Der Tiefe Staat schlägt zu | KenFM.de

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13-03-19 04:34:00,

Die Eliten provozieren Krisen und Kriege, denn sie profitieren davon. Exklusivabdruck aus „Der Tiefe Staat schlägt zu“.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Von Ullrich Mies.

Viele Menschen geben sich nicht mehr damit zufrieden, wie grotesk oder sogar perfide Regierungen und Bewusstseinsindustrie die Wirklichkeit interpretieren. Sie merken, dass sie nach Strich und Faden belogen und betrogen werden. Sie suchen nach Erklärungen dafür, warum es mit den Gesellschaften im Westen, die uns täglich als alternativlose westliche Werteordnung präsentiert wird, für die meisten Menschen immer schlechter wird. Die Autoren des im August 2017 erschienenen Buches „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ (1) analysierten, dass die westlichen Kapital-Demokratien im Zeitalter des finanzmarktgetriebenen Turbokapitalismus nichts anderes sind als Oligarchenveranstaltungen, die von Herrschaftscliquen nach 1990 gänzlich zu Fassadendemokratien heruntergewirtschaftet wurden. Die wesentlichen Entscheidungen — so die Autoren — gehen vom sogenannten Tiefen Staat aus — also von unsichtbaren, nicht gewählten Machtgruppen. Im neuen Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu“ (2), setzen 16 Autoren diese Analysen mit Blickrichtung auf die internationale Politik fort. Es wird dargelegt, wie die herrschenden westlichen „Eliten“ in einem etwa 25-jährigen Prozess die internationale Ordnung erodierten, die sogenannte Friedensdividende von 1990 vor die Wand fuhren, neue Kriege vom Zaune brachen und den Kalten Krieg 2.0 installierten. Der folgende Text ist die Einleitung zum Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu“. (3)

Von 1990 bis heute hat sich das transatlantisch-neokonservative Establishment aufgrund seiner imperialistischen NATO- und EU-Expansionsbestrebungen als Hauptkrisen- und Kriegstreiber erwiesen. Wie es der Tiefe Staat — der Dunkelraum der Herrschenden — vollbrachte, die Friedensdividende des Jahres 1990 schleichend zu zerstören und schließlich konsequent vor die Wand zu fahren, ist Gegenstand dieses Buches.

Blicken wir kurz auf den Beginn der 1990er-Jahre zurück. Nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989, dem Zerfallsprozess der UdSSR um 1990/1991 und der Auflösung der Warschauer Vertragsorganisation 1991 glaubten viele Menschen an die Einlösung einer Friedensdividende.

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„Der Tiefe Staat schlägt zu“: Geheime Machtstrukturen der Weltpolitik aufgedeckt

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01-03-19 08:06:00,

Ein neues Buch möchte Licht ins Dunkel der Weltpolitik werfen. „Der Tiefe Staat schlägt zu“ lautet der Titel des Bandes, der am Freitag im Wiener Promedia-Verlag erscheint. Unter den Gast-Autoren lassen sich renommierte Journalisten und Experten finden. Ein „Ex-DDR-Agent schreibt das Vorwort“, sagt Herausgeber Ullrich Mies gegenüber Sputnik.

2017 veröffentlichte der Politikwissenschaftler Ullrich Mies gemeinsam mit Jens Wernicke das Buch „Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ bei „Promedia“, einem in Wien ansässigen Verlag. Dieser Band bestand aus mehreren Gast-Beiträgen und beschäftigte sich mit Aktivitäten des sogenannten „Tiefen Staats“. Dieser wird auch „Ständige Bürokratie“ oder „Permanente Regierung“ genannt. Darunter verstehen Experten und Insider tieferliegende bis geheime Machtstrukturen, die unabhängig von Wahlausgängen der vordergründig sichtbaren Politik im Hintergrund zu ihrem Vorteil agieren.

