Trump geht – Biden kommt: Grund zur Hoffnung auf eine friedlichere Welt? | KenFM.de

18-01-21 01:39:00,

Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.

Nach der Wahl Bidens zeigten sich die Politiker in den meisten europäischen Hauptstädten, aber vor allem in Brüssel erleichtert, gilt Biden Vielen doch als Demokrat und Freund Europas. Kanzlerin Merkel propagierte sofort den engen Schulterschluss mit den USA. So wie sie, hoffen viele europäische Entscheidungsträger in dem Außenpolitik-Veteranen Biden wieder einen Partner zu haben.

Für den CDU-Hoffnungsträger Norbert Röttgen spricht alles dafür, dass unter Präsident Biden „Rationalität, Berechenbarkeit und der Geist von Partnerschaft in die transatlantischen Beziehungen zurückkehren werden“. Für Biden stelle – seit er 1973 erstmals als Vertreter von Delaware in den Senat gewählt wurde – die „Zusammenarbeit Europas und der USA das Fundament der amerikanischen Außenpolitik“(1).

Etwas Wasser in den Wein goss Sigmar Gabriel, der frühere Bundesaußenminister und Vorsitzender der Atlantik-Brücke: „Die Europäer sind nicht mehr im Zentrum der Welt. Der Atlantik ist nicht mehr das Gravitationszentrum des Welthandels – das ist längst im indopazifischen Raum, daran orientieren sich die USA. Und das ist auch gut so, denn wir haben nicht die Kraft, um China auszubalancieren – aber das bedeutet, dass Amerika immer weniger europäisch und immer pazifischer werden wird.“(2) Gabriel sieht daher Interessenkonflikte auf uns zukommen.

Außenpolitik-Veteran Biden: Partner für wen?

Schon vor der Amtsübergabe am 20. Januar 2020 wird nun die Biografie Bidens auf Hochglanz gebracht. Jeder Makel wird wegpoliert – wie auch im aktuellen Wikipedia-Eintrag.

Dieses idealistische Bild vom mächtigsten Mann der Welt ist ziemlich realitätsfern; die Aussichten auf eine ethisch verantwortliche und zukunftsweisende Politik im Schulterschluss mit den USA sind mit Biden eher schlechter geworden.

Der junge Rechtsanwalt Joe Biden gewann sein erstes politisches Mandat im November 1970 bei der Wahl des Rats des New Castle County. Schon zwei Jahre später siegte er in Delaware bei der Senatswahl und vertrat den Bundesstaat ab 1973 bis zum Antritt der Vizepräsidentschaft 2009 im Senat der Vereinigten Staaten. Delaware, gut zwei Stunden südlich von New York City gelegen, ist einer der kleinsten US-Staaten mit annähernd einer Million Einwohnern und nennt sich stolz „Unternehmenshauptstadt der Vereinigten Staaten“. Auf jeden Einwohner kommt hier ein registriertes Unternehmen,

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Will Trump Be First US President Removed From Office or Convicted Post-Tenure? – Global Research

13-01-21 06:16:00,

Only three US presidents were impeached — Andrew Johnson for sacking his war secretary Edwin Stanton, Bill Clinton for lying about sex, and Trump twice.

The first time was for winning an election he was supposed to lose and unorthodox actions in office.

The second coming Wednesday is largely to prevent him from serving in public office again, along with wanting him and supporters vilified for wrong reasons, ignoring justifiable ones.

Legitimate reasons existed to impeach, convict and remove most former US presidents from office — notably for crimes of war and against humanity on invented enemies.

This step was never taken because most elected and appointed US officials would share guilt in the above offenses and others.

Impeachment of US presidents is a politicized affair, for invented offenses, not real ones.

Charges against Andrew Johnson, Bill Clinton, and Trump twice were meritless, the same true for Richard Nixon’s forced resignation.

The Constitution’s Article II, Section 4 is supposed to be used as a check against abuses of power.

It empowers Congress to impeach, convict, and remove an unfit to hold office president or other elected or appointed officials.

It’s supposed to be for “treason, bribery, or other high crimes and misdemeanors.”

The latter phrase is undefined and thus abused.

House members are empowered to impeach by a simple majority.

A Senate two-thirds majority is required to convict.

While unlikely, Trump may become the first sitting or former US president to be convicted by Senate members.

