbelt. Zwei Welten, die einander nicht verstehen. Biertrinker Townsend über Woodstock herziehen zu lassen – das ist, als wenn man einen Schlachtermeister bitten würde, Gourmet-Kritiken über ein Vegetarier-Restaurant zu schreiben.

Warum kamen denn überhaupt eine halbe Million Leute, vom 15. bis 18. August 1969, zum Festival nach Woodstock, obwohl nur fünfzigtausend Besucher erwartet wurden? Es wären ja noch viel mehr gekommen, wenn nicht schon alle Zufahrtwege im Bundesstaat New York hoffnungslos verstopft gewesen wären. Warum? Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht ausreichend heranzoomt, was in den Sechziger Jahren in den USA wirklich los war.

Schon mal vorweg: Woodstock war eine gigantische politische Demonstration für eine Welt im Frieden. Für eine Welt ohne Rassendiskriminierung. Und: nach all dem grässlichen Terror, mit dem Vertreter eines besseren Amerikas mit blauen Bohnen aus dem Weg gepustet wurden: nach all den Massakern gegen friedvolle Demonstranten,

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Tagesdosis 16.8.2019 – Zweierlei Maß in der Kriminalberichterstattung | KenFM.de

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16-08-19 09:57:00,

Aber Herr Rupp, was ist denn in Sie gefahren!?
181, 171, 158 (Streitkommentare auf Ihre letzten drei Tagesdosen) – wollen Sie denn gerade so einfach weitermachen mit Ihrer Wahrheitsberichterstattung?

Und das völlig außerhalb des international-sozialistischen Narrativs?

Richter zu einem Vergewaltiger, frei nach Holger Strohm: „Du, Du Du Du, das darfst Du aber nicht!“

*************

Ich habe gestern etwas gefunden, was zu zitieren ich mir in diesem Moment einfach nicht verkneifen kann:
(Vorsicht, sehr lang. Lektüre lohnt sich jedoch.)

Das wirklich gravierend Andere am Islam ist in der Tat die Behandlung der Frau. (Als Napoleon – Glückwunsch zum 250. übrigens! – 1798 in Ägypten einmarschierte, hielt er es für geboten, seine Soldaten darauf vorzubereiten, dass man die Weiber im Orient anders behandele als in Europa.) Diese Welt der nichtöffentlichen, verhüllten Maiden und der männlichen Polygamie ist für westliche Psychologen normalerweise verschlossen. Desto spannender, wenn sich ein Profi dort jahrelang umtun konnte und seine Erfahrungen niederschreibt. Interessante Lektüren gibt es zuhauf, wirklich aufschlussreiche indes sind selten. Als eine solche empfand ich das Buch: „Und Gott schuf die Angst. Ein Psychogramm der arabischen Seele“ (München 2018) von Burkhard Hofmann. Der Hamburger Psychotherapeut, Jahrgang 1954, betreut vornehmlich muslimische Patienten, sowohl in seiner Hamburger Praxis als auch auf der arabischen Halbinsel. Bei Letzteren handelt es sich ausnahmslos um Angehörige der wohlhabenden Schichten, aber das liegt in der Natur der Sache; der Blick in die Milieus darunter dürfte noch deprimierender ausfallen.

Hofmann geht von der Prämisse aus, dass sich in den psychischen oder seelischen Leiden eine Gesellschaft wie unter einem Vergrößerungsglas offenbare. Was seine Patienten aus diesem Weltteil auf frappierende Weise eine, sei das monotone Symptom, mit welchem sie zu ihm kommen: Angst. Warum? Zumindest der männliche Araber wirkt doch gemeinhin alles andere als ängstlich. Wenn man als erkenntnisleitenden Begriff Nietzsches Bonmot vom „Monotono-Theismus“ wählt, reicht das zwar nicht zur Erklärung, aber man ist auf dem richtigen Weg. Die Verbindung aus Tradition und Religion ist im Orient nicht zu entwirren, beide Komponenten haben sich sozusagen amalgamisiert. So ist schwer zu sagen, ob kollektive Verhaltensweisen und Normen ihren Ursprung eher da oder dort haben, was die Ursache und was die Reaktion ist. Zum Beispiel der extreme sowohl familiäre als auch religiöse Bindungszwang. (Entsprechend abenteuerlich verliefen manche Therapiesitzungen,

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Tagesdosis 15.8.2019 – Jeffrey Epstein – Die Fratze des Bösen | KenFM.de

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15-08-19 11:24:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Vorweg, es reicht bei weitem keine Tagesdosis, kein Standpunkt, um die vollständigen Abgründe des Systems Jeffrey Epsteins auch nur ansatzweise zu durchleuchten, geschweige denn endgültig zu erläutern.

Es wird Leser und Hörer geben die fragen, wozu dieses Thema? Der Mann hat sich umgebracht. Es wurde genug berichtet. Er hatte Dreck am Stecken oder wie es DIE ZEIT recht schlicht zusammengefasst hat, Zitat: Ein mutmaßlicher Täter hat sich wohl deshalb erhängt, um der Scham des Prozesses zu entkommen (1).

Diese Einschätzung ist freundlich formuliert eine Unverschämtheit. Es ist ein Politikum, ein noch nicht absehbarer Skandal-Tsunami, der nicht nur die USA treffen wird. Ansonsten würde nicht, erfreulicher Weise auch über die deutschen Medien, so breit auf die Thematik eingegangen werden. Es geht bei der Betrachtung aber auch um die erwünschte Wirkung, bzw. was wird wie kommuniziert. Wer soll diskreditiert, wer geschützt werden. Daher:

Wer war Jeffrey Epstein?

Jeffrey Epsteins Berufsleben startete als High School Lehrer für Physik und Mathematik, bevor er 1976 in das Investment Gewerbe einstieg. 1982 gründete er seine eigene Vermögensverwaltung, die J. Epstein & Co, spezialisiert auf Geldanlagen für Milliardäre. Ein früher vermögender Geschäftspartner und Protegé wurde der Textil-Großunternehmer Leslie Wexner, dazu später mehr. Ab 1996 hieß sein Unternehmen The Financial Trust Co. Bis heute ist nicht schlussendlich bekannt, wodurch und durch wen Jeffrey Epstein ab den 1990ern seinen immensen Reichtum erlangte (2)(3),(4). Überhaupt besaß?

Vor allem sein Immobilienbesitz (in Manhattan, Palm Beach, Mexiko, Frankreich und einer privaten Insel in der Karibik) diente dem späteren System Epstein. Apartments, Anlagen, Paläste, die nachweislich nur dazu dienten, über ein perfides Konstrukt, massenhaft Minderjährige zu missbrauchen, bzw. so ekelhaft es klingt, zur Verfügung zu stellen.

Die mehr als explosive Tatsache, Epstein bewirtete, ja bediente Personen, die eindeutig nachzuweisen sind, jedoch einhellig behaupten mit den Missbrauchsvorwürfen nicht in Verbindung gebracht werden zu dürfen. Es geht um Prominenz der A-Liga aus den Bereichen der US-Politik,

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Tagesdosis 13.8.2019 – Ein überwältigend freundliches „Ami go home!“ | KenFM.de

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13-08-19 01:54:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Es gibt sie noch, die Nachrichten und Schlagzeilen, die richtig gute Laune machen. Zumindest mir ging es so, als ich letzte Woche auf „Spiegel Online“ lesen konnte: „US-Botschafter Grenell droht Deutschland mit Truppenabzug“ – und dann auch in der Süddeutschen Zeitung: „USA drohen erneut mit Truppenabzug aus Deutschland“.

Ja was war denn da los? Ich war noch in den Ferien, halbwegs offline, und hatte die Nachrichten nicht regelmäßig verfolgt. War etwas so Entscheidendes passiert, dass der US-Botschafter nicht mehr an sich halten konnte und derart dramatische Drohungen loslassen musste? Nein, es war gar nichts passiert, es herrschte mehr oder weniger Sommerloch an der Nachrichtenfront. Der Grund für Grenells Drohung war nicht mehr als ein bisschen Agenda-Setting und Stimmungsmache für die anstehende Europareise von Donald Trump:

„Es ist wirklich beleidigend, zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden“, hatte der Botschafter gegenüber der Deutschen Presse Agentur bekundete. Zuvor hatte seine Kollegin in Polen, Georgette Mosbacher, schon getwittert: „Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der Nato. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“

Wieder einmal geht es um die ominösen 2% vom Bruttosozialprodukt, die die Mitgliedsstaaten der Nato für Aufrüstung ihrer Armeen ausgeben sollen – ein „Richtwert“, der bei einer Nato-Tagung im Jahr 2002 aus dem Hut gezaubert wurde, der aber weder rechtlich, noch sonst irgendwie verbindlich ist. Schon gar nicht existiert eine „Zahlungsverpflichtung“ wie die polnische US-Botschafterin behauptet. Auch hat der Bundestag nie einen Beschluss darüber gefällt, 2% des BIP für Aufrüstung auszugeben – und eine politische Debatte darüber, ob nicht auch 0,6 % ausreichen würden, wie in Österreich – oder 0,34 % wie in Irland, wurde nie geführt.

