Tagesdosis 17.6.2019 – Iran: Trump zündelt, die Finanzelite lauert | KenFM.de

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17-06-19 05:10:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Donald Trump verdankt sein Amt als Präsident vor allem seinen Wahlversprechen, die USA aus dem Nahen Osten zurückzuziehen, sie aus weiteren Kriegen herauszuhalten und den Sumpf in Washington trockenzulegen.

Seit seiner Amtsübernahme vor zweieinhalb Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass er die US-Öffentlichkeit bewusst getäuscht hat und in Wirklichkeit vollkommen andere Ziele verfolgt: Statt den Sumpf trockenzulegen, hat er sein Kabinett mit Wallstreet-Bankern, korrupten Unternehmern, hohen Militärs und notorischen Kriegsbefürwortern gespickt.

Gleich nach seiner Wahl hat er als Oberbefehlshaber der US-Armee die größte Bombe seit dem 2. Weltkrieg auf Afghanistan abwerfen lassen. Inzwischen hat er den Rüstungsetat auf 700 Mrd. Dollar erhöht und seine Streitkräfte angewiesen, die Militarisierung des Weltraumes voranzutreiben.

Statt die Beziehungen zu China zu verbessern, belegt er das Land mit immer neuen Zöllen und lässt seine Führung regelmäßig durch die US-Flotte im Südchinesischen Meer provozieren. Im Nahen Osten hat er nicht deeskaliert, sondern das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt und 1.500 weitere Soldaten in die Region entsandt.

In der vergangenen Woche hat Trump angekündigt, 2.000 Soldaten als „Schutz vor Russland“ nach Polen zu entsenden – eine weitere dreiste Provokation gegenüber dem Land, mit dem er nach dem Wahlkampf „gut auskommen“ wollte.

Innenpolitisch ignoriert Trump unterdessen den fortschreitenden gesellschaftlichen Verfall, fördert die Explosion der Einkommens-Ungleichheit und deckt sowohl die korrupten Machenschaften der Wallstreet als auch die der eigenen Familie. Um von diesen Verfehlungen abzulenken, wird er nicht müde, Flüchtlinge und Migranten für die Misere im Land verantwortlich zu machen und ständig selbstherrliche Erfolgsmeldungen über Twitter zu verbreiten.

Trotzdem wenden sich immer mehr US-Wähler von ihm ab, und das aus einem einfachen Grund: Ein Großteil seiner Anhänger ist bitter enttäuscht. Seine ländliche Basis zum Beispiel leidet unter den einbrechenden Exporten nach China und die städtischen Industriearbeiter, die auf ihn gesetzt hatten, warten nach wie vor vergebens auf die im Wahlkampf versprochenen Jobs. Gleichzeitig müssen sie zusehen, wie Börsenprofis an der Wall Street Milliarden-Profite einstreichen.

In den vor uns liegenden Monaten wird es noch schlimmer kommen: Die sich ankündigende Rezession wird die Einkommen der unteren Schichten weiter sinken lassen,

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Tagesdosis 15.6.2019 – Troll-Armeen, Waffen-Lager und anvisierter „Rassen-Krieg“ | KenFM.de

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15-06-19 01:38:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Jubelorgien für die AfD, Hasstiraden auf Reporter, Politiker und Linke, Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime, Verbreitung diverser Fake-News und rechter Thesen, all das gern gespickt mit Deutschlandfahnen oder noch eindeutigeren Bildchen, und das alles im Akkord: Fast jeder Journalist, Medienmacher und Youtube-Kanal-Betreiber kennt ihn inzwischen nur zu gut: Den organisierten Shitstorm von Rechtsaußen.

Das solche Attacken organisiert sind, ist gut recherchiert, wie die untenstehenden Links zeigen (1, 2, 3). Nur ein Beispiel von vielen dafür ist das darin aufgeführte, inzwischen umbenannte Netzwerk Reconquista Germanica. Getarnt als Vereinigung von Gamern und hierarchisch strukturiert, verabreden sich die dort organisierten Rechten zum Beispiel auf dem Gaming-Chat-Dienst Discord zu Spam-Attacken, Troll-Aktionen und zur Flutung diverser Plattformen und Kommentarspalten mit braunen Ergüssen.

Das Ziel dieser Online-Trolle ist jenes, das auch jeder Staat als territorialer Gesamtkapitalist verfolgt: Meinung beeinflussen durch suggerieren einer Mehrheitsmeinung, die so schlechterdings nicht existiert. Man will den Diskursbereich nach rechtsaußen verschieben, Deutungshoheit erlangen, rassistische und chauvinistische An- und Absichten salonfähig machen, provozieren und eskalieren. Letztlich geht es um die Macht über die Meinung. Es ist eine alte massenpsychologische Weisheit, dass die meisten Menschen dazu neigen, sich gefühlten Mehrheitsmeinungen unterzuordnen. Dieses Gefühl kommt schnell auf bei Hunderten Kommentaren mit fast identischem Inhalt. Und: Die Angst vor Ausgrenzung ist bei vielen grenzenlos.

Dabei geht es nicht nur um Manipulation der Denkweise in der Bevölkerung, sondern auch um Einfluss auf die Medienbetreiber selbst. Nun wird der Staatsfunk im Gros immer die Agenda seines Auftraggebers vertreten, genauso wie die es die Produkte großer Medienkonzerne tun. Dennoch können solche Trolle, die meist mit Fake-Accounts agieren, Debatten eskalieren, die man früher gemeinhin unter „krimineller Energie“ verbuchte. Hinzu kommt: Medien müssen schließlich ihre Zielgruppe bedienen. Wer laut genug trommelt, erweckt den Eindruck, eben diese Zielgruppe zu sein. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Gewöhnlich sind solche Spammer weder Leser noch Abonnenten der Medien, die sie trollen.

Vor allem sogenannte alternative Medien will die rechte Szene auf diese Weise inhaltlich beeinflussen.

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Tagesdosis 14.6.2019 – Schwedens selbstverschuldetes Migrations-Chaos | KenFM.de

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14-06-19 01:02:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In unzähligen Talkshows und anderen Propagandaaufführungen, die im Rahmen des unkontrollierten Massenzustroms von Migranten der deutschen Bevölkerung die Aufnahme vornehmlich junger Männer schmackhaft machen wollten, haben Politiker und Medien uns immer wieder Schweden als leuchtendes Vorbild an Humanität, Nächstenhilfe und sozialer Verantwortung vorgehalten. Dieser skandinavische Wohlfahrtsstaat zeige wie kein anderer, dass auch die Integration weitaus größerer Zahlen von Zuwanderern aus komplett anderen Kulturkreisen und Wertesystemen, – z.B. die Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft – problemlos von den Einheimischen zu bewältigen sei.

Wir schaffen das“, hieß das von „Mama Merkel“ im Auftrag der Konzerne verbreitete Mantra. Das wurde ausgerechnet von vielen, sich selbst als Linke bezeichnenden jungen Leuten begierig aufgegriffen. In ihrer weltfremden Wahnvorstellung von einer Art „Mutter-Theresa-Kommunismus“ forderten diese zumeist jungen Linken die Abschaffung aller Grenzen und Nationen (No Border – No Nation). Auf diese Weise wollten sie noch mehr Migration ermöglichen, um – mit Manna vom Himmel – Wohlstand für alle zu schaffen.

Vielleicht könnte es all jenen, die noch nicht vollständig in ihrem zwanghaften Helferwahn gefangen sind, die Augen öffnen, wenn sie einen Blick nach Schweden werfen, wo sich das leuchtende Vorbild für gelungene Integration inzwischen zu einem Alptraum entwickelt hat. Allerdings kann sich Schweden rühmen, dem negativen Bevölkerungswachstum in anderen europäischen Ländern erfolgreich gegengesteuert zu haben. Die Einwohnerzahl von Schweden erhöhte sich Dank der Migration innerhalb der vergangenen Dekade, vor allem aber in den letzten Jahren um über 10 Prozent auf 10.2 Millionen Einwohner. Aber der wirtschaftliche und gesellschaftliche Preis dafür ist hoch.

Im Jahr 2018 erlebte Schweden eine Rekordzahl von tödlichen Schüssen. 45 Menschen wurden dort landesweit getötet (1). Die meisten Schießereien fanden im Raum Stockholm statt, und die meisten Todesfälle ereigneten sich in der Region Süd, wo sich Malmö befindet. „Es ist auf einem schrecklich hohen Niveau“, sagte Stockholms Polizeipräsident Gunnar Appelgren über die Schießereien. Zuvor hielt das Jahr 2017 den Rekord mit 43 Menschen, die durch Schüsse zu Tode gekommenen waren. Die Zahl der gemeldeten Schießereien insgesamt ging jedoch leicht zurück: von 324 im Jahr 2017 auf 306 im Jahr 2018.

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Tagesdosis 13.6.2019 – SPD und Linke im Panikmodus. Bürger hört die Signale. | KenFM.de

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13-06-19 12:40:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Es ist schon erstaunlich, dass die etablierten Parteien dieses Landes tatsächlich anscheinend denken, irgendwie geht es immer weiter. Es muss ja weitergehen. Über Jahrzehnte marschierte das Wahlvolk brav zu den Urnen, in jüngster Zeit wurde eher getrottet.

Es ergab sich eine offensichtliche Entfremdung zwischen der Politik und den Menschen, aber es zeigte sich keinerlei Reaktion, kein Aufmucken bei denen, die sich dann doch für das demokratisch verbriefte Kreuzchen entschieden. Zumindest bis zum Jahr 2019.

Immer wieder. Was wäre alles möglich gewesen im Jahre 1990. Ein Neustart. Welche Wege ungeahnten Ausmaßes waren realisierbar, um ein gesellschaftliches Experiment zu wagen. Beide deutsche Staaten wirkten Ende der 1980er gelähmt in ihrer Existenz. Die DDR im Trott des Daseins, wirtschaftlich angeschlagen, jedoch nicht bankrott, wie heutige Erkenntnisse zeigen. Das andere, vermeintlich starke Deutschland auch nicht so goldglänzend, wie es leider auf die späteren Mitbürger sinnblockierend wirkte.

Zitat: Das politisch untätige „Warten auf den Markt“ hatte zur Folge, daß Millionen Menschen in der Bundesrepublik, einem der reichsten Staaten der Welt, in eine „neue Armut“ abgedrängt wurden. Ende Oktober 1987 erhielten die 751.700 Empfänger von Arbeitslosengeld durchschnittlich 984 DM im Monat, die 500.400 Bezieher von Arbeitslosenhilfe im Schnitt 806 DM. 37 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen erhielten 1987 überhaupt keine Unterstützung. Man kann sicher sein, daß die Politiker der Bonner Regierungskoalition sich entschieden für eine rigorose Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzen würden, müßten sie auch nur ein halbes Jahr lang mit diesen Einkünften auskommen (1).

Sie sehen, gut 30 Jahre später annähernd alles beim Alten, nur noch schlimmer, erbärmlicher, härter, halt gnadenloser mit entsprechenden Varianten. Die Verzweiflung, Ideenlosigkeit bei der Politik hinsichtlich der finalen Abwendung durch die Restwähler schlägt aktuell skurrile Blüten.

Der Freitag titelte jüngst, Zitat: Sie werden zu Zwergen, CDU und SPD. Sind die beiden Volksparteien noch zu retten? Jede Strategie dazu hat einen Haken. Das ist nicht weiter schlimm (2).

