Tagesdosis 19.10.2019 – Gebt Diffamierung keine Chance! | KenFM.de

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20-10-19 11:17:00,

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Der Krieg um unsere Denk- Fühl- und Handlungsressourcen tobt immer stärker und die Liste der psychologischen Kriegsopfer wird täglich länger. 

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Diesmal hat es die Professorin für Politikwissenschaft und Frauenforschung Claudia von Werlhof getroffen: Am 4. Oktober schreibt sie einen offenen Brief an Greta Thunberg und bezahlt dies mit dem sofortigen Rückzug des Verlages, der eigentlich in Kürze ihr Hauptwerk veröffentlichen sollte. Es ist ein Musterbeispiel für die Leichtigkeit, mit der psychologische Kriegsführung gemeinhin das Denken und Fühlen abschaffen will. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. Eine Anleitung zum Ausstieg aus automatisch ablaufenden Denk- Fühl- und Handlungsmustern. 

Ken Jebsen kennt sie. Daniele Ganser kennt sie. Dirk Pohlmann kennt sie. Alle Personen des öffentlichen Lebens, die eine andere als die herrschende Meinung vertreten, kennen sie: Die Folgen von Intrigen, Diffamierung und Rufmord. Claudia von Werlhof kennt sie seit Jahrzehnten. Schließlich beschäftigt sie sich in ihrer Forschung mit der Frage, welche Mächte mit aller Kraft versuchen, den Planeten zu zerstören, und was man tun kann und muss, um die Erde und damit alles Leben zu retten. 

Sie hat deshalb, zusammen mit Wissenschaftlern und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, einen öffentlichen Brief an Greta Thunberg geschrieben, der an dieser Stelle verlinkt ist (1). Ihre Verlegerin hat daraufhin „Verschwörungstheorien“ gewittert und in einer Mail empathiefrei und rücksichtslos die Zusammenarbeit beendet. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Manipulationen zu durchschauen und die eigenen, wie automatisch ablaufenden, Denk- Fühl- und Handlungsgewohnheiten zu durchbrechen, um sich nicht in den Pferch der Meinung der Herrschenden treiben zu lassen.

Heute gibt es im Grunde keine Diskussionskultur mehr, denn es wird schon im Vorhinein dafür gesorgt, dass überhaupt nur ganz bestimmte (Anti-)thesen im Meinungsaustausch zugelassen sind. (2) Passt eine Meinung nicht in den so genannten „herrschenden Diskurs“ (3), der ein Diskurs der Herrschenden ist, wird sie in Gang gesetzt, die Diffamierungsmaschinerie. 

Der Begriff der Maschine ist von mir hier bewusst gewählt, denn eine Maschine „denkt“ binär, das heißt es gibt nur zwei Möglichkeiten: 0 und 1. Richtig oder falsch.

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Tagesdosis 18.10.2019 – NATO-Bündnisfall in Nordsyrien? – Verrückter geht‘s nicht. | KenFM.de

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18-10-19 08:28:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Letzte Woche hat die Türkei ihre lange geplante Militäroffensive in Nordsyrien begonnen. Erklärtes Ziel ist es, die von den Amerikanern bewaffneten und ausgebildeten Kurdenmilizen der YPG aus einem 35 Kilometer tiefen Streifen entlang der türkisch-syrischen Grenze zu verjagen und die zivile Kurdenbevölkerung in einem Akt der ethnischen Säuberung gleich mit zu vertreiben. In dem so geleerten Grenzstreifen sollen dann auf syrischer Seite unter Kontrolle des türkischen Militärs arabisch-stämmige syrische Flüchtlinge aus der Türkei zurückgeführt und angesiedelt werden.

Diese unter dem Schutz türkischer Bajonette zurückgeführten syrischen Flüchtlinge würden dann – so das Kalkül in Ankara – in dem Grenzstreifen eng mit den türkischen Besatzern/Beschützern zusammenarbeiten. Um ihre neuen Häuser, Felder und Dörfer gegen alle Rückkehrversuche der vertriebenen Kurden zu verteidigen, würden die neu angesiedelten syrisch-arabischer Bewohner des Grenzstreifens jedes Eindringen kurdischer YPG-Kräfte sofort melden. Damit wäre aus Sicht Ankaras ein dauerhafter Keil zwischen die YPG-Kurden in Syrien und der als kurdische Terror-Organisation angesehenen PKK in der Türkei getrieben. Die türkische Militärinvasion, die unter dem Namen „Friedensquelle“ abläuft, hätte ihre Mission erfüllt.

Aber es kam anders.

Bereits wenige Tage nach der türkischen Invasion hatte der politische Arm der YPG, der unter dem Namen „Syrische Demokratische Kräfte“ (SDF) firmiert, mit der syrischen Regierung von Baschar al- Assad eine Vereinbarung getroffen, wonach diese den Kurden bei der Verteidigung Rojavas, – so heißt das syrisch-kurdische Stammgebiet, in dem die YPG operiert –  zu Hilfe kommt. Das war das Resultat langjähriger und zäher Vermittlungen russischer Diplomaten. Viele Indizien deuten darauf hin, dass die Syrisch Arabische Armee (SAA) von Präsident Assad auf diese Entwicklung vorbereitet war, denn sie konnte in einer unglaublichen Schnelle darauf reagieren.

Unter dem Vorwand, das letzte verbliebene Nest der islamistischen Kopfabschneider in der Provinz Idlib im Nordosten Syriens in einer Großoffensive zu befreien, wurden in den letzten Wochen SAA-Verbände mit schwerem Gerät in der Nähe der Kurdengebiete zusammengezogen. Sofort nach Inkrafttreten des Abkommens mit den YPG-Kurden stießen dann Einheiten der russischen Militärpolizei, begleitet von Lotsen der YPG bis zu den syrisch-türkischen Grenzübergängen vor.

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Tagesdosis 16.10.2019 – Wie könnt ihr es wagen?! | KenFM.de

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16-10-19 04:57:00,

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Greta Thunbergs „How dare you?!“ ist Frage und Anklage zugleich — und wird wohl in die Geschichte eingehen.

Ein Kommentar von Jairo Gómez García.

Über die Zukunft entscheiden vor allem Menschen, die nur noch relativ wenig davon vor sich haben: die älteren Menschen. Nun da der „Zwergenaufstand“ der Jugend den Globus aufrüttelt, sind nicht wenige Altvordere pikiert. Wie können die es wagen, über ihre Zukunft selbst bestimmen zu wollen, anstatt brav hinzunehmen, was wir über sie verhängt haben? Früher hieß es mal: „Meine Kinder sollen es besser haben!“ Heute legen wir ihnen schon Steine in den Weg, wenn sie das absolute Minimum fordern: ihr nacktes Überleben. Gretas rhetorischer Geniestreich war insofern mehr als berechtigt. Was sich graumelierte Machthaber gegenüber den künftigen Generationen herausnehmen, ist eine absolute Frechheit. Wer von der älteren Generation einsichtig ist, sollte der Jugend jetzt Respekt zollen und sie in ihr ihrem Anliegen — unser aller Anliegen! — unterstützen.

Im Zeitalter des Positionierungswahns habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich mich in der Frage des Klimawandels und seinen Auswirkungen für die eine oder andere Seite entscheide. Setze ich nun Scheuklappen auf und verteufle und diffamiere ich all jene, die nicht so denken wie ich? Bewaffne ich mich mit im Internet angeeignetem Halbwissen und ziehe in einen der Kreuzzüge des 21. Jahrhunderts? Nein und nochmals nein! Ich tue mir selbst den Gefallen und höre auf mein Bauchgefühl — und Ja, auch auf das, was ich unter gesundem Menschenverstand verstehe.

Jedes lebende Wesen auf unserem Planeten bewirkt durch sein simples Dasein etwas. Ob es die Mikroorganismen waren, die vor circa 3,7 Milliarden Jahren damit begannen, durch Photosynthese Sauerstoff zu produzieren, oder die Wölfe, die durch ihre Anwesenheit ganze Ökosysteme veränderten. Ja, und da ist dann noch der Mensch. Ausgestattet mit Intelligenz hat er — seit seinem Erscheinen — unseren Planeten in vielerlei Hinsicht beeinflusst und ist ständig dabei, markante Spuren zu hinterlassen.

Das ist nicht wertend, sondern einfach nur eine Feststellung. Wir sind, also bewirken wir.

Niemand wird das bestreiten können.

Ob der Klimawandel nun durch den Menschen beschleunigt oder gar verursacht worden ist,

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Tagesdosis 15.10.2019 – Ja, was ist denn mit den Amerikanern los? | KenFM.de

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15-10-19 08:38:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Es ist kaum zu glauben. Jetzt ziehen sich die amerikanischen Truppen aus Nordsyrien zurück. Und der Spiegel weint, dass jetzt der böse Putin als einziger Vertreter einer Großmacht noch im Nahen Osten präsent ist. Und Putin besucht gleich noch Prinz Salman von Saudi-Arabien und bringt ihm als Gastgeschenk einen sibirischen Falken für die Jagd mit. Und mit dem Erdogan versteht sich der Russe auch ganz vorzüglich.

Ja, wo bleiben denn die Amerikaner? Wo laufen sie denn? Aus Afghanistan wollte der Trump die GIs auch schon abziehen. Hat er dann aber doch nicht gemacht. Irgendwie ist der Wurm ganz schön tief in das amerikanische Fleisch eingedrungen. Da wird dieser unmögliche Präsident gewählt, und seitdem zerfleischen sich die Amerikaner. Donald Trump ist offensichtlich nicht aus demselben Stall wie jene feinen Establishment-Politiker und Intellektuellen, die die Szene beherrschen. Sicher, man stellt öfter mal einen Außenseiter auf den Posten des US-Präsidenten, wenn das Establishment zu viel Vertrauen verspielt hat. Harry Truman, Jimmy Carter, Bill Clinton oder Barack Obama wurden von außen herangeholt, wenn die Amerikaner keinen Establishment-Pinkel mehr sehen wollten. Aber sie waren doch zuvor sorgfältig von der Elite ausgewählt, erzogen und dann in die große Rotation gepusht worden. Und nun hat sich so ein Milliardär von außen einfach die Präsidentschaft gekauft. Der Kerl ist unberechenbar für die Washingtoner Szene. Und auch die deutsche transatlantische Szene fühlt sich wie Hänsel und Gretel im Wald ausgesetzt.

Währenddessen zerfällt die US-Gesellschaft im Raketentempo. Obdachlosigkeit hat schreckliche Ausmaße angenommen. Die seelische Verarmung übertrifft offenbar noch die materielle Verarmung. In den letzten Jahren hat in den USA eine neue Rauschgiftwelle um sich gegriffen. Die Ärzte dürfen ein extrem gefährliches Betäubungsmittel verschreiben. Die Zahl der Opioid-Toten hat so exponentiell zugenommen, dass sogar Präsident Trump den Gesundheitsnotstand deswegen ausgerufen hat. Getan hat er dann allerdings nichts weiter. Stattdessen hat Trump die Reichen noch reicher gemacht und die Armen noch ärmer durch seine Steuerreformen. Trumps Ziel ist die Zerschlagung des Staates. Sein früherer Chefdenker Steven Bannon ist sozusagen die Hardcore-Essenz der marktradikalen Gurus von Friedman bis Murray Rothbard.