Sind den Schweizer Eidgenossen ihre Landesgrenzen so wenig wert, dass sie nur schlappe 0.7 % ihres Brutto-Inlandprodukts für deren Verteidigung ausgeben? Sitzen Iren und Österreicher*innen nächtens verängstigt in ihren Kellern,

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Tagesdosis 12.8.2019 – Taumelndes Finanzsystem: Die Manipulation zeigt Folgen | KenFM.de

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12-08-19 02:04:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Betrachtet man die Entwicklung der globalen Finanzmärkte in den vergangenen zehn Jahren aus der Sicht der Mainstream-Medien, so könnte man meinen, die Welt sei in bester Ordnung. Die Zahlen und Fakten, mit denen sie ihre Einschätzung belegen, scheinen ihnen sogar Recht zu geben:

Seit der Krise von 2007/08 hat die Welt den längsten Börsenboom aller Zeiten erlebt, die Beschäftigungszahlen sind hoch, die Inflation ist niedrig und der Konsum ganz offenbar ungebrochen.

Trotzdem mehren sich zurzeit die Anzeichen, dass es im System brodelt. Daher lohnt es sich, die Angaben der Mainstream-Medien zu hinterfragen. Wer das tut, wird sich wundern, denn bei näherem Hinsehen erscheinen sie in einem ganz anderen Licht – und lassen vor allem nichts Gutes für die Zukunft erwarten.

So handelt es sich beim längsten Börsenboom in der Wirtschaftsgeschichte keinesfalls um ein Zeichen der Stärke des Systems, sondern eher um das Gegenteil: Der Boom ist nämlich mit der schwächsten Wirtschaftserholung aller Zeiten einhergegangen und wäre ohne die Manipulation durch die Zentralbanken nicht möglich gewesen.

Wären nicht Unmengen an Geld aus dem Nichts geschaffen und zu immer niedrigeren Zinsen an Großinvestoren vergeben worden, hätten diese das Geld nicht in die Finanzmärkte pumpen und so für das größte Missverhältnis sorgen können, das es jemals zwischen Realwirtschaft und Finanzsektor gegeben hat.

Dieses Missverhältnis aber zeigt jetzt seine Wirkung, denn die Welt rutscht seit Jahresanfang in eine Rezession, deren Auswirkungen nur durch genau die Maßnahmen gemildert werden könnten, die die Zentralbanken in den letzten zehn Jahren im Übermaß angewandt haben: Gelddrucken und Zinssenkungen.

Die EZB zum Beispiel hat zwischen März 2015 und Dezember 2018 mehr als drei Billionen Euro geschaffen und die Zinsen bis auf Null gedrückt. Um sich der Rezession entgegenzustemmen, müsste sie jetzt noch mehr Geld erzeugen und die Zinsen deutlich in den Minusbereich absenken. Das aber würde einerseits das Vertrauen in den Euro untergraben und andererseits das klassische Bankgeschäft, die Kreditvergabe, endgültig zerstören und die Banken so noch stärker in die Finanzspekulation treiben.

Aber selbst wenn die EZB aus purer Verzweiflung zu diesen Maßnahmen greifen würde – der gewünschte Effekt,

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Tagesdosis 10.8.2019 – Greenwashing: Täuschen, Tarnen und Vertuschen mit PR | KenFM.de

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10-08-19 06:12:00,

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Wie sich Großunternehmen wie Nestlé aus ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung stehlen.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Nachhaltigkeit, CO2, Klimadebatte: Während Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit noch die Frage beschäftigt, ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht, reiben sich Konzerne wie Nestlé längst die Hände. Sie springen auf den ökologischen Themenzug auf und polieren ihr angekratztes Image auf – und zwar sehr erfolgreich. Vergessen ist der Skandal um schädliche Babynahrung, abgeholzte Regenwälder bei der Palmölherstellung, verdurstende und verhungernde Kinder in Afrika oder Dürre in Pakistan, sobald man am Samstag den Wocheneinkauf für die Familie erledigt. Das Geheimrezept zur Öko-Amnesie ist eine PR-Strategie: Greenwashing.

„Nein Jean-Luca, das haben wir dir doch schon erklärt: Das ist ein Schoko-Keksriegel und ein Wasser von Nestlé. Das kaufen wir nie wieder. Das sind ganz böse Menschen, die reich dadurch werden, dass in Afrika Kinder verdursten, die so alt sind wie du. Die geben nicht einmal den Arbeitern in ihren Fabriken dort genug Wasser, so geizig sind die. Willst du außerdem schuld daran sein, dass es den Regenwald, in dem Mogli und Balou wohnen, bald nicht mehr gibt? Nur weil die Schokolade, die du dir kurz in den Mund steckst, so schön cremig ist? Nein und nochmals Nein.“

Solche oder ähnliche Sätze hört man an der Kasse im Supermarkt selten Eltern zu ihren Kindern sagen.

Dabei ist der Film, in dem das Geschäft von Nestlé mit Trinkwasser dokumentiert wird, bereits aus dem Jahr 2012: „Bottled life: Flaschenwahn statt Wasserhahn.“ (1) Weiter wurde Nestlé auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bekannt: In der ARD-Mediathek gibt es unter anderem, seit 2015 und immer noch verfügbar, eine Sendung namens „Der Montags-Check“, in dem es eine Reihe an kritischen Beiträgen mit dem Titel: Der Nestlé-Check gibt. (2)

Sogar ein Magazin der Handelsblatt Mediengruppe, welches die wirtschaftliche Jugend ansprechen möchte, das „Orange Handelsblatt“ titelte am 5. Juni 2019 provokant: „Warum Nestlé so unbeliebt ist“ (3) und erinnert noch einmal an sämtliche Skandale des Konzerns mit Hauptsitz in der Schweiz: Regenwald-Rodung für den Palmölanbau in Indonesien,

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Tagesdosis 9.8.2019 – Geschäftsmodell Klima | KenFM.de

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09-08-19 09:40:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Tatsächlich war die so genannte „Klimadebatte“ früher einmal wissenschaftlich, bis sie spätestens Anfang der 1990er Jahre im Rahmen der engen Fokussierung auf CO2 als Hauptverursacher des Klimawandels erst politisiert und dann finanzialisiert wurde. Führende Leute des US-Establishments, allen voran Bill Clintons Vizepräsident Al Gore, entdeckten, dass man aus dieser neuen Masche viel politischen Honig und noch mehr finanzielle Vorteile ziehen konnte. Nicht lange nach Al Gore`s Abgang aus dem Weißen Haus 1991  (Korr. des Autors: es handelt sich um das Jahr 2001) hatte er seinen eigenen Umwelt Hedgefonds gegründet und zusammen mit anderen Prominenten wie z.B. mit dem berüchtigten Hedgefonds-Spekulanten George Soros in CO2-Zertifikate investiert, um dann an den neuen Klimabörsen zu zocken und um mit der „Rettung des Klimas“ Millionen zu scheffeln.

Dazu zitierte „Das Handelsblatt“ vom 5.9. 2010 den Großinvestor Soros, der sich „nicht zufällig den Emissionshandel als Spekulationsziel ausgesucht“ habe. Denn dieser Markt, so schwärmte Soros, sei „wenig transparent und anfällig für Manipulationen“. Wörtlich sagte der Großspekulant: „Deshalb ist er (der CO2 Emissionshandel) so beliebt bei Finanztypen wie mir.“

Weiter führt das Handelsblatt aus, dass Top-Klimaretter Gore Mitgründer der Vermögensverwaltungsfirma „Generation Investment Management“ war, für die er damals allein mit einem Fonds fünf Milliarden Dollar eingesammelt habe. „Er investiert nicht nur in Windräder, Solarzellen und CO2-Zertifikate, sondern auch in Allerweltsunternehmen wie Nestlé oder den Autozulieferer Johnson Controls, die besonders nachhaltig wirtschaften sollen. Bei Fonds mit grünem Label ein durchaus gängiges Verfahren“, so das Handelsblatt.

Aber das war 2010; inzwischen hat Gore die CO2-Masche für sich zu einer wahren Gelddruckmaschine ausgebaut. Für US-Politiker kam Al Gore aus relativ bescheidenen Vermögensverhältnissen von nur einigen Millionen Dollar als Eigenkapital im Jahr 1992. Dank seines CO2-Geschäftsmodells war sein Eigenkapital im Jahr 2010 bereits auf über 100 Millionen gestiegen, und sich laut „Business Financial Post hatte es sich drei Jahre später, also 2013, auf weit über 200 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

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Tagesdosis 8.8.2019 – Klimaleugner, Klimagegner oder wer sind die wahren Schuldigen am Klimaumschwung? | KenFM.de

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08-08-19 02:14:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Beim Thema Klima geraten die Menschen in diesem Land aktuell, freundlich formuliert, aneinander. Widerspruch wird von der jeweiligen Seite nicht geduldet. Unteilbar ist die mehrheitliche Meinung, um das Klima stehe es nicht gut in diesem Land.

AFD PolitikerInnen, Wähler und Sympathisanten haben es gerade besonders schwer. Sie erleben nicht nur eine breite gesellschaftliche Ächtung, nein zudem müssen sie sich dem Vorwurf stellen, in doppelter Hinsicht Klimaschädlinge zu sein. AFDler unterstützen nämlich am wenigsten die These des menschengemachten Klimawandels und sorgen damit auch , neben natürlich noch anderen Themen, für ein schlechtes gesellschaftliches Klima.

Laut Umfragen aus dem Mai diesen Jahres, denken 35% der AFD-Wähler, dass der Mensch nicht für den Klimawandel verantwortlich ist (1). Das bedeutet zwar, dass knappe 60% das Gegenteil denken, aber alles was AFD Meinung ist, muss für dunkle Wolken am Himmel sorgen.