Dem kann man nur zustimmen, weil wer würde sie,

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Tagesdosis 12.6.2019 – Ich will eure Hoffnung nicht! | KenFM.de

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12-06-19 01:03:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Papst Franziskus, Alexis Tsipras, Zoran Zaev, Reporter ohne Grenzen, das UNHCR, Jacinda Ardern und Greta Thunberg. Was haben diese Personen miteinander zu tun? Sie alle stehen hoch im Kurs, was den diesjährigen Friedensnobelpreis(1) angeht. Greta Thunberg, die vor gar nicht all zu langer Zeit ein Schildchen malte, die Schule schwänzte und sich gegen den Klimawandel aufstellte, ist heute eine der populärsten Schülerinnen, die die Menschheit je hervorgebracht hat. Sie wird, glaubt man den Buchmachern in England, den Preis bekommen. Greta Thunberg erhielt erst kürzlich die Goldene Kamera und wird im Oktober eine Ehrendoktorwürde(2) in Belgien bekommen. Hunderttausende Schüler streikten den Schulunterricht, weltweit, so schreiben die Medien. Sie verschweigen dabei natürlich, dass nur die Medien der westlichen Hemisphäre darüber berichten.

Zufälle gibts

Erinnern wir uns- trotz des Frames, in dem viele die Klimaheilsgöttin verehren und für ihre eigenen, ganz privaten Ideologien zurechtbiegen- an folgende Realität: Greta Thunberg sitzt mit einem Schild an einer schwedischen Hauswand auf dem Boden. Dort trifft Ingmar Rentzhog sie und macht so ganz nebenbei ein paar Fotos von einer bis dato unbekannten Schulschwänzerin. Diese werden plötzlich überall gedruckt, weil Ingmar Rentzhog nicht nur exzellente Kontakte zu der Denkfabrik global Challenger besitzt, dessen Vorsitzender er zufällig auch ist. Ein paar Tage später bringt Gretas Mutter, Malena Ernman, ein Buch über die Familiengeschichte und ganz besonders über die Klimavisionen ihrer Tochter heraus. Das Buch liest sich wie ein Psychogramm der Familie, in der der Stellvertreterkampf Klimawandel für die Liebesarmut in der Familie steht. Aber egal, alles Spekulationen. Zur gleichen Zeit werden zahlreiche Bilder von Greta Thunberg überall in den Medien gedruckt und gepostet. Spendengelder gehen ein und Greta hält eine furiose Rede im schwedischen Fernsehen. Einen Tag später kommen Fotos ins Internet, die zeigen, dass dort nur ein klitzekleines Grüppchen in einem quasi leeren Raum saß. Dann gehen die Aktien der schwedischen Firmen Ernman Produktion AG und Northern Grace AG durch die Decke. In beiden ist Svante Thunberg, Gretas Vater, Geschäftsführer. Die Kaskade weiterer Zufälle in Greta Thunbergs Umfeld und Schaffen reißen nicht ab.

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Tagesdosis 11.6.2019 – Die System-Medien | KenFM.de

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11-06-19 02:50:00,

Der Kapitalismus erlaubt nicht die Diskussion über den Austritt aus der NATO, fördert aber eine Debatte, damit alle Geschlechter und sexuelle Minoritäten Soldaten werden können.

Es ist etwas faul in Medienhausen. Einiges. Es ist nicht übertrieben, von einer Krise des Mediensystems zu sprechen.

Ein Schlaglicht: Einerseits kristallisieren in der deutschen Bevölkerung bei einer wissenschaftlichen Befragung zur Glaubwürdigkeit der Medien die Antworten an beiden Enden des Spektrums aus. Sowohl die Anzahl der Menschen, die den Medien überhaupt nicht trauen, als auch die Anzahl, die ihnen voll und ganz vertraut, wird seit Jahren größer. Diese Spaltung in konträre Lager mit völlig unterschiedlicher Sicht auf die Realität ist ein Symptom der westlichen Gesellschaften.

Erstaunlicherweise ist in China die Anzahl der Menschen, die Vertrauen in Medien haben, etwa doppelt so groß wie in den USA. Hätten Sie das für möglich gehalten? Bemerken Sie den Widerspruchsgeist in sich, der sofort an die Luft will? „In China können die Leute doch nicht frei antworten. Da gibt es doch gar keine freien Medien, denen man vertrauen könnte. Die Daten können nicht stimmen. Wer hat die Umfrage gemacht?“

Mit anderen Worten: Sie wollen es nicht wahr haben. Auch das ist ein Symptom für die Medienkrise. Denn woher stammt ihre falsche Weltsicht, derer sie so sicher sind? Aus den Medien. Wie fast alles, was sie von der Außenwelt wissen. Und wie ist das möglich? Haben die Journalisten selbst so wenig Ahnung von China? Oder lügen sie? Eher nicht. Aber sie neigen wie wir alle dazu, Dinge nicht wahrzunehmen, die unseren Vorurteilen widersprechen.

Für den normalen Menschen ist das eine Frage der Aufmerksamkeitsökonomie. Vorurteile sind bis zu einem gewissen Grad sinnvoll. Wir kommen im praktischen Leben nicht ohne Vorurteile zurecht, weil wir zu viel zu schnell entscheiden müssen, als dass wir den Dingen immer auf den Grund gehen könnten. Aber im Journalismus sind Vorurteile ein systemisches Versagen. Es ist seine Aufgabe, eigentlich bei jedem Bericht den Dingen auf den Grund zu gehen. Zumindest aber, nicht ständig komplett daneben zu liegen.

Ein weiteres und wirklich lustiges Beispiel ist die Tatsache, dass „Lügenpresse“ im Jahr 2014 zum Unwort des Jahres wurde und Claas Relotius 2014 von CNN zum Journalisten des Jahres ernannt wurde. Die etablierten Medien, die sich selbst den Titel „Qualitätsmedien“ verleihen und vorbehalten und vor „Fake News“ warnen,

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Tagesdosis 8.6.2019 – Sie „hängen nicht nur Plakate“ | KenFM.de

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08-06-19 02:48:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath

Es war eine gezielte Hinrichtung. Kopfschuss, abgefeuert aus einer Kleinkaliberwaffe, also einer Pistole oder einem Revolver, aus nächster Nähe. Das stand ziemlich schnell fest, nachdem der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke am vergangenen Wochenende in einer Blutlache auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha gefunden wurde. Die Waffe fehlt, Suizid schließen die Ermittler aus. Just in der Nacht seiner Tötung fand keine hundert Meter vom Tatort entfernt eine Kirmes statt, was eine Funkzellenabfrage massiv erschwert. Alles spricht für eine geplante Hinrichtung des CDU-Politikers.

Angesichts dessen hält sich die Empörung in den Medien und der Politik in merkwürdigen Grenzen. Nach den G20-Protesten war das ganz anders. Von Springer über Bauer bis Madsack. Die Journallie kochte über mit Spekulationen und Fahndungsaufrufen. Lübckes Hinrichtung nimmt weniger Raum ein. Auf rechtsextremen Portalen feiert der Mob sie sogar. Auf der Facebookseite der AfD Greiz-Altenburg hieß es beispielsweise hämisch: „nun hast du Deutschland verlassen. Haha.“

Lübcke wurde 2015 zum Hassobjekt der rechten Szene. Ja, auch CDU-Politiker können in deren Visier geraten, wenn sie der „Merkel-Fraktion“ angehören. Auch wenn diese in der Realität ihre sozialdarwinistische Politik ziemlich nah an der Seite der AfD betreibt, werfen ihr Rechtsextreme vor, sie habe die Grenzen für Flüchtlinge geöffnet. Hier beginnt bereits die Lüge: Die Grenzen waren 2015 bereits offen. Man hat sie nur nicht abgeriegelt. Lübcke setzte im Oktober 2015 die Errichtung einer Erstaufnahmestelle durch. Bei einer Infoveranstaltung wehrte er Attacken aus dem Kasseler Pegida-Ableger ab, bestand darauf, „grundlegende christliche und zivilisatorische Werte“ einzuhalten. „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, sagte der CDU-Mann damals. Dies sei „die Freiheit eines jeden Deutschen“.

In der Folge wurde er mit Morddrohungen überschüttet. Auf einer Pegida-Kundgebung in Dresden Ende 2015 forderte der rechtsextreme Schriftsteller Akif Pirinçci Lübckes »Ausreise« und bedauerte, dass »die KZs leider außer Betrieb« seien. Das AfD-nahe Blog Politically Incorrect (PI) veröffentlichte Lübckes private Daten, darunter die Wohnadresse. Kommentatoren riefen zu Hausbesuchen auf. Wegen der Drohungen erhielt der Regierungspräsident zeitweise Polizeischutz. Immer wieder verbreiteten rechte Blogs ein Video von Lübckes Aussage.

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Tagesdosis 7.6.2019 – Steht die nächste Euro-Krise vor der Tür? | KenFM.de

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07-06-19 07:09:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Nur wer ganz fest die Augen verschlossen hat, hat nicht gemerkt, dass sich seit Jahren eine neue Euro-Krise zusammenbraut. Es war nie eine Frage des „ob“, sondern nur des „wenn“ und was oder welches Land der Auslöser sein würde. Nun scheint der Augenblick gekommen zu sein. Diejenigen, die ihre Wette auf Italien platziert haben, scheinen den besseren Riecher gehabt zu haben. Begünstigt wird die neue Krise durch das Wahlergebnis des so genannten „Europa Parlaments“, das die EU-skeptischen Kräfte gestärkt hat, vor allem in Italien.

Obwohl der sündhaft teure Debattierklub in Brüssel und Straßburg so gut wie keine Rechte und Befugnisse hat, die bei einem nationalen Parlament selbstverständlich sind, haben die Wahlen den bisher in Brüssel dominierenden Parteienklüngel durcheinander gewirbelt. Dadurch dürfte der bisherige, neoliberale Konsens der abgehobenen Eurokraten und deren politische Handlungsfähigkeit in der entscheidenden Auseinandersetzung mit der aufmüpfigen, italienischen Regierungskoalition geschwächt werden. Dazu meinte George Lagarias, Chef-Ökonom der international operierenden Finanzberatungsfirma „Mazars“:

„Insgesamt ist der populistische Fußabdruck im Europäischen Parlament größer geworden. Dadurch werden die Zentrifugalkräfte verstärkt, die weitere europäische Integration wird behindert und möglicherweise die Belastung des Euro erhöht“ (1)

Während der letzten Euro-Krise hatte die EU-Kommission in Brüssel und die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt leichtes Spiel mit den schwachen, kleineren Mitgliedsländern wie z.B. Griechenland und Portugal gehabt. In der neuen Krise hat jedoch Italien, das nach Deutschland und Frankreich die drittstärkste Wirtschaftsmacht der Eurozone ist, die Oberhand, falls die EU einen Finanzkrieg gegen Rom führen will. Aber genau danach sieht es derzeit aus.

Weil sich Italien nicht der von Brüssel verordneten Austeritätsformel von einem maximalen Haushaltsdefizit von 3% des Bruttoinlandsproduktes fügen will, will die Europäische Kommission – unterstützt von dem im Hintergrund agierenden Berlin – ein Disziplinarverfahren Verfahren gegen Rom einleiten, das die Italiener bis zu 3 Milliarden Euro Strafe kosten könnte.
Dagegen stemmt sich der neue starke Mann Italiens, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini. Er fordert eine Änderung der Austerität-Haushaltsregeln der EU. Diese haben sich nicht nur ökonomisch als absolut untauglich erwiesen,

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Tagesdosis 6.6.2019 – Über erhitzte Klimafragen zum Gewitter im Kopf | KenFM.de

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06-06-19 06:51:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Ist ihnen auch so warm? Woran liegt es denn bei ihnen? An den aktuellen Temperaturen, ausgehend vom Monat Juni, an der viel diskutieren Klimaveränderung, oder am rauchenden Kopf, aufgrund der gesellschaftlichen Klimaveränderungen?

