Tagesdosis 8.2.2019 – Heuchelei. Die hohe Kunst der Berliner Republik | KenFM.de

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08-02-19 01:52:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Im Fall Venezuela ist die tiefe Kluft zwischen den hehren moralischen Ansprüchen der Spitzenvertreter der Berliner Republik und der schäbigen Realität erneut wieder sehr deutlich geworden. So schwadroniert z.B. unsere Kanzlerin immer wieder  von der „regelbasierten internationalen Ordnung“. Mit erhobenem Zeigefinger wirft sie gern anderen Staaten vor, dagegen zu verstoßen. Aber hält sie sich selbst daran? Nicht die Bohne! Sie und ihre Minister und Staatssekretäre und ihre schreibenden Hofschranzen treiben Schindluder mit der „regelbasierten internationalen Ordnung“.

Hinter „regelbasierter internationaler Ordnung“ steht vor allen anderen die UNO als Regeln gebende Internationale Ordnungsorganisation. Es dürfte niemanden geben, der im Vollbesitz seiner Sinne bestreiten würde, dass die Vereinten Nationen (UNO) mit ihrer Charta und ihren vielen Unterorganisationen das Dach bilden, unter dem sich eine Vielzahl anderer, regelbasierter internationaler Ordnungsorganisationen entwickelt haben –  entweder in direkter oder in indirekter Zusammenarbeit mit der UNO.

Die Frage, ob die Bundesregierung sich selbst an die von ihr so eindringlich beschworene „regelbasierte internationale Ordnung“ hält, lässt sich daher am leichtesten prüfen, wenn wir ihre außenpolitischen Handlungen an den Regeln der UNO messen. Und da sieht es nicht gut aus. Spätestens seit ihrer militärischen Beteiligung an dem durch nichts provozierten Angriffskrieg gegen Jugoslawien, der sich nächsten Monat zum zwanzigsten Mal jährt, hat sich die Bundesrepublik an dem schlimmsten aller Verbrechen aktiv beteiligt. Es war das Nürnberger Tribunal gegen die NAZI-Größen des Dritten Reichs, das den Angriffskrieg als „Schlimmstes aller Verbrechen“ ächtete, weil ihm alle anderen schlimmen Verbrechen wie Mord, Totschlag, Folter, Vergewaltigung und Plünderung innewohnen.

Dieser Logik des Nürnberger Tribunals folgend hat die kurze Zeit später gegründete UNO die Verhinderung eines Krieges, insbesondere eines Angriffskrieges zum Kern ihrer Charta, ihrer regelbasierten internationalen Ordnung gemacht. Und diese Charta verbietet nicht nur Kriege, die mit Bomben und Kanonen geführt werden, sondern explizit auch Wirtschaftskriege, die mit ihren Embargos und Sanktionen mit mittelalterlichen Städtebelagerungen vergleichbar sind, bei denen vor allem die Bevölkerung ausgehungert wird. Aber auch Maßnahmen wie die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten mit dem Ziel,

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Tagesdosis 7.2.2019 – Kolonialverhalten 2.0. Deutschland belehrt Venezuela | KenFM.de

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07-02-19 02:03:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Deutschland kritisiert nur dann andere Länder, sofern es um deutsche Interessen geht, wenn daraus resultierender Nutzen und entsprechende Vorteile früher oder später zu erwarten sind. Deutschland bedeutet in diesem Falle natürlich nicht die deutschen Bürger, sondern die aktuelle Regierung. Vertreten durch Amtsträger und entsprechende Zuträger.

Jetzt heißt es bei genauerer Betrachtung, wer wird wofür kritisiert? Aktuell meint Deutschland dem lateinamerikanischen Land Venezuela innenpolitsche Abläufe aufdrängen zu müssen, bzw. Empfehlungen und Forderungen ungefragt aufzuoktroyieren.

Aufgrund der aggressiven einseitigen Medienberichterstattung noch einmal kurz erläutert, worum geht es nur in Venezuela? Es geht um das Land mit den grössten Erdölreserven der Welt. Es geht um einen US gesteuerten Machtwechsel. Es geht um die Rückeroberung der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA durch entsprechende Interessenverbände.

Hiesige Medien manipulieren fortlaufend interessierte Bürger mit der Information, dass die Probleme des Landes alleinig durch die Regierung Nicolas Maduro und die Amtszeit seines Vorgängers Hugo Chavez zu Stande kamen. Dass zwei sozialistische Regierungsmodelle mal wieder die Bürger in bittere Armut gebracht haben. Dass das Land unfähig regiert wurde. Das ist freundlich formuliert die halbe Wahrheit. Man könnte auch schreiben schlicht gelogen. Auch hier erneut genannt die Fakten.

Die Wahl von Hugo Chavez zum Präsidenten im Dezember 1998 hatte eine Vorgeschichte: Das Fundament: eine ökonomische Krise, die das Land seit 1983 durchlebte, die sich wegen der Verantwortungslosigkeit, Ineffizienz und Korruption immer weiter vertieft hat, bis zu dem extremen Punkt, daß sich 80% der Bevölkerung im Stadium der Armut befanden (1). Die Analphabetenrate lag bei über zehn Prozent. Hunderttausende hatten keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung oder zu mehr als der nötigsten Schulbildung. (2)

Diese Realitäten zu beseitigen brauchte Zeit. In den folgenden Jahren setzte Chavez (er verstarb 2013) zahlreiche soziale Programme um und verstaatlichte Grund, Öl und Banken des von starker Ungleichheit geprägten Landes. Damit machte er sich speziell in den USA keine neuen Freunde. Es folgten Sanktionen gegen seinen Nachfolger Maduro. Zudem ein elementarer Kurseinbruch des Ölpreises im Jahre 2014. Doch das Volk wollte sich weiterhin nicht vollends abwenden.

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Tagesdosis 6.2.2019 – Entmilitarisierung des menschlichen Herzens | KenFM.de

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06-02-19 02:50:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Wow!, mag man jetzt denken oder gar fühlen. Da fährt ein gewisser Franziskus, der den Namen nur hat, weil er Papst ist, in die Vereinigten Arabischen Emirate, um dort für mehr Herz und Verstand zu werben. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, wäre es an der Zeit, all den Klunker und das geborgte Gold, das die Vatikanbank zu einer der mächtigsten Banken weltweit gemacht hat, den Armen und Weisen zu schenken.

Entmilitarisierung der menschlichen Herzen

Wäre schön. Jesus, einst von Johannes dem Täufer erleuchtet, sah das auch so und wurde von den Militarisierern der Herzen ans Kreuz geschlagen. So zumindest die Überlieferung. Heute gibt es sehr viele, die sind wie Jesus, die ähnlich sprechen und dazu aufrufen, die Herzen zu entmilitarisieren. Sie werden von der judäischen Volksfront und der Volksfront Judäas als unrein denkende, an ein virtuelles Kreuz geschlagen. 

Was also ist wahrhaft zu tun, um mit der Entmilitarisierung der menschlichen Herzen zu beginnen? Ein Gesetz dafür erfinden? Einen Bußgeldkatalog einsetzen? Ein neues Schulfach einführen? Eine 250-teilige Serie auf Netflix ins Leben rufen? Mehr Bäume pflanzen oder Mitglied bei den beiden Parteien der Herzen werden? Tja, der Narretei gibt es unzählige Möglichkeiten, doch keine ist so naiv, wie die Papst Franziskus da in Abu Dhabi zu verbreiten suchte. Um dieser Narretei habhaft zu werden, versuchen wir einmal, folgende Frage zu beantworten: Wie ersetzt man das Militär durch unsere Herzen? Also, wie gewinnt das Herz und wie gelingt es, die Faust in der Tasche zu lassen? Na? Weiß das hier einer von euch Lesern? Wie? Militär abschaffen, sagst Du!? Nein, dadurch allein wächst es an anderer Stelle einfach nach. Einfach mehr Gutes tun, meinst Du? Wäre schön, wenn das hilft, aber auch dann wächst das Militär irgendwo einfach nach.

Geld, die mächtigste Waffe

Die Frage ist nämlich: Wieso braucht es überhaupt ein Militär überall? Um den Bösen zu schlagen? Nein, dafür gibt es das Militär nicht. Denn das Militär ist ja schon das Instrument des Bösen.

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Tagesdosis 2.2.2019 – Soziale Ungleichheit und Demokratieabbau – ein explosives Gemisch | KenFM.de

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04-02-19 10:31:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Hilfsorganisationen Oxfam und Transparency International haben in den vergangenen Tagen Zahlen veröffentlicht, die zwei der wichtigsten und gefährlichsten Trends unserer Zeit belegen.

Oxfam hat im alljährlichen Bericht zur Entwicklung der sozialen Ungleichheit festgestellt, dass die weltweite Einkommens- und Vermögensschere stärker auseinanderklafft als jemals zuvor. Während eine winzige Anzahl von etwas über 2.000 Milliardären ihren Reichtum im vergangenen Jahr um 12 Prozent steigern konnte, musste die ärmere Hälfte der Menschheit in dieser Zeit einen Vermögensverlust von 11 Prozent hinnehmen. Damit hat das globale Gefälle zwischen Arm und Reich einen historischen Höchststand erreicht.

Transparency International kommt im jährlich veröffentlichten „Korruptionsindex“ zu der Schlussfolgerung, dass wir es weltweit mit einer Zunahme der Korruption und daher mit einer „Krise der Demokratie“ zu tun haben. Vergleicht man die diesjährigen Zahlen mit denen vergangener Jahre, lässt sich allerdings eher von einem fortschreitenden Abbau der Demokratie und einer Zunahme autoritärer Regimes sprechen.

Jeder dieser Trends enthält für sich gesehen bereits erheblichen sozialen Sprengstoff. Noch explosiver wird er, wenn man die ursächliche Beziehung zwischen beiden herstellt: Dass nämlich der Abbau der Demokratie in erster Linie eine Folge der Rettung eines Systems ist, das nur einer Minderheit nützt, der Mehrheit dagegen zunehmend schlechtere Lebensbedingungen aufbürdet.

Die von der Finanzindustrie beherrschte Weltwirtschaft wird in unserer Zeit nur noch von einem einzigen Motor getrieben: Dem Verlangen ultrareicher Investoren nach immer höheren Renditen. Industriewaren werden nicht hergestellt, um die Versorgung der Menschen sicherzustellen, sondern dienen ausschließlich dazu, die Gewinne von Hedgefonds, internationalen Großbanken oder anderen multinationalen Finanzeinrichtungen zu sichern und zu erhöhen.

Der Lebensstandard der überwiegenden Mehrheit der Weltbevölkerung hängt damit von den finanziellen Erwägungen einer winzigen Minderheit ab, deren Macht in den vergangenen zehn Jahren erheblich zugenommen hat.

Wie die Zahlen von Oxfam einmal mehr beweisen, sind die gewaltigen Summen, durch die das System nach der Krise von 2007/2008 gerettet und am Leben erhalten wurde, fast ausschließlich der ultrareichen Elite zugute gekommen, während der Lebensstandard der Mehrheit arbeitender Menschen – insbesondere durch die von der Politik angeordnete Austerität – gesenkt worden ist.

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Tagesdosis 1.2.2019 – Berlin und EU schleimen sich ein bei Trump | KenFM.de

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01-02-19 02:14:00,

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Redaktioneller Hinweis: Der Podcast für die heutige Tagesdosis wird in Kürze nachgereicht !

Sehnsucht nach starkem Mann aus Washington.

