Tagesdosis 3.12.2019 – Der Fall Julian Assange, der Fall Hans und Sophie Scholl | KenFM.de

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03-12-19 05:00:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Seit Jahrzehnten sind Journalisten und Politiker damit beschäftigt, rückwirkend das Dritte Reich zu verhindern. Je länger es vergangen ist, um so stärker wird es bekämpft. Politiker und Journalisten reden, filmen und texten voller Entschlossenheit gegen ein System an, dass vollkommen desavouiert ist, das nicht mal seine wenigen existierenden klammheimlichen Anhänger zu loben wagen. Die sagen dementsprechend nicht: Auschwitz war gut! Sondern: Auschwitz hat es nicht gegeben. Oder: es waren nicht 6 Millionen ermordete Juden, sondern irgendwie weniger. Die wenigen, erbärmlichen Verteidiger Hitlers fangen immer wieder Scharmützel an, die sie nur verlieren können. Sie sind Looser. Aber sie sind nicht das größte Problem.

Je länger das tausendjährige Reich vergangen ist, je weniger tatbeteiligte Überlebende es noch gibt, um so stärker wird der Drang auf Seiten der Mächtigen und der Sinnproduzenten, sich von etwas zu distanzieren, zu dem sich niemand mehr bekennt, der einigermaßen bei Sinnen ist. Die Naziherrschaft dient heute der rituellen Selbstversicherung, auf der richtige Seite zu sein. Als allgemein akzeptierte Definition des größtmöglich Negativen hat sie eine gemeinschaftsbildende Funktion, die Beschwörung der Gefahr ihrer Wiederkehr erzeugt nicht wirklich Angst, sondern eher ein Wir-Gefühl. Am Hitler-Mausoleum paradieren, sozusagen, unsere Politiker vorbei, um ihre ritualisierte Empörung vorzutragen, die Weihen der größtmöglichen Distanz zu erlangen und der herrschenden Machtstruktur des Großraumes ihre Gefolgschaft zu versichern. Die Abscheu ermöglicht den Schulterschluss mit den Siegermächten des 2. Weltkrieges und des Kalten Krieges. Wenn deutsche Politiker den D-Day in der Normandie als Sieg über die NS Herrschaft feiern, aber die 27 Millionen toten Russen vergessen, die den Sieg der Alliierten erkämpft haben, wenn sie die ermordeten Juden beweinen und die ermordeten Russen ignorieren, spätestens dann wird klar, dass es nicht um eine auf Wahrheit zielende Auseinandersetzung geht, sondern um die Teilnahme an Ritualen, die symbolisch die Anerkennung des Herrschaftsanspruches der USA bedeuten. In diesem Zusammenhang kann die Distanzierung von der Naziherrschaft sogar als Begründung für die Erhöhung des Kriegsbudgets benutzt werden.

Die Regierungen nutzen die negativ-zerstörerische Energie, die das Hakenkreuz immer noch abstrahlt, als historisches Plutonium,

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Tagesdosis 30.11.2019 – Klickarbeit: ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zustände | KenFM.de

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30-11-19 01:11:00,

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Ein Kommentar von Norbert Häring.

Millionen verrichten weltweit über das Internet kleinste Jobs gegen Centbeträge. Auch in den Industrieländern wächst dieser noch kleine Arbeitsmarkt stark. Das hilft den Unternehmen, Kosten zu sparen. Für die Clickworker soll es eine gute Gelegenheit sein, mit sonst ungenutzter Zeit etwas dazuzuverdienen. Aber so läuft es nicht.

Vermittelt von Internetplattformen und Apps ist in den vergangenen Jahren ein neuer Arbeitsmarkt entstanden: Arbeiter und Auftraggeber finden dort für kleinste Jobs zusammen. Manchmal geht es nur um Minuten, die gearbeitet wird, einige Jobs lassen sich sogar in Sekunden erledigen. Gezahlt werden dann Centbeträge.

Seit Juni sollten diese Jobs eingetlich nicht mehr erlaubt sein. Das „Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch“ verbietet es, Arbeitskraft als Tagelöhner im öffentlichen Raum anzubieten, oder solche Angebote in Anspruch zu nehmen. Verhindert werden soll, dass Arbeitsschutz- und Steuergesetze unterlaufen werden. Aber für Clickwork gilt dieses Gesetz nicht. Der öffentliche Raum Internet ist nicht gemeint, nur der sogenannte „Arbeiterstrich“ auf der Straße.

Zwei Ökonominnen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) haben nun untersucht, wie sich dieser Arbeitsmarkt aus Sicht der Auftragnehmer gestaltet. Insbesondere haben Uma Rani und Marianne Furrer analysiert, wie es um die Möglichkeiten der Klickarbeiter bestellt ist, durch Erfahrung und gute Arbeit ihren Verdienst zu mehren. Hierzu gab es bisher kaum wissenschaftliche Erkenntnisse.

Die Frage ist besonders interessant, weil Plattformen wie der 2005 eingeführte Amazon Mechanical Turk oder die große deutsche Plattform Clickworker ein stürmisches Wachstum verzeichnen. Es ist daher denkbar, dass derartige fragmentierte Arbeitsverhältnisse in Zukunft einen beträchtlichen Teil des Arbeitsmarktes ausmachen.

Wenn durch Lernen im Job, Erfahrung und Reputationsaufbau viel zu holen wäre, gäbe das Grund zu der Erwartung, dass sich Arbeitsbedingungen und Bezahlung im „Crowdwork“, wie diese Arbeitsform auch genannt wird, mit der Zeit verbessern. Andernfalls wäre die Ausbreitung des Crowdwork eine sehr schlechte Perspektive für die Arbeitnehmerschaft. Denn die Bezahlung ist bisher wegen der weltweiten Konkurrenz notorisch schlecht und die ausgeschriebenen Aufgaben sind oft nervtötend einfach und monoton.

Monotones Arbeiten, weit unter Mindestlohn bezahlt

Das hat System und macht den Reiz der Klickarbeit für die Auftraggeber aus.

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Tagesdosis 29.11.2019 – China: CO2 Klima-Leugner | KenFM.de

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29-11-19 02:38:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In meiner Tagesdosis vom 22. November „Am Deutschen Klimawesen wird die Welt nicht genesen“ wurde darauf hingewiesen, dass auch China zu den Ländern gehört, die für zwei Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind, aber nicht im Traum daran denken, die westliche CO2 Klima „Wissenschaft“ ernst zu nehmen. Dafür gab es von einigen Lesern heftige Kritik.

So kommentierte z.B. ein Leser in bekannt besserwisserischem Ton, der Autor möge ihm „doch bitte Mal nur einen, wirklich nur einen chinesischen Klimawissenschaftler, Physiker, Geologen usw. nennen, der sowas sagt“, der also nicht an das vom IPCC (Internationaler Klima Rat) in die Welt gesetzte CO2-Dogma glaubt. Dieser Aufforderung komme ich gerne nach, aber nicht ohne mich zu wundern, woher dieser anscheinend feste Glauben kommt, dass China mit im CO2-Klimaboot sitzt.

Da wären z.B. fünf renommierte Erd- und Klimaforscher der Pekinger Universität, JingYun Fang, Jiang Ling, Zhu ShaoPeng, Wang Chao Yue und Hai Hua Shen. In ihrer umfangreichen Studie, die unter Führung von Dr. Fang (Fang et al.) im Oktober 2011 veröffentlicht wurde, heißt es unter anderem, dass der „IPCC-Bericht nicht mehr das maßgebende Dokument zum Klimawandel ist“. Er sei politisch tendenziös und enthalte etliche Fehler und Mängel. Die Erderwärmung sei zwar eine „objektive Tatsache“, aber es herrsche eine „große Unsicherheit über die Höhe des Temperaturanstiegs“. Zudem trügen Aktivitäten des Menschen und natürliche Faktoren zur Erwärmung bei; allerdings sei es schwierig, den jeweiligen Beitrag zu quantifizieren.

Die wissenschaftliche Studie von Fang at al. ist auch unter dem Titel: „Global warming, human-induced carbon emissions, and their uncertainties” (Globale Erwärmung, vom Menschen verursachte Kohlenstoffemissionen und ihre Unsicherheiten) im Springer Verlag erschienen. (Kostenpunkt 41,50 Euro) In der Einführung zum Buch heißt es zusammenfassend:

„In den letzten Jahrzehnten gab es eine Reihe von Debatten über die Klimaerwärmung und ihre treibenden Kräfte. Basierend auf einer ausführlichen Analyse der wissenschaftlichen Literatur gehen wir davon aus, dass (1) die Klimaerwärmung auftritt, aber mit großen Unsicherheiten in Bezug auf das Ausmaß des Temperaturanstiegs;

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Tagesdosis 28.11.2019 – Anything to say? Freiheit für Assange! | KenFM.de

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28-11-19 02:00:00,

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John Shipton zuhören, nicht Maria Adebahr.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

John Shipton weilt aktuell in Berlin. John wer? Es wundert nicht wirklich, dass sehr wenige Menschen, zumindest in meinem Umfeld, die ein eher reduziertes Verhältnis zu den sog. Alternativen Medien pflegen, mit diesem Namen wenig bis gar nichts anfangen können.

Es gibt Gründe, warum einem sehr breiten Prozentsatz der Deutschen der Name John Shipton, der Vater von Julian Assange, wenig sagt. Ich war die Tage auf einem Klassentreffen, Abgangsjahrgang 1983. Sage und schreibe zwei von zehn Anwesenden konnten zumindest mit dem Namen Julian Assange etwas anfangen.

John Shipton ist in Berlin. Sein Sohn befindet sich weiterhin in akuter Lebensgefahr. Er wird mit unsäglich vernichtender Willkür unter Haftbedingungen gehalten, die ihm das Leben kosten können. Den HörerInnen und LeserInnen von KenFM, NachdenkSeiten, Rubikon, RT, NuoViso sind die Umstände mehr als vertraut, sie sind solidarisch mit Julian Assange. Leiden mit dem Vater.

Nehmen wir die Berliner Abendschau und die Tagesschau. Beides Sendungen der ggf. meinungsbildenden täglichen Routine für Millionen von Zuschauern, also der Möglichkeit sehr breit in diesem Land zu informieren, aufzuklären.

Der Suchbegriff John Shipton auf der Mediathek-Seite der Berliner Abendschau ergibt – 0 Treffer. Der von Julian Assange einen, aus dem Jahre 2010.

Der Suchbegriff John Shipton auf der Mediathek-Seite der Tagesschau ergibt folgende Information: Suchergebnis – Ihre Suche nach „John Shipton“ war leider erfolglos. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe. (1) Kein Kommentar.

John Shipton kämpft wie jeder Vater um seinen Sohn. Mr. Shipton war schon Anfang Oktober diesen Jahres in Berlin. Die Deutsche Welle berichtete, Zitat: Whistleblower-Vater von Julian Assange: „Er ist ein sehr guter Kämpfer – und ich auch“. Der Wikileaks-Gründer sitzt in Großbritannien im Gefängnis. Sein Vater prangert den Umgang mit Sohn Julian an und wirbt in Europa um Unterstützung – auch in Deutschland (2).

Julian Assange befindet sich 22 bis 23 Stunden am Tag in Einzelhaft, der Sportraum wird ihm verweigert.