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Tagesdosis 14.10.2019 – Brandherde der Woche: Finanzsystem und Naher Osten | KenFM.de

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14-10-19 12:29:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Während ein großer Teil der Menschen zurzeit kaum ein anderes Thema kennt als den Klimawandel, laufen gleichzeitig – von den meisten unbeachtet – Prozesse ab, die unser Leben noch lange vor einem möglichen Öko-Kollaps von Grund auf verändern könnten.

Vor allem zwei Entwicklungen der vergangenen Woche deuten an, was uns möglicherweise schon bald erwartet: Die Vorgänge im globalen Finanzsystem und die Eskalation im Nahost-Konflikt. 

Zunächst zum Finanzsystem: 

Die Welt rutscht zurzeit unerbittlich in eine Rezession, also eine Schrumpfung der auf Wachstum basierenden Wirtschaft. Normalerweise würden die Zentralbanken deren Auswirkungen durch Geldinjektionen und Zinssenkungen abmildern, doch das wird  diesmal kaum nützen: Mit genau diesen Mitteln haben sie das globale Finanzsystem nämlich die vergangenen zehn Jahre künstlich am Leben erhalten. 

Den Zentralbanken ist somit die Munition ausgegangen. Das hat fatale Folgen, denn das billige Geld hat Investoren, Staaten und Konzerne in großen Scharen zum Schuldenmachen verlockt. Wir haben es heute mit dem höchsten Schuldenstand aller Zeiten zu tun.

Da ein Großteil dieser Schulden in Form von Wertpapieren verpackt und weiterverkauft worden ist, hat sich das Gefahrenpotenzial sogar vervielfacht: Die globale Finanzindustrie sitzt zurzeit auf einem gewaltigen Berg von Schuldverschreibungen, deren Risiken wie unsichtbare schwarze Löcher im gesamten Finanzsektor verstreut sind. 

Da eine Rezession viele Gläubiger dazu veranlassen wird, ihre Kredite einzufordern, viele Schuldner aber ihre Zahlungsunfähigkeit werden erklären müssen, ist damit zu rechnen, dass diese Wertpapiere in der nächsten Krise rasant an Wert verlieren.

Eine ähnliche Entwicklung gab es 2007/08 schon einmal, als Finanzinstitute in aller Welt feststellen mussten, dass sie massenweise wertlose Schuldverschreibungen in Händen hielten. 

Um eine Wiederholung der damaligen Zustände zu verhindern, bleibt den Zentralbanken nun keine andere Wahl als die Geldschleusen zu öffnen, flächendeckend Negativzinsen einzuführen und die Märkte noch stärker als bisher durch verdeckte Käufe zu manipulieren. Damit aber pumpen sie die Blasen an den Finanzmärkten noch weiter auf und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das gesamte Finanzgebäude in sich zusammenbricht. 

In welchem Zustand es sich bereits befindet,

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Tagesdosis 12.10.2019 – Das innere Ökosystem | KenFM.de

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12-10-19 09:51:00,

Die Sorge um „die Welt da draußen“ offenbart einen schweren Denkfehler, da das „Außen“ bei uns Menschen regelhaft ein Spiegelbild des „Inneren“ ist.

Ein Kommentar von Franz Ruppert.

Ob eine Diskussion in die richtige Richtung geht, zur Klärung von Sachverhalten und Interessen beiträgt oder von vornherein in die Irre läuft und von Ideologien beherrscht wird, hängt meines Erachtens von den verwendeten Grundbegriffen ab.

„Um-Welt“ — bereits dieser Begriff enthält meiner Ansicht nach eine Anmaßung, weil ich mich als Mensch in den Mittelpunkt der „Welt“ setze. Um mich soll diese sich dann drehen. Wobei auch der Begriff „Welt“ schon so umfassend ist, dass er alles und nichts bedeuten kann. Er ist viel zu unkonkret und auch hier täte Bescheidenheit not.

Als Mensch kann ich vielleicht noch über die Erde und die Erdkugel sprechen, aber auch das hat schon eine Dimension, welche für die meisten von uns jenseits aller Vorstellungskraft liegt und von der wir nur Millionstel Bruchteile an gesichertem Wissen zur Verfügung haben.

Wenn ich hingegen von mir und meiner Mit-Welt spreche, wechsle ich immerhin die Perspektive und sehe mich als Teil einer „Welt“, die mir das Leben ermöglicht und in der ich umgeben bin von Lebendigem, mit dem ich im Zusammenhang lebe.

Mein Leben ist dann gleichwertig zu anderem Leben, das ebenso die zur Verfügung stehenden Elemente dieser Erde verwendet, um zu entstehen, zu wachsen, sich zu vermehren und wieder zu vergehen. Mein Leben steht dann nicht grundsätzlich über diesem anderen Leben, auch nicht darunter. Das Wort Symbiose setzt sich zusammen aus „sym“ (zusammen) und „biose“ (leben).

Symbiose ist das Urprinzip des Lebendigen. Leben bringt Leben hervor. Mir ist dann als einzelner Mensch auch bewusst, dass ich wie jedes andere Lebewesen nur dieses eine Leben habe.

Wenn ich für mein eigenes Leben anderes Leben zerstören muss, mache ich das mit Respekt vor diesem. Ich bin mir bewusst, dass auch anderes Leben mich zerstören kann und wird, um selbst zu leben.

Um-Welt ist auch der nach außen gerichtete Blick, entweder indem ich voller Angst auf die Natur und die Mitlebewesen blicke, oder voller Begehrlichkeit abscanne, was ich davon brauchen könnte an Nahrungsmitteln, Bodenschätzen und Lebensräumen.

Wie ein Mensch allerdings nach außen blickt, ob gestresst, mit Angst und Wut,

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Tagesdosis 11.10.2019 – Goldene Zeiten in der Ära des Wirtschaftskomas | KenFM.de

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11-10-19 06:32:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In den letzten Jahren, vor allem in den letzten 12 Monaten, hat rund um die Welt das Interesse an Gold wieder enorm zugenommen. Im Unterschied zu Papiergeld hat das Edelmetall seit sechstausend Jahren Menschheitsgeschichte alle Krisen und Kriege überstanden und seinen Wert behalten. Angesichts der Tatsache, dass jüngst die Gelddruckmaschinen in den USA, in der EU und in Japan wieder angeworfen wurden, bzw. einen Gang schneller geschaltet worden sind, erinnert man sich wieder verstärkt des Goldes als der einzig sicheren Währungsreserve. Diese neue Wertschätzung des gelben Metalls hat sich dann auch in diesem Jahr bereits in einem beachtlich höheren Geldkurs aller Währungen der Welt ausgedrückt.

Aus geldpolitischer Sicht war die jetzt seit fast 10 Jahren dauernde Überflutung der Finanzmärkte mit Zig Billionen Dollar, Euro und Yen purer Wahnsinn. (Zur Erinnerung: eine Billion sind Tausend Milliarden.) Rund um die Welt (mit einigen Ausnahmen wie z.B. Russland) haben die Zentralbanken mit ihrer gigantischen Geldvermehrung und ihrer Null- oder Negativzinspolitik die Altersvorsorge von Hunderten von Millionen kleiner Sparer untergraben sowie die Geschäftsgrundlage von Lebensversicherungsgesellschaften zerstört.

Zugleich haben sie fast ein Jahrzehnt lang mit ihren Null- oder Negativzinsen Großinvestoren, Banken und anderen Geldhäusern kostenlos Billionen Euro, Dollar und Yen bereitgestellt, die dann die Preise für Immobilien und Mieten ebenso in die Höhe getrieben haben, wie sie zur Blasenbildung auf den Aktienmärkten geführt haben. Die versprochene real-wirtschaftliche Erholung, womit dieser Irrsinn gerechtfertigt wurde, ist ausgeblieben.

Im Gegenteil, die schon vor zehn Jahren erkennbaren, wirtschaftlichen und finanziellen Probleme haben sich nur noch weiter vertieft und zu einem Zustand geführt, der in kritischen Medien als eine Art „Wirtschaftskoma“ bezeichnet wird, in der alle Stimulanzen versagen. Dies hat inzwischen in so gut wie allen industriell fortgeschrittenen Ländern zu einer nachhaltigen politischen Destabilisierung und sogar zu gesellschaftlichen Unruhen geführt. Die gigantische Geldruck-Operation hat die sozialen Risse, die durch unsere Gesellschaft laufen, weiter vertieft und die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer gemacht. Zugleich hat diese Entwicklung große Teile der Mittelschicht – d.h. den traditionellen Pfeiler der bürgerlichen Demokratien – zunehmend in Richtung Armutsgrenze verschoben.

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Tagesdosis 10.9.2019 – Die unbekannten Toten aus Halle | KenFM.de

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10-10-19 01:06:00,

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Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst.

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

09.10.2019, 16:00 Uhr, zwei Menschen wurden in Deutschland ermordet. Erschossen. Vier Menschen, zwei bei einer Nachfolgetat, schwer verletzt. Tötungsdelikte passieren nicht selten in diesem Land (letztes Jahr 386 Mal (1)), erfahren mal weniger, mal mehr Aufmerksamkeit. Die jeweilige Dynamik der Berichterstattung ergibt sich aus dem Wert der Nachricht. So sind die gegenwärtigen Parameter der Multiplikatoren, also der Medienlandschaft justiert. Je klarer zuzuordnen, entsprechend zu nutzen, besteht die unmittelbare Chance der explosionsartigen Berichterstattung.

Unsere gegenwärtigen Medien-Zeiten leben, zelebrieren das ungeschriebene Gesetz: Keiner weiß etwas genaues, aber viele können etwas berichten. Falsch, müssen berichten, denn lieber mutmaßen, als schweigen. Schweigen ist Schwäche, bzw. wird als unprofessionell abgestraft. Obwohl nichts bekannt, wird umgehend aus allen Kanälen geschossen, was das Halbwissen hergibt. Es war der lange Tag von – offensichtlich, offenbar, möglicher Weise, anzunehmen, denn time is still money und wer nichts zu bieten hat, verliert ratatafatz potentielle Leser, Hörer, Besucher, Klicks, Likes, Retweets. Der Voyeurismus muss bedient werden, getarnt als vermeintlich ehrliches Interesse, wohlwollender formuliert – Anteilnahme.

17:00 Uhr, noch immer keine Informationen über die beiden Opfer.