Wie steht es um das gesellschaftliche Klima in unserem Land? Es wird beherrscht von hitzigen Diskussionen. Heißen Auseinandersetzungen, um die definitive Deutungshoheit. Nicht wirklich ein neues Phänomen, aber zur Zeit brennt die Menschheit, dieses Land regelrecht darauf, sich täglich argumentativ zu überbieten.

Vorrangige Gründe: das Versagen der Alten, die vermeintliche Rebellion der Jungen. Das Versagen der Politik, die vermeintlich politisierte Jugendrevolution (in der aktuellen Spiegel Ausgabe Rezoluzzer genannt). Die einzige Diskussion, das Thema, ausgetragen über das Internet, ein wenig auf der Straße: Das Klima mit allen seinen Facetten.

Man sollte nun den Kindern und Jugendlichen ihre Voreingenommenheit verzeihen. Sie sollen schon alleine entdecken, erkennen und verstehen. Das Problem für, bzw. bei dieser Generation? Sie entdecken individuell nur bedingt alleine. Ihnen wird zu vieles zugeführt. Praktisch, quadratisch und gut verpackt, in leicht verdaulichen Lernhäppchen. Favorisiert im Videoformat. Moderne Zeiten bedeutet easy living. Warum zu Symposien, zu Demonstrationen, Diskussionen, in die Bibliothek gehen. Google bringt mich über YouTube zum Ziel.

Das ist jetzt wieder too much „alter-weißer-Mann Rhetorik“, aber der Rat für kulturelle Bildung (ein Konglomerat u.a. von der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Robert Bosch Stiftung), wusste am 04.06. zu berichten, Zitat: Audiovisuelles Lernen in Form von Webvideos ist für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren von großer Bedeutung und ein ganz normaler Teil ihres Alltags. Die Video-Plattform YouTube ist mit einer Nutzung von 86 Prozent der befragten Schüler und Berufsschüler eines ihrer digitalen Leitmedien. Fast die Hälfte der YouTube nutzenden Schülerinnen und Schüler (47%) ziehen hier selbstständig Erklärvideos für das schulische Lernen heran, beispielsweise für Hausaufgaben oder Prüfungen…(1)

Wie gestalten sich die Auswahlkriterien? Zitat: Bei der Auswahl von YouTube-Videos greifen der Studie zufolge 91 Prozent auf Empfehlungen von Freunden zurück,

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Tagesdosis 3.6.2019 – Österreich im Ibiza-Fieber: Paaasst scho! | KenFM.de

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03-06-19 02:43:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

In Österreich ist ja mächtig was los. Erst diese G‘schichten um das Rad, das der Sänger Andreas Gabalier auf dem Cover seiner CD geschlagen hat, und in dem selbsternannte Experten ein Hakenkreuz halluzinierten. Und jetzt diese G‘schichten um die Koksabenteuer des ehemaligen Vizekanzlers Heinz Christian Strache und seines Zauberlehrlings Johann Gudenus in einer verwanzten Finca in Ibiza. Seit jenem Augenblick schreibt sich Österreichs Bundespräsident van der Bellen die Finger wund mit Entlassungs- und Ernennungsurkunden. Erst mussten sämtliche FPÖ-Minister die Regierung Kurz verlassen. Dann wurde der junge Mozart auf der Klaviatur der Politintrige, Sebastian Kurz, als Kanzler gestürzt. Ein Mann aus der Versicherungsbranche namens Löger folgte ihm nach als Übergangskanzler. Kaum konnte der sich überhaupt auf den Chefsessel setzen, wurde er auch schon wieder unsanft rausgekippt. Jetzt – ich weiß nicht ob das noch aktuell ist, während ich diesen Kommentar schreibe, es geht ja alles so schnell – hat der van der Bellen gerade eine Frau zur Kanzlerin gemacht. Es sieht gerade so aus, als ob hinter den Kulissen jemand immer noch nicht zufrieden ist mit den Veränderungen, und es muss diesem anspruchsvollen Kunden so lange zugearbeitet werden, bis alles passt. „Paaasst!“, sagen die Wiener gerne und reichlich. Passt es jetzt?

Ja, wem passt es denn jetzt? Ich glaube, die neue Richtung passt sehr gut zu den Transatlantikern. Also jenen Leuten, die gerne alle europäischen Staaten unter der Haube der NATO im Gleichschritt gegen das a priori böse Russland marschieren sehen. Da sagt doch hinter vorgehaltener Hand ein amerikanischer General zum Nachrichtenportal BuzzFeed: „Österreich war immer ein Problem für jeden hier … Die jetzige Regierung [also die damalige Regierung  Kurz/Strache] hat enge ideologische und wirtschaftliche Verbindungen zum Putin-Regime und versuchte zwei Dinge miteinander in Einklang zu bringen: nämlich ein seriöses Mitglied der EU zu sein, und gleichzeitig ein enger Freund von Putin. Beides zusammen geht aber nicht nach der Sache mit Skripal.“ Damit übertreibt unser amerikanischer Freund zwar nicht unbeträchtlich was die Wiener Affäre mit Putin angeht. Aber auch im Kalten Krieg und bis vor kurzem betrachtete sich Österreich als neutral gegenüber Militärblöcken.

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Tagesdosis 1.6.2019 – Im Würgegriff des Kapitals | KenFM.de

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01-06-19 01:00:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath

Wieder einmal tagen die Bilderberger. Bei dieser Geheimkonferenz der Mächtigen aus Nordamerika und Europa in der Schweiz, nur eine von vielen verschiedenen, geht es laut Pressemitteilung (1) nicht nur um Themen wie „Klima“,  „Künstliche Intelligenz“, „China und Russland“ sowie „die Waffe der sozialen Medien“. Auf dem Programm steht nichts weniger als die „Zukunft des Kapitalismus“. Was auch immer sie beraten, sagen sie uns nicht. Auch die deutschen Teilnehmer, darunter Axel-Springer-Chef Döpfner, Kriegsministerin von der Leyen und die CDU-Vorsitzende AKK, werden schweigen. Nur eins ist klar: Sie haben Muffensausen. Sie wollen um jeden Preis ihre Herrschaft über die Vielen erhalten. Komme, was da wolle.

Um den Kapitalismus ranken sich mindestens so viele Mythen wie um diese Konferenz. Von oben werden sie eifrig befeuert. Eine davon ist die Mär von der „sozialen Marktwirtschaft“. Angeblich haben wir die ja in Deutschland. Und die ist alternativlos. So tönt es jedenfalls von oben und unten, aus den Reihen von CDU,  FDP, AfD und SPD. Die Grünen propagieren „grünen Kapitalismus“; auch die Linkspartei schwafelt gerne von „sozialer Marktwirtschaft“. Klar doch: Sozial klingt toll und Markt nach schnuckeligem Gemüsemarkt. Nur eins wird vergessen: Wer kein Tauschäquivalent namens Geld besitzt, bleibt auch auf dem Gemüsemarkt hungrig. Selbst bei den Armentafeln müssen die Leute für eine Tüte Essensreste zwei, drei Euro löhnen. An dieses Geld muss man im Kapitalismus erst kommen. Die Fragen ist: Wie? Und warum?

Für das Wie sieht der Kapitalismus zwei Möglichkeiten vor: Entweder erwerbe ich – für Geld! – rentable Produktionsmittel und vermehre mein Geld mittels fremder Arbeitskraft. Oder ich besitze kein Geld für solche  Produktionsmittel. Dann bin ich gezwungen, meine Arbeitskraft an einen Kapitalisten oder dessen Manager, den Staat, zu verkaufen. Dafür erhalte ich einen kleinen Teil des Profits, den ich erwirtschafte, mit dem Lohn zurück. Davon kann ich dann leben – manchmal mehr schlecht als recht.

Das Warum ist schnell erklärt: Der Kapitalismus macht alle Bedarfs- und Gebrauchsgüter zu Waren. Und die gehören dem, der die entsprechenden Produktionsmittel besitzt und über den Zugriff auf notwendige Ressourcen – dank Geld – verfügt.

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Tagesdosis 31.5.2019 – Die Zeit der Luftballons | KenFM.de

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31-05-19 02:19:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Manchmal wünscht man sich eine große, lange, spitze Nadel, um wenigstens einen dieser politischen Luftballons, die durch die Landschaft segeln, zum Platzen zu bringen; zusehen zu können, wie die abgefüllte Luft entweicht, das aufgeblasene Nichts erschlafft und zuletzt nicht mehr als ein schrumpeliges Häufchen Gummi übrig bleibt. Gut, bei der EU-Wahl wäre es eine echte Herausforderung gewesen, sich auf einen Ballon zu beschränken, aber ach, schon die Freude, nur einen sinken zu sehen…

Nie gab es ein solches Ausmass an Manipulation und offener, dreister Lüge wie bei dieser EU-Wahl. Das beginnt im Grunde schon mit der Behauptung, der an die EU-Kommission angehängte Debattierclub sei ein Parlament, und seine Zusammensetzung hätte etwelchen Einfluss auf die reale Politik der EU. Selbstverständlich hat er keinen, und die ganze Panik, die ob eines um sich greifenden ‚Nationalismus‘ verbreitet wurde, hätte am Sonntagabend, nachdem sie ihre Funktion erfüllt hatte, die deutschen Wähler an die Urnen zu treiben, mit der simplen Wahrheit entsorgt werden können, es sei nichts wirklich Schlimmes passiert, das seien eh nur Fake-Mandate für ein Fake-Parlament.

Das geschieht natürlich nicht, denn es ist viel zu nützlich, einen Grund vorrätig zu haben, warum sich alle jetzt auf die Seite der Regierung stellen müssen. Mit den wirklichen Problemen der EU hat das alles nichts zu tun, das wirkliche Problem der EU ist die deutsche Exportwalze, die alles planiert, was nach Industrie aussieht, und selbst die Gewinne aus dem durch Verschuldung der Nachbarn für Deutschland unterbewerteten Euro mit eiserner Konsequenz in die Kassen der deutschen Oligarchen, und nur der deutschen Oligarchen spült. Der deutsche Nationalismus wird via Brüssel ausgelebt, daher kann man leicht so tun, als hätte man keinen, während die Nachbarn furchtbar böse sind und ihre historischen Lektionen nicht gelernt haben, sobald sie sich, wie auch immer, zur Wehr setzen.

Nichts da, Exportwalze, wir müssen das Klima retten, brüllt ein riesiger grüner Ballon an der Spitze einer ganzen Flut weiterer, greta- und rezogesichtiger. Würde die Nadel jetzt zustoßen, sie würde sichtbar machen, wie mit North-Stream II und der Neuen Seidenstraße die tapferen Klimarecken genau die zwei Projekte sabotieren,

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Tagesdosis 29.5.2019 – Die belogene Jugend | KenFM.de

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29-05-19 11:54:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Die Grünen haben die Wahl gewonnen.

Mit ihrer Verpackung als Klima- und Umweltretter zu fungieren, haben sie ihr olivgrünes kriegstreibendes Gesicht in ein strahlendes Grün kurzfristig verwandelt und sind sehr erfolgreich auf Wählerfang gegangen. Chapeau!

