CoKi Umfrage zur Mund-Nasen-Bedeckung (Maske) | KenFM.de

21-10-20 07:00:00,

Am Wochenende des 19.10.2020 hat das RKI Empfehlungen zur Corona-Prävention an Schulen herausgegeben, die auch eine Maskenpflicht im Unterricht der Grundschule enthält, wenn die Infektionszahlen auf 50/100.000/7d steigen.

Die Wissenschaftler Dr. med. Silke Schwarz und Prof. Dr. med. David Martin der Universität Witten/Herdecke haben vor diesem Hintergrund ein Mit-Mach-Forschungsprojekt für Eltern, Pädagog*Innen und Ärzt*Innen gestartet, auf das wir gerne aufmerksam machen und zur Teilnahme anregen möchten.

Die beiden Wissenschaftler planen eine Studie über Wirkung der verschiedenen Masken auf Kinder bei stundenlanger Tragezeit auf pCO2, transkutan und in der Maske, Katecholaminproduktion, Atem- und Herzfrequenz.

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Umfrage: Virologen haben Angst öffentlich Meinung zu äußern

13-05-20 01:08:00,

Eine Umfrage unter Virologen, Immunologen und anderen in der Corona-Krise gefragten Medizinern hat ergeben, dass viele Angst haben, öffentlich Ihre Meinung zu äußern. Außerdem sehen die Experten einige Maßnahmen der Regierung skeptisch.

Der wohl bekannteste Virologe, Christian Drosten, warnt immer wieder davor, auf die Meinung anderer Ärzte zu hören, die nicht kompetent genug wären, die Gefahren durch das neuartige Coronavirus einzuschätzen. So sagte Drosten bereits vor einem Monat in einem Videoclip des Bundesgesundheitsministeriums: „Verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Professoren oder Doktoren, die nur, weil sie Mediziner sind, für sich beanspruchen, Ahnung von diesen Dingen zu haben.“

An diesem Dienstag legte der Star-Virologe von der Berliner Charité in seinem Podcast für den NDR nach, als er kritisierte, dass Ärzte und Professoren in Videos „irgendeinen Quatsch in die Welt setzen“. Möglicherweise sind es auch solche Äußerungen, die andere Virologen und Mediziner derzeit einschüchtern, obwohl sie selbst oft über jahrzehntelange Erfahrung auf dem Gebiet der Virenforschung und -bekämpfung verfügen.

Ein Drittel sieht freie Meinungsäußerung bedroht

So ergab nun eine Umfrage unter Virologen, Mikrobiologen, Immunologen, Intensivmedizinern und anderen Experten, deren Meinung eigentlich in der Corona-Pandemie gefragt sein sollte, dass viele Mediziner sich inzwischen eher zurückhalten. Aus der Umfrage des Universitätsklinikums Eppendorf in Hamburg (UKE), der Gesellschaft für Virologie (GfV) und der Universität Tübingen geht hervor, dass rund ein Drittel der befragten Experten die freie Meinungsäußerung in der Wissenschaft aktuell bedroht sehen.

Keine Diskussion – immer dieselben Interviewpartner

Die Rolle der Medien wird von den befragten Medizinern und Wissenschaftlern zunehmend kritisch eingestuft und nur noch von 59 Prozent als sachlich empfunden. Bei einer ähnlichen Umfrage Anfang April unter damals 197 Medizinern empfanden noch 79,7 Prozent die Berichterstattung als sachlich. Die Experten vermissen inzwischen eine ausgewogene Berichterstattung (82,6 Prozent) – zu oft würden die gleichen befragt. Außerdem, so die Aussage von 62,9 Prozent, fehle eine konstruktive Fachdiskussion mit unterschiedlichen Positionen der Experten. Jeder zehnte Befragte beklagte sich zudem über eine sehr restriktive Informationspolitik einiger Universitäten, sogar ein Drittel aller Expertinnen und Experten sieht die freie Meinungsäußerung in der Wissenschaft als bedroht. Professor Michael Schindler, Leiter der Molekularen Virologie an der Uni Tübingen, erklärt hierzu: „Ein aus unserer Sicht bedenkliches Ergebnis. Wenn sich ein Drittel der Fachkolleginnen und Kollegen in Ihrer freien Meinungsäußerung bedroht sieht, sollten wir unsere Diskussionskultur grundsätzlich hinterfragen.“

Zweifel an Kitas- und Schulschließungen und Mund-Nasen-Schutz

Die Umfrage unter 178 Medizinern brachte noch andere erstaunliche Ergebnisse.