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Nur wenige Tage nach Bekanntwerden, dass Trump sich vergangenes Jahr bei seinen Beratern mehrmals darüber geäußert hatte, aus der NATO aussteigen zu wollen, sah sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen genötigt, am 18. Januar dieses Jahres schnell einen Artikel in der „New York Times“ zu veröffentlichen(1). In dem hat sie versucht, den von ihr als ungehobelt angesehenen Blondschopf im Weißen Haus mit den wenigen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu umgarnen. So schwafelte sie über die abgedroschene Phrase der „gemeinsamen Werte“, warnte vor den gemeinsamen Erbfeinden, vor allem vor dem bösen Russen Putin und der gelben Gefahr in Asien und bedankte sich dann überschwänglich bei den USA und der NATO, die uns die deutsche Einheit beschert haben.

Komisch, wie man sich irren kann. Ich habe immer geglaubt, es wären die Russen gewesen, die die deutsche Einheit ermöglicht haben, als sie sich ohne Zwang und aus freien Stücken aus der DDR und Osteuropa zurückgezogen haben, gegen das hochheilige abgegebene Versprechen der Amerikaner, die NATO nicht nach Osten zu expandieren. Aber wahrscheinlich täuscht mich auch da mein Gedächtnis, denn die NATO und die Amis und auch die deutsche Bundeswehr stehen jetzt mit ihren Panzern an der Grenze Russlands. Naja, irgendwie müssen wir ja unsere liberale Ordnung gegen diese autoritären Bösewichte aus den sibirischen Urwäldern verteidigen.

Wenn unsere Politiker dermaßen unbeschwert bekannte Tatsachen auf den Kopf stellen, wie das Flinten-Uschi mit ihrem einschleimenden Kommentar in der New York Times getan hat, dann werden die Hofschranzen in den Konzern und Regierungsmedien erst recht versuchen, mit ihren eigenen fake news Narrativen die offiziellen Geschichtsfälschungen noch zu übertreffen. Wer unbedingt ein Brechmittel braucht, dem sei die Lektüre der stark emotionalen Liebeserklärung der Dame von den Leichen an die NATO, an die USA und vor allem an Trump zu empfehlen. Das treibt einem die Schamesröte ins Gesicht.

Offensichtlich haben die Berichte über Trumps Gedankenspiele,

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Tagesdosis 29.1.2019 – Die Abschaffung der Meinungsfreiheit ist alternativlos? | KenFM.de

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29-01-19 03:19:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Die Meinungsfreiheit sei „schlechthin konstituierend für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung“ befand 1958 das Bundesverfassungsgericht. Während die Meinungsfreiheit in Deutschland ein Abwehrrecht jedes Menschen gegen Staatseingriffe ist, er muss nicht einmal Staatsbürger sein, geht die Garantie der „Pressefreiheit“ noch ein Stück weiter. Der Staat darf sich einerseits nicht in die Aktivitäten der Medien einmischen, aber er muss andererseits die Existenz der Institution „Freie Presse“ garantieren.

Ohne Meinungsfreiheit (besser ist der amerikanische Begriff Redefreiheit) keine Demokratie. Ohne funktionierende Medien kann die Meinungsfreiheit nicht zur gesellschaftlichen Realität werden. Der Meinungskampf, der Disput auf dem Marktplatz der Ideen, ist darauf angelegt, andere zu überzeugen, Anhänger zu gewinnen, die Wirklichkeit zu gestalten.

Mit der Meinungsfreiheit ist es wie mit der Demokratie. Klingt gut, ist in Wahrheit aber aus der Sicht der Herrschenden viel zu gefährlich, als dass man sie ernsthaft in Erwägung ziehen würde. Da ist Informationsmanagement gefragt. Wenn jeder mitreden darf, warum sollten dann die 99%  akzeptieren, dass 1% fast alles besitzen? Wenn jeder seine Meinung äußern darf, dann gibt es keine Kontrolle, wie sich die Gesellschaft entwickelt. Am Ende kommt dann das Wahlvieh noch auf die Idee, dass es keine Hirten braucht, sondern eigene Weidefläche. Und dann, Gott bewahre, taucht plötzlich beim Grasen in der Herde diese Idee von der Abschaffung der Schlachthöfe auf. Nicht auszudenken.

Da heißt es eingreifen. Zum Schutz der Herde vor sich selbst. Sagen die Hirten. Deswegen wird der Herde gebetsmühlenartig eingebleut, dass alle Entscheidungen von den Hirten getroffen werden müssen, weil die Herde damit überfordert sei. Die Herde darf nur auswählen, wie die Hirten heißen, die zum Schlachthof geleiten, wenn es um die Wurst geht.

Und damit keine aufrührerischen Ideen diskutiert werden, gibt es die realexistierenden Medien. Sie gehören Konzernen. Deren Hauptinteresse ist einerseits Geld und andererseits noch mehr Geld. Vielfalt der Ansichten, ein Meinungskampf, grundsätzliche Überlegungen sind da nicht so zielführend, es geht mehr um die Zementierung der bestehenden Verhältnisse. Die Bevölkerung erfährt: Die Verhältnisse sind wie sie sind: bestmöglich und alternativlos. Merkwürdig. Warum wurden ab dem 18. Jahrhundert in den Monarchien umstürzlerische Ideen diskutiert,

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Tagesdosis 28.1.2019 – Der nächste Putsch made in USA | KenFM.de

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28-01-19 03:43:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Wirtschaftsblockaden, Umsturzversuche, Agententum, paramilitärische Infiltration und nun ein von den USA und ihren imperialen „Verbündeten“ der EU mitgetragener Putsch: Das von USA-hörigen Kapitaldiktaturen umzingelte Venezuela steht möglicherweise vor dem Rückfall in die postkoloniale Zeit.

Was ist aktuell passiert? Nach Unruhen, vorgezogenen Wahlen und einem Attentat auf Staatschef Nicolás Maduro im vergangenen Jahr ernennt sich Oppositionsführer Juan Guaidó am Mittwoch selbst zum neuen Präsidenten Venezuelas. Wenig später erkennt ihn US-Präsident Donald Trump an. Die EU zieht nach, stellt ein irrwitziges „Ultimatum“: Sollte es bis kommende Woche keine Neuwahlen geben, gelte der Selbstermächtigte auch für sie als neues Staatsoberhaupt.

Die USA drohen schließlich ganz offen den ultimativen Raubzug gegen das Land an, das dreimal größer als Deutschland ist, aber nur über gut ein Drittel  der Einwohner verfügt. Man werde Venezuelas Einnahmen aus dem Öl beschlagnahmen und an Putschführer Guaidó umleiten, verkündete Trump. Es geht vor allem um Citgo, eine in den USA aktive Tochtergesellschaft des venezolanischen Staatsunternehmens PDVSA. Da gibt es nur eine Krux: 2016 hatte Venezuela den russischen Staatskonzern Rosneft im Zuge einer Schuldentilgung für Importe zu knapp 50 Prozent an Citgo beteiligt.

Venezuela ist vom Kapital begehrt. Nicht nur, dass das Land seit der Wahl von Maduros Vorgänger im Jahr 1999, dem Sozialisten Hugo Chavez, um Unabhängigkeit vom imperialistischen Block kämpft. Es verfügt auch über die wohl weltweit größten Ölvorkommen. Ein Schelm, wer geglaubt hatte, die USA ließen sich ein derartiges Riesengeschäft entgehen. Dazu brauchen sie geeignete Marionetten.

Vor allem aber benötigen die Vereinigten Staaten Geld, um ihre Kriege zu finanzieren. Mit mehr als 20 Billionen Dollar sind sie verschuldet. Ihre Vormachtstellung beruht zunehmend auf Plünderungskriegen mit ihren NATO-Verbündeten der EU. Mehr als 700 Milliarden US-Dollar fließen jährlich in ihren Rüstungsetat. Derweil breiten sich in ihrem Inneren die Slums aus. 50 Millionen Menschen – das ist etwa jeder siebte US-Bürger – sind auf Lebensmittelkarten angewiesen. Hunderttausende Familien mit Kindern sind obdachlos.

Die Gegner des venezolanischen Staatschefs, inklusive der westlichen Medien, gründen ihr „Bekenntnis“ zu Maduros Widersacher Guaidó auf folgendes: Misswirtschaft,

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Tagesdosis 26.1.2019 – Macrons Alptraum – Gelbwesten-Proteste in den ehemaligen Kolonien | KenFM.de

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26-01-19 03:05:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die anhaltenden Proteste der Gelbwesten in Frankreich dürften dem französischen Präsidenten Macron bereits schlaflose Nächte bereiten. Das für ihn schlimmste Alptraum-Szenario aber dürfte sich dann entfalten, wenn diese Proteste auf die ehemaligen afrikanischen Kolonien seines Landes überspringen sollten.

Obwohl sie offiziell in den sechziger Jahren in die Unabhängigkeit entlassen wurden, konnten sich diese Länder nie aus der Umklammerung ihrer ehemaligen Kolonialherren lösen und dienen der französischen Finanz- und Industrieelite mit ihren Rohstoffen (insbesondere Erdöl, Erdgas und Mineralien) und ihren ultra-billigen Arbeitskräften nach wie vor als wichtige und – wie im Fall des Urans für die Atomindustrie – unverzichtbare Einnahmequelle.

Der Unterschied zwischen der Kolonialära und der Gegenwart besteht einzig und allein in der Art der Unterdrückung. Wurde früher fast ausschließlich militärische Gewalt angewandt, so ist es heute vor allem die unsichtbare Macht des Geldes, mit der die Ex-Kolonien in Abhängigkeit und der überwiegende Teil ihrer Bevölkerung in Armut gehalten werden.

Hier der Hintergrund:

Im Dezember 1945 wurde im Rahmen der Ratifizierung des Bretton-Woods-Abkommens in fast allen französischen Kolonien Afrikas, den „Colonies Françaises d‘Afrique“, der CFA-Franc eingeführt. Bis heute ist er in folgenden 14 Staaten Landeswährung: Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Bis 1998 war der CFA-Franc zu einem festen Wechselkurs an den französischen Franc gebunden, seitdem ist er starr an den Euro gekoppelt. Die Mitgliedsländer der CFA-Franc-Währungszone, die rund zwei Drittel ihres Außenhandels mit Ländern der Euro-Zone abschließen, sind außerdem verpflichtet, mindestens 50 Prozent ihrer Devisenreserven und ihr gesamtes Gold bei der EZB zu hinterlegen.

Da die CFA-Franc-Länder keinen Zugriff auf diese Reserven haben, können sie den Wechselkurs ihrer Währung nicht eigenständig ändern und sind bei Geldknappheit auf Kredite angewiesen.

Der von Frankreich mit dem CFA-Franc eingeführte freie Kapitalverkehr hat dazu geführt, dass französische Konzerne wie zum Beispiel der Energieriese Total ihre Gewinne ungehindert abziehen und in die Heimat transferieren können. Auch die Gründung zweier CFA-Franc-Zentralbanken in Kamerun und Senegal in den sechziger Jahren hat an der Abhängigkeit der Ex-Kolonien nichts geändert,

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Tagesdosis 25.1.2019 – Die „spätrömische“ Dekadenz im deutschen Mediengeschäft | KenFM.de

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25-01-19 02:03:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Jüngste Analysen haben den Trend erneut bestätigt. Die sich selbst als Qualitätsmedien bezeichnenden öffentlich-rechtlichen Propagandaorgane der „neo-liberalen Ordnung, haben auch im letzten Jahr weiter an Glaubwürdigkeit und damit auch an Lesern, Zuschauern und –hörern verloren. Bei den privaten Medienkonzernen ist die Lage nicht viel besser. Ihr unstillbarer Drang, die politischen und gesellschaftlichen Vorgaben der Geld- und Politeliten als der Wahrheit letzter Schluss zu verkaufen, stößt bei der Masse der wirtschaftlich und sozial gebeutelten Unterschicht zunehmend auf taube Ohren.