If before his term expires on January 20, he’d be forced from office.

If after his tenure ends, he could be barred from holding public office again by a separate vote.

He could be denied benefits afforded former US presidents under the 1958 Former Presidents Act.

He could lose them by removal pursuant to Article II, Section 4 of the Constitution, according to the law — including his pension and Secret Service protection.

The law states that presidents “whose service in such office shall have terminated other than by” removal from office office are entitled to benefits.

According to Law Professor Josh Blackman,

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Trump und Biden auf der Wippschaukel – je tiefer T, desto höher B

12-01-21 10:40:00,

Zurzeit gibt es immer wieder gutes Anschauungsmaterial dafür, wie relevant und hilfreich es ist, die Methoden der Manipulation zu kennen. Wenn man zum Beispiel die Aufgabe des Wippschaukeleffektes begriffen hat, dann versteht man besser, was zur Zeit vorgeht: Je mehr der bisherige Präsident als Übeltäter erscheint und dargestellt wird, umso mehr erstrahlt das Lichtlein Biden. Dieses Erstrahlen hat dann sofort politische Konsequenzen, zum Beispiel: Der deutsche Außenminister rühmt den neuen Präsidenten und macht gleich noch einen Projektvorschlag: transatlantischer New Deal. Ich habe den Wippschaukeleffekt ähnlich schon einmal erlebt: Willy Brandt wurde in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts schlechtgemacht, auch um Helmut Schmidt in strahlendem Licht erscheinen zu lassen. Die damaligen Vorgänge sind in „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“ beschrieben. Die entsprechende Textpassage ist im Anhang angefügt. Albrecht Müller.

Ohne Zweifel ist der noch amtierende Präsident eine makabre Gestalt. Aber jetzt wird er von Politikern und Medien noch dunkler dargestellt und auch deshalb immer tiefer getaucht, weil damit unhinterfragt sein Gegenspieler hochgeschaukelt wird. Dabei wird zum Beispiel vergessen gemacht, dass Vizepräsident Biden noch mehr als Präsident Obama für das Führen von Kriegen eintrat. Es wird auch vergessen gemacht, dass Bidens Sohn in besonders lukrative Geschäfte in der Ukraine verwickelt war. Das kann man vom Amt des Vaters nicht trennen.

Wie erwähnt, ermöglicht die mit der Wippschaukel verbundene Verklärung im konkreten Fall schon den öffentlichkeitswirksamen Vorstoß unseres Bundesaußenministers:

@HeikoMaas
Wir gratulieren Joe Biden zu seinem Wahlerfolg und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten Regierung der Vereinigten Staaten. Unser Angebot steht: für einen transatlantischen Neustart, einen „New Deal”. #bidenharis2020 (2/5)

Und am 10.01.2021:

Nach Sturm aufs Kapitol
Maas will mit USA „Marshallplan für Demokratie“ erarbeiten

Wenn Sie sich mit den Kenntnissen der verschiedenen Methoden der Manipulation und einschlägigen Fällen vertraut machen, dann wird es Ihnen um vieles leichter fallen, das Geschehen zu durchschauen und einzuordnen. Deshalb weisen wir auf den NachDenkSeiten immer wieder auf die gängigen Manipulationsmethoden und auf einschlägige Fälle hin. Das ist sozusagen unsere Kernarbeit. Deshalb hier ein paar Ergänzungen zu anderen Methoden:

Übertreibung.

Markus Söder kennt diese eigentlich billige Methode und wendet sie an: Der bayerische Ministerpräsident vergleicht zum Beispiel die Gefahr des Corona-Virus mit der Pest.

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FYI Trump’s Latest Yemen Move Is Far Worse Than The Capitol Riot

12-01-21 09:00:00,

While the Capitol riot is being hysterically compared to Pearl Harbor and Kristallnacht by the political/media class, the Trump administration has done something far, far worse that is receiving far, far less attention.

The US State Department has officially announced its intention to designate Yemen’s Houthis as a terrorist group, as many had previously warned. Humanitarian organizations have been condemning the move as it will make it more difficult to provide aid to a population that is already being brutalized by the worst mass atrocity in the entire world, a Saudi-led atrocity which could not occur without the help of the western power alliance.

We are already seeing some effects of this designation.