Während ich diese Tagesdosis schreibe, sind diverse Tabs, Liveblogs geöffnet. Nein, nicht wegen der Inhalte, mich interessieren eher die Rahmen der Berichterstattung, der Stil, wenn man bei den meisten Schlagzeilen dieses Wort überhaupt benutzen möchte. Es fanden sich kurz nach der Tat, in Zeiten von umgehend und permanent gezückten Mobilgeräten, Videos und Standbilder des Täters auf direktem Weg ins World Wide Web. Wir leben in Zeiten, wo die Polizei sich genötigt sieht, nach einem solchen Ereignis folgenden Tweet zu veröffentlichen, Zitat: Falls ihr Fotos oder Videos vom Tatgeschehen oder sonstige Hinweise habt, das BKA unterstützt uns mit einem Hinweisportal. Bitte nutzt dieses und verbreitet die Fotos/Videos nicht in sozialen Netzwerken! (2) . Man möge bitte auch nicht die Ausrüstung der Einsatzkräfte dokumentieren. Natürlich fanden trotzdem die Bilder ihren Weg.

Die Menschen gieren nach realen Bildern, nach Leid, Elend, Mord und Totschlag.

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Tagesdosis 9.10.2019 – Mit Jutta Ditfurth gegen Extinction Rebellion | KenFM.de

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09-10-19 01:08:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Und dann ist plötzlich Weihnachten – mitten im Oktober!

Die antideutschen „Ruhrbarone“ und die Redaktion des linksradikalen „Lower Class Magazins“, Bernhard Loyen von KenFM, Rainer Balcerowiak, der gerne im Neuen Deutschland veröffentlicht, Volker Beck von den Grünen, die Ex-Grüne Jutta Ditfurth, Oliver Janich und die Leute von der BILD, von Russia Today, von der Jungle World und von Cicero – alle sitzen sie einträchtig unterm geschmückten Baum und können ihre so plötzliche Einigkeit schier nicht fassen.

Wer nun aber hat dieses vorgezogene Weihnachtswunder vermocht?

Es sind die Aktivistinnen und Aktivisten von Extinction Rebellion.

Um zunächst meine eigene Haltung kenntlich zu machen: ich kam des Montags dieser Woche, um 2:23 Uhr Morgens, in Berlin an. Sieben Minuten später hatte ich mich an einem vereinbarten Treffpunkt eingefunden, ohne Handy, selbstverständlich. Gegen 3 Uhr habe ich mit 50, 60 Leuten die erste Straße besetzt. Bis 6 Uhr morgens war ich bei der Besetzung des Großen Sterns. Später war ich Teil der Besetzung am Potsdamer Platz.

Ich persönlich finde Extinction Rebellion hervorragend.

Ganz und gar nicht findet das Jutta Ditfurth. In bekannter Manier hat sie einen„Warnhinweis Extinction Rebellion“ veröffentlicht. Sie rät davon ab, mit Extinction Rebellion zusammenzuarbeiten. Und sehr besorgt um die Kleinsten in unserer umweltbewegten Mitte, empfiehlt Mama Ditfurth „ebenso dringend, Kinder und Jugendliche“ über den wahren Charakter dieser Bewegung aufzuklären.

Einen Tag später ist die Ditfurthianische Warnung bereits von Focus, taz, Tagesspiegel, BZ, Spiegel Online, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, dem Münchner Merkur, der Welt, der BILD-Zeitung, der Morgenpost, aber auch von berlin.de, dem offiziellen Hauptstadtportal, weiträumig zitiert oder komplett übernommen worden. Die Liste verlängert sich stündlich.

Ein schöner Erfolg für die Ditfurth, ein medialer Auftrieb wie sie ihn seit besten Mahnwachenbashingzeiten nicht mehr verbuchen konnte. Bestimmt ruft bald die Redaktion der Kulturzeit an. Gratulation nach Frankfurt am Main!

Dieser „Warnhinweis“ ist nun so charakteristisch, dass wir uns ein wenig eingehender damit beschäftigen wollen. Zumal zentrale Punkte der ditfurthschen Anklage sich bei vermeintlich politisch ganz anders gelagerten Kritikern von XR wiederfinden.

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Tagesdosis 8.10.2019 – Der Demokratie-Suizid | KenFM.de

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08-10-19 01:54:00,

In seiner Rede vor der diesjährigen Generalversammlung der Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump am 24. September Sätze formuliert, die kaum ein Politiker mit Regierungsverantwortung in Europa so formulieren würde. Hier ein paar Zitate:

„Die wesentliche Kluft, die sich durch die ganze Welt und die gesamte Geschichte zieht, wird wieder einmal offensichtlich. Es ist die Kluft zwischen denen, deren Durst nach Kontrolle sie dazu verleitet zu denken, dass sie dazu bestimmt sind, über andere zu herrschen, und jenen Menschen und Nationen, die nur über sich selbst herrschen wollen.“

„Mein geliebtes Land hat wie jede in diesem Saal vertretene Nation eine geschätzte Geschichte, Kultur und Tradition, die es wert ist, verteidigt und gefeiert zu werden und die uns unser einzigartiges Potenzial und unsere Stärke verleiht. Die freie Welt muss ihre nationalen Grundlagen annehmen. Es darf nicht versucht werden, sie auszulöschen oder zu ersetzen.“

„Wenn du Freiheit willst, sei stolz auf dein Land. Wenn du Demokratie willst, behalte deine Souveränität. Und wenn du Frieden willst, dann liebe deine Nation.“

„Die Zukunft gehört nicht den Globalisten. Die Zukunft gehört den Patrioten. Die Zukunft gehört souveränen und unabhängigen Nationen, die ihre Bürger schützen, ihre Nachbarn respektieren und die Unterschiede ehren, die jedes Land besonders und einzigartig machen.“

„Das wahre Wohl der Nation kann nur von denen verfolgt werden, die sie lieben. Von Bürgern, die in ihrer Geschichte verwurzelt sind, die von ihrer Kultur genährt werden, sich ihren Werten verpflichtet fühlen, ihren Menschen verbunden sind und wissen, dass ihre Zukunft ihnen gehört, die sie aufbauen oder verlieren müssen.“

„Die Freiheit wird nur erhalten, die Souveränität wird nur gesichert, die Demokratie wird nur nachhaltig durch den Willen und die Hingabe der Patrioten, die Größe wird nur durch den Willen und die Hingabe der Patrioten verwirklicht.“

„Schätze deine Kultur. Ehre deine Geschichten. Schätze deine Bürger.“

Donald Trumps Rede vor den Vereinten Nationen …

Exemplarisch für die vielen Kommentare in Europa zu dieser Rede war ein Kommentar des öffentlich-rechtlichen Deutschlandfunks vom selben Tag:

„Donald Trump hat in seiner Rede zur Eröffnung der Generalversammlung der UNO seine America-first-Doktrin in den Mittelpunkt gestellt und allen Nationen angeraten, ihm auf diesem nationalistischen Wege zu folgen.

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Tagesdosis 5.10.2019 – Smarte Überwachung durch Warn-Technologie? | KenFM.de

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05-10-19 06:52:00,

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Was hat die Warn-App NINA mit Ihrem Rauchmelder und Ihrem Smart Home zu tun? Einiges.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Das im Januar 2019 in Kraft getretene Netzwerkdurchsuchungsgesetz, der am 3.Oktober 2019 getroffene EU-Beschluss zur schnelleren Löschung von so genannten Hasskommentaren, die vermehrte Löschung von YouTube-Kanälen sind nur einige Beispiele für Versuche in der jüngeren Zeit, Herr über das Internet und die Vernetzung über soziale Medien zu werden. Das Recht auf Kontrolle wird mit dem Schutz der Bevölkerung legitimiert. Es gibt in Deutschland zwei Behörden, die tatsächlich zuständig für den Schutz der Bevölkerung sind: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat(BMI) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Verschleiert im Dickicht von Abkürzungen wie NINA, Katwarn, Biwapp und MoWaS sorgt das BBK insbesondere seit dem Jahr 2001 dafür, dass bis in jede Wohnung und Hosentasche hinein eine Technologie Einzug erhält, mit der es ganz leicht ist, die breite Bevölkerung, gleichzeitig und von zentraler behördlicher Stelle aus, technisch anzusteuern – angeblich nur, um in Krisensituationen Leben retten zu können.

NINA ist eine amtliche „Warn-App“. Sie warnt vor Gefahren und Katastrophen. Brennt in ihrer Stadt eine Fabrik und Sie sollen die Fenster geschlossen halten? Droht ein Unwetter? NINA weiß es schon und empfiehlt zu Hause zu bleiben oder den Bereich weiträumig zu umfahren. Das klingt doch praktisch. Haben Sie sie auch schon auf dem Handy? Nein? Macht nichts, Sie haben ja noch ihren Rauchmelder. Aber der Reihe nach.

NINA, die kostenlose „Sirene für die Hosentasche“

Als ich vor kurzem mit einer Bekannten am Tisch sitze, gibt ihr Handy einen markanten Ton von sich: „Oh! Eine Nachricht von NINA! Das ist wichtig, da muss ich nachsehen, was passiert ist“, sagt sie entschuldigend. Ich habe erst gedacht, NINA sei eine nahe Angehörige, die auf ihren Hund aufpasst. „Oh super, sie hat mich jetzt davor gewarnt, dass im Nachbarstadtteil eine Fabrik brennt. Man soll die Fenster zulassen und den Bereich weiträumig umfahren. Spitze, sonst wäre ich da mittenrein geraten.“ Sie erklärt mir, dass sie ganz begeistert ist, weil es so praktisch ist und sie sich damit ganz sicher fühlt.

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Tagesdosis 3.10.2019 – Revolution und Krieg | KenFM.de

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03-10-19 03:25:00,

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oder „Der fortschreitende Zerfall der menschlichen und demokratischen Werte“

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Am heutigen 3. Oktober 2019 jährt sich die Deutsche Einheit zum 29. Mal. Die wirklich großen Reden werden kommendes Jahr zu hören sein. Kann dieses Land mit seinen gesamtdeutschen Bürgern aktuell zufrieden zurückblicken?

Deutschland ist hinsichtlich einer dahingehenden Betrachtung, einer meist emotional geführten Diskussion zerrissener, gespaltener denn je. Sehr schmal betrachtet, wurde vieles angepackt, bewältigt, in die Wege geleitet. Nun sollte aber bei solchen Routine-Jubiläen auch nie außer Acht gelassen werden, was in den letzten knapp dreißig Jahren demontiert, eingerissen und zerstört wurde. Welche Chancen verpasst wurden. Der berüchtigte Blickwinkel bedient auch hier die persönliche Meinung, den subjektiven Blick.

Zum Tag der Deutschen Einheit sieht, vielleicht spürt, ein vermeintlich wichtiger Repräsentant, das sogenanntes Gewissen unseres Landes, Frank-Walter Steinmeier, Zitat: Risse in der Gesellschaft. Der Deutschlandfunk ließ gestern wissen, er, Steinmeier, sei persönlich gegen Ost-West-Vergleiche. Zudem vermeide er auch das Aufrechnen regionaler Unterschiede (1).

