US-Wirtschaft: Der nächste Indikator zeigt eine Rezession an | www.konjunktion.info

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29-07-19 10:48:00,

Auch wenn der Blick der Finanzmedien immer auf den Aktienbereich als “Indikator” für den Zustand der (Welt-)Wirtschaft gerichtet wird, wissen Leser dieses Blogs, dass genau jene Aktienindices eben keinerlei Aussagekraft besitzen, wenn es um die Beurteilung des Gesundheitszustandes einer Wirtschaft geht.

Jetzt ist ein weiterer Rezessionsindikator auf rot gesprungen und wieder muss man schon dezidiert danach suchen, um mehr darüber zu erfahren.

Der Indikator, den ich hierbei meine, ist der Chicago Fed National Activity Index. Dieser Index vereint 85 Indikatoren, um die Stärke der US-Wirtschaft bzw. die Inflation zu messen. Der monatlich veröffentlichte Index sank im letzten Monat auf einen Wert von -0,02, während die Mainstreamanalysten von einem positiven Wert mit 0,1 ausgingen. Damit ist im siebten Monat in Folge dieser Index negativ, was bislang nach Lehrmeinung ein klares Indiz für eine Rezession darstellte

Chicago Fed National Activity Index - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.chicagofed.orgChicago Fed National Activity Index - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.chicagofed.org

Chicago Fed National Activity Index – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.chicagofed.org

Jede vorangegangene Serie von sieben oder mehr Monaten negativen Indexwerten fiel mit einer Rezession zusammen. – Paul Hickey von Bespoke Investment Group

(Every prior streak of seven or more months of negative readings in the index has coincided with a recession. – Bespoke Investment Group’s Paul Hickey)

Doch seltsamerweise beharrt auch ein Paul Hickey, dass es diesmal anders sei und dass es nicht zu einer Rezession in den USA kommen muss. Begründet wird dies damit, dass der Chicago Fed Index nur leicht negativ ist und dass die US-Wirtschaft nur einen “temporären Schluckauf” habe. Weiter meint Hickey, dass die sechs aufeinander folgenden negativen Monate nichts besonderes seien, da der Index bereits seit der Kreditkrise von 2007 zweimal eine ähnliche “Durststrecke” verzeichnen musste:

Die Relevanz des Chicago Fed NAI ist möglicherweise nicht mehr so hoch wie früher.

(The relevance of the Chicago Fed NAI may not be as strong as it used to be.)

Dass die Manipulationen der Federal Reserve seit 2007 die Wirtschaft oben hielten und damit die Rezessionsindikatoren “fehl laufen ließen”, ficht Hickey nicht an. Genauso wenig, dass es diesmal keine (Nahe-)Nullzinsen oder QE-Maßnahmen gibt und die Fed eine restriktive Straffungspolitik fährt.

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Artikelserie: US-Wirtschaft – Die Fakten Teil 5: Wirtschaftsklima und Außenhandel | www.konjunktion.info

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12-07-19 10:06:00,

Im abschließenden Teil dieser kleinen Artikelserie (Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4) zum Zustand der US-Wirtschaft beschäftige ich mich mit den Themen Wirtschaftsklima und Außenhandel.

9. Ein sich stetig verschlechterndes Wirtschaftsklima

Nimmt man das Frachtaufkommen der letzten Monate her, so kann es nicht verwundern, dass das allgemeine Wirtschaftsklima und die Einschätzung der einzelnen Marktteilnehmer alles andere als rosig aussieht. Morgan Stanley schreibt dazu, dass sich die Erwartung der Unternehmer so schlecht darstellt wie zuletzt 2008:

Wirtschaftsklima - Bildquelle: www.activistpost.comWirtschaftsklima - Bildquelle: www.activistpost.com

Wirtschaftsklima – Bildquelle: www.activistpost.com

Abgeleitet davon ist zu erwarten, dass es auch zu keinen weiteren Neueinstellungen, sondern vielmehr zu Entlassungen kommen wird. Denn Unternehmer, die eher pessimistisch in die Zukunft blicken, werden sicherlich keine neuen Jobs schaffen bzw. ihre (in den USA eigentlich nicht existente) Produktion hochfahren.

10. Außenhandelsdefizit steigt weiter an

Donald Trumps Strafzölle bzw. sein Handelskrieg wurden schon zigmal auf diesem Blog thematisiert. Genauso wie dass damit der US-Wirtschaft eher geschadet als geholfen wird. Und trotzdem (oder gerade deswegen) wächst das US-Außenhandelsdefizit weiter an.

“US-Handelsbilanzdefizit steigt im Mai”

Das überraschend hohe Handelsbilanzdefizit im Mai wird das BIP des zweiten Quartals nur leicht belasten. Ein größeres Defizit wirkt sich negativ auf das US-Wirtschaftswachstum aus.

(“U.S. trade deficit in goods jumps in May”

The surprisingly larger May trade deficit will be a modest drag on second-quarter GDP. A larger deficit is a negative for U.S. economic growth.)

Auch die offiziellen Zahlen der Fed belegen diesen Trend:

Fed US-Handelsbilanz - Bildquelle: www.activistpost.comFed US-Handelsbilanz - Bildquelle: www.activistpost.com

Fed US-Handelsbilanz – Bildquelle: www.activistpost.com

Oder die des US Census Bureau:

US-Handelsdefizit Census Bureau - Bildquelle: www.activistpost.comUS-Handelsdefizit Census Bureau - Bildquelle: www.activistpost.com

US-Handelsdefizit Census Bureau – Bildquelle: www.activistpost.com

Und Reuters schreibt in einem Artikel vom 3. Juli:

Das US-Handelsbilanzdefizit stieg im Mai auf ein Fünfmonatshoch, als die Importe von Gütern zunahmen. Dies war wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen vor einem Anstieg der Zölle auf chinesische Waren wieder aufgestockt wurden, was einen deutlichen Anstieg der Exporte in den Schatten stellte.

(The U.S. trade deficit jumped to a five-month high in May as imports of goods increased,

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Artikelserie: US-Wirtschaft – Die Fakten Teil 4: Automarkt und Frachtaufkommen | www.konjunktion.info

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11-07-19 07:46:00,

Nachdem ich die aktuellen Daten aus den USA bzgl. der Produktion und den Dienstleistungen (Teil 1), der inversen Renditekurve und der Arbeitslosenzahlen (Teil 2) sowie der Börsengänge und der Immobilienverkäufe (Teil 3) beleuchtet habe, möchte ich im 4. Teil dieser kleinen Artikelserie die Themen Automarkt und Frachtaufkommen analysieren.

