Propaganda: Vergleich der Berichterstattung im “Fall Strache” und vergleichbaren Fällen der Vergangenheit | Anti-Spiegel

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23-05-19 02:32:00,

Der „Fall Strache“ wird durch die Medien künstlich in den Schlagzeilen gehalten. Wie aktiv die Medien hier eine Kampagne fahren, zeigt ein einfacher Vergleich mit früheren ähnlichen Fällen.

Zunächst sei kurz darauf hingewiesen, dass Strache kein Gesetzesverstoß vorgeworfen wird, das ORF hat schon am Sonntag gemeldet, dass die Staatsanwaltschaft nicht einmal einen Anfangsverdacht sieht. Man kann Strache also bestenfalls vorwerfen, er habe im betrunkenen Zustand gesagt, man könne eine illegale Parteienfinanzierung ins Auge fassen oder jemandem Staatsaufträge zuschanzen. Nur getan hat er es nicht. Nichts dergleichen ist geschehen. Auch konkret wurden die Gespräche unter Alkoholeinfluss nicht, es gab keine detaillierte Besprechung darüber, wie und wann das ablaufen solle. Es waren allgemeine Floskeln im Suff, um es ganz deutlich beim Namen zu nennen. Dumme Floskeln, klar, aber trotzdem nur Floskeln.

Ich bin, um das deutlich zu sagen, ein scharfer Kritiker von illegaler Parteienfinanzierung und von Korruption in der Politik. Politiker, die so etwas tun, gehören für mich sehr lange ins Gefängnis.

Die Medien schlachten den „Fall Strache“ nun aus. Im Dauerfeuer wird der deutsche Leser zum Beispiel vom Spiegel mit dem „Skandal“ bombardiert. Dabei gibt es seit dem Wochenende nichts Neues dazu, aber das Thema wird in den Schlagzeilen gehalten. Bei Spiegel-Online gab es von Montag bis heute, Donnerstagnachmittag, also in nicht einmal vier Tagen sage und schreibe über 20 Artikel, die dem Leser mitteilten, was er darüber zu denken hat. 20 Artikel! Dabei gab es in der Sache nichts Neues, das Video war veröffentlicht und die Staatsanwaltschaft hatte verkündet, nichts kriminelles darin gefunden zu haben (was man im Spiegel freilich nicht erfahren hat).

Und das sind ja nicht alle Artikel. Ich habe nur die Spiegel-Artikel aus der Suchanfrage „Heinz-Christian Strache“ im Spiegel-Archiv genommen, die Artikel mit Neuigkeiten über den Koalitionsbruch und Neuwahlen und so weiter kommen noch hinzu. Die Suchanfrage „Österreich“ ergibt beim Spiegel knapp 60 (!!!) Artikel zwischen dem 20. Mai und heute. 60 Artikel in weniger als vier Tagen!

Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum der Vorwoche, also vom 13. bis 16. Mai waren es 14 Artikel unter dem Suchbegriff „Österreich“.

Was ist das, wenn es keine Propaganda-Kampagne ist?

Um das einmal einzuordnen: Als im November 2016 bekannt wurde, dass die SPD eine Preisliste hatte,

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