Zugleich erzeugen die medialen Belehrungen, dass „die da oben“ besser wissen, was gut ist für die da unten“, im Volk immer größere Wut. Das gilt erst recht, wenn diverse Sprechköpfe den Malochern weiß machen wollen, dass sie ihren Gürtel enger schnallen müssen, während die „bessere“ Gesellschaft die gesamten volkswirtschaftlichen Einkommenszuwächse absahnt und ostentativ in Saus und Braus lebt. Vor diesem Hintergrund wenden sich immer mehr Menschen von den „Qualitätsmedien“ ab und alternativen Medien zu, wo sie noch kritisch hinterfragenden Journalismus finden, der sich wohltuend vom politisch korrekten, staatstragenden Einerlei abhebt.

Zunehmend irritiert verfolgen Politiker und Vertreter der Mainstream Medien, wie ihnen ihre manipulativen Felle davonschwimmen. Auf diese Entwicklung reagieren sie in der Regel mit Schaum vor dem Mund. Dabei wenden sie einen unter Straßenräubern beliebten Trick an. Wenn von denen einer beim Klauen erwischt wird, dann rennt er laut schreiend davon und brüllt „Haltet den Dieb“. Ein jüngstes Beispiel dafür hat der Qualitätsjournalist und Vorsitzende des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV), ein gewisser Herr Frank Überall geliefert, als er wohlwissend falsches Zeugnis ablegte und Russia Today Deutsch öffentlich wegen Sachen beschuldigte, die er selbst betreibt, nämlich fake news verbreiten.

Hintergrund dieser Geschichte ist, dass sich der 2014 auch in Deutschland auf YouTube gestartete russische Nachrichtensender RT-Deutsch wegen geänderten Bestimmungen um eine reguläre Rundfunklizenz bemühen muss. Wegen seiner vielseitigen Berichterstattung, die oft im Widerspruch zu dem im Mainstream servierten, politischen geschönten Einheitsbrei steht, gehört RT-Deutsch wohl zu den von westlichen „Qualitätsjournalisten“ meist gehassten Sendern, denn zur herrschenden Meinung gibt es für Leute wie Überall keine Alternative.

Nur so ist zu erklären,

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Tagesdosis 24.1.2019 – Ressentiments, Realitäten und eine Studie | KenFM.de

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24-01-19 02:27:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Funktionieren die Menschen, in dem Falle: die Bürger eines Landes, nicht so wie es entsprechende Institutionen, Milliardäre und Politiker erwarten, kommt sehr gerne die “Allzweckwaffe der Studie” ins Spiel. Wichtig dabei, sie muss repräsentativ genannt sein.

Passend, also pünktlich zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos kursiert eine vermeintlich aussagekräftige Umfrage in den Medien. Der europäische Rechtsruck ist demnach auch in Deutschland zu verorten.

Die Zeitung Die Welt informiert, Zitat Anfang: Die Deutschen sind im vierten Jahr nach der Grenzöffnung von 2015 skeptischer gegenüber Migration als andere. Sind neue Zuwanderer gut für Ihr Land?“, wurden die Deutschen in einer internationalen Umfrage gefragt. Lediglich 48 Prozent bejahten die Frage. Zitat Ende. (1)

Ja, schlechtes Gewissen soll mal wieder vermittelt werden. Die Studie wurde vom Weltwirtschaftsforum in Auftrag gegeben, das bei seinem aktuellen Milliardärs Meeting dieser Woche folgendes Motto gewählt hatte: „Globalisierung 4.0: Gestaltung einer globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution“.

Worum geht es in Davos, in der Schweiz?:Zitat boerse.ARD.de: Sogenannte Entscheider und Vordenker, Politiker, Banker, Wissenschaftler, Hedge-Fonds-Manager und andere Mitglieder der internationalen Finanzelite können sich dort öffentlich oder privat austauschen und natürlich auch über das Geschäft reden.– sie netzwerken. (2)

Nein, das klingt nicht gut für den kleinen „Normalbürger“. Zurück zur Studie. Das dem Spiegel zugehörige Bento Portal geht mit den neuen Erkenntnissen in die Info-Offensive, Zitat: 10.000 Leute weltweit gefragt: Soll man anderen Ländern helfen? Keiner war so dagegen wie die Deutschen. Nein, „so ein Blödsinn“ waren nicht die nächsten Worte. Die lauteten: Die Welt wächst zusammen – aber Deutschland will nicht mitwachsen. (3)

Sind das jetzt Ressentiments gegenüber den eigenen Mitbürgern, oder kritikwürdige Realitäten? Realitäten, also Fakten sollten auf Glaubwürdigkeit basieren. Betrachtet man diese Studie im Original erfährt man auf Seite 3 folgende Zahlen: Es wurden demnach in 29 Ländern 10.069 Menschen, bei aktuell 7,63 Milliarden Erdenbürgern, befragt. Davon in Europa 1474 Personen und davon wiederum beeindruckende….315….

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Tagesdosis 23.1.2019 – Wegmachen, bitte! | KenFM.de

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23-01-19 05:42:00,

Die Jusos wollen Abtreibungen bis zum neunten Schwangerschaftsmonat legalisieren.

Ein Kommentar von Madita Hampe.

Die SPD ist tot. Fast tot zumindest, könnte man meinen, wenn man sich die Umfragewerte der Partei ansieht, die manch sozialdemokratisches Urgestein noch immer — hinter vorgehaltener Hand oder vielleicht auch nur so im Spaß — als „Volkspartei“ bezeichnet. 15 Prozent laut aktueller Forsa-Umfrage (1) erntet sie dafür, dass sie in den letzten beiden Jahrzehnten fest im Zement des neoliberalen Blocks verwachsen ist. Der einzige Strohhalm, an den sie sich wie ein Ertrinkender noch zu klammern scheint, ist die öffentliche Aufmerksamkeit. Wenigstens diese pflegt sie; wie auch kurz vor Weihnachten, als die SPD-Jugendorganisation forderte, Abtreibungen bis zum 9. Monat der Schwangerschaft zu legalisieren.

Mit der geforderten ersatzlosen Streichung der Paragrafen 218 und 219 im Strafgesetzbuch würde nicht nur die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche legalisiert, sondern auch die Abtreibung über die Dauer der gesamten Schwangerschaft. Das bedeutet: Bis zum Tag vor der Geburt. Angenommen wurde dieser Beschluss mit großer Mehrheit auf dem Bundeskongress der Jusos Anfang Dezember in Düsseldorf. Insbesondere anhand der Worte der jungen Delegierten Sabrina Simmons wird klar, dass unter dem Deckmantel der Frauenrechte zumindest bei einigen Jusos eine tiefe Verachtung für ungeborenes Leben steckt:

„Wir müssen für etwas einstehen, für die Lebenden, für die Frauen und nicht für irgendwelche Ungeborenen“ (2).

Für sie scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, ungeborenes Leben nicht zu den Lebenden zu zählen. Die Bezeichnung „irgendwelche Ungeborenen“ zeigt, was für ein entfremdetes Verhältnis man zu einem vollständig entwickelten Fötus haben kann. Eigentlich könnte man meinen, dass es sich bei Abtreibungen in einem so fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft um eine wenig abstrakte Angelegenheit handelt — deutlich weniger abstrakt als beispielsweise der Krieg in Syrien, dessen Ausmaße man sich hier im sicheren Westen nur schwer vorstellen kann.

Doch sonderlich viel Empathie scheinen die Jusos nicht zu haben, wenn sich die Mehrheit des Kongresses für die Angebote von Frau Simmons entschied, deren Rede nebenbei auch noch eindeutig falsche „Tatsachen“ enthielt. In Bezug auf ihre „irgendwelchen Ungeborenen“ führte sie aus: „ … die haben vorher einfach keine Rechte“. Nein, das stimmt so nicht. In Artikel 1, Absatz 1 Grundgesetz steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und nicht: Die Würde des geborenen Menschen ist unantastbar.

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Tagesdosis 22.1.2019 – JFK, RFK, MLK, Malcolm X | KenFM.de

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22-01-19 11:00:00,

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Eine neue Petition an den US-Kongress fordert die Aufklärung von vier politischen Morden in den 1960er Jahren.

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Seit 1986 ist in den Vereinigten Staaten an jedem dritten Montag im Januar „Martin Luther King Day“, ein staatlicher Feiertag, der an den 1968 erschossenen Bürgerrechtler und gewaltfreien Kämpfer gegen die Rassentrennung erinnert. Für den Mord an King, der am 15. Januar 90 Jahre alt geworden wäre, wurde der vorbestrafte und aus dem Gefängnis ausgebrochene James Earl Ray verurteilt, der auf Anraten seines Anwalts um die Todesstrafe zu vermeiden die Tat zuerst gestand, dann aber sein Geständnis widerrief und bis zu seinem Tod im Gefängnis 1998 vergeblich versuchte, eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. Das „House Select Committee on Assassinations“, ein Ermittlungsauschuss des US-Kongresses, der 1979 die Ermordung von John F. Kennedy und seines Bruders Robert F. Kennedy untersuchte, nahm auch die Umstände des Mordes an Martin Luther King unter die Lupe. Und kam wie im Fall JFK zwar zu dem Ergebnis, dass eine Verschwörung mehrerer Täter dahinter steckte, hielt aber James Earl Ray weiter für den Todeschützen. Es schenkte seiner Geschichte, dass ein Mann names „Raul“ ihn für den Kauf des Gewehrs und zur Anmietung des Zimmers gegenüber von Kings Hotelbalkon bezahlt hätte, keinen Glauben.

Erst 1993 kam sein Fall wieder in die Schlagzeilen, als Loyd Jowers, ein ehemaliger Polizist und Besitzer des gegenüber liegenden Grillrestaurants, der Ray ein Gästezimmer vermietet hatte, in der TV-Sendung Prime Time Live eine höchst brisante Aussage machte. Ein mit der Mafia verbundener Geschäftsmann aus Memphis, Frank Liberto, habe ihm über einen Kurier 100.000 Dollar gezahlt, um bei dem Mord zu helfen. Einen Tag zuvor sei ihm von einem Mann namens »Raul« ein Gewehr gebracht worden. Zur Mordzeit habe er die Hintertür seines Restaurants, die auf einen mit hohen Büschen bestandenen Hof führte, offen gelassen. Diese Büsche waren von etlichen Augenzeugen als der Standort des Schützen ausgemacht worden. Sie wurden am Tag nach dem Mord von der Polizei Memphis entfernt. Nach dem Schuss auf King sei das noch rauchende Gewehr an seiner Hintertür abgelegt worden,

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Tagesdosis 21.1.2019 – Arme haben freie Wahl: Hamsterrad oder Hungerstrafe | KenFM.de

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21-01-19 12:12:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Mit leistungslosen Einkommen hat die politische Klasse in Deutschland kein Problem. Diese betrugen laut Sachverständigenrat der Deutschen Wirtschaft bereits vor zehn Jahren mehr als eine halbe Billion Euro pro Jahr – Tendenz steigend. Mehr als ein Drittel jedes Kaufpreises einer jeden Ware geht für die Dividenden, Pachten und Zinsen der Reichen drauf. Mit großzügigen Aufträgen für Rüstungs- und Luxusprojekte wirft die Politik ihrer Klientel die Moneten in den Rachen. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall etwa kassiert jährlich sieben- bis achtstellige Summen für den Betrieb des Gefechtsübungszentrums Altmark in Sachsen-Anhalt, inklusive der Kriegsübungsstadt „Schnöggersburg“. Milliardengräber wie Stuttgart 21 und die Endlos-Flughafen-Baustelle BER lassen grüßen. Bei Cum-ex-Geschäften sieht die Politik weg. Milliarden sickern jährlich in einen monströsen Überwachungsapparat und in Subventionstöpfe der Großkonzerne.

