Upload-Filter: Alle Demos auf einen Blick

upload-filter-alle-demos-auf-einen-blick

01-03-19 03:46:00,

In den nächsten Wochen gehen Menschen in vielen Städten Deutschlands und in anderen europäischen Ländern für eine gemeinsame Sache auf die Straße: für ein freies Internet ohne Upload-Filter und Leistungsschutzrecht. Seit Februar haben sich die Proteste gegen die EU-Urheberrechtsreform vom Netz auf die Straße ausgebreitet. In Köln demonstrierten schon zweimal mehrere Tausend Menschen und in Berlin könnten am Samstag, den 2. März, ähnliche Zahlen erreicht werden. Weitere Demonstrationen folgen schon in den nächsten Tagen, bis die Protestbewegung am 23. März vermutlich ihren Höhepunkt erreichen wird.

Wir haben eine Karte mit Informationen darüber erstellt, wo es in Deutschland überall Demonstrationen geben wird – in grün – und wo es bereits welche gab – in gelb. Wir werden die Karte und die Liste mit allen Veranstaltungen aktuell halten. Wir sammeln auch die Teilnehmerzahlen zu den Veranstaltungen. Bitte ergänzt, wenn etwas fehlt oder es eine Änderung gibt, mit jeweiligem Link zur Demo- oder Event-Seite.

Zukünftige Termine

Stadt
Auftaktort
Datum
Zeit

Berlin
Axel-Springer-Hochhaus
2.3.19
13:00

Worms
tba
2.3.19
16:00

Magdeburg
tba
9.3.19
tba

Bremen
Marktplatz
17.3.19
13:30

Berlin
Potsdamer Platz
23.3.19
14:00

Dortmund
Friedensplatz
23.3.19
14:00

Dresden
Goldener Reiter
23.3.19
14:00

Düsseldorf
Friedrich Ebert Straße
23.3.19
13:00

Erfurt
Anger
23.3.19
14:30

Frankfurt
Paulsplatz
23.3.19
14:00

Fürth
tba
23.3.19
13:00

Hamburg
Gänsemarkt
23.3.19
13:00

Hannover
Ernst-August-Platz
23.3.19
11:00

Karlsruhe
Stephanplatz
23.3.19
13:30

Kiel
Landtag
23.3.19
13:00

Koblenz
Löhrrondell
23.3.19
13:30

Köln
Neumarkt
23.3.19
14:00

Leipzig

23.3.19
14:00

Lüneburg
Am Sande, IHK
23.3.19
11:00

München
Marienplatz
23.3.19
13:30

Rostock
Universitätsplatz
23.3.19
12:00

Saarbrücken
Tbilisser Platz
23.3.19
14:00

Stuttgart
Rotebühlplatz
23.3.19
14:00

Vergangene Termine

Stadt
Datum
Teilnehmer lt. Polizei
Teilnehmer lt. Veranstalter

Köln
16.2.19
1500
2000

Köln
23.2.19
2500
4000

Hannover
1.3.19

 » Lees verder

Keine Upload-Filter bei Human Connection | KenFM.de

keine-upload-filter-bei-human-connection-kenfm.de

28-02-19 12:51:00,

Von Daniel Gast.

Kaum ein Thema wird im Netz aktuell so heiß diskutiert, wie der Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform. Die Kampagnenplattform Change.org zählt aktuell mehr als 4,8 Millionen Unterstützer der Petition gegen Artikel 13 und die damit verbundenen Upload-Filter. Dennoch hatten sich die EU-Unterhändler in den Trilog-Verhandlungen auf einen Entwurf mit dem umstrittenen Artikel 13 geeinigt. Während Kritiker den Politikern Zensur vorwerfen, reden Politiker von gezielter Desinformation durch Google und Kritiker im Netz. Human Connection als gemeinnützige Plattform dürfte nach aktuellem Stand von Artikel 13 nicht betroffen sein.

Zweck der EU-Urheberrechtsreform

Etwa zwei Jahre hat es gedauert, bis der heutige Entwurf zur neuen EU-Urheberrechtsreform fertiggestellt wurde. Die Richtlinie soll die Urheberrechte von Verlagen, Journalisten und Künstlern auf großen Plattformen wie YouTube und Facebook besser schützen. So sollen künftig „Online-Content-Sharing-Dienste“ für Urheberrechtsverletzungen selbst haften, wenn sie nicht mittels Erkennungssoftware gewährleisten können, dass urheberrechtsverletzende Inhalte nicht hochgeladen werden können oder entsprechende Lizenzverträge mit den Rechteinhabern aushandeln.

Wer ist betroffen?

