Der vergessene Schwur

13-01-21 02:54:00,

Ein Ehrenkodex ist laut Duden „die Gesamtheit der in einer Gesellschaft oder Gruppe geltenden, die Ehre und das ehrenhafte Verhalten betreffenden Normen“ (1). Dieses geschriebene oder ungeschriebene Regelwerk über das Wohlverhalten von Berufsgruppen, das mit entsprechenden Verpflichtungen und Privilegien verbunden ist, scheint bei akademischen und anderen herausragenden Berufsgruppen nicht mehr zu gelten.

Die Menschen weltweit werden dadurch in einen Zustand von Not, Armut und Hoffnungslosigkeit, von Vereinsamung und Ausgestoßenheit getrieben. Ein Handwerker darf sich ein solches Verhalten nicht leisten, ohne dafür bestraft zu werden und seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Haben zum Beispiel auch Politiker, Ärzte, Journalisten oder Psychologen angesichts offensichtlich eklatanter Verstöße gegen ihre Berufsethik derartige Konsequenzen zu befürchten? Wer wird sie eines Tages für ihr Verhalten zur Rechenschaft ziehen?

Der Artikel eines Kollegen vom *Rubikon * veranlasste mich dazu, mir den Ehrenkodex herausragender Berufsgruppen noch einmal näher anzusehen (2). Ich empfehle jedem Mitbürger, das Gleiche zu tun, sollte er noch nicht aufgewacht sein: Beginnen Sie mit dem Eid des Hippokrates, dem ursprünglich in griechischer Sprache verfassten Arztgelöbnis, und fahren Sie fort mit dem Amts- beziehungsweise Diensteid von Politikern, den berufsethischen Richtlinien von Psychologinnen und Psychologen bis hin zu den national sowie international verpflichtenden Vereinbarungen für Journalisten!

Wie können Ärzte oder ärztliche Politikberater Verordnungen treffen, die nicht „zu Nutz und Frommen der Kranken“ sind und die diese nicht bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht (3)? Wie können Politiker ganz unverhohlen gegen den geleisteten Amtseid verstoßen und ihre Kraft nicht dem eigenen Volk, sondern vielmehr der Milliardärs- und Macht-„Elite“ widmen und gegen die Gesetze des Bundes verstoßen? Wie können Psychologinnen und Psychologen entgegen ihrer Berufsethik traumatisierte Kriegsheimkehrer wieder dienstfähig schreiben, Folterern bei ihrer Arbeit sekundieren und derzeit die Mitmenschen zum Durchhalten und Zurückstellen ihrer elementarsten menschlichen Bedürfnisse auffordern? Wie kann die „Journaille“ — Presse-Gesindel — ihrer Verpflichtung zur wahrheitsgemäßen Information der Bürger und zum Frieden in keiner Weise nachkommen — und das ungestraft?

Ein Beruf ist eine „aufgrund besonderer Eignung und Neigung systematisch erlernte, spezialisierte, meistens mit einem Qualitätsnachweis versehene, dauerhaft und gegen Entgelt ausgeübte Betätigung eines Menschen“ (4). Ist man ihm nicht gewachsen, sollte man sich einen Job suchen, der meist nur vorübergehend ausgeübt wird, nicht an eine besondere Eignung oder Ausbildung gebunden ist und vor allem keinen Schaden anrichten kann.

Alle Mitbürger sind dazu aufgerufen, die eklatanten Verstöße der verschiedenen Berufsgruppen gegen das geschriebene oder auch ungeschriebene Regelwerk über das Wohlverhalten nicht weiter hinzunehmen,