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Der tiefe Staat des George H. W. Bush

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22-01-19 11:18:00,

Der damalige US-Präsident Ronald Reagan und sein Vize-Präsident George H. W. Bush im Oval Office, 1984. Foto: David Valdez, U.S. National Archives and Records Administration / gemeinfrei

  1. Der tiefe Staat des George H. W. Bush

  2. Cover Up

  3. Nachspiel


  4. Auf einer Seite lesen

Reagans Vizepräsident betrieb einen Schattengeheimdienst

Einen Monat nach dem Tod des 41. Präsidenten der USA wartet der legendäre Investigativjournalist Seymour Hersh mit brisanten Enthüllungen über George Herbert Walker Bush auf. Hersh, der 1970 mit dem Pulitzerpreis bedacht wurde, war einst in der Watergate-Affäre maßgeblich an der Demontage von Richard Nixon beteiligt und macht seither US-Präsidenten das Leben schwer.

Wie Hersh nunmehr von überwiegend nicht genannten Quellen zugetragen wurde, installierte Bush als Vizepräsident pragmatisch einen Schattengeheimdienst, der diskret nasse Sachen wie politischen Mord erledigte. Mit seinem verborgenen Netzwerk hinterging Bush seinen Präsidenten, die CIA und das Pentagon – sowie jegliche Kontrolle.

Schattengeheimdienste

Schattengeheimdienste haben in den USA eine gewisse Tradition. Bereits der allererste US-Geheimdienst Secret Service, der im 19. Jahrhundert offiziell nur dem Schutz der Währung diente, hatte die geheime Primärfunktion, Komplotte gegen den Präsidenten aufzudecken. Das “Secret Team” der CIA, das in den 1960er Jahren unter der Leitung von William King Harvey schmutzige Operationen wie politischen Mord und Staatsstreiche ausführte, war innerhalb der CIA keine offiziell verfasste Organisation, sondern agierte wie ein Geheimbund.

Geheimdienst-Direktor Allen Dulles kontrollierte die von ihm aufgebaute CIA auch nach seiner Entlassung von seinem Privathaus aus heimlich weiter. Dulles’ Vertrauter James Jesus Angleton betrieb sogar “eine CIA innerhalb der CIA”, um diese zu kontrollieren. Auch Richard Nixon, der den “Clowns aus Langley” misstraute, rekrutierte Ex-CIA-Leute für seinen inoffiziellen Privatgeheimdienst, die “Klempner”, die etwa für ihn das Watergate-Hotel verwanzen sollten. Einer seiner Klempner plante sogar die Vergiftung des lästigen US-Journalisten Jack Anderson.

Unweises Haus

Als 1981 Präsident Ronald Reagan ins Weiße Haus einzog, erwies sich der greise Schauspieler bei Geheimdienstthemen als überfordert und desinteressiert. Beim ersten Briefing des Nationalen Sicherheitsrates beschränkte sich sein Beitrag auf die Bewirtung der Teilnehmer, anschließend wurde er dort nicht mehr gesehen.

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Tagesdosis 9.11.2018 – Tiefe Einblicke. Schreiben einer in Syrien lebenden US-Ärztin | KenFM.de

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09-11-18 12:53:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

„Das Abschlachten meiner Freunde und Nachbarn war kein syrisches Projekt. Die Pläne dazu wurden in Europa entwickelt.“

Diese Zeile ist einem Brief einer amerikanischen Ärztin, die in der syrischen Hafenstadt Latakia lebt, entnommen. Der Brief ist an Bernd Duschner von der Hilfsorganisation „Freundschaft-mit-Valjevo“ gerichtet. Obwohl dieses Schreiben bereits auf den „Nachdenkseiten“ veröffentlicht wurde, hat Bernd Duschner dem Autor dieser Zeilen freundlicher Weise die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung in der Tagesdosis erteilt. Zunächst aber ein paar Worte über Bernd Duschner und was der Verein „Freundschaft mit Valjavo“ mit Syrien zu tun hat.