Viele Menschen, speziell die Journaille und der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk, rätseln und mutmaßen, über den stetig wachsenden Erfolg der Partei, dem Zuspruch für die AFD. Favorisiertes Gegenwartsargument der Stunde – der Ossi ist schuld. Wer sonst? Zudem muss noch abschließend geklärt, bzw. erklärt werden, worin sich die Gründe für den Zuspruch im Osten des Landes finden.

Kuriosum? Es mutet skurril an, das ein geringer Prozentsatz von Ostdeutschen verurteilt wird, eine westdeutsche Partei zu wählen. Die AFD eine Ost-Partei, die jedoch eine eindeutige West-Partei darstellt. Seit ihrer Gründung im Jahre 2013 in Berlin, ist diese Partei annähernd zu 100% in der Führung mit Westdeutschen besetzt, bzw. im Bundestag und Öffentlichkeit vertreten: Meuthen, Weidel, Höcke, Gauland, von Storch, Pazderski, Junge, Gottschalk, Friedhoff, Glaser, Kalbitz, Höchst, Curio. Hampel (2). Ja, Urban in Sachsen einer der wenigen Ostdeutschen in Spitzenposition. Warum, wieso trotzdem der Erfolg im Osten des Landes?

Ein Artikel in der TAZ vom Dienstag dieser Woche könnte Aufklärung leisten. Geschrieben von Udo Knapp, einem ehemaligen SDSler, dann Grünen und schlussendlich SPDler, zeigt er aber vor allem, wie tief die Gräben, das Unverständnis einander, auch noch im 30.

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Tagesdosis 6.8.2019 – Die totalitäre Vision | KenFM.de

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06-08-19 12:13:00,

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Der Internationale Währungsfonds plant, schrittweise den vollüberwachten Zahlungsverkehr einzuführen und Bürger zukünftig für Bargeldzahlungen zu bestrafen.

Ein Kommentar von Norbert Häring.

500-Euro-Scheine werden nicht mehr angenommen. Flugreisen und Mietwagengeschäfte sind nur noch per Kreditkarte möglich. Artikel preisen aufdringlich die bargeldlos lebenden Schweden und geißeln die Deutschen für ihr peinliches Hinterherhinken in Fragen modernen, „smarten“ Zahlungsverkehrs. Jungdynamiker reichen in der Werbung für jedes Bier routiniert die Karte über den Tresen, und anständige Menschen zahlen heutzutage ohnehin nur noch „mit ihrem guten Namen“.

Merken Sie was? Uns soll auf Biegen und Brechen eine Welt ohne Bargeld aufgezwungen werden. Ein neues Empfehlungspapier des Internationalen Währungsfonds (IWF) enthält Tipps, wie Banken die Verbraucher „unauffällig“ dazu überreden können. Der Grund für den ganzen Aufwand? Raten Sie! Lückenlose Überwachung des Zahlungsverkehrs und mehr Spielgeld für die dubiosen Finanztransaktionen der Banken.

Unter dem Vorwand, die Wirkungsmacht der Geldpolitik bewahren zu wollen, hat der Internationale Währungsfonds (IWF) ausführliche Empfehlungen veröffentlicht, wie Notenbanken den Bürgern das Bargeld entziehen oder madig machen können. Es ist bereits mindestens die dritte Studie dieser Art in den letzten zweieinhalb Jahren. Erst vor einigen Monaten hat eine hochrangige Managerin der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einer IWF-Beraterin ein ähnliches Papier verfasst.

Christine Lagarde, die IWF-Chefin, unter der all diese Papiere entstanden sind, wird in wenigen Monaten als neue Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) vereidigt.

Ich spreche von den Erfordernissen einer wirksamen Geldpolitik als Vorwand, weil sich der neuerliche Vorstoß gegen das Bargeld in die Strategie zur trickreichen Bargeldbeseitigung einfügt, die in einem IWF-Papier aus dem Jahr 2017 beschrieben ist. Es lohnt sich, dieses zur Einordnung kurz zu rekapitulieren:

In „The Macroeconomics of De-Cashing“ wird das Ziel der Bargeldbeseitigung vorausgesetzt und die geldpolitischen Konsequenzen sind dabei nur manche von vielen. Der IWF empfiehlt darin Regierungen, die Bargeld beseitigen wollen, mit harmlos erscheinenden Schritten anzufangen.

Man könne zum Beispiel mit der Abschaffung von großen Geldscheinen und Obergrenzen für Barzahlungen beginnen. Es sei vorzuziehen, den Privatsektor mit harmlos erscheinenden Umstellungen vorzuschicken. Direkte staatliche Eingriffe würden angesichts der Vorliebe der Menschen für Bargeld stärker hinterfragt und die Leute könnten stichhaltige Gegenargumente vorbringen.

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Tagesdosis 3.8.2019 – Der christdemokratische Waldgipfel | KenFM.de

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03-08-19 03:52:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Der Wald ist kein Luxus. Er ist unsere Lunge.

„Jeder Baum, der eingeht, da verlieren wir einen Mitkämpfer im Klimaschutz. Denn der Wald ist nicht nur Erholungsgebiet oder auch für Artenreichtum für Tiere, für Flora und Fauna, sondern der Wald ist Kohlenstoffspeicher, ist Klimaschützer, reinigt das Wasser, die Böden sind wichtig.“ Das sagte unsere Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner. Die ehemalige Weinkönigin von Rheinland-Pfalz rief zum 1. August ihre Fachkollegen aus den Ländern zusammen (1), um im so genannten Waldgipfel über die Rettung des darniederliegenden deutschen Waldes zu diskutieren.

Allerdings waren nur die CDU-Minister eingeladen. Klar. Flüchtlinge sind ja jetzt nicht mehr das Top-Thema, mit dem man Wähler ködert, sondern die Umwelt. Und da haben geschickte Kampagnen dafür gesorgt, dass beim Thema Umwelt die Grünen als die besseren Umweltanwälte wahrgenommen werden und nicht die Christdemokraten. Und schon holt die CDU gegen die Grünen in den Umfragen wieder auf. Denn die CDU hat jetzt auch ihr Herz für die Umwelt entdeckt. Das will Frau Göring-Eckardt von den Grünen so nicht stehen lassen (2). Ihre Forderung: nicht 2.6 Prozent Urwald brauchen wir, sondern 5 Prozent!

Es ist zunächst mal gut, dass Frau Klöckner das Thema Wald wenigstens für ein paar Tage unter die fünf Top-Themen gehievt hat. Die Fakten sind tatsächlich alarmierend: allein im letzten Jahr sind 110.000 Hektar Wald in Deutschland kaputt gegangen.

Dieses Jahr sollen weitere 25.000 Hektar gestorbener Wald hinzukommen. Allein in Sachsen sind bereits in den letzten Jahren 100.000 Hektar Wald zerstört worden. Und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND spricht sogar von einem „Waldsterben 2.0“. Das Waldsterben war ja in den frühen Achtziger Jahren verursacht worden durch sauren Regen. Der BUND ist die kritische Begleitstimme im Orchester unserer medialen Umweltpolitik.

Der BUND fordert sogar 10 Prozent Urwald (3). Die Probleme, die wir uns jetzt eingebrockt haben, sind aus der Anpflanzung von industriellen Baumplantagen entstanden, vorwiegend mit Fichtenbäumen. Fichten gehören nach Skandinavien oder nach Sibirien. In Deutschland war früher die Rotbuche zuhause,

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Tagesdosis 2.8.2019 – Entlarvung der CO2-Jünger | KenFM.de

02-08-19 12:53:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Das Glaubensbekenntnis der falschen CO2-Propheten wird immer stärker durchlöchert. Entsprechend nervöser und hysterischer sind die Aufschreie der CO2-Klima-Blockwarte, die mangels besserer Argumente glauben, sie könnten mit persönlichen Beleidigungen der „Klima-Leugner“ als „rechts“ oder gar als „Klima-Nazis“ punkten. Auch an der kürzlich veröffentlichten Studie der vier Klimaforscher V.V. Zharkova, S. J. Shepherd, S. I. Zharkov und E. Popova, die an den Universitäten Northumbria, Bradford, Hull und Moskau beschäftigt sind, wird die CO2-Glaubensgemeinschaft wieder schwer zu knabbern haben. Sie sagte nämlich eine Mini-Eiszeit voraus.

Aber im Unterschied zu den unbewiesenen, empirisch nicht nachgewiesenen Annahmen und Vermutungen des CO2-Computermodells, haben die vier Autoren der neuen Studie unter Zugrundelegung echter, empirischer und historischer Klimadaten, unterschiedliche, von der Sonne beeinflussten Zyklen entdeckt und angewandt.

Diese Zyklen sind eine Kombination von sich wiederholenden Sonne- und Erdbewegungen, die sich auch im Laufe der letzten Tausend Jahre real nachweisbar auf das Klima auf unserem Globus ausgewirkt haben. Um das zu beweisen, haben die vier Forscher mehrere dieser ineinander verwobenen Zyklen in ein Klimamodell eingebaut, das für die Vergangenheit erstaunlich genaue Ergebnisse geliefert hat. Daher könnte dieses Modell auch einen einigermaßen genauen Blick in die Zukunft erlauben, solange sich die Zyklen nicht durch einmalige Einwirkungen von außen verändern.

