Vereint schlagen

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15-01-20 07:34:00,

Wir leben in einer Zeit des Widerspruchs und des Umbruchs. Immer deutlicher kristallisiert sich heraus, dass Politik und etablierte Medien in zunehmendem Maß nicht mehr den Aufgaben nachgehen, die ihnen zugedacht sind. Politik vernachlässigt immer mehr den Menschen und vertritt immer offener die Interessen einiger Weniger.

Etablierte Medien, die oft zitierte vierte Gewalt im Staat, hinterfragen und überwachen nicht mehr das Tun von Politik. Sie haben sich zu einem großen Teil zu einer Verteilungsmaschinerie von Nachrichten der Politik selbst entwickelt, deren Inhalte kaum noch wirklich informieren. Ein „Copy-and-Paste-Journalismus“ ist zu beobachten, der sich immer mehr aus oftmals den gleichen Nachrichtenpools bedient und somit verhindert, dass die Menschen sich eine eigene Meinung bilden können.

Allgemein werden die unabhängigen Medien als „alternative Medien“ bezeichnet, aber dieser Begriff kann irreführend sein, weil er möglicherweise manchen Menschen suggeriert, dass sie einen grundsätzlichen Gegenpart zu den etablierten oder Mainstream-Medien bilden. Das ist meines Erachtens nicht der Fall, weil durch das Internet theoretisch jedem die Möglichkeit geboten wird, sich journalistisch zu betätigen. Somit auch jenen, die dem vorgegebenen Narrativ folgen.

Ich sehe die gemeinhin als „alternative Medien“ bezeichneten Nachrichtenkanäle eher als unabhängige Medien. Sie gehören nicht zu einer bestimmten Mediengruppe, die sich in Händen einer Familie oder eines Verlages befinden. Sie finanzieren sich auch nicht über Werbung, oder zumindest nur marginal. Sie unterliegen auch nicht den Zwängen des Business, in denen hauptsächlich die Zeit und vorgegebene Denkweisen die obersten Direktiven sind.

Es ist nicht so, dass diese Medien als „Hüter der Wahrheit“ aufträten. Wir leben in einer Welt, die äußerst komplex und somit facettenreich ist. Und das zeigen die meisten dieser unabhängigen Medien auf, indem sie Dinge aus verschiedenen Perspektiven beschreiben und andere Sichtweisen aufzeigen.

Sie bemühen sich darum, Hintergründe ans Licht zu bringen, die von anderen im Dunkeln gelassen werden. Dabei ist der Anspruch der meisten, so objektiv und glaubwürdig wie irgend möglich zu sein.

Warum ich die freien und unabhängigen Medien für so wichtig halte, kann und will ich nur aus meiner persönlichen Sichtweise heraus begründen. Sie resultiert aus dem Fakt, dass jeder Mensch eine eigene Wahrnehmung der Welt hat, sie in ihrer Komplexität aber nicht vollständig erfassen kann.

Wie ich eingangs erwähnte, folgen die meisten etablierten Medien einem vorgegebenen Narrativ der Politik. Das hat meiner Ansicht nach den Effekt,

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Vereint im Hass

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12-03-19 09:40:00,

  1. Vereint im Hass

  2. Wenn aus Oliver plötzlich “Hitler” wird

  3. Es ging gut los

  4. Abstimmung per Brandsatz

  5. Das Morden ging weiter

  6. Die völkischen Siedler


  7. Auf einer Seite lesen

Alte und neue Nazis nach der Wende 1990

Am 3. Oktober 1990 gab es die Deutsche Demokratische Republik nicht mehr. Das Experiment “Sozialismus auf deutschem Boden” war endgültig gescheitert. Mit drastischen Folgen, nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der DDR, sondern für die gesamte deutsche Gesellschaft. Drastische Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Eine Folge davon ist die Gründung der AfD, deren Popularität vor allem in Ostdeutschland, mit der die extreme Rechte nun einen parlamentarischen Arm hat, beträchtlich ist. Was nicht heißen soll, dass alle AfD-Mitglieder, -Wähler, -Sympathisantinnen oder gar alle Abgeordneten Nazis wären. Aber es wurden zahlreiche Verbindungen von der AfD zur extremen Rechten nachgewiesen.