Zitat des Bundespräsidenten: Der Ton zwischen Arm und Reich, Jung und Alt, Stadt und Land habe sich verändert. Es komme darauf an, die Auseinandersetzung weiter zu führen, aber mit einer Sprache, die nicht sofort abgleite ins Schwarz-Weiße, in die Beschimpfung oder Hass (1).

Rührend, nicht wahr. Auch der schleswig-holsteinische Regierungschef Günther mahnte im SWR, es sei eine gemeinsame Anstrengung nötig, damit kein großer Riss zwischen Ost und West entstehe (2). Risse, wohin man hört. Nun könnte man an diesem Feiertag recht zügig und in größerer Zahl Gründe benennen, warum, anscheinend für viele Politiker, auch Bürger irritierend, sich der Ton speziell in den letzten Jahren „verändert habe“. Dass es Risse quer durch die Gesellschaft gibt, ja auch von Ost nach West. Laut einer Umfrage finden 80 Prozent der Ostdeutschen, dass ihre Leistungen vom Westen seit der Wiedervereinigung nicht ausreichend gewürdigt worden sind. 70 Prozent seien zudem unglücklich darüber, dass zu wenig „auf die Meinung der Menschen in Ostdeutschland“ Rücksicht genommen werde, heißt es in einer repräsentativen Studie im Auftrag der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ (2).

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Tagesdosis 2.10.2019 – Spaltpilz Klimawandel | KenFM.de

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02-10-19 02:01:00,

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…oder das Ich-Habe-Recht-Syndrom.

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Es sind seltsame Zeiten, in denen wir leben. Wenn Alt und Jung in der Schule der Falschheit unterrichtet werden. Und der Einzige, der es wagt, die Wahrheit zu sagen, wird auf einmal ein Wahnsinniger und Narr genannt. Plato

Wer heute in Deutschland en vogue sein will, der steigt ein in das Geschäft der Klimarettung. Umweltpolitik? Scheiß egal! Deutschland ist Klimarettung und die ganze restliche Welt lacht sich kaputt. Ein kleiner Fleck auf dem Globus ist außer Rand und Band. Carola Rackete(1), die Ex- oder doch noch Kapitänin? Wer weiß. Sie steigt nun auch in das Geschäft der Menschen-Welten-Klimaretterin ein und macht sich stark für …, na für was wohl? Richtig! Man rettet heute das Klima wie einst noch den Wald oder die Flüchtlinge. Die Wiedergutmacher haben Hochkonjunktur in Deutschland. Am deutschen Wesen will das Klima nun kräftig genesen. Der Klimapakt der Regierung soll binnen vier Jahren 19 Milliarden Euro Einnahmen garantieren(2). Man lasse sich das Wort Einnahmen einmal genüsslich im eigenen Hirn seinen Weg finden. Ist die Klimarettungsoffensive in Wahrheit eine Selbstrettungsdefensive? Eine maladaptive Gruppenhysterie, die wunderbar dazu aufruft, vor sich selbst weiterhin wegzulaufen? Bernhard Loyen hat dies in seiner letzten Tagesdosis vortrefflich auf den Punkt gebracht und schrieb von anmaßender Selbstüberschätzung(3). 

Halte Frieden auch mit dir selbst

Als das alles mit der CO2-Steuer anfing, dachte ich noch, dass die meisten Intellektuellen und Schreiberlinge gehobenen Stils das alles schnell durchschauen würden und feststellen werden, dass sie eine Farce ist. Eine neue Sau eben, die nun durch alle Dörfer getrieben gehört, die CO2-Steuer. Gestern auf einer Party, da lachten alle über diese Sau und man resümierte, wie sehr die Leute doch an der Nase geführt werden. Niemals hätte ich gedacht, dass der Spaltpilz auch die wirklich klugen Leute betreffen könnte. Ich wurde eines Besseren belehrt und hielt mich möglichst aus der Diskussion heraus. Ich schrieb einen öffentlichen Brief an Herbert Grönemeyer(4) im Bewusstsein, dass er ihn sicher nicht lesen würde.

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Tagesdosis 27.9.2019 – Das Klimaschutzprogramm für das Jahr 2030: The Licence to Kill | KenFM.de

tagesdosis-2792019-–-das-klimaschutzprogramm-fur-das-jahr-2030:-the-licence-to-kill-|-kenfm.de

28-09-19 02:23:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Nun sind die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm für das Jahr 2030 schon eine Woche alt. Und immer noch sind die Schlagzeilen voll der Häme und des Spotts über diese neueste Absichtserklärung unserer Bundesregierung. Es ist ja kein Beschluss. Leichtsinnig versprechen die Merkelmänner und –frauen, ihre Eckpunkte noch in diesem Jahr in verbindliche Gesetze zu gießen.

Hat schon mal jemand wirklich in die Eckpunkte hineingeschaut? (1) Man hört eigentlich immer nur, die CO2-Abgabe sei viel zu niedrig, oder aber zu hoch. Die erste Gruppe hat anzumerken, unsere Kinder und Kindeskinder hätten irgendwann keine Luft mehr zum Atmen. Die zweite Gruppe beklagt die Minderung der Profitlust.

Ich habe mal hineingeschaut in die sperrigen 22 Seiten. Das oberste Ziel ist ja die Einhaltung des komplexen 1.5 Grad-Zieles, um den Kipp-Punkt im Klimawandel zu vermeiden. Und da ist in der Tat nach wie vor für die Bundesregierung die „Bepreisung der Schadstoffe“ durch CO2-Zertifikate das entscheidende Instrument. Das heißt: die Umwelt zu verschmutzen soll den Kapitalisten dort treffen, wo es am meisten wehtut: beim Gewinn. Umweltverschmutzung soll sich nicht mehr rentieren. Daneben gibt es eine Reihe von angedachten konkreten Maßnahmen: der emissionsarme Bahnverkehr soll attraktiver werden.

Die Bahn soll in Zukunft nur noch 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer an den Staat abführen. Die Einnahmeausfälle für den Fiskus sollen im Gegenzug durch eine neue Luftverkehrsabgabe finanziert werden, und der Bahnkunde soll in Zukunft 10 Prozent weniger für sein Ticket bezahlen. Kann ich prinzipiell nur sagen: Bravo! Allerdings: warum bezahlt die Bahn als nach wie vor staatseigener Betrieb überhaupt noch Steuern, und die Luftfahrt als privater Sektor überhaupt keine Steuern? Also doch nur Augenwischerei. Etwas handfester sind die vom Bund mit der Bahn AG zusammen beabsichtigten Investitionen in den Schienenverkehr in Höhe von 86 Milliarden Euro bis 2030. Zudem könnte ja vielleicht die absehbare Insolvenz der Deutschen Bahn AG mit jener einen Milliarde Euro noch verhindert werden (2), die die Bundesregierung tatsächlich, wie in den Eckpunkten versprochen, in den Kapitalbestand jedes Jahr einzahlen will.

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Tagesdosis 27.9.2019 – Über dem Gesetz | KenFM.de

tagesdosis-2792019-–-uber-dem-gesetz-|-kenfm.de

27-09-19 01:16:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Als im Jahre 1789 das französische Volk die Mistgabeln ergriff und die Herrschaft des Adels beendete, waren es die Privilegien dieser Klasse, die den Zorn besonders befeuerten. Sie mussten keine Steuern bezahlen, sie standen über dem Recht, das für das gemeine Volk galt; die Gleichheit vor dem Gesetz gilt, bei aller Widersprüchlichkeit, die es Armen wie Reichen untersagt, Brot zu stehlen und unter Brücken zu schlafen, als eine der großen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts. Privilegien wie jene des Adels gibt es nicht mehr – oder doch? Sind sie nur dem öffentlichen Blick besser verborgen?

Das Bild der heutigen Tagesdosis zeigt den US-Amerikanischen Firmensitz eines Pharmakonzern, der in der letzten Woche Konkurs anmelden musste. Purdue Pharma war einer der Hauptakteure (1) in der landesweiten sogenannten Opioid-Krise. Opioide sind synthetische Opiate, die um ein vielfaches wirkungsvoller sind als Morphium, die aber von den vertreibenden Konzernen, darunter Purdue, mit massiver Werbung als eine Art besseres Aspirin in den Markt gedrückt wurden; sie wurden entsprechend häufig verschrieben, und in der Folge kam es zu hunderttausendfacher Abhängigkeit und bisher geschätzt zu 400 000 Todesfällen.

Purdue Pharma ist der erste Konzern, der dafür vor Gericht gezogen wurde, und der Konkurs ist die vorläufige Beilegung des Rechtsstreits. Weitere Verfahren (2) gegen Johnson & Johnson sowie andere Unternehmen sind noch anhängig. Während nach wie vor die Zahl der Drogentoten im Gefolge dieser Vermarktungskampagne in den USA über der Zahl der Verkehrsopfer liegt, wird sich die rechtliche Bearbeitung noch über Jahre hinziehen.

Nun ist die Haftung der Unternehmen in den USA deutlich ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur durch die immer wieder anfallenden, wesentlich höheren Schadensersatzzahlungen; auch eine strafrechtliche Ahndung (3) ist zumindest gegenüber den Entscheidungsträgern in den Unternehmen möglich.

Dennoch findet sich auch hier das feudale Privileg – die juristische Person steht wie eine Brandschutzmauer zwischen dem Konzern, seinen Handlungen und den Eigentümern, die letztlich den Profit einstreichen. Denn es sind die Erfüllungsgehilfen, die Angestellten an der Konzernspitze, die strafrechtlich belangt werden, aber nicht die Eigentümer.

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Tagesdosis 26.9.2019 – …von anmaßender Selbstüberschätzung | KenFM.de

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26-09-19 12:56:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Die gegenwärtige gesellschaftliche Misere wird aktuell, um es freundlich zu formulieren, durch zwei wesentliche Punkte gelenkt. Der erste Kernpunkt, die sogenannte Klimadiskussion, verschiebt sich durch entsprechende Manipulationen der bekannten Art, auf eine rein emotionale und vor allem moralisierende Ebene.

Die Betrachtung und Analyse existenter Probleme, kommender Szenarien, auf einer nüchternen faktenbasierten Ebene zu führen, verkommt zu einem menschheits-symptomatischen Hauen und Stechen der Deutungshoheit, der jeweiligen vermeintlich einzigen Wahrheit. Die lösungsorientierte Diskussion rückt in weite Ferne.

Aktueller Höhepunkt der Debatte, war der bis ins Detail inszenierte Auftritt von Greta Thunberg am Montag dieser Woche in New York (1). Niemand, also zumindest nüchtern betrachtende Menschen, sprechen doch diesem jungen Menschen seine Gefühle ab, hinsichtlich Sorgen und Ängsten über die Zukunft. Einerseits werden jedoch diese sehr offensichtlich von Nutznießern missbraucht, andererseits von viele Betrachtern inzwischen schlicht als belastend und nötigend befunden. Leidtragende bei dieser ganzen Geschichte – Greta.