Das Klimamodell der vier Forscher, das unter anderem auf Sonnenaktivitäten, Magnetismus und Umlaufzyklen basiert, ist natürlich weitaus komplexer, als die absurde, derzeit sakrosankte Annahme, dass das Klima nur von genau einer Variablen, nämlich von CO2 und folglich vom Menschen beeinflusst wird.

Die Studie heißt: “Oscillations of the baseline of solar magnetic field and solar irradiance on a millennial timescale”.  (Schwingungen der Basislinie des solaren Magnetfeldes und der solaren Bestrahlungsstärke auf einer tausendjährigen Zeitskala). Sie wurde am 24. Juni erstveröffentlicht (1).

Allerdings darf man gespannt sein, wie lange es dauert, bis die Hohen Priester der CO2-Sekte auch dieses Studie als „rechts“ oder als AfD-afin und daher als unseriös zurückweisen. Dafür genügt schon, wenn ein einziger AfD-Sympathisant die Studie positiv beurteilt. Denn wenn ein erstmal erkannter „Klima-Nazi“ zwei plus zwei zusammenrechnet,

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Tagesdosis 1.8.2019 – Deutschland, ein zerrissenes Land | KenFM.de

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01-08-19 04:29:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Sie kennen diese Redensart: das Tischtuch ist endgültig zerschnitten? Man könnte auch schreiben zerrissen. So empfinde ich die Diskussion, rund um den schockierenden Vorfall vom Montag dieser Woche.

Ein Mensch bringt einen Menschen um – richtig? Nein?

Ein Erwachsener bringt ein Kind um – richtig? Nein, zu wenig?

Ein afrikanischer Erwachsener bringt ein deutsches Kind um? Besser?

Diese Tat macht für einen Moment fassungslos. Nachvollziehbar beginnt umgehend eine bundesweite Diskussion. Große Teile der Gesellschaft sind geschockt. Wollen verstehen, Gründe erfahren, Details, auch Urteile aussprechen. Individuelle Intentionen schaukeln sich, bevorzugt aktueller Umgangsformen im Internet, in bekannte Höhen. Man übertrifft sich in ersten Einschätzungen, Mutmaßungen, Forderungen und dem Ruf nach Konsequenzen, bei jeweiligen Blickwinkeln.

Nun sind alle emotionsfrei Interessierten inzwischen etwas schlauer, als am Montag. So waren der Junge und seine Mutter gerade auf dem Weg in den Urlaub (1). Der Täter kommt gebürtig aus Eritrea, war aber aufgrund von Vorfällen in der Schweiz, wo er seit 2006 lebte, zur Fahndung ausgeschrieben. Dort lebte er, mit offizieller Duldung, Frau und drei Kindern. Er sei in letzter Zeit psychisch auffällig gewesen. Eine erste Untersuchung soll nun die kommenden Tage diese Hinweise genauer klären (2). Warum er nach Deutschland reiste ist weiterhin unbekannt.

Obliegt nun die aktuelle hitzige Diskussion dem Alter des achtjährigen Opfers? Der Tatsache, dass es in den letzten Jahren zu mehreren Ereignissen ähnlicher Tragik, d.h. mit und ohne Todesopfern kam oder erfolgt schlicht ein individueller Reflex, entsprechende Sichtweisen verteidigen, bzw. aussprechen zu müssen? Wer unterstützt, bestärkt die Meinungsbildung? Inwieweit haben die Medien erneut entsprechende manipulative Mitschuld an dem argumentativen Riss durch unsere Gesellschaft?

Das die BILD-Zeitung in den letzten Tagen schlicht ihren Job machte, weil Tod, Blut und Elend ihr elendiges Geschäft seit Jahrzehnten darstellt, sollte nun nicht überraschen. Das Die Zeit ihren Artikel: Der Todesstoß…Wer ist dieser Mann? hinter die Bezahl-Schranke legt, ihre Entscheidung. Es zeigt sich aber die Gefahr, die ausgeht von einer inzwischen einheitlichen Zeitungswelt.

Eine DPA-Meldung beherrschte die Google-Recherche Darlegung.

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Tagesdosis 31.7.2019 – Immer wieder Krieg und Frieden | KenFM.de

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31-07-19 02:38:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen  – Helmut Schmidt

Die USA haben im Irankonflikt ein förmliches Ersuchen an die Bundesregierung geschickt. Man kann davon ausgehen, dass die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer diesem Ersuchen einer Beteiligung der Bundeswehr folgen wird. Außer die Partei Die Linke sind alle Parteien des Bundestages NATO-affin. Sogar die Partei die Grünen sind mit einem Bundeswehreinsatz, wenn er der Deeskalation nutzt, einverstanden. Offiziell nennen die USA diese Mission eine Schutzmission im persischen Golf, um iranische Aggressionen zu bekämpfen. Die Bundesregierung hingegen meint, dass man die Freiheit der Seefahrt dort schützen solle. Nach dem Amtsantritt des neuen britischen Premierministers Boris Johnson will dieser jedoch einen europäisch geführten Einsatz, den er am Liebsten von den USA unterstützt sehen will.

Was die neue Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, will, kann man sich denken. Der Kurs heißt Frieden, schrieb einst ein deutscher Kanzler. Das ist lange her. Zu lange, als dass diese Verpflichtung der jüngeren deutschen Geschichte noch im öffentlichen Interesse oder Gedächtnis zu finden ist. Ein klares Nein zu Bundeswehreinsätzen hat es lange gegeben. Deutschland, wie auch die EU oder die USA, befinden sich im Zangengriff des Neoliberalismus und kommen dort auch in naher Zukunft nicht einfach so raus. Zu eng ist die Beziehung zum Geld gewachsen, als dass man selbst noch merkt, das man nicht das Geld dirigiert, sondern das man vom Geld regiert wird. Die Kriege nach dem Jahrhundertverbrechen vom 11. September 2001 haben diese Welt weiter und tiefer in Richtung Wir gegen den Rest der Welt festgezurrt.

Osama bin Laden ist tot. Im Meer versenkt. Beweise dafür gab es für die Öffentlichkeit nie. Wer weiß von den heute fünfundzwanzigjährigen, dass selbst im Steckbrief des FBI nie die Rede davon war, dass dieser Osama bin Laden wegen der Jahrhundertanschläge angeklagt wurde? Immer mehr wird vergessen. Und so formt sich die Welt einer neuen Generation, die sich erst einmal mit diesen Lügen abfinden müsste, von denen sie im Großen und Ganzen noch nichts weiß. Vielleicht vereinzelt,

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Tagesdosis 29.7.2019 – Iran: Provokationen demnächst mit deutscher Beteiligung? | KenFM.de

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29-07-19 04:05:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am vergangenen Mittwoch soll Bundesaußenminister Maas bei einer Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses erklärt haben, die Bundesregierung sei bereit, sich an einer Marine-Mission im Persischen Golf zu beteiligen. Da auch die neue Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer einen solchen Einsatz bisher nicht grundsätzlich ausgeschlossen hat, ist es gut möglich, dass der Bundestag noch in seiner Sommerpause darüber entscheiden muss. 

Auch wenn die Beteiligung der Bundeswehr als „Aufklärung im Rahmen einer Mission der Willigen“ heruntergespielt würde, was zu erwarten ist, trügen die Abgeordneten mit einem „Ja“ aktiv dazu bei, den gefährlichsten Konflikt, den die Welt derzeit kennt, weiter anzuheizen. 

Zwischen den USA und Großbritannien scheint es dabei seit kurzem eine Art Arbeitsteilung zu geben: Während Großbritannien unter einem fadenscheinigen Vorwand einen iranischen Tanker vor Gibraltar gekapert und daraufhin die erwünschte Reaktion seitens des Iran erwirkt und publizistisch weltweit ausgeschlachtet hat, haben die USA in der vergangenen Woche – von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbemerkt – zum ersten Mal seit 16 Jahren ein Militärkontingent nach Saudi-Arabien entsandt. 

Zwar handelt es sich nur um 500 Soldaten, doch ihre Rolle dürfte mehr als brisant sein: Nahost-Experten zufolge sollen die Spezialkräfte die Prinz-Sultan-Luftwaffenbasis in der Nähe der Hauptstadt Riad auf den möglichen Einsatz einer Luftstaffel vorbereiten. Die Basis hatte von 1991 bis 2003 Tausende von US-Truppen und Staffeln von Düsenjägern beherbergt, die den Irak u.a. im Rahmen der Operation Desert Storm bombardierten. 

Auch in den übrigen Ländern des Nahen Ostens laufen die Kriegsvorbereitungen auf Hochtouren. Im Mai hatte das US-Verteidigungsministerium die Entsendung des Flugzeugträgers Abraham Lincoln und einer Bomberstaffel autorisiert, im Juni dann die Stationierung von 2.000 Soldaten an verschiedenen nicht näher genannten Orten verfügt.

Für die USA geht es im Iran-Konflikt im Grunde um alles: China, inzwischen weltweite Handelsmacht Nr. 1, hat 2013 mit dem Bau der Neuen Seidenstraße ein Großprojekt gestartet, bei dem der Iran auf Grund seiner Lage und seiner Bodenschätze eine entscheidende Rolle spielt – einerseits als Brückenkopf zwischen Asien und Europa und andererseits als Energielieferant. 