Ganz anders geht das Machtinstrument der herrschenden Klasse namens Staat mit den Lohnabhängigen und soloselbständigen Überlebenskünstlern um. Wer nicht reich genug ist, um andere für sich arbeiten zu lassen, hat nur ein Recht: Er muss tagein, tagaus im Hamsterrad laufen, um die Kapitalmaschine am Rotieren zu halten. Wer aus der Tretmühle fällt, hat unter Androhung der Existenzvernichtung alles zu tun, um in ihr wieder Fuß zu fassen. Zu jedweden Bedingungen, versteht sich. Oberstes Ziel auf dem begrenzten Planeten ist ewiges Wirtschaftswachstum. Profite müssen in die Taschen der Kapitaleigner sprudeln, koste es, was es wolle. Die aus der Profitmaschine Outgesourcten haben gefälligst untertänig zu kriechen. Ansprüche stellen dürfen sie nicht. Man gönnt ihnen nicht den Brotkanten und das Dach über dem Kopf.

So ging es letzten Dienstag vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe um die Frage: Wie hoch ist eigentlich das Minimum vom Minimum für die pure Existenz der Armen? Und: Kann ein Sklave im spätkapitalistischen Arbeitslager seine Existenz verwirken? Kann er, nämlich dann, wenn er sich nicht vollständig in dieses integriert. Anders kann man die Stellungnahme von Ulrich Karpenstein nicht verstehen. Karpenstein gehört der von der Bundesregierung beauftragten Anwaltskanzlei „Redeker Sellner Dahs“ an.

In Karlsruhe verhandelten die Verfassungsrichter eine Beschlussvorlage des Sozialgerichts Gotha. Nach dessen Ansicht verstoßen Hartz-IV-Sanktionen gegen die Grundrechte auf Menschenwürde,

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Tagesdosis 19.1.2018 – Deutsche Bank: Ein Lehrstück in Banker-Moral | KenFM.de

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19-01-19 02:48:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der Begriff „Boni“ kommt im Wortschatz der Deutschen Bank nicht vor. Stattdessen spricht man hier von „variabler Vergütung“, die vor allem „Topmanagern mit Gestaltungsauftrag“ gezahlt wird.

Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, soll die variable Vergütung in diesem Jahr etwas mehr als zwei Milliarden Euro betragen.

Wer glaubt, dass diese Summe für erfolgreiche Arbeit gezahlt wird, der irrt: Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist 2018 um 56 Prozent abgestürzt, Aktieninhaber haben in diesem Zeitraum mehr als die Hälfte ihres Geldes verloren.

Ein solches Missverhältnis ist bei der Deutschen Bank nicht neu: In den Jahren 2015 bis 2017, in denen das Geldhaus einen Verlust von 9,75 Milliarden Euro einfuhr, zahlte es Boni in Höhe von 5,3 Milliarden Euro aus.

Geht man noch etwas weiter in der Zeit zurück, werden die Zahlen noch extremer: Seit 2010 – in der Zeit also, in der die Deutsche Bank nach Aussagen des IWF wegen des Eingehens immer höherer Risiken zur „systemisch gefährlichsten Bank der Welt“ geworden ist – wurden Boni in Höhe von insgesamt 19,4 Milliarden Euro ausgezahlt.

Wer das noch nicht als empörend empfindet, dem helfen vielleicht folgende Zahlen: Ein Großteil der Personen, die diese 19,4 Milliarden Euro zusätzlich zu ihrer Grundvergütung bezogen haben, sind für Marktmanipulationen verantwortlich, die gerichtlich verfolgt wurden und für die die Deutsche Bank allein im Zeitraum von März 2012 bis zum Juli 2018 Strafzahlungen in Höhe von 14 Milliarden Euro leisten musste.

Wer als arbeitender Mensch an dieser Stelle geneigt ist, sich angewidert abzuwenden, der sei daran erinnert, dass die Politik die Deutsche Bank 2008 für „too big to fail“ erklärt hat und ihn als Steuerzahler im Falle ihres Zusammenbruchs mit Sicherheit per Bail-out zur Kasse bitten wird – da das mittlerweile eingeführte Bail-in nicht einmal annähernd ausreichen würde, um die Löcher in der Bilanz der größten deutschen Bank zu stopfen.

Sollte jemand angesichts dieser haarsträubenden Fakten meinen, die Deutsche Bank habe in den vergangenen Jahrzehnten möglicherweise ihren moralischen Kompass verloren, so sei ihm zur Korrektur dieser Einschätzung ein kurzer Blick auf ihre Geschichte empfohlen:

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 feuerte die Deutsche Bank umgehend ihre jüdischen Vorstandsmitglieder,

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Tagesdosis 18.1.2019 – Die Ausgegrenzten. Die Medien gehen allzu freigiebig mit dem Begriff „Nazi“ um. | KenFM.de

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18-01-19 05:33:00,

Ein Kommentar von Roberto De Lapuente.

(!) Hinweis der Redaktion: Liebe Community, leider entfällt heute die Audioversion zum nachfolgenden Text. Dies wird aber in Kürze nachgeholt. Wir bitten um Verständnis. Euer KenFM-Team.

Letzte Woche war sich die halbe Republik einig: Nazis will keiner haben — sie sollen raus. Aus Deutschland. Aus den Köpfen. Wo immer sie eben drin sind. Weg mit denen! Ungewollt angeleiert wurde die Diskussion von der ZDF-Reporterin Nicole Diekmann. Diese hatte am Jahresanfang genau jene Worte getwittert und wurde prompt mit einem Shitstorm ins neue Jahr begrüßt. Sie bekam es leider mit Beschimpfungen, Vergewaltigungs- und Todesdrohungen zu tun.

Vorab muss man wohl bei jeder kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema eine Selbstverständlichkeit voranstellen: Nein, nichts rechtfertigt solche Reaktionen. Und die folgende Kritik an Diekmann und Kollegen entschuldigt solche Handlungen mit keinem Stück.

Der Hashtag #nazisraus wurde in den folgenden Tagen zum Tweet der Anständigen, Zehntausende Follower wiederholten die zwei Worte in Tweets und Posts. Auch prominente Anständige waren mit von der Partie. Ralf Stegner und Heiko Maas zum Beispiel. Bodo Ramelow nutzte seine 280 Zeichen für eine Kurznachricht, um den Hashtag in Dauerschleife zu wiederholen. Die Tagesschau und das Deutschlandradio solidarisierten sich ebenso mit der Angestellten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und stellten nochmal klar, auch sie wollen Nazis draußen haben.

Die Nazis: Auch Gebührenzahler!

Aber wer sind diese Nazis eigentlich? Im Grunde handelt es sich bei ihnen um eine historische Entität. Die dazugehörige Ideologie findet man heute so bestenfalls nur noch in Versatzstücken. Man benutzt den Begriff „Nazi“ aber weiterhin. Er steht für einen rückständigen Menschen, für Rassisten und Blockwarte, für Sexisten oder Leute, die gewisse liberale Vorstellungen nicht pflegen wollen. Gemeinhin benutzt man das Wort also für Personen, die eine andere (Lebens-)Einstellung haben als man selbst.

Übersetzt muss man Diekmanns kurzen Tweet demnach so lesen: AfD raus! Oder: Illiberale raus! Oder vielleicht auch: Wer nicht so tickt wie ich in gewissen Fragen des Lebens, Alltags, der Sexualität und Gesellschaft insgesamt, der soll bitte nicht wieder reinkommen und draußen bleiben.

Hier offenbart sich ein ziemlich großes Problem, das in der Debattenkultur der allgemeinen Solidaritätsstimmung gar nicht zur Sprache kam: Wenn es gar nicht um historische Nazis mit Runen an der Kappe oder um Neonazis mit Schweißperlen auf der Fleischkappe geht,

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Tagesdosis 17.1.2019 – Ressentiments, Realitäten und ein Tatort | KenFM.de

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17-01-19 07:02:00,

ich poste das hier nochmal, weil mein heute geposteter text nicht unter 8.8.2018 tagesdosis erscheint, zu dem er direkt gepasst hätte. hierhin passt er aber auch. die themen sind ja alle ineinander verzahnt:

hier der text:
gesinnungspolizei, stasi 2.0, ja kenne ich gut:

hier eine antwort an einen “linken”, der einen alten bekannten auf facebook gesinnungstechnisch in die enge getrieben hat.
zuerst ging es natürlich um die flüchtlingsfrage und diesen allgegenwärtigen “neo-rassismus-totschlag-vorwurf” (das und das darfst du aber nicht sagen) –
meine antwort an ihn:
ich habe selber festivals für flüchtlinge in der documenta-halle z.b. veranstaltet und dabei viel geld eingesetzt (schon 1996, was war da mit dir, hast du da geschlafen?).
was bin ich von einigen super”linken” „superprofi“-künstlern dafür angefeindet worden. „bah flüchtlinge, bah liebe“ (“odyssee love hotel” hiess meine 16-tägige ausstellungs-inszenierung).
ich habe damals kein geld an diesen menschen verdient, im gegenteil, weit über 100.000 in diese veranstaltung, die auch einen neugesellschaftlichen weg der selbstorganisation beschrieb, investiert.

ich finde, man darf solche tollen leute wie …. nicht so unverschämt in die enge treiben, wie du das tust. deswegen überhaupt meine kritische adresse an dich. unmöglich, deine art.

auch falsche narrative weiterzugeben, weil sie vermeintlich links sind, schadet uns nur z.b. als “aufstehen” (denn ich bin ein alt-linker/neu-ganzheitlicher, immer schon und habe mich nicht gemein gemacht mit der corporate identity dieser ganzen corporations).
zur zeit bereiten wir einen live-sender zur kritischen kommentierung und der möglichen kooperation mit der neuen bewegung “aufstehen” vor u.a. z.b.

also, daß sowohl die deutschen als auch die flüchtlinge verkauft, ausgebeutet und zerstört werden, ist ja wohl klar.
wir haben alle den gleichen gegner.

du läufst mit so einem pseudolinken gehirnwäscheansatz rum, daß es einen graut.
du erzählst wirklich alles so wieder, wie die regierung, die medien, die globalisierer-think-tanks es vorgeben (ich hab selber bei solchen gruppen in der mitte des geschehens, wie wallraff, investigativ recherchiert und gearbeitet und weiss, wie es innen aussieht. ich muss da nicht raten).

deine “spirit”-ausstellung z.b. war grosse klasse. sowas machen wir auch. und wir machen kunstprojekte zur selbstorganisation und basisdemokratie und arbeiten mit dem flüchtlinge ausbildeneden bürgerzentrum zusammen und waren überhaupt die ersten,

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Tagesdosis 16.1.2019 – Die Freiheit der Andersdenkenden | KenFM.de

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16-01-19 02:48:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Das Böse bekämpft man niemals, in dem man den Bösen bekämpft. Es gilt die Ursachen unmöglich werden zu lassen, die das Böse im Menschen entstehen lässt. Das Böse bekämpft man also nicht, in dem man einen Bösen bekämpft. Man bekämpft die Zustände, die in der Masse dafür stehen, dass sie einen Bösen gebiert.

Vor 100 Jahren wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erschossen. Spätestens seitdem gilt die Meinungsfreiheit als oberstes Gut in Deutschland. Und durch Rosa Luxemburg wissen wir, dass die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden miteinschließt und immer beide Freiheiten gleich bedeutend und gleich viel Wert besitzen. Der Physiker Hans Peter Dürr hat es mal so ausgedrückt: Die Gegenkraft ist nicht der Feind der Kraft. Diese Einsicht ist schon lange in den Begriff der Demokratie eingeflossen. Viele Menschen haben ihr Leben lassen müssen, weil sie dieses Gut verteidigt haben. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden letztlich wegen ihrer Freiheitsliebe getötet. Sie riefen die Bürger dazu auf, sich selbst zu bewaffnen, und somit sollten diese die wichtigen Posten in Berlin besetzen, damit das damalige Proletariat seine eigene Regierung ausruft. 