Als wir Friedensaktivisten ein paar Jahre auf die Straßen gingen, haben Teile der Grünen und Teile der Linken uns daran erfolgreich behindert, die Idee des Friedens in die Öffentlichkeit zu bringen. Auslöser war für uns der Ukraine-Konflikt und die einseitige Berichterstattung, Putin als Dämon der freien Welt hinzustellen. Dann haben die Teile der Grünen und Linken ihr Diffamierungsprogramm ausgeweitet und in die ganze Gesellschaft getragen. Auch die GroKo hat ihren Anteil dazu beigesteuert. Fake News wurde der neue Feind gegen Aufklärung, Meinungsfreiheit und sogar gegen ganz normale demokratische Prozesse, die einen Wandel der gängigen, vermieften Politik der GroKo in Gang setzen wollten. Auch eine Stiftung, zur Kontrolle rechter Gesinnung in Familien wurde eingerichtet und Broschüren deutschlandweit an Erzieher und Pädagogen gereicht. Da war er wieder, der dreckige Faschist und er lauert an jeder Ecke. So wurde der Bevölkerung ein Feind eingeredet, zu dem man jeden machen kann, der heute eine nicht konforme Meinung sein eigen nennt.

Neues aus Wikihausen

Zuvor und auch zeitgleich wucherten beispiellose Diffamierungen auf Wikipedia. Linke Politiker wurden diffamiert, Wissenschaftler und Journalisten, die vor allem Spezialisten in Sachen verdeckte Operationen, Kriegslügen und Meinungslenkung sind, wurden von verdeckten, anonym geschützten Personen mit geheimdienstlichen Methoden öffentlich stark beschädigt. Die Merkelregierung kümmerte das wenig, denn sie profitierte davon. Der neue Trend geheimdienstlicher wie auch öffentlicher und aus Eigeninitiative gegründete Plattformen und YouTube-Kanäle wurden zu diesem Zweck neu ins Leben gerufen. Ein echter Wachstumsmarkt ist da entstanden, der klammheimlich und ohne Wissen der Öffentlichkeit die Gehirne der ahnungslosen Masse mit Informationen infiltriert, die nur einem Zweck dienen: Wir, die Regierenden, wir, die Aufrechterhalter dieser Gesellschaftsform, wir sagen, wo es langgeht, denn wir wissen immer und zu jeder Zeit, was gut und richtig ist. Stellt sich uns jemand in den Weg und hat gute Gründe und gute Beweise, dann werden wir ihn nicht mehr wie früher,

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Tagesdosis 28.5.2019 – Die neue Inquisition | KenFM.de

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28-05-19 11:19:00,

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Beugehaft für Chelsea Manning, 175 Jahre Gefängnis für Julian Assange.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Am vergangenen Donnerstag hat das US-Justizministerium eine erweiterte Anklage gegen Julian Assange veröffentlicht. Der Wikileaks-Gründer wartet in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis auf die Gerichtsverhandlung über den Auslieferungsantrag der USA, die am 12. Juni beginnen soll. Wurde ihm in der ersten Anklage, die im vergangenen Monat veröffentlicht wurde, nur die Verschwörung mit der ehemaligen US-Militärgeheimdienstanalystin Chelsea Manning für einen Hackerangriff vorgeworfen, enthält die neue Anklageschrift nunmehr 17 weitere  Punkte, die unter das US-Bundesgesetz des „Espionage Act“ fallen, der den Verrat militärischer Informationen unter Strafe gestellt.

Nach diesem im ersten Weltkrieg 1917 erlassenen Gesetz, dessen Verstoß mit der Todesstrafe geahndet werden kann, wurde bisher noch niemals ein Publizist verurteilt.
Um eine Auslieferung aus England zu erreichen – was bei drohender Todesstrafe wegen britischer und europäischer Gesetze nicht möglich ist – teilte das US-Justizministerium mit,  dass Assange bei einer Verurteilung pro Anklage mit einer Höchststrafe von 10 Jahren Gefängnis rechnen müsse, für die erste Anklage der Verschwörung zum Eindringen in ein Computersystem wäre die Höchststrafe 5 Jahre. Es drohen maximal also “nur” 175 Jahre Haft.

Die Juristen der Obama-Regierung hatten eine Anklage nach dem Spionage-Gesetz zwar erwogen, dann aber fallenlassen, weil davon dann auch sämtliche klassische Medien betroffen wären, die die von Wikileaks bereitgestellten Informationen ebenfalls veröffentlichten.

 “Rechtswissenschaftler glauben, dass die Verfolgung von Reportern wegen ihrer Arbeit das First Amendment (den Verfassungsgrundsatz der Rede,-und Pressfreiheit) verletzte, doch dies wurde noch nie von einem Gericht verhandelt, da die Regierung noch nie einen Journalisten unter dem Espionage Act angeklagt hat”, schreibt die New York Times.

Auf eine entsprechende Frage antwortete ein Sprecher des Justiz-Ministeriums bei einer Pressekonferenz: ”Das Ministerium nimmt die Rolle von Journalisten in einer Demokratie sehr ernst…Es ist nicht und war nie die Politik des Ministeriums, sie wegen ihrer Berichterstattung zu verfolgen. Aber Julian Assange ist kein Journalist.”

Die New York Times merkt dazu an: “Auch wenn er kein konventioneller Journalist ist,

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Tagesdosis 27.5.2019 – Die Erschütterungen des Wahltags vom 26. Mai 2019 | KenFM.de

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27-05-19 12:14:00,

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kommen einer Erschütterung des Projekts EU gleich.

Ein Kommentar von Winfried Wolf.

Der gestrige Wahltag ist mit erheblichen Erschütterungen verbunden. Dies gilt für die EU als Ganzes und für die Bundesrepublik Deutschland. Es wird eine Zeit brauchen, bis diese Erschütterungen im vollem Umfang deutlich werden bzw. bis die Verantwortlichen und die Menschen sich des Ausmaßes der gravierenden Veränderungen und Einschnitte bewusst werden. Es sind drei Bereiche, in denen es diese Erschütterungen gibt: Erstens hat das Projekt EU, wie es von den in der EU herrschenden Kräften, den großen Konzernen und Banken und den tonangebenden Eliten verstanden wird, neue, sehr tiefe Risse bekommen. Zweitens wird Deutschland, geht es nach dieser Wahl, inzwischen von einer Regierung bestimmt, die sich einerseits „Große Koalition“ nennt, die jedoch andererseits nur noch eine Minderheit der Wählerschaft hinter sich hat. Drittens gibt es eine deutliche Stärkung rechter und rassistischer Kräfte, was offensichtlich auch ein Resultat der Schwäche der Linken ist.

Europa und EU

Vorneweg muss betont werden: Das Gedöns, es habe gestern „Europawahlen“ gegeben, gestern hätte „Europa gewählt“ oder, wie es gestern der Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel bei „Anne Will“ formulierte, es gehe „nun um die Selbstbehauptung Europas in der Welt“ ist schlicht widerlich, demagogisch und spalterisch.

In Europa leben 741 Millionen Menschen. Die Bevölkerung in der EU zählt aktuell 513 Millionen. Wer also die EU mit „Europa“ gleichsetzt, der vereinnahmt 230 Millionen Menschen, die nicht in der EU leben. Oft handelt es sich dabei um Länder, die bewusst nicht in der EU sind und dort nicht sein wollen. In Bälde wird Großbritannien nicht mehr EU-Mitgliedsland sein. Dann „fehlen“ der EU weitere 66 Millionen Menschen. Dann leben in der EU nur noch rund 450 Millionen Menschen. Die Differenz zu Europa hat sich dann auf rund 300 Millionen vergrößert.

Es geht hier nicht um sprachliche Ungenauigkeiten. Ähnlich wie die USA sich „Vereinigte Staaten von Amerika“ nennen und damit bewusst einen imperialen Anspruch erheben und den „Rest“ des amerikanischen Kontinents, der nicht von Washington aus direkt regiert wird, als „Hinterhof“ verstehen,

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Tagesdosis 25.5.2019 – “Der Kaiser ist nackt” | KenFM.de

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25-05-19 06:47:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Lieber Rezo,

ja, ich habe es getan. Auch ich, trotz höheren Alters, habe dein viral laufendes Video namens „Zerstörung der CDU“ gesehen (1). (Anmerkung der Redaktion: es existiert seit gestern ein Rezo Nachfolge-Video (2) ).

Dank meiner Söhne, dank der Nachrichten, in die du es mit fast sechs Millionen Klicks – bis Donnerstag, Tendenz weiter steigend – geschafft hast. In bester schnodderiger Sprache, sicher mit Quellen belegt, hast du sie alle vorgeführt, von der CDU über die AfD bis hin zur FDP und SPD. Ihre Klientelpolitik, Kriegsverbrechen, Umweltzerstörung und geballte Inkompetenz. Rezo, you made my day!

Köstlich, wie du die stockkonservativen, völlig humorbefreiten CDU- und CSU-Kasper zur Weißglut gebracht hast. Wie die CSU geiferte, du hättest „unsauber recherchiert“ und dir wohl all die „Klicks gekauft“. Wie sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak aufplusterte: Du würdest „Fakenews“ verbreiten und die „Komplexität von Politik“ nicht verstehen. Und deine bürgerlich unkorrekte Sprache erst! Dazu die blauen Haare! Geht mal gar nicht! Just an Argumenten fehlte es. Ja, was soll´n sie auch sagen? Dass du Recht hast? Dass sie und das gesamte neoliberale Lager – von Union und FDP bis AfD und SPD – vom Großkapital gekauft sind?

Als wäre das nicht genug, legte Ziemiak noch den Oberlacher des Monats drauf: Ausgerechnet Philipp Amthor (3), das Superbübchen der CDU im Bundestag, der „Merkelkiller aus Ueckermünde“, bei dem man schwankt zwischen Mitleid für traumatisierte Pubertierende, die sich an der Welt für erlittene Hänseleien rächen wollen, und Häme angesichts dessen, dass Haargel keine Intelligenz erzeugt, sollte ein Gegenvideo veröffentlichen. Die Welt wartete. Die CDU zog zurück. Kein Wunder: Der kleine Philipp hätte sich wohl um „Phips und Kragen geredet“ (Nordkurier). Wär´ ja auch doof, wenn offenkundig würde, dass Amthörchen – mit 26 im gleichen Alter wie du – so´nem Typen mit blauen Haaren geistig nicht das Wasser reichen kann.

Nur eins kam dann doch etwas zu kurz: Du hast sie ja alle angepisst. Auch die der Union hinterher hechelnde SPD, die Mövenpick-FDP mit ihrem inhaltslosen Marktgekreische und auch die „kognitiv nicht sehr beeindruckende“ kleine braune Schwester der hellbraunen – ähm schwarzen – CDU namens AfD.

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Tagesdosis 24.5.2019 – Strache – Liebesgrüße aus Berlin? | KenFM.de

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24-05-19 01:16:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

‚Hund beißt Mann‚, so heisst es unter Journalisten, sei keine Nachricht. ‚Mann beißt Hund‘ hingegen schon. Nach diesem Muster funktioniert auch die Skandalträchtigkeit des Strache-Videos. Dass er der vermeintlichen lettischen Oligarchen-Nichte eine Beteiligung an der Kronen-Zeitung, dem österreichischen Bild-Äquivalent vorgeschlagen habe, um damit bei den Wahlen erfolgreicher abzuschneiden, wird in Kommentaren ein Anschlag auf die Pressefreiheit genannt, ja, sogar Landesverrat. Ein Politiker maßt sich an, Presseorgane steuern zu wollen, welch Unverschämtheit!

