Russische Verteidigungsausgaben rückläufig – Nato fordert mehr Geld für Rüstung | Anti-Spiegel

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06-05-19 12:28:00,

Manchmal ist das Verfolgen von Nachrichten fast schon lustig, wenn man schwarzen Humor hat. Vor allem, wenn die so gescholtenen russischen Medien über Vorgänge in Deutschland Tage früher berichten, als deutsche „Qualitätsmedien“, wie zum Beispiel der Spiegel.

Am Wochenende machte der „ruhmreiche“ US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wieder Schlagzeilen. Am Samstag um 12.00 Uhr meldete RT-Deutsch, dass Grenell den Deutschen mal wieder mit deutlichen Worten klar machte, sie sollten gefälligst mehr für Rüstung ausgeben. Die Überschrift lautete: „US-Botschafter Grenell: „Deutschland muss kapieren, dass es so nicht weitergehen kann“

Harte Formulierung, aber auch nichts Neues von diesem diplomatischen Trampeltier. Auch Drohungen gegen die deutsche Wirtschaft hat er im Zusammenhang mit Nord Stream 2 ja schon ausgestoßen.

Da also solche Ausfälle von diesem Mann nichts Neues sind, wollte ich über die Meldung nicht berichten. Das änderte sich einen Tag später, denn am Sonntagabend griff der Spiegel die Meldung auch auf und zusätzlich gab es noch eine interessante Meldung in Russland zu dem Thema. Interessant ist, dass die bösen Russen von RT keineswegs zu hart oder gar anti-amerikanisch berichtet haben. Der Spiegel nahm all die Zitate ebenfalls auf, die man einen Tag zuvor bei RT lesen konnte. Warum hat der Spiegel denn einen Tag lang damit gewartet?

Im Spiegel war die Überschrift natürlich etwas zurückhaltender, als bei RT-Deutsch: „Richard Grenell – US-Botschafter drängt Deutschland zu höheren Rüstungsausgaben„. Aber die Zitate im Artikel waren exakt die gleichen, wie bei RT:

„Es ist ja nicht so, dass ich nicht nachvollziehen kann, weshalb Deutschland den Haushalt lieber in soziale Anliegen im Inneren investiert, als für die Verteidigung des Landes einzustehen. Warum sollte es auch? Das machen ja wir, die netten Amis“ (…) Deutschland müsse „endlich kapieren, dass es nicht bis in alle Ewigkeit so weitergehen kann und wird“

Spontan würde ich ihm sagen, dann macht es doch. Die USA haben großen Nachholbedarf in sozialen Fragen und bei der Bildung der amerikanischen Kinder. Und ich wüsste nicht, wofür wir in Deutschland den „Schutz“ der USA brauchen. Aber natürlich geht es darum nicht, es geht um Aufträge für die Rüstungsindustrie. Und dafür soll bei Sozialem und bei Bildung gespart werden.

Warum es bei dem 2 Prozent Ziel der Nato nur um Aufträge für die US-Rüstungsindustrie geht und die „russische Bedrohung“ nur ein Vorwand ist,

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