Was ist daraus heute geworden? Haben wir dazu gelernt? Sicher, es gab zwischen 1933 und 1945 eine Periode grausamster Gewalt und Unfreiheit der Andersdenkenden und Andersseienden. Aber, was ist eigentlich damit gemeint, wenn ich von Andersdenkenden höre oder den Begriff selbst verwende? Hier eine schlüssige Antwort zu bekommen, die dem gerecht wird, ist fast unmöglich, sobald man den Boden politisierter Frames betritt. Die allseits vorherrschende Meinung, zu dessen Politik man sich bekennt, muss eingehalten werden. Die Regel heißt: Verachte, wen wir alle verachten, übe an denen Gewalt aus, an denen sie gerechtfertigt ist, sei Dir gewiss, wenn du all unsere Vorsätze beachtest und danach sprichst, schreibst und dich dazu öffentlich bekennst, dann gehörst du fest zu uns. Wir sind die Guten und was wir tun, ist gut, richtig und gerecht. Unser Gutsein ist immer besser als das Gutsein aller anderen.

Orientiert nach diesem Guten darf auch Gewalt angewendet werden. Denn diese Gewalt ist die gute Gewalt.

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Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum sie nichts darüber erfahren | KenFM.de

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15-01-19 04:00:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Unbeachtet von den Relotius-Medien in Deutschland hat sich eine seit 58 Jahren diskreditierte, angebliche Verschwörungstheorie bewahrheitet. Dag Hammarskjöld, der wohl beste und integerste Generalsekretär, den die Vereinten Nationen jemals hatten, kam 1961 im Kongo nicht bei einem Flugunfall ums Leben, verursacht durch einen Pilotenfehler, sondern bei einem Mordanschlag auf ihn. Und, so muss man hinzufügen, nachdem Hammarskjöld die Notlandung seiner in Brand geschossenen schwedischen DC-6 wie durch ein Wunder überlebt hatte, wurde er von einer bisher unbekannten Person an der Unfallstelle erschossen. Hammarskjöld sollte sterben und die Lüge über die Ursachen seines Todes sollte in alle Zukunft leben.

So wie es geplant war, so hat es funktioniert. Bis heute. Und es wird noch ein bisschen länger funktionieren, weil die mediale Wagenburg, die sich selbst als deutscher Qualitätsjournalismus bezeichnet, wieder einmal etwas länger braucht, um sich einer Realität zu stellen, die nicht so gut in den NATO-Kram passt, wie Pflege und Aufzucht des neuen Feindbildes Russland.

Sowohl die Tat als auch das Schweigen in den Medien über die jetzt erfolgte Aufklärung sind kein Unfall, sondern Ausdruck einer Unfähigkeit des Problemkomplexes „Freier Westen“, sich seiner verlogenen Geschichte zu stellen.B

Nur ein Beispiel dafür, wie man in Sachen Hammarskjöld auf hohem Niveau an der Realität vorbeiberichten kann, ist der Artikel der FAZ anläßlich des Todes von Kofi Annan vom 1.8.2018 mit dem Titel „Ein Retter wie Dag Hammarskjöld wollte er werden“ der zutreffend beschreibt, dass Dag Hammarskjöld das große Vorbild Kofi Annans war. Hammarskjöld war und ist auch posthum die wohl wichtigste und einflussreichste Person der UN, gerade wegen seines schon immer dubiosen Todes. In dem FAZ Artikel ist kein Detail falsch, jede Meinungsäußerung vertretbar, sein fundamentaler Fehler ist, dass er angestrengt stets in die falsche Richtung schaut, dass er etwas ölig nach Komplimenten in den Think Tanks des Hegemons USA fischt, ohne jemals das große Ganze zu benennen, das diesen Fall umgibt. Und natürlich heißt es darin, Hammarskjöld „tragischer Tod“ sei „von Verschwörungstheorien umgeben“.

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Tagesdosis 14.1.2019 – Ganz Indien streikt, die Presse schweigt | KenFM.de

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14-01-19 01:18:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Extremer Billiglohn, brutale Arbeitsbedingungen, Elend und Kinderarbeit: Wer wissen will, wo ein Großteil unserer Kleidung und zahlreiches technisches Spielzeug produziert wird, blicke zum Beispiel nach Indien. Millionen von Menschen schuften dort wie Sklaven für den Wohlstand unserer westlichen Lebenswelt. Über die Armut in dem bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg von Europa kolonialisierten und bis heute wirtschaftlich ausgeplünderten Staat mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern wird oft berichtet. Nicht erwünscht sind dagegen Informationen über den Widerstand der indischen Bevölkerung gegen die Herrschenden. Vergangene Woche ereignete sich in Indien der vielleicht größte Streik der Geschichte. Doch niemand außer ein paar kleinen linken Blättern berichtete darüber.

Nach Angaben der Dachverbände der größten indischen Gewerkschaften, darunter kommunistische und reformistische sowie Frauenverbände, legten am vergangenen Dienstag und Mittwoch rund 200 Millionen Arbeiter zugleich ihre Arbeit nieder. Stillgestanden habe die Bahn und das Transportwesen, ein Großteil der Produktion, sogar Banken und staatliche Behörden, wie zuerst das Neue Deutschland (ND) berichtete.

200 Millionen – das ist mehr als ein Siebtel der Gesamtbevölkerung des einwohnermäßig zweitgrößten Staats der Welt. Die Streikenden haben massiven Repressionen getrotzt. Damit hatte die indische Regierung gedroht. Im südindischen BundesstaatTamil Nadu etwa kündigte sie gravierende Lohnkürzungen für Festangestellte an. Teilzeitbeschäftigten und Tagelöhnern drohte sie mit dem Verlust ihres Jobs.

Demnach richtete sich der Streik vor allem gegen die Änderung eines Gewerkschaftsgesetzes zugunsten der Industriellen, Aktionäre und Firmenbesitzer. Es erschwere Proteste und Organisation von Arbeitern massiv. Laut Tapan Sen von der Kommunistischen Gewerkschaft Indiens sorge das Gesetz „für sklavenähnliche Bedingungen“. Die indische Regierung begründete die Novelle ähnlich, wie einst der deutsche Altbundeskanzler Gerhard Schröder bei der Einführung der schikanösen Hartz-Gesetze: Man müsse das Wirtschaftswachstum beschleunigen.

200 Millionen, das sind 2,6 Prozent der heutigen Weltbevölkerung – so viele muss man erst einmal mobilisieren. Indischen Gewerkschaften ist das gelungen. Ein Weltereignis? Denkste. Denn während allzu häufig einzelne Gewalttaten durch die überregionale Presse gehen, herrschte absolute Funkstille über den Generalstreik. Das lag an der Ignoranz der großen Nachrichtenagenturen.

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Tagesdosis 12.1.2019 – Europäische Union: Ein geordnetes Ende kann es nicht geben | KenFM.de

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12-01-19 01:36:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die EU kommt nicht zur Ruhe. Frankreich wird seit Wochen von den Protesten der Gelbwesten erschüttert, in Großbritannien kämpft die Regierung May ums politische Überleben, mit der Unterstellung der Banca Carige unter die Zwangsverwaltung der EZB hat die italienische Bankenkrise einen weiteren Höhepunkt erlebt und Deutschland, der Wirtschaftsmotor der EU, befindet sich auf dem Weg in eine Rezession.

Gleichzeitig nehmen die Spannungen unter den Mitgliedsstaaten zu. Letzter Höhepunkt dieser Entwicklung war die öffentliche Ermutigung der Gelbwesten-Proteste durch die italienische Regierung. Die größte Belastung aber dürften die seit Monaten stagnierenden Brexit-Verhandlungen zwischen Brüssel und London sein, bei denen eine Lösung trotz des enormen Zeitdrucks bisher nicht in Sicht ist.

Als wären diese Probleme nicht schon genug, nehmen auch der äußere und der innere Druck auf die EU zu. Vor allem die USA drohen Brüssel immer wieder mit der Erhebung von Zöllen und treiben die EU durch den erzwungenen Bau eines Terminals für US-Fracking-Erdgas (im norddeutschen Brunsbüttel) und den immer offeneren Boykott der russischen Ölpipeline Nordstream 2 in die Enge.

Da die EU-Bürokratie und die einzelnen Regierungen diesen Entwicklungen vollkommen hilflos gegenüberstehen und der Lebensstandard großer Teile der arbeitenden Bevölkerung seit Jahren länderübergreifend sinkt, wächst der Widerstand gegen die EU und befeuert die Kräfte, die ihr Ende fordern.

Warum aber traut sich kein einziger maßgeblicher Politiker – nicht einmal die italienische Regierung, die im Wahlkampf gar nicht hart genug gegen die EU wettern konnte – die Konsequenzen aus der Kritik zu ziehen und ein Ende der EU zu fordern? Die Antwort ist relativ einfach: Weil ein geordnetes Ende der EU nicht möglich ist.

Die Gründe dafür sind nur zu verstehen, wenn man die EU als Projekt der Großbanken und der Großkonzerne begreift, durch das die Finanzelite Brüssel zu Europas Hauptstadt der Lobbyisten und die EU-Bürokratie zu einem riesigen, undurchsichtigen Apparat gemacht hat, dessen Führung wie die seines wichtigsten Verbündeten, der Europäischen Zentralbank, aus nicht gewählten Technokraten besteht. Das EU-Parlament, das in diesem Sommer erneut gewählt wird, dient dabei als Mittel,

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Tagesdosis 11.1.2019 – Massenmigration – Fatale Folgen für Osteuropa | KenFM.de

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11-01-19 04:02:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Es [ist] sicherlich keine Neuigkeit, wenn hier behauptet wird, dass im Vertragswerk der Europäischen Union vor allem anderen die Kapitalinteressen auf Kosten der Arbeitnehmer und zum Nachteil sozial orientierter Gesellschaftsmodelle durchgesetzt wurden. Zwei Kernelemente des neoliberal gestrickten Lissabonner Vertrages haben denn auch einen alten, langehegten Traum der Geldhäuser und Konzernbosse erfüllt: nämlich den grenzenlosen, weder durch Zoll noch durch sonstige nationale Vorschriften behinderten Verkehr von Kapital und Arbeitskräften innerhalb der EU.

Vor allem vor dem Hintergrund der dramatischen und in der Regel katastrophalen Umstellung – quasi über Nacht – der osteuropäischen Planwirtschaften in neo-liberal operierende Marktwirtschaften seit Anfang der 1990er Jahre wurde eine riesige Lawine von Arbeitsmigranten von Ost nach West ausgelöst. Nachdem die westlichen Konzerne wie Heuschrecken über die Länder hergefallen waren und alles kahl gefressen hatten, was nicht niet- und nagelfest war, waren die Wirtschaftsleistungen in diesen Ländern ebenso dramatisch eingebrochen wie andererseits die Arbeitslosenzahlen in ungeahnte Höhen gestiegen waren, während zugleich das aus dem real-existierenden Sozialismus als Selbstverständlichkeit gewohnte soziale Netz kurzerhand abgewickelt worden war.

Ähnlich wie in Afrika hat auch in Osteuropa angesichts der nur sich selbst bereichernden politischen „Eliten“ die Hoffnungslosigkeit – verbunden mit der seit Anfang der 1990er Jahre extrem gewordenen sozialen Ungleichheit zwischen Ost und West – vor allem gut ausgebildete Fachkräfte in den angeblich „goldenen“ Westen getrieben. Aufgrund des Lissabonner EU-Vertrags war der Weg zur totalen Freizügigkeit der Produktivkraft „Mensch“ innerhalb der EU bereits – zur Freude der Arbeitgeberverbände – längst geebnet.