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Tagesdosis 26.11.2019 – Browder, der Magnistky-Mythos und das Versagen der Medien | KenFM.de

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26-11-19 01:36:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Dass der „Spiegel“ allenthalben nur noch „das ehemalige Nachrichtenmagazin“ genannt wird, ist ja nicht erst seit den preisgekrönten Fake-Reportagen der einstigen Edelfeder Claas Relotius der Fall. Der Niedergang vom „Sagen was ist“, das der Gründer Rudolf Augstein vorgegeben hatte, zur propagandistischen Infotainment-Gazette ist schon seit mindestens zwei Jahrzehnten im Gang – wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitranging. Das galt zum Beispiel (und gilt noch immer), wo es um den Putsch in der Ukraine 2014, den Absturz der MH 17 und die Annektion der Krim geht und sich der „Spiegel“ mit anti-russischen Geschichten in der Manier von kältester „Kalter Krieg“-Propaganda hervortat. Auch aus der Feder seines Russland-Korrespondenten Benjamin Bidder, der wenn es gegen Putin und die Russen geht auch vor Relotius-Methoden nicht zurückschreckt.

Was macht nun ein solches ehemaliges Nachrichtenmagazin und sein Geschichtenerzähler, wenn Fakten auftauchen,  die einen Grundpfeiler des Anti-Russland-Narrativs als gefälscht und erfunden herausstellen? Die sind dann erst Mal zweitrangig und werden schlicht und ergreifend verschwiegen. Wenn dann immer mehr Tatsachen bekannt werden und beim besten Willen nicht mehr zu übersehen sind und sogar hohe Gerichtshöfe feststellen, dass die Story erstunken und erlogen ist? Geht man dann her und schreibt „Wie wahr sind die Geschichten von Relotius ?“ und insinuiert mit dieser Formulierung und dem Fragezeichen, dass sie immerhin noch wahr sein könnten. Ja, so macht man das, wenn es darum geht, das große Narrativ zu retten, das man seit Jahren als Nachrichten verkauft. Und so schreibt man als Benjamin Bidder jetzt eben:

„Der Fall Magnitski: Wie wahr ist die Geschichte, auf der die US-Sanktionen gegen Russland beruhen? – Mit seinen Aussagen zum Tod eines Whistleblowers brachte Bill Browder die Amerikaner gegen Putin auf. Doch seine Darstellung ist voller Widersprüche.“

Das ist sie tatsächlich. Und das ist überhaupt nicht neu, sondern seit Jahren bekannt – allerdings nicht für Leser des „Spiegel“ und anderer selbsternannter Qualitätsmedien, die die Fake-Story des Hedgefondmanagers Browder, sein Anwalt und Buchhalter Magnitsky sei von „Putins Schergen“ im Gefängnis ermordet worden,

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Tagesdosis 25.11.2019 – Von Fürsten und Knechten | KenFM.de

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25-11-19 01:50:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Man wird in Deutschland die alte Herrschaft nicht los. Die Nachfahren des Kartätschenprinzen, der einst die Revolution 1848 im Blut ertränken ließ, fordern eine Entschädigung. Und die Tatsache an sich löst kein Entsetzen, keine Empörung aus; nein, die Debatte dreht sich einzig darum, wie behilflich die Herren von und zu Hohenzollern (1) dabei waren, den Gefreiten aus Braunau in den Sattel zu hieven.

Das trifft juristisch zu, mag mancher einwenden. Schließlich geht es um Ländereien und Schlösser, die nach dem zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Zone enteignet wurden, weil sie Unterstützern der Naziherrschaft gehörten. Da das die meisten der dortigen Junker waren, traf diese Einteignung fast die gesamte Klasse, nicht nur die Hohenzollern. Und ja, die Treuhand hat sich viel Mühe gegeben, den meisten dieser adligen Herrschaften ihren Besitz zurückzugeben; wenn das als Rückübertragung nicht ging (weil sie eben die Macht der Nazis gestützt hatten, und die Enteignungen aus diesem Grund durch den Einigungsvertrag festgeschrieben wurden), dann, indem man ihnen für einen Spottbetrag die Güter zurückverkaufte. Klar, dass auch die Hohenzollern als Alphatiere des Rudels da ihr Teil abhaben wollen.

Eine Debatte darüber, wie eifrig sie nun dem Gefreiten die Steigbügel gehalten haben, bleibt aber auf halber Strecke stehen, weil sie so tut, als hätten sie einen Anspruch auf diesen Besitz, wenn dem nicht so wäre. Haben sie das wirklich? Gut, einer ihrer Ahnen hat mit Voltaire Briefe gewechselt; wiegt das die Hektoliter Blut auf, die ihre Untertanen in den unzähligen Kriegen der Preußenherrscher vergießen mussten, macht das vergessen, dass Preußen wie ein Bleimantel auf den deutschen Landen lag und den Geist durch den Kommiß verjagte? ‚Schlaf, mein Kind, schlaf leis‘, heißt es in einem badischen Volkslied (2) aus dem 19. Jahrhundert, ‚da draußen geht der Preuß. Deinen Vater hat er umgebracht, deine Mutter hat er arm gemacht. Und wer nicht schläft in guter Ruh, dem drückt der Preuß die Augen zu. Schlaf, mein Kind, schlaf leis. Da draußen geht der Preuß‘.

Der deutsche Nationalstaat war, als er 1871 aus der Taufe gehoben wurde,

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Tagesdosis 23.11.2019 – Die Kosten der Kriege nach 9/11: 6.4 Billionen Dollar – 3.4 Millionen Tote | KenFM.de

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23-11-19 10:50:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Am 13. November diesen Jahres ereignete sich mitten im Washingtoner Establishment eine Sternstunde der Wahrheit. Der demokratische Senator Jack Reed aus dem kleinsten US-Bundesstaat Rhode Islands hatte zwei Expertinnen von der Brown University aus seiner Heimatstadt Providence eingeladen. Neta Crawford und Catherine Lutz sind Ko-Direktorinnen des Cost of War-Projektes der Brown Universität. Sie konfrontierten das Washingtoner Establishment mit der nackten Tatsache, dass seit dem 11. September 2001 durch die Kriege der USA gegen den Terror schätzungsweise 801.000 Menschen in den Kriegshandlungen zu Tode gekommen sind. (1) 

Die Autorinnen stellten klar, dass damit nur die Kriegsopfer gezählt wurden, die direkt in Kriegshandlungen verwickelt waren. Die Zahl der Kriegstoten wäre um ein Vielfaches höher, wenn man noch jene Menschen hinzuzählt, die durch kriegsbedingte Zerstörungen der zivilen Infrastruktur keine angemessene ärztliche Hilfe erhalten haben. Die Kosten der nach dem 11. September 2001 durchgeführten Kriege schätzt Neta Crawford auf insgesamt 6.4 Billionen (amerikanisch: Trillions) Dollar. (2) 

Davon entfallen 5.4 Billionen auf die militärischen Einsätze in insgesamt sage und schreibe 80 Ländern, die die USA seit 2001 in ihre Kriege hineingezogen haben. Eine weitere Billion wird bis zum Jahre 2059 für die Versorgung der US-amerikanischen Kriegsveteranen aufgebracht werden müssen. Die Autorinnen legen Wert auf die Feststellung, dass diese Kriege den USA nicht aufgezwungen wurden, sondern willkürlich („by choice“) angezettelt wurden.

Und die Verantwortlichen an diesen ebenso überflüssigen wie buchstäblich ver-heerenden Kriegen sind außerordentlich geschickt, diese Kosten vor den Augen der Bevölkerung zu verbergen. Für das Haushaltsjahr 2018 hatte das US-Verteidigungsministerium den Menschen draußen im Lande mitgeteilt, die steuerliche Belastung durch die auswärtigen Kriege gegen den Terror weltweit betrage für jeden US-Bürger in jenem Jahr genau 7.623 Dollar. Das ist schon krass genug. Jedes Jahr für Kriege in Ländern, deren genaue Lage kaum ein US-Bürger benennen kann, ganz zu schweigen von den genauen Gründen, warum US-Soldaten dort hochbewaffnet agieren müssen, so viel auszugeben wie für einen gebrauchten Mittelklassewagen, ist schon schwer genug zu vermitteln. Unter anderem aus diesem Grunde nimmt die Ferne der Bürger zu ihrer Bundesregierung in Washington kontinuierlich zu.

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Tagesdosis 22.11.2019 – Die Welt wird am deutschen Klimawesen nicht genesen | KenFM.de

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22-11-19 09:42:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Egal was in Deutschland oder der EU zur so genannten Klimarettung passiert, mindestens zwei Drittel der zukünftigen CO2-Emissionen hängen von Ländern ab, welche die westliche „CO2-Klimawissenschaft“ als Hokuspokus belächeln. Dennoch sind die Bundesregierung und mit einer Ausnahme alle Parteien entschlossen, unsere CO-2 abhängige Industrie in den Dreck zu fahren und damit Millionen von Arbeitsplätzen zu vernichten.

Angesichts der Tatsache, dass in den letzten Jahren keiner der großen Finanzkonzerne nicht auf den Zig-Billionen Euro versprechenden CO2-Zug aufgesprungen ist, ist es nicht verwunderlich, dass auch die deutsche Regierung als EU-Fahnenträger des Neo-Liberalismus sich mit großem Elan der „Klimarettung“ verschrieben hat, nämlich durch die Eliminierung von Kohle, Erdöl und Erdgas aus der deutschen Energiebilanz. Dadurch sollen die bewährten, hoch energetischen, beliebig speicherbaren und zuverlässigen Energieträger durch alternative Energieträger wie Windmühlen und Solarzellen ersetzt werden, die notorisch unzuverlässig sind, z.B. bei wenig Wind und Sonne, und deren Stromerzeugung im Vergleich zu Kohle, Öl und Gas sehr ineffizient, nicht speicherbar, aber dafür viel teurer ist.

Die Folgen dieser Klimapolitik für unsere stark von billiger und zuverlässiger Energie abhängigen Industrie und Arbeitsplätze sind unabsehbar. Die Tatsache, dass die Masse der so genannten „Kleinen Leute“ für die Zerstörung ihrer industriellen Arbeitsplätze auch noch selbst bezahlen müssen, nämlich über höhere Energiepreise und CO2-Steuern, setzt dem ganzen Wahnsinn noch die Krone auf. Aber wahrscheinlich sollen durch diese Politik der zusätzlichen Umverteilung von unten nach oben, die Erwartungen der Unterschicht bezüglich neuer Jobs im Neo-Feudalismus zurechtgestutzt werden.

Mit der willkürlichen Zerstörung seiner traditionellen Industriestruktur macht Deutschland natürlich einen Riesensprung zurück in die CO2-freie Vergangenheit. Aber flexible Arbeitskräfte werden zeitgemäße, neue Anstellungen finden, z.B. in den hochherrschaftlichen Anwesen der Geldaristokratie als Gärtner, Köchin, Kutscher oder Zimmermädchen. Natürlich ohne Betriebsrat.

Erstaunlich ist, dass ausgerechnet große Teile der Partei „Die Linke“, die extrem anti-soziale Klima-Politik der Bundesregierung noch nicht radikal genug finden. Das ist jedoch nur folgerichtig, wenn man den Werdegang der inzwischen fest im post-industriellen Wolkenkuckucksheim angekommenen Linksjugend betrachtet. Sie hechelt nämlich jeder hippen, neuen Bewegung hinterher und hat dabei das soziale Kernanliegen der Linken vollkommen aus dem Blickfeld verloren.

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Tagesdosis 21.11.2019 – Stasi-Inquisition 2019. Im Verborgenen Gutes tun! | KenFM.de

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21-11-19 03:16:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Zu Beginn eine kurze Erläuterung. Im September 2019 ging ein Raunen durch den verbliebenen deutschen Restblätterwald. Der DuMont-Verlag trennte sich von der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier, um sie an einen Privatinvestor zu veräußern. Die Besonderheit, der Privatinvestor stellte sich als Berliner Ehepaar dar (1). Branchenfremd, jedoch bestückt mit entsprechendem, also ausreichendem Kapital.