7. Einbrechende Absatzzahlen im Automarkt

Mehrfach berichtete ich bereits über die sinkenden Absatzzahlen bei den Autoverkäufen in den USA. Nun hat es auch den Wohnmobilienmarkt erwischt:

Die Wohnmobilienverkauf fiel im Mai zweistellig. Seit Jahresbeginn sind die Lieferungen im Jahresvergleich um 22% gesunken. Solch fallende Zahlen könnten eine erneute Rezession bedeuten. – Seeking Alpha

(May RV shipments fell by double digits. Year-to-date RV shipments are down 22% Y/Y. Free falling shipments could portend another recession. – Seeking Alpha)

Solche Wohnmobilien sind Luxusgüter, die sich vor allem die Mittelklasse in den USA (noch) leisten kann. Geht es der Mittelklasse in den USA gut, ist dieses Segment der Hauptabnehmer dieser “fahrenden Häuser”. Bereitet sich allerdings die Mittelklasse auf härtere Zeiten vor (oder steckt bereits mitten drin), dann ist bereits in der Vergangenheit dieser Markt eingebrochen. Schon 2018 wurden 4% weniger im Markt abgesetzt als im Vorjahr und aktuell sind es gar 22% weniger als im gleichen Betrachtungszeitraum des Vorjahres.

Aber die einbrechenden Absatzzahlen sind nicht auf dieses Segment begrenzt – wie jeder weiß, der hier regelmäßig mit liest:

Die Analysten von RBC Capital Markets … prognostizierten für diesen Monat einen starken Rückgang der Verkäufe bei General Motors Co. und Ford Motor Co. und prognostizierten auch Absatzschwierigkeiten bei den überaus beliebten Pickups der Unternehmen. – MarketWatch

(Analysts at RBC Capital Markets … forecast steep declines for General Motors Co. and Ford Motor Co. sales this month, and also predicted some trouble for sales of the companies’ perennially popular pickup trucks. – MarketWatch)

Im Jahresvergleich wurden im Juni 7-8% weniger Autos verkauft, obwohl es zahlreiche “Lockangebote und andere Vergünstigungen” seitens der Autohändler in den USA gab. Zudem kommt es aktuell zu Massenentlassungen bei den US-Autoherstellern,

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Artikelserie: US-Wirtschaft – Die Fakten Teil 3: Börsengänge und Immobilienverkäufe | www.konjunktion.info

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10-07-19 08:42:00,

Teil 1 dieser kleinen Artikelserie beschäftigte sich mit den Themen Produktion und Dienstleistung, während ich mich im Teil 2 mit der inversen Renditekurve und den Arbeitslosenzahlen befasste. In Teil 3 beleuchte ich die Qualität der Börsengänge und die Immobilienverkäufe in den USA, um zu zeigen, dass die USA in eine Rezession abgeglitten sind.

5. Qualität der Börsengänge wie weiland zur Dot-Com-Blase

Unrentabilität ist kein Hindernis… Börsengänge mit einem negativen Ergebnis je Aktie erreichten 2018 mehr als 80% und schlossen sich dem Jahr 2000 als dem einzigen Zeitraum an, in dem diese zweifelhafte Schwelle in den letzten 28 Jahren erreicht wurde. – Grant’s Interest Rate Observer

(Unprofitability is no obstacle…. IPOs with negative earnings per share surpassed 80% in 2018, joining 2000 as the only period in which that dubious threshold has been reached in the last 28 years. – Grant’s Interest Rate Observer)

Das letzte Mal, als Investoren im gleichen Masse in unrentable Firmen bei deren Börsengängen investierten, war zu Zeiten der Dot-Com-Blase. Kurz bevor es zu einer doch etwas größeren Korrektur an den Aktienmärkten (Stichwort: Neue Märkte) kam. Aber wundert es wirklich, dass unrentable Unternehmen Rendite suchendes Kapital einsammeln können, während die Aktienmärkte immer noch künstlich oben gehalten werden und die Arbeitslosenzahlen durchmanipuliert sind? Die Märkte nehmen heute keine klassische Analyse der Unternehmen mehr vor, denn sie erhoffen sich, eine erneute (meiner Meinung nach diesmal ausbleibenden) Finanzspritze durch die Federal Reserve.

Wenn die Fed am Ende diesen Monats nicht in Form einer Zinssenkung und neuer Anleihekäufe liefert, dann dürfte es äußerst interessant werden. Die Dot-Com-Blase zum Jahrtausendwechsel hat uns gezeigt, dass Rendite suchendes Geld kein Garant für weiterhin hohe Aktienkurse ist.

6. Weiter einbrechende Immobilienverkaufszahlen

Bereits mehrfach bin ich auf die fallenden Verkäufe im US-Immobilienbereich eingegangen und habe aufgezeigt, dass diese als Vorläufer bzw. Gleichläufer einer Rezession zu bewerten sind. Und die Zahlen werden immer schlechter:

In San Jose, San Francisco und Seattle kam es im Mai zu einer Abschwächung des Netto-Wiederverkaufs (d.h. zu einer Veränderung des Preisanstiegs gegenüber dem Vorjahr im aktuellen Jahr) bei den Immobilienpreisen um 26%, 15% bzw. 13%.

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Artikelserie: US-Wirtschaft – Die Fakten Teil 2: Inverse Renditekurve und Arbeitslosenzahlen | www.konjunktion.info

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09-07-19 10:03:00,

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie bin ich auf die Themen Produktion und Dienstleistungssektor eingegangen, um aufzuzeigen, dass die USA die ersten Wehen einer Rezession durchleben. Heute will ich mich mit der inversen Renditekurve und den Arbeitslosenzahlen befassen.

3. Die gefährliche inverse Renditekurve

Der Anleihemarkt hat am Mittwoch ein weiteres Warnsignal für Investoren aufleuchten lassen, dass ein Konjunkturabschwung bevorsteht. Obwohl der S&P 500 ein neues Allzeithoch erreichte, fiel die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kurzzeitig unter den Tagesgeldsatz, ein Signal, das den letzten fünf US-Rezessionen vorausging. – Yahoo! Finance

Wirtschaftswissenschaftler wissen seit geraumer Zeit, dass Renditekurveninversionen tendenziell verlässliche Vorhersagen für eine Verschlechterung des Geschäftsklimas (Rezessionen) sind. – St. Louis Fed

(The bond market flashed yet another warning signal for investors on Wednesday that a downturn for the economy may be coming. Despite the S&P 500 hitting new all-time highs, the yield on 30-year U.S. Treasury bonds briefly dipped below the overnight fed funds rate, a signal that has preceded the past five U.S. recessions. – Yahoo! Finance

Economists have known for quite some time that yield curve inversions tend to be reliable predictors of business contractions (recessions). – St. Louis Fed)

Treasury Yield Curve - Bildquelle: www.activistpost.comTreasury Yield Curve - Bildquelle: www.activistpost.com

Treasury Yield Curve – Bildquelle: www.activistpost.com

Tweet Otavio Costa - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt TwitterTweet Otavio Costa - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Tweet Otavio Costa – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Insbesondere der Fakt, dass sich im Vorfeld der letzten fünf Rezession immer eine inverse Renditekurve herausgebildet hat und dies inzwischen auch langsam im Mainstream thematisiert wird, muss uns zu denken geben. Denn bislang findet eine Rezession in den USA nach Meinung der meisten Mainstreamanalysten eigentlich nicht statt. Und auch die Fedsche Betrachtungsweise geht nach wie vor von einer “robusten Wirtschaft” aus, was aber diese inverse Renditekurve nicht unterstützt. Will die Fed jedoch ihre Straffungspolitik weiter fortsetzen, kann sie auf diese inverse Renditekurve nicht reagieren.

