Tagesdosis 20.4.2019 – Raus aus dem Krieg – raus aus dem Gedankengefängnis | KenFM.de

tagesdosis-2042019-8211-raus-aus-dem-krieg-raus-aus-dem-gedankengefangnis-kenfm.de

20-04-19 12:08:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Gegen Aufrüstung und Umweltzerstörung. Fluchtursachen beseitigen. Für ein solidarisches Miteinander. Das und ähnliches ist in den Aufrufen der Friedensbewegung zu den diesjährigen Ostermärschen zu finden, die dieser Tage in Dutzenden Städten bundesweit stattfinden. Eigentlich müssten Millionen Menschen dabei sein. Gerade jetzt. Denn die Welt wankt. Nie fuhr die Rüstungsindustrie so hohe Profite ein wie heute. Das weltweite Elend, erzeugt durch Kriege mit und ohne Waffengewalt, ist immens. Ein gesunder Mensch kann das nicht wollen.

Doch die erhofften Millionen werden aller Wahrscheinlichkeit nach wieder nicht kommen. Nicht an diesem Osterwochenende, nicht zu irgendeiner anderen für dieses Jahr geplanten Friedensdemonstration. Die sich engagieren, laufen gegen Mauern, Mauern in den Köpfen, Mauern in den Herzen, Mauern der Müdigkeit, der Trägheit und der Ignoranz. Doch viele der Engagierten stehen auch vor ihren eigenen Mauern.

Gemeint sind jene Mauern, die unser Denken systemkonform eingrenzen. Nein, der Diskurs im Kapitalismus ist nicht egalitär. Er ist so wenig egalitär, wie die nach Eigentum an profitablem Vermögen gestaffelten Hierarchien. Der Diskurs der Massen ist autoritär strukturiert. Große Medienkonzerne verfügen über eine enorme Deutungs- und Meinungsmacht. Dauerbombardements mit zielgerichteter Stimmungsmache haben die Köpfe in feste Denkschemen gepresst. Die Prämissen werden durch eine Systemlogik gesetzt, die nicht hinterfragt wird. Selbst in hitzigen Debatten werden Begriffe wie Markt, Staat, Lohnarbeit und Nation nicht reflektiert, sondern als Diskussionsgrundlage hingenommen.

Denn man will nicht abseits dieser ominösen „Mitte“ stehen, dieser viel gelobten vermeintlichen Mehrheit. Wer sich nicht anpasst, gilt als Außenseiter. Was werden die anderen sagen, wenn ich mich mit Außenseitern zusammentue? Kapitalismus ist somit auch ein Gedankengefängnis, das die Reflexion der sich krisenbedingt sichtbar häufenden sozialen Verwerfungen und ökonomischen Missstände verhindert.

Wer konkret über Eigentumsverhältnisse, systembedingte Prozesse der Konzentration von Kapital und Macht sowie die strukturelle Beherrschung und Ausbeutung der Mehrheit durch eine letztlich gewalttätige Minderheit spricht; wer also die Ursachen für Krieg, Armut und Elend benennt, der überschreitet den von oben gesetzten Rahmen. Er gilt als linksextrem,

 » Lees verder

Tagesdosis 18.4.2019 – Notre-Dame – multipler Dachschaden | KenFM.de

tagesdosis-1842019-8211-notre-dame-8211-multipler-dachschaden-kenfm.de

18-04-19 02:19:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Kurz vor 19:00 Uhr am Montag dieser Woche brannte über mehrere Stunden der Dachstuhl einer Kirche in Frankreich. Wodurch kam es zu diesem Ereignis? Nach neuesten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft, Zitat dpa: geht es bei den Ermittlungen um eine „unbewusste Zerstörung“ durch Feuer. Von möglicher Brandstiftung war keine Rede (1).

Wenn nichts bekannt, wird erstmal wie gewohnt gemutmaßt. Die Tagesthemen Redaktion, mit ihrer Moderatorin Caren Miosga, am Abend des Vorfalls, Zitat: Flammen fressen sich durch Notre-Dame. Das weltberühmte Wahrzeichen von Paris ist eine einzige Fackel (…) Rasch stand über der französischen Hauptstadt eine gigantische Rauchsäule und die Frage, war es ein Anschlag? Was hatte diesen verheerenden Brand ausgelöst?(2)

Nun stellte sich also heraus, es war kein Anschlag von außen. Gab es etwaig Nutznießer anderer Couleur? Dazu später mehr.

Das Ereignis trug weitere skurrile Früchte. Das Unternehmen YouTube sah sich zum Beispiel, aufgrund der Fülle von hochgeladenem Videomaterial und Livestreams, gezwungen ihren „Fragwürdiges Bildmaterial“ Algorithmus zu starten, um dann über eine Zusatzinformation die vermeintlich getäuschten Betrachter aufzuklären.

Diese erfolgte über einen Infokasten, eine Bauchbinde unter dem Video, in dem Falle bei France24. Der Inhalt erläuterte dem Zuschauer, was er vermeintlich sieht, nämlich die Ereignisse – Achtung – des 11.Septembers 2001, dem Einsturz der Twin Towers. Feuer / Turm / Rauch, sie verstehen?

In einer Erklärung zu dieser Kombination, über die Gründe entschuldigte sich das Unternehmen wie folgt, Zitat: Diese Einblendungen werden über Algorithmen angestoßen, jedoch unser System reagiert manchmal fehlerhaft. Wir werden, im Zusammenhang mit dem Paris Feuer, diese Einblendungen aussetzen (“These panels are triggered algorithmically and our systems sometimes make the wrong call. We are disabling these panels for live streams related to the fire.”) (3).

Am Dienstag überschlugen sich dann die weltweiten Reaktionen. Betrachten wir jene aus Deutschland, Zitate: Der Spiegel: Kathedrale Notre-Dame de Paris. Das Herz der Nation (4).

 » Lees verder

Tagesdosis 17.4.2019 – Körperspender und Bewusstseinswechsler | KenFM.de

tagesdosis-1742019-8211-korperspender-und-bewusstseinswechsler-kenfm.de

17-04-19 09:55:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Körperspender(1), so nennen junge Studenten der Medizin Leichen, an denen sie ihren Präpa-Kurs vollziehen dürfen. Anatomie-Ausbildung, heißt das. Jeder Student bekommt seine Leiche, die er Woche für Woche, Stück für Stück zerlegen darf. Viele fragen sich: Wie ist es, mit einer Leiche eine Beziehung aufzubauen? Sie auseinanderzunehmen, um dann später, sich daran zu erinnern, wo die Innereien liegen, die man vielleicht dann von üblen Tumoren befreien darf. Müssen Medizinstudenten ihren inneren Ekel vor Leichen, ja ihre Angst vor dem Toten, überwinden? Muss sich jemand dabei übergeben? Leichen werden sie nicht dort genannt, sondern Körperspender. Der sterbende Mensch willigt ein, sich nach seinem Tod der Medizin zur Verfügung zu stellen. Daher dieser Begriff, Körperspender. Man legt diese Toten in ein Bad voller Formalin. So macht man es schon seit Mary Shelley ihren Frankenstein erschuf. Vielleicht schon länger. Wie ist es, wenn man das erste Mal die Decke anhebt und das tote Gesicht, den toten Körper einer präparierten Leiche sieht? Erschrickt man dabei? Denkt man an seinen eigenen Tod? Die Körperspender liegen nackt, vollkommen entblößt auf dem Tisch. Ein Körper ohne den Geist, eine leblose Hülle. Ob Medizinstudenten sich fragen, was Leben ist und was dort in diesem Körper einst war, um in ihm voller Leben gewesen zu sein? Ob sie sich in diesem Körper selbst sehen und erahnen, dass auch sie einst so daliegen könnten? Ohne Leben, ohne vollkommene Lebendigkeit? Ohne Geist und ohne jegliches Leben, einfach tot, im absoluten Nichts zu sein?

Wirklichkeit erschafft Potenzialität, nicht Realität

Ob diese Studenten das erkennen, was Hans Peter Dürr erkannt zu haben glaubte? Dass alles, was ist, aus einem Bewusstsein heraus entstanden sein muss? Dass dieses Bewusstsein das ist, was viele religiöse oder spirituelle Menschen das Eine, das Vollkommene oder Gott nennen? Ob sie das auch in ihrem Studium erfahren und lernen? Ob sie lernen, dass die Wirklichkeit nicht die Realität entstehen lässt, sondern dass Wirklichkeit Potenzialität entstehen lässt, wie Hans Peter Dürr sagte? Der Mensch, einzig ein materielles Wesen, einzig aus materiellem Bestand, wie uns auch heute noch in Schulen und Studium gelehrt wird?

 » Lees verder

Tagesdosis 16.4.2019 – Lasst hundert Wikileaks blühen! | KenFM.de

tagesdosis-1642019-8211-lasst-hundert-wikileaks-bluhen-kenfm.de

16-04-19 01:50:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Wenn unliebsame Journalisten einfach zu “feindlichen Geheimdiensten” umdefiniert werden können, ist die Pressefreiheit weltweit tot.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

„Was machen eigentlich “New York Times”, “Guardian” und “Spiegel” ? Da wird ihr Informant Julian Assange in Haft genommen, da werden seiner Plattform Wikileaks die Server abgeklemmt und die Bank-und Kreditkartenkonten gesperrt – da wird also ein Medium, ein Organ der Presse, massiv und ohne rechtliche Grundlage seiner finanziellen und publizistischen Mittel beraubt, und die Großmedien, die eben noch mit Wikileaks-Informationen Auflage und Kasse gemacht haben, sagen dazu: Nichts !?

Wenn irgendwo auf der “Achse des Bösen” ein westlicher Journalist in die Bredouille gerät, lassen Editorials nicht lange auf sich warten, die “Pressefreiheit”, “Menschenrechte”, “Demokratie” mit scharfen Worten anmahnen; Chefredakteure lassen ihre Beziehungen zur Regierung spielen, Außenminister protestieren, Botschafter werden einbestellt, öffentlicher und politischer Druck wird aufgebaut. Was indessen Wikileaks betrifft, blasen die Herolde der Pressefreiheit derzeit nicht einmal ein laues Lüftchen – dass die NewYork Times-Besitzer persönlich protestiert hätten, dass der “Guardian” die britische Öffentlichkeit gegen die skandalöse Inhaftierung mobilisiert oder der “Spiegel” androht, seine Visa-und Mastercard-Konten zu kündigen, wenn diese Firmen Wikileaks weiterhin ausschließen… wenn dergleichen in den letzten Tagen geschehen wäre, hätte man davon gehört und gelesen. Es ist nicht geschehen und es ist zu vermuten, dass die vermeintlichen Flaggschiffe der ‘freien Presse’ auch künftig gegen die Unterdrückung von Wikileaks  nichts weiter einzuwenden haben; von “Quellen,- und Informantenschutz” – immer gern betont, wenn’s um die verfassungsmäßigen Rechte der Presse geht –  ist bei Julian Assange, der wichtigsten “Quelle” für NYT, Spiegel & Co. seit Jahren,  plötzlich keine Rede mehr und das Wort “Zensur” nehmen die Edelfedern unserer “Leitmedien” offenbar nur in den Mund,  wenn sie in China oder Iran stattfindet.