Das Vermögen des Unternehmerehepaars Silke und Holger Friedrich resultiert aus dem beruflichen Vorleben. Holger Friedrich gründete 2009 den Technology Think Tank CORE. Zuvor war er unter anderem Vorstand der Software AG und Partner bei McKinsey & Company. Seine Frau leitet die Berlin Metropolitan School, eine internationale Schule mit über 1.000 Schülern. Beide sind DDR-Geborene, bekennende Berliner. Ost-Berliner (2).

Branchenfremde Quereinsteiger? Medienkenner waren irritiert, andererseits auch begeistert, endlich andere Visionen und Blickwinkel in der kränkelnden Gilde des Zeitungshandwerks. Zitat: „Als Gewerkschaften erwarten wir, dass die neuen Eigentümer verantwortungsvoll den Traditionstitel durch den Medienwandel führen, ihr unternehmerisches Geschick auf den Berliner Verlag übertragen und damit die Ungewissheit für die Mitarbeiter ein Ende hat“, warnten sie.

Die Wochen zogen ins Land und das Ehepaar stellte sich den kommenden Herausforderungen und vor allem hohen Erwartungen. Nun ergab sich am 16.11.2019 eine neue Entwicklung, mit der so gar keiner gerechnet hat. Genau eine Woche nach der breit beschworenen Glückseligkeit über den 30. Jahrestag der sog. Maueröffnung kam ein Phänomen zu Tage, welches genau vor 30 Jahren auch seinen Ursprung fand. Das Phänomen der Stasi-Inquisition (3). In den meisten Fällen reicht eine aus den Tiefen der Archive gezauberte Akte, um der personifizierten Häresie erst medial, dann beruflich, final persönlich Herr zu werden. Verantwortlicher Inquisitor über Fortbestand eines Daseins war und ist die jeweilige Leitung und damit entsprechender Namenspatron der gefürchteten Stasi-Unterlagen-Behörde.

Nach Joachim Gauck (1990 bis 2000) und Marianne Birthler (2000 bis 2011) darf sich nun seit acht Jahren Roland Jahn über lancierte Aktenveröffentlichungen und damit verbundenen Biografiewendungen als Stasi-Inquisitor darstellen. Die Behörde wurde unmittelbar mit dem Ende der DDR im westdeutschen Verständnis einer Aufarbeitung installiert und seitdem mit Millionen von Steuerzahler-Euros staatlich gepflegt.

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Tagesdosis 20.11.2019 – SPD: Tod durch Langeweile | KenFM.de

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20-11-19 01:52:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Jetzt geht es also in die entscheidende Runde. Knapp 430.000 SPD-Mitglieder stimmen ab sofort in der Stichwahl über ihre künftigen Parteivorsitzenden ab. Wie unglaublich aufregend! Deutschland ist elektrisiert von diesem irren Spektakel.

Nein, im Ernst: Die Suche nach einem neuen Tandem an der Spitze der SPD ist die langweiligste Castingshow aller Zeiten. Seit mehr als einem halben Jahr plätschert das jetzt lustlos vor sich hin. Ein halbes Jahr, in dem die SPD bei drei weiteren Landtagswahlen katastrophal abgeschnitten hat und in den Umfragen bundesweit auf nunmehr 15% abgerutscht ist.

Dennoch ist es zu keinem Zeitpunkt gelungen, der Suche nach einer neuen Führung etwas Spannung zu verleihen. Bei der ersten Runde haben sich nur 47% der SPD-Mitglieder an der Urwahl beteiligt. In einer Lage, in der es ganz offensichtlich um die schiere Existenz der Partei geht, konnten sich anders gesagt 53% der SPD-Mitglieder noch nicht einmal dazu aufraffen, sich überhaupt an der Abstimmung zu beteiligen.

Das alleine zeigt, wie demoralisiert der Laden inzwischen ist. Kein Wunder. Die SPD ist seit mindestens zwanzig Jahren in einem Prozess des langsamen Absterbens begriffen. Die Hartz-IV-Gesetze der Regierung Schröder lasten wie eine Grabplatte auf der Partei. Und auf ein nennenswertes Aufbäumen warten wir weiterhin vergebens.

Auf der Ebene der Ortsvereine, unten an der Basis, ist der Niedergang am traurigsten. Hier finden sich inmitten von Pöstchenjägern und kaum verkappten Anhängern des Neoliberalismus immer noch echte Sozialdemokraten, gute, ehrliche Leute. Aber sie haben ihre Partei innerlich längst aufgegeben. Sie sind noch Mitglied aus Gewohnheit, aus Nostalgie oder weil der Ortsverein zugleich der Freundeskreis ist. Das Feuer vergangener Zeiten ist erloschen.

Nun also Stichwahl, Kampfabstimmung, die Entscheidung der Entscheidungen: Olaf Scholz und Klara Geywitz stehen im Ring gegen Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Das Duell der Giganten.

Nun ist es zweifellos so, dass das Duo Walter-Borjans / Esken deutlich weniger unsympathisch ist als jedes Duo, das zur Hälfte aus Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz besteht.

Auch Norbert Walter-Borjans war einmal Finanzminister, von 2010 bis 2017 in NRW.

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Tagesdosis 19.11.2019 – Pachamama, Morales und Mossadegh | KenFM.de

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19-11-19 01:50:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Louis Fernando Camacho, Putschist, Multimillionär und Sproß einer Familie, die ihr Vermögen durch überteuertes Erdgas gemacht hat, stürmte am 10 November zusammen mit einem Priester und einem weiteren Gefolgsmann in den verwüsteten Präsidentenpalast in Bolivien.

Präsident Evo Morales war wenige Stunden zuvor angesichts eines Mordkomplotts gegen ihn ins Exil nach Mexiko geflohen. Camacho kam in den Präsidentenpalast, um ein Gelübde zu erfüllen. Er hatte eine bolivianische Fahne und eine Bibel dabei. In einem theatralischen Akt kniete er nieder, legte die Bibel auf die Fahne und betete. Er hatte angekündigt Bolivien von der Religion der indianischen Ureinwohner zu reinigen. Seine Aktion und seine Worte waren eine Machtdemonstration. Er sagte: „Pachamama wird niemals in diesen Palast zurückkehren. Bolivien gehört Christus“. Es ging darum, den Herrschaftsanspruch der alten Elite über die indigene Bevölkerung zu demonstrieren. Pachamama, Mutter Erde, ist die zentrale Gottheit der bolivianischen Indianer. Evo Morales war der erste Präsident, der ihrer Volksgruppe angehört. Sie ist die Mehrheit.

Evo Morales hat in seiner Amtszeit Bolivien reformiert, die Bodenschätze wie Erdgas und Zinn aus der Hand der Minengesellschaften und der bolivianischen Elite nationalisiert und mit dem Reichtum die Gesellschaft verändert. Seit dem Amtsantritt sank die Analphabetenrate von 13 auf 2 %. Die Arbeitslosigkeit von 9 auf 4 %. Bei seinem Amtsantritt lebten 61 % der Bevölkerung in mittlerer Armut, jetzt sind es 35 %. Die Schicht der extrem Armen verkleinerte sich von 38 auf 15%. Das sind Zahlen, die man in den Mainstreammedien nicht gehört hat, denn sie werfen ein zu erhellendes Schlaglicht darauf, warum Morales gehasst wird. Er ist der südamerikanische Mossadegh.

Was der gewählte, iranische Premierminister Mohammad Mossadegh vorhatte, wurde durch einen von der CIA ausgeführten Militärputsch unterbunden. Mossadegh hatte das iranische Öl verstaatlicht und wollte die Gewinne aus dem Ölverkauf einsetzen, um sein Land zu modernisieren. Das war nicht im Sinne von BP, British Petroleum, und der vom Ölkonzern tolerierten britischen Regierung von Winston Churchill. Die britische und die US Regierung wollten ein Exempel statuieren. Erdöl gehört nie den Ländern, in denen es vorkommt,

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Tagesdosis 18.11.2019 – Das Recht, sich zu befreien | KenFM.de

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18-11-19 01:56:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Gläubige Betrachter der Tagesschau werden wieder einmal auf perfideste Weise am Nasenring durch die Manege geführt, was den bolivianischen Putsch betrifft. Wie immer, wenn auch die Bundesregierung und das Auswärtige Amt Dreck am Stecken haben, werden alle Mittel, von den subtilsten bis zum Gröbsten, eingesetzt, die Wirklichkeit zu verdrehen.

Da kommen Demonstranten ‚bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei ums Leben'(1), was die Vorstellung gleicher Gewalt von beiden Seiten hervorruft; eine Absurdität, wenn Polizei und Militär mit scharfer Munition gegen die Proteste vorgehen. Die ‚Proteste fordern immer mehr Opfer‘(2), nicht der Putsch, gegen die sie sich richten. Die Bilder, die die Beiträge illustrieren, sind sorgsam ausgewählt. Sie zeigen keine Panzer auf den Straßen, sondern erwecken eher den Eindruck armer, hilfloser Polizisten, die sich aggressiven Demonstranten gegenüber sehen. Und um das zentrale Wort, das die Ereignisse klar benennt, wird ein raffinierter Eiertanz aufgeführt: „Morales wirft seiner selbsternannten Nachfolgerin einen Putsch vor.“

Nun, wenn es aussieht wie eine Ente, quakt wie eine Ente und watschelt wie eine Ente, dann ist es vermutlich eine Ente. Der Duden (3) definiert Putsch als „von einer kleineren Gruppe [von Militärs] durchgeführter Umsturz[versuch] zur Übernahme der Staatsgewalt“, das ist eine zutreffende Beschreibung dessen, was in Bolivien geschehen ist. Die Tagesschau lässt dieses Wort aber nicht fallen, ohne es sogleich zu entwerten – es ist ja nur Morales, der einen Putsch ‚vorwirft‘. Nachdem Morales bereits mit dem Etikett ‚Machthaber‘ geziert wurde, als er noch in Bolivien war, soll diese Formulierung nahe legen, es handele sich genau darum nicht.

Den durch den Putsch erzwungenen Rücktritt von Morales bezeichnete Regierungssprecher Steffen Seibert (4) schließlich als „wichtigen Schritt hin zu einer friedlichen Lösung“. Damit war die offizielle deutsche Haltung zu diesem Ereignis gesetzt, und die Medienmeute folgt nur gehorsam der vorgegebenen Richtung (5). Auch wenn ein Putsch im Regelfall das genaue Gegenteil einer ‚friedlichen Lösung‘ ist, was jeder weiß, in dessen Gedächtnis Chile 1973 und Argentinien 1976 noch irgendwelche Erinnerungen aufrufen.

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Tagesdosis 16.11.2019 – Daniele Ganser überrascht in Freiburg | KenFM.de

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16-11-19 06:02:00,

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Die Vortragsveranstaltung am 2. November 2019 war gleich in dreifacher Hinsicht ein besonderes Ereignis. „Imperium: Die globale Vorherrschaft der USA“ – der Titel von Gansers Vortrag erregte bereits im Vorhinein die Gemüter der Antifa und des geplanten Mitredners Jürgen Grässlin, sorgte aber auch für Vorfreude auf das neue Buch von Ganser und glänzte besonders durch die Einrahmung durch hervorragende Klaviermusik.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Überraschung 1 – Daniele Ganser redet mit jedem

Den Freiburger Jürgen Grässlin, Friedensaktivist und Rüstungsgegner, traf diese Erkenntnis offenbar wie ein Blitz, denn nur wenige Wochen vorher nimmt er seine verbindliche Zusage zurück, auf der Veranstaltung von Daniele Ganser einen Vortrag zu halten. Doch dass Ganser sich auch vor Kontakt zum vermeintlichen Gegner nicht scheut, ist keine wirkliche Überraschung für jeden, der den Schweizer Historiker bereits kennt.

