Unsere größte Verantwortung

15-04-21 06:01:00,

Während ich diesen Artikel schreibe, den ich eigentlich ganz anders verfassen wollte, lausche ich der Melodie einer wundervollen Pianoversion des allseits bekannten Titels „Sonne“ von Rammstein. Inzwischen versuche ich verzweifelt, ein paar gehaltvolle Sätze zu formulieren, und bin getragen von Melancholie.

Ich denke an meine Kindheit, an die unbeschwerte Zeit, die ich erlebte, an Momente, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin, an meine liebevollen Eltern, an die unvergesslichen Freundschaften, an die Liebe, die ich genießen, und die unfassbar schönen Augenblicke, die ich in meinem kurzen Leben hier auf diesem Erdball erfahren durfte. Ich halte mir just in diesem Atemzug vor Augen, wie gut ich es doch hatte. Ich vermag es kaum in Worte zu kleiden, wie sehr ich dieses Momentum genieße, während ich diese Zeilen verfasse. Ich mache mir bewusst, welch unbeschreibliches Glück ich hatte, während ich betrübt realisiere, was gerade um uns herum passiert.

Ich schaue aus dem Fenster, lasse die Klänge auf mich wirken und verspüre ein unbeschreibliches Gefühl der Weite. Ich schließe die Augen und schwebe davon. Ich stelle mir vor, wie friedlich die Menschheit miteinander leben, wie sehr das Glück sie umgeben und welche Harmonie zwischen all den Völkern dieser Erde existieren könnte. Ein kurzes illusorisches Gefühl der Zufriedenheit kommt in mir hoch, was ich dennoch vollends genieße.

Wenn ich mir die Aufnahmen anschaue, die ich vergangene Woche gemacht habe, schwanke ich zwischen Bedauern und Glückseligkeit: Glückseligkeit, mitansehen zu dürfen, wie unbeschwert ein Kinderherz diese groteske Welt wahrnimmt, und Bedauern, zu realisieren, dass diese kleinen Seelen wohl niemals mehr diese Sorglosigkeit erleben werden, wie ich sie einst erfahren durfte.

Der Gedanke bestürzt. Er beflügelt mich andererseits in meinem Handeln. Er motiviert mich dazu, das zu tun, was ich tue, mit meinen bescheidenen Mitteln ein kleines Leuchtfeuer zu entfachen, einen Versuch zu wagen, einen Beitrag dafür zu leisten, dass diese Dystopie nicht eintritt, die ich befürchte. Die glühenden Augen dieser kleinen Wesen ermutigen mich dazu, weiterzumachen, egal wie es ausgehen mag. Ihre Unbekümmertheit, ihre Unschuld ist es, die mich dazu bewegt, Zeilen wie diese zu schreiben, ehrlich zu sein und zu verewigen, wie Menschen wie ich die Welt gerade wahrnehmen.

Das ganze Leben noch vor sich, sind sie bereits jetzt mit einer Situation konfrontiert, die sie noch nicht einmal rational einschätzen können.

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„Unsere Politiker dürfen nicht Marionetten Amerikas sein!“ – Jürgen Todenhöfer gründet neue Partei

13-11-20 10:48:00,

Der bekannte Publizist und Ex-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer will erneut in die Politik einsteigen – für eine „fundamental neue, ehrliche Politik“. Er tritt aus der CDU aus und gründet eine neue Partei. Auf einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin stellte er am Donnerstagabend seinen ultimativen Plan für Deutschland vor.

In der Außenpolitik stellte er bei der Gelegenheit die Ansprüche seiner Partei mit dem Testnamen „Team Todenhöfer“ vor. „Mehr Verantwortung übernehmen? Durch Kriege?“, sprach er dabei etwa indirekt das neuerliche Bekenntnis von Bundeskanzlerin Merkel zu den USA an. Für die Freundschaft mit „dem wichtigsten Verbündeten“ müsste man aber im 21. Jahrhundert mehr eigene Verantwortung übernehmen, ließ Merkel am Montag wissen. 

„Wir werden im Falle einer Regierungsbeteiligung alle militärischen Auslandseinsätze Deutschlands stoppen, alle, alle!“, rief der 80-jährige Todenhöfer dann von der Bühne am Brandenburger Tor, vor der sich schätzungsweise über 200 Menschen versammelt hatten. „Diese chaotischen Kriege sind doch die Hauptursache der Flüchtlingswelle! Die Hauptursache des Terrorismus.“

Als Beispiel führte er dabei den Chef der Grünen, Robert Habeck, an, der auch Kinderbücher schreibt und sich neuerdings mit Terrorismus auseinandersetzen und antiterroristische und antiislamistische Strategien entwickeln soll.

„Alles in Ordnung, habe ich früher als Antiterrorrichter in Terrorismusprozessen auch machen müssen“, kommentierte Todenhöfer und wurde herzlich beklatscht. 

