Die Wieder-Kolonisierung, von Thierry Meyssan

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16-01-19 08:28:00,

Für Thierry Meyssan ist eine der Konsequenzen des Endes zunächst der bipolaren und dann der unipolaren Welt, die Wiederherstellung von kolonialen Projekten. Die französische, türkische und dann die englische Führung haben, eine nach der anderen, öffentlich die Rückkehr zu ihren Ambitionen erklärt. Bleibt abzuwarten, welche Formen sie im 21. Jahrhundert annehmen könnten.

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Das britische Empire, in dem die Sonne niemals untergeht

Das französische Imperium

Seit einem Jahrzehnt haben wir den französischen Willen, seine Autorität über seine ehemaligen Kolonien wieder herzustellen, als ein Fehlverhalten charakterisiert. Das lag in der Logik der Ernennung von Bernard Kouchner als Außenminister, durch Präsident Nicolas Sarkozy. Er ersetzte den Begriff der französischen Revolutionäre “Rechte des Menschen und des Bürgers” durch den angelsächsischen Begriff “Menschenrechte” [1]. Später erklärte sein Freund Präsident François Hollande auf einer Pressekonferenz am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen, dass es Zeit wäre, wieder ein Mandat über Syrien zu errichten. Viel deutlicher noch sprach der Großneffe von Botschafter François George Picot (jener des Sykes-Picot-Abkommens), der ehemalige Präsident Valéry Giscard d ’ Estaing. Und das ist natürlich auch die Art, wie man den Willen des Präsidenten Emmanuel Macron, den Krieg gegen Syrien ohne die Vereinigten Staaten weiter zu führen, verstehen muss.

Es gab in Frankreich immer schon eine „koloniale Partei“, die quer durch die politischen Parteien ging, und die als Lobby im Dienst der besitzenden Klasse fungierte. Jedes Mal, wenn es für die skrupellosen Kapitalisten schwierig wird, die nationale Arbeitskraft auszubeuten, taucht der Mythos der kolonialen Eroberung wieder auf. Wenn die “Gelbwesten” sich auflehnen, dann lasst uns wieder “die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen” auf Kosten der Syrer weiter verfolgen.

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Das französische Imperium « bringt » die Zivilisation

Seinerzeit verbarg sich diese Form der Herrschaft in den Worten von Jules Ferry – unter dessen Schirmherrschaft François Hollande sein Mandat stellte [2] -, hinter “der Pflicht die Zivilisation zu bringen”. Heute gibt sie vor, die Völker zu schützen, deren Mandatsträger als “Diktatoren” qualifiziert werden.

Frankreich ist nicht die einzige ehemalige Kolonialmacht, die so reagiert. Die Türkei ist ihr schnell gefolgt.

Das Osmanische Reich

Drei Monate nach dem Attentatsversuch und dem gescheiterten Putsch vom Juli 2016 hielt Präsident Recep Tayyip Erdogan die Antrittsrede der Universität, die seinen Namen (RTEU) trägt. Er entwarf dabei eine Übersicht über die Ambitionen der türkischen Republik seit ihrer Gründung und denen seines neuen Regimes [3].

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Re-Colonisation, by Thierry Meyssan

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15-01-19 09:00:00,

For Thierry Meyssan, one of the consequences of the successive ends of the bipolar and unipolar world is the re-establishment of colonial projects. One after the other, the French, Turkish and English have publicly declared the return of their colonial ambitions. We still need to know what form they will adopt in the 21st century.

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The British Empire on which the sun never sets

The French Empire

For a decade we have been revealing the incongruity of the French desire to re-establish its authority over its old colonies. This was the logic behind the nomination by President Nicolas Sarkozy of Bernard Kouchner as Minister for Foreign Affairs. Kouchner replaced the French Revolutionary idea of « The Declaration of the Rights of Man and of the Citizen » with the Anglo-Saxon notion of « Human Rights » [1]. Later, his friend President François Hollande declared, during a Press conference on the fringes of the UN General Assembly, that it was time to re-establish a mandate over Syria. The great grand-nephew of ambassador François George-Picot (of the Sykes-Picot agreement), ex-President Valéry Giscard d’Estaing, spoke of this even more clearly. This should help us better to understand the desire of President Emmanuel Macron to continue the war against Syria, without the United States.