Dass Eigentümer von Medienkonzernen, heißen sie nun Hearst, Hugenberg, Murdoch oder Springer, Politiker machen oder vernichten, ist der Normalfall. Also keine Nachricht. Der ganze restliche Gehalt der bisher veröffentlichten Minuten ist ähnlich banal. Es finden Überlegungen statt, öffentliche Aufträge einem zu gründenden Unternehmen der Lettin zuzuschanzen. Auch hier fällt das wieder nur dadurch auf, dass die Rollen verkehrt sind; das Angebot erfolgt seitens des Politikers.

Der Normalfall verläuft anders herum, oder glaubt ernstlich irgendjemand, als die Allianz ihren Emissär bei Gabriel vorbei schickte, um die Privatisierung der Bundesautobahnen mit staatlicher Garantieverzinsung einzufordern, sei nicht von Gegenleistungen die Rede gewesen? Dieses Manöver zur Rettung der deutschen Versicherungskonzerne wird die Steuerzahler noch um beträchtliche Summen bringen, aber der eine oder andere gut dotierte Posten wird zum Ausgleich schon geschaffen werden. Nur, diese Geschäfte werden nicht vor Kameras ausgehandelt und Politiker wie Medien tun meist einfach so, als gäbe es sie nicht.

Die eigentliche Sensation des Strache-Videos beruht auf einem Tabubruch. In der europäischen Politik wird in der Regel das Privatleben der Politiker respektiert. Wer sich auf dem Münchner Oktoberfest blicken lässt, muss keine Mikrofone unter dem Biertisch fürchten, und die Kaffeekränzchen der Frau Merkel mit Friede Springer und Liz Mohn bleiben unbelauscht. Mit der Veröffentlichung des Strache-Videos haben der SPIEGEL und die Süddeutsche nun dieses ungeschriebene Verbot gebrochen; wenn man herausfinden will, wozu die ganze Affäre dient, muss man diesen Punkt im Blick behalten, denn der Damm, der dadurch gebrochen wurde, ist nicht mehr zu flicken.

Sie hätten nichts für das Video gezahlt, betonen Spiegel und Süddeutsche einhellig.

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Tagesdosis 23.5.2019 – Die Zerstörung der CDU? Rezo und der Lauf der Jugend | KenFM.de

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23-05-19 02:41:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Kommenden Sonntag finden die Europawahlen statt. Verfolgt man die hiesigen Medien, lauscht man den diversen Kommentatoren und Betrachtern, wird es die Entscheidungswahl für den Fortbestand demokratiebasierender Lebensqualität in Europa, in der Definitionshoheit von entsprechenden Politikern, Medienmitarbeitern und williger Wählerschaft.

Zwei Videos stehen im besonderen Fokus der finalen politischen Diskussion und Betrachtung. Eines im sehr großen Rahmen, der Skandal um die FPÖ in Österreich #ibizagate und das damit verbundene politische Beben. In Deutschland seit sechs Tagen ein YouTube Video ungeahnter Aufmerksamkeit. Es trägt den Titel: Die Zerstörung der CDU. Aktuell und für viele überraschend wurde das Video inzwischen über 4 Millionen Mal angeklickt.

Anmerkung, Stand 23.05.2019, 13:00Uhr: über 5 Millionen Klicks

Warum Zerstörung? In einem gestrigen Interview erläutert der Urheber, Zitat: „Zerstörung“ heißt in der YouTube-Subkultur eigentlich, dass jemand argumentativ ziemlich plattgemacht wurde. Deshalb glaube ich, dass das hier passt (1).

Die Jugend in Deutschland hat gerade einen vermeintlich erkenntnisextremen politischen Lauf. Fridays for Future, Klimarettung, Artikel 13 und Upload-Filter, sowie aktuell seit fünf Tagen die geplante Zerstörung der CDU.

Die Attacke gegen diese Partei wurde von einem YouTuber ins Leben gerufen. Der Demonteur nennt sich Rezo, seinen Kanal nennt er Rezo ja lol ey. Das Markenzeichen des 26 jährigen ist teilgefärbtes blaues Haar. Ist er eine große Nummer im YouTube Geschäft? Aktuell hat er 656.215 sogenannte Abonnenten. Das ist, in aktueller Sprache, ganz nice, aber das diskutierte Video hat er auf seinem Zweitkanal veröffentlicht. Sein Hauptkanal Rezo hat 1.5 Millionen Follower. Die Entscheidung zum Zweitkanal fiel zu Beginn des Jahres im Rahmen eines, so wie Rezo es formulierte, Mindsets (2).

Mindset 1 beinhaltete im Januar: spontan, nicht verkopft, aus dem Bauch planen. Aufgabe von Mindset 2 lautete: hohe Ziele, Ansprüche an Qualität und große Sachen umsetzen. In einem persönlichen „recap“, plante er zukünftige Themenschwerpunkte seiner kommenden Videoproduktionen.

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Tagesdosis 18.5.2019 – Marktradikale Pseudo-Kümmerer auf Wahlkampftour | KenFM.de

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18-05-19 11:26:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Rechte Parteien spielen gern die Kümmerer. Von Spendensammlungen für deutsche Obdachlose bis hin zur Gründung von Pseudogewerkschaften ist alles dabei. Sie kommen als „Bürgerinitiativen“ daher, sitzen in sozialen Vereinen. So ist zum Beispiel die Pflegedienstleiterin der Ortsgruppe der Volkssolidarität in der sachsen-anhaltischen Kleinstadt Oebisfelde stramme AfD-Funktionärin. Ihr Verein nutzt einen kommunalen Raum. In diesem organisierte die Dame kürzlich eine Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei. Gekommen war ein Dutzend Rentner mit Anhang. Lang und breit philosophierte dort ein AfD-Funktionär über gute Renten, welche man angeblich anstrebe. Erst auf Nachfrage räumte er kleinlaut ein: Die AfD hat gar kein Konzept für die Rente, weder in ihrem 190-seitigen Grundsatzprogramm, noch in ihrem 88-seitigen EU-Wahlprogramm.

Natürlich, um Stimmen für die EU-Wahl und die Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt am 26. Mai einzufangen, hilft die eine oder andere Lüge. Am besten gelingt dies der AfD derzeit aber mit dem Thema Migration. So folgte dem Eingeständnis des AfD-Funktionärs dann auf dem Fuße die Aussage: Ja, aber die Migranten. Die plünderten doch unseren schönen Sozialstaat. Und überhaupt, die Kriminalität.

Da ist er wieder, der Angst-Trigger. Genau deshalb, nicht etwa wegen wirtschaftlicher Fragen, wählten viele Sachsen 2017 die AfD. Das fanden jüngst Wissenschaftler der Universität Leipzig bei einer Auswertung von Umfragen aus dem Jahr 2016 heraus. Kein Wunder: In Sachen Wirtschaft ist die AfD noch marktradikaler und asozialer als FDP, CDU und CSU zusammen. Und: Sie wird finanziell gut gemästet von jenen Teilen des Großkapitals, die sich offenbar durch die Bundesregierung nicht genug vertreten sehen.

An diesem Mittwoch drehte mal wieder eine entsprechende Schlagzeile die mediale Runde: Auch den Landtagswahlkampf der AfD in Nordrhein-Westfalen vor zwei Jahren soll ein gewisser „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ sehr großzügig und verdeckt unterstützt haben, und zwar mit Hunderttausenden Plakaten und Werbezeitungen, zum Beispiel namens „Deutschland-Kurier“.

Derlei Machenschaften des 2016 von ehemaligen CSU-Kadern und Unternehmern gegründeten Vereins sind schon länger bekannt. Er arbeitet dafür eng mit einer Schweizer PR-Agentur namens Goal AG zusammen, die deshalb jüngst im Fokus stand. Die Agentur pusht seit Jahren rechte und rechtsextreme Parteien.

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Tagesdosis 17.5.2019 – Viel Schaum für die Europawahl | KenFM.de

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17-05-19 12:28:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Das Spottlied, das anlässlich der Reichstagswahl 1928 von Berliner Linken gegen die SPD-Kandidaten gesungen wurde, ist anlässlich der bevorstehenden, so genannten „Europawahl“ wieder brandaktuell:

Wir haben ihn gebilligt
den großen heiligen Krieg.
 Wir haben Kredite bewilligt,
weil unser Gewissen schwieg.
Wir schlagen Schaum.
 Wir seifen ein.
 Wir waschen unsre Hände
wieder rein.
Dann fiel’n wir auf die Beine
und wurden schwarz-rot-gold.
 Die Revolution kam alleine; 
wir haben sie nicht gewollt.
Wir schlagen Schaum.
 Wir seifen ein.
 Wir waschen unsre Hände
wieder rein.
Wir haben die Revolte zertreten
und Ruhe war wieder im Land.
 Das Blut von den roten Proleten, das klebt noch an unsrer Hand. Wir schlagen Schaum.
 Wir seifen ein.
 Wir waschen unsre Hände
wieder rein.

(Wer die Noten und den ganzen Text sehen will: Das Seifenlied)

Auch heute wird wieder viel Schaum geschlagen und die Wähler werden von den Politikern und Parteien, die zur so genannten „Europawahl“ angetreten sind, nach Strich und Faden eingeseift. Aber immer mehr Leute haben genug von den hohlen Parolen über die noblen Werte, die von der Europäischen Union angeblich verkörpert werden. Das verlogene Gelaber über Freiheit und Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit, für die die EU angeblich steht, hängt immer mehr Bürgern zum Hals heraus, wenn sie im realen Leben genau gegenteilige Erfahrungen gemacht haben: nämlich weniger soziale Gerechtigkeit, dafür mehr Überwachungs- und Polizeistaat und weniger Freiheit und Schutz der Privatsphäre.

Neben dem in den Medien allgegenwärtigen Euro-Pathos gibt es dann auch noch die Tartaren-Meldungen. Sie warnen vor dem bedrohlichen Ansturm wachsender Zahlen kritischer EU-Bürger, die sich von den demokratisch nicht gewählten Herrschern in Brüssel nicht länger in ihr tägliches Leben hineinregieren lassen wollen. Sie haben hinter die Fassade geschaut und erkannt, dass das neo-liberale EU-Projekt von den Reichen, durch die Reichen für die Reichen geschaffen wurde.

Damit wird eine demokratische und soziale Reform dieses wasserdichten Konstrukts der Europäischen Union des Kapitals unmöglich,

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Tagesdosis 16.5.2019 – Russland? Russland. Natürlich Russland | KenFM.de

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16-05-19 03:25:00,

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Denkfabriken, Schnittstellen und das ewige Feindbild.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Schon irre Zeiten, in denen wir da leben. Dank weltweiter Recherchemöglichkeiten und Verknüpfungen sind immer mehr Menschen jedoch nicht mehr bereit den vorgefertigten und manipulativen Informationen entsprechender Verbände und Gruppierungen, Verlagshäusern und Think Tanks Glauben zu schenken. Die Aufgewachten, immer noch in einem viel zu geringen Prozentsatz, hinterfragen. Stellen Gegenfragen. Wollen verstehen und nicht mehr stillschweigend dulden und ausführen.

Die momentane Flut an Studien und Drohszenarien zeigt die zunehmende Nervosität gewisser Kreise. Stichwort Populismusgefahr. Parallel wird nichtsdestotrotz trotzdem schon an den nächsten Szenarien geschraubt und neue Schauplätze justiert. Stichwort: Iran.

Die demagogische Blendgranate der Stunde heißt jedoch weiterhin Russland. Kein Tag vergeht, an dem nicht eine Meldung, ein Tweet, eine neue haltlose Unterstellung in Verbindung mit diesen acht Buchstaben zu finden sind.