„Aber der beste Beitrag, den die Grünen gegen den Terrorismus leisten könnten, ist, dass sie aufhören, bei Abstimmungen über die Kriegseinsätze für den Krieg zu stimmen!“ Stattdessen würde ein großer Teil ihrer Fraktion selber einen Beitrag zum Terrorismus leisten. „Der Habeck war doch nie im Krieg – dann würde er keine Kinderbücher mehr schreiben. Der Krieg ist ein Bumerang, der irgendwann zurückschlägt.“

„Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt“, hatte der damalige deutsche Verteidigungsminister Peter Struck am 11. März 2004 zu der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan erklärt. „Die Sicherheit Deutschlands wird am Hindukusch gefährdet! Da entsteht Terrorismus“, weiß Todenhöfer, der den Nahen und Mittleren Osten als Kriegsreporter bereiste, zu widersprechen. „Aber diese Sofastrategen würden da nie hingehen.“

Vor diesem Hintergrund hieße der Vorschlag seiner Partei: Alle Bundestagsabgeordneten, die im Bundestag für Kriege stimmen, müssten anschließend vier Wochen selber an die Front. 

„Es ist ein so genialer Vorschlag, weil es immer weniger Kriege geben wird! Weil sie da nicht hinwollen, weil sie die Hosen voll haben.“ 

Als emotionales Beispiel führte er sein Treffen mit einem zehnjährigen Mädchen in der Nähe von Tora Bora an,

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“Über unsere Währung entscheiden wir selbst!” | Von Anselm Lenz und Batseba N‘Diaye | KenFM.de

19-08-20 05:11:00,

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Während Berufspolitiker und Mainstreammedien unter Corona immer aggressiver werden, entspinnt sich eine umfangreiche Verfassungsdiskussion in der Demokratiebewegung. Am 29. August soll die Friedliche Revolution von 1989 nach 31 Jahren vernünftig vollendet werden. Die Chancen dafür stehen immer besser.

Ein Kommentar von Anselm Lenz und Batseba N‘Diaye. (Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand)

»Ich bin da sehr dankbar, wenn Bußgelder verhängt werden«, zitierte am Dienstagabend das staatliche Nachrichtenmagazin Tagesschau Bundeskanzlerin Angela Merkel, »auch für das Nichttragen von Masken oder ähnlichem«. Denn das seien »nicht einfach so Bagatelldelikte, sondern einfach auch Gefährdung der Mitmenschen«, so die seit 15 Jahren amtierende Regierungschefin.

Draußen vor der Tür hatten sich Demokratinnen und Demokraten mit Spruchbändern versammelt, die die Ablösung der Regierung wegen »Verbrechen gegen die Menschlichkeit« und »Demokratie, Verfassung, Wissenschaft und Freiheit« forderten. Drinnen im Düsseldorfer Ständehaus stellte die Bundeskanzlerin einen weiteren möglichen Kanzlerkandidaten für die noch für dieses Jahr immer wahrscheinlicher werdenden Neuwahlen vor: Den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU).

Merkel äußerte mit ihrer Forderung auf Verschärfung der körperlichen Maßnahmen auch am Dienstag eine Meinung, die aus Sicht der Schulmedizin bereits vor dem Bruch mit der bundesdeutschen Verfassung durch Einsetzung des Notstandsregimes ab dem 25. März 2020 widerlegt gewesen war. Demnach geht weder von »Corona« eine erheblich größere Gefahr als von anderen Grippeinfekten aus, noch hätte das Tragen von Masken einen positiven Effekt für die Gesundheit des Trägers oder dessen Mitmenschen. All das ist Merkel bekannt. Am Dienstag ging es ihr um den politischen Appell, das Krisentheater der Bundesregierung im globalen Konzert weiter mitzuspielen.

Zusammenbruchstendenzen des Finanzmarktkapitalismus hatten sich bereits seit Mitte des Jahres 2019 in Form von Negativzinsen abgezeichnet, mit denen die Existenz von Bargeld für Banken, Konzerne und große Internet-Handelskonzerne zum Problem wurde. Bereits im März 2020 analysierte der Finanzmarktexperte Dirk Müller nach dem Aufkommen der Corona-Krisenregimes, »dieser Crash ist gewollt«.

Der Virologe der Universitätsklinik Bonn, Professor Hendrik Streeck hatte mit seiner Heinsberg-Studie seine These bewiesen: »Wäre uns der Virus nicht aufgefallen,

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Befreit unsere Kinder!

14-08-20 03:32:00,

Seit Wochen und Monaten werden die Menschen mit Horrormeldungen von steigenden Infektionszahlen bombardiert. Ein Rekord jagt den nächsten. Umfragen besagen, dass viele Menschen in Deutschland einen zweiten Lockdown für möglich, ja sogar für wahrscheinlich halten. Das mediale Dauerfeuer zeigt Wirkung. Besonders leiden nun die Kinder und Schüler hierzulande unter dieser Endlosschleife aus Panik.

