“Vorahnung auf einen Bürgerkrieg: Amerikanische Politiker opfern das Land für ihre Ziele” | Anti-Spiegel

09-06-20 07:36:00,

Die Rassenunruhen in den USA waren am Sonntag ein großes Thema im russischen Fernsehen. Der Moderator hat dazu einen sehr langen, aber auch sehr interessanten Kommentar über den Zustand der amerikanischen Gesellschaft, der amerikanischen Eliten und der amerikanischen „Gerontokratie“ abgegeben.

Bemerkenswert war in dem Kommentar der Hinweis auf einen früheren russischen Kommentar der Sendung über den Film „Joker“, den ich seinerzeit auch übersetzt habe. Aus heutiger Sicht ist der Kommentar vom November letzten Jahres fast schon prophetisch gewesen. Aber auch die Vergleiche der heutigen USA mit dem Ende der Sowjetunion fand ich so interessant, dass ich die beiden aufeinander folgenden Teile der Sendung (Sie finden die Links zu den Beiträgen hier und hier) als einen Kommentar übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Aufstand in Amerika: So ist Anarchie

Schauen wir uns dieses Bild an: Ein Mann mit Joker-Maske zündet – wie in Todd Phillips‘ Film – ein Polizeiauto an. Dann posiert er, wie in dem Film, mit offenen Armen. Diesmal ist es kein Film, das ist Amerikas in der letzten Woche. Aber die Ästhetik der Rebellion scheint von Hollywood vorgegeben zu sein. Und das Bild vom Joker ist gefragt. Es ist die Romantisierung der Anarchie. Das macht sie nicht besser oder schlechter. Anarchie, wie sie ist.

Hier sehen wir eine Frau, die trotzig ihr Geschäft auf einem umgestürzten Polizeiauto erledigt. Die progressive amerikanische Öffentlichkeit jubelt und begrüßt solche Aktionen eindeutig. Die Dame scheint wie befreit, nach dem Motto „Alles ist erlaubt, nur zu!“

Der Mann mit der Joker-Maske, der das Polizeiauto in Brand gesteckt hat, wurde schließlich gefasst. Möglich machte das seine Tätowierung am Hals: „Petty“. Die befreite Frau, die auf dem Polizeiauto hockte, wurde nicht gesucht.

Aber das sind Details. Es geht insgesamt darum, dass der gegenseitige Hass in Amerika erneut das Fass zum Überlaufen gebracht hat und die Polizei, die immer noch regelmäßig zwei bis drei Amerikaner pro Tag auf der Straße tötet, kommt mit der Situation nicht klar. Die Polizei ist demoralisiert. Das hat zwei Gründe.

Der erste Grund ist, dass der Mord an George Floyd nicht zu rechtfertigen ist. Aber was dieses Mal in Großaufnahme zu sehen war, ist die tägliche Polizeipraxis, die auch nicht zu rechtfertigen ist. Der zweite Grund ist,

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