Diese Massenzuwanderung aus den osteuropäischen Ländern, wo der real-existierende Sozialismus noch für ein hohes Ausbildungsniveau der Beschäftigten gesorgt hatte, hat dann in den Zielländern im Westen, vor allem in Großbritannien, den Beneluxstaaten und auch in Deutschland einen starken Druck auf das allgemeine Lohnniveau ausgeübt. Zugleich hatte der Verlust an teils hoch qualifizierten Menschen für die Volkswirtschaften in Osteuropa und die dort zurückgebliebenen Menschen besonders fatale Folgen, wie nachfolgende Beispiele zeigen.

Dadurch, dass es gerade die jungen und potenziell produktivsten Menschen waren, die in die hochindustrialisierten Ländern abgewandert waren – anstatt mitzuhelfen,

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Tagesdosis 10.01.2018 – Grüne Heuchelei, grüne Täuschungen, grüne Gräben | KenFM.de

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10-01-19 03:12:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Mögen wir uns erinnern. Das Jahr 2018 wird in Erinnerung bleiben, als das Erfolgsjahr für die Partei Die Grünen. Die sogenannten Volksparteien CDU und SPD verloren bei den Landtagswahlen durch ihre konsequente bürgerfeindliche Politik immens an Wählerschaft. Nutznießer in doppelter Hinsicht, d.h. durch Wählerwanderungen und entsprechenden Ergebnissen: Die Grünen.

Ja, bitte nicht vergessen. Die Medien fabulierten von einem zukünftigen grünen Kanzler Robert Habeck (1), (2). Dazu später mehr.

Am Montag dieser Woche wurde der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der AfD Bremen, Frank Magnitz, in der Bremer Innenstadt von Unbekannten angegriffen. Schwer verletzt. Ausgesprochen ärgerlich das Verhalten der AFD eine Tat, die gänzlich für sich alleine spricht, künstlich zu dramatisieren. Das Video einer Überwachungskamera widerlegt die von der AFD kolportierte These des Kantholz-Anschlages.(3) So bedient die Partei voreilig und vollkommen überflüssig das Vorurteil ihrer vermeintlichen Unglaubwürdigkeit.

Betrachtet man die Reaktionen der politischen Gegner fällt auf, die Form wird gewahrt, die Halbherzigkeit schnell erkannt. Man verurteilte zwar die Gewalt, ist empört, ist entsetzt. Schaffte es aber mit wenigen Ausnahmen nicht zwei schlichte Worte zusätzlich zu zwitschern. Gute Besserung, wahlweise Schnelle Genesung. (4) Wie nennt man so etwas? Heuchelei?

Der Grüne Cem Özdemir stellt dies nicht überraschend exemplarisch am Deutlichsten dar. Zitat Twitter: Ich hoffe der oder die Täter werden bald ermittelt & verurteilt. Auch gegenüber der AfD gibt es keinerlei Rechtfertigung für Gewalt. Wer Hass mit Hass bekämpft, lässt am Ende immer den Hass gewinnen. #nazisraus aber mit den Methoden unseres Rechtsstaates! Nachtreten a la vertes.

Seine bayerische Parteikollegin Katharina Schulze twittert auch sehr gerne und intensiv. Eines ihrer Gewinnerthemen für den Wahlkampf im letzten Jahr war der Umweltschutz. Die Frage auf der Seite abgeordnetenwatch.de zum Thema berufliche Mobilität beantwortete sie so, Zitat: Ich versuche immer Alternativen zum Fliegen zu finden und so dieses klimaschädliche Transportmittel maßvoll zu nutzen. Zitat Ende (5) Sie ist bis heute Sprecherin des Bündnisses „München gegen die 3.Startbahn“.

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Tagesdosis 9.1.2019 – Die Unerträglichkeit des Andersdenkenden | KenFM.de

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09-01-19 06:27:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Nazieltern 

Au ha, da sind sie wieder, die Possenspieler und Auftragsschläger-Heinis. Ja genau die, die ständig für die Spaltung sich abmühenden Politiker von Grün bis Links und in der Sozialdemokratie, die anheuern auf alles zu hauen, was anderer Meinung ist. Schon seit Jahren gehen ihre Schlägerschergen fast auf alles los, wovon ihnen weisgesagt wurde, es sei Geschmeiß, rechtes Pack, Ungeziefer eben. Erinnern wir uns hier der Geschichte zivilisierter Völker ganz allgemein, so geht das immer folgendermaßen zu statten: Hört ganz genau zu! Das sind unsere Pfründe, unser Humankapital. Und wer sich dessen bemüht, sie abwirbt, der bekommt es mit unserer Knute zu tun! Verpackt wird diese Knute heute als Demokratie mit den Attributen der Rechtsstaatlichkeit und einem festgezurrten Wissen über die Antifascista-Ideologie. Nazis lauern überall, scheinen fast in Überzahl zu sein und ständig muss man sich, von Generation zu Generation, gegen all dieses rechte Gesindel wappnen, sich in Schulen kräftig dagegen bilden, möglichst Kunst dagegen machen und in großen Talkshows gemeinsam gegen Rechts rocken. Ja, die rechte Gefahr, sie ist dermaßen groß und übermächtig, dass man sogar schon ein Institut aus dem Boden der Demokratie hat stampfen müssen. Ihr erinnert euch sicherlich daran, wie es kleinen Mädchen nun ergehen soll, die Zöpfe tragen, oder Jungs, die stark werden wollen und sich dafür heftig abmühen, oder Kinder, die nun ein wenig zum Schulhof laufen wollen, die sind völkischen Blutes, und haben ganz sicher Nazis als Eltern. Nazis sind derzeit überall zu finden und ganz besonders in der AfD.

Hexenhammer 

Die AfD ist eine deutsche Partei mit Sitzen im Bundestag der Bundesrepublik Deutschland. Ich will hier nur anmerken, dass die AfD demokratisch gewählt wurde und Rechtsstaatlichkeit genießt. Wie ich über die AfD denke, ist hier völlig egal. Das scheint nämlich bei vielen jungen Leuten noch nicht durchgedrungen zu sein. Die Propaganda, es handle sich bei der AfD um ein Sammelpool von faschistischen Nazis, ist völliger Unsinn. Dies hat aber im Kern vieler junger Gehirne derart Platz genommen, dass sie diese Propaganda als eine Realität wahrgenommen haben,

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Tagesdosis 8.1.2019 – Wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitrangig | KenFM.de

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08-01-19 12:59:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Als vor Weihnachten herauskam, dass der “Spiegel” jahrelang Fake-Reportagen veröffentlicht hatte,  kam das dem unterirdischen “Bild”-Zeitungs-Lyriker Wagner vor, “als würde es von unten nach oben regnen. Nein schlimmer. Es ist, als hätten Paparazzi den Papst im Bordell erwischt.” Und er fügt hinzu: “Ich kannte Rudolf Augstein. Er hätte den Laden dicht gemacht.”

Ich kannte den  Spiegel-Gründer zwar nicht, aber einige seiner leitenden Redakteure – und die wären, soviel ist sicher, als Verantwortliche oder Beteiligte einer solchen Fälschungsserie sofort gefeuert worden. Und es wäre ein Verdikt von Rudolf ergangen, dass diese magazinigen, gefühligen Reportagen mit Human-Touch-Getue und Real-Life-Suggestionen, all diese “Große Reportage”-Prosa mit ihren szenischen Textbausteinen aus dem Creative-Writing-Workshop, in einem “Nachrichtenmagazin” absolut nichts zu suchen haben. Sie haben ihre Berechtigung auf den Vergnügungsdampfern der Unterhaltungsindustrie, aber nicht in einem dem Journalismus verpflichteten Presseorgan mit dem Motto: “Sagen, was ist.”

Dass Spiegel-Artikel zu Augsteins Zeiten nur in Ausnahmefällen namentlich gekennzeichnet waren, hatte ja durchaus sein Gutes: Verhinderte Schriftsteller und Prosaisten konnten sich nicht spreizen, die berichteten Tatsachen, die Nachricht, stand im Vordergrund. Und die Qualität der Beiträge wurde nicht in Journalistenpreisen gemessen, sondern an dem, was sie politisch, juristisch oder sonst wie ins Rollen brachten.

Diese Zeiten sind lange vorbei und am wenigsten kann man das dem nunmehr geächteten Jungstar am Reporterhimmel Claas Relotius vorwerfen, denn der phantasiebegabte Autor hat einfach nur geliefert, was seine Oberen verlangten und in ihren Spin passte. Keine Nachrichten, sondern Stimmungsbilder – und wenn die Stimmung stimmt, kommt es auf Fakten nicht mehr wirklich an. Wenn dann das, “was ist”, zum Beispiel die stinknormalen Trump-Wähler einer Kleinstadt in Minnesota, den gewünschten Spin nicht hergibt, dann erfindet der kreative Schreiber eben ein finsteres Nest waffentragender Dumpfbacken. Und wenn das Narrativ stimmt, sind die Fakten zweitrangig und der Schwurbel kommt prominent ins Blatt.

Als ich 2004 einmal in einer Fernsehsendung mit zwei “Spiegel”-Redakteuren über 9/11 diskutiert hatte und wir danach bei einem Kaffee noch plauderten, meinten sie, dass sie einiges in meinen Büchern ja auch richtig gut fänden – zuvor in der Sendung hatten sie mir “Verschwörungstheorien” und “schlechte Recherche” vorgeworfen – nur dass ich ihre Zeitschrift immer als “ehemaliges Nachrichtenmagazin” bezeichne,

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Tagesdosis 7.1.2019 – Die bösen Anderen | KenFM.de

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07-01-19 02:50:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Viele können trefflich darüber debattieren, welches Land oder welchen Diktator uns die Politik gerade wieder als besonders bösen Teufel verkauft. Sie wittern Kriegspropaganda, in der Regel nicht zu unrecht. Doch sobald politisch geschürte Feindbildprojektionen den eigenen kleinen Lebenskreis berühren, versagen solche Einsichten regelmäßig und gruppendynamisch. Dieser massenpsychologischen Erkenntnis folgt die Agenda der Herrschenden namens „teile und herrsche“ seit Ewigkeiten. Das junge Jahr 2019 lieferte dafür bereits zahlreiche Beispiele. Hier seien nur zwei genannt.

Der erste Blick geht ins bayrische Amberg. Kurz vor Silvester hatten dort vier stark betrunkene jugendliche Asylbewerber Passanten gewalttätig attackiert. Es kam, wie es kommen musste: Der um Zustimmung buhlende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schlachtet die Tat sorgsam für die Zwecke seiner Auftraggeber aus. Einmal mehr warf er das Triggerwort fürs Volk schlechthin in die Pressegrube: „Migrationspolitik“. „Asylrechtsverschärfungen!“, forderte er lauthals und verlangte: Die Bundesrepublik müsse die Abschiebehaft ausbauen. Ein entsprechendes Gesetzespaket habe er bereits schnüren lassen.

Wohlgemerkt: Dabei geht es nicht um das Wegsperren von Straftätern, sondern von Menschen aus prekärsten Lagen, denen weder Asyl noch subsidiärer Schutz gewährt wurde. Das sind die meisten der hier Ankommenden. Deren befristete Duldung kann jederzeit widerrufen werden. Vor allem Afghanen sind derzeit davon bedroht.Obwohl jeder weiß: Der Krieg in  Afghanistan ist nicht vorbei. Fast wöchentlich gibt es dort Anschläge mit vielen Toten. Seehofer und seine Kumpels setzen jedoch auf immer schärfere Entrechtung.

