STANDPUNKTE • „Teile und herrsche“, das bewährte Herrschaftsinstrument | KenFM.de

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14-03-19 08:12:00,

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Seit Jahrtausenden bekannt, und doch immer wieder effektiv.

Von Jochen Mitschka.

„Divide et impera“ wird allgemein auf die römische Außenpolitik zurückgeführt, auch wenn das Prinzip wesentlich älter sein dürfte. Das Prinzip erklärt, wie man als einzelner oder kleine Gruppe eine viel größere Gruppe beherrschen kann. Man muss lediglich die „zu besiegende oder zu beherrschende Gruppe (wie z.B. ein Volk) in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufspalten“ (Wikipedia). Dadurch wird erreicht, dass die Teilgruppen gegeneinander kämpfen, statt sich zu vereinen und gegen den gemeinsamen Feind zu marschieren. Man konnte und kann das Prinzip in der globalen Politik, aber auch in der deutschen Innenpolitik bis zur Perfektion weiterentwickelt, beobachten. Inzwischen wurde es sogar zu einer Marketingstrategie zum Verkauf von Medien. Aber das Prinzip trifft in letzter Zeit auch auf Widerstand.

Ein Musterbeispiel für erfolgreiche Politik des teile und herrsche stellt wohl die Politik der USA gegenüber dem Irak und dem Iran zwischen den Jahren 1979 bis zum zweiten Krieg der USA gegen den Irak dar. In dieser Periode nutzten die USA den Irak zur Eindämmung der Entwicklung des revolutionären Iran. Während des Krieges des Irak, kurz nach der Revolution gegen eine stark geschwächte iranische Armee und Luftwaffe, dienten US-Kriegsschiffe als vorgeschobene Fluglotsen, um den irakischen Piloten in die zu bombardierenden Ziele einzuweisen. Andererseits lieferte man aber dann doch Waffen und Ersatzteile im Rahmen des Iran/Contra-Skandals an den Iran, damit der Irak nicht zu stark werden konnte. Denn das Ziel der US-Politik war, beide Länder durch den Krieg so zu schwächen, dass keines zu einer wichtigen Regionalmacht heranwachsen konnte.

Schauen wir uns an, wie Rom die Vasallenmächte unter Kontrolle hielt:

Praktiziert wurde diese Maxime bereits in der rechtlichen Organisation des Römischen Reichs. Die einzelnen Mitgliedstaaten hatten nur Verträge mit der Zentralmacht Rom. Verträge untereinander abzuschließen war ihnen verboten. Außerdem sorgte Rom für eine deutliche Unterschiedlichkeit der einzelnen Bündnispartner. Hierbei reichte das Spektrum der Wertigkeit von den Unterworfenen, den subiecti, über Verbündete (foederati) und Bundesgenossen (socii) bis zu rechtlich gleichgestellten Freunden des römischen Volks (amici populi Romani), die mit der Zuerkennung der civitas Romana,

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Teile und herrsche!

Teile und herrsche!

20-06-18 09:27:00,

Die Fragen, die auf den Kern dessen zielen, welche Stunde uns Menschen schlägt, sind die wichtig(st)en, die die Menschheit lösen muss, wenn sie ihre Zukunftsfähigkeit nicht weiter gefährden will. Alle weiteren Fragen sind untergeordnet und betreffen im Vergleich dazu Nebenschauplätze. Sie können sich aus einer Fehlwahrnehmung ergeben oder aus der manipulativen Absicht, zum Beispiel von meinungsmachenden Angehörigen der sogenannten „Elite“.

Ihre Vertreter sind zwar noch an den Schalthebeln der Macht, stehen aber vor der Gefahr, mit ihrem Latein am Ende zu sein, wenn sie es nicht schon sind. Dies können oder wollen sie allerdings nicht wahrhaben. Dieser Unwille und diese Unfähigkeit entspringen unter anderem dem (kurzfristigen) Interesse, so lange es geht, an den Fleischtöpfen der Gesellschaft bleiben zu können. Wenigstens so lange es – noch – geht.

Die Gesellschaft unserer Tage muss sich mit den Fragen befassen, die eventuell helfen können, ihren Zusammenbruch abzuwenden, oder sie geht der Meinungsmache der Mainstream-Medien auf den Leim.

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, denn die Kapitalinhaber haben die Entscheidungsmacht inne, wen sie für sich arbeiten lassen. Sie werden nur dann Menschen einstellen, wenn deren Arbeit mehr Wert erbringt, als sie kostet. Wissenschaftlich nennt man das – ohne Wertung – rein sachlich: Ausbeutung.