Bernd Duschner, – so hieß es in einem Artikel des Online-Magazins Rubikon (1) sei „der lebende Gegenbeweis zur Behauptung, dass der Einzelne ja sowieso nichts bewirken kann; dass uns bei aller Empörung ja doch nur der Rückzug ins Private bleibt, in die Resignation angesichts der Kriegsmaschinerie, die in immer neuen Ecken der Welt angeworfen wird, um ganze Völker zu zermalmen.“

Andere fühlen sich bei Bernd Duschner an das Motto von Gandhi erinnert, das hieß: „Sei selber der Wandel, den du sehen willst!“

Bernd Duschner lebt in Pfaffenhofen. Zur Veränderung seines Lebens wurde der Versicherungsfachmann durch die schrecklichen Bilder des völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieges gegen Jugoslawien motiviert. Dieser erste Krieg in Europa seit 1945 hat uns wieder die ganze Wucht der Zerstörungen, des Todes und des Elend der betroffenen Menschen vor Augen geführt. Duschner, kein Freund großen Reden, machte sich sofort daran, konkrete Hilfe zu leisten, im Rahmen seiner Möglichkeiten; und die sollten sich schnell vervielfältigen.

Mit einem rasch gegründeten Verein „Freundschaft mit Valjevo“  (benannt nach dem von NATO-Bombern mehrmals angegriffenen Ort Valjevo im damaligen jugoslawischen Bundesstaat Serbien) organisierte er Lastwagen, die er gemeinsam mit Vereinsmitgliedern vollgepackt mit gesammelten Medikamenten, Babynahrung und Kleidung für die zivilen Opfer der NATO-Aggression nach Valjevo brachte.

Auch in den nachfolgenden westlichen Angriffskriegen von Afghanistan über Irak bis zuletzt in Syrien hat sich Duschner und der Pfaffenhofener Verein, der immer noch „Valjevo“ im Namen trägt,

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Der tiefe IT-Staat

Der tiefe IT-Staat

06-10-18 08:10:00,

Die Netze sind:

  • das persönliche Mitnehm-Netz;
  • das Netz im privaten Raum;
  • das Netz im öffentlichen Raum;
  • das Anwendungsnetz;
  • das Netz der Geheimdienste.

Die Netze überschneiden sich teilweise, wirken aber erfolgreich zusammen. Genutzt werden die Netze von privaten und staatlichen Stellen, in der Regel im tief Verborgenen.

Digitale Geräte, die die Nutzer immer bei sich tragen können, haben sich in den letzten Jahren rasant verbreitet. In erster Linie sind es Smartphones, fast alle Erwachsenen tragen eines bei sich, aber auch immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen sie. Nicht ganz so verbreitet sind Tablets. Neu hinzugekommen sind „Fitness-Bänder“ und Automobile, die auch mit dem Internet verbunden sind.

Die Fitness-Bänder dienen dazu, den Gesundheitszustand der Nutzer zu erfassen und seine Bemühungen um dessen Erhalt und Verbesserung zu verfolgen. Bei den Autos ist es inzwischen möglich, das Fahrverhalten und die gefahrene Strecke zu erfassen. Die von Bändern und Autos jeweils erfassten Daten gehen mindestens an die Versicherungswirtschaft und bei Autos auch an die Automobilhersteller, ohne dass die Nutzer bemerken, wann das geschieht und welche Daten übertragen, wo gesammelt und gegebenenfalls weitergegeben werden. Erst wenn die Versicherungswirtschaft einen neuen Vertrag anbietet oder eine Verbesserung der Versicherungsbedingungen verweigert, tritt das an die Oberfläche. An der Oberfläche sichtbar wird es auch, wenn auf Grundlage der Daten zukünftig die Schuldfrage bei Unfällen geklärt wird oder Strafen beispielsweise für Geschwindigkeitsübertretungen ausgesprochen werden. Unter der Oberfläche bleibt, wer die gefahrene Strecke wann aufzeichnet. Der Fahrer wird über sein Smartphone identifiziert. Die Teilnahme an einer kritischen Aktion ist damit kaum noch abzustreiten. Das alles geschieht, ohne dass es die Nutzer bewusst wahrnehmen, also tief verborgen.

Im Vergleich zu dem, was mit den Smartphones möglich ist und geschieht, ist das alles aber noch harmlos. Kein anderes digitales Gerät forscht den Nutzer so umfassend aus wie das Smartphone: Kontakte – damit auch den Bekanntenkreis des Nutzers –, Verbindungsdaten, seit neustem Inhalte von Telefongesprächen, gesprochenes Wort, einschließlich der Erkennung des Inhalts, Medien – Töne, Bilder, Filme –, E-Mails, Daten von Messengern, Nutzung sozialer Netzwerke, Surfverhalten sowie Ortsdaten über GPS und Telefonnetze. Von all dem bekommt der Nutzer in der Regel nichts mit. Es entsteht ein umfassender Datenschatten des Nutzers, in den Daten eingeflossen sind, die teilweise Jahrzehnte zurückreichen können.