Dass der Presse diskrete Informationen zum Zwecke der Veröffentlichung zugespielt werden, ist nicht nur so selbstverständlich und so alt wie das gesamte Zeitungsgewerbe, in der heutigen Zeit gehört es sogar zu den Pflichten der Medien, als kontrollierende ‘vierte Säule’ der Verfassung, sich solche Informationen zu verschaffen. Nichts anderes hat Wikileaks in der Vergangenheit getan,

 » Lees verder

Tagesdosis 15.4.2019 – Europawahlen 2019: Ein weiteres Spektakel zur Täuschung der Öffentlichkeit | KenFM.de

tagesdosis-1542019-8211-europawahlen-2019-ein-weiteres-spektakel-zur-tauschung-der-offentlichkeit-kenfm.de

15-04-19 02:28:00,

Zu einer Elitendemokratie, wie sie sich in den gegenwärtigen Formen einer repräsentativen Demokratie ausdrückt, gibt es eine Vielzahl von sorgfältig ausgearbeiteten Alternativen, die der Leitidee von Demokratie sehr viel näherkommen. Sie werden – häufig unter Stichworten wie „partizipatorische Demokratie“, „Radikaldemokratie“ oder „Rätedemokratie“ – in der entsprechenden Literatur seit je intensiv diskutiert. Interessanterweise sind sie jedoch in der öffentlichen Diskussion praktisch nicht präsent und gleichsam unsichtbar. Diese Unsichtbarkeit von ernsthaft demokratischen Alternativen ist selbst wiederum Folge einer jahrzehntelangen Indoktrination, in der die gegenwärtige Form einer „repräsentativen Demokratie“ nicht nur als beste Form von Demokratie vermittelt wird, sondern auch als alternativlos, da sie die einzig praktikable Realisierung der Leitidee von Demokratie sei
(…)
Durch die Indoktrination einer Alternativlosigkeit von repräsentativer Demokratie haben wir im gesellschaftlichen Gedächtnis die eigentlichen geschichtlichen Triebfedern dieser Form der Elitenherrschaft vergessen und sind gar nicht mehr in der Lage zu erkennen, dass die Idee einer repräsentativen Demokratie gerade zur Abwehr von wirklicher Demokratie entstanden ist.
(Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören S. 94/95)

Und hier:

Die Vertreter der Bourgeoisie befürworteten zwar Reformen und parlamentarische Demokratie, waren aber jederzeit zur Unterordnung unter den Zaren bereit, wenn es darum ging die Ansprüche der Arbeiterklasse abzuwehren. Gleichzeitig machte ein beträchtlicher Teil der Bourgeoisie ungeheure Gewinne mit dem Krieg, während sich die Versorgung in den Städten immer mehr verschlechterte.
(Aus dem Vorwort: Geschichte der Russischen Revolution – Februarrevolution, Leo Trotzki)

Oder in aller Kürze:

Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides.“
(Louis Brandeis, von 1916 bis 1939 Richter am Obersten Gerichtshof der USA)

Ergänzend noch eine Anmerkung zum Brexit:

Brexit als Krisenprotest

Hauptursache des Entschlusses einer knappen Mehrheit der britischen Bevölkerung für den Brexit zu stimmen, waren die durch Wirtschaftskrise und Jahrzehnte neoliberaler Politik verursachten sozialen Verwerfungen. Großbritannien ist heute ein Land, in dem zehntausende Kinder hungrig zur Schule gehen, weil die Eltern nicht genug Geld haben, um ihnen ein Frühstück auf den Tisch zu stellen. Ein Land, dessen Sozialpolitik von einem im Herbst erschienenen UN-Bericht als „bewusst unmenschlich“ gebrandmarkt worden ist. Ein Land, in dem 120.000 Kinder obdachlos sind und die Menschen von 80.000 Haushalten nicht wissen,

 » Lees verder

Tagesdosis 13.4.2019 – Dienen und gehorchen für Maximalprofit | KenFM.de

tagesdosis-1342019-8211-dienen-und-gehorchen-fur-maximalprofit-kenfm.de

13-04-19 04:03:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath

Der Energiekonzern RWE will an die Kohle. Mit diesem Brennstoff macht er seit Jahrzehnten Profit. Auf Kohle ist er spezialisiert. Doch Kohlestrom ist umwelt- und klimaschädlich. Darf RWE trotzdem weiter machen oder nicht? Eins der wichtigsten Argumente der Befürworter sind Arbeitsplätze. Der Konzern droht mit einem massiven Stellenabbau, so er nicht weiter machen dürfe wie bisher. Kann das einer wollen? Um die Frage zu beantworten, müssen wir zwischen Arbeit und Lohnarbeit unterscheiden. Darauf machte ich schon öfter aufmerksam. Und Leser fragten nach: Wo ist da nun genau der Unterschied?

„Arbeit ist eine zielgerichtete, soziale, planmäßige und bewusste körperliche und geistige Tätigkeit. Ursprünglich war Arbeit der Prozess der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur zur unmittelbaren Existenzsicherung. Mit zunehmender sozialer Differenzierung, Arbeitsteilung und der Herausbildung von Tausch- und Geldwirtschaft wurde Arbeit mittelbar“, heißt es im Gabler Wirtschaftslexikon.

Soweit zum Grundbegriff der Arbeit. In der kapitalistischen Realität müssen wir aber über Lohnarbeit reden. Etwa 40 Millionen Menschen sind in Deutschland abhängig beschäftigt. Sie haben einen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen besiegelt. Damit verpflichten sie sich, diesem eine bestimmte Arbeitsleistung zu erbringen. Die Firma sagt im Gegenzug zu, sie dafür zu entlohnen. Anders ausgedrückt: Wer kein profitables Kapital besitzt, dem bleibt nur übrig, seine Arbeitskraft am Arbeitsmarkt als Ware gegen Entgelt anzubieten. Unternehmer kaufen diese Ware, um damit Profite zu erzielen.

Hier tut sich bereits der Hauptwiderspruch des gegenwärtigen Systems auf: Der Beschäftigte will einen möglichst hohen Preis für seine Ware, die Arbeitskraft, erzielen, um gut leben zu können. Der Unternehmer aber strebt nach maximalem Profit. Das muss er, um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Hohe Löhne mindern seinen Gewinn. Er ist daher bestrebt, sie so niedrig wie möglich zu halten. Sein ökonomisches Interesse an seinen Beschäftigten besteht einzig darin, ihre Arbeitskraft zu erhalten.

Die Interessen der Lohnabhängigen stehen denen der Kapitaleigentümer also grundlegend entgegen. Die Geschichte zeigt: Alle demokratischen Rechte mussten sich erstere hart, teils blutig erkämpfen. Heute erleben wir viele Rückschritte. Rund neun Millionen Menschen arbeiten für weniger als zehn Euro pro Stunde.

 » Lees verder

Tagesdosis 12.4.2019 – Sahra-Bashing oder: Journaille der Verhetzung | KenFM.de

tagesdosis-1242019-8211-sahra-bashing-oder-journaille-der-verhetzung-kenfm.de

12-04-19 07:27:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Die Schmiererei des Auftragschreibers Knut Mellenthin im Demagogiecheck.

Ein Kommentar von Klaus Hartmann

Ausgerechnet in der „jungen Welt“, nach Selbsteinschätzung eine „marxistische Tageszeitung“, erhält einer Gelegenheit, auf vollen zwei Seiten (Rubrik: „Thema“) über Sahra Wagenknecht abzulästern. Das findet unter der Überschrift „Politik der Vereinfachung – Die Rhetorik der noch amtierenden Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht, im Faktencheck“ (1) statt. Insofern ist die Überschrift dieses Kommentars nahezu ein Plagiat.

Verhandelt wird ein Themenspektrum von Flüchtlingen und Sicherheit über Merkel, Trump und den Brexit bis hin zur AfD, zu Populismus und Rechtsextremismus. Das zeigt bereits die Absicht an, in welcher Schublade Sahra Wagenknecht landen und entsorgt werden soll.

Und was checken unser Schreiber Mellenthin? Er wirft Wagenknecht einen „propagandistischen Schnellschuss“ vor, aus dem Anlass, den er selbst so beschreibt: „Am 24. Juli 2016 zündete ein syrischer Migrant vor einem Weinlokal im fränkischen Ansbach eine in einem Rucksack transportierte Bombe. 15 Menschen wurden verletzt, der Attentäter selbst starb.“

„Schnellschuss“? „Einen Tag später veröffentlichte Sahra Wagenknecht eine Presseerklärung“. Beruhigend: Geschossen hat sie schon mal nicht, das war der Andere, nee, der hat ja gebombt. Aber dank Wagenknechts Halbsatz „auch wenn die konkrete Aufklärung der Hintergründe des Anschlags noch abgewartet werden muss“, hat er sie erwischt, beim schnell schießen: „ohne jedes Hintergrundwissen“ habe sie geschossen, folglich also (zu) schnell.

„Menschen müssen sich wieder sicher fühlen können“ war der Titel der Presserklärung, woran Mellenthin bereits Anstoß nimmt, denn für ihn erschien sie „unter der vielsagenden Überschrift“…. Was ist daran so „vielsagend“? Der durchschnittlich verständige Leser denkt doch, die Überschrift sei hinlänglich klar, nicht unverständlich kurz, aber auch nicht überfrachtet – also eher in der Norm. Warum hingegen sagt sie Mellenthin (zu) viel und insbesondere was? Wahrscheinlich tut sie das gar nicht, die Überschrift, sondern es ist Mellenthin, der uns etwas mehr sagen will. Eigentlich sagt er es uns nicht, er suggeriert bloß, wir sollen seine Gedanken erraten: „wer so spricht“, ein „sich sicher fühlen“ verlangt, ist „ein Nazi“, mindestens ein „ganz Rechter“.

 » Lees verder

Tagesdosis 11.4.2019 – Survival. Überleben mit der Bundeswehr | KenFM.de

tagesdosis-1142019-8211-survival-uberleben-mit-der-bundeswehr-kenfm.de

12-04-19 06:25:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

oder „Folge Deiner Berufung“ – Die Bild, der Bischof und der BVB.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der breite gesellschaftliche Konsens zum Thema Soldatentum und unterstützenden Institutionen scheint vermeintlich intakt. Bundeswehr und Gesellschaft – Für die gemeinsame Sache nennt sich die Veranstaltung und die damit verbundene Preisverleihung durch das Bundesministerium der Verteidigung am 09.04.2019 (1). Der Preis Bundeswehr und Gesellschaft wird seit Februar 2016 an Initiativen vergeben, die sich um die Bundeswehr und ihre Angehörigen verdient gemacht haben, so nachzulesen auf der Seite des Ministeriums.

Zwei der Prämierten sind die Redaktionen der Bild und Bild am Sonntag, ausgezeichnet in der Kategorie Kultur, sowie der Fussballclub Borussia Dortmund in der Kategorie Verein. Die Begründungen lauteten, Zitat: Die Zeitungen hätten in ihrer Berichterstattung immer wieder die menschliche Seite der Soldaten der Bundeswehr gezeigt. So hätten Millionen Leser ein tieferes Verständnis für den Soldatenberuf entwickeln können. Ist dem so?

Der BVB hatte hunderte Freikarten für Bundeswehrangehörige zur Verfügung gestellt und Kinder aus Soldatenfamilien eingeladen, mit den Profis ins Stadion einzulaufen. Der prämierte Vereinspräsident Reinhard Rauball bedankte sich mit folgenden Worten, Zitat: „Wer sich für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einsetzt, wird von Borussia Dortmund immer unterstützt werden“. Ohne Kommentar.

Ministerin Von der Leyen lächelte, denn sie wird wie folgt zitiert: Die Bundeswehr wird von der Gesellschaft getragen. Wir freuen uns darüber, und wir sind auch ein bisschen stolz darauf.

Über diese Einschätzungen lässt sich streiten. Kennen sie jemanden in ihrem Bekanntenkreis der Krieg, die Bundeswehr, SoldatInnen und entsprechende Einsätze gutheißt? Was bedeutet von der Gesellschaft getragen zu werden? Jüngst diskutierte das Land über Werbeeinsätze von Jungoffizieren der Bundeswehr an Schulen. Die Berliner SPD erließ Anfang April einen Beschluss, der dies zukünftig untersagen soll. Thema: die Bundeswehr gehört nicht an die Schulen. Parteikollegen kritisierten sie dafür. Thomas Oppermann (SPD) twitterte, Zitat: Bin entsetzt über Beschluss der Berliner SPD. Wer so einen Unsinn beschließt, sollte sich selbst von unseren Schulen fernhalten.(2). Die SPD und der Krieg – zwei die sich verstehen.

 » Lees verder

Tagesdosis 10.4.2019 – Sündenbock Kind | KenFM.de

tagesdosis-1042019-8211-sundenbock-kind-kenfm.de

10-04-19 12:25:00,

Zum Schutz der Umwelt eine Null-Kind-Politik zu fordern, offenbart eine fehlgeleitete Auffassung von „Feminismus“.

Ein Kommentar von Felix Feistel.

Wenn stille Wasser tief sind, dann ist Verena Brunschweigers Manifest eine vor Zorn und Hass brodelnde Pfütze. Über 140 Seiten lang argumentiert die Autorin an jedem tatsächlichen Problem vorbei, um ihre Weltsicht dem Leser ins Hirn zu prügeln: Kinderlosigkeit ist das Gebot der Stunde. Wer sich anders entscheidet, handelt schlecht.