There has always been a « colonial party » in France which crosses all political parties and acts as a lobby in the service of the wealthy class. Just as in every period when it becomes difficult for unscrupulous capitalists to crush the national work-force, the myth of colonial conquest resurfaces. If the « Yellow Vests » revolt, let us continue with the « exploitation of men by other men » on the backs of the Syrians.

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The French Empire « bestows » civilisation

Long ago, this form of domination hid, according to the words of Jules Ferry – under whose auspices François Hollande consecrated his son mandate [2] – behind the duty of « bestowing civilisation ». Today, it aims at protecting the people whose elected leaders are qualified as « dictators ».

France is not the only ancient colonial power to act in this way. Turkey quickly followed on.

The Ottoman Empire

Three months after the attempted assassination and aborted coup d’état of July 2016,

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Metamorphose, von Thierry Meyssan

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09-01-19 03:49:00,

Wir greifen hier auf den Leitartikel von Al-Watan zurück, in dem Thierry Meyssan dem syrischen Leser den Abzug der US-Truppen von ihrem Land präsentiert. Dieser Artikel enthält mehrere Informationen, die von den westlichen Medien ignoriert wurden und die die Art und Weise klarer machen, wie die Entscheidung durch Präsident Trump getroffen wurde, zusammen mit seinen Verbündeten Saudi-Arabien und Katar und seinen russischen Partnern.

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Syrien wurde in ein Schlachtfeld für die Nationen der ganzen Welt verwandelt. Die Vereinigten Staaten und Russland standen dort einander gegenüber. Am 20. Dezember 2018 beschloss Washington, sich ohne Gegenleistung zurückzuziehen.

Dieses Datum wird in der Geschichte der Welt als das wichtigste seit dem 26. Dezember 1991 (Auflösung der UdSSR) angesehen werden. Während 27 Jahren war die Welt unipolar. Die Vereinigten Staaten waren die führende wirtschaftliche und militärische Macht. Sie waren die Meister des Geschehens.

Vor drei Jahren haben sie ihren wirtschaftlichen Status verloren und wurden von China überholt. Dann haben sie ihren Vorrang als erste konventionelle militärische Macht gegenüber Russland verloren. Jetzt haben sie auch den ersten Platz als nukleare militärische Macht durch die russischen Überschall-Waffen verloren.

Präsident Trump und General Mattis haben ihre Versprechen gehalten, d.h. einerseits den Dschihadisten die Unterstützung ihres Landes zu entziehen, andererseits den Abzug ihrer Kampftruppen von Syrien sowie von Afghanistan. Aber für Mattis lässt das Ende der Anti-Daesch-Koalition, an der 73 Nationen um die Vereinigten Staaten teilnahmen, jedoch die Auflösung der NATO voraussehen. Als Soldat kann er das Risiko nicht eingehen, ohne Allianzen zu sein. Präsident Trump behauptet dagegen, dass der Absturz der Vereinigten Staaten nicht mehr gestattet, noch irgendwo einen Krieg zu führen. Ihm zufolge ist es unmöglich, die Alliierten weiter zu kommandieren und es ist dringend notwendig, die US-Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Die Entscheidung des Präsidenten Trump wurde sorgfältig abgewogen.

Sie folgt auf die Reise des russischen Vizepremierministers Yuri Borisov nach Damaskus. In seinem Land leitet er den militärisch-industriellen Komplex. Er verfügt dazu über ein spezielles Budget, das vom Westen nicht eingesehen werden kann und das in dem offiziellen Staatshaushalt nicht erscheint. Man einigte sich über die Bedingungen des Wiederaufbaus und der zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen, nur in Rubel und mit einer speziellen Bank, ohne den Dollar.

Diese Entscheidung folgt im Übrigen der Reise eines arabischen Staatschefs, Omar el-Bashir, nach Damaskus. Der Präsident des Sudan vertrat zugleich seine drei Amtskollegen,

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Metamorphosis, by Thierry Meyssan

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08-01-19 02:45:00,

We are republishing here the editorial from Al-Watan in which Thierry Meyssan presents to his Syrian readers the withdrawal of US troops from their country. This article includes certain data which has been ignored by the Western medias, and which throw light on the way in which this decision was taken by President Trump with his Saudi and Qatari allies – and his Russian partners.