Die Schaffung eines solchen eurasischen Wirtschaftsraumes wäre das sichere Ende der globalen US-Vorherrschaft,

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Tagesdosis 27.7.2019 – Aufstand in der Christopher Street | KenFM.de

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27-07-19 01:11:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner aka Prinz Chaos.

„In der schwarzen Bürgerrechtsbewegung rannten wir vor der Polizei. In der Friedensbewegung rannten wir vor der Polizei. Aber in dieser Nacht rannte die Polizei vor uns davon, vor uns, vor den Niedrigsten der Niedrigen. Und es war fantastisch.“

Das sagt der Aktivist John O’Brien rückblickend über jene Nacht der Nächte in der Christopher Street in New York City. Jene Nacht des 28. Juni 1969, als eine Polizeirazzia in der Bar „Stonewall Inn“ mit wütendem Widerstand beantwortet wurde, der in einen mehrtägigen Riot eskalierte.

Seymour Pine, Deputy Inspector der „Sittenabteilung“ der New Yorker Polizei, hat es auf der Gegenseite so erlebt:

„Wir hatten keine ausreichende Truppenstärke. Und die Truppen auf der anderen Seite kamen heran als wäre es ein Krieg. Und das genau ist es auch gewesen: es war ein Krieg!“

Flaschen flogen. Steine flogen. Gefangene wurden wieder befreit. Drei Tage und Nächte währten die Straßenschlachten im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Auf der einen Seite die Polizei. Auf der anderen Seite eine buntscheckige Menge von Leuten aller erdenklichen Hautfarben und sexuellen Identitäten, deren Wut über die ständigen Schikanen der Polizei, über den Moralterror der bürgerlichen Gesellschaft und die allgegenwärtige Diskriminierung ihrer Liebe endlich auf die Straße brach.

Drag Queens, lesbische Frauen, schwule Männer, Transgender, Stricher – alles, was nicht in die rigiden Moralvorstellungen dieser Zeit passte, hatte sich im Stonewall Inn gefunden gehabt.

Das Stonewall Inn war keine ideale Heimat. Der Laden war ein mieser Abzockschuppen, kontrolliert von der örtlichen Mafia, die bei den regelmäßigen Razzias mit der Polizei zusammenarbeitete.

Aber dieser miese Mafiaschuppen war auch ein echter Freiraum. Es war so ziemlich der einzige Ort im damaligen Amerika, wo Männer mit Männern tanzen konnten und Frauen mit Frauen, wo gleichgeschlechtliche Liebe und Leben außerhalb der Geschlechterdefinitionen sich offen zeigen konnte.

Im Verlauf des 28. Juni 1969 stand das Stonewall Inn dann irgendwann in Flammen. Die Polizei hatte sich zuvor darin vor der wütenden Menge verbarrikadiert.

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Tagesdosis 26.7.2019 – Sommerhitze kein Grund zur Klima-Panik | KenFM.de

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26-07-19 01:44:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

CO2, Co2, Co2, Wir sind auf dem Weg in den Untergang, nicht erst Übermorgen, sondern jetzt. Wir stehen am Rande des Abgrunds. Die Panik greift um sich. Wir alle müssen Handeln, sofort, um das Klima zu retten. Niemand darf abseits stehen. Verwerfliche Individuen, die sich nicht beteiligen, sind eine akute Gefahr für die Allgemeinheit. Sie müssen an den Pranger gestellt und gesellschaftlich geächtet werden. Sie dürfen keine Artikel mehr schreiben oder Reden halten. Für die Rettung der Welt müssen sie medial neutralisiert werden.

Wie im tiefsten Mittelalter, als griechische Lehrbücher über Mathematik und Physik unter dem Gejohle der Gläubigen als Hexenwerk verbrannt wurden, werden auch heute andere Meinungen über die möglichen Ursachen des Klimawandels nicht mehr toleriert. Damals wurden Gottesleugner von der kirchlichen Inquisition bei lebendigem Leib verbrannt, heute unternehmen die fanatisierten Anhänger der politisch zunehmend mächtigen Anti- CO2-Sekte mit Hilfe geneigter Medien, Politiker und wirtschaftlicher Profiteure alles, um Klimaleugner (wie sich die Sprache gleicht) beruflich und gesellschaftlich zu ächten.

In der Tat haben wir es hier mit einer neuen Religion zu tun. Das Glaubensbekenntnis „CO2, CO2, CO2 ist die alleinige, die größte Todsünde“, wird von den jugendlichen Jüngern und Schwestern der neuen Kind-Göttin Greta jeden Freitag vor allem auf den Straßen Deutschlands mit großer Inbrunst in die Welt posaunt. Ein – vielleicht etwas übereifriger – Bischof hat Greta sogar als neue Heilsbringerin mit Jesus vergleichen (1).

Selbst höchste Würdenträger aus Politik und Gesellschaft, unser Bundespräsident mit eingeschlossen, sind schon zu Greta gepilgert für ein Publikumswirksames, gemeinsames Foto und um sie natürlich um Rat beim CO2-Problem zur Rettung unseres Planeten zu bitten. Guten Rat gibt das gesalbte Kind denn auch gerne. Wenn sie nicht gerade mehr Atomstrom aus CO2 freien Atomkraftwerken fordert besticht die Kind-Göttin in ihrer unendlichen Weisheit mit tiefsinnigen Worten wie „Alles ist möglich“. Das trifft in der Tat auf den Wahnsinn und Aberwitz zu, der heutzutage in unserem Land von einer wachsenden Zahl von Menschen für normal, bzw. für gute Politik gehalten wird.

Auch das Argumentationsmuster der neuen anti-CO2-Sekte gleicht dem der christlichen Religion mit seiner Eschatologie,

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Tagesdosis 25.7.2019 – Von alten Mauern, neuen Gräben und dem andauernden Treuhand-Trauma | KenFM.de

tagesdosis-2572019-–-von-alten-mauern,-neuen-graben-und-dem-andauernden-treuhand-trauma-|-kenfm.de

25-07-19 01:52:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Noch vor der Wiedervereinigung nutzte der damalige westdeutsche Bundeskanzler Helmut Kohl die bekannte Taktik der wohlformulierten Wahlkampflüge, heutigen Bürgern mehr als vertraut. Das besondere, er sprach als West-Wahlkampfhelfer für die damalige Ost-CDU, also auf dem Boden der DDR. Bei einer Rede im Dresden des Jahres 1990, leicht abgewandelt seiner Rede aus dem Jahre 1989, formulierte er folgende Sätze:

Selbstbestimmung heißt für uns, auch in der Bundesrepublik, dass wir ihre Meinung respektieren. Wir wollen und wir werden niemanden bevormunden, wir respektieren das, was sie entscheiden für die Zukunft des Landes (1).

Da applaudierten und jubelten die Noch-Bürger der DDR, zumindest die Zuhörer und sahen die Sonne am Horizont aufgehen. Sie deuteten diese freundlichen Worte jedoch vollkommen falsch, da sie die Substanz nicht erkannten. Es sollte bekannter Weise anders kommen.

Wie extrem die Einflussnahme aus dem Westen an die Ost-Parteikollegen der CDU ausfiel, wie massiv sich die Manipulation und damit auch die Einschränkung, bzw. Chancengleichheit gegenüber den anderen Parteien darstellt, sollte bedacht werden. Wer heute von den ersten freien demokratischen Wahlen in der DDR fabuliert, sollte folgende Zahlen im Kopf haben:

„Insgesamt wurden rund 40 Millionen DM für den parteipolitischen Werbefeldzug in der DDR verausgabt, davon ein beträchtlicher Teil aus Steuermitteln der Bundesbürger. (…) 100.000 Schallplatten und Kassetten mit drei Reden Helmut Kohls (…) wurden teils im Einzelversand nach drüben geschickt, teils bei Kohls Wahlkampfauftritten direkt unter seine Leipziger und Erfurter Fans verteilt. (…) In Erfurt beispielsweise haben hessische CDUler, die mit acht Omnibussen angekarrt wurden, in einer einzigen Nacht 80.000 Plakate geklebt. (…) (2).

Es lohnte. Wenige Tage vor der Wahl, am 06.März 1990, überrumpelte Helmut Kohl die Westpolitik mit seiner Idee einer Wirtschafts – und Währungsunion. Am 18. März des Jahres stimmten, auch dadurch manipuliert, 48,0 % der DDR Bürger für die Parteien der Allianz für Deutschland, bestehend aus der DA, der DSU und der CDU-Ost (3). Die CDU-Ost erhielt nicht überraschend davon 40% der Stimmen.

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Tagesdosis 24.7.2019 – Das Münchhausen-Prinzip | KenFM.de

tagesdosis-2472019-–-das-munchhausen-prinzip-|-kenfm.de

24-07-19 11:15:00,

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Die Lügensucht im Dienste der Icherhöhung.

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Man kann nicht sagen, dass in den letzten Tagen wenig geschehen ist. Ursula von der Leyen ist zur Kommissionspräsidentin der Europäischen Union gewählt worden. Annegret Kramp-Karrenbauer, die CDU-Vorsitzende und mögliche Kanzlerkandidatin 2021 ist zur Verteidigungsministerin ernannt worden. Dann gab es da noch die Ernennung zur zukünftigen EZB-Chefin Christine Lagarde, der 2017 noch der Prozess gemacht wurde. Sie bekam aber, jetzt kommt’s, wegen ihrer Persönlichkeit keine Strafe(1). Seit dem rumorte es ein wenig beim IWF, dem internationalen Währungsfond, da man nicht so genau wusste, ob man solch eine Chefin nun behalten oder doch maßregeln sollte. Da hat sie aber Glück gehabt, dass man sie nun als Chefin für die Europäische Zentralbank vorschlug und sie dazu designierte. Ein Freudenfest für diese vier Damen, also einschließlich Madame Merkel, dürfte das sein.