Seien Sie mal ehrlich, beim Gedanken an die Rede von Greta Thunberg vor der UN, hören Sie die Worte, erinnern Sie sich an den Inhalt oder sehen Sie eher die Emotionalität des Vortrags?

Ein kurzer Blick zurück auf die Rede von Greta Thunberg, Zitat:

Das, was ich hier sage, meine ich Wort für Wort. Ich kämpfe für meine Zukunft. Meine Zukunft zu verlieren ist nicht dasselbe, wie eine Wahl oder ein paar Punkte im Aktiengeschäft zu verlieren. Ich bin hier, um im Namen aller zukünftigen Generationen zu sprechen. Ich bin hier, um im Namen der hungernden Kinder dieser Welt zu sprechen, deren Schreie ungehört verhallen. Ich bin hier, um für die zahllosen Tiere zu sprechen, die überall auf diesem Planeten sterben, weil es für sie keinen Platz mehr gibt. Wir können es uns nicht mehr leisten, nicht gehört zu werden. Ich habe Angst davor in die Sonne zu gehen wegen der Ozonlöcher. Ich habe Angst die Luft einzuatmen, weil ich nicht weiß, welche Chemikalien darin vorkommen. Musstet Ihr Euch über solche Sachen Gedanken machen, als Ihr in meinem Alter wart? All dies geschieht vor unseren Augen und dennoch handeln wir,

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Tagesdosis 24.9.2019 – Heiße Luft um den heißen Brei | KenFM.de

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24-09-19 12:15:00,

Hier eine ganz andere Sicht auf “Heiße Luft um den Heißen Brei”. Die von Claudia von Werlhof.
Quelle: http://www.gaebler.info/2018/02/werlhof-klimawandel/

“Kein Konsens in der Wissenschaft zum Klimawandel und Erderwärmung

Von einem Konsens in der Wissenschaft zum Thema Klimawandel und Erderwärmung, der stets behauptet wird, kann übrigens überhaupt keine Rede sein.

Der angeblich neueste Stand der CO2-Wissenschaft ist eine bewusst irreführende und nachgerade groteske Fiktion ebenso wie die Tätigkeit des Weltklimarates, IPCC, die lediglich in Computersimulationen besteht und gar nichts mit den wahren Realitäten zu tun hat! Ja, der IPCC ist politisch organisiert unter Ausschluß der Gegner, und beschränkt sich auf eine Froschperspektive, die jeder – auch noch akademisch gebildeten Person – auffallen müßte (Curry 2017 und Anhang).

CUI BONO? – fragt man und frau, etwa bei den “Grünen”, hier offenbar nicht. Dabei ist das doch der totale Krimi! Um was geht es denn alles? Um was gerade nicht?

Übrigens, was ist mit Fracking? Es erscheint ebenfalls nicht auf der Liste der Klimasünder.

Also: Ein Nach-Denken findet nicht statt, auch nicht bei den “Grünen”, obwohl gerade die ja angeblich ein Interesse an Mutter Erde haben.

Hallo!?

Was sind also “menschlich verursachte Extremwetterereignisse”? Damit sind offenbar wir, die zivilen CO2-Prouzenten und Durchschnittsmenschen wie Du und Ich, gemeint, nicht aber die militärisch-menschlichen mit ihren Ionosphären-Heizern, oder die Privatunternehmer-menschlichen, die sich dranhängen, oder die Regierungs-menschlichen, die versuchen, Geoengineering auf eigene Faust zu betreiben. Deshalb hat ja die UN in einem weiteren Moratorium nach der ENMOD-Konvention, nämlich dem von Nagoya 2010, versucht, solche “unkontrollierten” Anwendungen von Geoengineering zu verbieten.

Übrigens: Wie ambivalent doch die UNO in dem ganzen Geschehen agiert! Warum wundert das auch niemanden? (vgl. Johnson 2017)

Schließlich hat die US-Weltraumbehörde NASA in den letzten ca. 20 Jahren gar keine Erwärmung der Erde festgestellt (s. Anhang). Ja, wenn das niemand weiß, dann könnte man ja jede Maßnahme gegen die Erderwärmung am Ende als Erfolg darstellen, wenn es sie ohnehin nicht gegeben hat…

Warum die Pole dennoch schmelzen, ist viel eher dem eben genau dafür seit Jahrzehnten gezielten Einsatz von EM-Wellen des Typs ELF (extreme low frequency, Schuman Frequenz) zu verdanken (Bertell, Ponte, C.O.D.E.). So kann nun an die Ausbeutung der Bodenschätze unter dem Eis geschritten werden. Das beginnt ja gerade.

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Tagesdosis 23.9.2019 – Schweres Beben im US-Finanzsystem: Die FED muss eingreifen | KenFM.de

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23-09-19 10:00:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

In einem wichtigen Teilbereich des US-Finanzsystems ist es in der vergangenen Woche zu heftigen Turbulenzen gekommen. Zum ersten Mal seit 2008 musste die amerikanische Zentralbank Federal Reserve am sogenannten Repo-Markt eingreifen – und das an vier aufeinanderfolgenden Tagen in einem Umfang von insgesamt 278,2 Milliarden Dollar.

Der Repo-Markt ist ein Teil des US-Anleihenmarktes, auf dem sich US-Banken und Hedgefonds mit frischem Geld versorgen. Repo steht für Repurchase Operation, zu deutsch: Rückkaufgeschäft. Finanzinstitute, die für Transaktionen Geld brauchen, leihen es sich nicht einfach, sondern verkaufen über Nacht Wertpapiere, insbesondere US-Staatsanleihen, um diese am folgenden Tag wieder zurückzukaufen. 

Der US-Repo-Markt bewegt sich in einer Größenordnung von etwa 2,2 Billionen Dollar und hat seit den letzten Turbulenzen im Rahmen der Weltfinanzkrise weitgehend reibungslos funktioniert. Wer US-Staatsanleihen hielt und frisches Geld brauchte, konnte es sich durch einen befristeten Verkauf über Nacht besorgen. Umgekehrt konnten die Institute, die über genügend Geld (im Fachjargon „Liquidität“ genannt) verfügten, durch einen befristeten Aufkauf von Staatsanleihen Zinsen kassieren. 

In der vergangenen Woche ist dieser Handel abrupt und selbst für viele Insider überraschend ins Stocken geraten, weil die Nachfrage nach Staatsanleihen zu gering war.

Da das zu erheblichen Folgen im Anleihenhandel und bei der Kreditvergabe, vor allem im Interbankenhandel, geführt hätte, griff die FED ein und versorgte das System ab Dienstag mit „Liquidität“. Das heißt: Sie trat selbst als Käufer auf und sorgte so für eine Senkung der vorübergehend in die Höhe geschossenen Zinsen sowie einen weitgehend reibungslosen Ablauf der Transaktionen.

Weil die Probleme nach dem ersten Eingriff am Dienstag weiter bestanden, sah sich die FED gezwungen, den Handel auch an den drei folgenden Tagen mit jeweils 75 Milliarden Dollar zu stützen. 

Auffällig war die Reaktion der Mainstream-Medien: Während über die ersten beiden Eingriffe der FED noch recht ausführlich berichtet wurde, wurden der dritte und vierte nur noch am Rande erwähnt.

Außer den Medien versuchten auch die Großbanken, die Ereignisse herunterzuspielen. Sie verwiesen darauf, dass es sich um ein technisch bedingtes, kurzfristiges Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage handle,

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Tagesdosis 20.9.2019 – Der blinde Fleck | KenFM.de

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20-09-19 12:38:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Wenn heute die große Volksgemeinschaft der Klimafreunde auf die Straße geht, dann gibt es ein Thema, mit dem sie sich gewiss nicht befasst: die Containerschifffahrt. Eigenartig, oder? Schließlich sind Containerschiffe so ziemlich die größten Dreckschleudern und CO2-Emittenten, die man sich denken kann.

Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos,“ (1) berichtete das Schweizer Fernsehen unter dem charmanten Titel ‚Das schmutzigste Gewerbe der Welt‘ und berief sich auf eine Studie des Naturschutzbundes (2). Und diese fünfzehn größten Schiffe sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in deutschem Besitz.

Nur selten ist von diesen Schiffen zu hören. Eine der wenigen Erwähnungen der Schiffe in deutschem Besitz findet sich auf der Seite des Verteidigungsministeriums (3): „Deutsche Reedereien besitzen die viertgrößte Handels- und die größte Containerschiffsflotte der Welt.“ Wenn man es noch genauer sagen will: über die Hälfte der größten Containerschiffe haben deutsche Besitzer.

Das erklärt natürlich einiges. Unter anderem, warum ausgerechnet die Grünen so erbitterte Gegner der chinesischen One Road- One Belt- Initiative sind, die den Warentransport per Containerschiff weitgehend durch einen Transport per Bahn ersetzen will, der den Schadstoffausstoß verringern würde. Immerhin müssen die Schiffe, die auf dreißig Jahre Einsatz berechnet sind, erst einmal genügend Rendite einfahren, Umwelt hin oder her. Sonst müsste die HSH-Nordbank, deren Geschäft vor allem in der Finanzierung solcher Schiffe lag und die für die Erweiterung der deutschen Containerflotte zeitweilig zum größten Schiffsfinanzierer der Welt aufstieg, ein drittes Mal mit staatlichen Geldern gerettet werden (4).

Nirgends ist der Einfluss der norddeutschen Pfeffersäcke direkter zu sehen als bei Fridays for Future. Schließlich steht die Familie Reemtsma an der Spitze der ‚Bewegung‘. In den USA nennt man solche ‚Bewegungen‘ Astroturfing; weil natürlich entstandene Bewegungen Graswurzel-Bewegungen genannt werden, und Astroturf der größte US-amerikanische Hersteller für Kunstrasen ist.

Die Reemstmas dürften, wie die meisten ihrer Hamburger Klassengenossen (5), die Ottos (Otto Versand) , die Jahrs (vorm.

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Tagesdosis 16.9.2019 – Die EZB verzweifelt: Wann kommt das Helikoptergeld? | KenFM.de

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16-09-19 02:17:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die EZB hat am vergangenen Donnerstag eine Lockerung ihrer Geldpolitik angekündigt. Sie reagiert damit auf die weltweit einsetzende Rezession.

Offiziell heißt es, man wolle die Inflation leicht forcieren, Banken dazu bewegen, mehr Geld zu verleihen und so die Konjunktur ankurbeln. Diese Effekte können aber gar nicht eintreten, da das Geld wie in den vergangenen Jahren nicht in der Realwirtschaft ankommen wird. 