4. Steigende Arbeitslosenzahlen

Kommt es zu einer Rezession, ist es typisch, dass im Vorfeld ein Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen festzustellen ist. Während die Zahl der Entlassungen in den USA weiter niedrig bleibt, sind die Erstanträge für die Arbeitslosenunterstützung dagegen angestiegen:

Anträge zur Arbeitslosenunterstützung - Bildquelle: www.activistpost.comAnträge zur Arbeitslosenunterstützung - Bildquelle: www.activistpost.com

Anträge zur Arbeitslosenunterstützung – Bildquelle: www.activistpost.com

Auch der Durchschnittswert in der Vier-Wochen-Betrachtung,

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Artikelserie: US-Wirtschaft – Die Fakten Teil 1: Produktion und Dienstleistung | www.konjunktion.info

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08-07-19 08:42:00,

In einer kleinen Artikelserie möchte ich auf die von mir immer wieder geäußerte Verschlechterung der US-Fundamentaldaten eingehen und belegen, dass sich die USA – als noch wichtigste Industrienation – in den ersten Wehen einer Rezession befinden.

Während die Aktienmärkte sich gegen den Trend dieser Fundamentaldaten stellen (als Spätindikator aber durchaus nachvollziehbar), haben eine Vielzahl an echten Fundamentaldaten schon vor längerer Zeit gen Süden gedreht.

1. US-Produktionszahlen weiterhin rückläufig

Der Mai war der dritte Monat in Folge in denen die Produktionszahlen gefallen sind. Gegenüber dem April um -1,2%. In diesen Zahlen sind auch die Werte für die Fertigungsgüter im Transportbereich inkludiert, die allein um 4,4% gefallen sind. Gerade der Bereich Transport ist aber ein sehr guter Beleg für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Ein Blick auf die entsprechende Grafik zeigt den aktuellen Trend auf:

US-Produktion - Bildquelle: www.activistpost.comUS-Produktion - Bildquelle: www.activistpost.com

US-Produktion – Bildquelle: www.activistpost.com

Seit nunmehr August 2018 geht es – abgesehen von einer kleinen Spitze im Weihnachtsgeschäft – stetig nach unten wie auch eine andere Darstellung belegt:

Manufactoring USA - Bildquelle: www.activistpost.comManufactoring USA - Bildquelle: www.activistpost.com

Manufactoring USA – Bildquelle: www.activistpost.com

Viele Analysten sehen darin eine ökonomische Kontraktion, die vergleichbar mit der Zeit vor der Großen Depression ist, weil das Wirtschaftswachstum so gering ausfällt. Die beiden obigen Grafiken werden zudem durch die Dallas Fed Manufactoring Survey (Stimmungsumfrage im produzierenden US-Gewerbe) gestützt, die im Juni weit unter die Annahmen der Mainstreamanalysten fiel:

Dallas Fed Survey - Bildquelle: www.activistpost.comDallas Fed Survey - Bildquelle: www.activistpost.com

Dallas Fed Survey – Bildquelle: www.activistpost.com

Und auch die allgemeine Grundstimmung in der US-Wirtschaft kommt zum gleichen negativen Ergebnis:

General Business Conditions - Bildquelle: www.activistpost.comGeneral Business Conditions - Bildquelle: www.activistpost.com

General Business Conditions – Bildquelle: www.activistpost.com

2. Auch der Dienstleistungssektor bricht ein

Weil sich der Bereich des produzierenden Gewerbes so schlecht in den letzten Monaten dargestellt hat, hatten viele Investoren die Hoffnung, dass sich der Dienstleistungsbereich besser entwickeln würde und die Gesamtwirtschaft oben halten würde. Ein Fehlschluss wie nachfolgende Grafik zeigt (zur Erklärung: alles unter dem Wert 50 wird als “ökonomische Kontraktion” aka Rezession gewertet):

Service Business Activity Index - Bildquelle: www.activistpost.comService Business Activity Index - Bildquelle: www.activistpost.com

Service Business Activity Index – Bildquelle: www.activistpost.com

Auch wenn im Juni die Zahlen etwas besser waren, ist leicht erkennbar, dass sie sich um den “Gefahrenwert 50” bewegen – trotz der massiven Steuersenkungen im letzten Jahr und der enormen Ausgaben durch die US-Regierung.

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US-Wirtschaft: Inverse Renditekurve – Mainstream spricht erstmals von einer Rezession | www.konjunktion.info

us-wirtschaft:-inverse-renditekurve-–-mainstream-spricht-erstmals-von-einer-rezession-|-wwwkonjunktion.info

04-07-19 12:44:00,

Es hat etwas gedauert, aber jetzt ist es auch in der Hochleistungspresse angekommen: erste US-Leitartikler nehmen das böse Wort Rezession in den Mund, um den aktuellen Einbruch bei den Fundamentaldaten zu erklären.

Dabei liegt nicht nur die US-Wirtschaft seit 10 Jahren am Boden, sondern auch der Rest der Weltwirtschaft – kaschiert durch diverse Stimulimaßnahmen und Eingriffe der Notenbanken. Mit der begonnenen Zinssteigerung durch die Fed und ihrer Bilanzrückführung hatte die US-Notenbank gezielt die nächste Phase eingeleitet. Letztlich gilt festzuhalten, dass sich die US-Wirtschaft nie “in einem Erholungsmodus” befand, denn bestimmte Indikatoren wurden durch die Zentralbank künstlich nach oben getrieben/gehalten.

Jetzt da die Fed ihre Straffungspolitik seit nunmehr einem Jahr durchführt, lüftet sich der Schleier. Dabei ist das offensichtlichste Signal die sich weiter fortsetzende inverse Renditekurve – etwas was wir zuletzt 2007 gesehen haben. Eine inverse Renditekurve ist das sichere Zeichen dafür, dass eine Ökonomie in eine Rezession abgeleitet bzw. sich darin befindet. Die letzte sieben Rezessionen belegen diesen Fakt – sie gingen immer mit einer inversen Renditekurve einher.