Frauen sind per se eher für Frieden Aber, sind damals, zu Helmut Kohls Zeiten, nicht so viele Frauen auf die Straßen gegangen und forderten, dass man auch ihnen ein Plätzchen in die hohen Ämter der Politik zuweisen könne? Die Begründung war damals: Frauen bekämen ja Kinder und würden ganz sicher eine gerechtere und vor allem eine friedlichere Politik gestalten als die ständig voller Testosteron und Aggressivität trifenden Männer. Man dachte damals kaum daran, dass solche Ämter Frauen vermännlichen könnten und das Frauen sich entlang solcher Ämter ebenfalls wie die Männer, ihre Empathiefähigkeit wegdomestizieren lassen, wenn sie dort ankommen wollen. Gesagt getan, wie es so schön heißt. Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Annegret Kram-Karrenbauer, Christine Lagarde und viele Frauen in der Politik, nicht alle, sind im Grunde genommen Mannsbilder in ihrem Inneren geworden. Wie kann es sein, dass Menschen, die anderen etwas vorspielen, dass diese Menschen selbst anfangen an das zu glauben, was sie anderen vorspielen? Wie kann es sein, dass Menschen sich ihren eigenen Lebensplan erlügen und erschwindeln und dann sogar noch glauben, dass das ein Lebensentwurf ist, der ihr Selbst klar und deutlich widerspiegelt? Wie geht das, dass man sich belügt, es nicht merkt und glaubt, das dass das wahre eigene Leben ist?

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Tagesdosis 23.7.2019 – Apollo 11 reloaded | KenFM.de

tagesdosis-2372019-–-apollo-11-reloaded-|-kenfm.de

23-07-19 12:46:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

So fühlte es sich an, am 20. Juli 1969, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond betraten, während Michael Collins im Kommandomodul Columbia den Erdtrabanten umkreiste, um die Rückkehr der anderen beiden zu ermöglichen. 

Ich war Kind und ich war dabei. So wie 600 Millionen Menschen an den Fernsehschirmen mit mir. Diese gigantische Zahl war Thema im Fernsehen. Wo sie wohl überall waren? Ich dachte an Inder mit Turbanen und Schwarze in afrikanischen Urwäldern, das ganze Dorf schaute in meiner Vorstellung gemeinsam auf einen Schirm. Weltgeschichte wurde geschrieben, und ich durfte die ganze Nacht Fernsehen gucken, zum ersten mal überhaupt, weil es ja Weltgeschichte war. Ich hielt die Wacht, die Mondfähre war gelandet, meine Mutter war schlafen gegangen, ich sollte sie wecken, bevor die Astronauten aussteigen würden. Ich traute mich kaum auf die Toilette, ich wollte nichts verpassen. Ich versuchte zu verstehen, was ich sah. Dann kam meine Mutter wieder ins Wohnzimmer und fragte: Sind sie etwa schon ausgestiegen? Ich war erschrocken und nickte. Sie war verärgert, schickte mich ins Bett, zur Strafe, weil ich versagt hatte und ihr nicht Bescheid gesagt hatte. Ich war verwirrt und fragte mich, wie mir das passieren konnte. Ich lag weinend im Bett. Es war Weltgeschichte und ich hatte es versiebt. Aber dann kam meine Mutter ins Zimmer und sagte: „Was erzählst Du denn? Die sind doch noch gar nicht ausgestiegen. Komm mit!“ und setzte mich neben sich. Es war zu viel Weltgeschichte für meinen jungen Verstand, ich fand mich nicht wirklich zurecht. Da waren Experten in einem Studio, Günter Siefarth, Ernst von Kuon, der Name imponierte mir mächtig,  er klang nach Zukunft und König, die wussten alles, und erklärten es dem Rest der Welt. Da waren Modelle, eine nachgebaute Landefähre mit allen Knöpfen, mit Leuten in Astronautenanzügen drin, ein Mann war in Amerika am Telefon und berichtete, Werner Büdeler. Die Bilder vom Start der Saturn V waren in meinem Jungengeist eingebrannt, schwarz und weiß schob sich die Rakete nach oben, Eisplatten fielen von ihr zu Boden, und dann war da überall Feuer,

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Tagesdosis 22.7.2019 – Der Stauffenberg-Kult: Was steckt dahinter? | KenFM.de

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22-07-19 12:39:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am 20. Juli 1944 entging Adolf Hitler nur knapp einem Attentat. Eine in das Führerhauptquartier Wolfsschanze geschmuggelte Bombe explodierte zwar, verletzte ihn aber nur leicht. Der Attentäter, Oberstleutnant Claus Schenk Graf von Stauffenberg, wurde zusammen mit einigen Helfern noch in der gleichen Nacht hingerichtet. 

Aus Anlass des 75. Jahrestages des Ereignisses wurde Stauffenberg von Bundeskanzlerin Merkel vergangene Woche als Widerstandskämpfer gewürdigt. Bundespräsident Steinmeier lobte ihn als einen der „Mutigen, die nicht weggeschaut haben“ und AFD-Chef Gauland nannte Stauffenberg einen „Helden deutscher Geschichte“.

Bei so viel parteiübergreifender Einigkeit fragt man sich, wer genau dieser Mann war und vor allem, welche Eigenschaften ein Mensch besitzen muss, um im heutigen Deutschland über alle Parteigrenzen hinweg zum allgemein akzeptierten Vorbild zu werden. 

Beginnen wir mit einem Blick auf seinen Werdegang:

Stauffenberg wurde 1907 in eine bayrische Adelsfamilie geboren und trat 1926 nach bestandenem Abitur in die Reichswehr ein, in der er 1930 zum Leutnant befördert wurde. Seine politische Gesinnung beschrieb er damals mit den Worten: „Der Gedanke des Führertums… (und) der Rassengedanke… erscheinen uns gesund und zukunftsträchtig.“

1933 sprach Stauffenberg sich für Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler aus und beteiligte sich an der militärischen Ausbildung von SA-Mitgliedern, wofür er noch im selben Jahr zum Oberleutnant befördert wurde. 

In den folgenden Jahren äußerte er weder an den Nürnberger Rassegesetzen noch an den Pogromen gegen die Juden Kritik. Als im August 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, nannte er ihn „eine Erlösung“, weil Kriege für seine Familie das „Handwerk von Jahrhunderten her“ waren. 

Nach dem deutschen Einmarsch in Polen schrieb Stauffenberg in einem Brief an seine Frau: „Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht guttun.“

Auch die 1941 herausgegebene Parole von der „Endlösung der Judenfrage“ – der systematischen Ermordung aller als Juden definierten Personen in Europa – nahm Stauffenberg widerspruchslos hin. Bis 1942 unterstützte er, inzwischen zum Oberstleutnant befördert,

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Tagesdosis 20.7.2019 – Die Lüge, die infame Lüge und Bertelsmann | KenFM.de

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20-07-19 02:37:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Diese Woche hat wieder eine Krake der deutschen Politik einen ihrer Tentakel ausgefahren. Bertelsmann veröffentlichte eine Studie zur Klinikversorgung, die zu dem hübschen Schluss kam, die Hälfte aller Krankenhäuser sei überflüssig. Diese Studie wurde mit viel Getöse und öffentlich-rechtlicher Unterstützung begleitet, ist aber das, was Papiere aus diesem Haus üblicherweise sind – nichts als ein Mittel zur politischen Manipulation.

Wenn man erkennen will, auf welche Art und Weise die Demokratie in unserem Land zur Farce und die Politik zur Interessensverwaltung der Großkonzerne wird, dann muss man nur einen näheren Blick auf Bertelsmann werfen. Und das Bild des Kraken ist für diesen Konzern passgenau – er tarnt sich gut, bleibt beständig unter der Wasseroberfläche, hält fest, was er greifen kann, und verwischt seine Spuren im Notfall in einer Tintenwolke. Bertelsmann schlägt die Beraterfreunde der Frau von der Leyen, KPMG und Co., schon allein deshalb um Längen, weil es das Komplettpaket aus Lobbyismus, medialer Begleitung und letztlich ökonomischer Verwertung perfektioniert hat.

Ein Bertelsmann-Institut erstellt Studien, weitere Bertelsmann-Einrichtungen vermitteln diese (Abendessen eingeschlossen) an die Politik, Bertelsmann-Medien verbreiten diese Sicht in der Bevölkerung, andere Bertelsmann-Abteilungen formulieren die Gesetze vor, und am Schluss profitieren Bertelsmann-Töchter von der dadurch geschaffenen Lage, sichern sich Aufträge oder weiten ihre wirtschaftlichen Beteiligungen aus.