Ein Beispiel: Während der Nutzer eine App verwendet,

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Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit | KenFM.de

Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit | KenFM.de

25-08-18 05:10:00,

Erstmal, ich weiß nicht warum man Live-Publikum sein möchte
Und warum Klatschen / BeiFall als bestädigung gilt.
Weil die Lautstärke doch die Ehre des Menschen abzieht und aufnimmt.
Der Tiefe Staat hat auch Gehirne, Menschen und ein Leben.

Es hätte echt
Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Religion
heißen sollen
Ich bin wichtig weil das und das und ich habe ein Buch geschrieben, die Vorstellung ohne Persönlichkeit und nur mit Tatwerk hat nicht authentisches.
Der schlimmste Tot der BRD ist wohl das Wasserbakterium am 04.05.1986

Wenn jeder in einem Militärregime lebt, ohne es zu sehen, darf ich jedem die verbreitung des Tiefen Staat unterstellen.
Für euch ist es vielleicht besser wenn ihr die Digitalisierung zu recherche nutzen könnt und mein alter kennt schon garkeine recherche ohne digitalisierung

Also wenn man erst entwöhnt wird von der Otto-Normal-Standart Presse weil man die Information nicht mehr findet, die für einen selbst wichtig ist, hat man schon einen Fehler begangen, man hat sich an das Presse erzeugnis gewöhnt.
Das ist mein persönliches Urteil. 2014

Also wenn ich als 8 jähriger es schaffe zu rebellieren, kann ich nur noch die intelligenz der Schulbesucher in frage stellen.
Die Ukraine war bis dato das offensichtlichste was ich als Mensch sehen konnte. Es ist nichtmal versteckt.
Skripal ist bereits mainstreamer. Hinter diesem Verdacht sehe ich eine Verschwörungstheorie, von Russland, England und Deutschland. Die Geschichte ist garnicht wichtig.
Wenn ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, verfolgt wird, kann ich dort bereits unterstellen, das es sich um eine Operation gegen die Öffentlichkeit handelt.
Weil indessen hätten die Medien garnicht darüber berichten müssen. Weil der Obdachlose bei seiner verhungerung auch nicht einen Bericht wert ist.
Ja, sie alle handeln nach Interessen
[Wenn Snowden, als Geheimdienstmitarbeiter der ausführer einer Geheimdienstoperation ist, die NSA auffliegen zu lassen, wäre es eine False Flag] Um z.B. an der Schule die NSA-Wirtschaftsspionage zu unterrichten.

Es benötigt auch keine Selbstmordanschläge um einen Kriegsgrund zu rechtfertigen. Es müsste nur über Medien verbreitet werden, um eine Falschmeldung zu produzieren. Ob da praktische Wahrheit dahinter steht, ist hinfällig ab dem Punkt wo der Krieg beginnt.

Ich finde es sehr schlimm,

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Siegt der “tiefe Staat” über Trump?

Siegt der “tiefe Staat” über Trump?

19-07-18 06:18:00,

Bild: Screenshot Video/Weißes Haus / gemeinfrei

  1. Siegt der “tiefe Staat” über Trump?

  2. Nicht an der russischen Einmischung, sondern am US-Wahlsystem ist Clinton gescheitert

  3. “Fight the Game, not the Players”


  4. Auf einer Seite lesen

Bizarre Reaktionen nach dem Treffen mit Putin: Der Machtkampf in den USA und in Deutschland über die Verschwörungstheorie zur “russischen Einmischung”

Es ist schon bizarr, welche Reaktionen das Treffen zwischen Trump und Putin in den USA und auch in Deutschland ausgelöst hat. Man könnte fast den Eindruck haben, Trump habe Putin den Atomkoffer persönlich übergeben, so vehement jaulten die Vertreter des “tiefen Staates” und die vom ihm abhängigen Politiker aller Parteien auf.