Beispiel 1: Twitter: Greta Thunbergs Social Media Team dachte sich am Dienstag dieser Woche, eigentlich müssen wir auch mal was mit Russland machen = Aufmerksamkeit. Für folgenden Tweet gab es umgehend breiten Zuspruch, Zitat: In manchen Ländern sind Klimaschulstreiks illegal. Das macht unsere Verantwortung, wir die wir dürfen, umso größer. Wir Kinder sollten nicht darauf hinweisen müssen. Aber da die meisten Erwachsenen nichts machen, müssen wir etwas tun (2).

Darunter ein Bild von Greta mit Schild und handgeschriebener Aufschrift: Lasst Russland für das Klima streiken – #LetRussiaStrikeForClimate. Fairer Weise muss erwähnt werden, dass auch folgender Hashtag mit zum Tweet gehörte: #LetHongKongStrikeForClimate. Wie erwähnt, skurrile Zeiten.

Beispiel 2: Radio: Ein Feature auf SWR3 informierte aktuell seine Hörer so, Zitat: Infokrieg im Internet. Mit kaum etwas kann man so schön Verwirrung stiften wie mit gezielter Desinformation. Und dafür gibt es kaum ein besseres Mittel als das Internet. Russland soll massiv auf die Präsidentschaftswahlen in den USA Einfluss genommen haben. Und jetzt warnt die EU-Kommission, dass das auch in Europa geschieht (2).

Der inflationäre Einsatz des Wortes Krieg in der Überschrift gibt die Marschroute vor.

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Tagesdosis 15.5.2019 – Roundup your mind! | KenFM.de

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15-05-19 02:02:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ja, das liebe kleine Glyphomäuschen, alle habe es lieb gewonnen. Vor allem die Pflanzen und Insekten, die davon enorm profitieren. Die Pflanzen, weil sie, davon einmal besprüht, riesige Rendite versprechen und die vielen Insekten, die sich jetzt nicht mehr stressen müssen, sich um Nachwuchs sorgen müssen, ständig was zu fressen finden müssen und dann noch sich vor Fressfeinden schützen müssen. Etwas aussterben zu lassen, darin liegt die Rendite. Für das alles heißt die tolle Lösung Glyphosat oder auch Roundup. Es lässt genau die Insekten in großer Würde und Gnade aussterben, die von ihrem eigenen Leben völlig gestresst sind. Großartig, dieses Glypholein.

Stresst es die Pflanzen auch, wenn sie unter den Bedingungen der Agrarwirtschaft zum Wachstum in Unfruchtbarkeit gezwungen und in Reihe und Glied gesät, kurz leben dürfen? Wie oft düngt und spritzt der Bauer seine Felder, damit die Kasse dann auch stimmt? Sechs Mal? Acht Mal? So genau weiß das wohl niemand, außer der Landwirt. Wie oft wird Glyphosat pro Saison auf die Felder gespritzt? 

Wie Tiere in ihren Wachstumsanstalten optimiert werden, für das saftige und vor allem billige Stück Fleisch, das weiß der Bürger oftmals ganz genau. Viele wollen deswegen einfach kein Fleisch mehr essen, weinen sogar, wenn sie Viehtransportern plötzlich auf der Straße begegnen. Schon vor längerer Zeit ist genau deswegen eine völlig neue Esskultur entstanden. Die vegetarische und die vegane Esskultur. Vegetarier essen kein Fleisch. Darauf beschränken sie ihre Esskultur. Veganer hingegen essen gar keine tierischen Produkte, von denen sie wissen, dass diese durch Qualen, durch Ausbeutung oder durch Töten der Tiere hervorgegangen sind. Ein Veganer nimmt auch keinerlei Produkte zu sich, die durch Tierversuche entwickelt wurden. Lederprodukte werden auch gemieden.

In letzter Zeit frage ich mich ernsthaft, ob nicht gleiches auch für Gemüse und Obst gilt? Wie verhält es sich mit dem Mais, dem Reis, dem Weizen, den Erdbeeren, den Äpfeln oder Bananen und den anderen zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, die wir via Produkt-Handelskette zu uns nehmen? Alle Nutzpflanzen wie auch alle Nutztiere, die via Industrie in unsere Nahrungskette gelangen,

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Tagesdosis 13.5.2019 – Der nächste Krieg | KenFM.de

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13-05-19 11:40:00,

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Deutschland darf sich nicht an einer gefährlichen Eskalationspolitik gegenüber dem Iran beteiligen.

Von Mohssen Massarrat.

Ist man zur Feindseligkeit entschlossen, findet sich auch ein Feind. Die US-Militärmaschinerie muss am Laufen gehalten werden, die Macht strebt danach, sich nach und nach alle bisher noch unabhängigen Länder der Erde zu unterwerfen. So sind die durch Donald Trump nochmals angeheizten Spannungen gegenüber dem Iran brandgefährlich. Der Welt-Vormund gibt sich aber nicht damit zufrieden, selbst den Kalten Krieg mit dem muslimischen Land immer weiter aufzuheizen; es wird auch auf andere Länder Druck ausgeübt, die zerstörerische Sanktionspolitik der USA nicht zu unterlaufen. Wie immer brav dabei: Deutschland, das damit seinen eigenen Wirtschafts- und Friedensinteressen zuwider handelt. Offener Brief von Mohssen Massarrat an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Außenminister,

seit gestern und nach der spektakulären Umplanung seiner Reise nach Bagdad leitete der US-Außenminister Mike Pompeo vor aller Weltöffentlichkeit und demonstrativ einen neuen gefährlichen Schritt gegen die Islamische Republik Iran ein, vor dem Sie als Repräsentanten des stärksten EU-Staates nicht untätig bleiben können. Die Behauptung des US-Außenministers, die USA befürchteten einen iranischen Drohnenkrieg gegen die im Irak stationierte US-Armee, erinnert an die Lüge des früheren US-Außenministers, Colin Powell, Irak sei im Besitz von Atomwaffen, die als Vorwand für den Irak-Krieg in 2003 herangezogen wurde. Der Irak-Krieg hat, wie Sie wissen, unermessliches Leid für die Bevölkerungen im Mittleren Osten gebracht und hat auch Europa großen Schaden zugefügt. Diese bittere Erfahrung darf nicht wiederholt werden.

Seit seiner Regierungsübernahme verfolgt Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, gegenüber Iran eine offen und kompromisslos feindselige Politik, die für kaum jemanden in der Welt nachvollziehbar ist. Mit großer Sorge beobachte ich, als iranischstämmiger Bürger der Bundesrepublik Deutschland, eine systematische Eskalationspolitik der USA gegenüber Iran, die irgendwann nicht mehr aufzuhalten sein könnte.

  • Die US-Regierung verhängte im Mai 2018 schrittweise Sanktionen, deren Ziel offensichtlich darin bestand, die Bevölkerung im Iran ins Elend zu stürzen und sie für einen Regime Change aufzuwiegeln. Diese Sanktionen verletzen die Artikel 1 und 2 der UN-Charta und sind daher völkerrechtswidrig.

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Tagesdosis 11.5.2019 – Russische Kampf-Wale zum Wahlkampf | KenFM.de

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11-05-19 01:00:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Hilfe, die Russen kommen! NATO Marsch! Ausgerechnet vor dem Tag der Befreiung – und wenige Wochen vor der EU-Wahl –  trieb die Qualitätspresse im imperialistischen Irrenhaus Deutschland die passende Sau durchs Dorf. Die war so billig, dass man sich verwundert die Augen rieb. Russland setze offenbar Wale zu Spionagezwecken ein, titelten die Medien, vom Spiegel über die Springerpresse bis hin zum Tagesspiegel. Patrick Diekmann spann auf t-online.de die Verschwörungstheorie weiter: Die russische Marine soll einen vor Norwegens Küste aufgetauchten Beluga als „Kampf- und Spionage-Wal“ ausgebildet haben, keifte er und offenbarte: NATO-Staaten täten so etwas ja auch! Aber das unterliege „höchster Geheimhaltung“ (1).

Hintergrund ist, dass Fischer an der norwegischen Küste Ende April einen handzahmen Wal dingfest gemacht hatten. Und der trug einen Gurt um den Leib mit der Aufschrift „Ausrüstung St. Petersburg“. Daran war mutmaßlich eine Kamera befestigt, spekulierte Spiegel Online (2). Kurz darauf war in dem Blatt zu lesen, dass ein norwegischer Sender seine Zuschauer sogar über einen Namen abstimmen ließ. „Hvaldimir“ heißt der Wal, eine Mischung aus dem norwegischen Wort für Wal, hvalen, und Putins Vornamen Wladimir (3).

Und jetzt kommt der Clou: Die norwegische Fischereifachzeitschrift „fiskeribladet“ hat tatsächlich die ganze schöne Feindpropaganda zunichte gemacht und sich als Meisterin der Recherche entpuppt: Der handzahme tierische Spion ist gar kein Spion, sondern offensichtlich aus einer russischen Therapie-Station nahe der norwegischen Küste getürmt. Mit dem Gurt habe er dort Kinder mit psychischen Problemen und aus benachteiligten Familien in Booten hinter sich her gezogen. Ein ehemaliger Konsul, der auch mal für das Fischereiblatt geschrieben hatte, will den Wal samt Gurt aus seiner Zeit in Russland wiedererkannt haben. Er hatte vor elf Jahren selbst eine Reportage über die Station für das Blatt geschrieben (4). Mit großer Wahrscheinlichkeit, sagte er, handele es sich um einen Therapie-Wal namens Semjon.

Zur Wahrung des Scheins von Objektivität ließ die Qualitätspresse indes auch die Gegenseite zu Wort kommen; ganz zum Schluss, versteht sich. Unsinn sei das, sagte zum Beispiel der von t-online.de zitierte russische Militärsprecher Wiktor Baranez.

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Tagesdosis 10.5.2019 – US-Diplomatie – Lügen, Betrügen und Stehlen | KenFM.de

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10-05-19 03:08:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Seit Präsident Trump seinen CIA-Direktor Mike Pompeo zum Außenminister gemacht hat, wird der alte Witz über Rechtsanwälte in etwas anderer Form verbreitet. Jetzt heißt es: “Woran merkt man, dass Mike Pompeo lügt? Die Antwort: Wenn er den Mund aufmacht”. Und tatsächlich kann der Mann lügen, dass sich die Balken biegen, und zwar mit dem Brustton der Überzeugung. Wahrscheinlich bezieht er seine Informationen von CNN oder von der Washington Post. Die einst hervorragende Zeitung gehört inzwischen dem reichsten Mann der Welt, dem Amazon-Chef Bezos und in Bezug auf Fake News wetteifert sie eifrig mit CNN.

Jüngst in London, nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Jeremy Hunt erklärte Pompeo gegenüber Reportern – als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt -, dass „das venezolanische Volk sich durch einen Verfassungsmechanismus (gegen Maduro) durchgesetzt hat und Juan Guaido der rechtmäßig gewählte Präsident ist“.

Am selben Tag in London rechnete Pompeo mit dem britischen Oppositionsführer, dem Labour Chef Jeremy Corbyn ab, der sich weigert, die feindliche Linie des US-Außenministeriums gegen den venezolanischen Präsidenten zu unterstützen. Gegen Corbyn aber auch gegen Kritiker zu Hause in den USA gerichtet sagte Pompeo:

„Es ist widerlich, nicht nur in Großbritannien, sondern auch in den Vereinigten Staaten politische Führer zu sehen, die den mörderischen Diktator Maduro weiterhin unterstützen. Kein Führer in einem Land mit westlichen, demokratischen Werten sollte sich hinter Maduro stellen“.