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Umfrage: Bevölkerung in Hongkong nicht per se gegen China

06-01-20 03:45:00,

5. Januar 2020 in Hongkong. Bild: Studio Incendo/CC BY-2.0

Thomson-Reuters-Erhebung: Mehrheit stützt Proteste, will aber keine Unabhängigkeit von Beijing

Seit Monaten sorgen die Proteste gegen den Einfluss der Volksrepublik China in Hongkong für Schlagzeilen. Dennoch streben nach einer neuen Umfrage nur 17 Prozent der Einwohner der ehemaligen britischen Kolonie eine vollständige Unabhängigkeit von China an. 20 Prozent der Befragten kritisieren indes, China habe das Modell “ein Land, zwei Systeme” missbraucht, um Pekings Einfluss zu stärken.

Nach dem Vertrag zwischen China und Großbritannien soll dieses System bis mindestens 2047 gelten. Danach würde Hongkong – wenn die Regelung so beibehalten wird – vollständig zu China gehören. Die neue Umfrage wurde von der Nachrichtenagentur Thomson Reuters Ende Dezember veröffentlicht und wirft durchaus Fragen über die demokratischen Mehrheitsverhältnisse in Hongkong auf.

Die Erhebung war vom Hong Kong Public Opinion Institute für Thomson Reuters durchgeführt worden. Mitte Dezember hatte das Institut 1.021 Einheimische befragt, wie sie zu den anhaltenden Protesten in der Sonderverwaltungszone stehen. Gefragt wurde auch nach den Ansichten über die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam. Demnach unterstützt eine Mehrheit von 59 Prozent die Proteste. 57 Prozent der Befragten sprechen sich für die Absetzung Lams aus.

Die Proteste hatten im vergangenen Jahr als Reaktion auf eine Reihe von Regierungsentscheidungen begonnen. Die Lage eskalierte schließlich im Zusammenhang mit der Debatte über einen Gesetzesvorschlag, der nach strafrechtlichen Anklagen die Auslieferung von Bürgern aus Hongkong an das chinesische Festland ermöglicht hätte. Chinakritische Abgeordnete im Parlament von Hongkong sahen das Vorhaben als Bruch der Ein-Land-Zwei-System-Politik an. Diese Politik gilt seit der Rückgabe Hongkongs durch die britische Regierung in den neunziger Jahren an China.

Die neue Umfrage stärkt nun die chinesische Führung, zumal sie von einem westlichen Medium verbreitet wurde und schwer als Propaganda abgetan werden kann. Chinesische Medien hatten die Proteste in Hongkong mehrfach als Versuch ausländische Kräfte kritisiert, um Hongkong politisch zu destabilisieren. Die meist prowestlichen Demonstranten, die mit US-Fahnen auf die Straße gingen und ein Eingreifen der US-Regierung von Donald Trump forderten, taten das Ihre, um diese Darstellung zu stützen.

Führende chinesische Politiker, einschließlich Präsident Xi Jinping, haben die USA mehrfach vor einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten Hongkongs gewarnt. Dennoch hatte der US-Senat vergangenen Monat ein Gesetz (Hongkong Human Rights and Democracy Act) verabschiedet,

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Internationale Umfrage: Zweidrittel der Angestellten ziehen ein KI-System ihrem Vorgesetzten vor

18-10-19 07:44:00,

Bild: Nasa

65 Prozent der Befragten sind angeblich “optimistisch, erfreut und dankbar”, mit Robotern zusammenzuarbeiten, was dann doch misstrauisch macht

Wenn es um autonome Kampfroboter geht, schrecken die einen davor zurück und fordern, dass letztlich ein Mensch über tödliche Handlungen entscheiden müsse. Irgendwie unterstellen, dass ein Mensch “humaner” oder moralischer entscheiden könne, was die Grausamkeiten zwischen Menschen verdrängt. Deswegen sagen andere, Maschinen könnten ethische Prinzipien. Etwa Vorschriften den Kriegsrechts, besser und genauer umsetzen als Menschen, weil sie regelgeleitet und ohne Emotionen agieren. Das sind die Fragen, die für die meisten Menschen weit weg sind, ihnen dürfte es auch egal sein, ob sie von einem Menschen oder einem Roboter getötet oder verletzt werden.

Aber für viele könnte die Situation eintreten, dass nicht nur KI-Systeme darüber entscheiden, welche Jobs Menschen erhalten oder nicht, sondern dass eine Maschine der Boss ist, der die Abläufe in einem Büro, einer Redaktion oder einem Betrieb steuert. Auch hier könnte man sich fragen, ob man lieber unter einem Vorgesetzten arbeitet, der kühl Regeln befolgt oder der auch von Emotionen geleitet wird, von Vorurteilen, spontanen Entscheidungen, schlechter Laune, Abneigungen und Bevorzugungen. Lässt man sich von einer Maschine steuern, die vielleicht nur die Arbeitsabläufe oder die Teambildung vorschreibt, sondern auch, wann man eine Lohnerhöhung erhält, in der Hierarchie aufsteigt oder Urlaub bekommt?