In vielen Artikeln wurde das Werk auf den Aspekt der Kinderlosigkeit zugunsten von Klima- und Umweltschutz reduziert. Dieser jedoch nimmt nur den geringsten Raum des Buches ein. Zuvor versucht die Autorin, eine bekennende Feministin, die Befreiung der Frau über das Mittel der Kinderlosigkeit zu propagieren. Der Tenor: Frauen, die Kinder bekommen (wollen), oder diese bereits haben, sind rückschrittlich, nicht emanzipiert und ordnen sich dem Mann unter. Selbstbestimmte Frauen hingegen bekämen keine Kinder. Dass Frauen auch selbstbestimmt den Wunsch hegen können, Kinder zu kriegen, kommt in Brunschweigers Weltsicht hingegen nicht vor. Stattdessen schreibt sie diesen Wunsch der gesellschaftlichen, von Unterdrückung durch den Mann bestimmten, „pronatalistischen“ Propaganda zu.

Dabei sei der Wunsch westlicher Frauen, Kinder zu bekommen, ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die in weniger wohlhabenden Regionen leben. Denn dort würden viele Frauen unfreiwillig Mütter, entweder durch mangelhaften Zugang zu Verhütungsmitteln oder durch Vergewaltigung. Doch was hat der Wunsch von Frauen auf ein Kind hierzulande mit den Frauen dort zu tun? Ist die einzige Konsequenz, Vergewaltigungsopfern in der dritten Welt Achtung entgegenzubringen, hierzulande keine Kinder in die Welt zu setzen? Wie diese beiden Aspekte miteinander zusammenhängen sollen, erklärt die Autorin jedoch nicht. Allerdings ist dies nur ein Beispiel für ihre schlichte, ja geradezu dümmliche Argumentationsweise.

Brunschweiger sieht sich in einer Gesellschaft, die Frauen zu Müttern machen wolle. Wie sie auf diesen Gedanken kommt, erschließt sich dem Leser beziehungsweise der Leserin jedoch nicht. Gerade junge Frauen werden alleine aufgrund einer potenziellen Schwangerschaft bei der Suche nach einer Arbeit benachteiligt. Zudem stellt diese Gesellschaft Mütter und Eltern nicht nur zu wenig Kitaplätze, sondern auch Schulen zur Verfügung, die nicht nur bauliche Mängel aufweisen, sondern in denen auch Lehrer fehlen, während sie gleichzeitig Mütter dazu anhält, möglichst bald nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen.

Doch ihrer Meinung nach erleben wir derzeit einen „backlash“ — ein Wort,

 » Lees verder

Tagesdosis 9.4.2019 – 5G, der BND und die Medien | KenFM.de

tagesdosis-942019-8211-5g-der-bnd-und-die-medien-kenfm.de

09-04-19 12:48:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Geheimdienste und Medien haben, zumindest in einem bestimmten Bereich, identische Aufgaben. Beide sollen Nachrichten sammeln, analysieren und an ihre Auftraggeber weitergeben, damit zielgerichtet gehandelt werden kann. Sie sollen Einzelereignisse aufzeichnen, ohne sich in den Einzelheiten zu verlieren, sie sollen die Wirklichkeit verdichten, Wesentliches von Unwesentlichem trennen, Zusammenhänge ermitteln und vermitteln. Ihre Aufgabe ähnelt der eines Kartographen. Eine Landkarte soll einen Überblick liefern. Eine Landkarte, die alles genau abbildet, wäre genauso kompliziert wie die Wirklichkeit, sie wäre eine Fotografie in Originalgröße und damit als Orientierungshilfe wertlos. Eine gute Karte zeigt nur die wesentlichen Informationen, sie dampft die immense Vielfalt der Realität zu einem Stück bedruckten Papier ein, mit dem man sich zurechtfinden und sein Ziel erreichen kann.

Der Unterschied zwischen Medien und Geheimdiensten ist der Adressat ihrer Arbeit. Geheimdienste sind Werkzeuge von Regierungen, die ihre Macht erhalten oder ausweiten wollen. Ihre Nachrichtenauswahl ist richtig, wenn sie alle Faktoren im Blick behält, die systemrelevant sind und die es der zweiten großen Abteilung des Geheimdienstes neben „Intelligence“, nämlich „Operations“ ermöglicht, die richtigen Leute zu töten oder zu fördern, zu denunzieren oder in Machtpositionen zu bringen, Regierungen zu stürzen, Wirtschaftsordnungen zum Einsturz bringen oder zu unterstützen. Je weniger die Wahrheit kennen, und den wahren Zweck der Datenanalyse, um so besser. 

Für alle Menschen außerhalb der Regierung oder Elite, die den Geheimdienst nutzt, gilt die „Champignon-Regel“: „Halte sie im Dunkeln und füttere sie mit Bullshit.“ Denn Wissen ist Macht.

Für Otto Normalstaatsbürger gibt es eine andere Art von Intelligence. Die Medien haben den Staatsbürger als Adressat ihrer „Intelligence“, sie sollen ihn, zumindest wird das so behauptet, wahrheitsgemäß informieren, damit er sich in der Wirklichkeit zurechtfindet. 

Man könnte sich fragen, ob das so stimmt, und warum der Staat so viel Wert darauf legt, dass der Staatsbürger informiert wird, wenn er doch nur alle 4 Jahre einmal Macht ausüben kann: bei der Stimmabgabe an der Wahlurne. Und das war es dann auch. Wenn er seine Stimme abgegeben hat, im Wortsinn, hat er keine mehr. 

Eigentlich ist es doch egal,

 » Lees verder

Tagesdosis 8.4.2019 – Brexit als Auslöser für inszenierten Crash? | KenFM.de

tagesdosis-842019-8211-brexit-als-ausloser-fur-inszenierten-crash-kenfm.de

08-04-19 01:35:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am 23. Juni 2016 ließ der britische Premier David Cameron die britische Bevölkerung in einem Referendum darüber entscheiden, ob Großbritannien in der EU verbleiben oder sie verlassen sollte. 

Cameron hoffte offensichtlich darauf, dass ein klarer Sieg der EU-Befürworter seine eigene Pro-EU-Position gegenüber der nationalistischen UKIP (United Kingdom Independence Partei) und der zunehmenden Opposition innerhalb der Konservativen Partei stärken würde. 

Doch es kam anders als erwartet. Eine klare Mehrheit von 17,4 Millionen Briten stimmte für einen Austritt aus der EU. Die internationale Politik und die globale Finanzelite reagierten schockiert, denn ein ungeordneter Brexit hätte die City of London und damit das gesamte globale Finanzgefüge existentiell bedroht. 

Um ihn zu verhindern, wurde Cameron umgehend durch Innenministerin Theresa May ersetzt, die ebenfalls zu den Brexit-Gegnern zählt. May hat Großbritanniens Austritt aus der EU bis heute durch eine politische Hinhalte- und Verzögerungstaktik verhindert und der Finanzelite so die Möglichkeit verschafft, sich im Hintergrund auf alle Eventualitäten vorzubereiten. 

Am vergangenen Freitag hat May nun ein weiteres Manöver gestartet, um dem Brexit zu entgehen: Sie hat Brüssel um einen erneuten Aufschub bis zum 30. Juni gebeten. EU-Ratspräsident Donald Tusk hat daraufhin sogar einen weiteren Aufschub um ein Jahr ins Gespräch gebracht.

Beide Vorschläge treffen allerdings auf erheblichen Widerstand: Zum einen müssten ihnen alle 27 EU-Staaten zustimmen, was als fraglich gilt. Zum anderen müsste Großbritannien sich an der Europawahl am 26. Mai dieses Jahres beteiligen.

Das wiederum dürften die 17,4 Millionen Briten, die für den Brexit gestimmt haben und die seit zweidreiviertel Jahren auf seine Umsetzung warten, kaum widerspruchslos hinnehmen. Die Polizei des Landes bereitet sich jedenfalls auf diesen Fall vor: Nach Angaben der Londoner Polizei stehen derzeit 10.000 Polizisten bereit, die bei Unruhen innerhalb von 24 Stunden eingreifen können.

Die gesamte Situation scheint völlig verfahren, eröffnet der globalen Finanzelite aber möglicherweise eine historisch einmalige Gelegenheit. Hier der Hintergrund: 

Nach den Einbrüchen an den Finanzmärkten im Dezember haben die Zentralbanken ihre in der jüngeren Vergangenheit eingeleitete straffere Geldpolitik aufgegeben,

 » Lees verder

Tagesdosis 6.4.2019 – Die Kriegsmaschine in Action | KenFM.de

tagesdosis-642019-8211-die-kriegsmaschine-in-action-kenfm.de

06-04-19 01:34:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath

Rüstungsexporte sind das profitabelste Geschäft dieser Zeit. Einer Zeit, in der eine globale Profitmaschine auf exzessiv-expansivem Wachstumskurs die finale planetare Zerstörung eingeläutet hat. Halbherzige Einwände aus dem scheindemokratisch-parlamentarischen Überbau ihrer Machtinstrumente jucken die Profiteure des Räderwerks in den hohen Etagen der Mega-Kartelle schon lange nicht mehr. Es ist eine Binsenweisheit: Bei 300 Prozent Rendite geht das Kapital über Leichen. Daran hält sich auch der europäische Flugzeugbauer und Rüstungsgigant Airbus.

Vor einigen Tagen warnte dessen Vorstandschef Thomas Enders, der am 10. April in seinen satt finanzierten Ruhestand scheiden wird, die Bundesregierung vor »den Folgen des verlängerten Exportstopps für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien«. Damit verliere Deutschland einen Teil seiner wichtigsten Industrie, ätzte er und drohte: »Wir überlegen, ob wir unsere Produkte möglichst german free machen können.«

Für den multinationalen Kriegskonzern ist es kein Problem, das Zeug woanders bauen zu lassen. Die seit der Übernahme von Airbus Frankreich durch EADS in den Niederlanden hauptansässige Airbus Group verfügt über zahlreiche Produktionsstandorte, neben Deutschland auch in Frankreich, China und den USA. Schon jetzt entwickelt das Unternehmen die meisten Rüstungsgüter über Ländergrenzen hinweg.

Ja, richtig, ein Konzernchef geht die Bundesregierung öffentlich an. Damit breche Deutschland sein Versprechen, keine Waffenexporte der europäischen Partner zu blockieren, so Enders. Der Regierung und dem Parlament warf er »moralischen Rigorismus« vor und maulte: Sie gängelten die Rüstungsindustrie mit einem »Beschluss, den keiner richtig versteht«. Damit stehe Deutschland isoliert in Europa da.

Dabei ist die mühsame Einigung der Koalition in Berlin auf die Verlängerung des Rüstungsexportstopps eigentlich eine Schimäre. Zwar gab die Union auf Druck der SPD nach, bis Ende September keine neuen Anträge auf Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien genehmigen zu wollen. Allerdings darf Kriegsgerät im Rahmen europäischer Rüstungsprojekte an andere Konzerne oder Ableger geliefert werden, die es dann nach Saudi-Arabien ausführen.

Auch in die Arabischen Emirate können die Firmen weiter liefern, also quasi über einen Umweg. Seit dem offiziellen Exportstopp im letzten Herbst hat sich Zahl und Wert der Ausfuhrgenehmigungen dorthin vervielfacht. Darüber hinaus gibt es eine ganze Liste von weiteren Ausnahmeregelungen für die Zusammenarbeit mit französischen Waffenproduzenten.

 » Lees verder

Tagesdosis 5.4.2019 – Russiagate | KenFM.de

tagesdosis-542019-8211-russiagate-kenfm.de

05-04-19 01:23:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Haben wir eine total verblödete Öffentlichkeit oder ist sie Opfer der Lügenpresse? Der vom Vorwurf, russischer Agent zu sein, entlastete Trump sinnt derweil auf Rache.

„Unsere amerikanische Demokratie hat sich in eine Idiokratie verwandelt. Unsere repräsentative Regierung ist zu einer Kleptokratie (Regierung der Diebe) und einer Kakistokratie (Regierung der schlimmst möglichen Leute) geworden“, klagte jüngst der US-Menschenrechtsanwalt John Whitehead über den Zerfall seines einst von der Welt bewunderten Landes.