Fakt aber ist, die US-Marionette Guiado hat die Präsidentschaftswahlen im Mai 2018 nicht gewonnen. Er konnte sie auch gar nicht gewinnen, weil er überhaupt nicht zur Wahl angetreten war. Die Opposition boykottierte damals die Wahl. Erst im Januar dieses Jahres hat sich der Hochstapler Guiado mit Unterstützung Washingtons selbst zum „Interimspräsidenten“ Venezuelas ernannt. In diesem „Amt“ wurde er dann sofort von den USA und deren Vasallen, einschließlich von der deutschen Bundesregierung, anerkannt.

Wahrscheinlich hatte Pompeo tatsächlich eine erst kürzlich korrigierte Geschichte von CNN im Kopf, in der behauptet wurde, Guaido habe im Januar 2019 die Wahl gewonnen. Aber weder im Januar noch später haben keine Wahlen stattgefunden,

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Tagesdosis 9.5.2019 – Schleichende Prozesse oder die neue Unterklasse | KenFM.de

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09-05-19 01:53:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Wie lauten die aktuellen Schlagwörter und Themenblöcke, die unsere Medien und damit einen Großteil der Bürger beschäftigen? Klima, Klimaveränderungen und entsprechende Folgen. Europawahlen. Sozialismus. Ein Edeka Spot (1). Englands Monarchie und sein Nachwuchs. Liverpool gegen Barcelona.

Etwas aus dem Blickfeld geraten scheint das große Thema vergangener Monate und Jahre. Die Migration. Scheint zu funktionieren, bzw. keine herausragenden Ereignisse, die es auf Titelblätter schaffen. Es sind eher kleinere Meldungen, die in einer schnelllebigen Zeit rasch verpuffen. Dazu später.

Ich fuhr die Tage auf der berüchtigten Linie 8 der Berliner U-Bahn. Insgesamt zwölf Stationen Hinfahrt und entsprechende Rückfahrt. Man durchfährt vier Bezirke und realisiert in der Unterwelt den schleichenden, aber andauernden Prozeß einer gesellschaftlichen Veränderung. Diese Fahrt beschäftigt mich gedanklich bis heute. Warum fielen mir, der seit über 50 Jahren in dieser Stadt lebt, gerade an diesem Tag die Veränderungen besonders auf?

Die Wahrnehmungen zeigten sich in ihrer Deutlichkeit. Grob zusammengefasst. Es war laut. Schmutzig. Es begegnete einem mehrfach offene Armut. Erbärmlichkeit des Seins. Bildschirm Junkies. Drogenabhängige. Ignoranz im Miteinander. Mein Zielbahnhof hieß Hermannstraße. Tiefstes Neukölln. Ein kurzer Gang zum Zielort und, wie möchte man es formulieren, ein Gefühl des Erstaunens. Junge, dachte ich mir. Neukölln hat sich nochmals verändert.

Meldung Nr.1 vom 6.5.2019:

Zitat: Deutschland kriegt seine Clans nicht in den Griff. Das Problem: Die kriminellen Grossfamilien haben keine Angst vor dem Rechtsstaat. 18 junge Männer aus dem Berliner Bezirk Neukölln haben insgesamt mehr als 200 Straftaten verübt. Sie gehören alle zur Familie Remmo. Die Remmos sind einer der arabischen Familienclans, die den deutschen Rechtsstaat zum Narren halten.(4)

Bevor ich einen Tagesdosis Text schreibe, lese ich sehr breit und recherchiere in die Tiefe. Ich möchte verstehen, bevor ich formuliere. Keine Mutmaßungen, sondern erklären, aufzeigen. Ich fand den Kabarettisten Andreas Rebers. Im Januar formulierte er vor einem erstarrten Publikum bei Nuhr im Ersten, Zitat: Es gibt wohl eine Sendung(…) die heißt Goodbye Deutschland, Deine Auswanderer…da geht es um Leute,

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Tagesdosis 8.5.2019 – Endlich: CO2-Steuer verspricht Klimaverbesserung | KenFM.de

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08-05-19 12:56:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Prolog

Gerne ragt der Sapiens über alles hinaus und thront auf seinem goldenen Sitz, den er sich zurecht gezimmert hat. Mathematik, das nennt er seine große Errungenschaft und die Technik seine Meisterschöpfung. Homo heureka reichte ihm nicht. Er meißelte seine Vernunftbegabung gleich doppelt in seinen Stammbaum hinein: sapiens sapiens. Kein Tier sei ihm gleich, keine Intelligenz höher als die Seine. So fraß er sich durch die Erde und ist nun ganz geschockt, dass ihm die Arten derart rasant aussterben und er einfach nicht herausfindet, wieso es so kam. Ist da Putin wieder einmal am Werk oder gibt es eine noch unentdeckte riesenhaft gefräßige Lebensform? Ja, sich dumm zu stellen ist allemal besser, als zuzugeben, doch ein wenig beschränkt zu sein. Nicht wahr, mein lieber Sapiens? Insekten sterben buchstäblich wie die Fliegen. Der Bestand der Wirbeltiere ist um 82 Prozent gesunken, ein Viertel aller Pflanzen und Tiere sind nahe am Aussterben. Die Ökosysteme sind um 47 Prozent zurückgegangen und 72 Prozent der Ökosysteme, von denen indigene Völker leben, zeigen deutliche Verschlechterungen.(1) Der homo sapiens sapiens, ist er der neue Asteroid, ein Zerstörer und Selbstvernichter? Eine Verschwörungstheorie, ich weiß, aber vielleicht stimmt sie ja – irgendwann.

Homo idioticus rex

Der neue Uno-Bericht(1) schreibt, dass eine Millionen Arten vom Aussterben bedroht seien. Greta Thunberg will uns Erwachsene leiden sehen, weil wir an allem schuld sind und die Politiker diskutieren darüber, ob wir alle nun dafür zahlen sollen, damit das Klima wieder gut wird. Leute, es ist nur noch zum Lachen. Wer, bitteschön, nimmt denn noch diese Politikdarsteller in Funk und Fernsehen ernst? Der Planet geht vor die Hunde und wir, die gesamte Menschheit, sind die Einzigen, die das zu verantworten haben. Die einen mehr und die anderen weniger. Doch am meisten Schuld daran haben die Superreichen, die die Geschicke seit Jahrhunderten leiten und die Politiker in verantwortlichen Positionen, die sich von den Superreichen verleiten lassen, um Gesetze festzuschreiben, die ihnen erlauben, diesen Planeten zu plündern, um aus ihm eine Sondermülldeponie zu machen. Wer ernsthaft glaubt,

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Tagesdosis 7.5.2019 – Operation Condor: Wer wollte Staatsterror für Deutschland? | KenFM.de

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07-05-19 01:28:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Unbeachtet von den Relotiusmedien veröffentlichte die amerikanische Journalistin Whitney Webb, die zur Zeit in Chile lebt und arbeitet, am 17. April einen unglaublichen Artikel im US Alternativmedium Mintpress News. Einen Artikel, der alle Voraussetzungen zum Skandal in Deutschland erfüllte – wenn denn unser Mediensystem funktionierte. Wenn wir Wachhunde in den Redaktionen hätten, statt Schoßhunde der Macht. Vor 40 Jahren wäre diese Geschichte über die „Operation Condor“ wohl die Titelstory des „Spiegel“ geworden. Aber heute hat der Spiegel keinen Mumm mehr, keinen Biss – und keine Zukunft. Er verendet, völlig zu recht, langsam aber sicher mit immer geringer werdenen Verkaufzahlen hinter dem Hamburger Hauptbahnhof. Mitleid ist nicht angebracht, das ehemalige Sturmgeschütz der Demokratie ist „durch eichne Schuld in die Gagge geraden“, wie man in Sachsen sagt. Der Spiegel wirbelt heute keinen Schlamm mehr auf, er ist zum Mülltransporter der Berliner Republik degeneriert. Zu eine ganz besonderen  Mülltransporter, der im Regierungsviertel Abfall auflädt und dann gleichmäßig in die Wohngebieten verteilt. Er liefert Relotius-Märchen, Fake-News und Informationsklumpen der Marke Integrity Initiative. Unter anderem mit Hilfe des glorreichen investigativen Rechercheverbundes, dem außer dem ehemaligen Nachrichtenmagazin noch der NDR, der WDR und die Süddeutsche Zeitung angehören. Ab und an auch die BBC, die noch so ein Fall eines einstmals guten Nachrichtenmediums ist, das nur noch als abschreckendes Beispiel dienen kann. 

Der Rechercheverbund recherchiert nicht, er lässt seinen Mülllaster bei einem Informationsdienst des Oligarchen Michail Chodorkowski mit Schrott beladen. Oder beim eBay Oligarchen Pierre Omidyar, von dem es die Panama Papers stückchenweise zugeteilt bekommt und der die Snowden Akten so gut beschützt, dass sie nie mehr das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. 

Chodorkowski war einst reichster Mann Russlands, er ist nach offizieller Ansicht des EU Gerichtshof für Menschenrechte nicht aus politischen Gründen wegen Steuerhinterziehung vorbestraft, er lebt nach langer Haft im Schweizer Exil und hat eine Rechnung mit Putin offen. Chodorkowskis Medien-Angestellte haben dem Spiegel die gar schröckliche Moritat vom unter Kontrolle des Kreml stehenden AfD Abgeordneten Markus Frohmaier geliefert.

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Tagesdosis 6.5.2019 – Modern Monetary Theory: Pseudo-Wissenschaft trifft auf Polit-Opportunismus | KenFM.de

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06-05-19 12:07:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Sie ist erst 25 Jahre alt, hat lange Zeit ein unscheinbares Dasein gefristet, findet aber seit Kurzem immer mehr Anhänger: Die Modern Monetary Theory (MMT), die von verschiedenen Seiten als neue Heilslehre im Finanzbereich angepriesen wird. 

Ihre Grundthesen stehen in der Tradition des Keynesianismus, einer Wirtschaftslehre, die die Rolle des Staates in Krisensituationen betont. Die MMT geht aber noch einen Schritt weiter und verquickt die Rolle des Staates mit der der Zentralbank.

Nach Ansicht der MMT-Befürworter verteilen sich die Rollen zwischen den beiden folgendermaßen: Die Zentralbank schafft Geld, während der Staat es in Gestalt von Steuern wieder einzieht. Die MMT behauptet, dass zwischen beiden Vorgängen kein Gleichgewicht bestehen müsse, die Zentralbank also wesentlich mehr Geld schaffen könne als der Staat anschließend einziehe. 

Als Beleg für die Richtigkeit ihrer Thesen verweist die MMT auf das Beispiel Japan: Dort hat die Zentralbank mehr Geld ins System gepumpt als in irgendeinem anderen Land der Erde. Dass die japanische Inflationsrate trotzdem seit vier Jahren unter einem Prozent liegt, beweist nach Auffassung der MMT-Anhänger, dass die Geldschöpfung durch die Zentralbank nicht zwangsläufig in eine Inflation führen müsse und daher ruhig weiter betrieben werden könne.

Diese Argumentation aber hält einer Prüfung nicht stand. Zum einen unterschlägt sie die entscheidende Tatsache, dass das von der Zentralbank geschaffene Geld nicht in die Taschen der arbeitenden Bevölkerung, sondern in die von Finanzspekulanten geflossen ist. Die wiederum haben es nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkte gesteckt, wo wir es sogar mit einer gewaltigen Inflation zu tun haben – nur, dass man sie dort nicht so nennt, sondern von „Blasen“ spricht.

