Verbrechen an den Kindern

03-10-20 01:41:00,

Setze deinem Kind immer eine Maske auf, es könnte dich töten. Dieser Satz prangt derzeit auf einigen Plakaten in München; die meisten von ihnen wurden glücklicherweise zerrissen. Doch er zeigt, wie tief die Gräben sind, die die Corona-Maßnahmen bis in das Familienleben reißen können. Auch und gerade in der Schule zeigt sich, welchen Schatten die Maßnahmen werfen, die vordergründig dem Schutz vor dem Virus dienen sollen, gleichzeitig aber massiv das Wohl der Kinder und Jugendlichen gefährden.

Tina Romdhani, zweifache Mutter und Aktivistin beim Verein KlagePATEN, engagiert sich für Aufklärung in der Schule und setzt sich für Eltern ein, die ihre Kinder vor den Negativfolgen der Corona-Maßnahmen schützen wollen.

Dabei stellt Romdhani fest, dass oftmals gerade die Eltern, die die Durchsetzung der Maßnahmen auf Elternabenden am vehementesten fordern, dieselben Einschränkungen im Privatleben nicht hinnehmen: Die Kinder spielen selbstverständlich zuhause und auch mit Freunden ohne Maske, und Restaurantbesuche bleiben ebenfalls nicht aus. Oft mache es erst „Klick“, wenn man diese Eltern gezielt darauf anspreche: „Eigentlich lebe ich doch ganz anders, als ich es von der Schule für meine Kinder fordere“, merken sie dann.

Kinder, die diese paradoxen Zustände in der Schule ansprechen und hinterfragen, erhalten nicht etwa Antworten; stattdessen werden ihnen häufig sogar Strafarbeiten aufgegeben.

Wenn Kinder keine Masken tragen, laufe eine „perfide Maschinerie“ an, meint Romdhani: Von der Verweigerung des Schulbesuchs über Ordnungsgelder bis hin zur Einschaltung des Jugendamtes reichen die Drohungen, die verantwortungsbewussten Eltern entgegengehalten werden.

Doch es gibt Gegenmaßnahmen, die Erfolg haben. In Mainz klagten Eltern kürzlich gegen eine Quarantäne-Anordnung für ihren zweijährigen Sohn, nachdem die Kita nicht begründen konnte, dass dieser zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Erzieherin Kontakt gehabt haben soll. Die Kreisverwaltung hatte die Quarantäne geradezu voreilig angeordnet, ohne die Kontaktwege im Einzelnen nachzuvollziehen — während des Gerichtsprozesses stellte sich heraus, dass der Junge nie Kontakt zu der entsprechenden Erzieherin hatte.

So drohte den Eltern eine Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, die unbegründet und unverhältnismäßig gewesen wäre. „Aber das sind absolut basale Grundrechte“, mahnte der Vater des Jungen. Das Gericht entschied zu Gunsten der Eltern.

Viele Eltern sind während der Coronakrise auf das Wohl ihrer Kinder bedacht, wie sich auch an Elternverbänden wie Eltern stehen auf oder Eltern für Aufklärung zeigt.

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Das 9/11-Verbrechen

15-09-20 10:20:00,

Das National September 11 Memorial and Museum (auch bekannt als 9/11 Memorial oder 9/11 Memorial Museum) ist ein Mahnmal, das an die rund 3000 Opfer der Terroranschläge am 11. September 2001 und des Bombenanschlags von 1993 auf das World Trade Center erinnert. Quelle: https://pixabay.com/de/photos/tragecy-9-11-11-september-wtc-4695667/, Foto: Pixabay / oberaichwald, Lizenz: Pixabay License

Einleitung

Im Gegensatz zur Aussage von Prof. Peter Sloterdjik ist 9/11 keineswegs in seiner welthistorischen Bedeutung gewaltig übertrieben dargestellt worden (er sprach damals von einem „Vorfall in einem amerikanischen Hochhaus“), sondern es handelt sich in Wirklichkeit um ein Jahrhundertereignis welches unsere Welt entscheidend verändert hat und in Zukunft wohl Generationen von Historikern, Philosophen, Psychologen und Medienfachleuten Anlass zu wissenschaftlichen Arbeiten und politischen Analysen geben wird.