Man kann auch nicht sagen, dass Grässlin Daniele Ganser und dessen Haltung nicht gekannt habe, denn im September 2018 hat er nach einem Vortrag in geselliger Runde mit ihm zusammengesessen. Ich kann sogar bezeugen, dass er und Daniele Ganser bei diesem Anlass darüber gesprochen haben, wie wichtig es für den Frieden ist, mit allen Menschen zu reden und dass das ja nicht bedeuten würde, dass man automatisch die Meinung des Gegenübers übernimmt. Grässlin sah das damals noch ähnlich und betonte, dass auch er in seiner Position mit vielen Menschen ganz unterschiedlicher Couleur reden muss, um die gemeinsame Sache Frieden voranzubringen. Als Konfliktsoziologin fand ich es seinerzeit interessant, mit welchen Strategien beziehungsweise Methoden ihm dieser Drahtseilakt gelingt, mit vielen Menschen ganz unterschiedlicher Ansichten zusammenzuarbeiten. Deshalb war ich hocherfreut, als bereits im September 2018 feststand, dass Grässlin auf einer Veranstaltung von Gansers Friedenforschungsinstitut Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) im November 2019 einen Vortrag halten wird.

Als ich jedoch wenige Wochen vor Beginn der Veranstaltung noch einmal auf den Veranstaltungshinweis sehe, entdecke ich, dass Grässlin nicht mehr als Speaker genannt ist. Ich mache mich im Internet auf die Suche und prüfe, ob ich eine offizielle Absage oder ähnliches finde. Diesbezüglich werde ich nicht fündig,

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Tagesdosis 15.11.2019 – Vor unseren Augen vom „Rechtsstaat“ zu Tode gefoltert | KenFM.de

tagesdosis-15112019-–-vor-unseren-augen-vom-„rechtsstaat“-zu-tode-gefoltert-|-kenfm.de

15-11-19 02:29:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Von der erneuten Warnung des führenden Experten der Vereinten Nationen für Folterdiagnostik, dass das Leben des Whistleblower Julian Assange in großer Gefahr ist, haben die westlichen Politiker und Medien, die sonst so gerne Menschenrechte predigen, keine Notiz genommen.

In einer öffentlichen Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hat der UN-Beauftragte Nils Melzer, der international anerkannte Experte für Folterbehandlung, Freitag vergangener Woche erneut deutlich gewarnt, dass wegen der extremen Haftbedingungen in Großbritannien die Gesundheit und das Leben des Australiers Julian Assange auf der Kippe stehen.

Man muss sich nur einmal den hysterischen Aufschrei dieser Heuchler vorstellen, wenn Assange unter diesen Bedingungen in einem russischen Gefängnis festgehalten würde. Wer noch nach einem weiteren Beweis für die Verdorbenheit der britischen und amerikanischen Regierungen sucht, die so gerne die restliche Welt über Demokratie, Menschenrechte und internationales Recht belehren, der hat ihn am Beispiel der Behandlung von Julian Assange gefunden. Auch von unserer Bundesregierung ist kein Piep zu hören.

Der 48-jährige Assange befindet sich seit April dieses Jahres in einem Hochsicherheitsgefängnis in London. Zuvor konnte er gewaltsam von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft „abgeholt“ werden. Zufällig (!) hatte Washington gerade einen großen IWF-Kredit für Ecuador ermöglicht. Die neue Regierung in Ecuador hat den Flüchtling Assange in einem schwindelerregenden Verstoß gegen das Völkerrecht für einen prall gefüllten Sack Silberlinge verhökert, nachdem er seit fast sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl gefunden hatte, um nicht an die USA ausgeliefert zu werden. Aber die britischen Schoßhunde der Amerikaner tun nun alles, um ihren Herrchen in Washington zu gefallen.

Assange hätte schon am 22. September freigelassen werden sollen, als sein Urteil wegen einer früheren Kautionsverletzung zugestellt worden war. Stattdessen beugte ein britischer Richter das Recht und ordnete die weitere Inhaftierung von Assange an – so lange nämlich, bis das von den USA gewünschte Auslieferungsverfahren gegen ihn im nächsten Jahr beginnt. Wenn Assange an die USA lebend ausgeliefert wird, dann drohen ihm 175 Jahre Gefängnis, falls er – wie angestrebt – wegen Spionage verurteilt wird.

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Tagesdosis 14.11.2019 – Die fossile Befreiung | KenFM.de

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14-11-19 11:29:00,

“Ich habe den Kommunismus überlebt – bist du bereit für deine Zukunft?“

Eine wichtige Warnung für Kanada.

Der folgende Artikel wurde von Zuzana Janosova Den Boer geschrieben, die die kommunistische Herrschaft in der Tschechoslowakei erlebte, bevor sie nach Kanada kam. Sie sagte: „Nachdem ich in meiner Wahlheimat Kanada allzu vertraute Anzeichen derselben Propaganda erkannt hatte, fühlte ich mich verpflichtet, den folgenden Artikel zu schreiben („Ich habe den Kommunismus überlebt – bist du bereit für deine Zukunft?“) – weil ich nicht will, dass meine Wahlheimat das gleiche Schicksal erleidet wie das Land, aus dem ich ausgewandert bin (Tschechoslowakei)“.

“I Survived Communism – Are You Ready For Your Turn?”

Von Zuzana Janosova-Den Boer

„Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass der Kommunismus das einzige gesellschaftlich-ökonomische System ist, das den Menschen Gerechtigkeit und Gleichheit bietet – 100% der Wissenschaftler sind sich darüber einig. Das steht nicht zur Debatte“, so mein Professor während einer seiner Vorträge zum Thema „wissenschaftlicher Kommunismus“, während die Tschechoslowakei noch unter kommunistischer Kontrolle stand. Ich wurde an seine unverschämte Äußerung erinnert, als ich zum ersten Mal auf die falsche Behauptung stieß, dass „ein Konsens von 97% der Wissenschaftler zustimmt, dass die globale Erwärmung von Menschen verursacht wird“. Die meisten Menschen stellen wissenschaftliche Aussagen nicht in Frage, weil sie denken, dass es sich um Fakten handelt. Sie verstehen nicht, dass wissenschaftliche Aussagen immer in Frage gestellt werden müssen, denn in der Wissenschaft geht es nicht um „Konsens“, nur in Ideologien.

Im März 2007 veröffentlichte die Website WorldNetDaily einen Artikel unter dem Titel „Ökologismus ist der neue Kommunismus“. Darin erklärte der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Klaus: „Es wird deutlich, dass wir bei der Diskussion über das Klima nicht einen Konflikt zwischen Ansichten über die Umwelt erleben, sondern einen Konflikt zwischen Ansichten über die menschliche Freiheit.“ Er beschreibt den Ökologismus als „die größte Bedrohung für Freiheit, Demokratie, Marktwirtschaft und Wohlstand“. Klaus hat auch ein Buch geschrieben: „Blauer Planet in grünen Fesseln“, in dem er sagt: „Kommunismus und Ökologismus haben die gleichen Wurzeln, sie unterdrücken beide die Freiheit.“ Er warnt auch davor, dass jede Art von Umweltschutz, die eine zentralisierte Planwirtschaft unter dem Motto „Umweltschutz“ fordert, nichts anderes ist als eine Reinkarnation des Kommunismus – des neuen Kommunismus.

Klaus versteht die kommunistische Propaganda sehr gut – das sollte er auch.

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Tagesdosis 13.11.2019 – Der Mauerfall und die Wiedervereinigung | KenFM.de

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13-11-19 01:57:00,

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Eine fantastische Erzählung von Rüdiger Lenz.

Am 9. November 2019 stand ich am Brandenburger Tor in Berlin. Dort geschah etwas so Seltsames, davon muss ich euch berichten. An dem Tag, dreißig Jahre zuvor, fiel die Mauer, die durch ganz Deutschland verlief. Ich sah kleinere Autokorsos, Leute die sich in Gruppen zusammen taten und fröhlich waren, aber auch vereinzelt Demonstranten, die über die missliche Entwicklung dieser sogenannten Wiedervereinigung redeten. 

Und dann stand da ein Mann ganz alleine. Er stand bloß da und schaute sich um. Da es kalt war, trug er einen schönen Hut auf seinem Kopf. Er sah an sich sehr gut aus und war stilvoll gekleidet. In seinem Gesicht lag etwas unergründlich Liebevolles, etwas, dass ich als nicht von dieser Welt wahrnahm. Warum, das weiß ich nicht. Dann breitete dieser Mann seine Arme sanft aus und fing zu lächeln an. Seine Augen strahlten dabei so sehr und so tief, wie ich es noch bei keinem Menschen sehen und gleichzeitig auch fühlen konnte. Ich war wie elektrisiert und dachte mir, was geschieht da gerade mit dir? Dann fing er an zu sprechen, einfach so, ohne ein Mikrofon. Das, was er sagte, das erklang nicht von einer Ferne, denn ich stand gut zwanzig Meter von ihm entfernt. Seine Stimme erklang in meinem Kopf, so, als hätte ich Kopfhörer um meinen Kopf aufgesetzt. Ich sah mich um und bemerkte, dass es einigen genauso erging wie mir, und andere nahmen überhaupt gar keine Notiz von ihm. Wir aber standen wie elektrisiert und hörten ihm zu. 

Er sprach: Es gibt keine Mauern, die ihr einreißen könnt außer die Mauern, die in euch selbst liegen. Diese Mauern sind nicht meines Vaters Haus. Es sind die, die euch zu Waisen und Verirrten machten. Zu Obdachlosen der Liebe und Güte, von der ihr euch entfernt habt. Die Mauer ist groß und stark, die euch trennt und die euch zum Feind eures Nächsten gemacht hat. Sehet, aber der Nächste ist der Arm meines Vaters. Er liebt euch. Die Mauer ist stark und sie ist dicker geworden.

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Tagesdosis 12.11.2019 – Relotius in Wikihausen | KenFM.de

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12-11-19 12:03:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Dass die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die gerade wieder mal zu Spenden aufruft, in Sachen Politik kein ausgewogenes Lexikon ist, sondern massiv manipuliert, gehört ja seit Markus Fiedlers und Dirk Pohlmanns Serie „Geschichten aus Wikihausen“ mittlerweile zum Allgemeinwissen.  Auch die „Süddeutsche Zeitung“ kam unlängst nicht umhin,  die dunkle Seite von Wikipedia,  das korrupte System von Sichtern und Administratoren, einmal unter die Lupe zu nehmen, und dabei – ganz im Wikipedia-Stil – die Recherchen von Fiedler und Pohlmann als „obskur“ und „nicht objektiv“ gleich wieder schlecht zu reden. Und nicht zu erwähnen, dass diese Recherchen schon vor vier Jahren am Beispiel des Wikpedia-Eintrags über den Historiker Daniele Ganser und seiner Arbeiten über die Nato-Geheimarmee „Gladio“ und über 9/11 aufdeckten, wie Ganser dort gezielt als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert wurde und es ihm nicht gelang, dies zu korrigieren. Dass wenn es  in Wikipedia um die Nato, Israel oder 9/11 geht, immer dieselben Autoren mit Manipulationen und Diffamierungen am Werk sind, findet in der „Süddeutschen“ ebenfalls keine Erwähnung – und mit Fiedler und Pohlmann zu sprechen, die die Klarnamen dieser unter den Pseudonymen „kopilot“ und „Feliks“ agierenden Manipulatoren aufgedeckt haben, dafür war bei den Münchner Qualitätsjournalisten dann offenbar keine Zeit – und so schrieben sie aus den Wikihausen-Geschichten nur das ab, was ihnen in die transatlantische Agenda passte.