Was bedeutet dies aber für die Menschen und die Investmentwelt? Wird man sich des bereits stattfindenden Zusammenbruchs bewusst? Die Antwort auf diese Fragen lautet: nein, man ist sich dessen immer noch nicht bewusst und damit wird es auch keine Gegen-/Schutzmaßnahmen für die einfachen Bürger geben.

Während einige Mainstreamökonomen endlich zugeben, dass sich die USA in einer Rezession befinden, argumentieren manche von ihnen dagegen und sagen, dass es diesmal “anders ist” und dass die Renditekurve im Jahre 2019 keine Relevanz /Aussagekraft besitze. Anscheinend will man die Öffentlichkeit immer noch im Dunkeln lassen, bis die Konsequenzen des Crash die Menschen direkt trifft – vollkommen unvorbereitet und schutzlos.

Inverse Renitekurve USA - Bildquelle: https://seekingalpha.comInverse Renitekurve USA - Bildquelle: https://seekingalpha.com

Inverse Renitekurve USA – Bildquelle: https://seekingalpha.com

Angesichts des erneuten Einbruchs der 10-Jahres-Rendite unter 2% und des Anstiegs der 3-Monats-Rendite um über 7 Basispunkte (bps), was den größten Tagesgewinn seit Dezember 2017 darstellt, ist die Renditekurve heute eingebrochen. Der heutige Schritt mit 11 Basispunkten in den umgekehrten Bereich ist die größte Tagesbewegung seit dem 2. Januar (siehe zweite Grafik). Zwar noch nicht auf den Niedrigstständen, ist heute der 29. Tag, an dem die Kurve nun invertiert. In den Fedspeak-Nachrichten bemerkte die Präsidentin der Fed von Cleveland,

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US-Wirtschaft: Wie vorhergesagt hält die Federal Reserve am aktuellen Zinsniveau fest | www.konjunktion.info

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20-06-19 02:49:00,

Rezession - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay LicenseRezession - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

Rezession – Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

Immer wieder habe ich in den letzten Monaten geschrieben, dass die Fed die Zinsen nicht senken wird und es zeitnah KEINE neue Runde einer Quantitativen Lockerung geben wird – trotz der medial aufgebauten wachsenden Erwartungshaltung, dass die Federal Reserve “jeden Moment die Zinsen senken wird”.

Erneut hat die Fed nach ihrer letzten Sitzung die Zinsrate auf dem aktuellen Niveau belassen und sie wird auch in naher Zukunft keine Zinssenkung vornehmen, zumindest bis sich die derzeitige Rezession in den USA verfestigt hat und der Crash dann nicht mehr “drehbar” ist. Die Fed wird ihre Straffungspolitik (Bilanzrückführung und Liquiditätsverengung) auch weiterhin in diese wirtschaftliche Schwächephase hinein beibehalten – weil die Fed und ihre Hinterfrauen und -männer einen Kollaps WOLLEN.

Die Aussagen der Fed bleiben eine Lüge, wenn sie von einer gesunden und starken US-Wirtschaft, einem robusten Wachstum und “starken Aktivitäten” spricht. Die Federal Reserve wird solange mit einer Reaktion warten, bis der Kollaps an seinem Höhepunkt angekommen ist und erst dann wird sie ggf. damit beginnen die Zinsen abzusenken – wenn überhaupt.

All das müssen wir im Hinterkopf behalten, wenn sich der Handelskrieg in den nächsten Wochen verschärft und die Preise einem inflationärem Druck ausgesetzt werden. Die Fed könnte dies dann als Ausrede benutzen, um die Zinsen auf dem bisherigen Niveau zu belassen – selbst wenn der Crash dann für die Öffentlichkeit offensichtlich geworden ist. Wir müssen zudem unseren Blick auf die Hochleistungspresse UND auch einige alternative Medien richten, die die Bilanzrückführung der Fed weiterhin VOLLSTÄNDIG ignorieren, was deren wahre Ausrichtung erkennen lässt, obwohl diese Bilanzreduzierungen weit wichtiger in ihren Folgen sind als eine (ausbleibende) Zinssenkung. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten zwei, drei Wochen eine erneute Spitze im Abverkauf von Vermögenswerten der Fed sehen werden.

Die Federal Reserve bewegte sich am Ende ihrer Sitzung zur Festlegung der Leitzinsen am 19. Juni nicht weiter, sondern verpflichtete sich, “angemessen zu handeln, um die Expansion aufrechtzuerhalten”.

Die Fed hat beschlossen, den Leitzins innerhalb ihrer Zielspanne von 2,25% bis 2,5% zu halten,

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US-Wirtschaft: Die Fed, ihr Beige Book und mögliche Zinssenkungen | www.konjunktion.info

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06-06-19 07:38:00,

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Die Federal Reserve setzt schon immer auf eine manipulative Sprache und nutzt gezielte “Schlüsselwörter”, um die Hochleistungspresse und die Menschen in die Irre zu führen. Diese nehmen das Gesagte dann falsch auf, geben es misinterpretiert wieder und lassen die Investoren glauben, dass die Fed “alsbald” eingreifen wird, um die Märkte vor einem Einbruch zu bewahren und somit die Wirtschaft vor einem Kollaps zu schützen.

Das alles manifestiert sich in einer von den Medien geschürrten Erwartungshaltung, der wir seit November 2018 unterworfen sind; dass eben die Fed die Zinsen wieder senken und ihre Bilanzreduzierungen beenden wird.

Aber bislang ist dieses Szenario nicht eingetreten und wird meiner Meinung nach auch nicht bis zu dem Zeitpunkt an dem der Crash nicht mehr reversibel ist Realität werden. Die Fed wird ihre Straffungspolitik ungerührt fortsetzen, weil ihre Aufgabe darin besteht die “Blase aller Blasen” zum Platzen zu bringen. Denn die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) WOLLEN den Kollaps.

Berichte wie das aktuelle Beige Book der Fed, das im Übrigen ständig von einem “starken Wachstum der US-Wirtschaft” fabuliert aka diese Lüge transportiert, zeigen nur, dass die Fed keinerlei Intentionen verfolgt von ihrer Straffungspolitik abzurücken – und das auf die nächsten Monate hinaus.

Die US-Wirtschaft expandierte von April bis Mitte Mai insgesamt in “bescheidenem Tempo”, das Wachstum wurde jedoch zum Teil durch Arbeitskräftemangel und die Sorge um die Zölle bzgl. China gebremst, so die Federal Reserve.