Auf diese Art und Weise kam die Republik zu Hartz IV. Über Jahre hinweg wurden durch Bertelsmann-Medien die in den USA und in Großbritannien verbreiteten ‚workfare‘-Programme beworben, Programme, die die Sozialhilfe durch die inzwischen auch bei uns bekannte Verfolgungsbetreuung ersetzten. Dann wurden die Gedanken über ‚wissenschaftliche‘ Veranstaltungen in die Politik einmassiert, bis schließlich ein Entwurf des Hauses in das berüchtigte Gesetz gegossen wurde, das die Republik mit „einem der besten Niedriglohnsektoren Europas“ (Schröder) beglückte (1). Dieses Gesetz und die daraus resultierende Verwüstung der Lebensverhältnisse haben einen entscheidenden Anteil daran, dass zwischen der Lohnentwicklung in Deutschland und der vergleichbarer Industrieländer seit Jahren eine enorme Lücke klafft. In diesem Fall muss man nicht lange nachdenken, wie der Konzern Bertelsmann davon profitiert hat.

Bertelsmann spielt übrigens nicht nur auf bundesdeutscher Ebene;

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Tagesdosis 19.7.2019 – Von der Russlandpolitik nichts Neues | KenFM.de

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19-07-19 02:08:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Wenn es um die Beziehungen der westlichen Regierungen zu Russland geht, dann kann Moskau nichts richtig machen, außer sich auf den Rücken werfen und den NATO-Hyänen den Hals anbieten, damit sie das Riesenland nach ihrem Gusto ausschlachten können. Die breite Masse des Volkes, in Deutschland ebenso wie in den meisten anderen Ländern Westeuropas, lehnt den Konfrontationskurs der NATO strikt ab, der jedoch von den meisten Regierungen der EU-Länder mitbeschlossenen wurde.

Anlässlich des deutsch-russischen „Petersberger Dialogs“ säuseln derzeit mal wieder verlogene Außenpolitiker der Berliner Koalition der Öffentlichkeit vor, dass man auf jeden Fall mit Russland im Gespräch bleiben will und muss. Das ist ein reines Lippenbekenntnis. Tatsächlich tun sie genau das Gegenteil. Zu Recht sieht daher z.B. der ehemalige CDU-Staatsekretär und Kritiker des Regierungskurses, Willy Wimmer, den „Petersberger Dialog“ als eine der vielen „obskuren Veranstaltungen zur weiteren Vergiftung der Gesprächsatmosphäre zwischen Russland und Deutschland“ (1).

Von Deutscher Seite scheinen die „Gespräche“ mit Russland nur noch in der ständigen Wiederholung der hirnrissigen Forderungen nach einem russischen Abzug von der Krim zu bestehen. Solange das nicht geschehe, würden die westlichen Sanktionen weiter bestehen, so unsere Bundesaußenpolitiker. Das ist ein Rezept, um jeden echten Dialog zu unterbinden.

Die meisten westlichen Politiker, allen voran Frau Merkel, wissen genau, dass der Kreml diese Forderung nicht erfüllen kann. Das würde nämlich bedeuten, den Willen von 95 Prozent der Krim-Bevölkerung mit Füßen zu treten. Die hatten nach dem Gewaltputsch des von den Faschisten verherrlichten „Maidan“ in einem freien Referendum ihr Votum zur Zugehörigkeit zu Russland abgegeben. Zugleich hatten sie damit der von Nazis beherrschten neuen Regierung in Kiew den Rücken gedreht.

Würde Moskau der rigorosen Forderung nach einem Militärabzug von der Krim nachkommen, dann würde die lokale Bevölkerung, die zu etwa 85 Prozent ethnisch russischer Herkunft ist, den Russen hassenden, faschistischen Milizen in die Hände fallen. Die halten in Kiew in den Machtministerien wie Militär, Geheimdienste und Polizei die zentralen Positionen weiterhin besetzt. Sie verfügen sogar über beachtliche, von den Amerikanern kriegsmäßig bestens ausgerüstete, militärisch organisierte, faschistische Kampfgruppen,

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Tagesdosis 17.7.2019 – Das Geständnis | KenFM.de

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17-07-19 01:22:00,

Es ist eigentlich kein Geheimnis, um was es sich bei der NSU-Mordserie wirklich handelt. Die einzelnen Puzzleteile findet man in einigen Medien und auf Websites von Parlamenten. Zu jeder der angeblichen NSU-Taten gibt es große Diskrepanzen zwischen dem angeblichen Tathergang und den tatsächlichen Beweisstücken — wer diese Widersprüche benennt, wird dadurch nicht zum Nazi.

Die Kasseler Problematik

Um die offizielle Theorie zu den NSU-Morden zu widerlegen, genügt es, die starken Widersprüche an einem einzigen Tatort aufzuzeigen. Die Umstände der Ermordung des Kasseler Internetcafébesitzers Halit Yozgat zeigen deutlich eine Verstrickung staatlicher Stellen in den Mordfall: Der zum Tatzeitpunkt — nach eigener Aussage vor parlamentarischen Untersuchungsausschüssen — anwesende hessische Geheimdienstler und Nazi-Verbindungsmann Andreas Temme — Spitzname „Klein Adolf“ — will nichts von dem Mord mitbekommen haben, der bei den beteiligten Behördenkreisen auch „die Kasseler Problematik“ genannt wird (9). Die schwarz-grüne hessische Landesregierung hat Akten zum Fall für 120 Jahre weggeschlossen (10).

Die Junge Welt schreibt zum „Fall Temme“ (11):

„Das Oberlandesgericht (OLG) München hält laut Beschluss vom 12. Juli 2016 für glaubwürdig, dass der als Zeuge gehörte Andreas Temme, der damals im Nebenraum saß, keine Schüsse gehört habe — ein Mann, der seine Freizeit im Schützenverein verbringt. Es hält für nachvollziehbar, dass der hessische Verfassungsschützer Temme, der kurz nach dem Mordanschlag das Café verließ, nach dessen Angaben auf der Suche nach dem jungen Besitzer, dreimal an dem Sterbenden vorbeigegangen war, ohne ihn hinter einem Tisch liegen zu sehen. Es hält für glaubwürdig, dass der rund 1,90 Meter große V-Mann-Führer weder die Blutspritzer auf dem 73 Zentimeter hohen Tisch sah, auf den er ein Geldstück für die Computernutzung legte, noch den dahinter liegenden Halit Yozgat.“

Bei der Frankfurter Neuen Presse heißt es in dem Artikel „NSU-Mordserie. Verfassungsschützer Temme: Nichts gesehen, nichts gehört.“ (12):

„Ex-Verfassungsschützer Andreas Temme war im Kasseler Internetcafé, als dessen Besitzer der NSU-Mordserie zum Opfer fiel. Doch gesehen oder gehört haben will der Mann davon nichts. Das beteuert er auch in seiner zweiten Vernehmung in Wiesbaden. (…) Im Gegenteil, von dem Mord am Donnerstag habe er erst am Sonntag durch das Lesen eines örtlichen Anzeigenblatts erfahren. Allerdings wusste Temme nach Zeugenaussagen schon einen Tag später, mit welcher Waffe das Verbrechen begangen wurde. Und das stand nicht in dem Anzeigenblatt, wie ihm die SPD-Abgeordnete Nancy Faeser vorhielt.“

Da hilft dann nur noch das Wegschließen von Akten,

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Tagesdosis 16.7.2019 – Unity 4J | KenFM.de

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16-07-19 11:11:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Am Freitagabend hat das ZDF in „Aspekte“ einen guten Beitrag zum Fall Assange gebracht. Tilman Jens hatte dafür mit Micha Sontheimer, Jacob Applebaum und mit mir gesprochen. Daniel Domscheit-Berg, der ehemalige Mitarbeiter von Wikileaks war als Studiogast geladen, meines Erachtens keine besonders gute Wahl. Er quatschte noch immer von „Aufklärungsbedarf“ wegen der Anklage aus Schweden, obwohl mittlerweile völlig klar ist, dass es keine gibt und ein schwedisches Gericht einen Haftbefehl abgelehnt hat. Aber immerhin hat sich der „Mainstream“ dem Thema einmal gewidmet, wenn auch nur – wie vor ein paar Tagen schon „Titel, Thesen Temperamente“ – auf einem Kulturkanal und spät abends wenn kaum noch einer zuschaut. Und immerhin wurden so ein paar mehr Menschen auf das kleine Buch aufmerksam („Don’t Kill The Messenger – Freiheit für Julian Assange!“), das die großen und gewaltigen Dimensionen dieses Falls verdeutlicht, die weit über die Person Julian Assange hinausgeht.

Soeben berichtet Caitlin Johnstone, deren punktgenaue Widerlegung und Zurückweisung der Verleumdungen Julian Assanges im Buch ebenfalls abgedruckt ist, dass der Twitter-Account der wichtigsten Solidariätsgruppe für ihn – Unity 4J – einfach gelöscht wurde, ohne Angabe irgendwelcher Gründe. Dasselbe passierte kürzlich auch dem alternativen Kanal Nuoviso aus Leipzig, der auf youtube über 170.000 Abonnenten hat und ohne Angaben von Gründen gelöscht wurde. Das letzte Video, das dort hochgeladen wurde, war ein Bericht des Dokumentarfilmers Norbert Fleischer, der bei einer Konferenz der UN-Menschenrechtskommission in Genf einen Vortrag zu seinem Film über die US-Drohnenzentrale Ramstein und ihre Rolle im Krieg gegen Jemen gehalten hatte. 