Dabei verlief das Treffen zwischen Putin und Trump recht unspektakulär. Es gab weder gemeinsame Abkommen noch eine gemeinsame Stellungnahme, aber auch keinen Eklat. Man könnte also wie Bundesaußenminister Maas sagen, es ist gut, dass es stattgefunden hat, weil es immer besser ist, wenn Politiker, die über ein Atombombenpotential verfügen, das die Welt gleich mehrmals in die Luft sprengen könnte, nicht ständig den Eindruck erwecken, als würden sie gleich einen Krieg auslösen wollen.

Da es aber keine konkreten Vereinbarungen gab, hätte man das Treffen auch schnell abhaken und zu den wichtigeren Fragen übergehen können. Doch in den USA entwickelte sich Deutung des Treffens zu einem Machtkampf.

Die Verschwörungstheorie über die russische Wahlmanipulation

Politiker des tiefen Staates, die sich in allen Parteien finden, wollten Trump nicht durchgehen lassen, dass er auf der Pressekonferenz mit Putin nicht die Verschwörungstheorie von der russischen Wahlbeeinflussung nachgebetet hat.

Der Druck war so stark, dass sich Trump dann mit der Ausrede behelfen musste, er habe eigentlich das Gegenteil von dem gemeint, was er auf der Pressekonferenz gesagt hat. Der tiefe Staat hatte zuvor schon seine Macht gezeigt, als er pünktlich zur Russlandreise Trumps Anklage gegen zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter erhob, die er der Cyberangriffe beschuldigte. Alle halten sich in Russland auf, so dass wohl niemand je vor einem US-Gericht stehen wird. Doch das war gar nicht Ziel der Anklage.

Es sollte eine Kulisse aufgebaut werden,

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Putin stürzt die USA in eine tiefe politische Krise

Putin stürzt die USA in eine tiefe politische Krise

17-07-18 06:38:00,

US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am 16.07.2018 in Helsinki. (Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am 16.07.2018 in Helsinki. (Foto: dpa)

Sergej Lawrow, Melania Trump und Mike Pompeo in Helsinki. (Foto: dpa)

Sergej Lawrow, Melania Trump und Mike Pompeo in Helsinki. (Foto: dpa)

Der Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Helsinki dürfte nachhaltige politische Verwerfungen in den USA nach sich ziehen. Auslöser könnte die Rezeption des Gipfels sein, auf dem Putin den Eindruck des entschlosseneren Politikers auch aus Sicht der meisten US-Beobachter hinterließ. Putin vermied auf dem Gipfel jeden aggressiven Ton und stellte geschickt darauf ab, auf Augenhöhe mit der Weltmacht USA zu operieren – eine Position, die ihm zuletzt von Barack Obama abgesprochen worden war, der Russland als „Regionalmacht“ abzuqualifizieren suchte. Spätestens seit dem militärischen Erfolg der Russen in Syrien und einer besonnenen, aber hartnäckigen Bündnispolitik Russlands im Nahen Osten haben sich die geopolitischen Koordinaten allerdings verschoben.

Der Grund für den unmittelbar nach der Gipfel-Pressekonferenz einsetzenden, heftigen innenpolitischen Streit ist jedoch in der Zerrissenheit in den USA zu suchen. Das politische Establishment in Washington beschäftigt sich seit nunmehr anderthalb Jahren mit der bis heute nicht durch handfeste Beweise belegten Behauptung, dass Russland sich in die US-Wahlen eingemischt und damit die Demokratie nachhaltig beschädigt habe.

Diese Annahme wird vordergründig von der Anklage gegen 12 russische Militärspione gestützt, die auf Grundlage der geheimen Ermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller am Freitag erhoben worden war. Die Anklage enthält allerdings bei Licht besehen keine die amerikanische Demokratie gefährdende Verbrechen, sondern bezieht sich auf mehr oder weniger übliche Aktivitäten aus den Bereichen Agitation und Propaganda.