Soweit, so typisch könnte man sagen und ein weiteres Beispiel  für den Niedergang der sogenannten Qualitätspresse einerseits und andererseits auch für das Scheitern des auf demokratische Schwarmintelligenz setzenden Online-Lexikons von allen für alle. Am vergangenen Freitag nun hat der Schweizer „Tagesanzeiger“ einen weiteren Fall aufgedeckt, den das Fachmagazin „Meedia“ als „eine der größten Manipulationsoperationen“ bei Wikipedia bezeichnet. Das mag man angesichts der oben genannten, jahrelangen und massenhaften Diffamierungen durch Nato-Apologeten und rasende Philosemiten für leicht übertrieben halten, ist aber ohne Frage spektakulär, denn es geht um den Meisterfälscher des ehemaligen Nachrichtenmagazins „Spiegel“ Claas Relotius und um den Wikipedia-Eintrag über ihn und seinen Fall, der in einer konzertierten Aktion manipuliert und schöngeschrieben wurde. Die Recherche des „Tagesanzeigers“ ergab,

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Tagesdosis 09.11.2019 – Mauerfall 9.November ’89 – Der Blick zurück | KenFM.de

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09-11-19 10:00:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Als ich am 9. November 1989 abends eine halbe Stunde vor Mitternacht von einem geselligen Abend aus meiner Stammkneipe nachhause kam, machte ich noch mal das Radio an, einen hessischen Dudelfunk, nur um mich vor dem Schlafengehen noch ein wenig berieseln zu lassen mit den Klängen von Phil Collins. Doch da kam eine Liveübertragung: „Ich kanns noch gar nicht fassen! Die Mauer ist offen, und wir fahren hier mit unserem Trabi über den Kurfürstendamm!“ Wie bitte? Ein Scherz wie damals der Krieg der Welten von Orson Welles? Hätte ich dem Hessischen Rundfunk nie zugetraut. Der Vergleich mit anderen Radiosendern brachte überall dieselben Originaltöne: glückliche Ostberliner, die mitten durch Westberlin kutschierten. In der Tat eine Sensation. Wir alle hatten damit gerechnet, dass es auch bei unserem Ableben die Mauer immer noch geben würde.

Ich muss aber klar sagen: schon damals traute ich dem Frieden nicht so ganz. Wie sollte die angekränkelte DDR denn eine offene Grenze zum wohlgenährten bundesdeutschen Bruder überleben? Diese Ungleichheit war ja später schon geradezu physiognomisch zu greifen in Form der riesigen Fleischmassen von Bundeskanzler Kohl und der terrierhaften Schmächtigkeit des DDR-Regierungschefs Lothar de Maiziere, der mindestens zweimal in den Bauch von Kohl zu passen schien. Das konnte doch nicht gutgehen.

Und dann soll der ganze Mauerfall ja ein Versehen gewesen sein. Der SED-Funktionär Günter Schabowski soll auf die Frage eines Journalisten nicht weiter gewusst haben und hätte dann eine Order von oben eigenwillig so gedeutet, dass die Grenzen ab sofort offen seien. War ja unerheblich, denn für den nächsten Vormittag, so sah die Politbüro-Anweisung vor, sollten DDR-Bürger frei ausreisen können. Das betraf Auswanderer aus der DDR, die ein Visum vorweisen sollten. Und nun überrannten die Massen die völlig geschockten Grenzpolizisten, und aus der Auswanderung wurde ein Sight-Seeing-Trip nach Westberlin.

Naja, das ist natürlich wieder einmal ein schönes Märchen aus tausend und einer Umnachtung. Tatsächlich hatte die Führung der DDR-Schutzmacht Sowjetunion den deutschen Arbeiter- und Bauernstaat schon lange an den Westen verkauft. Es blieb den Sowjets schlicht und wenig ergreifend gar nichts anderes übrig.

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Tagesdosis 8.11.2019 – Kalte Realität gegen warmes CO2-Klimamodell | KenFM.de

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08-11-19 08:08:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Im Mittleren Westen der USA ist es normalerweise in der ersten Hälfte des Oktobers immer noch warm und ein guter Teil der Ernte steht noch auf den Feldern. Aber dieses Jahr wurden die Landwirte dort bereits Anfang des Monats von dem möglicherweise schlimmsten Oktober-Schneesturm in der Geschichte der USA heimgesucht. Laut USA Today habe es einen „Schneesturm in dieser massiven Größe und Intensität im Oktober bisher noch nicht gegeben.“ Dieser beispiellose Wintersturm wurde von einer eisigen Kälte von minus 7 Grad Celsius begleitet, was den ohnehin von Überschwemmungen im Frühjahr gebeutelten Farmern weitere schwere Ernteverluste brachte.

Die für seit Menschengedenken ungewöhnliche Kältewelle erstreckte sich dann auch noch über den Mittleren Westen hinaus weiter südlich bis tief ins warme Texas hinein. An Halloween warnte sogar der Wetterdienst in San Angelo vor einem ungewöhnlichen Kälteeinbruch auf minus 6 bis minus 7 Grad Celsius.

Hat irgendjemand in unseren Mainstream Medien von dieser ungewöhnlichen Kältewelle in den USA gehört? Ich wette Nein.

Das wäre nicht gut für das florierende CO2-Geschäftsmodell. Wenn es aber im Oktober ungewöhnlich warm gewesen wäre, hätte man uns noch schlimmer als inzwischen üblich mit CO2-Hiobsbotschaften zugedröhnt! Aber auch bei uns in Europa, besonders für Südwest-Europa, ist es für die Jahreszeit bereits ungewöhnlich kühl. Der Grund, aktuell ist polare Kaltluft auf dem Weg zu uns. Die eisigen Luftmassen breiten sich über Frankreich und Spanien wie eine riesige Zunge bis nach Nordafrika aus. Dadurch wird es nicht nur kühler, sondern die Folge für Südeuropa sind heftiger Regen, der anschließend vom Mittelmeer über Italien kommend und Deutschland erreichen und Hochwasser bringen könnte, so die aktuelle Wettervorhersage. Dazu kommt die Aussage, dass „die Temperaturen unter den klimatologischen Schnitt fallen“.

Die verschiedenen, CO2-basierten Wettermodelle gehen jedoch davon aus, dass es in diesem Winter viel zu warm wird, ein bis zwei Grad Celsius über dem Durchschnitt.

Werden wir also einen kalten Winter haben? Das erlaubt das herrschende Klima-Geschäftsmodell nicht. Wie nicht anders zu erwarten gehen die verschiedenen, auf der CO2- Fiktion basierenden Wettermodelle von einem weiteren ungewöhnlich warmen Winter aus.

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Tagesdosis 7.11.2019 – Glücksatlas 2019. Deutschland, einig Vaterland? | KenFM.de

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07-11-19 01:38:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Die Dynamik der Ereignisse, der bundesweiten Diskussion nach den finalen Ergebnissen der Landtagswahl in Thüringen könnten nicht brillanter Wiederspiegeln, wie tief weiterhin die mentalen Gräben zwischen westdeutschen und ostdeutschen Befindlichkeiten manifestiert sind.

Nun starteten Anfang November diesen Jahres die Rückblicks – und Jahrestagsmonate, hinsichtlich deutsch-deutscher Vergangenheit, bis zum großen Finale im Oktober 2020, dem 30.Jahrestag der sog. Deutschen Wiedervereinigung. Deutschland, einig Vaterland?

Diese drei Worte sind in der ersten Strophe der DDR- Nationalhymne zu finden. Der vollständige Satz lautet:

Auferstanden aus Ruinen.
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.

Dass die DDR Regierung, also die ostdeutsche Seite einer Wiedervereinigung nach endgültiger Trennung im Jahre 1948 (durch die dann schlussendliche Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Mai 1949, gegenüber der DDR Staatsgründung im Oktober des gleichen Jahres) nicht entgegen sprach, zeigt die eher unbekannte Tatsache, dass die DDR Staatsflagge von 1949 bis 1959 weiterhin identisch mit der bundesrepublikanischen blieb. Eine schwarz-rot-goldene Flagge (1). Der Zusatz von Hammer und Zirkel, umgeben von einem Ährenkranz, erfolgte im Oktober 1959, um damit dann doch endgültig eine Unterscheidung zu der Flagge der Bundesrepublik zu schaffen. Man unterließ jedoch die Hymne weiterhin anzustimmen, bis ins Jahr 1990 erklang sie nur noch instrumental.

Erinnert sei dabei an die Tatsache, dass im Herbst/Winter 1951 die SED unter dem Schlagwort „Deutsche an einen Tisch“ zu deutsch-deutschen Verhandlungen über freie Wahlen aufrief. Konrad Adenauer lehnte deutsch-deutsche Verhandlungen jedoch ab, da er die DDR als nicht legitimes Unrechtsregime betrachtete und daher nur die Bundesregierung als berechtigt ansah, alle Deutschen zu vertreten.

In Geschichtsbüchern blieb jener Satz Adenauers festgehalten, der hinsichtlich kommender Rückblicke auch beachtet werden sollte, gerne in Zusammenhang mit dem Begriff Stalin-Note 1952 nachlesen. Zitat:

Lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb“.“(2)

Deutschland blieb geteilt. Es folgten vier Jahrzehnte der Trennung deutscher Menschen,

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Tagesdosis 6.11.2019 – Vor-Vorwahlen in den USA | KenFM.de

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06-11-19 02:20:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Der Kampf um die nächste US-Präsidentschaft wird zwar erst im November des Jahres 2020 entschieden. Aber die USA leisten sich bekanntlich ein Kandidaten-Casting epischer Ausmaße. Und so beherrschen die Vorwahlen bereits drei Monate vor Beginn der Vorwahlen, im Januar in Iowa, zunehmend die Medienberichterstattung.

Das heißt: die Vorwahlen bei den Demokraten tun das. Bei den Republikanern gibt es vorwahltechnisch nicht viel zu berichten. Für sie wird Amtsinhaber Donald Trump erneut ins Rennen gehen.

Umso dichter gedrängt ist das Kandidatenfeld bei den Demokraten. Die ersten Fernsehdebatten mussten deshalb sogar zweigeteilt werden. Je zehn Kandidaten bestückten je eine Sendung, bevor sich das Feld einigermaßen lichtete und es gelang, die immerhin zwölf Kandidaten, die sich dann noch für die Debatte qualifizierten, in einem einzigen Format unterzubringen.

Unter denen sind einige alte Bekannte.

Da wäre zunächst Joe Biden. Er war der Vizepräsident unter Barack Obama und setzte sich aufgrund seiner landesweiten Bekanntheit und dank eines gewaltigen Unterstützungsfeuerwerks der liberalen Medien umgehend an die Spitze der Umfragen.

Bidens Hauptargument ist seine vermeintlich überlegene „Wählbarkeit“. Er habe die besten Chancen, im kommenden Herbst gegen Trump zu bestehen, sagen die Biden-Leute über Biden. Daran gibt es allerdings erhebliche Zweifel. Ein Gegenargument wäre Joe Biden selbst. Er ist berüchtigt für seine rhetorischen Patzer, seine Debattenauftritte wirken fahrig und wenig kohärent.