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Vergessene Themen: „Afrika“

01-01-21 11:05:00,

Im letzten Jahr wurde wohl so viel diskutiert, wie lange in keinem Jahr zuvor. Über Corona, über Trump. Und das war es. Selbst so wichtige Themen wie der Klimawandel wurden in unserer Aufmerksamkeitsökonomie zu Randthemen degradiert. Da überrascht es nicht, dass das Thema „Afrika“ wieder einmal vollkommen unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung blieb. Ich möchte den Jahreswechsel und die noch verbleibenden wenigen freien Tage dafür nutzen, unsere Leser auf ein paar – zumindest meines Erachtens – wichtige Artikel aufmerksam zu machen, die sicher auch den meisten Stammlesern im Trubel des Alltags gar nicht aufgefallen sind. Das ist sehr schade, denn das Thema hat es durchaus verdient, ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Von Jens Berger

Das Thema „Afrika“ beschäftigt mich schon sehr lange. Schon vor meinem Einstieg bei den NachDenkSeiten bereiste ich den afrikanischen Kontinent mehrfach und vor mehr als sieben Jahren erhielt ich dann auch durch ein Gemeinschaftsprojekt der NachDenkSeiten und der Deutschen Welthungerhilfe die Möglichkeit, vor Ort über die Probleme zu berichten. Es ging um das Thema Land Grabbing und wir recherchierten dazu in Sierra Leone. Heraus kamen für unsere Leser zwei Artikel mit einigen (aus heutiger Sicht sicher technisch ziemlich dilettantisch wirkenden) Videobeiträgen.

Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus

Land Grabbing in Sierra Leone – Widerstand gegen den Neokolonialismus

Aufs Tableau der großen Medien kam „Afrika“ erst zwei später, als das Thema „Flüchtlinge“ plötzlich in ganz Europa zum Thema des Jahres avancierte. Viel geredet wurde seinerzeit von den Fluchtursachen. Doch leider hatte die Debatte auch schon damals kein nennenswertes Niveau, ging sie doch nur in sehr seltenen Ausnahmefällen auf die speziellen Probleme des afrikanischen Kontinents ein.

Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung

2018 versuchte ich noch einmal unter dem Schlagwort „Flüchtlingspolitik“ auf den gesamten Themenkomplex einzugehen …

Brennpunkt Afrika – Auch wenn die Debatte unbequem ist, müssen wir sie endlich führen

… und noch ein Jahr später fragte ich, was denn nun aus der vielzitierten Bekämpfung der Fluchtursachen geworden ist.

Was ist eigentlich aus der Bekämpfung der „Fluchtursachen“ geworden?

Auch im Jahr 2020 war „Afrika“ in der Berichterstattung der großen Medien kaum existent. Und wenn, dann ging es um Corona,

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Die vergessene Hochfrequenzmedizin nach Tesla und Lakovsky

06-05-20 08:05:00,

Die Hochfrequenzmedizin (bzw. Hochfrequenztechnologie) ist seit einigen Jahrzehnten ausgestorben… Doch wie konnte es soweit kommen?

Wir beschäftigen uns mit der Erfolgsgeschichte der Hochfrequenz basierend auf den Forschungen von Tesla und stellen die Frage, wieso sie nicht weitergeführt wurde… Und vor Allem gibt es eine neue Hochzeit der Hochfrequenz?

Die unzähligen elektrischen Ströme innerhalb des Körpers produzieren ein unsichtbares, elektromagnetisches Feld um jedes Lebewesen herum. Was heute nur noch wenige Menschen wissen: Die auf diesen Erkenntnissen basierende Elektromedizin war bereits vor 100 Jahren sehr weit entwickelt.

Forscher wie unter anderem Nikola Tesla oder Georges Lakhovsky hatten zahlreiche Therapiegeräte entwickelt, die über Frequenzen die Energie des menschlichen Körpers aktivierten und damit die Zellen belebten. So konnten sie bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eindrucksvolle Heilerfolge erzielen.

Energie Befeldung

Mit der Energie-Befeldung werden aber auch zusätzlich die Mitochondrien (unsere wichtigsten Organellen / Trillionen von bakterienähnlichen Kraftwerken in all unseren Zellen) so stark aktiviert, dass damit lokal künstliches Fieber erzeugt wird. Dies bewirkt, dass Krankheitserreger wie Parasiten, Pilze, Viren und Bakterien absterben.