„Wir sind in einem verrückten, allzu realen Land der Korruption, Brutalität und Lüge gefangen, in dem Freiheit, Gerechtigkeit und Integrität politischem Ehrgeiz, Profitgier und bürokratischer Tyrannei gewichen ist“, schrieb der Verfassungsrechtler Whitehead jetzt in seiner wöchentlichen Kolumne für das Rutherford Institute. „Das Leben im amerikanischen Polizeistaat“ sei „nicht nur brutaler, ungerechter und korrupter geworden, sondern von Tag zu Tag perverser, ausgefallener und idiotischer“.

Der Aussage Whiteheads kann man nur zustimmen, wenn man z. B. an die Hysterie um das so genannte „Russiagate“ denkt, das sich jetzt nicht nur als gigantischer Flop sondern auch zum GAU für die Demokratische Partei erwiesen hat. Noch vor wenigen Tagen hatten die Demokraten triumphiert und fest daran geglaubt, dass sie Präsident Trump unausweichlich in die Enge getrieben hatten, aus der er nur über den Umweg ins Gefängnis wieder herauskommen würde. Dieser feuchte Traum der selbsterklärten Retter der so genannten „liberalen Weltordnung“ hat sich mit der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse des vor knapp zwei Jahren vom US-Kongress bestellten Sonderermittlers Mueller in heiße Luft aufgelöst.

Für die Demokraten ist „Russiagate“ zum Rohrkrepierer geworden. Allerdings ist die Geschichte so unglaublich verrückt, dass sie selbst für einen Hollywood Film der miesesten C-Klasse zu unglaubwürdig gewesen wäre. Und doch wurde sie Tag ein Tag aus von renommierten Politikern und Journalisten rund um die Welt verbreitet. Und Hunderte von Millionen Zuschauer und Leser haben den Irrsinn geglaubt.

Es fing alles damit an, dass führende Politiker der Demokraten über die Niederlage ihrer Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton derart entsetzt waren, dass sie den aus ihrer Sicht unqualifizierten und ungehobelten Donald Trump nicht als Präsident akzeptieren wollten und alles taten,

 » Lees verder

Tagesdosis 4.4.2019 – Ein US Militärkrankenhaus der Superlative für Weilerbach | KenFM.de

tagesdosis-442019-8211-ein-us-militarkrankenhaus-der-superlative-fur-weilerbach-kenfm.de

04-04-19 12:32:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Die Verbandsgemeinde Weilerbach in Rheinland-Pfalz besteht aus acht Gemeinden. Es finden sich beschauliche Orte wie Eulenbis , Mackenbach, Schwedelbach und eben Weilerbach. Diese Ortsgemeinde liegt nahe der US Air Base Ramstein. Offiziell hat die gesamte Verbandsgemeinde 14.027 Einwohner. Die Statistik erwähnt aber nicht die knapp 5000 US Angehörigen, die in dieser Region leben und arbeiten. Sie sind halt da und gehen ihrer Arbeit nach. Wen stört’s?

Es sind noch immer seit dem Ende des sogenannten Kalten Krieges, dem kompletten Abzug aller Sowjetsoldaten im Jahre 1994, geregelt durch den 2+4 Vertrag, rund 35.000 US Soldaten in Deutschland stationiert, verteilt auf 11 Standorte. Dazu kommen dann noch die Angehörigen, also Frauen und Kinder.

Der wohl bekannteste dieser Standorte liegt nahe Kaiserslautern und erlangt seinen berüchtigten Ruf durch die Tatsache, seit Jahrzehnten den strategischen Dreh und Angelpunkt kriegerischer US Außenpolitik außerhalb der USA darzustellen.

Erst jüngst im März musste sich ein deutsches Gericht mit der Klage jemenitischer Opfer von US Drohneneinsätzen beschäftigen, die ihre mörderische Programmierung in Ramstein erhielten. Im Juristendeutsch klingt die Problematik und Darlegung so, Zitat: Die Schutzverpflichtung, welche aus dem Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 Grundgesetz erwächst, reiche aber nicht so weit, dass die Bundesregierung amerikanischen Drohnenangriffen die Unterstützung verweigern müsse (1). Provokativ decodiert erfolgt damit also die deutsche Absegnung kommender Todesurteile, umgesetzt durch US Drohneneinsätze. Geplant, eingeleitet und ausgeführt in Ramstein, Deutschland.

Was passiert nun aktuell in Weilerbach? Hier wird seit nun mehr als zwei Jahren, völlig an der Öffentlichkeit vorbei, das größte Militärkrankenhaus außerhalb der USA erbaut. Auf 49 Hektar, das entspricht ca. 70 Fussballfeldern, wird ein Krankenhaus der Superlative errichtet. Zitat: neun Operationssäle, knapp 100 Betten, insgesamt über 4.500 Räume. Hier werden die besten Militär-Chirurgen und Trauma-Spezialisten arbeiten (2). 2018 begann die eigentliche Bauphase. 2022 soll das Krankenhaus fertig sein. In einem im März 2019 produzierten Radio-Feature auf Deutschlandradio Kultur gibt es nun Aktuelles und vor allem genaueres zu hören:

Zitat: Die US-Air-Base Ramstein in der Westpfalz ist Dreh- und Angelpunkt amerikanischer Operationen in Afrika und dem Nahen Osten.

 » Lees verder

Tagesdosis 3.4.2019 – Aufstand der Anständigen | KenFM.de

tagesdosis-342019-8211-aufstand-der-anstandigen-kenfm.de

03-04-19 12:10:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.

Ja, da stehen sie andächtig und lauschen der Rede Greta Thunberg zu, klatschen wie die Wilden und dann das: Ein Geländewagen wird an die beste Nachwuchsschauspielerin verschenkt. Ja, das alles ist eine Show. Aber das heißt nicht, dass alles eine Show ist. Zum Beispiel die Umweltkatastrophe, oft auch als Klimawandel in Szene gebracht, um dramatischer, quasi als apokalyptischer Reiter zu fungieren und die Massen in Panik zu versetzen, ist nun mal eine Tatsache. Unser Konsumismus vermüllt die Welt, vergiftet sie und treibt tagtäglich das Artensterben an. Am Ende sterben auch wir, weil wir uns damit selbst ausrotten. Das ist quasi das Ziel, das wir am vehementesten ansteuern. Und wir machen Werbung dafür. Jüngstes Beispiel fand bei der Verleihung der goldenen Kamera statt. Hier ein Auszug aus einem Beitrag von Sebastian Maas auf Bento.de, Zitat Anfang: Warum ein Fernsehpreis eine Klimaschützerin ehrt – wenn nicht, um sich selbst einen grünen Anstrich zu verpassen – war vielen im Vorfeld unklar. Auf der Veranstaltung, die in einem Berliner Flugzeug-Hangar stattfand, wurde dieser Eindruck nicht besser. Denn am selben Abend verschenkte Sponsor VW als Preis für die „beste Nachwuchsschauspielerin“ ein SUV. „Du wirst ja nicht zu jedem Casting die Anreise bezahlt bekommen“ scherzte Moderator Steven Gätjen, als er Schauspielerin Tscharntke den Autoschlüssel überreichte. Mit gerade mal 95 PS (in der Grundausstattung) ist der Wagen zwar keine extreme Drecksschleuder, verdeutlicht aber, was das Auftreten der Klimaaktivistin vorher war: eine reine PR-Maßnahme für den Preis, die aber bitte keine harten Konsequenzen nach sich ziehen soll1, Zitat Ende.

Es geht ums Geld, nicht um den Ökoschutz oder dem Schutz des Lebens auf diesem Planeten. Der Planet ist für die Ökoverbrecher bloß eine Bühne und unsere Umwelt nur ein Freilandgehege,

 » Lees verder

Tagesdosis 2.4.2019 – Mueller-Dämmerung | KenFM.de

tagesdosis-242019-8211-mueller-dammerung-kenfm.de

02-04-19 12:41:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Nach zwei Jahren Breaking Fake News bei McMedien ist jetzt amtlich bewiesen: Russiagate ist ein Nothing-Burger.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Die Mueller-Dämmerung ist nunmehr perfekt: 19 Juristen, 40 FBI-Agenten, 2.800 Vorladungen, 500 Zeugenverhöre, 500 Durchsuchungen, 50 Telefonwanzen, 13 Anfragen an ausländische Geheimdienste,  mindestens 25 Millionen Dollar Kosten – Ergebnis: Zero, Null, Nada, Nothing, Niente. “Mueller findet keine Russland-Trump-Verschwörung” , musste das ehemalige paper of the record “New York Times” am Montag titeln – nachdem es mehr als zwei Jahre den Russiagate-Sturm im Medienwald angeführt hatte, der diese Verschwörungstheorie mit täglich neuen Fake News fütterte.

In unserem Buch “Wir sind immer die Guten” zitieren wir den Chefkolumnisten der NYT, Thomas Friedman, der im MSNBC-Fernsehen sagte: “Russland hat unsere Wahlen gehackt, das war ein Anschlag wie der 11. September (›a 9/11-scale event‹) auf den Kern unserer Demokratie, ein Ereignis wie Pearl Harbor”.  – Dramatischer und kriegstreiberischer kann man eine Verschwörungstheorie kaum auftischen – und wenn ein zweiter Senior-Kolumnist, der einst angesehensten Zeitung des Landes, Prof. Paul Krugman, sekundiert: “There’s really no question about Trump/Putin collusion” hat jeder brave Leser guten Grund, dies für wahr zu halten – wie die Massenvernichtungswaffen des Irak, wie die Golf von Tonkin Attacke,  wie den “Überaschungsangriff” am 11. September.

Noch klammern sich die verzweifelten Russiagater an den Strohhalm, dass die smoking gun in der Gesamtfassung des nur in Auszügen veröffentlichten Mueller-Reports verborgen sein könnte und von dem korrupten (oder von Putin gesteuerten !) Justizminister geheimgehalten wird. Doch auch diese Offenlegung, die Mitte April erfolgen soll, wird nichts enthüllen, was den Kern und das Ziel der Ermittlung – die Trump/Putin-Absprachen – betrifft und allenfalls noch ein wenig “Beifang” wie die 39 Mueller-Anklagen wegen Steuerhinterziehungen, Geldwäsche, Falschaussagen usw. bescheren. Also das Übliche im Washingtoner Sumpf, aber nichts über die Trump/Putin-Connection, die mehr als zwei Jahre auf allen Kanälen beschworen wurde.

Auch Muellers Anklagen gegen Putins Koch und die Wilde Dreizehn– jene ominösen “russischen Trolle” und “Hacker”, die mit Anzeigen in den sozialen Netzwerken brave Wähler verwirrten (und dafür sage und schreibe 4.000 $ bei Google und 70.000 $ bei Facebook investierten,

 » Lees verder

Tagesdosis 1.4.2019 – Sharing Economy: Frontalangriff auf den Mittelstand | KenFM.de

tagesdosis-142019-8211-sharing-economy-frontalangriff-auf-den-mittelstand-kenfm.de

01-04-19 10:26:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am vergangenen Freitag ging in New York ein Unternehmen an die Börse, das 2012 gegründet wurde, bisher noch keinen Gewinn erwirtschaftet, in den vergangenen zwei Jahren aber einen Verlust von $ 1,5 Mrd. gemacht hat. Der erste Kurs der Aktie lag um 20 Prozent höher als der Ausgabepreis, brachte dem Konzern insgesamt $ 2,3 Mrd. ein und ließ seinen Gesamtwert auf mehr als $ 24 Mrd. ansteigen. 

Dieses auf den ersten Blick unverständliche Ereignis ist kein Zufall, sondern das Produkt einer Entwicklung, die erst vor wenigen Jahren begonnen hat und unser Leben, vor allem das des Mittelstands, in Zukunft entscheidend verändern wird. 

Bei dem Unternehmen handelt es sich um den Fahrdienstleister Lyft, der sich mit seinem Konkurrenten Uber derzeit einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf dem US-Markt liefert. Beide sind Teil einer der wohl außergewöhnlichsten Branchen, die die Weltwirtschaft je hervorgebracht hat: der Sharing Economy

Noch nie haben Unternehmen in so kurzer Zeit derart stark expandiert, den Weltmarkt so schnell erobert und ihren Gründern trotz enormer Verluste solche Gewinnchancen eröffnet wie diese auf Internetplattformen basierenden Vermittlerdienste. 