We are ceasing all operations in the United States for the time being, as well as putting a temporary halt to our intended plans for humanitarian fundraising.

Let it be known that the Trump Administration just criminalized foreign humanitarian aid to #Yemen. pic.twitter.com/uUDEgEu9hP

— Yemen Solidarity Council (@YSCouncil) January 11, 2021

Antiwar‘s Dave DeCamp reports the following:

The terror designation will hamper the efforts of international charities that deliver food to Houthi-controlled areas, where 70 percent of Yemen’s population lives and malnutrition is the most widespread.

Aid agencies fear their work in north Yemen will now be criminalized since the Houthis are the authority they have to deal with and make transactions with. US terror designations open up sanctions on any individuals or entities that do business with those Washington brands as terrorists.

Pompeo said exemptions would be made for humanitarian goods. But any additional roadblocks for aid agencies will cause more suffering in Yemen since the situation is so dire. “Even with exemptions, the operation will be compromised,” said Janti Soeripto, the president of Save the Children, according to AP News.

The United Nations conservatively estimates that some 233,000 Yemenis have been killed in the war between the Houthis and the US-backed Saudi-led coalition, mostly from what it calls “indirect causes”. Those indirect causes would be disease and starvation resulting from what UN Secretary-General Antonio Guterres calls “the worst famine the world has seen for decades”.

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Trump, Twitter und die parlamentarische Demokratie | Von Ernst Wolff | KenFM.de

11-01-21 08:40:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Der Kurznachrichtendienst Twitter und die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram haben Donald Trumps Accounts Ende vergangener Woche zunächst vorübergehend und anschließend dauerhaft gesperrt. Dem US-Präsidenten wurde damit die Möglichkeit genommen, weiterhin auf direktem Weg mit 88 Millionen Twitter-Followern, 35 Millionen Facebook-Abonnenten und 25 Millionen Instagram-Usern zu kommunizieren.

Twitter nannte als Grund für den Schritt „das Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt“. Facebook- und Instagram-Chef Mark Zuckerberg schrieb auf seinem Facebook-Account: „Die schockierenden Geschehnisse der letzten 24 Stunden zeigen klar, dass Präsident Donald Trump seine verbleibende Amtszeit dazu missbrauchen will, eine friedliche Übergabe der Macht an seinen Nachfolger Joe Biden zu unterminieren.“

Viele Menschen haben positiv auf die Entscheidungen der sozialen Online-Dienste reagiert. Das verwundert kaum, denn die Wut auf den US-Präsidenten ist groß. Unter ihm haben die USA die größte Vermögensumverteilung ihrer Geschichte erlebt, er hat den Sumpf in Washington nicht, wie im Wahlkampf angekündigt, trockengelegt, sondern vier Jahre lang begünstigt und das Amt des Präsidenten im Stil eines Monarchen zur eigenen Bereicherung missbraucht.

Dennoch ist es keinesfalls angebracht, die Entscheidung der sozialen Netzwerke zu feiern. Im Gegenteil: Die Zensur zeigt auf erschreckende Weise, dass demokratische Rechte, wie das der freien Meinungsäußerung in unserer Zeit nicht mehr von der Politik, sondern direkt von Digitalunternehmen und den hinter ihnen stehenden Großinvestoren gewährt oder verweigert werden.

Wer diese Investoren sind, zeigt ein Blick auf die Aktionärsstruktur der online-Dienste: Die größten institutionellen Aktionäre von Twitter sind die Vermögensverwaltungen Vanguard, Morgan Stanley Investment Management und BlackRock, die zusammen etwas mehr als 21 Prozent der Aktien halten. Facebook und Instagram gehören beide zum Facebook-Imperium von Multi-Milliardär Mark Zuckerberg. An ihm halten auch BlackRock und Vanguard Anteile, doch kann Zuckerberg mit seinen fast sechzig Prozent der Stimmrechtsanteile als Alleinherrscher gelten.

Unter den vier größten Aktionären von Amazon und Apple, die am Wochenende angekündigt haben, Trumps Ausweich-Portal Parler zu sperren, finden sich ebenfalls BlackRock und Vanguard sowie Ultrareiche wie Jeff Bezos und Arthur Levinson.

Nicht viel anders sieht es im Hintergrund von YouTube aus.

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