Artikel 2 der Reform regelt, für welche Plattformen diese gilt und welche davon ausgenommen sind. Betroffen sind Online-Content-Sharing-Dienste, dessen Hauptzweck oder einer der Hauptzwecke darin besteht, eine große Anzahl von urheberrechtlich geschützten Werken oder anderen geschützten Inhalten durch Nutzer auf die Plattform hochzuladen. Nicht-Kommerzielle Plattformen sollen hiervon ausgenommen werden. So wäre beispielsweise Wikipedia als Non-Profit-Online-Enzyklopädie nicht betroffen. Auch Human Connection sollte nach aktuellem Stand als gemeinnützige GmbH zu den Ausnahmen zählen. Ebenfalls ausgenommen sind Start-Ups, die noch nicht länger als drei Jahre existieren und einen Jahresumsatz von weniger als zehn Millionen Euro erwirtschaften.

Betroffen seien nach Ansicht von Medien-Rechtsanwalt Christian Solmecke beispielsweise auch Bilddatenbanken. Solmecke betreibt neben seinem YouTube-Kanal „WBS“ mit über 360.000 Abonnenten auch seit 2007 die Bilddatenbank piqs.de mit knapp 200.000 Fotos. Dort können Fotografen ihre Fotos hochladen und andere Nutzer können diese kostenlos nach der Creative Commons Lizenz nutzen. Nach eigenen Angaben würde Solmecke mit dieser Plattform etwa 20 Euro pro Monat verdienen. Der Rechtsanwalt sieht hier keine andere Möglichkeit als einen Upload-Filter. Die Kosten hierfür würden die Einnahmen der Plattform deutlich übersteigen. So kommt Solmecke zu dem Schluss, dass er die Plattform bei Durchsetzung von Artikel 13 aufgeben würde.

 » Lees verder

Upload-Filter: Breites Bündnis warnt vor “gefährlichem Irrweg”

Upload-Filter: Breites Bündnis warnt vor “gefährlichem Irrweg”

28-02-18 03:16:00,

Upload-Filter bedrohen die freie Entfaltung und Kreativität sowie die Vielfalt von Inhalten insgesamt im Internet. Das schreibt ein breites Bündnis aus Wirtschaftsverbänden, Bürgerrechtsorganisationen und der digitalen Zivilgesellschaft in einem heute veröffentlichten offenen Brief. Der Appell richtet sich unter anderem an den EU-Abgeordneten Axel Voss (CDU), der als Berichterstatter federführend an der EU-Urheberrechtsrichtlinie mitwirkt, sowie an deutsche Politiker wie die Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) oder Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU).

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Letzte Woche hat Axel Voss dem ausschlaggebenden Rechtsausschuss des EU-Parlaments seinen Vorschlag vorgelegt, der trotz aller Kritik die von der EU-Kommission vorgesehenen Upload-Filter enthält. Mit diesen sollen Plattformbetreiber jeden Inhalt, sei es ein Text, ein Bild, ein Ausschnitt eines Musikstücks oder eines Videos, beim Upload auf mögliche Urheberrechtsverletzungen prüfen. Hat die Plattform keinen Vertrag mit dem jeweiligen Rechteinhaber abgeschlossen, soll sie eine Veröffentlichung verhindern.

Aufbau einer automatisierten Zensurinfrastruktur

„Upload-Filter schaden mehr als sie nützen. Sie gefährden die Meinungs- und Informationsfreiheit im Netz“, sagt Volker Tripp von der netzpolitischen Bürgerrechtsorganisation Digitale Gesellschaft. Denn Upload-Filter würden eine automatisierte Überwachung aller hochgeladenen Inhalte bedeuten und auf eine umfassende Zensurinfrastruktur hinauslaufen. Hand in Hand geht damit die Gefahr des „Overblocking“ einher, wenn Plattformen im Zweifel lieber zu viel als zu wenig löschen. „Die Plattformen werden versuchen, ihr Haftungsrisiko zu minimieren und nur noch ihnen bekannte und geprüfte Inhalte erlauben“, heißt es im offenen Brief.

Sorgen bereitet dies auch der Internet-Wirtschaft. So warnt Bitkom, der Digitalverband Deutschlands, vor einer „radikalen Abkehr“ bestehender Regelungen zum Umgang mit Urheberrechtsverletzungen im Internet. Derzeit müssen Betreiber illegale Inhalte erst dann von ihren Plattformen entfernen, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden („notice and take down“-Verfahren). Zudem könnten automatisierte Upload-Filter komplizierte Abwägungen nicht vornehmen und fehlerfrei entscheiden, ob es sich um „Kritik, Satire oder Kunst“ handle oder vielleicht doch um eine Urheberrechtsverletzung.

Upload-Filter sind „unverhältnismäßig“

„Die Kommission hat bei ihrem Vorschlag jegliches Augenmaß verloren und versagt bei dem Versuch, das Recht auf freie Meinungsäußerung einerseits und das Recht der Urheber andererseits gegeneinander abzuwägen“, sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Was scheinbar harmlos als Upload-Filter daherkomme,

 » Lees verder