Allerdings gibt es auch keine Branche, die ihre vermeintlichen Ideale in derartiger Weise ins Gegenteil verkehrt und sich die schlimmsten Auswüchse des gegenwärtigen Finanzsystems in solch geballter Form zu eigen gemacht hat.

Angeblich ging es den Gründern darum, den Menschen und der Umwelt zuliebe Ressourcen zu schützen und vorhandene Güter – wie im Falle von Uber und Lyft das eigene Auto – und – im Falle von AirBnB die eigene Wohnung – zu „teilen“. Sharing Economy heißt ja nichts anderes als Ökonomie des Teilens

Das allerdings stellt sich schon bei einem oberflächlichen Blick auf die drei größten US-Unternehmen der Branche als unmöglich heraus: Lyft und Uber verfügen über keine eigenen Mietautos und AirBnB über keine eigenen Apartments, könnten also auch bei bestem Willen gar nichts teilen. 

Wie aber sieht ihr Geschäftsmodell dann aus?

Schlicht und einfach folgendermaßen: Geteilt wird nicht das,

 » Lees verder

Tagesdosis 30.3.2019 – Das Machtgerangel der Klima-Vergifter | KenFM.de

tagesdosis-3032019-8211-das-machtgerangel-der-klima-vergifter-kenfm.de

30-03-19 03:00:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Der Chef des Leverkusener Chemie- und Agrarkonzerns Bayer, Werner Baumann, steht zunehmend unter Druck. Die Aktie fällt, 12.000 Beschäftigte will er entlassen. Inzwischen ist der Konzern weniger wert, als die 59 Milliarden Euro, für die er sich letztes Jahr Monsanto einverleibte. Der Grund sind inzwischen 11.200 Klagen gegen den Pestizid-Hersteller. Das Mittel Glyphosat habe bei den Klägern Krebs erzeugt.

So sehen es auch US-Gerichte. Im ersten Fall sprach eine Jury dem Platzwart Dewayne Johnson 78 Millionen Dollar Schadenersatz zu. Eine andere Jury sieht im aktuell verhandelten Fall um Ed Hardeman ebenfalls den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs.

Ganz anders sieht man es in der Europäischen Union. 2017 hatte die EU die Zulassung von Glyphosat um fünf Jahre verlängert, obwohl die Internationale Krebsforschungsagentur IARC das Pestizid als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte. Kürzlich kamen fünf Forscher aus den USA zu ähnlichen Schlüssen. Es gebe einen „zwingenden Zusammenhang“ zwischen Glyphosat und Lymphgewebekrebs, heißt es in ihrer in „Mutation Research“ veröffentlichten Studie. Das Unkrautvernichtungsmittel erhöhe das Risiko, am sogenannten Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken, um 41 Prozent. Doch die EU stützte sich auf das Bundesamt für Risikobewertung (BfR). Danach ist alles in bester Ordnung. Glyphosat sei harmlos.

Dann kam heraus: Das BfR hatte sein Gutachten vom Glyphosat-Hersteller Monsanto abgeschrieben. Öffentlich zugänglich war es nicht. Das wollte die Transparenz-Initiative „fragdenstaat.de“ ändern. Sie hatte das BfR per Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz aufgefordert, das Dokument zu übermitteln. Anschließend veröffentlichte sie es. Das passte der Bundesregierung nicht. Sie hat die Initiative nun abgemahnt, wirft ihr eine „Urheberrechtsverletzung“ vor. „Frag den Staat“ reagierte mit einer Klage. Das Landgericht Berlin muss nun entscheiden, ob das Vorgehen der Regierung rechtswidrig ist.

Arne Semsrott, Projektleiter von „Frag den Staat“ erklärte dazu: „Es ist beschämend zu sehen, dass das Landwirtschaftsministerium das Urheberrecht missbraucht, um unliebsame Berichterstattung zu unterdrücken.“ Man lasse sich dadurch aber nicht einschüchtern, so Semsrott. „Wenn es sein muss, ziehen wir bis zum Europäischen Gerichtshof.“ Das Urheberrecht dürfe nicht zum „Zensurheberrecht“ werden.

Er nennt auch ein pikantes Detail: Die Bundesregierung werde sich in diesem Fall von der Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz vertreten lassen.

 » Lees verder

Tagesdosis 29.3.2019 – EUmania bei Campact, Attac & Co: vorgeblich „gegen rechts“, | KenFM.de

tagesdosis-2932019-8211-eumania-bei-campact-attac-amp-co-vorgeblich-gegen-rechts-kenfm.de

29-03-19 12:54:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

real für das Europa der Oligarchen, Eliten und Militaristen.

Ein Kommentar von Klaus Hartmann.

Die sogenannte „Zivilgesellschaft“ (ich denke immer spontan an alle Nicht-UniformträgerInnen) macht wieder mobil. „Campact“ will „eine europaweite Bewegung entstehen lassen, die zeigt: Dem Nationalismus gehört die Vergangenheit, aber die Zukunft gehört Europa.“ Für den 19. Mai 2019 ruft ein Bündnis von Attac und einigen Dutzend weiterer Organisationen zu Demonstrationen auf: „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“ Eine „Richtungswahl“ stehe bevor, „Pulse of Europe“ raunt von einer „Schicksalswahl“: „wir werden bedroht durch Populisten, Nationalisten und Extremisten aller Art“. Offenbar das erste Mal, dass es bei einer EU-Wahl überhaupt um was geht. Will man uns zumindest vormachen.

„Campact“ bezeichnet sich als „Bürgerbewegung“, ist aber in erster Linie eine Internetseite, die „mit Online-Appellen“ Unterschriften sammelt. Sie nennt eine Zahl von „über 2 Millionen“ Mitstreitern, dabei zählen sie auch den Autor dieses Beitrags mit, weil er ihren Online-Newsletter bezieht. Ansonsten ist der Laden auch ein ordentlicher „eingetragener Verein“ mit 60.000 „Förderern“, beachtlichen 12 Mitgliedern sowie drei Vorstandsmitgliedern. Zur Demokratie in diesem Verein schreibt Uli Gellermann (Rationalgalerie): „Und wie wird man CAMPACT-Besitzer? Wenn man nicht aus den Reihen der Vereins-Förderer oder der Vereins-Mitarbeiter stammt, dann wird man vom ‚Vorstand benannt‘. Also der Vorstand wählt die Vereinsmitglieder aus, die ihn dann wählen sollen. Dagegen war der demokratische Zentralismus der SED eine äußerst liberale Veranstaltung.“

Aber die vermeintlich neutrale NGO mit dem kritischen und progressiven Gestus hat sich schon in der Vergangenheit als Propaganda-Sprachrohr des „Westens“ geoutet. Bei der Demo „Wir haben es satt“ Anfang 2017 hatte „Campact“ verkündet, die Demo sei „kein Ort für Anti-EuropäerInnen und Anti-AmerikanerInnen“, bekannte Kampfbegriffe des transatlantischen Mainstreams, womit u.a. implizit die USA mit ganz Amerika gleichgesetzt werden. „Campact“-Gründer und Vorstandsmitglied Christoph Bautz war der einzige Redner, der sowohl während der Auftakt-, als auch auf der Abschlusskundgebung sprach. Zur Krönung wurden die Freidenker, die das Anliegen eigentlich unterstützen wollten, der Demo verwiesen, weil sie, so wörtlich: „mit KenFM gesprochen und damit Verschwörungstheorien unterstützt haben“.

 » Lees verder

Tagesdosis 28.3.2019 – Protest als Eventkultur bis zum nächsten Schlussverkauf | KenFM.de

tagesdosis-2832019-8211-protest-als-eventkultur-bis-zum-nachsten-schlussverkauf-kenfm.de

28-03-19 12:22:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

oder die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Freitag, der 29.3.2019 ist mit Sicherheit ein ganz großer Tag für die jungen und jüngeren Klimaschützer hier in Berlin. Mobilgeräte aufgeladen für die Instagram Story des Monats, das Selfie-Highlight der jungen Demo-Karriere. Greta Thunberg is coming, mit einer, also der Goldenen Kamera aus dem Hause Funke Mediengruppe. Vorgeführt, präsentiert, also vorgestellt von der deutschen Oberklimaschützerin Luisa Neubauer. Die stellt sich auf ihrem Instagram Profil so vor: usually with coffee. green vibes. climate activist. european. also: human.

Luisa ist zwar schon lange nicht mehr im schulpflichtigen Alter, aber sie verkauft die Sorgen der Kinder und Jugendlichen extrem engagiert und vor allem professionell. Mit ihren 23 Jahren, geschult und gesponsert von der Heinrich-Böll Stiftung, präpariert für die große Karriere bei den Grünen, mimt sie den schimpfenden Rohrspatz. Das klingt bei ihr dann so, Zitat: Wir wissen seit 40 Jahren, was gegen die Klimakrise zu tun ist, und haben keine Sekunde länger zu warten (1). Spüren sie auch die Wut?

Dafür bekommt sie Beifall quer durch die Republik und wer nicht mitklatscht ist doof, kein Kinderversteher, oder wie Frau Neubauer spricht, Zitat: ein alter weißer Mann. Jüngst bei Hart aber Fair klang das zum Thema E-Autos hätten keine Seele so, Zitat: Sorry, wir haben keine Zeit dafür, uns um die Seele zu kümmern“, erwiderte da Neubauer. Während die Menschheit in eine Klimakrise rase, würden „alte weiße Männer“ solche Überlegungen anstellen. Sie erhielt herzlichen Applaus.

Kommen wir zum eigentlichen Thema. Ich würde ja gerne persönlich die vielen Jungen und Mädchen auf der Demo morgen mal befragen zu ihrem Einkaufsverhalten bei den Anziehsachen. Vielleicht Shirt von H & M, Hose von Zara, Jacke von S.Oliver, Sneaker von Nike oder Adidas. Halt coole Klamotten.

Ob sie sich bei dem Thema auch so auskennen und engagieren? Stichwort: Ausbeutung von Textilsklaven in China, Indien und Indonesien. Interessiert es sie überhaupt, oder nervt das Thema vielleicht ein bisschen?

Sarkasmus beiseite.

 » Lees verder

Tagesdosis 27.3.2019 – Der Schurkenstaat. Die USA sind nicht das Land der Freiheit, | KenFM.de

tagesdosis-2732019-8211-der-schurkenstaat-die-usa-sind-nicht-das-land-der-freiheit-kenfm.de

27-03-19 03:28:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

sondern das Land der Barbarei.

Ein Kommentar von Frieder Wagner

Es gibt ein Pressefoto von der Nacht, in der Osama Bin Laden ermordet wurde, auf dem US-Präsident Barack Obama mit seinem präsidialen Stab im „Situation Room“ des Weißen Hauses zu sehen ist, als er gebannt den Bildschirm fixierte. Angespannt verfolgt er die Jagd auf Bin Laden. Außenministerin Clinton hob erschrocken die Hand vor den Mund: Erhielt in diesem Moment Bin Laden den Todesschuss? Beobachtete der Friedensnobelpreisträger Barack Obama, der Präsident der USA, mit seinem Stab die von ihm befohlene Tötung eines Menschen vor den Augen von dessen Kindern?

Ich selbst war entsetzt, als ich das Bild zum ersten Mal sah und die Unterschrift dazu gelesen habe und mich fragte, wie erkläre ich die Situation dieses Bildes meinen Kindern? Kann ich das überhaupt? Und dann erinnerte ich mich an die Worte dieses Präsidenten, als er den Friedensnobelpreis entgegennahm, da sagte dieser Mann damals:

„Es wird Zeiten geben, in denen Nationen — allein oder gemeinsam — den Einsatz ihres Militärs nicht nur für nötig halten, sondern auch für moralisch gerechtfertigt. (…) Ich kann die Augen nicht vor den Bedrohungen gegen das amerikanische Volk verschließen. Es steht fest: Das Böse existiert in der Welt. Zu sagen, dass der Einsatz des Militärs manchmal nötig ist, ist kein Aufruf zum Zynismus. (…) Und selbst dort, wo wir auf einen teuflischen Feind stoßen, der sich an keine Regeln hält, glaube ich, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Fahnenträger in der Kriegsführung bleiben müssen. Das unterscheidet uns von unseren Gegnern. Das ist der Quell unserer Stärke. Deshalb habe ich Folter verboten. Deshalb habe ich angeordnet, das Gefangenenlager Guantánamo zu schließen. Und deshalb habe ich Amerikas Verpflichtung bestätigt, sich an die Genfer Konventionen zu halten.“

…sich an die Genfer Konventionen zu halten! Wirklich?

