Die vergessene Gefahr: Wie wir mit Klima und Migration von der Kriegsvorbereitung in Europa abgelenkt werden | Anti-Spiegel

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08-10-19 08:28:00,

Auf der Seite des russischen Fernsehens wurde ein Artikel veröffentlicht, der sehr nachdenklich macht, denn er zeigt ausführlich, aber in einfachen Worten, wie wir mit Klima, Migration und anderen Themen von der größten Gefahr für die Menschheit abgelenkt werden sollen: Dem erneut drohenden Atomkrieg.

Der Artikel ist recht lang, aber schon als ich ihn nur zur Hälfte gelesen hatte, war mir klar, dass ich ihn übersetzen will. Daher spare ich mir eine lange Einleitung und gebe Ihnen etwas zum Nachdenken.

Beginn der Übersetzung:

Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen: Was sind die wirklichen Bedrohungen für Europa und die Welt? Denn wenn sich die Welt schnell verändert (so ein banaler Gedanke), ist es sehr schwierig, das wirklich Wichtige zu erkennen, was die Existenz der Welt in Frage stellt und wie uns die alten Bindungen und Beziehungen, Verpflichtungen und Versprechen buchstäblich aus den Händen gleiten.

Vielleicht sind die wichtigsten Probleme die Umweltprobleme, wie Umweltaktivisten sagen, also die Überbevölkerung des Planeten oder die Treibhausgasemissionen. Wir können das Offensichtliche nicht abstreiten: Der Zustand der Umwelt ist sicherlich sehr beunruhigend, aber er kann kaum durch Reden bei der UNO oder das Verbot von Transatlantikflügen verändert werden.

Vielleicht ist das wichtigste Problem die Ausbreitung des Terrorismus, denn zum ersten Mal in der Geschichte haben wir das Entstehen ganzer terroristischer „Staaten“ und eine nie gekannte Zunahme extremistischer Gruppen erlebt, die sogar zu einem Faktor der großen Politik geworden sind. Aber mit den richtigen militärischen Fähigkeiten und guter Arbeit der Geheimdienste ist das ein lösbares Problem, wie die Erfahrungen der russischen Streitkräfte in Syrien und der Anti-Terror-Koalition im Irak zeigen.

Vielleicht sind die wichtigste Probleme die Fragen der Migration, bei der zehntausende Migranten aus Nordafrika und dem Nahen Osten mit dunkler Vergangenheit und von denen niemand weiß, wer sie sind, in Europa untergetaucht sind. Aber im Prinzip hat Europa auch schon größere Invasionen verdaut. Die Migrationsströme überdecken die eigentlichen Probleme der Überbevölkerung, des Mangels an Ressourcen und der Kriege. Aber war das jemals anders?

Die Kritiker Russlands, die jetzt mit neuer Kraft in den Medien zu sehen sind, versuchen, die Welt davon zu überzeugen, dass ihr Hauptproblem in Wirklichkeit Russland ist: In unserem Bestreben, unsere Landsleute vor den russophoben Eliten anderer Länder zu schützen, sind wir angeblich zu weit gegangen,

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Jemenkrieg – die vergessene Katastrophe: Friedenspolitisches Informationsheft 2019

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22-07-19 07:42:00,

Jemenkrieg – die vergessene Katastrophe

Friedenspolitisches Informationsheft 2019

von Initiative Jemen

Jemenkrieg-die-vergessene-Katastrophe-Jemen-Yemen-Kritisches-Netzwerk-Bab-al-Mandab-Tor-der-Traenen-Gate-of-Tears-humanitaere-Katastrophe-Huthi-Hegemonie-VoelkermordIm Jemen – der einstigen Drehscheibe des Fernhandels zwischen Ostafrika, Indien und dem Mittelmeerraum tobt seit März 2015 ein unverbittert geführter Krieg zwischen der saudisch geführten Kriegskoalition und den jemenitischen Huthi-Rebellen.

Von den herrschenden Medien weitgehend ignoriert bestehen in der Öffentlichkeit so gut wie keine Informationen darüber, dass der Jemenkrieg eine humanitäre Katastrophe ausgelöst hat, die nach den Worten von Henrietta Fore, UNICEF Executive Director (UNO, Mai 2019), eine Prüfung unserer Menschlichkeit sei, deren Test wir derzeit nicht bestehen.