Lässt man die vorgeschobenen Gründe einmal beiseite, so sind die EZB-Beschlüsse nichts anderes als der Versuch, das dem Untergang entgegentaumelnde System um jeden Preis am Leben zu erhalten und der Finanzindustrie einmal mehr die für sie bestmöglichen Bedingungen zu bieten. 

Das allerdings wird angesichts der riesigen Probleme immer schwieriger. So hat die Nullzins-Politik der EZB in den vergangenen Jahren immer mehr Investoren dazu verführt, mit geliehenem Geld zu spekulieren. Auf diese Weise ist ein historischer Schuldenberg entstanden. 

Es gibt nur eine Methode, diesen Schuldenberg schmelzen zu lassen, und das ist das Erzeugen einer Inflation. Wenn die Preise und mit zeitlicher Verzögerung auch die Löhne und die Staatseinnahmen steigen, verringert sich, relativ gesehen, die Schuldenlast.

Das hat in der Vergangenheit immer mittels einer Erhöhung der Geldmenge funktioniert. In unserer Zeit aber ist das anders: Die von der EZB am Donnerstag angekündigten Geldinjektionen werden einmal mehr in die Finanzmärkte fließen und dort die Blasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten befeuern. 

Da die arbeitende Bevölkerung von diesem Geld so gut wie nichts sehen wird, wird ihre Kaufkraft auch nicht zunehmen – mit dem Effekt, dass die Industrie keine Preiserhöhungen wird durchsetzen können, die zur Ankurbelung der Inflation nötig wären. 

Was also kann die EZB tun, wenn die so dringend benötigte Inflation auch weiterhin ausbleibt? 

Sie hat dann nur noch eine Chance: Sie wird eine künstliche Erhöhung der Massenkaufkraft vornehmen müssen.

Genau dieses Mittel wird von Insidern momentan unter dem Begriff „Helikoptergeld“ diskutiert. Der Einsatz von Helikoptergeld würde bedeuten, dass die Zentralbank Geld aus dem Nichts schafft und es den Bürgern flächendeckend ohne Gegenleistung zukommen lässt,

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Tagesdosis 14.9.2019 – IAA Frankfurt – Wer ist der Größte? | KenFM.de

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14-09-19 05:02:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Alle zwei Jahre öffnet die Internationale Automobilausstellung IAA ihre Pforten, im Wechsel mit einer LKW-Ausstellung in Hannover. Und die Freunde blecherner Erotik umstehen wieder mit offenen Mündern die neuesten Models von VW, Mercedes, Audi, oder auch Opel. Oder die neuen Japaner. Da stehen sie, für alle gut sichtbar auf dem Altar der Auto-Religion. Der Kniegang nach Carossa kann beginnen.

Doch diesmal stehen vor den Toren Protestierende. Und die haben auch ein richtig pralles Programm. Dazu gehören Seminare, Vorträge, Informationsangebote und sogar Blockaden (1). Ein richtig breites Bündnis. Das wird man nicht so leicht übersehen können. Für geharnischte Proteste ist es auch höchste Zeit. Denn die auf der Internationalen Automobilausstellung propagierte Verkehrspolitik ist nicht nur unzeitgemäß und ein technologisches Dinosaurierprogramm. Diese Verkehrspolitik ist direkt verantwortlich für millionenfaches vorzeitiges Altern und Sterben von unschuldigen Menschen.

Für ein fortgesetztes Artensterben. Für die Zerstörung unserer Atmosphäre. Für die Zerstörung unserer Natur. Jeder ist betroffen. Jeder ist Opfer.

Es geht um die offenkundige Unsinnigkeit und Gefährlichkeit dieser automobilen Variante des Individualverkehrs. Und die Modellpolitik der Großen der Autobranche spricht nach wie vor in erster Linie psychisch kranke Mitmenschen an, die ihren Geltungsdrang mit immer neuen Superlativen befriedigen müssen: wer hat den größten – Hubraum, die größten Pferdestärken, die größten Räder, die größten Spoiler? Besonders die deutsche Autoindustrie betreibt eine völlig veraltete Modellpolitik mit der Fixierung auf Spritfresser. Das ist erkennbar das Ende der deutschen Autoindustrie.

Sie stellt gerade die Weichen, um unwiderruflich den Niedergang der britischen und US-amerikanischen Autoindustrie für sich selbst nachzuholen. Und der glückliche Käufer dieser PS-Boliden? Was will er denn mit seinem blechernen Power-Paket anfangen? Es in die USA verfrachten lassen, und die technischen Möglichkeiten seiner Blechkiste ein einziges Mal in seinem Leben auf dem Salzsee von Utah ausfahren, wie dereinst Donald Campbell, der in den 1960er Jahren in einem präparierten Auto mit über 600 Stundenkilometern über den Salzsee geprescht ist?

Auf deutschen Autobahnen wird der Pilot im Luxushaubitzengeschoss niemals auf seine Kosten kommen.

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Tagesdosis 13.9.2019 – Wir und das Schaffen | KenFM.de

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13-09-19 12:08:00,

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Ein Kommentar von Dagmar Henn.

In den letzten Tagen wurde ausführlich der vierte Jahrestag der Merkelschen Grenzöffnung begangen, unter anderem mit einer spielfilmlangen Herzschmerz-Doku im ZDF (1). Unzweifelhaft, die Ereignisse spalten das Land bis heute. Dennoch gibt es, nicht nur um die Entscheidung selbst, sondern vor allem bezogen auf das Handeln danach, eine ganze Reihe ungeklärter Fragen.

Die erste betrifft das Motiv der Handlung selbst. Die BRD war von Anfang an in den Angriff auf Syrien involviert, der Chef des Think-Tanks SWP (2), Volker Perthes, war an den Entwicklungen der Pläne bereits beteiligt. Diese Beteiligung fand weitgehend abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt; die einzige Ausnahme ist die Berichterstattung der ZEIT aus dem Jahr 2012: „Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf“ (3). Im Verhältnis zur politischen Vorbereitung ist die materielle Beteiligung an diesem imperialen Abenteuer allerdings gering. Was, wenn das ganz anders beabsichtigt war?

Wenn die Betreiber der Kriege ihre Erfolge und Misserfolge bewerten, müssten sie zu dem Schluss kommen, dass die deutsche Bevölkerung nur mit einem Mittel erfolgreich in einen Krieg zu ziehen ist – mit emotionaler Überwältigung. Diese Strategie wurde beim Angriff auf Serbien angewandt, und Flüchtlinge aus dem Kosovo spielten dabei eine wichtige Rolle. Was, wenn die Entscheidung, die Grenzen für die Flüchtlinge aus Syrien zu öffnen, Teil einer ebensolchen Strategie war?

Es gibt ein Indiz dafür; das ist die Tatsache, dass das Chaos am Münchner Hauptbahnhof inszeniert war. Es hätte nämlich eine andere Lösung gegeben, die für die Versorgung tausender Menschen und ihre Weiterfahrt in geeignete Unterkünfte weit günstiger gewesen wäre. Jeder Zug, der aus Österreich in München eintrifft, fährt zuvor durch den Ostbahnhof. Der rückwärtige Ausgang des Ostbahnhofs führt auf eine verkehrsarme Straße; hundert Meter entfernt begann das Party-Areal mit Großküchen, vielen Freiflächen und Möglichkeiten, um Busse zu parken und zu beladen. Sprich, jede Infrastruktur, die benötigt wird, um die humanitären Probleme erfolgreich und mit minimaler Beeinträchtigung des Alltags zu lösen.

Statt dessen endeten die Züge im Hauptbahnhof, wo selbst die Versorgung der Ankommenden mit Nahrung und Getränken zur Herausforderung werden musste,

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Tagesdosis 12.9.2019 – Joshua Wong, die neue Joker Maske aus dem US-NATO Strategiehauptquartier | KenFM.de

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12-09-19 12:27:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Es läuft immer nach dem gleichen Strategie-Papier ab. Ist die anvisierte, bzw. gewünschte Region, das Land, der Ort ausgemacht, schaut man sich ein Weilchen die Entwicklungen an. Wandern diese nicht oder zu langsam in die gewünschte Richtung, wird die Joker-Karte gezogen. Diese wird über eine herausstechende Persönlichkeit der vermeintlichen Unzufriedenheit, der Protestgruppe, strategisch ausgespielt.

Erinnern sie sich noch an Vitali Klitschko? Auch erfolgreicher Boxer, war Klitschko nach Ende seiner Karriere 2014 die US-NATO Joker Maske in Kiew, Ukraine. Der Spiegel wusste im Februar des Jahres zu berichten, Zitat: Ukraine: Klitschko will Präsident werden (1). Er durfte dann folgendes in hingehaltene Mikros sprechen, Zitat: Der ehemalige Box-Weltmeister und Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, befürchtet, dass das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer weiteren Eskalation im Ukraine-Konflikt führen wird. „Putin ist krank“, sagte Klitschko dem Tagesspiegel am Sonntag (2).

Die im Hintergrund agierende grüne Böll-Stiftung präsentierte auf ihrer Seite im Jahre 2014 eine, Zitat: Gruppe von Sozial- und Geisteswissenschaftlern, die sich mit ukrainischer nationaler Identität befassen. Diese Gruppe durfte mitteilen, Zitat: Der Kiewer Euromaidan ist keine extremistische, sondern eine freiheitliche Massenbewegung zivilen Ungehorsams. Diese Gruppe wusste zudem, Zitat: selbst Klitschko wird als Werkzeug dunkler ausländischer Mächte bezeichnet …all das sollten wir (…) bei der Beurteilung des Geschehens in der Ukraine vernachlässigen, vergessen (3).

Die Joker Maske wurde schlussendlich bei sog. pro-europäischen Krawallen mit Löschschaum attackiert (4), floppte und Klitschko verschwand nach blutiger Machtübernahme in seiner Statistenrolle, bekam als Trostbonbon den Job des Bürgermeisters von Kiew. Er benötigte drei Anläufe (5).

Was hat nun Klitschko mit Joshua Wong zu tun? Es bleibt bei der Statistenrolle, interessant jedoch ist das gemeinsame Foto und vor allem die dazu notwendige Veranstaltung, vom Montag dieser Woche. Aber eins nach dem anderen.

Joshua Wong, mit vollen Namen Joshua Wong Chi-fung. Variabel in der szenischen Darstellung der letzten Tage – der Hongkong-Aktivist,

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Tagesdosis 11.9.2019 – Die Faschismus-Maschine | KenFM.de

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11-09-19 12:43:00,

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Ein Kommentar von Anna Zollner.

1946, sprich nur ein Jahr nachdem der zweite Weltkrieg zu Ende gegangen war, entstand in der völlig zertrümmerten ehemaligen Reichshauptstadt Berlin der erste Spielfilm, der den Zuschauer mit der Frage konfrontierte wie der „Erfolg“ der  Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 erklärt werden könne und ob das Schweigen der Mehrheit damals, dem Schweigen der Mehrheit nach dem Krieg nicht ähnlich sei. Ähnlich fatal.  Als „Die Mörder sind unter uns“ entstand, fanden in Nürnberg die Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes statt. Auch hier stand über der gesamten Szenerie die bis heute nicht vollkommen beantwortete Frage:

Wie war es den Nazis gelungen das Volk der Dichter und Denker so geschickt auf die Strasse in den eigenen Untergang umzuleiten?