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Syria was transformed into a battleground for nations from all over the world. It was where the United States and Russia faced off. On 20 December 2018, Washington decided to withdraw without compensation.

This date will be remembered in the history of the world as the most important since 26 December 1991 (dissolution of the USSR). For 27 years, the world was unipolar. The United States were then the world’s major economic and military power, and the sole masters of events.

Three years ago, overtaken by China, they lost their economic status. Next they lost to Russia their status as the primary conventional military power. They have now lost that of the first nuclear military power, faced with Russian hypersonic weapons.

President Trump and General Mattis have kept their promise to abandon US support for the jihadists, as well as the promise to withdraw their troops from combat zones in both Syria and Afghanistan. However, for Mattis, the end of the anti-Daesh Coalition uniting 73 nations around the United States prefigures the dissolution of NATO. As a soldier, he cannot accept the risk of being deprived of alliances. On the contrary, President Trump states that the fall of the United States does not allow them to wage war, whatever it might be. According to him, it is impossible for the USA to continue to command the allied forces, and urgent to stabilise the US economy.

President Trump’s decision was carefully thought out.

It followed a visit to Damascus by Russian Vice-President Youri Borissov, who is his country’s director of the military-industrial complex. To that purpose, he enjoys a special budget which escapes from any Western control and does not appear in the state’s official budget. It takes into account the conditions for reconstruction and the coming economic relations, only in roubles and from a special bank which does not recognise the dollar.

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How the West eats its children, by Thierry Meyssan

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04-12-18 09:32:00,

For Thierry Meyssan, by taking to the streets, the French have become the first Western population to take personal risks to oppose financial globalisation. Although they do not realise it, and still imagine that their problems are exclusively national, their enemy is the same force that crushed the region of the African Great Lakes and a part of the Greater Middle East. In order to understand the project which inextricably unites these apparently disparate events, we have to take a step back.

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The cause of Western recession

International relations experienced a profound change with the paralysis of the Soviet Union in 1986, when the State was unable to control the civilian nuclear incident in Tchernobyl [1], then with the revocation of the Warsaw Pact in 1989, when the East German Communist Party [2] destroyed the Berlin Wall, and finally, with the dissolution of the USSR in 1991.

At that time, the President of the United States, George Bush Sr., decided to demobilise one million soldiers and devote the efforts of his country to its own prosperity. He wanted to transform US hegemony within its zone of influence, and expand it into that of the leader of the world, the guarantor of world stability. With that, he laid the foundations for a « New World Order », first of all in the speech he gave side by side with British Prime Minister Margaret Thatcher, at the Aspen Institute (2 August 1990), then during his speech to Congress (11 September 1990), announcing operation « Desert Storm » [3].

The world of the après-Soviet Union is one of free circulation, not only of merchandise, but also world capital, under the unique control of the United States. In other words, the passage from capitalism to financialisation – not the triumphant culmination of free exchange, but an exacerbated form of colonial exploitation of the whole world, including the West. Within the space of a quarter of a century, the major US fortunes have multiplied many times, and the global wealth of the world has increased considerably.

By allowing capitalism to run wild, President Bush Sr. hoped to extend prosperity to the world. But capitalism is not a political project, it is simply a system of logic designed for creating profit.

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Thierry Meyssan: Het einde van het Internationale Recht?

Thierry Meyssan: Het einde van het Internationale Recht?

26-09-18 10:05:00,

Het einde van het Internationale Recht?
door  Thierry Meyssan

De oorlog in het Grotere Midden-Oosten zou ergens moeten eindigen met de terugtrekking van Amerikaanse troepen in de komende zes maanden. Niets wijst er echter op dat in elk van de getroffen landen vrede zal komen. Vandaag zijn we getuige van wat lijkt op een poging om het internationale recht te beëindigen. Zal dit de verdeling van de wereld in twee blokken consolideren of zal het leiden tot een algemeen conflict?