Die regelmäßige Überprüfung der Wirtschaft durch die Fed, die als Beige Book bekannt ist, fällt im Vergleich zu dem vorherigen Bericht im April, in dem das Wachstum in den USA als “leicht bis mäßig” bezeichnet wurde, etwas optimistischer aus.

Eine große Einschränkung: Das Scheitern der Handelsgespräche mit China, das eine neue Zollrunde auslöste, ereignete sich wenige Tage vor Abschluss der Fed-Umfrage. Das aktuelle Beige Book deckt den Zeitraum vom 9. April bis 24. Mai ab.

Was geschah: Die US-Wirtschaft insgesamt zeigte sich im Frühjahr trotz zunehmenden Gegenwinds robust. Das Wachstum war stabil und die Inflation blieb trotz der niedrigsten Arbeitslosenquote seit 50 Jahren und höherer Preise für einige ausländische Waren verhalten.

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US-Wirtschaft: Morgan Stanley und der hauseigene zyklische Indikator – Von “Expansion” auf “Abschwung” | www.konjunktion.info

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04-06-19 08:14:00,

Immer dann, wenn der Mainstream sich eines Themas annimmt, das in den alternativen Medien seit längerem thematisiert wird und es damit auch einer breiteren Öffentlichkeit gewahr wird, heißt es doppelt aufmerksam zu sein. So hat nun Morgan Stanley über seine Hauspostillen verlautbaren lassen, dass sie einen Abschwung (downturn) an den Märkten erwarten. Das Investmenthaus sieht eine wichtige Unterstützungslinie in Gefahr, die alsbald “gerissen” werden könnte und meint, dass sich die Investoren darauf vorbereiten sollten.

Wenn die Wall Street offen eine solche Warnung ausspricht, muss man davon ausgehen, dass im Hintergrund bereits seit Wochen eine entsprechende Absicherung in den jeweiligen Häusern läuft, bevor diese Information/Warnung an die Öffentlichkeit geht. Morgan Stanleys “Cross-Assets Team” bewertete den hauseigenen zyklischen Indikator neu und hat ihn von “Expansion” auf “Abschwung” gestellt. In der Vergangenheit konnte man nach einer solche Neueinschätzung beobachten, dass die Renditen bei Aktien gefallen und andere risikoreichere Vermögenswerte eingebrochen sind. Das Online-Magazin Market Watch spricht in diesem Kontext gar von einer “erhöhten Chance auf eine Rezession”. Ergo, das, was ich seit Monaten schreibe.

In einer auf den Sonntag datierten Anmerkung empfiehlt Morgan Stanley seinen Investoren, sich defensiver aufzustellen, US-Aktien zu meiden und in US-Staatsanleihen und Bargeld zu investieren. Serena Tang, eine der Analystinnen des Cross-Assets Team schreibt:

Da die [offiziellen, Anm. www.konjunktion.info] US-Daten immer noch überdurchschnittlich sind, sich aber verschlechtern, hat sich unser Zyklusindikator zum ersten Mal seit 2007 von “Expansion” zu “Abschwung” verschoben.

(With U.S. data still above-average but deteriorating, our cycle indicator has shifted out of “expansion” to “downturn” for the first time since 2007.)

Weiter führte sie aus, dass diese Abschwungphase anzeige, dass sich die offiziellen Wirtschaftsdaten (hier nochmals der explizite Hinweis meinerseits auf die offiziellen Daten, die – wie wir alle wissen – durchmanipuliert und geschönt sind) verschlechtern und sich die US-Wirtschaft verlangsamt.

Angesichts des Konjunkturindikators “im Abschwung”, der weiterhin hohen Bewertungen und der zunehmenden Unsicherheit über die Handelsspannungen fordern wir erneut eine defensive Haltung [einzunehmen].

(With the cycle indicator in “downturn”, together with still-rich valuations and increasing uncertainties about trade tensions,

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US-Wirtschaft: Verschuldung der Haushalte auf Rekordniveau von 13,6 Billionen US-Dollar angestiegen | www.konjunktion.info

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23-05-19 11:04:00,

Während die Hochleistungspresse und die Politik immer noch das Bild einer boomenden US-Wirtschaft malt, sieht die Realität ganz anders aus. Immer mehr Einzelunternehmen schließen ihre Geschäfte, selbst Großketten wie Walmart machen immer mehr ihrer Filialen in den USA dicht. Gleichzeitig entlassen US-Unternehmen ihre Arbeiter, die sich dann nur noch per Kreditaufnahme über Wasser halten können. So hat nun auch die Verschuldung der US-Haushalte ein neues Rekordniveau erreicht.

Der vierteljährliche Bericht über die Kredit- und Schuldenaufstellung der US-Haushalte der Federal Reserve zeigt, dass zum 19. (!) mal in Folge der Verschuldungsstand angestiegen und auf eine Höhe von 13,67 Billionen US-Dollar angewachsen ist. Insbesondere die “Zuwächse bei Krediten im Bereich Auto und für Studenten” haben für dieses Rekordniveau gesorgt.

Verschuldung US-Haushalte - Bildquelle: FRNBY Consumer Credit Panel / EquifaxVerschuldung US-Haushalte - Bildquelle: FRNBY Consumer Credit Panel / Equifax

Verschuldung US-Haushalte – Bildquelle: FRNBY Consumer Credit Panel / Equifax

Gleichzeitig zur Veröffentlichung des Fed-Berichts, werden die Probleme der US-Automobilwirtschaft immer deutlicher. Neben der Entlassung Tausender Mitarbeiter bei Ford und General Motors, Millionen an Autos, die auf Halde stehen, nehmen die Ausfallraten bzw. ausbleibenden Kreditzahlungen bei Autokrediten weiter zu – trotz anders lautender Nachrichten der Hochleistungspresse und Donald Trumps, dass die US-Wirtschaft “in einer sehr guten Verfassung sei”.

Kreditausfälle nach Kreditart - Bildquelle: New York Fed Consumer Credit Panel / EquifaxKreditausfälle nach Kreditart - Bildquelle: New York Fed Consumer Credit Panel / Equifax

Kreditausfälle nach Kreditart – Bildquelle: New York Fed Consumer Credit Panel / Equifax

Zunehmende Ausfälle bzw. Kredite im Verzug sind nach Lesart der Wirtschaftsanalysten sehr oft ein Vorbote für eine Rezession. Denn logischerweise sieht man darin ein großes Problem, wenn die Schuldner ihre Rechnungen und Kredite nicht bezahlen können. Laut Yahoo Finance und einem Interview mit Michael Taiano von Fitch Ratings wäre es aber diesmal anders:

Was wir sehen, spiegelt die Erholung des Konsumentenschuldenwachstums in den letzten Jahren nach einer Phase der Stagnation nach der Finanzkrise wider. Wir haben erwartet, dass sich die Kreditperformance in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Reihe makroökonomischer Rückenwinde etwas verschlechtern wird, einschließlich der Steuersenkungen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Kreditwürdigkeit in diesem Jahr verschlechtert.