Gleichzeitig wird die elektrische Zellmembranspannung wieder auf den optimalen Wert von wenigstens (-)70 Millivolt angehoben. Das ist von entscheidender Bedeutung, da kranke, entzündete, verletzte, alte oder degenerierte Zellen lediglich eine Zellmembranspannung von (-)50 Millivolt oder weniger haben und die wichtigsten Steuersignale des Körpers nicht mehr erkennen.

Beweis hierfür sind z.B. Krebs-, oder Tumorzellen die lediglich eine Zellmembranspannung von (-)15 Millivolt aufweisen. Demgegenüber braucht das Herz als „elektrisches Organ“ für seine Funktion immer eine optimale elektrische Zellmembranspannung, was in der Konsequenz sogar dazu führt, dass es keinen „Herzkrebs“ gibt.

Unser Credo:

Die Natur ist ein Wunder Die Natur macht keine Fehler

Mehr Wissen über die Hochfrequenz Technologie:

Den Autor Arthur Tränkle direkt kontaktieren: 0151-58887220

Mehr über das Tesla Gerät und die verbotenen Bücher erfahren:

Quelle:

Wassermatrix
QS24.tv
quantisana

Siehe auch:

Diese neue Power Cannabis-Kapsel könnte alle Schmerzmittel zukünftig ersetzen!

Luxemburg wagt den Schritt in die Cannabis-Legalisierung

Lungentumor schrumpft bei 81-jährigen COPD-Patienten nach 4 Mon. CBD

– Cannabis lässt Tumore kleiner werden und die Regierungen wissen es seit 1974

Depressionen,

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Jemen: Die vergessene Hölle

29-03-20 10:15:00,

Sana’a, Jemen, März 2016. Bild: Fahd Sadi/CC BY 3.0

Krieg, Hungersnot, Cholera, eine Heuschreckenplage und Krankenhäuser ohne Strom: Die Rüstungsunternehmen verdienen

Während ein großer Teil der Welt gegenwärtig mit dem Coronavirus kämpft und dazu gezwungen ist, den sozialen Kontakt einzudämmen und zu Hause zu bleiben, tobt im Jemen weiterhin ein gnadenloser Krieg.

Nicht die Spur einer intakten Infrastruktur

Es ist bereits fünf Jahre her, dass Saudi-Arabien den illegalen Angriffskrieg gegen seinen südlichen Nachbarn startete, wobei das Königreich auch durch die NATO-Länder USA, Frankreich und Großbritannien unterstützt wird.

Deutschlandfunk Kultur berichtet von über 200.000 Toten seit 2015. Die Dunkelziffer dürfte weitaus größer sein. Es gibt nicht die Spur einer intakten Infrastruktur im Jemen, das schon vor dem Krieg eines der ärmsten Länder der Welt war.

Laut den Vereinten Nationen handelt es sich bei dem Konflikt um die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Umso erstaunlicher ist es, dass vergleichsweise wenig im Westen darüber berichtet wird, obgleich die westlichen NATO-Länder USA, Frankreich und Großbritannien maßgeblich an den dortigen Verhältnissen die Mitschuld tragen.

So führten die Luftangriffe, die mit Eurofighter und Mk-80-Bomben durchgeführt wurden, zur Tötung zahlreicher unschuldiger Zivilisten und zur Zerstörung von Schulen und Krankenhäusern. The Guardian berichtet, dass Krankenhäuser und Ärzte im Jemen von den Kriegsparteien des Konflikts mindestens 120 Mal (zwischen März 2015 und Dezember 2018) angegriffen wurden.

Es sind also auch europäische Rüstungskonzerne, die von dem Krieg profitieren. Dennoch ist die westliche Berichterstattung über die Lage des Landes mangelhaft. Das humanitäre Völkerrecht wird von allen Kriegsparteien auf erschreckende Art und Weise weitgehend ignoriert.