Psychologisch unumstritten ist indes: Mehr Repressionen erzeugen mehr Angst. Mehr Angst erzeugt mehr Aggressionen. Aggressionen führen zu Gewalt. Das wiederum schürt immer mehr Hass auf der anderen Seite. Seehofer weiß das alles. Es kümmert ihn so wenig, wie ihn in Wahrheit einheimische Verletzte kümmern. Und etwas anderes weiß er auch: Ausländer eignen sich, neben einheimischen Obdachlosen, Drogensüchtigen und Hartz-IV-Beziehern,  bestens zur Aggressionsabfuhr für frustrierte deutsche Statusakrobaten. Irgendwer muss ja Schuld sein.

Anders sieht es im umgekehrten Fall aus. Der Blick geht nach Bottrop. Der 50jährige Andreas N. fuhr am frühen Neujahrsmorgen mit dem Auto in eine Gruppe Ausländer. Mehrere Menschen – Syrer, Afghanen, ein Türke – wurden schwer verletzt, darunter auch Frauen und Kinder.

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Tagesdosis 22.12.2018 – 2019: Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein | KenFM.de

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22-12-18 01:08:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Das Jahr 2018 wird als das Jahr der großen Wende in die Geschichte eingehen. Nach einer fast zehnjährigen Periode, in der die Finanzmärkte durch künstliche Geld-Injektionen aufgebläht wurden und immer neue Höchststände erreichten, sind die Kurse, insbesondere in den letzten drei Monaten, auf breiter Front gefallen.

Hintergrund und tiefere Ursache dieser Trendwende ist die Tatsache, dass sich die Zentralbanken von ihrer lockeren Geldpolitik verabschiedet haben. Auch wenn die Mehrheit der Menschen es nicht einmal ahnt, wird diese geldpolitische Umkehr unser aller Leben von Grund auf verändern. Warum?

Privathaushalte, Konzerne und Staaten haben die Geldschwemme und die niedrigen Zinsen der vergangenen Jahre genutzt, um den höchsten Schuldenberg aller Zeiten anzuhäufen. Sie können ihre Kredite jedoch nur so lange bedienen, wie die Finanzmärkte weiter wachsen oder zumindest nicht nachgeben. Das aber ist bei verringerter Geldzufuhr und höheren Zinsen nicht möglich.

Wenn die Zentralbanken 2019 an ihrem neuen Kurs festhalten, wird sich zwangsläufig folgendes Szenario ergeben: Immer mehr Schuldner werden in Zahlungsverzug geraten und gezwungen sein, ihre Vermögenswerte (vor allem Aktien, Anleihen oder Immobilien) zu verkaufen. Das wird die Talfahrt an den Finanzmärkten beschleunigen und das Vertrauen der Kreditgeber in die Kreditnehmer so stark erschüttern, dass sie immer weniger Kredite vergeben.

Auf diese Weise wird eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale entstehen, die irgendwann den sogenannten „Margin Call“, also ein flächendeckendes Einfordern sämtlicher Schulden, auslöst – mit der Folge, dass das gesamte System in sich zusammenbricht.

Die Lage ist ausweglos

Selbst wenn die Zentralbanken das Ruder entgegen ihren Ankündigungen herumreißen und zur lockeren Geldpolitik der vergangenen Jahre zurückkehren würden, könnten das System nicht mehr retten: Die Zinssätze sind weltweit auf historisch niedrigem Niveau, eine spürbare Entlastung des Finanzsektors wäre nur durch eine Senkung in den Negativbereich zu erreichen. Das aber würde die Kreditvergabe durch die Banken (die dann bei jedem Kredit draufzahlen müssten) ebenfalls zum Erliegen bringen.

Auch weitere Geld-Injektionen können nicht mehr helfen, sondern höchstens ein vorübergehendes Strohfeuer entfachen. Das aber würde die vorhandenen Blasen weiter aufblähen und dadurch einen zunehmenden Vertrauensverlust erzeugen,

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Tagesdosis 21.12.2018 – Ex-SPD-Ministerin – Verfrühter Aprilscherz oder Zynismus pur? | KenFM.de

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21-12-18 03:07:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Von Wahl zu Wahl stürzt die alte Tante SPD immer tiefer ab. Jüngst Umfragen sehen sie inzwischen bei 15 Prozent. Nicht nur an den Wahlurnen macht sich der Schwund bemerkbar, sondern auch bei den Mitgliederzahlen. Neben den politischen Folgen hat diese Entwicklung für die Partei schwerwiegende finanzielle Konsequenzen. Die Einnahmen aus den Wählerstimmen sind dramatisch eingebrochen. Nicht viel besser sieht es bei den schwindenden Mitgliedsbeiträgen aus. Medienberichten zufolge sieht sich die SPD inzwischen mit dem Problem konfrontiert, ihren aufgeblähten Parteiapparat mit immer weniger Mitteln finanziell liquide zu halten. Droht der Partei nun nach dem politischen, auch  nun ein finanzieller Absturz . Der Bankrott droht.

Wer sich wundert, wie die Traditionspartei SPD soweit herunterkommen konnte, der braucht sich nur ihre zunehmend verkommene Führungsmannschaft in den Jahrzehnten seit Willy Brandt anzuschauen. Das begann mit dem Falken Helmut Schmidt, der die Stationierung der hochgefährlichen, nuklearen US-Mittelstrecken Raketen vom Typ Pershing 2 in Deutschland betrieben hatte, über Gerhard Schröder, der wegen seiner erfolgreichen Sozialabbau-Hartz IV-Agenda noch heute von CDU und FDP über den grünen Klee gelobt wird, bis hin zur aktuellen SPD-Führungsmannschaft, angefangen mit dem politischen Leichtgewicht, dafür aber stets hipp geschniegelten Außenminister Heiko Maas, über Finanzminister Olaf Scholz, den Liebesdiener des Großkapitals, bis hin zur schaumschlagenden Vorsitzenden Andrea Nahles.

Sie alle sind einfach total geil darauf, an den Futtertrögen der so genannten „Regierungsverantwortung“ und in Tandem mit dem Kapital gegen die Interessen der kleinen Leute (früher mal Arbeiterklasse) in Deutschland zu regieren. Sich in der Opposition für die Belange der Arbeiter und kleinen Angestellten einzusetzen ist, laut dem ehemaligen SPD-Bonzen Müntefering „Scheiße“ (im Februar 2004). Wes Geistes Kind diese „SPD Eliten“ tatsächlich sind, zeigte jüngst ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die frühere SPD-Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Der Titel lautete „Nach 20 Jahren im Bundestag: Brigitte Zypries fängt ganz neu an.“(1)

Der FAZ-Autor Falk Heunemann berichtet über viele Absätze überwiegend sachlich und teils mit bewunderndem Unterton über die vielen Verdienste von Frau Zypries: „Sie hatte in Peking den chinesischen Premierminister getroffen,

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Tagesdosis 20.12.2018 – Bausteine für ein neues „Wir“ in Deutschland. | KenFM.de

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20-12-18 01:09:00,

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Ein Weihnachtsbaukasten aus dem Hause Bertelsmann, aber nur für gute Bürger!

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Titel der letzten Sendung Hart Aber Fair im Jahre 2018 lautete: „Sprachlos, verständnislos, wütend: Wie gespalten ist Deutschland?“ (1) Da formuliert eines der seriöseren Stimmungsmacher des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens a) wieder einmal geheucheltes Interesse und b) allbekanntes Unverständnis gegenüber einem Großteil der Bevölkerung.

Die hinterfragte Spalte stellte sich in diesem Jahr nachweislich schon als tiefer gesellschaftlicher Graben dar. Konsequente Realitätsverweigerung.

Passend zu dieser ARD Irritation wollte die Bertelsmann Stiftung dem nicht nachstehen und veröffentlichte aktuell im Dezember eine weitere manipulative Studie, Titel: Bürgersinn in der Einwanderungsgesellschaft. Was Menschen in Deutschland unter einem guten Bürger verstehen.

Ein guter Bürger? Für wen und zu wessen Zwecken soll die Stiftung solch eine Einschätzung eruieren? Lobbypedia informiert über Bertelsmann: Über verschiedenste Mittel versucht die Bertelsmann Stiftung Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen.(2) Nun werden auf 32 Seiten Wahrnehmungen der Bürger empirisch erläutert. Anders formuliert, schmackhaft gemacht. Zuvor, Zahlen:

1. Insgesamt ist die Zahl der Ausländer in Deutschland seit 1950 kontinuierlich gestiegen. Lebten 1961 knapp 700.000 Ausländer in Westdeutschland, waren es 1974 rund vier Millionen. Zwischen 2011 und 2016 stieg die Zahl der Ausländer in Deutschland von 6,3 Millionen auf den bisherigen Höchststand von 9,2 Millionen. Da die Zahl der Ausländer relativ gesehen schneller gestiegen ist als die der Gesamtbevölkerung, hat sich der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung erhöht.

2. Im Jahr 2017 hatten 19,3 Millionen der insgesamt 82,79 Millionen Einwohner in Deutschland einen Migrationshintergrund. Von diesen 19,3 Millionen Personen waren 9,8 Millionen Deutsche und 9,4 Millionen Ausländer. Mittelfristig wird sich der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund weiter erhöhen: Im Jahr 2017 hatten in Deutschland 39,1 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund. In der Gruppe der 35- bis unter 45-Jährigen lag der entsprechende Anteil im selben Jahr bei 30,9 Prozent und bei den 85- bis unter 95-Jährigen bei 8,9 Prozent.

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Tagesdosis 19.12.2018 – Rettet den homo sapiens | KenFM.de

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19-12-18 05:34:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Das Interview mit Birgit Assel, das ich für KenFM machen konnte, hat teils löbliche Worte gefunden, teils Unverständnis bei vielen hervorgebracht. Sicher, das Thema Trauma ganz allgemein lebt ein Zwergendasein im Vergleich zu den geopolitischen oder finanzwirtschaftlichen Themen. Die Mehrheit der homo sapiens kann sich nicht irren, denn sie ist der Auffassung, dass ihm nur eine politische Lösung helfen kann. Nur meine Partei kann da helfen, alles andere ist Geschwurbel.

Wenn man aber einmal verstanden hat, dass unsere geopolitischen und auch finanzwirtschaftlichen Probleme einzig dadurch zustande gekommen sind, weil in uns selbst (nicht bei allen!) etwas ganz Grundsätzliches aus dem Ruder gelaufen ist und dieses Etwas mit unseren inneren Zuständen und inneren Weltbildern zu tun hat, dann versteht man dieses Thema auf eine andere Weise.

Ein Trauma ist das Erlebnis, und die Verdrängung der Gefühle, die mit dem Trauma verbunden sind, sind sein Ergebnis. Was bleibt, sind die ablehnenden Verhaltensweisen des traumatisierten Menschen, die irrationale Züge zeigen können. Doch was ist, wenn das irrationale Verhalten zur Norm gerät? Wenn Unsinn den Sinn des Lebens darstellt? Sind wir denn nicht von großem Unsinn umgeben? Ist es heute denn nicht schon so dermaßen irrational um den homo sapiens bestellt, dass er den Sinn seines Unsinnes nicht mehr versteht, verstehen will? Sicher trifft das nicht auf alle Menschen zu, doch auf die meisten leider schon. Und wenn die meisten Menschen ihr Leben für einen riesenhaften Unsinn hergeben, dann werden diese auch die mit ins Verderben reißen, die sich von diesem Unsinn nicht leiten lassen. Die Titanic ging unter, nicht die Menschen. Aber da die Menschen nirgends hinkonnten, gingen sie mit der Titanic unter. So verhält es sich auch mit unserem System. Es wird auch die mit sich reißen, die schon längst den ganzen Unsinn nicht mehr mitmachen.

