Vergiftete Landwirtschaft

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24-07-19 09:50:00,

DDT seit den 1940er-Jahren und heute Glyphosat — mit Handelsnamen Roundup — sind beides Pflanzenschutzmittel, die auf Äckern und an vielen anderen Orten gespritzt werden. Denn sie vernichten Insekten oder „Unkräuter“ und erhöhen dadurch die landwirtschaftlichen Erträge. Wirtschaftlich und effizient heißt es da. Aber ist das wirklich so?

Seit nunmehr 70 Jahren hat sich im Bereich der landwirtschaftlichen Chemieindustrie, eine Sparte der Pharmaindustrie, nichts verändert. Immer noch wird behauptet, Produkte wie Glyphosat seien unschädlich für Mensch, Tier und Umwelt. Wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen? Wohin mit dieser unerträglichen Ignoranz, die nur den riesigen Pharmakonzernen nutzt, aber den globalen Ökosystemen schadet — oder besser: dazu beiträgt, sie nach und nach unwiederbringlich zu zerstören.

Bereits vor rund 12.000 Jahren, als die ersten Menschen sesshaft wurden und begannen, Land mit bestimmten Pflanzen zu bebauen, waren Insekten und andere Tiere eine Gefahr für ihre Ernte. Das ging über viele zehntausend Jahre so. Das System hielt sich allerdings die Waage.

Nach und nach entwickelte sich die Landwirtschaft weiter: Seit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents mit der Einführung des Sklavenhandels. — Afrikaner als Plantagenarbeiter auf Baumwoll- und Tabakplantagen. Jeder kennt die Bilder der schwarzen Sklaven auf den Baumwollplantagen der amerikanischen Südstaaten, als man begann den landwirtschaftlichen Anbau zu perfektionieren. Das entwickelte sich in jüngerer Zeit hin zu unüberschaubaren Flächen im Weizengürtel der Vereinigten Staaten.

Auch in Europa schritt die Industrialisierung fort: von einer mannigfaltigen und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft mit Wäldern, Bächen, Brachen und Kleinparzellen hin zu gigantischen Monokulturen. Heutzutage fällt riesigen Palmölplantagen fast der komplette tropische Regenwald Indonesiens zum Opfer, einer der grünen Lungen der Welt! Mit einem unermesslichen Schatz an Pflanzen und Tieren, die dem krankhaften Konsum weichen müssen. Einfach so. Jeden Tag. Die Liste solcher Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen.

Mit dem Übergang von einem natürlich praktizierten Ökolandbau hin zu einer gigantomanisch und durch Pflanzenschutzmittel verpesteten landwirtschaftlich-technisierten Produktionsmaschine wurde das Agroökosystem und darüber hinaus das globale Ökosystem aus dem Gleichgewicht gebracht.

Und das geschah zugunsten satter Profite für die Chemieindustrie. Damals wie heute. Es geht hier nicht um die Menschen und was sie essen, sondern um den Profit einiger weniger, denen die Namenlosen, die krank werden, egal sind, nach dem Motto „nach mir die Sintflut“. Und diese Entwicklung wurde jahrzehntelang von politischen Entscheidungsträgern ignoriert, geleugnet beziehungsweise sogar billigend in Kauf genommen.

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Vergiftete Flüsse – Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie – 3sat.Mediathek

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30-03-19 08:56:00,

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Videoganze Sendung vom Mittwoch, 27. März 2019

Standbild Beitrag: Vergiftete Flüsse Vergiftete Flüsse43:14 min

Vergiftete Flüsse

Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie: Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammen aus Asien, besonders aus China, Bangladesch und Indien: Billiglohnländer, in denen Arbeits- und Umweltschutz meist nur auf dem Papier stehen.
Film von David McIlvride.


Standbild Beitrag: Vergiftete Flüsse Vergiftete Flüsse

Kulturzeit 7. November 2018

 Powers'  2:42 min

Powers’ “Die Wurzeln des Lebens”

Aktivisten kommen zusammen, um die ältesten Mammutbäume zu…


 Powers'

Kulturzeit 4. Dezember 2018

 Claus Leggewie über Klimaflüchtlinge7:18 min

Claus Leggewie über Klimaflüchtlinge

Kulturzeit-Gespräch mit dem Politikwissenschaftler


 Claus Leggewie über Klimaflüchtlinge

scobel23. August 2018

 Buchtipp: 2:05 min

Buchtipp: “Die Männerlüge”

Gert Scobels persönliche Empfehlung


 Buchtipp:

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Das vergiftete Geschenk

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23-01-19 11:40:00,

Allzu viele Parallelen zwischen verschiedenen geschichtlichen Epochen zu ziehen, ist in der Regel fragwürdig. Aber es kann durchaus interessant sein, einen Blick auf den Umgang der Mächtigen verschiedener Epochen mit den Anliegen der Untertanen, heute Bürgerinnen und Bürger, zu werfen.

Als Ludwig der XVI. und seine Berater in den 1780er Jahren nicht mehr wussten, wie sie das stark ins Schwanken geratene französische Staatsschiff künftig lenken und vor allem den maroden Staatshaushalt sanieren sollten, hatten sie eine Idee. Sie beriefen die Jahrhunderte nicht mehr genutzte Ständeversammlung ein, damit diese behilflich sei.