Bei der Pressekonferenz sorgte Trump jedoch für Aufruhr in der Intelligence Community, bei den Demokraten und auch bei etlichen Republikanern. Trump hatte gesagt, dass die USA und Russland beide Schuld am schlechten Verhältnis der beiden größten Nuklear-Mächte trügen. Dies sei schlecht für den Frieden in der Welt. Trump sagte, er glaube zwar auch seinen Geheimdiensten.

Putin habe ihm aber mit sehr starken Argumenten begründet, dass die russische Regierung sich nicht in die Wahl eingemischt hätte.

In diesem Zusammenhang brachte Trump überraschend die Aktivitäten seiner Kontrahentin Hillary Clinton ins Spiel und verlangte, dass die Server gefunden werden müssten, auf denen Clinton tausende Emails gespeichert hatte. Dies ist bemerkenswert, weil eine Attacke gegen eine US-Mitbürgerin vor dem russischen Präsidenten als grobe Illoyalität gesehen werden muss.

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Die US-Wahl und der tiefe Staat

Die US-Wahl und der tiefe Staat

21-05-18 02:11:00,

CIA - Central Intelligence Agency

(Bild: dpa, Carolyn Kaster)

FBI-Informant war CIA-Mann

Der skurrile Wahlkampf um das Weiße Haus von 2016 beschäftigt Justiz, Medien und Comedians auf vielfacher Ebene. In diesem als bislang schmutzigstem Wahlkampf geltenden Drama fiel nunmehr eine weitere Personalie auf.

Nach bis vor Kurzem geltendem Informationsstand soll das FBI auf eine mögliche Verwicklung Russlands in den Skandal mit Hillary Clintons E-Mails durch die Geschwätzigkeit von Trumps Wahlkampfhelfer George Papadopoulos gekommen sein. Papadopoulos prahlte in feuchtfröhlicher Runde mit australischen Diplomaten damit, dass das Trump-Lager Clinton mit russischem Schmutz am Zeug flicken wolle. Papadopoulos‘ Kolportage soll das FBI auf die Spur einer mögliche Einflussnahme Russlands auf die US-Wahl gebracht haben – sowie zur Ermittlung einer möglichen Konspiration der Russen mit Trump.

Nun aber scheint es, dass das FBI bereits vorher über die Trump-Kampagne von einem gut vernetzten Professor informiert war. Zwar bemühte man sich in Washington darum, den Namen des Professors aus der Öffentlichkeit zu halten, doch Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald sah sich diesem Codex jedoch nicht verpflichtet. Bei dem geheimen FBI-Informanten handelt es sich um einen ehemaligen CIA-Mann, der bereits bei Reagans infamen Wahlkamp von 1980 durch geheimdienstliche Kolportagen mitmischte.

Obwohl sich in den letzten Tagen jeder in Washington zusammenreimen konnte, um wen es ging, tat man sich mit der Namensnennung schwer, denn der Mann ist eng mit dem Bush-Clan verbunden, der auf Trump bekanntlich schlecht zu sprechen ist. Es handelt sich um den emeritierten Cambridge-Professor Stefan Halper, der bereits unter Nixon und Ford im Weißen Haus gedient hatte. Der heute 71 jährige Politikwissenschaftler Halper hatte einst für General Alexander Haig (täuschte sowjetische U-Boot in schwedischen Hoheitsgewässern vor), Donald Rumsfeld (verkaufte dem Irak Giftgas und log die USA in den Irakkrieg) und Richard Cheney (vertuschte bereits unter Ford mit Rumsfeld das Horror-Geheimprogramm MKUltra) gearbeitet.

1980

In Reagans Wahlkampf gegen Amtsinhaber Jimmy Carter von 1980 ließ der tiefe Staat seine Muskeln so stark wie wohl nie zuvor oder danach spielen. Die Demokraten waren bei der CIA und erst recht bei den Ex-CIA-Leuten verhasst, da Präsident Carter nach den infolge Watergate eingerichteten Untersuchungsausschüssen Mitte der 1970er Jahre die CIA extrem beschnitt. Carters CIA-Direktor Stansfield Turner hatte einen Großteil des Personals aus dem stark angeschlagenen Geheimdienst geworfen. Der Mann, der vor Turner die CIA zwischen 1976 und 1977 geleitet hatte,

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