Die medialen Darstellungen und der Begriff Verschwörungstheorien

Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit 9/11, wobei mein Interesse an dem Ereignis anfangs eher gering war, trotz der damaligen enormen Medienpräsenz. Mittlerweile hat sich besonders in den USA aber einiges getan und viele Details und offene Fragen zu den Vorkommnissen an jenem denkwürdigen Tag sind in Buchform oder als Dokumentation im Internet veröffentlicht worden die bis heute von unseren Massenmedien nicht thematisiert oder pauschal ins Reich von „Verschwörungstheorien“ und Spekulationen verwiesen werden. Erwähnen möchte ich hier besonders die Bücher des renommierten Theologen und Religionswissenschaftlers Prof. David Ray Griffin [1], unter anderem sein Bestseller „9/11 – the New Pearl Harbor“ von 2004 bzw. „9/11 – the New Pearl Harbor – Revisited“ von 2008, nach dem eine gleichnamige rund 5 Stunden lange Dokumentation des italienischen Filmemachers Massimo Mazzucco entstanden ist [2].


David Ray Griffin in Nagoya, Japan. Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/57/ David_Ray_Griffin_in_Nagoya%2C_Japan_%282997927571%29.jpg/2048px-David_Ray_Griffin_in_Nagoya%2C_Japan_%282997927571%29.jpg, Foto: Wikimedia / 911conspiracy, Lizenz: CC BY 2.0

Der Begriff „Verschwörungstheorien“ ist, wie vom Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser (dessen Vorträge und Bücher ich ebenso schätze) anlässlich der berüchtigten „Arena“-Diskussion vom 25.2.2017 auf SRF1 angemerkt wurde, nicht nur ungeeignet um die Ereignisse des 11.9.2001 zu diskutieren, sondern stellt meiner Ansicht nach eine propagandistische Gegenstrategie derjenigen Leute dar die aus verschiedenen Gründen kein Interesse an der Aufklärung des monströsen Verbrechens haben und welche die Öffentlichkeit weiter an die offizielle Lügenversion glauben lassen wollen wie sie damals von unseren Massenmedien und dem „9/11 -Commission Report“ vom August 2004 sowie den später veröffentlichten NIST-Publikationen verbreitet wurde. So widmete der Schweizer Fernsehjournalist und Moderator Roger Schawinski in seinem im Frühjahr 2018 erschienenen Buch „Verschwörung“,

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Die Verbrechen des Bill Gates

25-05-20 07:24:00,

Bill Gates gilt manchen als der böse Strippenzieher hinter Covid-19. Bild: Kuhlmann/MSC

Ein Blick hinter die Kulissen der Selbstdarstellungsshow des Microsoft-Milliardärs macht deutlich, wie Ideologie im Spätkapitalismus funktioniert

Die Versuchung ist groß, die Hassobjekte des um sich greifenden Wahns zu idealisieren. Doch auch wenn Millionen Wahnwichtel und Folienkartoffeln ihn zum neuen Oberbösewicht einer geheimen Weltregierung ernannt haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass es sich bei Bill Gates um eine emeritierte Charaktermaske des Kapitals handelt, die nur deswegen zur Zielscheibe der abermals anschwellenden autoritären Revolte wurde, weil sie quasi in Rente ist.

Kritik an Gates’ Machtfülle wäre in den vergangenen Jahrzehnten angebracht gewesen, als sein Aufstieg mit den üblichen rücksichtslosen Methoden bewerkstelligt wurde, die seine Milliarden nun vergessen machen lassen. Er mag sich ja hinter einer auch Hochglanz polierten Fassade seiner milliardenschweren Stiftung verstecken und den Mäzen und großen Philanthrop spielen, doch für jeden, der den Mut aufbringt, hinter die Kulissen der großen Gates-Show zu blicken, kommt der übliche kapitalistische Abgrund aus Durchschnittlichkeit, Rücksichtslosigkeit und Raffgier zum Vorschein, der selbst einem Reptiloiden das Blut zum Kochen brächte.