Sehr kohärent ist immerhin die politische Lebensleistung des Joseph Biden aus Delaware. Dieser Bundesstaat ist eine Hochburg der Kreditkartenindustrie. Die Kreditkarten der Chase Manhattan Bank und von Discover werden in Delaware ausgegeben, das USA-Geschäft der Barclaycard ist hier stationiert, auch die Bank of America und Citi unterhalten hier größere Kreditkartenoperationen. Gut die Hälfte des US-Kreditkartengeschäfts läuft über Delaware, das nur 0,3% der US-Amerikanischen Bevölkerung beherbergt.

Und so war es Joe Biden aus Delaware, der hartnäckig für eine Gesetzesänderung kämpfte, die es den Bürgern deutlich schwieriger machte, sich vor dem Konkurs zu schützen. Georg W. Bush setzte Bidens Plan dann 2005 durch – rechtzeitig, um in der 2007 einsetzenden Weltfinanzkrise zum Bankrott zehntausender Amerikaner beizutragen,

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Tagesdosis 02.11.2019 – Raus aus der Krise, rein in eine Politik der Liebe | KenFM.de

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02-11-19 07:20:00,

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Liebe ist nicht nur Privatsache, sondern das Dach, unter dem alle Politik stattfinden sollte. Sind wir mutig genug für eine solche Revolution? 

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Es ist auf jeden Fall eine Nachricht wert, wenn zwei Autoren aus zwei verschiedenen Ländern unabhängig voneinander öffentlich darüber sprechen, dass Liebe der einzige Weg aus der Krise der Menschheit ist. Der eine ist der Journalist und Autor Dirk C. Fleck und die andere ist die amerikanische Autorin und Aktivistin Marianne Williamson. In den Medien findet es kaum Gehör, wenn Liebe und Politik zusammengedacht werden. Dabei könnte gerade das der Weg in eine politische Erneuerung, eine Rückkehr zu Demokratie und partnerschaftlicher Wirtschaft sein.

Am 27. Oktober 2019 fand im Schauspielhaus Bochum eine politische Podiumsdiskussion zum Thema „Aus Verantwortung für künftige Generationen – der „grüne“ Artikel 20a: Ressourcen und Artenschutz“ statt. Die bekannte Journalistin Sonia Seymour Mikich hat moderiert. Einer der Gäste war Dirk C. Fleck. Sein erster Redebeitrag trifft bereits den Kern: Es muss in der Politik und in jedem Einzelnen um Liebe gehen, sonst „verfault uns der Planet unter dem Arsch“ (1). 

Ähnlich sieht das auch die bekannte amerikanische Friedensaktivistin und Autorin Marianne Williamson in ihrem Buch „A politics of love“, das im April 2019 herauskam (2) und das in den deutschen Medien entweder verhöhnt wurde (3) oder einfach unbeachtet blieb. Doch beide Autoren sind unabhängig voneinander einig: Es braucht mehr als Systemkritik. Es braucht inneren Aktivismus genauso wie äußeren Aktivismus – und zwar nicht in diesem Jahr, oder im nächsten Jahr, oder übernächsten Jahr, sondern sofort!

Geht´s noch? 

Das politische Establishment, das bedeutet ungefähr 1 Prozent der Weltbevölkerung, hat in den letzten hundert Jahren dafür gesorgt, dass es den anderen 99 Prozent der Weltbevölkerung und sogar dem gesamten Planeten extrem schlecht geht. So schlecht wie noch nie zuvor in der Geschichte. Globale Armut, eine sich ständig reproduzierende Militärindustrie, die Zerstörung des Planeten Erde, die Erosion der Demokratie, sind Phänomene, die das Ergebnis einer hemmungslosen Gier darstellen. Profitmaximierung wird immer radikaler über die Bedürfnisse des einzelnen Menschen gestellt.

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Tagesdosis 01.11.2019 – Al Baghdadi ist schon wieder tot | KenFM.de

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01-11-19 04:50:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Glaubt man US-Präsident Trump und dem US-Militär, dann ist der verrufene Chefterrorist von ISIS jetzt schon das fünfte oder das sechste Mal tot. Jedes Mal nach den früheren Berichten über sein Ableben bewahrheitete sich das Sprichwort von den „Totgesagten, die länger leben“.

Das erste Mal, dass al-Baghdadi für tot erklärt wurde war 2010. Damals am 19. April berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki, dass „der Anführer von Al-Qaida im Irak, Abu Ayyub al-Masri, und der mutmaßliche Chef des örtlichen Ablegers des Islamische Staats im Irak, Abu Omar al-Baghdadi, tot in einem Loch im Keller eines Hauses gefunden worden waren, nachdem es von Truppen umzingelt und gestürmt worden war.“

Aber die US-Armee reklamierte sofort ihren Anteil an diesem scheinbaren Erfolg. Laut New York Times (1) veröffentlichte das amerikanische Militär unmittelbar nach der Pressekonferenz von Ministerpräsident Maliki eine Erklärung, in der bestätigt wurde, dass al-Baghdadi bei einem gemeinsamen Überfall der irakischen und amerikanischen Streitkräfte in einem Haus in der Nähe von Tikrit getötet worden war (2)

Dieser Vorfall wurde schnell im Gedächtnisloch entsorgt, nachdem al Baghdadi bereits einige Zeit später als extrem brutaler aber genialer Anführer des Islamischen Staates große Teile des sunnitischen Iraks und der angrenzenden syrisch-arabischen Gebiete erobert hatte. Dann am 29. Juni 2014 verkündete ein Sprecher des Islamischen Staates in Irak und im Levant (ISIL) , dass die Gruppe von nun an unter dem Namen „Islamischer Staat“ (IS) firmierte. Er ernannte den „IS“ zum Kalifat und Baghdadi zu dessen Herrscher. So wurde aus Abu Bakr al-Baghdadi der „Kalif Ibrahim“. Der Titel „Kalif“ machte ihn zu einem direkten Nachfolger des Propheten Mohammed.

Dann, Anfang September ging erneut, ausgehend von offiziellen, irakischen Regierungsberichten, die Nachricht vom Tod des “Kalifen” al-Baghdadi, zusammen mit Fotos seiner Leiche um die Welt; nur um diesmal einige Tage später am 8. September 2014 von US-Seite dementiert zu werden. Womöglich lag es zu dieser Zeit im Interesse Washingtons al-Baghdadi nicht für tot zu erklären sondern am Leben zu erhalten,

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Tagesdosis 31.10.2019 – Wer steckt hinter der Libra Association und was ist das Ziel von Libra? Teil 2: Das Ziel. | KenFM.de

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31-10-19 02:09:00,

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Ein Kommentar von Norbert Häring.

Die Ankündigung von Facebook, zusammen mit rund 100 Partnern eine eigene Währung namens Libra herauszubringen, hat bei uns und in anderen Industrieländern zu Recht für große Aufregung gesorgt. Aber die Industrieländer sind wohl nicht das Hauptziel der Initiative. Sie dürfte zunächst vor allem darauf abzielen, die US-amerikanische Dominanz im Zahlungsverkehr gegen die zunehmende Ausbreitung chinesischer Alternativangebote in Afrika und Asien zu verteidigen.

Nicht nur als Investor, Kreditgeber, Rohstoffkäufer und Exporteur macht sich China in Afrika und Asien breit. Auch Anbieter von mobilen Zahlungsdienstleistern, zuvorderst Alibaba und Tencent mit den Diensten WeChat und Alipay, expandieren kräftig. Sie gehen Kooperationen mit afrikanischen Banken und Zahlungsdienstleistern wie dem kenianischen M-Pesa ein. Das ermöglicht es Händlern, Zahlungen in der chinesischen Währung Yuan einfach und preisgünstig vorzunehmen. Wenn Zahlungen von und an chinesische Adressen verbreitet genug sind, kann dieses Angebot die Dominanz des Dollars für internationale Zahlungen in Afrika gefährden. Denn wenn Kunden wissen, dass sie leicht einen Händler finden, der Yuan braucht, um Importe aus China zu bezahlen, dann können sie auch Yuan akzeptieren, wenn sie selbst gar keine China-Kontakte haben.

Andere Entwicklungs- und Schwellenländern, vor allem in Asien, darunter in Indien und Pakistan, sind ähnlich umkämpft zwischen den USA und China und deren Zahlungsdienstleistern.

Dem chinesischen Vordringen wollen die USA etwas entgegensetzen. Das mit Abstand beste Vehikel, das anzugehen ist Facebook. Denn Facebook hat mit WhatsApp und Facebook Messenger in fast allen Ländern die dominierenden Messenger-Dienste, die sich gut für Massen-Zahlungsverkehrsdienste eignen. In Afrika bietet Facebook einen kostenlosen Zugang zu einer Basisversion des Internets über das eigene soziale Medium an. Für Millionen Afrikaner ist Facebook dadurch Synonym für das Internet.

Diesen Hintergrund für das Libra-Projekt sollte man im Hinterkopf haben, wenn man das Getöse um die Zulassung und Regulierung von Libra in den Industrieländern richtig einordnen will.

Allerdings hat die Konkurrenz mit China das Projekt einer amerikanischen Social-Media-Währung wohl nur beschleunigt. Gekommen wäre es auch so, denn es fügt sich ein in die in Teil 1 beschriebene Kampagne der „finanziellen Inklusion“,

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Tagesdosis 30.10.2019 – Und täglich grüßt das Murmeltier | KenFM.de

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30-10-19 02:46:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Vorsicht, einige Passagen in diesem Text sind ironisch gemeint. Welche? Das findet der aufgeklärte Mensch mit Leichtigkeit selbst heraus.

Ich weiß nicht, inwiefern oder wie viele hier schon mitbekommen haben, dass es sehr mächtige Menschen auf diesem Planeten gibt, die sich einen feuchten Kehricht um andere Menschen kümmern. Die sollen alles besitzen und gefährlicher sein, als alle kriminellen Organisationen dieser Welt zusammengenommen. Sie können ganze Armeen verschieben, Bomben über Bomben explodieren lassen, nur um noch mehr Geld und Macht zu scheffeln. Ferner habe ich gehört, dass es eine schier unfassbar große Anzahl von Menschen gibt, sie bezeichnen sich selbst als die Aufgewachten, die sich jede dieser Nachrichten ins Hirn brennen, die mit denen zu tun hat. Und dies, obwohl sie ganz genau wissen, dass das schon immer so war und noch lange so bleiben wird. Denn vom Konsumieren solcher Zeilen oder solchen Wissens geschieht nichts, was diese Mächtigen ins Wanken bringen könnte. Ich glaube, auf dieser Seite hier ist man aufgeklärt genug und weiß das alles und man bemüht sich um eben diese Veränderung. Diese Veränderungshoffnung nennt sich Lösung. Und die meisten Leute hier sind hell auf begeistert, wenn irgendwer mal Lösungen präsentiert. Dann wird auf Teufel komm raus herumgeliked, bis die Finger glühen. 

Die Meisten hier haben es nämlich satt, immer und immer wieder Artikel zu lesen, wo wieder ein Krieg entfesselt wird, das Merkel wieder einen Fehler oder eine Lüge verbreitet und so weiter. Die Leute haben es satt, so richtig satt, dass man sie mit weiteren Gaunereien beträufelt. Sie wollen vor allem mehr Lösungen. Davon können sie alle nicht genug bekommen. Oder doch nicht? Eher doch nicht. Denn sobald man hier auf KenFM Lösungen anbietet, dann wird gemeckert, nicht von allen, aber von einer nicht geringen Anzahl an Usern. Und dabei ist es unerheblich, ob dieser Autor sie anbringt oder andere Autoren es wagen, Lösungen zu präsentieren. Je tiefer die Lösungen gehen, desto mehr Unmut entfesselt sich bei den Usern. Und auch hier gilt, nicht bei allen, aber bei einer großen Anzahl.