Ab dieser Woche müssen Kinder von der 5. Klasse aufwärts in Nordrhein-Westfalen (NRW) an den Schulen ganztägig Masken tragen. Man mag sich das gar nicht ausmalen. Von früh bis spät vermummt, maskiert, unter einem Stofffetzen gefangen bei mehr als 30 Grad im Schatten. Die Funktion der Schule als sozialer Hort ist in Gefahr, ein Urwald aus Regeln und Vorschriften belastet die jungen Kinderseelen.

Ärzte und Verbände schreiben Offene Briefe, um vor den Gefahren dieses Vermummungszwangs zu warnen. Sie betonen die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Doch bislang treffen sie mit ihren Einwänden bei den Behörden auf eine Mauer aus Beton. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind vor diesem Wahnsinn schützen? Das Gefühl der Hilflosigkeit macht sich breit. Bei nicht wenigen schlägt diese Hilflosigkeit in Wut um.

Seit einer Woche vermeldet das Robert Koch-Institut (RKI), dass die Zahl sogenannter Infizierter in Deutschland täglich auf über 1.000 gestiegen sei. Man verschweigt dabei geflissentlich, dass die Zahl der Tests deutlich erhöht wurde.

Ebenso wenig verweist man auf die Unzuverlässigkeit jener Tests. Man scheint nur ein Ziel vor Augen zu haben, und dieses Ziel lautet: Einschüchterung und Gleichschaltung der Bevölkerung. Und das Mittel dazu ist die Zahl positiver Tests. Damit kann man manipulieren, Furcht schüren, Widerspruch im Keim ersticken.

Noch.

Die Zeit der Virologen ist abgelaufen. Bald treten Statistiker in den Vordergrund, deren Zahlen die Phrasen der Politiker als das entlarven, was sie sind: ein verzweifeltes Klammern an die Macht.

Max Roser ist ein Ökonom und Statistiker an der Oxford Universität. In den vergangenen Jahren hat er soziale und gesellschaftliche Daten auf zahlreichen Feldern erfasst und verglichen. Aber nicht nur das, er hat auch die Website Our World In Data erstellt, mit der er eine riesige Menge an Informationen für jedermann — sowohl für Privatpersonen als auch für Medien — frei zugänglich gemacht hat. Our World In Data ist ein gemeinnütziges Projekt,

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Unsere Zivilisation hat die gesamte spirituelle Geschichte der Menschheit pathologisiert | KenFM.de

11-07-20 07:46:00,

Von Dirk C. Fleck.

Manchmal tut es gut, sich in der Literatur zu bedienen, wenn die Seele auf Halbmast hängt. Dann tut es gut, wieder einmal an der Blauen Blume der Romantik zu schnuppern. Eine kräftige Dröhnung Novalis kann Wunder wirken. Wie schrieb der Freiherr von Hardenberg (1772-1801) zum Beispiel in „Die Lehrlinge zu Sais“?

„Wenn man echte Gedichte liest und hört, so fühlt man einen inneren Verstand der Natur sich bewegen, und schwebt, wie der himmlische Leib derselben, in ihr und über ihr zugleich.“ Stimmt. Aber dann fährt er folgendermaßen fort: „Naturforscher haben die unermessliche Natur zu mannigfaltigen, kleinen gefälligen Naturen zersplittert und gebildet.

Unter ihren Händen starb die freundliche Natur, und ließ nur tote, zuckende Reste zurück, dagegen sie vom Dichter, wie durch geistvollen Wein, noch mehr beseelt zum Himmel stieg, jeden Gast willkommen hieß und ihre Schätze frohen Muts verschwendete. Es ist schon viel gewonnen, wenn das Streben, die Natur vollständig zu begreifen, zur Sehnsucht sich veredelt, zur zarten, bescheidenen Sehnsucht, die sich das fremde Wesen gerne gefallen lässt, wenn es nur einst auf vertrauteren Umgang rechnen kann (…)“

Novalis schrieb diese Zeilen, als Europas Landschaft noch wie ein Paradies anmutete. Er schrieb sie in weiser Voraussicht, denn zu einem vertrauteren Umgang mit der Natur, wie ihn sich der Dichter wünschte, waren die nachfolgenden Generationen bis heute nicht fähig. Angenommen, man hätte den Freiherrn vor 218 Jahren tief gefroren und erweckte ihn jetzt wieder zum Leben – wären wir überhaupt noch in der Lage, uns den Schrecken vorzustellen, der ihn befallen würde?

23 Jahre nach Novalis Tod schrieb Heinrich Heine seinen Bericht „Die Harzreise“. Heine war als Student von Göttingen durch den Harz über den Brocken bis nach Ilsenburg gewandert. Und zeigte sich zutiefst beeindruckt von der Schönheit der Natur. Wenn man diese Strecke heute noch einmal in Angriff nehmen würde, müsste man sich durch eine von Straßen zerfurchte, mit Baumärkten, Tankstellen und Strommasten bespickte Landschaft kämpfen, die in ihren Rudimenten allenfalls noch erahnen lässt, was Heine in Verzückung geraten ließ.

„Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott“. Diese Worte stammen von Friedrich Schiller,

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