Epidemien, Plagen und Hungersnot

Der Klimawandel schuf ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Heuschrecken im Horn von Afrika, weshalb zahlreiche afrikanische Länder seit 2019 mit massiven Heuschreckenplagen zu kämpfen haben. Die Insekten konnten sich auch auf der arabischen Halbinsel ausbreiten, wodurch der Jemen von einer weiteren Krise betroffen ist. Die Schwärme der Wüstenheuschrecken unter den gegenwärtigen Kriegsbedingungen unter Kontrolle zu bringen, dürfte eine Sache der Unmöglichkeit sein.

Hierdurch nimmt die Hungersnot noch weiter zu, da die Insekten die Erntegebiete befallen, die ohnehin mangelhaft im Wüstenland sind. Zuvor verhängte Saudi-Arabien bereits eine umfassende Seeblockade, was ebenfalls dazu geführt hat, dass die Bevölkerung an Hunger leidet.

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Das vergessene Menschenrecht

25-02-20 07:24:00,

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Darin enthalten ist das Diskriminierungsverbot aufgrund verschiedener Merkmale — jedoch bedauerlicherweise nicht aufgrund des Alters. Das lag unter anderem daran, dass die Altersdiskriminierung (im Englischen „Ageism“) noch gar nicht definiert, geschweige denn gesamtgesellschaftlich als Problem anerkannt war.

Erst Ende der sechziger Jahre prägte der US-amerikanische Dozent und Gerontologe Robert Neil Butler (1927 bis 2010) diesen Begriff. Bis heute ist die Altersdiskriminierung jedoch, im Vergleich zu anderen Formen der Diskriminierung in sozialen Kategorien, die am wenigsten erforschte. Dabei nimmt die Altersdiskriminierung seit den Achtzigerjahren — als die neoliberale Wende in den westlichen Ländern an Fahrt gewann — immer mehr zu.

Die von den medialen, politischen und wirtschaftlichen Eliten gepredigte Ellenbogenmentalität führt dazu, dass immer mehr Gruppen an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden. Ältere Menschen gehörten dabei zu einer der ersten Opfergruppen des verschärften innergesellschaftlichen Konkurrenzdenkens. Der „ideale“ neoliberale Mensch ist jung und hip. Und irgendwie imprägniert er sich gegen Alter, wehrt sich gegen Rentner als lästige Last. Das An-den-Rand-Drängen äußert sich durch Vorurteile am Arbeitsplatz, durch Marginalisierung in Medien und Politik sowie in einer unsozialen Pflege- und Rentenpolitik.

Trotz der Lücken in der bisherigen Forschung zur Altersdiskriminierung sind die verschiedenen Formen eben jener in unserer Gesellschaft für alle sichtbar. Im Arbeitsleben sind viele ältere Arbeiterinnen und Arbeiter dem Vorurteil ausgesetzt, dass sie nicht so gut arbeiten würden wie junge Kolleginnen und Kollegen. Dieses weit verbreitete Vorurteil lässt sich statistisch jedoch nicht belegen. Jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zwar in manchen Bereichen — wie beispielsweise Computeraufgaben — schneller, jedoch dafür statistisch gesehen oft unpräziser (1). In diesen Fällen müssen die Jungen dann vielleicht ihre Arbeit noch einmal machen.

Eine reine Messung von Arbeit nach Schnelligkeit bringt keinen weiter. Vorurteile gegen ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind oft unbegründet und zu einer solidarischen Arbeitsumgebung, für die sich die Linke einsetzt, gehört es auch, Menschen aller Altersstufen nach ihren Fähigkeiten einzubinden.

Auch in den Medien kommen die Älteren weniger vor. Statistische Untersuchungen in den USA haben bereits in den Neunzigerjahren ergeben, dass ältere Menschen in der Werbung beispielsweise unterrepräsentiert waren. Während die Älteren in der Bevölkerung knapp 16 Prozent stellten, tauchten sie in der TV-Werbung der Hauptsender in gerade einmal sieben Prozent der Spots auf (2).

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