Wann war aus dem schlendernden Gang Einzelner der Stechschritt der Massen geworden?

Warum hatte es während der gesamten NS-Zeit keinen grossen Aufschrei, keinen geballten Widerstand gegen das nicht zu übersehende Unrecht, die Barbarei gegeben?

Warum verschloss die Masse bewusst die Augen, als immer mehr Nachbarn über Nacht einfach verschwanden?
Als neben Juden, Linken, Homosexuellen, aber eben auch nur einfach Andersdenkende systematisch denunziert und dann abtransportiert wurden?

Wem es nach 1945 wirklich ernst war, dass sich ein ähnlich obszönes Verbrechen in der Zukunft der Menschheit nie wieder wiederholen möge, kam nicht umhin sich die Methoden der Nationalsozialisten anzusehen. Was hatten die Nazis über den Menschen und sein Verhalten in der Masse, das er dieser anpasste,  herausgefunden?  Welche Techniken, vor allem der subtilen Manipulation der Massen, hatten die Nazis gegen die eigene Bevölkerung  zur Anwendung gebracht? Welche Rolle spielten die damaligen Massenmedien? Wie hatten sie es angestellt, dass sich bis dahin mit Moral und Ethik ausgestattete Bürger- viele von ihnen Christen- zu einem vollkommen kontrollierten Rädchen der Faschismus-Maschine hatten umprogrammieren lassen?

Rädchen einer Killer-Maschine, in der Millionen Menschen nicht nur eiskalt ermordet wurden, sondern in der es möglich wurde, dass der menschliche Körper als Rohstoff z.B für Seife herhalten musste? Ein Verbrechen bei dem bis heute die Worte fehlen, um es in seiner ganzen Obszönität zu begreifen.

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Tagesdosis 10.9.2019 – Der Öko-Konsens | KenFM.de

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10-09-19 01:58:00,

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Ein Kommentar von Florian Kirner.

Seit gut einem Jahr tobt eine eskalierende Debatte um die Frage des Klimawandels, der Umweltzerstörung und ihrer Ursachen. Man ist versucht, von einem „Glaubenskrieg“ zu sprechen.

Aber genau darin liegt schon ein Problem. Der inflationäre Einsatz von religiösen Vokabeln, vor allem auf Seiten der Skeptiker einer menschengemachten Klimakatastrophe schwer in Mode – „Klimakirche“, „CO2-Papst“, „Klima-Religion“ – ist nicht sehr gut geeignet, eine sachliche Debatte zu ermöglichen, die den Namen verdient.

Auch diejenigen, die von einem entscheidenden Beitrag der Menschheit und einen daraus resultierenden Klimakollaps überzeugt sind, befinden sich allerdings in einem hochemotionalisierten Zustand. Sie rechtfertigen das mit der objektiven Dringlichkeit, umgehend und radikal umzusteuern, wenn wir die Ökokatastrophe noch irgendwie abbiegen oder wenigstens einbremsen wollen.

Der Konflikt hat längst auch KenFM erreicht. Vor allem hier, im Format Tagesdosis, prallen die Meinungen aufeinander.

Bevor ich nun versuchen werde, einige Leitplanken einzuziehen, auf die wir uns vielleicht alle miteinander einigen können, will ich zunächst meine eigene Position deutlich machen.

Ich bin das, was Rainer Rupp vermutlich einen „Klimahysteriker“ nennen würde. Meine eigene Beobachtung der Natur, des Wetters und des Klimas, mein Blick auf die Geschichte des Wirkens der menschlichen Zivilisation, sowie die Ergebnisse meiner Recherchen sind eindeutig: der Mensch ist dabei, das Ökosystem des Planeten nicht nur irreparabl zu beschädigen – das tun wir schon sehr lange. Sondern wir sind dabei, das Gleichgewicht des Klimas zu zerstören und sehen in den immer extremeren Wetterereignissen der letzten Jahre lediglich die Vorboten einer kommenden Katastrophe.

Für mich, um auch diese Kuh vom schmelzenden Eis zu holen, ist auch evident, dass klimaschädliche Gase, vor allem CO2 und Methan, bei diesem Prozess eine zentrale, verheerende Rolle spielen.

So. Und nun zu meinem Konsensvorschlag!

Ich denke, wir sind uns quer durch alle Lager, die sich hier gebildet haben, über Folgendes einig:

Die menschliche Zivilisation hat das Gesicht dieses Planeten entscheidend verändert. Durch eine seit der Bronzezeit ununterbrochene Entwaldung des Planeten. Durch Flächenversiegelung, Luftverschmutzung, die Begradigung von Flüssen, durch den flächendeckenden Einsatz von Pestiziden,

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Tagesdosis 9.9.2019 – US-Kriegsvorbereitungen: Es geht nicht darum, den Iran zu besiegen | KenFM.de

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09-09-19 11:19:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Auf dem G7-Gipfel in der vorletzten Woche gab US-Präsident Trump eine Pressekonferenz, bei der er verkündete, er habe ein gutes Gefühl bezüglich eines neuen Atomabkommens mit dem Iran. Das Land habe sich entscheidend verändert und stehe vor einer großen Zukunft.

Viele Zuhörer trauten ihren Ohren nicht, denn zu ihnen sprach derselbe Mann, der das bestehende Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 einseitig gekündigt, die bisher schärfsten Sanktionen gegen das Land erlassen und ihm erst vor Monaten die „Vernichtung“ angedroht hatte. 

Trotz dieses eklatanten Widerspruchs zwischen den Worten und Taten des US-Präsidenten hieß es in den Mainstream-Medien anschließend, Trump habe offenbar eingesehen, dass ein Krieg gegen den Iran nicht zu gewinnen sei und suche deshalb nach einer diplomatischen Lösung.

Diese Einschätzung der Lage aber steht in krassem Gegensatz zu den seit Monaten andauernden Kriegsvorbereitungen der USA. 

Darüber hinaus übersieht sie eine der wichtigsten Lehren der Geschichte – dass es nämlich bis heute kein Land gegeben hat, dass vor der Entfesselung eines Krieges nicht seine Bereitschaft zum Frieden erklärt hätte. Schließlich verkennt sie auch die Tatsache, dass es den USA überhaupt nicht auf einen Sieg ankommt, da sich die Ziele und Absichten ihrer Kriegspolitik in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert haben.

Bis zum Ende der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sahen die USA ihre wichtigste Aufgabe in der „Eindämmung“ des Einflussbereiches der Sowjetunion, also der Verhinderung der Ausdehnung von Planwirtschaften. Mit dem Ende der Sowjetunion und dem Fall des Ostblocks aber entfiel dieser Grund. 

Da sich damals bereits abzeichnete, dass zwei der drei Säulen der US-Vorherrschaft, nämlich die wirtschaftliche und finanzielle Übermacht gegenüber dem Rest der Welt, sich nicht auf Dauer aufrecht erhalten lassen, blieb Washington nichts anderes übrig als verstärkt auf die dritte Säule – das Militär – zu setzen. 

Weil man aber dem eigenen wirtschaftlichen und finanziellen Verfall kein positives Konzept entgegenzusetzen hatte, dienten sämtliche Kriegseinsätze seit den Neunziger Jahren vor allem der Destabilisierung des Rests der Welt, der Förderung der US-Rüstungsindustrie zur Ankurbelung der Finanzmärkte und der Ablenkung der eigenen Bevölkerung vom Zerfall der US-Infrastruktur und der zunehmenden sozialen Ungleichheit im Land.  

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Tagesdosis 7.9.2019 – Kindesmissbrauch – Massenmedial vermarktet oder verantwortungsvoll veröffentlicht? | KenFM.de

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07-09-19 12:46:00,

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An einem einzigen Tag füllen drei herausstechende Kindesmissbrauchsfälle die massenmedialen Blätter. Die grundsätzlichen Fragen werden jedoch nicht gestellt.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Am 5.9.2019 wurde ein Urteil im Fall von Kindesmissbrauch in Lügde gesprochen, am 3.9.2019 wurde das erste Mal berichtet, dass der Fußballprofi Christoph Metzelder kinderpornografische Bilder verbreitet haben soll und in Berlin steht seit dem 5.9.2019 ein Ex-Feuerwehrmann wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. Seitdem wird in den Massenmedien minütlich bis täglich über Kindesmissbrauch geredet – ohne allerdings dabei etwas Wesentliches zu sagen.

Lügde – Berlin – Metzelder

Das Urteil des Landgerichtes Detmold (1) im Falle des Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde (3)(2,4,5,6) scheint ein Vorstoß auf dem Gebiet der Pädokriminalität zu sein, in dem die Opfer des hundertfachen Kindesmissbrauchs in mindestens 32 Fällen scheinbar Gerechtigkeit erfahren. Zwei der Hauptangeklagten sind zu hohen Haftstrafen und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Doch es bleibt ein fader Nachgeschmack. Viele der Opfer können zu ihrem Recht gar nicht kommen, weil der Fall verjährt ist. (7) Polizei und Jugendämter stehen in der Kritik. Sie sollen Hinweisen auf die Hauptverdächtigen zunächst nicht nachgegangen sein, Beweismittel sollen verschwunden, beziehungsweise nachträglich geändert worden sein (8).

In den Mainstream-Medien war am 3.9.2019 ein prominenter Fall von möglicher Pädokriminalität in den Blickpunkt gerückt: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Fußballspieler Christoph Metzelder (9), weil er kinderpornographische Bilder verbreitet haben soll (10). Am 5.9.2019 findet ein Prozess wegen jahrelangen Kindesmissbrauchs durch einen Ex-Feuerwehrmann große mediale Beachtung. Kindesmissbrauch, wohin das mediale Auge blickt. (15) Was ist da los? Ist das eine Entwicklung, die eine Krise aufzeigt oder ist es vielmehr Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels in eine ungute Richtung? Kann man das noch in Ordnung bringen? Wenn ja, wie? Das sind allerdings Fragen, die in den Medien nicht gestellt werden, die dort aber übergreifend thematisiert gehören.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Kindesmissbrauch ist ein ernstes und sehr emotionales Thema. Es ist wichtig, dass möglichst viele Medien darüber informieren. Doch wie es medial aufbereitet wird,

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Tagesdosis 6.9.2019 – AfD bürgerlich – oder was? Eine erregende Moderatorin oder: Scheinheiligkeit ohne Grenzen | KenFM.de

tagesdosis-692019-–-afd-burgerlich-–-oder-was?-eine-erregende-moderatorin-oder:-scheinheiligkeit-ohne-grenzen-|-kenfm.de

06-09-19 01:21:00,

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Ein Kommentar von Klaus Hartmann.