Diese aktuellen Fälle zeigen, dass jede Art von Dissidenz, dass abweichende und alternative Meinungen, dass an Kritik an offiziellen Verlautbarungen und Positionen bei den großen Internetkonzernen grundsätzlich nur geduldet sind – Twitter, Youtube, Google, Facebook & Co. sind keine freien und unabhängigen Plattformen, sondern Teile des militärisch-industriellen Medienkomplexes. Und wenn der Ernst macht ist umgehend Schluss mit lustig. Niemand hat ein Recht auf eine Twitter, Youtube, Google oder Facebook-Präsenz, wie jedes Privatunternehmen können sie ganz einfach Hausverbote aussprechen.

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Tagesdosis 13.7.2019 – Das Diktat der Masse | KenFM.de

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13-07-19 05:45:00,

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Wir leben in einer Anpassungsgesellschaft, in der wir statt auf unseren inneren Kompass nur noch auf die Mehrheit hören.

Von Deborah Ryszka.

„Verwirkliche dich selbst!“, lautet ein Mantra unserer Zeit, das wir sowohl im Berufsleben als auch in der Psycho-Szene wiederfinden. Doch gerade in diesem Drang nach Selbstverwirklichung sind die meisten Menschen Opportunisten. Sie tun es, weil es alle tun. Die Meinung und der Geschmack der Masse bestimmen unsere Orientierung. Überall versuchen wir uns mit den Mitteln der Selbstvermessung und Selbstoptimierung marktkonform zu machen. Digitale Technologien unterstützen diesen Prozess. Damit geben wir auch die Verantwortung für unser Leben ans Kollektiv ab. Wirkliche Individualität sieht anders aus.

Einerseits gibt es für das Individuum nichts Schlimmeres, als nicht authentisch zu sein, nicht sein eigenes, innerstes Selbst zu zelebrieren. Authentizität, das aus der Romantik stammende Ideal des Individualismus, ist für das Individuum der Ausdruck seiner Einzigartigkeit, Einmaligkeit, Besonderheit. Andererseits fühlt sich das kreischend selbstentblätternde Individuum als autonomes, unabhängig handelndes Wesen.

Für Georg Simmel, einem der Gründungsväter der Soziologie, machten Authentizität und Autonomie zwei Eigenschaften des Individualismus aus (1). Doch erst das ausgewogene Verhältnis von Autonomie, im Sinne von innerer Freiheit, der Ermöglichung einer individuellen Reflexionsfähigkeit und von Authentizität, der lebensgeschichtlichen Herausarbeitung der eigenen unverwechselbaren Eigenschaften, schaffe einen „gesunden“ Individualismus.

Gegenwärtig herrscht ein wahrer Hype um die Authentizität. Nicht authentisch zu sein, gleicht einer Sünde, fällt in die Kategorie eines gesellschaftlichen „No Go“.

Was früher der heilige Gral war, ist heute die Selbstoptimierung. Oder unverblümt gesprochen die Selbstausbeutung.

Der „neue Geist des Kapitalismus“ (2) wurde verinnerlicht, der äußere Zwang zum inneren transformiert, der Wille wurde auf Selbstausbeutung getrimmt.

Wer nicht Selbstfindungstrips und Therapeutensitzungen besucht, Techniken der Selbstvermessung und Selbstoptimierung benutzt, wird in die soziale Außenseiterecke gedrängt. Vielmehr entwickelt er Gefühle des Unbehagens und des Unwohlseins. Und weil der Selbstausbeuter nicht an ein Paradies im Jenseits glaubt, konzentriert er seine Schaffenskraft weiterhin auf seine Authentizität, oder was ihm als die „Verwirklichung“ des Selbst verkauft wird. Indem er sich dem gesellschaftlichen Willen beugt, meint er seinem wahren Selbst näher zu kommen.

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Tagesdosis 12.7.2019 – USA-Iran: Makabrer Tanz am Rande des Abgrunds | KenFM.de

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12-07-19 12:20:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Weder Trump noch Iran wollen einen heißen Krieg. Nicht nur die Weltwirtschaft, und damit auch die US-Wirtschaft, würden durch den Krieg schwer belastet werden, sondern das ohnehin wackelige, westliche Finanzsystem würde mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine zweite, noch schwerere Krise als 2008 stürzen. Das wäre Trumps Krieg und damit wären seine Aussichten auf eine Wiederwahl verpufft. Zudem hatte Trump seinen Wählern versprochen, die USA aus den Verstrickungen der Kriege im Mittleren Osten herauszulösen. Mit einem neuen Krieg gegen Iran würde er nicht nur das Gegenteil tun, sondern sein Land in einen noch viel größeren Sumpf führen, der tiefer ist als Irak und Afghanistan zusammen.

Was Iran betrifft, so will dort niemand Krieg. Das Land will unbehindert von den USA mit der Welt Handel treiben und Wachstum und Wohlstand für seine 80 Millionen Menschen mehren. Im Unterschied zu den USA, das seit seiner Gründung vor 238 Jahren mehr als 200 Kriege gegen Nachbarn und ferne Länder geführt hat, hat der Iran in dieser Zeit kein einziges Land überfallen. 

Aber der Chef der rassistischen, rechtsradikalen israelischen Regierung, Netanjahu hat seinen Wunsch nach einem Krieg gegen den Iran wiederholt bekräftig. Den Krieg sollen jedoch die USA für ihn führen und Israel will sich zurückhalten. Damit hat er sogar Aussichten auf Erfolg, angesichts der mächtigen zionistischen Lobby in Politik und Medien im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In den USA existiert seit langem das geflügelte Wort, dass „außer der Westbank in Palästina auch der US-Kongreß ein von Israel besetztes Gebiet ist“. 

Auch die neuen arabischen Verbündeten von Israel, Saudi Arabien und die anderen Feudalstaaten am Persischen Golf, die im schiitischen Iran ihren Erbfeind sehen, wollen Trump in einen Schießkrieg gegen Teheran locken. Unterstützt werden sie dabei von führenden Leuten aus Trumps eigenem Regierungsapparat, Außenminister Pompeo und Sicherheitsberater Bolton vornweg. 

Diese unheilige Allianz von Israel, Saudi Arabien und Consorten, zusammen mit den Kriegstreibern in Washington wäre sicher dazu im Stande, wenn alle anderen Mittel versagen, mit eine Angriff unter „Falscher Flagge“ den ersehnten Kriegsgrund zu liefern.

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Tagesdosis 11.7.2019 – Im Tollhaus des information-warfare | KenFM.de

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11-07-19 12:42:00,

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Ein Kommentar von Ullrich Mies.

Weite Teile der Bevölkerungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ nehmen die Herrschaftsfraktionen ihrer Gesellschaften als Krebsgeschwür wahr. In der Konsequenz zerrinnt den Regierungen die Legitimation unter den Händen. Daher betreiben sie zu Lasten ihrer sogenannten Souveräne einen immer größeren Aufwand, um die eigene formale Restlegitimation abzusichern. Dazu ist ihnen jedes Mittel Recht.

Da die Printmedien aus den unterschiedlichsten Gründen — insbesondere jedoch wegen ihres gigantischen Glaubwürdigkeitsverlusts im Nachgang zur Ukraine-Krise — immer weiter an Bedeutung verlieren, haben die Herrschenden das Internet und die alternativen Medien als große Gefahr für sich selbst erkannt. Schaut man sich beispielsweise die Entwicklung der Quartalsauflagen des vom angeblichen „Flaggschiff der Demokratie“ zum NATO-Kampf-Medium verkommenen SPIEGEL(1) der Jahre 2015 bis 2019 an, so schrumpfte die Druckauflage in diesem Zeitraum von 1,031 Millionen (1. Quartal 2015) auf 750.079 (1. Quartal 2019). Das bedeutet einen Rückgang um 27,25 %. Die Lage bei der schon immer transatlantisch positionierten konservativen FAZ sieht nicht viel besser aus, dort ging die Druckauflage von 330.455 (1. Quartal 2015) auf 245.014 (1. Quartal 2019) zurück, also um 25,86 %(2).

Bei der Konzern- und NATO-freundlichen Süddeutschen Zeitung stellt sich der schleichende Schrumpfungsprozess wie folgt dar: von 447.783 (1. Quartal 2015), auf 340.979 (1. Quartal 2019), ein Druckauflagenverlust in Höhe von 23,85 %(3).

Nicht dass die Zeitungsmacher, besser, die Eigentümer der Blätter, aus dem Schrumpfungsprozess ihrer Medien etwas gelernt und ihre politische Ausrichtung korrigiert hätten, nein! Als ideologische Kampfmaschinen des marktradikalen Kapitalismus sowie des US-, NATO- und EU-Imperialismus machen sie so weiter wie bisher. Als russophobe Überzeugungstäter und in Kooperation mit den Politkasten wollen sie den Endsieg des sozialdarwinistischen Elitenfaschismus(4) als Klassenkampf von oben sicherstellen. Sie haben Geld genug und die schrumpfenden Auflagen sind der billig in Kauf genommene Preis dieser Klassenkampfstrategie. Vor allem sind all diese Mainstream-Blätter der Echo-Raum des Herrschaftsdiskurses, in dem die politischen Entscheidungsträger darin bestätigt werden, genau so weiter zu machen, wie bisher — koste es, was es wolle. Um die verheerenden Zustände, in die uns die Herrschaftscliquen geführt haben, als unabwendbares Schicksal erscheinen zu lassen, arbeiten sie daran,

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