VOLTAIRE NETWERK | DAMASCUS (SYRIË) | 12 APRIL 2018 
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Wil het Westen breken met de verplichtingen tot het Internationale Recht? Dat is de imminente vraag die de Russische minister van Buitenlandse Zaken Sergei Lavrov op de internationale veiligheidsconferentie in Moskou heeft gesteld [1]. In de afgelopen jaren heeft Washington steeds het concept van ’unilateralisme’ gepromoot. Het Internationaal Recht en de Verenigde Naties zou verdwijnen voor de macht van de Verenigde Staten.
Dit concept van het politieke leven is het doel van de geschiedenis van de Verenigde Staten. De kolonisten die naar Amerika kwamen, wilden daar volgens hun eigen ideeën en voorstellingen leven en er hun fortuin verdienen. Elke gemeenschap werkte zijn eigen rechtsbeginselen uit en verwierp de inmenging van een centrale overheid in hun lokale aangelegenheden. De president en het Congres zijn verantwoordelijk voor defensie en buitenlandse zaken, maar zij accepteren geen grotere macht dan deze van haar burgers.
Bill Clinton heeft via bedrog Joegoslavië aangevallen onder een roekeloze schending van het internationaal recht. George Bush Jr. deed hetzelfde tegen Irak zoals ook Barack Obama deed tegen Libië en tegen Syrië. Wat Donald Trump betreft, heeft hij nooit zijn wantrouwen tegen supranationale regels verborgen gehouden. Sergei Lavrov, verwijzend naar de Cebrowski-Barnett doctrine [2], verklaarde: “We hebben duidelijk het gevoel dat de Verenigde Staten een staat van gecontroleerde chaos willen handhaven in deze grote geopolitieke ruimte [het Midden-Oosten], er op vertrouwend om hun militaire aanwezigheid in de regio zonder enige tijdsbeperkingen te rechtvaardigen om zo hun agenda verder te promoten en uit te voeren”.
Het Verenigd Koninkrijk heeft eveneens zijn eigen wetten gemaakt.  » Lees verder

Thierry Baudet en de representatieve democratie

Thierry Baudet en de representatieve democratie

07-05-18 07:07:00,

In het bevrijdingsweekend verscheen in de Telegraaf een uitgebreid interview met Thierry Baudet (FvD). Als we het interview destilleren komen we tot drie kernpunten, die licht werpen op de democratie in Nederland vandaag de dag:

  1. Kamerleden worden gerekruteerd op hun vermogen om onbewegelijk te blijven onder argumenten.
  2. Geen Kamerlid laat zich ooit overtuigen: alles is al “bedisseld” en dan slechts door een handvol centrale figuren. De rest van de Kamerleden is min of meer klapvee. Of, nog harder gesteld: stemvee.
  3. Zogezegd worden debatten gevoerd om zaken “opgehelderd” te krijgen. Echter de oppositie weet bij voorbaat dat de coalitie de regering zal steunen. De debatten die de oppositie aanzwengelt zijn dus feitelijk uitputtingsslagen, die worden gevoerd in de hoop dat iemand (in de coalitie) zich verspreekt.

Levenswijsheden ingeruild voor lobbyisme

Deze punten zijn – weliswaar op academische wijze – behandeld in mijn proefschrift De Democratie en haar Media. De drie punten zijn ook op een andere wijze te duiden: onderaan de streep blijkt helaas dat de ruimte om écht inhoudelijk van gedachten te wisselen zeer beperkt is. Vandaag is in de politiek geen ruimte meer om partijprogramma’s bij te schaven op basis van levenswijsheden en filosofische inzichten. Het zijn de belangen van lobbyisten die de politieke melodie bepalen: hierdoor is de politiek vandaag een plek van levensbeschouwelijke en ideologische leegheid.

Sid Lukkassen ~ De democratie en haar media

Vroeger was er nog zoiets als een zuil of een kerk, die op basis van een inhoudelijke visie de politiek kon bijsturen. Dit alles is vandaag echter opgelost in één overkoepelend globalistisch progressivisme, met binnenskamers een ons-kent-ons bestuurscultuur. Een debat om elkaar oprecht te overtuigen is tegen deze achtergrond onmogelijk: bij gebrek aan zuilen achter de partijen hebben spindoctors en managers van vluchtige indrukken de macht gegrepen. Een meetup van Jesse Klaver, om een voorbeeld te nemen, is feitelijk een exercitie in zenden door een populaire voorman. Politici worden tot stijliconen: esthetiek neemt het over van de inhoud. Dit is kenmerkend voor de alomvattende beeldcultuur die ik analyseerde in mijn proefschrift.

Argumenten pro- en contra

Evengoed kan men tegenwerpen dat een goed debat veronderstelt dat de partijen zich niet laten overtuigen.

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