(What we are seeing reflects the seasoning of a resumption of consumer debt growth over the past few years after a period of stagnation following the financial crisis.

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US-Wirtschaft: Rezessionsindikatoren belegen eine verlangsamte Produktion | www.konjunktion.info

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18-04-19 10:42:00,

Autos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay LicenseAutos - Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Autos – Bildquelle: Pixabay / niekverlaan; Pixabay License

Es häufen sich die Meldungen in der Hochleistungspresse, dass nicht nur Europa und Deutschland, sondern auch die USA in eine Rezession abgleiten. Also genau jene “Salamitaktik”, die ich bereits vor mehreren Monaten vorhergesagt habe.

Es ist sehr wichtig sich immer wieder daran zu erinnern, dass es nach dem Crash von 2008 zu keiner echten Erholung (d.h. nicht künstlich durch eine von den Notenbanken induzierte Version) kam. Fed, EZB und Co. haben die Folgen nur mit billigem Geld übertüncht und damit eine künstliche “Wohlfühlblase” erschaffen. Die wichtigste Tatsache wird dabei weder von Politik, Notenbanken noch Hochleistungspresse diskutiert: die Tatsache, dass die Banker damit die Krise nur verschärft haben – und dies gezielt und bewusst. Hätte man bereits 2008 die “bitteren Pillen geschluckt”, wäre die Chance groß, dass wir heute wirklich eine Erholung erleben könnten. Stattdessen erleben wir einen “langsamen, qualvollen Tod”, der von Bilanzreduzierungen und weiterhin zu hohen Zinsen der Fed “begleitet wird”. Die aktuelle Situation ist letztlich nur eine Fortsetzung des ursprünglichen 2008 begonnen Crashs – und die “bitteren Pillen” von damals sind nicht mehr verfügbar…

Die Produktion in den USA blieb im März nach zwei aufeinander folgenden monatlichen Rückgängen unverändert. Dies führte zum ersten Produktionsrückgang innerhalb des ersten Quartals seit der Wahl von Präsident Donald Trump.

Die von der Federal Reserve am Dienstag gemeldete Schwäche im verarbeitenden Gewerbe steht im Einklang mit einer Abschwächung der allgemeinen Wirtschaft und [findet] trotz der “America First” -Politik des Weißen Hauses [statt], einschließlich der Strafzölle, die darauf abzielen, die inländischen Fabriken vor dem zu schützen, was Trump als einen ungerechten ausländischen Wettbewerb bezeichnet.

Die schwache Produktion und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums spiegeln den nachlassenden Anreiz aus einem Steuersenkungspaket in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar und Unterbrechungen der Lieferkette wider, die durch Washingtons Handelskrieg mit China verursacht wurden.

“Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe hat sich im ersten Quartal des Jahres nach unten gedreht und zeigt die Wiederbelebung der Fabriken, und die Produktion stottert zum ersten Mal seit dem Amtsantritt des Trump-Wirtschaftsteams”, sagte Chris Rupkey,

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US-Wirtschaft: Weiter einbrechende Einzelhandelsumsätze | www.konjunktion.info

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08-04-19 07:10:00,

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Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Die im letzten Quartal 2018 begonnene Phase des wirtschaftlichen Zusammenbruchs nimmt jetzt Fahrt auf. Die Frage ist, wann wird die Hochleistungspresse endlich diesen als solchen bezeichnen?

Wahrscheinlich erst, wenn die Federal Reserve und andere Notenbanken dies tun. Momentan macht die US-Medienlandschaft noch das kalte Wetter für die schlechten Zahlen im US-Einzelhandel für Februar verantwortlich (obwohl der Einzelhandel bereits monatelang vor dem Kälteeinbruch zu kämpfen hatte), und die Fed behauptet, dass die Wirtschaft “auf Widerstand auflaufe”, aber dennoch “robust” bleibt.

Die Fed muss diese Form der Rhetorik wählen, da sie plant, an ihrem “Vermögenswerteabverkauf” (aka Bilanzrückführung) bis Ende September hinein festzuhalten. Sie wird der Öffentlichkeit nicht sagen, dass das System instabil ist, bis es zu spät ist…

“Die vom US Census Bureau berichteten Einzelhandelsumsätze im Februar lagen unter den Erwartungen und gingen um 0,2% von den im Januar nach oben korrigierten Verkaufszahlen zurück, wobei Baumaterialien, Elektronik und Lebensmittel den größten Rückgang verzeichneten, da der Immobilienmarkt aufweicht und ein Preisdruck auf den Elektronik- und Lebensmitteleinzelhandel lastet”, antwortete der Vizepräsident von Moody’s Investors Service, Mickey Chadha, in Kommentaren, die an Retail Dive übermittelt wurden.

Der Bericht “dient als weiterer Datenpunkt dafür, dass die Erwartungen für das erste Quartal trotz leichter Vergleichbarkeit, starkem Beschäftigungs-/Lohnwachstum und niedrigeren Gaspreisen gehalten werden sollten”, schreiben die Analysten von Wells Fargo, angeführt von Senior Analyst Zachary Fadem, in Kommentaren an Retail Dive. Tim Quinlan, Senior Economist bei Wells Fargo, schrieb in seinen eigenen Kommentaren an Retail Dive: “[I]n den letzten 15 Jahren haben wir nicht erlebt, dass die annualisierte 3-Monats-Rate außerhalb der Rezession so weit in den negativen Bereich gerückt ist”. Später fügt er hinzu: “Wir erwarten eine Verlangsamung des Wachstums des privaten Konsums, wenn der Geschäftszyklus im Jahr voranschreitet.”

(“February retail sales as reported by the U.S. Census Bureau were below expectations and declined 0.2% from the upwardly revised January sales number with building materials, electronics and groceries showing biggest declines as the softness in the housing market and pricing pressure on electronics and food retailers continues,” Moody’s Investors Service Vice President Mickey Chadha said in comments emailed to Retail Dive.

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US-Wirtschaft: Von der Lüge einer wirtschaftlichen Erholung und einer Umkehr der Fed-Politik | www.konjunktion.info

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26-02-19 12:24:00,

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Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Die USA befinden sich in den Anfängen einer Rezession – auch wenn die offiziellen, manipulierten Wirtschaftsdaten noch eine andere Sprache sprechen. Wobei ehrlich gesprochen, weder die USA noch der Rest der Welt nach der Krise von 2008 die Rezession wirklich hinter sich gelassen haben. Nur die künstlichen Stimulimaßnahmen der Zentralbanken (Quantitative Easing, Zinsen Nahe Null) halfen dabei diesen Fakt vor der Öffentlichkeit verbergen zu können. Spätestens mit Beginn der Fedschen Straffungspolitik wurde die “Lüge einer wirtschaftlichen Erholung” offenbar.