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Tagesdosis 29.10.2019 – Die Geburt der Tragödie | KenFM.de

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29-10-19 01:31:00,

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Die Entscheidung über den Austritt Großbritanniens aus der EU war das Ergebnis eines langen politischen Prozesses.

Von Andreas Wehr.

Das Brexit-Votum hatte einen langen Vorlauf. Der Volksabstimmung vom 23. Juni 2016 ging eine politische Auseinandersetzung über die EU voraus, die bis weit in die neunziger Jahre zurückreicht. In diesen Jahren bildeten sich die Kräfte heraus, die es schließlich der konservativen Regierung unter David Cameron unmöglich machte, das Verlangen nach einem Referendum zu ignorieren.

Entscheidend war die Unterzeichnung des Lissabon-Vertrags auch durch die britische Regierung. Die mit ihm einhergehenden weiteren Einschränkungen der Souveränitätsrechte der Mitgliedsländer stärkten die Austrittsbefürworter. Dieser Zusammenhang sollte von den deutschen Linken bedacht werden, waren sie doch ebenfalls einstmals Gegner des Lissabon-Vertrags. Heute hingegen ist aber die Partei DIE LINKE in ihrer Ablehnung des Brexits nicht von den übrigen Bundestagsparteien zu unterscheiden.

„Eine immer engere Union der Völker Europas“

Gibt es angesichts der unterschiedlichen, ja sogar gegensätzlichen Motive der Austrittsbefürworter ein verbindendes, zentrales Thema? Unter den Forderungen von David Cameron für die Verhandlungen mit der EU im Frühjahr 2016, bei der es darum ging, das Referendum über die EU im letzten Augenblick noch abzuwenden, befand sich auch diese:

„Es müsse verbindlich vereinbart werden, dass das vertraglich verankerte Ziel einer immer engeren Union nicht länger für Großbritannien gelten solle.“

Es ging dabei um die Frage der nationalen Souveränität. „Eine immer engere Union der Völker Europas“ ist seit dem Vertrag von Maastricht von 1992 der Leitspruch der EU. Damit unterstreicht sie ihren Willen, einen politischen Zusammenschluss zu erreichen, in dem die Mitgliedsländer weitgehend aufgehen. Auf dem Weg dahin wurde mit Maastricht die bisherige Europäische Gemeinschaft (EG) von der Europäischen Union (EU) abgelöst. Dazu wurde ein eigenständiger Vertrag über die Europäische Union (EUV) geschaffen, in dem — ganz ähnlich wie in den nationalstaatlichen Verfassungen — allgemeine, grundsätzliche Angelegenheiten geregelt sind.

Mit der Festlegung eines Europatags auf den 9. Mai, der Verständigung auf die blaue Flagge mit den zwölf goldenen Sternen im Kreis und der Europahymne, zu der man Beethovens Ode an die Freude erwählte,

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Tagesdosis 28.10.2019 – Der IWF in Ecuador: die Armen zahlen für die Reichen | KenFM.de

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28-10-19 01:59:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Nach wochenlang zunehmenden Protesten hat Ecuadors Präsident Lenin Moreno am 3. Oktober für sechzig Tage den Ausnahmezustand verhängt. 

Auslöser der Proteste war zum einen die Lockerung des Kündigungsschutzes und zum anderen die Streichung der seit vierzig Jahren bestehenden Subventionen für Kraftstoff, die zu einer drastischen Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise sowie der öffentlichen Transportkosten geführt haben. 

Beide Maßnahmen waren von Morenos Regierung angeordnet worden, um die Bedingungen für einen 4,2 Milliarden-Dollar-Kredit zu erfüllen, den der Internationale Währungsfonds IWF Ecuador im April dieses Jahres gewährt hat.

Die Umstände, unter denen dies geschah, und die Timeline der Ereignisse werfen einmal mehr ein bezeichnendes Licht auf die Art und Weise, wie der IWF in Zusammenarbeit mit korrupten Regierungen Wohlhabende begünstigt, arbeitende Menschen zur Kasse bittet und die Armen in noch größeres Elend stürzt.

Lenin Moreno wurde im April 2017 als Nachfolger Rafael Correas zum Präsidenten Ecuadors, des viertärmsten Landes in Südamerika, ernannt. Kurz nach der Amtsübernahme begann er eine politische Annäherung an die USA und beantragte beim IWF und der Weltbank Kredite – nicht etwa, um das Geld in die Wirtschaft des Landes zu investieren, sondern um dessen Auslandsschulden bei internationalen Banken auch weiterhin bedienen zu können. 

In Zeiten, in denen das Zinsniveau weltweit nahe Null liegt, wurden Ecuador diese Kredite zu einem Zinssatz von knapp 5 Prozent in Aussicht gestellt – mit der Auflage, den Staatshaushalt durch Massenentlassungen zu entlasten, die Benzinpreise zu erhöhen, die Reallöhne zu senken, die Privatisierung von Pensionsfonds voranzutreiben und große Bereiche des Gesundheits- und Ausbildungswesens ebenfalls zu privatisieren. 

Moreno, der selbst im Mittelpunkt eines Korruptionsskandals steht und gegen den wegen  Geldwäsche und Meineid ermittelt wird, erklärte sich mit dem Austeritätsprogramm einverstanden und begann im Februar mit der Erfüllung der Bedingungen, indem er als erstes Tausende von Staatsangestellten entließ. 

Zugleich verschärfte er die mit seiner Amtsübernahme begonnene Hetzkampagne gegen den 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchteten Julian Assange, ließ ihm die von seinem Vorgänger erteilte ecuadorianische Staatsbürgerschaft aberkennen und sorgte am 11.

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Tagesdosis 26.10.2019 – Der Pharmazeutische Massenmord – Opioid-Krise in den USA | KenFM.de

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26-10-19 01:15:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Diese Woche kam es wieder einmal zu einem vorgerichtlichen Vergleich in den USA. Dort sind ja so genannte Sammelklagen möglich. Das heißt: wenn viele Tausend Amerikaner einen Schaden erlitten haben, dann können sie alle vereint gegen den Verursacher des Schadens klagen. Dabei kann es um astronomische Summen gehen. Im aktuellen Fall klagten zwei Verwaltungsbezirke im US-Bundesstaat Ohio gegen drei Pharma-Großhändler (1). Streitwert: 48 Milliarden Dollar. Und die Frage ist, ob man den erlittenen Schaden, der an unbescholtenen US-Bürgern verübt worden ist, überhaupt mit Geld allein wieder gutmachen kann. Denn die legalen Pillen-Dealer tragen eine Mitschuld an dem Tod von 400.000 Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Käufer der Droge Oxycontin waren süchtig geworden. Zudem hatte Oxycontin die Atmung gelähmt und die Menschen waren elend erstickt. Man schätzt, dass in den USA aktuell 95 Millionen Menschen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, also beinahe ein Drittel aller US-Bürger. Und 2.7 Millionen Menschen gelten als süchtig nach den legalen Pillen. Mittlerweile müssen schon Großeltern die Aufzucht der Enkelkinder übernehmen, weil ihre Kinder aufgrund der Drogensucht zur Kindererziehung nicht mehr in der Lage sind (2). Die Pillensucht überfordert die Notdienste ganzer Regionen, wie die in den USA eigentlich sehr gewogene Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ zu berichten weiß:

„Vielerorts können Notärzte nicht mehr schnell genug auf die Vielzahl an Anrufen reagieren; in Ohio müssen die Opfer einer Überdosis inzwischen immer wieder in gekühlten Wohnwagen gelagert werden, weil die Leichenhallen überfüllt sind.“ (3)

Nun, in der hier verhandelten Sammelklage einigte man sich diese Woche darauf, das Verfahren einzustellen. Statt der 48 Milliarden Dollar zahlen die drei Pillengroßhändler an die Geschädigten freiwillig eine Summe von 260 Millionen US-Dollar. Sie tun dies und legen Wert auf die Feststellung, dass sie keinerlei Schuld am Massenmord an ihren Kunden anerkennen werden. Folglich wird auch kein Strafverfahren gegen die Top-Manager dieser Händler des Todes eröffnet. Der vorgerichtliche Vergleich ist eine schwere Niederlage für die Angehörigen der Opfer. Denn ein erklecklicher Teil der erstrittenen Summe von 260 Millionen Dollar wird in den Taschen der Rechtsanwälte beider Seiten versickern.

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Tagesdosis 25.10.2019 – Gezeitenwechsel im Mittleren Osten | KenFM.de

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25-10-19 01:39:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Mit allen reden, statt zu schießen. Sich streng an das Völkerrecht halten und wenn nötig mit unendlicher Geduld diplomatische Lösungen suchen, die für alle Beteiligten akzeptabel sind. Das zeichnet die russische Diplomatie unter der Führung des außerordentlichen Außenministers Sergeij Lawrow aus. Zusammen mit Präsident Wladimir Putin bilden die beiden ein unschlagbares Team. Auf Grund ihrer Erfolge hat Russland in der Krisenregion Mittlerer Osten inzwischen bei Freunden aber auch vor allem bei einstigen Gegnern höchste Anerkennung und Respekt gewonnen. Davon zeugt u.a. der Besuch des russischen Präsidenten Anfang letzter Woche (14.10.19) in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Beide Länder sind traditionelle US-Verbündete, die bisher Russland abgelehnt haben.

Zugleich musste die Fraktion der Kriegstreiber aus dem Washingtoner Club der Möchtegern-Weltherrscher dieser Entwicklung ohnmächtig aber wutschnaubend aus dem Abseits zusehen. Angesichts der neuen geopolitischen Realitäten und neuer militär-technischer Kapazitäten, egal ob am Golf von Persien oder in Syrien, hat das einzige „diplomatische“ Instrument, das die amerikanischen Kriegstreiber kennen, nämlich Drohungen mit Bomben und Raketen, weitgehend an Wirkung verloren.

Obwohl Russland mit allen redet, betreibt es alles andere als eine skrupellos opportunistische Politik, die stets nur auf den eigenen Vorteil gerichtet ist.

So hat z.B. Moskau trotz seiner guten Beziehungen zu Israel stets dessen Luftangriffe auf syrisches Staatsgebiet verurteilt und zur Zurückhaltung gemahnt. Russland hat auch Saudi-Arabien und andere arabische Golfstaaten wegen ihres Krieges im Jemen und ihren Drohungen gegenüber dem Iran scharf verurteilt. Letztlich ist die russische Außenpolitik prinzipientreu und hält sich konsequent ans Völkerrecht. Gegenüber Nationen, mit denen Russland historisch verbunden ist, wie z.B. Syrien bleibt es seinen strategischen Verpflichtungen treu.

Russlands pragmatische Politik des „Redens mit allen“ sorgt für gute Beziehungen zu einer Vielzahl von Staaten, obwohl mehrere dieser Staaten entweder voneinander entfremdet oder bitter verfeindet sind. So wurde Putin von den sunnitischen Potentaten in Riad und Abu Dhabi höchst freundlich empfangen. Das obwohl Russland sein enges Bündnis mit dem saudischen „Todfeind“, dem schiitischen Iran ausbaut, und obwohl Russland ein verlässlicher Verbündeter der syrischen Regierung ist, für deren Sturz auch die Saudis bisher viel Geld ausgegeben haben.

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Tagesdosis 23.10.2019 – Satanische Buchkomplizen | KenFM.de

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23-10-19 09:16:00,

Ein Kommentar von Florian Kirner.