Das sollte den Eindruck vermitteln, dass alle drei Stände der Gesellschaft, also Adel, Klerus sowie Bauern und Bürgertum, bei der Lösung der Staatskrise mitwirken könnten — auch wenn die Vertreter des dritten Standes, Bauern und Bürgertum, dem mehr als 95 Prozent der Bevölkerung Frankreichs angehörten, nur ein Drittel der Stimmen in dieser Ständeversammlung haben sollten.

Hinzu kam die Idee, allen Untertanen die Möglichkeit zu geben, Beschwerden zu formulieren und schriftlich einzureichen — eine interessante Idee in Anbetracht der Tatsache, dass der Großteil der Menschen, vor allem aus dem dritten Stand, weder lesen noch schreiben konnte. Indes, der König und seine Berater hatten sich verrechnet.

Die Beschwerdebriefe zeugten ungeschminkt von der Situation der Menschen im Land und vom schreienden Unrecht — denn die Unzufriedenheit und Empörung hatte mittlerweile Vertreter aller Stände erfasst, und sehr, sehr viele meldeten sich zu Wort. Auch die Ständeversammlung löste sich, kaum war sie zusammengetreten, wieder auf, und es kam zum ersten revolutionären Akt, dem Ballhausschwur, Frankreich eine Verfassung geben zu wollen, und zur Bildung der Nationalversammlung.

Das alles ist nun fast 230 Jahre her, heute gibt es in Frankreich keine Könige mehr, Frankreich nennt sich Demokratie mit Bürger- und Menschenrechten; es soll ein Land sein, in dem alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen Rechte haben — und zu den Bürgerinnen und Bürgern zählt auch der Präsident des Landes.

Der aber war in den vergangenen Wochen durch eine landesweite Protestbewegung — die Gelbwesten — in arge Bedrängnis geraten und hatte Entgegenkommen signalisiert. Besonders stark angeprangerte Gesetzesvorhaben sollten für eine gewisse Zeit mit einem Moratorium belegt werden oder wurden zurückgezogen. Vor allem: Emmanuel Macron versprach eine „große nationale Debatte“ über die Anliegen der Menschen im Land.

Nun ist herausgekommen, dass diese „große nationale Debatte“ kein ehrlicher Dialog sein sollte,

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Vergiftete Hilfe

Vergiftete Hilfe

13-10-18 11:39:00,

Um es gleich zu Beginn festzustellen: das, was während der letzten Jahre als „Hilfspolitik“ der Euro-Staaten gegenüber Griechenland gefeiert worden ist – wobei merkwürdigerweise das Ende dieser angeblichen „Hilfspolitik“ vor einigen Wochen ebenfalls Anlass zu großer Freude war! –, hat die totale Irrationalität und totale Dehumanisierung der Politik gegenüber Griechenland unter Beweis gestellt. Doch der Reihe nach – und zunächst einige Blicke zurück auf das, was am 12. Juli 2015 in Brüssel geschah.

Heißt: auf das, was Griechenland an diesem Tag an sogenannter „Hilfe“ aufgebürdet und an Zugeständnissen abgepresst worden ist. Dieser Rückblick ist erforderlich, um zu verstehen, was während der letzten drei Jahre in und gegenüber Griechenland geschah. Er ist zum zweiten erforderlich, weil die Irrtümer und Missverständnisse zur Griechenland-Politik der sogenannten „Helfer“ und „Retter“ gar nicht mehr zu zählen sind – dank entsprechender Politikersprüche und dank überwiegend fragwürdigster Berichterstattung darüber in Fernsehen und Presse – wenn überhaupt eine solche erfolgte. Und beginnen wir deshalb auch genau mit diesen beiden Hauptbegriffen, mit den Begriffen „Hilfe“ und „Rettung“, und demzufolge mit dem seither im Umlauf befindlichen Propagandabegriff „Rettungspaket“.

Erstens: Fangen wir mit der scheinbar positiven Seite der Vereinbarung an, die Mitte Juli des Jahres 2015 zwischen den EU-Institutionen – inklusive Internationalem Währungsfonds (IWF) – sowie Griechenland in Kraft getreten war. Griechenland sollte, als sogenanntes drittes „Hilfs-“ oder „Rettungspaket“, rund 86 Milliarden Euro von den Geldgebern bekommen. „Hilfe“ und „Rettung“ und „Paket“, das klingt nach „Geschenk“, nicht nach einer Bücherzusendung von einem Antiquar, die anschließend selbstverständlich bezahlt werden muss – und schon gar nicht nach einer Giftlieferung.

Man könnte auch sagen: irgendwie schien an diesem heißen Julitag für die Griechen der Weihnachtsmann unterwegs gewesen zu sein, Santa Claus, der dem gepeinigten Land ein großes Geschenkpaket mit ganz viel Euro-Scheinen vor die Türe gelegt hat – oder der brave Postbote hatte eine rettende/helfende Großverpackung ins Haus gebracht. Tja, die Politik und ihre Medienwelt: man „verpackt“ (!) noch das Fragwürdigste und Gefährlichste so, als ob es Heil brächte oder das Gute. Doch in Wahrheit war alles nur Lug oder propagandistisch-positive Suggestion, die keiner Überprüfung standhält. Denn tatsächlich handelte es sich bei diesen 86 Milliarden Euro – von denen tatsächlich nur 56 Milliarden Euro „ausgezahlt“ worden sind! – um nichts anderes als um einen Kredit!

Und seit wann kommen Kredite in der Gestalt von „Paketen“ ins Haus?

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