Zum anderen lässt die MMT die historische Situation, in der wir uns derzeit befinden, völlig außer acht: Wir haben es nämlich seit dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems an den Finanzmärkten auf Grund der Geldinjektionen und der Zinssenkungen der Zentralbanken seit zehn Jahren mit einem künstlich erzeugten Dauer-Boom zu tun.

Dessen Triebkräfte haben Nebenwirkungen, die sich in der aufziehenden Rezession deutlich zeigen werden.

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Tagesdosis 4.5.2019 – Klassengesellschaft ins Visier nehmen | KenFM.de

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04-05-19 09:28:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Wie riesige Kraken grasen Monopolkonzerne den Planeten Erde ab. Sie zerstören ihn nachhaltig und vertreiben Millionen. Die digitale Revolution setzt dennoch nicht nur Massen von Lohnabhängigen frei und lässt sie verarmen. Sie ermöglicht immer umfassendere und wirksamere PR- und Überwachungsstrategien, um die Bevölkerungen ideologisch zu manipulieren, zu kontrollieren, zu spalten, gegeneinander zu hetzen und ihre Ängste gezielt zu kanalisieren. Das neoliberale Management des Spätkapitalismus im 21. Jahrhundert stellt die arbeitende Klasse vor gewaltige Herausforderungen.

Hoppla, Klassengesellschaft ist ja ein „böses Wort“. Das darf man nicht mal denken, das tun nur „ewig Gestrige“. Vermutlich wollen die auch Gulags bauen. Wissen wir doch aus dem Fernsehen. CDU und CSU, FDP und AfD, die „Bild“ und so manches „alternative“ Medium“ predigen das auch. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und die Grünen reden auch lieber von Milieus. In der Linkspartei ist man sich nicht sicher, ob die Arbeiterklasse überhaupt noch existiert. Und die SPD baut auf „Sozialpartnerschaft“.

Nun ja, niemand fühlt sich gern als schnödes Humankapital, stets abrufbar, betriebsbereit und austauschbar, vom Jobcenter in den Niedriglohnsektor gezwungen, von Entlassungswellen in Angst versetzt und falls die Bandscheibe nicht mehr mitspielt, zum unnützen Esser deklassiert. Da redet der Untertan sich lieber das spätkapitalistische Arbeitslager schön, zieht dankbar, zum Mob formiert, gegen ihm vorgesetzte alternative Feindbilder zu Felde und kriecht besonders unterwürfig für kleinste Privilegien vor seinem Chef.

Dabei lassen die gegenwärtigen Erscheinungen keine Zweifel: Die Klassengesellschaft existiert, der Klassenkampf von oben tobt. Einer Minderheit gehört die Wirtschaft. Die befiehlt dem Staat, schreibt die Gesetze und lebt von der Arbeit der Mehrheit. Blöderweise senken Maschinen, Roboter und Computer den Bedarf an Arbeit drastisch. Humankapital wird nutzlos für´s Kapital. Die Ghettos wachsen, und Millionen ziehen auf der Suche nach Jobs und Perspektiven durch die Lande.

Was soll´s, der Kapitalismus ist alternativlos. Das bläuen uns Frau Merkel, Herr Lindner, Frau Nahles und Herr Gauland unisono ein. Dieser Kapitalismus mit seiner gigantischen Profitmaschine, die alles nach oben spült. Und die ein gewisser Karl Marx schon vor 150 Jahren ein „automatisches Subjekt“ nannte: abstrakt und entpersonalisiert,

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Tagesdosis 3.5.2019 – Die Asche brennt (Das Odessa-Massaker 2014) | KenFM.de

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03-05-19 03:40:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Gestern, vor fünf Jahren, fand in Europa ein Massaker statt. Am zweiten Mai 2014 in Odessa. Haben Sie schon davon gehört?

Die meisten Bürger dieses Landes vermutlich nicht. Denn es war nur einige kurze Zeilen wert, als handele es sich um ein Unglück, irgendwie geschehen, ein dummer Zufall, dem mindestens 42 Menschen zum Opfer gefallen sind. Monate zuvor gab es eine Sondersendung nach der anderen über den Maidan; täglich wurden wir damit versorgt, als läge die Ukraine gerade eine Haustür weiter. Am zweiten Mai 2014 hätte sie ebensogut auf dem Mond liegen können.

Dieses Datum markiert einen Bruch.

Es markiert einen Bruch, weil sich die historische Erzählung in Ost und West klar spaltete. Keine Gewalttat dieses Jahrhunderts ist so gründlich dokumentiert wie das Massaker von Odessa; es existieren dutzende Stunden Videomaterial, weil die Täter ihr Tun eifrig und stolz gefilmt haben. Auch wenn die meisten der Videos auf youtube inzwischen gelöscht sind, auf rutube.ru kann man sie nach wie vor mühelos finden. Diese Videos liefen an jenem Tag als Livestream im Netz. In Russland dürften sie Zehntausende gesehen haben; hier in Deutschland immerhin noch einige Hundert.

Was keines dieser Videos vermitteln kann, auch Ulrich Heydens Dokumentation ‚Lauffeuer‘ (1) nicht, und nicht das Buch Brennendes Gewissen‘ (2) (der Autor: Oleg Mozyka), ist das Entsetzen, mit dem man solchen Ereignissen im Livestream folgt. Der Stream, der mich vor meinen Computer bannte, kam von der Krim, und lief über ein Programm, das eigentlich als Plattform zum Pokern gedacht war; rechts neben den Videos lief ein Chat auf Russisch. Diesen Chat konnte ich immer wieder in Übersetzungsprogramme kopieren und auf diese Weise erfahren, was genau ich gesehen hatte.

An jenem Tag, während das Gewerkschaftshaus brannte, während Menschen aus den Fenstern sprangen, um sich vor dem Feuer zu retten, nur um unten von den Nazis des Rechten Sektors erschlagen zu werden, vor den Kameras anderer Nazis; als die Mörder begeistert zwischen den verkohlten Leibern ihrer Opfer durchs Gebäude stapften und das Bild weiter in die Welt hinaus schickten,

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Tagesdosis 2.5.2019 – Demokratie – jetzt oder nie. Demokratie – wann oder nie? | KenFM.de

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02-05-19 01:00:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Satz Demokratie – jetzt oder nie wird sowohl der sogenannten 1968er Bewegung, in Zusammenhang mit den Notstandsgesetzen, wie auch den großen Demonstrationen in der Endphase der DDR im Jahre 1989 zugeordnet.

Demokratie. Demokratiemüdigkeit. Breite gesellschaftliche Resignation und Erschöpfung findet sich aktuell bei einem Grossteil der Menschen. Zumindest dahingehend scheinen offizielle Medien und resignative Bürger einig. Um vermeintliche Stimmungen darzulegen, wird bevorzugt die Studie eingesetzt. Sollte sie auch noch international erstellt sein, bürgt dies vermeintliche, bzw. zusätzliche Seriosität.

Ende April titelte der Deutschlandfunk, Zitat: Deutschland. Unzufriedenheit, „wie Demokratie funktioniert“. Auf der Online Seite des Senders findet sich unter dem Bild des Plenarsaals im Berliner Reichstag folgende Unterschrift: Das Herzstück der Demokratie: Der Deutsche Bundestag. Für viele eher die Herzkammer, der Herzschlag der Misere. Der Sender informierte seine Hörer, Zitat: Immer mehr Menschen in Deutschland sind unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie.

Wie funktioniert Demokratie? Anderthalb Absätze gehören zum Beitrag, Zitat: Demnach sagten im vergangenen Jahr 43 Prozent der Befragten in Deutschland, sie seien nicht zufrieden damit, wie die Demokratie funktioniere. Das sei ein Anstieg um 17 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017. Unter den Befürwortern der AfD liegt die Zahl noch deutlich höher. Nicht wirklich aufschlussreich, aber Zitat: Allerdings äußerte sich mit 56 Prozent immer noch eine klare Mehrheit glücklich über den Stand der Demokratie in der Bundesrepublik. (1)

Diese Inhaltsleere bezieht sich auf eine Umfrage des amerikanischen Pew Instituts. Wie wird über eine solche Studie in Deutschland medial manipuliert? Besucht man die amerikanische Originalseite pewglobal.org findet sich schnell die Teilnehmerzahl: 30.133 Menschen wurden in 27 Ländern befragt, d.h. durchschnittlich 1116 Bürger. Eigentlich ein Fall für den Mülleimer, aber auch N-TV arbeitet trotzdem mit dem Ergebnis, Zitat: Vor allem bei AfD-Anhängern. Unzufriedenheit mit Demokratie in Deutschland wächst, um im Abschlusssatz die Leser zu warnen, Zitat: In Deutschland offenbart sich dabei eine beunruhigende Entwicklung (2).

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Tagesdosis 30.4.2019 – Die Russiagate-Hysterie: Ein Fall massiver Russophobie | KenFM.de

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30-04-19 12:17:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Sie können es einfach nicht lassen, als ob sie von einer Seuche, einem Fluch, einem Zauber befallen wären, wie die White Walker in “Game of Thrones” marschieren die Russiagater als eiskalte Krieger stur heil voran. Da mag auch auf 400 Seiten Mueller-Report kein einziger Beweis für irgendwelche Manipulationen der US-Wahl zu finden sein und nichts über Absprachen zwischen Trump und Russland oder gar mit dem Ultrabösen persönlich, da mögen sich hunderte, tausende “Breaking News” der letzten zwei Jahre als Fakes und haltlose Verschwörungstheorien herausgestellt haben – es ficht die Propaganda-Truppen des “Nachtkönigs” nicht an. Vergessen wir “medling” und “collusion”, Russiagate war nur ein Vorspiel, der eigentliche Plot kommt erst noch, denn der Ultraböse interessiert sich eigentlich gar nicht für irgendwelche Wahlen: Putin will die Weltmacht! Nicht erst seit Henry Luce den Zapruder-Film über die Schüsse auf John F. Kennedy kaufte und mehr als zehn Jahre unter Verschluss hielt, ist das “Time”-Magazin zuverlässiges Organ der CIA und des gesamten MICCIMATT-Komplexes – und gibt mit dieser Titelgesichte vom 15. April die neue Marschroute gegen das Reich des Ultrabösen vor. Mit einer martialischen Grafik welche, würde sie statt Putin etwa Netanjahu zeigen, sogleich entrüstete Proteste sämtlicher Antisemitismus-Beauftragten zur Folge hätte; und die zugleich in bester 50er-Jahre CDU-Tradition perfekt in den neuen kalten Krieg passt, wo Antirussismus-Beauftragte nicht zu befürchten sind.

Wer die Gruselstory über den Ultrabösen, der sich mit einer Reihe finsterer Schurkenstaaten ein Imperium zimmert, gelesen hat, sollte im Anschluss allerdings ein Dokument zur Kenntnis nehmen, um die Glaubwürdigkeit von Geschichten wie diesen und Organen wie “Time”, “New York Times”, Washington Post” etc. zu testen. In einer braven Fleißarbeit hat die russische Botschaft in Washington die wichtigsten Fake-News der vergangenen drei Jahre – mit hunderten von Links – zusammengestellt und diagnostiziert einen massiven Fall von Russophobie: THE RUSSIAGATE HYSTERIA:A CASE OF SEVERE RUSSOPHOBIA. Für alle, die “irgendwas mit Medien” studieren oder sich für den tragischen Zustand der einstigen “vierten Gewalt” interessieren, ist die Dokumentation eine Fundgrube und ein Fallbeispiel par excellénce.

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