Erst kürzlich ging aus einem veröffentlichten Verfassungsschutzbericht (unter Punkt 7.1.1 Björn Höcke) hervor, dass der langjährige thüringische Landesvorsitzende der Partei, Björn Höcke, “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” identisch ist mit dem rechtsextremen Publizisten Langolf Ladig, der über beste Kontakte in die rechtsradikale Szene verfügt (vgl. Das tut man nicht, Herr Broder).

Selbstverständlich sind nicht alle AfD-Mitglieder Nazis, auch nicht die Abgeordneten. Aber diejenigen, die keine Nazis sind, wissen, dass sie mit Nazis in derselben Partei sind und tolerieren das.

Oft dient die AfD oder ihr politisch nahestehende Organisationen wie Pegida, “Merkel muss weg”, etc. als Scharnier, als Bindeglied zwischen einfachen, unorganisierten Bürgerinnen und Bürgern und den Stiefelnazis. Auch das heißt nicht, dass alle, die sich an einer Demonstration beteiligen, wie z. B. im Spätsommer in Chemnitz, Nazis wären.

Aber die totale Abwesenheit von Berührungsängsten ist besorgniserregend und lässt sich möglicherweise ebenfalls durch das aus Sicht vieler Ex-DDR-Bürgerinnen und -Bürger unrühmliche Ende des Arbeiter- und Bauernstaates und dem darauf folgenden Identitätsverlust vieler Ostdeutscher erklären.

Der Widerstand formiert sich
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Am 4.

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Im Töten vereint

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17-01-19 09:47:00,

Doch ist tatsächlich etwas dran, an dem ungeheuerlichen Vorwurf, dass die UNO praktisch über Atomwaffen verfügte und diese gedachte, auch einzusetzen?

Um den Krieg in Korea zu verstehen — vor allem die Art und Weise, wie er von Seiten der UNO geführt wurde — muss man sich in die damalige Zeit und das vorherrschende gesellschaftliche Klima hinein versetzen (a1). Wieder ist es verblüffend, welche Parallelen sich zur Gegenwart auftun. So ist die im Jahr 2018 konstruierte Skripal-Affäre nicht nur als Manipulation der Bevölkerung, sondern auch als Zeichen einer zunehmenden Hysterie politischer Entscheidungsträger vor den allenthalben lauernden Feinden anzusehen.

Paranoia ist das Symptom einer gestörten Psyche mit übersteigerten Angstzuständen. Jedes Vertrauen weicht tiefem Misstrauen, überall werden Feinde gewittert und umgehend bekämpft. Die damit verbundene zunehmende Einsamkeit wird mit geradezu religiösem, selbstzerstörerischem Eifer kompensiert. Das ist nicht neu, erfasste doch eine gleichermaßen gestörte Psyche 1947 schon einmal den Machtapparat der Vereinigten Staaten von Amerika vollständig und leitete die sogenannte McCarthy-Ära ein.

Der Tod des im Jahr 1949 gerade entmachteten US-Kriegsministers James Forrestal steht geradezu symbolisch für die Psychose im Machtapparat der USA, in der zunehmend erst einmal grundsätzlich jeder als ein Agent Moskaus einzuschätzen war, solange er nicht überzeugend Stellung auf der „guten Seite“ bezogen hatte. Forrestal hatte sich am 22. Mai 1949 aus dem Fenster einer Klinik gestürzt, gefangen in tiefen Depressionen und Wahnvorstellungen von den die einzigartige Nation angreifenden Russen.

„Mein Gott, George [ein Freund Forrestals], du und ich und Bill Bullitt [damaliger US-Botschafter in der UdSSR] sind die einzigen Leute um den Präsidenten, die die Russen durchschauen“ (1).

Dieser Wahn verursachte — im Zusammenspiel mit dem sich im Entstehen befindlichen militärisch-industriellen Komplex der USA, der sich goldene Zeiten der Hochrüstung erträumte — geradezu irrsinnige Pläne von Atomkriegen gegen die Sowjetunion. Die Strategen der einzigartigen Nation liefen zur Hochform auf und entwickelten die Konzepte des Containment und dann des Rollback.

In Denkfabriken wie dem Council on Foreign Relations (CoFR), RAND und Tavistock ging man davon aus, dass der Mensch von Natur aus ein selbstsüchtiges Wesen sei, dem man grundsätzlich zu misstrauen habe. Entsprechend stellten sich den Eliten in den USA auch Gesellschaften dar. Nur die eigene Person und die eigene Gesellschaft nahm man „ganz rational“ aus diesem Bild heraus.

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