Die Frage ist daher, was planen die Zentralbanken und insbesondere die US-Notenbank Fed für die nächste Zeit? Wird man aufgrund der aktuellen Geschehnisse wieder den Stimuliweg einschlagen? Zumindest geht ein Großteil der Mainstreamanalysten davon aus, aber ich stimme dem nicht zu. Die “Blase aller Blasen” wurde aus einem ganz bestimmten Grund von der Fed erzeugt; es war kein Versehen oder gar ein Unfall. Solch eine Blase ist das perfekte Werkzeug, um nicht nur in den USA, sondern weltweit, ökonomische und politische Veränderungen anzustoßen. Wie sagte schon weiland der damalige Finanzminister, Wolfgang Schäuble, in einem Interview mit der New York Times im Jahre 2011:

Nur wenn wir eine Krise haben, können wir eine politische Union erreichen.

(We can only achieve a political union if we have a crisis.)

Warum also sollte die Fed zuerst eine solche Waffe erschaffen und sie dann nicht einsetzen?

Das entsprechende Narrativ der Hochleistungspresse wurde dazu gezielt in den letzten beiden Jahren aufgebaut und lautet wie folgt: “Ein ‘populistischer Aufruhr’ hat in der westlichen Welt begonnen und er wird zu großen Verwerfungen führen, da dies die ‘Stabilität des Globalismus’ untergräbt.” Mit einem bewusst eingesetzten Sündenbock, der die Verantwortung für den Zusammenbruch übernehmen soll, während die Fed den Stecker der Lebenserhaltungsmaßnahmen für die Wirtschaft zog. Gleichzeitig lässt die Fed die Marktteilnehmer mit ihren Bemerkungen glauben, dass sie eine Änderung ihrer bisher verfolgten Politik vornehmen könnte (Stichwort “dovish”).

Was mich bei der aktuellen Diskussion über eine mögliche Politikänderung immer etwas irritiert, ist die Tatsache, wie schnell gerade die alternativen Medien auf diese Rhetorik eingestiegen sind.

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US-Wirtschaft: Über einen fortgesetzten Shutdown und eine Verschärfung des Handelskrieges mit China | www.konjunktion.info

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17-01-19 08:53:00,

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Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Das globalistische Narrativ ist geprägt von einem bestimmen Verhaltensmuster und einer ausgeprägten Motivation. Beides ermöglicht es uns Vorhersagen über die nächsten Schritte der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) zu treffen. Und auch das aktuelle Szenario rund um die Schließung der US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) ist davon keine Ausnahme.

Jerome H. Powell, Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve, warnte am Donnerstag, dass ein ausgedehnter teilweiser Regierungsstillstand die US-Wirtschaft schädigen und der Zentralbank die für die geldpolitischen Entscheidungen erforderlichen Schlüsseldaten entziehen könnte.

“Wenn wir einen längeren Stillstand haben, denke ich, würde das ziemlich deutlich in den Daten auftauchen”, sagte Powell während eines Auftritts im Economic Club of Washington.

Etwa ein Viertel der Bundesregierung wurde seit dem 22. Dezember geschlossen, weil der Streit um die Finanzierung von 5,7 Milliarden US-Dollar, die der Präsident Trump vom Kongress angestrebt hatte, um eine Mauer an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko zu bauen, eskalierte.

Im Streit sind keine Anzeichen eines Endes zu erkennen, nachdem Trump am Mittwoch eine Verhandlungssitzung mit den Abgeordneten verließ, nachdem die demokratischen Führer seiner Forderung nach der Finanzierung der Mauer nicht zustimmen wollten.

(Federal Reserve Chairman Jerome H. Powell warned on Thursday that an extended partial government shutdown could damage the U.S. economy and starve the central bank of key data it needs to make monetary policy decisions.

“If we have an extended shutdown, I do think that would show up in the data pretty clearly,” Powell said during an appearance at the Economic Club of Washington.

About one-quarter of the federal government has been shut down since Dec. 22 because of a dispute over $5.7 billion in funding President Trump is seeking from Congress to build a wall on the U.S. border with Mexico.

The dispute is showing no signs of ending after Trump walked out of a Wednesday negotiating session with lawmakers after Democratic leaders would not agree to his demand for the wall funding.)

Die Wahrscheinlichkeit ist aus meiner Sicht sehr groß, dass Trump die Schließung bis ins nächste Monat hinein “verlängert”, was die Gewinne vor Steuern wie auch die “Wirtschaftsdaten beeinflussen bzw.

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US-Wirtschaft: Apple warnt vor einbrechenden Verkaufszahlen im 1. Quartal 2019 – und gibt China die Schuld dafür | www.konjunktion.info

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03-01-19 06:00:00,

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Smartphone – Bildquelle: Pixabay / stevepb; CC0 Creative Commons

Es war nur eine Frage der Zeit, bis einer der großen IT-Konzerne zurückgehende Verkaufszahlen bei seinen Produkten bekannt geben muss. Mit Apple hat einer dieser unter dem Akronym FAANG zusammengefassten IT-Giganten (Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google [Alphabet]), die insbesondere in den Quartal 2 und 3 des vergangenen Jahres die Aktienindices oben hielten, genau diese sinkenden Verkaufserwartungen eingestanden.

Apple hat den Ausblick für das erste Quartal in einem Brief des Vorsitzenden Tim Cook, der am Mittwoch an Investoren ging, gesenkt.

Die Apple-Aktie wurde kurz nach der Ankündigung vom nachbörslichen Handel ausgesetzt, und die Aktien sanken um etwa 7 Prozent, als der Handel 20 Minuten später wieder aufgenommen wurde.

Apple senkte die Umsatzprognose auf 84 Milliarden US-Dollar, von 89 bis 93 Milliarden US-Dollar, was zuvor prognostiziert worden war. Das Unternehmen reduzierte die Bruttomarge auf 38%, von 38 bis 38,5 Prozent.

(Apple has lowered its Q1 guidance in a letter to investors from CEO Tim Cook Wednesday.

Apple stock was halted in after-hours trading just prior to the announcement, and shares were down about 7 percent when trading resumed 20 minutes later.

Apple lowered revenue guidance to $84 billion, down from the $89 to $93 billion it had previously projected. The company lowered gross margin to about 38 percent from between 38 percent and 38.5 percent.)