Zerstreiten sich jetzt alle? Kommt es über die „Klimafrage“ zu ersten Duellen mit Schusswaffen? Ist Dirk Pohlmann Satanist? Oder … setzt sich jetzt dann doch langsam mal die Vernunft durch? Eine klare Antwort auf diese Frage lieferte die Frankfurter Buchmesse – und 67 Artikel im Onlinemagazin Rubikon.

Als frischgebackener Romanautor war ich zum ersten Mal zu diesem Hochamt des deutschen Buchhandels geladen – des westdeutschen Buchhandels, muss man genauer sagen. Denn die Leipziger Buchmesse steht der in Frankfurt am Main in Bedeutung nicht nach.

Die Buchmesse selbst: naaaaaaaja. Das ist ein Oktoberfest der Literatur, zumindest an den Tagen mit Publikumsverkehr. Unfassbare Menschenmassen schieben sich durch Hallen, die in ihrer multifunktionalen Anonymität und mit der Aluschienen-Architektur der Verlagsstände das gerade Gegenteil von Atmosphäre erzeugen. Für mich ist das eine völlig literaturwidrige Situation. Sie atmet, wie meine Österreichische Verwandtschaft zu sagen pflegt: das gewisse Nichts.

Immerhin aber entdeckte ich Sebastiao Salgado beim Büchersignieren. Der Mann ist einer meiner Helden und wurde dieses Jahr völlig zu recht mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet – mit der kleinen Einschränkung, dass ich persönlich den Preis an Julian Assange verliehen hätte. Aber mich hat niemand gefragt, und der Deutsche Buchhandel und die Verlegerschaft blieben auch zur Messe skandalös still zum Fall Assange, als würde sie dieser jahrelange Schauprozess gegen Grundprinzipien und Grundrechte des Journalismus und des freien Wortes gar nicht betreffen.

Sebastiao Salgado nun also ist Fotograf. Er war an den Krisen- und Kriegsschauplätzen der Welt unterwegs. Seine Bilder von den Goldschürfern in der brasilianischen Mine Serra Pelada machten ihn vor Jahrzehnten berühmt. Schön und schaurig verewigte er diese Arbeiter in ihrem Elend und doch auch in ihrer Würde.

1991 fotografierte Salgado dann den ersten Irakkrieg der USA unter Georg Bush Senior. Nachdem Salgado schließlich den Völkermord in Ruanda erlebte und fotografisch begleitete, geriet er an eine Grenze. Er wurde krank. Sterbenskrank. Die Ärzte konnten aber keine Ursache finden. Bis ein Arzt zu Salgado sagte: „Du hast soviel Tod gesehen in Deinem Leben, dass Dein Körper sterben will.“

Ein Neuanfang musste her. Gemeinsam mit seiner Frau beschloss der ehemalige Todesberichterstatter, das Leben suchen zu gehen. Sie suchten es in Brasilien, wo die Familie einige Hektar herrlichen Regenwalds besaß. Aber als sie hinkamen,

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Tagesdosis 22.10.2019 – Der letzte Akt | KenFM.de

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22-10-19 12:06:00,

Will die Menschheit nicht gemeinsam mit ihrem Lebensraum zugrundegehen, muss sie sich aus dem Bann der neoliberalen Narren und Betrüger befreien.

Von Chris Hedges.

Unsere Geschichte ist nicht neu. Die eklatanten Lügen und Dummheiten der unfähigen und korrupten Eliten. Die Unfähigkeit, die kostspieligen, endlosen Kriege aufzuhalten und die gigantischen Ausgaben für das Militär zu senken. Die Plünderung einer belagerten Bevölkerung durch die Reichen. Die Zerstörung des Ökosystems. Der Zerfall und die Aufgabe einer einst effizienten Infrastruktur. Der Zusammenbruch der Institutionen, die einen funktionierenden Staat aufrechterhalten, von der Bildung bis zur Diplomatie. Die Welt hat all das schon gesehen. Es ist die altbekannte Krankheit des Endes einer Zivilisation. Zunächst ist es auf eine düstere Art unterhaltsam, sogar inmitten des zunehmenden Leids. Doch am Ende wird jedem das Lachen vergehen.

Die Natur des Menschen ändert sich nicht. Sie folgt ihren bekannten und zyklischen Mustern. Der Unterschied ist, dass diesmal der ganze Planet mit uns untergehen wird. Bis zum Ende werden wir unter dem Bann von Narren und Betrügern gehalten. Denn was sind Demagogen wie Donald Trump und Boris Johnson oder Vertreter der Positiven Psychologie und Prognostiker der „besten aller möglichen Welten“ wie Steven Pinker anderes als Scharlatane, die darauf bestehen, dass die Tragödie, der wir gegenüberstehen, nicht real ist?

Was sind die Technokraten und Wissenschaftler, die uns erzählen wollen, dass Bildung und westliche Zivilisation uns in rationale Wesen verwandeln können, anderes als Schamanen? Und was sind die Konzern-Titanen, die ein Vermögen mit ihren Waffen, Chemikalien, fossilen Brennstoffen oder umweltzerstörerischer Tierzuchtindustrie machen, anderes als Menschenopfer fordernde Hohepriester?

Die menschliche Geschichte ist immer die gleiche. Gekleidet in neue Kostüme und unter Verwendung neuer Hilfsmittel erleben wir sie immer und immer wieder. Würden wir uns nach wie vor mit Philosophie, Literatur, Geschichte, Poesie und Theologie beschäftigen, käme es für uns nicht überraschend, dass Gier, Hedonismus und Hybris mühelos die Empathie und Vernunft zunichtemachen.

Aber weil wir das nicht tun, weil wir lieber jeden Tag mehrere Stunden damit verbringen, durch das Anstarren elektronischer Bildschirme kleine Mengen an Dopamin auszuschütten, denken wir, dass es seit Beginn der Menschheit nichts uns Vergleichbares gegeben hat. Wir sind blind gegenüber der Tatsache, dass die Klimabedingungen, die in den vergangenen 10.000 Jahren die Entfaltung von Zivilisationen ermöglichten,

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Tagesdosis 21.10.2019 – Barcelona und London – Der unaufhaltsame Zerfall der EU | KenFM.de

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21-10-19 10:58:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Das vergangene Wochenende hat den unaufhaltsamen Zerfallsprozess der Europäischen Union einmal mehr an den Tag gelegt. In London wurde die inzwischen drei Jahre und fünf Monate zurückliegende Wahlentscheidung zugunsten eines Brexits ein weiteres Mal mit Hilfe parlamentarischer Winkelzüge missachtet. In Barcelona prügelten Polizisten des EU-Mitgliedes Spanien Dutzende von Menschen krankenhausreif, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahmen.

Enthüllend war auch die Art und Weise, mit der die Mainstream-Medien auf beide Ereignisse reagierten: Die Debatte im Londoner Parlament konnte auf verschiedensten Kanälen über Stunden live verfolgt werden und die Demonstration von EU-Befürwortern vor dem britischen Parlamentsgebäude wurde in allen Nachrichtensendungen ausführlich erwähnt. 

Dass in Katalonien mehr als eine halbe Million Menschen demonstrierten, wurde nur am Rande erwähnt, und die brutalen Übergriffe der spanischen Polizei auf überwiegend  jugendliche Demonstranten in Barcelona wurden schlichtweg übergangen.

Diese Art der Berichterstattung ist kein Wunder: Die öffentlich-rechtlichen Sender werden von der Politik kontrolliert, während die Privatsender sich im Besitz ultrareicher Familien befinden. Beide – sowohl Politiker als auch die Finanzelite – haben ein eminentes Interesse daran, die EU in ihrer gegenwärtigen Form zu erhalten, da sie jahrzehntelang von ihr profitiert haben und diesen Trumpf nicht freiwillig aus der Hand geben wollen.

Das allerdings wird immer schwieriger, da die Kluft zwischen beiden Gruppen und der arbeitenden Bevölkerung kontinuierlich zunimmt. Ursache dafür sind die Entwicklungen im Wirtschafts- und Finanzsektor, die die Wohlhabenden immer stärker begünstigen, während der Lebensstandard der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung entweder stagniert oder sinkt.

Da die meisten Menschen diese Zusammenhänge aber nicht durchschauen, ist es sowohl den Brexit-Befürwortern als auch den katalonischen Separatisten gelungen, eine große Anhängerschaft zu gewinnen, obwohl ihre rein nationalistischen Ziele – ein Austritt Großbritanniens aus der EU und eine Ablösung Kataloniens von Spanien – keines der bestehenden Probleme lösen werden. 

Im Gegenteil: Die Folgen des Brexits oder einer möglichen Loslösung Kataloniens von Spanien würden von der Wirtschafts- und Finanzindustrie mit absoluter Sicherheit auf die arbeitende Bevölkerung abgewälzt werden.

Besonders absurd ist momentan die Situation in Großbritannien: Während ein Großteil der Wirtschafts- und Finanzelite den Brexit mit allen Mitteln zu verhindern sucht,

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Tagesdosis 19.10.2019 – Gebt Diffamierung keine Chance! | KenFM.de

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20-10-19 11:17:00,

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Der Krieg um unsere Denk- Fühl- und Handlungsressourcen tobt immer stärker und die Liste der psychologischen Kriegsopfer wird täglich länger. 

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Diesmal hat es die Professorin für Politikwissenschaft und Frauenforschung Claudia von Werlhof getroffen: Am 4. Oktober schreibt sie einen offenen Brief an Greta Thunberg und bezahlt dies mit dem sofortigen Rückzug des Verlages, der eigentlich in Kürze ihr Hauptwerk veröffentlichen sollte. Es ist ein Musterbeispiel für die Leichtigkeit, mit der psychologische Kriegsführung gemeinhin das Denken und Fühlen abschaffen will. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Eine Anleitung zum Ausstieg aus automatisch ablaufenden Denk- Fühl- und Handlungsmustern. 

Ken Jebsen kennt sie. Daniele Ganser kennt sie. Dirk Pohlmann kennt sie. Alle Personen des öffentlichen Lebens, die eine andere als die herrschende Meinung vertreten, kennen sie: Die Folgen von Intrigen, Diffamierung und Rufmord. Claudia von Werlhof kennt sie seit Jahrzehnten. Schließlich beschäftigt sie sich in ihrer Forschung mit der Frage, welche Mächte mit aller Kraft versuchen, den Planeten zu zerstören, und was man tun kann und muss, um die Erde und damit alles Leben zu retten. 

Sie hat deshalb, zusammen mit Wissenschaftlern und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, einen öffentlichen Brief an Greta Thunberg geschrieben, der an dieser Stelle verlinkt ist (1). Ihre Verlegerin hat daraufhin „Verschwörungstheorien“ gewittert und in einer Mail empathiefrei und rücksichtslos die Zusammenarbeit beendet. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Manipulationen zu durchschauen und die eigenen, wie automatisch ablaufenden, Denk- Fühl- und Handlungsgewohnheiten zu durchbrechen, um sich nicht in den Pferch der Meinung der Herrschenden treiben zu lassen.

Heute gibt es im Grunde keine Diskussionskultur mehr, denn es wird schon im Vorhinein dafür gesorgt, dass überhaupt nur ganz bestimmte (Anti-)thesen im Meinungsaustausch zugelassen sind. (2) Passt eine Meinung nicht in den so genannten „herrschenden Diskurs“ (3), der ein Diskurs der Herrschenden ist, wird sie in Gang gesetzt, die Diffamierungsmaschinerie. 

Der Begriff der Maschine ist von mir hier bewusst gewählt, denn eine Maschine „denkt“ binär, das heißt es gibt nur zwei Möglichkeiten: 0 und 1. Richtig oder falsch.

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