Telefonstreich: Russische Pranker täuschen US-Beauftragten für Venezuela, der mit ihnen offen über US-Pläne spricht | Anti-Spiegel

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08-03-19 08:42:00,

Zwei in Russland für ihre Telefonstreiche bekannte Männer, „Vovan“ und „Lexus“, so ihre Künstlernamen, haben einen ganz besonderen Coup gelandet. Es gelang ihnen, sich als „Schweizer Präsident“ auszugeben und am Telefon mit dem US-Beauftragten für Venezuela Elliott Arams zu sprechen. Das Gespräch ist Realsatire vom Feinsten, denn Abrams redet ganz offen über seine Politik in Sachen Venezuela. Er fordert, Guthaben in der Schweiz einzufrieren oder gleich Guaido zu übergeben. Und er sprach auch über eine mögliche US-Invasion.

Das russische Fernsehen berichtete heute über diese Geschichte und veröffentlichte die Mitschnitte, die ich am Ende des Artikels verlinkt habe. Die Gespräche sind auf Englisch mit russischen Untertiteln, sodass jeder mit Englischkenntnissen sich das anhören kann. Es handelt sich um zwei Telefonate, denn am Ende des ersten Gespräches wurde das weitere Vorgehen und der Austausch von Informationen besprochen. Es folgte ein Schriftwechsel per e-Mail und ein zweites Telefonat.

Tatsächlich hat das US-Finanzministerium sogar eine Liste mit 20 Namen aus dem angeblichen Umfeld von Präsident Maduro geprüft. Die Namen waren jedoch frei erfunden, genauso, wie die angebliche schweizer Bank mit Konten aus Venezuela.

Um nicht alles selbst zu schreiben, übersetze ich ab hier den Beitrag des russischen Fernsehens dazu.

Beginn der Übersetzung:

Zum Thema Venezuela haben wir eine sehr interessante Audio-Datei erhalten. Es ist die Aufzeichnung eines Telefongesprächs mit einer Diskussion über die Konten der Ölgesellschaften der Bolivarischen Republik Venezuela bei Schweizer Banken, sowie Konten von Privatpersonen, die angeblich Personen aus dem Umfeld des legitimen Präsidenten Nicolas Maduro gehören. Der US-Beauftragte für Venezuela, Elliot Abrams, nimmt an dem Gespräch teil und auf der anderen Seite eine Person, die sich als Präsident der Schweiz ausgibt. Er war der Initiator des Telefonates. Und er hat Abrams in seinem Büro angerufen. Technische Nuancen treten im Vergleich zum Inhalt des Gesrpäches in den Hintergrund. Kurzum: Die amerikanische Seite beharrt entgegen allen Normen des Wirtschaftsrechts auf der totalen Sperrung aller venezolanischen Vermögenswerte bei schweizer Banken. Und dabei ahnt Abrams nicht einmal, dass sein Gesprächspartner nicht der Schweizer Präsident ist, für den er sich ausgibt.

Das Telefongespräch beginnt mit einem kurzen Austausch von Höflichkeiten. Dann geht es schnell zur Sache. Der „Schweizer Präsident“ erzählt, dass bei einer frei erfundenen Bank mit dem Namen „Limpopo“ Konten der Regierung von Venezuela sind, auf denen Einnahmen aus dem Öl-Geschäft Venezuelas liegen.

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