Schon zwischen den Kriegen von 1991 und 2003 war es den Alliierten völlig egal, wie viele Menschenleben dem USA-geführten Embargo im Irak zum Opfer fielen. Als 1996 die amerikanische Außenministerin Madeleine Albright gefragte wurde,

 » Lees verder

Tagesdosis 26.3.2019 – Die Linke beherrscht eines perfekt: das Säureattentat auf sich selbst | KenFM.de

tagesdosis-2632019-8211-die-linke-beherrscht-eines-perfekt-das-saureattentat-auf-sich-selbst-kenfm.de

26-03-19 01:47:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Von Wikipedia bis Bayern, von Sarah Wagenknecht bis Koblenz, die Linke hat ein Problem.

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Durch meine Recherchen zur Wikipedia und Feliks habe ich mich mit den Zuständen in der bayrischen Linken und den Aktivitäten der sogenannten Antideutschen beschäftigen müssen, zu denen Feliks gehört. Das Linke-Mitglied Feliks bearbeitet ja über 50 Politiker der Linken in der Wikipedia, und die kommen dort, je nachdem, wie nahe sie seinen politischen Positionen stehen, besser oder schlechter weg.

Ich habe ein internes Zersetzungspapier gelesen, in dem Handlungsanweisungen aufgeführt waren, wie man einige bayrische Linken-Mitglieder bekämpfen könnte (1). Die Methoden waren grundsätzlich unter der Gürtellinie und so perfide und widerlich, dass ich sie nicht referieren will. Mit einigen der darin benannten Linken-Politiker hatte ich Kontakt, denn sie wurden auch von Feliks in Wikipedia „bearbeitet“. Sie berichteten über Nachtreten der Antideutschen gegen Parteigenossen, die an Krebs erkrankt waren, gezielt in dem Moment, in dem ihre Widerstandsfähigkeit aufgrund ihrer Chemotherapie am geringsten war. Von Zuständen, die sie buchstäblich krank machten. Sie berichteten, dass sich eine Gruppe führender bayrischer Linker traf, um eine Entscheidung zu treffen: Ob sie sich Angriffen aus den Reihen der Antideutschen und von Marx 21 weiter aussetzen wollten, die Schlammschlacht weiter führen wollten, mit allen Konsequenzen für die Psyche, oder hinschmeißen würden. Zwei Personen sprachen von der Wahl, entweder säurefester Machiavellist zu werden oder Mensch zu bleiben. Es folgte eine Austrittswelle.

Als Sarah Wagenknecht, die bei weitem erfolgreichste Stimmenfischerin außerhalb der eigenen Parteigewässer, sich zurückzog, mit Stellungnahmen, die Mobbing als Ursache nicht abstritten, war ich deutlich an die bayrische Linke erinnert. Dass sie von Parteigenossen in die Nähe eines „nationalen Sozialimus“ gerückt wurde, ihre Kritik an der Politik der offenen Grenzen als rechtsoffen, rassistisch und fremdenfeindlich bezeichnet wurde, das ihr am zuverlässigsten ein Messer in den Rücken gestossen wurde, wenn sie mit Parteigenossen im Raum war, das alles fällt unter die Kategorie deja vu – in Bayern.

Mittlerweile treibt das von ihr nach dem Modell der britischen „Momentum“ Bewegung initiierte „Aufstehen“ als brennendes,

 » Lees verder

Tagesdosis 25.3.2019 – Deutsche Bank: Wird die Rettung vorbereitet? | KenFM.de

tagesdosis-2532019-8211-deutsche-bank-wird-die-rettung-vorbereitet-kenfm.de

25-03-19 01:43:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Vor einer Woche wurde bekannt, was seit Monaten als Gerücht durch die Medien ging: Zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank werden Fusionsgespräche geführt. Offiziell heißt es, noch sei nichts entschieden und es gehe nur darum, den Bankenplatz Deutschland zu stärken.

Beide Aussagen dienen offenbar dazu, uns alle über den Ernst der Lage und die wahren Absichten der Akteure hinwegzutäuschen. Tatsächlich deutet nämlich vieles darauf hin, dass Vorbereitungen für eine möglicherweise schon bald notwendige Rettung der Deutschen Bank getroffen werden.

Hier die Hintergründe:

Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Jahren einen historischen Absturz erlebt. Nachdem sie in den achtziger und neunziger Jahren zur größten Bank der Welt und 2011 zum größten Derivate-Haus im globalen Finanzsystem aufgestiegen war, ist sie ins Fadenkreuz der ausländischen Konkurrenz geraten, die sie mit Klagen wegen Anlagebetrugs, Zinsmanipulationen und Geldwäsche überzogen hat.

Allein zwischen 2012 und 2016 musste die Deutsche Bank Strafzahlungen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar leisten. Mittlerweile ist eine Lawine von Verfahren anhängig, für deren Kosten bereits Milliarden zurückgestellt werden mussten.

Aus diesem Grund ist die Deutsche Bank gezwungen, drastische Einsparungen vorzunehmen, Filialen zu schließen und Personal abzubauen. Vor allem aber muss sie die Risiken mindern, die sich aus ihrem gewaltigen Derivate-Portfolio von immer noch über 40 Billionen Euro ergeben.

Eine Rückbesinnung auf das traditionelle Bankgeschäft – die Vergabe von Krediten – aber ist wegen der gegenwärtigen Niedrigzinsen unmöglich. Um Gewinne zu erzielen, muss die Deutsche Bank auch weiterhin spekulieren und damit in einem zunehmend gefährlicheren Umfeld immer höhere Risiken eingehen.

Zudem befindet sich die Weltwirtschaft derzeit auf dem Weg in eine Rezession, was die Aussichten auf eine Sanierung der Bilanz weiter verschlechtert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Deutschen Bank von außen geholfen werden muss.

Das aber bringt folgendes Problem mit sich: In der EU gilt seit Anfang 2016 die Bail-in-Regelung. Sie besagt, dass Banken nicht mehr mit dem Geld der Steuerzahler, sondern zunächst mit dem Geld von Anlegern, Anteilseignern und Aktionären gerettet werden sollen.

Das würde im Fall der Deutschen Bank allerdings außergewöhnlich hohe Summen erfordern und wegen der Betroffenheit einer Vielzahl von Kleinaktionären auf erheblichen gesellschaftlichen Widerstand stoßen,

 » Lees verder

Tagesdosis 23.3.2019 – Herrscher und Untertanen, Täter und Opfer | KenFM.de

tagesdosis-2332019-8211-herrscher-und-untertanen-tater-und-opfer-kenfm.de

23-03-19 12:55:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Sie sind arm. Sie schuften für Billiglöhne oder sind arbeitslos. Manche haben keine Wohnung, viele eine Bruchbude, fast keiner hat eine Perspektive. Doch die Bewohner der Banlieues von Paris nehmen das nicht so still hin wie ihre deutschen Nachbarn. Gewalt!, schreit Frankreichs Präsident Macron, seit sie sich gelbe Westen anziehen und dagegen wehren. Damit meint er nicht seine prügelnden, mit Gummigeschossen ballernden und Tränengasgranaten feuernden Polizisten, die schon Tausende verletzt und Dutzenden Augen aus- und Hände abgeschossen haben. Damit nicht genug: Macron hat angekündigt, ab diesem Wochenende zusätzlich Elitesoldaten auf die Demonstranten zu hetzen. Wenn das Volk nicht spurt, bekommt es Krieg.

Dass der Staat die Herrschaft der Herrschenden letzten Endes mit roher Gewalt durchsetzt, ausgeübt von uniformierten, privilegierten Untertanen, weiß nicht nur der französische Arbeiter. Doch der geht damit in der Regel anders um als der deutsche. Nur ein Beispiel: Während hierzulande ein Wutmob, vor allem bestehend aus älteren Männern, über die freitags streikenden Schüler – besonders Schülerinnen – herfällt und meist vom gemütlichen Sofa aus seinen Hass in die Kommentarspalten verspritzt, haben sich die Gelbwesten längst mit den „Fridays for Future“-Kids solidarisiert.

Klar, ganz tief im Inneren wissen es wohl auch deutsche Malocher: Die Herrschenden werden jede Gegenwehr brutal bekämpfen. Doch die Reaktion ähnelt einem Stockholm-Syndrom: Noch schneller im Hamsterrad treten. Noch eifriger jeden Mitbewerber nieder konkurrieren. Noch lauter nach Recht und Ordnung brüllen. Noch eindringlicher die Klassenunterschiede ignorieren. Und offensichtlich angefüllt mit Aggressionen, lenken viele ihre Wut auf ihnen vorgesetzte Feindbilder: Geflüchtete oder Muslime, Hartz-IV-Bezieher, unliebsame Journalistinnen und nun sogar auch auf Kinder und Jugendliche.

Die einen sind angeblich alle kriminell, die anderen faul. Schreiberlinge, die unerwünschte Dinge aussprechen, titulieren besorgte Bürger gerne als „Systemlinge“. Sind die Journalisten weiblich, geht es nicht selten weit unter die Gürtellinie. Das Patriarchat lässt grüßen. Und streikende Kinder diskreditiert der Wutbürger einfach mal als dumm, zur Not mit zusammengebastelten Fake-Fotos, wie es die AfD nun tat.

Doch an einer Stelle hält sich der Zorn der besorgten Bürger in engen Grenzen: Kindesmissbrauch und Kinderpornografie.

 » Lees verder

Tagesdosis 22.3.2019 – US-G5 Initiative auf Grund gelaufen | KenFM.de

tagesdosis-2232019-8211-us-g5-initiative-auf-grund-gelaufen-kenfm.de

22-03-19 02:01:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In den letzten Monaten haben hochrangige US-Regierungsbeamte andere Länder in Europa und Asien unter Druck gesetzt, weil diese mit Produkten der chinesischen Firma Huawei ihre drahtlosen Netzwerke der fünften Generation (5G) aufbauen wollen. Vor allem US-Außenminister Mike Pompeo hat getan, was er am besten kann, schimpfen, poltern und drohen. So hat Pompeo z.B. alle westlichen Länder gewarnt, die USA Geheimdienste würden in Zukunft keine ihrer Erkenntnisse mehr mit Ländern teilen, die weiterhin chinesische Telekommunikationsgeräte verwendeten.

Pompeos Lautsprecher in Deutschland, US-Botschafter Grenell, der sich benimmt wie ein kaiserlicher Stadthalter in einer von römischen Truppen besetzten Provinz, warnte auch Berlin vor wenigen Tagen, dass die Vereinigten Staaten den Nachrichtenaustausch mit BND und Verfassungsschutz einschränken würden, wenn das deutsche G5 Netz mit Huawei aufgebaut würde.

Angeblich machen sich die US-Nachrichtendienste Sorgen, dass Huawei und andere chinesische Telekommunikationsunternehmen mit Hilfe der neuen G5 Geräte militärische und politische Geheimnisse der US-Verbündeten ausspionieren könnten. US-Medien, die für Washington fleißig die Trommeln gegen Huawei rühren, haben zugleich die Bedeutung neuer chinesischer Sicherheitsgesetze hochgespielt, nach denen chinesische Telekommunikationsunternehmen Informationen an Pekings Geheimdienste weitergeben müssen. Damit aber macht China nichts anderes als das, was fast alle anderen Länder, einschließlich Deutschland, inzwischen tun, nämlich aus Gründen der internen Sicherheit die Telekom-Unternehmen dazu verpflichten, ihnen Zugriff auf bestimmte Daten zu geben.

Aber kann man den ins Ausland gelieferten Huawei-Produkten tatsächlich trauen? Die Geschäftsführung des chinesischen Unternehmens bestreitet vehement die US-Anschuldigung, geheime Türen für fremde Zugriffe aus Peking in ihre Produkte eingebaut zu haben, so wie das bei vergleichbaren Produkten von US-Herstellern schon lange gang und gäbe ist. Die US-Unternehmen sind sogar vertraglich verpflichtet, eng mit dem überdimensionierten Daten-Kraken der US-Auslandsspionage NSA zusammenzuarbeiten.