Mit vielen Fakten versehen beleuchtet eine aktuelle Dokumentation der Initiative für Jemen, München die aktuellen Auswirkungen der Krieges auf die not- und hungerleidende Bevölkerung sowie die ökonomischen Hintergründe und die vielschichtigen Interessengruppen im Jemen und der beteiligten Staaten.

Der Jemenkrieg ist kein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Er ist auch kein Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten. Es geht vielmehr um die Vorherrschaft in dieser Region.

Der Jemen ist abgeriegelt, umzingelt und vermint. Flughäfen zerstört und Hafenstädte belagert.

Die relevante Meeresstraße im Jemenkonflikt ist Bab al-Mandab; für die Schifffahrt hat er dieselbe Bedeutung wie der Sueskanal. Es ist der Zugang von der Südseite zum Roten Meer. 32 Prozent der weltweit transportierten Waren werden durch die Meerenge Bab al-Mandab befördert. Die sensible Meerenge liegt zwischen Jemen und Djibouti.

Bab al-Mandab, das „Tor der Tränen“ (Gate of Tears) ist für die Weltwirtschaft so wichtig, dass demokratische Entwicklungen im Jemen zweitrangig sind. Ziele der als Völkermord zu bezeichnenden Militärintervention im Jemen ist offensichtlich die Sicherung jener rund 27 Kilometer breiten Meeresstraße.

Arabisches_Rotes_Meer_Arabian_Red_Sea_Persischer_Golf_von_Aden_Oman_Strasse_von_Hormus_Strait_of_Hormuz_Iran_United_Arab_Emirates_VAE_Irak_Kritisches_Netzwerk_MeereIm kleinen Land Djibouti, auf der gegenüberliegenden Seite der Meeresenge Bab al-Mandab, gibt es gleich sieben ausländische Militärbasen. Vertreten sind, die USA, Frankreich, Italien, Japan, Saudi-Arabien, China und erwartungsgemäß auch Deutschland.

Die USA unterhalten in Dschibuti einen Stützpunkt mit 3.500 bis 4.000 Soldaten – das Camp Lemonnier. Von dort aus starten auch die Drohnen für gezielte Tötungen im Jemen.

Initiative Jemen

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Die Initiative für Jemen hat es sich zur Aufgabe gemacht,

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Die vergessene Egalité. Gleichheit ist ein wichtiger Wert.

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17-12-18 04:54:00,

Die Bewegung der Gelben Westen erinnert daran, dass in unseren Gesellschaften insgesamt ein wichtiger Wert aus der öffentlichen Diskussion und aus der praktischen Politik hinauskomplimentiert worden ist. Was hat es nicht alles für Verrenkungen gegeben, um ja nicht bekennen zu müssen: die Gleichheit aller Menschen ist ein wichtiger Wert. Es wurde von “Chancengleichheit” und von “mehr sozialer Gerechtigkeit” philosophiert. Von den Werten der französischen Revolution “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” – Liberté, Égalité, Fraternité – blieb gerade mal noch die Freiheit übrig. Wir sollten jetzt die Chance nutzen, den Gedanken substantieller Gleichheit aller Menschen wieder hoffähig zu machen. Albrecht Müller.

In der praktischen Politik spielt Gleichheit keine Rolle. Im Gegenteil. In vielfältiger Weise wurde dafür gesorgt, dass Vermögen, Einkommen und als Konsequenz auch die Chancen skandalös ungleich verteilt sind.

Die Umverteilung nach oben hat viele Facetten und prägt die Wirklichkeit. Zur Erinnerung:

  • Ein Teil hat feste Arbeitsverhältnisse und einen sicheren Arbeitsplatz. Andere, junge Leute und Ältere über 50 hangeln sich von einem befristeten Vertrag oder gar von einer Leiharbeit zur nächsten. Damit sind die Chancen im Leben grundlegend verschieden verteilt, übrigens auch die Chance, Partnerschaft und Familie planen zu können.
  • Wer hat, dem wird gegeben. Oder “der Teufel macht immer auf den größeren Haufen”. Wer Vermögen hat, kann warten, kann sich die besten Chancen aussuchen.
  • Wer viel Vermögen hat, bekommt auch in diesen Zeiten mithilfe von Vermögensberatern und großen Kapitalsammelstellen immer noch zwischen fünf und 15 % Rendite. Wer wenig Angespartes hat, geht mit einem Nominalzins von null und damit mit Wertverlust nach Hause.
  • Wir lassen heute Monopolrenten und Oligopolrenten zu. Ohne mit der Wimper zu zucken. Die großen Unternehmen wie Amazon, Facebook, Microsoft, und viele mehr profitieren von mangelndem Wettbewerb. Man muss nicht einmal Befürworter des Wertes Gleichheit sein, um dagegen anzugehen. Bekennender Marktwirtschaftler mit der Einsicht, dass Wettbewerb geschützt und geschaffen werden muss, zu sein, würde reichen.
  • Heute erreichen die Besitzer von Immobilien wegen Knappheit und wegen der mangelnden Anlegemöglichkeit der kleinen Sparguthaben zu einem realen positiven Zinssatz besondere Monopolrenten. Ein ständiger Fluss der Vermögensumverteilung.
  • Die Vermögenssteuer ist abgeschafft worden. Die Gewerbekapitalsteuer ist abgeschafft worden. Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen sind zum 1.1.2002 steuerfrei gestellt worden. Dies alles fördert die Vermögenden und belastet die Besitzlosen.

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Vergessene Pionierin der Quantenphysik

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18-11-18 05:17:00,

Illustration des Gedankenexperiments Schrödingers Katze. Katze.jpg:Bild: Sloyment/CC0

Die Mathematikerin und Philosophin Grete Hermann

Wer sich näher mit der Entwicklung der Quantentheorie beschäftigt, wird schnell den Eindruck gewinnen, bei den Pionieren der modernen Physik handele es sich um einen reinen Männerclub: Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr, Erwin Schrödinger, Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli, Max Born, Paul Dirac, Enrico Fermi, später Richard Feynman oder Freeman Dyson, um nur die bekanntesten von ihnen zu nennen. Die ganze moderne Physik ist von Männern besetzt. Die ganze moderne Physik? Nein, eine einzige Frau schaffte es, die Männerbesatzung zu durchbrechen: Grete Hermann.

“Grete wer?”, werden die meisten Leser fragen. Tatsächlich ist Grete Hermann (2.2.1901 – 15.4.1984) selbst den meisten Physikern heute gänzlich unbekannt. Doch es lohnt sich, dem Wirken dieser beeindruckenden Frau ein wenig nachzugehen. Denn mit ihr eröffnen sich faszinierende Perspektiven auf die Gedanken der Pioniere der Quantentheorie. Dazu war Grete Hermann mit ihrem philosophischen und politischen Engagement ein großartiges Beispiel für das gesellschaftliche Wirken einer tiefen Denkerin.

Die Entwicklung der Quantentheorie war eine der bedeutendsten intellektuellen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts. Sie stellte Jahrtausende alte philosophische Paradigmen und Annahmen in Frage. Im Jahr 1932 schienen sich die Wogen der Auseinandersetzung um ihre Deutung etwas gelegt zu haben. Der große Mathematiker John von Neumann hatte einen mathematischen Beweis vorgelegt, wonach es in der Quantenphysik keine so genannten “verborgenen Variablen” geben kann. Was wie eine esoterische Randfrage für Mathematiker klingt, behandelte eines der Grundprobleme in der Deutung der Quantentheorie bis heute: Wie verhält es sich in der Quantenwelt mit der Realität? Gibt es überhaupt eine objektive physikalische Wirklichkeit im Mikrokosmos, in der Ereignisse deterministisch ablaufen, wie wir das in unserer Welt kennen, und in der der lokale Charakter der Physik (es gibt keine instantane Fernwirkung, d.h. nur raum-zeitlich benachbarte Ereignisse können aufeinander wirken) aufrecht erhalten bleibt?

Schrödingers Katze

Dies waren genau die Punkte, die in der Quantentheorie hinterfragt worden waren. Und das ganz zum Leidwesen insbesondere Albert Einsteins, dessen Auseinandersetzungen mit seinem Kollegen Niels Bohr um die Deutung der neuen Quantenphysik zu den bedeutendsten philosophischen Diskussion des 20. Jahrhunderts zählten, und in denen Einstein sich zunächst geschlagen geben musste. Doch 1935 nahm er den intellektuellen Kampf noch einmal auf und veröffentlichten mit zwei seiner Kollegen das so genannte “EPR-Paradoxon”,

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