Winzigweich

Die Verbrechen des Bill Gates lassen sich ganz klar benennen. Sie tragen idiotische, von Innovationsfaulheit strotzende Namen wie “Windows 3,1”, “Windows 95”, “Windows 98”, “Windows ME”, “Windows Vista” und “Windows 10”. Allein schon der KLang dieser Betriebssystemnamen lässt bei Generationen von Computernutzern alte Traumata wieder aufbrechen. Mal ganz abgesehen vom millionenfachen menschlichen Leiden – es ist kaum zu ermessen, welchen Schaden das Monopol Microsofts der Entwicklung der Produktivkräfte im Bereich der Informationstechnik zufügte.

Zugleich machte Microsoft kometenhafter Aufstieg zum Monopolisten aber auch klar, dass weder Können, noch Genie oder Produktqualität ausschlaggebend für Markterfolg sind. Die kapitalistische Parole, wonach sich das bessere Produkt am Markt durchsetze, wurde durch das nimmermüde, unterdurchschnittliche Schaffen von Bill Gates, Steve Ballmer und Microsoft als Ideologie überführt. Übrigens, Bill Gates war auch ein durchschnittlicher Programmierer, sein opportunistisches Unternehmen hat die Visionen anderer IT-Akteure übernommen und miserable Kopien davon popularisiert.

Bill Gates ist kein Genie, er hat Glück gehabt. Möglich war der Aufstieg Microsofts nur durch einen Deal mit IBM, bei dem Gates & Co. das Betriebssystem für die IBM-PCs lieferte. Doch selbst dieses Betriebssystem,

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„Journalismus ist kein Verbrechen – und darf es nicht werden“

19-11-19 08:21:00,

Eine Reportage aus dem Europäischen Parlament vom 14. November. Am vergangenen Donnerstag fand im Europäischen Parlament die Veranstaltung „Journalism Is Not A Crime“ statt, aus der wir bereits einige Aussagen zitiert haben. Nun sind wir in der glücklichen Lage, auch einen exklusiven Vor-Ort-Bericht von Mara Kupka zu veröffentlichen. Im Bericht finden Sie auch etwas zum Drumherum der Veranstaltung und in welche Richtung die weiteren Bemühungen zur Freilassung von Julian Assange zielen werden sowie Informationen, wo und wann man an weiteren Aktionen teilnehmen kann.

Am 14.11.2019 von 8 Uhr 30 bis 11 Uhr luden GUE/NGL (The Left in the European Parliament, zu Deutsch: Konföderale Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordischen Grünen Linken) zur Konferenz «Journalism Is Not A Crime» im Europäischen Parlament in Brüssel ein, um auf den historischen Fall für die Pressefreiheit von Julian Assange und somit auf die Zukunft europäischer Demokratien aufmerksam zu machen.

John Shipton (Dritter von links) im Kreise belgischer, deutscher, Schweizer und französischer Unterstützer. Eine Botschaft: «Free Assange»

Das Programm wurde wie folgt angekündigt:

  • Einleitung von Clare Daly
  • Vorstellung David Grenn von MEP Pernando Barrena
  • David Greene, Civil Liberties Director, Electronic Frontier Foundation
  • Vorstellung Nils Melzer von MEP Luke Ming Flanagan
  • Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter
  • Vorstellung Bob Carr von Mick Wallace
  • Bob Carr, ehemaliger australischer Außenminister (Videoschaltung)
  • Q & A
  • Schlusswort Clare Daly

Zuvor begrüßten Unterstützer aus Belgien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland Assanges Vater John Shipton und sprachen ihm Mut zu. Shipton wirkte wie schon bei seinem letzten Besuch in England im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen und Initiativen gefasster und zuversichtlicher. Als Vater auf Reisen ist er ein wichtiges Verbindungsglied und Botschafter der internationalen Mobilisierung um seinen Sohn.