Tatsächlich sieht es danach aus, dass die US-Kampagne gegen Huawei auf Grund gelaufen ist. Großbritannien, Deutschland, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den Ländern, die Washington bereits eindeutig signalisiert haben, dass sie die amerikanische Position zum Aufbau ihrer 5G-Netzwerke nicht teilen. Bemerkenswert ist, dass selbst die sonst so US-devoten Briten die US-Warnungen vor Huawei nicht ernst nehmen. Die Abwehrexperten ihrer Britischen Majestät ließen nämlich verlauten,

 » Lees verder

Tagesdosis 21.3.2019 – Krieg und Terror. Tote und Opfer. Äpfel und Birnen | KenFM.de

tagesdosis-2132019-8211-krieg-und-terror-tote-und-opfer-apfel-und-birnen-kenfm.de

21-03-19 01:23:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Wie leben in Zeiten permanenter Rechtfertigungen. Gut und Böse. Richtig und Falsch. Kommentaren und Pöbeleien. Vergleiche und Differenzierungen. Äpfel und Birnen.

Krieg ist, Zitat: ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, ihre Interessen durchzusetzen.

Terror wird bezeichnet als, Zitat: die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen.

War On Terror, Krieg gegen den Terror,  nennen die USA seit 2001 ihren christlichen Kreuzzug gegen den muslimischen Kriegsterror. Christlich geprägte Nationen wüten seit nunmehr 18 Jahren unfassbar menschenverachtend, mit schockierender Mordlust gegen Menschen in der arabischen und afrikanischen Welt. Diese antwortet, von den Angreifern größtenteils finanziert und militärisch ausgestattet, mit ebenbürtiger todbringender Vergeltung. Verquere Welt.

Darf folgende Tatsache so ausgesprochen werden? Krieg im Namen Gottes birgt Tod und Elend. Krieg im Namen Allahs birgt Tod und Elend. Äpfel und Birnen?

Die Leichen in den US – initiierten Kriegen, mit teileuropäischer Unterstützung, auf arabisch – afrikanischem Boden werden mehrheitlich in den hiesigen Medien Tote genannt. Die Leichen von Terroranschlägen in der sogenannten westlichen Welt, werden bevorzugt von den gleichen Medien Opfer genannt.

Was unterscheidet den Kriegstoten vom Anschlagsopfer? Nichts. Es bleiben beides Menschen. Sie wurden aus dem Leben gerissen und hinterlassen eine große Lücke für die Angehörigen, die Familien, ihr Umfeld.

Die aktuell geheuchelte politische, wie mediale Bestürzung und Anteilnahme an Anschlags – also Terroropfern ist unglaubwürdig und verachtenswert. Sitzt der vermeintliche Schock tiefer, weil der Einschlag näher spürbar ist?

Der Faktenfinder der Tagesschau informierte im Dezember 2018, Zitat: Der islamistische Terrorismus hat in der EU seit 2015 mehr als 350 Menschen das Leben gekostet. Das ergeben Recherchen des ARD-Faktenfinders.(1)

Weltweit töten islamistische Terroristen Unschuldige. Wie viele Deutsche waren davon betroffen?, fragte der Berliner Tagesspiegel im Jahre 2016 seine Leser (2).

 » Lees verder

Tagesdosis 20.3.2019 – Die Gretafrage | KenFM.de

tagesdosis-2032019-8211-die-gretafrage-kenfm.de

20-03-19 12:52:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ist Deutschland souverän, mag man sich fragen? Anscheinend hat die Kanzlerin noch einen Chef. Der US-Botschafter Richard Grenell jedenfalls rügt die Chefin, weil sich die deutsche Regierung vom Finanzplan der NATO entferne. Zur Erinnerung: Deutschland soll zwei Prozent seines Bruttoinlandproduktes für das Töten ausgeben. Weiter warf der Chef der Chefin vor, die Bundesregierung wolle ihre ohnehin schon inakzeptablen Ausgaben senken (1).

200 Menschen schauten live zu, als der Christchurch-Mörder seinen Anschlag verübte und niemand von ihnen löste bei der Polizei einen Alarm aus. Der Täter übertrug sein Massaker direkt via Facebook und niemand meldete dies. Merkwürdig? Ach, sicher dachten die Zuschauer, sie sehen gerade ein Egoshooter-Spiel. 17 Minuten Liveermordungen waren plötzlich zu sehen. Der Attentäter fährt zum Anschlagsort, dringt in die Moschee ein und fängt sofort, schon im Eingangsbereich damit an, Menschen wie lästiges Getier abzuknallen. Nach 29 Minuten, also 12 Minuten nach dem Massaker und nach der Live-Übertragung kam der erste Facebook-Nutzer-Bericht bei der Facebook-Zentrale an (2).

Im Jugendamt Hameln gab es schon 2016 mehrfach Hinweise auf Pädophilie in Lügde. Entsprechende Hinweise waren sogar in den Akten vermerkt. Eine Psychologin und eine Jobcenter-Mitarbeiterin hatten einen Pädophilie-Verdacht geäußert. Da aber der Kindergarten des Mädchens verlautete, dass sich das Mädchen gut entwickle, sei man den Pädophilie-Verdächtigungen nicht weiter nachgegangen. Da auch die Familienhilfe, die wöchentlich zu Besuch bei dem Mädchen und dem Pflegevater vorbeischaute, nichts Ungewöhnliches bemerkte, ging man davon aus, dass sich das Mädchen auch weiterhin gut entwickle. Eine Mitarbeiterin des hiesigen Jugendamtes Hameln hat in den Akten einen Hinweis entfernt, aus dem klar hervorging, dass der Pflegevater schon zuvor immer wieder Kontakt zu kleinen Mädchen suchte, um diese in ein Abhängigkeitsverhältnis zu sich zu bringen (3).

Hunderte Forscher warnen eindringlich: Die Zerstörung der Natur schreitet mit erschreckendem Tempo voran. Die Ökosysteme des Planeten kollabieren, sodass mit einem massiven Anstieg des Artensterbens, einer neuen Völkerwanderung und dem irreversiblen Verbrauch von Erdressourcen zu rechnen ist. Teile der Erde werden sich nicht von selbst erneuern können. Die Fähigkeit der Natur, sich selbst zu erneuern ist durch die Ausbeutung der Industrie und den Konsumverbrauch in fast jeder Region stark gefährdet.

 » Lees verder

Tagesdosis 19.3.2019 – Ein “völkisch nationaler Öko-Faschist” | KenFM.de

tagesdosis-1932019-8211-ein-8220volkisch-nationaler-oko-faschist8221-kenfm.de

19-03-19 12:43:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Als  „ethno nationalist eco-fascist“,  also: „völkisch nationaler Öko-Faschist“ bezeichnet sich der 28-jährige Australier Brenton Tarrant, der in zwei Moscheen in Christchurch/Neuseeland 100 Menschen niedergeschossen und 50 von ihnen getötet hat. „Es ist die Geburtenrate! Es ist die Geburtenrate! Es ist die Geburtenrate! Wenn ihr euch eine Sache in dieser Schrift merken müsst, dann dass sich die Geburtenrate ändern muss.“ So heißt es in der Einführung des Manifests, das er zehn Minuten vor der Tat unter dem Titel „Der große Austausch“ ins Netz gestellt hat. Ich verzichte darauf, ein Link zu diesem Schriftstück zu legen, ebenso wie auf das Video des Massakers, das er mit seiner Helmkamera aufgenommen und auf Facebook live gestreamt hatte. Die neuseeländischen Behörden haben Besitz und Verbreitung des Videos mittlerweile unter Strafe gestellt – was die rechtsradikalen Fanboys des Massenmörders im Netz als Bestätigung sehen, dass es sich bei  dem Ganzen um einen Fake handelt, um schärfere Waffenkontrollgesetze durchzusetzen. Der rechte Radiomoderator Rush Limbaugh (1) erklärt den Täter gar zu einem „Linken“, der weder konservativ noch christlich sei und mit einer „False Flag“-Operation seine politischen Feinde beschuldigen wollte.

Die Lektüre des 70-seitigen Manifests macht unterdessen die Motive und die Haltung Tarrants sehr deutlich: er will die weiße Rasse vor dem Untergang retten und sieht in der Beseitigung von „Eindringlingen“ dazu ein geeignetes Mittel. Er behauptet, keiner Partei oder Gruppierung anzugehören und bezeichnet sich als „Partisan“, der  allein für seine Überzeugungen zur Tat schreitet, die eine Aktion gegen eine „Besatzungsmacht“ sei. Er sei ein einfacher weißer Mann der Arbeiterklasse, mit europäischen Wurzeln und auf seinen Reisen in Europa, bei denen er überall „Eindringlinge“ wahrnahm, sei der Entschluss gereift, etwas gegen den „weißen Genozid“ zu unternehmen, gegen Immigration, gegen anti-ethnische, anti-kulturelle Unterwanderung. In dem im Frage/Antwort-Stil gehaltenen Manifest wird auf die Frage, ob die Motive „islamophob“ seien, geantwortet: „Islamische Nationen haben besonders hohe Geburtsraten, unabhängig von Rassen und Völkern, und das war das anti-islamische Motiv der Anschläge, sowie ein Wunsch nach Rache am Islam für 1300 Jahre Krieg und Verwüstung, den er dem Westen gebracht hat.“

Auf seinen Waffen sind Namen und Symbole von Kämpfern gegen das Osmanische Reich notiert,

 » Lees verder

Tagesdosis 18.3.2019 – Brexit: Inszenierter Schaukampf zwischen Brüssel und London | KenFM.de

tagesdosis-1832019-8211-brexit-inszenierter-schaukampf-zwischen-brussel-und-london-kenfm.de

18-03-19 02:31:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am 23. Juni 2016 wurde in Großbritannien ein Referendum abgehalten, an dem sich 71,8 Prozent der Wahlberechtigten (mehr als 30 Millionen Bürger des Landes) beteiligten und mit 51,9 Prozent für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union stimmten. 

Seit dieser Abstimmung liefern sich London und Brüssel einen von den Mainstream-Medien hochgespielten Schaukampf – nicht etwa, um den Volksentscheid zu verwirklichen, sondern um seine Umsetzung mit allen Mitteln hinauszuzögern und zu verhindern. 

Inzwischen wird selbst eine Wiederholung des Referendums, für die die Medien bereits seit längerem zugunsten eines Verbleibs Großbritanniens in der EU werben, nicht mehr ausgeschlossen.

Um den Grund für dieses gegen den Mehrheitsbeschluss des britischen Volkes gerichtete Verhalten zu verstehen, muss man sich nur in Gedächtnis rufen, wessen Interessen die beiden angeblichen Kontrahenten vertreten.

Die britische Regierung steht fest in der Tradition ihrer Vorgängerinnen, die seit den Achtziger Jahren alles unternommen haben, um die Explosion des globalen Finanzsektors durch rücksichtslose Deregulierung voranzutreiben und die City of London zum zweitwichtigsten Finanzplatz der Welt nach New York zu machen. Das Ergebnis dieser Politik ist die tiefste gesellschaftliche Spaltung, die Großbritannien in seiner Geschichte erlebt hat.

Während Ultrareiche sich fast jeden Luxus erlauben und ihr Geld in diversen unter britischer Hoheit stehenden Steueroasen verstecken können, führen der britische Mittelstand und die untere Hälfte der Bevölkerung einen immer aussichtsloseren Kampf gegen den sozialen Abstieg. 

Bei der EU wiederum handelt es sich nicht um ein Projekt zur „Verwirklichung der europäischen Idee“, wie ihre führenden Vertreter gern behaupten. Vielmehr handelt es sich um die mächtigste politische Organisation, die jemals die Interessen der Banken und Großkonzerne auf dem Kontinent vertreten hat.

Geführt wird die EU nicht etwa durch direkt gewählte Volksvertreter, sondern durch nicht gewählte Bürokraten, die sich bei der Festlegung ihres Regelwerks von einer Industriellen-Vereinigung (dem Round Table of Industrialists) und einem Heer tausender hochbezahlter Lobbyisten in Brüssel beraten lassen.