Die eigentliche Sensation des Wahlabends am 01.09.2019 schien für manche weniger die Wahlergebnisse der Landtagswahl in Brandenburg und Sachsen, als vielmehr die Wahlberichterstattung gewesen zu sein. Für die Sensation hatte die MDR-Moderatorin Wiebke Binder gesorgt, als sie im ARD-Wahlstudio ihren Interview-Gast, den sächsische Abgeordneten Marco Wanderwitz (CDU) zu einer Koalitionsaussage verleiten wollte: „Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch mit der AfD möglich.“ „Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition“, so die wanderwitzige Antwort.

Wie von unsichtbarer Hand gesteuert, sprangen sofort die Empörungsautomaten an, zuerst mittels „Wirbel im Netz“ über das „Debakel“, dann bettelte der MDR um mildernde Umstände, wegen „Stress“, „Missverständnissen“, „Unschärfen“. Schließlich meinte MDR-Chefredakteur Torsten Peuker, es sei ein „Versprecher“ gewesen, „für den wir uns entschuldigen“.

Die CDU mit der AfD sei „eine bürgerliche Koalition“? Gott-sei-bei-uns! Das ist ja ein Verstoß gegen die von der CDU-Zentrale verordnete Sprachregelung, dass es rechts von der Union keine bürgerliche Kraft mehr geben darf oder soll. Aber ist die Moderatorin arbeitsvertraglich auf den CDU-Sprech verpflichtet? Möglicherweise hat sie aber das ARD-„Wording“ nicht korrekt befolgt, auf das Herr Dr. Gniffke (bis August Tagesschau-Chef) bekanntermaßen größten Wert legt, und damit ggf. zugleich das Framing-Manual nicht hinreichend beachtet, für das die Anstalt ja viel Zuschauer-Geld zum Fenster rausgeschmissen hat.

Welche Gründe wurden für die Aufregung geltend gemacht? Verblüffend – keine! Der Herr ist angeblich Dein Hirte (wenn Du ein Schaf bist), aber der Hirte, Christian ist Ostbeauftragter der Bundesregierung und CDU-Mitglied. Er sprach von einer „ungeschickten und total unpassenden Bemerkung“. Der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wusste sicher: „Das geht auf gar keinen Fall“, meinte damit aber nicht das Wahlergebnis seiner Partei, sondern besagte Moderatorin. Damit hatten sie ihr Pulver verschossen, Argumente hatten sie beide nicht, Große Koalition auch hier.

Solch eine Erregungs-Inszenierung – das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Zumindest die Träume der AfD-Wahlkämpfer. Denn einziger Nutznießer ist die AfD.

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Tagesdosis 5.9.2019 – Randbewegungen im Spiegel der Zeit | KenFM.de

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05-09-19 02:57:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Ein vermeintlicher Schock durchläuft das Land. Der Osten hat gewählt, also zwei Bundesländer davon. Eigenständig und nicht nach den medialen Vorgaben der letzten Wochen und Monate. Entsetzen macht sich breit. Warum konnte dieses Ergebnis nicht verhindert werden? Warum konnte die AFD fulminant zulegen, verlor Die Linke existentiell und warum fiel der Höhenflug der Grünen eher flach aus?

Annähernd durchgehende Gewissheit bei den meisten Kommentatoren und Analysen, der Osten ist jetzt brauner, also fast schon finsterbraun.

Mehrheitlicher Grund die AFD zur zweitstärksten politischen Gruppierung in Brandenburg und Sachsen zu küren, wäre der Hass auf Ausländer und ein subtiler Ärger auf die etablierten Parteien, zu finden bei einem vermeintlichen Großteil der Bevölkerung in Brandenburg und Sachsen. Die AFD sei jetzt die Protestpartei des Ostens, hätte die Linkspartei endgültig abgelöst.

Nun gibt es Meinungen, Kommentare, Einschätzungen und – Zahlen. Die erstgenannten sind meist subjektiver Natur. Die Zahlen sind dagegen die verwertbare Realität, sie spiegeln die nüchternen Fakten.

Ein Großteil der Gesellschaft diskutiert über das Wahl-Endergebnis der AFD. 27.5% in Sachsen (bei 66,6% Wahlbeteiligung) und 23,5% in Brandenburg (bei 61,3% Wahlbeteiligung). Mich interessieren jedoch die eigentlichen Realzahlen (1), nämlich jene, unter Berücksichtigung der größten Wählergruppe – den Nichtwählern. Betrachten wir nun die Ergebnisse am Beispiel von Sachsen, dem momentanen Dunkeldeutschland (2).

Ausgehend von 100% kämen wir in Sachsen auf folgendes Endergebnis:

  • Platz 1: Die Nichtwähler mit 33,4%
  • Platz 2: Die CDU mit 21,4%
  • Platz 3: Die AFD mit 18,6%
  • Platz 4: Die Linke mit 6,9%
  • Platz 5: Die Grünen mit 5,7%
  • und die SPD am Ende der Realität mit beeindruckenden 5,1%

Diese Täuschung bestimmt die momentane Diskussion in diesem Land. Nicht zum ersten Mal, aber immer wiederkehrend negiert und vorenthalten. Die AfD wurde also nicht von mehr als einem Viertel der Wähler, sondern von weniger als jedem fünften Sachsen gewählt (1). Anders formuliert, knappe 80% der Sachsen können anscheinend mit den Inhalten und Zielen der AFD nicht konform gehen,

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Tagesdosis 4.9.2019 – Wenn Wahlen was bewirken würden, dann wären sie verboten | KenFM.de

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04-09-19 01:02:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

„Das rationale Denken sperrt den Geist in ein Gefängnis“, (aus dem Film: BUT BEAUTIFUL)

Und der Gewinner heißt AfD. So waren die Wahlen in Sachsen und in Brandenburg ein Spiegelbild der Leute, die noch immer glauben, dass wenn Wahlen etwas bewirken würden, ja dann hat der Wähler alles in der Hand. Er muss nur zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben. Natürlich für die Partei, der er das zutraut zu bewirken, was er sich erhofft. Auweiha, das Stimmvieh hat wieder entschieden und es glaubt, es käme auf seine Stimmenvielfalt an. In Wahrheit sind all die Wähler, die eine Partei wählen, Teil des Problems. Sie wollen es nicht wissen und sie wehren sich vehement mit allen Mitteln, dass ein solcher Satz ihre Großhirnrinde erreicht. Viel eher sind sie davon überzeugt, dass der Feind der Nichtwähler ist. 

Die meisten hier oder in der gesamten Aufklärungs- Friedens- oder Demokratiebewegung wollen immer wieder Lösungen präsentiert bekommen. Bekommen jedoch auch oft gar nicht mit, dass sie von ihren Lösungen sprechen, von solchen, die gefälligst in ihr Weltbild-Konzept zu passen haben. Meistens sind solche Leute so voller schlechter Nachrichten über das politische Geschehen in der Welt, dass sie die Lösung vor lauter Lösungen in der Bewegung gar nicht mitbekommen oder sie sofort disliken. Am besten aber funktioniert die Ignoranz, sobald wirkliche Lösungen parat stehen. Sie sind zum Beispiel hier auf KenFM, aber auch auf anderen Portalen zahlreich vertreten. Wahlen hingegen sind die Einfachste von allen. Denn wer wirklich glaubt, dass Wahlen richtig gut sind und sie etwas bewirken und das ich die Pflicht habe, wenigstens zu wählen, der ignoriert das echte Problem, von dessen Lösung dieser Jemand gar keine Ahnung hat. Wie auch? Er blickt ja ständig in die falsche Richtung und hält diese für die richtige. Das ist nicht nur mir bekannt, sondern auch Rainer Mausfeld beschreibt diesen Prozess und fragt sich, wie es kommen kann, dass die Wähler immer wieder die Verursacher wählen.

Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie,

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Tagesdosis 3.9.2019 – Die Iran-Eskalation | KenFM.de

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03-09-19 02:51:00,

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Mit ihrem Wirtschaftskrieg gegen den Iran greifen die USA indirekt auch die EU an und verstärken deren Abhängigkeit.

Ein Kommentar von Mohssen Massarrat.

Warum lassen sich die europäischen NATO-Länder so willig von den USA am Nasenring durch die Manege führen — selbst jetzt noch, da ihr Präsident eigentlich eine Lachnummer ist? Warum stolpern sie der schlimmsten Kriegsnation seit 1945 in fast jedes ihrer militärischen Abenteuer hinterher? Es liegt an einer dreifachen Abhängigkeit der EU, die meistens im Verborgenen liegt: Der nukleare Schutzschirm der vor allem gegen den potenziellen Angreifer Russland über Europa gebreitet wird; die energie-geopolitische Abhängigkeit sowie die währungspolitische Gängelung der westlichen Verbündeten der USA. Diese drei Faktoren machen die Europäer weltpolisch fast handlungsunfähig. Fielen die drei Gründe weg, würde das Befreiung für Europa, jedoch einen rapiden Machtverlust für die USA bedeuten — eine Bedrohung für ihre Agenda der absoluten globalen Vorherrschaft. Auch die aggressive Iran-Politik der derzeiten US-Regierung muss in diesem Kontext gesehen werden. Sie hat auch die Funktion, ausscherende Vasallen zurückzupfeifen, die außen- und energiepolitisch eigenen Wege zu gehen versuchen.

Die US-Regierung hat nach dem völkerrechtswidrigen Austritt aus dem Iran-Atomabkommen im Mai 2019 die Iran-Sanktionen in vollem Umfang in Kraft gesetzt. Seitdem verfolgt sie gegenüber Iran die Politik des „maximalen Drucks“, die irgendwann in einen IranKrieg einmünden könnte. Tatsächlich stand die Weltgemeinschaft 2006, im letzten Amtsjahr von George W. Bush, schon einmal vor einem Iran-Krieg.

Die Neocons haben um die Jahrhundertwende die politische Macht in den USA übernommen, um ihr Projekt des Amerikanischen Jahrhunderts mit allen erdenklichen Mitteln durchzusetzen.

Mit diesem Vorhaben verfolgten sie das Ziel, die absolute globale Vorherrschaft der USA in diesem Jahrhundert zu festigen und auszubauen. Barack Obama bewegte sich zwar innerhalb der bereits geschaffenen Strukturen, ihm ist es jedoch gelungen, das NeoconProjekt des Amerikanischen Jahrhunderts ein wenig zu bremsen.

Das Iran-Atomabkommen, das — auch mit der Unterstützung der Atommächte Russland und China — letztlich erfolgreich ausgehandelt wurde, war Ausdruck der Entschärfung des massiven Konfrontationskurses der US-Neocons und resultierte aus der Kooperation von Obama mit der EU und Irans Reformflügel. Dadurch spürte die Welt einen Hauch von Entspannung,

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