Der Ton wird vor der eigentlichen Konferenz angegeben:

„Lasst Assange frei. USA, Vereinigtes Königreich: Finger weg von Assange. Mehr Schutz für Whistleblower. Pressefreiheit ist meine Freiheit“

Im Saal ASP 1G2 erwarteten Shipton und Unterstützer eine Reihe von Gadgets wie Pins, Postkarten an Londons Home Secretary sowie diverse Informationsblätter der EFF, des GUE/NGL und Melzers letzte, warnende Stellungnahme vom 1.

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Verbrechen in Ukraine: Ex-Gefangene von geheimem SBU-Gefängnis berichten von grausamer „Bibliothek“

18-07-19 08:33:00,

Folterung mit Stromschläge und Benzinsägen, „Übernachtung“ in einer Grube mit den Leichen derjenigen, die die Foltern nicht überlebten… Was so unglaublich klingt, ist kein Horrorfilm, sondern Realität. So werden Menschen im 21. Jahrhundert in der Ukraine behandelt.

RIA Novosti beginnt anhand von entsprechenden Dokumenten eine Serie von Berichten über Ereignisse in ukrainischen geheimen Gefängnissen, in die Kämpfer der selbsternannten Volksrepublik Donezk und einfach Menschen geworfen werden, die als „Mithelfer der Separatisten“ gelten.

Ein Elefant – ein Tag

Im März dieses Jahres fand im Pressezentrum der Internationalen Nachrichtenagentur “Rossiya Segodnya” eine Pressekonferenz des ehemaligen Oberstleutnants des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), Wassili Prosorow, statt, der Journalisten über ein geheimes Gefängnis am Flughafen von Mariupol, die so genannte „Bibliothek“, berichtet hat. Sein Bericht wurde auch von ehemaligen Häftlingen dieses Gefängnisses bestätigt und ergänzt.

„Als ich im Fernsehen Bilder von diesem Korridor sah, standen mir die Haare zu Berge. Diese Türen aus Plastik… Ich saß und konnte nur flüstern: ‚Oh Gott, das ist doch meine Zelle‘…“, erzählte die Einwohnerin von Mariupol namens Tatjana Ganscha. „Der Korridor war hell gestrichen, und dort gab es viele Türen aus Plastik. Ich begriff, dass das der Kühlschrank war… Ein schrecklicher Ort.“

Nationalisten während der Aktion gegen Korruption, Kiew, Ukraine

©
AFP 2019 / Sergej Supinskij

Tatjana Ganscha musste zehn Tage am Flughafen Mariupol verbringen und dachte nie, dass sie ihr Gefängnis irgendwann wiedersehen würde, und zwar im Fernsehen. Sie war Mitglied der Kommunistischen Partei der Ukraine, die inzwischen verboten ist. Sie gehörte zu den Teilnehmern der Protestaktionen in Mariupol und nahm dann auch am Referendum über die Zukunft des Gebietes Donezk am 11. Mai 2014 teil. Im Oktober 2014 wurde sie von Kämpfern des Bataillons „Asow“ gefasst. Tatjana hatte keine Ahnung, dass ihr Name auf der „schwarzen Liste“ stand, weil sie als gefährliche Separatistin galt.

„Am Flughafen habe ich genau zehn Tage verbracht – vom 30. Oktober bis 8. November. Dort gab es in einer Zelle sogar Einkerbungen an der Wand. Um nicht verrückt zu werden und sich wenigstens in der Zeit zu orientieren, zählten die Häftlinge so die Tage unter Verschluss. Tatjana hat an der Wand sieben oder acht Elefanten gesehen – jemand war offenbar ziemlich kreativ und zählte die Zeit auf diese Weise. 

Schon später, als sie wieder freigelassen worden war,

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