Wir sind an einer Stelle angekommen, an der die Linke und die Gewerkschaften oft für Arbeitsplätze kämpfen, damit die Ausbeutung es den Lohnabhängigen ermöglicht, ihre Existenz zu sichern, in vielen Fällen mit der Perspektive auf einen Arbeitsvertrag ohne Befristung und für einen Lohn, mit dem sie so gerade (über)leben können.

Wir befinden uns an einer Stelle, an der es gute Gründe dafür gibt, so vorzugehen, denn:

„Künftig werden die Jobs am Band verstärkt von Robotern übernommen, Steuerungsprozesse werden automatisiert und die Qualitätsprüfung erfolgt verstärkt elektronisch: Den Berechnungen von A.T. Kearney zufolge werden in den kommenden zwei Jahrzehnten mehr als 40 Prozent der produzierenden Berufe in Deutschland von der Automatisierung betroffen sein … A.T. Kearney zeichnet folgendes Bild der ‚Fabrik 2064‘. … In den Fertigungshallen arbeiten Menschen nur noch, um in der Steuerungszentrale den vollau¬tomatischen Ablauf der ‚Lights out-Fabrik‘ zu überwachen und um in Ausnahmesituationen einzugreifen. Auf der Einzelteilebene erfolgt die Prozesskontrolle über Sensoren.“ (1)

Der Kampf gegen Flüchtlinge lenkt die Gesellschaft von der Gemeinwohl-orientierten Regelung der Konsequenzen aus der oben genannten Entwicklung ab und das in einer Zeit,

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Teile der HSH Nordbank werden privatisiert, ihre Schulden werden sozialisiert und niemand stellt die Frage nach den Verantwortlichen – www.NachDenkSeiten.de

Teile der HSH Nordbank werden privatisiert, ihre Schulden werden sozialisiert und niemand stellt die Frage nach den Verantwortlichen – www.NachDenkSeiten.de

01-03-18 01:15:00,

1. März 2018 um 11:46 Uhr | Verantwortlich:

Teile der HSH Nordbank werden privatisiert, ihre Schulden werden sozialisiert und niemand stellt die Frage nach den Verantwortlichen

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Banken, Börse, Spekulation, Finanzkrise, Privatisierung, Steuern und Abgaben

Wenn Olaf Scholz stolz verkündet, dass die gestrige Absichtserklärung zum Verkauf von Teilen der HSH Nordbank an zwei Finanzinvestoren ein „gutes Verhandlungsergebnis“ war und damit die „existenzielle Krise“ der Nordländer abgewendet sei, so ist dies bestenfalls der fromme Wunsch eines Bürgermeisters, der seine Qualifikation für das Amt des Finanzministers unterstreichen will. Mit der Realität hat dies nichts zu tun. Verkauft wurde nicht die HSH Nordbank, sondern ein von den Käufern sorgfältig ausgesuchter Teil der Bank; die ganzen faulen Kredite verbleiben beim Staat und wie hoch die Kosten letztlich ausfallen, ist nach wie vor vollkommen offen. Die Medien rechnen bereits jetzt mit Folgekosten in Höhe von 10 bis 15 Milliarden Euro für Hamburg und Schleswig-Holstein. Doch das ist immer noch viel zu defensiv, sehen unabhängige Expertenschätzungen die Kosten doch rund doppelt so hoch. Dieses Geld – mehr als 8.000 Euro pro Bewohner der beiden Nordländer –, mit dem man 30 Jahre lang Kitas und Polizei hätte bezahlen können, wird in den nächsten Jahrzehnten fehlen. Klar, die Kosten trägt – wie immer – der Steuerzahler. Aber wohin ist das Geld eigentlich verschwunden? Und wer trägt die politische Verantwortung? Diese Fragen werden öffentlich lieber gar nicht erst gestellt. Man ahnt bereits, wieso. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Nun schreibe ich bereits seit mehr als zehn Jahren über den Skandal bei der HSH Nordbank. Bereits 2009, als die Verantwortlichen an der Waterkant noch von einem Börsengang der HSH schwärmten und die kommenden Milliardengewinne schon fest verplant hatten, schrieb ich, dass „Norddeutschland nun harte Zeiten bevorstehen“ und schätzte damals den Schaden für die Steuerzahler konservativ auf sechs Milliarden Euro. Ich sollte mich täuschen und zwar ganz massiv. Was war geschehen? Um die Geschichte hinter der Geschichte zu verstehen, muss man ein wenig ausholen.

Als Hintergrund lesen Sie bitte auch die Artikel „HSH-Nordbank-Prozess – nur die Spitze des Eisbergs“ und „Bis zu 30 Milliarden Euro Schaden für den Steuerzahler – warum berichtet eigentlich niemand mehr über die HSH Nordbank?“.

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