Nach einer erstaunlichen Umfrage haben 82 Prozent der Angestellten in China ein höheres Vertrauen in Roboter als in menschliche Vorgesetzte. In Indien sind es sogar 89 Prozent, weltweit, so die Umfrage von Oracle und Future Workplace aber auch fast Zweidrittel. Auch in Singapur (83%), Brasilien (78%), Japan (76%) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (74%) würden mehr Robotern als ihren menschlichen Vorgesetzten trauen. In den westlichen Ländern ist man da skeptischer, auch wenn es noch mehr als die Hälfte sind: in Australien/Neuseeland noch 58 Prozent, in den USA 57, in Frankreich 56 und in Großbritannien 54 Prozent. Deutsche wurden nicht befragt.

Misstrauen die Menschen sich selbst?

Das Misstrauen in menschliche Vorgesetzte ist also überall hoch, man möchte also lieber von einem mutmaßlich neutralen Mechanismus gelenkt werden als von einem Menschen. Für die Studie von Oracle und Future Workplace wurden 8370 Angestellte in 10 Ländern befragt.

Auffällig ist, dass mehr Männer als Frauen Vertrauen in KI haben.

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Umfrage: 750 Millionen würden in ein anderes Land migrieren wollen

12-12-18 08:27:00,

Bild: Pueblo sind Fronteras

Nach der Gallup-Umfrage will aus manchen Ländern die Hälfte der Bevölkerung und mehr auswandern, das begehrteste Zielland ist aber nicht, wie die AfD meint, Deutschland

Zeitgleich mit der Verabschiedung des UN-Migrationspakts hat das amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup die Ergebnisse von weltweiten Umfragen veröffentlicht. Befragt wurden zwischen 2015 und 2017 über 450.000 Menschen in 152 Ländern, also nach dem Beginn der so genannten “Flüchtlingskrise” in Europa, ob sie, wenn sie die Gelegenheit hätten, permanent in ein anderes Land auswandern oder lieber weiter in ihrem Land leben wollen. Danach würden 750 Millionen Menschen oder 15 Prozent der Erwachsenen migrieren, wenn sie könnten.

Natürlich sagt man schnell mal, dass man in ein anderes Land will, wenn man so unverbindlich gefragt wird. Immerhin sagt auch ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union, dass sie dauerhaft in einem anderen Land leben wollen. Trotzdem dürfte die hohe Zahl Wasser auf der Mühle von Einwanderungsgegnern sein, auch wenn es in einer Umfrage 2007-2009 schon einmal 16 Prozent waren.

Aber wenn es heißt von der AfD und anderen, die Migranten würden, wenn sie könnten, Deutschland überrennen, weil sie hier das Sozialsystem ausnützen wollen (AfD: “Wir müssen den Ausverkauf der deutschen Sozialsysteme verhindern”), liegt man hier nach Gallup ebenso wenig richtig als bei der Vorstellung, dass Deutschland das beliebteste Einwanderungsland geworden sei. Geradezu grotesk ist auch noch die Behauptung, Merkel habe den Migrationspakt durchgesetzt: “Der Migrationspakt ist der selbstherrliche Versuch Merkels, ihre unverantwortliche Politik der offenen Grenzen in Deutschland nachträglich zu legitimieren und zum Maßstab einer weltweiten Einwanderungspolitik zu machen. Schon heute steht fest, dass vor allem Deutschland als weltweit wichtigstes Zielland die Folgen dieser Politik der Kanzlerin wird tragen müssen.” (Gauland/Weidel)

Nach der Gallup-Umfrage ist keineswegs Deutschland das beliebteste Einwanderungsland, ganz an der Spitze stehen die USA. Das ist insofern beachtlich, weil die Umfrage teilweise schon in den US-Wahlkampf und das erste Präsidentschaftsjahr von Donald Trump, aber auch noch in die Zeit, als Deutschland gerade erst Flüchtlinge offen aufgenommen hatte.

Von den Befragten, die auswandern wollen, gaben 21 Prozent oder 158 Millionen an, sie würden am liebsten in die USA. An zweiter Stelle steht mit 6 Prozent (47 Millionen) Kanada, an dritter eben Deutschland mit 6 Prozent und 42 Millionen,

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