Das Brexit-Referendum war auch nie dazu gedacht, die britische Bevölkerung über ihr eigenes Schicksal bestimmen zu lassen.

 » Lees verder

Tagesdosis 16.3.2019 – Das Netzwerk: Wie neoliberale Think Tanks „Systemkritiker“ lenken | KenFM.de

tagesdosis-1632019-8211-das-netzwerk-wie-neoliberale-think-tanks-systemkritiker-lenken-kenfm.de

16-03-19 12:45:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Wer kennt die Mont Pèlerin Society? Diese Gesellschaft, kurz MPS genannt, mit Sitz im schweizerischen Genf, ist sozusagen das groß gewordene Baby des neoliberalen Vordenkers Friedrich August von Hayek. KenFM-Autor Hermann Ploppa bezeichnete die MPS in einem Artikel auf diesem Portal vom 11. November 2017 als „Geheimloge der Marktradikalen und Neoliberalen“. In der Tat: Das von Hayek bei der Gründung 1947 erklärte Ziel, zukünftige Generationen von „wirtschaftsliberalen Positionen“ zu überzeugen, ist ihr in einem Ausmaß gelungen, dass Hayek, würde er noch leben, feuchte Augen vor Freude bekäme.

Die MPS fungiert als Knotenpunkt eines globalen Netzwerks hunderter neoliberaler Denkfabriken und PR-Agenturen. Dass sie das werden konnte, hat sie auch einem Mann namens Antony Fisher zu verdanken. Das MPS-Gründungsmitglied rief 1981 in Virginia das Atlas Network ins Leben. Inzwischen vereint selbiges nach eigenen Angaben mehr als 450 Think Tanks in 95 Ländern. Sie alle haben das Ziel, die Theorie vom „freien Markt“ populär zu machen. Mit anderen Worten: Der Staat habe in die Privatwirtschaft nicht einzugreifen. Die ihm zugedachte Stellung: Management der Untertanen.

Zu den einflussreichsten Denkfabriken in den USA, die zum Atlas Network zählen, gehört das rechtslibertäre Cato Institute mit Hauptsitz in Massachusetts. Gesponsert wird es unter anderem von der Auto-, Pharma-, Energie- und Tabakindustrie sowie einigen Wallstreet-Banken. Zu den größten Geldgebern zählen laut Jahresbericht der Investment-Gigant BB&T, die Autokonzerne Mazda und Volkswagen, der Motoren- und Dieselturbinen-Produzent Caterpillar, der Energieriese Southern, aber auch Facebook, Google und eBay.

Eng mit Cato, Atlas und Co. verbunden ist ein Think Tank namens „CO2 Coalition“. Die Denkfabrik sitzt in Virginia. 2015 ging sie aus dem 1981 gegründeten George C. Marshall Institute hervor. Das hatte sich zunächst darauf spezialisiert, den Kalten Krieg zu befeuern. So unterstützte es unter anderem das Weltraumrüstungsprogramm SDI propagandistisch mit der These, die Sowjetunion plane innerhalb weniger Jahre, die Weltherrschaft zu übernehmen.

Ende der 1980er Jahre gelangte schließlich eine brisante wissenschaftliche Studie an die Öffentlichkeit. Sie besagte, dass das exzessive Wirtschaftswachstum, verbunden mit dem Ausstoß von allerlei Schadstoffen, dazu beitrage, das Erdklima irreparabel aufzuheizen.

 » Lees verder

Tagesdosis 15.3.2019 – Legal, illegal, scheißegal | KenFM.de

tagesdosis-1532019-8211-legal-illegal-scheisegal-kenfm.de

15-03-19 12:47:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Dies ist der Modus Operandi des angeblichen „Leuchtturms der Freiheit und der Demokratie“ jenseits des Atlantiks. In früheren Jahren haben die Oligarchen in Washington allerdings noch versucht, ihre verbrecherischen Interventionen, ihre einseitigen Sanktionen und Wirtschaftskriege und gewaltsame Regierungsumstürze auf internationaler Ebene als gute Taten zu verkaufen. Mit Hilfe von Medienoffensiven konnten sie ihre „guten Kriege“ gegen die „neuen Hitlers“ von Jugoslawien über Afghanistan und Irak, über Libyen, Syrien und Jemen in der Regel mit Unterstützung ihrer europäischen NATO-Vasallen führen. Schließlich wurden die Kriege und Umstürze ja zum Schutz der Menschenrechte, der Demokratie und vor allem der freien Märkte und damit zum Wohl der westlichen „Un-Wertegemeinschaft“ geführt.

In den letzten Jahren, Monaten und vor allem in den letzten Wochen hat in Washington eine Entwicklung an Fahrt gewonnen, bei der alle früheren Vorbehalte und diplomatische Rücksichtnahmen über Bord geworfen wurden. Die Schutzgeld-Mafia in Washington bemüht sich nicht einmal mehr darum, ihre Verbrechen mit einem möglichst moralischem Mäntelchen zu kaschieren. Ihr ist es zunehmend egal, ob sie Feinde oder befreundete Vasallen erpresst und dabei sogar riskiert, alte Freunde zu neuen Feinden zu machen, wie das z.B. im Fall der Türkei geschehen ist.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der sich nicht einmal von Washington vorschreiben lässt, wie er zu denken oder zu handeln hat, erklärte am 24. Januar dieses Jahres dem venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro seine ausdrückliche Solidarität. „Maduro, Bruder, steh aufrecht! Die Türkei steht bei dir“. Das habe Erdoğan seinem rechtmäßigen venezolanischen Amtskollegen telefonisch versichert, so İbrahim Kalın, seines Zeichens Sprecher des türkischen Präsidenten auf Twitter. Damit war Erdogan auf Konfrontationskurs mit den US-Kriegstreibern und ihren willigen Helfern in der EU gegangen, die alle den von Washington ausgesuchten, selbst ernannten Präsidenten Guaido völkerrechtswidrig zwecks Regime Change unterstützen.

Unbekümmert machen die Polit-Gangster im Weißen Haus und im US-Außenministerium weiter und machen einen blindwütigen Rundumschlag nach dem anderen, egal wen es trifft. Das Verhalten erinnert an das Deutsche Kaiserreich unmittelbar vor der Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Damals galt auch die großmäulige Devise: „Viel Feind, viel Ehr“. Und auch damals war das nichts anderes als ein armseliger Versuch,

 » Lees verder

Tagesdosis 14.3.2019 – Freddy Krüger trifft auf Dunning-Kruger | KenFM.de

tagesdosis-1432019-8211-freddy-kruger-trifft-auf-dunning-kruger-kenfm.de

14-03-19 12:59:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

oder: die Verantwortlichkeit der gesamtgesellschaftlichen Misere.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Noch einmal ! Diskussion hin oder her. Podcast oder Kolumne vor und zurück. Die Gesamtverantwortlichen unseres gegenwärtigen Gesellschaftszustandes sind recht einfach und klar zu benennen:

Das Volk, die Bürger, also die Menschen dieses Landes und die entsprechenden Volksvertreter, also die gewählten Politiker.

Nein, natürlich nicht alle, aber doch die eindeutige Mehrheit unseres Landes, die rückblickend seit Jahrzehnten aus unerfindlichen Gründen wenigen Menschen ihr Vertrauen, ihr Leben in Form eines Kreuzchens fahrlässig überlassen.

Wohlwissend, dass dabei, also nach dem Wahlgang, nichts Gutes auf Dauer kommen wird. Warum ist dem so? Ist das eine Art von bürgerlichem Borderline Syndrom? Die Definition des Borderline Syndroms besagt: Typische Symptome sind Gefühle der Leere und Langeweile. … Zum anderen fühlen sie sich oft alleine und verlassen.

Gibt es die menschliche Ignoranz gegenüber sich selbst? Welch Anmaßung, welch Stuss mag nun manch Leser und Hörer denken. Ich doch nicht, wen meint der?

Noch einmal! Bewußte Zerstörungen der Natur, an Mensch und Tier gab es schon immer, wie auch die zerstörerische Verachtung gegenüber dem Individuum. Bis zum Zeitalter der modernen Medien waren sie visuell und in der Quantität der Wahrnehmung außen vor. Nun beherrschen sie den Alltag, nicht nur im Fernsehen, auf dem Bildschirm und Display. Es erfolgt die Heimsuchung des Realitätshorrors bis in die Privatsphäre.

Freddy Krüger ist ein fiktiver US Serienmörder. Die wahren, realen Serienmörder der letzten Jahrzehnte können klar benannt werden. Sie kennen sie. Gendergerecht heißt der deutsche Freddy Krüger gerade Frieda. Die aktuelle Rolle heißt Kriegsministerin, oder variabel Bundeskanzlerin.

Anmaßend ? Es existieren natürlich Helfershelfer. Jeder Politiker und jede Politikerin die Gesetze, wogegen auch immer, mit einer Stimmabgabe im Rahmen der jeweiligen Parteizugehörigkeit unterstützen, machen sich dadurch mitschuldig, zum Komplizen. So einfach ist das. Und diese Option der aktiven Unterstützung der Beeinträchtigung oder Vernichtung individuellen Lebens, bekommen sie wiederum nur durch den Wähler, den Bürger, den Menschen. Schlechtestenfalls dem Opfer der eigenen Wahl.

Betrachten wir das am Beispiel Krieg.

 » Lees verder

Tagesdosis 12.3.2019 – USA und ZDF machen mobil | KenFM.de

tagesdosis-1232019-8211-usa-und-zdf-machen-mobil-kenfm.de

12-03-19 05:28:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Deutschland soll für NATO-Stützpunkte zahlen – und das ZDF spricht vom „unvermeidlichen“ 3. Weltkrieg

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Donald Trumps Nationaler Sicherheitsrat hat nachgedacht. Nachdem die USA den Kriegshaushalt auf die Rekordsumme von 716 Milliarden Dollar für das Jahr 2019 aufgestockt haben, suchen sie nach Möglichkeiten der Refinanzierung. Was dabei herauskommt, wenn ein Immobilienhai US Präsident ist, demonstriert ein Plan, über den Bloomberg und die Washington Post berichten.

Länder wie Japan, Deutschland oder Südkorea sollen die Kosten der dort stationierten US Truppen übernehmen, plus einem Aufschlag von 50% dafür, dass ihre Sicherheit garantiert wird. Wie in der korrupten Bauwirtschaft üblich, gibt es aber die Möglichkeit für sogenannte Kickback-Geschäfte. Ein Land, dass sich so hauteng an die Machtpolitik der USA anpasst, dass man von einer Position im Enddarm sprechen kann, bekommt einen ordentlichen Rabatt. Trump hat seinen Stab beauftragt, beide Seiten zu berechnen: Wie viel soll Deutschland für die US Militärbasen bezahlen und wie viel Rabatt will man anbieten.

Mit anderen Worten: Deutschland – von dem nur wahlweise rechtspopulistische oder linksradikale, antiamerikanische und antisemitische Verschwörungstheoretiker behaupten, dass es immer noch besetzt sei –  hat eine Chance, seine zukünftigen Ausgaben für die Anwesenheit der amerikanischen Freunde auf ungefähr 4 Milliarden pro Jahr zu senken, gegenüber 6 Milliarden ohne Pudelrabatt. Ein echtes Freundschaftsangebot also.

Zur Zeit bezahlt Deutschland nach Angaben einer US Quelle, nämlich der Rand Corporation, die der CIA sehr nahe steht, man könnte sogar sagen: sehr nahe, Deutschland also zahlt zur Zeit etwa 831 Millionen US Dollar Schutzgeld an die USA, was etwa 28% der Stationierungskosten entspricht. Oder, wenn man in der transatlantischen Enzyklopädie Wikipedia nachschaut, nur 41 Millionen Euro. Das ist die Zahl, bei deren öffentlicher Nennung sie nicht damit rechnen müssen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Wobei in der Wikipedia auch steht, dass der US Botschafter Holbrooke 2004 von 1 Milliarde sprach, die Deutschland heimlich still und leise löhnt. Diese Zahl sollten sie jedoch nur beim Grillen mit guten Freunden nennen. Ein guter Rat: Aufpassen, wer dabei zuhört!

Auf keinen Fall aber handelt es sich bei den avisierten Preissteigerungen um Besatzungskosten.

 » Lees verder