Birgit Assel, Gast der Sendung M-Pathie auf KenFM, ist Traumaexpertin und sie arbeitet bis heute sehr intensiv mit Professor Dr. Franz Ruppert zusammen. Ruppert gilt als einer der wichtigsten Traumaexperten Deutschlands und sein Blick auf die Strukturen des Traumas kann man ohne Weiteres als Pionierarbeit verstehen.

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Tagesdosis 18.12.2018 – Desinformation in Klumpen | KenFM.de

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18-12-18 03:16:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Die Welt ist in Gefahr. Russland will die Demokratie zerstören. Russland ist das Böse und Putin ist sein Darth Vader. Aus der Tiefe des Internets kommen immer neue Angriffe. Sagt unsere Regierung, sagen die meisten Politiker, sagen unsere Medien, sagen die Sprecher unserer Verbündeten.

Zum Beispiel der Vizepräsident der EU Kommission und frühere Ministerpräsident Estlands Andrus Ansip: „Wir müssen unsere Demokratien gegen Desinformation schützen. Wir haben Versuche gesehen, in Wahlen und Referenden einzugreifen, und es gibt starke Beweise, dass Russland die Hauptquelle dieser Kampagnen ist“

Der Staatspropagandasender Deutsche Welle weiß:  „Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen jetzt in die Informationsoffensive gehen. Grundlage ist ein Aktionsplan, den die Kommission umsetzen soll. Demnach sollen zunächst die EU-Organe und -Mitgliedsländer miteinander vernetzt werden. Außerdem sollen der Privatsektor (Google, Twitter und Facebook) sowie NATO und G-7 mit ins Boot geholt werden. Das Ziel: Ein engerer Austausch, um schneller und gemeinsam gegen Fake News vorgehen zu können. Es soll ein Frühwarnsystem entstehen, das quasi in Echtzeit vor russischen Desinformationskampagnen warnt.“

Die Zeit, wie die Süddeutsche, die FAZ und die Welt bewährtes Verlautbarungsorgan des Zentralkomitees der Atlantikbrücke, kennt sich aus mit Desinformation – und warnt davor, Zitat: „In ihrem Buch „LikeWar: The Weaponization of Social Media“ schildern die beiden US-Autoren Peter W. Singer und Emerson T. Brooking, wie die sozialen Medien zu einem virtuellen Kriegsgebiet werden konnten. Es kämpfen dort unübersichtlich viele Akteure mit den Mitteln der Propaganda und Desinformation: Gerade Russland hat das vor knapp fünf Jahren im Ukraine-Konflikt gezeigt.“

Russland, so wird uns seit einigen Jahren nicht täglich, sondern minütlich eingehämmert, ist durchtrieben, hinterhältig, bösartig, verlogen und benutzt alles, wirklich alles auf dieser Welt als Waffe, um westliche Demokratien zu bekämpfen. Weaponization heißt das im transatlantischen Neusprech.

Hier ist eine unvollständige Liste der perfiden Weaponization-Kampfstoffe, deren Einsatz gegen die Freiheit wachsame westliche Qualitätsmedien enthüllt haben: Riesenkraken, abnorme Satelliten, Heuchelei, Behinderte, Wikileaks, die US Medien, Postmodernismus, Judo, Popularität, der Brexit, Syrienflüchtlinge, Kultur, Roboterschaben und Humor.

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Tagesdosis 17.12.2018 – Liebe Bonath-Hasser… | KenFM.de

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17-12-18 02:56:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Liebe Bonath-Hasser,

danke, dass ihr regelmäßig eure Freizeit opfert, um mir euren Hass zu erklären. Hin und wieder überfliege ich eure Kommentare sogar. Das ist langweilig, denn ihr schreibt immer dasselbe. Viele beleidigen ganz ohne Argumente, andere schieben mir Dinge unter, die offenbar nur in ihrem eigenen Kopf passieren. Manche wünschen mich in die Obdachlosigkeit zum Flaschensammeln, andere einen „Ausländer“ herbei, der mich „zu Tode vergewaltigen“ möge. Das spricht nun selbst für den Charakter des Schreibers. Ich werde hier mal nur auf eins eingehen: Den Vorwurf, ich sei eine böse Spalterin – und zwar in rechts und links.

Klären wir zunächst Grundlegendes: Rechts will die gesellschaftlichen Verhältnisse der Ungleichheit durch Unterdrückung bewahren, links will sie aufheben. Ich erinnere an den Kampfspruch der Linken in Frankreich zur Zeit der Revolution: „Liberté, Egalité, Fraternitè“ – zu deutsch: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Die Ziele von rechts und links sind also völlig konträr.

Wie wir heute wissen, hat es damit in Frankreich nicht ganz geklappt. Doch immerhin erreichte man am Ende eins: Die herrschende gewährte der unterdrückten Klasse erstmals bürgerliche Rechte. Wenn auch vor allem auf dem Papier. Denn wer nichts hat, hat keine Macht. Und wer was hat, errichtet den Staat und nutzt ihn als sein Instrument. Willkommen in der bürgerlichen Parlamentsdemokratie.

Diese Demokratie ist für die besitzende Klasse besonders praktisch. Sorgt sie doch dafür, dass die Lohnabhängigen ganz freiwillig im Hamsterrad laufen. Das spart jede Menge Kosten. Denn eine reine Gewaltherrschaft ist wahnsinnig teuer und aufwändig.

Liebe Bonath-Hasser, was mir immer wieder auffällt: Viele von euch haben den ungarischen Staatschef Viktor Orban sehr lieb. Denn Orban geißelt den Migrationspakt und geht sehr repressiv mit Flüchtlingen, euren Lieblingsfeinden, um. Orban sei nämlich nicht so „neoliberal“, wie Merkel. Und das sei gut, findet ihr.

Nun stellt euch einmal Folgendes vor: Ihr lebt in einem Land, wo ihr für umgerechnet 418 Euro pro Monat arbeiten müsst – brutto. Dabei ist die Miete fast so hoch wie in Deutschland. 418 Euro, das ist der Mindestlohn. Vor vier Jahren betrug er noch 445 Euro,

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Tagesdosis 15.12.2018 – Die Bayer AG und der Geier-Fonds | KenFM.de

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15-12-18 04:36:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der Leverkusener Bayer-Konzern zählt zu den härtesten und kompromisslosesten Playern im globalen Pharmageschäft. Seine sieben Vorstandsmitglieder verdienen im Jahr etwa 25 Millionen Euro, dürften trotz dieses beruhigenden finanziellen Polsters aber zurzeit nicht besonders gut schlafen, und das aus mehreren Gründen.

Nach der Übernahme des Saatgutriesen Monsanto für 56 Milliarden Euro im Juni dieses Jahres wurde schnell klar, dass Bayer sich ein Kuckucksei ins Nest geholt hatte: Gegen Monsanto stehen in den USA zahlreiche Gerichtsverfahren wegen der gesundheitlichen Folgen des Pflanzenschutzmittels Glyphosat an, die riesige Schadensersatzzahlungen nach sich ziehen könnten. Auf Grund der Übernahme verlor der Kurs der Bayer-Aktie zwischen Juni und Dezember etwa 40 Prozent.

Um diese Verluste auszugleichen und eine Reihe weiterer unternehmerischer Fehlentscheidungen zu bereinigen, verkündete der Bayer-Vorstand vor einem Monat, bis Ende 2021 weltweit 12.000 Stellen abbauen zu wollen – mit der Folge, dass es in der Belegschaft erheblich brodelt.

Nun gibt es eine neue Hiobsbotschaft: Wie in dieser Woche bekannt wurde, deuten diverse Anzeichen darauf hin, dass sich der US-Hedgefonds Elliott Management bei Bayer eingekauft hat. Elliott Management wird von dem berüchtigten Paul Singer geführt und gilt als einer der gefräßigsten weltweit agierenden Geierfonds.

Geierfonds sind dafür bekannt, dass sie immer dann auftauchen, wenn Unternehmen oder Staaten in Schwierigkeiten geraten, vorhandene Schwächen gnadenlos ausnutzen, sich hemmungslos bereichern und in vielen Fällen verbrannte Erde hinter sich zurücklassen.

Paul Singer hat Elliott Management 1977 mit einem großenteils ererbten Startkapital von 1,3 Millionen Dollar gegründet und verwaltet heute ein Vermögen von über 34 Milliarden Dollar. Dem US-Wirtschaftsmedium Bloomberg zufolge handelt es sich bei Singer um den „am meisten gefürchteten Investor der Welt“.

In der Tat stechen die Geschäftsmethoden des 73-jährigen Harvard-Absolventen selbst im Haifischbecken der internationalen Hochfinanz hervor. Nachdem Singer seinen Hedgefonds als eine Art Inkasso-Büro gestartet hatte – er kaufte damals Schulden für einen Bruchteil ihres Wertes auf und trieb sie mit allen juristischen Mitteln wieder ein – wählte er Mitte der Neunziger Jahre ein neues Betätigungsfeld: den Aufkauf von Staatsanleihen.

Singer interessierte sich allerdings nur für die Anleihen solcher Länder,

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Tagesdosis 14.12.2018 – Merkels Migrationspakt gegen 88 Prozent der Deutschen | KenFM.de

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14-12-18 01:38:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die „Wir-schaffen-das“-Kanzlerin Merkel sprach von einem sehr bedeutenden Tag. Sie hatte sich es nicht nehmen lassen, persönlich in das nordafrikanische Marrakesch zu kommen, während andere Länder nur Minister oder Staatssekretäre geschickt hatten, um dort den UN-Migrationspakt zu unterschreiben. Besonders stolz muss Merkel gewesen sein, dass mehr als 150 Länder den Pakt unterschrieben haben. Schließlich waren an dessen Ausarbeitung Experten der deutschen Bundesregierung zusammen mit Vertretern internationaler Konzerne federführend beteiligt gewesen.

Hoch zufrieden lächelnd konnte die Kanzlerin den Forderungen der deutschen Arbeitsgeber-Verbände nach mehr Zuwanderung in der in der marokkanischen Stadt Vollzug melden und am Rande der UN-Signatur-Zeremonie gegenüber der Presse betonen, dass Einwanderung eine „gute Sache“ sei, wenn sie auf legalem Wege erfolge. Zugleich ermahnte sie alle Zweifler und sagte: „Deutschland ist ein Land, das aufgrund seiner demographischen Entwicklung Arbeitsmigration auch von außerhalb der EU braucht“. Nur das deutsche Volk, will partout nicht ihre Ansicht teilen. Denn 88% der Deutschen wollen nicht noch mehr Migration. Von denen lehnen 58% Zuwanderung komplett ab und 30% wollen keine Steigerung über den aktuellen Stand hinaus.

Nur 10% der befragten Deutschen sind offensichtlich Anhänger der lautstarken, sich „links“ nennenden „no border, no nation“ Fraktion, die grenzenlose Immigration will. Diese Zahlen entstammen einer umfassenden Untersuchung des renommierten US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center. Die Erhebung der Daten war bereits im Frühling dieses Jahres in 27 Ländern auf allen fünf Kontinenten durchgeführt worden, aber das Ergebnis der Analyse wurde erst Anfang dieser Woche veröffentlicht. (1)

Der Migrationsschub der letzten Jahre hat rund um die Welt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diesbezügliche Fragen gelenkt. Seit 2015 haben mehr als 2 Millionen Migranten in Europa Asyl beantragt; die auf Hundert Tausende geschätzten, illegal Zugereisten nicht mitgezählt. In Amerika haben zuzüglich zur Arbeitsmigration Zig Tausende von Familien und Kindern aus Zentralamerika versucht, in die USA einzureisen. All das hat zu einer erheblichen Beunruhigung breiter Schichten der Bevölkerung in den Zielländern in Nordamerika und in Europa geführt, und schwere, politische Verschiebungen in fast allen betroffenen Ländern zur Folge gehabt.

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