Angesichts der weltweit zunehmenden Verschuldung der Konsumenten mussten sich die Unternehmen seit längerem “kreative Ideen bei der Buchführung” einfallen lassen, um den Trugschluss weiter gut laufender Geschäfte und hoher Renditen aufrecht halten zu können. Die aktuelle Warnung von Apple hat aus meiner Sicht weniger mit China als Absatzmarkt als vielmehr mit dem US-Konsum per se zu tun, da der Großteil der Produkte (wie das iPhone) in den USA verkauft werden.

Apple machte verschiedene Faktoren für die gesunkenen Prognosen verantwortlich, darunter eine schwächere Wirtschaft in China und ein unerwartet niedrigerer iPhone-Umsatz als gedacht. Apple sagte,

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US-Wirtschaft: Die Schließung der Regierungsgeschäfte erfolgt just zum Zeitpunkt einbrechender Aktienkurse – Zufall? | www.konjunktion.info

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25-12-18 10:24:00,

Am 12. Dezember 2018 schrieb ich im Artikel Finanzsystem: Ablenkungsmanöver “Handelskrieg”, Huawei und die Linchpin Theory davon, dass es kein Zufall ist, dass wir aktuell mehrere geopolitische Krisenereignisse “aufgeführt” bekommen, während zur exakt gleichen Zeit die Federal Reserve in der Dezembersitzung einmal mehr die Zinsen (diesmal auf die “neutral Rate der Inflation”) erhöht und ihre Bilanzrückführungen auf 50 Milliarden US-Dollar im Monat steigert.

Kabuki - Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfreiKabuki - Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

Kabuki – Bildquelle: Wikipedia / Torii Tadakiyo (Hasegawa Kanbee XIV); gemeinfrei

Die Fed verfolgt nach wie vor ihren Plan die US-Wirtschaft und den US-Dollar kontrolliert zu Fall zu bringen – so wie ich es bereits seit nunmehr über zwei Jahren schreibe. Die Fed ist ein Saboteur und aus meiner Sicht bekommt sie Hilfe und Unterstützung aus dem US-Politbereich. Inklusive des US-Präsidenten Donald Trump, der die Fed‘sche Agenda mittels zahlreicher Nebenschauplätze, die als Ablenkungsmanöver dienen, stützt. Der angebliche Kampf zwischen Trump und der Fed ist reines Kabuki-Theater, eine Show, eine Farce, die ich erstmals am 24. Februar 2017 im Artikel Trump vs. Federal Reserve: Lasset den Kampf beginnen thematisierte und vorhergesagt habe. Ein Ablenkungsmanöver um die eigentliche Agenda zu verschleiern, in der Donald Trump als Rattenfänger agiert und dabei hilft, konservative Kräfte als Sündenbock und vermeintlich Verantwortliche für den bevorstehenden Kollaps aufzubauen.

Auch die aktuelle Schließung der US-Regierung (der sogenannte Shutdown) ist Teil dieser Ablenkungsstrategie – ein zeitlich perfekt durchgeführtes Ereignis, dass dazu dient, Trump weiter mit dem Narrativ des Sündenbocks zu versehen und gleichzeitig eingesetzt wird, um konservative Prinzipien, wie die Reduzierung der US-Staatsausgaben auf Pump, zu dämonisieren.

Der Haushaltsdirektor des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, sagte am Sonntag, dass der zwei Tage alte Shutdown bis 2019 andauern könnte, da sich die Republikaner und Demokraten in einer Sackgasse befinden, da Präsident Donald Trump nach Milliardenbeträgen für die Finanzierung der Grenzmauern verlangt.

(White House Budget Director Mick Mulvaney said Sunday the two-day-old government shutdown could last into 2019, as Republicans and Democrats remain at an impasse over President Donald Trump’s demand for billions of dollars in border-wall funding.)

Die Hochleistungspresse in den USA beginnt nun das Narrativ zu setzen,

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US-Wirtschaft: Bereitet die Fed das Feld für eine große Zinserhöhung im September? | www.konjunktion.info

US-Wirtschaft: Bereitet die Fed das Feld für eine große Zinserhöhung im September? | www.konjunktion.info

03-08-18 01:53:00,

Wie ich bereits schrieb, brachte das letzte Fed-Treffen keine neuen Bilanzreduzierungen oder Zinserhöhungen mit sich. Liest man allerdings die öffentlich zugängliche Verlautbarung der Fed zur Juli-Konferenz, wird es doch weit interessanter als gedacht. Allerdings muss man dazu richtig etwas im Dokument wühlen:

Die seit dem Treffen des Federal Open Market Committee im Juni erhaltenen Informationen deuten darauf hin, dass der Arbeitsmarkt sich weiter erholt hat und die Wirtschaftstätigkeit stark gestiegen ist. Die Arbeitsplatzgewinne waren in den letzten Monaten im Durchschnitt stark, und die Arbeitslosenquote ist niedrig geblieben. Die Haushaltsausgaben und die Anlageinvestitionen sind stark gestiegen. Auf einer 12-Monats-Basis bleiben sowohl die Gesamtinflation als auch die Inflation für andere Güter als Nahrungsmittel und Energie in der Nähe von 2 Prozent. Die Indikatoren der längerfristigen Inflationserwartungen haben sich per Saldo wenig verändert.

(Information received since the Federal Open Market Committee met in June indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising at a strong rate. Job gains have been strong, on average, in recent months, and the unemployment rate has stayed low. Household spending and business fixed investment have grown strongly. On a 12-month basis, both overall inflation and inflation for items other than food and energy remain near 2 percent. Indicators of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.)

Fed Statement August 1 2018

(Download PDF)

Der Großteil ist zwar analog der vorherigen Juni-Verlautbarung, aber das “geldpolitische Statement” der Fed zur Konferenz, die vom 31. Juli bis 1. August stattfand, beinhaltet eine sehr wichtige Änderung bzgl. der Beschreibung der ökonomischen Gegebenheiten in den USA. Anstatt von einer “soliden (solid)” Wachstumsrate spricht die Fed jetzt von einer “starken (strong)” Wachstumsrate. Das mag auf den ersten Blick vielleicht nicht ins Auge fallen, aber dass die Fed die Entwicklung der US-Wirtschaft – trotz anders lautender, nicht manipulierter Fundamentaldaten – so einschätzt, dient zwei Dingen:

  1. Der Beruhigung der Märkte und Verdummung der Massen, während man gleichzeitig die von mir mehrfach aufgeführte Zerstörung der US-Ökonomie und des US-Dollars als letzten Pfeiler des aktuellen Finanzsystems vorantreibt.
  2. Der Vorbereitung für eine größere Zinserhöhung und eine höhere Bilanzreduzierung im September.

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